Gesellschaftliche, technologische und berufliche Veränderungen erfordern Kompetenzen, die Menschen dazu befähigen, neue Herausforderungen selbstständig und aktiv zu bewältigen. Future Skills umfassen deshalb neben digitalen Fähigkeiten unter anderem kritisches Denken, Problemlösungskompetenz, Selbstlernkompetenz und Anpassungsfähigkeit. Auch die kontinuierliche Qualifizierung des Bildungspersonals spielt dabei eine wichtige Rolle.
Erasmus+-Projekte zeigen, wie diese Zukunftskompetenzen konkret gefördert werden können. Durch europäische Fortbildungen, den Austausch neuer Lehr- und Lernmethoden sowie die Erprobung digitaler Werkzeuge erweitern Lehrkräfte ihre fachlichen und didaktischen Kompetenzen und geben das erworbene Wissen innerhalb ihrer Einrichtungen weiter. Damit knüpfen die Projekte unmittelbar an den Agenda-Schwerpunkt Future Skills an und leisten einen Beitrag dazu, Erwachsenenbildung zukunftsfähig zu gestalten und Lernende auf eine sich wandelnde Lebens- und Arbeitswelt vorzubereiten.
Wie Future Skills in der Erwachsenenbildung konkret gestärkt werden können, zeigt das Erasmus+-Projekt „Lehren und Lernen mit dem Netz“ des Instituts für Internationale Kommunikation e. V. in Düsseldorf. Im Rahmen europäischer Fortbildungen erweiterten Fremdsprachenlehrkräfte ihre digitalen und didaktischen Kompetenzen – beispielsweise in der Erstellung von Lernvideos und im Einsatz digitaler Autorentools wie H5P. Das erworbene Wissen wurde anschließend in die eigene Unterrichtspraxis übertragen und durch interne Fortbildungen im Kollegium weitergegeben. Das Projekt verdeutlicht damit, wie Erasmus+ die Qualifizierung des Bildungspersonals, den europäischen Wissenstransfer und die Entwicklung von Future Skills miteinander verbindet und so die Ziele der Europäischen Agenda Erwachsenenbildung praktisch unterstützt.