Mobilitätscharta - Internationalisierung wird belohnt

Die Erasmus+ Mobilitätscharta für die Berufsbildung ist ein Angebot für Einrichtungen, die Erfahrung in der Durchführung von Mobilitätsprojekten haben und ihre internationale Arbeit strategisch weiterentwickeln möchten. Einrichtungen mit Mobilitätscharta verpflichten sich, einen Schwerpunkt ihrer Projektarbeit auf die strategische Entwicklung der internationalen Ausrichtung zu legen. Dafür erhalten sie bis 2020 und gegebenenfalls darüber hinaus besondere Förderbedingungen.

Ziel in Erasmus+ ist es, mithilfe der Mobilitätscharta, die Internationalisierung der Berufsbildung in Europa zu fördern.

An wen richtet sich das Angebot?

Die Mobilitätscharta ist ein Angebot für Einrichtungen, die bereits gute Durchführung von Mobilitätsprojekten in der Berufsbildung nachweisen können und ihre internationale Arbeit strategisch weiterentwickeln möchten.


Zugangskriterien

Die Zugangskriterien werden von der EU-Kommission festgelegt und im "Aufruf zur Einreichung von Anträgen auf die Mobiltätscharta in der Berufsbildung" veröffentlicht. Möchten Sie für Ihre Einrichtung eine Charta beantragen, dann prüfen Sie bitte folgende zwei zentrale Kriterien:

  • Teilnehmende in Mobilitätsprojekten unter der Charta werden mindestens zu 70 Prozent Personen aus Bildungsgängen der eigenen Einrichtung sein.
  • Die durchschnittliche Ausschöpfungsrate aus der Summe der letzten drei abgeschlossenen Projekte muss mindestens 80 Prozent im Vergleich zur ersten Vertragssumme betragen.

Ihr Antrag auf die Mobilitätscharta muss darüber hinaus deutlich zeigen, dass

  • die Internationalisierung Ihrer Einrichtung und der Bildungsgänge stetig und planvoll gestaltet wird und
  • hohe Qualitätsstandards für die Projektdurchführung angelegt werden.
Welchen Vorteil bietet die Erasmus+ Mobilitätscharta?

Da die Vergabe der Mobilitätscharta an bestimmte Bedingungen gebunden ist, verfügen Sie mit der Charta über ein attraktives Qualitätslabel, das sowohl innerhalb Ihrer Einrichtung als auch darüber hinaus wirkt.

Die Mobilitätscharta vereinfacht die Beantragung Ihrer Mobilitätsprojekte. Dies schafft Freiraum, den Sie in der Einrichtung nutzen, um

  • die Qualität Ihrer Mobilitätsaktivitäten weiter zu verbessern und
  • die Internationalisierungsstrategie Ihrer Einrichtung umzusetzen.

Die Charta gilt zunächst bis zur Antragsrunde 2020 und ermöglicht dadurch eine längerfristige Planungssicherheit.

Für den Fall, dass in einem Folgeprogramm eine Aktion nur Einrichtungen mit Mobilitätscharta zugänglich ist, kann die Nationale Agentur die Gültigkeit einer 2018 oder 2019 verliehenen Charta für die gesamte Programmdauer verlängern.

Wie wird die Mobilitätscharta beantragt?

Die Mobilitätscharta wird in einem eigenen Verfahren beantragt. Der Aufruf zur Einreichung von Anträgen auf die Mobilitätscharta in der Berufsbildung durch die Europäische Kommission erfolgt jährlich. Der Aufruf legt die Zugangs- und Vergabekriterien fest.

Die nächste Antragstellung ist am 16. Mai 2019 möglich. Die genaue Antragsfrist wird im entsprechenden Aufruf mit den dazugehörigen Unterlagen bekannt gegeben. Das Webformular zur Antragsstellung, welches direkt online ausgefüllt (der Zugang erfolgt über den EU Login der Einrichtung), steht zur Verfügung. 


Die Kommission hat ausführliche Informationen zur Bearbeitung des Webformulars zur Verfügung gestellt. Diese finden Sie weiter unten auf dieser Seite oder im Formular selbst unter ‚Leitlinien‘ (Guidelines).

Für interessierte Einrichtungen hat die Nationale Agentur beim BIBB im Februar 2019 eine Informationsveranstaltung angeboten. Auf dieser Veranstaltung wurden die allgemeinen Rahmenbedingungen der Mobilitätscharta für die Berufsbildung, als auch konkrete Informationen zur Antragstellung vorgestellt. Die Präsentation zur Veranstaltung finden Sie unter Weitere Informationen.

Weitere Informationen

 Häufig gestellte Fragen zur Erasmus+ Mobilitätscharta für die Berufsbildung

 Präsentation zur Informationsveranstaltung: Mobilitätscharta für die Berufsbildung (Februar 2019)

Teil eines Antrags auf die Mobilitätscharta ist es, den Stand der Internationalisierung im Bereich der Berufsbildung in der eigenen Einrichtung festzustellen und die weitere strategische Entwicklung für die nächsten Jahre zu beschreiben. In der Regel ist damit ein interner Diskussions- und Abstimmungsprozess verbunden. Unsere Handreichung zur Selbsteinschätzung der Internationalisierung in berufsbildenden Einrichtungen kann Sie bei Ihren Vorbereitungen unterstützen und als Diskussionsgrundlage dienen:

 Handreichung zur Selbsteinschätzung für berufsbildende Einrichtungen zur Vorbereitung einer Beantragung der Mobilitätscharta

Fristen und Vergabe

Die Beantragung der Mobilitätscharta ist jährlich möglich. Die nächste Antragsfrist ist am 16. Mai 2019.  

Der Antrag wird nach formalen und inhaltlichen Kriterien geprüft. Diese sind im Europäischen Aufruf beschrieben.

Ende September erfolgt die Benachrichtigung über das Ergebnis der Auswahl.

  • Einrichtungen, die die Mobilitätscharta erhalten haben, können Fördermittel ab der folgenden Antragsfrist in einem vereinfachten Verfahren beantragen (KA 116).
  • Einrichtungen, die die Mobilitätscharta nicht erhalten haben, beantragen ihre Fördermittel zur Antragsrunde 2020  im herkömmlichen Antragsverfahren (KA 102).

Im Menüpunkt Bewilligte Projekteist veröffentlicht, welche Einrichtungen eine Mobilitätscharta für die Berufsbildung verliehen bekommen haben.

Laufende Charta-Akkreditierungen

Einrichtungen, die bereits eine Mobilitätscharta besitzen, finden hier Informationen zu grundsätzlichen Regelungen und Berichtspflichten der einzelnen Antragsrunden.

Antragsrunde 2018

Aufruf 2018

 Antragsrunde 2017

Aufruf 2017

 Antragsrunde 2016

Aufruf 2016

 Antragsrunde 2015

Aufruf 2015

Ansichtsexemplar Zwischenbericht