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[…] Das Jahr 2020 - ungekannte Einschränkungen, Gute Idee - virtuelle Austauschmöglichkeiten, Virtual EU-Cycling - ein innovative Projekt, Neue Chancen - Digitalisierung in der Schule, Interesse geweckt? Erfahren Sie mehr über das Projekt Die Carl Benz-Schule Gaggenau hat in einer schwierigen Zeit Ideenreichtum bewiesen und mittels digitaler Wege den Kontakt zu europäischen Partnerschulen bewahrt. Hier bekommen Sie einen Einblick in die innovativen Projekte. , Das Jahr 2020 hat für unsere Gesellschaft viele Einschnitte und Entbehrungen gebracht. Insbesondere die Mobilität wurde stark eingeschränkt. Viele geplante Auslandsaufenthalte mussten abgesagt werden, darunter selbstverständlich auch viele Auslandspraktika für Auszubildende. Die Carl-Benz-Schule ist eine berufliche Schule mit den Schwerpunkten Metalltechnik, KFZ-Technik und Mechatronik. Sie sitzt in Gaggenau im badem-württembergischen Murgtal. Die Einrichtung mit Mobilitätscharta und langjähriger Erfahrung mit Erasmus+ wollte ihren Schülerinnen und Schülern auch 2020 wieder zwölf Plätze für Auslandspraktika in Spanien oder Finnland ermöglichen. Doch aufgrund der Corona-Pandemie mussten sowohl die eigenen Aufenthalte in Spanien gecancelt, als auch die erwarteten Incoming-Besuche aus Finnland abgesagt werden. , Die Schule hat sich kurzerhand neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit geschaffen. Mit den etablierten Partnerschulen in Finnland konnten neues Projekte ins Leben gerufen werden. Zunächst wurde ein virtuelle Austauschmöglichkeit für die Auszubildenden aus Deutschland und Finnland geschaffen. Als erste Idee sollte Mobilität im Kleinen betrieben werden. Die Auszubildenden unterstützten sich gegenseitig beim Aufbau von akkubetriebenen Modellautos. Geplant und konstruiert wurde das Ganze in vielen Online-Meetings. Als Ergebnis der Kooperation schafften die Auszubildenden einen realen Berührungspunkt. Die Modellautos konnten mittels eines Raspberry, einer bekannten Hardware für Bastler, per Internet im Partnerland gesteuert werden. , Eine weitere Idee der Schule wurde das Projekt "Virtual EU-Cycling". Auch hier ging es darum, Kontaktpunkte für die Auszubildenden zu schaffen, ohne dabei das Land zu verlassen. Das Idee hinter "Virtual EU-Cycling" beinhaltet zwei Schwerpunkte. Zunächst ist die Konstruktion einer Vorrichtung vonnöten, die es ermöglicht mit einem Fahrrad auf der Stelle zu fahren. Hierzu dürfen die Auszubildenden in internationalen Teams (mittels Online-Meetings) die Fahrradvorrichtung gemeinsam planen und fertigen. Die Montage- und Schweißarbeiten finden in der Berufsschule statt. Geplant wurde zudem die Vorrichtung mit einem technischen System zu verknüpfen, welches auch Steigungen auf der Strecke simuliert. In einem zweiten Prozess soll den Nutzerinnen und Nutzern des Fahrrad eine interessante Ablenkung für die Anstrengung geboten werden. Die Idee ist so simpel wie logisch, vor einem Fernseher oder einem Tablet soll man virtuell Strecken im Partnerland fahren können. Auch wenn die Auszubildenden nicht wirklich dorthin reisen können, so können sie so doch das Land näher kennen lernen. Spannend wurde daher der Prozess der Datenerhebung. Damit der Simulator möglichst realistisch ist, fahren die Schülerinnen und Schüler der Partnerschule mit dem Fahrrad und einer Kamera Teilstrecken in der Heimat ab. Manchmal radeln sie sogar einen paar Umwege, um bestimmte Sehenswürdigkeiten auf der Strecke zu zeigen. Im Anschluss werden die so entstandenen GPS-Daten mit dem Videomaterial verknüpft. Sobald die Fahrrad-Vorrichtung gefertigt ist, treffen sich alle Teilnehmenden zur gemeinsamen "virtuellen" Fahrt durch ihre Länder. Ein solch innovatives und kreatives Endprodukt wird selbstverständlich auch in der Schule platziert, so dass weitere Schülerinnen und Schüler eine Fahrradtour durch das Partnerland machen können. So wird der Erasmus+ Gedanke trotz Corona bedingter Einschränkungen an der Schule sichtbar gemacht und verbreitet. , „Das Zusammenwachsen und das gemeinsame Verständnis für Arbeitsprozesse und Produktionsqualität sowie auch das kulturelle und sprachliche Verständnis sind uns hier ein wichtiges Anliegen. Wir wollen aus diesem Grund sicherstellen, dass wir gemeinsam mit unseren Projektpartnern auch in diesen schwierigen Zeiten in Kontakt bleiben und den Austausch, wenn auch digital weiter betreiben und durch solcherart innovative Ansätze auch fördern können. Ich freue mich daher sehr, dass unsere Kollegen diese Projektidee so engagiert und innovativ gestalten konnten.“ Dr. Falk Hartmann, Schulleiter der Carl-Benz-Schule Gaggenau , Mit diesen Projekten reagiert die Carl-Benz-Schule auch auf ihre neuen Bildungspläne, die Elemente der Digitalisierung in mehreren Lernfeldern hervorheben. Es findet ein gelungener Austausch über digitale Kommunikationstools statt und zeitgleich entstehen innovative Projekte, die digitale Ideen voranbringen. Die bisherigen guten Erfolge zeigen, dass das Thema Digitalisierung in berufsbildenden Schulen tolle Chancen bringt und das Potential hat, neue Motivation und Einsatz in Schul- und Lehrerschaft zu wecken. Das ganz nebenbei ein vertiefter Kontakt zu den Partnerschulen in anderen Ländern und das Erleben von grenzüberschreitenden Zusammenarbeit für die Schülerinnen und Schüler ermöglicht wird, macht diese Projekte zu Lichtblicken in schwierigen Zeiten. …

News

Europa ist gefragter denn je: Aktuelle Zahlen zu Auslandsaufenthalten in der Berufs- und Erwachsenenbildung

Das europäische Bildungsprogramm Erasmus+ setzt seinen Erfolgskurs fort. In unserem aktuellen Jahresbericht ziehen wir Bilanz.

[…] Teaser, Bild, Text Im Jahr 2025 wurden mehr als 60.000 Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung gefördert, davon absolvierten über 48.000 junge Menschen ihre Ausbildung teilweise im europäischen Ausland. Mehr Neuigkeiten verrät unser aktueller Jahresbericht – etwa wie das Ausbildungspersonal im Ausland aktiv war und welchen Zuwachs die Erwachsenenbildung bei den Lernaufenthalten verzeichnet. , Das EU-Programm Erasmus+ hat in Deutschland weiterhin großen Zuspruch: Im Jahr 2025 wurden mehr als 60.000 Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung gefördert, davon profitierten über 48.000 Auszubildende. Seit Einführung der europäischen Mobilitätsförderung in der Berufsbildung konnten noch nie so viele junge Menschen Teile ihrer Ausbildung im europäischen Ausland absolvieren. Zu den beliebtesten Zielländern zählen Spanien, Irland und Italien. All dies zeigt der neue Jahresbericht der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) . Auch das Ausbildungspersonal nutzt die Chancen zunehmend: Mit rund 12.000 Auslandsaktivitäten erweitern Ausbilderinnen und Ausbilder ihre Fachkenntnisse in Europa und bauen internationale Netzwerke aus. In ihrer Rolle als Ermöglicher tragen sie maßgeblich dazu bei, Auslandsaufenthalte in Ausbildungskonzepte zu integrieren. Insgesamt standen in Deutschland im Jahr 2025 rund 132 Millionen Euro für Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung zur Verfügung. „Auslandsaufenthalte sind inzwischen fest in der beruflichen Ausbildung etabliert. Immer mehr berufliche Schulen und Ausbildungsbetriebe erkennen den Mehrwert dieser Angebote. Sie steigern nicht nur die Attraktivität ihres Ausbildungsangebotes, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung“, kommentiert BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser die aktuellen Entwicklungen. Im bundesweiten Vergleich sind Bayern, Berlin und Schleswig-Holstein besonders aktiv, wenn es um europäische Mobilität in der Berufsbildung geht. Dort qualifizieren sich – gemessen an der Gesamtzahl der Absolventinnen und Absolventen – bis zu sechs Prozent mehr Auszubildende allein über Erasmus+ für den internationalen Arbeitsmarkt. Auch in der Erwachsenenbildung gewinnen Lernaufenthalte in Europa weiter an Bedeutung: Im Jahr 2025 standen hierfür fast 11,5 Millionen Euro für knapp 5.400 Auslandsaktivitäten bereit. Besonders Menschen mit geringeren Chancen (zum Beispiel aufgrund von niedrigen Grundbildungskompetenzen) profitieren von diesen Angeboten. Die NA beim BIBB als Kompetenzzentrum Seit über 25 Jahren fördert die NA beim BIBB als eine von vier Nationalen Erasmus+-Agenturen in Deutschland Bildungsangebote in Europa; sie arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). In dieser Zeit hat sie sich zu einem zentralen Kompetenzzentrum für Auslandsaufenthalte und europäische Kooperation in der beruflichen Bildung entwickelt. Um auch über Europa hinaus Mobilität zu ermöglichen, gibt es seit 2017 das Programm AusbildungWeltweit. Es ergänzt die Angebote von Erasmus+ und wird ebenfalls von der NA beim BIBB im Auftrag des BMBFSFJ umgesetzt. Neben ihrem Schwerpunkt in der beruflichen Bildung ist die Nationale Agentur auch zentrale Ansprechpartnerin für die europäische Förderung und Vernetzung der Erwachsenenbildung in Deutschland. Detaillierte Informationen zu den Schwerpunktthemen und Statistiken im Programm Erasmus+ sowie zu weiteren europäischen und internationalen Aktivitäten bietet der NA-Jahresbericht 2024/2025 . Kontakt Berthold Hübers, Huebers@bibb.de Bei Abdruck Belegexemplar erbeten. Quelle: Pressemitteilung des Bundesinsituts für Berufsbildung, 14/2026 | Bonn, 21.05.2026 , …

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Europa im Blick

Die Nationale Koordinierungsstelle Europäische Agenda Erwachsenenbildung

[…] Warum ist Europäische Erwachsenenbildung wichtig? Was macht die Nationale Koordinierungsstelle der Europäischen Agenda Erwachsenenbildung in Deutschland? In diesem Film kommen Teilnehmende von Konferenzen und Stakeholder zu Wort, was die Europäische Agenda Erwachsenenbildung für sie konkret leisten kann und warum sich alle gemeinsam für die Erwachsenenbildung in Europa und Deutschland stark machen. , Mehr Informationen finden Sie unter www.agenda-erwachsenenbildung.de Bei Fragen zur Agenda Erwachsenenbildung schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an agenda-erwachsenenbildun@bibb.de. …

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Europa hat ein Gesicht bekommen

Das Erasmus+-Projekt „SPACE“ wurde mit dem European Innovative Teaching Award (EITA) ausgezeichnet

[…] Gemeinsam in die Partnerländer, Nachhaltige Wirkung durch Materialien Mit dem European Innovative Teaching Award (EITA) würdigt die Europäische Kommission seit 2021 herausragende Unterrichtspraktiken, die im Rahmen von Erasmus+-Projekten entwickelt wurden. Der Award greift jedes Jahr ein aktuelles bildungspolitisches Thema auf, 2025 stehen Demokratiebildung und bürgerschaftliches Engagement im Fokus. Dabei verlieh die Nationale Agentur Bildung für Europa den Preis in Deutschland in der Kategorie Erwachsenenbildung. Der Gewinner wurde am 15. September bekanntgegeben, es ist das Projekt „SPACE“ der Volkshochschule im Landkreis Cham e.V. . , „SPACE“ steht für „Seniors Perceive A Common Europe“, was die Idee des Projektes sehr gut beschreibt. Es geht darum, älteren Lernenden europäische Werte zu vermitteln und sie zu aktiven europäischen Bürgerinnen und Bürgern zu machen. Im Rahmen der Kooperationspartnerschaft entwickelten und realisierten Einrichtungen aus Deutschland, Bulgarien, Italien, Schweden und Spanien im Zeitraum von Dezember 2022 bis November 2024 ein Konzept, das vor allem die Traditionen und das kulturelle Erbe der jeweiligen Länder und Regionen in den Fokus nahm. Die VHS Cham koordinierte das Projekt, hier wurden Mitmachveranstaltungen durchgeführt, die sowohl Lernmöglichkeiten boten als auch die Chance, selbst etwas zu erarbeiten. Je nach Thema gab es unterschiedliche Lernumgebungen: von Computerarbeit in den Räumen der VHS bis zum traditionellen Lebkuchenbacken und Kräuterbuschen Binden, bei dem verschiedene Kräuter gesammelt und mit einem stabilen Naturfaden um eine Königskerze oder Rose gebunden werden. „Viele dieser Traditionen sind zwar noch lebendig, werden aber nicht mehr so stark wahrgenommen und praktiziert. Ich glaube, dass wir bei den Teilnehmenden etwas aufgeweckt haben“, erzählt Johanna Jankowski, die seit 2017 im Team Internationale Projekte der VHS Cham arbeitet und für das Projekt verantwortlich zeichnete. Sie ergänzt: „Wir sind auf die Menschen zugegangen mit einem Angebot, das sie in ihrer eigenen Geschichte abholt. Das war in dieser Form neu. Das Besondere aber war, dass die Ergebnisse der Arbeit anschließend im Rahmen des Austauschs in den Partnerländern vorgestellt wurden. Dabei ging es um Fragen wie: Haben die anderen Länder ähnliche Traditionen oder Rezepte? Wo sind Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede gibt es?“. , So erhielten jeweils zwei Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, an den Treffen im europäischen Ausland zu partizipieren. Ein Angebot, das anfangs Berührungsängste hervorrief, zumal die Präsentation vor Ort in Englisch erfolgen sollte. Von Kursbaustein zu Kursbaustein jedoch wurden die Seniorinnen und Senioren immer offener. Dazu noch einmal Johanna Jankowski: „Sie haben gemeinsam geübt, und nachdem das erste komische Gefühl überwunden war, sind sie richtig daran gewachsen. Das war wie eine Art Domino-Effekt. Als die ersten Leute zurückkamen und von ihren Erfahrungen erzählten, spürte man die Begeisterung. Und das machte auch die anderen immer neugieriger.“ Jankowski erinnert sich, dass es anfangs fast immer so war, dass die Gruppen beim Abendessen national zusammensaßen. Schon am zweiten Abend aber änderte sich dies, weil die Teilnehmenden spürten, wie spannend es sein kann, neue Leute und andere Kulturen kennenzulernen. Für sie war das „eine sehr schöne Form der Annäherung.“ Das bestätigen auch die Seniorinnen und Senioren selbst. So unterstreicht Anna Hauer, die am Austausch in Schweden teilnahm: „Es freut mich, dass ich über das Projekt Menschen aus anderen europäischen Ländern begegnen durfte. Besonders spannend war es, ihre Gewohnheiten, Speisen und Bräuche sowie ihre Kultur und Traditionen kennenzulernen.“ Ingeborg Tragl war sogar zweimal mit dabei, in Spanien und in Italien. Die 74-jährife sagt: „Ich habe gemerkt, wie toll Europa ist und wie wichtig es ist, europäische Werte zu leben. Der Austausch war für beide Seiten sehr bereichernd.“ Gerade beim Dialog mit Bulgarien überwog bei einigen Teilnehmenden zunächst die Skepsis. Zu fremd schien die dortige Realität. Heute pflegt man einen regelmäßigen Austausch mit den bulgarischen Seniorinnen und Senioren. Rosina Mühlbauer, die mit dem Projekt nach Sofia reiste, bekräftigt: „Ich habe schon viele europäische Länder bereist. Bulgarien hatte ich nie auf dem Schirm. Durch „SPACE“ konnte ich einen Eindruck vom Land und seinen Bewohnern gewinnen. Mein Bild von Bulgarien hat sich dadurch wirklich zum Positiven verändert.“ Auf diese Art und Weise ist Europa für die Teilnehmenden der VHS Cham greifbarer geworden. Allgemeine Bilder und Klischees wurden durch konkrete Erlebnisse ersetzt, Europa hat ein Gesicht bekommen. Gerade in ländlich geprägten Regionen trägt eine solche Form der Teilhabe dazu bei, die Bedeutung von europäischen Werten, Demokratie und kultureller Vielfalt zu stärken. Das zeigt das Projekt „SPACE“ sehr eindrucksvoll. Fast alle Beteiligten äußerten den Wunsch, „so etwas gerne noch einmal zu machen“. , Johanna Jankowski freut dies. Sie verweist zugleich darauf, dass es von Anfang an auch ein zweites Projektziel gab: das erarbeitete Wissen auch anderen zugänglich zu machen, und zwar so breit wie möglich. Erwachsenenbildner, die vom Angebot der VHS Cham fasziniert sind und selbst etwas ähnliches „auf die Beine stellen“ möchten, finden unter https://thespaceproject.eu ausführliche Materialien: vom Handbuch, in dem innovative Lernkonzepte, bewährte Verfahren und Umsetzungsideen dargestellt werden, bis zur digitalen Plattform. Hier können sie auch die Exponate, die die Seniorinnen und Senioren im Rahmen des Projekts erarbeitet und präsentiert haben, ansehen. …

[…] MF 1 EuroApprentices – Auslandserfahrungen teilen und begeistern! www.na-bibb.de/euroapprentices Erasmus+- Botschafter/-innen für die Berufsbildung http://www.na-bibb.de/euroapprentices 2 3 2 3 Wer sind die EuroApprentices und was machen sie? ie EuroApprentices sind junge Menschen, die wäh- rend ihrer Berufsausbildung mit Erasmus+ im euro- päischen Ausland waren. Sie haben sich im Ausland fachlich weiterentwickelt, ihren Horizont erweitert und sind persönlich gewachsen. Die bereichernden Erfahrungen, die sie während dieses Auslandsauf- enthalts gemacht haben, möchten sie mit anderen Auszubildenden teilen und diese ermutigen, es ihnen gleichzutun. Sie motivieren und zeigen ande- ren jungen Menschen, dass ein Auslandsaufenthalt in der Berufsausbildung ein Mehrwert ist und dass Erasmus+ vielfältig dabei unterstützt. Außerdem vernetzen sich die EuroApprentices auf internatio- naler Ebene mit anderen Akteurinnen und Akteuren der Berufsbildung und geben Auszubildenden eine Stimme. D EuroApprentices geben ihre beruflichen Auslandserfahrungen an andere Auszubildende weiter. ermutigen andere Auszubildende, ihre Komfortzone zu verlassen und den Schritt ins Ausland zu wagen. zeigen, welche Chancen und welchen Nutzen Auslandsaufenthalte in der Berufsausbildung mit sich bringen. informieren über das Programm Erasmus+. engagieren sich für europäische Werte. 4 5 Warum gibt es die Initiative? Noch immer wissen viele Auszubildende nicht, dass sie während ihrer Berufsausbildung einen Auslandsaufenthalt absolvieren können. Die besten Botschafter/-innen für das Thema sind Auszubildende, die selbst diese Erfahrung gemacht haben. Gerade für junge Menschen, die noch unsicher sind, ob sie ins Aus- land gehen möchten, kann der Austausch mit Gleichaltrigen, die bereits im Ausland waren, hilfreich sein. Ihre authentischen Berichte über ihre Auslandspraktika machen klar, dass die Berufsbildung international offen ist und persönliches Wachstum ermöglicht, wie es oft nur mit dem Studium verbunden wird. Außerdem tragen die EuroApprentices durch ihr Engagement dazu bei, die Attraktivität der Berufsbildung zu steigern. Durch die Mitgliedschaft im EuroApprentices-Netzwerk nehmen junge Menschen aktiv am politischen und sozialen Leben der Europäischen Union teil und motivieren andere, sich auch aktiv einzubringen. 4 5 Leslie Elimbi, Kauffrau für Büromanagement Ich bin EuroApprentice geworden, weil ich andere Menschen für andere Kultu- ren begeistern möchte, denn ich weiß aus meiner eigenen Geschichte, wie bereichernd Vielfalt und die kulturelle Be- gegnung sein können. Das Tolle am EuroApprentices-Netzwerk ist für mich, wie unterschiedlich die Leute sind, die dort zusam- menkommen. Wir stammen alle aus sehr verschiedenen Berufen und Umfeldern – das ist ein spannender Mix. Svenja Naumann, Erzieherin Ich habe das Gefühl, wenn ich über meinen Auslandsaufenthalt berichte, erkennen die Men- schen die Bedeutung einer solchen Erfahrung. Ich merke außer- dem, wie die Interessenten Ängste abbauen, neugierig werden und die Begeisterung für Auslandsaufenthalte überspringt. Mei- ne Erfahrungen aus erster Hand machen ein Erasmus+-Praktikum für Azubis, Schulen und Unternehmen greifbarer. Sie können Fragen stellen und von meinen Erfahrungen profitieren, indem ich offen und ehrlich auf die positiven wie negativen Seiten des Auslandspraktikums eingehe. Martin Schmidt, Mechatroniker Die Berufsausbildung ist für mich so ein hohes Gut, dessen Beachtung und Wertschätzung ich stärken möchte. Nicht nur die Profession allein, sondern auch die horizonterweiternden Aus- landspraktika, die man als angehende Fachkraft über Erasmus+ absolvieren kann, sind ein Mehrwert, den zu viele Berufsschü- ler/-innen verpassen. Es ist an der Zeit, dass wir die Berufsaus- bildung so vermarkten und wertschätzen, wie sie es verdient, als Erlangung der wichtigsten Qualifikation zum Einstieg in die Karriere. 6 7 EuroApprentices informieren überall dort, wo sie andere interessierte Auszubildende treffen könnten: in Berufsschulen, auf Ausbildungsmessen, in Unternehmen oder über verschiedene Medien. Sie gestalten Vorträge und Workshops und kön- nen von anderen Einrichtungen als Referentinnen und Referenten angefragt werden. Außerdem teilen die Botschafter/-innen ihre Aktivitäten und Erfahrungen auf Instagram. Die Profile aller deutschen EuroApprentices und ihre Kontaktdaten finden Sie auf unserer Website: www.na-bibb.de/euroapprentices. Wenn Sie einen EuroApprentice für eine Veran- staltung einladen möchten, können Sie sich direkt per E-Mail an die EuroApprentices oder an uns, die Nationale Agentur beim Bundesinstitut für Berufs- bildung (NA beim BIBB) unter: euroapprentices@bibb.de wenden. Die Reisekosten sowie ggf. Kosten für Verpflegung sind von Ihnen als einladende Stelle zu übernehmen. Auszubildende können sich mit ihren Fragen zu Auslandsaufenthalten in der Berufsaus- bildung direkt per E-Mail an die EuroApprentices wenden. EuroApprentices für Aktivitäten anfragen > Gleich scannen! http://www.na-bibb.de/euroapprentices mailto:euroapprentices@bibb.de 6 7 EuroApprentices teilen ihre Auslands- erfahrungen im Rahmen von... Informations- veranstaltungen Social-Media- Aktivitäten Presseanfragen/ Statements Seminare und Workshops Messen 8 9 Die EuroApprentices in Europa m Jahr 2017 hat die NA beim BIBB gemeinsam mit fünf Nationalen Agenturen aus verschiedenen Ländern das europäische Netzwerk der EuroAp- prentices gegründet, das seitdem stetig gewachsen ist. Inzwischen gehören mehr als zehn Länder zum Netzwerk, welches von der NA beim BIBB koordiniert wird. Die Nationalen Agenturen rekrutieren, schulen und unterstützen die Auszubildenden, bewerben die In- itiative in ihren jeweiligen Ländern und organisieren abwechselnd das jährlich stattfindende internatio- nale EuroApprentices-Treffen. Auf den internatio- nalen Veranstaltungen spürt man besonders den Erasmus-Spirit: Die EuroApprentices bilden eine Community junger Europäer/-innen und möchten etwas bewegen. Ziel der EuroApprentices-Initiative ist es, eine europaweite Gemeinschaft von Erasmus+-Botschaf- terinnen und -Botschaftern als ersten Schritt für ein Alumninetzwerk aufzubauen, die EuroApprentices in ihren Kompetenzen und Fähigkeiten zu stärken und gemeinsam die Attraktivität der Berufsbildung in Europa zu verbessern. Weitere Informationen und die Kontaktdaten der Ansprechpartnerinnen- und -partner in den anderen Ländern finden Sie unter: www.euroapprentices.eu I http://www.euroapprentices.eu 8 9 Die EuroApprentices sind auch über die Aktivitäten des eigenen europäischen Netzwerks hinaus international unterwegs. So wer- den sie z.B. von der EU-Kommis- sion für Beiträge und Podiumsdis- kussionen angefragt oder nehmen an internationalen Seminaren von Nationalen Agenturen teil. 10 11 Die Initiative steht allen offen, die mit Erasmus+ während ihrer Ausbildung einen Auslandsaufenthalt absolviert haben. Du bist motiviert und hast Lust, dich „ehrenamtlich“ als Botschafterin oder Bot- schafter für das Programm Erasmus+ zu engagieren und von deinem Auslandsaufenthalt zu berichten? Dann bewirb dich als EuroApprentice und nimm an einem der nationalen EuroApprentices-Trainings teil. Die Trainings finden einmal jährlich in der Regel im Herbst in Bonn statt. Unter folgendem Link kannst du dich das ganze Jahr als EuroApprentice bewerben: www.na-bibb.de/ euroapprentices Welche Möglichkeiten bietet mir das Ehrenamt als EuroApprentice? Nach einer erfolgreichen Bewerbung nimmst du an einem eintägigen Training teil. Hier erfährst du mehr über deine Rolle als Erasmus+-Botschafter/-in und das Programm Erasmus+. Außerdem werden verschiedene Kompetenzen wie z.B. Story Telling geschult. Dann kann es losgehen! Als EuroApprentice hast du die Möglichkeit, kosten- los an den jährlichen nationalen Treffen teilzuneh- men, sowie die Chance, für das internationale Netz- werktreffen oder andere internationale Seminare ausgewählt zu werden. Ein zusätzlicher Nutzen ist, dass die ehrenamtliche Tätigkeit zertifiziert wird – eine tolle Ergänzung für den Lebenslauf, denn Wie kann ich EuroApprentice werden? http://www.na-bibb.de/euroapprentices 10 11 ehrenamtliches Engagement hat bei Bewerbungen deutlich an Bedeutung gewonnen. Spaß und Ver- netzung mit anderen Erasmus+-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern europaweit stehen ebenfalls auf dem Programm. Cindy Klink, Verwaltungsfachangestellte Als EuroApprentice kann ich den gesellschaftlichen Wandel hin zu mehr Inklusion und Vielfalt aktiv unterstützen. Ich bin überzeugt, dass es möglich ist, eine Welt zu schaffen, in der jeder Mensch, unabhängig von seinen Unterschieden, die gleichen Chancen und den gleichen Respekt verdient. Impressum Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) 53142 Bonn Fon: +49 (0)228 / 107 1608 www.na-bibb.de/euroapprentices @meinauslandspraktikum Verantwortlich: Berthold Hübers Stand: März 2026 (aktualisierte Auflage) Gestaltung: Blueberry, Agentur für Design & Markenkommunikation, www.go-blueberry.de Bildquellen: EuroApprentices privat (S.1,5,7,9,11), Katapult by Giel Dalessi (S.9), NA beim BIBB (S.2,11) Rainer Zensen (S.4) Gedruckt auf Antalis Digicolor Wir sind die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung – kurz: NA beim BIBB. Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) sind wir für die Umsetzung des europäischen Programms Erasmus+ in der Berufsbildung und der Er wachsenenbildung zuständig. Darüber hinaus nehmen wir zahlreiche europabezogene und internatio nale Aufgaben in beiden Bildungsbereichen wahr. Wir arbeiten eng mit der EU-Kommission sowie auf nationaler Ebene mit Ministerien, Bundesländern, Sozialpartnern, Verbänden, Kammern, Unternehmen, Hochschulen und Bildungseinrichtungen zusammen. - - Mehr Informationen finden Sie unter: www.na-bibb.de/euroapprentices http://www.na-bibb.de/euroapprentices http://www.go-blueberry.de http://www.na-bibb.de/euroapprentices EuroApprentices – Auslandserfahrungen teilen und begeistern! Wer sind die EuroApprentices und was machen sie? Warum gibt es die Initiative? EuroApprentices für Aktivitäten anfragen EuroApprentices teilen ihre Auslandserfahrungen im Rahmen von... Die EuroApprentices in Europa Wie kann ichEuroApprentice werden? Welche Möglichkeiten bietet mir das Ehrenamt als EuroApprentice? Impressum Verantwortlich Stand Gestaltung Bildquellen …

News

EuroApprentices-Treffen in Kiel

Die Erasmus+ Botschafter/-innen in der Berufsbildung haben sich vom 17.-19. April 2026 in Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt getroffen, um sich weiterzubilden, zu vernetzen und gemeinsame Aktivitäten zu planen.

[…] Ablauf der Veranstaltung, Den Kompetenzen auf der Spur, Weiterführende Links, Bilderslider 21 EuroApprentices aus elf Bundesländern kamen für ein Wochenende zusammen und erlebten ein abwechslungsreiches Programm. Nach einem Update zum Botschafter/-innen-Netzwerk und zum Erasmus+ Programm gab es die Gelegenheit, sich über die eigenen Aktivitäten auszutauschen. Ob Vortrag, Messebesuch, Podiumsdiskussion oder Social Media Post - das Repertoire der EuroApprentices ist groß, wenn es darum geht, das Erasmus+ Programm bekannter zu machen und junge Menschen davon zu überzeugen, selbst einen Auslandsaufenthalt zu wagen. Der erste Tag endete mit einer Netzwerk-Session zu europäischem, ehrenamtlichem Engagement mit Vertreter/-innen der EuroPeers und der Jungen Europäischen Förderalisten . Am Folgetag wurde im Rahmen eines Workshops das wirkungsvolle und souveräne Auftreten geübt, ehe die EuroApprentices loszogen, um die Stadt Kiel zu erkunden. Dabei hatten sie auch die Möglichkeit, das Landesfunkhaus des NDR zu besuchen, um einen Eindruck von der dort geleisteten Medienarbeit zu erhalten. Da auch die Botschafter/-innen über ausgeprägte mediale Kompetenzen verfügen und verschiedene Kanäle regelmäßig selbständig bespielen (z. B. ihren eigenen Instagram- und LinkedIn-Kanal), war das Interesse am Tagesgeschäft eines großen deutschen Radio- und Fernsehsenders natürlich enorm. Der letzte Veranstaltungstag war geprägt von Reflexionsübungen - zum einen über die Rolle der EuroApprentices und welche Werte sie alle eint, zum anderen über bewährte Aktivitäten und wie diese im kommenden Jahr fortgesetzt und weiterentwickelt werden können. Dabei war auch Raum, um neue Ideen direkt umzusetzen, wie eine Videokampagne zu europäischen Werten, die zeitnah in den Sozialen Medien erscheinen wird sowie kurze Videoclips zu aktuellen Social Media-Trends, die die Reichweite der Kanäle gezielt steigern sollen. , Zum Abschluss des Treffens war es die Aufgabe der EuroApprentices einzuschätzen, welche Kompetenzen sich durch ihr ehrenamtliches Engagement weiterentwickelt haben. Dabei zeigt sich klar, dass die Botschafter/-innen-Rolle sowohl einen positiven Effekt auf die berufliche als auch auf die persönliche Entwicklung der EuroApprentices hat. Es wird deutlich, dass Erfahrungen, die im Rahmen des Ehrenamtes gemacht wurden, im Beruflichen und im Privaten sinnvoll genutzt werden können. Besonders die Selbstwirksamkeit des eigenen Engagements wird als hoch eingeschätzt: Die Teilnehmenden haben das Gefühl, dass ihre Erfahrungen für andere wertvoll sind und ihre Rolle sie in die Lage versetzt, andere zu inspirieren. Zudem zeigt sich durch ihre Rolle eine zunehmende Offenheit für Neues bei den Botschafter/-innen und sie geben an, dass ihr Engagement als EuroApprentice ihre Zukunftsplanung durchaus beeinflusst hat. , Die EuroApprentices Initiative ist ein europäisches Netzwerk, bestehend aus über 300 Botschafter/-innen für Erasmus+ in der Berufsbildung aus insgesamt 11 Ländern. Sie berichten ehrenamtlich über ihre Erfahrungen mit dem Erasmus+ Programm und machen Mut, damit auch andere Lernende der Berufsbildung sich trauen, den Schritt ins Ausland zu wagen. EuroApprentices sind deutschlandweit vertreten und können für Veranstaltungen, Redebeiträge und Online-Events angefragt werden. Zudem betreiben sie ihre eigenen Social Media Kanäle und einen eigenen Podcast: Zur EuroApprentices Seite Zum Instagram Profil Zum LinkedIn Profil Zum Podcast …

News

EuroApprentices-Podcast: Neue Erasmus+ Stories erschienen

Zwei Berufe, zwei Länder, zwei Auslandserfahrungen: In den neuesten Folgen von „Erasmus+ Stories“ berichten Bauzeichner Lukas und Verwaltungsangestellte Kathleen von ihren Erfahrungen, Herausforderungen und besonderen Momenten während ihrer Auslandsaufenthalte in Irland bzw. England.
Publikation

EuroApprentices – Auslandserfahrungen teilen und begeistern

Erasmus+- Botschafter/-innen für die Berufsbildung

[…] Die EuroApprentices sind junge Menschen, die während ihrer Berufsausbildung mit Erasmus+ im europäischen. Ausland waren. Sie haben sich im Ausland fachlich weiterentwickelt, ihren Horizont erweitert und sind persönlich gewachsen. Die bereichernden Erfahrungen, die sie während dieses Auslandsaufenthalts gemacht haben, möchten sie mit anderen Auszubildenden teilen und diese ermutigen, es ihnen gleichzutun. Sie motivieren und zeigen anderen jungen Menschen, dass ein Auslandsaufenthalt in der Berufsausbildung ein Mehrwert ist und dass Erasmus+ vielfältig dabei unterstützt. Außerdem vernetzen sich die EuroApprentices auf internationaler Ebene mit anderen Akteurinnen und Akteuren der Berufsbildung und geben Auszubildenden eine Stimme. …

[…] Mein EuroApprentices -Profil Bitte fülle das Formular so aus, dass Dein Profil für einen längeren Zeitraum gültig ist. D. h. verzichte bitte auf Dein aktuelles Alter oder wie lange Du Stand heute schon im Netzwerk dabei bist. Schreibe Deine Texte so, dass sie gut verständlich sind – auch für Zielgruppen, die die EuroApprentices noch nicht kennen. …

[…] Haben wir Ihr Interesse geweckt? „Grundsätzlich würde ich mir einfach wünschen, dass es nicht nur im Bereich Studium so populär ist, ins Ausland zu gehen, sondern eben auch in der Ausbildung … und dass dafür auch viel mehr die Infrastruktur da ist, damit unsere Gesellschaft ein Stückchen besser wird.“ - das sagt Kathleen Plotka, eine unserer engagierten EuroApprentices. Zum Textskript , Hier geht es zu unseren Themenseiten …

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