Ausbildungsberuf
Pflegefachfrau
Wohnort
Hamburg, Hamburg
Aufenthalt in
Nizza, Frankreich
Emailadresse für Anfragen
hanintsoarak3(at)gmail.com
Hallo, ich heiße Hanintsoa Rakotojaona und bin examinierte Pflegefachfrau aus Hamburg. Im September 2025 durfte ich im Rahmen von Erasmus+ drei Wochen ein Praktikum in Nizza, Frankreich, absolvieren. Seit Oktober 2026 bin ich Teil des EuroApprentice-Netzwerks. Ich möchte meine Erfahrungen teilen, andere Auszubildende ermutigen, mutig zu sein und die Chancen eines Auslandsaufenthalts zu nutzen.
Mein Erasmus+-Aufenthalt
Im Rahmen des Erasmus+-Programms hatte ich die Möglichkeit, vom 1. bis zum 21. September 2025 für drei Wochen einen Auslandsaufenthalt in Nizza, Frankreich, zu absolvieren. Mein Praktikum fand in der Clinique Saint George in Nizza statt, wo ich im Bereich der orthopädischen Chirurgie eingesetzt war. Entsendet wurde ich durch meine Schule Bildungszentrum Malepartus, die mich bei der Organisation und Vorbereitung meines Auslandsaufenthalts unterstützt hat.
Während meines Praktikums konnte ich den französischen Pflegealltag kennenlernen und wertvolle praktische Erfahrungen sammeln. Zu meinen Aufgaben gehörten unter anderem die Unterstützung bei der Wundversorgung und beim Verbandswechsel, das Schreiben von EKGs, die Vorbereitung und Bereitstellung von Medikamenten sowie die Vorbereitung von Patientinnen und Patienten auf operative Eingriffe. Außerdem durfte ich den OP-Bereich kennenlernen und einen Einblick in die Abläufe vor und während einer Operation erhalten.
Besonders spannend war für mich, die Unterschiede zwischen dem deutschen und dem französischen Gesundheitssystem zu erleben. Ich konnte beobachten, wie die Pflegekräfte in Frankreich arbeiten, wie die Zusammenarbeit im Team funktioniert und wie die Versorgung der Patientinnen und Patienten organisiert ist. Dabei habe ich gemerkt, dass Pflege zwar in jedem Land unterschiedliche Abläufe und Rahmenbedingungen haben kann, das gemeinsame Ziel aber immer dasselbe bleibt: Menschen bestmöglich zu versorgen und ihnen mit Respekt und Menschlichkeit zu begegnen.
Persönlich hat mich dieser Auslandsaufenthalt sehr geprägt. Ich musste mich in einer neuen Umgebung zurechtfinden, mich auf eine andere Sprache einstellen und mich an neue Arbeitsabläufe gewöhnen. Gerade am Anfang war das eine Herausforderung. Mit der Zeit wurde ich jedoch selbstständiger, mutiger und sicherer im Umgang mit neuen Situationen. Ich habe gelernt, offen auf andere Menschen zuzugehen, Fragen zu stellen und auch dann Vertrauen in mich selbst zu haben, wenn etwas zunächst ungewohnt erscheint.
Eine wichtige Erkenntnis war für mich, dass man nicht perfekt sein muss, um neue Erfahrungen zu sammeln. Auch wenn meine Französischkenntnisse nicht immer ausgereicht haben, konnte ich durch meine Motivation, meine Offenheit und meine Bereitschaft zu lernen viel erreichen. Ich habe verstanden, dass man besonders dann wächst, wenn man seine Komfortzone verlässt.
Warum sollte man mit Erasmus+ ins Ausland gehen?
Ich würde jedem Auszubildenden empfehlen, die Chance auf einen Erasmus+-Auslandsaufenthalt zu nutzen. Erasmus+ bietet nicht nur die Möglichkeit, berufliche Kenntnisse zu erweitern und eine andere Arbeitskultur kennenzulernen, sondern hilft auch dabei, persönlich zu wachsen. Man lernt, selbstständiger zu werden, Verantwortung zu übernehmen, mit Herausforderungen umzugehen und andere Kulturen besser zu verstehen.
Gerade in der Pflege ist diese Erfahrung besonders wertvoll, weil wir täglich mit Menschen unterschiedlicher Herkunft, Sprache und Lebensgeschichte arbeiten. Ein Auslandsaufenthalt hilft uns, Vorurteile abzubauen, Verständnis zu entwickeln und unseren Blick auf den eigenen Beruf zu erweitern
Ich bin EuroApprentice geworden, weil...
ich anderen Auszubildenden zeigen möchte, dass man keine Angst davor haben muss, etwas Neues auszuprobieren. Man muss nicht perfekt sein und auch nicht alle Antworten kennen. Als EuroApprentice möchte ich nicht nur von meinen Erlebnissen erzählen, sondern andere inspirieren, Fragen beantworten, Ängste abbauen und sie motivieren, ihre eigenen Möglichkeiten zu entdecken. Ich möchte dazu beitragen, dass Erasmus+ bekannter wird und noch mehr Auszubildende erfahren, welche Chancen ihnen ein Auslandsaufenthalt bieten kann.
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