Compass - Setting Migrants and Refugees in the Right Direction - Good Practice

Effektive Kommunikation ermöglichen – mit diesem Ziel startete die Strategische Partnerschaft “Compass - Setting Migrants and Refugees in the Right Direction” und entwickelte ein benutzerfreundliches Online-Übersetzungstool. Mit diesem können sich Geflüchtete, Freiwillige und aufnehmende Behörden unkomplizierter miteinander verständigen.

© NA-BIBB / Jahn

Verständigungsprobleme stellen häufig eine Hürde im Erstkontakt zwischen Geflüchteten, Ehrenamtlichen und Behörden dar. Sprachexperten, Unterstützungs- und Freiwilligenagenturen sowie ein IKT- Anbieter machten es sich zum Ziel ein benutzerfreundliches und flexibles Übersetzungswerkzeug zu entwickeln, um damit die Kommunikation zu erleichtern. 

Von Gesundheit bis Weiterreise

Das Ergebnis des zweijährigen Projekts ist eine Lern-App, die es den Nutzer(inne)n ermöglicht sich schnell die wichtigsten Kommunikationsmittel für bestimmte Themenbereiche zugänglich zu machen. So bietet das Tool Übersetzungen und Schlüsselwörter für die Bereiche Gesundheit, Frauenfragen, Recht und Verkehr. Behörden und Migrant(inn)en können mithilfe des Tools Fragen zum gesetzlichen Status klären oder Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten wie Gesundheitsversorgung oder Weiterreisemöglichkeiten kommunizieren.

Vielfältige Sprachkombinationen und hohe Nutzerfreundlichkeit

Die Übersetzungsanwendung umfasst sechs Schlüsselsprachen für Migranten (Tigrinya, Paschto, Arabisch, Kurmanji, Albanisch und Dari) sowie sieben Schlüsselsprachen, die in den Aufnahmeländern gesprochen werden (Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Griechisch und Türkisch). Die Lernanwendung stellt eine Vielzahl an Sprachkombinationen bereit, bietet für die Nutzer/innen die Möglichkeit die Kommunikationsmittel als Höraufnahmen abzuspielen und eine personalisierte Vokabularbibliothek zu erstellen. Das Tool hat bereits viele Nutzer/innen gefunden und wurde von einigen Unterstützungsagenturen für Migrant(inn)en adaptiert.