Erasmus+ ist Teil der Digitalisierungsstrategie auf europäischer und nationaler Ebene und unterstützt die Umsetzung der politischen Ziele in die Praxis. Daher wird der digitalen Bildung in den sogenannten Leitaktionen Mobilität und Partnerschaften zur Zusammenarbeit im Programm Erasmus+ eine große Bedeutung beigemessen. Dies drückt sich auch aus in der horizontalen Priorität zur „Bewältigung des digitalen Wandels“.
Viele mit Erasmus+ geförderte Projekte und Einrichtungen greifen bereits Aspekte digitalen Lernens auf, wie zum Beispiel den Einsatz digitaler Medien in Lehr-/Lernangeboten. Die Herausforderungen der Digitalisierung sind jedoch vielfältig, und die Entwicklung der notwendigen digitalen Kompetenzen der Menschen hält kaum Schritt mit dem rasanten Tempo der Entwicklung digitaler Technologien und deren Einsatzmöglichkeiten. So ergeben sich ständig neue Anknüpfungspunkte für Projekte in Erasmus+ – sowohl in der Berufsbildung als auch in der Erwachsenenbildung.
Mit Erasmus+ Mobilität haben Lernende in der Berufsbildung sowie Lernende in der Erwachsenenbildung die Möglichkeit, einen qualifizierenden Auslandsaufenthalt in Europa zu absolvieren.
Auch für das Personal in der Berufs- und Erwachsenenbildung gibt es die Möglichkeit, sich europäisch weiterzubilden, um beruflicheKompetenzen zu erweitern und grenzüberschreitend mit europäischen Partnereinrichtungen zusammenzuarbeiten.
Die Partnerschaften für Zusammenarbeit ermöglichen den Austausch guter Praxis und die Entwicklung von Innovation im Themenfeld der digitalen Bildung. Praktiken in der digitalen Welt, Methoden, Materialen und digitale Tools sowie deren effektive Nutzung werden in den Projekten gefördert.
Auch Synergien mit Wissenschaft und Forschung, die Bildung von Netzwerken sowie die Vernetzung mit anderen nationalen oder europäischen Initiativen werden unterstützt. So können in einer europäischen Partnerschaft viele Fragen in Bezug auf den Umgang mit Digitalisierung besser beantwortet werden, als dies in einem rein nationalen Kontext möglich wäre.
Expertinnen und Experten erzählen von ihren Erfahrungen in der internationalen Zusammenarbeit mit Erasmus+. Wie können Projekte im Bereich digitale Bildung aussehen und was für Ergebnisse haben sie?
Deutschland ist im europäischen Digitalisierungsranking derzeit nur Mittelmaß. Hier bleibt also einiges zu tun. Im Programm Erasmus+ steht der digitale Wandel schon länger im Blickpunkt und das Journal präsentiert eine Vielzahl von Projekten aus der Berufs- und Erwachsenenbildung, die sich mit dem Thema befasst haben. Darüber hinaus erfahren Sie, wie lernende Organisationen in drei Schritten zu mehr Digitalisierung kommen, was es mit dem Digitalen Bildungsnachweis auf sich hat oder wie Sie digitale Kompetenzen erfassen können. In weiteren Beiträgen stellen wir Ihnen den Preisträger des European Teaching Award 2022 in der Kategorie „berufliche Schulen“ vor und ziehen eine erste Bilanz der neuen europäischen Agenda für die Erwachsenenbildung (2021-2030). …
Künstliche Intelligenz (KI) ist inzwischen Teil unserer Arbeits- und Alltagswelt und verändert das Lernen und Lehren. Welche Kompetenzen sind in einer von KI geprägten Welt besonders wichtig? Wird KI eher als Bedrohung oder Erleichterung gesehen und wie findet sich das Thema in europäischen Projekten? Erasmus+ bietet ein weites Experimentierfeld und sowohl in der Berufs- als auch der Erwachsenenbildung gibt es hierzu erfolgreiche Projekte. Zudem beinhaltet das Journal eine erste Einordnung des Vorschlags für das Erasmus+-Programm der Jahre 2028-2034. …
Der Einsatz (generativer) KI beschleunigt die digitale Transformation der Arbeitswelt und trägt dazu bei, dass sich Arbeitsinhalte und berufliche Tätigkeiten wandeln. In dem Zusammenhang entstehen spezifische (neue) Kompetenzanforderungen in fachlicher und überfachlicher Hinsicht. Doch welche sind das? Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie sich Bildungsprozesse durch den Einsatz von KI-Anwendungen verändern. Die BWP-Ausgabe widmet sich diesem komplexen Thema. …