[…] Gemeinsam in die Partnerländer, Nachhaltige Wirkung durch Materialien Mit dem European Innovative Teaching Award (EITA) würdigt die Europäische Kommission seit 2021 herausragende Unterrichtspraktiken, die im Rahmen von Erasmus+-Projekten entwickelt wurden. Der Award greift jedes Jahr ein aktuelles bildungspolitisches Thema auf, 2025 stehen Demokratiebildung und bürgerschaftliches Engagement im Fokus. Dabei verlieh die Nationale Agentur Bildung für Europa den Preis in Deutschland in der Kategorie Erwachsenenbildung. Der Gewinner wurde am 15. September bekanntgegeben, es ist das Projekt „SPACE“ der Volkshochschule im Landkreis Cham e.V. . , „SPACE“ steht für „Seniors Perceive A Common Europe“, was die Idee des Projektes sehr gut beschreibt. Es geht darum, älteren Lernenden europäische Werte zu vermitteln und sie zu aktiven europäischen Bürgerinnen und Bürgern zu machen. Im Rahmen der Kooperationspartnerschaft entwickelten und realisierten Einrichtungen aus Deutschland, Bulgarien, Italien, Schweden und Spanien im Zeitraum von Dezember 2022 bis November 2024 ein Konzept, das vor allem die Traditionen und das kulturelle Erbe der jeweiligen Länder und Regionen in den Fokus nahm. Die VHS Cham koordinierte das Projekt, hier wurden Mitmachveranstaltungen durchgeführt, die sowohl Lernmöglichkeiten boten als auch die Chance, selbst etwas zu erarbeiten. Je nach Thema gab es unterschiedliche Lernumgebungen: von Computerarbeit in den Räumen der VHS bis zum traditionellen Lebkuchenbacken und Kräuterbuschen Binden, bei dem verschiedene Kräuter gesammelt und mit einem stabilen Naturfaden um eine Königskerze oder Rose gebunden werden. „Viele dieser Traditionen sind zwar noch lebendig, werden aber nicht mehr so stark wahrgenommen und praktiziert. Ich glaube, dass wir bei den Teilnehmenden etwas aufgeweckt haben“, erzählt Johanna Jankowski, die seit 2017 im Team Internationale Projekte der VHS Cham arbeitet und für das Projekt verantwortlich zeichnete. Sie ergänzt: „Wir sind auf die Menschen zugegangen mit einem Angebot, das sie in ihrer eigenen Geschichte abholt. Das war in dieser Form neu. Das Besondere aber war, dass die Ergebnisse der Arbeit anschließend im Rahmen des Austauschs in den Partnerländern vorgestellt wurden. Dabei ging es um Fragen wie: Haben die anderen Länder ähnliche Traditionen oder Rezepte? Wo sind Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede gibt es?“. , So erhielten jeweils zwei Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, an den Treffen im europäischen Ausland zu partizipieren. Ein Angebot, das anfangs Berührungsängste hervorrief, zumal die Präsentation vor Ort in Englisch erfolgen sollte. Von Kursbaustein zu Kursbaustein jedoch wurden die Seniorinnen und Senioren immer offener. Dazu noch einmal Johanna Jankowski: „Sie haben gemeinsam geübt, und nachdem das erste komische Gefühl überwunden war, sind sie richtig daran gewachsen. Das war wie eine Art Domino-Effekt. Als die ersten Leute zurückkamen und von ihren Erfahrungen erzählten, spürte man die Begeisterung. Und das machte auch die anderen immer neugieriger.“ Jankowski erinnert sich, dass es anfangs fast immer so war, dass die Gruppen beim Abendessen national zusammensaßen. Schon am zweiten Abend aber änderte sich dies, weil die Teilnehmenden spürten, wie spannend es sein kann, neue Leute und andere Kulturen kennenzulernen. Für sie war das „eine sehr schöne Form der Annäherung.“ Das bestätigen auch die Seniorinnen und Senioren selbst. So unterstreicht Anna Hauer, die am Austausch in Schweden teilnahm: „Es freut mich, dass ich über das Projekt Menschen aus anderen europäischen Ländern begegnen durfte. Besonders spannend war es, ihre Gewohnheiten, Speisen und Bräuche sowie ihre Kultur und Traditionen kennenzulernen.“ Ingeborg Tragl war sogar zweimal mit dabei, in Spanien und in Italien. Die 74-jährife sagt: „Ich habe gemerkt, wie toll Europa ist und wie wichtig es ist, europäische Werte zu leben. Der Austausch war für beide Seiten sehr bereichernd.“ Gerade beim Dialog mit Bulgarien überwog bei einigen Teilnehmenden zunächst die Skepsis. Zu fremd schien die dortige Realität. Heute pflegt man einen regelmäßigen Austausch mit den bulgarischen Seniorinnen und Senioren. Rosina Mühlbauer, die mit dem Projekt nach Sofia reiste, bekräftigt: „Ich habe schon viele europäische Länder bereist. Bulgarien hatte ich nie auf dem Schirm. Durch „SPACE“ konnte ich einen Eindruck vom Land und seinen Bewohnern gewinnen. Mein Bild von Bulgarien hat sich dadurch wirklich zum Positiven verändert.“ Auf diese Art und Weise ist Europa für die Teilnehmenden der VHS Cham greifbarer geworden. Allgemeine Bilder und Klischees wurden durch konkrete Erlebnisse ersetzt, Europa hat ein Gesicht bekommen. Gerade in ländlich geprägten Regionen trägt eine solche Form der Teilhabe dazu bei, die Bedeutung von europäischen Werten, Demokratie und kultureller Vielfalt zu stärken. Das zeigt das Projekt „SPACE“ sehr eindrucksvoll. Fast alle Beteiligten äußerten den Wunsch, „so etwas gerne noch einmal zu machen“. , Johanna Jankowski freut dies. Sie verweist zugleich darauf, dass es von Anfang an auch ein zweites Projektziel gab: das erarbeitete Wissen auch anderen zugänglich zu machen, und zwar so breit wie möglich. Erwachsenenbildner, die vom Angebot der VHS Cham fasziniert sind und selbst etwas ähnliches „auf die Beine stellen“ möchten, finden unter https://thespaceproject.eu ausführliche Materialien: vom Handbuch, in dem innovative Lernkonzepte, bewährte Verfahren und Umsetzungsideen dargestellt werden, bis zur digitalen Plattform. Hier können sie auch die Exponate, die die Seniorinnen und Senioren im Rahmen des Projekts erarbeitet und präsentiert haben, ansehen. …
[…] Einführung, Inspiration Day 1 – 25. November 2024, Inspiration Day 2 – 26. November 2024, Inspiration Day 3 – 27. November 2024 , Inspiration Day 4 – 28. November 2024, Inspiration Day 5 – 29. November 2024 , Abbinder Vom 25. bis 29. November 2024 stellte die Nationale Agentur beim BIBB täglich die Fördermöglichkeiten in der Berufs- und Erwachsenenbildung und den verschiedenen Leitaktionen vor. Die Veranstaltungsreihe richtet sich insbesondere an Interessierte, die neu bei Erasmus+ sind, und findet jährlich statt. Sie haben die Inspiration Days 2024 verpasst oder möchten noch einmal eine Information nachschauen? Im Folgenden finden Sie die Videoaufzeichnungen und dazugehörigen Präsentationen. , Auftaktveranstaltung Berthold Hübers, Leiter der Nationalen Agentur beim BIBB , stellte in unserer Einführungsveranstaltung die Schwerpunkte sowie neuesten Entwicklungen im Erasmus+-Programm vor und lud ein, die kommenden Tage zu nutzen, um mit den Kolleginnen und Kollegen der NA beim BIBB in direkten Kontakt zu treten. Präsentation herunterladen (PDF) | Berthold Hübers Video-Mitschnitt ansehen (Weiterleitung zum YouTube-Kanal der Nationalen Agentur) , Berufsbildung, Leitaktion 1: Berufliche Auslandsaufenthalte ermöglichen Erasmus+ bietet Einrichtungen in der Berufsbildung viele Möglichkeiten. Einen ersten Überblick über die Chancen und Zugänge zum Erasmus+-Programm 2025 bot der zweite Tag der Inspiration Days. Präsentation herunterladen (PDF) | Anna Wendt Video-Mitschnitt ansehen (Weiterleitung zum YouTube-Kanal der Nationalen Agentur) , Erwachsenenbildung, Leitaktion 1: Wenn Austausch Türen öffnet Nach einer kurzen Einführung in die Förderaktion „Mobilität für Lernende und Personal in der Erwachsenenbildung“ wurden Eindrücke aus der Praxis geteilt. Lernen Sie die vielfältigen Möglichkeiten dieses Programms kennen! Nutzen Sie Erasmus+ und bringen Sie die Erwachsenenbildung in Ihrer Einrichtung weiter. Präsentation herunterladen (PDF) | Anke Dreesbach / Karina Kau Video-Mitschnitt ansehen (Weiterleitung zum YouTube-Kanal der Nationalen Agentur) , Berufsbildung, Leitaktion 2: Das Potenzial europäischer Projekte in der Berufsbildung nutzen Alles Wissenswerte zu Erasmus+-geförderten Projekten in der beruflichen Bildung sowie die Neuerungen des Aufrufs 2025 wurden in dieser Veranstaltung vorgestellt. Ein aktiver Erasmus+-Projektträger gab seinen Eindruck in die Projektpraxis wider und teilte wichtige Erfahrungen mit der Antragstellung und Projektdurchführung. Nutzen Sie die vielfältigen Möglichkeiten des Programms, um die Attraktivität und Wirkung der europäischen Berufsbildung weiter zu stärken. Präsentation herunterladen (PDF) | Ellen Hahne/Frederik Hugo Video-Mitschnitt ansehen (Weiterleitung zum YouTube-Kanal der Nationalen Agentur) , Erwachsenenbildung, Leitaktion 2: Möglichkeiten europäischer Kooperationsprojekte entdecken Erasmus+ Kooperationsprojekte fördern die thematische Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen in Europa für ihre Bildungsaktivitäten. Hier finden Sie Orientierung zu den Möglichkeiten und Rahmenbedingungen europäischer Kooperationsprojekte in der Erwachsenenbildung. Präsentation herunterla den (PDF) | Michael Marquart/ Susanne Timmermann Video-Mitschnitt ansehen (Weiterleitung zum YouTube-Kanal der Nationalen Agentur) , Wir hoffen, dass Sie einen Überblick über die vielfältigen Fördermöglichkeiten in Erasmus+ sowie Inspirationen für eine erfolgreiche Antragsstellung gewinnen konnten. Für Fragen zum Programm stehen wir Ihnen weiterhin gerne zur Verfügung. Sie finden die Kontaktdaten der einzelnen Bereiche am Ende der jeweiligen Präsentation. Oder nehmen Sie telefonisch oder per E-Mail Kontakt mit unserer Hotline auf. Hier geht es zu unserem Kontaktformular . …
[…] Dokumentation der virtuellen Jahrestagung der NA beim BIBB vom 27. September 2023, Grußwort, Programm, Präsentationen, Workshops Tagungsprogramm (PDF) herunterladen , Bildungspolitische und programmspezifische Entwicklungen Klaus Fahle, Leiter der Nationalen Agentur Präsentation (PDF) herunterladen Spotlight: Neues von Europass: Franziska Bopp, Nationale Agentur Präsentation (PDF) herunterladen Spotlight: EPALE – Die Unterstützungsplattform für erfolgreiche Projektarbeit Dr. Christine Bertram, Nationale Agentur Präsentation (PDF) herunterladen Inspiration: Inklusion erfolgreich umsetzen Christiane Bodammer, Berufsbildende Schulen Osterholz-Scharmbeck Präsentation (PDF) herunterladen Inspiration: Think Twice! – Schritt für Schritt zum ökologisch nachhaltigen Projektmanagement Dino Aufschlager, Wisamar Bildungsgesellschaft gGmbH, Leipzig Präsentation (PDF) herunterladen , Finanzielle Aspekte von Endberichten in der Leitaktion 1 Präsentation (PDF) herunterladen Monitoring: Digitales Lernen im Fokus – aktuelle Entwicklungen, digitale Kompetenzen und Vernetzung Präsentation (PDF) herunterladen BIBB Invite (PDF) herunterladen Mentimeter Digital Skills (PDF) herunterladen Mentimeter Projekte (PDF) herunterladen Monitoring: Akkreditierungen in der Erwachsenenbildung – Aktueller Stand und Umsetzungsmöglichkeiten Präsentation (PDF) herunterladen Mentimeter Ergebnisse (PDF) herunterladen Erfolgreich inklusive Projekte umsetzen. Monitoring für Mobilitätsprojekte in der Berufsbildung Präsentation (PDF) herunterladen Erfolgreich in kleinere Partnerschaften starten Präsentation (PDF) herunterladen Erfolgreich in Kooperationspartnerschaften starten Präsentation (PDF) herunterladen …
[…] Einführung, Vielfältige Projektbeispiele im Fokus, Abschluss mit Perspektiven, Fazit , Bilderslider Die internationale TCA (TCA) „Green Erasmus – A contribution to Europe’s green transition?!“ richtete sich an Akteure der Berufsbildung und Erwachsenenbildung in beiden Leitaktionen. Mit 70 Teilnehmenden aus 18 Ländern – darunter Belgien, Zypern, Tschechien, Dänemark, Estland, Finnland, Deutschland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, die Niederlande, Portugal, die Slowakei, Spanien, Schweden und die Türkei – war die TCA geprägt von europäischer Vielfalt und gelebtem Austausch. Nach der Ankunft am 21. Mai und einem gemeinsamen Mittagessen startete die Veranstaltung mit einer interaktiven Begrüßung und einer „Green Rallye“, einem Warm-up zur thematischen Einstimmung auf das Thema Nachhaltigkeit. Der inhaltliche Auftakt wurde durch einen Input zum Thema „Nachhaltigkeit im Erasmus+-Programm“ gestaltet – gefolgt von der Vorstellung eines Praxisbeispiels: Das Adolf-Kolping-Berufskolleg aus Kerpen-Horrem, das bereits erfolgreiche Ansätze zur Integration von Nachhaltigkeit in die Mobilitätsplanung und die Einrichtung insgesamt zeigt. Anschließend erhielten die Teilnehmenden bei einer geführten Tour durch die Hansestadt Lüneburg interessante Einblicke in die historische Entwicklung, kulturellen Besonderheiten und landschaftlichen Gegebenheiten der Region. , Der zweite Veranstaltungstag stand ganz im Zeichen des Lernens aus der Praxis. In vier thematisch gegliederten Stationen präsentierten ausgewählte Projekte ihre innovativen Ansätze zur Umsetzung von ökologischer Nachhaltigkeit. Durch das Format einer interaktiven Reise durch verschiedene Themenräume konnten die Teilnehmenden vielfältige Impulse und Inspirationen für ihre eigene Praxis gewinnen: Nachhaltigkeit kommunizieren Die Volkshochschulverband Baden-Württemberg sowie die Werner-von-Siemens-Schule Wetzlar stellten Kommunikationsstrategien vor, die Nachhaltigkeit sichtbar und nachvollziehbar machen. Dabei ging es unter anderem um Beiträge zum sogenannten „Ökologischen Handabdruck“ – etwa durch die Planung und den Bau eigener Recycling-Systeme. Klimaschutz neu denken und umsetzen Die Staatliche Berufsschule Mindelheim und die belgische Organisation Happonomy VZW zeigten, wie Lernende und Mitarbeitende in transnationalen Projekten zu aktiven Gestaltern und Gestalterinnen von Klimaschutz werden. Dabei standen die Umsetzung konkreter Maßnahmen wie Energieeffizienz oder nachhaltige Mobilität sowie die Initiierung lokaler Nachhaltigkeitsimpulse – sogenannte „Sparks“: Informelle Meet-ups, transformatives Lernen in Workshops und Aufbau von internationalen als auch regionalen Netzwerken - im Fokus. Ökologische und soziale Transformation fördern Die Leipziger Initiative „heldenküche“ und die Blended Learning Institutions Cooperative (B4C) aus Göttingen zeigten, wie ökologische und soziale Nachhaltigkeitsaspekte kombiniert werden können: Die Leipziger Initiative „heldenküche“ entwickelt 12 nachhaltige Kinderrezepte, basierend auf Forschung und regionalen Best-Practices. Die Rezepte werden als Menü-Karten, Kochvideos und Kochbuch veröffentlicht und in Online-Events vorgestellt, um Auszubildende, Eltern und Köche für gesunde Ernährung zu sensibilisieren.Das Projekt B4C qualifiziert Ausbilder und Fachkräfte im Bereich Biochar und Circular Carbon Economy, fördert kollaboratives Lernen und baut eine nachhaltige „Nachhaltigkeitskultur“ mit Bürgern und NGOs auf. Neue ökologische Lernumgebungen gestalten Die Organisation Interchange Non-Profit gUG und das Adam-Josef-Cüppers-Berufskolleg präsentierten Beispiele für innovative Lernumgebungen für den Schwerpunkt ökologische Nachhaltigkeit. Das Adam-Josef-Cüppers-Berufskolleg aus Ratingen fördert Digitalisierung und Kompetenzen zu nachhaltiger Wassernutzung durch Blended Learning, internationale Kooperationen sowie Aktionstage wie Rheinsäuberungen. Die Schule ist als Europäische Blaue Schule zertifiziert und stärkt so nachhaltiges Wassermanagement und bürgerschaftliches Engagement. Die Bremer Organisation Interchange Non-Profit gUG vermittelt mit dem „Into The Deep“-Projekt Erwachsenen Wissen über marine Ökosysteme und Meeresforschung, fördert Vertrauen in die Klimawissenschaft und bindet die Öffentlichkeit aktiv über Citizen Science und Live-Formate ein. , Im Anschluss an die Projektpräsentationen beschäftigten sich die Teilnehmenden in Kleingruppen durch das Tool „VERDIR – A SALTO Green Game“ mit Herausforderungen und Möglichkeiten bei der nachhaltigen Projektplanung im Projektzyklus. Dabei stand der Austausch zu hilfreichen Ressourcen und Materialien im Mittelpunkt. Am Nachmittag führte eine Exkursion ins Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue bei Bleckede. Die dort erlebbare Biodiversität und der Austausch mit Expert*innen vor Ort boten eine eindrucksvolle Brücke zwischen Theorie und Praxis. , Am dritten Tag der Veranstaltung stand die Perspektivenentwicklung im Mittelpunkt. In einem Wrap-up wurden zentrale Erkenntnisse zusammengetragen – etwa die Notwendigkeit, Nachhaltigkeit konsequent als Querschnittsthema zu denken und Synergien mit den anderen horizontalen Prioritäten Inklusion, Digitalisierung und Teilhabe zu schaffen. Im anschließenden „Open Space“ konnten die Teilnehmenden eigene Themen einbringen, sich vernetzen und neue Partnerschaften anbahnen. , Die Veranstaltung „Green Erasmus“ machte deutlich, welches Potenzial in Erasmus+ liegt, wenn es um die Förderung von Nachhaltigkeit, ökologischer Verantwortung und zukunftsfähiger Bildung geht. Die Veranstaltung war geprägt von einem offenen und inspirierenden Austausch, innovativen Projektideen und dem gemeinsamen Willen, Erasmus+ aktiv als Motor für den grünen Wandel Europas zu gestalten. Präsentation Green Erasmus+ herunterladen …
[…] Gehör verschaffen, Selbsthilfe fördern, Eigeninitiative schulen, Zugehörigkeit erleben Mitreden, mitwirken, mitgestalten: Der Volkshochschulverband Baden-Württemberg und das Support Group Network ( SGN ) in Schweden haben sich in der ERASMUS+-Partnerschaft „Your voice matters“ über verschiedene Bildungsangebote zur politischen und sozialen Teilhabe von Zugewanderten ausgetauscht. Aus der Zusammenarbeit entstanden drei Workshop-Konzepte, die im Rahmen eines Austauschs an der VHS Stuttgart direkt praktisch erprobt wurden. , „Du schaffst das Abitur doch sowieso nicht“, mit diesen Worten beginnt die junge Frau mit Migrationshintergrund ihre Geschichte, „mit dem kulturellen Hintergrund.“ Die Gruppe, vor der sie im Storytelling-Workshop steht, hört ihr gebannt zu. Das habe ein Lehrer zu ihr gesagt, fährt die Erzählerin fort. Empörtes Raunen klingt aus der Gruppe der Zuhörer/innen, die Aufmerksamkeit ist der jungen Frau sicher. Und dann erzählt sie, wie sie aus Frustration und Wut über die diskriminierenden Vorurteile des Lehrers den Antrieb entwickelte, ihr Abitur zu machen – und es geschafft hat. „Challenge – Choice – Outcome“ oder auch „Herausforderung – Entscheidung – Ergebnis“, dieses erzählerische Muster in drei Schritten haben die Teilnehmenden des Austausches an der VHS in Stuttgart als Mittel kennengelernt, ihre Anliegen und Themen so zu vermitteln, dass sie die Adressat/innen auch erreichen. , „Wie können sich Zugewanderte für ihre Anliegen einsetzen?“ Dieses Thema habe, so berichtet Andrea Bernert-Bürkle, Leiterin der EU -Projekte im Volkshochschulverband Baden-Württemberg, eine lange Geschichte im Verband, ebenso wie der Kontakt zum Projektpartner SGN . So besuchte Bernert-Bürkle bereits 2017 zusammen mit Akteur/innen der Stuttgarter Stadt- und Bildungspolitik bei einem Erasmus+-Austausch in der Region Västra Götaland in Schweden ein großes Erstaufnahmecamp in einer ehemaligen Kaserne. „Da hatte eine Gruppe von Geflüchteten innerhalb von acht Wochen tolle Bildungsangebote im Camp auf die Beine gestellt, von Sprachen lernen bis hin zum Schwimmunterricht, auch Kurse für Kinder gab es, im Grunde ein ganzes Volkshochschulprogramm“, erinnert sich Bernert-Bürkle. „Wie dachten sofort, das brauchen wir in Stuttgart auch und haben die Organisatoren des Angebots eingeladen“, berichtet Bernert-Bürkle. Deren Botschaft sei gewesen: Geflüchtete bräuchten weniger Hilfe von außen, sondern gute Rahmenbedingungen zur Selbsthilfe. Aus der Weiterentwicklung dieser Strategie erwuchs unter anderem das Erasmus+ Partnerschaftsprojekt „Your voice matters“. Der Projektpartner SGN wiederum wurde von eben den Akteur/innen gegründet, die auch das Bildungsprogramm im Flüchtlingscamp in Schweden auf die Beine gestellt hatten. „Die Grundidee ist, die Verantwortung für Integration selbst in die Hand zu nehmen“, bekräftigt Mosab Tato, der aus Syrien nach Deutschland gekommen ist. Tato ist Geschäftsführer des Support Group Network ( SGN ) in Stuttgart/Deutschland. Mit Gleichgesinnten, die wie er schnell die deutsche Sprache gelernt, eine Ausbildung und/oder Arbeit gefunden hatten, hatte auch er Unterstützung für andere Geflüchtete in Stuttgart organisiert. Nach Besuchen und Workshops in Schweden schloss sich die Stuttgarter Gruppe dem SGN an. , „Im Projekt haben wir uns zunächst jeweils vor Ort angesehen, was sich in dem Bereich politische Bildung für Zugewanderte entwickelt“, so Bernert-Bürkle. „Die drei Themen ‚Communication und Campaigning‘, ‚Storytelling‘, ‚Europäische Politik‘ haben wir aufgegriffen“, erklärt sie, „und dafür Workshop-Konzepte entwickelt und pilotiert.“ Im Piloten wurden die Konzepte mit Lernenden aus Stuttgart und Schweden erprobt. Teilnehmende aus Ulm und anderen Städten in Baden-Württemberg sollen folgen. „Wie kann ich als Rollstuhlfahrerin barrierefrei mit der U-Bahn fahren?“ „Ich will, dass mehr für den Klimaschutz gemacht wird.“ Mit solchen konkreten persönlichen oder politischen Anliegen, berichtet Tato, arbeiteten die Teilnehmenden im Workshop „Communication und Campaigning“. Dabei übten sie, ihre Ziele überzeugend zu formulieren und herauszufinden, welche Personen oder Gruppen wichtig sind, um Veränderungen anzustoßen. „In den Modulen zur europäischen Politik waren viele überrascht, wie viele Beteiligungsmöglichkeiten es für junge Menschen in Europa tatsächlich gibt“, erinnert Tato. Der Workshop bereitete auf einen anschließenden Ausflug zum Europäischen Parlament nach Straßburg vor und stellte Instrumente der Beteiligung vor, etwa „Have your say“, ein Portal, in dem jede/r seine Meinung zu EU -Gesetzes-Initiativen einbringen kann. Insgesamt sei es ihnen wichtig gewesen, die Workshops möglichst aktivierend zu konzipieren, so Tato, mit „Energizern“ und Rollenspielen, „dass es auch viel Spaß macht!“ In einer „Assembly“, einer simulierten Stadtratssitzung als Rollenspiel hätten die Teilnehmenden zum Beispiel über den Umgang mit Grundrechten während der Coronazeit diskutiert, erzählt er. , Ziel sei es auch gewesen, erklärt Bernert-Bürkle, die „Your voice matters“-Workshops in einem zweiten Schritt für zukünftige Mobilitäten von VHS -Lernenden nutzen zu können. Die Volkshochschulen beim Projektpartner in Schweden unterschieden sich von deutschen Volkshochschulen dahingehend, dass sie eher Jahreskurse anböten, etwa für Schulabschlüsse, so Bernert-Bürkle. Deshalb nehme man bei der Umsetzung in Baden-Württemberg auch die VHS -Teilnehmenden in den Blick, die Hauptschulabschlüsse nachholen würden. Aufgrund der Unterschiede bei Inhalten und Kurszeiten – in Deutschland finden viele Angebote abends statt – müsse man für Volkshochschul-Lernende sinnvolle Formate entwickeln, „mit denen wir die Menschen ins Ausland schicken können.“ Die bisherigen Teilnehmenden seien begeistert gewesen, berichten Bernert-Bürkle und Tato übereinstimmend. Eine wichtige Erfahrung für die Teilnehmenden sei auch gewesen, zu sehen, dass sie in den einzelnen europäischen Ländern ähnliche Erfahrungen machten. „Wer zu uns kommt und sieht, die Menschen hier haben dieselben Probleme, fühlt sich nicht so allein“, so Tato. Und weil innerhalb des Projektes Trainer/innen ausgebildet wurden, werden in Zukunft zehn junge Erwachsene mit Migrationshintergrund, fünf in Schweden, fünf in Baden-Württemberg, durch „Your Voice Matters“-Workshops führen. …
[…] Informieren und inspirieren, Werteorientierung wird immer wichtiger, Interesse geweckt? Vom 13. bis zum 17. Oktober 2025 finden die ErasmusDays statt, die Erasmus+ und den europäischen Austausch sichtbar machen wollen. Das Motto lautet in diesem Jahr „Live our values, inspire our future“. Es steht sinnbildlich für die Arbeit der EuroApprentices, die als ehrenamtliche Botschafterinnen und Botschafter über das Programm informieren und Motivationsarbeit leisten, beispielsweise in Berufsschulen und Ausbildungszentren sowie auf Messen und Social Media. Anlässlich der ErasmusDays haben wir einmal einen Blick auf ihr Engagement in den ost- und mitteldeutschen Bundesländern geworfen. , Lena Lesanovsky ist seit 2024 bei den EuroApprentices aktiv. Die 23-Jährige aus Selmsdorf in Mecklenburg-Vorpommern hat eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement absolviert, während der sie 2024 für einige Wochen im irischen Dublin war. Sie sagt, dass „der Sprung ins kalte Wasser sehr viel für mein Selbstbewusstsein getan hat“. Noch im gleichen Jahr bewarb sie sich bei den EuroApprentices und wurde angenommen, im Februar 2025 erwarb sie zudem die Zusatzqualifikation zur Europakauffrau. Sie ist eine von fünf EuroApprentices in Ost- und Mitteldeutschland. Mit ihrem Engagement hat sie sich zum Ziel gesetzt, auf die Möglichkeiten des Programms Erasmus+ aufmerksam zu machen und einen Beitrag zur Stärkung europäischer Werte in ihrer Region zu leisten. Die Erfahrungen, die sie im Rahmen von Erasmus+ gemacht hat, gibt sie gerne weiter, um auch andere vom Nutzen des Programms zu überzeugen und ihnen die häufig vorhandene „Angst vor dem Neuen“ zu nehmen. Dazu Lesanovsky: „Ich bin eher eine Exotin, wenn ich von meinen Erfahrungen im Ausland und bei den EuroApprentices erzähle, doch ich möchte einfach etwas bewegen, weil mein Herz immer noch sehr in meiner Heimatregion verwurzelt ist.“ Dabei will sie vor allem Kommunikationsbrücken bauen, um jungen Menschen die Möglichkeiten näherzubringen, die Erasmus+ bietet. Dazu wird sie sich in Kürze mit einigen Berufsschulen in Rostock, Schwerin und Wismar zusammensetzen und ihnen ihre Idee vermitteln. Sie ist überzeugt: „Wir brauchen gute Beispiele, damit die Leute sehen, was alles geht. Je mehr Schulen, Unternehmen und auch Auszubildende diese Chance nutzen, desto mehr können wir auch mit unserer Arbeit als EuroApprentices bewirken. Denn am Ende ist es meist die persönliche Erfahrung, die Denkweisen und Einstellungen prägt.“ Energie für ihre Arbeit zieht Lena Lesanovsky aus den Treffen mit anderen EuroApprentices. So nahm sie im Juni 2025 erstmals am European Youth Event in Straßburg teil, zu dem alle zwei Jahre um die 10.000 junge Leute aus ganz Europa zusammenkommen. „Bei solchen Treffen spürt man, dass man nicht alleine ist. Da sind viele Gleichgesinnte, mit denen man sich austauscht und vernetzt. Das hat mir schon noch einmal einen Kick gegeben“, bringt sie ihre Begeisterung auf den Punkt. , Anna Roßband teilt diese Begeisterung. Neben dem Engagement vor Ort und den regelmäßigen Treffen mit anderen Erasmus-Botschafterinnen und -Botschaftern kümmert sie sich auch um den Social Media-Auftritt und die Podcastreihe der EuroApprentices. Sie ist 26 Jahre alt und arbeitet als Sozialversicherungsfachangestellte in Dresden. Ihre Ausbildung beendete sie im Jahr 2021, seinerzeit blieb ihr jedoch der Auslandsaufenthalt auf der zu Frankreich zählenden Überseeinsel La Reunion aufgrund der COVID 19-Pandemie verwehrt. Dank des Einsatzes ihres Berufsschullehrers konnte sie diesen ein Jahr später nachholen und Einblicke in eine faszinierende Welt gewinnen. Kurz danach begann sie ihr Engagement bei den EuroApprentices. „Ich habe in den Gesprächen in meiner Region gemerkt, dass viele Auszubildende gar nichts von der Möglichkeit wissen, einen Auslandsaufenthalt zu machen“, berichtet Roßband, die mittlerweile selbst Ausbilderin ist und vor allem informieren und inspirieren will. Ein zentraler Aspekt sei es dabei, Hemmnisse abzubauen, zum Beispiel Ängste vor der unbekannten Umgebung oder dem Auf-sich-selbst-gestellt-Sein im Ausland. Grundsätzlich wünscht Anna Roßband sich mehr Aufmerksamkeit und Offenheit für das europäische Thema. Sie betont: „Die europäischen Prinzipien sind Werte, von denen jeder profitiert, ob Freiheit, Menschenwürde oder Demokratie. Vielleicht sind wir uns dessen im Alltag gar nicht immer so bewusst. Ich finde, dass wir dankbar sein sollten, in der EU leben zu dürfen. Wir sollten uns darüber klar sein, wie cool Europa ist und immer wieder deutlich machen, wie bereichernd europäische Werte und der Austausch mit anderen sind.“ , Martin Schmidt glaubt, dass es in den letzten sieben Jahren in Erasmus+ viel Bewegung und positive Entwicklungen gab. Dennoch hält er es für wichtig, die Idee des Programms vor allem in den Berufsschulen in allen Regionen Deutschlands stärker zu etablieren. Er selbst geht häufig zu Diskussionsrunden in die Schulen, sowohl in Eigeninitiative als auch in Zusammenarbeit mit Mobilitätsberaterinnen und -beratern. Als optimal würde er es empfinden, wenn auch die Betriebe Erasmus+ intensiver bei ihren Auszubildenden bewerben würden, zumal letztlich ja alle Beteiligten von der Wirkung des Programms profitierten. Wie Lena Lesanovsky und Anna Roßband ist er überzeugt, dass es eine Vielzahl guter Ansätze gibt, um Erasmus+ in Ost- und Mitteldeutschland weiter zu stärken. Dazu brauche es jedoch insgesamt mehr Projekte. Seine Arbeit bei den EuroApprentices hat sich mit den Jahren verändert. Er bekräftigt: „Ich halte das Engagement gerade in der heutigen Zeit für wichtig, weil ich denke, dass wir als EuroApprentices unseren Beitrag zur demokratischen Teilhabe leisten können, indem wir versuchen, Werte wie Offenheit und Dialogbereitschaft zu vermitteln und damit anderen Mut für die Zukunft zu machen. Das ist etwas, das wir gerade im Kontext der ErasmusDays besonders betonen sollten.“ , Bundesweit gibt es insgesamt 45 Erasmus+-Botschafterinnen und Botschafter. Mehr zu den EuroApprentices erfahren Sie auf der Website https://www.na-bibb.de/erasmus-berufsbildung/mobilitaet/euroapprentices . Infos zu den ErasmusDays gibt es hier: https://www.erasmusdays.eu …
[…] Erfahrungen weiterdenken, Weitere Nutzung der Projektergebnisse, Interesse geweckt? Die Situation von Familien mit Suchtproblemen ist herausfordernd. Die Familien sehen sich mit sozialen Barrieren konfrontiert, und insbesondere deren Kinder sind gefährdet, selbst psychische Gesundheitsprobleme oder eine Suchtkrankheit zu entwickeln. Das spiegelt sich auch in der Betreuung dieser Familien wider. Eine umfassende Weiterbildung der Mitarbeitenden der einschlägigen Hilfesysteme ist daher erforderlich, um den Familien die bestmögliche Unterstützung zu bieten. , Da Sucht die ganze Familie betrifft, arbeiten mehrere Hilfesysteme mit diesen Familien, wie beispielsweise die Jugend- und Suchthilfe genauso wie die Schule und das Gesundheitswesen. Hier setzt das Projekt der kleineren Partnerschaft „Working with families with addiction issues - Qualification makes the difference!“ an. Es entwickelte – zusammen mit betroffenen Familien – ein Curriculum für alle Organisationen, die Weiterbildung für Fachkräfte im Bereich der Sozialen Arbeit anbieten. Von diesem Curriculum können nicht nur Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, sondern auch Psychologinnen und Psychologen, Erzieherinnen und Erzieher, Pflegekräfte und Mitarbeitende in Jobcentern profitieren. Das Konsortium unter der Koordination des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe hat das Projekt gemeinsam mit acht Partnereinrichtungen aus Belgien, Griechenland, Finnland, Italien, Lettland, Portugal, Spanien und Tschechien umgesetzt. Neben dem Kommunalverband umfasst das Konsortium eine Stiftung, ein wissenschaftliches Institut, ein kleines und mittelständisches Unternehmen, zwei Nichtregierungsorganisationen und je eine lokale, regionale und nationale öffentliche Einrichtung. , Diesem Projekt ging ein Vorgängerprojekt mit dem Titel „make the difference“ (welches das Konsortium in Rahmen des CERV-Programms Citizens, Equality, Rights and Values programme overview - European Commission, durchgeführt hat) voraus. Dabei zeigten sich Lücken, die sie mit dem aktuellen Erasmus+ Projekt schließen wollten. Der Fokus des Vorgängerprojektes lag auf der verstärkten Kooperation zwischen den Betreuenden von Suchtkranken und der Jugendfürsorge. In diesem Projekt soll darauf aufbauend ein Curriculum unter Einbezug von betroffenen Familien erstellt werden. Das Curriculum dient der Unterstützung von Fachkräften aus unterschiedlichen Bereichen des Sozial- und Beratungssystems und möchte dadurch die Arbeit mit den suchtbelasteten Familien verändern und verbessern. Darüber hinaus soll die Fachlichkeit der Hilfeeinrichtungen erhöht und die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Einrichtungen intensiviert werden. Das Material kann von Lehrkräften zur Schulung von Fachkräften und Mitarbeitenden von Hilfseinrichtungen, vor allem im Gesundheits-, Schul-, Sozial- und Kinderschutzsektor, verwendet werden. Für die Entwicklung und als Grundlage des Curriculums wurden die Erfahrungen und Bedürfnisse von betroffenen Familien aus den beteiligten neun EU-Staaten mithilfe von Interviews erhoben, um ein möglichst vielschichtiges Bild zu generieren und Beispiele darzustellen. Dabei wurden Interviews mit Fachkräften, die mit den betroffenen Familien in ihrer täglichen Arbeit zu tun haben, ebenso einbezogen wie Erfahrungen von betroffenen Familien selbst. , Es wurden sieben Module entwickelt. Jedes Modul ist in sich abgeschlossen und kann daher auch einzeln genutzt und gelehrt werden. Es wird jedoch empfohlen, die Module der Reihe nach zu absolvieren. Die ersten beiden Module „Sucht in der Familie“ und „Verstehen von Sucht“ bilden zusammen den Bereich Kenntnis und Hintergrund. Die darauffolgenden Module „Kommunikation mit Familien mit Suchtproblemen“, „Elternfokussierte Unterstützung“ und „Unterstützung von Kindern“ spiegeln den Schwerpunkt Kompetenzen und praktischer Ansatz wider. Diese werden ergänzt durch die Module „Integrierte Ansätze und Vernetzung“ sowie „Selbstfürsorge und Burnout-Prävention für Fachkräfte“. Im Vorfeld der Module werden vier verschiedene Szenarien bzw. betroffene Familien mit ihren jeweiligen Herausforderungen vorgestellt, anhand derer die Modulinhalte erarbeitet werden. Die Module umfassen jeweils einen Überblick über die Lernziele und die Inhalte, sodann den eigentlichen Inhalt, eine Anleitung für die Lehrkraft und ergänzende Materialien. Am Ende des Curriculums finden sich Hinweise der Projektgruppe zur langfristigen Verankerung der Lerninhalte. Ein Teilnehmender der Abschlusskonferenz hat die Ergebnisse des Projektes für „[s]eine Arbeit mit jungen Menschen [als] wirklich hilfreich“ eingeschätzt. Durch die im Curriculum verlinkte projektbegleitende Online-Umfrage zur Nutzung des Curriculums sammelt das Konsortium durchgehend Rückmeldungen von Nutzenden und entwickelt das Material weiter. , Die Partnerschaft stellt einen Querschnitt aus Nord-, Mittel- und Südeuropa dar und hat in diesen Ländern die erstellten Projektergebnisse bereits durch umfangreiche Verbreitungsmaßnahmen bekannt gemacht. Die Partnereinrichtungen planen den Einsatz des Curriculums für die zukünftige Nutzung in den Aus- und Fortbildungen von Suchtberatenden und für die Schulung von Kinderschutzdiensten. Die Inhalte des Curriculums können dabei flexibel genutzt und bei Bedarf für Schulungen oder spezifische Kontexte, wie beispielsweise für den Justizvollzug, den Kinderschutz oder die Ausbildung von Lehrenden, übersetzt und implementiert werden. In Belgien dienen die Inhalte des Curriculums als flexible Grundlage für die bedarfsgerechte Fortbildung von Fachkräften und Organisationen, u.a. im Justizvollzug. In Finnland wurde das Curriculum in Trainings mit Kinderschutzdiensten integriert. Auch in Italien, Tschechien und Lettland werden Teile des Curriculums in der Ausbildung für Lehrende und Sozialarbeitende genutzt. Portugal arbeitet an einer landesweiten Verbreitung in Kooperation mit Fachstellen und Ministerien. Sowohl die beteiligten Organisationen als auch andere Organisationen und Institutionen bzw. Bildungsanbieter profitieren von dem entwickelten Curriculum. Das Konsortium plant für die Weiterentwicklung der erstellten Inhalte einen weiterführenden Antrag. , Weitere Projektinformationen in der E+PRP-Datenbank Das Projekt wurde im September 2025 in Berlin beim Deutschen Suchtkongress und auf der European Society for Prevention Research präsentiert …
[…] Informiert. Vernetzt. Gestärkt, Programm, Präsentationen, Neuerungen zu Stärkung der Auslandsmobilität und AusbildungWeltweit, Zukunftswerkstatt, Ausblick auf das Erasmus+-Programm 2028, Dank Rund 60 Erasmus+ Beraterinnen und Berater von Schulbehörden, Kammern, EU -Service-Agenturen und Bildungsträgern aus ganz Deutschland tauschten am 19. und 20. Mai 2025 sich zu aktuellen Themen rund um Auslandsaufenthalte während der Ausbildung aus. Im Fokus der Veranstaltung stand der Dreiklang: Informiert. Vernetzt. Gestärkt. Neben vielen Hintergrundinformationen für die wichtige Verbreitungsarbeit der Beraterinnen und Beratern, wurden auch gemeinsame Ziele und Zukunftsvisionen formuliert. , Das Programm zum Netzwerktreffen können Sie hier herunterladen. , Nach der Eröffnung durch Friederike Wiethölter, Leiterin des Teams Mobilität und Internationalisierung der Berufsbildung, gab es Redebeiträge zu den Neuerungen in der Leitaktion 1 der Berufsbildung, dem Europass, zur Stärkung der Auslandsmobilität und AusbildungWeltweit. Am zweiten Tag konnten die Beraterinnen und Berater sich in einer Zukunftswerkstatt eine eigene Vision des Netzwerks erarbeiten. Zu Gast waren auch die Förderprogramme ProTandem , nrw.exchange , das deutsch-afrikanische Jugendwerk sowie das deutsch-französische Jugendwerk . , Neuigkeiten zur Erasmus+ Leitaktion 1 und zum Europass Anna Wendt | anna.wendt[at]bibb(dot)de Präsentation „Erasmus+ Mobilität Programmänderungen 2025“ (PDF) herunterladen Isabel Götte | Goette[at]bibb(dot)de Präsentation „Neues vom Europass“ (PDF) herunterladen , Stefan Metzdorf | metzdorf[at]bibb(dot)de Präsentation zu den Neuerungen zu „AusbildungWeltweit“ (PDF) herunterladen Theresa Mayerhöffer | mayerhoeffer[at]bibb(dot)de Präsentation „Neuerungen vom NA-Projekt Mobilitätsstärkung (PDF) herunterladen , Die Erasmus+ Beraterinnen und Berater konnten in Gruppen über ihre Vision des zukünftigen Beraternetzwerks sprechen. Die Anleitung zur Werkstatt sowie die Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie hier (PDF). , Zum Ende der Veranstaltung fand noch ein Ausblick auf die Weiterarbeit im Netzwerks und auf die Entwicklungen im zukünftigen Erasmus+-Programm statt. Präsentation „Ausblick auf Erasmus + 2028-2034“ (PDF) herunterladen , Wir danken allen Teilnehmenden für den gewinnbringenden Austausch und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit. …
[…] Videogrußbotschaft , EITA, Video EITA, Bildergalerie, Policy Papers, Strategischer Rahmen zur allgemeinen und beruflichen Bildung: Inklusion und Bildungsqualität, Strategischer Rahmen zur allgemeinen und beruflichen Bildung: Inklusion und Bildungsqualität, Europa in Bewegung - Lernmobilität für alle, Exzellenzinitiative Berufliche Bildung: Exzellenz durch innovative und attraktive Berufsbildungsangebote, Exzellenzinitiative Berufliche Bildung: Steigerung der Auslandsmobilität und bessere Sichtbarkeit internationaler Kompetenzen, Erwachsenenbildung: Internationalisierung durch Erasmus+? Chancen und Herausforderungen für Bildungseinrichtungen Am 18. und 19. September versammelten sich rund 600 Teilnehmende aus der Berufs- und Erwachsenenbildung in Ludwigsburg unter dem Motto „Bildung für ein starkes Europa“. Die Jahrestagung bot eine hervorragende Plattform für Austausch und Vernetzung. In Kurzforen wurden am ersten Tag zentrale Themen wie Inklusion und Bildungsqualität, die Osnabrücker Erklärung zur europäischen Berufsbildungspolitik und die Ratsempfehlung „Europa in Bewegung“ für Lernmobilität diskutiert. Dr. Jens Brandenburg, Parlamentarischer Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ( BMBF ) richtete seine Grüße aus. , Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung des European Innovative Teaching Awards , der herausragende Erasmus+-Projekte würdigt. Der Preis für das in diesem Jahr ausgezeichnete Bildungsinstitut Mitteldeutschland der Johanniter-Akademie Leipzig wurde entgegen genommen von Jana Goldberg. , Am zweiten Tag fanden mehrere parallele Workshops statt, die sich intensiv mit der praktischen Umsetzung von Erasmus+-Projekten befassten. Von finanzieller und administrativer Unterstützung über Mobilität in der Berufsbildung bis hin zu Inklusion, Nachhaltigkeit und digitaler Transformation – die Teilnehmenden erhielten wertvolle Einblicke und praxisnahe Strategien, um ihre Projekte erfolgreich zu gestalten. Durch das Programm führte Judith Schulte-Loh, die mit Fachexpertise und feinem Sinn für Humor für eine aufgelockerte und einladende Atmosphäre sorgte. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für den intensiven Austausch und die inspirierenden Gespräche. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft der Bildung in Europa! , Policy Paper (PDF) von Dr. Sabrina Weller herunterladen , Policy Paper (PDF) von Julia Lubjuhn und Franziska Bopp herunterladen , Policy Paper (PDF) von Claudia Laubenstein und Ulrike Schröder herunterladen , Policy Paper (PDF) von Ellen Hahne herunterladen , Policy Paper (PDF) von Theresa Mayerhöffer, Stefan Metzdorf, Dr. Corinna Porsche herunterladen , Policy Paper (PDF) von Dr. Christine Bertram, Simone Kaufhold, Tanja Möller, Vanessa Santos, Torsten Schneider herunterladen …
[…] Bildergalerie 1, Der Baum, Arbeitsgruppen, Bildergalerie 2, Präsentationen 60 Teilnehmende aus 20 Ländern trafen sich vom 27. bis 29.05.2024 in Bergisch Gladbach zur Training and Cooperation Activity ( TCA ) „OPTIM AL 3: How to involve Learners in KA1 projects“, um miteinander Wege und Möglichkeiten zu erarbeiten, wie Lernenden in der Erwachsenenbildung Auslandsaufenthalte, sogenannte Lernreisen, in Erasmus+-Projekten ermöglicht werden können. Das Seminar ist Teil einer europaweiten Veranstaltungsreihe zu diesem Thema und legte den besonderen Schwerpunkt auf inklusive Lernmobilität. Lernmobilität in der Erwachsenenbildung mit Erasmus+ inklusiv gestalten Der erste Tag diente den Teilnehmenden vor allem dazu, sich und die Örtlichkeiten durch Eisbrecher-Übungen und einen unterhaltsamen Abend mit Spielen und einem Eurovision Song Contests-Quiz kennenzulernen. Tanja Möller und Anke Dreesbach von der Nationalen Agentur stellten die Möglichkeit der Lernreisen in der Leitaktion 1 Erwachsenenbildung vor. Ein Interview und eine Videobotschaft von Projektträgern bauten eine Brücke zwischen der Theorie und der Praxiswirklichkeit. Die Anwesenheit von sechs Lernenden aus vier Ländern mit ganz unterschiedlichen Hintergründen, trug zum inklusiven Ansatz der Veranstaltung bei, die professionell von Paul Guest moderiert wurde. Der zweite Tag begann mit einer interaktiven Gruppendiskussion zu der Frage, wo die Teilnehmer ihre Stärken sehen („was wir bereits tun“) und wo sie Entwicklungspotenzial in Bezug auf inklusive Lernmobilitätsaktivitäten sehen. Jede Gruppe arbeitete mit einer Vorlage, die einen Baum darstellte, wobei die Wurzeln die Stärken und die Äste das Wachstumspotenzial symbolisierten. Die Ergebnisse zeigten viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede zwischen den Teilnehmenden. , Starke Wurzel: Sinnvolle Ausbildungsmöglichkeiten, Planung, Verwaltung, digitale Kompetenzen, persönliche Kompetenzen. Fähigkeit, mit Lernenden mit psychischen Behinderungen, Müttern, Pensionierten und kulturellen Unterschieden außerhalb und innerhalb Europas umzugehen Mikroqualifikationen, Sprachkurse, Kurse für Menschen mit Behinderung, Integrationskurse Erfahrung, Sprache, Qualifikation Entwicklungspotenzial: Administrative Herausforderungen bewältigen/den administrativen Aufwand zu reduzieren Stärkung der Soft Skills der Teilnehmer (Lernende) Stärkung von Selbstvertrauen, Selbstachtung, Unabhängigkeit und Selbstwirksamkeit der Lernenden Verbesserung der Kenntnisse und des Einsatzes digitaler Instrumente und Hilfsmittel. Mehr Lernende aus marginalisierten Gruppen erreichen , Arbeitsgruppen zu 1: Bedarfe, Nutzen und Herausforderungen für Einrichtungen der Erwachsenenbildung in Bezug auf Lernendenmobilität wurden in 5 Kleingruppen diskutiert. Motivation, persönliche Entwicklung, die Möglichkeit voneinander zu lernen und sich mit europäischen Werten zu beschäftigen waren Ergebnisse, die in allen Kleingruppen zur Sprache kamen. Herausforderungen bezogen sich in erster Linie auf Fragen zum Umgang mit administrativen Aufgaben bei der Projektdurchführung und auf Anforderungen im Finanzmanagement. Hier konnten erfahrene und neue Teilnehmende sehr voneinander profitieren. Arbeitsgruppen zu 2: Zurück zu den Grundlagen . Hier beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den zentralen Phasen vor, während, und nach einem Projekt mit Blick auf inklusive Lernmobilität. In der Planungsphase geht es zunächst darum zuverlässige Partner zu finden, die Auswahl der Lernenden und die Lernenden bereits in der Planungsphase einzubeziehen. Während der Durchführung wurde der Punkt „Kommunikation“ als wichtigster Punkt herausgestellt. Die Durchführung einer Lernendenmobilität erfordert auch Flexibilität, Offenheit, immer einen Plan B und vor allem Spaß zu haben. Nach der Mobilität ist es besonders wichtig miteinander auf die Ergebnisse zu schauen, was bei der Durchführung verbessert werden könnte, was gut lief und den Erfolg zu feiern. Arbeitsgruppen zu 3: Nutzen, Herausforderungen und Lösungen – Effektives Engagement und Unterstützung der Lernenden : Motivation und ein Zuwachs an Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein wurden in allen Diskussionsgruppen als Nutzen festgehalten. Der Umgang mit den Ängsten der Teilnehmenden vor dem Unbekannten wurde hier als Herausforderung benannt. Lösungsvorschläge waren, für eine gute Vorbereitung zu sorgen, Lehrkräften und Begleitpersonen zu vertrauen, das Lernprogramm klar, einfach und gut zu strukturieren, genug Zeit für Pausen einzuplanen und klare Regeln zu formulieren. Über die Wichtigkeit von Pausen und der flexiblen Handhabung des Zeitplanes herrschte in allen Gruppen Einigkeit. Der zweite Tag endete mit einer kreativen Aufgabe. Welche Gruppe baut den höchsten, preiswertesten und trotzdem stabilen Turm. Die Materialien bestanden aus Spaghetti, Marshmallows und einem Luftballon für die Turmspitze. , Der letzte Tag gab den Teilnehmenden die Möglichkeit, gemeinsam ein Programm für eine Lernreise von mehreren Lernenden zu erstellen. Hier arbeiteten die Teilnehmenden konzentriert zusammen und lernten, sowohl die Perspektive einer aufnehmenden als auch einer entsendenden Einrichtung einzunehmen. , Präsentation „Building Partnerships to Deliver OPTIMAL and INCLUSIVE Adult Learner Mobility: OptimAL-3 – Day One“ (PDF) herunterladen (Paul Guest) , Präsentation „Building Partnerships to Deliver OPTIMAL and INCLUSIVE Adult Learner Mobility: OptimAL-3 – Day Two“ (PDF) herunterladen (Paul Guest) , Präsentation „Erasmus+ Your Opportunities in European Mobility“ (PDF) herunterladen (Team der Nationalen Agentur) …