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Inklusionsmaßnahmen in Projekten aktiv umsetzen und Vielfalt fördern

Die Vernetzungsveranstaltung der belgischen Nationalen Agentur zum Thema Wirkungspotentiale von Inklusionsmaßnahmen in Erasmus+-Projekten bot Möglichkeiten zum Austausch und Wissenstransfer für Projektträger

[…] Frau Freiberger, Sie haben an der internationalen Vernetzungsveranstaltung in Brügge teilgenommen. Worum ging es und wie hat die Veranstaltung Ihnen gefallen?, Was hat Sie motiviert, sich zur Veranstaltung anzumelden? Was haben Sie sich von der Teilnahme erhofft?, Sie sind Lehrkraft und sind neben dem Unterrichten auch als Ansprechpartnerin für Inklusion an Ihrer Schule tätig. Welche Maßnahmen haben Sie an Ihrer Schule implementiert, um Ihre Erasmus+-Projekte möglichst inklusiv zu gestalten?, Die Veranstaltung thematisierte die Erasmus+-Priorität Inklusion und Vielfalt und wie dazugehörige Maßnahmen in Erasmus+-Projekten effektiv umgesetzt werden können. Welche Erkenntnisse haben Sie für Ihre tägliche Arbeit an Ihrer Schule mitgenommen?, Sie haben schon einiges an Erfahrung im Bereich Inklusion in der Berufsbildung. Gab es während der Veranstaltung dennoch Überraschendes oder echte Aha-Momente, die Ihnen in Erinnerung geblieben sind?, Ausgehend von den neuen Erkenntnissen, die Sie durch die Veranstaltungsteilnahme gewinnen konnten, welche weiteren Ziele haben Sie sich mit Blick auf Inklusion und Vielfalt im Rahmen Ihrer Erasmus+-Projekte für die Zukunft gesetzt?, Das Thema Inklusion und Vielfalt ist eine von vier Prioritäten des Erasmus+-Programms. Sie möchten mehr erfahren? Vom 17. bis 20. November 2025 fand in Brügge, Belgien, die internationale Vernetzungsveranstaltung „Embrace Inclusion & Diversity in your Erasmus+ projects – E+ Inclusion support measures“ statt. TCA-Veranstaltungen bieten Projektträgern Möglichkeiten, sich über Ländergrenzen hinweg zu vernetzen und themenbezogen neue Impulse für ihre Arbeit mit dem Förderprogramm Erasmus+ zu bekommen. Als Teil der LTA Inclusion and Diversity adressierte dieses Event in Brügge u. a. Projektträger der Berufsbildung, die sich in ihrer Förderpraxis bereits mit der Erasmus+-Priorität Inklusion und Vielfalt beschäftigen und sich zu möglichen Maßnahmen austauschen möchten, um mit ihren europäischen Projekten aktiv zu dieser Priorität beizutragen. Sabine Freiberger vom Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Freising hat die Veranstaltung besucht und berichtet von ihrer Teilnahme. „ Denn es gibt immer für alles irgendeine Lösung, man muss nur kreativ sein “ Sabine Freiberger, Veranstaltungsteilnehmerin , Bei der Veranstaltung, die Teil einer ganzen Veranstaltungsreihe ist, lag das Hauptaugenmerk auf den Maßnahmen zur Inklusionsunterstützung im Erasmus+-Programm. Das Inspirierende daran war für mich – übrigens wie eigentlich bei allen Netzwerkveranstaltungen rund um das Thema Erasmus+ –, dass man mit so vielen Menschen zusammenkommt, Ideen austauscht und danach motiviert zurückkehrt. Man möchte am liebsten alles Neue, was man mitgenommen hat, direkt an der eigenen Schule umsetzen. , Ich habe bisher noch nie an einer TCA-Veranstaltung teilgenommen, daher habe ich mich sehr gefreut, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, diese zu besuchen. Generell ist Inklusion für mich ein absolutes Herzensthema und dieses dann noch im Kontext von Erasmus+-Projekten zu betrachten, bündelt genau das, was meine Aufgaben an unserer Schule neben dem Unterrichten sind. Die thematische Ausrichtung war also genau die richtige für mich, was dann letztlich auch meine Motivation war, mich für die Veranstaltung zu bewerben. Erhofft hatte ich mir, dass ich neues Wissen dazugewinnen und unser Netzwerk national wie international erweitern kann. Das hat definitiv geklappt, was mich sehr freut. , Zentral ist für uns, dass die Erasmus+-Projekte an unserer Schule in allen Klassen beworben werden – egal, ob Berufsintegrationsklassen, Klassen zur Berufsvorbereitung oder Fachklassen, die eine duale Berufsausbildung absolvieren. Wir führen Gespräche mit Interessierten und deren Klassenleitungen und beziehen bei Minderjährigen ggf. auch die Eltern mit ein. Diese frühzeitigen und offenen Gespräche ermöglichen uns herauszufinden, welche Art von Unterstützung die Teilnehmenden benötigen, damit eine Mobilität stattfinden kann. So konnten wir beispielsweise einen Teilnehmer mit Autismus konkret unterstützen, indem wir seine morgendlichen Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln von der Gastfamilie zum Praktikumsbetrieb durch Taxifahrten ersetzt haben. Dadurch war es ihm möglich, eine Reizüberflutung zu umgehen und stressfrei am Praktikumsplatz anzukommen. Außerdem konnte für ihn in der Gastfamilie ein Einzelzimmer organisiert werden, um sich zurückziehen und die Erlebnisse des Tages besser verarbeiten zu können. Auf diese Weise wurde eine sehr erfolgreiche Umsetzung des Praktikums möglich. Der Teilnehmer dankte uns für die Unterstützung, was uns sehr berührt hat. Er habe zum ersten Mal in seinem Leben ein richtiges Gefühl für Gemeinschaft gespürt und zeigte sich im Nachgang viel offener, worüber wir uns für ihn sehr freuen. Zudem entsenden wir unsere Teilnehmenden aktuell immer in der Gruppe mit Begleitung. Dieses Vorgehen ermöglicht es uns, auf die individuellen Bedarfe der Teilnehmenden ideal eingehen zu können und ein erfolgreiches Absolvieren der Auslandsaufenthalte sicherzustellen. , Insgesamt würde ich sagen, dass ich als Ansprechpartnerin für Inklusion an meiner Schule schon viel Vorwissen mitgebracht habe und nicht nur ich, sondern unser gesamtes Erasmus-Team an der Schule durch den bisherigen Besuch von Fortbildungen zum Thema Erasmus+ über die Unterstützungsmöglichkeiten bereits sehr gut Bescheid wusste. Dennoch konnte ich im Rahmen dieser Veranstaltung neue Erkenntnisse dazugewinnen, die uns bei unserer Arbeit helfen werden. So planen wir, in Zukunft auch Lernende einzeln zu entsenden. Hierzu habe ich in Brügge gelernt, dass man Teilnehmende mit geringeren Chancen auch zu einem Vorbereitenden Besuch mitnehmen kann, um so eine ideale Ausgangslage für den geplanten Aufenthalt zu schaffen. Das war eine tolle neue Erkenntnis für uns, die uns dazu ermutigt, wirklich jeder und jedem die Teilnahme an einer Mobilität zu ermöglichen, da alles irgendwie immer organisierbar ist. , Ein ganz besonderer Moment war für mich der Besuch einer Schule in Brügge, die ausschließlich Schüler/-innen mit Autismus unterrichtet. Die Schule war ideal auf die Bedarfe der Lernenden ausgerichtet mit zahlreichen Rückzugsorten und einem sehr hohen Betreuungsschlüssel. Die Lernenden werden dort sehr empathisch begleitet, was laut Lehrkräften dazu führt, dass sie im Laufe der Schulzeit enorme Fortschritte machen und über sich selbst hinauswachsen. Das war sehr beeindruckend zu hören. Besonders berührend war in diesem Zusammenhang der Bericht eines Schülers, der von seiner Mobilität nach Finnland erzählte und wie er sich dadurch weiterentwickeln konnte. Insgesamt also einfach tolle Eindrücke, die ich an meine Schule mitnehme und versuche, für unsere Weiterentwicklung zu nutzen. , Während des Aufenthaltes ist mir bewusst geworden, dass wir an der Auswahl unserer Zielländer noch arbeiten können. Aktuell entsenden wir nach Irland und nach Malta, weil Englisch dort Amtssprache ist. Das notwendige Sprachniveau können aber nicht alle Interessierten nachweisen, zudem haben viele Schülerinnen und Schüler trotz vorhandener Sprachkenntnisse Zweifel, ob sie in einem Land zurechtkommen, in dem eine andere Sprache als Deutsch gesprochen wird. Daher haben wir uns vorgenommen, nach Partnereinrichtungen in deutschsprachigen Ländern zu suchen, um damit einen weiteren, niedrigschwelligen Zugang für alle Interessierten zum Auslandspraktikum zu schaffen. In Brügge haben wir ein gemeinsames Padlet gestaltet, um uns auszutauschen und auch im Nachgang miteinander in Kontakt bleiben zu können. Das möchte ich sehr gerne nutzen und den Austausch langfristig aufrechterhalten. Ich kann mir gut vorstellen, dass dadurch Möglichkeiten zum Job Shadowing für unsere Lehrkräfte oder unser Verwaltungspersonal an den Einrichtungen der anderen Veranstaltungsteilnehmenden entstehen. Wie sich in Brügge klar gezeigt hat, arbeiten wir alle mit einem Fokus auf Inklusion und wir als Schule erhoffen uns daher auch in Zukunft einen tollen Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen aus anderen Ländern. Darüber hinaus hat mich die Teilnahme dazu ermutigt, an unserer Vorgehensweise noch stärker festzuhalten, wirklich allen ein Auslandspraktikum zu ermöglichen. Mir ist es wichtig, dass wir uns das weiterhin zutrauen. Denn es gibt immer für alles irgendeine Lösung, man muss nur kreativ sein, die Bedingungen abklären und dann funktioniert das schon! …

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Mit KI in die Bildung von morgen

Volkshochschule profitiert von Austausch

[…] Neues KI-Wissen zur Unterrichtsgestaltung genutzt, Gesamte Einrichtung öffnet sich gegenüber KI Die Volkshochschule und Musikschule Bingen am Rhein e.V. (vhs Bingen), gegründet 1946, ist mit jährlich über 79.000 Unterrichtseinheiten die drittgrößte Erwachsenenbildungseinrichtung in Rheinland-Pfalz. Mit Lernenden aus 99 Ländern und internationalem Personal ist die vhs Bingen eine international ausgerichtete Institution. , Im Rahmen des Erasmus+-Projekts „Zukunfts orientierte Weiterbildung - vhs Bingen 2030. Mobilität und Netzwerk im europäischen Raum“ führte die vhs gezielt Aktivitäten zum Thema Künstliche Intelligenz durch. Sieben Mitarbeitende der vhs nahmen an Kursen und Schulungen in Rijeka, Kroatien, teil, die sich auf den Einsatz von KI im Unterricht und in der Verwaltung konzentrierten. Diese Workshops führten in verschiedene KI-Anwendungen ein. Die Teilnehmenden erlernten den effizienten Einsatz von Prompting und erprobten die Anwendungen in praktischen Übungen zur Erstellung von Lernmaterialien und zur Prozessoptimierung. Auch ethische Fragen und der Datenschutz im Umgang mit KI wurden diskutiert. , Zurück in der vhs Bingen wird das erworbene Wissen über KI-Tools intensiv zur Erstellung von Unterrichtsmaterialien, zur Förderung der Interaktion zwischen den Lernenden und zur Zeitersparnis in der Unterrichtsvorbereitung eingesetzt. Auch das Projekt „Lernraum 2.0“ der vhs Bin gen profitiert von den Erasmus+-Mobilitätsaktivitäten. Der „Lernraum 2.0“ ist ein kosten loses, offenes Angebot, das allen Menschen aus Herkunftsländern außerhalb der EU offen steht, die neben dem Besuch eines Deutschkurses weitere individuelle Unterstützung beim Deutschlernen suchen. Eine Dozentin, die bei der Erasmus+-Aktivität in Rijeka dabei war, unterstützt jetzt andere Mitarbeitende des Lernraums bei der Arbeit mit KI. KI wird hier sowohl zur Arbeitserleichterung als auch bei der Arbeit mit den Lernenden eingesetzt. Der „Lernraum 2.0“ zeigt anschaulich, dass Erasmus+ zu einer internen Kapazitätsentwicklung der Volkshochschule beiträgt. , Doch nicht nur der Unterricht, sondern auch die Verwaltung der vhs Bingen profitiert von Erasmus+. So widmet sich ein Erasmus+-Teilnehmer in seiner Masterarbeit dem Thema KI und begleitet andere Verwaltungsmitarbeitende, die KI in ihre Arbeit integrieren möchten. Die Volkshochschule plant im Sinne der europäischen KI-Verordnung zudem KI-Schulungen für Verwaltungspersonal und Lehrkräfte, um den verantwortungsvollen Umgang mit KI zu gewährleisten und die Medienkompetenz zu stärken. Auch das Kursangebot der vhs hat sich verändert. Inzwischen wird ein KI-Kurs für Lernende angeboten. Eine Reihe in Leichter Sprache für Anfängerinnen und Anfänger wird zurzeit geplant. Die vhs Bingen ist sich bewusst: Die Fähigkeit, digitale Tools und KI effektiv zu nutzen, ist entscheidend, um flexible Bildungsangebote zu schaffen, innovative Lernumgebungen zur Förderung sozialer Inklusion zu gestalten und langfristige europäische Kooperationen auf zubauen. …

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Erasmus+ meets KI in Essen

Impulse für die Ausbildung in Informatik, Elektronik und Robotik

[…] Frankreich-Projekt: KI in autonomen Systemen, Intelligente Häuser in Norwegen, Erasmus+ als Motor der Schulentwicklung, Haben wir Ihr Interesse geweckt? Am Heinz-Nixdorf-Berufskolleg (HNBK) in Essen zeigt sich, wie Auslandsaufenthalte im Rahmen von Erasmus+ die Ausbildung in Informatik, Elektronik und Robotik bereichern. Immer mehr Inhalte greifen direkt auf Anwendungen von Künstlicher Intelligenz (KI) zu und machen sie für Lernende praxisnah erfahrbar. , Besonders eindrücklich ist das Traineeprogramm mit dem Lycée Louis Armand in Frankreich. Hier entwickelten binationale Teams autonome Rover, also ferngesteuerte Fahrzeuge, sowie 3- und 4-Achsen-Roboterarme mit Kameras und Greifsystemen. Neben KI-basierten Steuerungselementen spielten auch Algorithmen, Vernetzung und Kreativität eine Rolle. Diese Praxisphasen führten dazu, dass Lernende ohne Programmier- oder Konstruktionskenntnisse bereits nach kurzer Zeit eigenständig komplexe Aufgaben im internationalen Kontext lösen konnten. Hürden in Sprache und Kommunikation wurden Schritt für Schritt abgebaut. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den französischen Partnern erwies sich als entscheidender Erfolgsfaktor. Während das HNBK seine Expertise in Elektronik und Pro grammierung einbringt, hat das französische Lycée Stärken in Konstruktion, Design und Robotik. Gegenseitiges Lernen und ein offener Austausch über neue Ideen und Technologien ließen so Projekte wie den Rover stetig wachsen. Aus den EU-Erfahrungen entstand sogar eine neue Lernumgebung, die nun in beide Schulsysteme einfließt. , Auch in Norwegen konnten Auszubildende ihr Wissen praktisch vertiefen. Gemeinsam mit norwegischen Lernenden entwickelten sie ein Smart-Home-Modell mit Solartechnik, Sensoren, Zugangskontrolle und Vernetzung durch das Internet (Internet of Things, IOT). Besonders wertvoll waren die gemeinsame Installation und Anpassung des IOT-Brokers zur Überwachung und Steuerung des Hauses, bei der die Teams eigenständig Probleme analysierten und Lösungen erarbeiteten. Durch die Präsentation ihrer Ergebnisse auf Englisch wuchsen die Jugendlichen in ihrer Selbstständigkeit – fachlich wie sprachlich. Mehrfache Besuche norwegischer Schülerinnen und Schüler sowie von Lehrkräften am HNBK führten darüber hinaus zu ge meinsamen Projekten im Bereich Robotik, Cyber Security und Europäischer Installationsbus (KNX). Ergänzt wurde dies durch Job-Shadowings, bei denen Lehrkräfte neue Methoden und Ansätze kennenlernten. , Seit der Erasmus+-Akkreditierung ist Internationalität am HNBK selbstverständlich. Auslandsaufenthalte in Frankreich, Norwegen, Irland und Spanien gehören zum Schulalltag, genauso wie die Aufnahme internationaler Lernender, die an Projekten teilnehmen oder Kurse besuchen. Das EU-Team ist deutlich ge wachsen, die Projektergebnisse fließen direkt in den Unterricht ein – von neuen Methoden und Lehrmaterialien bis zu Projekten, die sowohl für die Auszubildenden in der dualen Berufsausbildung als auch für das Berufliche Gymnasium und die Höhere Berufsfachschule Anwendung finden. KI wird am Heinz-Nixdorf-Berufskolleg nicht theoretisch im Klassenzimmer behandelt, sondern konsequent handlungsorientiert umgesetzt. …

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So werden Veranstaltungen auch für schwerhörige Menschen zugänglich

Entwicklung eines europäischen Leitfadens zur inklusiven Gestaltung von Veranstaltungen

[…] Enormer Bedarf in den meisten Veranstaltungssettings, Inklusion und transnationale Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg, Inklusion nicht nur als Ziel, sondern als gelebte Praxis, Schlüssel zur Barrierefreiheit – ein Leitfaden als praktische Hilfe, Wirkung, die bewegt – Die ersten Erfolge in der Praxis, Warum dieses Projekt als Beispiel guter Praxis ausgezeichnet wurde, Haben wir Ihr Interesse geweckt? Das Thema Schwerhörigkeit betrifft einen bedeutenden Teil der europäischen Bevölkerung. Besonders herausfordernd wird die Teilhabe schwerhöriger Menschen in öffentlichen und gesellschaftlichen Veranstaltungen, bei denen akustische Barrieren oft unüberwindbar scheinen. Das Erasmus+-Projekt „Teilhabe ist möglich – Veranstaltungen für schwerhörige Menschen barrierefrei planen und durchführen“ wurde initiiert, um die bestehenden Lücken in der Teilhabe schwerhöriger Menschen bei Veranstaltungen zu schließen. , Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind etwa 20 % der Menschen in Europa von Schwerhörigkeit betroffen. Während in vielen Bereichen des Lebens, wie etwa der Arbeitswelt, erhebliche Fortschritte bei der Integration der Betroffenen gemacht wurden, bleibt die Teilhabe an kulturellen und öffentlichen Veranstaltungen oft noch eine Herausforderung. Besonders die akustischen Anforderungen, die schwerhörige Menschen betreffen, sind in den meisten Veranstaltungssettings noch nicht ausreichend berücksichtigt. Dazu kommt, dass die digitale Transformation mit Formaten wie Video-Konferenzen neue Herausforderungen für diese Zielgruppe mit sich bringt. , Neben der koordinierenden Einrichtung, der „Evangelischen Schwerhörigenseelsorge in Deutschland e. V.“ waren Partnereinrichtungen aus Frankreich, Schweden, Norwegen und Polen beteiligt. Jede Organisation brachte ihre Expertise in spezifischen Bereichen wie Hörsysteme, Akustik, nonverbale Kommunikation und digitale Barrierefreiheit ein. Diese transnationale Zusammenarbeit förderte nicht nur den interkulturellen Austausch, sondern ermöglichte es, eine breite Vielfalt an Lösungen und Perspektiven zu integrieren, die in unterschiedlichen europäischen Kontexten anwendbar sind. , Inklusion wurde in diesem Projekt nicht nur thematisiert, sondern praktisch umgesetzt. Die zentrale Projektgruppe selbst war inklusiv zusammengesetzt - 8 Personen, Menschen mit und ohne Hörbeeinträchtigung, zwischen 43 und 85 Jahren alt, haupt- und ehrenamtlich engagiert. Diese Diversität trug maßgeblich zur Entwicklung des Leitfadens bei, da die Mitglieder aus erster Hand ihre Erfahrungen und Bedürfnisse einbrachten. Diese Mischung ermöglichte einen regen Austausch unterschiedlicher Perspektiven. Die Projektarbeit fand in einer inklusiven und vielfältigen Arbeitsumgebung statt, bei der nicht nur technische, sondern auch soziale und kulturelle Barrieren berücksichtigt wurden. Besonders hervorzuheben ist die barrierefreie Gestaltung der Arbeitstreffen, die durch den Einsatz von Technologien wie Höranlagen (Induktionsanlagen und mobile FM-Anlagen), Speech-to-Text und Live-Online-Mitschriften den Teilnehmenden mit unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht wurde. , Hauptergebnis dieser Partnerschaft ist ein Leitfaden für die barrierefreie Planung von Veranstaltungen. Er steht auf Deutsch, Englisch, Französisch, Schwedisch und Polnisch zur Verfügung und bietet praxisnahe Tipps und Lösungsansätze, wie veranstaltende Organisationen schwerhörigen Menschen eine bessere Teilhabe ermöglichen und ihre Angebote barrierefrei planen können. Es werden wichtige Themen wie Raumakustik, die Nutzung von Höranlagen, die Bedeutung nonverbaler Kommunikation und die technischen Anforderungen an Video-Konferenzen behandelt. Zusätzlich zur gedruckten Version wurde der Leitfaden auch in digitaler Form zur Verfügung gestellt, was eine weite Verbreitung und einfache Zugänglichkeit gewährleistet. , Die Rückmeldungen aus den teilnehmenden Einrichtungen und den Zielgruppen belegen, dass die erstellten Materialien zur Sensibilisierung für die Bedürfnisse schwerhöriger Menschen beigetragen haben. Veranstaltende in Kirchen und diakonischen Einrichtungen berichten von einer verbesserten Wahrnehmung der Herausforderungen und der praktischen Umsetzung von inklusiven Maßnahmen. Der Leitfaden hat bereits erste Anwendung in der Praxis gefunden und wird weiterhin in verschiedenen europäischen Ländern verbreitet. Gleichzeitig stärkte das Projekt die digitalen Kompetenzen der Beteiligten – vor allem älterer Personen – und machte deutlich, dass Inklusion und Digitalisierung keine Gegensätze sind, sondern sich gegenseitig verstärken. , In der externen Bewertung des Projekts wurde insbesondere die hohe Qualität der Projektumsetzung und die starke Ausrichtung auf Inklusion hervorgehoben. Es wurde als ein hervorragendes Beispiel für die Förderung von Inklusion und die Bewältigung der digitalen Transformation in einem europäischen Kontext anerkannt. Die enge Zusammenarbeit mit einem deutlich spürbaren europäischen Mehrwert, die klare Zielsetzung und die konsequente Berücksichtigung der Bedürfnisse der Zielgruppe wurden als besonders positiv hervorgehoben. , Projekt und seine Ergebnisse auf der Erasmus+ Project Results Platform Weitere Informationen zur barrierefreien Veranstaltungsplanung: Das SALTO Centre for Inclusion & Diversity stellt mit „Planning of Inclusive Events“ einen praxisnahen Leitfaden zur barrierefreien Gestaltung von Veranstaltungen bereit. Das Tool unterstützt Veranstalter/-innen dabei, Veranstaltungen inklusiv und zugänglich für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen zu planen – vor, während und nach dem Event. Zum Tool …

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DigitalScouts

Unterstützung von älteren Menschen bei der digitalen Teilhabe

[…] Vielfältige Materialien zur Ausbildung der digitalen Scouts, Materialien und Plattform haben sich in der Praxis bewährt, Haben wir Ihr Interesse geweckt? In einer zunehmend digitalisierten Welt ist es entscheidend, dass alle Bevölkerungsgruppen Zugang zu digitalen Technologien haben und in der Lage sind, diese effektiv zu nutzen. Das Projekt DigitalScouts hat sich genau dies zur Aufgabe gemacht und zeigt, wie durch gezielte Maßnahmen und innovative Ansätze digitale Teilhabe gefördert und die digitale Kluft, die besonders stark ältere Menschen betrifft, verringert werden kann. , So wurden im Rahmen des Projektes Menschen darin geschult, Personen ab 60 Jahren bei der Nutzung digitaler Anwendungen zu unterstützen, ihre Kompetenzen zu stärken und Selbstvertrauen aufzubauen. Diese sogenannten digitalen Scouts boten dann Unterstützung in Form von Kursen, Sprechstunden, Stammtischen oder im Rahmen einer individuellen Begleitung an. , Zur Ausbildung der digitalen Scouts entwickelten die Projektpartner ein maßgeschneidertes Angebot: Auf Basis von nationalen Berichten aus den fünf beteiligten Ländern erstellte das Projekt ein Europäisches Kompendium, das die Notwendigkeit einer stärkeren digitalen Teilhabe älterer Menschen betont. Es enthält praxisnahe Beispiele aus den verschiedenen Ländern, wie ältere Menschen von digitalen Möglichkeiten profitieren können, und dient damit gleichzeitig als Inspiration zur Entwicklung neuer Bildungsmöglichkeiten. Zudem ist ein digitales Training in Form einer mehrsprachigen Online-Lernplattform entstanden, das die digitalen Scouts auf ihre Tätigkeit vorbereitet. Die Plattform beinhaltet vier Selbstlernmodule, die durch Tipps, Selbsttests und weiterführende Ressourcen interaktiv das notwendige Wissen vermitteln und die vielfältigen Anwendungsbereiche digitaler Tools aufzeigen. Auch ein Kursabschluss mit einem Zertifikat ist möglich. Ein zusätzlich entwickeltes Toolkit ergänzt die Online-Plattform und liefert eine Anleitung und Lernmaterialien für die Durchführung von Schulungen für digitale Scouts im Blended-Learning-Format. , In nationalen Testläufen, in Pilotschulungen im Blended-Learning-Format sowie bei Multiplikatorenveranstaltungen in mehreren Ländern wurden die Materialien und die Plattform erprobt, evaluiert und weiterentwickelt. Eine spätere Befragung der Schulungsteilnehmenden ergab, dass schon während der Projektlaufzeit über 150 Personen durch die Scouts begleitet wurden. So konnten durch die Unterstützungsangebote ältere Menschen ihre digitalen Kompetenzen verbessern – was nicht nur ihre Fähigkeiten im Umgang mit digitalen Geräten gestärkt, sondern auch ihr Selbstvertrauen im Umgang mit digitalen Medien für alltägliche Aufgaben erhöht hat. Das DigitalScouts-Projekt hinterlässt nach den zweieinhalb Jahren Arbeit hochwertige, praxisnahe und einfach nutzbare Materialien – für angehende digitale Scouts, Ehrenamtliche, Bildungspersonal sowie Anbieter aus der Erwachsenenbildung und von Unterstützungsdiensten für Ältere. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist nun nach Projektende nicht nur das Ziel, eine größere Zielgruppe zu erreichen, sondern auch den Ansatz in unterschiedlichen Regionen und Kontexten anzuwenden. , Information in der E+PRP …

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Career Intelligence

Entwicklung eines KI-basierten Lernassistenten für die berufliche Bildung

[…] Berufsorientierung mit KI, Lernen mit KI-Assistent Botty, Haben wir Ihr Interesse geweckt? Wie können junge Menschen mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) gezielt bei ihrer Berufsorientierung und -planung unterstützt werden? Genau dieser Frage widmete sich das Partnerschaftsprojekt „Career Intelligence“ unter Koordination der Ruhr-Universität Bochum. Ziel war die Entwicklung eines innovativen digitalen Lernkonzepts. Es soll Bildungsakteure dabei unterstützen, junge Menschen zu ermutigen, ihre Stärken zu entdecken, berufliche Perspektiven zu erkunden und ihren Bildungs- und Karriereweg eigenständig zu gestalten. Im Mittelpunkt steht die Verbindung bewährter Konzepte der Berufsberatung mit KI-gestützten Technologien. Dazu zählen ein intelligenter Chatbot sowie personalisierte Lernempfehlungen. Zentrales Projektergebnis ist die Weiterentwicklung der digitalen Lernplattform Career 4.0, die in sieben EU-Ländern erprobt wurde. Die Plattform umfasst vier KI-gestützte Module: Empfehlungen, Qualitätssicherung, Support und Prozessoptimierung. Zur Lernplattform Career 4.0 , Ein weiteres wichtiges Ergebnis ist der virtuelle Lernassistent „Botty“. Mit interaktiven Dialogen in sechs Sprachen begleitet er junge Menschen durch die Plattform. Er unterstützt bei der Erstellung eines persönlichen Entwicklungsplans und bei der Formulierung individueller SMART-Ziele. Zudem motiviert er die Nutzenden, ihren Lernprozess erfolgreich abzuschließen. Ergänzend wurde ein methodisches und didaktisches Programm zur Kompetenzentwicklung für Akteure im Bildungsbereich entwickelt und evaluiert. Die Selbstlernmodule richten sich unter anderem an Lernbegleitende, Berufsberatende und Berufsschulen. In Bulgarien, Ungarn, Griechenland und Finnland fanden zusätzlich Schulungen zur Nutzung von „Botty“ und der Lernplattform statt. Ziel war es, die digitalen Kompetenzen im Umgang mit neuen Technologien zu stärken. Gleichzeitig wurden Potenziale und mögliche Vorbehalte reflektiert sowie die Rolle der Fachkräfte im Lernprozess weiterentwickelt. , Parallel dazu wurden in allen Partnerländern Pilotprojekte mit Jugendlichen und Mentorinnen und Mentoren durchgeführt. Die Lernplattform und der virtuelle Assistent wurden unter Praxisbedingungen getestet und gemeinsam weiterentwickelt. Die Pilotphase lieferte wichtige Erkenntnisse zur Akzeptanz und zum Nutzen der Plattform. Sie zeigte zudem das Potenzial zur gezielten Unterstützung der Berufsorientierung. Die Ergebnisse wurden in verschiedenen Fachpublikationen veröffentlicht. Das Projekt zeigt, wie KI sinnvoll eingesetzt werden kann, um Lernprozesse zu individualisieren und Jugendliche auf dem Weg in die Berufswelt zu unterstützen. , Galina Mihneva, Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer in Gabrovo (Bulgarien) betont: „Junge Menschen brauchen heute mehr als nur Informationen, sie brauchen Orientierung. Career Intelligence bietet genau das: eine Plattform, die interaktiv, persönlich und praxisnah begleitet.“ Das Projekt zeigt, wie KI sinnvoll eingesetzt werden kann, um Lernprozesse zu individualisieren und Jugendliche auf dem Weg in die Berufswelt zu unterstützen. , Zum Projekt in der Erasmus+ Projektergebnisplattform Zur Lernplattform Career 4.0 …

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EcoClubs

Europa nachhaltig und vor Ort erleben

[…] Nachhaltige Projekte organisieren, Ideen über Landesgrenzen hinweg austauschen, Haben wir Ihr Interesse geweckt? Gemeinsam auf dem Land nachhaltige Projekte starten, reparieren lernen und digitale Fähigkeiten ausbauen: Die EcoClubs schaffen eine Gemeinschaft, in der europaweit Ideen ausgetauscht werden und Inspiration keine Ländergrenzen kennt. , Als die Designerin Anke Lichtmann im französischen Manzat eine Dokumentation über ein Repair-Café drehte, kam ihr die Idee für die EcoClubs. „Mich beeindruckte der Community-Gedanke, dass sich Menschen – insbesondere auf dem Land – treffen, um sich gegenseitig bei der Reparatur von Alltagsgegenständen zu helfen“, berichtet sie. Sie nahm den Gedanken mit nach Deutschland – und knüpfte engeren Kontakt zu den beiden Partnern des französischen Repair-Cafés: den Makerspaces FabLab Cuenca aus Spanien und Buinho aus Portugal. , Die Idee, alte Dinge zu reparieren statt wegzuwerfen, entwickelte sich schnell weiter zu Clubs, die Nachhaltigkeit und einen grenzüberschreitenden Ideenaustausch fördern. Inspiriert auch von den EcoClubs an griechischen und indischen Schulen. So organisierte Saliko Studio, das Designstudio, das Anke Lichtmann mit ihrem Partner Stephan Spieske im niederbayerischen Bodenkirchen führt, solche EcoClubs in Kooperation mit FabLab Cuenca und Buinho in allen drei Ländern. Dafür bewarben sich die Projektträger erfolgreich um eine zweijährige Förderung nach Erasmus+. , Die Communitys vor Ort profitierten von der Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg: Sie nutzten Synergien bei der Ausarbeitung der Angebote, bei der Erstellung und Nutzung von Materialien wie Anleitungen und bei der Umsetzung von Werbemaßnahmen. Angeboten wurden neben Repair-Cafés beispielsweise Pflanz- und Kleidertauschaktionen, Gärtner- und KI-Workshops, Textilreparatur oder Hoffeste. Eines der ersten großen Projekte war eine Pflanzaktion an verschiedenen Orten in Nieder- und Oberbayern, bei der die Teilnehmenden unter anderem Bäume, Sonnenblumen, Kräuter und verschiedene Gemüsesorten eingepflanzt haben. Dabei zeigte sich schnell, was die EcoClubs auch ausmacht: die Verbindung von Nachhaltigkeit und Technik. Die Teilnehmenden lernten etwa, wie ihnen Künstliche Intelligenz beim Gärtnern helfen kann. „Wir haben ChatGPT gefragt, wie tief man bestimmte Samen einpflanzen muss. Das wusste ich selbst nicht“, erzählt Anke Lichtmann. , Ziel der EcoClubs ist es, gemeinsam zu lernen, nachhaltig zu leben und die Community im ländlichen Raum zu organisieren und zu vernetzen. Die Teilnehmenden haben Spaß daran, sich gegenseitig etwas beizubringen und auf Gleichgesinnte zu treffen. Die Clubs sind offen für alle. „Tatsächlich sind die Teilnehmer aber hauptsächlich ältere Personen, vor allem Frauen, die in ihrer Freizeit etwas tun möchten und dazulernen wollen“, erklärt Anke Lichtmann. „Aber auch Eltern kommen, um ihren Kindern spielerisch Nachhaltigkeit zu vermitteln.“ Während des Projekts standen die drei Projektpartner aus Spanien, Portugal und Deutschland in regem Austausch zu ihren Angeboten und Erfahrungen. Für die Teilnehmenden war spürbar, dass sie nicht nur lokal lernten und handelten, sondern auch Teil einer länderübergreifenden Initiative waren. , Von einem persönlichen Besuch beim FabLab Cuenca in Spanien brachte Anke Lichtmann die Idee für ein Projekt mit, das die deutsche Community auch bald umsetzen möchte: den Bau von Vogel- und Fledermaushäuern. „Experten von Makerspaces haben den EcoClubs dort erklärt, wie man mit Lasercuttern Verzierungen in die Vogelhäuser schneidet“, berichtet Anke Lichtmann, „so wird Technik ganz einfach und zugänglich.“ Wie das Projekt bei den deutschen EcoClubs aussehen wird, ist noch nicht klar, die Teilnehmenden planen es aber schon mit viel Enthusiasmus. Obwohl das Erasmus+-Projekt inzwischen abgeschlossen ist, stehen die drei Projektträger nach wie vor im Austausch. Über die Kooperation mit einem Sozialcafé und mithilfe begeisterter Organisatorinnen und Organisatoren finden an drei Standorten in Bayern weiterhin regelmäßig Events statt, bei denen EcoClub-Aktivitäten angeboten werden. „Meine Vision ist ein Europa, in dem es in jeder Stadt und jedem Bezirk einen EcoClub gibt“, sagt Anke Lichtmann. Mit ihrem Engagement hat sie diese Vision ein entscheidendes Stück vorangetrieben. , Link zur Veröffentlichung auf der Erasmus+ Project Results Platform …

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PLAN

Pädagogik und Lernen in agilen Netzwerken

[…] Selbstwirksamkeit statt Technikfokus, Gemeinsam entwickeln, testen und weiterdenken, Nachhaltige Wirkung und Transfer in den Schulalltag, Haben wir Ihr Interesse geweckt? Digitale Kompetenzen von Lehrkräften an Berufsschulen stärken und neue Lernkulturen schaffen , Wie kann Schule in einer zunehmend digitalisierten Welt Schritt halten? Das von Erasmus+ geförderte Projekt „PLAN – Pädagogik und Lernen in agilen Netzwerken“ zeigt: Der Schlüssel liegt nicht allein in neuen Technologien. Entscheidend sind eine positive Lernatmosphäre und die Stärkung von Selbstwirksamkeit. , Unter dem Leitthema „Design Thinking an Schulen als Lernorte – Entwicklung von digitalen Lernprodukten für schülerorientierten und individualisierten Unterricht“ arbeiteten Lehrkräfte von fünf europäischen Berufsschulen gemeinsam zwei Jahre lang an neuen Ansätzen. Den Anstoß hatte ein erfolgreich abgeschlossenes Vorgängerprojekt gegeben. Dort hatten sich Lehrkräfte in Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt beschäftigt. „Schon damals war klar geworden: Klassische Lehrmethoden und Schulbücher reichen nicht mehr aus. Es braucht neue Wege des Lernens und Zusammenarbeitens – agil, vernetzt und praxisnah“, berichtet Projektleiterin Michaela Köser-Segschneider. , Genau an diesem Punkt setzte PLAN an, eine Initiative des Berufskollegs des Rhein-Sieg-Kreises in Siegburg (Deutschland), des I.I.S.S. Marco Polo in Bari (Italien), des Lycée professionnel Sainte-Ursule in Caen (Frankreich), des IES El Lago in Madrid (Spanien) und des Klara Gymnasiums in Linköping (Schweden). Ziel war es, Lehrkräfte zu ermutigen, sich aktiv mit der digitalen Transformation auseinanderzusetzen und eigene Ideen zu entwickeln. Im Fokus stand nicht die Technik, sondern die Frage, wie Lehrkräfte und Lernende gemeinsam Kompetenzen für die Zukunft aufbauen können. , Der Austausch zwischen den Lehrkräften fand digital und in Form von Präsenztreffen an allen beteiligten Schulen statt. In Teams erarbeiteten sie auf Basis agiler Methoden wie Design Thinking und Scrum-Prototypen für digitale Lernprodukte – von Podcasts über Erklärvideos bis hin zu digitalen Escape Rooms und Virtual-Reality-Anwendungen –, die ein praxisnahes Lernen ermöglichen. Die Teams entwickelten die Ideen Schritt für Schritt weiter, testeten ihre Ergebnisse und verbesserten diese kontinuierlich. „Die Atmosphäre im Projekt war besonders, der Austausch offen und wertschätzend. Diese Kultur ermöglichte es uns, Neues auszuprobieren und Unsicherheiten zuzulassen,“ schwärmt Michaela Köser-Segschneider. Schülerinnen und Schüler spielten eine zentrale Rolle im Prozess. Sie probierten die Lernprodukte aus und gaben Rückmeldung aus ihrer eigenen Perspektive. Dieses Vorgehen machte die Produkte passgenauer. Gleichzeitig veränderte es die Zusammenarbeit: Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler erlebten sich als gleichberechtigte Partner. , Die Ergebnisse des Projekts sind vielfältig. Neben konkreten Materialien und Anleitungen entstanden vor allem neue Kompetenzen. Lehrkräfte berichten von mehr Selbstvertrauen im Umgang mit digitalen Tools. Sie gehen offener an neue Methoden heran und gestalten Veränderungen aktiver mit. Gleichzeitig formte sich ein starkes Netzwerk, das den Austausch über das Projekt hinaus fortführt. Auch in den Schulen selbst wirkt PLAN weiter. Neue Unterrichtsformate, internationale Schülerprojekte, die ein länderübergreifendes Arbeiten an gemeinsamen Aufgaben ermöglichen, und schulinterne Fortbildungen sind direkte Ergebnisse. Zusätzlich entstanden Strukturen, um die Erkenntnisse langfristig in die Schulentwicklung einzubinden. Über Mikro-Zertfikate werden die Inhalte weiteren Lehrkräften zugänglich gemacht. „Der europäische Austausch, ermöglicht durch Erasmus+, bereicherte unsere Arbeit deutlich. Eine zentrale Erkenntnis war, dass eine starke Teamkultur entscheidend ist. Eine Atmosphäre, in der Fehler als Lernchance gelten, in der Teams Herausforderungen gemeinsam lösen und Verantwortung teilen, bildet die Grundlage für nachhaltigen Erfolg“, resümiert Michaela Köser-Segschneider. , Link zur Veröffentlichung auf der Erasmus+ Project Results Platform …

[…] Haben wir Ihr Interesse geweckt? „Ich bin überzeugt, diesen Erasmus-Virus, den gibt es.“ Das sagt Susanne Schreck, Städtepartnerschaftsbeauftragte der Stadt Pforzheim, mit der wir gemeinsam mit zwei weiteren Projektträgern und einem wissenschaftlichen Mitarbeiter der Nationalen Agentur versucht haben die Frage zu beantworten, wie wir mit Erasmus+ unsere Demokratie stärken und uns gegen demokratiefeindliche Strömungen besser wappnen können. Zum Textskript , Hier geht es zu unseren Themenseiten …

Podcast

Wenn Austausch Türen öffnet

Wer den eigenen Blickwinkel weitet, gewinnt neue Perspektiven. Das gilt auch für die Erwachsenenbildung.

[…] Haben wir Ihr Interesse geweckt? Waren Auslandsaufenthalte mit Erasmus+ hier lange Zeit nur für das Bildungspersonal möglich, so können seit 2021 auch erwachsene Lernende über sogenannte Lernreisen am Programm teilnehmen. Wir haben mit Claudia Laubenstein, der Teamleiterin Erwachsenenbildung für die Lernmobilität und der Europäischen Agenda für Erwachsenenbildung in der NA beim BIBB, und drei Vertreter*innen aus der Erwachsenenbildung über die Vorteile dieser Lernreisen gesprochen. Zum Textskript , Hier geht es zu unseren Themenseiten …

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