Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB)

Navigation und Suche

Strategische Partnerschaften
in der beruflichen Bildung

Strategische Partnerschaften bieten Organisationen, Unternehmen, Behörden etc. die Möglichkeit, in transnationaler Zusammenarbeit innovative Entwicklungen u.a. im Bereich der beruflichen Bildung voranzubringen. Die Europäische Kommission fördert Strategische Partnerschaften im Rahmen der Leitaktion 2 „Zusammenarbeit zur Förderung von Innovation und zum Austausch von bewährten Verfahren“ des EU-Programms Erasmus+.

Ziele

Strategische Partnerschaften sind transnationale Projekte, die entweder

  • auf den Austausch guter Praxis: Unterstützung beim Aufbau und der Stärkung von Netzwerken, Kapazitäten für transnationale Arbeit stärken und Austausch von Ideen, Methoden und Praktiken fördern (Projekte ohne Intellektuelle Outputs)

oder

  • auf die Unterstützung von Innovationen: Schaffung von innovativen Ergebnissen und/oder Verbreitung und Nutzung von existierenden und neu geschaffenen Produkten und Ideen (Projekte mit Intellektuellen Outputs)

abzielen. Dies kann auf lokaler, regionaler, nationaler, europäischer oder Organisationsebene in der beruflichen Bildung stattfinden.

Dabei ist es sowohl möglich, das Projekt sektoral – d.h. innerhalb des Sektors berufliche Bildung – als auch sektorübergreifend – d.h. zwei oder mehrere Sektoren (z.B. berufliche Bildung, Erwachsenenbildung, Hochschule, Schule, Jugend) betreffend – anzulegen.

Teilnehmende Staaten

33 Programmländer:

  • 28 EU-Staaten
  • Island, Liechtenstein, FYR Mazedonien, Norwegen, Türkei

Partnerländer:

Einrichtungen aus Partnerländern (u.a. Nicht-EU-Länder und Staaten anderer Kontinente) können nur an einer Strategischen Partnerschaft in der beruflichen Bildung teilnehmen, wenn sie einen wesentlichen Mehrwert für das Projekt erbringen.

Zielgruppen

Alle öffentlichen oder privaten Einrichtungen, die im weitesten Sinn in der beruflichen Bildung tätig sind. U.a.

  • Unternehmen
  • Kammern
  • Sozialpartner/-innen
  • Berufsbildungseinrichtungen
  • Berufsbildungszentren und -organisationen
  • Hochschulen
  • Institutionen des Bundes, der Länder oder Gemeinden
  • Forschungszentren und -einrichtungen
  • Gebietskörperschaften
  • Verbände
  • Nichtregierungsorganisationen

Förderung

  • Antragstellung: durch den Koordinator für die gesamte Partnerschaft
  • Anzahl der Partner: mindestens drei Einrichtungen aus drei Programmländern; keine Obergrenze, aber maximal 10 Partner erhalten einen Zuschuss zum Projektmanagement
  • Projektdauer: zwischen 12 und 36 Monaten, in Abhängigkeit vom Ziel des Projekts und vom Umfang der geplanten Aktivitäten
  • Förderung: die maximale Fördersumme beträgt 12.500 Euro pro Monat
  • Projektstart: zwischen dem 01.09.2016 und 31.12.2016
  • Projektende: spätestens am 31.08.2019

Was und wie wird bezuschusst?

Die Förderung erfolgt mittels eines Baukastensystems. Aus diesem können - je nach geplanten Projektaktivitäten und angestrebten Zielen - einzelne Module ausgewählt werden:

  • Projektmanagement und Implementierung: Dieses Modul umfasst die Aktivitäten zur Durchführung, Umsetzung und Verbreitung und ist Bestandteil jeder Strategischen Partnerschaft.
  • Transnationale Treffen: Dieses Modul beinhaltet Arbeitstreffen im Rahmen der Strategischen Partnerschaft.
  • Transnationale Lehr- und Lernaktivitäten: Mit diesem Modul ist es möglich, Mobilitäten von Lernenden und/oder Bildungspersonal in das Projekt zu integrieren, sofern sie erforderlich sind, um die Ziele und die vorgesehenen Ergebnisse des Projekts zu erreichen.
  • Besonderer Bedarf: Diese Kostenkategorie bezieht sich auf den Mehrbedarf an Aufwendungen für die Einbeziehung von Menschen mit Behinderung.
  • Außerordentliche Kosten: Diese Kostenkategorie umfasst u. a. Dienstleistungen, die nicht von den beteiligten Partner erbracht werden können, und speziell für das Projekt benötigte Ausrüstungsgegenstände.

Strategische Partnerschaften zur Unterstützung von Innovationen beinhalten zusätzlich

  • Intellektuelle Outputs: Dieses Modul beinhaltet die Erarbeitung von Bildungsprodukten.
  • Multiplikatorenveranstaltungen: Dies sind Veranstaltungen zur Verbreitung der Intellektuellen Outputs.

Förderung auf Basis von Stückkosten: Um eine möglichst einfache Antragstellung und Abrechnung zu gewährleisten, wird im Wesentlichen auf der Basis von Stückkosten ("unit costs") gefördert .

Förderung auf Basis der tatsächlichen Kosten:  Werden prinzipiell Stückkosten als Basis für die Förderung genommen, gilt dies nicht für die die Module "Außerordentliche Kosten" (Unteraufträge, spezielle Ausrüstung etc.) und "Besonderer Bedarf" (für Personen mit Beeinträchtigungen). Hier wird auf der Basis der tatsächlichen Kosten gefördert.

Die einzelnen Module und Fördersätze finden Sie im Erasmus+ Programmleitfaden auf Seite 118ff.

Icon Information

Weiterführende Informationen

Helpdesk

Administrative und finanzielle Projektbetreuung

Sie haben Fragen zu administrativen und finanziellen Aspekten der Projektbeantragung? Unser Helpdesk des ADMIN-Teams hilft Ihnen gerne weiter:

Fon: (0228) 107-1700

09:30 - 11:30 Uhr: Mo | Di | Do | Fr
13:00 - 15:00 Uhr: Mo | Di | Mi | Do

 

Liste der Ansprechpersonen für bewilligte Projekte

 

Kontakt

Innovation und Kooperation in der Berufsbildung

Sie haben fachlich-inhaltliche Fragen zur Antragstellung und Projektdurchführung? Unser Team "Innovation und Kooperation in der Berufsbildung" hilft Ihnen gerne weiter.

Fon: (0228) 107-1500

10:00 - 12:00 Uhr: Mo | Di | Do | Fr
13:00 - 15:00 Uhr: Mo | Di | Mi  | Do

Europäische Grundlagendokumente

Der Europäische Ratsbeschluss regelt den rechtlichen Rahmen des Programms Erasmus+.

Europäischer Aufruf: Jährliche Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen (Anträgen). Im Aufruf sind Fristen und Budget der jeweiligen Aktionen festgelegt.

Der Programmleitfaden (Erasmus+ Programme Guide) beschreibt die europäischen Prioritäten und Förderkritierien sowie administrative Einzelheiten aufgeschlüsselt nach Aktionen. Es ist das zentrale Dokument zur Vorbereitung auf Antragstellung und Durchführung. Der Programmleitfaden liegt bisher in englischer Sprache vor.

Einen zusätzlichen Nationalen Aufruf gibt es in Erasmus+ nicht.

Gemeinsame Website

Screenshot der Startseite

Die vier deutschen Nationalen Agenturen im Programm Erasmus+ informieren auch auf einem gemeinsamen Portal zum neuen EU-Programm. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.