Green Erasmus

In to the deep

Vom E-Learning Kurs zur eigenen Meeresforschung

02.06.2026

Programm

Partnerschaften

Bildungsbereich

Erwachsenenbildung

Projektnummer

2022-1-DE02-KA220-ADU-000088137

Projektlaufzeit

2022-2024

Thema

Nachhaltigkeit

Koordination

Interchange Non-Profit gUG

Wer das zur Johannes-Diakonie Mosbach gehörende Berufsbildungswerk (BBW) Mosbach-Heidelberg besucht, hört an vielen Stellen das Wort „Europa“ – sei es im Unterricht, in den Lehrwerkstätten oder in den Geschichten der Auszubildenden, die während der Zeit am BBW oft zum ersten Mal in ihrem Leben Auslandserfahrung sammeln. Möglich wird dies über Erasmus+, doch die Idee der Schule reicht noch weiter, gilt sie doch als ein gutes Beispiel dafür, wie Demokratiebildung, europäische Werte und inklusive Berufsbildung sinnvoll miteinander verknüpft werden können.

Meeresbiologie zugänglich machen

Der Ozean ist für viele ein faszinierendes Feld, aber nur für Wenige direkt zugänglich.

Sechs Institutionen aus Griechenland, Spanien und Deutschland haben durch das Erasmus+ kofinanzierte Projekt gemeinsam daran gearbeitet und vier Online-Lernmodule in vier Sprachen entwickelt. Die Lerneinheiten beziehen sich auf vier verschiedene Meereshabitate und bereiten die Lernenden auf die Beteiligung an echter meeresbiologischer Forschung vor. Davon profitieren nicht nur die Teilnehmenden, sondern auch die Wissenschaft: Es werden sowohl für die Forschung relevante Daten gesammelt und gleichzeitig wird das Bewusstsein für den Klimaschutz über die Wissenschaft hinaus verbreitet.

Zur Projektseite in der Erasmus+ Plattform

Vom Lernmodul zur eigenständigen Datenerhebung

In den E-Learning Kursen wird anhand vier verschiedener Meeresregionen die Bedeutung und Funktionsweise des spezifischen Ökosystems sowie der Einfluss des Menschen auf dieses erklärt. Ein Beispiel ist die Dämmerlichtzone in der Ägäis in Griechenland, in der sich die ältesten, komplexesten und produktivsten Meeresökosysteme befinden. Außerdem werden in den Online-Kursen Forschungsmethoden und Tools erklärt, die bereits zur Erschließung der Meeresflora und Fauna entwickelt wurden. Im nordwestlichen Mittelmeer werden durch eine Kamera am Meeresgrund, die OBSEA Beobachtungsplattform, regelmäßig Bilder und Umweltdaten aufgenommen, um Veränderungen der Fischpopulationen zu erfassen. Diese großen Mengen an Bilddaten müssen alle analysiert werden!

Zu den E-Learning-Kursen

Am Ende eines jeden E-Learning Kurses steht daher der Zugang zum Programm „BIIGLE.party.“ ein Tool mit dem die Meeresbilder annotiert - das heißt analysiert werden können. Das mittlerweile international angewandte Tool wurde von der Universität Bielefeld entwickelt, um Unterwasserbilder und -videos für die Biodiversitätsforschung und die Umweltüberwachung zu analysieren. Nach einer Einführung in das Annotieren von Meeresbildern können die Lernenden selbst mit ihrem Beitrag an der Erfassung der Meeresräume beginnen. Gamification trägt dazu bei, den eigenen Score an analysierten sowie korrekt erfassten Meeresbildern zu "knacken".

Die Lernenden wurde über verschiedene Kanäle erreicht, so konnten circa 500 Teilnehmende über Social-Media für das Vorhaben begeistert werden, die vorher noch nicht in Verbindung mit den Partnereinrichtungen aus dem Bereich der Meeresforschung standen. Formate der Verbreitung des Projekts waren über Instagram z.B. vier Live-Interviews mit den beteiligten Wissenschaftler/innen unter dem Titel “Meet the Scientist“ oder Quiz-Formate zu verschiedenen Aktionstagen wie dem World Ocean Day oder den Erasmus+ Tagen. Außerdem wurde das Projekt neben den Social-Media Aktionen durch Online-Webinare für ein internationales Publikum wie auch durch lokale Veranstaltungen vorgestellt und verbreitet.

Beteiligung möglich machen

Das Projekt zeigt, wie durch die Partnerschaft verschiedener europäischer Institutionen Erwachsenenbildung und Bürgerwissenschaft sinnvoll verknüpft werden können und dadurch gleichzeitig das Wissen über und die Sensibilisierung für Klimaschutz gestärkt werden. Hier entsteht echte Teilhabe und Handlungsfähigkeit auf Bürgerebene!

Damit die Idee auch in Zukunft von Meereswissenschaftlern/innen gemeinsam mit Lernenden umgesetzt werden kann, haben die Projektverantwortlichen ihre Erfahrung in einem Handbook festgehalten. Außerdem wurden die Lehrmaterialien über die Erwachsenenbildung hinaus auch für den Schulunterricht angepasst.

Hier geht es zum Folgeprojekt im Schulbereich "Deep Discovery" 

Zum Handbook

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