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Foto von zwei Studenten
Foto einer Lerngruppe von 5 Personen an Computern.

Fachtagung „Berufliche Förderkonzepte für Benachteiligte - Europäische Impulse für Nordrhein-Westfalen"

"Es war eine Abstimmung mit den Füssen: Die Messehalle in Düsseldorf voll ausgelastet und Stop der Zusagen für Teilnahme. Ein wichtiges Thema gut präsentiert, das dennoch nicht oft im Rampenlicht steht. Und ein Experiment: Wird es Lernerfolge, Synergien, neue Kooperationen und mehr Mut zur Antragstellung in den präsentierten Programmen als bisher geben?

Denn ein Ziel war, potentielle Antragsteller näher vertraut zu machen mit den Chancen des Life-Long-Learning-Programms der EU oder des Europäischen Sozialfonds wie er in Nordrhein-Westfalen für die spezifische Zielgruppe eingesetzt wird.

Die Resonanz zeigt: Dem ersten Impuls sollten weitere Schritte folgen, um die Vertrautheit von potentiellen Antragstellern mit dem Life-Long-Learning-Programm aber auch mit anderen europäischen Förderchancen weiter zu stärken. Wir brauchen einen starken Kern von Engagierten und Informierten, die keine Chance auslassen wollen, sinnvolle Verbesserungen für Benachteiligte am Arbeitsmarkt zu organisieren."


Dr. Axel Bürger, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen


Fachtagung Berufliche Förderkonzepte für Benachteiligte, PlenumDie Verbindung regionaler und europäischer Ansätze bei der beruflichen Förderung Benachteiligter ist eine der wichtigen bildungs- wie beschäftigungspolitischen Herausforderungen. Diese Thematik griff die Kooperationsveranstaltung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS NRW) und der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) am 20.08.09 in Düsseldorf auf und stieß mit rund 300 Teilnehmenden auf ein erfreulich hohes Interesse.

Die Tagung formulierte eine zentrale Botschaft:
Inklusion statt Exklusion.

In der Arbeit mit der Zielgruppe geht es um einen kompetenzorientierten Ansatz, darum Erfolge zu organisieren und den jungen Menschen ganzheitliche Strategien und Konzepte anzubieten. Statt in Sondermaßnahmen auszugrenzen, kann aus anderen europäischen Ländern eine andere Kultur der Integration gelernt werden. Die Sichtweise auf und die Herangehensweise an die Zielgruppe muss sich grundlegend ändern. Inklusion statt Exklusion wird praktiziert, indem Potentiale und versteckte Kompetenzen der jungen Menschen sichtbar und beruflich nutzbar gemacht werden.

Tagungsprogramm

Fotos der Tagung

Ort: Düsseldorf
Zeitpunkt: 20. August 2009


Keynotes

Die Förderung von Benachteiligten: ein unverzichtbarer Beitrag zur Zukunft Europas
Dagmar Ouzoun, Europäische Kommission
Keynote

Zwischen Fachkräftemangel und Benachteiligtenförderung
Olaf Stieper, METRO GROUP AG, Düsseldorf
Präsentation


Workshop 1

Übergangsmanagement und vorberufliche Bildung

Go4job.eu – Ein Lernportal von Jugendlichen für Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte
Brigitte Rimbach, Hauptstelle RAA NRW, Essen
Präsentation

„Ein-Topf“ – Modellvorhaben zur Entwicklung einer effizienteren Struktur berufsvorbereitender Maßnahmen – Beratung, Instrumente im Übergang von der Schule,
Klaus Siegeroth, Bielefelder Jugendhaus
Präsentation

MODULE - Anerkennung von Modulen in der (vor-)beruflichen Bildung – europäische Qualitätsstandards für Benachteiligtenförderung
Prof. Dr. Gerald Heidegger, biat – Berufsbildungsinstitut Arbeit und Technik, Universität, Flensburg
Claudia Schreier, ISS, Frankfurt
Präsentation

„VorAusbildung“ - Fallmanagement
Thomas Soer, Weststadt Akademie GmbH, Essen
Präsentation

Offene Fragen
Christofer Susen-Godde (Moderation), Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen
Zusammenfassung


Workshop 2

Lernort Betrieb für Benachteiligte erschließen

„3. Weg“ – betriebsnahe Ausbildung mit Ausbildungsbausteinen in Lager/Logistik
Frank Rehbein, IMBSE e.V., Moers
Präsentation

INNOVET – Innovatives Qualifizierungskonzept (Kfz.-)Mechatronik
für schwächere Lerner – zielgruppenspezifische Anforderungen an Bildungspersonal und Lernarrangements

Dr. Jörg Kluger, VESBE e.V., Hennef
Präsentation

Haus der Berufsvorbereitung – betriebsnahe Konzepte für Hauptschüler
Uta Fiedler, Berufsbildungszentrum (bbz) der IHK Siegen
Präsentation

RELOAD Wissensaktualisierung on-the-job für ungelernte, lernentwöhnte und ältere Beschäftigte in der do-it-yourself-Branche
Veronika Meffert, ZLW/IMA, Rheinisch Westfälische Technische Hochschule, Aachen
Präsentation
Wissenswertschöpfungskette

Diskussion „3.Weg“ (PDF, 30 KB)
Diskussion INNOVET (PDF, 30 KB)
Diskussion Haus der Berufsvorbereitung (PDF, 40 KB)
Diskussion RELOAD (PDF, 90 KB)


Workshop 3

Aktiv für Menschen mit Behinderungen – Berufliche Bildung und Beschäftigung

Verzahnte Ausbildung behinderter Jugendlicher - Ausbildungspartnerschaft von Betrieb und Berufsbildungswerk
Hartmut Speis-Müller,CJD Berufsbildungswerk Niederrhein, Moers
Präsentation

ECO4VIP - Qualifizierung von Ausbildern in der barrierefreien Realisierung von E-Learning für Menschen mit Sehbehinderung
Jürgen Hüllen, Berufsförderungswerk Düren gGmbH, Düren
Präsentation

Das Gemeinnützige Integrationsunternehmen Lernen fördern – Dienstleistungen zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen
Ludger Lünenborg, Lernen fördern - Dienstleistungen gGmbH, Ibbenbüren
Präsentation

TOGETHER - Gemeinsam! Aktive Beteiligung von Menschen mit geistiger Behinderung – Lehr- und Lernmaterialien
Lothar Heusohn, Volkshochschule Ulm
Präsentation

Diskussionsergebnisse
Sabine Hellmann-Flocken(Moderation), Ministerium für Arbeit, Gesundheit
und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

Diskussionsergebnisse (PDF, 10 KB)


Workshop 4

Lernen im Ausland – Interkulturelle Kompetenzen erwerben

Mit grenzüberschreitender Verbundausbildung die Küchen Europas vereinigen
Steffen Plaschka, Interessensgemeinschaft Bildung Leuna-Merseburg IBLM e.V., Leuna
Präsentation

BECuLT – Basic E-Cultural and Linguistic Training - Chancen und Risiken beim Lernen im Ausland für Benachteiligte
Mats Landgren, Kiezküchen Ausbildungs-gGmbH, Berlin
Präsentation

Europraktika, Mobilität für benachteiligte und behinderte junge Menschen in beruflicher Ausbildung
Christian Knospe, Björn Angres, HEPHATA, Schwalmstadt
Präsentation

Berufliche Qualifizierung von Jugendlichen – Benachteiligte in der Berufsschule motivieren
Lutz Heinke, Internationales Haus Sonnenberg, St. Andreasberg
Präsentation


Workshop 5

Bildungspersonal für die Arbeit mit der Zielgruppe qualifizieren

BEQuaWE / EuCoCo und VAmB - Qualifizierungsmodule im Handel - gemeinsam mit METRO AG auch für Benachteiligte
Olaf Stieper, METRO AG Düsseldorf
Dr. Katja Robinson, Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke, Berlin
Präsentation
Ursula Rheinhardt, Berufskolleg an der Lindenstraße, Köln
Präsentation

JobArt TtT – Potentiale des Ausbildungspersonals für handlungsorientiertes Lernen aktivieren
Heidemarie Kollatz, Frank Laudamus, Die Wille gGmbH, Berlin
Präsentation

Berufliches Integrationsmanagement für Menschen mit Beeinträchtigungen/ Behinderungen
Petra Nitschke, Jugendberufsförderung ERFURT gGmbH
Präsentation

ICONET – Transfer innovativer Methoden zur Validierung informell erworbener Kompetenzen von benachteiligten Jugendlichen
Ulrike Richter, Deutsches Jugendinstitut e.V., Halle
Präsentation


Talkrunde

„Benachteiligte auf dem Weg in den Europäischen Bildungsraum mitnehmen“

Dokumentation der Talkrunde (PDF, 20 KB)