Kontaktseminar "Work-based Learning in VET in Europe: Exchanging ideas, developing projects" - Veranstaltungsdokumentation

01.-03.12.2016, Berlin

Rund 70 Teilnehmende aus Deutschland, Portugal, Spanien, Italien, Griechenland, Lettland und der Slowakei haben sich im Dezember 2014 in Berlin getroffen, um sich zum Thema "Arbeitsplatzbasiertes Lernen (Work-based Learning, WBL)" auszutauschen. Das Ergebnis: interessante Projektideen und neue Erasmus+ Partnerschaften. Durchgeführt wurde das Seminar von NA beim BIBB mit Unterstützung der Nationalen Agenturen der beteiligten Länder.

Das Thema Work-based Learning (WBL) steht in der Bildungspolitik derzeit hoch im Kurs. Doch was genau bedeutet "Work-based Learning" im Kontext der beruflichen Bildung? Dieser Frage widmete sich Eleonora Perotti (CIAPE) in einer einleitenden Präsentation. Anschließend diskutierte Dr. Claudia Schreier (GOVET) die bildungspolitische Situation und Reformen im Rahmen der bilateralen Berufsbildungskooperationen.

Ulrike Engels, NA beim BIBB, beantwortet Fragen zu Erasmus+ ©NA beim BIBB

So wurde bereits im Dezember 2012 auf einer Ministerkonferenz in Berlin zwischen Deutschland und den sechs oben genannten Ländern ein Memorandum zur gemeinsamen Kooperation unterzeichnet, um die europäischen Berufsbildungssysteme zu modernisieren. Ein zentrales Element stellt dabei das arbeitsplatzbasierte Lernen (WBL) dar, unter besonderer Berücksichtigung des dualen Systems.

Vorträge und Arbeitsgruppen

Am zweiten Tag wurde es für die Teilnehmenden konkreter. Nachdem Ulrike Engels von der NA beim BIBB das Programm Erasmus+ vorgestellt hatte, erläuterte Valentina Maria Grazia Violi von der italienischen Nationalen Agentur ISFOL, in welchen Bereichen Lücken und Bedarfe bestehen und was mögliche WBL-Projektthemen sein könnten. Dabei stellte sie auch das von der NA beim BIBB koordinierte Netzwerk NetWBL vor, welches PLL-Produkte sichtbar machen und Reformen in der beruflichen Bildung zur Implementierung von WBL unterstützen möchte.

Projektideen entwickeln

Neben den Vorträgen wurden aber vor allem die Teilnehmenden selbst aktiv. In Gruppen arbeiteten sie intensiv an der Entwicklung und Ausarbeitung von Projektideen. Entsprechend der Interessenslage wurden sieben Arbeitsgruppen zu folgenden Themen angeboten:

  • WBL in der Curriculum-Entwicklung
  • Einbeziehung der Sozialpartner
  • Attraktivität der beruflichen Bildung
  • Einbindung und Unterstützung von KMU
  • Kooperation von Berufsschulen und Unternehmen
  • Qualifizierung des Lehrpersonals in WBL
  • Mobilität zur Stärkung von WBL

Die Kolleginnen und Kollegen der teilnehmenden NAs standen den Arbeitsgruppen beratend zur Seite.

Diskussion in der Arbeitsgruppe ©NA beim BIBB

Neue Kontakte knüpfen

Das Begleitprogramm ermöglichte auch einen Austausch in ungezwungener Atmosphäre. So stellten die Teilnehmenden z.B. unter dem Programmpunkt „European Fair“ Informationsmaterialen über ihre Institutionen, wie Berufsschulen, Bildungsanbieter, Sozialpartner und Behörden, zur Verfügung und brachten darüber hinaus viele Köstlichkeiten aus ihren Herkunftsregionen mit.

Durch das Programm führte die Moderatorin Tamsin Rose. Insgesamt sind auf dem Kontaktseminar 13 antragsreife Projektideen entstanden und viele neue Kontakte geknüpft worden.