OPTIM AL3 How to involve Learners in KA1 projects

Vom 27. bis 29.05.2024 fand in Bergisch Gladbach die ‚Training and Cooperation Activity’(TCA) „OPTIM AL 3: How to involve Learners in KA1 projects“, statt. Das Thema: Wie kann Lernenden in der Erwachsenenbildung Auslandsaufenthalte ermöglicht werden?

29.05.2024

60 Teilnehmende aus 20 Ländern trafen sich vom 27. bis 29.05.2024 in Bergisch Gladbach zur Training and Cooperation Activity (TCA) „OPTIM AL 3: How to involve Learners in KA1 projects“, um miteinander Wege und Möglichkeiten zu erarbeiten, wie Lernenden in der Erwachsenenbildung Auslandsaufenthalte, sogenannte Lernreisen,  in Erasmus+-Projekten ermöglicht werden können. Das Seminar ist Teil einer europaweiten Veranstaltungsreihe zu diesem Thema und legte den besonderen Schwerpunkt auf inklusive Lernmobilität.

Lernmobilität in der Erwachsenenbildung mit Erasmus+ inklusiv gestalten

Der erste Tag diente den Teilnehmenden vor allem dazu, sich und die Örtlichkeiten durch Eisbrecher-Übungen und einen unterhaltsamen Abend mit Spielen und einem Eurovision Song Contests-Quiz kennenzulernen. Tanja Möller und Anke Dreesbach von der Nationalen Agentur stellten die Möglichkeit der Lernreisen in der Leitaktion 1 Erwachsenenbildung vor. Ein Interview und eine Videobotschaft von Projektträgern bauten eine Brücke zwischen der Theorie und der Praxiswirklichkeit. Die Anwesenheit von sechs Lernenden aus vier Ländern mit ganz unterschiedlichen Hintergründen, trug zum inklusiven Ansatz der Veranstaltung bei, die professionell von Paul Guest moderiert wurde.

Der zweite Tag begann mit einer interaktiven Gruppendiskussion zu der Frage, wo die Teilnehmer ihre Stärken sehen („was wir bereits tun“) und wo sie Entwicklungspotenzial in Bezug auf inklusive Lernmobilitätsaktivitäten sehen. Jede Gruppe arbeitete mit einer Vorlage, die einen Baum darstellte, wobei die Wurzeln die Stärken und die Äste das Wachstumspotenzial symbolisierten. Die Ergebnisse zeigten viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede zwischen den Teilnehmenden.

Der Baum

Starke Wurzel:

  • Sinnvolle Ausbildungsmöglichkeiten, Planung, Verwaltung, digitale Kompetenzen, persönliche Kompetenzen.

  • Fähigkeit, mit Lernenden mit psychischen Behinderungen, Müttern, Pensionierten und kulturellen Unterschieden außerhalb und innerhalb Europas umzugehen

  • Mikroqualifikationen, Sprachkurse, Kurse für Menschen mit Behinderung, Integrationskurse

  • Erfahrung, Sprache, Qualifikation

Entwicklungspotenzial: 

  • Administrative Herausforderungen bewältigen/den administrativen Aufwand zu reduzieren

  • Stärkung der Soft Skills der Teilnehmer (Lernende)

  • Stärkung von Selbstvertrauen, Selbstachtung, Unabhängigkeit und Selbstwirksamkeit der Lernenden

  • Verbesserung der Kenntnisse und des Einsatzes digitaler Instrumente und Hilfsmittel.

    Mehr Lernende aus marginalisierten Gruppen erreichen

Arbeitsgruppen

Arbeitsgruppen zu 1: Bedarfe, Nutzen und Herausforderungen für Einrichtungen der Erwachsenenbildung in Bezug auf Lernendenmobilität wurden in 5 Kleingruppen diskutiert. Motivation, persönliche Entwicklung, die Möglichkeit voneinander zu lernen und sich mit europäischen Werten zu beschäftigen waren Ergebnisse, die in allen Kleingruppen zur Sprache kamen. Herausforderungen bezogen sich in erster Linie auf Fragen zum Umgang mit administrativen Aufgaben bei der Projektdurchführung und auf Anforderungen im Finanzmanagement. Hier konnten erfahrene und neue Teilnehmende sehr voneinander profitieren.

Arbeitsgruppen zu 2: Zurück zu den Grundlagen. Hier beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den zentralen Phasen vor, während, und nach einem Projekt mit Blick auf inklusive Lernmobilität. In der Planungsphase geht es zunächst darum zuverlässige Partner zu finden, die Auswahl der Lernenden und die Lernenden bereits in der Planungsphase einzubeziehen. Während der Durchführung wurde der Punkt „Kommunikation“ als wichtigster Punkt herausgestellt. Die Durchführung einer Lernendenmobilität erfordert auch Flexibilität, Offenheit, immer einen Plan B und vor allem Spaß zu haben. Nach der Mobilität ist es besonders wichtig miteinander auf die Ergebnisse zu schauen, was bei der Durchführung verbessert werden könnte, was gut lief und den Erfolg zu feiern.

Arbeitsgruppen zu 3: Nutzen, Herausforderungen und Lösungen – Effektives Engagement und Unterstützung der Lernenden: Motivation und ein Zuwachs an Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein wurden in allen Diskussionsgruppen als Nutzen festgehalten. Der Umgang mit den Ängsten der Teilnehmenden vor dem Unbekannten wurde hier als Herausforderung benannt. Lösungsvorschläge waren, für eine gute Vorbereitung zu sorgen, Lehrkräften und Begleitpersonen zu vertrauen, das Lernprogramm klar, einfach und gut zu strukturieren, genug Zeit für Pausen einzuplanen und klare Regeln zu formulieren. Über die Wichtigkeit von Pausen und der flexiblen Handhabung des Zeitplanes herrschte in allen Gruppen Einigkeit.

Der zweite Tag endete mit einer kreativen Aufgabe. Welche Gruppe baut den höchsten, preiswertesten und trotzdem stabilen Turm. Die Materialien bestanden aus Spaghetti, Marshmallows und einem Luftballon für die Turmspitze.  

Der letzte Tag gab den Teilnehmenden die Möglichkeit, gemeinsam ein Programm für eine Lernreise von mehreren Lernenden zu erstellen. Hier arbeiteten die Teilnehmenden konzentriert zusammen und lernten, sowohl die Perspektive einer aufnehmenden als auch einer entsendenden Einrichtung einzunehmen.

Präsentationen

Präsentation „Erasmus+ Your Opportunities in European Mobility“ (PDF) herunterladen (Team der Nationalen Agentur)

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