[…] Vergleich der Systeme und der Lehrangebote, Austausch mit Österreich, Erfolgreiche Mobilitätsmaßnahme für Bildungspersonal Ein Fokus der Arbeit des Gesundheitsamtes Frankfurt liegt darauf, die Lebensbedingungen marginalisierter Menschen durch Beratung zu verbessern. Dazu gehören auch in der Prostitution Tätige aus anderen EU-Staaten, die durch die Freizügigkeitsregelung Zugang zum Arbeitsmarkt in Frankfurt haben. Das Erasmus+-Projekt ENPHI des Gesundheitsamtes Frankfurt widmete sich mit seinen Partnern der Fragestellung, wie diese Menschen erreicht werden können, um ihre wirtschaftliche, soziale und vor allem auch gesundheitliche Situation zu verbessern. , Beim Erstkontakt mit den Sexarbeitenden im Gesundheitsamt ist es wichtig, passgenau Informationen zu Beratungsangeboten der bestehenden Hilfesysteme zu vermitteln. Da es sich bei den Sexarbeitenden um eine oft sehr mobile Gruppe handelt, die häufig aus verschiedenen (ost-)europäischen Ländern kommt und in verschiedenen Ländern arbeitet, ist es sinnvoll, sich mit den sozialen und rechtlichen Rahmenbedingungen in anderen EU -Ländern auszukennen. , Im Rahmen des Projekts besuchten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Frankfurt europäische Partnerländer mit verschiedenen rechtlichen Rahmenbedingungen. Bei jeder Reise fanden Treffen mit Projektpartnern statt, zum Beispiel mit Akteurinnen und Akteuren des öffentlichen Gesundheitsdienstes, medizinischer Einrichtungen mit Schwerpunkt HIV/STI und niedrigschwelliger Gesundheitsversorgung, Vertreterinnen und Vertretern von Frauenorganisationen und Beratungsstellen. Dabei erfolgte ein Austausch zum Versorgungsangebot für die Zielgruppe und ein Abgleich der jeweiligen Rahmenbedingungen. Zudem stärkten die teilnehmenden Mitarbeitenden ihre interkulturelle Kompetenz und lernten vor Ort die jeweiligen Gesundheitssysteme und landesspezifischen Beratungssysteme kennen. Dadurch wurde der Blick auf die Lebensbedingungen der Zielgruppe möglich gemacht. Das Wissen um die Gegebenheiten in den Herkunftsländern, aber auch der Austausch mit Ländern, wo vergleichbare Rahmenbedingungen wie in Deutschland vorliegen, trugen dazu bei, die Zielgruppe besser ansprechen und beraten zu können. Somit kann auch deren Bereitschaft, sich auf die Beratungs- und Bildungsangebote einzulassen, erhöht werden. , Im Projekt fanden Reisen nach Wien und Graz in Österreich statt, wo, wie in Deutschland, legal in der Prostitution gearbeitet werden kann. Unter anderem lernten Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamtes Frankfurt den Gesundheitsdienst der Stadt Wien kennen, wo sich Menschen, die beabsichtigen, in der Prostitution tätig zu sein, anmelden müssen und die verpflichtenden Untersuchungen auf sexuell übertragbare Krankheiten und HIV durchgeführt werden. Außerdem wurden auch Anlaufstellen für die ambulante und stationäre medizinische Versorgung für Menschen ohne Krankenversicherung aufgesucht. In der Marienambulanz lernten die Teilnehmenden den Einsatz des Triaphon-Telefondolmetscherdienstes kennen, den man gerne in den eigenen humanitären Sprechstunden nutzen möchte. Beim Besuch des Vereins Frauenservice Graz lernten die Teilnehmenden die dortigen Beratungsstrukturen und deren Schwerpunkte kennen, wie zum Beispiel Beratung zur Gesundheit allgemein, zu sexuell übertragbaren Krankheiten und Safer Sex, Arbeits- und Berufsfragen sowie Rechtsberatung zu Aufenthalt, Arbeit oder Scheidung und Sozialberatung, die Themen wie Versicherung, Steuern, Schulden und Gewalt abdeckt. Die Beratungen finden in den Räumlichkeiten des Frauenservice Graz, aber auch im Rahmen von Streetwork statt, um die Frauen auch niedrigschwellig erreichen zu können. Sowohl in Graz als auch in Frankfurt wird bei der Beratung großen Wert auf gesundheitliche und psychosoziale Aufklärung gelegt. , „Neben vielen neuen Eindrücken, beruflichen Kontakten und Anregungen, die noch verarbeitet werden müssen, erscheint „der Einsatz des Triaphon-Telefondolmetscherdienstes, den wir bei der Marienambulanz in Wien kennengelernt haben, sehr wünschenswert, um ihn in unseren Humanitären Sprechstunden einzusetzen“, resümierte Projektkoordinatorin Alexandra Sarah Lang diese erfolgreiche Mobilität für Bildungspersonal im Bereich Erwachsenenbildung. …
[…] Unternehmenskontakte nutzen und Erfahrungen sammeln, Individuell abgestimmte Auslandsaufenthalte Um ihre Auszubildenden ideal auf eine Tätigkeit in der immer internationaler werdenden Logistik und Speditionsbranche vorzubereiten, durften elf Lernende der Nagel-Group individuell abgestimmte Auslandspraktika in ausländischen Niederlassungen des Unternehmens durchführen. , Das Logistikunternehmen Nagel-Group aus Westfalen ist ein großer, international agierender Betrieb mit Standorten in 13 europäischen Ländern, der in acht gewerblichen und kaufmännischen Berufen rund 560 Auszubildende in Deutschland ausbildet. Elf Auszubildende zu Kaufleuten für Spedition- und Logistikdienstleistung erhielten zwischen 2019 und 2021 die Chance, von der Internationalität ihres Ausbildungsbetriebs zu profitieren, indem sie ein Praktikum in einer der ausländischen Niederlassungen des Unternehmens absolvierten. Dort konnten sie genau auf ihre Ausbildung abgestimmte und fachlich passende Inhalte erlernen und zugleich die wertvolle Erfahrung eines Auslandsaufenthaltes machen. Neben der persönlichen und auch sprachlichen Weiterentwicklung der Auszubildenden ist dieses Vorgehen auch für das Unternehmen selbst ein großer Gewinn. Denn auf diese Weise wird die Zusammenarbeit zwischen den Niederlassungen gestärkt und einzelnen Standorte profitieren von der Guten Praxis anderer Standorte. Also eine echte Win-Win-Situation! , „Es braucht Lust auf Neues und natürlich den Mut, sein gewohntes Umfeld zu verlassen – und das haben viele junge Menschen, die bei uns eine Ausbildung machen“ , sagt Ulrich Mihatsch, zentraler Ausbildungsleiter bei der Nagel-Group. „Rund 40 Auszubildende nehmen jährlich an unserem Projekt Niederlassungsaustausch teil. Zuletzt waren unsere Möglichkeiten und das Angebot aufgrund der Pandemie eingeschränkt. Das Interesse an dem Programm ist aber nach wie vor sehr groß. Und das freut uns sehr – denn das Projekt trägt dazu bei, dass die Nagel-Group enger zusammenrückt, es erweitert den persönlichen Horizont der Teilnehmer und schafft bleibende, schöne Erfahrungen.“ „ Das, was ich auf jeden Fall mitnehme, ist ein bisschen mehr Selbstbewusstsein, auch bezüglich der englischen Sprache. Ich habe nun gar keine Angst mehr zu sprechen. Die Leute waren genauso nervös wie ich, da es auch für sie eine Fremdsprache war. Es hat mir Sicherheit gegeben, dass ich nicht alleine dieses Gefühl habe. Ich würde es jederzeit wiederholen ." Selina, Auszubildende der Nagel-Group , Für qualitativ hochwertige Aufenthalte werden vorab zusammen mit dem deutschen Ausbildungspersonal die fachlichen und persönlichen Schwerpunkte der Lernenden individuell erfragt und schriftlich in einer Lernvereinbarung festgehalten. Im Anschluss werden mit den Ausbilderinnen und Ausbilder der aufnehmenden Einrichtungen die praktischen Umsetzungsschritte besprochen und in Checklisten aufgenommen. Genauso lief es zum Beispiel auch für Mareike, Selina und Felix. Alle drei Auszubildenden durften für etwa drei Wochen ein Praktikum in einer ausländischen Niederlassung absolvieren. Mareike verbrachte die Zeit in Malmö in Schweden, Selina war in Gdansk in Polen und Felix erlebte sein Praktikum in Sankt Florian in Österreich. Sie wurden dort mit neuen Situationen und anderen Arbeitsprozessen konfrontiert und haben nebenbei die Kommunikation in einer anderen Sprache erlernt. Ein toller Zugewinn für alle drei. Das Fazit fiel dementsprechend gut aus. , „ Die Zeit in der Niederlassung war sehr interessant. Vor allem die Einblicke in Abläufe und Prozesse einer im Vergleich deutlich kleineren Niederlassung waren sehr spannend. " Felix, Auszubildender in der Nagel-Group Auch nach dem erfolgten Auslandspraktikum bleibt das Thema „Niederlassungsaustausch“ (so werden die Auslandspraktika unternehmensintern genannt) stets präsent. Neben gemeinsamen, anschließenden Feedbackgesprächen ist auch das Verfassen eines Berichts für die Auszubildenden obligatorisch. Denn diese Erfahrungsberichte werden unternehmensintern veröffentlicht und so allen Mitarbeitenden zur Verfügung gestellt. Auszubildende niedrigerer Jahrgänge erhalten direkte Informationen über Auslandsaufenthalte aus der Ich-Perspektive und kommen so auf den Geschmack, selbst später im Ausland zu arbeiten. „ Ich habe nur positive Erfahrungen gemacht und kann allen den Niederlassungsaustausch nach Malmö weiterempfehlen. Wer die Möglichkeit hat, sollte sie auch nutzen. Ich habe diese Herausforderung gemeistert und viel für mein weiteres Leben gelernt, nicht nur, dass ich alleine etwas schaffen kann, sondern vor allem auch, dass man innerhalb der Firma und im Kreis der schwedischen Kollegen aufgenommen und unterstützt wird. " Mareike, Auszubildende in der Nagel-Group …
[…] Verantwortungsbewusstsein der berufsbildenden Akteure in Bremen, Europäische Ideen für das Bildungspersonal, Hospitation zur Sicherung gemeinsamer Ziele, Qualitativer Anfang für die Akkreditierung Wie eine strategische Ausrichtung unterschiedlicher Akteure gelingen kann, zeigt uns das Landesinstitut für Schule in Bremen. Die Berufsbildende Schulen, das zuständige Referat im Bremer Senat sowie weitere Partner der beruflichen Bildung haben gemeinsam eine Erklärung zur Weiterentwicklung der Berufsbildung im Land Bremen bis 2035 unterzeichnet. , Die gemeinsame Erklärung betrachtet verschiedene Aspekte der beruflichen Bildung, besonders herausgearbeitet wurde dabei der Begriff der Verantwortung. Dabei ging es sowohl um die Lehrverantwortung der Lehrkräfte gegenüber ihren Schülerinnen und Schülern, als auch um deren Eigenverantwortung in der Erarbeitung fachspezifischer Inhalte. Als gemeinsame Ziele wurden dabei zwei Formulierungen getroffen. Zum einen sollen junge Menschen neben ihrer Allgemeinbildung dazu angeregt werden, eine eigene berufliche und soziale Handlungsfähigkeit zu entwickeln. Zum anderen soll durch die gute Ausbildung junger Menschen die Basis für eine stabile und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in Bremen geschaffen werden. Im Einvernehmen mit diesen Zielen wurde dann ein gemeinsames Verständnis des gewünschten Lernprozesses gebildet. Auch der Lernprozess basiert auf der Selbstbestimmung der Schülerinnen und Schüler, ihre eigenen Kompetenzen erkennen und weiterentwickeln zu können. Umgesetzt wird dies beispielsweise durch das freie Angebot der Lernzeit und des Lernortes sowie durch flexible Methoden, die je nach Lernerfolg gewählt werden können. Die Rolle des Bildungspersonals wurde so von der reinen Wissensvermittlung hin zur Moderation der Lernprozesse verändert. , Um die beteiligten Lehrkräfte auf ihre veränderte Rolle vorzubereiten und den Prozess verständlich zu machen, wurden verschiedene Schritte eingeleitet. Einer davon ist das Erasmus+-Projekt „Umkehr der Verantwortung – Ganzheitliche Unterrichts- und Schulorganisation im Kontext beruflicher Lernfelder in der digitalisierten Welt“. Mithilfe der europäischen Fördermittel sind 14 Lehrer und Lehrerinnen nach Dänemark und weitere 16 Lehrkräfte nach Finnland gereist. Der Lehraufenthalt dauerte in beiden Fällen 6 Tage und wurde durch ein vorstrukturiertes Programm gestaltet. Die Teilnehmenden konnten durch die Aufenthalte erfolgreich Entwicklungspotentiale für die eigene Umsetzung der gefassten Erklärung ausmachen. Es wurden Ideen für die Steuerungs- und Leitungsprozesse sowie für Methoden im Unterricht der berufsbildenden Schulen gefunden. Durch den Vergleich der Arbeitsweisen auf europäischer Ebene, wurde auch die eigene professionelle Haltung reflektiert, die natürlich eine unmittelbare Wirkung auf den Unterricht und die Lernenden hat. , Alle besichtigten als erste Aktivität die aufnehmenden Einrichtungen. Denn so wurde der Einfluss innovativer Raumkonzepte auf Eigenständigkeit und Lernverhalten der Schülerinnen und Schüler dargestellt. Die deutschen Lehrkräfte beeindruckte besonders der Einklang von räumlichen und pädagogischen Konzepten in Dänemark. Hier gibt es offene und flexible Möglichkeiten zur Schaffung eigener individueller Lernorten. Aus dieser Beobachtung wurde die Forderung gemeinsamer Arbeitsräume mit ausreichenden Arbeitsplätzen für die Bremer Berufskollegs bestätigt. Auch das Thema Digitalisierung ist in Skandinavien allgegenwärtig. Hier wurde der Wissenstransfer über Lernplattformen und die Einbindung verschiedenster Medien in alle Lernprozesse stark verinnerlicht. Dies ermöglicht eine gute Vorbereitung der Lernenden auf den digitalen Arbeitsmarkt. Die Bremer Lehrkräfte haben während ihrer Hospitation Lernsituationen aus verschiedenen Perspektiven beobachtet und analysiert. Beeindruckend war die Haltung der skandinavischen Lehrenden gegenüber ihren Schülerinnen und Schülern: „I give options, no solutions“. Dieses Credo fördert die Eigenverantwortung und schafft eine räumlich-zeitlichen Entzerrung des Lernprozesses durch die Akzeptanz der individuellen Rahmenbedingungen des Lernens. , Der intensive Austausch aller Lehrkräfte über die Ausbildungsprinzipien in einer sich schnell verändernden Arbeitswelt war für alle Seiten sehr gewinnbringend. Auch das Thema Bewertungs- und Kompetenzfeststellung wurden ausführlich diskutiert. Die Hospitation in Finnland brachte bspw. neue Erkenntnisse über die finnische Bildungsreform, die individuelle Lernwege nach der Anerkennung von formell und informell erworbenen Kompetenzen fördert und auf diese Weise verkürzte Ausbildungszeiten ermöglicht. Zudem haben die Vorträge und Diskussionsrunden mit Lehrkräften, Schulleitungen und Koordinatoren verschiedener Fachbereiche die Bedeutung einer gemeinsamen Vision und Haltung manifestiert. Wer gemeinsam eine Sprache spricht und an einem Strang zieht, kommt zu besseren Ergebnissen. Ein starker Schritt für die gemeinsame Weiterentwicklung der Berufsbildung in Bremen, dem noch viele weitere Schritte folgen können. …
[…] Lernen von Partnern in besonderen klimatischen Gebieten, Schlüssel für Erfolge Das Diakonische Werk Bremen nutzte Erasmus+, um seine Trainer/-innen für gezielte Angebote der Erwachsenenbildung im Bereich Natur- und Klimaschutz auszubilden. Durch die Auslandsfortbildungen profitierte des gesamte Diakonie-Netzwerk in Bremen von einer erheblichen Erweiterung der Kompetenzen in diesem Bereich. Die Natur- und Klimaschutzbildung eignet sich besonders für anregende Lernfelder für benachteiligte Gruppen. Sie werden als Zielgruppe solcher Angebote oft vernachlässigt. Die Schwerpunktsetzung dieses Projektes sollte dem entgegenwirken. , In den Partnerländern ist aufgrund von Umweltbedingungen und Klimawandelauswirkungen eine besondere Dringlichkeit des Themas gegeben, die zu Innovationen auch in der Erwachsenenbildung geführt hat. Als Wohlfahrtsverband ist das Diakonische Werk Bremen noch kein weithin anerkannter Anbieter für Naturschutzbildung. Dieses Projekt trägt dazu bei, seine Kompetenzen und auch die Reichweite seiner Arbeit gezielt auszuweiten. Es ist auch ein Signal an die Mitarbeiter/-innen, das Thema in ihre pädagogische Arbeit einzubeziehen. , Das Bildungspersonal und seine Kompetenzen sind der Schlüssel für Erfolge. Die Fortbildungen beinhalten jeweils die Teilnahme an einem konkreten Natur- und Klimaschutzprojekt mit benachteiligten Zielgruppen, wie zum Beispiel eine Müllsammelaktion im Naturschutzgebiet in Nordmazedonien, thematische Seminare mit Bildungspersonal des Anbieters und Begegnung mit Naturschutzprojekten vor Ort. Die Teilnehmenden entwickeln dabei ein erhöhtes Verständnis dafür, wie benachteiligte Zielgruppen an Lernprojekten beteiligt werden und gewinnen Hintergrundwissen zu den europäisch-globalen Bedingungen und Wechselwirkungen von Gefährdung natürlicher Lebensgrundlagen und Klimawandel. „Es ist möglich, auch unter einfachsten Voraussetzungen und Bedingungen die beiden genannten Anliegen in der praktischen wie in der Erwachsenenbildungsarbeit zu verknüpfen“, erklärt der Projektleiter. Angeregt durch dieses Erasmus+-Mobilitätsprojekt werden im Anschluss eigene Bildungsprojekte durchgeführt und neue Kooperationen zu Naturschutzorganisationen angebahnt. So entsteht gewachsene Anerkennung von Innovation und Engagement aufgrund europäischer Zusammenarbeit. …
[…] „Save our planet“ ist inklusiv. Neben dem wichtigen Ziel der Verbreitung der „grünen Botschaft“ fokussiert das Projekt darauf, Menschen mit Bewegungseinschränkungen in den Vordergrund zu bringen und sie zu empowern. Denn aufgrund ihrer Beeinträchtigung sind sie durch Klimakatastrophen besonders gefährdet. Alle Multiplikatoren und Multiplikatorinnen sind Menschen mit Bewegungseinschränkungen. , Die zentrale Idee des Projekts ist es, alle Menschen dazu zu bewegen, mehr über die Umwelt, Gewohnheiten und Lebensstil nachzudenken und neue, umweltfreundlichere Lebens-, Denk- und Handlungsweisen in Betracht zu ziehen. Das Bewusstsein für Themen wie Klimawandel, globale Erwärmung und Entwaldung und deren Einfluss auf das Leben soll geschärft werden. , Darüber hinaus rückt das Projekt das Thema Inklusion ins Rampenlicht, indem es Menschen mit Bewegungseinschränkungen befähigt, Expertinnen und Experten für dieses Thema zu werden, und ihnen Inhalte und digitale Plattformen zur Verfügung stellt, um zu lernen, Ideen auszutauschen und das Thema zu verbreiten. Die Motivation für das Projekt ist die Notwendigkeit Respekt, Akzeptanz und Verständnis für die Vielfalt auf der Erde zu unterstreichen und einen digitalen Raum zu schaffen, in dem sich Menschen treffen und über bewährte Verfahren diskutieren können, um ein gemeinsames Ziel und eine grüne Zukunft für die nächsten Generationen zu erreichen. …
[…] Für die Praxis entwickelt, Interkulturalität lernen und lehren Interkulturelle Kompetenzen in der heutigen Realität sind eine wichtige Schlüsselkompetenz, gerade vor dem Hintergrund der steigenden Zuwanderung, dem immer enger vernetzten Europa und der zunehmend globalisierten Welt. Dennoch findet die Herausbildung von interkulturellen Kompetenzen in der beruflichen Bildung meist nur am Rande statt. , Die Strategische Partnerschaft „CIT4VET“ hat einen offenen Onlinekatalog interkultureller Instrumente entwickelt, der sich an Lehrende in Berufsschulen richtet. Diese können damit zum einen ihr eigenes Wissen zu diesem Thema ausbauen. Zum anderen erhalten sie praktisch anwendbare Hinweise, wie interkulturelle Fragestellungen in den Unterricht eingebaut werden können. , Der offene Onlinekatalog beinhaltet drei Teile: 1. eine Datenbank mit interkulturellen Werkzeugen, die im Rahmen früherer Initiativen und Projekte als OER entwickelt wurden Link zur Datenbank 2. ein eLearning-Kurs mit fünf Modulen für Lehrende zu interkulturellen Themen Link zum eLearning-Kurs 3. ein Leitfaden für die Entwicklung von Simulationen für interkulturelles Training Link zum Leitfaden , Darüber hinaus liefert ein Praxishandbuch für die Anwendung von interkulturellen Inhalten in der beruflichen Aus- und Weiterbildung weitere Informationen. Es besteht aus drei Teilen: Teil A enthält Erläuterungen zu den Datenbanken, Kategorien und Tools, die im Onlinekatalog enthalten sind, sowie ausführliche Hinweise zur Nutzung. Download (PDF) Im Mittelpunkt von Teil B steht der Umgang mit kultureller Vielfalt in Trainingseinheiten. Er enthält Tipps zur Nutzung der Simulationen im interkulturellen Training und konzentriert sich auf die praktische Anwendung. Download (PDF) Teil C beinhaltet ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen. Download (PDF) Alle erstellten Module und Materialien sind in den Sprachen Deutsch, Englisch, Polnisch, Italienisch, Bulgarisch und Niederländisch verfügbar und wurden als OER veröffentlicht. , Die Projektergebnisse zeichnen sich dadurch aus, dass sie an zwei Stellen ansetzen: Zum einen steht die Vermittlung von interkulturellem Wissen und Kompetenzen an Lehrende an Berufsschulen im Mittelpunkt. Und gleichzeitig befähigt sie diese und gibt ihnen Tools an die Hand, das erworbene Wissen bei der Durchführung von Unterrichtseinheiten anzuwenden und damit Schülerinnen und Schüler auf interkulturelle Fragen und Problemstellungen vorzubereiten. …
[…] O-Ton, Ziele, Zielgruppe, Methoden, Ökologischer Handabdruck , Transformationsrelevanz, Materialien, Suchbegriffe, Haben wir Ihr Interesse geweckt? „Der Bedarf nach ‚grünen‘ Inhalten in der Berufsausbildung wächst. Zugleich ist es unverzichtbar, Lehrmethoden auch zu digitalisieren. Videoteach schließt die bestehenden Lücken und zeigt dabei: Es macht Spaß, grüne Lerninhalte kreativ zu verpacken.” Thomas Blum, Geschäftsführer RegioVision Schwerin , Erstmalig den Lehrplan für die neu geschaffene Position der/des „Umweltbeauftragte/n im nautischen Tourismus“ entwickeln Das Curriculum in einen modularen Online-Kurs umsetzen und diesen als kontinuierliche berufliche Weiterbildung einführen , Personalverantwortliche in der nautischen Tourismusbranche, z.B. von Boots- und Charterservices, Yachthäfen Lehrkräfte und Trainer/-innen in Seefahrtsschulen und Wassersportvereinen Öffentlicher Sektor, z.B. Handelskammern, Seeverkehrsbehörden, politische Entscheidungsträger Forschende und Branchenexperten bzw. -expertinnen, z.B. in Nichtregierungsorganisationen, Stiftungen , Online-Kurs mit Zertifikat zu Umweltgesetzen und -normen, Unternehmensrichtlinien, Umweltverfahren an Bord und Land, dem Umgang mit Umweltauswirkungen Module mit übergreifendem und fachspezifischem Wissen für Yachthäfen, Seeschulen, Wassersportvereine, Skipper, Wartungsbetriebe Lobbyismus z.B. auf der boot Düsseldorf, dem European Maritime Day Ravenna Social Media Marketing (fb, x, insta, LI) Aktivierende Fotoaktion , Im Sinne des European Green Deal verbreitet das Projekt Wissen und Verfahren zur Einsparung von Ressourcen und leistet somit einen Beitrag zu einem klima- und umweltfreundlicheren nautischen Tourismus. , Das Projekt sensibilisiert Unternehmen für die nachhaltige Entwicklung des Sektors und vermittelt die relevanten Skills im Einklang mit lokaler, nationaler und internationaler Umweltgesetzgebung. , Lehrplan Onlinekurs , Bundesverband Wassersportwirtschaft, Environaut, Umweltbeauftragte, nautischer Tourismus, European Green Deal , Newsletter und Pressemitteilungen …
[…] O-Ton, Ziele, Zielgruppe, Methoden, Ökologischer Handabdruck , Transformationsrelevanz, Materialien, Suchbegriffe, Haben wir Ihr Interesse geweckt? „Der Bedarf nach ‚grünen‘ Inhalten in der Berufsausbildung wächst. Zugleich ist es unverzichtbar, Lehrmethoden auch zu digitalisieren. Videoteach schließt die bestehenden Lücken und zeigt dabei: Es macht Spaß, grüne Lerninhalte kreativ zu verpacken.” Thomas Blum, Geschäftsführer RegioVision Schwerin , Unterstützung von Landwirtinnen und Landwirten bei der Entwicklung klimaresilienter und nachhaltiger landwirtschaftlicher Systeme strukturierte Lernwege, Beratungstools und praxisorientierte Materialien, die die Landwirtinnen und Landwirte befähigen, klimaadaptive und regenerative Bewirtschaftungsstrategien zu entwickeln und umzusetzen. Verfügbarkeit von Wissen, Methoden und Entscheidungswerkzeugen, um Klimarisiken auf Betriebsebene zu erkennen, betriebsangepasste Anpassungs- und Minderungsstrategien zu entwickeln, die eigene Resilienz gegenüber Klimawandel und Marktschwankungen zu erhöhen sowie regenerative und nachhaltige Methoden dauerhaft im Betrieb zu verankern , primär: Landwirtinnen und Landwirte in unterschiedlichen Betriebsgrößen und Produktionsrichtungen, die klimaresiliente Methoden einführen möchten Berater/-innen und Agrartrainer/-innen, die bei Transformationsprozessen in der Landwirtschaft unterstützen VET-Lehrpersonal und Fachschulen, die moderne klima- und resilienzorientierte Lehrinhalte benötigen Junge Landwirtinnen und Landwirte sowie Studierende in agrarischen Studiengängen sekundär: Politische Entscheidungsträger/-innen und Behörden (Integration nachhaltiger Kompetenzen in Curricula/politische Strategien) Verbände, NGOs, Referenzbetriebe zur Weiterverbreitung der Methoden , Die Lernplattform nutzt didaktische und praxisorientierte Methoden, die im Projekt entwickelt und erfolgreich erprobt wurden. Alle Methoden fördern aktiv die vier GreenComp-Kompetenzbereiche. ClimateFarming Cycle (zentrales Planungswerkzeug) Betriebserhebung, Vulnerabilitätsanalyse, Sammlung geeigneter Maßnahmen, Entwicklung einer betriebsspezifischen Klimastrategie, Implementierung & Monitoring Blended Learning & Selbstlernmodule Multilinguale Onlinekurse, praxisorientierte Lernmaterialien, Videos, grafische Anleitungen, Fallstudien Praxisworkshops auf Demonstrationsbetrieben Bodenanalysen, Maßnahmenumsetzung in Agroforst, Bodenaufbau, Wasserretention, Austausch zu Best Practices Entscheidungsfindung unter Unsicherheit DMDU, DAPP und systemische Analyseansätze, langfristige Klimarisikoabschätzung Multiplikationsansatz (Train-the-Trainer) Qualifizierung von Trainerinnen und Trainern als „Climate Adaptation and Mitigation Agents“, Austausch über Ländergrenzen hinweg , Die Lernplattform kann Betriebe auf ihrem Weg unterstützen, über reine Kompensation hinauszugehen und aktiv zu regenerativen Gestaltern ihrer Landschaften zu werden. Sie trägt bei … zum Aufbau lebendiger Böden durch Humusaufbau, reduzierte Bodenbearbeitung, lebende Wurzelsysteme zur Erhöhung der Biodiversität durch Agroforstsysteme, Diversifizierung, Habitatstrukturen zur Wasserhaushaltsverbesserung durch Erosionsschutz, Speicherfähigkeit, Mikroklimaregulierung zur Reduktion von Treibhausgasemissionen durch angepasste Fruchtfolgen, reduzierte Inputs und Kohlenstoffsequestrierung zur regionalen Resilienz über Kooperationen und Wissensaustausch Die Landwirtinnen und Landwirte erweitern mit diesen Angeboten ihre Kompetenzen im nachhaltigen Handeln (GreenComp Kompetenzbereich „Acting for Sustainability“). , Durch ihren strukturierenden Ansatz fördert die Lernplattform Transformationskompetenzen auf individueller, betrieblicher und systemischer Ebene. Sie unterstützt die ökologische Transformation der Landwirtschaft durch: Kompetenzaufbau für resiliente Betriebe (Kernziel des ClimateFarming-Projekts) Verankerung von Nachhaltigkeit im VET-System – in mehreren Ländern wurden Trainer/-innen zertifiziert und Curricula entwickelt Skalierbarkeit der GreenComp-angelehnten Lernangebote durch die Virtual Learning Environment (VLE) Politiknähe: Beiträge zur Umsetzung des Green Deal, Farm-to-Fork-Strategie und Klimaadaption in der EU Transferfähigkeit der Methoden auf andere Sektoren (z. B. kommunale Planung, Forstwirtschaft) , Im ClimateFarming-Projekt wurden folgende Materialien entwickelt: ClimateFarming Consultation Framework (inkl. EQF/EQAVET-Bezug) Consultation Learning Material (129 Seiten) Train-the-Trainer Curriculum & Trainerhandbuch Trainingssessionpläne, Präsentationen, Videos Farmer Workshop Handouts (für jedes Partnerland) Farmer Workshop Reports Partner Farm Analysis Reports (inkl. Soil Analysis & Klimastrategien) Farmer Handbook (kompakte, praxisnahe Anleitung) Virtual Learning Environment (VLE) mit allen Inhalten Alle Materialien existieren in Englisch, Deutsch, Französisch und Tschechisch. , Klimaresilienz, Regenerative Landwirtschaft, Bodengesundheit, Klimaanpassung, Geen Comp, Grüne Kompetenzen, Nachhaltigkeitsbildung, Grüne Transformation, Landwirtschaft der Zukunft, Klimafreundliche Landwirtschaft, Klimafreundlicher Landwirtschaftszyklus, Landwirte für die Zukunft , Lernplattform …
[…] O-Ton, Ziele, Zielgruppe, Methoden, Ökologischer Handabdruck , Transformationsrelevanz, Materialien, Suchbegriffe, Haben wir Ihr Interesse geweckt? „Der Bedarf nach ‚grünen‘ Inhalten in der Berufsausbildung wächst. Zugleich ist es unverzichtbar, Lehrmethoden auch zu digitalisieren. Videoteach schließt die bestehenden Lücken und zeigt dabei: Es macht Spaß, grüne Lerninhalte kreativ zu verpacken.” Thomas Blum, Geschäftsführer RegioVision Schwerin , Für die Relevanz von Nachhaltigkeit und systemischem Denken und Handeln in der landwirtschaftlichen Ausbildung sensibilisieren Moderne Weiterbildungsprogramme für die Vermittlung von nachhaltiger Landwirtschaft und nachhaltigen Gartenbau schaffen , Berufsschulleherer/-innen und Ausbilder/-innen Indirekt: Auszubildende , Lehrenden-Guideline orientiert am Konzept der Beruflichen Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BBNE) Systemische Trainingsmodule zu Bodenkunde, Wassermanagement sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz Konzept und Erklärvideo zur Resilienz von Agrar-Ökosystemen , Das pädagogische Konzept für Nachhaltige Entwicklung und systemisches Denken und Handeln wurde mit Trainer/-innen und Berufsschullehrer/-innen aus den Partnerländern sowohl auf dem Dehesa-Betrieb Fundación Monte Mediterráneo als auch an der Humboldt Universität zu Berlin trainiert. , Das Projekt vernetzte Wissenschaftler/-innen, Erwachsenenbildner/-innen sowie Akteurinnen und Akteure aus Landwirtschaft, Tourismus, Architektur und Handwerk. Es kreierte ein neuartiges ressourcenorientiertes Curriculum sowie neue, teils digitale, Verbreitungswege. , Good Practice Report Guideline Trainings-Curriculum Pädagogisches Konzept Interview-Leitfaden Erklärvideo Ökologische Resilienz Modell Ökologische Resilienz , Agritrain, PECO, Bodenkunde, Wassermanagement, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Guideline, Curriculum, Erklärvideo, Train the Trainer, BBNE, Ökosystem, Resilienz, Agrarpädagogik, Umweltpädagogik, Berufliche Bildung, Gartenbau , Projektposter …
[…] O-Ton, Ziele, Zielgruppe, Methoden, Ökologischer Handabdruck , Transformationsrelevanz, Materialien, Suchbegriffe, Haben wir Ihr Interesse geweckt? „Der Bedarf nach ‚grünen‘ Inhalten in der Berufsausbildung wächst. Zugleich ist es unverzichtbar, Lehrmethoden auch zu digitalisieren. Videoteach schließt die bestehenden Lücken und zeigt dabei: Es macht Spaß, grüne Lerninhalte kreativ zu verpacken.” Thomas Blum, Geschäftsführer RegioVision Schwerin , Digitale Lernmethoden und -werkzeuge in den Unterricht integrieren Den persönlichen Spielraum für ökologisches Verhalten erfahrbar machen Zukunftsfähige Kompetenzen wie kritisches Denken, Zusammenarbeit und Führung fördern , Erwachsenen-Pädagoginnen und Pädagogen Indirekt: Erwachsene Lernende , Involvierende Gamification-Elemente: „Insta-Challenges“, die direkt aktivieren „Missions“ der Lern-App zu Aspekten wie Eigenverantwortung, Wohnen, Konsum, Kooperation Lerneinheiten und Veranstaltungsdesigns für interaktive Workshops und Bildungsevents Transparenz über existierende digitale Anwendungen und grüne Inhalte , Durch GoBeEco hinterfragen Lehrende und Lernende die Auswirkungen ihrer Gewohnheiten auf Klimaschutz und Biodiversität. Sie werden inspiriert und motiviert, ihre Lebensstile proökologisch zu verändern. , Das Projekt unterstützt einen ganzheitlichen, partizipativen und transformativen Bildungsprozess. , Lern-App Flipbook für Lehrende mit Konzepten, Quellen für digitale Tools u.v.m. , GoBeEco, Erwachsenenbildung, Gamification, Challenge, Mission, Klimaschutz, Biodiversität, Lebensstil, partizipativ, App, Flipbook, Fachhochschule des Mittelstandes FHM …