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Von der Lernvereinbarung zum Europass Mobilität

Unterrichtsmaterialien für Bildungspersonal zur kooperativen Gestaltung transnationaler Mobilität

[…] Lernende in wesentliche Schritte ihres transnationalen Mobilitätsprojektes aktiv einzubeziehen, hat sich bewährt. Die Unterrichtsmaterialien „Von der Lernvereinbarung zum Europass Mobilität“ richten sich an Bildungspersonal in beruflichen Bildungseinrichtungen und bieten Unterstützung bei der Planung und der Durchführung von Lerneinheiten, mit denen Auszubildende bereits im Vorfeld ihres Auslandsaufenthaltes in die Lage versetzt werden, Lernergebnisse zu ermitteln, zu formulieren und zu dokumentieren. …

[…] Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema für Wirtschaftsschülerinnen und -schüler, Wie könnte ein zukünftiger Job in einer „Green City“ aussehen?, Ökologische Ansätze in Kunsthandwerk und Kultur entdecken, Nachhaltigkeit ist der Sabel Wirtschaftsschule auch beim Thema Europa wichtig, Interesse geweckt? Erfahren Sie mehr über das Projekt „I imagine my job in the Green Deal Europe“ – unter diesem Motto besuchten vier Schülerinnen der Münchner Sabel Wirtschaftsschule eine Erasmus+-Partnerschule in Alfortville, Paris. Für ihre Reise mit dem thematischen Schwerpunkt Nachhaltigkeit nutzten sie die ErasmusDays. „Wie wollen Sie denn erreichen, dass weniger Plastik genutzt wird?“ , kritisch hakt die Journalistin bei der jungen Umweltexpertin nach. Jetzt kommt es auf eine überzeugende Antwort an, weiß diese. Denn das Interview wird gefilmt und soll andere motivieren, mehr Plastik einzusparen. Noch sind es nur Rollen, die Angelina, Anna, Elina und Aura in einem Workshop der Pariser Klima-Akademie spielen, aber Nachhaltigkeit und Umweltschutz könnten für die Schülerinnen der Sabel Wirtschaftsschule auch in zukünftigen Berufen wichtig werden. „Ich habe richtig viel dazu gelernt und eine andere Denkweise über dieses Thema bekommen“ , lobt Angelina den Workshop in ihrem Reisebericht. , Die Idee, die ErasmusDays 2024 für eine Reise mit dem thematischen Schwerpunkt Nachhaltigkeit zu nutzen, hatte Mariya Pachevska, Erasmus+-Projektkoordinatorin der Sabel Wirtschaftsschule. „Wie gestalten wir Wirtschaft, ohne die Natur zu zerstören?“ , sei eine Frage, die auch für die Schülerinnen und Schüler immer wichtiger werde, so Mariya Pachevska. „Nachhaltigkeit ist mit Zukunft verbunden“ , ergänzt sie. Schon jetzt werde das Fach „Mensch, Umwelt und Technik“ in den Jahrgangsstufen 5 bis 8 unterrichtet, ab nächstem Jahr käme Umweltökonomie als Vertiefung hinzu. Gemeinsam mit ihrer französischen Kollegin Marianne Masson, Lehrerin und Ökobeauftragte der Partnerschule im Pariser Vorort Alfortville, stellte Pachevska ein Programm zusammen, das die Schnittstellen von Nachhaltigkeit und Wirtschaft für Schülerinnen und Schüler beider Schulen konkret erlebbar werden ließ. und Schulleitungen. , Mit diesem Thema im Kopf lassen sich Städte neu entdecken: Anhand einer Führung durch die berufliche Gesamtschule in Alfortville erklären die französischen Schülerinnen und Schüler, welche berufspraktischen Fähigkeiten man für eine ökologische Transformation im Bauwesen braucht, etwa bei Klima- und Elektrotechnik. Die Jugendlichen beider Schulen besichtigen ein Plattenbau-Viertel in Alfortville, das durch ein ökologisch geplantes Wohnviertel ersetzt werden soll. Wie etwa Tageslicht und Sonnenwärme optimal ausgenutzt werden können, erläutert eine Ökoingenieurin das Architekturkonzept im Rathaus. Die Schülerinnen aus Deutschland haben sich bereits in der Vorbereitung der Reise intensiv mit dem Thema „Green City“, nachhaltige Stadtplanung, am Beispiel von München beschäftigt. Ihre Ergebnisse stellen sie in der Schule in Alfortville mit einer Präsentation vor – auf Englisch. Das Zero-Waste-Konzept und die vielen Parks der Stadt heben sie besonders hervor. Die Aussicht vom Eifelturm auf grüne Inseln inmitten des Häusermeers am nächsten Tag ist für die Jugendlichen gleichzeitig ein Blick auf grüne Stadtentwicklung und nachhaltige Verkehrsplanung. Thematisiert wird auch, welche Jobs in diesen Bereichen entstehen. Die Schülerinnen besuchen zusammen mit der französischen Klasse dazu auch eine Ausstellung im Pariser Rathaus. „Es ging um soziale Aspekte, Natur und wie Paris sich im Großen und Ganzen verändert hat; das war sehr spannend“ , schreibt Aura in ihrem Abschlussbericht. , Nachhaltigkeit zum Anfassen gibt es in einem Workshop, in dem die Schülerinnen und Schüler selbst Papier aus Altpapier schöpfen und Dekorationen für die Feste am Jahresende, Halloween und Weihnachten, herstellen. Und sogar das Kulturprogramm hat einen Bezug zur Ökologie. Die Schülerinnen und Schüler besuchen gemeinsam mit der französischen Klasse die Philharmonie in Paris, wo sie einer pädagogisch begleiteten Aufführung der „Symphonie des Waldes“ von Komponistin Rita Strohl lauschen. Anschließend reflektieren sie anhand eines Fragebogens, wie die Künstlerin Geräusche und Klänge in der Natur in Musik übersetzt hat. Und mit „Jonny Apple“, einem Apfelbaum, den die Münchner Schülerinnen mit den französischen Gastgebenden gemeinsam im Schulgarten gepflanzt haben, bleibt ein lebendiges und nachhaltiges Zeichen der ErasmusDays 2024 in Alfortville zurück. , Finanziert wurde die Reise mit Mitteln aus dem Programm Erasmus+. Seit 2021 ist die Sabel Wirtschaftsschule München im Programm Erasmus+ akkreditiert. „Das bringt uns Flexibilität, wie wir die Mittel einsetzen“ , erklärt Mariya Pachevska. „Wir bauen dabei auf zwei Säulen: Berufsbezogene Praktika für Schülerinnen und Schüler, für das Fachpersonal Hospitationen bei europäischen Partnern. Und seit 2024 sind auch kleinere Projekte, wie etwa die Parisreise, möglich.“ Für Schulleitung und Geschäftsführung der Sabel Wirtschaftsschule sei das Thema Europa sehr wichtig, erklärt sie. So hätte Schulleiter Heinz Rösner die Einrichtung ihrer Stelle als Erasmus+-Projektkoordinatorin sehr unterstützt. Auch die Reise nach Paris hat er begleitet. Die Schule hat auf Initiative Pachevskas außerdem ein Fach „Projekt: Europa kennenlernen“ eingerichtet, das klassenweise in der 7. und/oder 8. Klasse stattfindet. Themen sind neben der jeweiligen Erasmus+-Projektvorbereitung oder Planung von Auslandsaufenthalten beispielsweise die Geschichte Europas oder die Europawahlen. Aber auch Feiern anlässlich des Europatages oder der ErasmusDays werden im Projektunterricht vorbereitet. „Jeder an der Schule weiß, was Erasmus ist“ , freut sich Pachevska. Für die Jugendlichen bietet Erasmus+ nicht nur die Möglichkeit mit der Teilnahme an einem Lernaufenthalt im Ausland den begehrten Europass zu erhalten, der für zukünftige Arbeitgebenden interessant ist. Für eine Schule mit vielen Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist das Thema Europa auch eine Chance, sich mit ihren Erfahrungen einzubringen, etwa mit Berichten über das Leben in den Herkunftsländern ihrer Familien. Für 2025 plant Mariya Pachevska mit Schülerinnen und Schülern einen Besuch in Brüssel, um die wirtschaftlichen Aspekte europäischer Politikplanung zu erkunden. Zukunft und Beruf bleibt so ein wichtiges Thema für zukünftige Erasmus+-Projekte an der Sabel Wirtschaftsschule. Wir von der NA beim BIBB würden uns sehr freuen, wenn dieser Besuch auf die ErasmusDays fallen würde!! …

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Berufsbildung mit Erasmus+ an der Lore-Lorentz-Schule

Praxisnah, digital und international

[…] Internationale Erfahrung ist Qualifikation für Beruf und Leben, Internationale Praktika und Austausch sind auf Bildungsgänge zugeschnitten , In der Praxis anwenden, was man in der Schule lernt, Gezielt berufliche Qualifikationen erwerben und nebenbei den Horizont erweitern, Digitale Medien unterstützen Schülerinnen und Schüler vor, während und nach dem Praktikum, Gute Vorbereitung macht fit für die Rolle im direkten Kontakt Ob Wintercamp in Norwegen, Forschung am CERN oder Business-Englisch in Dublin: Schülerinnen und Schüler der Lore-Lorentz-Schule in Düsseldorf sammeln mit Erasmus+ berufspraktische Erfahrungen , die eng an ihre jeweiligen Bildungsgänge angebunden sind. Dabei fördert die Schule digitale Kompetenzen und bereitet so gezielt auf die heutige Arbeitswelt vor. , In den Bergen um Harstad im Norden Norwegens herrscht im April 2025 noch tiefer Winter. Simon Wittig, 19 Jahre, tritt den hohen Schnee mit seinen Skiern platt, denn gleich wollen er und seine norwegischen Begleiter/innen hier ein Zelt aufbauen. Cathy Maria Leidolf, 18 Jahre, steht im Juni 2025 in einem Labor bei Genf und gibt Daten in eine Excel-Tabelle ein. Um sie herum erstreckt sich das Gelände von CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung. November 2025, Nokwanda Jila betritt ein altes Backsteingebäude in Dublin, Irland. Sie ist auf dem Weg zu ihrem Englisch-Kurs in einer Sprachenschule im Herzen der Stadt. Was Simon, Cathy Maria und Nokwanda gemeinsam haben? Sie alle sind Schüler/innen der Lore-Lorentz-Schule in Düsseldorf und haben mit Erasmus+ berufliche Erfahrungen gesammelt. , „Wir wollen als Berufskolleg und Berufliches Gymnasium unsere jungen Leute für ihren Beruf und ihr Leben ausbilden“, erklärt Walburga Grabsch-Rössler, Bereichsleitung Europa und Erasmus+. Seitdem die Schule 2020 eine Erasmus+ Akkreditierung erworben hat, hat sie ihr Programm von zwei Bildungsgängen auf acht ausgeweitet. Durch berufliche Auslandsaufenthalte, so ein Leitgedanke der Schule, werden Schüler/innen gezielt auf eine Zukunft in europäischen Arbeits- und Lebenswelten vorbereitet. Dabei spielt der Erwerb digitaler Kompetenzen eine ebenso zentrale Rolle wie die Fokussierung auf berufspraktische Fähigkeiten. Aber, so betont Grabsch-Rössler, „es geht nicht darum, nur irgendetwas Internationales oder Digitales zu machen, es muss immer etwas sein, das mit den Schüler/innen zu tun hat.“ Deshalb haben sie und ihre Kolleg/innen unterschiedliche Konzepte für die im Lehrplan vorgesehenen Berufspraktika entwickelt. , „Ich könnte jetzt eine Gruppe zum Skilanglauf anleiten“, berichtet etwa Simon, der neben dem Abitur auch einen Abschluss als Freizeitsportleiter erwerben wird, von seinen Erfahrungen im Austausch nach Norwegen. Simon hat zudem trainiert, GPS als digitales Werkzeug zur Orientierung im Gelände einzusetzen, als es bei einer Skilanglauf-Tour galt, als erstes Team von Schüler/innen beider Länder den vereinbarten Endpunkt zu erreichen. Besonders beeindruckt war Simon aber „vom Wildcampen im Winter, davon, ein Zelt im Schnee aufzubauen, Feuer zu machen, gemeinsam dort zu kochen.“ Der Austausch zwischen der berufsbildenden Schule in Norwegen und der Lore-Lorentz-Schule sei, passend zum Berufsbild von Freizeitsportleiter/innen, auf „Kooperation und Wettkampf“ ausgelegt, erklärt Grabsch-Rössler. Weil auch Selbstständigkeit ein wichtiges Lernziel ist, haben die Schüler/innen beider Seiten die jeweiligen Aktivitäten des Austauschs selbst vorbereitet. , „In meinem Praktikum am CERN habe ich unter anderem Temperatursensoren angeschlossen und digital ausgelesen, zudem habe ich eine Halterung für eine technische Komponente entworfen und am 3D-Drucker ausgedruckt.“, erzählt Cathy Maria, angehende Abiturientin und zukünftige physikalisch-technische Assistentin. „Die Arbeit am CERN war mega-toll, ich habe mich sehr willkommen gefühlt“, ergänzt sie. Mit technischen Messinstrumenten umzugehen, hatte Cathy Maria an der Lore-Lorentz-Schule bereits gelernt, ebenso wie man digitale Messprotokolle führt und Daten mittels Graphen darstellt. Dass sie diese Kenntnisse als Teil eines Teams an einer der weltweit wichtigsten Forschungseinrichtungen für Grundlagen-Physik einsetzen konnte, hat sie begeistert. „Beeindruckt hat mich auch, in einem Team mit Wissenschaftler/innen aus allen Ecken der Welt, mit den verschiedensten kulturellen Hintergründen, zu arbeiten“, so Cathy Maria. Verständigt hätte sie sich auf Deutsch und Englisch, berichtet sie. , „Eigentlich bin ich eine schüchterne Person“, erzählt Nokwanda, „aber durch den Aufenthalt in Dublin bin ich offener geworden.“ Nokwanda wird mit ihrer Fachhochschulreife einen Abschluss im Bereich International Business & Languages als kaufmännische Assistentin erlangen. An der Horner School of English in Dublin hat sie einen drei-wöchigen Sprachkurs in Business-English gemacht und mit einem Zertifikat des C1-Levels abgeschlossen. „Obwohl der Unterricht von 9:30 bis 17:00 Uhr ging, war es nicht anstrengend, weil man nur ein Fach hat und sich darauf konzentrieren kann“, berichtet Nokwanda. In Dublin wohnt sie bei einer Gastfamilie und nutzt ihre Freizeit, um allein die Stadt zu entdecken. , Im Sinne einer „Blended Mobility“ hat die Lore-Lorentz-Schule digitale Werkzeuge unabhängig von fachspezifischen Anwendungen für jede Phase der Mobilität etabliert. „Mittwochs hatte ich immer einen Teams-Call mit meiner Lehrerin, Frau Boegen, und freitags habe ich ihr einen kleinen E-Mail-Bericht zur Woche geschickt“, erzählt Nokwanda. Cathy Maria hat per E-Mail Kontakt zum CERN aufgenommen und ein Bewerbungsgespräch über Teams geführt, ebenso wie Vorbereitungsgespräche mit ihrem dortigen Betreuer. Simon hat Absprachen mit seinem norwegischen Austauschpartner per Snapchat getroffen. Nach den gegenseitigen Besuchen haben sich alle norwegisch-deutschen Schüler/innen per Teams getroffen und die Erfahrungen ausgewertet. , Digitale Kommunikationswerkzeuge gehören zur Arbeitsrealität vieler Betriebe, sagen Walburga Grabsch-Rössler und Nokwandas Lehrerin und Bildungsgangleiterin Marie Boegen. Trotzdem bleibt der persönliche Kontakt wichtig. „Wenn ich die Möglichkeit habe, besuche ich die Schülerinnen und Schüler vor Ort – das legt oft den Grundstein für weitere Kooperationen“, betont Boegen. Entsprechend praktisch werden auch die Jugendlichen auf ihre Auslandserfahrung vorbereitet: Sie setzen sich mit Dresscodes und beruflicher Etikette auseinander, üben den Umgang mit stressigen Situationen und reflektieren Rollenunterschiede im Arbeitsalltag. Ein Ausreiseseminar ergänzt die Vorbereitung. Die Lernziele werden verbindlich festgelegt. Im Bildungsgang von Nokwanda ist für die Vorbereitung sogar eine wöchentliche Schulstunde vorgesehen. Und auch für Nachwuchs ist gesorgt: Simon, Cathy Maria und Nokwanda müssen bzw. mussten ihre Erfahrungen dem nachfolgenden Jahrgang vorstellen - in einer klassischen PowerPoint-Präsentation. …

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Als Erzieherin in Wien

Das geht im berufspraktischen Jahr mit Erasmus+

[…] Europäische Kontakte bilden die Basis , Praktische Kompetenzen erwerben , Komfortzone verlassen und neue Erfahrungen machen, Persönliche Fähigkeiten entwickeln und Wissen erweitern Ausbildung über europäische Grenzen hinweg ist auch für Erzieherinnen und Erzieher sowie für Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger möglich. Katharina Alektorov ist eine von ihnen. Sie hat mit uns über ihre Erfahrungen gesprochen. Katharina Alektorov ist etwas mulmig zumute: Sie soll einen kleinen Jungen aus einem Kindergarten abholen, der kurzfristig in einem Krisenzentrum für Kinder und Jugendliche in Wien untergebracht wurde. Es ist Katharinas zweiter Arbeitstag an ihrem neuen Ausbildungsplatz im Krisenzentrum. Dort werden Kinder, die in ihren Familien nicht mehr sicher sind, übergangsweise für sechs Wochen aufgenommen, bis eine Lösung für sie gefunden wird. Katharina ist selbst erst seit wenigen Tagen in Wien. In Diez, der Stadt an der Lahn in Deutschland, in der Katharina sonst lebt, gibt es weder U- noch Straßenbahnen. Wird sie sich zurechtfinden im Verkehrsnetz der Großstadt, um ein verunsichertes Kind sicher in das Krisenzentrum zurück zu begleiten? Aber alles geht gut. „Ich war positiv überrascht, wie unkompliziert der öffentliche Verkehr in dieser Riesenstadt funktioniert“, so Katharina. Auch der Kontakt zu dem Jungen gelingt ihr, so dass er vertrauensvoll mit zurück in das Krisenzentrum kommt. Insgesamt sechs Monate ihres berufspraktischen Jahres in der Ausbildung zur Erzieherin hat die 23-jährige Katharina von August 2019 bis Januar 2020 in Wien absolviert. Einen Teil der Ausbildung im Ausland zu machen, ist bislang eher ungewöhnlich für Erzieherinnen und Erzieher. Dass es Katharina möglich war, verdankt sie dem Erasmus+-Projekt der Adolf-Reichwein-Schule Limburg ( ARS ), einer Beruflichen Schule, an der sie ihre Ausbildung gemacht hat. Sechs Auszubildende zur Erzieherin/zum Erzieher oder zur Heilerziehungspflegerin/zum Heilerziehungspfleger hat die ARS zwischen 2018 und 2020 dabei unterstützt, die Hälfte ihres berufspraktischen Jahres im europäischen Ausland zu machen. , Seit 2006 pflegt die Schule Kontakte zu Austausch-Partnern in ganz Europa, unterstützt von Erasmus+, berichtet Thomas Höltken, Lehrer im Fachbereich Sozialwesen an der Adolf-Reichwein-Schule. Zusammen mit seinem Kollegen Dirk Spilling ist er seit 2014 für die Organisation der Auslandsaufenthalte der angehenden Erzieherinnen und Erzieher sowie der Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger verantwortlich. Bislang gab es Kooperationen mit Schulen in über zehn unterschiedlichen Ländern von England und Schweden über Rumänien bis zu Österreich. Machen die Auszubildenden während ihrer Schulzeit ein Auslandspraktikum, so bleiben sie in der Regel fünf Wochen, im berufspraktischen Jahr fördert Erasmus+ sogar einen sechsmonatigen Aufenthalt. Insgesamt haben 40 Auszubildende zwischen 2018 und 2020 diese Möglichkeiten genutzt. , „In die Schule oder den Kindergarten bringen, kochen, Hausaufgaben erledigen, Hygiene – die Kinder im Krisenzentrum habe ich im gesamten Alltag begleitet“, erklärt Katharina. „Hinzu kamen Krisengespräche im Team“, berichtet sie, „mir wurden von Anfang an viele Aufgaben und Verantwortung übertragen, dafür bin ich dankbar“, unterstreicht Katharina. Insgesamt bietet das Krisenzentrum Lebensraum für acht Kinder zwischen drei und fünfzehn Jahren, „jedoch gab es auch Tage, an denen wir bis zu zwölf Kinder und Jugendliche im Krisenzentrum hatten“, berichtet Katharina. Dass sie als vollwertiges Mitglied des jungen Teams eingesetzt wurde, war einer der Vorteile davon, dass sie insgesamt ein halbes Jahr in der Einrichtung gearbeitet hat – ausreichend Zeit, sich in Abläufe und Strukturen einzufinden. „Einiges hatte ich natürlich in der Schule gelernt über Erziehungshilfen, vieles habe ich aber auch intuitiv gemacht.“ , „Rauskommen – für manche ist es das erste Mal –, verschiedene Dinge alleine regeln müssen“, löse bei vielen Auszubildenden „einen Persönlichkeitsschub aus, der den Geist öffnet“, so Höltken. Katharina kann das bestätigen: „Raus aus der Komfortzone, das war spannend – bis dahin hatte ich bei meinen Eltern gelebt.“ In Wien lebt sie nacheinander in zwei verschiedenen WG s, erkundet die Stadt in ihrer Freizeit mit ihren Mitbewohnerinnen per Bus und Bahn. „Ich habe viel gelernt, auch einmal spontan etwas umzuplanen.“ Katharina, deren Familie russische Wurzeln hat, war zudem begeistert, wie viele verschiedene Menschen aus verschiedenen Ländern in Wien leben. , Die Kontakte der Schule ins Ausland waren einer der Gründe für Katharina, sich für die Ausbildung an der ARS und nicht an einer anderen Schule zu entscheiden. Auch Thomas Höltken ist sich sicher, dass die Auslandspraktika die Ausbildung an der ARS attraktiv machen. Die Auszubildenden würden durch den Vergleich positiv angeregt, ihren Beruf und ihr Wissen zu reflektieren, so Höltken. „In Schweden zum Beispiel gibt es viele Parallelen zu kindlicher Früherziehung in Deutschland, in England aber ruft die eine oder andere pädagogische Aktion vielleicht Fragezeichen hervor,“ so Höltken. Zudem erfahren die Auszubildenden zum Beispiel, dass die Tätigkeit, die der eines Erziehers oder einer Erzieherin in Deutschland nahekommt, in England ein Studienberuf ist. Auch Sprachkompetenzen würden trainiert, insbesondere bei einem Austausch in englischsprachige Länder. All dies sei auch von Vorteil für künftige Bewerbungen. Ein Auslandsaufenthalt signalisiere potentiellen Arbeitgebenden „ich kann das, ich traue mir etwas zu.“ Nicht zuletzt sind die europäischen Kontakte auch für Höltken und seinem Team wichtig: „Der Austausch ist nicht nur zwischenmenschlich ein großer Gewinn!“ Das zweite Halbjahr ihrer berufspraktischen Ausbildung hat Katharina in einer Dorf- Kita in Flacht an der Aar gemacht. Dort ist sie jetzt auch als Erzieherin angestellt, die Arbeit macht ihr Spaß. Aber noch einmal im Ausland zu arbeiten, um Neues kennenzulernen – das kann sie sich auch für die Zukunft sehr gut vorstellen …

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Mobil in Europa mit Erasmus+

Daten und Fakten zu Auslandsaufenthalten von Lernenden und Berufsbildungspersonal 2016–2018

[…] Diese Analyse macht deutlich, wie sich die Anzahl der geförderten Projekte und das entsprechende Budget in den letzten Jahren entwickelt haben. Zugleich liefert sie die wesentlichen Daten und Fakten zu Auslandsaufenthalten und international mobilen Teilnehmenden, wobei sie auch deren Perspektive auf den zurückliegenden Auslandsaufenthalt betrachtet. …

[…] © NA beim BIBB, Stand 11.11.2025 Seite 1 von 6 Fördersätze für Einheitskosten 2026 Leitaktion 1 – Mobilität in der Erwachsenenbildung für Lernende und Bildungspersonal für akkreditierte Einrichtungen KA121-ADU und Kurzzeitprojekte KA122-ADU Individuelle Unterstützung pro Tag und Zielland in EURO Lernende Bildungspersonal/ Begleitperson Gruppen-, Kurz- und Langzeitmobilität (LM-GRP- ADULT + LM-SHORT-ADULT + LM-LONG-ADULT) Job shadowing (SM-JOB-SHDW), Aktivitäten zu Lehr- und Schulungszwecken (SM-TAA), Kurse und Schulungen (SM-COUR-TRAIN) und eingeladene Experten (OA-INV-EXP) Zielland Tage 1-14 Tage 15-365 Tage 1-14 Tage 15-365 Austria, Belgium, France, Denmark, Finland, Germany, Iceland, Ireland, Italy, Liechtenstein, Luxembourg, Netherlands, Norway, Sweden 127 89 191 134 Cyprus, Czechia, Estonia, Greece, Latvia, Malta, Portugal, Slovakia, Slovenia, Spain, 110 77 169 118 Bulgaria, Croatia, Hungary, Lithuania, Poland, Romania, Serbia, North Macedonia, Turkiye, 93 65 148 104 © NA beim BIBB, Stand 11.11.2025 Seite 2 von 6 Aufenthaltskosten der Teilnehmenden und Begleitpersonen während der Aktivität. Bei Bedarf sind Aufenthaltskosten für die Reisezeit vor und nach der Aktivität förderfähig, wobei für Teilnehmende und Begleitpersonen, die den Reisekostenzuschuss für nicht umweltfreundliches Reisen erhalten, höchstens zwei Reisetage und für diejenigen, die den Zuschuss für umweltfreundliches Reisen erhalten, höchstens sechs Reisetage vorgesehen sind. Finanzierungsmechanismus: Zuschuss zu den Einheitskosten. Zuweisungsregel: nach der Anzahl der Personen, der Aufenthaltsdauer und dem Aufnahmeland. Förderfähige Kosten Distanz Standardreise „Green Travel“ Reisekosten Zuschuss zu den Kosten, die den Teilnehmern und Begleitpersonen für die Reise von ihrem Herkunftsort zum Ort der jeweiligen Aktivität und zurück entstehen. Generell gilt die Regel, dass der Teilnehmende bei einer Strecke von weniger als 500 km mit emissionsarmen Verkehrsmitteln reisen wird. Bei einer Strecke von über 500 km werden die Teilnehmer nachdrücklich dazu aufgefordert, eine Kombination verschiedener Verkehrsmittel zu nutzen, um ihre Reise nachhaltiger zu gestalten. Finanzierungsmechanismus: Zuschuss zu den Einheitskosten Zuweisungsregel: nach der Entfernung und Anzahl der Teilnehmenden und Begleitpersonen Der Antragsteller muss die einfache Entfernung (Luftlinie) zwischen dem Herkunftsort und dem Ort der Aktivität mithilfe des Entfernungsrechners der Europäischen Kommission angeben Entfernungen zwischen 10 und 99 km: 28 EUR/TN 56 EUR/TN Entfernungen zwischen 100 und 499 km: 211 EUR/TN 285 EUR/TN Entfernungen zwischen 500 und 1999 km: 309 EUR/TN 417 EUR/TN Entfernungen zwischen 2000 und 2999 km: 395 EUR/TN 535 EUR/TN Entfernungen zwischen 3000 und 3999 km: 580 EUR/TN 785 EUR/TN Entfernungen zwischen 4000 und 7999 km: 1.188 EUR/TN 1.188 EUR/TN Entfernungen von 8000 km und mehr: 1.735 EUR/TN 1.735 EUR/TN © NA beim BIBB, Stand 11.11.2025 Seite 3 von 6 Organisatorische Unterstützung Unmittelbar mit der Durchführung des Projekts zusammenhängende Kosten, die nicht unter andere Kostenkategorien fallen. Beispiele hierfür sind: (pädagogische, interkulturelle und sonstige) Vorbereitung, Mentoring, Überwachung und Unterstützung der Teilnehmenden während der Mobilität, Dienste, Werkzeuge und Ausrüstung, die für die Projektdurchführung benötigt werden, virtuelle Komponenten in gemischten Aktivitäten, Anerkennung von Lernergebnissen, Austausch von Ergebnissen und Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Finanzierung durch die Europäische Union. Die organisatorische Unterstützung deckt die Kosten ab, die sowohl der entsendenden als auch der aufnehmenden Organisation entstehen (außer im Fall der Personalmobilität zum Zweck von Kursen und Schulungen). Die Aufteilung der erhaltenen Finanzhilfe wird zwischen den beiden Organisationen vereinbart. Finanzierungsmechanismus: Zuschuss zu den Einheitskosten. Zuweisungsregel: nach der Anzahl der Teilnehmenden. Begleitpersonen sind keine Teilnehmende an den Mobilitätsaktivitäten und für sie werden keine Mittel für Organisatorische Unterstützung berechnet. 350 EUR; 200 EUR ab 100 Teilnehmern an derselben Art von Aktivität - pro Teilnehmer an einer Kurzzeit-Mobilität von erwachsenen Lernenden - pro Teilnehmer an Personalmobilität zum Zweck von Job Shadowing oder einer Lehr- oder Schulungstätigkeit 500 EUR - pro Teilnehmenden an langfristiger Lernmobilität von erwachsenen Lernenden 100 EUR - pro Teilnehmer an Personalmobilität zum Zweck von Kursen und Schulungen - pro eingeladenen Experten - pro aufgenommene Lehrkraft oder pädagogische Fachkraft in Ausbildung 125 EUR - pro Lernenden im Rahmen der Gruppenmobilität Vorbereitende Besuche Reise- und Aufenthaltskosten für die Teilnahme an einem vorbereitenden Besuch. Finanzierungsmechanismus: Zuschuss zu den Einheitskosten. Zuweisungsregel: nach der Anzahl der Teilnehmenden 680 EUR pro Teilnehmer, Kursgebühren Kosten zur Deckung der Anmeldegebühren für das Format der Personalmobilität „Kurse und Schulungen“. Finanzierungsmechanismus: Zuschuss zu den Einheitskosten. 80 EUR pro Teilnehmer und Tag © NA beim BIBB, Stand 11.11.2025 Seite 4 von 6 Zuweisungsregel: nach der Dauer des Kurses. Inklusionsunterstützung Inklusionsunterstützung für Organisationen: Kosten in Verbindung mit der Organisation von Mobilitätsaktivitäten für Teilnehmende mit geringeren Chancen. Finanzierungsmechanismus: Zuschuss zu den Einheitskosten. Zuweisungsregel: nach der Anzahl der Teilnehmenden mit geringeren Chancen. ********************************************************** Inklusionsunterstützung für Teilnehmer: Zusätzliche Kosten, die unmittelbar mit Aufwendungen für Teilnehmende mit geringeren Chancen und ihre Begleitpersonen verbunden sind (einschließlich gerechtfertigter Aufenthalts- und Reisekosten, sofern für diese Teilnehmer keine Finanzhilfe in den Kategorien „Reisekosten“ und „individuelle Unterstützung“ beantragt wird). Inklusionsunterstützung kann auch Personal mit geringeren Chancen gewährt werden, dass die Rolle von Begleitpersonen übernimmt oder an einem vorbereitenden Besuch teilnimmt. Finanzierungsmechanismus: tatsächliche Kosten. Zuweisungsregel: Der Antrag muss vom Antragsteller begründet und von der nationalen Agentur genehmigt werden. 125 EUR pro TN nach Anzahl der TN ******************************************** Bis zu 100% der förderfähigen Kosten Außergewöhnliche Kosten Kosten für die Bereitstellung von Finanzsicherheiten, falls die nationale Agentur dies anfordert. Hohe Reisekosten der Teilnehmenden und ihrer Begleitpersonen, die aufgrund geografischer Abgelegenheit oder anderer Einschränkungen nicht mit dem regulären Zuschuss für „Reisekosten“ unterstützt werden können. Im Falle einer Bewilligung ersetzen die außergewöhnlichen Kosten für Finanzsicherheiten: 80 % der förderfähigen Kosten Hohe Reisekosten: 80 % der förderfähigen Kosten © NA beim BIBB, Stand 11.11.2025 Seite 5 von 6 Kosten für teure Reisen die Reisekostenunterstützung auf der Grundlage der Einheitskosten. Gebühren und sonstige Kosten in Verbindung mit der Erteilung von Visa und Aufenthaltsgenehmigungen sowie Kosten für Impfungen oder ärztliche Bescheinigungen. Finanzierungsmechanismus: tatsächliche Kosten Zuweisungsregel: Der Antrag muss vom Antragsteller begründet und von der nationalen Agentur genehmigt werden. Teure Reisen liegen dann vor, wenn die Reisekostenunterstützung auf der Grundlage der Einheitskosten weniger als 70 % der Reisekosten der Teilnehmenden abdeckt. Gebühren und sonstige Kosten in Verbindung mit der Erteilung von Visa und Aufenthaltsgenehmigungen sowie Kosten für Impfungen oder ärztliche Bescheinigungen: 100 % der förderfähigen Kosten Sprachliche Unterstützung Kosten für die Bereitstellung von Sprachlernmaterial und Schulungen für Teilnehmer, die ihre Kenntnis der Sprache verbessern müssen, in der sie während der Aktivität studieren oder Schulungen erhalten. Sprachliche Unterstützung ist für Teilnehmende an folgenden Arten von Aktivitäten förderfähig: Job Shadowing/Hospitationen, Lehr- und Schulungstätigkeit, pädagogische Fachkraft in Ausbildung, kurzfristige Lernmobilität von erwachsenen Lernenden und langfristige Lernmobilität von erwachsenen Lernenden. Die Unterstützung ist nur dann zu zahlen, wenn der Teilnehmende die Online-Sprachunterstützung nicht in Anspruch nehmen kann, weil die gewünschte Sprache oder das gewünschte Niveau nicht verfügbar ist oder weil für Teilnehmende mit geringeren Chancen besondere Hindernisse bestehen. Die oben genannten Bedingungen gelten nicht für 150 EUR pro Teilnehmenden. Darüber hinaus: 150 EUR an verstärkter Sprachförderung zur Unterstützung pro Teilnehmer bei langfristiger Lernmobilität von erwachsenen Lernenden. © NA beim BIBB, Stand 11.11.2025 Seite 6 von 6 die verstärkte Unterstützung für Teilnehmende an der langfristigen Lernmobilität von erwachsenen Lernenden. Finanzierungsmechanismus: Zuschuss zu den Einheitskosten. Zuweisungsregel: nach der Anzahl der Teilnehmenden. Beispiel: 10 Teilnehmende (Bildungspersonal) absolvieren eine Job-Shadowing von 14 Tagen in Athen/Griechenland. Wohnort der TN ist Hamburg Aufenthaltskosten `+ Fahrtkosten `+ Organisatorische Vorbereitung `= Förderung insgesamt 14 Tage x 169 € x 10 TN = 23.660 € 2025 km= 395 x 10 TN=3.950 € 350 x 10 TN= 3.500 € 31.110,00 € AM_Uebersicht_Foerdersätze KA121_KA122 ADU_20251111.docx …

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