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EITA Award 2025: Auszeichnung für innovative Projekte in Europa

2025 wurden zwei herausragende Erasmus+-Projekte mit dem European Innovative Teaching Award (EITA) ausgezeichnet: „SPACE – Seniors Perceive A Common Europe“ und „Political Education and Empowerment for Deaf Citizens“.

[…] Feierliche Verleihung und Ehrung der Anwesenden, Feierliche Verleihung und Ehrung der Anwesenden, Volkshochschule im Landkreis Cham: SPACE – Senioren entdecken ein gemeinsames Europa, Volkshochschule im Landkreis Cham: SPACE – Senioren entdecken ein gemeinsames Europa, Netzwerk Gebärdensprache Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe: Politische Bildung für gehörlose Bürgerinnen und Bürger, Netzwerk Gebärdensprache Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe: Politische Bildung für gehörlose Bürgerinnen und Bürger Der EITA würdigt innovative Lehr- und Lernansätze im Rahmen von Erasmus+ und zeigt, wie Bildung in Europa konkret und greifbar wird. In diesem Jahr 2025 stand der Preis unter dem Thema „Citizenship Education – Teilnahme am demokratischen Leben, gemeinsame Werte und bürgerschaftliches Engagement“ . Das Projekt der Volkshochschule im Landkreis Cham , SPACE – Seniors Perceive A Common Europe , wurde in der Kategorie Erwachsenenbildung ausgezeichnet und zeigte, wie lebenslanges Lernen und europäische Identität gefördert werden können. Das zweite ausgezeichnete Projekt wurde vom Netzwerk Gebärdensprache, Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe e.V. koordiniert. Es trug den Titel Political Education and Empowerment for Deaf Citizens und erhielt den European Language Label ( ELL ) , der eine spezielle Auszeichnung innerhalb des EITA darstellt. Dieses Projekt eröffnete gehörlosen Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu politischer Bildung und förderte ihre Teilhabe an der Gesellschaft. Beide Projekte zeichnen sich durch ihre innovative Herangehensweise aus und tragen maßgeblich zur Förderung von Inklusion und europäischen Werten bei. Die Volkshochschule im Landkreis Cham mit ihrem SPACE-Projekt hat gezeigt, wie intergenerationaler Austausch und die Förderung des europäischen Bewusstseins in der Seniorenbildung gelingen können. Das Netzwerk Gebärdensprache, Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe hat mit seinem Projekt zur politischen Bildung für gehörlose Menschen einen neuen Standard gesetzt, der nicht nur für Deutschland, sondern auch für Europa wegweisend ist. , Der EITA würdigt innovative Lehr- und Lernansätze im Rahmen von Erasmus+ und zeigt, wie Bildung in Europa konkret und greifbar wird. In diesem Jahr 2025 stand der Preis unter dem Thema „Citizenship Education – Teilnahme am demokratischen Leben, gemeinsame Werte und bürgerschaftliches Engagement“ . Das Projekt der Volkshochschule im Landkreis Cham , SPACE – Seniors Perceive A Common Europe , wurde in der Kategorie Erwachsenenbildung ausgezeichnet und zeigte, wie lebenslanges Lernen und europäische Identität gefördert werden können. Das zweite ausgezeichnete Projekt wurde vom Netzwerk Gebärdensprache, Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe e.V. koordiniert. Es trug den Titel Political Education and Empowerment for Deaf Citizens und erhielt den European Language Label ( ELL ) , der eine spezielle Auszeichnung innerhalb des EITA darstellt. Dieses Projekt eröffnete gehörlosen Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu politischer Bildung und förderte ihre Teilhabe an der Gesellschaft. Beide Projekte zeichnen sich durch ihre innovative Herangehensweise aus und tragen maßgeblich zur Förderung von Inklusion und europäischen Werten bei. Die Volkshochschule im Landkreis Cham mit ihrem SPACE-Projekt hat gezeigt, wie intergenerationaler Austausch und die Förderung des europäischen Bewusstseins in der Seniorenbildung gelingen können. Das Netzwerk Gebärdensprache, Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe hat mit seinem Projekt zur politischen Bildung für gehörlose Menschen einen neuen Standard gesetzt, der nicht nur für Deutschland, sondern auch für Europa wegweisend ist. , Neben den Vertreterinnen und Vertretern der ausgezeichneten Projekte nahmen auch zahlreiche Ehrengäste an der Preisverleihung teil. Darunter waren Zweiter Bürgermeister Walter Dendorfer , der das Engagement der Seniorinnen und Senioren lobte und die Bedeutung der VHS Cham für die Stadt Cham hervorhob, sowie Karl Holmeier, ehemaliger Bundestagsabgeordneter und Kreisvorsitzender der Senioren-Union , der das starke Bildungssignal des Landkreises Cham an Europa betonte. Torsten Schneider von der Nationalen Agentur überreichte die Urkunden im Rahmen der Preisverleihung und betonte die herausragende Bedeutung der ausgezeichneten Projekte für die europäische Bildungslandschaft sowie ihre positiven Auswirkungen auf das europäische Bewusstsein und die demokratische Teilhabe. , Neben den Vertreterinnen und Vertretern der ausgezeichneten Projekte nahmen auch zahlreiche Ehrengäste an der Preisverleihung teil. Darunter waren Zweiter Bürgermeister Walter Dendorfer , der das Engagement der Seniorinnen und Senioren lobte und die Bedeutung der VHS Cham für die Stadt Cham hervorhob, sowie Karl Holmeier, ehemaliger Bundestagsabgeordneter und Kreisvorsitzender der Senioren-Union , der das starke Bildungssignal des Landkreises Cham an Europa betonte. Torsten Schneider von der Nationalen Agentur überreichte die Urkunden im Rahmen der Preisverleihung und betonte die herausragende Bedeutung der ausgezeichneten Projekte für die europäische Bildungslandschaft sowie ihre positiven Auswirkungen auf das europäische Bewusstsein und die demokratische Teilhabe. , Das Projekt SPACE (Seniors Perceive A Common Europe) der Volkshochschule im Landkreis Cham hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine oft übersehene Zielgruppe in europäischen Bildungsprogrammen zu fördern: Seniorinnen und Senioren. In vielen europäischen Programmen werden ältere Menschen häufig nicht ausreichend berücksichtigt, obwohl sie genauso wie jüngere Generationen ein Interesse an europäischen Themen und der Förderung von Demokratie und Teilhabe haben. Im Rahmen des Projekts lernten Seniorinnen und Senioren aus fünf europäischen Ländern – Deutschland, Bulgarien, Italien, Schweden und Spanien – in interaktiven Kursen zu Themen wie Gesundheit, Umweltverhalten, Ernährung und selbstbestimmtem Konsum. Das Ziel war es, nicht nur praktische Fähigkeiten zu vermitteln, sondern auch das europäische Bewusstsein und die demokratische Teilhabe zu stärken. Dabei hatten die Teilnehmenden nicht nur die Gelegenheit, neue Kompetenzen zu erlernen, sondern konnten auch ihre eigenen Erfahrungen und Traditionen mit anderen teilen. Beispielsweise gaben Seniorinnen und Senioren aus Deutschland die Tradition des Kräuterbuschbindens an ihre Altersgenossinnen und Altersgenossen in anderen Ländern weiter und tauschten sich über verschiedene kulturelle Praktiken aus. Ein zentraler Bestandteil des Projekts war die Schaffung einer digitalen Plattform mit mehr als 100 kulturellen Exponaten aus den beteiligten Ländern. Diese Plattform bleibt auch nach Projektende zugänglich und stellt eine wertvolle Sammlung von Wissen und Erfahrungen dar. Das Projekt SPACE hat gezeigt, wie Bildung auch im höheren Alter neue Perspektiven eröffnen kann und wie wichtig es ist, allen Generationen die Möglichkeit zu geben, sich als aktive europäische Bürgerinnen und Bürger zu engagieren. Den Preis nahm Martina Bachmeier aus dem Team Internationales Projekte der VHS stellvertretend für die Projektkoordinatorin Johanna Jankowski entgegen . Mehr über das Projekt SPACE erfahren , Das Projekt SPACE (Seniors Perceive A Common Europe) der Volkshochschule im Landkreis Cham hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine oft übersehene Zielgruppe in europäischen Bildungsprogrammen zu fördern: Seniorinnen und Senioren. In vielen europäischen Programmen werden ältere Menschen häufig nicht ausreichend berücksichtigt, obwohl sie genauso wie jüngere Generationen ein Interesse an europäischen Themen und der Förderung von Demokratie und Teilhabe haben. Im Rahmen des Projekts lernten Seniorinnen und Senioren aus fünf europäischen Ländern – Deutschland, Bulgarien, Italien, Schweden und Spanien – in interaktiven Kursen zu Themen wie Gesundheit, Umweltverhalten, Ernährung und selbstbestimmtem Konsum. Das Ziel war es, nicht nur praktische Fähigkeiten zu vermitteln, sondern auch das europäische Bewusstsein und die demokratische Teilhabe zu stärken. Dabei hatten die Teilnehmenden nicht nur die Gelegenheit, neue Kompetenzen zu erlernen, sondern konnten auch ihre eigenen Erfahrungen und Traditionen mit anderen teilen. Beispielsweise gaben Seniorinnen und Senioren aus Deutschland die Tradition des Kräuterbuschbindens an ihre Altersgenossinnen und Altersgenossen in anderen Ländern weiter und tauschten sich über verschiedene kulturelle Praktiken aus. Ein zentraler Bestandteil des Projekts war die Schaffung einer digitalen Plattform mit mehr als 100 kulturellen Exponaten aus den beteiligten Ländern. Diese Plattform bleibt auch nach Projektende zugänglich und stellt eine wertvolle Sammlung von Wissen und Erfahrungen dar. Das Projekt SPACE hat gezeigt, wie Bildung auch im höheren Alter neue Perspektiven eröffnen kann und wie wichtig es ist, allen Generationen die Möglichkeit zu geben, sich als aktive europäische Bürgerinnen und Bürger zu engagieren. Den Preis nahm Martina Bachmeier aus dem Team Internationales Projekte der VHS stellvertretend für die Projektkoordinatorin Johanna Jankowski entgegen . Mehr über das Projekt SPACE erfahren , Das zweite ausgezeichnete Projekt, Political Education and Empowerment for Deaf Citizens , wurde vom Netzwerk Gebärdensprache, Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe umgesetzt und erhielt das European Language Label ( ELL ). Das Projekt zielte darauf ab, gehörlosen Menschen den Zugang zu politischer Bildung zu ermöglichen und ihre aktive Teilhabe an der Gesellschaft zu fördern. Durch die Entwicklung innovativer Materialien in Gebärdensprache und barrierefreie Formate wurde ein Raum geschaffen, in dem gehörlose Bürgerinnen und Bürger nicht nur Wissen erwerben konnten, sondern auch ihre Stimme erheben und ihre Rechte wahrnehmen konnten. Das Projekt setzte auf die Partizipation der Teilnehmenden und ermöglichte es ihnen, politische Begriffe erstmals in Gebärdensprache zu entwickeln, um so ihre politische und gesellschaftliche Teilhabe weiter zu stärken. Die Wirkung des Projekts ging weit über die einzelnen Teilnehmenden hinaus. Es schuf einen Raum für Empowerment und zeigte, wie wichtig es ist, dass auch Menschen mit Beeinträchtigungen, insbesondere Gehörlose, Zugang zu politischer Bildung erhalten. Es förderte das Selbstbewusstsein und das Gefühl der Zugehörigkeit zur Gesellschaft und trug dazu bei, Barrieren zwischen der gehörlosen Gemeinschaft und dem Rest der Gesellschaft abzubauen. Den Preis nahm Rudolf Sailer, 1. Vorsitzender des Vereins, für das Netzwerk Gebärdensprache, Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe entgegen. Mehr über das Projekt Political Education and Empowerment for Deaf Citizens erfahren , Das zweite ausgezeichnete Projekt, Political Education and Empowerment for Deaf Citizens , wurde vom Netzwerk Gebärdensprache, Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe umgesetzt und erhielt das European Language Label ( ELL ). Das Projekt zielte darauf ab, gehörlosen Menschen den Zugang zu politischer Bildung zu ermöglichen und ihre aktive Teilhabe an der Gesellschaft zu fördern. Durch die Entwicklung innovativer Materialien in Gebärdensprache und barrierefreie Formate wurde ein Raum geschaffen, in dem gehörlose Bürgerinnen und Bürger nicht nur Wissen erwerben konnten, sondern auch ihre Stimme erheben und ihre Rechte wahrnehmen konnten. Das Projekt setzte auf die Partizipation der Teilnehmenden und ermöglichte es ihnen, politische Begriffe erstmals in Gebärdensprache zu entwickeln, um so ihre politische und gesellschaftliche Teilhabe weiter zu stärken. Die Wirkung des Projekts ging weit über die einzelnen Teilnehmenden hinaus. Es schuf einen Raum für Empowerment und zeigte, wie wichtig es ist, dass auch Menschen mit Beeinträchtigungen, insbesondere Gehörlose, Zugang zu politischer Bildung erhalten. Es förderte das Selbstbewusstsein und das Gefühl der Zugehörigkeit zur Gesellschaft und trug dazu bei, Barrieren zwischen der gehörlosen Gemeinschaft und dem Rest der Gesellschaft abzubauen. Den Preis nahm Rudolf Sailer, 1. Vorsitzender des Vereins, für das Netzwerk Gebärdensprache, Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe entgegen. Mehr über das Projekt Political Education and Empowerment for Deaf Citizens erfahren …

Daten & Fakten

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[…] Dokumentationen Hier finden Sie die Dokumentationen und Materialien unserer Fachveranstaltungen „Europa braucht Austausch. Unsere Veranstaltungen machen ihn konkret – mit Partnern, Themen und Impulsen aus der Erwachsenenbildung.“ Julia Krößner - Veranstaltungsmanagement & Öffentlichkeitsarbeit …

[…] Europäische Perspektiven: kritisch, kreativ, kompetent Impulse für Demokratie und KI in der Erwachsenenbildung Die Online-Fachveranstaltung fand am 30. Juni und 1. Juli 2026 in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Volkshochschulverband e.V. und dem Thüringer Volkshochschulverband statt Thematische Einführung Demokratiebildung und Kompetenz im Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) sind eng miteinander verknüpft. Daher sollten die Akteurinnen und Akteure der Erwachsenenbildung im Blick haben, wie KI die Bedingungen demokratischer Meinungsbildung verändert und wie Erwachsenenbildung und Weiterbildung Menschen stärken können, mit diesen Entwicklungen umzugehen. Zugleich spielt die Frage, wie Demokratiebildung digitale und KI-geprägte Informationsräume stärker einbeziehen kann und welche Kompetenzen es dazu braucht, eine wichtige Rolle. Antworten lieferte die zweitägige Online-Konferenz „Europäische Perspektiven: kritisch, kreativ, kompetent – Impulse für Demokratie und KI in der Erwachsenenbildung“ am 30. Juni und 1. Juli 2026. Veranstaltet wurde sie von der Nationalen Koordinierungsstelle (NKS) Europäische Agenda für Erwachsenenbildung in der Nationalen Agentur Bildung für Europa ( NA beim BIBB ), dem Bayerischen Volkshochschulverband e.V. (bvv) und dem Thüringer Volkshochschulverband e.V. Rund 200 Akteurinnen und Akteure aus ganz Deutschland nutzten die Gelegenheit, durch spannende Impulsvorträge und Workshoprunden Anregungen für die eigene Arbeit zu gewinnen. Während am ersten Tag das Thema Demokratie und Teilhabe im Fokus der Veranstaltung stand, wurden an Tag 2 die Entwicklung neuer Lernräume mit KI und die Kompetenzen erörtert, die Erwachsenenbilder/-innen benötigen, um digital kompetent und demokratisch handlungsfähig zu bleiben. Stets wurde dabei auch die europäische Perspektive einbezogen. © Copyrighthinweis öffnen NAbeimBIBB X Copyrighthinweis schließen Themen im Überblick 1. Einordnung 2. Wehrhafte Demokratie braucht Strategien gegen Gefährdungen 3. Literacy als demokratische Grundlage 4. Erasmus+-Lernreise als Praxisbeispiel 5. Chancen und Möglichkeiten einer demokratischen KI in Organisationen 6. Erkenntnisse aus den Workshops 7. Europa als gemeinsamer Resonanzraum 8. Die Erwachsenenbildung – ein Ort, an dem Orientierung entsteht - Schlussfolgerungen und nächste Schritte 9. Materialien und weiterführende Links 1. Einordnung Wie aktuell das Thema für die Praxis der Erwachsenenbildung ist, bekräftige Dr. Regine Sgodda, Geschäftsführender Vorstand des bvv, in ihrem Grußwort. Sie unterstrich: „Künstliche Intelligenz hat in bemerkenswerter Geschwindigkeit Eingang in zentrale Bereiche unseres Alltags gefunden. Gleichzeitig beobachten wir eine Bedrohung der liberalen Demokratie, die Infragestellung von demokratisch stärkenden Bildungsangeboten sowie eine Gefährdung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und unserer eigenen Urteilskraft. Das wird häufig im Kontext von KI-generierten Inhalten relevant.“ An dieser Stelle brachte sie auch die europäische Dimension ins Spiel. Sie tat dies am Beispiel der Entwicklung des EU -AI-Aktes. Ein im europäischen Austausch entstandenes Regelwerk, das definiere, wie künstliche Intelligenz verantwortungsvoll gestaltet werden könne. 2. Wehrhafte Demokratie braucht Strategien gegen Gefährdung © Copyrighthinweis öffnen Universität Hamburg X Copyrighthinweis schließen Das in den Jahren 2024/25 realisierte Citizen Science-Projekt „Wehrhafte Demokratie im Bildungswesen“ erfasst erstmals, wie Erwachsenenbildungseinrichtungen von auf Menschenfeindlichkeit und Rassismus fußendem Populismus betroffen sind und wie sie auf diese Gefährdungen reagieren können. Realisiert wurde es von Professor Dr. Anke Grotlüschen, Professorin für Lebenslanges Lernen an der Universität Hamburg, gemeinsam mit Kooperationspartnerinnen und -partnern aus dem Bereich der Volkshochschulen. Es verbindet wissenschaftliche Perspektiven mit praktischen Erfahrungen. Ziel ist es, die Handlungsfähigkeit der Erwachsenenbildung zu sichern und wirkungsvolle Reaktionsformen zu identifizieren und der Praxis zur Verfügung zu stellen. Dazu wurde mit Unterstützung des Deutschen Volkshochschul-Verbands eine bundesweite Onlinebefragung durchgeführt, um Fallberichte von Diskriminierung und Diskreditierung, politischer Einschüchterung und rechtspopulistischer Einflussnahme zu sammeln und zu dokumentieren. Grotlüschen stellte die Ergebnisse des Projekts vor und verband dies mit der Frage, wie es gelingen kann, Brandmauern gegen den Schutz vor der extremen Rechten im Bildungswesen aufzubauen und zu stärken. Für sie sei die Erwachsenenbildung diesbezüglich ein „Vorreiter“, weil sie flexibler als andere Bildungsbereiche agieren und sich deshalb schneller modernisieren könne. Grotlüschen beschrieb Beispiele für Gefährdungslagen und verband dies mit der Entwicklung geeigneter Gegenstrategien auf der bildungspolitischen und der institutionellen Ebene sowie im konkreten Unterrichtsgeschehen. Inhaltlich erstreckt sich das Spektrum der Gegenstrategien – die anschließend in sogenannten Reflexionssessions diskutiert wurden – von gesetzlichen Regulatorien, Aufklärungsarbeit und Publikationen zur wehrhaften Demokratie über Bündnisse und klare Leitbilder bis zu Strategien für den pädagogischen Alltag. Dies können beispielsweise Präventions- und Fortbildungsmaßnahmen sein. „Die politische Bildung ist nicht neutral. Es ist die demokratische Pflicht von Lehrkräften, Demokratie- und Menschenfeindlichkeit sowie Geschichtsrevisionismus zurückzuweisen. Erwachsenenbildungseinrichtungen sind Orte, an denen demokratische Grundwerte geschützt werden müssen.“ Prof. Dr. Anke Grotlüschen Dabei reichten Positionspapiere allein nicht aus. Entscheidend sei es, die Menschen vor Ort zu stärken und Lehrkräfte in entsprechenden Situationen zu schützen. Dazu Grotlüschen: „Wir müssen vom Reden ins Handeln kommen.“ Das bedeute beispielsweise, dass die Politik und die Leitung der Einrichtungen klar Position beziehen und sich hinter die Werte von Demokratie und gesellschaftlichem Miteinander stellen. Ihr Wunsch, so Grotlüschen, sei es, dass ein Ruck durch die Formate gehe", auch hinsichtlich der Frage, „wie wir mit den Menschen wieder besser ins Gespräch kommen können“. Greife dies nicht, seien im Umgang mit schwierigen Teilnehmenden und Mitarbeitenden auch disziplinarische Maßnehmen denkbar. Eine umfangreiche Liste geeigneter Gegenstrategien enthalte das Buch „Keine Macht der Ohnmacht – Wie wir Krisen bewältigen und uns gegen Faschismus wehren“ von Matthias Quendt (2026). 3. Literacy als demokratische Grundlage © Copyrighthinweis öffnen Universal Reading Foundation X Copyrighthinweis schließen Wie wichtig das Thema Lese- und Schreibkompetenz (Literacy) für gelebte Demokratie und Teilhabe ist, zeigte der Vortrag von Maria Deskur, Präsidentin der European Reading Foundation in Polen und eine starke Stimme zur Bedeutung von Literacy in der europäischen Bildungsarbeit. Sie sagte: „Lesen ist nicht nur eine individuelle Fähigkeit, sondern die Grundlage allen Lernens und Voraussetzung für ein zukunftsfähiges und demokratisches Leben – sowohl auf individueller als auch auf gesellschaftlicher Ebene.“ Besorgniserregend sind in diesem Kontext die Ergebnisse der 2023 veröffentlichten Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU). Demnach lesen Schülerinnen und Schüler in Deutschland in der vierten Klasse heute deutlich schlechter als noch vor Jahren. Ein Viertel der Kinder erreicht beim Lesen nicht den international festgelegten Mindeststandard, der für das weitere erfolgreiche Lernen nötig wäre. Lesen Sie die IGLU-Studie zur Lesekompetenz von Grundschülern auf der Webseite des Deutschen Schulportals. „Nicht-Lesen ist nicht nur schlecht für uns, sondern auch gefährlich im Hinblick darauf, wie wir die Zukunft Europas und unserer Länder sehen“, warnte Deskur und verwies auf das 2023 von Neurowissenschaflern entwickelte Ljubljana-Manifest zur Bedeutung fortgeschrittener Lesekompetenzen. Erfahren Sie mehr zum Ljubjana-Manifest auf dieser Webseite . Dieses fordert Politik und Gesellschaft auf, Lesen auf höherem Niveau zu stärken, um analytisches Denken und demokratische Werte zu sichern. Deskur wörtlich: „Darin heißt es, dass wir eine gewisse Kompetenz entwickeln müssen, um die Kontrolle zu behalten – also nicht zu Subjekten zu werden, die von der KI gesteuert werden, sondern auf der Seite derjenigen zu bleiben, die ihr Leben und ihre Zukunft selbst gestalten können“. Professor Dr. Anke Grotlüschen hob in der anschließenden Diskussion hervor, wie relevant das Thema Literacy für die Stabilität von Demokratien sei. So mache die Level-One-Studie (LEO-Studie) der Universität Hamburg deutlich, dass Menschen mit geringen Literacy-Fähigkeiten zunehmend Schwierigkeiten mit kritischem Denken und Hinterfragen hätten. Lesen Sie dazu, wie die Leo Level-One Studie den Grad der Literalität der deutsch sprechenden Bevölkerung untersucht. 4. Erasmus+-Lernreise als Praxisbeispiel – ein Beispiel © Copyrighthinweis öffnen Thüringer Volkshochschulverband e.V. X Copyrighthinweis schließen Erasmus+ Lernreise an den Wolfgangsee Ein gutes Praxisbeispiel für gelebte Teilhabe in Sachen Literacy lieferte Fabian Walpuski vom Thüringer Volkshochschulverband e.V. , der von einer Erasmus+ Mobilität von Lernenden zum Thema KI in der Alphabetisierung berichtete. Dabei wurden Literacy und KI dergestalt miteinander verknüpft, dass die Teilnehmenden kreative Anwendungsformen künstlicher Intelligenz kennenlernten, sich gleichzeitig aber mit Risiken, und der Gefahr von Manipulationen und Täuschungen auseinandersetzten. „Eine wichtige Erkenntnis war, dass auch Lernende mit Grundbildungsbedarf KI nutzen, wenn sie die Möglichkeit erhalten, es selbst auszuprobieren und man es gut begleitet“, weiß Walpuski. „Wir haben geschaut, wo das Thema den Menschen begegnet und versucht, die Möglichkeiten der KI über praxisnahe Aufgaben zu vermitteln. Unser Bestreben war es, die Voraussetzungen für eine kompetente Nutzung zu schaffen.“ Das Format der Lernreise erwies sich dazu als äußerst geeignet. Das bestätigte Maik Stadermann vom Lerner-Rat Thüringen, der als Lernender an der Reise partizipierte. Er hob hervor, dass ein solcher Auslandsaufenthalt immer auch das eigene Selbstvertrauen stärke, weil viele der Teilnehmenden sich alleine nicht zutrauen würden, ins Ausland zu reisen. Eine derartige Erfahrung als Gruppe zu machen, habe laut Walpuski sehr zum Gelingen der Maßnahme beigetragen, zumal die Kombination aus KI und Literacy eindrucksvoll sichtbar gemacht habe, was in der Praxis möglich sei. Lernreisen seien ein gutes Beispiel, wenn es um die Vorteile von Erasmus+ in der Erwachsenenbildung gehe (Siehe dazu weiter unten). 5. Chancen und Möglichkeiten einer demokratischen KI in Organisationen © Copyrighthinweis öffnen Zentrum für Digitalen Fortschritt D64 X Copyrighthinweis schließen Folie 8 Leitprinzipien des Code of Conduct KI Tag 2 der Veranstaltung stand ganz im Zeichen der Künstlichen Intelligenz. Dabei ging es in insgesamt zehn Workshops um die Frage, wie mit KI neue Lernräume kreativ, praxisnah und teilhabeorientiert gestaltet werden können und welche Kompetenzen dazu notwendig sind. Was müssen Erwachsenenbildnerinnen und -bildner über KI wissen, um entsprechend agieren zu können und welche Tools und Materialien gibt es bereits? Der Code of Conduct – eine gemeinsame Selbstverpflichtung Zuvor stellte Monika Ilves, Vorständin beim Zentrum für Digitalen Fortschritt D64, den Code of Conduct vor, eine Art Verhaltenskodex für eine demokratische Nutzung von KI. Mehr zum Hintergrund des Code of Conducts erfahren Sie auf dieser Webseite . Sie konstatierte, dass künstliche Intelligenz zwar viel genutzt werde, es aber kaum Kriterien für die Art und Weise gebe, wie dies erfolgt. Auch wenn die KI längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen sei, dürfe sie nicht den großen Technologieunternehmen überlassen werden. Ihre Gestaltung sei vielmehr eine zivilgesellschaftliche Aufgabe. Ilves wörtlich: „Wir begreifen die digitale Transformation als große Chance, das Miteinander unserer modernen Gesellschaft zu verbessern. Die soziale, ökologische, technologische und politische Entwicklung wollen wir konstruktiv, kritisch und kreativ mitgestalten.“ Der Code of Conduct (CoC) fungiert dabei als gemeinsame Selbstverpflichtung für den Umgang mit KI. Mehr als 220 Organisationen aus der deutschen Zivilgesellschaft (Stand 2026) haben ihn bereits unterzeichnet. Seine Bedeutung manifestiert sich in acht Leitprinzipien: von der Menschenzentrierung über eine diskriminierungskritische Haltung bis zu Teilhabe, Partizipation und Transparenz im Einsatz der KI. Tenor bei alledem: Wie kann die KI im Sinne der eigenen Organisation und Wertmaßstäbe sinnvoll genutzt und gestaltet werden? Wie können Einrichtungen beginnen? Ilves empfahl den Akteurinnen und Akteuren, den Code of Conduct iterativ und in kleinen Schritten anzugehen und dazu Prozesse in der eigenen Institution zu hinterfragen. Es sei wichtig, die KI als ein Werkzeug zu betrachten, dessen Einsatz nicht per se zu Verbesserungen führen müsse. Anhand eines Wertekompass ermögliche der Code of Conduct es, selbst zu definieren, wie und wo der KI-Einsatz im jeweiligen Umfeld etabliert werden könne. Dabei gelte: „Kompetenz sollte immer vor KI-Einsatz stehen. Man muss eine gewisse Expertise erlernen sowie Haltung und kritisches Denken mitbringen, um KI sinnvoll einsetzen zu können. Die entscheidende Frage ist nicht, wann ich KI einsetze, sondern wie.“ Sinnvoll könne es beispielsweise sein, einzelne Arbeitspakete im Rahmen der Kursvorbereitung an die KI zu delegieren. In jedem Falle sei es ratsam, die Thematik im Vorfeld zu durchdringen und selbst eigene Lösungsansätze zu entwickeln. Das impliziere, dass die Annahmen der KI kritisch geprüft und eingeordnet werden können. In Workshops zu verschiedenen Themen konnten die Einsatzmöglichkeiten von KI und die Frage der Demokratiebildung in der KI-Ära detailliert betrachtet werden: 6. Neue Lernräume mit KI gestalten – die Workshops Lehren und Lernen mit KI So ging es beispielsweise um den KI-Einsatz zur Automatisierung von Lernbausteinen in der vhs.cloud, maßgeschneiderte KI-Helfer für die Lehrpraxis oder personalisierte Lernwege mit KI. Betrachtet man die KI-Helfer für die Lehrpraxis, so sollte vorab genau definiert werden, in welchen Bereichen ein KI-Einsatz zielführend ist. Hierbei sollte nicht nur auf einen Anbieter gesetzt werden, um die Antworten abgleichen und systematische Fehler oder Diskriminierungen in den Ergebnissen (BIAS) erkennen zu können. Im Workshop zu den personalisierten Lernwegen lag der Fokus derweil auf dem Erstellen von KI-Chats mit Übungsszenarien für die Lernenden – einem sehr praxisrelevanten Thema für Lehrkräfte. Diese sollten eine Schritt-für-Schritt Einführung in die Art der Nutzung und eine Nachbesprechung der Übungen im Unterricht vornehmen, vor allem hinsichtlich des exakten Promptens. Mithilfe von KI ließen sich einfache interaktive Übungen erstellen, die im Unterricht oder als Hausaufgabe genutzt werden können. Apropos Unterricht: Wussten Sie, dass Sie mit Hilfe von KI-Tools auch selbst Lehrmaterialien erstellen können? So bietet zum Beispiel NotebookLM ein Designstudio mit verschiedenen Darstellungsformaten, die sich für die Erarbeitung von Lerninhalten eignen. Mit Claude Cowork hingegen kann die KI direkt auf eigene Ordner gelenkt werden, um daraus Materialien zu erstellen. KI-Kompetenz und Organisationsentwicklung Spannend war auch die Frage nach der KI-Literacy aus medienpädagogischer Sicht. Hier könnte der Code of Conduct als niederschwelliger Einstieg in den Aufbau von Kompetenzen in der eigenen Organisation dienen. Wichtig ist ein strategisches und strukturiertes Vorgehen, der Kompetenzaufbau sollte immer damit verbunden sein, die Akteurinnen und Akteure zu befähigen, reflektieren, kritisch einordnen und Gefahren erkennen zu können. Politische Bildung in digitalen Räumen Eher emotionale Einstiegsmöglichkeiten bietet das interaktive Hörspiel „Unter Verdacht“ zu dem Sie auf dieser Webseite detailiertere Informationen finden. Das Angebot richtet sich an all diejenigen, die an digitalen Räumen interessiert sind, bislang aber noch wenig Zugang zu politischen Bildungsräumen haben. Es zielt darauf ab, die digitale Welt als politischen Raum zu begreifen und die Urteilskompetenz und Kritikfähigkeit der Nutzerinnen und Nutzer zu stärken. Um Letzteres ging es auch im Workshop zu „ Manosphere “, einem losen und vorwiegend antifeministischen Netzwerk, das vor allem Internetforen und Blogs nutzt, um Themen wie Selbstoptimierung und hegemoniale Männlichkeit zu verbreiten. In der Diskussion wurden Strategien und Empfehlungen für den Umgang mit diesem Thema in der pädagogischen Praxis ausgetauscht. Europäische Projekte und Regulierung Gleich dreimal spielte Europa eine wesentliche Rolle in den Workshops, zum Beispiel hinsichtlich der To dos für eine Einführung des EU AI Aktes in der Erwachsenenbildung. Die neuen Regelungen haben die Verantwortung für KI-Kompetenz so verlagert, dass Mitgliedstaaten und Institutionen diese Einführung unterstützen und fördern können. „Sie selbst sind diejenigen, die die demokratische Kompetenz aufbauen“, betonte Veerle Ponnet, Bildungsexpertin und Kursdirektorin der Europass Teacher Academy in Belgien. Im Kontext der Erasmus+-geförderten Partnerschaft „Demokratiebildung in der ‚KI-Ära‘: Zwischen Manipulation und Mündigkeit“, erarbeiteten Organisationen aus Deutschland, Österreich und Belgien gemeinsam Lernmaterialien zur kompetenten KI-Nutzung. Die praxisnahen Inhalte dienen der Stärkung der politischen Urteilskompetenz und dem Aufbau einer Critical AI Literacy als wichtige Zielkompetenz fächerübergreifender politischer Bildung. Sie sind über die Website des Projekts abrufbar . Ein ethischer und rechtlicher Leitfaden zum Einsatz von KI in der Bildung bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Projekts „Empowering Educational Leaders with AI Strategies“, dessen Ergebnisse über diese Webseite abrufbar sind. Träger des ebenfalls Erasmus+-geförderten Projekts ist ein internationales Konsortium mit Organisationen aus neun europäischen Ländern, deren Expertise in den Leitfaden einfloss. Dieser ist mit Beispielen hinterlegt und immer auch ein Leitfaden zur Selbsteinschätzung. Zudem wurde der EU AI-Act grafisch aufgearbeitet. 7. Europa als gemeinsamer Resonanzraum Die Diskussionen der Impulsvorträge und Workshops machten deutlich, dass die wichtigsten Fragen zu den besprochenen Themen nicht nur im nationalen Kontext diskutiert werden. Die europäische Perspektive macht Erfahrungen, Praxisbeispiele und Lösungsansätze sichtbar – sowohl in Partnerschaftsprojekten als auch in Erasmus+ Mobilitäten von Lernenden oder dem Bildungspersonal. Das zeigen die Ergebnisse der Erasmus+-Lernreise aus Thüringen und die Workshops zum Thema KI an Tag 2 der Veranstaltung. Welche Möglichkeiten Erasmus+ den Akteurinnen und Akteuren der Erwachsenenbildung bietet, verdeutlichte Tanja Möller von der NA beim BIBB . Sie verwies darauf, dass neben der Lernenden auch Mitarbeitende aus Erwachsenenbildungseinrichtungen an dem Programm teilnehmen und sich in durch Job-Shadowings oder vergleichbare Formate im Ausland qualifizieren können. Erasmus+ eröffne sowohl Räume für echte Teilhabe als für den Kompetenzaufbau und die Erweiterung der eigenen Horizonte. In vielen Organisationen sei dies zu einem wichtigen Baustein der Personal- und Organisationsentwicklung geworden. Wie die Einrichtungen das Programm konkret nutzen können, stellte Möller anhand verschiedener Beispiele dar. Informationen zu den Vorteilen von Erasmus+ in der Erwachsenenbildung liefert auch die Kampagne „Wenn Austausch Türen öffnet“, nachzulesen auf der Serviceseite der NA beim BIBB. Dr. Marc Jäger vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus veranschaulichte am Beispiel Bayern, wie Erasmus+ auf Landesebene gedacht und realisiert werden kann. Er gab zugleich einen Ausblick auf die Herausforderungen, vor denen die Europäische Erwachsenenbildung in den nächsten Jahren stehen wird. Jäger im Wortlaut: „Dass Erasmus+ auf Landesebene ein großer Erfolg ist, zeigt sich daran, dass immer mehr Einrichtungen die Angebote nutzen und von den Vorteilen des Programms profitieren. Das hat eine starke Community geschaffen, die seit vielen Jahren dafür kämpft, Themen der Erwachsenenbildung in Europa voranzubringen.“ Dr. Marc Jäger Der große Verdienst des Programms sei es, dass es über verschiedene Ebenen hinweg als europäisches Projekt funktioniere und sowohl in die Strukturen der Trägerinnen und Träger als auch in viele Themen hineinwirke, selbst wenn diese nicht unbedingt das Wort Europa im Munde führten. Mit der Akkreditierung sei zudem eine Möglichkeit geschaffen worden, nachhaltig zu arbeiten. Dazu Jäger: „Ziel sollte es immer sein, die Zeitschienen, auf denen Förderprogramme aufgestellt werden, so zu gestalten, dass die Akteurinnen und Akteure langfristig planen und Projekte ansetzen können, die nicht nur auf das jeweilige Haushaltsjahr begrenzt sind.“ Betrachte man all dies, so sei die Erwachsenenbildung in Europa angekommen. Sie habe ihren Platz neben großen „Tankern“ wie Hochschule und Schule gefunden und sei auch für die Zukunft gut gerüstet. Dennoch, so Jäger, werde auch die Erwachsenenbildung in den nächsten Jahren um ihre Anteile an Fördermitteln kämpfen müssen. Deshalb sei es wichtig, dass die Akteurinnen und Akteure zusammenstehen und ihre Interessen gemeinsam vertreten. Eine der Stärken der Erwachsenenbildung liege darin , in einer Welt, in der sich Berufsbilder täglich ändern, die Bildung der Menschen über die gesamte Lebensdauer zu unterstützen. Dass sie dabei auch zu gesellschaftlichen Entwicklungen beitragen könne, solle immer ein Stück weit mitgedacht werden. Zentrale Ziele der Agenda © Copyrighthinweis öffnen NAbeimBIBB X Copyrighthinweis schließen Das ist auch ein wichtiges Anliegen der Europäischen Agenda Erwachsenenbildung , die als politischer Orientierungsrahmen der Europäischen Union die wichtigsten Themen bündelt und die Bedeutung der Erwachsenenbildung auf europäischer Ebene sichtbar macht. So sollen die Qualität der Angebote weiterentwickelt und der Zugang zu Lernmöglichkeiten für Erwachsene verbessert werden. Simone Kaufhold, Koordinatorin in der NKS Europäische Agenda Erwachsenenbildung, machte deutlich, was die Erwachsenenbildung für gesellschaftliche Teilhabe, Chancengerechtigkeit und lebenslanges Lernen leisten könne. Dabei wirke die Arbeit der NKS europaweit und im Zusammenspiel mit dem Erasmus+ Programm , der Erwachsenenbildungsplattform EPALE und dem EU -Verbundprojekt RIA zur wissenschaftlichen Wirkungsanalyse von Erasmus+ in der Erwachsenenbildung (Research-based impact Analysis of Erasmus+ Adult Education Programms). 8. Die Erwachsenenbildung – ein Ort, an dem Orientierung entsteht: Schlussfolgerungen und nächste Schritte Die Erwachsenenbildung kann – auf nationaler wie auf europäischer Ebene – für die im Rahmen der Veranstaltung diskutierten Themen und Herausforderungen Räume schaffen. Sie ist mehr als eine Begleiterin gesellschaftlicher Veränderung – sie ist ein Ort, an dem Orientierung entsteht – kritisch, kreativ und kompetent. Dass die Veranstaltung dazu zahlreiche Ideen lieferte, wurde in der Schlussrunde deutlich. Auf die Frage nach dem nächsten Schritt, den die Teilnehmenden gehen möchten, überwogen die Vorhaben, Lernbausteine und Lernwege mit KI zu entwickeln, Fortbildungsangebote wahrzunehmen und die Ideen des Code of Conduct auf die eigene Einrichtung zu übertragen. Zugleich standen die Stärkung der Lese- und Schreibfähigkeit und die Nutzung europäischer Perspektiven via Erasmus+ im Fokus. Bezüglich des Beitrags der Erwachsenenbildung zu einer „Wehrhaften Demokratie“ wurde vor allem der Wunsch nach Vernetzung und dem Austausch von Erfahrungen genannt. Einigkeit bestand darin , starke Bündnisse gegen aktuelle und künftige Gefährdungslagen etablieren zu wollen. 9. Materialien und weiterführende Links Die Materialien und vollständigen Präsentationen zu der Veranstaltung finden sich auf der Taskcard . Hier finden Sie das vollständige Veranstaltungsprogramm . …

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[…] O-Ton, Ziele, Zielgruppe, Methoden, Ökologischer Handabdruck , Transformationsrelevanz, Materialien, Suchbegriffe, Haben wir Ihr Interesse geweckt? „Der Bedarf nach ‚grünen‘ Inhalten in der Berufsausbildung wächst. Zugleich ist es unverzichtbar, Lehrmethoden auch zu digitalisieren. Videoteach schließt die bestehenden Lücken und zeigt dabei: Es macht Spaß, grüne Lerninhalte kreativ zu verpacken.” Thomas Blum, Geschäftsführer RegioVision Schwerin , Schüler/-innen und Auszubildende sammeln in europäischen Betrieben praktische Kenntnisse und interkulturelle Erfahrungen Im Zuge der Reiseplanung die Teilnehmenden für Möglichkeiten von Green Travel sensibilisieren , Schülerinnen und Schüler des Ems-Berufskollegs , Vierwöchige betriebliche Auslandspraktika durchführen Eigeninitiative durch selbständige Akquise und Planung von Praktika fördern Durch Präsentationen im Unterricht Auslandserfahrung rückkoppeln und Wissen teilen Vernetzung mit der EU-Geschäftsstelle Wirtschaft und Berufsbildung (EU-GWB) der Bezirksregierung Detmold , Aufgrund der ausgeprägten Nachhaltigkeitsorientierung des Ems-Berufskollegs wählen die Teilnehmenden immer wieder Zielbetriebe, die sich mit ähnlichen Zielen identifizieren. Das schulische Angebot weist zudem gezielt auf ökologisch nachhaltige Reisemöglichkeiten hin, sowie die Möglichkeit der zusätzlichen monetären Förderung durch Green Erasmus+. , Programminhalte wie interkulturelle Teamfähigkeit, Persönlichkeitsentwicklung, Anwendung von Sprachkenntnissen fördern die Employability von Nachwuchskräften. Die Ermöglichung der Mobilitäten erhöht die Arbeitgeberattraktivität und fördert die europäische Demokratiebildung. , Die Vorbereitung erfolgt durch schulinterne Begleitmaterialien wie Checklisten, Follow-Up, Richtlinien, Hinweise zum Versicherungsschutz und -nachweis, Lernaufgaben. , Ems-Berufskolleg, EU-Geschäftsstelle Wirtschaft und Berufsbildung Bezirksregierung Detmold, Mobilität, Green Travel, interkulturell, Nachhaltigkeit, Employability, Arbeitgeberattraktivität, europäische Demokratiebildung …

[…] Renate & Dirk Ueberall „Wir dachten immer, KI sei etwas für Fachleute und junge Menschen. Der Kurs hat gezeigt, dass man auch im Alter noch Neues lernen kann.“ Digitale Bildung Das Ehepaar Ueberall erzählt uns seine persönliche Lerngeschichte und berichtet, warum es sich entschieden hat, auch im Erwachsenenalter weiterzulernen. Mit einem Angebot aus dem Bereich Digitale Bildung haben beide neue Kenntnisse erworben und erlebt, wie bereichernd gemeinsames Lernen sein kann. „KI kann auch für ältere Menschen spannend sein“ Begonnen hat die Geschichte beim Frühstück, als Renate und Dirk Ueberall aus Oberhausen am Tisch saßen, ein Tablet vor sich. Sie lasen in der Tageszeitung, tauschten aus, was ihnen auffiel, und diskutierten darüber. Dabei tauchte ein Thema immer häufiger auf: Künstliche Intelligenz (KI). „Ich habe diese Artikel anfangs gar nicht gelesen“, erzählt Renate Ueberall. Zu viele unbekannte Begriffe, zu wenig Bezug zum eigenen Alltag, erinnert sich die 63-Jährige. Technik sei ohnehin nie ihre Stärke gewesen. Während ihrer 46 Berufsjahre bei der Stadt Oberhausen hatte sie am Computer vor allem mit den Programmen gearbeitet, die sie brauchte. Kurz vor dem Ende ihres aktiven Berufslebens wurde in der Stadtverwaltung die elektronische Akte eingeführt. Schon deren Ankündigung sei für sie „ein kleiner Horror“ gewesen. Als ihr letzter Arbeitstag im April 2025 näher rückte, war sie deshalb nicht unglücklich, dieser Neuerung „entkommen“ zu sein. Heute, kaum eineinhalb Jahre später, sprechen Renate und ihr Mann Dirk ganz selbstverständlich über ChatGPT, Gemini oder Perplexity. Sie lassen sich von der KI beim Planen helfen, vergleichen Antworten verschiedener Systeme und wissen, dass eine überzeugend klingende Antwort noch lange nicht die richtige sein muss. Der Startschuss dazu war die Entscheidung, noch einmal etwas Neues zu lernen und einen KI-Kurs an der Volkshochschule Oberhausen ( VHS Oberhausen) zu machen. Ein Kurstitel, der hängen blieb Auch Dirk Ueberall ist ehemaliger Kommunalbeamter und seit drei Jahren pensioniert. 47 Jahre lang arbeitete der heute 69-Jährige für die Stadt Oberhausen, zuletzt bei der Feuerwehr. Seit dem Frühjahr 2025 verbringen beide ihren Alltag gemeinsam zu Hause. Das schuf Platz für Dinge, die während des Berufslebens zu kurz kamen. So blieb Renate Ueberall beim Durchblättern des VHS -Programms an einem Kurstitel hängen: „Mein Roboter versteht mich nicht“. Es war ein Kurs über Künstliche Intelligenz – kostenfrei und offenbar auch für Menschen geeignet, die noch keine Expertinnen und Experten waren. „Der Titel passt irgendwie zu mir“, dachte sie und überzeugte ihren Mann, das Format einmal auszuprobieren. Ganz so unbeschwert ging sie dann allerdings doch nicht zum ersten Kurstermin. Sie war aufgeregt, befürchtete, dass dort vor allem junge Menschen säßen, die längst wüssten, wie KI funktioniert. Eine Sorge, die schon am ersten Kurstag schwand, auch weil die Dozenten Carsten Weiß und Marco Fileccia das Thema so erklärten, dass Einsteigerinnen und Einsteiger gut folgen konnten. Fragen waren nicht peinlich, sondern ausdrücklich erwünscht, Vieles wurde auf spielerische Art und Weise erklärt. Der Kurs zeigte den beiden, dass das Thema auch für ältere Menschen spannend sein kann. Heute sind beide froh, gemeinsam hingegangen zu sein. Wie aus der Theorie eine Webcam wurde „Für mich bedeutet Stillstand, nichts Neues mehr zu lernen“, betont Dirk Ueberall. Er ist stolz, wie viel von dem neu Gelernten tatsächlich hängen geblieben ist, denn nach dem ersten Präsenzkurs nahmen die Ueberalls an weiteren Kursen teil, auch online. Was dazu fehlte, war eine vernünftige Webcam. In der VHS hatten sie gelernt, dass die KI sie bei der Produktsuche durchaus unterstützen könne. Also probierte Dirk Ueberall es aus. Er formulierte seine Anforderungen, grenzte die Ergebnisse Schritt für Schritt ein – und fand schließlich eine Kamera, die seinen Vorstellungen und seinem Budget entsprach. Im nächsten Online-Workshop fiel die gute Bildqualität auf. Einige jüngere Teilnehmende waren beeindruckt. Das steigerte sich noch, als der 69-Jährige erklärte, wie er die Kamera ausgesucht hatte: Mithilfe der KI und genau jener Methode, die er kurz zuvor im VHS -Kurs erlernt hatte. Eine Geschichte, die deutlich macht, was Lernen auch nach einem langen Berufsleben bedeuten kann. Es hilft, sich neue Möglichkeiten zu erschließen und an aktuellen Entwicklungen teilhaben zu können. Die KI gehört für das Ehepaar Ueberall mittlerweile zum Alltag. Dabei haben sie allerdings noch etwas gelernt: Gleich mehrfach erlebten sie Situationen, die sie stutzig machten, da die Antwort der KI ihnen seltsam vorkam, zum Beispiel bei der Reiseplanung. „Wir haben mit der Zeit ein Gefühl dafür bekommen, wann wir Inhalte hinterfragen sollten“, sagt Renate Ueberall. „Wir wissen, dass die KI uns bei vielen Dingen unterstützen kann, zugleich aber lesen wir sie auch kritisch.“ Das ist für Dirk Ueberall ein wichtiger Teil des Lernens. Die Technik bedienen zu können, reicht ihm nicht. Er betont: „Man muss die Dinge auch reflektieren und einschätzen lernen, was die Ergebnisse wert sind.“ Seine Frau Renate sieht das ähnlich. Sie berichtet von der Begegnung mit einem 89 Jahre alten Mann bei der letzten Urlaubsreise. Vor allem seine Neugierde hat sie beeindruckt. Er konnte sich über die unterschiedlichsten Themen unterhalten, war interessiert, wusste viel und wollte offenbar immer noch mehr wissen. Das hat den beiden imponiert, denn auch sie wollen neugierig bleiben und noch Vieles erleben. Das muss nicht immer ein KI-Kurs sein. Die Ueberalls besuchen Konzerte, gehen ins Kino, treiben gemeinsam Sport. „Ich glaube, dass das Leben so abwechslungsreicher bleibt“, meint Renate Ueberall. Vielleicht liege genau darin auch der eigentliche Gewinn des Lernens. Während es im Berufsleben oft mit neuen Aufgaben, Programmen oder Anforderungen verbunden sei, könne es im Ruhestand zu einer freiwilligen Entdeckungsreise werden. Die nächsten VHS -Kurse sind jedenfalls bereits geplant. Einer beschäftigt sich mit Passwörtern, Phishing-Mails und der Frage, wie man die eigenen Daten schützen kann. Themen, um die Renate Ueberall noch vor wenigen Jahren eher einen Bogen gemacht hätte. Heute kümmert sie sich um die Anmeldung. Die VHS Oberhausen bietet zahlreiche Kurse zum Thema KI an, u.a. das „KI-Seepferdchen“, für das sie im Dezember 2025 mit dem Preis für Innovation in der Erwachsenenbildung ausgezeichnet wurde. Vergeben wird dieser vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE). …

[…] Mit KI in die Bildung von morgen Digitaler Wandel und Künstliche Intelligenz verändern die Erwachsenenbildung grundlegend. Digitale Technologien eröffnen neue Möglichkeiten für die Gestaltung von Lernangeboten, die individuelle Unterstützung von Lernenden und die Organisation von Bildungsprozessen. Gleichzeitig braucht es Kompetenzen, Orientierung und einen verantwortungsvollen Umgang mit Fragen wie Datenschutz, Ethik und digitaler Teilhabe. Die Europäische Agenda Erwachsenenbildung greift diese Entwicklungen auf und setzt sich dafür ein, Bildungspersonal gezielt zu qualifizieren, die Potenziale von KI sinnvoll zu nutzen und allen Menschen eine selbstbestimmte Teilhabe an der digitalen Gesellschaft zu ermöglichen. Erasmus+-Projekte zeigen, wie diese Zukunftskompetenzen konkret gefördert werden können. Durch europäische Fortbildungen, den Austausch neuer Lehr- und Lernmethoden sowie die Erprobung digitaler Werkzeuge erweitern Lehrkräfte ihre fachlichen und didaktischen Kompetenzen und geben das erworbene Wissen innerhalb ihrer Einrichtungen weiter. Damit knüpfen die Projekte unmittelbar an den Agenda-Schwerpunkt Digitaler Wandel und KI an und leisten einen Beitrag dazu, Erwachsenenbildung zukunftsfähig zu gestalten und Lernende auf eine sich wandelnde Lebens- und Arbeitswelt vorzubereiten. Praxisbeispiel: „Zukunftsorientierte Weiterbildung – vhs Bingen 2030“ Wie Einrichtungen den digitalen Wandel aktiv gestalten können, zeigt das Erasmus+-Projekt „Zukunftsorientierte Weiterbildung – vhs Bingen 2030. Mobilität und Netzwerk im europäischen Raum“ . Mitarbeitende der Volkshochschule und Musikschule Bingen nahmen im kroatischen Rijeka an Fortbildungen zum Einsatz von KI in Unterricht und Verwaltung teil. Dabei erweiterten sie unter anderem ihre Kenntnisse im Prompting, in der Erstellung von Lernmaterialien und in der Nutzung von KI zur Unterstützung organisatorischer Prozesse. Das erworbene Wissen wird anschließend innerhalb der Einrichtung weitergegeben und fließt sowohl in Bildungsangebote als auch in Verwaltungsabläufe ein. Geplant sind zudem Schulungen für Lehrkräfte und Verwaltungspersonal sowie ein niedrigschwelliges KI-Angebot in Leichter Sprache. Das Projekt zeigt damit, wie Erasmus+ die Qualifizierung des Bildungspersonals, Wissenstransfer und digitale Teilhabe miteinander verbindet und so die Ziele der Europäischen Agenda Erwachsenenbildung im Schwerpunktthema Digitaler Wandel und KI unmittelbar unterstützt. Erasmus+-Projekt der vhs Bingen Hier alles über das Projekt erfahren …

[…] Digitale Bildung Die fortschreitende Digitalisierung von Gesellschaft und Arbeitswelt erfordert kontinuierliche Weiterentwicklung digitaler Kompetenzen. Die Europäische Kommission fördert seit Jahren einen digitalen Binnenmarkt und Bildungsraum. Dafür braucht es gut vorbereitete Unternehmen, Arbeitskräfte und Bürgerinnen. Die Themenseite beleuchtet den digitalen Wandel im europäischen und nationalen Kontext und stellt die Möglichkeiten vor, die Erasmus+ in diesem Bereich bietet. Wie gestaltet sich digitale Bildung in Erasmus+? Erasmus+ ist Teil der Digitalisierungsstrategie auf europäischer und nationaler Ebene und unterstützt die Umsetzung der politischen Ziele in die Praxis. Daher wird der digitalen Bildung in den sogenannten Leitaktionen Mobilität und Partnerschaften zur Zusammenarbeit im Programm Erasmus+ eine große Bedeutung beigemessen. Dies drückt sich auch aus in der horizontalen Priorität zur „Bewältigung des digitalen Wandels“. Mehr anzeigen Weniger anzeigen Viele mit Erasmus+ geförderte Projekte und Einrichtungen greifen bereits Aspekte digitalen Lernens auf, wie zum Beispiel den Einsatz digitaler Medien in Lehr-/Lernangeboten. Die Herausforderungen der Digitalisierung sind jedoch vielfältig, und die Entwicklung der notwendigen digitalen Kompetenzen der Menschen hält kaum Schritt mit dem rasanten Tempo der Entwicklung digitaler Technologien und deren Einsatzmöglichkeiten. So ergeben sich ständig neue Anknüpfungspunkte für Projekte in Erasmus+ – sowohl in der Berufsbildung als auch in der Erwachsenenbildung. © Copyrighthinweis öffnen Test X Copyrighthinweis schließen Was umfasst digitale Bildung in Erasmus+? Um eine leichtere Einordnung für die Projekte zu ermöglichen, wurden die verschiedenen Themen und Betätigungsfelder der Projekte in Erasmus+ aus den letzten Jahren in fünf Dimensionen zusammengeführt. Sicherlich ergeben sich an der einen oder anderen Stelle Überschneidungen und Unschärfen, aber das folgende Schaubild soll Ihnen einen Überblick über mögliche Facetten und Schwerpunktsetzungen im Bereich der digitalen Bildung geben. Leitaktion 1: Mobilität von Einzelpersonen Mit Erasmus+ Mobilität haben Lernende in der Berufsbildung sowie Lernende in der Erwachsenenbildung die Möglichkeit, einen qualifizierenden Auslandsaufenthalt in Europa zu absolvieren. Mehr anzeigen Weniger anzeigen Was sind Mobilitäten? Auch für das Personal in der Berufs- und Erwachsenenbildung gibt es die Möglichkeit, sich europäisch weiterzubilden, um beruflicheKompetenzen zu erweitern und grenzüberschreitend mit europäischen Partnereinrichtungen zusammenzuarbeiten. Leitaktion 2: Partnerschaften für Zusammenarbeit Die Partnerschaften für Zusammenarbeit ermöglichen den Austausch guter Praxis und die Entwicklung von Innovation im Themenfeld der digitalen Bildung. Praktiken in der digitalen Welt, Methoden, Materialen und digitale Tools sowie deren effektive Nutzung werden in den Projekten gefördert. Mehr anzeigen Weniger anzeigen Was sind Partnerschaften? Auch Synergien mit Wissenschaft und Forschung, die Bildung von Netzwerken sowie die Vernetzung mit anderen nationalen oder europäischen Initiativen werden unterstützt. So können in einer europäischen Partnerschaft viele Fragen in Bezug auf den Umgang mit Digitalisierung besser beantwortet werden, als dies in einem rein nationalen Kontext möglich wäre. Projektbeispiele Vernetzungsangebote EPALE Deutschland Auf EPALE , der E-Plattform für Erwachsenenbildung in Europa, wird das Thema Digitalisierung diskutiert. Lesen Sie die neusten Blog-Einträge – weitere Beiträge sind willkommen. Zu EPALE Europass Das Nationale Europass Center informiert und berät zum Transparenzinstrument Europass. Informieren Sie sich über Digitale Bildungsnachweise und machen Sie einen Selbsttest zu Ihren digitalen Kompetenzen. Zum Europass Center Agenda Erwachsenenbildung Die europäische Agenda Erwachsenenbildung stärkt die Rolle der Erwachsenenbildung in den beteiligten Ländern. Der digitale Wandel ist einer der Schwerpunkte. Zur Website SALTO Digital Ressource Center Das SALTO Digital unterstützt die Umsetzung der digitalen Priorität im Programm Erasmus+ und fungiert als Wissensdrehscheibe zwischen Politik und Praxis. Zu SALTO Digital Education Hub Treten Sie der Online-Gemeinschaft für digitale Bildungsbegeisterte in Europa und darüber hinaus bei. Lesen Sie spannende Beiträge und diskutieren Sie mit. Zur Website Weitere Informationsangebote Durchführungsleitlinien Wie können wir den digitalen Wandel gemeinsam gestalten? Die Leitlinien für eine digitale Strategie motivieren Teilnehmende von Erasmus+, das Europäische Solidaritätskorps, Projektkoordinator/-innen und Partner, aktiv mitzuwirken. Zu den Leitlinien Aktionsplan digitale Bildung Der Aktionsplan für digitale Bildung (2021-2027) ist eine politische Initiative der EU mit der gemeinsamen Vision einer hochwertigen, inklusiven und zugänglichen digitalen Bildung in Europa. Ziel ist die Unterstützung der EU -Länder bei der Anpassung ihrer Bildungs- und Berufsbildungssysteme an das digitale Zeitalter. Zum Aktionsplan Digitaler Kompetenzrahmen Der DigComp ist ein Referenzrahmen, der die Schlüsselkomponenten einer digitalen Kompetenz in fünf Bereichen identifiziert. Neben dem DigComp für Bürger/-innen gibt es auch den DigCompEdu für Bildungspersonal. Zum DigComp SELFIE SELFIE ist ein kostenloses, einfach zu nutzendes und individuell anpassbares Tool, mit dem Schulen selbst einschätzen können, ob sie fit für das Lernen im digitalen Zeitalter sind. Daneben gibt es auch SELFIE für Lehrende. Zu SELFIE Erasmus+ und Digitalisierung: Chancen und Grenzen Expertinnen und Experten erzählen von ihren Erfahrungen in der internationalen Zusammenarbeit mit Erasmus+. Wie können Projekte im Bereich digitale Bildung aussehen und was für Ergebnisse haben sie? Publikationen Benötigen Sie weitere Hilfe? Kontakt aufnehmen Wir sind für Sie da Michael Marquart Fon: 0228 107 1637 Mail: marquart[at]bibb(dot)de …

Daten & Fakten

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