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Veranstaltung

Europäische Perspektiven: Kritisch, kreativ, kompetent - Impulse für Demokratie & KI in der Erwachsenenbildung

Virtuelle Fachveranstaltung der Nationalen Koordinierungsstelle der Europäischen Agenda Erwachsenenbildung in Kooperation mit dem Bayerischen Volkshochschulverband e.V. (bvv) und dem Thüringer Volkshochschulverband e.V.

[…] Programm, Programm Lernangebote für Demokratie und KI stellen die Erwachsenenbildung in Europa vor große Herausforderungen. Welche Erkenntnisse liefert die Forschung – und welche Ansätze haben sich in der Praxis bereits bewährt? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Online-Fachveranstaltung der Nationalen Koordinierungsstelle der Europäischen Agenda Erwachsenenbildung (NKS Agenda Erwachsenenbildung) in Kooperation mit dem Bayerischen Volkshochschulverband e.V. (bvv) und dem Thüringer Volkshochschulverband e.V. am 30. Juni und 1. Juli 2026, jeweils von 9:15 bis 13 Uhr. (Einlass an beiden Tagen: 9 Uhr). Freuen Sie sich auf wissenschaftliche Impulse, Einblicke in europäische Projekte, praxisorientierte Workshops und moderierten Austausch . Die Veranstaltung ist kostenfrei und richtet sich an Akteurinnen und Akteure der Erwachsenenbildung aus Praxis, Wissenschaft und Bildungspolitik. , Die Anmeldefrist für die Online-Fachkonferenz ist verstrichen. , Tag 1, 30.06.2026 09:00 Uhr - Einlass und Begrüßung durch die Veranstalter 09:45 Uhr - Prof. Anke Grotlüschen (Universität Hamburg): Beitrag zum Forschungsprojekt „Wehrhafte Demokratie im Bildungswesen“ 10:30 Uhr - Maria Deskur (Universal Reading Foundation, Polen) zu „Literacy for Democracy“ (Erasmus+ Projekt) 11:15 Uhr - Mini-Pause 11:25 Uhr - Reflexionssessions mit Prof. Grotlüschen zum Forschungsprojekt 12:05 Uhr - Fabian Walpuski (Thüringer Volkshochschulverband e.V.): Praxisbeispiel Erasmus+ Mobilität von Lernenden zum Thema KI in der Alphabetisierung 12:30 Uhr - Tanja Möller (NA beim BIBB): Erasmus+ Fördermöglichkeiten in der Erwachsenenbildung 13:00 Uhr - Ende der Veranstaltung Tag 1 Tag 2, 01.07.2026 09:00 Uhr - Einlass 09:15 Uhr - Simone Kaufhold (NA beim BIBB): Europäische Agenda Erwachsenenbildung: Aufgaben und Schwerpunkte 09:30 Uhr - Dr. Marc Jäger (Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus): Das EU-Bildungsprogramm aus Landesperspektive 10:10 Uhr - Monika Ilves (D 64 - Zentrum für digitalen Fortschritt) Code of Conduct KI - Wie demokratische KI Einzug in Organisationen erhält 10:55 Uhr - Pause 11:00 Uhr - Einführung und Start Workshops für die Bildungsarbeit zu den Themen Demokratie und KI in zwei Runden 12:45 Uhr - Feedback & Abschluss 13:00 Uhr - Ende der Veranstaltung , Das vollständige Programm zur Veranstaltung finden Sie als pdf Dokument auch über diesen Link. - Julia Krößner julia.kroessner@bibb.de Tel.: 0228/107 1605 …

News

Neue Podcastfolge: Von Europa lernen

Wie Bibliotheken zu Orten sozialer Teilhabe werden

[…] Podcast Bibliotheken sind Orte der Wissensvermittlung und der Begegnung und somit Wirkungsstätten sozialer Teilhabe. Hier können deutsche Bibliotheken noch viel von ihren Kolleginnen und Kollegen in Europa lernen. Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin geht mit gutem Beispiel voran. Jetzt reinhören …

Veranstaltung

Competence and skills development in VET through research

Sie interessieren sich für die wandelnden Kompetenzanforderungen in Gesellschaft und Arbeitswelt und haben bereits ein Erasmus+ Projekt oder möchten einen Projektantrag in der beruflichen Aus- und Weiterbildung stellen?

[…] Ziele, Zielgruppe, Auf einen Blick, Bewerbung , Hinweis zu den Kosten, Kontakt Diese internationale TCA befasst sich mit den sich wandelnden Kompetenzanforderungen in Gesellschaft und Arbeitswelt sowie der Rolle von Erasmus+ bei der Entwicklung beruflicher, digitaler, sprachlicher, interkultureller und überfachlicher Kompetenzen in der beruflichen Bildung. Auf Grundlage aktueller nationaler und internationaler Forschungsergebnisse werden die Auswirkungen von Erasmus+-Projekten analysiert und erfolgreiche Ansätze zur Kompetenzförderung sowie deren Bedeutung für Bildungs- und Berufswege erörtert. Die Veranstaltung umfasst Fachvorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops und dient der Förderung des internationalen Austauschs, der Vernetzung sowie der Weiterentwicklung praxisorientierter und forschungsbasierter Ansätze in der Berufsbildung. , Diskussion der im 21. Jahrhundert erforderlichen Kompetenzen und darüber, wie Lernende und Lehrkräfte ihre Fähigkeiten weiterentwickeln können, um den aktuellen Herausforderungen gerecht zu werden und sich an eine sich wandelnde Welt anzupassen. Analyse der im Rahmen von Erasmus+ geförderten Kompetenzen und Fähigkeiten von Lernenden sowie Bewertung ihres Potenzials zur Stärkung der individuellen Kompetenzentwicklung. Sensibilisierung dafür, inwiefern arbeitsmarktrelevante Kompetenzen durch internationale Bildungsprogramme entwickelt werden können. Erstellung einer Übersicht der Kompetenzen und Fähigkeiten, zu deren Entwicklung das Erasmus+-Programm maßgeblich beiträgt, sowie Sammlung von good practices aus Schulen zur Förderung dieser Kompetenzen. , Die Veranstaltung richtet sich an Leitungen, Lehrkräfte sowie internationale bzw. Erasmus+-Koordinatorinnen und -Koordinatoren von Berufsschulen und Berufsbildungszentren. Sowohl neue als auch erfahrene Projektträger sind willkommen. , Beginn: 19.10.2026 um 9 Uhr Ende: 21.10.2026 um 14 Uhr Veranstaltungsort: Ungarn, Budapest Bitte planen Sie Ihre Reise so, dass Sie von Beginn bis zum Ende der Veranstaltung anwesend sein werden. Die TCA findet auf Englisch statt. Die Teilnehmenden sollten über gute Englischkenntnisse verfügen. , Die Bewerbung zur Teilnahme erfolgt über die SALTO -Plattform. Ein entsprechender SALTO -Account ist erforderlich. Bewerbung Bewerbungsfrist ist der 18.07.2026 , Die Kosten der Veranstaltung (Übernachtung, Verpflegung, Seminargebühren) werden für Sie von der ausrichtenden Nationalen Agentur übernommen. Die NA beim BIBB bezuschusst Ihre Reisekosten. - Bei Fragen zur Veranstaltung wenden Sie sich bitte an: Csilla Marianna Szabó, E-Mail: csillaszabo@tpf.hu . Bei Fragen zur Abrechnung wenden Sie sich bitte an NA-TCA@bibb.de . …

Veranstaltung

International Support Networks and Services - Laying the groundwork for long-term cooperation

Sie engagieren sich als Mentorin oder Mentor im Erasmus+-Programm und möchten die Zukunft des Mentorings aktiv mitgestalten? Sie verfügen über Erfahrungen in Erasmus+-Mobilitätsprojekten (KA1) oder Kooperationspartnerschaften (KA2) in der beruflichen Aus- und Weiterbildung? Dann nutzen Sie die Gelegenheit und nehmen Sie am internationalen Seminar „International Support Networks and Services – Laying the Groundwork for Long-Term Cooperation“ teil!

[…] Zielgrupe, Auf einen Blick, Bewerbung , Hinweis zu den Kosten, Kontakt Die rumänische Nationale Agentur lädt nach Bukarest ein, um gemeinsam mit Fachkräften aus ganz Europa innovative Ansätze und erfolgreiche Praktiken im Mentoring zu entdecken und weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Mentoring im Erasmus+-Programm nachhaltig gestaltet und langfristige internationale Kooperationen gestärkt werden können. Freuen Sie sich auf inspirierende Diskussionen, praxisnahe Einblicke und den Austausch mit erfahrenen Akteurinnen und Akteuren der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Gemeinsam erarbeiten Sie neue Perspektiven für wirksame Unterstützungs- und Begleitstrukturen und knüpfen wertvolle Kontakte für zukünftige europäische Zusammenarbeit. , Das erwartet Sie bei der Veranstaltung: „Tool-Messe für Mentorinnen und Mentoren“ mit praxisnahen Schwerpunkten: Methoden für wirkungsvolle Informations- und Werbeveranstaltungen Coaching-Ansätze zur Steigerung der Qualität von Projektanträgen Innovative Veranstaltungsformate zur Gewinnung neuer Erasmus+-Antragstellender Fachaustausch zur Weiterentwicklung von Mentoring- und Unterstützungssystemen mit Beiträgen von Mentorinnen und Mentoren, Schulinspektorinnen und Schulinspektoren, Mitarbeitenden der Nationalen Agenturen sowie Vertretungen von SALTO E&T. , Mentorinnen und Mentoren der Schul- und Berufsbildung – insbesondere Ausbildende, Coaches, Bildungsberater, Schulinspektoren, Programm-Botschafter sowie weitere Fachkräfte aus diesem Bereich. Stakeholder der Netzwerkkoordination – Personen, die an der Entwicklung oder Umsetzung nationaler und regionaler Unterstützungsnetzwerke mitwirken. Dazu gehören die Schulinspektion sowie Vertretungen öffentlicher Einrichtungen zur Förderung der Schul- und Berufsbildung. Vertretungen der Nationalen Agenturen (NAs) , die für die Konzeption, Gestaltung, Umsetzung oder Koordinierung von Mentoring- und Unterstützungssystemen zuständig sind. Ausbildende und Fachleute aus angrenzenden Bereichen des Mentorings, insbesondere mit Fokus auf Internationalisierung und Kapazitätsaufbau (Capacity Building). Vertreter-/innen der allgemeinen Schuldbildung wenden sich bitte an den PAD (Pädagogischer Austauschdienst). Vertreter/-innen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung wenden sich bitte an das BIBB. , Beginn: 01.10.2026 Ende: 04.10.2026 Veranstaltungsort: Bukarest, Rumänien Bitte planen Sie Ihre Reise so, dass Sie von Beginn bis zum Ende der Veranstaltung anwesend sein werden. Die TCA findet auf Englisch statt. Die Teilnehmenden sollten über gute Englischkenntnisse verfügen. , Die Bewerbung zur Teilnahme erfolgt über die SALTO -Plattform. Ein entsprechender SALTO -Account ist erforderlich. Zur Bewerbung Bewerbungsfrist ist der 19.07.2026 , Die Kosten der Veranstaltung (Übernachtung, Verpflegung, Seminargebühren) werden für Sie von der ausrichtenden Nationalen Agentur übernommen. Die NA beim BIBB bezuschusst Ihre Reisekosten. - Bei Fragen zur Veranstaltung wenden Sie sich bitte an Nikita-Anastasia Anastasiu, E-Mail: anastasia.anastasiu@anpcdefp.ro. Bei Fragen zur Abrechnung wenden Sie sich bitte an NA-TCA@bibb.de . …

News

Into The Deep

Marine Image Analysis Hub for Citizen Scientists

[…] O-Ton, Ziele, Zielgruppe, Methoden, Ökologischer Handabdruck , Transformationsrelevanz, Materialien, Suchbegriffe, Haben wir Ihr Interesse geweckt? „Der Bedarf nach ‚grünen‘ Inhalten in der Berufsausbildung wächst. Zugleich ist es unverzichtbar, Lehrmethoden auch zu digitalisieren. Videoteach schließt die bestehenden Lücken und zeigt dabei: Es macht Spaß, grüne Lerninhalte kreativ zu verpacken.” Thomas Blum, Geschäftsführer RegioVision Schwerin , Into The Deep ist ein Citizen-Science-Projekt, das die faszinierende Welt der Tiefsee zugänglich macht. Projektpartner aus drei Ländern erarbeiten interaktive Lernmaterialien über Meereslebensräume und den Einfluss menschlichen Handelns auf diese empfindlichen Ökosysteme. Teilnehmende werden dadurch befähigt, sich als Laien an bestimmten Forschungsvorhaben zu beteiligen. Ziel ist es, die Lücke zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu schließen und Menschen aktiv an der Meeresforschung teilhaben zu lassen. Erwachsenen erhalten Zugang zu authentischen und ansprechenden Informationen über Meeresforschung und die Bedeutung der Ozeane im Kampf gegen den Klimawandel Citizen Science wird genutzt,um die Datenbasis der Meeresforschung zu verbessern und gleichzeitig als Möglichkeit für nicht-wissenschaftlich gebildete Erwachsene, sich für den Klimaschutz zu engagieren, Handlungsfähigkeit zu entwickeln und aktiv zum Klimaschutz beizutragen. Das Projekt adressiert die Herausforderungen 9 (Fähigkeiten, Wissen, Technologie und Teilhabe für alle) und 10 (Wiederherstellung der Beziehung der Gesellschaft zum Ozean) der UN-Ozeandekade und und stärkt die individuelle Handlungskompetenz von Personen. , Institutionen, mit denen das Projekt zusammenarbeitet, damit Meeresinstitute mehr über Erwachsenenbildung und Erwachsenenbildner über den Klimawandel im Meer und die Förderung klimafreundlicher Maßnahmen erfahren In erster Linie Erwachsene im direkten Umfeld und Klimaschutzaktivisten in Gemeinden, die sich der Auswirkungen des Ozeans auf die Umwelt nicht bewusst waren. In geringem Umfang auch Studierende und Dozierende anderer Fachrichtungen als Meereswissenschaften Erwachsene, die sich zu Erhebungszeitpunkten in den jeweiligen Regionen aufhielten und über Social-Media-Kanäle adressiert wurden (Menschen mit Interesse am Meer, auch Touristen oder Tauchergruppen) , Erfahrungsorientiertes und praktisches Lernen: Citizen Science gibt Erwachsenen die Chance, durch praktisches Tun zu lernen und über abstrakte Konzepte hinaus praktische Erfahrungen zu sammeln. Entwicklung wissenschaftlicher Kompetenz: Durch die Teilnahme an echter Forschung können Erwachsene ein differenzierteres Verständnis dafür entwickeln, wie Wissenschaft funktioniert. Förderung von ´agency´ und maritimer Identität: Erwachsene entwickeln ein stärkeres Gefühl der Handlungsfähigkeit in einem manchmal abstrakten Kampf gegen den Klimawandel. Seit 2024: Adaption der Projektidee in einem Citizen Science-Projekt für Schülerinnen und Schüler: https://www.deep-discovery.org/ , Jedes der vier Module von „Into The Deep“ widmete sich einem marinen Ökosystem und enthielt einen kurzen Unterrichtsplan, der die Lernenden zum Lernen anregte. Dabei ging es um folgende Themen: Was ist das Besondere am marinen Ökosystem? Was versucht die Meeresforschung an diesem Standort herauszufinden und wie verändert sich das Ökosystem im Zuge der Umweltveränderungen? Wie trägt das Ökosystem am jeweiligen Standort zu einem stabilen Klima bei? Wie verändern direkte und indirekte menschliche Eingriffe die marinen Lebensräume, und was können wir dagegen tun? Die Teilnehmenden lernten bereits vor der Beteiligung am Citizen-Science-Angebot die Bedeutung des spezifischen Ökosystems sowie den Einfluss des Menschen auf die Unterstützung einer gesunden Umwelt kennen. Darüber hinaus zeigte das Feedback der beteiligten Akteure, dass allein die Beobachtung des Lebens in der Tiefsee und der Vielfalt der Ökosysteme ihr Bewusstsein für das Thema sowie ihre Handlungsfähigkeit förderte. , Das Projekt stärkte das Vertrauen von Lernenden und Bürgerwissenschaftlern in den wissenschaftlichen Prozess der Klimaforschung, es schuf zugleich Transparenz zu laufenden Projekten der Meeresforschung. Dies erfolgte zum Beispiel, indem aufgezeigt wurde, welchen Beitrag einzelne Aktionen im Bürgerwissenschaftstool „BIIGLE.party“ zur wissenschaftlichen Integrität leisten. Auch Live-Instagram-Sessions mit Wissenschaftlern trugen dazu bei, das Vertrauen in die Arbeitsweise der Wissenschaft zu stärken. , YouTube Playlists geben einen schnellen Überblick über die Tiefsee-Ökosysteme: Deutsch: https://youtu.be/F5vkfKi0_mg?si=_wGWRavxwAS7l6a- Englisch: https://youtu.be/nZDy6OhuAZc?si=JqvyBbpKN4nGIOkJ Griechisch: https://youtu.be/bpiNSnNv0HU?si=q6a6gtXb2S3aX42x Spansich: https://youtu.be/CaaoZn7MK3I?si=_yX0krt-GIhqYbOt E-Learning-Kurse auf Englisch, Deutsch, Griechisch und Spanisch zu vier Tiefsee-Ökosystemen. Am Ende des Kurses wird der Lernende direkt zu den entsprechenden Datensätzen auf Biigle.Party weitergeleitet, um mit seiner Citizen-Science-Forschung zu beginnen. https://e-classintothedeep.eu/ Handbook for Marine Image Analyis for Citizen Science: richtet sich an Meeresforscher, Meeresschützer und alle, die daran interessiert sind, ein Biigle.Party-Citizen-Science-Projekt ins Leben zu rufen (in englischer Sprache): https://www.intothedeep.net/for-researchers Das Projekt in der Erasmus+ Project Results Platform. https://erasmus-plus.ec.europa.eu/projects/search/details/2022-1-DE02-KA220-ADU-000088137 , Meeresidentität, Klimabehörde, Erwachsenenbildung, Meeresökosystem, Bürgerwissenschaft, Citizen Science, wissenschaftliche Methode , Hier geht es zum ausführlichen Bericht über das Projekt …

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In to the deep

Vom E-Learning-Kurs zur eigenen Meeresforschung

[…] Meeresbiologie zugänglich machen, Zur Projektseite in der Erasmus+-Plattform , Vom Lernmodul zur eigenständigen Datenerhebung , Zu den E-Learning-Kursen , Beteiligung möglich machen , Zum Handbuch , Haben wir Ihr Interesse geweckt? Bildung für nachhaltige Entwicklung im Bereich der Erwachsenenbildung steht üblicherweise vor zwei Herausforderungen: Wie sensibilisieren wir langfristig für das Thema nachhaltige Entwicklung? Wie entwickeln wir kreative Lernformate, die der Alltagsrealität erwachsener Lernenden gerecht werden und tatsächlich zum Handeln motivieren? Das Erasmus +-Projekt „In to the deep“ bringt beides zusammen: Es motiviert mit Lerneinheiten über die Tiefsee dazu, sich an Bürgerwissenschaft zu beteiligen und trägt so zum Schutz unserer empfindlichen Ökosysteme bei - und das von Zuhause am eigenen Laptop. , Der Ozean ist für viele ein faszinierendes Feld, aber nur für Wenige direkt zugänglich. Sechs Institutionen aus Griechenland, Spanien und Deutschland haben durch das Erasmus+ kofinanzierte Projekt gemeinsam daran gearbeitet und vier Online-Lernmodule in vier Sprachen entwickelt. Die Lerneinheiten beziehen sich auf vier verschiedene Meereshabitate und bereiten die Lernenden auf die Beteiligung an echter meeresbiologischer Forschung vor. Davon profitieren nicht nur die Teilnehmenden, sondern auch die Wissenschaft: Es werden sowohl für die Forschung relevante Daten gesammelt und gleichzeitig wird das Bewusstsein für den Klimaschutz über die Wissenschaft hinaus verbreitet. , In den E-Learning-Kursen wird anhand vier verschiedener Meeresregionen die Bedeutung und Funktionsweise des spezifischen Ökosystems sowie der Einfluss des Menschen auf dieses erklärt. Ein Beispiel ist die Dämmerlichtzone in der Ägäis in Griechenland, in der sich die ältesten, komplexesten und produktivsten Meeresökosysteme befinden. Außerdem werden in den Online-Kursen Forschungsmethoden und Tools erklärt, die bereits zur Erschließung der Meeresflora und Fauna entwickelt wurden. Im nordwestlichen Mittelmeer werden durch eine Kamera am Meeresgrund, die OBSEA Beobachtungsplattform, regelmäßig Bilder und Umweltdaten aufgenommen, um Veränderungen der Fischpopulationen zu erfassen. Diese großen Mengen an Bilddaten müssen alle analysiert werden! , Am Ende eines jeden E-Learning-Kurses steht daher der Zugang zum Programm „BIIGLE.party.“ ein Tool mit dem die Meeresbilder annotiert - das heißt analysiert werden können. Das mittlerweile international angewandte Tool wurde von der Universität Bielefeld entwickelt, um Unterwasserbilder und -videos für die Biodiversitätsforschung und die Umweltüberwachung zu analysieren. Nach einer Einführung in das Annotieren von Meeresbildern können die Lernenden selbst mit ihrem Beitrag an der Erfassung der Meeresräume beginnen. Gamification trägt dazu bei, den eigenen Score an analysierten sowie korrekt erfassten Meeresbildern zu "knacken". , Die Lernenden wurde über verschiedene Kanäle erreicht, so konnten circa 500 Teilnehmende über Social-Media für das Vorhaben begeistert werden, die vorher noch nicht in Verbindung mit den Partnereinrichtungen aus dem Bereich der Meeresforschung standen. Formate der Verbreitung des Projekts waren über Instagram z.B. vier Live-Interviews mit den beteiligten Wissenschaftler/innen unter dem Titel “Meet the Scientist“ oder Quiz-Formate zu verschiedenen Aktionstagen wie dem World Ocean Day oder den Erasmus+-Tagen. Außerdem wurde das Projekt neben den Social-Media Aktionen durch Online-Webinare für ein internationales Publikum wie auch durch lokale Veranstaltungen vorgestellt und verbreitet. , Das Projekt zeigt, wie durch die Partnerschaft verschiedener europäischer Institutionen Erwachsenenbildung und Bürgerwissenschaft sinnvoll verknüpft werden können und dadurch gleichzeitig das Wissen über und die Sensibilisierung für Klimaschutz gestärkt werden. Hier entsteht echte Teilhabe und Handlungsfähigkeit auf Bürgerebene! Damit die Idee auch in Zukunft von Meereswissenschaftlerinnen und Meereswissenschaftlern gemeinsam mit Lernenden umgesetzt werden kann, haben die Projektverantwortlichen ihre Erfahrung in einem Handbook festgehalten. Außerdem wurden die Lehrmaterialien über die Erwachsenenbildung hinaus auch für den Schulunterricht angepasst. Hier geht es zum Folgeprojekt im Schulbereich „Deep Discovery“ , Link zur offiziellen Projektseite …

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Soziale Teilhabe durch Auslandsaufenthalte

Das Berufsbildungswerk Südhessen ist ein Ort der beruflichen Inklusion

[…] Den Schritt ins Ausland wagen, Passende Partner finden, Eine Arbeitschance im Nachbarland, Mehrwert auf verschiedenen Ebenen, Interesse geweckt? Erfahren Sie mehr über das Projekt Das Berufsbildungswerk Südhessen (kurz: bbw ) ist eine gemeinnützige GmbH mit Sitz in Karben in der Nähe von Frankfurt am Main. Ein zentrales Anliegen des Rehabilitationsträgers ist die Begleitung von jungen Menschen mit Benachteiligung am Übergang von der Schule zum Beruf, während der Ausbildung und bei der nachhaltigen Integration als Fachkräfte in den ersten Arbeitsmarkt. Dafür ermöglicht das bbw seinen Auszubildenden einen Austausch zur Partnerorganisation Wien Work, um Arbeitserfahrungen im europäischen Ausland zu bekommen. , Mit etwa 280 Mitarbeitenden begleitet das bbw derzeit mehr als 400 junge Menschen während der Ausbildung in über 30 verschiedenen Ausbildungsberufen. Um eine möglichst praxisnahe Ausbildung anzubieten, wird die Ausbildung in eigenen Werkstätten und Ausbildungsbetrieben mit intensiven Ausbildungsphasen in Wirtschaftsbetrieben kombiniert. Die meisten Teilnehmenden sind junge Menschen mit einer Lernbehinderung, einer psychischen Erkrankung oder aus dem Autismus-Spektrum, die aufgrund ihrer Behinderungen meist multiple Hemmnisse aufweisen. Am Arbeitsmarkt wird es immer wichtiger, auch Erfahrungen außerhalb des eigenen Lehrbetriebes zu sammeln und internationale Berufskompetenzen zu entwickeln. Gerade für junge Menschen mit Beeinträchtigung ist dieser Schritt nicht einfach. Das Mobilitätsprojekt kann nur mit einer guten Partnerorganisation gelingen, die sich in der Arbeit mit dieser Zielgruppe auskennt. Das bbw arbeitet dafür seit langem mit Wien Work in Österreich zusammen. , Die Auswahl von Partnerorganisationen muss grundsätzlich sehr gut vorbereitet und abgestimmt werden, da als Ziel die Vermittlung von jungen Menschen mit besonderem Förderbedarfen oder Behinderung im Fokus steht. Der Kontakt zwischen dem Berufsbildungswerk Südhessen und Wien Work kam bereits 2008 mittels einer externe Beratungsfirma aus Brüssel zustande. Aufgrund der inhaltlichen Übereinstimmung der Unternehmensinhalte und -ziele erfolgte ein persönliches Treffen auf Leitungsebene. Schnell wurde klar, wie viel Wissenspotential zur gegenseitigen Professionalisierung gegeben war. Seit 2009 gibt es daher einen regelmäßigen fachlichen Austausch auf Leitungs-, auf Mitarbeitenden- und auf Auszubildenden-Ebene. Bei der Durchführung von Auslandsaufenthalten für Auszubildenden verfügen beide Partnerorganisationen über ergänzendes Know-how zum jeweils anderen System, was die inhaltliche Ausgestaltung der Berufsausbildung stark bereichert. Beispiele für solche Kompetenzerweiterungen sind eine bessere Verzahnung in der Arbeit von jungen und erwachsenen Menschen mit Behinderung oder die Ermöglichung von mehr praxisnaher Ausbildung. , „ Internationale Berufskompetenz und berufliche Mobilität bekommen in der heutigen Arbeitswelt einen immer höheren Stellenwert. Gerade für junge Menschen mit Behinderung oder Benachteiligung ist dieser Schritt jedoch nicht immer einfach. Unser Azubi-Austausch ist für unsere Teilnehmende eine einzigartige Erfahrung und ein wichtiger Schritt in der persönlichen Entwicklung, vor allem weil viele das erste Mal ins Ausland fahren. " Torsten Denker, Geschäftsführer des Berufsbildungswerk Südhessen , In den letzten beiden Jahren wurden jeweils zwölf Auszubildenden die Möglichkeit eines Auslandsaufenthaltes geboten. Einige von ihnen hatten den Schwerbehindertenstatus mit bis zu 100 Prozent GdB . Die Azubis kamen aus verschiedensten Berufsfeldern: Holz, Farbe, Gastronomie, Textilreinigung sowie dem Grünen Bereich. Aufgrund der Beeinträchtigungen wurden die Auszubildenden jeweils von zwei Begleitpersonen pädagogisch und fachlich vor Ort betreut. Die Teilnehmenden des Austausches waren von Beginn an aktiv in die Vorbereitung einbezogen und konnten sich in gemeinsamen Treffen vorab mit beruflichen und kulturellen Anforderungen auseinandersetzen. Neben der inhaltlichen Vorbereitung wurde auch Organisatorisches besprochen, da es für viele die erste größere Reise ins Ausland war. , Die Ziele des Austausches umfassten drei Bereiche: die fachliche Ebene, die persönliche Ebene und da nochmal differenziert die eigenen Mobilität. Oftmals sind junge Menschen mit besonderem Förderbedarf wie z. B. mit einer psychischen Erkrankung, nicht sehr flexibel und selten mobil. Dieser Zielgruppe die Chance zu ermöglichen, im europäischen Ausland vielfältige Erfahrungen zu machen, hat immense Auswirkungen auf das fachliche und persönliche Auftreten. Fachliche Ebene Durch den Austausch mit den österreichischen Kolleginnen und Kollegen erwarben die Teilnehmenden neue fachliche Kenntnisse und lernten landestypische Fertigkeiten. Sie lernten andere Arbeitsabläufe sowie Einsatzorte kennen. Dies wird sich nachhaltig auf ihre weitere berufliche Flexibilität auswirken, da immer wieder Situationen auf sie zukommen, in denen sie sich an neue Strukturen und Arbeitsabläufe anpassen müssen. Persönliche Ebene Nach Ankunft in Wien und im neuem Arbeitsumfeld mussten sich die Teilnehmenden in unbekannte, bereits bestehende Teams integrieren und sich an neue Gegebenheiten anpassen. Da alle diese Situation meisterten, hat diese positive Erfahrung und die eigenständige Bewältigung der Stresssituation das Selbstbewusstsein der Teilnehmenden gesteigert. Sich selbst als fremd in einer neuen Umgebung zu fühlen, hat außerdem bei vielen zu einem respektvolleren Verhalten gegenüber Menschen mit anderen Nationalitäten und Kulturen geführt. Mobilität Die Teilnehmenden konnten hautnah erleben, dass Mobilität auch für sie machbar ist. Alle haben sich erfolgreich in einer fremden Großstadt bewegt. Diese positive Erfahrung konnte das Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten stärken und Ängste abbauen. Mobilität als alltäglicher Bestandteil des Arbeitslebens ist nun etwas selbstverständlicher geworden. , „ Die erfolgreiche Bewältigung dieses Abenteuers stärkt das Selbstwertgefühl unserer Auszubildenden und genau darauf kommt es an. Dies ist nur ein Beispiel, wie wir im Unternehmen und im täglichen Leben Inklusion umsetzen und wichtige Impulse für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention setzen. " Torsten Denker, Geschäftsführer des Berufsbildungswerk Südhessen …

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Kollegiale Partnerschaft über Grenzen hinweg

Erfahrungswerte im niederländischen Gesundheitssystem

[…] Die Grundausbildung wird optimal ergänzt, Die Teilnehmenden lernen einen neuen Alltag kennen, Das ganze Krankenhaus gewinnt, Interesse geweckt? Erfahren Sie mehr über das Projekt Wie wichtig eine gute Zusammenarbeit mit seinen Partnern im Ausland ist, zeigt das Projekt „WIE ARBEITEN WIR - WIE ARBEITET IHR? Grenzen überschreiten - Denken und Handeln erweitern durch einen Einsatz in den Niederlanden“ des evangelischen Krankenhauses in Oldenburg. , Das niedersächsische Krankenhaus besitzt eine eigene Krankenpflegeschule, in der meist 75 Auszubildende von examinierten Pädagogen und Pädagoginnen sowie Praxisanleiter und Praxisanleiterinnen geschult werden. Schon seit vielen Jahren hat das Krankenhaus niederländische Lernende aus dem dortigen akademischen Ausbildungssystem aufgenommen. Der prozessbegleitende Austausch der deutschen und niederländischen Ausbilder/-innen ließ schnell die Idee wachsen, dass solche Auslandserfahrungen auch für die deutschen Auszubildenden wertvoll sein könnten. Da das UMCG über alle notwendigen Mittel, Kapazitäten, Räumlichkeiten und Erfahrungen verfügt, um Krankenpflegepersonal auszubilden, kam es als ideale Partnereinrichtung infrage. Zudem sind die fachlichen Ausbildungsinhalte in den Niederlanden nach dem Erwerb der beruflich-pflegerischen Handlungskompetenz ausgerichtet und damit ähnlich aufgestellt wie in Deutschland. Perfekte Voraussetzungen für gelungene Erasmus+ Projekte. Darum können seit einigen Jahren auch die deutschen Lernenden den Mehrwert von Auslandspraktika erfahren. Sie arbeiten in der praktischen Pflege in den Niederlanden und können den Theorie-Praxis-Transfer beider Länder vergleichen. So werden neue Arbeitsweisen erprobt sowie andere Routineabläufe und Strukturen kennen gelernt. Die Auslandspraktika haben sich schon längst als optimale Ergänzung zur grundständigen Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung erwiesen. , Der Lerneinsatz der Teilnehmenden umfasst meist sechs Wochen und wird vorab detailliert geplant. Die praktische Einsatzplanung erfasst sowohl die Zielsetzung des Aufenthaltes als auch eine konkrete Ablaufbeschreibung. Alle Teilnehmenden können vorab Stationswünsche äußern, die - falls möglich - in der Planung berücksichtigt werden. Jeder Aufenthalt startet mit einer Eingewöhnungszeit in enger Begleitung mit den praktischen Ausbildern vor Ort. Damit wird ein Einblick in die praktische Pflege sowie die Arbeits- und Bereichsorganisation gegeben. Im weiteren Verlauf des Aufenthalts entwickeln die Teilnehmenden einen eigenen Tagesroutine am UMCG . Jede und jeder wird einer bestimmten Station zugeteilt, die er oder sie dann näher kennenlernt. Die Hauptaufgaben sind die Patientenversorgung und anfallende alltägliche Arbeiten, selbstverständlich begleitet durch eine akkurate Dokumentation der Abläufe. Bei einer Bettenanzahl von 1.339 und beinahe 10.000 Mitarbeitenden warten da täglich neue Erfahrungen auf die Lernenden. , In den vergangenen Jahren konnten im Schnitt sechs Auszubildende im Jahr einen Einblick in das niederländische Ausbildungssystem bekommen. Die dadurch gewonnen Kenntnisse werden auf vielen Wegen innerhalb des Hauses verbreitet und allen Interessierten zur Verfügung gestellt. Die persönlichen Erlebnisse und die Arbeitserfahrungen am niederländischen Krankenbett erreicht so auch die Kollegschaft, die nicht persönlich am Austausch teilnehmen konnte. Darüber hinaus werden auch Mobilitäten auf Ebene der Ausbilderinnen und Ausbilder umgesetzt. Schon einige Male konnten Anleiter/Anleiterinnen für einen direkten Austausch zum UMCG reisen, zudem wurden niederländische Anleiter im Krankenhaus in Oldenburg begrüßt. Zusammen konnte das theoretische und praktische Curriculum des Ausbildungskonzepts näher betrachtet sowie das Rahmenkonzept der Auslandsaufenthalte weiter optimiert werden. So ermöglicht das Projekt einen hohen Nutzen für alle Beteiligten und das gesamten Krankenhaus. Während es bei den Teilnehmenden vorrangig um die berufliche und private Erweiterung ihres Horizontes geht, profitiert die Leitungsebene auf andere Weise. Durch das langjährige Erasmus-Projekt konnte die Internationalisierung der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung im Haus vorangetrieben werden. …

[…] Partizipation auf Augenhöhe, Bildungsmaterialien für die Arbeit mit (ehemaligen) Inhaftierten Das Thema mentale Gesundheit gewinnt zunehmend an Bedeutung. Eine Thematik, die bisher oftmals tabuisiert worden ist, wird nun durch Aufklärung und durch Berichte betroffener Personen immer mehr gesellschaftlich diskutiert. Das AWARE-Projekt nahm die mentale Gesundheit von (ehemaligen) inhaftierten Personen in den Blick und klärt über diese Problematik auf. , Die Zeit im Gefängnis ist hart und geht oftmals nicht spurlos an den Inhaftierten vorbei. Viele Personen kämpfen während und nach ihrer Zeit im Gefängnis mit mentalen Problemen. Nicht selten sind inhaftierte Personen bereits vor ihrem Gefängnisaufenthalt von psychischen Problemen betroffen. Bei der Wiedereingliederung in die Zivilgesellschaft sind sie oftmals einer doppelten Stigmatisierung ausgesetzt: sowohl der Tatsache der Vorstrafe und kriminellen Vergangenheit, als auch der gesellschaftlichen Verurteilung und Unsichtbarkeit als Person mit mentalen Problemen. Die Gefahr ist daher groß, dass ehemalige Gefangene durch unbehandelte emotionale und psychische Probleme anfälliger sind, erneut straffällig zu werden. Mit dem AWARE-Projekt hatten es sich die sieben Projekteinrichtungen aus dem staatlichen, gemeinnützigen, akademischen und beratenden Bereich zur Aufgabe gemacht, der Problematik in Bezug auf die mentale Gesundheit (ehemaliger) Gefangener eine Plattform und einen Aufklärungsraum zu geben, um so die Rückfallquote von ehemaligen Inhaftierten zu reduzieren. , Mit Expertinnen und Experten für psychische Gesundheit und Fachleuten der Erwachsenenbildung wurde herausgefunden, dass Personen, die mit (ehemaligen) Strafgefangenen arbeiten, kaum bis gar kein Training hinsichtlich des Umganges mit Personen mit mentalen Problemen aufweisen können und dass das Thema in den Vollzugsanstalten kaum thematisiert wird. Durch gezielte Trainingsmethoden und -tools wurden Fragestellungen rund um das Thema psychische Probleme im Strafvollzug für Personen, die in der Strafjustiz und in der Bewährungshilfe tätig sind, erarbeitet. Durch den Austausch der Expertisen von Strafjustiz und zivilgesellschaftlichen Organisationen sollte die Kluft zwischen Zivilgesellschaft und Personen mit psychischen Problemen verringert werden. Angehörige und Gemeinden wurden sensibilisiert und darüber informiert, welchen Einfluss der Gefängnisaufenthalt auf die Psyche der Inhaftierten hat. Somit soll für (ehemalige) Inhaftierte die bestmögliche Unterstützung geleistet werden, ein Verständnis für die Situation aufgebaut, gesellschaftliche Inklusion gefördert und die Chancen für ein selbstbestimmtes, sicheres Leben nach dem Gefängnisaufenthalt gewährleistet werden. Auf internationaler Ebene strebt man an, (ehemaligen) Inhaftierten eine Stimme zu geben und so die beschriebene Problematik auf die europäische Agenda zu setzen. , Das Konsortium aus Deutschland, Portugal, Bulgarien, Griechenland, Rumänien und den Niederlanden erarbeitete eine große Bandbreite an Inhalten für alle, die im Justizvollzug arbeiten und auf irgendeiner Ebene mit Gefangenen mit psychischen Beeinträchtigungen in Kontakt kommen könnten als auch für nicht spezialisierte Mitarbeitende und Angehörige. Zu den erstellten Materialien zählen: ein Bericht über die Bedürfnisse von verschiedenen Stakeholdern, die sich mit psychischer Gesundheit im Strafjustizsystem befassen, sowie übertragbare Ausbildungsangebote und bewährte Verfahren; ein Erhebungsinstrument zur Bewertung der gängigen Maßnahmen im Bereich der psychischen Gesundheit von (ehemaligen) Inhaftierten und zur Bewertung ihrer Erfahrungen und Bedürfnisse, wie sie sie wahrnehmen; ein Handbuch zum AWARE-Trainingsprogramm; eine Online-Lernplattform mit E-Learning-Modulen, Fachliteratur und einem umfangreichen Glossar sowie eine Community of Practice. Der transnationale und sektorübergreifende Ansatz der Projektarbeit machte es möglich, aus unterschiedlichen Blickwinkeln auf die Thematik zu schauen und sorgte für neue, inklusive Lösungsansätze. …

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Hessen im Aufbruch

Das Konsortium rund um die Oskar-von-Miller-Schule hat große Erasmus-Pläne

[…] Interview mit Dieter Holstein, Interesse geweckt? Erfahren Sie mehr über das Projekt Zu einer besonderen Auftaktveranstaltung hat die Oskar-von-Miller-Schule im Mai 2020 in den Walter-Lübcke-Saal des Regierungspräsidiums Kassel eingeladen. Neben der Berufsschule mit technischem Schwerpunkt sind neun weitere regionale Berufsschulen, ein örtliches Ausbildungsunternehmen sowie die regionalen Kammern vor Ort. Der Tag widmet sich einem spannenden Thema: Erasmus+. , Die Oskar-von-Miller-Schule hat im Erasmus+-Programm einen Akkreditierungsantrag als koordinierende Schule für ein Konsortium gestellt. Das bedeutet, die Schule möchte nicht nur für ihre eigenen Auszubildenden Erasmus-Aktivitäten umzusetzen, sondern sie arbeitet mit vielen anderen Schulen und Partnern zusammen. So können sie geförderte Auslandsaufenthalte für die gesamte Region ermöglichen – ein hoher organisatorischer und bürokratischer Aufwand. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Erasmus-Akkreditierung als Konsortium war erfolgreich. Gleich in den ersten Jahren konnte das Konsortium europäische Fördermittel in Höhe von etwa 800.000 Euro für Auslandsaufenthalte von Auszubildenden und Lehrkräften aus der Region sichern. Im Interview mit dem Abteilungsleiter Fort- und Weiterbildung der Oskar-von-Miller-Schule Dieter Holstein wird klar, warum die Schule keine Mühen für ihr Erasmus-Konsortium scheut. , Wieso haben Sie sich für ein Konsortium entschieden? „Grundsätzlich wollen wir als Bildungseinrichtung die europäischen Dimensionen des Lehrens und Lernens stärken. Dies ist aus unserer Sicht notwendig, da sich durch die andauernde Globalisierung und die Digitalisierung die Arbeitswelt und die Gesellschaft in einem stetigen Wandel befinden. Heutige und zukünftige Berufstätige müssen sich an diesen Wandel durch lebensbegleitendes Lernen anpassen und dazu entsprechende Strategien und Kompetenzen entwickeln. Gleichzeitig zeigt die angespannte internationale Lage die dringende Notwendigkeit von persönlichen Kontakten in das europäische Ausland auf. Im Zuge unserer langjährigen Tätigkeit in den Mobilitätsprogrammen der EU sind wir organisatorisch und hinsichtlich der Akzeptanz der Auslandsaufenthalte der Lernenden bei den Ausbildungsbetrieben an unsere Grenzen gestoßen. Um uns weiter zu professionalisieren und auch eine höhere Akzeptanz zu erreichen, haben wir in 2020 die Akkreditierung im neuen Erasmus+ als Konsortium beantragt." , Welchen Mehrwert haben die beteiligten Einrichtungen dadurch? „Wir können sehr vielen Auszubildenden und Lehrkräften Aufenthalte im europäischen Ausland ermöglichen, da unsere Konsortialmitglieder sehr vielseitig sind. Alle Ebenen der Berufsbildung und nahezu alle Berufsfelder sind in unserem Konsortium abgedeckt. Erasmus+ unerfahrenen Einrichtungen können wir entsprechende Hilfestellungen zum Aufbau einer internen Erasmus+-Struktur geben. Auch den entsendenden Einrichtungen aus dem Ausland werden umfangreiche Kontaktmöglichkeiten zur Vermittlung von Praktikumsstellen bereitgestellt. Im Konsortium werden die bisherigen Erfahrungen der Mitglieder gebündelt und so auch neue internationale Partner in das neue Netzwerk eingebracht. In der Oskar-von-Miller-Schule war es uns aufgrund unserer Rechtsform (rechtlich selbstständige berufliche Schule und rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts) möglich eine Stelle zur Koordination und Administration der Erasmus+-Tätigkeiten des Konsortiums zu besetzen. Die Finanzierung dieser Stelle erfolgt dann über die Organisationspauschalen aller Mobilitäten. Mit der Besetzung der Stelle haben wir einen wichtigen Schritt in Richtung einer weiteren Professionalisierung erreicht." , Was sind die gemeinsamen Pläne und Ziele des Konsortiums? „Wir wollen als Konsortium weiter Auslandsaufenthalte für Lernende und auch für Lehrkräfte sowie Ausbilder und Ausbilderinnen ermöglichen. Dabei wollen wir die Teilnehmendenzahlen stetig steigern, aber auch eine gleichbleibend hohe Qualität gewährleisten. Dabei ist es wichtig, dass alle Konsortialmitglieder an einem Strang ziehen und wir uns nachhaltig vernetzen. So können wir eine regionale Erasmus+-Struktur aufbauen. Wenn das alles gelingt, wird auch die Akzeptanz für Auslandsaufenthalte bei allen Ausbildungsakteuren in der Region steigen." …

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