Netzwerke

Da in Europa seit Jahren verstärkt Bemühungen unternommen werden, verschiedene Formen von arbeitsweltbasiertem Lernen umzusetzen, sind die Kommunikation, der Austausch von Erfahrungen und nicht zuletzt die Zusammenarbeit mit relevanten Playern – auf nationaler wie internationaler Ebene - von großer Bedeutung. Netzwerke bieten dabei die Möglichkeit für Austausch und Kooperation. Aus dieser Seite stellen wir Ihnen die wichtigsten Netzwerke zum Thema Work-based Learning vor.

Europäische Ausbildungsallianz (EAfA)

Die Europäische Kommission hat die Europäische Ausbildungsallianz (European Alliance for Apprenticeships) mit einer gemeinsamen Erklärung der europäischen Sozialpartner und des Vorsitzes des EU-Rates im Rahmen der World Skills 2013 in Leipzig lanciert. Eine anschließende Erklärung durch den Beschäftigungsrat bekräftigte die Bedeutung der Initiative, die als ein Kernelement der EU-Jugendgarantie insbesondere durch die Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit einen Beitrag zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit in Europa leisten soll. So haben sich 22 Mitgliedstaaten konkret verpflichtet, eine hochwertige, praxisnahe Ausbildung umzusetzen. Dazu sollen arbeitsweltbezogenes Lernen (Work-based Learning) und insbesondere Prinzipien der dualen Ausbildung etabliert oder bestehende duale Ausbildungssysteme modernisiert werden.

Die EAfA hat bisher in effektiver Weise EU-Mitgliedsstaaten, aber auch EFTA- und EU-Beitrittsländer sowie eine große Anzahl von Stakeholdern für eine qualitative Lehrlingsausbildung mobilisiert. Sie hat das Netzwerken vereinfacht und die Kooperation und den Austausch von vorbildlichen Praktiken angeregt.

Die Allianz ist eine Plattform, die den Austausch von Erfahrungen und das Lernen von vorbildlichen Praktiken ermöglicht. Sie können auch Partner finden, neue Ideen und Initiativen entwickeln und erhalten Zugang zu den neuesten Nachrichten und Instrumenten zur Lehrlingsausbildung.

Thematisches Netzwerk Work-based Learning and Apprenticeships (NetWBL)

Am 31. August 2016 endete offiziell das Projekt “Thematisches Netzwerk Work-based Learning and Apprenticeships”, kurz NetWBL. Während der vergangenen drei Jahre arbeiteten 29 Nationale Agenturen in Europa gemeinsam intensiv daran, Projektergebnisse zum Thema Work-based Learning (WBL) sichtbar und vor allem nutzbar zu machen. NetWBL identifizierte, klassifizierte und verbreitete Projektergebnisse zu WBL aus dem Programm für lebenslanges Lernen sowie in Anfängen aus Erasmus+. Es ist dem Projekt gelungen, arbeitsweltbasiertes Lernen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie in der Hochschulbildung in Europa deutlich zu stärken.

NetWBL war und ist auch weiterhin aktiv beteiligt in der Europäischen Ausbildungsallianz, um dazu beizutragen, dass Politik und Programme sich gegenseitig stärken und die Projektergebnisse bildungspolitische Prozesse unterstützen.
Zur Projektwebsite

Video

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Slideshow zu NetWBL

24.01.2017

Slideshow anlässlich der Festveranstaltung "30 Jahre Erasmus" in Berlin

Hintergrundinformationen zu NetWBL

 Zur Webseite von NetWBL

NetWBL-Ergebnisse innovativ

Work-based Learning TOOLKIT

Kernprodukt des Netzwerks ist das WBL TOOLKIT, die erste europäische Web-Plattform, die umfangreiche Materialien und transferfähig aufbereitete Instrumente zu Work-based Learning bereitstellt. Politikerinnen und Politiker, Sozialpartner, Hochschulen sowie Akteurinnen und Akteure der relevanten Bildungsbereiche können die Plattform nutzen, um sich zu informieren und WBL in ihrem Unternehmen, ihrer Bildungseinrichtung und ihrem Land umzusetzen.

Das WBL TOOLKIT besteht aus drei Kernelementen: der Einführung in WBL, den Tools und den Ressourcen. Im einführenden Kapitel zu WBL werden die Ziele und Prinzipien arbeitsweltbasierten Lernens erläutert: Es enthält Definitionen, die Vorteile, die Hindernisse, und den Umsetzungsstand von WBL in Europa. Das Kernstück, die Datenbank der insgesamt 70 Tools, bietet Werkzeuge, Modelle, Methoden und Beispiele für WBL und adressiert acht Kernthemen: Regierungs- und Verwaltungssysteme, Partnerschaft, Durchführung von WBL, Information und Beratung, Entwicklung von WBL, Aufbau von Kapazitäten bei Lehrenden und Ausbildenden, Evaluation und Qualitätssicherung sowie Bewertung und Anerkennung.

Eine Sammlung zusätzlicher Ressourcen rundet das Angebot ab: eine Bibliografie mit aktuell 300 elektronisch verfügbaren Publikationen in mehreren Sprachen, eine Sammlung von Fallbeispielen zur Implementierung von WBL, ein Glossar relevanter Fachbegriffe sowie die Liste der Projekte, welche die Tools und Produkte lieferten.
Das WBL TOOLKIT ergänzt somit die europäischen bildungspolitischen Initiativen und schafft eine effektive Verbindung zwischen Praxis und Politik.

Studie Report on work-based learning needs and gaps

Ein weiterführendes Ergebnis der Monitoring-Konferenzen ist die Studie „Report on work-based learning needs and gaps“ zu zukünftigen Bedarfen. Die im Rahmen der Konferenzen valorisierten Projekte wurden im Hinblick auf die Bedarfe und Lücken, die bis jetzt noch nicht ausreichend durch die Projekte adressiert worden sind, diskutiert und analysiert. Mögliche Zukunftsfelder und offene Herausforderungen im Hinblick auf WBL wurden identifiziert, so dass sie im noch bis 2020 laufenden Programm Erasmus+ aufgegriffen werden können. Basierend auf dieser Studie wurden Empfehlungen an die Europäische Kommission und potenzielle Antragsteller/-innen für die zukünftigen Ausschreibungen in Erasmus+ formuliert.
Zur Studie