Welche Lernumgebung ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben – und warum? War es der Ort, die Atmosphäre, oder vielleicht die Art und Weise, wie gelernt wurde?
Expert*innen aus Niedersachsen, Deutschland und Europa teilten Impulse aus Forschung und Praxis zur Gestaltung von Lernräumen in der Grundbildung.
Der Fokus des Fachtags lag auf dem Austausch und Input von praxisnahen Impulsen zur analogen und digitalen Gestaltung von Lernräumen in der Grundbildung mit dem Ziel zu diskutieren, wie niedrigschwellige Ansätze aussehen können, die in den Bildungseinrichtungen leicht umsetzbar sind.
Die Fachtagung wurde in Kooperation mit der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung Niedersachsen(AEWB) veranstaltet.
„Ein guter Lernraum in der Grundbildung sollte bestenfalls Teil des Lebensraums von Menschen mit Grundbildungsbedarf sein – als Ort, aber auch inhaltlich mit Themen, die Menschen im Alltag beschäftigen, ihre Familien, Jobs oder einfach auch ihre Interessen aufgreifen.“
In einem Impulsvortrag stellte Prof. Dr. Simone C. Ehmig von der FU Berlin Ergebnisse eines Forschungs- und Entwicklungsprojekts zu (Lern-) Motivation und Verbindlichkeit im Alltag von Erwachsenen mit Grundbildungsbedarf vor.
Mitarbeiterinnen der Nationalen Koordinierungsstelle der Europäischen Agenda Erwachsenenbildung
Wie können wir unsere Erfahrungen bündeln und voneinander lernen, um die Grundbildung nachhaltig zu stärken? Welche Ansätze braucht es, um Lernräume zu gestalten, die Teilhabe und Motivation fördern?
Andreas Klepp, Grundbildungsexperte, Mit Gast: Lidwien Vos de Wael, EPALE Niederlande
Interessante Lernorte ermöglichen vielfältige Wahrnehmungen, motivierende Lernformate, authentische Begegnungen und erweitern Zugänge und Teilhabe der Lernenden. Im Workshop wurden Konzepte und Beispiele aus der Praxis des Regionalen Grundbildungszentrums Braunschweig präsentiert sowie Gelingensfaktoren und Herausforderungen besprochen. Mit den Teilnehmenden zusammen wurden eigene neue Möglichkeiten entlang verschiedener Praxisbereiche der Grundbildung und des spezifischen örtlichen Umfelds skizziert und diskutiert
Stephanie Wössner, Referentin für zukunftsorientiertes Lernen
Wie können Lernräume als Möglichkeitsräume gestaltet werden, in denen Menschen wachsen, Verantwortung übernehmen und Zukunft gestalten – gerade in Zeiten der Omnikrise?
Mit einem Impuls eröffnete Stephanie Wössner den Workshop und lud dazu ein, Bildung neu zu gestalten: weg von einem rein technikgetriebenen Verständnis von Digitalisierung – hin zu zukunftsorientierten Impulsen für die Transformation des (lebenslangen) Lernens, die den Menschen ins Zentrum stellt.
Marsilia Podlech (M.A.) und Nana Dreßler (M.A.) Referentinnen InteG/Pädagogische Hochschule Weingarten
Wie beeinflusst unsere Haltung zu digitalen Medien und KI die Gestaltung von Lernräumen in der Grundbildung Wie verändert sich unsere Rolle als Lehrkraft und wo müssen wir ggf. eigene Literalitätskonzepte überdenken? Anhand des Didaktischen Modells für die Alphabetisierung (Löffler, 2008) wurde gemeinsam eine Kursplanung erarbeitet, die die Potenziale und Herausforderungen von KI in den grundlegenden Bereichen des nachholenden Schriftspracherwerbs sichtbar macht.
Achim Scholz mit Akteurinnen und Akteuren der Niedersächsischen Selbsthilfegruppen gemeinsam mit Fachkolleginnen für Erasmus+ der Nationalen Agentur Bildung für Europa. Dieser Workshop bot die Gelegenheit, von den Erfahrungen der Lernenden und des Bildungspersonals einer Erasmus+ Mobilität nach Wien zu hören. Gemeinsam berichteten sie von den Chancen und Herausforderungen bei der Planung und Durchführung. Im Zentrum standen die Gelingensbedingungen für eine erfolgreiche Mobilität sowie die Schwierigkeiten, die überwunden werden mussten. Dabei wird der Leitsatz „Nichts über uns ohne uns“ konsequent berücksichtigt – Lernende und Bildungspersonal teilten ihre Perspektiven und Erfahrungen gleichwertig.