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Kontakt
Bei Fragen oder Anregungen zum "Europäischen Sprachensiegel" wenden Sie sich innerhalb der NA beim BIBB bitte an:

Ulrike Schröder
Tel.: 0228 / 107-1626

Fax: 0228 / 107-2964
E-Mail-Kontakt

Über das Europäische Sprachensiegel

Mit dem Wettbewerb um das "Europäische Sprachensiegel" werden zwei Hauptziele verfolgt:

  • Förderung von neuen Initiativen und Innovationen im Bereich des Lehrens und Lernens von Sprachen,
  • Information von bestimmten Zielgruppen und Multiplikator(inn)en (z.B. Lernende und Lehrende) über diese Initiativen mit dem Ziel, die ausgezeichneten Ideen und Techniken an ihre eigene Situation anzupassen.


Das "Europäische Sprachensiegel" wird jährlich in den teilnehmenden Staaten an die innovativsten Projekte verliehen. Dabei kommen alle einschlägigen Initiativen in Frage, unabhängig vom Alter der Lernenden oder der Art der beteiligten Einrichtungen, die darauf abzielen
  • kreative und innovative neue Wege zu beschreiten
  • die Qualität des Sprachenlernens zu verbessern,
  • Lernende zu motivieren,
  • das Beste aus den verfügbaren Ressourcen zu machen oder
  • das Sprachangebot zu erweitern.

Der Wettbewerb um das "Europäische Sprachensiegel" wurde 1997 von der Europäischen Kommission im Zusammenhang mit dem zwei Jahre zuvor veröffentlichten Weißbuch "Leben und Lernen: Auf dem Weg zu einer lernenden Gesellschaft" ins Leben gerufen. Die Durchführung erfolgt durch die Teilnehmerstaaten selbst. Nationale Jurys entscheiden darüber, welche Projekte die Auszeichnung erhalten. Die Auswahl erfolgt zum einen anhand von Kriterien, die die EU-Kommission auf europäischer Ebene festgelegt hat, zum anderen vor dem Hintergrund ergänzender nationaler Schwerpunktthemen, die die jeweiligen Staaten in eigener Verantwortung festlegen können.

Am Wettbewerb um das "Europäische Sprachensiegel" nehmen alle Staaten teil, die auch am europäischen Bildungsprogramm für lebenslanges Lernen partizipieren.

Alle Projekte, denen das Siegel als Auszeichnung verliehen wird, erhalten ein Zertifikat in Form einer Urkunde, die von einem Mitglied der EU-Kommission sowie vom Minister bzw. der Ministerin des jeweiligen nationalen Ministeriums unterzeichnet wird. Das Logo des "Europäischen Sprachensiegels" kann von den ausgezeichneten Projekten in Verbindung mit der Jahreszahl der Auszeichnung zu Werbezwecken, z.B. in Briefköpfen oder auf Plakaten, eingesetzt werden.

Die Projekte und Initiativen werden zudem in einer zentralen Datenbank bei der EU-Kommission in Brüssel erfasst:

Zur Datenbank der EU


Europaweit gültige Wettbewerbskriterien
  • Die Initiativen/Projekte sollten umfassend sein. Alle beteiligten Personen (Lehrer/-innen und Lernende) und einschlägigen Hilfsmittel (Methoden und Materialien) sollten dazu beitragen, dass die Bedürfnisse der Lernenden erkannt und erfüllt werden. Die verfügbaren Ressourcen sollten kreativ genutzt werden, um zum Erlernen von Fremdsprachen zu motivieren. Die Präsenz von Muttersprachler(inne)n, die praktische Anwendung von Sprachkenntnissen im Kontakt mit Partnerkommunen bzw. -einrichtungen oder die Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen wären Beispiele dafür.
  • Die Initiativen/Projekte sollten einen zusätzlichen Nutzen im jeweiligen nationalen Kontext erbringen. Sie sollten eine quantitative und/oder qualitative Verbesserung beim Lehren und Lernen von Fremdsprachen bewirken. Der quantitative Aspekt könnte zum Beispiel in der Einbeziehung mehrerer Sprachen bestehen, insbesondere solcher, die weniger verbreitet sind. Der qualitative Aspekt könnte den Einsatz verbesserter Technologien umfassen.
  • Die Initiativen/Projekte sollten bei den Lernenden und/oder Lehrenden Motivation erzeugen.
  • Die Initiativen/Projekte sollten originell und kreativ sein. Sie sollten noch unbekannte Ansätze untersuchen, die sich für die betreffende Zielgruppe der Lernenden eignen könnten. Allerdings: Was in einem bestimmten Kontext originell, kreativ und innovativ ist, muss es in einem anderen nicht unbedingt sein.
  • Die Initiativen/Projekte sollten eine europäische Dimension enthalten. Sie sollten die Gegebenheiten Europas sowie die sprachliche und kulturelle Vielfalt berücksichtigen und die Möglichkeiten nutzen, die sich bieten (z.B. durch grenzüberschreitende Kontakte), um das Verständnis für andere Kulturen mit Hilfe des Erlernens von Fremdsprachen zu verbessern.
  • Die Initiativen/Projekte sollten Innovationen beinhalten, die auf andere Situationen übertragen werden können. Sie sollten eine potenzielle Quelle der Inspiration für andere Menschen in verschiedenen Staaten und Situationen sein. Sie sollten zum Beispiel insoweit angepasst werden können, dass andere Sprachen oder andere Altersgruppen als die ursprünglich vorgesehenen mit einbezogen werden können.