Digitale Bildung

KI in der Erwachsenenbildung

Einsatzpotenziale mit Fokus auf Sprachenlernen

22.12.2025

Programm

Partnerschaften

Bildungsbereich

Erwachsenenbildung

Projektnummer

2023-1-DE02-KA220-ADU-000155302

Projektlaufzeit

2023-2026

Thema

Digitalisierung

Kontakt

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Künstliche Intelligenz (KI) spielt im Bildungsbereich eine immer größere Rolle. Sie eröffnet neue Chancen für flexible und individuelle Lernprozesse. Vor diesem Hintergrund wurde das Erasmus+-Projekt „Artificial Intelligence in Adult Education and Self-Learning“ (AI in ADU) ins Leben gerufen.

Gruppenbild im Kursraum

„AI in ADU“ bringt Partnereinrichtungen aus sechs Ländern zusammen, um die Potenziale von KI in der Erwachsenenbildung – mit besonderem Fokus auf Sprachenlernen – zu untersuchen. Ziel der Kooperationspartnerschaft ist es, die Bedürfnisse von Lehrenden und Lernenden besser zu verstehen und praxisnahe Materialien zu entwickeln, die zeigen, wie KI-gestützte Lösungen sinnvoll ausgewählt und eingesetzt werden können.

Projektergebnisse zeigen: KI kann Lernen bereichern

Bereits in der ersten Projektphase konnten wichtige Erkenntnisse gewonnen werden: Eine umfangreiche Literaturrecherche be leuchtete Chancen, Herausforderungen und Beispiele guter Praxis rund um den Einsatz von KI in der Erwachsenenbildung. Darauf folgte eine Online-Umfrage unter Erwachsenenbildnerinnen und -bildnern sowie Selbstlernenden aus sechs Ländern. Die Teilnehmenden be richteten, wie sie KI-Tools nutzen – etwa zur Recherche, Inhaltserstellung oder für Sprachübungen. Viele sehen klare Vorteile: höhere Produktivität, bessere Lernergebnisse und individuellere Lernwege. Gleichzeitig wurden auch kritische Aspekte genannt, darunter Bedenken zu Datenschutz, ethischen Fragen und einem übermäßigen Technologieeinsatz. Zusätzlich führten die Partner Fokusgruppen-Interviews durch.

Die Ergebnisse zeigen: KI kann Lernen bereichern, wenn sie bewusst eingesetzt wird. Besonders wichtig sind dabei digitale Kompetenzen, kritisches Denken und eine ausgewogene Kombination aus klassischen Methoden und neuen Technologien. Darüber hinaus analysierte das Projektteam KI-Lernplattformen und zeichnete Podcasts mit Expertinnen und Experten auf. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse entstanden praxisorientierte Leitfäden für Lehrkräfte und Selbstlernende. Ergänzend wurden interaktive Inhalte entwickelt, die dabei helfen, KI-gestütztes Lernen im Alltag gezielt auszuprobieren. Die Pilotphase dieser Materialien ist für November 2025 geplant.

Wirkung und Ausblick

Die bisherigen Ergebnisse unterstreichen: KI hat Potenzial für die Erwachsenenbildung – vor allem für das selbstgesteuerte Sprachen lernen. Sie kann Motivation, Lernfortschritt und Selbstorganisation stärken. Gleichzeitig ist ein reflektierter Einsatz entscheidend, der ethische Fragen, Datenschutz und pädagogische Anforderungen berücksichtigt. Insofern trägt „AI in ADU“ dazu bei, die digitale Transformation in der Erwachsenenbildung aktiv mitzugestalten. Mit praxisnahen Leitfäden und interaktiven Materialien bietet das Projekt Orientierung für Lehrende und Lernende – und zeigt, wie KI verantwortungsvoll, inklusiv und gewinnbringend in Bildungsprozesse integriert werden kann.

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