Erasmus+ Berufsbildung - Alle Informationen zur Berufsbildung auf einen Blick

Erasmus+ bietet berufsbildenden Einrichtungen vielfältige Möglichkeiten sich zu engagieren und von einer finanziellen Förderung zu profitieren. So fördert das Programm nicht nur europäische Kooperationsprojekte, in denen Partnereinrichtungen gemeinsam Innovationen entwickeln oder voneinander lernen.

Es finanziert auch berufsspezifische Auslandsaufenthalte für Lernende der beruflichen Aus- und Weiterbildung und  für das Bildungspersonal, z.B. Lehrer/-innen und Ausbilder/-innen. Diese Aufenthalte können unterschiedlich gestaltet werden. Praktika, Hospitationen oder Job-Shadowings sowie Aufenthalte zu Lehrzwecken sind möglich.

Was wird in der Berufsbildung gefördert?
  1. Lernmobilität von Einzelpersonen

    Auslandsaufenthalte für Lernende und Personal der Berufsbildung werden in Form von Mobilitätsprojekten organisiert. Dies bedeutet, dass berufsbildende Einrichtungen wie zum Beispiel Schulen, Kammern oder Betriebe mit Fördergeldern aus Erasmus+ die Auslandsaufenthalte für Lernende und Bildungspersonal organisieren und durchführen. Einzelpersonen können keinen Antrag auf Fördergelder stellen.

    Zielgruppen:
    Lernende (Personen, die sich in nicht-tertiären, beruflichen Aus- und Weiterbildungsgängen befinden):
    • Auszubildende und Berufsfachschüler/-innen
    • Personen in der Berufsausbildungsvorbereitung
    • Personen in formal geordneten Weiterbildunggängen
    • Absolventinnen und Absolventen bis zu zwölf Monate nach einem Abschluss der beruflichen Aus- und Weiterbildung

    Bildungspersonal (Personen, die in der Planung und Vermittlung von Lehr- und Lernprozessen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung tätig sind):
    • Lehrer/-innen an berufsbildenden Schulen
    • Ausbilder/-innen
    • Berufsberater/-innen
    • Personen, die für die Ausbildungsplanung, Personalentwicklung und Berufsausbildungsvorbreietung zuständig sind.

    Aktivitäten: Erasmus+ fördert Auslandsaufenthalte, die an einer europäischen Partnereinrichtung der Berufsbildung stattfinden und die der berufsspezifischen Qualifizierung dienen.

    Für Lernende werden die Auslandsaufenthalte in Form von beruflichen Praktika organisiert. Gefördert werden aber auch Aufenthalte an schulischen Einrichtungen der Berufsbildung oder Fremdsprachenkurse, wenn sie der beruflichen Qualifikation dienen und mit einem betrieblichen Anteil kombiniert werden.

    Für Bildungspersonal werden die Lernaufenthalte in Form von Praktika, Hospitationen oder Job-Shadowings bei einer berufsbildenden Einrichtung im Ausland gestaltet. Darüber hinaus ist es möglich, dass Bildungspersonal zu Lehr- bzw. Ausbilderzwecken einen Auslandsaufenthalt absolviert, um der Partnereinrichtung eine bestimmte Fachexpertise zu vermitteln.

    Beispiele: Wie kann Erasmus+ in der Berufsbildung ausgestaltet werden? Schauen Sie selbst! Hier finden Sie Erfahrungsberichte.

  2. Strategische Partnerschaften: Europäische Kooperationsprojekte
    Strategische Partnerschaften sind europäische Projekte, die auf den Transfer, die Entwicklung und/oder die Umsetzung von Innovation und bewährten Verfahren abzielen. Dabei ist es sowohl möglich, das Projekt sektoral – d.h. innerhalb des Sektors berufliche Bildung – als auch sektorübergreifend – d.h. zwei oder mehrere Sektoren (z.B. berufliche Bildung, Erwachsenenbildung, Hochschule, Schule, Jugend) betreffend – anzulegen.

    Zielgruppen: Alle öffentlichen oder privaten Einrichtungen, die im weitesten Sinn in der beruflichen Bildung tätig sind. Dies sind Berufsbildungseinrichtungen, Berufsbildungszentren und -organisationen, Forschungszentren und -einrichtungen, Hochschulen, Institutionen des Bundes, der Länder oder Gemeinden, Kammern, Sozialpartner, Unternehmen, Verbände, etc.

    Aktivitäten: Strategische Partnerschaften bieten Einrichtungen die Möglichkeit, in grenzüberschreitender Zusammenarbeit innovative Entwicklungen  im Bereich der Berufsbildung voranzubringen oder sich zu Beispielen guter Praxis in Europa auszutauschen.
Wie viel Geld steht für die Berufsbildung zur Verfügung?

Das Budget für Deutschland für die Antragsrunde 2019 beträgt für die Berufsbildung fast 65 Millionen Euro. Davon sind etwa 53 Mio. Euro für die Förderung von Auslandsaufenthalten vorhergesehen, was eine deutliche Steigerung gegenüber dem Budget aus den vorangegangenen Jahren bedeutet. Rund 11 Millionen Euro sind für die Strategischen Partnerschaften bestimmt.

Ein Mobilitätsprojekt erhält im Durchschnitt eine Förderung in Höhe von rund 60.000 Euro. Eine Strategische Partnerschaft wird maximal mit 150.000 Euro pro Jahr bei einer Dauer von 12 bis 36 Monaten bezuschusst. 


Wer berät Sie in der Berufsbildung?

Zuständig ist die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung.

Beratung zu Mobilitätsprojekten in der Berufsbildung gibt es unter der Hotline 0228 107-1555.

Beratung zu den Strategischen Partnerschaften in der Berufsbildung gibt es unter der Hotline 0228 107-1500.

Per E-Mail sind wir unter mobilitaet-berufsbildung[at]bibb(dot)de oder unter partnerschaften-berufsbildung[at]bibb(dot)de für Sie da.


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Mehrwert durch Auslandserfahrung in der Berufsbildung

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Erasmus+ finanziert durch die NA beim BIBB Strategische Partnerschaften und ermöglichet so den Aufbau und die Stärkung von europäischen Netzwerken sowie den Austausch von Ideen und Methoden in der beruflichen Bildung. Das Video erklärt wie's geht.

Dauer: 3:02 Minuten  |  Deutschland 2017 © NA beim BIBB 2017