Antragsverfahren - Partnerschaften für eine Zusammenarbeit planen und beantragen

Sie planen eine Partnerschaft für eine Zusammenarbeit in der Berufsbildung? Auf dieser Seite erfahren Sie, wie Sie das Projekt beantragen, welche Fristen und Formalien Sie beachten sollten und welche Kriterien bei der Bewertung der Projektanträge eine Rolle spielen.

Wer kann Anträge einreichen?

Antragsberechtigt sind alle öffentlichen und privaten Einrichtungen, die ihren Sitz in Deutschland haben können z.B. Unternehmen, berufsbildende Schulen, Bildungseinrichtungen oder Kammern sein. Eine detaillierte Auflistung antragsberechtigter Einrichtungen finden Sie im Programmleitfaden „Teil B“.

Einzelpersonen können keinen Projektantrag einreichen.

Grundsätzlich gilt für die Antragstellung

  • Pro Antragsfrist kann ein Partnerkonsortium - bestehend aus denselben Partnern – nur einen Antrag stellen. Dieser Antrag kann nur an eine einzige Nationale Agentur gerichtet werden.
  • Es gibt in der Regel eine Antragsfrist im Jahr; sie gilt europaweit.
  • Die Antragstellung erfolgt elektronisch.
  • Der Aufruf zur Einreichung von Projekten und der Programmleitfaden der EU-Kommission sind grundlegende Dokumente, die vor jeder Antragsrunde aktualisiert werden. Antragstellerinnen und Antragsteller sollten die wesentlichen Beschreibungen und Regelungen in Bezug auf Partnerschaften in der Berufsbildung kennen.

Im Folgenden stellen wir Ihnen die wesentlichen Aspekte und Schritte des Antragsverfahrens vor:

  1. Projekt planen
  2. Organisationsregistrierungssystem und OID
  3. Formale Schritte zur Antragstellung und Antragsunterlagen
  4. Prioritäten
  5. Antrag inhaltlich ausarbeiten
  6. Auswahlverfahren und Förderkriterien
  7. Auf einen Blick: Dokumente und Tools zur Antragsstellung 2021

Zu jedem dieser Kapitel finden Sie die notwendigen Tools und Dokumente. Die Dokumente werden in jeder Antragsrunde neu zur Verfügung gestellt. Dabei kann es von Jahr zu Jahr Veränderungen geben. Nutzen Sie bitte stets die Unterlagen der aktuellen Antragsrunde.

1. Projekt planen

Für eine erfolgreiche Antragstellung sollten Sie Ihre Projektidee bereits hinreichend konkretisiert haben. Machen Sie sich daher mit den Rahmenbedingungen des Programms vertraut und planen Sie die Eckpunkte Ihres Projekts so konkret wie möglich. Dafür sollten Sie ausreichend Vorlaufzeit einplanen.

Wir beraten Sie gern! Vor allem Einrichtungen, die noch keine Erfahrung mit Partnerschaften für eine Zusammenarbeit in der Berufsbildung haben, empfehlen wir, die Projektskizzenberatung und unser umfassendes Beratungsangebot zu nutzen. Nehmen Sie diese Möglichkeit auch als erfahrene Einrichtung wahr, um so später mögliche Kürzungen zu vermeiden.

2. Organisationsregistrierungssystem und OID

Um einen Antrag zu stellen, muss Ihre Einrichtung im Organisationsregistrierungssystem (ORS) registriert sein. Das Organisationsregistrierungssystem der Europäischen Kommission verwaltet alle Stammdaten der am Programm Erasmus+ beteiligten Institutionen. Identifikationsmerkmal jeder Einrichtung ist ein neunstelliger OID-Code, der automatisch bei der Registrierung im Teilnehmerportal vergeben wird.

  • Ihre Einrichtung ist bereits registriert und verfügt über eine OID? Dann prüfen Sie bitte, ob die Daten Ihrer Einrichtung sowie die hinterlegten Dokumente noch aktuell sind und aktualisieren Sie sie bei Bedarf. Mögliche Partnereinrichtungen registrieren sich selbst. Fordern Sie deren OIDs an, damit Sie sie im Antrag aufführen können.
  • Ihre Einrichtung ist noch nicht registriert? Dann nehmen Sie die Registrierung bitte vor.

Organisationsregistrierungssystem und OID  

Zum Organisationsregistrierungssystem (ORS)

Sie haben noch keine OID? Bitte lesen Sie die folgenden Hinweise:

Hinweise zur Registrierung und eine Anleitung zum Verfahren

Folgende Dokumente müssen im Organisationsregistrierungssystem hochgeladen werden:

Formblatt Rechtsträger für private Einrichtungen

Formblatt Rechtsträger für öffentliche Einrichtungen 

Formblatt Finanzangaben

Nachweis der Rechtsfähigkeit der Einrichtung (zum Beispiel Auszug aus dem Handels- oder Vereinsregister, Schreiben der übergeordneten Behörde oder Auszug aus dem Schulverzeichnis usw.)

3. Formale Schritte zur Antragstellung und Antragsunterlagen

3.1. Informieren Sie sich über die Rahmenbedingungen

Die Rahmenbedingungen des Programms sind in folgenden Dokumenten beschrieben. Auch Einrichtungen, die bereits Erfahrungen mit dem Antragsverfahren haben, empfehlen wir, sich hier über mögliche Neuerungen zu informieren.

Der Beschluss des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rats setzt den politischen Rahmen für die Programmgeneration 2021-2027. 

Der Aufruf 2021 (Call) ist die Aufforderung der Europäischen Kommission zur Einreichung von Anträgen. Im Aufruf werden Antragsfristen und Budgets für die einzelnen Bildungsbereiche und Aktionen des Programms Erasmus+ veröffentlicht. Die vorliegende Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen (EAC/A01/2021 Programm Erasmus+ (2021/C 103/11)) gilt vorbehaltlich — der Annahme des Vorschlags für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Festlegung des rechtlichen Rahmens von Erasmus+ und zur Einrichtung des Programms Erasmus+ sowie zur Aufhebung der Verordnung (EU) Nr. 1288/2013 ohne wesentliche Änderungen durch den Gesetzgeber.

Im Programmleitfaden (Programme Guide) finden Sie grundlegende bildungsbereichspezifische Informationen wie Teilnahme- und Finanzierungsbedingungen.

3.2. Ablaufplan | Zeitplan der Antragsrunde

  • 1. Einreichungsfrist: 20. Mai 2021, 12:00 Uhr mittags (Brüsseler Zeit) 
  • 2. Einreichungsfrist: 03. November 2021, 12:00 Uhr mittags (Brüsseler Zeit) 

 

3.3. Antragsunterlagen

Folgende Dokumente und Tools benötigen Sie, um einen Projektantrag für Partnerschaften für eine Zusammenarbeit in der Berufsbildung zu stellen:

Verpflichtende Dokumente

 Ansichtsexemplar Antragsformular (Erasmus+ Forms) Partnerschaften für eine Zusammenarbeit 2021 - englisch 

Entfernungsrechner

 Entfernungsrechner (Distance Calculator): Um den zu erwartenden Zuschuss besser bestimmen zu können, steht Ihnen der Entfernungsrechner der Europäischen Kommission zur Verfügung.

 

3.4. Elektronische Antragstellung

Wenn Ihre Einrichtung und Ihre Partnereinrichtungen über eine OID verfügen, können Sie Ihren Antrag stellen. 

Ein Ansichtsexemplar für die application forms finden Sie hier

Die Antragstellung erfolgt über die Online-Plattform "Application Forms". Bitte verwenden Sie momentan Firefox als Browser.

Für den Antrag einer Partnerschaft für Zusammenarbeit im Bereich der Berufsbildung verwenden Sie bitte das Antragsformular mit der Kennung KA210-VET oder KA220-VET.

Bitte beachten Sie im Vorfeld unbedingt die Hinweise zur Antragstellung 2021 

 

Zusätzlich finden Sie inhaltliche Erläuterungen zu den Fragen im Formular.

 

Der Antrag wird nur bearbeitet, wenn er elektronisch eingereicht wurde.

Kalkulieren Sie ausreichend Puffer für Unwägbarkeiten in letzter Minute ein. 

4. Prioritäten

Voraussetzung für die Förderung einer Partnerschaft ist, dass sie sich auf mindestens eine horizontale und/oder bildungsbereichsspezifische Priorität bezieht (siehe auch Programmleitfaden, Version 1, englisch, S. 167 ff.). Die horizontale Priorität „Inklusion und Diversität“ wird als hochrelevant bewertet. Ausschlaggebend ist dennoch die Wahl der passenden Priorität(en) für das jeweilige Projektvorhaben.

5. Antrag inhaltlich ausarbeiten

Folgende Punkte sollten Sie beim Schreiben des Antrags berücksichtigen: 

Relevanz des Projekts: Jedes Projektvorhaben muss eine horizontale oder bildungsbereichsübergreifende Priorität adressieren. Nähere Informationen zu den in der jeweiligen Antragsrunde relevanten Prioritäten finden Sie im Teil B des Programmleitfadens im Kapitel zur Leitaktion 2 sowie auf dieser Seite im Reiter "4. Prioritäten". 

Partnerschaften können bildungsbereichsübergreifend angelegt sein, in dem sie sich zum Beispiel auch auf die Berufsbildung, Hochschulbildung, Schulbildung und/oder den Bereich Jugend beziehen. Der Bildungsbereich, in dem der Antrag eingereicht wird, d.h. die Berufsbildung, muss jedoch eindeutig herausgestellt werden. 

Formulieren Sie klar definierte Ziele. Erstellen Sie für Ihr Vorhaben eine fundierte und angemessene Bedarfsanalyse für Deutschland und die beteiligten Länder. Beschreiben Sie, inwieweit Ihr Antrag innovativ ist bzw. bereits durchgeführte Initiativen ergänzt. Beschreiben Sie den europäischen Mehrwert, den das Vorhaben durch seine transnationalen Aktivitäten erreichen wird. 

Projektkonzeption und Umsetzung: Beschreiben Sie klar und vollständig, wie die Vorbereitung, Durchführung, Überwachung, Evaluierung und Verbreitung des Vorhabens ablaufen soll. Prüfen Sie die Übereinstimmung der Projektziele mit den vorgeschlagenen Aktivitäten und geplanten Produkten. Beachten Sie das Kosten-Nutzen-Verhältnis zwischen beantragter Fördersumme und geplanter Projektdauer.

Berücksichtigen Sie bei der Projektgestaltung auch Aspekte der Inklusion, der Nutzung digitaler Werkzeuge und Methoden sowie der ökologischen Nachhaltigkeit. Beschreiben Sie, wie Menschen mit geringeren Möglichkeiten an Projektaktivitäten beteiligt werden können. Stellen Sie dar, welche digitalen Werkzeuge und Methoden die physischen Aktivitäten ergänzen und beschreiben Sie ggf. die Einbindung von Erasmus+ Online Plattformen wie EPALEin die einzelnen Projektphasen. Zeigen Sie, wie Sie verschiedene Aktivitäten möglichst ökologisch nachhaltig gestalten.

Qualität der Partnerschaft und der Kooperation: Stellen Sie Ihre Einrichtung sowie Ihre Partnerorganisationen im Ausland vor und beschreiben Sie die jeweiligen Rollen und deren spezifischen Beitrag im beantragten Projekt. Bauen Sie auf ein Konsortium, in dem die beteiligten Organisationen einander ergänzen und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die für die Projektdurchführung benötigten Kompetenzen besitzen.

Wirkung: Stellen Sie die Anwendung der Ergebnisse bei allen am Projekt beteiligten Einrichtungen sicher. Treffen Sie Aussagen zu deren Nutzung nach Ablauf der Projektförderung. Stellen Sie dar, in welchen Schritten Sie die Ergebnisse innerhalb und außerhalb des Konsortiums bekannt machen und - sofern Sie weiterhin nutzbare Projektergebnisse erstellen möchten - in welchem Umfang die Ergebnisse durch offene Lizenzen frei zugänglich sind. Beschreiben Sie, inwieweit die erarbeiteten Ergebnisse auf andere Einrichtungen bzw. andere rechtliche, strukturelle, geographische, soziokulturelle oder sprachliche Kontexte übertragbar sind. Zeigen Sie, welche nachhaltige Wirkung die Ergebnisse für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, für die teilnehmenden Einrichtungen sowie auf Systemebene erzielen werden. 

Zusammenfassung: Fassen Sie Ihr Vorhaben so zusammen, dass Außenstehende schnell erkennen können, was Ihr Projekt ausmacht. Wenn Sie Ihren Antrag auf Deutsch einreichen, übersetzen Sie die Zusammenfassung bitte auch ins Englische. Die englische Fassung wird im Falle eines Vertragsschlusses automatisch in die europäische Datenbank Erasmus+ Project Results Platform (E+PRP) übertragen und veröffentlicht.

Rechtsgültige Unterschrift: Die zeichnungsberechtigte Person Ihrer Institution unterschreibt den Projektantrag in der erforderlichen Form.

 

6. Auswahlverfahren und Förderkriterien

Nach der Einreichung wird Ihr Antrag zuerst nach formalen Kriterien geprüft. 

Die inhaltliche Bewertung erfolgt durch jeweils zwei geschulte Gutachterinnen und Gutachter auf Grundlage bestimmter Kriterien. Die Kriterien sind je nach Projekttyp unterschiedlich gewichtet.

Kooperationspartnerschaften:

  • Relevanz des Projekts (30%)
  • Projektkonzeption und Umsetzung (20%)
  • Qualität der Partnerschaft und der Kooperation (20%)
  • Wirkung (30%)

Kleinere Partnerschaften:

  • Relevanz des Projekts (30%)
  • Projektkonzeption und Umsetzung (30%)
  • Qualität der Partnerschaft und der Kooperation (20%)
  • Wirkung (20%)

Ein Antrag muss insgesamt mindestens 60 Punkte erreichen. Darüber hinaus muss in jedem dieser Kriterien mindestens die Hälfte der Maximalpunktzahl erreicht werden. Die Unterschreitung der Mindestpunktzahl in einem Kriterium führt zur Ablehnung des Antrags. 

Die Richtlinien, nach denen die Anträge begutachtet werden, können Sie im Leitfaden für Gutachter/-innen einsehen.

 Leitfaden für Gutachter/innen: Dieser erscheint in Kürze.

7. Auf einen Blick: Dokumente und Tools zur Antragstellung 2021

Organisationsregistrierungssystem und OID  

Zum Organisationsregistrierungssystem (ORS)

Sie haben noch keine OID? Bitte lesen Sie die folgenden Hinweise:

Hinweise zur Registrierung und eine Anleitung zum Verfahren

Folgende Dokumente müssen im Organisationsregistrierungssystem hochgeladen werden:

Formblatt Rechtsträger für private Einrichtungen

Formblatt Rechtsträger für öffentliche Einrichtungen 

Formblatt Finanzangaben

Nachweis der Rechtsfähigkeit der Einrichtung (zum Beispiel Auszug aus dem Handels- oder Vereinsregister, Schreiben der übergeordneten Behörde oder Auszug aus dem Schulverzeichnis usw.)

Verpflichtende Dokumente

 Ansichtsexemplar Antragsformular (Erasmus+ Forms) Partnerschaften für eine Zusammenarbeit 2021 - englisch 

Die Antragstellung erfolgt über die Online-Plattform "Application Forms". Bitte verwenden Sie momentan Firefox als Browser.

Für den Antrag einer Partnerschaft für Zusammenarbeit im Bereich der Berufsbildung verwenden Sie bitte das Antragsformular mit der Kennung KA210-VET oder KA220-VET.

Bitte beachten Sie im Vorfeld unbedingt die Hinweise zur Antragstellung 2021 

 

Zusätzlich finden Sie inhaltliche Erläuterungen zu den Fragen im Formular.

 

Der Antrag wird nur bearbeitet, wenn er elektronisch eingereicht wurde.

Kalkulieren Sie ausreichend Puffer für Unwägbarkeiten in letzter Minute ein. 

 Leitfaden für Gutachter/innen: Dieser erscheint in Kürze.

Entfernungsrechner

 Entfernungsrechner (Distance Calculator): Um den zu erwartenden Zuschuss besser bestimmen zu können, steht Ihnen der Entfernungsrechner der Europäischen Kommission zur Verfügung.