24.01.2025
In diesem Jahr widmete die UNESCO den Tag der Bildung dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) – mit dem Fokus auf ihren Chancen und Risiken: Wie kann in einem Zeitalter rasanter technologischer Entwicklungen die menschliche Handlungsfähigkeit bewahrt, neu definiert und gestärkt werden? Was bedeutet das für die Bildung – und welchen Beitrag kann Erasmus+ dazu leisten?
Angesichts der rasanten Entwicklung von Technologien wie der Künstlichen Intelligenz, die von global agierenden Unternehmen mit monopolartigen Strukturen vorangetrieben wird, ruft die UNESCO mit dem Internationalen Tag der Bildung, der immer am 24. Januar stattfindet, dazu auf, sowohl die Potenziale der KI zu nutzen, als auch ihre Risiken kritisch zu hinterfragen. Entsprechend lautet das Motto des diejährigen Bildungstags: „AI and education: Preserving human agency in a world of automation“.
Die Generaldirektorin der UNESCO, Audrey Azoulay, appelliert an die UNESCO-Mitgliedsstaaten, in den verantwortungsvollen Umgang mit dieser Technologie im Bildungsbereich zu investieren. KI biete große Chancen, vorausgesetzt, dass ihr Einsatz klaren ethischen Prinzipien unterliege. „Um ihr volles Potenzial auszuschöpfen, muss diese Technologie die menschliche und soziale Dimension des Lernens ergänzen, anstatt sie zu ersetzen. Sie muss zu einem Instrument im Dienst von Lehrkräften und Schülern werden, mit dem Hauptziel, deren Autonomie und Wohlergehen zu fördern,“ so Azoulay.
Während KI-gestützte Systeme immer ausgeklügelter werden, verschwimmen zunehmend die Grenzen zwischen menschlicher Absicht und automatisiertem Handeln. Dies stellt unsere Gesellschaft vor neue Heraus- und Anforderungen. Digitale Bildung soll Menschen befähigen, den technischen Fortschritt zu verstehen, mitzugestalten und aktiv zu beeinflussen.
Für die Förderung digitaler Kompetenzen spielt das Bildungsprogramm der Europäischen Kommission Erasmus+ eine Schlüsselrolle. Es unterstützt Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union dabei, sich den Herausforderungen des digitalen Wandels zu stellen. Digitale Bildung ist eines der zentralen Ziele von Erasmus+, und die „Bewältigung des digitalen Wandels“ wurde als Priorität definiert.
Erasmus+ kann einen wertvollen Beitrag dazu leisten, den digitalen Wandel zu verstehen und die Entwicklung der Technologien wie Künstlicher Intelligenz aktiv mitzugestalten. Durch internationale Zusammenarbeit im Rahmen spannender Projekte können gesellschaftspolitischen Fragen, die mit dem Einsatz von KI einhergehen, diskutiert und angegangen werden.
Digitale Bildung in Erasmus+ kann somit nicht nur zur Kompetenzentwicklung beitragen, sondern auch zur Gestaltung einer verantwortungsvollen technologischen Zukunft.
Die fortschreitende Digitalisierung von Gesellschaft und Arbeitswelt erfordert kontinuierliche Weiterentwicklung digitaler Kompetenzen. Die Europäische Kommission fördert seit Jahren einen digitalen Binnenmarkt und Bildungsraum. Dafür braucht es gut vorbereitete Unternehmen, Arbeitskräfte und Bürgerinnen. Die Themenseite beleuchtet den digitalen Wandel im europäischen und nationalen Kontext und stellt die Möglichkeiten vor, die Erasmus+ in diesem Bereich bietet.