Bundesministerin Johanna Wanka mit Tibor Navracsics, dem EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport (rechts neben Ministerin Wanka) und Erasmus+-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern (© BMBF/Annegret Hultsch)

30 Jahre Erasmus+

Festveranstaltung in Berlin für Europas größtes Bildungs- und Austauschprogramm

01.02.2017

30 Jahre Europäische Zusammenarbeit in der Bildung wurden am 24. Januar 2017 bei einer Festveranstaltung im Berliner Congress Center gewürdigt. Zu den prominenten Gästen zählten unter anderem Tibor Navracsics, EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesminsterin für Bildung und Forschung, Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie Dr. Susanne Eisenmann, Ministerin für Kultur, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg, Präsidentin der Kultusministerkonferenz.

"Keine andere Initiative hat eine ganze Generation von Europäerinnen und Europäern so geprägt", sagte Bildungsministerin Wanka. "Es gibt keine leidenschaftlicheren Botschafter für ein gemeinsames Europa als Menschen, die selbst erfahren haben, wie bereichernd es ist, andere Kulturen kennen zu lernen. Wir brauchen weltoffene Bürgerinnen und Bürger, die Europa ernst nehmen und mit Verstand und Wissen gestalten".

Auch die vier deutschen Nationalen Agenturen, die mit der Umsetzung von Erasmus+ beauftragt sind, beteiligten sich aktiv an der Veranstaltung.

Im Mittelpunkt standen Geschichte und Bilanz der europäischen Bildungsprogramme sowie die Zukunft von Erasmus+. Teilnehmende und Institutionen berichteten vom Wandel der Programme, aber auch von persönlichen und fachlichen Erfahrungen, die sie geprägt haben.

EU-Kommissar Navracsics besuchte am Nachmittag das über Erasmus+ geförderte Projekt „Motivation durch Mobilität“, das benachteiligte Jugendliche in ihrer beruflichen Ausbildung unterstützt. Initiator des Projekts war das Katholische Ludwig-Wolker-Haus.

Das Erasmus-Programm der Europäischen Union wurde 1987 ins Leben gerufen, um den Austausch von Studierenden in Europa zu fördern. Heute fördert das aktuelle Erasmus+, das EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, (2014 - 2020) die Mobilität Lernender, u.a. auch in der Berufs- und Erwachsenenbildung,  und unterstützt Menschen aller Altersstufen dabei, beschäftigungsrelevante und interkulturelle Kompetenzen zu erwerben. Es ist mit einem Budget in Höhe von rund 14,8 Mrd. Euro ausgestattet. Bis 2020 werden über vier Millionen Stipendiatinnen und Stipendiaten erwartet.

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Fotos: © BMBF/Annegret Hultsch