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Studien zur Wirkung von Erasmus+

Die NA beim BIBB hat zahlreiche Studien und Analysen zum Thema Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung in Auftrag gegeben oder selbst durchgeführt. Hier finden Sie einen Überblick.

[…] Auch dies könnte Sie interessieren: Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 hat die NA beim BIBB umfassende Expertise im Bereich der Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung sowie zu den Auswirkungen des europäischen Bildungsprogramms Erasmus+ (inklusive seiner Vorgängerprogramme) in der Berufs- und Erwachsenenbildung entwickelt. Im Laufe der Jahre wurden zahlreiche Studien und Analysen in Auftrag gegeben oder selbst durchgeführt, um tiefere Einblicke in diese Themen zu gewinnen. , Die Ergebnisse dieser Untersuchungen können Sie in den folgenden Publikationen nachlesen: Verdeckte Mobilität in der beruflichen Bildung (2010) Mobilität – Kompetenzzuwachs für Benachteiligte (2012) Studie zur Nutzung und Nachhaltigkeit von Innovationstransferprojekten im Programm für lebenlanges Lernen (2015) Studie zur Nutzung und Nachhaltigkeit von Innovationstransferprojekten im Programm für lebensanges Lernen II (2012) Auslandsaufenthalte in der Berufsausbildung 2017 (2018) Institutionelle Wirkung von Mobilitätsprojekten für die Berufsbildung (2018) Mobil in Europa mit Erasmus+ (2019) Wirkungen der Strategischen Partnerschaften in Deutschland (2020) Nationale Wirkungsstudie des Forschungsnetzwerks RIA-AE in der Erwachsenenbildung (2024) , Erasmus+: Wie geht es weiter ab 2028? Während das aktuelle Erasmus+-Programm noch in vollem Gange ist, laufen bereits die Vorbereitungen für die neue Programmgeneration. Was hat sich bewährt? Was sollte aus deutscher Sicht weiterentwickelt werden? Wie läuft der Prozess dazu ab und was ist gerade der aktuelle Stand? Auf unserer Infoseite „Über Erasmus+“ halten wir Sie auf dem Laufenden. Infoseite zu Zukunft von Erasmus+ ansehen …

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Erasmus+-Botschafterinnen und -Botschafter im Gespräch mit Robert Habeck

EuroApprentices zu Besuch beim Bundeswirtschaftsminister

[…] Am 7. Mai lud der Bundeswirtschaftsminister zum Bürgerdialog ein. Mit dabei: drei Erasmus+-Botschafterinnen und -Botschafter, sogenannte EuroApprenctices. Das sind junge Menschen, die während ihrer Ausbildung mit Erasmus+ im ein Auslandspraktikum gemacht haben und andere junge Menschen dafür begeistern möchten. Wie sie den Besuch wahrgenommen haben und was ihr Anliegen war, schildert eine Teilnehmerin. , „Das Event stand im Kontext der bevorstehenden Europawahl unter dem Motto „Die EU von morgen: Wettbewerbsfähigkeit, Handlungsfähigkeit und Resilienz stärken“ und war eine Gelegenheit, bei der auch die jüngere Generation zu Wort kommen konnte. Oft scheint es, dass die Politik stark von der „Boomer-Generation“ geprägt ist. Deshalb freuten wir uns, dass bei diesem Event vor allem Studierende, Schülerinnen und Schüler, junge Unternehmerinnen und Unternehmer und wir EuroApprentices im Fokus standen. Die „Fishbowl-Diskussion“ ermöglichte es vielen Bürgerinnen und Bürgern, ihr Anliegen vorzutragen. So entstand in der Mitte des Ludwig-Erhard-Saals eine sehr dynamische Fragerunde. Auch wir EuroApprentices nutzten diese Gelegenheit, unser Anliegen vorzutragen. Uns war es wichtig, auf die Chancen von Erasmus+ aufmerksam zu machen und darüber zu informieren, dass man während der Ausbildung mit Erasmus+ ins Ausland gehen kann. Wir machten deutlich, dass nicht nur die Auszubildenden von einem Auslandspraktikum profitieren, sondern auch die Unternehmen. Denn leider gibt es noch immer viele Unternehmen, die noch nicht das Potenzial von Auslandsaufenthalten während der Berufsausbildung erkannt haben. International wettbewerbsfähig zu sein, wird in einer globalisierten Welt immer wichtiger und Auslandsaufenthalte tragen einen großen Teil dazu bei. Was man im akademischen Rahmen bereits gut erkannt und umgesetzt hat, ist in der Berufsausbildung leider oft noch mit vielen Herausforderungen verbunden. Darauf legten wir bei unserem Beitrag den Fokus. Robert Habeck lobte das Erasmus+-Programm und sprach uns Anerkennung für unseren Einsatz dafür aus. Er bestätigte, dass es Hürden gibt, die Auszubildende überwinden müssen, um mit Erasmus+ ins Ausland gehen zu können. Er betonte aber auch, dass Lernen im Ausland eine sehr wichtige Erfahrung, die für alle Vorteile hat. Uns EuroApprentices bedeutet es sehr viel, dass unser Wirtschaftsminister die Wichtigkeit unseres Anliegens anerkennt und ein Bewusstsein dafür hat, dass auch unsere Wirtschaft von einer Internationalisierung der Berufsausbildung profitieren würde. Im Anschluss der Fragerunde hatten wir noch die Möglichkeit, uns mit anderen Teilnehmenden auszutauschen und zu vernetzen. Auch Bundesminister Robert Habeck nahm sich die Zeit, ging mit uns ins persönliche Gespräch und stand für Fotos zur Verfügung. Dieser Abend war für uns eine sehr schöne Erfahrung – schließlich bekommt man nicht allzu oft die Gelegenheit, mit Politikerinnen und Politiker so direkt in den Austausch zu gehen und Gehör zu bekommen. Dieser Abend symbolisiert für uns auch den Grundgedanken der Demokratie, denn mit unserem Tun haben wir einen Beitrag geleistet, um unsere Gesellschaft mitzugestalten. Mit diesem Gedanken möchten wir nicht nur alle Auszubildenden ermutigen, ins Ausland zu gehen, sondern auch am 9. Juni ihre Stimme zu nutzen und wählen zu gehen. Es ist wichtig, sich einzubringen und die Politik mitzugestalten. Auch wenn Politik für viele oft „trocken“ und „abstrakt“ daherkommt: Am Ende bestimmen die Beschlüsse in unseren Parlamenten das Leben von jedem und jeder Einzelnen sowie unser gesellschaftliches Zusammenleben. Daher sollten wir alle die Chance nutzen, unsere Interessen im Parlament durch Menschen vertreten zu lassen, die unsere Werte teilen. …

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Empfehlung des Rats der Europäischen Union: Auslandsaufenthalte für alle

Europäische Kommission nimmt Ratsempfehlung an

[…] Neue Benchmarks Die Ratsempfehlung ist ein wichtiger Baustein des Europäischen Bildungsraums mit dem Ziel, Auslandsaufenthalte von Lernenden zu einem integralen Bestandteil aller Bildungs- und Ausbildungswege zu machen, den Anteil der Menschen, die von einem Lernaufenthalt im Ausland profitieren, zu erhöhen und die Teilnahme von Bürgerinnen und Bürgern mit geringeren Chancen an Auslandsaufenthalten zu steigern. , In der Ratsempfehlung wird als Ziel formuliert, dass Lernmobilität von der Ausnahme zur Regel wird und für jede und jeden zugänglich ist. Die Ratsempfehlung nennt die dafür notwendigen Rahmenbedingungen, formuliert Zielmarken für die Mobilität und enthält konkrete Empfehlungen für die Mitgliedsstaaten. So soll in der beruflichen Aus- und Weiterbildung der Anteil der Lernenden, die ein Auslandspraktikum absolviert haben, auf mindestens 12 Prozent bis 2030 steigen. Gegenüber dem bisherigen Ziel von 8 Prozent bis 2025 ist dies eine deutliche Anhebung. Außerdem soll in allen Bildungssektoren einschließlich Jugend und Sport angestrebt werden, dass mindestens 20 Prozent aller Lernenden, die von einem Lernaufenthalt im Ausland profitieren, Menschen mit geringeren Chancen sind.Eine valide Methode der Datenerhebung für diese Zielgruppe wird die Grundlage für einen später zu formulierenden Benchmark darstellen. Vorgeschlagen werden konkrete Maßnahmenpakete zur Überwindung von Mobilitätshindernissen und zur Schaffung einer „Mobilitätskultur“. Auf Systemebene werden entsprechende Lehrpläne, die Bereitstellung von Ressourcen und die Vernetzung relevanter Akteure genannt. Ebenfalls aufgegriffen werden die Bereiche der Verbreitung und Sensibilisierung,der Fremdsprachenerwerb, die Anerkennung von Lernergebnissen und der Übergang von der Schule in den Beruf. Die Empfehlung geht auch auf neue Lernmethoden, den Einsatz digitaler Tools und eine nachhaltigere und inklusive Mobilität ein. Die Erfahrungen aus bestehenden Bildungsprogrammen, insbesondere aus Erasmus+ werden wiederholt als Referenzmodell genannt. Hier geht es zur Ratsempfehlung …

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Erasmus+ ab 2028 - Deutsche Kernforderungen

Bundesministerien und die Kultusministerkonferenz haben sich abgestimmt

[…] Das Programm Erasmus+ hat aktuell eine Laufzeit von 2021 bis 2027. Deutschland hat nun sein Papier mit den Kernforderungen für das Nachfolgeprogramm vorgelegt, das voraussichtlich eine Laufzeit von 2028 bis 2034 haben wird. Dazu haben sich die beteiligten Bundesministerien und die Kultusministerkonferenz abgestimmt und auf der Grundlage der nationalen Zwischenevaluation des Programms 2021-2027 die gemeinsamen Kernforderungen für das Nachfolgeprogramm formuliert. , Zentral ist die Forderung das Programm mit den beiden Leitaktionen Lernmobilität und Kooperation weiter zu stärken. Langfristiges Ziel sollte es bleiben, allen Europäerinnen und Europäern die Chance der Teilnahme zu ermöglichen. Um die Wirkung hervorragender Kooperationsprojekte weiter zu steigern, sollten sie die Möglichkeit einer geförderten Verbreitungsphase bekommen. Die Kernforderungen umfassen auch spezifische Aspekte der Bildungssektoren, so beispielsweise die nach einer Vernetzungsplattform für die Berufsbildung, analog zu EPALE und e-Twinning in anderen Sektoren oder die spezifische Berücksichtigung der Lernenden in der Erwachsenenbildung. Zum Positionspapier …

[…] Pressemitteilung Neues Portal: Auslandsaufenthalte in der Ausbildung Auslandsberatung-Ausbildung.de bündelt Infos für Betriebe, Berufsschulen und Kammern Bonn, 13.09.2023 Zum Ausbildungsbeginn 2023 ist das neue Service-Portal Auslandsberatung-Ausbildung.de an den Start gegangen, es richtet sich an Betriebe, Berufsschulen und Kammern. Das Angebot der Nationalen Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung ( NA beim BIBB ) umfasst Informationen rund um Auslandsaufenthalte in der Ausbildung und bietet einen Überblick über die Chancen, Rahmenbedingungen und konkrete Planungsschritte für die Praxis. Der integrierte Stipendienfinder bündelt zudem alle Förderprogramme, die Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung finanzieren. © Copyrighthinweis öffnen AdobeStock | Rymden X Copyrighthinweis schließen Zum Ausbildungsbeginn 2023 ist das neue Service-Portal Auslandsberatung-Ausbildung.de an den Start gegangen, es richtet sich an Betriebe, Berufsschulen und Kammern. Das Angebot der Nationalen Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung ( NA beim BIBB ) umfasst Informationen rund um Auslandsaufenthalte in der Ausbildung und bietet einen Überblick über die Chancen, Rahmenbedingungen und konkrete Planungsschritte für die Praxis. Der integrierte Stipendienfinder bündelt zudem alle Förderprogramme, die Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung finanzieren. Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, ist eine attraktive und leistungsfähige Ausbildung für Unternehmen ein wichtiger Baustein. So sollen engagierte Schulabgänger für den Betrieb begeistert und auch langfristig gehalten werden. Auslandsaufenthalte während der Ausbildung sind ein klarer Wettbewerbsvorteil für Unternehmen, die Auslandsqualifikationen für ihren Nachwuchs anbieten. Für die Finanzierung gibt es öffentliche Fördergelder mit guten Förderprognosen. „Wir haben das neue Service-Portal entwickelt, um Auslandsaufenthalte in der Ausbildung in Unternehmen und Einrichtungen der Berufsbildung noch bekannter zu machen“, betont BIBB -Präsident Friedrich Hubert Esser . „Mit Auslandsberatung-Ausbildung.de unterstützen wir diejenigen mit allen relevanten Informationen, die Auslandsaufenthalte für Auszubildende möglich machen: insbesondere Ausbildungsbetriebe, berufliche Schulen, Kammern oder Kreishandwerkerschaften. Das Service-Portal bietet somit eine umfassende Orientierung, wie Ausbildungseinrichtungen ihren Auszubildenden den Kompetenzerwerb im Ausland ermöglichen können und welche Fördergelder es gibt.“ Doch nicht nur Auszubildende können von Auslandsaufenthalten profitieren. Auch Ausbilderinnen, Ausbilder und Lehrkräfte beruflicher Schulen können ins Ausland gehen und sich dort weiterbilden. Zu diesen Angeboten und über Möglichkeiten, wie Ausbildungseinrichtungen Auslandsaufenthalte strategisch einsetzen können, informiert das neue Portal ebenfalls. Auslandsberatung-Ausbildung.de ist ein kostenfreies und unabhängiges Angebot der NA beim BIBB und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die NA bündelt Expertise rund um Auslandsaufenthalte in der Ausbildung und setzt im Auftrag der EU und des BMBF die Förderprogramme Erasmus+ und AusbildungWeltweit um. Auszubildende sowie Schülerinnen und Schüler berufsbildender Schulen finden alle Informationen rund um Auslandsaufenthalte während der Ausbildung auf dem Portal MeinAuslandspraktikum.de. Weiterführende Informationen unter www.auslandsberatung-ausbildung.de Kontakt: Theresa Mayerhöffer; mayerhoeffer(at)bibb.de Stefan Metzdorf; metzdorf(at)bibb.de Weitere Informationen zur Akkreditierung Kontakt aufnehmen Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail …

Publikation

BWP 3/2019: Digitalisierung und künstliche Intelligenz

Digitalisierung – Folgen für die Beschäftigten aus Sicht der Betriebe | Berufsprofile für die Wirtschaft 4.0 | Ausbildungsgestaltung in Schule und Betrieb

[…] Mit der Digitalisierung verbundene Qualifikationsanforderungen sowie Weiterentwicklungen des Lernens im Arbeitszusammenhang sind Themen dieses Magazins. Eine besondere Rolle spielt dabei das Thema künstliche Intelligenz. Zur Veröffentlichung auf bibb.de …

Story

Soziale Teilhabe durch Auslandsaufenthalte

Das Berufsbildungswerk Südhessen ist ein Ort der beruflichen Inklusion

[…] Den Schritt ins Ausland wagen, Passende Partner finden, Eine Arbeitschance im Nachbarland, Mehrwert auf verschiedenen Ebenen, Interesse geweckt? Erfahren Sie mehr über das Projekt Das Berufsbildungswerk Südhessen (kurz: bbw ) ist eine gemeinnützige GmbH mit Sitz in Karben in der Nähe von Frankfurt am Main. Ein zentrales Anliegen des Rehabilitationsträgers ist die Begleitung von jungen Menschen mit Benachteiligung am Übergang von der Schule zum Beruf, während der Ausbildung und bei der nachhaltigen Integration als Fachkräfte in den ersten Arbeitsmarkt. Dafür ermöglicht das bbw seinen Auszubildenden einen Austausch zur Partnerorganisation Wien Work, um Arbeitserfahrungen im europäischen Ausland zu bekommen. , Mit etwa 280 Mitarbeitenden begleitet das bbw derzeit mehr als 400 junge Menschen während der Ausbildung in über 30 verschiedenen Ausbildungsberufen. Um eine möglichst praxisnahe Ausbildung anzubieten, wird die Ausbildung in eigenen Werkstätten und Ausbildungsbetrieben mit intensiven Ausbildungsphasen in Wirtschaftsbetrieben kombiniert. Die meisten Teilnehmenden sind junge Menschen mit einer Lernbehinderung, einer psychischen Erkrankung oder aus dem Autismus-Spektrum, die aufgrund ihrer Behinderungen meist multiple Hemmnisse aufweisen. Am Arbeitsmarkt wird es immer wichtiger, auch Erfahrungen außerhalb des eigenen Lehrbetriebes zu sammeln und internationale Berufskompetenzen zu entwickeln. Gerade für junge Menschen mit Beeinträchtigung ist dieser Schritt nicht einfach. Das Mobilitätsprojekt kann nur mit einer guten Partnerorganisation gelingen, die sich in der Arbeit mit dieser Zielgruppe auskennt. Das bbw arbeitet dafür seit langem mit Wien Work in Österreich zusammen. , Die Auswahl von Partnerorganisationen muss grundsätzlich sehr gut vorbereitet und abgestimmt werden, da als Ziel die Vermittlung von jungen Menschen mit besonderem Förderbedarfen oder Behinderung im Fokus steht. Der Kontakt zwischen dem Berufsbildungswerk Südhessen und Wien Work kam bereits 2008 mittels einer externe Beratungsfirma aus Brüssel zustande. Aufgrund der inhaltlichen Übereinstimmung der Unternehmensinhalte und -ziele erfolgte ein persönliches Treffen auf Leitungsebene. Schnell wurde klar, wie viel Wissenspotential zur gegenseitigen Professionalisierung gegeben war. Seit 2009 gibt es daher einen regelmäßigen fachlichen Austausch auf Leitungs-, auf Mitarbeitenden- und auf Auszubildenden-Ebene. Bei der Durchführung von Auslandsaufenthalten für Auszubildenden verfügen beide Partnerorganisationen über ergänzendes Know-how zum jeweils anderen System, was die inhaltliche Ausgestaltung der Berufsausbildung stark bereichert. Beispiele für solche Kompetenzerweiterungen sind eine bessere Verzahnung in der Arbeit von jungen und erwachsenen Menschen mit Behinderung oder die Ermöglichung von mehr praxisnaher Ausbildung. , „ Internationale Berufskompetenz und berufliche Mobilität bekommen in der heutigen Arbeitswelt einen immer höheren Stellenwert. Gerade für junge Menschen mit Behinderung oder Benachteiligung ist dieser Schritt jedoch nicht immer einfach. Unser Azubi-Austausch ist für unsere Teilnehmende eine einzigartige Erfahrung und ein wichtiger Schritt in der persönlichen Entwicklung, vor allem weil viele das erste Mal ins Ausland fahren. " Torsten Denker, Geschäftsführer des Berufsbildungswerk Südhessen , In den letzten beiden Jahren wurden jeweils zwölf Auszubildenden die Möglichkeit eines Auslandsaufenthaltes geboten. Einige von ihnen hatten den Schwerbehindertenstatus mit bis zu 100 Prozent GdB . Die Azubis kamen aus verschiedensten Berufsfeldern: Holz, Farbe, Gastronomie, Textilreinigung sowie dem Grünen Bereich. Aufgrund der Beeinträchtigungen wurden die Auszubildenden jeweils von zwei Begleitpersonen pädagogisch und fachlich vor Ort betreut. Die Teilnehmenden des Austausches waren von Beginn an aktiv in die Vorbereitung einbezogen und konnten sich in gemeinsamen Treffen vorab mit beruflichen und kulturellen Anforderungen auseinandersetzen. Neben der inhaltlichen Vorbereitung wurde auch Organisatorisches besprochen, da es für viele die erste größere Reise ins Ausland war. , Die Ziele des Austausches umfassten drei Bereiche: die fachliche Ebene, die persönliche Ebene und da nochmal differenziert die eigenen Mobilität. Oftmals sind junge Menschen mit besonderem Förderbedarf wie z. B. mit einer psychischen Erkrankung, nicht sehr flexibel und selten mobil. Dieser Zielgruppe die Chance zu ermöglichen, im europäischen Ausland vielfältige Erfahrungen zu machen, hat immense Auswirkungen auf das fachliche und persönliche Auftreten. Fachliche Ebene Durch den Austausch mit den österreichischen Kolleginnen und Kollegen erwarben die Teilnehmenden neue fachliche Kenntnisse und lernten landestypische Fertigkeiten. Sie lernten andere Arbeitsabläufe sowie Einsatzorte kennen. Dies wird sich nachhaltig auf ihre weitere berufliche Flexibilität auswirken, da immer wieder Situationen auf sie zukommen, in denen sie sich an neue Strukturen und Arbeitsabläufe anpassen müssen. Persönliche Ebene Nach Ankunft in Wien und im neuem Arbeitsumfeld mussten sich die Teilnehmenden in unbekannte, bereits bestehende Teams integrieren und sich an neue Gegebenheiten anpassen. Da alle diese Situation meisterten, hat diese positive Erfahrung und die eigenständige Bewältigung der Stresssituation das Selbstbewusstsein der Teilnehmenden gesteigert. Sich selbst als fremd in einer neuen Umgebung zu fühlen, hat außerdem bei vielen zu einem respektvolleren Verhalten gegenüber Menschen mit anderen Nationalitäten und Kulturen geführt. Mobilität Die Teilnehmenden konnten hautnah erleben, dass Mobilität auch für sie machbar ist. Alle haben sich erfolgreich in einer fremden Großstadt bewegt. Diese positive Erfahrung konnte das Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten stärken und Ängste abbauen. Mobilität als alltäglicher Bestandteil des Arbeitslebens ist nun etwas selbstverständlicher geworden. , „ Die erfolgreiche Bewältigung dieses Abenteuers stärkt das Selbstwertgefühl unserer Auszubildenden und genau darauf kommt es an. Dies ist nur ein Beispiel, wie wir im Unternehmen und im täglichen Leben Inklusion umsetzen und wichtige Impulse für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention setzen. " Torsten Denker, Geschäftsführer des Berufsbildungswerk Südhessen …

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Kollegiale Partnerschaft über Grenzen hinweg

Erfahrungswerte im niederländischen Gesundheitssystem

[…] Die Grundausbildung wird optimal ergänzt, Die Teilnehmenden lernen einen neuen Alltag kennen, Das ganze Krankenhaus gewinnt, Interesse geweckt? Erfahren Sie mehr über das Projekt Wie wichtig eine gute Zusammenarbeit mit seinen Partnern im Ausland ist, zeigt das Projekt „WIE ARBEITEN WIR - WIE ARBEITET IHR? Grenzen überschreiten - Denken und Handeln erweitern durch einen Einsatz in den Niederlanden“ des evangelischen Krankenhauses in Oldenburg. , Das niedersächsische Krankenhaus besitzt eine eigene Krankenpflegeschule, in der meist 75 Auszubildende von examinierten Pädagogen und Pädagoginnen sowie Praxisanleiter und Praxisanleiterinnen geschult werden. Schon seit vielen Jahren hat das Krankenhaus niederländische Lernende aus dem dortigen akademischen Ausbildungssystem aufgenommen. Der prozessbegleitende Austausch der deutschen und niederländischen Ausbilder/-innen ließ schnell die Idee wachsen, dass solche Auslandserfahrungen auch für die deutschen Auszubildenden wertvoll sein könnten. Da das UMCG über alle notwendigen Mittel, Kapazitäten, Räumlichkeiten und Erfahrungen verfügt, um Krankenpflegepersonal auszubilden, kam es als ideale Partnereinrichtung infrage. Zudem sind die fachlichen Ausbildungsinhalte in den Niederlanden nach dem Erwerb der beruflich-pflegerischen Handlungskompetenz ausgerichtet und damit ähnlich aufgestellt wie in Deutschland. Perfekte Voraussetzungen für gelungene Erasmus+ Projekte. Darum können seit einigen Jahren auch die deutschen Lernenden den Mehrwert von Auslandspraktika erfahren. Sie arbeiten in der praktischen Pflege in den Niederlanden und können den Theorie-Praxis-Transfer beider Länder vergleichen. So werden neue Arbeitsweisen erprobt sowie andere Routineabläufe und Strukturen kennen gelernt. Die Auslandspraktika haben sich schon längst als optimale Ergänzung zur grundständigen Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung erwiesen. , Der Lerneinsatz der Teilnehmenden umfasst meist sechs Wochen und wird vorab detailliert geplant. Die praktische Einsatzplanung erfasst sowohl die Zielsetzung des Aufenthaltes als auch eine konkrete Ablaufbeschreibung. Alle Teilnehmenden können vorab Stationswünsche äußern, die - falls möglich - in der Planung berücksichtigt werden. Jeder Aufenthalt startet mit einer Eingewöhnungszeit in enger Begleitung mit den praktischen Ausbildern vor Ort. Damit wird ein Einblick in die praktische Pflege sowie die Arbeits- und Bereichsorganisation gegeben. Im weiteren Verlauf des Aufenthalts entwickeln die Teilnehmenden einen eigenen Tagesroutine am UMCG . Jede und jeder wird einer bestimmten Station zugeteilt, die er oder sie dann näher kennenlernt. Die Hauptaufgaben sind die Patientenversorgung und anfallende alltägliche Arbeiten, selbstverständlich begleitet durch eine akkurate Dokumentation der Abläufe. Bei einer Bettenanzahl von 1.339 und beinahe 10.000 Mitarbeitenden warten da täglich neue Erfahrungen auf die Lernenden. , In den vergangenen Jahren konnten im Schnitt sechs Auszubildende im Jahr einen Einblick in das niederländische Ausbildungssystem bekommen. Die dadurch gewonnen Kenntnisse werden auf vielen Wegen innerhalb des Hauses verbreitet und allen Interessierten zur Verfügung gestellt. Die persönlichen Erlebnisse und die Arbeitserfahrungen am niederländischen Krankenbett erreicht so auch die Kollegschaft, die nicht persönlich am Austausch teilnehmen konnte. Darüber hinaus werden auch Mobilitäten auf Ebene der Ausbilderinnen und Ausbilder umgesetzt. Schon einige Male konnten Anleiter/Anleiterinnen für einen direkten Austausch zum UMCG reisen, zudem wurden niederländische Anleiter im Krankenhaus in Oldenburg begrüßt. Zusammen konnte das theoretische und praktische Curriculum des Ausbildungskonzepts näher betrachtet sowie das Rahmenkonzept der Auslandsaufenthalte weiter optimiert werden. So ermöglicht das Projekt einen hohen Nutzen für alle Beteiligten und das gesamten Krankenhaus. Während es bei den Teilnehmenden vorrangig um die berufliche und private Erweiterung ihres Horizontes geht, profitiert die Leitungsebene auf andere Weise. Durch das langjährige Erasmus-Projekt konnte die Internationalisierung der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung im Haus vorangetrieben werden. …

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Hessen im Aufbruch

Das Konsortium rund um die Oskar-von-Miller-Schule hat große Erasmus-Pläne

[…] Interview mit Dieter Holstein, Interesse geweckt? Erfahren Sie mehr über das Projekt Zu einer besonderen Auftaktveranstaltung hat die Oskar-von-Miller-Schule im Mai 2020 in den Walter-Lübcke-Saal des Regierungspräsidiums Kassel eingeladen. Neben der Berufsschule mit technischem Schwerpunkt sind neun weitere regionale Berufsschulen, ein örtliches Ausbildungsunternehmen sowie die regionalen Kammern vor Ort. Der Tag widmet sich einem spannenden Thema: Erasmus+. , Die Oskar-von-Miller-Schule hat im Erasmus+-Programm einen Akkreditierungsantrag als koordinierende Schule für ein Konsortium gestellt. Das bedeutet, die Schule möchte nicht nur für ihre eigenen Auszubildenden Erasmus-Aktivitäten umzusetzen, sondern sie arbeitet mit vielen anderen Schulen und Partnern zusammen. So können sie geförderte Auslandsaufenthalte für die gesamte Region ermöglichen – ein hoher organisatorischer und bürokratischer Aufwand. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Erasmus-Akkreditierung als Konsortium war erfolgreich. Gleich in den ersten Jahren konnte das Konsortium europäische Fördermittel in Höhe von etwa 800.000 Euro für Auslandsaufenthalte von Auszubildenden und Lehrkräften aus der Region sichern. Im Interview mit dem Abteilungsleiter Fort- und Weiterbildung der Oskar-von-Miller-Schule Dieter Holstein wird klar, warum die Schule keine Mühen für ihr Erasmus-Konsortium scheut. , Wieso haben Sie sich für ein Konsortium entschieden? „Grundsätzlich wollen wir als Bildungseinrichtung die europäischen Dimensionen des Lehrens und Lernens stärken. Dies ist aus unserer Sicht notwendig, da sich durch die andauernde Globalisierung und die Digitalisierung die Arbeitswelt und die Gesellschaft in einem stetigen Wandel befinden. Heutige und zukünftige Berufstätige müssen sich an diesen Wandel durch lebensbegleitendes Lernen anpassen und dazu entsprechende Strategien und Kompetenzen entwickeln. Gleichzeitig zeigt die angespannte internationale Lage die dringende Notwendigkeit von persönlichen Kontakten in das europäische Ausland auf. Im Zuge unserer langjährigen Tätigkeit in den Mobilitätsprogrammen der EU sind wir organisatorisch und hinsichtlich der Akzeptanz der Auslandsaufenthalte der Lernenden bei den Ausbildungsbetrieben an unsere Grenzen gestoßen. Um uns weiter zu professionalisieren und auch eine höhere Akzeptanz zu erreichen, haben wir in 2020 die Akkreditierung im neuen Erasmus+ als Konsortium beantragt." , Welchen Mehrwert haben die beteiligten Einrichtungen dadurch? „Wir können sehr vielen Auszubildenden und Lehrkräften Aufenthalte im europäischen Ausland ermöglichen, da unsere Konsortialmitglieder sehr vielseitig sind. Alle Ebenen der Berufsbildung und nahezu alle Berufsfelder sind in unserem Konsortium abgedeckt. Erasmus+ unerfahrenen Einrichtungen können wir entsprechende Hilfestellungen zum Aufbau einer internen Erasmus+-Struktur geben. Auch den entsendenden Einrichtungen aus dem Ausland werden umfangreiche Kontaktmöglichkeiten zur Vermittlung von Praktikumsstellen bereitgestellt. Im Konsortium werden die bisherigen Erfahrungen der Mitglieder gebündelt und so auch neue internationale Partner in das neue Netzwerk eingebracht. In der Oskar-von-Miller-Schule war es uns aufgrund unserer Rechtsform (rechtlich selbstständige berufliche Schule und rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts) möglich eine Stelle zur Koordination und Administration der Erasmus+-Tätigkeiten des Konsortiums zu besetzen. Die Finanzierung dieser Stelle erfolgt dann über die Organisationspauschalen aller Mobilitäten. Mit der Besetzung der Stelle haben wir einen wichtigen Schritt in Richtung einer weiteren Professionalisierung erreicht." , Was sind die gemeinsamen Pläne und Ziele des Konsortiums? „Wir wollen als Konsortium weiter Auslandsaufenthalte für Lernende und auch für Lehrkräfte sowie Ausbilder und Ausbilderinnen ermöglichen. Dabei wollen wir die Teilnehmendenzahlen stetig steigern, aber auch eine gleichbleibend hohe Qualität gewährleisten. Dabei ist es wichtig, dass alle Konsortialmitglieder an einem Strang ziehen und wir uns nachhaltig vernetzen. So können wir eine regionale Erasmus+-Struktur aufbauen. Wenn das alles gelingt, wird auch die Akzeptanz für Auslandsaufenthalte bei allen Ausbildungsakteuren in der Region steigen." …

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