Hier geht es zur Startseite!
Kontakt Einstellungen Sitemap
Hier geht es zur Startseite!
Foto von zwei Stundenten, die sich etwas erklären
Foto von zwei Personen am Computer
Sie sind hier: Startseite > EU-Sprachensiegel > Preisträger 2008

Preisträger 2008

Pädagogische Hochschule FreiburgZWH Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk, DüsseldorfOuverTüre e. V., Frankfurt am MainVolkshochschule GörlitzStaatliche Handelsschule mit Wirtschaftsgymnasium "Am Lämmermarkt", HamburgRainbow Paper Initiative HannoverVolkshochschule Hildesheim gGmbHDiesterwegschule - Ganztagsgrundschule, OsnabrückOtto-Hahn-Gymnasium Ostfildern, Klasse 11 b

Pädagogische Hochschule Freiburg

Der Sprachenfächer – Arbeitsmittel für den vielsprachigen Deutschunterricht Klassen 4-10

Der „Sprachenfächer“, der von der Pädagogischen Hochschule und ihren Partnern über mehrere Jahre hinweg entwickelt wurde, bietet Lehrerinnen und Lehrern umfassende Arbeitsmaterialien für einen interkulturellen Deutschunterricht. Ringbücher, u. a. zu den Themen "Höflichkeit", "Personennamen" oder "Körpersprachen" enthalten Informationen zum jeweiligen Thema, methodische Vorschläge für Lehrpersonen sowie Kopiervorlagen für Arbeitsblätter. Mit Hilfe der Materialien werden Kinder mit unterschiedlichen Familiensprachen angeregt, sprachliche wie kulturelle Verschiedenheiten und Gemeinsamkeiten zu reflektieren. Dabei werden alle Sprachen in der Klasse einbezogen: Deutsch, die Familiensprachen, Fremdsprachen, usw. Sie alle sowie die jeweiligen Sprecherinnen und Sprecher erfahren die gleiche – hohe – Wertschätzung.

Die Jury zeichnet dieses Projekt mit dem ersten Preis im Wettbewerb Europäisches Sprachensiegel 2008 aus, weil der Sprachenfächer mitsamt seinen inhaltlichen und didaktischen Hinweisen eine ganz ausgezeichnete Unterstützung für den interkulturellen Deutschunterricht darstellt. Durch das Reflektieren und Kommunizieren über sprachliche und kulturelle Eigenarten, aber auch europäisch-kulturelle Gemeinsamkeiten werden die Sprachaufmerksamkeit und gleichzeitig auch eine Kulturaufmerksamkeit geweckt. Der interkulturelle Dialog ist gleichzeitig Thema der Materialien und Bestandteil des Lernerlebnisses.

www.sprachenfaecher.de

www.ph-freiburg.de


ZWH Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk, Düsseldorf

PREPARE – Entwicklung computerbasierter Lernbausteine zur Förderung der interkulturellen und Fremdsprachenkompetenz junger ArbeitnehmerInnen aus KMU zur Vorbereitung auf einen Auslandsaufenthalt

Die ZWH hat zusammen mit acht europäischen Partnern in diesem Projekt ein Sprachlernprogramm entwickelt, das Auszubildende im Handwerk zur Vorbereitung auf berufsbezogene Auslandsaufenthalte nutzen können. Das Material steht auf CD ROM sowie im Internet zur Verfügung und umfasst die Sprachen Deutsch, Polnisch, Ungarisch und Spanisch. Die Lerneinheiten vermitteln neben sprachlichen sowohl berufsbezogene als auch interkulturelle Inhalte. Sie sind bedienungsfreundlich und übersichtlich in verschiedene Bereiche gegliedert und behandeln Themen aus den Bau-, den KFZ- sowie den Büroberufen.

Die Jury zeichnet dieses Projekt aus, weil sie es für einen guten Beitrag zur beruflichen Aus- und Weiterbildung erachtet. Über selbstgesteuertes Lernen können neben den rein sprachlichen auch interkulturelle Aspekte, die bei einem Auslandsaufenthalt relevant sind, erarbeitet werden. Bildungsträger, aber auch kleine und mittlere Unternehmen können die Software nutzen, die durch ihre außergewöhnliche Kombination von Zielsprachen zudem einen Beitrag zur Förderung der Sprachenvielfalt in Europa leistet.

www.prepare-online.eu

www.zwh.de


OuverTüre e. V., Frankfurt am Main

Approche! Deutsch-Französisches Schülerfestival der darstellenden Künste

In diesem Projekt des Vereins OuverTüre beteiligten sich Schülerinnen und Schüler an einem deutsch-französischen Schülertheaterwettbewerb mit dem Thema „Zwischen uns, der Rhein“. Insgesamt drei deutsche und drei französische Schulen konnten als Gewinner des Wettbewerbs ihre jeweiligen Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen im Rahmen eines dreitägigen Theaterfestivals in Straßburg vertiefen. Dieses Festival war neben der Theaterarbeit geprägt von umfassenden Angeboten an interkulturellen deutsch-französischen Workshops zu verschiedenen Themen.

Die Jury zeichnet dieses Projekt aufgrund seiner professionellen Qualität im Umgang mit dem Fremdsprachenlernen und dem interkulturellen Dialog aus. Das Trennende und das Verbindende zwischen den beiden Kulturen und Reflektion darüber zieht sich thematisch durch das gesamte Projekt. Besonders hervorzuheben ist die hohe Motivation der Schülerinnen und Schüler, sich mit selbst geschriebenen Stücken in einer Fremdsprache mit dem Thema der deutsch-französischen Beziehungen auseinanderzusetzen.

www.ouvertuere.org


Volkshochschule Görlitz

Polnische und deutsche Familien entdecken die Grenzregion per Rad

Die Volkshochschule Görlitz hat in diesem Projekt gemeinsam mit ihrer Partnereinrichtung Gerlingua in Zgorzelec Radtouren dies- und jenseits der deutsch-polnischen Grenze durchgeführt. 25 Personen beider Länder im Alter zwischen 20 und 74 Jahren besuchten an vier Wochenenden Sehenswürdigkeiten in ihrer Grenzregion und wurden dabei von Sprachpädagogen begleitet. Neben den typischen Kommunikationsanlässen einer gemeinsamen Radtour wie Begrüßung, Fragen zur geplanten Strecke oder zum mitgebrachten Proviant halfen gezielt eingesetzte spielerische Aktivitäten, den Spracherwerb und die Kommunikation unter den Teilnehmenden anzuregen.

Die Jury zeichnet dieses Projekt wegen seines ungewöhnlichen Wegs zur Überwindung geografischer und sprachlicher Grenzen aus. Das gemeinsame Interesse und die gemeinsame Beschäftigung dienen als Ausgangspunkt für die Erweiterung des sportlichen, kulturellen, sprachlichen und interkulturellen Horizonts der teilnehmenden Radfahrerinnen und Radfahrer. Das Projekt ist innovativ und hat Modellcharakter für andere – aber nicht ausschließlich – Grenzregionen in Europa.

www.vhs.goerlitz.de


Staatliche Handelsschule mit Wirtschaftsgymnasium "Am Lämmermarkt", Hamburg

MarCoB – Marketing and Consumer Behaviour in a European Comparison

Das Wirtschaftsgymnasium „Am Lämmermarkt“ hat in diesem Projekt mit berufsbildenden Schulen in Schweden, Dänemark, Finnland und Italien zusammengearbeitet. Die Schülerinnen und Schüler betrieben Marktforschung und entwickelten Werbekampagnen für ausgewählte Produkte, beispielsweise Handys oder Sportwagen. Dabei setzten sie sich mit den unterschiedlichen Konsumentenverhalten und den jeweiligen Herangehensweisen an Marketingstrategien in den beteiligten Ländern auseinander, die spätestens bei der Präsentation der Kampagnen während der gegenseitigen Besuche offensichtlich wurden. Das Projekt ist in den regulären Lehrplan eingebunden, kommuniziert wurde auf Englisch.

Die Jury verleiht diesem Projekt das Europäische Sprachensiegel, weil es sich durch seinen umfassenden und anwendungsbezogenen Ansatz positiv von vergleichbaren Projekten abhebt. Die Verbindung von fachbezogener und privatkommunikativer Sprachkompetenz, kombiniert mit der expliziten Auseinandersetzung mit anderen Kulturen, Mentalitäten und dem fachlichen Erkenntnisgewinn der Berufsschüler/-innen in Marketingfragen ist hier ausgesprochen gut gelungen.

www.laemmermarkt.hamburg.de


Rainbow Paper Initiative Hannover

Deutsch lernen durch Kultur, 1. Projekt "Abschiedankunftzukunft"

Die Rainbow Paper Initiative hat das Europäische Jahr des interkulturellen Dialogs 2008 zum Anlass genommen, dieses Integrationsprojekt mit russischsprachigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchzuführen. Gemeinsam mit einer Dramaturgin und professionellen Musikern wurde ein Bilderbogen aus Erinnerungen an die persönliche und geschichtliche Vergangenheit im Herkunftsland in Szene gesetzt, der den Prozess des Abschieds und des Neuanfangs in Deutschland mit den Möglichkeiten einer positiven Zukunft zum Inhalt hat. Basierend auf den Konzepten des biografischen Lernens und der Dramapädagogik wurden der Spracherwerb, die Beschäftigung mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten der Kulturen und persönlichkeitsstärkende Elemente miteinander verbunden.

Die Jury zeichnet dieses Projekt wegen seiner gelungenen Verbindung von Spracherwerb und ästhetischer Bildung, vor allem in den Bereichen Musik und Theater, aus. Der interkulturelle Dialog findet hier auf verschiedenen Ebenen statt, zwischen den handelnden Personen, in der Auseinandersetzung mit Liedern aus dem Herkunftsland und in deren Übertragung in die deutsche Sprache. Abschiedankunftzukunft unterstützt die persönliche Entfaltung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und fördert ihre beruflichen Integrationschancen durch Stärkung des Selbstwertgefühls und des Selbstbewusstseins im Umgang mit der Sprache des Immigrationslandes.

www.dr-klotz-businesstraining.de/5.html


Volkshochschule Hildesheim gGmbH

Meine Lieblingsgeschichte – En Sevdigim Hikaye, Ein Projekt ergänzender gemeinwohlorientierter Integrations- und Bildungsförderung für Menschen, die aus der Türkei eingewandert sind – insbesondere Familien

In diesem Projekt wurden an der Volkshochschule Hildesheim in einer Kleingruppe von Eltern mit türkischer Muttersprache unter Anleitung einer Pädagogin deutsche Kinderbücher gelesen und ins Türkische übersetzt. Angegliedert an eine Initiative namens „Leselust“ wurden zweisprachige Lesungen für deutsch- und türkischsprachige Kinder und ihre Eltern organisiert und die Ergebnisse der Übersetzungsarbeit in Form von zweisprachigen Kinderbüchern und Hörbüchern verbreitet. Sie können nun beispielsweise in der Hildesheimer Stadtbibliothek ausgeliehen werden.

Die Jury verleiht diesem Projekt das Europäische Sprachensiegel 2008, weil die Arbeit an den Kinderbüchern und das Gespräch darüber den türkischsprachigen Eltern hervorragende interkulturelle Redeanlässe bietet. Durch die authentischen Gespräche wird die Motivation zum Sprachenlernen gestärkt, durch die Übersetzungsarbeit das Sprach- und Kulturbewusstsein gefördert. Insbesondere werden auch solche Teilnehmerinnen und Teilnehmer und ihre Familien an das Lesen und Vorlesen herangeführt, für die die Welt der Bücher bislang keine so bedeutende Rolle spielte.

www.vhs-hildesheim.de


Diesterwegschule - Ganztagsgrundschule, Osnabrück

Deutsch-Italienische Europaklassen an der Diesterwegschule in Osnabrück

An der Diesterwegschule, einer Ganztagsgrundschule, lernen Kinder mit unterschiedlichen Familiensprachen dem ersten Schuljahr Italienisch als Fremdsprache. Der bilinguale Unterricht erfolgt in den Fächern Musik, Kunst und Sport und wird mit fortschreitender Klassenstufe erweitert. Er wird ergänzt durch separaten Sprachunterricht und die Möglichkeit der Teilnahme an interkulturellen Arbeitsgemeinschaften. Ein Kooperationsvertrag mit einer benachbarten Gesamtschule eröffnet allen Schülerinnen und Schülern, unabhängig von der gewählten Schulform, die Möglichkeit, ihre erworbenen Sprachkompetenzen in der weiterführenden Schule zu vertiefen.

Die Jury zeichnet dieses Projekt aus, weil es sich hier um ein besonderes Beispiel einer bilingualen Grundschule handelt. Der bilinguale Ansatz ist hier zu einem festen Bestandteil des Schulprofils geworden und hat die pädagogische Arbeit sowie die Schulkultur um wesentliche Aspekte bereichert. Das Projekt, das in diesem Schuljahr in den Regelbetrieb übergeht, stellt für die Region eine Neuerung dar und strahlt auf weitere Schulen in der Umgebung ab. Die Diesterwegschule hat mit diesem Projekt ein für die Öffentlichkeit erkennbares interkulturell-europäisches Profil entfaltet.

www.diesterwegschule-os.de


Otto-Hahn-Gymnasium Ostfildern, Klasse 11 b

We Are Europe

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 11b des Otto-Hahn-Gymnasiums führten von Januar bis März 2008 im Englischunterricht dieses Projekt durch, das gängige Klischeevorstellungen vom jeweils anderen Land und Haltungen zur politischen Zukunft Europas thematisierte. Dabei arbeiteten sie mit Schülergruppen aus Griechenland, Polen, Finnland, Schottland und Spanien direkt zusammen. Beim Erarbeiten und Auswerten von Fragebögen (mit dem Titel „Vereinigte Staaten von Europa?“), beim Verfassen englischsprachiger Gedichte und Statements sowie bei der Auseinandersetzung mit der eigenen und mit den anderen Kulturen – und natürlich mit Europa – wurden vielfältige Sprech- und Kommunikationsanlässe geschaffen.

Die Jury zeichnet dieses Projekt aus, weil es sich vor allem durch die große Vielfalt der verwendeten Materialien deutlich von ähnlich angelegten Projekten abhebt. Im direkten interkulturellen Diskurs werden Klischeevorstellungen reflektiert und das Projekt „Europa“ vorangebracht. Die Aktivitäten führen dazu, dass sich die jungen Menschen nicht nur kognitiv, sondern auch kreativ mit dem Thema Europa - in einer Fremdsprache – auseinandersetzen.

www.ohg.es.bw.schule.de