[…] Deutsch lernen im europäischen Nachbarland, Ankommen und offene Grenzen erfahren, Gemeinsame Projektarbeit und kulturelle Begegnungen, Lernen über Grenzen hinweg Wie fühlt sich Europa an, wenn man eine Landesgrenze überquert und weiterhin Deutsch spricht? Für sieben Lernende des Instituts für Internationale Kommunikation Deutschland e. V. (IIK) wurde diese Frage im Dezember 2025 ganz konkret. Erstmals organisierte das IIK für seine Lernenden einen Erasmus+-Lernaufenthalt. Dieser führte sie nach Eupen in eine der neun Gemeinden der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. , Auf der mehrtägigen Reise standen Deutschlernen, interkultureller Austausch und die Entwicklung eigener Videoprojekte zur Europäischen Union im Mittelpunkt. Gemeinsam mit den Lernenden der Volkshochschule (VHS) erkundete die Gruppe aus Düsseldorf die Region. Eupen ist eine von vier Gemeinden in Belgien, in denen Deutsch Amtssprache ist, und bildet das Zentrum der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Für die Teilnehmenden des Deutschkurses bot sich die Gelegenheit, ihre Sprachkenntnisse in einem authentischen Umfeld außerhalb Deutschlands anzuwenden und zu erleben, dass Deutsch auch in einem europäischen Nachbarland selbstverständlich Teil des Alltags ist. , Zusammen mit ihren Lehrkräften reisten die Teilnehmenden in einem Transporter nach Eupen. Dort wurden sie in einem Ferienhaus untergebracht, wo sie sich selbst versorgten. Bereits die Fahrt wurde für viele zu einer eindrücklichen Erfahrung. Die unkomplizierte Überquerung der Grenze sorgte für Erstaunen: „So einfach geht das?“, fragte Rajai aus Syrien überrascht, der zuvor noch nie in Belgien gewesen war. So wurde unmittelbar erfahrbar, wie selbstverständlich freie Bewegung innerhalb der Europäischen Union im Alltag heute möglich ist. Der erste Programmpunkt führte die Gruppe in das Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Eupen. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in politische Entscheidungsprozesse auf regionaler Ebene und lernten demokratische Strukturen vor Ort kennen. Die Ausstellung zu Menschenpflichten, Kinderrechten, Demokratie und Meinungsfreiheit regte zahlreiche Gespräche und gemeinsame Reflexionen über gesellschaftliche Teilhabe und europäische Werte an. , Im Anschluss stellte die Volkshochschule Eupen ihre Räumlichkeiten für die Arbeit an Videoprojekten zur Verfügung. Die Lernenden setzten sich dabei mit Themen der Europäischen Union, interkulturellen Erfahrungen und dem Leben in einer mehrsprachigen Grenzregion auseinander. Neben dem sprachlichen Lernen standen Medienkompetenz, Teamarbeit und kreative Ausdrucksformen im Mittelpunkt. Die Reise fiel in die Vorweihnachtszeit, und die Teilnehmenden besuchten den Eupener Weihnachtsmarkt, wo sie lokale Traditionen und das gesellschaftliche Leben der Stadt erlebten. Neben regionalen Speisen und Getränken präsentierten sich auf dem Markt auch lokale Vereine sowie Kunsthandwerkerinnen und -handwerker. Ein weiterer Ausflug führte in die nahegelegene Stadt Liège (Lüttich), die überwiegend französischsprachig ist. Eine interaktive Stadtführung vermittelte der Gruppe Wissenswertes zur Geschichte der Stadt und machte die sprachliche Vielfalt Belgiens unmittelbar erlebbar. , Den Abschluss des Erasmus+-Lernaufenthalts bildete ein Treffen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern an einem Sprachkurs der Volkshochschule Eupen. Die im Rahmen des Projekts entstandenen Videobeiträge wurden präsentiert und gemeinsam diskutiert. Die Gruppe tauschte sich über die Werte der Europäischen Union aus und darüber, welche Rolle grenzüberschreitende Zusammenarbeit und persönliche Erfahrungen spielen. Der Auslandsaufenthalt in Eupen zeigte, wie sich Sprachlernen, kulturelle Begegnungen und projektorientiertes Arbeiten in der Erwachsenenbildung miteinander verbinden lassen. Die Teilnehmenden an der Erasmus+-Mobilitätsmaßnahme verbesserten nicht nur ihre Sprachkenntnisse, sondern setzten sich auch mit demokratischen Strukturen, kultureller Vielfalt und der Zusammenarbeit in Europa auseinander. Besonders die Erfahrung eines offenen Europas im Alltag machte die Reise zu einer nachhaltigen Lernerfahrung. …
[…] Digitale Lernangebote für Fachkräfte und Unternehmen, Orientierung und Praxiswissen in einer Broschüre, Lernvideos mit Einblicken aus der Praxis, Praktische Hilfen für den Unternehmensalltag, Unterstützung für Arbeitsvermittlung und Betriebe, Mehr Bewusstsein für eine inklusive Arbeitswelt, Haben wir Ihr Interesse geweckt? Inklusion gehört zu den zentralen Schwerpunktthemen von Erasmus+ – auch in den Partnerschaften für Zusammenarbeit im Bereich der Berufsbildung. Um Betriebe bei der Umsetzung von Inklusion zu unterstützen, hat die Akademie Klausenhof gGmbH gemeinsam mit sechs Partnerorganisationen aus sechs europäischen Ländern praxisnahe Lernmaterialien entwickelt. An deren Entstehung waren auch Menschen mit unterschiedlichen motorischen und geistigen Behinderungen aktiv beteiligt. , In der Arbeitswelt hängt gelingende Inklusion noch immer häufig vom Engagement einzelner Personen ab. Oft fehlt es an Wissen darüber, wie die berufliche Einbindung von Menschen mit Behinderung erfolgreich gestaltet werden kann. Gleichzeitig bestehen in vielen Unternehmen weiterhin Vorbehalte und Unsicherheiten. Genau hier setzt das Partnerschaftsprojekt „Be inclusive“ an. Es greift diese Herausforderungen auf und widmet sich der Frage, wie Inklusion in der Arbeitsvermittlung gestärkt werden kann. Im Fokus stehen kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die häufig nicht über eigene Expertise im Bereich Inklusion verfügen und deshalb gezielte Unterstützung benötigen. Ziel des Projekts ist es, die Teilhabe von Menschen mit Behinderung an Arbeit und Ausbildung im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention nachhaltig zu fördern. , Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung digitaler Lerntools. Sie richten sich an Fachkräfte, die Menschen mit Behinderung in Arbeit und Ausbildung vermitteln, sowie an Personen in Unternehmen, die Verantwortung für Inklusion tragen. Die Materialien sollen die inklusiven Kompetenzen von Personalverantwortlichen und Führungskräften stärken und gleichzeitig ihre Sensibilität für das Thema erhöhen. Auf diese Weise verbessern sich die Chancen von Menschen mit Behinderung, einen passenden Arbeitsplatz zu finden und langfristig zu behalten. , Die Broschüre „Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt: Vermittlung, Inklusion und nachhaltige Beschäftigung in KMU“ bietet eine praktische Hilfestellung für Fachkräfte, Unternehmen und Betroffene. Sie informiert über gesetzliche Rahmenbedingungen und stellt Beispiele guter Praxis aus allen Partnerländern vor. Darüber hinaus liefert die Broschüre überzeugende Argumente für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt. Sie zeigt typische Hürden auf und präsentiert konkrete Lösungsansätze für deren Überwindung. Auch Menschen mit Behinderung profitieren von den Inhalten: Die Broschüre bietet ihnen eine hilfreiche Orientierung auf dem Weg in das Berufsleben. Die Broschüre ist in sechs Sprachen erschienen (englisch, deutsch, griechisch, italienisch, slowenisch, lettisch). Zum Download der Broschüre , Ergänzend zur Broschüre wurden acht kurze Lernvideos entwickelt. Sie vermitteln praxisnahe Lösungsansätze für Betriebe und stärken zugleich die Selbstwirksamkeit von Menschen mit Behinderung, die in den Videos selbst zu Wort kommen. Die Inhalte decken alle wichtigen Phasen der Personalgewinnung und des Onboardings ab. Darüber hinaus behandeln sie Themen wie Arbeitsumfeld, Führung und Kompetenzentwicklung. Auch die Vorteile inklusiver Beschäftigung sowie bestehende Vorurteile werden aufgegriffen und reflektiert. Die Videos berücksichtigen unterschiedliche Formen von Behinderungen, darunter sowohl motorische als auch geistige Beeinträchtigungen. Hier geht's zu den Videos , Für die betriebliche Praxis stehen weitere Materialien zur Verfügung. Dazu gehören eine Checkliste zur Umsetzung von Inklusion in KMU sowie Factsheets zu verschiedenen Formen von Behinderung. Ergänzt werden diese durch Informationen zu nationalen rechtlichen Rahmenbedingungen und länderspezifischen Besonderheiten, etwa zu Fördermöglichkeiten und Unterstützungsangeboten. Checkliste und Factsheets finden sich hier , Fachkräfte in der Ausbildungs- und Arbeitsvermittlung können die Materialien unmittelbar im Vermittlungsprozess einsetzen. Darüber hinaus eignen sie sich, um Betriebe zu informieren, zu sensibilisieren und bei der Umsetzung von Inklusion zu begleiten. So werden Unternehmen ermutigt, Menschen mit Behinderung bei der Besetzung neuer Stellen stärker einzubeziehen und bislang ungenutzte Potenziale zu erschließen. Gleichzeitig können sie einen Beitrag zur Bewältigung des Fachkräftemangels leisten. Die Materialien stärken zudem die Inklusionskompetenzen des Bildungspersonals. Dadurch werden Fachkräfte in die Lage versetzt, Menschen mit Behinderung noch gezielter auf ihrem Weg in den ersten Arbeitsmarkt zu begleiten. Dies gilt insbesondere für Personen, die an Qualifizierungsmaßnahmen oder Trainings teilnehmen und den Einstieg ins Berufsleben anstreben. , Menschen mit Behinderung waren aktiv an der Entwicklung und Umsetzung des Projekts beteiligt. Gleichzeitig engagierten sich ortsansässige Unternehmen in verschiedenen Projektaktivitäten. Dadurch konnte das Bewusstsein für die Verantwortung der regionalen Wirtschaft im Bereich Inklusion gestärkt und nachhaltig verankert werden. , Das Projekt zeigt zugleich, dass alle Beteiligten von inklusiven Arbeitsplätzen profitieren können. Darüber hinaus wird sichtbar, wie wichtig eine gezielte Sensibilisierung und Heranführung an das Thema Inklusion ist, um bestehende Barrieren abzubauen und nachhaltige Veränderungen anzustoßen. , Zum Projekt in der Erasmus+ Projektergebnisplattform …
[…] Haben wir Ihr Interesse geweckt? Der Fokus liegt hierbei auf Jugendlichen, deren Chancen auf Bildung und interkulturelle Erfahrungen durch ihren Lebensweg eher als geringer eingestuft werden müssen. Hamed, der mit seiner Familie aus Afghanistan nach Deutschland geflüchtet ist und seinen Schulabschluss an der VHS Meppen macht, ist ein Teilnehmer einer solchen Lernreise. Was der Besuch in Lettland in ihm bewirkt hat und wie Erasmus+ Inklusion fördert, hören Sie in diesem Podcast. Zum Textskript , Hier geht es zu unseren Themenseiten …
[…] Haben wir Ihr Interesse geweckt? Wo stehen wir heute? Und vor allem: Wohin geht die Reise bis zur nächsten Programmgeneration ab 2028? Wir diskutieren die drängenden Fragen rund um die Zukunft des Programms wie: Welche Ziele und Kernforderungen stehen im Raum ab 2028? Wie wird Erasmus+ den Herausforderungen von Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Inklusion und Teilhabe gerecht? Welche Vision verfolgen wir für das Bildungsprogramm von morgen? Zum Textskript , Hier geht es zu unseren Themenseiten …
[…] Haben wir Ihr Interesse geweckt? Auch wenn es bereits eine Vielzahl guter Ansätze zur Reintegration von straffällig gewordenen Jugendlichen gibt, ist die Rückfallquote nach wie vor hoch. Diesen Teufelskreis will das Projekt NEXT STEPS durchbrechen und dabei zugleich einen arbeitsmarktrelevanten Beitrag leisten. Die noch bis zum Herbst 2023 laufende Partnerschaft knüpft an das Projekt STEPS an, dessen Ziel es war, über Sportangebote die Fähigkeiten jugendlicher Inhaftierter in der Justizvollzugsanstalt Heinsberg ( JVA Heinsberg) zu stärken. Zum Textskript , Hier geht es zu unseren Themenseiten …
[…] Haben wir Ihr Interesse geweckt? Bibliotheken sind Orte der Wissensvermittlung und der Begegnung und somit Wirkungsstätten sozialer Teilhabe. Hier können deutsche Bibliotheken noch viel von ihren Kolleginnen und Kollegen in Europa lernen. Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin geht mit gutem Beispiel voran. Zum Textskript , Hier geht es zu unseren Themenseiten …
[…] Die Zukunft von Erasmus+ Am 17. Juli 2025 hat die Europäische Kommission ihren Vorschlag für die neue Generation des Erasmus+-Programms für den Zeitraum 2028 bis 2034 vorgestellt. Mit einem geplanten Budget von 40,8 Milliarden Euro – das entspricht einem Zuwachs von 50 Prozent gegenüber dem laufenden Programm – unterstreicht die Kommission die hohe Bedeutung von Erasmus+ für Bildung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Wettbewerbsfähigkeit Europas. Das entspricht rund 2 Prozent des gesamten EU -Haushalts von knapp 2 Billionen Euro. Die Struktur des Programms bleibt im Wesentlichen erhalten: Die sechs Bildungssektoren – Berufsbildung, Hochschulbildung, Erwachsenenbildung, Schulbildung, Jugend und Sport – bleiben bestehen. Auch die bekannten Leitaktionen werden fortgeführt, heißen nun aber „Säulen“. Die bisherigen Leitaktionen 2 und 3 sollen zu einer neuen Säule 2 zusammengefasst werden. Neu ist, dass das Europäische Solidaritätskorps in Erasmus+ integriert werden soll. Die Kommission setzt weiterhin klare inhaltliche Schwerpunkte: Lernmobilität, Inklusion, Kompetenzerwerb sowie politische und gesellschaftliche Teilhabe bleiben zentrale Ziele. Auch sollen alle Zielgruppen, die im laufenden Programm förderfähig sind, in der neuen Programmgeneration unterstützt werden. Kooperationsprojekte – insbesondere auf nationaler Ebene durch die Nationalen Agenturen gefördert – bleiben fester Bestandteil, dürfen jedoch nicht zugunsten zentraler EU -Projekte an Relevanz verlieren. Sie sind essenziell für praxisnahe Impulse zur Weiterentwicklung des Europäischen Bildungsraums. Ob das neue Budget ausreicht, ist fraglich. Die Nationale Agentur beim BIBB schätzt, dass der tatsächliche Finanzbedarf viel höher ist. Allein für den Erhalt des aktuellen Förderniveaus bräuchte es mehr Mittel – u. a. wegen der Inflation 2021–2024 (20 Prozent) und dem starken Wachstum der aktuellen Programmgeneration. Allerdings haben Deutschland und andere Mitgliedstaaten bereits Widerstand gegen die Höhe des Gesamt- EU -Haushalts angekündigt – Kürzungen sind also möglich. In den anstehenden Verhandlungen zum Mehrjährigen Finanzrahmen ( MFR ) sollte daher konsequent für ein gestärktes Erasmus+ eingetreten werden – quantitativ wie qualitativ. , Während das aktuelle Erasmus+-Programm noch in vollem Gange ist, laufen bereits die Vorbereitungen für die neue Programmgeneration. Was hat sich bewährt? Was sollte aus deutscher Sicht weiterentwickelt werden? Wie läuft der Prozess dazu ab und was ist gerade der aktuelle Stand? Hier erfahren Sie mehr zur Zukunft von Erasmus+ …
[…] Das Programm Erasmus+ hat aktuell eine Laufzeit von 2021 bis 2027. Deutschland hat nun sein Papier mit den Kernforderungen für das Nachfolgeprogramm vorgelegt, das voraussichtlich eine Laufzeit von 2028 bis 2034 haben wird. Dazu haben sich die beteiligten Bundesministerien und die Kultusministerkonferenz abgestimmt und auf der Grundlage der nationalen Zwischenevaluation des Programms 2021-2027 die gemeinsamen Kernforderungen für das Nachfolgeprogramm formuliert. , Zentral ist die Forderung das Programm mit den beiden Leitaktionen Lernmobilität und Kooperation weiter zu stärken. Langfristiges Ziel sollte es bleiben, allen Europäerinnen und Europäern die Chance der Teilnahme zu ermöglichen. Um die Wirkung hervorragender Kooperationsprojekte weiter zu steigern, sollten sie die Möglichkeit einer geförderten Verbreitungsphase bekommen. Die Kernforderungen umfassen auch spezifische Aspekte der Bildungssektoren, so beispielsweise die nach einer Vernetzungsplattform für die Berufsbildung, analog zu EPALE und e-Twinning in anderen Sektoren oder die spezifische Berücksichtigung der Lernenden in der Erwachsenenbildung. Zum Positionspapier …
[…] Projektergebnisse zeigen: KI kann Lernen bereichern, Wirkung und Ausblick, Haben wir Ihr Interesse geweckt? Künstliche Intelligenz (KI) spielt im Bildungsbereich eine immer größere Rolle. Sie eröffnet neue Chancen für flexible und individuelle Lernprozesse. Vor diesem Hintergrund wurde das Erasmus+-Projekt „Artificial Intelligence in Adult Education and Self-Learning“ (AI in ADU) ins Leben gerufen. , „AI in ADU“ bringt Partnereinrichtungen aus sechs Ländern zusammen, um die Potenziale von KI in der Erwachsenenbildung – mit besonderem Fokus auf Sprachenlernen – zu untersuchen. Ziel der Kooperationspartnerschaft ist es, die Bedürfnisse von Lehrenden und Lernenden besser zu verstehen und praxisnahe Materialien zu entwickeln, die zeigen, wie KI-gestützte Lösungen sinnvoll ausgewählt und eingesetzt werden können. , Bereits in der ersten Projektphase konnten wichtige Erkenntnisse gewonnen werden: Eine umfangreiche Literaturrecherche be leuchtete Chancen, Herausforderungen und Beispiele guter Praxis rund um den Einsatz von KI in der Erwachsenenbildung. Darauf folgte eine Online-Umfrage unter Erwachsenenbildnerinnen und -bildnern sowie Selbstlernenden aus sechs Ländern. Die Teilnehmenden be richteten, wie sie KI-Tools nutzen – etwa zur Recherche, Inhaltserstellung oder für Sprachübungen. Viele sehen klare Vorteile: höhere Produktivität, bessere Lernergebnisse und individuellere Lernwege. Gleichzeitig wurden auch kritische Aspekte genannt, darunter Bedenken zu Datenschutz, ethischen Fragen und einem übermäßigen Technologieeinsatz. Zusätzlich führten die Partner Fokusgruppen-Interviews durch. Die Ergebnisse zeigen: KI kann Lernen bereichern, wenn sie bewusst eingesetzt wird. Besonders wichtig sind dabei digitale Kompetenzen, kritisches Denken und eine ausgewogene Kombination aus klassischen Methoden und neuen Technologien. Darüber hinaus analysierte das Projektteam KI-Lernplattformen und zeichnete Podcasts mit Expertinnen und Experten auf. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse entstanden praxisorientierte Leitfäden für Lehrkräfte und Selbstlernende. Ergänzend wurden interaktive Inhalte entwickelt, die dabei helfen, KI-gestütztes Lernen im Alltag gezielt auszuprobieren. Die Pilotphase dieser Materialien ist für November 2025 geplant. , Die bisherigen Ergebnisse unterstreichen: KI hat Potenzial für die Erwachsenenbildung – vor allem für das selbstgesteuerte Sprachen lernen. Sie kann Motivation, Lernfortschritt und Selbstorganisation stärken. Gleichzeitig ist ein reflektierter Einsatz entscheidend, der ethische Fragen, Datenschutz und pädagogische Anforderungen berücksichtigt. Insofern trägt „AI in ADU“ dazu bei, die digitale Transformation in der Erwachsenenbildung aktiv mitzugestalten. Mit praxisnahen Leitfäden und interaktiven Materialien bietet das Projekt Orientierung für Lehrende und Lernende – und zeigt, wie KI verantwortungsvoll, inklusiv und gewinnbringend in Bildungsprozesse integriert werden kann. , Darstellung auf der Project-Results-Plattform …
[…] Teil 1, Europäische Solidarität im Fokus, Weiterführende Links, Bilderslider Das europäische Netzwerk der EuroApprentices (Erasmus+-Botschafterinnen und -Botschafter in der Berufsbildung) kam vom 10. bis 14. Juni 2026 in Danzig (Polen), zusammen, um sich weiterzubilden, zu vernetzen und gemeinsame Aktivitäten zu planen. Zwei der deutschen Teilnehmenden, Pia und Benjamin, berichten aus ihrer Perspektive von dem Treffen. Mittwoch, 10. Juni 2026: Aus elf verschiedenen Nationen – von Finnland bis Italien, von Portugal bis Rumänien – trafen sich die EuroApprentices in der Hafenstadt Danzig. Unser Programm begann mit Icebreaking-Aktivitäten und einem regen Austausch. Nach einem kurzen Briefing starteten wir mit unserem ersten Arbeitsauftrag, welchen wir bereits im Online-Vorbereitungsmeeting erhalten hatten: Unter dem Thema Democratic Turning Point arbeiteten die Teilnehmenden jedes Landes eine Präsentation aus. Das deutsche Team entschied sich für „Democracy is not given – it depends on all of us“ und setzte sich mit wiederkehrenden gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen sowie den daraus zu ziehenden Lehren auseinander. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der zunehmenden Verschiebung des politischen Diskurses nach rechts. Vor dem Hintergrund, dass Demokratien derzeit in vielen Ländern unter wachsendem Druck stehen, verdeutlichte die Präsentation zugleich, dass alle Teile der Gesellschaft Verantwortung tragen und dazu aufgerufen sind, demokratische Werte aktiv zu schützen und mitzugestalten. Parallel dazu wurde bereits der European Market aufgebaut: Alle Nationen brachten landestypische Speisen, Süßigkeiten und Getränke zum Probieren mit. Obwohl es innerhalb der EU viel Transparenz gibt und die meisten Supermärkte gut ausgestattet sind, war es doch eine erfreuliche Erkenntnis, wie viel wir noch nicht kannten (Nachahmung sei an dieser Stelle ausdrücklich empfohlen!). Thematisch lag der Fokus jeden Tag auf einem anderen Sujet. So startete das Programm am Donnerstagmorgen mit dem Thema Migration . Anfängliche Fragen, wie „Was verstehen wir unter dem Begriff? Was sind Pull- und Push-Faktoren?“ wurden geklärt und intensiv diskutiert. Von freedom of movement , über Immigration in Europe , bis hin zu den Aspekten, die uns einen und unterscheiden, ließen wir kaum einen Punkt aus. Dieser Einstieg diente der Vorbereitung auf den Besuch des Immigrationsmuseums in Gdynia . Das Museum versorgte uns anschließend mit interessanten Informationen und wir bekamen die Gelegenheit, unser neu erworbenes Wissen mit der Geschichte Polens zu verknüpfen. , An Tag drei erweiterten wir im zweiten Workshop unseren Horizont rund um die Begriffe solidarity , civic action und democracy . Erneut stellten wir uns die Frage, was diese Begriffe für uns bedeuten: Ist es der menschliche Zusammenhalt? Sind es die Möglichkeit und die Pflicht, für seine Rechte einzutreten? Oder doch ausschließlich anderen zu helfen? Erneut wurden rege die Meinungen ausgetauscht – dieses Mal mithilfe einer Fishbowl -Diskussion – und zur Visualisierung unserer Ansichten erstellten wir gemeinsam Collagen. Anschließend fuhren wir zum European Solidarity Centre . Dort lag unser Fokus auf der Gewerkschaft Solidarność und auf dem polnischen Politiker Lech Wałęsa. Solidarność beschreibt die Solidaritätsbewegung der polnischen Bevölkerung, welche 1980 das Ende des Kommunismus einläutete und geleitet wurde von Lech Wałęsa (ehemaliger Präsident Polens und Friedensnobelpreisträger). Nach der ebenso bewundernswerten wie lehrreichen Ausstellung ließen wir den Abend bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen. Wałęsa bildete auch den Dreh- und Angelpunkt des Samstags. Bevor es aber zu dem Treffen kam, reflektierten wir zunächst den gestrigen Museumsbesuch. Alle nahmen für sich eine andere bedeutende Information mit, welche in der Reflexionsrunde eine breit gefächerte Wiedergabe der Ausstellung möglich machte. Im Anschluss daran folgten unsere Präsentationen, welche wir am Mittwoch vorbereitet hatten. Dadurch erhielten wir viele Einblicke in die Vergangenheit und Gegenwart verschiedener Nationen. Portugal erzählte beispielsweise von der Nelkenrevolution, einem friedlichen Militär Coup, welcher von Blumen statt durch Gewalt begleitet wurde. Anschließend stand ein herausragender Punkt auf der Agenda: Das Treffen mit Lech Wałęsa . Zu Beginn erzählte der ehemalige Präsident von Polen von sich und seinen Erfahrungen. Später ging er zu der aktuellen Lage und der Demokratie über. Wałęsa ratterte keine politische Standard-Rede herunter, sondern wirkte ehrlich und erzählte das, was er dachte, wie er dazu steht und motivierte uns. Zum Beispiel sei die Demokratie hier und da veraltet und könne ein wenig frischen Wind gut vertragen. Aus diesem Grund setze Lech Wałęsa große Stücke auf uns. Damit meine er nicht nur uns EuroApprentices, sondern alle jungen Menschen der Welt. Laut Wałęsa liege es nun an der jungen Generation, Verantwortung zu übernehmen und sich für demokratische Veränderungen zu engagieren. Er selbst habe sich über viele Jahre für die Demokratie eingesetzt und sehe es nun als unsere Aufgabe der jungen Generation, dieses Engagement fortzuführen. Unsere Fragen in der anschließenden Austauschrunde beantwortete er ausführlich und mit vielen witzigen Anekdoten. Mit dem Besuch im Museum, seinen Erzählungen und Antworten auf unsere Fragen zeichnete sich ein schärferes Bild von einer für uns sonst unerreichbaren Persönlichkeit ab. Der restliche Tag stand uns zur freien Verfügung. Manche sind zum Strand nach Sopot gefahren, andere probierten sich durch die kulinarischen Spezialitäten, wie Pierogi, Bigos oder Żurek. Auch die Erkundung der Innenstadt, der Besuch eines lost places oder aber die Bewunderung der vielen Schiffe war heute möglich. Sonntag, 14.06.2026: Time to say goodbye. Der Sonntagmorgen kam schneller, als wir gucken konnten. Innerhalb der gesamten Gruppe starteten wir mit einer Reflexion in den Tag: Was haben wir über Migration gelernt? Inwiefern veränderte sich die Bedeutung des Begriffs Solidarität für uns? Wie hat sich unser Bild von der Demokratie entwickelt? Auch von besonderer Wichtigkeit ist die Frage: Was werden wir nun unternehmen, um Dinge zu verändern oder zu erhalten? Die polnische NA knüpfte mit abschließenden Worten an und es folgte der Abschied. Und so reisten die EuroApprentices mit neuem Wissen und neu gewonnenen Freundschaften zurück in ihre Heimat – in der Hoffnung, sich auf dem nächsten International EuroApprentices Meeting, ausgerichtet von Deutschland, oder vielleicht sogar schon etwas früher zu privat organisierten Treffen wiederzusehen. – Bericht verfasst von Pia Saurer und Benjamin Dinh, EuroApprentices , Die EuroApprentices-Initiative ist ein europäisches Netzwerk, bestehend aus über 300 Botschafter/-innen für Erasmus+ in der Berufsbildung aus insgesamt 11 Ländern. Sie berichten ehrenamtlich über ihre Erfahrungen mit dem Erasmus+-Programm und machen Mut, damit auch andere Lernende der Berufsbildung sich trauen, den Schritt ins Ausland zu wagen. EuroApprentices sind deutschlandweit vertreten und können für Veranstaltungen, Redebeiträge und Online-Events angefragt werden. Zudem betreiben sie ihre eigenen Social-Media-Kanäle und einen eigenen Podcast: Zur EuroApprentices-Seite Zum Instagram-Profil Zum LinkedIn-Profil Zum Podcast …