Allianzen für branchenspezifische Fertigkeiten (Sector Skills Alliances) - Aufruf zur Antragstellung in der Erasmus+ Leitaktion 2 (KA2)

Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen in der Erasmus+ Leitaktion 2

23.11.2017

Die Europäische Kommission hat für 2018 die Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen in der Leitaktion 2 (KA2) zur Bildung von „Allianzen für branchenspezifische Fertigkeiten“ (Sector Skills Alliances) veröffentlicht.

Allianzen für branchenspezifische Fertigkeiten sind transnationale Projekte, die auf den Abbau von Qualifikationsdefiziten bei einem oder mehreren Berufsprofilen in einer bestimmten Branche abzielen.

Der Aufruf ist in drei Losen organisiert:

  • Los 1 – Allianzen für branchenspezifische Fertigkeiten für die Ermittlung des Qualifikationsbedarfs: Aufgabe dieser Allianzen ist es, detaillierte Erkenntnisse über Qualifikationsbedarf und Qualifikationsdefizite in einem spezifischen Wirtschaftssektor zu ermitteln.
  • Los 2 – Allianzen für branchenspezifische Fertigkeiten für die Entwicklung und Erstellung von Berufsbildungsangeboten: Diese Allianzen sollen durch die Entwicklung von Lehrplänen und von Methoden für die Durchführung von Unterricht und Ausbildung den ermittelten Qualifikationsdefiziten und dem festgestellten Qualifikationsbedarf Rechnung tragen. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Lernen am Arbeitsplatz.
  • Los 3 – Allianzen für branchenspezifische Fertigkeiten für die Anwendung eines neuen strategischen Ansatzes („Blaupause“): Ziel dieser Allianzen soll die Entwicklung branchenspezifischer Qualifizierungsstrategien sein, die sich systemisch und strukturell auf den Abbau von Qualifikationsdefiziten auswirken. Dabei stehen sechs besonders stark von Qualifikationsdefiziten betroffenen Branchen im Mittelpunkt: additive Fertigung; Baugewerbe; Seeschifffahrt; papierbasierte Wertschöpfungskette; erneuerbare Energie und „grüne“ Technologien; Stahlindustrie.

Allianzen für branchenspezifische Fertigkeiten werden als transnationale Kooperationsprojekte gefördert, an denen – je nach Los – eine bestimmte Anzahl von Einrichtungen aus einer bestimmten Anzahl von Programmländern beteiligt sein müssen.

Zielgruppe

Der Aufruf richtet sich dabei insbesondere an

  • Unternehmen,
  • Kammern,
  • Arbeitgeberverbände,
  • Gewerkschaften,
  • regionale oder nationale Behörden,
  • Berufsbildungseinrichtungen,
  • öffentliche Arbeitsverwaltungen,
  • Forschungsinstitute
  • und andere.

Einreichungsfrist: 28. Februar 2018, 12:00 Uhr mittags (Brüsseler Zeit)

Weitere Informationen

 Nähere Informationen zu den Anforderungen und Förderregularien finden Sie im Erasmus+ Programmleitfaden 2018 ab Seite 182.

 Am 1. Dezember 2017 um 14 Uhr bietet die Europäische Kommission eine Online Info Session an.