The Future is Europe – mit Erasmus+ Bildung gestalten - Jahrestagung der Nationalen Agentur Bildung für Europa

17. und 18. September in Bremen

Vom 17. und 18. September fand unter dem Motto „The Future is Europe – mit Erasmus+ Bildung gestalten“ die Jahrestagung der Nationalen Agentur Bildung für Europa in Bremen statt. Die über 600 Teilnehmenden tauschten sich in verschiedenen Fachforen und Workshops zu Themen der Berufs- und Erwachsenenbildung sowie zur Projektarbeit in der Praxis  aus. 

Stefan Schneider (BMBF)

Klaus Fahle, Leiter der NA beim BIBB, eröffnete die Veranstaltung: „Erasmus+ fördert Austausch, Vernetzung und gegenseitiges Lernen und ist eine herausragende europäische Erfolgsgeschichte. Die Erasmus+-Projekte und die Projektteilnehmenden machen das Programm lebendig und sind ein wesentlicher Teil des Erfolgs.“

Grußworte sprachen Stefan Schneider, Leiter des Referats „Erasmus" beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), und Michael Teutsch, Leiter des Referats „Schulen und Mehrsprachigkeit" bei der Europäischen Kommission, GD Bildung, Jugend, Sport und Kultur. Stefan Schneider dankte im Namen des BMBF den Teilnehmenden und der NA für ihr Engagement für die europäische Zusammenarbeit. Erasmus+ erlebe derzeit eine hohe Wertschätzung. Sollte es zu der erhofften substantiellen Steigerung der finanziellen Mittel für das Programm kommen, seien alle gefordert, die sich damit eröffnenden Möglichkeiten aktiv zu nutzen und die Zahl der Mobilitäten und der guten Anträge zu steigern.

Michael Teutsch (Europäische Kommission)

Michael Teutsch drückte ebenfalls seine Anerkennung für das Förderprogramm aus: „Ich nehme den Titel der Tagung als Ausgangspunkt: Die Tagung heißt: Die Zukunft ist Europa – mit Erasmus+ Bildung gestalten. Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen: Wir können mit Erasmus+ Bildung gestalten. Wir können mit Erasmus+, denke ich, darüber hinaus sogar Europa gestalten – jedenfalls ein bisschen! Ich denke, ich darf das sagen, in Eurostat Umfragen wird Erasmus+ regelmäßig unter den Top Errungenschaften der EU genannt. Nach Frieden und freiem Reisen in Europa, ist manchmal der Euro, manchmal Erasmus auf Platz drei dieser Umfragen.

Podiumsdiskussion "Zukunft gestalten - das künftige Programm Erasmus+"

Im Anschluss an die Grußworte diskutierten Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), und Prof. Josef Schrader, Wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE), über das künftige Programm Erasmus+ sowie über die besonderen Herausforderungen in der Berufs- und Erwachsenenbildung.

Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser (BIBB)

Dabei würdigte Prof. Esser die Erfolge, zeigte aber auf, dass noch viel zu tun sei: „Erasmus+ hat in den letzten 30 Jahren die Internationalisierung in der Berufsbildung selbstverständlicher gemacht, wodurch die Berufsbildung sowohl für Auszubildende als auch für Unternehmen attraktiver geworden ist. Junge Menschen in Europa sind sich näher gekommen, konnten ihre Persönlichkeit entwickeln und ihre Beschäftigungsfähigkeit sichern. Wir müssen lernen, grenzüberschreitend zu denken und verstärkt durchlässige Bildungssysteme in Europa zu schaffen. Wir sind mit sieben Prozent Austauschquote schon nahe an der 10-Prozent-Marke, aber im Vergleich mit dem Hochschulbereich bleibt noch viel zu tun. Gute Bildung, Qualität und Mobilität sind die drei Säulen von Erasmus+.“

Prof. Dr. Josef Schrader (DIE)

Prof. Dr. Josef Schrader vom DIE sieht aus der Sicht der Erwachsenenbildung Erasmus+ als „eine grandiose Möglichkeit, unser Bildungssystem zu verbessern – eine Möglichkeit mit europäischen Partnern darüber nachzudenken, was wir von Erwachsenenbildnern eigentlich erwarten. Erfolge europäischer Weiterbildungspolitik sind die Standards der Berichterstattung, der Benchmarking-Prozess und die Initiativen zur Validierung des nicht formalen und informellen Lernens. Beim Nachfolgeprogramm zu Erasmus+ sollte die Professionalisierung des Bildungspersonals weiterhin im Mittelpunkt stehen. Ein Bildungsminimum für alle sollte umgesetzt werden und im Bereich der Digitalisierung in der Erwachsenenbildung sollte der Fokus auf digitalen Techniken für Lern- und Bildungsprozesse liegen.”

Fünf Fachforen am Nachmittag

Forum Internationalisierung

Nach dem gemeinsamen Mittagessen verteilte sich das Publikum auf fünf Fachforen zu den Themen:

  1.  Der Bildungsbereich: Impulse zu zwei Hauptthemen der Erwachsenenbildung
  2.  Die Einrichtung: Internationalisierung der Berufsbildung
  3.  Der Sektor: Herausforderungen in Gesundheit und Pflege
  4.  Die Zielgruppe: Auf dem Weg zur inklusiven Berufsbildung
  5.  Die Kompetenz: Digitalisierung

Die Dokumentation der Foren finden Sie im Downloadbereich.

Workshopangebot am zweiten Tag

Am zweiten Tag waren diejenigen Einrichtungen eingeladen, die aktuell ein Erasmus+ Projekt in der Berufsbildung oder Erwachsenenbildung durchführen. Die Teilnehmenden konnten aus einem breiten Workshop-Angebot wählen: Ob Monitoring, Partnersuche oder IT-Tools, Vernetzung, Verbreitung oder Videoerstellung für Social Media – insgesamt wurden 14 Workshops angeboten.
„Erasmus+ ist vor allem so erfolgreich, weil es vom großen Engagement vieler Projektträger und Einrichtungen getragen wird. Die Beteiligung an der Jahrestagung belegt dies eindrucksvoll“, so Klaus Fahle.

 


Bildergalerie

Alle Fotos: © NA beim BIBB | Thomas Einberger

Video

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Erasmus+ in der Berufsbildung und Erwachsenenbildung

Wie wird das Programm Erasmus+ ausgestaltet? Wir geben Einblick!

Hier finden Sie das Video mit Untertiteln.

 

Dokumente und Präsentationen zum Download

Thematische Foren zu Schwerpunkten der Berufs- und Erwachsenenbildung

Parallele Unterstützungsangebote für Projektträger

Sonstiges

Alle Fotos des Veranstaltungsrückblicks: © NA beim BIBB | Thomas Einberger