Lehren und Lernen von Sprachen optimieren (LuLevSo)

23.10.2017

Gemeinsame Interessen – individuelle Fortbildungen. Eine von vielen Möglichkeiten Bildungspersonal durch Beteiligung am Programm Erasmus+, Mobilität für Bildungspersonal in der Erwachsenenbildung, von Auslandsfortbildungen profitieren zu lassen.

23.10.2017

m Rahmen des Europäischen Bildungsprogramms ERASMUS+ Lernmobilität in der Erwachsenenbildung führen acht Volkshochschulen der Region Ostwestfalen-Lippe und der Landesverband der Volkshochschulen von Nordrhein-Westfalen das Projekt „Lehren und Lernen von Sprachen optimieren - LuLevSo“ durch. Das Projekt wird durch die Europäische Union gefördert und finanziell unterstützt. 

Bei diesem Projekt unter der Leitung der VHS Lippe-West handelt es sich um ins­ge­samt 68 Lernaufent­halte in strukturierten Fortbildungskursen von neben­beruflichen und hauptberuflichen Mitarbeiter/innen der Erwachsenenbildung. „Es ist momentan das größte Projekt dieser Art in Nordrhein-Westfalen“ stellte Petra Heider fest, nachdem sie die Liste der geförderten Projekte durchgesehen hatte. 
Durch zumeist zweiwöchige Kursbesuche in England, Frankreich und Spanien sollen Kenntnisse im Bereich der Sprache und Sprachvermittlung, Methodik, Didaktik, interkulturellen Kompetenz, Qualitätsmanage­ment, Medienkompetenz erweitert bzw. perfektioniert werden.  Dabei geht es um das Kennenlernen neuer innovativer Lehr- und Lernmethoden, das Erfahren neuer Wege in der Unterrichtsvermittlung, das Knüpfen neuer Kontakte auf privater und beruflicher Ebene und den Ausbau der bestehenden Vernetzung mit Partnern in Europa.  Warum? Die VHS Lippe-West und ihre Nachbar-Volkshochschulen möchten mehr Menschen in dieser Region für das Erlernen und Erweitern von Fremdsprachen im Sinne des lebenslangen Lernens motivieren und einen Beitrag leisten zur Optimierung des Lehrens und Lernens von Sprachen.

Der Erstkontakt mit Kursanbietern im Ausland gibt den Ausschlag.

„Es ist mir wichtig“, berichtet Projektkoordinatorin Petra Heider, „dass ich qualitativ hochwertige Angebote für meine Dozentinnen und Dozenten empfehlen kann.  Inzwischen kenne ich gute und zuverlässige Einrichtungen. Im Erstkontakt mit neuen Einrichtungen erkenne ich schnell, ob das Angebot solide ist. Dabei hilft mir sicherlich auch meine eigene Erfahrung, die ich während Weiterbildungen im europäischen Ausland machen konnte und meine Sprachkenntnisse, die es mir ermöglichen, gezielt Fragen stellen zu können.“

Kursleitende im Sprachbereich

Mit Erasmus+ kann man schon mal einen Blick aus seiner „Zelle“ werfen © Heider

Eine wichtige Zielgruppe des Projekts sind die VHS-Fremdsprachenkursleiten­den, die durch die Auslandsfortbildungen ihre Kompetenzen verbessern können. Ein Aspekt betrifft dabei auch die Arbeit mit neuen Medien, die im Unterricht verstärkt eingesetzt werden können.

Darüber hinaus wird auch die Fremdsprachenkompetenz des hautpamtlichen VHS-Personals im Bereich der Beratung, Planung, Organisation und Management möglichst mit direktem Bezug zum jeweiligen Arbeitsplatz gefördert.  So soll die Qualität im Umgang mit den inter­nationa­len Besuchern der intensiven Deutsch-Integrations-  und Flüchtlingskurse durch eine größere Fremdsprachen­kompetenz und interkulturelles Wissen des VHS-Personals nachhaltig erhöht werden.

Willkommensstruktur in Volkshochschulen

Langfristig trägt dieses Projekt dazu bei die Motivation der Beteiligten in ihrem Arbeitsalltag zu erhöhen, die Professionalitätsentwicklung zu fördern, die Willkommensstruktur in den Volks­hochschulen zu stärken und den Blick für die internationale Vernetzung in der Weiter­bildung zu öffnen.

Internationalisierung und Professionalisierung der Weiterbildung

Das Projekt soll einen Beitrag zur Internationalisierung und – durch den Kompetenzgewinn des Personals – auch zur Professionalisierung der Weiterbildung in den Volkshochschulen der Region Ostwestfalen-Lippe und des Landesverbandes von NRW leisten. „Die vielen positiven Rückmeldungen aus den durchgeführten Fortbildungen im Ausland motivieren uns, bereits zum jetzigen Zeitpunkt an ein weiteres Mobilitäts­projekt zu denken“, berichtet Petra Heider. 

Da die Nachfrage nach Fortbildungskursen im Bereich des Einsatzes von digitalen Medien im Fremdsprachenunterricht der Erwachsenen­bildung derzeit sehr hoch ist und auch zahlreiche Kursleitende in der Grundbildung Deutsch- und Alphabetisierung Interesse an diesen Fortbildungen zeigen, gibt es erste Planungen für ein Projekt, das die Aspekte des Lernens im Sprachunterricht mit digitalen Medien und die Deutsch- und Alphabetisierungs­kursleitenden verstärkt berücksichtigen soll.

„Nun ist es auch die Aufgabe einer Koordinatorin eines Europäischen Projektes, nicht nur Gutes im Namen der Europäischen Union zu tun, sondern auch darüber zu berichten. So haben wir gerne unser Projekt als Beispiel aus der Praxis auf einer Regionalkonferenz der Agenda Erwachsenenbildung präsentiert. Die positive Resonanz und ein sehr wertschätzender Brief zu unserer Projektarbeit aus dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen zeigen, dass wir mit unserer Arbeit wahrgenommen werden.“ Petra Heider, Projektkkoordinatorin