OLS – tolle Angebote im Kurs - Sich sprachlich auf den Auslandsaufenthalt vorbereiten

Die Sprachstanderhebung vor und nach der Mobilität (Assessment 1 und 2) ist auf der Sprachlernplattform Online Linguistic Support (OLS) seit der Antragsrunde 2017 für Auslandsaufenthalte ab 19 Tagen verbindlich. Freiwillig ist hingegen die Möglichkeit, darüber hinaus auch einen OLS-Sprachkurs zu nutzen. Noch wird vergleichsweise selten Gebrauch von diesem Angebot gemacht –trotz zahlreicher Vorteile.

Auswahl bei Zielsprachen und Lernprogramm

OLS bietet derzeit Assessments in 24 Sprachen an. Kurse, zumindest auf Niveau A1, liegen für 22 Sprachen vor. Wer in Assessment 1 der gewählten Sprache mindestens das Niveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen erreicht, hat bei der Entscheidung für die Kurssprache freie Auswahl. Ist beispielsweise die Kompetenz in der Arbeitssprache Englisch schon hoch, können in der Sprache des Ziellandes Grundkenntnisse erworben oder verbessert werden. Wer möchte, kann dann in OLS einem personalisierten Lernpfad folgen, den das System auf Grundlage der Ergebnisse von Assessment 1 vorschlägt. Es ist aber auch möglich, die Niveaustufen für die unterschiedlichen Teilkompetenzen je nach individuellem Bedarf selbst zu kombinieren. Am Ende steht in jedem Fall ein Teilnahmezertifikat mit EU-Logo für die Bewerbungsmappe.

OLS zur (Unterrichts-)Vorbereitung

Mobilitätsteilnehmende verbessern ihre Sprachkompetenzen während des Aufenthalts lieber in der konkreten Anwendungssituation als per Online-Tool. Neben dem beruflichen Lernen im Gastunternehmen bleibt auch oft kaum Zeit für die Lernplattform. Hier zahlt es sich aus, dass Assessment 1, und somit auch der Kursbeginn, schon deutlich vor Beginn des Auslandsaufenthalts stattfinden kann. OLS kann also die sprachliche Vorbereitung zu Hause ergänzen und bereichern. Interessante Elemente sind hier die für Englisch bereitgestellten Berufsmodule – sie sollen bis September auf insgesamt 65 erweitert werden – sowie die tagesaktuellen Nachrichtentexte „Article of the day“, die bereits für die Lern- bzw. Unterrichtssituation aufbereitet sind (Vokabelhilfe, Fragen zum Textverständnis). Um Sie bei Blended-Learning Arrangements besser zu unterstützen, ist für Projekte der Runde 2019 pro Träger eine „Trainerlizenz“ vorgesehen, die es erlaubt, die Nutzer/-innen und ihre Arbeit mit der Plattform zu begleiten und zu verfolgen.

Mit Muttersprachler(inne)n üben

Unter dem vielfältigen Angeboten im Bereich der Live Coachings sind virtuelle Tutorien besonders attraktiv. Hier ist es beispielsweise möglich, sich als Gruppe von maximal sechs Personen für einen bestimmten Termin anzumelden und dabei sogar ein Wunschthema zu bestimmen. Sprachdidaktiker/-innen führen dann ein halbstündiges Training durch und vermitteln so mit Hilfe interaktiver Übungen nicht nur die Fremdsprache, sondern auch ihre Variante der „echten“ Aussprache samt der dahinterliegenden Kultur.

Und das Beste...

Die OLS-Kurse sind für die Teilnehmenden kostenlos. Didaktisch hochwertige Sprachtrainings in 22 Sprachen, Berufsmodule, täglich wechselnde Übungstexte und -videos, Online-Tutorien, MOOCS und Foren können mit der Lizenz über einen langen Zeitraum und rund um die Uhr genutzt werden. Die Mittel für organisatorische Unterstützung können jetzt für anderes, etwa die interkulturelle Vorbereitung, unterstützende Materialien oder Werbeaktivitäten genutzt werden. Ab Herbst soll OLS zudem per Erasmus+-App erreichbar sein.

OLS bietet mehr als viele erwarten. Trotz der komplexen Struktur sind die unterschiedlichen Angebote sehr gut auffindbar. Die NA beim BIBB möchte Sie alle ermutigen, die Lernplattform zu erkunden und Online Linguistic Support bei der sprachlichen Vorbereitung ihren Teilnehmenden einzusetzen.

Hinweis: Dieser Text erschien im Journal „Bildung für Europa“ (Ausgabe 28) im August 2018 (S. 28).