[…] EUROPÄISCHE PERSPEKTIVEN:EUROPÄISCHE PERSPEKTIVEN: KRITISCH, KREATIV, KOMPETENT - IMPULSE FÜR DEMOKRATIE & KI IN DER ERWACHSENENBILDUNG KRITISCH, KREATIV, KOMPETENT - IMPULSE FÜR DEMOKRATIE & KI IN DER ERWACHSENENBILDUNG Ihr Kontakt:Ihr Kontakt:Ihr Kontakt: Nationale KoordinierungsstelleNationale Koordinierungsstelle Europäische Agenda ErwachsenenbildungEuropäische Agenda Erwachsenenbildung www.agenda-erwachsenenbildung.dewww.agenda-erwachsenenbildung.de Bayerischer Volkshochschulverband e.V. (bvv)Bayerischer Volkshochschulverband e.V. (bvv) www.vhs-bayern.dewww.vhs-bayern.de Thüringer Volkshochschulverband e.V.Thüringer Volkshochschulverband e.V. www.vhs-th.dewww.vhs-th.de Nationale Koordinierungsstelle Europäische Agenda Erwachsenenbildung www.agenda-erwachsenenbildung.de Bayerischer Volkshochschulverband e.V. (bvv) www.vhs-bayern.de Thüringer Volkshochschulverband e.V. www.vhs-th.de Diese virtuelle FachveranstaltungDiese virtuelle Fachveranstaltung wird von der der Nationalenwird von der der Nationalen Koordinierungsstelle derKoordinierungsstelle der Europäischen AgendaEuropäischen Agenda Erwachsenenbildung gemeinsamErwachsenenbildung gemeinsam mit dem Bayerischenmit dem Bayerischen Volkshochschulverband e.V. (bvv)Volkshochschulverband e.V. (bvv) und dem Thüringerund dem Thüringer Volkshochschulverband e.V.Volkshochschulverband e.V. veranstaltet.veranstaltet. Diese virtuelle Fachveranstaltung wird von der der Nationalen Koordinierungsstelle der Europäischen Agenda Erwachsenenbildung gemeinsam mit dem Bayerischen Volkshochschulverband e.V. (bvv) und dem Thüringer Volkshochschulverband e.V. veranstaltet. 09:15 Uhr Begrüßung 09:45 Uhr Wehrhafte Demokratie im Bildungswesen 11:15 Uhr Pause 10:30 Uhr Literacy for Democracy (auf Englisch) 11:30 Uhr 12:05 Uhr Erasmus+ Mobilität von Lernenden zum Thema KI in der Alphabetisierung 12:30 Uhr Erasmus+ Fördermöglichkeiten 13:00 Uhr Ende rogrammPP Tag 1 30. Juni 2026 Simone Kaufhold Koordinatorin NKS Europäische Agenda Erwachsenenbildung bei der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim BIBB Dr. Regine Sgodda Vorstand - Bayerischer Volkshochschulverband e.V. (bvv) Prof. Dr. Anke Grotlüschen Professorin Lebenslanges Lernen Universität Hamburg Maria Deskur Universal Reading Foundation, Polen Reflexionssessions zu den Inputs Fabian Walpuski Thüringer Volkshochschulverband e.V. Tanja Möller Nationale Agentur Bildung für Europa 11:25 Uhr Beginn der Reflexionssessions - kurzes Zusammenkommen 09:15 Uhr Aufgaben & Schwerpunkte der NKS Europäische Agenda Erwachsenenbildung 09:30 Uhr Das EU-Bildungsprogramm aus Perspektive des Freistaates Bayern 10:55 Uhr Pause 10:10 Uhr Code of Conduct KI - Wie demokratische KI Einzug in Organisationen erhält 11:05 Uhr - 11:50 Uhr 12:00 Uhr - 12:45 Uhr 12:45 Uhr 13:00 Uhr Ende rogrammPP Tag 2 01. Juli 2026 Nationale Koordinierungsstelle Europäische Agenda Erwachsenenbildung Dr. Marc Jäger Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus - Referat VIII.5 Erwachsenenbildung und Europa Monika Ilves D 64 - Zentrum für digitalen Fortschritt Workshops für die Bildungsarbeit zu den Themen Demokratie und KI Runde 1 Details siehe Seite 3 Feedbackrunde, Austausch und Impulse Workshops für die Bildungsarbeit zu den Themen Demokratie und KI Runde 2 Details siehe Seite 4 11:00 Uhr Beginn Workshops - kurze Einführung 11:50 Uhr Pause WW Runde 1 11:05 Uhr - 11:50 Uhr orkshops Tag 2 01. Juli 2026 Workshop 1 KI-Einsatz zur Automatisierung von Lernbausteinen in der vhs.cloud Leitung: Rolf Reimer Bildungszentrum Nürnberg Hinweis: Fortsetzung in Runde 2 Workshop 2 Making sense of the EU AI Act Leitung: Veerle Ponnet BrainBright Workshop auf Englisch Workshop 3 Vom Materialchaos zur KI- Wissenszentrale: NotebookLM und Claude Cowork für Lehrende und Lernende Leitung: Sascha Dowidat Selbstständiger Trainer Workshop 4 Assistenz gesucht? Maßgeschneiderte KI-Helfer für die Lehrpraxis Leitung: Barbara Saring ConfidentMinds Workshop 5 AI Literacy für Organisationen aus medienpädagogischer Perspektive Leitung: Prof. Dr. Denise Klinge & Nikolas Fexon Universität der Bundeswehr München Workshop 6 Personalisierte Lernwege mit KI - ohne den Menschen zu verlieren Leitung: Olga Kühl Freie Sprachdozentin und Multiplikatorin für digitale Formate im Unterricht Workshop 8 EducationalAI: Empowering Educational Leaders with AI Strategies Leitung: Evelyne Putz Universität Graz Workshop 7 AI.D - Demokratiebildung in der ‚KI-Ära‘: Zwischen Manipulation und Mündigkeit Leitung: Lukas Fender Institut für Didaktik der Demokratie - Leibniz Universität Hannover Workshop 9 Bildungsarbeit mit Alexa & Co - Das Beispiel ‚Unter Verdacht‘ Leitung: Johannes Kemnitz Arbeit und Leben Thüringen WW Runde 2 12:00 Uhr - 12:45 Uhr orkshops Tag 2 01. Juli 2026 Workshop 10 Manosphere: Strömungen, Strategien und Empfehlungen für die pädagogische Praxis Leitung: Markus Theunert Co-Geschäftsführer Dachverband Schweizer Männer- und Väterorganisationen nur Runde 2 Workshop 1 KI-Einsatz zur Automatisierung von Lernbausteinen in der vhs.cloud Leitung: Rolf Reimer Bildungszentrum Nürnberg Hinweis: Fortsetzung von Runde 1 Workshop 2 Making sense of the EU AI Act Leitung: Veerle Ponnet BrainBright Workshop auf Englisch Workshop 3 Vom Materialchaos zur KI- Wissenszentrale: NotebookLM und Claude Cowork für Lehrende und Lernende Leitung: Sascha Dowidat Selbstständiger Trainer Workshop 4 Assistenz gesucht? Maßgeschneiderte KI-Helfer für die Lehrpraxis Leitung: Barbara Saring ConfidentMinds Workshop 5 AI Literacy für Organisationen aus medienpädagogischer Perspektive Leitung: Prof. Dr. Denise Klinge & Nikolas Fexon Universität der Bundeswehr München Workshop 6 Personalisierte Lernwege mit KI - ohne den Menschen zu verlieren Leitung: Olga Kühl Freie Sprachdozentin und Multiplikatorin für digitale Formate im Unterricht Workshop 7 AI.D - Demokratiebildung in der ‚KI-Ära‘: Zwischen Manipulation und Mündigkeit Leitung: Lukas Fender Institut für Didaktik der Demokratie - Leibniz Universität Hannover Workshop 8 EducationalAI: Empowering Educational Leaders with AI Strategies Leitung: Evelyne Putz Universität Graz Workshop 9 Bildungsarbeit mit Alexa & Co - Das Beispiel ‚Unter Verdacht‘ Leitung: Johannes Kemnitz Arbeit und Leben Thüringen nfosII Die Nationale Koordinierungsstelle ist Teil des Teams Erwachsenenbildung bei der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB). In unserer Funktion als Koordinierungsstelle für die Europäische Agenda für Erwachsenenbildung sehen wir uns als „Facilitator“, also in einer vermittelnden und unterstützenden Funktion. Wir bieten Möglichkeiten zum gemeinsamen Austausch und zur Vernetzung aller beteiligten Akteure in der Erwachsenenbildung. Dafür stehen wir: In unserer Arbeit geht es uns darum, das allgemeine Bewusstsein für die Rolle, Belange und die aktuellen Entwicklungen in der Erwachsenenbildung zu stärken. Laut unseres Selbstverständnisses wollen wir insbesondere: die Erwachsenenbildung stärken und somit für eine höhere Weiterbildungsbeteiligung werben, die Umsetzung europäischer Ziele und Schwerpunkte der Agenda auf nationaler Ebene erfolgreich unterstützen, die Vernetzung und den Austausch zwischen Akteuren auf verschiedenen Ebenen (national, regional, lokal) fördern und zur Verbesserung des sozialen Zusammenhalts und der Inklusion beitragen. Europäische Agenda Erwachsenenbildung Vernetzen Sie sich mit uns! nfosII Der Bayerische Volkshochschulverband e.V. (bvv) ist die staatlich anerkannte Landesorganisation der bayerischen Volkshochschulen und größter Dachverband der Erwachsenenbildung in Bayern. Dem bvv gehören heute rund 160 Volkshochschulen an, die mit über 1.000 Betriebsstätten in ganz Bayern für qualitativ hochwertige Erwachsenenbildung zu fairen Preisen sorgen. Die Geschäftsstelle des bvv mit Sitz in München bietet ihren Mitgliedseinrichtungen ein umfangreiches Fortbildungsprogramm für freiberufliche vhs-Kursleitende und hauptamtliche vhs-Mitarbeitende, leistet fachpolitische Arbeit auf verschiedenen Ebenen, berät und fördert die Volkshochschulen in den Bereichen Qualitäts- und Organisationsentwicklung sowie in der Drittmittelakquise, verwaltet und überwacht die staatlichen Fördergelder und unterstützt die Volkshochschulen in der Programmentwicklung. Dafür stehen wir: Das klassische Kursangebot an Volkshochschulen kann im Grundsatz in sechs vhs-Programmbereiche unterteilt werden: Gesellschaft und Politik, Kultur, Gestalten und Interkulturalität, Gesundheit, Sprachen und Integration, Arbeit und Beruf, Grundbildung Querschnittsthemen und die Vernetzung der einzelnen Programmbereiche, etwa zu den Themen Bildung für nachhaltige Entwicklung oder Europäische Zusammenarbeit, spielen eine zunehmend wichtige Rolle in der Volkshochschularbeit. Bayerischer Volkshochschulverband e.V. (bvv) Vernetzen Sie sich mit uns! nfosII Der Thüringer Volkshochschulverband e.V. ist die Interessensvertretung und der Fachverband der 22 Volkshochschulen in Thüringen. Mitglieder sind die Landkreise und kreisfreien Städte Thüringens als Träger der Volkshochschulen. Diese unterstützt der Thüringer Volkshochschulverband mit folgenden Leistungen: Vernetzung und Austausch Interessenvertretung Fortbildungen und Fachtagungen Beratung und Unterstützung Dafür stehen wir: Wir schaffen Rahmenbedingungen, die lebenslanges Lernen und damit gesellschaftliche Teilhabe in Thüringen möglich machen. Wir stärken die Volkshochschulen im Freistaat als zuverlässige Anbieter wohnortnaher, qualitativer und vielfältiger Bildung für alle. Wir unterstützen sie in allen strategischen, inhaltlichen und organisatorischen Fragen der Erwachsenenbildung. Wir verstehen uns als Teil einer vielfältigen Bildungslandschaft. Um unsere Mitglieder bestmöglich und bedarfsgerecht unterstützen zu können, stehen wir im engen Austausch mit Ministerien auf Bundes- und Landesebene, Spitzenverbänden, Instituten, Universitäten sowie nationalen und internationalen Einrichtungen und sind immer bestrebt, unser Netzwerk zu erweitern. Vernetzen Sie sich mit uns! Thüringer Volkshochschulverband e.V. …
[…] Teaser, Bild, Text Im Jahr 2025 wurden mehr als 60.000 Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung gefördert, davon absolvierten über 48.000 junge Menschen ihre Ausbildung teilweise im europäischen Ausland. Mehr Neuigkeiten verrät unser aktueller Jahresbericht – etwa wie das Ausbildungspersonal im Ausland aktiv war und welchen Zuwachs die Erwachsenenbildung bei den Lernaufenthalten verzeichnet. , Das EU-Programm Erasmus+ hat in Deutschland weiterhin großen Zuspruch: Im Jahr 2025 wurden mehr als 60.000 Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung gefördert, davon profitierten über 48.000 Auszubildende. Seit Einführung der europäischen Mobilitätsförderung in der Berufsbildung konnten noch nie so viele junge Menschen Teile ihrer Ausbildung im europäischen Ausland absolvieren. Zu den beliebtesten Zielländern zählen Spanien, Irland und Italien. All dies zeigt der neue Jahresbericht der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) . Auch das Ausbildungspersonal nutzt die Chancen zunehmend: Mit rund 12.000 Auslandsaktivitäten erweitern Ausbilderinnen und Ausbilder ihre Fachkenntnisse in Europa und bauen internationale Netzwerke aus. In ihrer Rolle als Ermöglicher tragen sie maßgeblich dazu bei, Auslandsaufenthalte in Ausbildungskonzepte zu integrieren. Insgesamt standen in Deutschland im Jahr 2025 rund 132 Millionen Euro für Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung zur Verfügung. „Auslandsaufenthalte sind inzwischen fest in der beruflichen Ausbildung etabliert. Immer mehr berufliche Schulen und Ausbildungsbetriebe erkennen den Mehrwert dieser Angebote. Sie steigern nicht nur die Attraktivität ihres Ausbildungsangebotes, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung“, kommentiert BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser die aktuellen Entwicklungen. Im bundesweiten Vergleich sind Bayern, Berlin und Schleswig-Holstein besonders aktiv, wenn es um europäische Mobilität in der Berufsbildung geht. Dort qualifizieren sich – gemessen an der Gesamtzahl der Absolventinnen und Absolventen – bis zu sechs Prozent mehr Auszubildende allein über Erasmus+ für den internationalen Arbeitsmarkt. Auch in der Erwachsenenbildung gewinnen Lernaufenthalte in Europa weiter an Bedeutung: Im Jahr 2025 standen hierfür fast 11,5 Millionen Euro für knapp 5.400 Auslandsaktivitäten bereit. Besonders Menschen mit geringeren Chancen (zum Beispiel aufgrund von niedrigen Grundbildungskompetenzen) profitieren von diesen Angeboten. Die NA beim BIBB als Kompetenzzentrum Seit über 25 Jahren fördert die NA beim BIBB als eine von vier Nationalen Erasmus+-Agenturen in Deutschland Bildungsangebote in Europa; sie arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). In dieser Zeit hat sie sich zu einem zentralen Kompetenzzentrum für Auslandsaufenthalte und europäische Kooperation in der beruflichen Bildung entwickelt. Um auch über Europa hinaus Mobilität zu ermöglichen, gibt es seit 2017 das Programm AusbildungWeltweit. Es ergänzt die Angebote von Erasmus+ und wird ebenfalls von der NA beim BIBB im Auftrag des BMBFSFJ umgesetzt. Neben ihrem Schwerpunkt in der beruflichen Bildung ist die Nationale Agentur auch zentrale Ansprechpartnerin für die europäische Förderung und Vernetzung der Erwachsenenbildung in Deutschland. Detaillierte Informationen zu den Schwerpunktthemen und Statistiken im Programm Erasmus+ sowie zu weiteren europäischen und internationalen Aktivitäten bietet der NA-Jahresbericht 2024/2025 . Kontakt Berthold Hübers, Huebers@bibb.de Bei Abdruck Belegexemplar erbeten. Quelle: Pressemitteilung des Bundesinsituts für Berufsbildung, 14/2026 | Bonn, 21.05.2026 , …
[…] Das europäische Bildungsprogramm Erasmus+ setzt seinen Erfolgskurs fort. 2025 wurden erstmals mehr als 60.000 Auslandsaufenthalten in der Berufsbildung bewilligt und auch die Erwachsenenbildung verzeichnet einen starken Zuwachs bei den Lernaufenthalten. Die NA beim BIBB ist mit Erasmus+ und weiteren von ihr betreuten Programmen die zentrale Förderstelle für individuelle Bildungschancen und Organisationsentwicklung durch internationalen Austausch in der Berufs- und Erwachsenenbildung. Über ihre Arbeit und die Entwicklung der Programme in den letzten zwei Jahren und informiert sie im vorliegenden Bericht. …
[…] Die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung Jahresbericht 2024/2025 www.na-bibb.de http://www.na-bibb.de 2 3 - - - - Die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) besteht seit dem Jahr 2000 und arbeitet im Auftrag und mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Sie ist Nationale Agentur für das EU-Bildungsprogramm Erasmus+ im Bereich der Berufsbildung und der Erwachsenenbildung in Deutsch land. Darüber hinaus nimmt sie zahlreiche europabezogene und internationale Aufgaben im Bereich der Berufsbildung und Erwachsenenbildung wahr. Sie arbeitet eng mit der EU-Kommission sowie auf nationaler Ebene mit Ministerien, Bundesländern, Sozialpartnern, Verbänden, Kammern, Unternehmen, Hochschu len und Bildungseinrichtungen zusammen. www.na-bibb.de www.erasmusplus.de Erasmus+ Berufsbildung und Erwachsenenbildung: Auslandsaufenthalte und Bildungskooperationen im europäischen Ausland Europäische Agenda Erwachsenenbildung: Nationale Koordinierungsstelle – europäische und nationale Themen vernetzen Nationales Europass Center: Kompetenzen mit dem Europass ver ständlich darstellen – in ganz Europa Deutschland EPALE: Nationale Koordinierungsstelle – ePlatform for Adult Learning in Europe Beratungsservice für Auslands aufenthalte in der Ausbildung: Information und Beratung für Betriebe, berufliche Schulen und Kammern MeinAuslandspraktikum: Beratungsangebot für Auszubildende zu Auslandsaufenthalten AusbildungWeltweit: Weltweite Auslandsaufenthalte von Auszubildenden und Ausbildern/Ausbilderinnen Ti te lm ot iv © A /A do be St oc k. co m http://www.na-bibb.de http://www.erasmusplus.de 2 3Jahresbericht 2024/2025 Inhalt 04 Kapitel 1: NA beim BIBB 05 Bilanz und Perspektiven der Geschäftsleitung 07 Relaunch des Portals der NA beim BIBB 08 Foto der NA-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter 10 Leistungen und Services 12 Kapitel 2: Erasmus+ 13 Erasmus+ in Zahlen 14 Mobilität in der Berufsbildung 15 Good Practice: In Südtirol nachhaltigen Gartenbau hautnah erleben 16 Partnerschaften in der Berufsbildung 17 Good Practice: Inklusion von Menschen mit Behinderung in KMU 18 Mobilität in der Erwachsenenbildung 19 Good Practice: Austausch für Lesben- und Frauenarchive und -bibliotheken 20 Partnerschaften in der Erwachsenenbildung 21 Good Practice: Kunst als Brücke zur sozialen Integration 22 Querschnittsthemen in Erasmus+ - Erasmus+ partizipativ, inklusiv, ökologisch und digital 24 EuroApprentices 25 Training and Cooperation Activitities 26 Kapitel 3: Europäische und internationale Bildungszusammenarbeit 27 NA-Projekte in Zahlen 28 AusbildungWeltweit und Projekt „Stärkung der Auslandsmobilität“ 29 Nationales Europass Center 30 Nationale Koordinierungsstelle EPALE 31 Nationale Koordinierungsstelle Europäische Agenda für Erwachsenenbildung 32 Kapitel 4: Anhang 33 Einzelstatistiken Erasmus+ 44 Erasmus+ kurz erklärt 45 Ihr Kontakt in die NA beim BIBB 46 Impressionen aus den Jahren 2024 und 2025 47 Impressum 4 5 NA beim BIBBNA beim BIBB+01 01_ NA beim BIBB Die NA beim BIBB nimmt neben ihrer Funktion als Nationale Agentur für das Programm Erasmus+ weitere europabezogene und interna tionale Aufgaben im Bereich der Berufs- und Erwachsenen bildung wahr. Sie kann dabei Synergieeffekte nutzen. - - © N am pi x/ A do be St oc k. co m 4 5Jahresbericht 2024/2025 NA beim BIBB 01NA beim BIBB+ - - - - - - - - - - - - Berthold Hübers leitet die Nationale Agentur Bildung für Europa © N A b ei m B IB B Bilanz und Perspektiven Die Jahre 2024 und 2025 standen für die NA beim BIBB im Zeichen von Wachstum, Weiterentwicklung und strategischer Profilierung. Als Kompetenzzentrum für Lernmobilität und Kooperation in der Berufs- und Erwachsenenbildung mit eu ropäischer und weltweiter Ausrichtung verzeichnete die NA eine weiterhin steigende Nachfrage nach Projektfinanzierung und Beratung. Erasmus+ und die ergänzenden Programme eröffneten immer mehr Lernenden, Bildungspersonal und Einrichtungen neue Perspektiven. Zugleich prägten die Erasmus+-Programmprioritäten In klusion, Teilhabe, Nachhaltigkeit und digitaler Wandel die Arbeit der NA beim BIBB auf allen Ebenen. Es ging nicht nur um quantitative Zuwächse, sondern um die qualitative Weiterentwicklung von Angeboten, um chancengerechten Zugang und um die nachhaltige Verankerung internationaler Zusammenarbeit in den Organisationen. Die NA begleitete diesen Prozess mit Beratung, Monitoring, Vernetzung und strategischer Themenarbeit – und stärkte damit ihre Rolle als verlässliche Partnerin von Bildungspraxis und -politik. Lernmobilität mit Erasmus+ In der Berufsbildung setzte sich der deutliche Aufwärtstrend bei Mobilitätsprojekten 2024 und 2025 fort. Die Zahl der beantragten und bewilligten Auslandsaufenthalte erreichte neue Höchststände. Insbesondere die Akkreditierung erwies sich als Erfolgsgeschichte: Immer mehr Einrichtungen inte grieren Auslandsaufenthalte strategisch in ihr Profil und nut zen Erasmus+ als Instrument der Organisationsentwicklung. Eine Fachtagung im Herbst 2025 stellte die Entwicklungen der letzten Jahre programmübergreifend dar. Die steigende Beteiligung Lernender mit geringeren Chancen zeigt zudem, dass Inklusion zunehmend systematisch mitgedacht wird. Auch in der Erwachsenenbildung setzte sich die positive Ent wicklung fort. Nach anfänglich niedrigen Antragszahlen ist ein kontinuierlicher Anstieg zu verzeichnen; allein 2024 und 2025 wurden 125 neue Projekte bewilligt. Besonders dyna misch entwickelte sich die Lernmobilität, die sich innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelte. Die Kampagne „Wenn Austausch Türen öffnet“ trug dazu bei, neue Zielgruppen zu erreichen. Eine von der NA beim BIBB koordinierte euro päische Zusammenarbeit (RIA-AE) hat die Wirkung des Pro gramms in der Erwachsenenbildung insgesamt erfasst und im Jahr 2025 erste Ergebnisse veröffentlicht. Ergänzt wird die Mobilitätsarbeit durch das Engagement der EuroApprentices, die als Erasmus+-Botschafterinnen und -Botschafter anderen Auszubildenden Mut zu Auslandserfah rungen machen, europäische Werte sichtbar leben und Vor bild für bürgerschaftliches Engagement sind. Insgesamt zeigt sich: Erasmus+ Mobilität ist fest im Bildungsalltag verankert – mit wachsender Wirkung für Individuen und Organisationen und auch die Bildungssektoren. AusbildungWeltweit und Mobilitätsstärkung Das nationale Förderprogramm AusbildungWeltweit hat ein eigenständiges Profil entwickelt und ergänzte Erasmus+ weiterhin bedarfsgerecht. Seit Programmstart 2017 konnten über 4.200 Auslandsaufenthalte in mehr als 60 Ländern be willigt werden, allein 1.460 davon in den Jahren 2024 und 2025. Rund 60 Prozent der Anträge stammen von Unterneh men – ein Beleg für die hohe Praxisnähe und den Stellenwert internationaler Kompetenzentwicklung in der Wirtschaft. Berthold Hübers (NABIBB), Thomas Müller (BMBFSFJ) und Prof. Dr. Hu bert Ertl (BIBB) auf der Fachtagung Internationalisierung in Berlin (v.l.) - © a rg um G bR / H el le r 6 7 NA beim BIBBNA beim BIBB01 Parallel startete 2024 das Projekt „Stärkung der Auslands mobilität“. Ziel ist es, bestehende Unterstützungsstrukturen weiterzuentwickeln, neue Dienstleistungen zu prüfen und die Wissensbasis zur Lernmobilität auszubauen. Mit neuen Serviceportalen, Beratungsformaten und einer geplanten Mobilitätsstudie stärkt die NA beim BIBB ihre Rolle als Kom petenzzentrum. Die hohe Nachfrage aus Betrieben, Schulen und Kammern unterstreicht den Bedarf an praxisnaher Bera tung und strategischer Weiterentwicklung. - - - Partnerschaften in Erasmus+ Die Partnerschaftsprojekte blieben auch 2024 und 2025 stark nachgefragt. In der Berufsbildung bewegten sich die An tragszahlen trotz stagnierender Mittel auf hohem Niveau; die Qualität der eingereichten Projekte nahm weiter zu. Gleich zeitig führten begrenzte Budgets zu sinkenden Förderquoten, insbesondere bei Kooperationspartnerschaften. - - Auch in der Erwachsenenbildung überstieg die Nachfrage die verfügbaren Mittel deutlich. 2024 und 2025 wurden insge samt 710 Anträge eingereicht; der Wettbewerb erreicht da her ein sehr hohes Niveau. Die bewilligten Projekte zeichnen sich durch Innovationskraft, sektorale Relevanz und zuneh menden Fokus auf Wirkung aus. - - - Inhaltlich standen Themen wie Demokratiebildung, Inklusion, Digitalisierung – insbesondere Künstliche Intelligenz (KI) – sowie Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Die NA beim BIBB verstärkte ihre Beratung zur Wirkungsorientierung und ent wickelte Monitoring- und Austauschformate weiter. Partner schaften entwickeln die Berufs- und Erwachsenenbildung strukturell weiter – auch über Projektlaufzeiten hinaus. - - Erasmus+-Prioritäten Die vier horizontalen Prioritäten – demokratische Teilhabe, Inklusion und Vielfalt, ökologische Nachhaltigkeit sowie digi taler Wandel – prägten die Programmarbeit konsequent. Die Förderung demokratischer Kompetenzen und europäischer Werte ist ein zentrales Ziel des Programms Erasmus+ und der NA beim BIBB. Die Erwachsenenbildung hat mit der politischen Bildung eine lange Tradition in diesem Bereich, der durch die Priorität eine verstärkte europäische Ausrichtung erfährt. In der Berufsbildung regt die Priorität dazu an, eine spezifische Didaktik zu erproben und zeitgemäße handlungsorientierte Formate zu entwickeln. - Im Bereich Inklusion wurde 2024 eine praxisorientierte Strategie veröffentlicht und durch neue Formate wie Inklu sionsbotschafterinnen ergänzt. Die Zahl der Teilnehmenden mit geringeren Chancen stieg in Mobilitäts- wie in Partner schaftsprojekten. - - Green Erasmus gewann weiter an Bedeutung: 2024 erreichte der Anteil entsprechender Kooperationsprojekte einen Höchst stand; zudem nutzten rund 28 Prozent der Mobilitäten die Green-Travel-Förderung. Der digitale Wandel zeigte sich in steigenden Projektzahlen, insbesondere im Kontext von Künst licher Intelligenz. Die Prioritäten greifen zunehmend ineinan der und stärken die gesellschaftliche Relevanz von Erasmus+. - - - Europass, EPALE und Agenda 2025 war ein Jahr der Jubiläen: Unter anderem konnten 20 Jahre Europass und 10 Jahre EPALE gefeiert werden. Der Eu ropass hat sich von fünf Dokumenten zu einer digitalen Platt form mit Millionen Profilen entwickelt und wurde 2025 mit einer Fachtagung gewürdigt. - - EPALE baute seine Reichweite weiter aus; europaweit nutzten Ende 2025 über 170.000 registrierte Personen die Plattform. Nationale Themenschwerpunkte, Akademien, Ressourcen-Kits und multimediale Formate stärkten den fachlichen Austausch in der Erwachsenenbildung. Die Nationale Koordinierungsstelle Europäische Agenda Erwachsenenbildung setzte Impulse zu Future Skills, Green Transition und Digital Transition und vernetzte Akteure auf na tionaler wie europäischer Ebene. Gemeinsam bilden Europass, EPALE und Agenda ein starkes Service- und Informationsange bot für Transparenz, Vernetzung und Qualitätsentwicklung. - - Interne Entwicklung 2025 markierte zugleich das 25-jährige Bestehen der NA beim BIBB. Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 hat sich das Bud get der NA von 7,55 Millionen auf über 182 Millionen Euro erhöht; die Zahl der bewilligten Auslandsaufenthalte stieg von rund 4.100 auf über 66.000 jährlich. Dieser Aufgaben zuwachs spiegelt sich auch im personellen Wachstum wider: Heute setzen sich 115 Menschen mit Herzblut für Europa und Weltoffenheit ein. - - Mit dem neuen Projektauftrag zur Mobilitätsstärkung, dem Relaunch der Website www.na-bibb.de und dem Start einer neuen Erasmus+-Projektplattform wurden interne Prozesse modernisiert und das Serviceangebot ausgebaut. Hinzu kam 2025 der Wechsel des federführenden Ministeriums: Die NA beim BIBB ist seitdem dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) unterstellt. Die NA beim BIBB hat ihre Strukturen kontinuierlich weiterent wickelt und ist so der steigenden Nachfrage und den neuen strategischen Anforderungen entsprochen. - Ausblick Mit Blick auf die kommende Erasmus+-Programmgeneration 2028–2034 bringt sich die NA beim BIBB aktiv in den Prozess der Weiterentwicklung ein. Die Erfahrungen aus steigender Nachfrage, effizienter Programmumsetzung und intensiver Themenarbeit bilden eine solide Grundlage für die Zukunft. Ziel bleibt es, internationale Mobilität, Kooperationen und in ternationale Zusammenarbeit weiter zu stärken – wertebasiert, inklusiv, wirkungsorientiert und nachhaltig. - http://www.na-bibb.de 6 7Jahresbericht 2024/2025 NA beim BIBB 01NA beim BIBB Relaunch des Portals der NA beim BIBB Neuer Look, klare Struktur, bessere Orientierung Nach weitreichenden Analysen wurde die Portallandschaft der NA beim BIBB 2025 grundlegend überarbeitet. Im Mit telpunkt stand das Hauptportal www.na-bibb.de, das neu strukturiert, inhaltlich geschärft und gestalterisch moderni siert wurde. - - Als zentrales Informationsportal bündelt www.na-bibb.de alle relevanten Informationen zum EU-Programm Erasmus+ in der Berufs- und Erwachsenenbildung. Ziel des Relaunchs war es, die Inhalte übersichtlicher, verständlicher und stärker an den Bedürfnissen der unterschiedlichen Zielgruppen aus zurichten – von Neueinsteigenden bis zu erfahrenen Projekt trägern. Zudem bietet das Portal www.na-bibb.de Informati onen zur europäischen und nationalen Bildungspolitik. - - - Struktur entlang des Projektprozesses Die neue Seitenstruktur orientiert sich an den zentralen Fra gen der Nutzenden: Unter Informieren finden Interessierte Fördermöglichkeiten und Ziele des Programms. Der Bereich Beantragen führt Schritt für Schritt durch den Antragspro zess und unterstützt bei der Vorbereitung eines Projekts. Aus der Praxis stellt erfolgreiche Projekte vor, die die Vielfalt des Programms sichtbar machen, und zeigt Vernetzungs möglichkeiten auf. Im Bereich Service sind Beratungs- und Veranstaltungsangebote, Publikationen und digitale Tools gebündelt. - - - In Vorbereitung auf den Relaunch wurde die Website bereits 2024 entschlackt und zahlreiche Inhalte, die nur für beste hende Erasmus+-Vertragnehmerinnen und -nehmer gedacht sind, ausgegliedert. Beispiele dafür sind Berichtsformulare oder Tools für die Projektverwaltung. Diese Informationen finden sich seitdem auf der Erasmus+-Projektplattform. Hauptportal und Projektplattform greifen ineinander – von der ersten Information zur erfolgreichen Umsetzung. - Mehr Orientierung und Nutzerfreundlichkeit Im Zuge des Relaunchs wurden Inhalte überarbeitet und sprachlich vereinfacht. Ein ruhiges, modernes Design unter stützt die Orientierung und lenkt den Fokus auf relevante Inhalte für Antragstellende. Erste Rückmeldungen zeigen: Projektträgerinnen und Projektträger finden sich auf dem neuen Portal gut zurecht und finden den Antragsprozess klar. Der Relaunch trägt so dazu bei, den Zugang zu Erasmus+ weiter zu erleichtern. - Weitere Portale ebenfalls neu aufgestellt 2025 wurden auch die spezialisierten Portale überarbeitet: www.MeinAuslandspraktikum.de informiert Auszubil dende über Auslandsaufenthalte im Rahmen der Ausbildung. Die Website www.auslandsberatung-ausbildung.de bündelt Informationen für Beratende und Institutionen. Das Portal www.europass-info.de informiert über den kosten losen Service der Europäischen Union für Bewerbung und Jobsuche. Damit wurde die gesamte Portallandschaft weiter entwickelt und nutzerorientiert ausgerichtet. - - - Die Portallandschaft der NA beim BIBB: www.na-bibb.de www.na-bibb.de/projektplattform www.auslandsberatung-ausbildung.de www.meinauslandspraktikum.de www.na-bibb.de/agenda-erwachsenenbildung www.europass-info.de http://www.na-bibb.de http://www.na-bibb.de http://www.na-bibb.de http://www.MeinAuslandspraktikum.de http://www.auslandsberatung-ausbildung.de http://www.europass-info.de http://www.na-bibb.de http://www.na-bibb.de/projektplattform http://www.auslandsberatung-ausbildung.de http://www.meinauslandspraktikum.de http://www.na-bibb.de/agenda-erwachsenenbildung http://www.europass-info.de 8 9 Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NA beim BIBB NA beim BIBBNA beim BIBB01 8 9Jahresbericht 2024/2025 NA beim BIBB 01NA beim BIBB © N A b ei m B IB B / Fo to st ud io H eu pe l ( M är z 20 26 ) Das Organigramm der NA beim BIBB finden Sie unter www.na-bibb.de/ueber-uns http://www.na-bibb.de/ueber-uns 10 11 Leistungen und Services Highlights aus der Öffentlichkeitsarbeit der Jahre 2024 und 2025 Neu entwickelt wurde das Format der Factsheets. Diese präsentieren ein Thema auf zwei bis drei Seiten mit Fokus auf Zahlen, Daten und Fakten in übersichtlicher Form. www.na-bibb.de/publikationen Veröffentlichungen Je nach Nachfrage und Zweck stellt die NA beim BIBB ihre Pu blikationen als barrierefreie Download-PDF oder zusätzlich in gedruckter Form zur Verfügung. 2024 und 2025 wurden einzel ne Basisflyer aktualisiert und bedarfsgerecht gedruckt. Neu auf genommen in das Portfolio der quadratischen Flyer wurde eine Werbebroschüre über die EuroApprentices. Vom Nationalen Europass Center wurden Unterrichtsmaterialien erstellt. - - - Ebenfalls als Printexemplar erscheint das Journal – in der Regel zweimal jährlich in einer Auflage von 6.000 Exemplaren. Im Berichtszeitraum wurden die Schwerpunktthemen Internationa lisierung von Bildungseinrichtungen und Künstliche Intelligenz in europäischen Projekten gewählt. Eine Journalausgabe wid mete sich den vier Jubiläen, die die NA beim BIBB 2025 feiern konnte. - - Nur als Online-Publikationen steht die neue Inklusionsstrategie der NA beim BIBB zur Verfügung. Werbekampagne Erwachsenenbildung Um die Antragszahlen für Auslandsaufenthalte in der Erwachsenenbildung zu steigern, startete die NA beim BIBB 2024 eine langfristig angelegte Werbekampagne. Im Mittelpunkt stehen Stimmen aus der Praxis: Lernende, Bildungspersonal und Organisationen berichten in authen tischen Statements von ihren Erfahrungen und machen sichtbar, was Lernreisen mit Erasmus+ bewirken und wel che Chancen Auslandsaufenthalte eröffnen. - - Gebündelt werden die Inhalte auf einer zentralen Kampa gnenseite, auf der Postkarten und Poster bereitstehen und kurze Videostatements den Mehrwert internationaler Mo bilität vermitteln. Flankiert durch gezielte Medienarbeit mit Anzeigen, Advertorials und redaktionellen Beiträgen entfaltet die Kampagne ihre Wirkung direkt in der Community – die Antragszahlen steigen seit 2024 kontinuierlich. - - www.na-bibb.de/erasmus-perspektiven NA beim BIBBNA beim BIBB01 Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 ist die NA beim BIBB verantwortlich für die Durchführung europäischer Programme im Bereich der Erwachsenenbildung – angefangen von GRUNDTVIG bis Erasmus+. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Förderung von Auslandsaufenthalten und grenzüberschreitender Kooperation. 25 Jahre Erwachsenenbildung Eine Vision: Austausch und Kooperation in Europa stärken Budgetentwicklung der EU-Programme für Erwachsenenbildung gesamt Beantragte Kooperationsprojekte 2000 / 2001 2025 2000 2025 0,5 Mio. € 68 32 Mio. € 304 Wirkung: Auslandsaufenthalte stärken Men- schen, Kooperationen stärken Organisationen Teilnehmende (TN) an Auslandsaufent- halten der EU-Programme Personal Lernende 2000 2025* 2021 2025* * ohne 2. Antragsrunde 61 TN 194 TN 3.088 TN 1.791 TN „Der intensive Fokus auf das Projekt- thema hat zu einer verstärkten Wahr- nehmung und einem Haltungswandel bei unseren Kolleginnen und Kollegen geführt. Die Projektergebnisse werden nun dauerhaft in den verschiedenen Organisationen genutzt.“ Katrin Echtermeyer, Wisamar Bildungsgesellschaft gGmbH „Wir haben 2023 eine Lernreise mit Teilnehmenden aus der Grundbildung in Schweden organisiert. Noch heute merken wir, wie die Lernenden durch diese Erfahrung gewachsen sind und wie sie immer noch davon profitieren.“ Anke Wigger, Direktorin VHS Husum © B itt ed an ke sc hö n/ A do be St oc k | D es ig n: b lu eb er ry -s ta rn be rg .d e wENN austausch türen öffnet Infos zu Auslandsaufenthalten in der Erwachsenenbildung gibts hier. Gleich scannen und dabei sein! www.na-bibb.de/erasmus-perspektiven Erasmus+ schafft Perspektiven – auch in der Erwachsenenbildung ZUGANG FÜR ALLE> > Erasmus+-Inklusions- strategie der NA beim BIBB Umsetzung von Inklusion und Vielfalt 2021-2027 www.na-bibb.de http://www.na-bibb.de/publikationen http://www.na-bibb.de/erasmus-perspektiven 10 11Jahresbericht 2024/2025 NA beim BIBB 01NA beim BIBB Portallandschaft neu gestaltet Zentral für die Informationsverbreitung ist die Portalland schaft der NA beim BIBB. Das Hauptportal sowie das Azu bi- und das Ausbilder-Portal wurden im Rahmen eines Re launches 2025 modernisiert (s. S. 7). Bereits 2024 waren in Vorbereitung auf die schlankere und zielführendere Struktur einzelne Inhalte in die neu geschaffene Projektplattform aus gelagert worden. - - - - www.na-bibb.de Audiopräsenz fest etabliert „Talking Erasmus+“, der 2020 eingeführte Podcast der NA beim BIBB zu Bildung und Europa, wurde 2024 und 2025 mit insgesamt sieben Folgen fortgeführt. Die Bandbreite der Themen reichte von Demokratieförderung und Teilhabe bis zu einer Zwischenbilanz der laufenden Erasmus+-Programm generation. - https://open.spotify.com/show/ 5xFZTD087UqPafS0qu4sTF Film ab Auch auf YouTube ist die NA beim BIBB weiterhin präsent. Neu produziert wurden ein Video zu dem 2024 mit dem European Innovative Teaching Award (EITA) ausgezeichneten Berufsbildungsprojekt PEEC, eine dreiteilige Videoreihe „Gute Gründe für Auslandsaufenthalte in der Ausbildung“ sowie ein Film über das europäische EuroApprentices-Netzwerk. www.youtube.com/watch?v=tCSNtqj1UMc www.auslandsberatung-ausbildung.de/ gute-gruende-fuer-auslandsaufenthalte https://youtu.be/mNDvLjEQjBY Aktiv auf Instagram und LinkedIn Ende 2025 hatte der Instagram-Account der NA beim BIBB circa 2.330 Follower-/innen, mit durchschnittlich 13.000 Aufrufen pro Monat (Juni-Dez. 2025). Er richtet sich an eine junge Zielgruppe und thematisiert Auslandsaufenthalte in der Ausbildung. Seit Sommer 2024 bespielt die NA beim BIBB auch einen eigenen Account auf LinkedIn. Dieser bildet alle NA-relevanten Bereiche ab und hat ein beachtliches Wachstum hingelegt: Die 1.000er Follower-Marke rückt näher. @MeinAuslandspraktikum www.linkedin.com/company/nationale- agentur-bildung-für-europa Von der Praxis lernen Erfahrungsberichte vermitteln ein gutes Bild von der Vielfalt und den Erfolgen der Erasmus+-Projekte. Die NA beim BIBB veröffentlicht daher regelmäßig Storys aus der Berufs- und Erwachsenenbildung. www.na-bibb.de/aus-der-praxis/projekte Veranstaltungen Ein wichtiges Informations-, Beratungs- und Vernetzungs angebot sind die von der NA beim BIBB angebotenen Ver anstaltungen. Die Mehrheit findet seit Corona online statt und deckt sowohl klassische Infoveranstaltungen als auch Online-Fragestunden, Antragswerkstätten oder Inspiration Days ab. - - - - © ar gu m G bR / H el le r Als größte Präsenzveranstaltung richtet die NA beim BIBB alle zwei Jahre eine Jahrestagung aus: 2024 kamen 574 Teilnehmende vom 18. bis 19. September in Ludwigsburg zu sammen. 2025 gab es drei größere Präsenzveranstaltungen: Der Europass lud am 20. März anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums zu einer Tagung nach Bonn ein. Bei der interna tionalen Trainings- und Kooperationsveranstaltung „Green Erasmus – A contribution to Europe’s green transition?!“ vom 21. bis 23. Mai kamen 70 Personen nach Lüneburg und die Fachtagung „Internationalisierung beginnt in der Praxis“ am 18. November in Berlin besuchten rund 120 Teilnehmende aus Politik und Praxis. www.na-bibb.de/service/veranstaltungen/ veranstaltungsrueckblicke https://open.spotify.com/show/5xFZTD087UqPafS0qu4sTF http://www.auslandsberatung-ausbildung.de/gute-gruende-fuer-auslandsaufenthalte http://www.linkedin.com/company/nationale-agentur-bildung-für-europa http://www.na-bibb.de/service/veranstaltungen/veranstaltungsrueckblicke http://www.na-bibb.de http://www.youtube.com/watch?v=tCSNtqj1UMc https://youtu.be/mNDvLjEQjBY http://www.na-bibb.de/aus-der-praxis/projekte https://www.instagram.com/meinauslandspraktikum/ 12 13 Erasmus+ 02_ Erasmus+ Erasmus+ ist das EU-Pro gramm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport. Ein Großteil des Programms wird in den teilnehmenden Ländern ver waltet. Die NA beim BIBB ist für die Umsetzung in der Berufs- und Erwachsenenbil dung zuständig. Sie fördert Auslandsaufenthalte zu Lernzwecken und die euro päische Zusammenarbeit. - - - - © N D A BC RE A TI V IT Y /A do be St oc k. co m 12 13Jahresbericht 2024/2025 Erasmus+ 02Erasmus+ in Zahlen Berufsbildung Erstmals mehr als 60.000 Auslandsaufenthalte bewilligt Jahr Azubis | Bildungspersonal | Gesamt 2022 18.725 5.029 23.754 2023 25.259 7.752 33.011 2024 36.720 9.365 46.085 2025 48.149 11.902 60.051 Bundesländer mit Überrepräsentanz* bei Lernendenmobilität 2025 Schleswig- Holstein + 3% - - | | - - Berlin + 3% Nieder sachsen + 2% Rheinland- Pfalz + 1% Bayern + 6% * Definition s. Anhang, Tabelle 6 Erwachsenenbildung Starke Steigerung bei Auslands aufenthalten – insbesondere bei Lernenden Jahr Lernende Personal Gesamt 2022 379 1.001 1.380 2023 619 2.151 2.770 2024 883 2.731 3.614 2025 1.920 3.463 5.383 Bewilligte Auslandsaufenthalte Berufs- & Erwachsenenbildung Top-Prioritäten der Partnerschaften 2024 BB | Anpassung der beruflichen Aus und Weiterbildung an den Bedarf des Arbeitsmarkts EB | Inklusion und Vielfalt 2025 BB | Anpassung der beruflichen Aus und Weiterbildung an den Bedarf des Arbeitsmarkts EB | Inklusion und Vielfalt BB = Berufsbildung, EB = Erwachsenenbildung Basis für Ranking: Bewilligte Anträge 14 15 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Mobilität in der Berufsbildung Akkreditierung erfolgreich, neuer Rekord bei beantragten Auslandsaufenthalten Erasmus+Erasmus+02 S eit dem Start der laufenden Programmgeneration gibt es zwei Zugänge zur Mobilitätsförderung: die Kurzzeitprojekte für den Einstieg und die Akkreditierung als Standardzugang. Für den berufsbildenden Sektor waren die Jahre 2024 und 2025 mit Blick auf beide Fördermöglichkeiten von Erfolgen geprägt. So ist die Anzahl der beantragten und bewilligten Mobilitäten auf neue Rekordwerte gestiegen, was zum größ ten Teil am Engagement der akkreditierten Einrichtungen liegt. Sie bieten mit zunehmender Routine und Professiona lität Auslandsaufenthalte an. Erfreulich ist, dass sich die An zahl der Akkreditierungen weiter erhöht hat: von 985 im Jahr 2024 auf 1.089 im Jahr 2025. Insgesamt bedeutet dies eine Stärkung der internationalen Ausrichtung der Berufsbildung. 2024 wurden in insgesamt 870 Projekten 52.917 Auslands aufenthalte beantragt, was im Vergleich zum Wert von 2023 einen Anstieg von etwas mehr als 27 Prozent ausmacht. 50.447 der Mobilitäten wurden in 750 Projekten von akkre ditierten Einrichtungen beantragt, die restlichen im Rahmen von Kurzzeitprojekten. Bewilligt wurden insgesamt 46.085 Auslandsaufenthalte, davon 36.720 für Lernende und 9.365 für das Personal. 61.568 Auslandsaufenthalte in 2025 beantragt 2025 gab es eine weitere Steigerung, auch wenn sie mit 16 Prozent geringer ausfiel. In insgesamt 972 beantrag ten Projekten wurden in Summe 61.568 Auslandsaufenthalte beantragt. Davon entfielen 59.032 auf 845 Projekte, die von akkreditierten Einrichtungen eingereicht wurden, der Rest wurde im Rahmen von Kurzzeitprojekten beantragt. Erfreulich war die hohe Bewilligungsrate von über 95 Prozent im Antragsjahr 2025. In insgesamt 958 bewilligten Projekten wurden Auslandsaufenthalte für ins gesamt 48.149 Lernende und 11.902 Personen der Zielgruppe Bildungspersonal bewilligt. Diese quantitativen Steigerungen können nicht mehr mit einem Nachholeffekt nach der Corona-Pandemie erklärt wer den. Sie demonstrieren vielmehr, dass Auslandsaufenthalte für Lernende und Bildungspersonal für viele berufsbildende Einrichtungen ein wichtiger Bestandteil ihres Profils gewor den sind und die Akkreditierung attraktive Gestaltungsmög lichkeiten bietet. Dies lässt sich besonders für die Berufsschu len festhalten, die den größten Teil der insgesamt seit dem Jahr 2021 bewilligten 1.089 Akkreditierungen ausmachen. Die Akkreditierung zeigt Wirkung 2024 und 2025 waren die Jahre, in denen die NA beim BIBB erstmals auf die sogenannten Fortschrittsberichte akkredi tierter Einrichtungen zugreifen konnte. In diesen Berichten legen Einrichtungen dar, welche Ziele sie mit der Akkreditie rung als Organisation erreicht haben und wo sie in ihrer Ent wicklung stehen. Insgesamt wurden 301 Berichte evaluiert. Diese Evaluation brachte eine große Bandbreite an positiven Ergebnissen zutage, vor allem im Bereich der Erasmus+-Pro grammziele - Inklusion, digitaler Wandel, Nachhaltigkeit und Teilhabe. Es hat sich gezeigt, dass diese nicht nur stärker im Bewusstsein der Einrichtungen und ihrer handelnden Per sonen verankert sind, sondern die Verknüpfung dieser Ziele mit der Mobilitätsförderung auch zur jeweiligen Organisati onsentwicklung beitragen. Betrachtet man zum Beispiel den Bereich Inklusion, so fällt die Erhöhung der Anzahl der Lernenden mit besonderem Förderbedarf in Mobilitätsprojekten auf. Akkreditierte Ein richtungen beziehen diese Zielgruppe in ihre Projektpla nung stärker ein, was insgesamt zu mehr Bewusstsein und Sensibilität im Umgang mit jungen Menschen führt, die vor bestimmten Herausforderungen stehen. Ebenso zeigt sich, dass vor allem Schulen daran arbeiten, den digitalen Wandel proaktiv zu gestalten. Sie nutzten die Auslandsaufenthalte als Qualifizierungsinstrument, um beispielsweise die Kom petenzen des Lehrpersonals im Umgang mit digitalen Lern- und Lehrtools zu stärken und ganze Ausbildungsmodule im Bereich Industrie 4.0 zu entwickeln oder anzupassen. Von solchen Entwicklungen profitiert am Ende die gesamte Orga nisation. Besonders positiv, so zeigten es die evaluierten Berichte, wirkt sich die Akkreditierung auf die langfristige Integration von Auslandsaufenthalten in das Profil der jeweiligen Ein richtung aus. Viele haben dafür Strukturen und Ressourcen geschaffen, um qualitativ gute Mobilitäten umzusetzen, das Projektmanagement zu verbessern und sich in der Region als attraktiver Bildungsanbieter mit internationaler Ausrichtung zu etablieren. Besonders diese positive Entwicklung gilt nicht nur für akkreditierte Schulen, sondern unter anderem auch für Unternehmen und Kammern, die ebenfalls Teil der Er folgsgeschichte „Akkreditierung in Erasmus+“ sind. Auch sie arbeiten im Rahmen ihrer Akkreditierung strategisch an einer stärkeren internationalen Ausrichtung ihrer Organisation und sind bestrebt, die Anzahl an Auslandsaufenthalten zu festi gen oder auszubauen. 14 15Jahresbericht 2024/2025 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Erasmus+ 02Erasmus+ Good Practice In Südtirol nachhaltigen Gartenbau hautnah erleben © W ill y- Br an dt -S ch ul e Die Willy-Brandt-Schule – Be rufliche Schulen des Landkreises Kassel führt seit rund 20 Jahren eu ropäische Projekte durch und ent sendet Lernende wie Personal vor rangig nach Italien und Österreich. Seit 2021 ist die Schule akkreditiert und war auch Mitglied in einem Konsortium. Insgesamt hat sie be reits über 500 Auslandsaufenthalte ermöglicht. Dirk Peter, Lehrkraft und EU-Koordina tor, erklärt, warum es für die Schule so wichtig ist, Auslandsaufenthalte über Erasmus+ umzusetzen: „Die Schüle rinnen und Schüler fragen vom ersten Tag an danach, weil sie von den po sitiven Erfahrungen ihrer Mitauszubil denden gehört haben, und sie sind drei Jahre hoch motiviert im Unterricht mit dabei. Es ist ein Geben und Nehmen. Man sieht, wie die Schüler und Schüle rinnen wachsen und dankbar sind, dass sie ein Praktikum durchführen durften. Das rechtfertigt dann auch unsere an fallenden Überstunden!“ Erasmus+-Prioritäten fest im Blick Neben dem Lernerfolg und der Zufrie denheit der Teilnehmenden ist es für Peter und sein Team ebenso wichtig, die Prioritäten des Erasmus+-Pro gramms aktiv voranzutreiben. Insbeson dere die Nachhaltigkeit haben sie dabei im Blick, denn die Schule entsendet neben Lernenden und Personal aus der Tiermedizin vorrangig Teilnehmende aus dem Garten- und Landschaftsbau. Diese erhalten in Südtirol die Möglich keit, nachhaltige Gartenbauprojekte kennenzulernen und arbeiten daran mit, wenn Agri-Photovoltaik installiert, Tröpfchenbewässerung eingesetzt und nachhaltige Mittel zur Pflanzenstärkung getestet werden. Auch digitale Tools kommen im Prak tikum aktiv zum Einsatz, z. B. in der Pflanzenkundelehre, die durch spezielle Software unterstützt wird. Trainiert werden digitale Kompetenzen ebenso, wenn die Teilnehmenden zur Nachbe reitung ihres Auslandsaufenthalts einen Film drehen. Dies schlägt sozusagen gleich drei Fliegen mit einer Klappe: Neben dem Kompetenzzuwachs der Lernenden erhält die Schule mit den Filmen authentisches Werbematerial über den Auslandsaufenthalt und kann zudem Lernergebnisse sichern. Auch das Thema Inklusion kommt an der Willy-Brandt-Schule nicht zu kurz. So werden Lernende des Bildungsgangs Gartenbauhelfer/-in aktiv motiviert, Auslandsaufenthalte umzusetzen. Zu dem werden Teilnehmende konkret und bedarfsorientiert unterstützt, indem z. B. passende Begleitung und eine umfassende Vor- und Nachbereitung angeboten werden. Dass dies seit Jahren Erfolg hat, ist auch der langjäh rigen Partnerschaft mit der Fachschule Laimburg in Südtirol zu verdanken, die als Vorreiterin in Sachen Inklusion bedarfsgerechte Lernbedingungen vor Ort schafft und Lehrkräften bei Job- Shadowings inklusive Lehrkonzepte näherbringt. Solides Partnernetzwerk Generell kann die Kasseler Schule auf ihr Netzwerk bauen: Über Jahre hat sie sich hochwertige nationale wie inter nationale Partnerschaften mit Schulen und Betrieben aufgebaut, auf die sie jederzeit zurückgreifen kann. Lernende und Personal – es werden neben eige nen Lehrkräften auch Ausbilder/-innen aus der Region per Lernortkooperation entsendet – erhalten während des Aus landsaufenthaltes hochwertige, fach liche Einblicke und kehren voller neuer Erkenntnisse hochmotiviert zurück. Daher hat die Willy-Brandt-Schule auch keinerlei Probleme, Teilnehmende für die Zeit im Ausland bei ihren Betrieben freistellen zu lassen. Peter beschreibt die Netzwerkarbeit so: „Es gab vor Ort auch schon einige Absprachen zwi schen den deutschen und italienischen Betrieben über eine zukünftige Zusam menarbeit außerhalb unserer Projekte. Es ist ein Selbstläufer. Ich habe immer mehr Betriebe, die nach einer Zusam menarbeit fragen.“ Die vertrauensvolle Zusammenarbeit gehe bereits über die Entsendung von Teilnehmenden hinaus. So will die Wil ly-Brandt-Schule mit ihrem Partner in Tirol an den Prüfungsmodalitäten des Europäischen Referenzrahmens arbei ten, um zu einer einheitlichen Ausbil dungsqualität in Europa beizutragen. PROJEKTDATEN Projektnummer: 2024-1-DE02-KA121-VET-000202022 Projekttitel: Mobilitätsprojekt im Rahmen der Akkreditierung Projektlaufzeit: 01.06.2024 - 31.08.2025 Projektträger: Willy-Brandt-Schule Kontakt: Dirk Peter d.peter@wbs-kassel.com Projektwebsite: https://wbs-kassel.com/ mailto:d.peter@wbs-kassel.com https://wbs-kassel.com/ 16 17 - - - - - - - - - - - - - - - - - - Partnerschaften in der Berufsbildung Qualitativ hochwertige Projekte, stagnierende Programmmittel D Erasmus+Erasmus+02 ie Leitaktion 2 (Partnerschaften für Zusammenarbeit) kann sich auch in den Jahren 2024 und 2025 über ungebrochenes Interesse bei Antragstellern freuen. Während in den vorhe rigen Programmgenerationen die Antragszahlen oft zum Pro grammende zurückgingen, bleiben sie 2024 (242) und 2025 (211) weiterhin stabil trotz stagnierender Budgets und nur einer einzigen Antragsrunde im Jahr 2025. 2024 konnten 50 kleinere Partnerschaften und 29 Kooperationspartnerschaf ten gefördert werden, 2025 dann 44 kleinere Partnerschaf ten und 33 Kooperationspartnerschaften. Die Förderquoten haben sich bei den kleineren Partnerschaften etwas verbes sert (2024: 42 Prozent; 2025: 56 Prozent). Bei den Koopera tionspartnerschaften liegt die Förderquote in beiden Jahren im Schnitt unter 25 Prozent. Dabei ist vor allem erfreulich, dass die Qualität der eingereichten Anträge sowohl bei den kleineren als auch den Kooperationspartnerschaften immer besser wird. European Innovative Teaching Award 2024 für die Berufsbildung © a rg um G bR / H el le r Seit 2021 verleiht die Europäische Kommission den European Innovative Teaching Award, um herausragende Leistungen in der Lehrtätigkeit zu würdigen. Ausgezeichnet werden im Rahmen dieses Preises besonders gelungene Erasmus+-Projekte, die zum jewei ligen Jahresthema passen. 2024 lautete das Thema „Well-being at school“. Und hier ging der Preis an die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. für ihr Berufsbildungsprojekt „Peace Education in Early Childhood to prevent Bullying“ (Leitaktion 2). Ziel des Projekts ist es, Friedenserziehung als Weg zu mehr Gleichheit, Vielfalt und Inklusion zu nutzen und Gewalt sowie Mobbing in der frühkindlichen Bildung nachhaltig zu verhindern. Damit pädagogisches Per sonal diese Inhalte effektiv anwenden kann, erarbeitete das Projekt eine umfassende Materialsammlung, die sich direkt in der täglichen Arbeit anwenden und umsetzen lässt. Die anschließende Akkreditierung des im Rahmen des Projektes entwickelten Weiterbildungskurses sowie dessen Einsatz in der Weiterbildung von Erzieherinnen und Erziehern bzw. in der Friedenserziehung verstärkt die Wirksamkeit des Projekts. (www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/jahrestagung- der-na-beim-bibb-in-ludwigsburg-2024). Wirkungsvolle Projekte und synergetische Programmverknüpfungen Das Programm Erasmus+ und damit auch die Partnerschaften für Zusammenarbeit in der Berufsbildung werden an ihrer Wirkung im Feld gemessen. Die 2025 veröffentlichte Zwi schenevaluation des Programms Erasmus+ (www.na-bibb. de/aus-der-praxis/themen/die-zukunft-von-erasmus) hat verdeutlicht, dass Wirkung in allen Leitaktionen vorhan den ist, aber noch nicht systematisch erfasst wird. Daher hat die NA beim BIBB eine Umfrage gestartet, um Wirkungen und Synergien in der Leitaktion 2 sichtbar zu machen. Aus den 60 Rückmeldungen von Projektkoordinatoren konnten erste Schlüsse gezogen werden: 1. Ein Projekt ist dann wirksamer, wenn auch die be teiligten Projektakteure im Bildungssektor struk turell verankert und relevant sind. 2. Die bedeutendste Wirkung für die Koordinatoren und Partner ist die Internationalisierung ihrer Or ganisation und Belegschaft. 3. Synergien zu anderen EU-Förderprogrammen (z.B. Horizon) kommen vor, werden aber in der etablier ten Berichtsstruktur nicht strukturell erfasst. Parallel dazu hat die NA beim BIBB den europäischen Aus tausch gesucht und sich mit dem LTA IMPACT der nieder ländischen NA vernetzt. In diesem langfristig angelegten europäischen Austauschformat wurde ein Wirkungsmodel entwickelt, welches nun gezielt in die Antragsberatung und das Monitoring der Partnerschaftsprojekte einfließt. Zudem werden die Gutachtenden entsprechend geschult (Mehr Informationen: https://www.erasmusplus.nl/ en/impacttool-strategicpartnerships). Dieser Anspruch an wirkungsvolle und nachhaltige Projektergebnisse, die in der Praxis auch nach Projektende verwendet werden, wird der rote Faden sein, an dem sich die NA beim BIBB und auch ihre Projektträger in der verbleibenden Programmlaufzeit und darüber hinaus werden messen lassen müssen. Nationales VET-Team – von EQAVET bis zu KI und Lernergebnissen In den Jahren 2024 und 2025 konnte das Nationale VET- Team Workshop-Formate, Seminare und Podcasts zu den Themen EQAVET und Micro-Credentials zum bestehenden Portfolio hinzufügen. Besonders erfolgreich war der zweitei lige Workshop „Lernergebnisse mit Hilfe von KI formulieren“. Hier wurden sowohl Grundkenntnisse vermittelt als auch Übungen zur Erstellung von Lernergebnissen mit KI durchge führt. http://www.na-bibb.de/aus-der-praxis/themen/die-zukunft-von-erasmus http://www.na-bibb.de/aus-der-praxis/themen/die-zukunft-von-erasmus https://www.erasmusplus.nl/en/impacttool-strategicpartnerships https://www.erasmusplus.nl/en/impacttool-strategicpartnerships http://www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/jahrestagung-der-na-beim-bibb-in-ludwigsburg-2024 16 17Jahresbericht 2024/2025 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Good Practice Inklusion von Menschen mit Behinderung in KMU Erasmus+ 02Erasmus+ Inklusion ist ein Schwer punktthema von Erasmus+. Um Betriebe bei der Umsetzung von Inklusion zu unterstützen, hat die Akademie Klausenhof gGmbH ge meinsam mit sechs Partnern aus sechs europäischen Ländern sowie mit Menschen mit unterschied lichen motorischen und geistigen Behinderungen Lernmaterialien entwickelt. Derzeit lebt gelingende Inklusion in der Berufswelt insbesondere vom großen Engagement Einzelner. Gleich zeitig bestehen Vorbehalte gegenüber Menschen mit Behinderung und es herrscht Unwissenheit bezüglich einer erfolgreichen beruflichen Einbindung. Um die Teilhabe von Menschen mit Be hinderung im Lebensbereich Arbeit und Ausbildung gemäß der UN-Behinder tenrechtskonvention zu ermöglichen, befasst sich das Projektkonsortium „Be inclusive“ mit dem Thema Inklusion in der Arbeitsvermittlung. Der Schwer punkt liegt dabei auf der Inklusion von Menschen mit Behinderung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), da diese zumeist nicht über eigene Inklusi onsexpertise verfügen. © A ka de m ie K la us en ho f Lernmaterialien für Fachkräfte Kern des Projekts ist die Erstellung digitaler Lerntools, die sich einerseits an Fachkräfte richten, die Menschen mit Behinderung in Arbeit vermitteln, und andererseits an Personen, die in Firmen für die Inklusion von Men schen mit Behinderung zuständig sind. Das Ziel besteht darin, die inklusiven Kompetenzen und die Sensibilität von Personalverantwortlichen und des Managements zu verbessern. Dadurch sollen die Chancen von Menschen mit Behinderung steigen, einen passenden Job zu finden und zu behalten. Die Broschüre „Menschen mit Be hinderungen auf dem Arbeitsmarkt: Vermittlung, Inklusion und nachhal tige Beschäftigung in KMU“ soll als Hilfestellung zur Inklusionsumsetzung dienen. Sie umfasst gesetzliche Rah menbedingungen, Beispiele guter Praxis aus allen Partnerländern sowie überzeugende Argumente für die Be schäftigung von Menschen mit Behin derungen im ersten Arbeitsmarkt. Da rüber hinaus werden typische Hürden aufgezeigt und konkrete Lösungsan sätze präsentiert. Gleichzeitig bietet sie Menschen mit Behinderung selbst eine nützliche und hilfreiche Orientierung für den Weg ins Arbeitsleben. Die acht kurzen Lernvideos präsentie ren Lösungen für Betriebe und stärken die Selbstwirksamkeit von Menschen mit Behinderung, die in diesen reprä sentiert werden. Thematisch decken sie alle relevanten Phasen der Perso nalbeschaffung und des Onboardings sowie Aspekte des Arbeitsumfelds, der Führung, der Kompetenzentwicklung und der Vorteile von Beschäftigung und der Vorurteile ab. Dabei werden verschiedene Arten von Behinderungen berücksichtigt, sowohl motorische als auch geistige. Ergänzende Lernmaterialien für die be triebliche Praxis sind eine Checkliste für die Umsetzung von Inklusion in KMU, Factsheets zu unterschiedlichen Formen von Behinderung mit nationalen recht lichen Hinweisen und Besonderheiten, beispielsweise zu Fördermöglichkeiten. Ausbildungs- und Arbeitsvermittelnde können die Materialien im Vermitt lungsprozess selbst sowie zur Moti vation und Anleitung von Betrieben einsetzen. Dadurch werden diese dazu bewegt, bei der Besetzung neuer Stel len Menschen mit Behinderung zu be rücksichtigen und somit dem Fachkräf temangel entgegenzuwirken. Dank der gesteigerten Inklusionskompetenzen kann das Bildungspersonal Menschen mit Behinderung, die eine Maßnahme oder ein Training durchlaufen, besser auf dem Weg in den ersten Arbeits- markt unterstützen. Das Projekt zeigt deutlich, dass für eine inklusive Berufswelt eine inklusive Grundhaltung erforderlich ist und alle Beteiligten von inklusiven Arbeitsplät zen profitieren. Gleichzeitig ist eine gezielte Heranführung an das Thema Inklusion sowie das Aufzeigen des Po tenzials für die Fachkräftegewinnung erforderlich. Neben der Einbindung von Menschen mit Behinderung selbst wurde durch die Mitarbeit der ortsan sässigen Unternehmen ein verstärktes Bewusstsein für deren Verantwortung im Hinblick auf Inklusion in der regio nalen Wirtschaft erreicht. PROJEKTDATEN Projektnummer: 2023-1-DE02-KA220-VET-000156454 Projekttitel: Be inclusive! Wie Inklusion von Men schen mit Behinderung in KMUs funk tioniert - - Projektlaufzeit: 01.09.2023 – 31.08.2025 Projektträger: Akademie Klausenhof gGmbH Kontakt: projekte@akademie-klausenhof.de Projektwebsite: https://www.be-inclusive.net/ mailto:projekte@akademie-klausenhof.de https://www.be-inclusive.net/ 18 19 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Mobilität in der Erwachsenenbildung Antragsmöglichkeiten noch nicht vollständig ausgeschöpft F ür die Erwachsenenbildung waren 2024 und 2025 erfolg reiche Jahre. Nach zunächst sehr niedrigen Antragszahlen ist inzwischen ein kontinuierlicher Anstieg zu verzeichnen. In den Jahren 2024 und 2025 konnten insgesamt 125 neue Projekte bewilligt werden, darunter 49 Kurzzeitprojekte sowie 76 Mit telanforderungen akkreditierter Einrichtungen. 117% mehr bewilligte Lernenden mobilitäten in 2025 - Erasmus+Erasmus+02 Mit der Antragsrunde im Oktober 2025 wurden zwölf neue Einrichtungen in den Kreis der akkreditierten Organisationen aufgenommen. Damit wurden nun insgesamt 100 Organisa tionen der Erwachsenenbildung akkreditiert, davon sind 97 aktiv. Die 2024 von der NA beim BIBB gestartete Kampagne „Wenn Austausch Türen öffnet“ zur Bewerbung der Fördermög lichkeiten für die Erwachsenenbildung zeigt Wirkung. Ein sichtbarer Trend seit 2024 ist die steigende Zahl von Biblio theken, die mit Erasmus+ aktiv sind und den Mehrwert des europäischen Austauschs für sich als dritten Lernort entde cken. Beispiele hierfür sind die Zentral- und Landesbibliothek Berlin sowie die Städtischen Bibliotheken Dresden, die ihre standortübergreifenden Strukturen nutzen, um Mitarbeitende zu qualifizieren. Kursbesuche sind weiterhin das meistgenutzte Format für das Bildungspersonal, dicht gefolgt vom Job-Shadowing als pass genaue Fortbildungsmöglichkeit. Beliebteste Zielländer waren 2025 Österreich, Italien und Frankreich. Gleichzeitig nutzen Einrichtungen zunehmend die Möglichkeit, Expertinnen und Experten in die eigene Einrichtung einzuladen, um direkt vor Ort von deren Fachwissen zu profitieren. Inhaltlich gewinnt – wenig überraschend – das Thema „An wendung und Umgang mit Künstlicher Intelligenz“ im Bereich Digitalisierung weiter an Bedeutung. So entsendet beispiels weise die vhs Bingen (www.na-bibb.de/aktuelles/detail/ news/mit-ki-in-die-bildung-von-morgen) ihre Lehrkräfte zu Workshops nach Kroatien, in denen der Einsatz von KI im Unterricht und in der Verwaltung behandelt wird. Die Päda goginnen und Pädagogen erlernen dort unter anderem den effizienten Einsatz von Prompting und erproben KI-Anwen dungen in praktischen Übungen zur Erstellung von Lernmate rialien sowie zur Prozessoptimierung. Lernendenmobilität auf der Überholspur Auch die Lernendenmobilität hat sich in der Erwachsenen bildung sehr positiv entwickelt: Während 2023 noch Maß nahmen für 619 Lernende bewilligt wurden, waren es 2024 bereits 883 und 2025 sogar Aktivitäten für 1.920 Lernende – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Diese Steigerung ist besonders bedeutsam, da die Durchführung von Auslandsauf enthalten für Lernende für viele Einrichtungen noch Neuland und damit organisatorisch anspruchsvoll ist, insbesondere wenn inklusive Teilnehmende, etwa aus der Grundbildung, einbezogen werden. Herausforderungen bestehen vor allem in organisatorischen Fragen: Lernende müssen zur Teilnahme motiviert werden, die Vorbereitung der Teilnehmenden – häufig ihre erste Auslandsreise – ist zeitintensiv, und auch Alltagsverpflich tungen müssen für die Dauer der Lernreise organisiert werden. Gleichzeitig erfordert die Abstimmung mit der aufnehmenden Einrichtung und den Partnern vor Ort sowie die gemeinsame Festlegung von Zielen und Inhalten des Lernprogramms zusätzlichen Aufwand. Dieser lohnt sich jedoch, wie Julia Francke vom vhs-Landesverband Schles wig-Holstein (www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/ lernreise-in-der-grundbildung) betont: „Wir sind am Ende so reich belohnt worden, dass ich eine solche Lernreise immer wieder durchführen und auch anderen dazu raten würde. Wir unterstützen damit zugleich unsere Philosophie, dass sich Institutionen nur im europäischen Kontext weiterentwickeln können. Unser Ziel ist es, allen Einrichtungen zu ermöglichen, sowohl ihr Personal als auch ihre Lernenden in diesem Sinne zu fördern.“ Mehr inhaltliche Unterstützung von Projektträgern Um Projektträger bei einer erfolgreichen und qualitativ hoch wertigen Umsetzung zu unterstützen, hat die NA beim BIBB im Jahr 2025 erneut Monitoring-Veranstaltungen für akkre ditierte Einrichtungen in der Erwachsenenbildung angebo ten, erstmals wieder in Präsenz. Ziel war es, den fachlichen Austausch zwischen den Trägern zu stärken und Raum für inhaltliche Fragen zu schaffen, etwa zur Einbindung inklusiver Teilnehmender oder zur organisatorischen Weiterentwicklung. Das erfolgreiche Format wird auch 2026 fortgeführt. 2025 war auch ein Jubiläumsjahr für die Erwachsenenbildung: 1995 wurden im Programm Sokrates erste Schritte unter nommen, Lehrkräfte und europäische Lernpartnerschaften zu fördern. 2000 erhielt die Erwachsenenbildung mit GRUNDT VIG eine eigene Säule im EU-Förderportfolio. Und seit 2021 können Auslandsaufenthalte von Lernenden in Erasmus+ ge fördert werden – eine beachtliche Entwicklung. http://www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/mit-ki-in-die-bildung-von-morgen http://www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/mit-ki-in-die-bildung-von-morgen http://www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/lernreise-in-der-grundbildung http://www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/lernreise-in-der-grundbildung 18 19Jahresbericht 2024/2025 Good Practice Austausch für Lesben- und Frauenarchive und -bibliotheken Erasmus+ 02Erasmus+ © i.d .a . e. V. Im i.d.a.-Dachverband e.V. – informieren, dokumentie ren, archivieren – sind seit 1994 deutschsprachige Lesben- und Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen aus Deutschland, der Schweiz, Ös terreich, Luxemburg und Italien organisiert. Sein Hauptziel ist das Bewahren der Ergebnisse von Lesben- und Frauenbewegungen sowie der Frauen- und Geschlech terforschung. - - - Die i.d.a.-Einrichtungen sind Gedächtnis und lebendige Zentren feministischer Bewegungen. Sie sammeln, bewahren und verbreiten Wissen und Dokumente dieser Bewegungen, öffnen ihre Türen für Recherchen, Beratungen und Wei terbildung in Lesezirkeln, thematischen Gesprächsrunden und bieten Stadt rundgänge sowie internationale Vernet zungen an. - - - Im Zentrum des Kurzzeitprojekts „#Ge meinsamBewahrenWirZukunft“ des Dachverbandes stand der Austausch mit weiteren Bibliotheken und Archi ven. Ziel des Austausches war es, die Sichtbarkeit von Frauengeschichte und Frauenwissen zu stärken und sie als Teil des kulturellen Erbes zu bewahren und demokratiestärkend zu nutzen. - - Im Rahmen des Projekts wurden 14 Mitarbeitende aus deutschen i.d.a.-Ein richtungen zu Job-Shadowings in neun verschiedene Länder entsandt. Im Vordergrund des Austauschs stand der Einblick in die Arbeitsweise der aufneh menden Einrichtungen. Ein zentraler Erfolgsfaktor war die fachliche Passung – so besuchten Archivmitarbeitende Archive und Bibliothekarinnen Biblio theken. Der persönliche Austausch half dabei, Sprachkenntnisse zu aktivieren, förderte das Gemeinschaftsgefühl, er möglichte ein kollektives Mapping von guten Praktiken und schuf eine neue Dynamik für zukünftige gemeinsame Projekte. Die Teilnehmenden erhielten - - - - erste Impulse zur Qualifizierung der eigenen Facharbeit, wie zum Beispiel im Hinblick auf neue Bildungsformate, kollaborative Öffentlichkeitsarbeit oder den Einsatz digitaler Tools. Zentrale Bestandteile der Vorbereitung waren die individuell erstellten Lernvereinba rungen, in die alle Teilnehmenden ihre spezifischen Fachfragen einbrachten. - Weitergabe der Lernergebnisse gesichert Auch i.d.a.-Mitglieder, die nicht selbst an den Auslandsaufenthalten teil nehmen konnten, erhielten über eine interne Kommunikationsplattform Informationen der Teilnehmenden. Die Lernergebnisse fließen durch interne Workshops, Online-Meetings und den Good-Practice-Katalog kontinuierlich in die tägliche Arbeit der i.d.a.-Einrich tungen ein. Der anhaltende fachliche Austausch über die Plattform des Dach verbands bleibt zentral bei der Bewälti gung gemeinsamer Herausforderungen der Digitalisierung oder im Umgang mit antifeministischen Tendenzen. Von dieser Entwicklung profitieren auch die Zielgruppen der i.d.a.-Einrichtungen. - - - - Zweiter Teil des Projektes neben den Job-Shadowings war eine Projektwo che, zu der elf externe Expertinnen aus Europa eingeladen wurden. Sie brach ten ihre ausgewiesene Expertise in fe ministischer Erinnerungskultur, Frauen geschichte und Geschlechterforschung in einen Lehr- und Erfahrungsaustausch für Mitarbeitende der i.d.a.-Einrich tungen ein. Ziel war der Austausch über neue methodische Ansätze, die in die eigene Praxis übertragbar sind. - - - - - Als Synergieeffekt des produktiven Aus tausches gründete sich das europäische Netzwerk „ELENOR – Feminist Memory in Action“. Es entwickelte sich aus dem intensiven Miteinander und dem Be darf, feministische Gedächtnisein richtungen dauerhaft europäisch zu vernetzen. Die Akteurinnen verabschie deten ein gemeinsames Manifest, das zentrale Werte, Ziele und Perspektiven feministischer Gedächtnisarbeit im eu ropäischen Kontext formuliert. - - - - - Die angedachte Kooperation im Netz werk ELENOR geht deutlich über die Projektwoche hinaus: Bereits für 2026 sind weitere digitale Austauschformate zur Weiterbildung geplant. So konnte der i.d.a.-Dachverband mit dem Eras mus+-Projekt nicht nur einen Raum für unmittelbare Wissensweitergabe schaf fen, sondern auch den Grundstein für eine langfristige europäische Zusam menarbeit feministischer Informations einrichtungen legen. - - - - - PROJEKTDATEN Projektnummer: 2024-1-DE02-KA122-ADU-000208480 Projekttitel: #GemeinsamBewahrenWirZukunft Projektlaufzeit: 01.07.2024 - 31.08.2025 Projektträger: i.d.a.-Dachverband e.V. Kontakt: Dr. Karin Aleksander, karin.aleksander@digitales- deutsches-frauenarchiv.de Projektwebsite: https://ida-dachverband.de/ mailto:karin.aleksander@digitales-deutsches-frauenarchiv.de https://ida-dachverband.de/ 20 21 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Partnerschaften in der Erwachsenenbildung Hohe Qualität, wachsender Wettbewerb, Fokus auf Wirkung E rasmus+ ist und bleibt ein zentrales Instrument für Innovati on, Austausch und Qualitätsentwicklung in der Erwachsenen bildung. In den Jahren 2024 und 2025 zeigte sich dies deut licher denn je: Das Interesse am Programm war ungebrochen hoch, die Qualität der bewilligten Anträge insgesamt sehr stark – und der Wettbewerb um Fördermittel entsprechend intensiv. Hoher Andrang, begrenzte Mittel: Wettbewerb auf Spitzenniveau 710 Anträge für Part nerschaftsprojekte in der Erwachse nenbildung einge reicht - - - Erasmus+Erasmus+02 Insgesamt wurden 2024 und 2025 zusammen 710 Anträge für Partnerschaftsprojekte in der Erwachsenenbildung ein gereicht (2024: 406, 2025: 304). Davon entfielen 333 auf Kooperationspartnerschaften (2024: 171, 2025: 162) und 377 auf kleinere Partnerschaften (2024: 235, 2025: 142). Die Nachfrage in beiden Jahren überstieg die verfügbaren Mittel um das Fünf- bzw. Vierfache. Während 2024 noch zwei Antragsrunden durchgeführt wurden, stand 2025 – auch für die kleineren Partnerschaften – nur noch eine Runde zur Verfügung. Gleichzeitig konnten 2025 durch Mittelübertragungen aus ande ren Leitaktionen und Bildungsbereichen zusätzliche Fördermittel mobilisiert werden. Dies führte zu einer spürbaren Verbesserung der Bewilligungsquoten: 2025 wurden insgesamt 86 Partner schaften gefördert, was einer Bewilligungsquote von 28 Prozent entspricht. Besonders deutlich stieg die Quote bei den Koopera tionspartnerschaften und zwar auf 26 Prozent von 19 Prozent im Vorjahr. In den kommenden Jahren erwartet die NA beim BIBB jedoch keine weiteren Mittelübertragungen, so dass der Wettbe werb an Schärfe gewinnen wird. Inhaltlich zeichneten sich die Projekte der Jahre 2024/2025 durch eine klare Schwerpunktsetzung aus. Bei den horizontalen Prioritäten rückten neben Inklusion und Vielfalt insbesondere Teil habe und gemeinsame Werte stärker in den Fokus, während auf sektoraler Ebene weiterhin die Verbesserung der Kompetenzen von Lehrkräften sowie die Schaffung hochwertiger Lernangebote für alle Generationen dominierten. Unter der Priorität Digitaler Wandel gewannen insbesondere Projekte mit Blick auf Künstliche Intelligenz an Gewicht, während Umwelt- und Klimaschutz ein relevanter, wenn auch nachgeordneter Schwerpunkt blieb. Wirkung entscheidet: Warum gute Ideen allein nicht mehr reichen Die hohe Nachfrage ging mit einer insgesamt sehr hohen Antragsqualität einher. In beiden Projektkategorien waren Punktzahlen im Bereich „sehr gut“ notwendig, um überhaupt eine Förderchance zu haben. Gleichzeitig zeigten sich wieder kehrende Schwächen, insbesondere bei Kooperationspartner schaften. Defizite wurden vor allem in den Bereichen Relevanz und Wirkung sichtbar: Häufig fehlte eine klare Verankerung in der Erwachsenenbildung oder eine überzeugende Darstellung des konkreten Mehrwerts für den Sektor. Auch die Wirkungs logik vieler Projekte blieb unzureichend ausgearbeitet – Ziele wurden nicht konsequent vom gewünschten Ergebnis her gedacht, sondern von geplanten Aktivitäten aus beschrie ben. Die nachhaltige Nutzung von Projektergebnissen konnte dadurch oft nicht überzeugend dargestellt werden. Vor dem Hintergrund begrenzter finanzieller Mittel und globaler He rausforderungen wird gerade die Wirkung von Projekten in den kommenden Jahren noch stärker in den Fokus rücken. Ein sichtbares Zeichen für die Qualität der Arbeit in der Erwachse nenbildung waren die 36 als Good Practice ausgezeichneten Projekte im Jahr 2025. Projekte von hoher Qualität Besonders hervorzuheben sind zwei Partnerschaften, die mit dem European Innovative Teaching Award (EITA) ausgezeich net wurden (www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/ eita-award-2025-auszeichnung-fuer-innovative- projekte-in-europa). Die Europäische Kommission verleiht diesen Preis seit 2021 jährlich an herausragende Bildungs initiativen in verschiedenen Kategorien. Die Kooperations partnerschaft „SPACE – Seniors Perceive A Common Europe“ der Volkshochschule im Landkreis Cham überzeugte in der Kategorie Erwachsenenbildung mit ihrem Beitrag zur Demo kratie- und Europabildung im Alter. Die kleinere Partnerschaft „Political Education and Empowerment for Deaf Citizens“, koordiniert vom Netzwerk Gebärdensprache, Erwachsenen bildung und soziale Teilhabe e. V., erhielt den EITA in der Ka tegorie „European Language Label“ und eröffnet gehörlosen Menschen neue Zugänge zu politischer Bildung und gesell schaftlicher Teilhabe. Die Jahre 2024 und 2025 machen deutlich: Erasmus+ Erwach senenbildung steht für hohe Qualität, große Innovationskraft und wachsende Verantwortung. In einem zunehmend kom petitiven Umfeld sind klar begründete Bedarfe, eine stringente Wirkungslogik und nachhaltige Projektergebnisse entschei dender denn je. http://www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/eita-award-2025-auszeichnung-fuer-innovative-projekte-in-europa http://www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/eita-award-2025-auszeichnung-fuer-innovative-projekte-in-europa http://www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/eita-award-2025-auszeichnung-fuer-innovative-projekte-in-europa 20 21Jahresbericht 2024/2025 Good Practice Kunst als Brücke zur sozialen Integration Wenn es um die Arbeit mit marginalisierten Gruppen geht – ob Geflüchtete, Migrantinnen oder Mi granten, Menschen mit geringem Einkommen oder LGBTQ-Personen – sind die gängigen Methoden in der Erwachsenenbildung nur bedingt ge eignet. Genau hier setzt das Projekt „Unlocking Potential: A Toolbox for Social Integration“ der gemeinnüt zigen Berliner Organisation Wellbeing for Everyone an. Ergebnis ist ein An gebot, das die genannten Zielgruppen mit inklusiven, kultursensiblen und stärkenden Lernmethoden erreicht und motiviert. - - - - „Wir haben in der Praxis immer wieder festgestellt, dass es kreative und nied rigschwellige Ansätze braucht, die die Lebensrealität der Menschen berück sichtigen und ihr Zugehörigkeitsgefühl fördern“, sagt André Nouruzi-Pur, der Wellbeing for Everyone im Jahr 2023 g meinsam mit seiner Lebensgefährtin Ro xana Sillmen gegründet hat. Er ergänzt: „Der Bedarf an praktischen und anpas sungsfähigen Werkzeugen, die ohne therapeutische Ausbildung eingesetzt werden können, ist bei vielen Erwachse nenbildnern groß.“ - - e- - - - Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, eine entsprechende Toolbox bereit zustellen, wobei die Kunst als eine Art Brücke fungiert. Das liegt auch daran, dass Roxana Sillmen selbst Kunsttherapeu tin ist. „Die entscheidende Frage war, wie wir das Ganze methodisch aufbereiten, damit unsere Workshopleiterinnen und -leiter es auch verinnerlichen und einset zen können“, unterstreicht Nouruzi-Pur. Um die Frage zu beantworten, diskutier te, erprobte und verfeinerte man im Rah men einer kleineren Partnerschaft mit der spanischen Organisation Mojo de Caña kultursensible und wirksame Ansätze. Dies war für die noch junge Einrichtung ein optimaler Weg, der neben Austausch und Inspiration auch die Flexibilität bot, das eigene Vorgehen immer wieder an zupassen. - - - - - - Dabei wurden die während eines Tref fens in Spanien konzipierten Methoden von beiden Partnern in acht lokalen Pilotworkshops mit Akteurinnen und Akteuren aus der jeweiligen Community getestet. Die Erkenntnisse flossen in die weitere Arbeit ein. Ein zweites transnati onales Treffen in Berlin ermöglichte es, sie gemeinsam zu evaluieren und in ein digitales Handbuch für den Werkzeug kasten zu überführen. Dieses liegt in Eng lisch, Spanisch und Deutsch vor und kann über die Website von - - - - Wellbeing for Everyone (https://foreveryone.berlin/ eu-project/a-toolbox-for-social- integration/) abgerufen werden. Es umfasst 14 kreative und leicht anwend bare Methoden aus Kunst, Musik und Bewegung, die speziell auf die Arbeit mit marginalisierten Gruppen ausgerichtet sind. - - - - - - - - - Erasmus+ 02Erasmus+ © W el lb ei ng f or E ve ry on e gU G Intensiver Austausch mit nachhaltiger Wirkung Nouruzi-Pur schwärmt sowohl vom Ergeb nis als auch vom Verlauf der Partnerschaft: „Die Zusammenarbeit mit Mojo de Caña war unser erstes Erasmus+-Projekt. Mich beeindruckt, wie viel wir voneinander ge lernt haben, das ging manchmal weit über die Inhalte des Projekts hinaus. Gut für uns war auch, dass Mojo de Caña bereits Erfahrung mit Erasmus+ hatte. Ich kann wirklich allen nur ans Herz legen, das selbst einmal anzugehen.“ Die europäische Zusammenarbeit und die neuen Bildungsmethoden haben ei nen großen Beitrag zur Entwicklung der Organisation geleistet. Dazu noch einmal Nouruzi-Pur: „Das innovative Setup wird sehr gut angenommen und hat uns ei nen enormen Zulauf beschert. Wir sind innerhalb von 18 Monaten von Null auf über 100 Ehrenamtler/-innen gewachsen, wobei fast die Hälfte der Menschen, die ehrenamtlich bei uns tätig sind, zuvor an Workshops teilgenommen haben. Nicht wenige Teilnehmende möchten sich anschließend bei uns einbringen. Hinzu kommen aktuell insgesamt 15 Erwach senenbildnerinnen und -bildner, die die Kursangebote leiten.“ Für sie sind das Handbuch und der Werkzeugkasten zu einem Leitfaden geworden, denn sie stehen für die Art und Weise, wie Wellbeing for Everyone arbeitet und welche Werte dabei wichtig sind. Im nächsten Schritt soll nun ein Qualitätsmanagement etabliert werden, um sicherzustellen, dass die im Hand buch festgeschriebenen Werte in der Pra xis umgesetzt werden, zum Beispiel beim Onboarding neuer Mitarbeiter/-innen. Der Antrag für ein neues Erasmus+-Pro jekt ist bereits auf dem Weg. PROJEKTDATEN Projektnummer: 2023-2-DE02-KA210-ADU-000175565 Offizieller Projekttitel: Unlocking Potential: A Toolbox for Social Integration Projektlaufzeit: 01.02.2024 – 30.04.2025 Projektträger: Wellbeing for Everyone Kontakt: André Nouruzi-Pur: info@wellbeing4everyone.com Roxana Sillmen: r.sillmen@gmail.com Projektwebsite: https://foreveryone.berlin/ https://foreveryone.berlin/eu-project/a-toolbox-for-social-integration/ https://foreveryone.berlin/eu-project/a-toolbox-for-social-integration/ https://foreveryone.berlin/eu-project/a-toolbox-for-social-integration/ mailto:info@wellbeing4everyone.com mailto:r.sillmen@gmail.com https://foreveryone.berlin/ 22 23 Querschnittsthemen in Erasmus+ Erasmus+ partizipativ, inklusiv, ökologisch und digital V ier thematische Schwerpunkte durchziehen seit 2021 das Programm Erasmus+: Teilhabe am demokratischen Leben, Inklusion und Vielfalt, ökologische Nachhaltigkeit sowie digitaler Wandel. Als horizontale Prioritäten sind sie tief in der Programmstruktur verankert und sollen auf allen Ebenen und in allen Bildungsbereichen berücksichtigt werden. Au tomatisch passiert das nicht: Die strategische Themenarbeit wurde in den letzten Jahren gesamteuropäisch ausgebaut. Seit 2021 bestehen die europäische Strategie für Inklusion und Vielfalt und die darauf aufbauenden Inklusionsstrategien in den Programmländern. Für die Prioritäten Nachhaltigkeit und digitaler Wandel bieten seit Ende 2024 europäische Leit linien einen einheitlichen Arbeitsrahmen. All dies wird von themenspezialisierten SALTO Ressourcenzentren auf europä ischer Ebene zusammen mit Themenverantwortlichen in den Programmländern in die Praxis umgesetzt und weiterentwi ckelt. Welche Maßnahmen hat die NA beim BIBB dabei 2024 und 2025 umgesetzt? - - - - Demokratische Teilhabe und europäische Werte Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Entwicklungen ist die Programmpriorität „Teilhabe am demokratischen Leben, gemeinsame Werte und bürgerschaftliches Engagement“ von zunehmender Bedeutung. In allen Leitaktionen sind Projekte verpflichtet, dieses Querschnittsthema durch geeignete Lern aktivitäten zu berücksichtigen. Zugleich ist die Achtung der europäischen Werte – Achtung der Menschenwürde, Frei heit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit sowie die Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte von Minderheiten – eine grundlegende Fördervoraussetzung, de ren Einhaltung die NA beim BIBB bei Information, Beratung, Projektauswahl und Projektbegleitung systematisch aufgreift. In der thematisch ausgerichteten Leitaktion 2 adressierten knapp 20 Prozent der in den letzten beiden Jahren geför derten Projekte diese Priorität, wobei insbesondere in der Berufsbildung ein Anstieg gegenüber den Vorjahren auffällig ist. Mit dem Podcast „Den Erasmus-Virus, den gibt es!“ wur de im Frühjahr 2024 im Gespräch mit erfahrenen Projektträ gern beleuchtet, wie Erasmus+ zur Stärkung demokratischer Teilhabe beiträgt und demokratiefeindlichen Tendenzen durch Bildung, die Förderung von Auslandsaufenthalten und zivilgesellschaftlichem Engagement entgegenwirkt. Überdies beteiligte sich die NA Anfang 2025 an einem Forum der - - - - - - BIBB-Fachtagung „Demokratiebildung im Beruf – Eine Aufga be für alle Lernorte“, wo diskutiert wurde, wie Auslands aufenthalte in der Berufsbildung Demokratiekompetenzen stärken können. Im Herbst 2025 verlieh die NA beim BIBB den European Innovative Teaching Award unter dem Schwer punkt „Citizenship Education – Teilnahme am demokra tischen Leben, gemeinsame Werte und bürgerschaftliches Engagement“ an das durch die VHS im Landkreis Cham koordinierte Projekt „SPACE – Seniors Perceive A Common Europe“, das mit Seniorinnen und Senioren Aktivitäten zur Stärkung des gemeinsamen kulturellen Erbes und europä ischer Werte erarbeitet hat. Die NA beim BIBB koordiniert weiterhin das Netzwerk der EuroApprentices, die mit ihren persönlichen Auslandserfahrungen andere Auszubildende motivieren wollen und europäische Werte leben (s. S. 24). - - - - - Inklusion und Vielfalt Inklusion ist immer ein (Lern-)Prozess. Dies gilt auch für die strategische Arbeit der NA beim BIBB. Die Erfahrungen mit der Inklusionsstrategie seit 2021 wurden genutzt, um im Sommer 2024 eine angepasste, praxisorientiertere Strategie zu veröffentlichen. Mit Unterstützung des kroatischen SALTO Ressourcenzentrums für Inklusion und Vielfalt in Erasmus+ wurden konkrete Handlungsfelder identifiziert, die interes sierte und geförderte Einrichtungen sowie NA-Mitarbeitende im Umgang mit der Priorität stärken sollen. - So wurden 2024/2025 zwei Erasmus+-Inklusionsbotschaf terinnen aus der Berufs- und Erwachsenenbildungspraxis gewonnen und geschult. Über eigene praxisnahe Netzwerke sollen neue Einrichtungen mit Zugang zu Personen mit geringeren Chancen ermutigt werden, das vielfältige För der- und Bildungsangebot von Erasmus+ zu nutzen. Bereits aktive Organisationen wurden bei den Belegen entlastet: Seit 2025 steht eine einfachere Vorlage zum Nachweis der Inklusionspauschale für Einrichtungen zur Verfügung. Damit NA und Erasmus+-Projektträger weiterhin voneinander lernen und ihre jeweiligen Angebote verbessern können, wurde in verschiedenen Veranstaltungen wie den NA-Jahrestagungen oder einem Online-Mittagsgespräch zum Inklusionsnachweis informiert oder bei Workshops und Vernetzungstreffen der NA sowie von Dritten über die Förderpriorität berichtet und Austausch gefördert. Interessierte NA-Mitarbeitende konnten sich mit den Themen Vielfalt (dank Diversitätsteam im BIBB), Barrierefreiheit und Leichte Sprache auseinandersetzen. - - Die Zahl der bewilligten Teilnehmenden mit geringeren Chan cen bei Auslandsaufenthalten und die thematische Arbeit mit Inklusion und Vielfalt in den Partnerschaftsprojekten ist 2024 und 2025 sowohl in der Berufs- als auch in der Erwachse nenbildung gestiegen. - - Erasmus+Erasmus+02 22 23Jahresbericht 2024/2025 Erasmus+ 02Erasmus+ Green Erasmus Klimapolitische Herausforderungen stehen weltweit unter Druck. Dies zeigt sich auch in Erasmus+: Während der Anteil geförderter Kooperationspartnerschaften in der Berufs- und Erwachsenenbildung zur Priorität „Umwelt und Bekämpfung des Klimawandels“ in den Vorjahren anstieg und 2024 mit 30 Prozent einen Höchststand erreichte, sank er 2025 auf 26 Prozent. Zwei zentrale Maßnahmen wirken diesem Trend entgegen: Die Ende 2024 veröffentlichten Leitlinien „Strategie für ökologischen Wandel und nachhaltige Entwicklung“ der EU-Kommission geben konkrete Hinweise, wie Erasmus+ aktiv zur grünen Transformation Europas beitragen kann. Zu dem berät die NA beim BIBB Projektträger zur ökologischen Kompetenzentwicklung in der Bildung. Sie organisierte Workshops zur Nachhaltigkeit, ein Höhepunkt war die trans nationale TCA in Lüneburg (s. S. 25). Die Themenseite Green Erasmus auf der NA-Website veranschaulicht die Vielfalt mit Projektsteckbriefen in fünf Clustern, die von innovativer Nachhaltigkeitsvermittlung bis hin zur nachhaltigen Wirt schaft reichen. Auch stehen praxisnahe Materialien bereit wie „10 Gründe für Green Erasmus“, Filme oder FAQs zu Green Travel. Gut 25.000 Auslandsaufenthalte wurden in der Berufs- und Erwachsenenbildung 2024 und 2025 mit Green Travel durchgeführt und damit die finanziellen Anreize für nachhaltigeres Reisen in knapp 28 Prozent aller Mobilitäten genutzt. - - - Intern verfolgt die NA beim BIBB einen ökologischen Ansatz: Sie ist unter dem BIBB-Dach EMAS-zertifiziert, verzichtet auf europäischen Vernetzungstreffen auf Giveaways und erhebt die CO₂-Bilanz von Dienstreisen. Sie bietet Sensibilisie rungsmaßnahmen für Beschäftigte an, etwa das interaktive Klimapuzzle. Gemeinsam mit SALTO Green wurden zudem Indikatoren entwickelt, um Wirkungen auf Projekt- und Or ganisationsebene messbar zu machen und so den Transfer vom Wissen ins Handeln zu stärken. - - Digitaler Wandel Auf europäischer Ebene hat sich im Bereich Digitalisierung viel getan: Die europäischen Leitlinien geben Orientierung bei der Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie, so dass die NA beim BIBB derzeit an eigenen Leitlinien arbeitet. Das SALTO Digital Resource Centre hat sich etabliert und unter stützt die digitale Priorität in Erasmus+: Es trägt zur Vernet zung der Nationalen Agenturen bei und stellt Materialien für Projekte bereit – wie einen OnePager zum DigComp 3.0, der neuen Version des europäischen Kompetenzrahmens. - - Für die NA beim BIBB steht die Unterstützung der Antrag stellenden und Projekte im Fokus. Zur klareren Einordnung enthält die Themenseite zur digitalen Bildung ein Schaubild zu Dimensionen von Digitalisierung (digitale Kompetenzen von Lernenden und Bildungspersonal, digitale Tools und Technologien, digitale Transformation von Einrichtungen, Gesellschaftliche Auswirkungen von Digitalisierung) sowie Beispiele guter Praxis. Die laufenden Digitalisierungsprojekte wurden insbesondere durch eigene Foren bei den Jahresta gungen der NA beim BIBB und ein thematisches Monitoring in der Berufsbildung unterstützt, wo sich Projekte vorstellen und vernetzen konnten. - - Journal vom Dezember 2025 zum Teilthema Künstliche Intelligenz in der Querschnittspriorität digitaler Wandel. Frühere Hefte hatten je ein Querschnitts thema als Schwerpunkt. Die Antrags- und Förderzahlen von 2024 und 2025 bei den Partnerschaften zeigen, dass das Thema Digitalisierung nach wie vor hoch im Kurs steht. So wurde in der Erwachsenenbil dung etwa ein Viertel der Projekte zur Priorität digitaler Wan del beantragt und bewilligt; in der Berufsbildung lag die Zahl mit über einem Drittel sogar noch höher. Auch bei den Mobili tätsprojekten nahm die Zahl der Projekte zu digitalen Themen spürbar zu. Insbesondere Künstliche Intelligenz ist in den Pro jekten angekommen, entweder direkt als Thema oder indirekt in Form von Tools zur Durchführung. Das neueste Journal der NA beim BIBB zum Schwerpunkt KI vertieft dieses Thema. - - - - Vier Seiten einer Medaille Die horizontalen Prioritäten in Erasmus+ greifen mit de mokratischer Partizipation, Inklusion, ökologischem und digitalem Wandel vitale Gegenwartsthemen auf. Die EU-Kommission unterstreicht die Bedeutung der Themen in den Durchführungsleitlinien zur Inklusion, Nachhaltigkeit sowie Digitalisierung und arbeitet aktuell an Leitlinien für die demokratische Partizipation. Alle vier Themen sind gesell schaftspolitisch relevant und gleichzeitig kontrovers. Interna tionale Bildungsarbeit schafft Räume, um diese Kontroversen zu diskutieren und an gemeinsamen Lösungen zu arbeiten. Oft geschieht diese Arbeit nicht singulär für eine horizontale Priorität, sondern die Prioritäten greifen organisch ineinan der: Inklusive Ansätze zeigen zum Teil auf, dass nicht jeder Auslandsaufenthalt mit Green Travel machbar ist, partizipa tive Angebote erarbeiten Bildungsmaterialien für ökologische Fragestellungen und digitale Räume bieten emissionsärmere Begegnungen an. Diese Interaktion der horizontalen Prioritä ten gilt es in Zukunft stärker in den Fokus zu rücken. - - - - - - - www.na-bibb.de/aus-der-praxis/themen www.na-bibb.de/publikationen Leitfaden zu den horizontalen Prioritäten "Unlock the Power of Priorities" www.na-bibb.de/publikationen SALTO Ressourcenzentren: www.salto-youth.net/rc/participation/ https://saltoinclusion.eu/ https://saltogreen.eu/en/ https://www.oph.fi/en/european-salto-digital- resource-centre http://www.na-bibb.de/aus-der-praxis/themen http://www.na-bibb.de/publikationen http://www.na-bibb.de/publikationen http://www.salto-youth.net/rc/participation/ https://saltoinclusion.eu/ https://saltogreen.eu/en/ https://www.oph.fi/en/european-salto-digital-resource-centre 24 25 EuroApprentices Engagement für Auslandsaufenthalte und europäische Werte E uroApprentices berichten von ihren eigenen Auslandserfah rungen während der Ausbildung mit Erasmus+ u.a. durch Vorträge in Berufsschulen, auf Social-Media-Kanälen und in ihrem eigenen Podcast. Sie sind zentraler Bestandteil ei ner europäischen Initiative, der mittlerweile zwölf Länder und über 300 EuroApprentices europaweit angehören. Das europäische Netzwerk wird von der NA beim BIBB koor diniert (www.euroapprentices.eu). Durch regelmäßige Netzwerktreffen entsteht so eine länderübergreifende Zu sammenarbeit von ehemaligen Erasmus+-Stipendiatinnen und -Stipendiaten, die die europäischen Werte vertreten und zivilgesellschaftliches Engagement beweisen. Den Spirit der EuroApprentices zeigt ein Film, den die NA beim BIBB 2024 produziert hat (https://youtu.be/mNDvLjEQjBY9). - - - - Die NA beim BIBB hat in den letzten beiden Jahren 17 neue Botschafterinnen und Botschafter ausgebildet. Das nationale Netzwerk besteht aktuell aus 43 EuroApprentices, die sich auf 13 Bundesländer aufteilen und zwischen 20 und 37 Jah ren alt sind. - Netzwerktreffen in den Jahren 2024 und 2025 Um die EuroApprentices in ihren Kompetenzen und Fähig keiten zu stärken, organisieren die NA beim BIBB und die anderen beteiligten Nationalen Agenturen jährlich nationale und internationale Netzwerktreffen. In den Jahren 2024 und 2025 fanden die nationalen Treffen in Magdeburg und Hei delberg statt. Während dieser Veranstaltungen wurden die EuroApprentices zu den Themen „Die EU, das Europäische Parlament und warum demokratisches Engagement so wich tig ist“ und „Stimme und Sprechen“ geschult, haben gemein sam vor Ort Erasmus+ in der Berufsbildung sichtbar gemacht und die Zusammenarbeit untereinander gestärkt. - - - - „Bei den EuroApprentices mache ich mit, weil ich einerseits Europa und andererseits Auslandsaufenthalte in der Be rufsausbildung greifbar machen möchte. Denn Austausch ermöglicht neue Perspektiven, sowohl fachlich, sprachlich, sozial als auch persönlich, und stärkt diese Kompetenzen. Die nationalen Treffen sind dabei der Ort, an dem aus uns und unseren Einzelgeschichten ein starkes Netzwerk wird“, beschreibt der EuroApprentice Philip seine Motivation für das Ehrenamt und den Mehrwert der Netzwerktreffen. - Neben den nationalen Netzwerktreffen gehören die jähr- lichen europäischen Netzwerktreffen, die 2024 von Finnland und 2025 von Rumänien ausgerichtet wurden und an denen jeweils mehr als 60 Botschafterinnen und Botschafter aus zwölf Ländern teilnahmen, zu den Highlights. EuroApprentices-Aktivitäten national 2024 und 2025 haben die EuroApprentices deutschlandweit an verschiedenen Orten und auf verschiedenen Kanälen über ihre Auslandserfahrungen mit Erasmus+ in der Berufsbildung berichtet: bei Vorträgen an Berufsschulen, in Unternehmen oder anderen Organisationen, z.B. im Rahmen des Diskurs raums „Auslandsaufenthalte als Ort für Demokratiebildung“ auf dem BIBB-Kongress und bei den Europaforen des Euro päischen Jugendparlaments. Besonders hervorzuheben ist der eigene Podcast „Erasmus+ Stories - Auslandserfahrungen während der Ausbildung“, den die EuroApprentices im Ok tober 2024 lanciert haben und der inzwischen 15 Folgen umfasst. - - - EuroApprentices-Aktivitäten international International haben die EuroApprentices den Auslandsauf enthalten in der Berufsbildung eine Stimme gegeben und ihren Bildungssektor auf verschiedenen Veranstaltungen vertreten, Workshops geleitet und auf dem Podium gespro chen, z.B. bei der Veranstaltung „Meet the Champions of Excellence“ der Europäischen Kommission. Auch eine Podi umsdiskussion auf dem lokalen European Youth Event in Ber lin haben sie moderiert und ihr Netzwerk auf internationalen Seminaren des P.E.A.C.E.-Netzwerks in Lissabon, Rom, Sevilla und Wien vorgestellt. Zudem haben 2024 zehn EuroAppren tices am Erasmus Generation Meeting in Sevilla und 2025 am European Youth Event in Straßburg teilgenommen. - - - - - Neue Aktivität seit 2025 Vom 26. bis 28. Oktober 2025 fand das „In Pursuit of De mocracy“-Event in Brüssel statt. 28 EuroApprentices aus ganz Europa kamen zusammen, um ihr Wissen über die Europä ische Union zu vertiefen, über demokratische Prozesse und Institutionen zu diskutieren und sich kritisch mit Themen wie Desinformation und Medienkompetenz auseinanderzusetzen. Zukünftig können jährlich zwei bis drei EuroApprentices pro Land diese Möglichkeit nutzen. - - Erasmus+Erasmus+02 www.na-bibb.de/euroapprentices http://www.na-bibb.de/euroapprentices http://www.euroapprentices.eu https://youtu.be/mNDvLjEQjBY9 24 25Jahresbericht 2024/2025 Training and Cooperation Activities Förderung der internationalen Vernetzung, Stärkung der Prioritäten Die Training and Cooperation Activities (TCA) bieten Eras mus+-Projektträgern wertvolle Plattformen für die transnatio nale Zusammenarbeit. Während Kontaktseminare gezielt bei der Suche nach Projektpartnern und der Ideenfindung unterstützen, fördern thematische Workshops den Austausch von Best Prac tices und Wissen. Das Spektrum reicht von den vier EU-Prio ritäten bis hin zu praktischen Tipps für Akkreditierungen und Konsortien. - - - - Strategische und langfristige Kooperation: Die Long-Term Activities (LTA) In der Programmgeneration 2021-2027 ergänzen die Long- Term Activities (LTA) den Bereich der Training and Cooperation Activities. Dieses Format ermöglicht eine nachhaltigere und stra tegische Planung zu spezifischen Schwerpunktthemen. Die NA beim BIBB koordiniert seit 2022 drei zentrale LTAs: - LTA „Research-based Impact Analysis of Erasmus+ Adult Education Programmes (RIA-AE)“: Ein transnatio nales Forschungsnetzwerk, das die Wirkung von Mobilitäts und Kooperationsprojekten in der Erwachsenenbildung auf die organisationalen, personalen und systemischen Ebenen evaluiert. - - LTA „Sustainability and Greening“: Die Zusammenar beit zwischen NAs zur Programmpriorität „Green Erasmus“ bündelt Initiativen für die Umsetzung ökologischer Nach haltigkeit in der Projekt- und Programmgestaltung im Eras mus+-Programm und der Gesellschaft. - - - LTA „EuroApprentices“: Dieses Netzwerk stärkt die Par tizipation von Auszubildenden am europäischen Austausch und fördert gemeinsame Werte durch das Engagement ehe maliger Teilnehmender als Botschafter/-innen (s. S. 24). - - Strategische Zusammenarbeit und Wirkung (TCAs) Die Jahre 2024 und 2025 standen im Zeichen des intensiven europäischen Austauschs zu den Schwerpunktthemen Inklusion und Teilhabe, Nachhaltigkeit sowie der Wirkungsmessung des Programms Erasmus+. Durch TCAs sowie fundierte Begleitfor schung wurden zentrale Weichen für eine inklusivere und grü nere Zukunft der Bildung gestellt. - - Den Auftakt bildete die TCA „OPTIM AL 3: How to involve Learners in KA1 projects“, die vom 27. bis 29. Mai 2024 in Ber gisch Gladbach stattfand (www.na-bibb.de/aktuelles/detail/ - news/optim-al3-how-to-involve-learners-in-ka1-projects). 60 Teilnehmende aus 20 Ländern erarbeiteten gemeinsam Wege, um Lernenden in der Erwachsenenbildung – insbesonde re im Bereich der inklusiven Mobilität – den Zugang zu Aus landsaufenthalten zu erleichtern. Die Veranstaltung verdeutlich te, wie Erasmus+ Barrieren abbauen und Teilhabe fördern kann. - - - An die Schwerpunkte Inklusion und Partizipation schloss im Fol gejahr das Thema Nachhaltigkeit an. Vom 21. bis 23. Mai 2025 trafen sich 70 Akteure der Berufs- und Erwachsenenbildung in Lüneburg zur TCA „Green Erasmus – A contribution to Europe’s green transition?!“ - (www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/ tca-green-erasmus-a-contribution-to-europes-green- transition). Vertreterinnen und Vertreter aus 18 Ländern tauschten sich zur Priorität aus. Die Konferenz machte das en orme Potenzial von Erasmus+ als Motor für den grünen Wandel deutlich. Neben der strategischen Ausrichtung in den Leitakti onen 1 (Mobilität) und 2 (Partnerschaften) standen innovative Projektideen und die Frage im Zentrum, wie Bildung aktiv zur ökologischen Transformation Europas beitragen kann. - - Im Bereich der Programmforschung wurden 2024 die ersten Ergebnisse des Forschungsnetzwerks „Research-based Impact Analysis of Erasmus+ Adult Education Programmes (RIA-AE)“ veröffentlicht. Diese transnationale Studie kombiniert Doku mentenanalysen, Befragungen und Fallstudien, um die Effekte des Programms in der Erwachsenenbildung fundiert zu belegen. - Die Berichte untersuchen die Auswirkungen von Lernmobili täten und Kooperationen entlang der vier EU-Prioritäten: Inklu sion, Nachhaltigkeit, digitale Transformation und demokratische Teilhabe. Während die erste Erhebungsrunde (2023) bereits wertvolle Impulse für die Programmentwicklung lieferte, wer den Folgeerhebungen in den Jahren 2025 und 2027 weitere bedeutende Einsichten in die Wirkweise des Programms liefern. Zentrale Erkenntnisse des ersten transnationalen Berichts un terstreichen die Relevanz des Programms: So gaben 44 Prozent der befragten Einrichtungen an, dass die entsprechenden Ak tivitäten ohne die Förderung durch Erasmus+ nicht realisiert worden wären. Die hohe Zufriedenheit spiegelt sich zudem in der Zukunftsplanung wider: 89 Prozent der Institutionen be absichtigen eine erneute Antragstellung, während 94 Prozent bestätigten, dass die Teilnahme das Bewusstsein für den Mehr wert von internationalen Projekten innerhalb der Organisation nachhaltig gestärkt hat. - - - - - - - Erasmus+ 02Erasmus+ www.na-bibb.de/aus-der-praxis/vernetzungstreffen Nationale und transnationale Berichte des RIA-AE-Netzwerks: www.ria-ae.eu http://www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/optim-al3-how-to-involve-learners-in-ka1-projects http://www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/optim-al3-how-to-involve-learners-in-ka1-projects http://www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/tca-green-erasmus-a-contribution-to-europes-green-transition http://www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/tca-green-erasmus-a-contribution-to-europes-green-transition http://www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/tca-green-erasmus-a-contribution-to-europes-green-transition http://www.na-bibb.de/aus-der-praxis/vernetzungstreffen http://www.ria-ae.eu 26 27 03_ Europäische und internationale Bildungszusammen arbeit - Neben Erasmus+ sind in der NA beim BIBB weitere Pro gramme bzw. Projekte ange siedelt. Diese unterstützen die grenzüberschreitende Lernmobilität und Zusam menarbeit im Bereich der Berufs- und Erwachsenenbil dung. Das Portfolio umfasst Förderleistungen, Service- und Informations- sowie Plattform-Angebote. - - - - Europäische und internationale Bildungszusammenarbeit © V ER TE X S PA C E/ A do be St oc k. co m 26 27Jahresbericht 2024/2025 © B lu eb er ry Europäische und internationale Bildungszusammenarbeit 03NA-Projekte in Zahlen Wachstumstrend bei weltweiten Lernaufenthalten hält an Jahr Azubis | Bildungspersonal & Ausbilder/-innen 2018 232 112 2019 462 148 2020 316 51 2021 172 52 2022 434 74 2023 536 61 2024 639 75 2025 641 101 Bewilligte Auslandsaufenthalte Deutschland Auszubildendenaufenthalte nach Berufsbereich 2024 und 2025 Gewerblich 30,0% Kaufmännisch 22,0% Information, Kommunikation, Medien 11,6% Gesundheit, Pflege 11,0% Handwerk 7,0% Labor 5,3% Erziehung und Soziales 4,7% Land- und Forstwirtschaft 3,6% Gastronomie, Tourismus 2,3% Andere 2,5% Registrierte EPALE-Nutzer/-innen 2015 187 2025 5.898 Europass Mobilitätsnachweise (nat. Datenbank) 2024 56.876 2025 45.828 Durchgeführte Fachveranstaltungen in 2024/2025 5 Fachveranstaltungen 900 Teilnehmende aus DE und Europa Top-Zielländer AWW 2024/2025 1. USA 2. China 3. Vereinigtes Königreich 28 29 Europäische und internationale BildungszusammenarbeitEuropäische und internationale Bildungszusammenarbeit03 AusbildungWeltweit und Projekt „Stärkung der Auslandsmobilität“ Beratung, Vernetzung und weltweite Mobilität gestärkt D as Programm AusbildungWeltweit fördert weltweite Aus landsaufenthalte im Rahmen der Berufsausbildung und wird von der NA beim BIBB im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) umgesetzt. Das nationale Mobilitätsprogramm ergänzt das europäische Bildungsprogramm Erasmus+ bedarfsgerecht und flexibel. - AusbildungWeltweit zeichnet sich durch Wirtschaftsnähe und einen niedrigschwelligen Zugang ohne Akkreditierungs verfahren aus. Ein eigenes digitales Förderportal ermöglicht beruflichen Schulen, KMU und anderen Einrichtungen der Berufsbildung eine komfortable Antragstellung und die rechtssichere Bewirtschaftung der bereitgestellten Förder mittel. Die Nutzerfreundlichkeit wurde in den Jahren 2024 und 2025 weiter verbessert. Im Laufe des Jahres 2024 wurde ein interaktives Online-Beratungsformat entwickelt, welches interessierten Einrichtungen an jedem ersten Mittwoch eines Monats zur Verfügung steht. - - Seit der Pilotierung von AusbildungWeltweit im Jahr 2017 wurden mehr als 4.200 Auslandsaufenthalte in über 60 Ländern auf allen Kontinenten bewilligt (in den Jahren 2024/2025 insgesamt 1.460). Die USA, China, das Vereinig te Königreich, Kanada, die Schweiz, Südafrika, Australien, Mexiko, Tansania und Indien gehören zu den wichtigsten Zielregionen. Etwa 80 Prozent der geförderten Auszubil denden befinden sich in einer dualen Berufsausbildung. Ge werblich-technische Berufe, kaufmännische Bildungsgänge, IT-Berufe, Berufe im Handwerk, aber auch Gesundheits- und Erziehungsberufe sind deutlich beteiligt. Da bei Ausbildung Weltweit etwa 60 Prozent der Anträge von Unternehmen kommen, sind viele Projekte auf die Personalentwicklung bzw. den Erwerb internationaler Berufskompetenzen ausge richtet. - - - - - Neues Projekt „Stärkung der Auslandsmobilität“ Im Mai 2024 war der Auftakt für das dreijährige Projekt „Stärkung der Auslandsmobilität“, welches die NA beim BIBB im Auftrag des BMBFSFJ umsetzt. Die NA baut damit ihre Unterstützungsangebote zur Realisierung von Auslands aufenthalten in der Berufsbildung aus und erweitert ihre Wissensbasis zu nationalen und internationalen Rahmen - - bedingungen der Lernmobilität. Über die Mitwirkung in Arbeitskreisen und durch Moderation von Dialogformaten stärkt das Projekt Expertise, fachlichen Austausch, Zusam menarbeit zwischen Unterstützungsstrukturen und Informati onsverbreitung im Praxisfeld. - - Im Rahmen des Projektauftrags werden gemeinsam mit den Akteuren in der Berufsbildung mögliche neue Dienstleistun gen zur Stärkung der Ausbildungsmobilität hinsichtlich Machbarkeit und Anforderungen aus der Praxis untersucht und Umsetzungsempfehlungen abgeleitet. Betrachtet wurde bislang eine Beratungsdienstleistung zu rechtlich-administra tiven Fragen. - - Das Projekt beinhaltet zudem die Weiterentwicklung der In formations- und Vernetzungsangebote des „Beratungsservice für Auslandsaufenthalte in der Ausbildung“ der NA beim BIBB. So wurde im Januar 2024 die dreiteilige Videoreihe „Gute Gründe für Auslandsaufenthalte in der Ausbildung“ auf dem Serviceportal Auslandsberatung-Ausbildung.de für die Zielgruppe der Ausbildungsverantwortlichen veröffentlicht sowie im Rahmen einer Fokuswoche auf dem LinkedIn-Kanal des BIBB geteilt. Die Website www.MeinAuslandspraktikum.de für Auszubildende erhielt im Dezember 2025 einen neuen Look und inhaltliche Verbesserungen, ausgerichtet an den Bedarfen der Zielgruppe. Integriert auf beiden Service-Portalen ist der Stipendienfinder mit allen für Auslandsaufenthalte in der Be rufsbildung relevanten Förderprogrammen. - - Im Projektrahmen wird auch die neue Mobilitätsstudie „Aus landsaufenthalte in der Berufsausbildung 2026“ der NA beim BIBB umgesetzt, um aktuelle Zahlen zur Auslandsmobilität in der beruflichen Erstausbildung zu ermitteln. Ein weiteres An liegen ist es, vertiefte Einblicke in die Einflussfaktoren bei der Durchführung von Auslandsaufenthalten zu gewinnen, um Rahmenbedingungen von internationaler Mobilität weiter verbessern und die Ansprache der Zielgruppen passgenauer gestalten zu können. Gleichzeitig sollen damit die Grundla gen für eine evidenzbasierte Politikberatung verbessert wer den. Die Veröffentlichung ist für das Jahr 2027 vorgesehen. - - - - www.ausbildung-weltweit.de Für Azubis: www.MeinAuslandspraktikum.de Für Ausbildungsverantwortliche: www.Auslandsberatung-Ausbildung.de http://www.MeinAuslandspraktikum.de http://www.ausbildung-weltweit.de http://www.MeinAuslandspraktikum.de http://www.Auslandsberatung-Ausbildung.de https://Auslandsberatung-Ausbildung.de 28 29Jahresbericht 2024/2025 Nationales Europass Center 20 Jahre Europass – mehr als ein Transparenzinstrument E uropass hat sich von fünf standardisierten Dokumenten im Jahr 2005 zu einer Online-Plattform mit derzeit 9,6 Millionen Pro filen entwickelt und damit den Sprung in das digitale Zeitalter mühelos gemeistert. Das Europass-Portal bündelt inzwischen zahlreiche Funktionen, Services und Dokumente rund um das Thema Lernen und Arbeiten in Europa. Damit ist Europass ein wichtiger Baustein der aktuellen Europäischen Kompetenzagen da und trägt zu den Zielen der Europäischen Digitalen Dekade und dem Europäischen Bildungsraum bei. Auch im Kontext der Union der Kompetenzen und der angekündigten „Initiative zur Übertragbarkeit von Kompetenzen“ spielt Europass als Tool für mehr Transparenz und Vergleichbarkeit von Kompetenzen und Qualifikationen eine wichtige Rolle. Das Nationale Europass Center (NEC) begleitet die Weiterentwicklung von Europass in enger Kooperation mit der EU-Kommission und informiert und berät die deutsche Öffentlichkeit bei der Nutzung. - - 2024 und 2025 präsentierte das NEC den Europass und seine Tools auf insgesamt 30 Veranstaltungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und auf sechs Messen. Unter anderem informierte das NEC innerhalb der Erasmus+-Community zahl reiche Projektträger, die Erasmus+-Beratenden und das Natio nale VET-Team über Mehrwert und Weiterentwicklungen aller Bestandteile von Europass. Im Kontext grenzüberschreitender Arbeitsvermittlung schulte das NEC die (angehenden) EURES- Beraterinnen und -Berater in Deutschland und als allgemeine Multiplikatoren am Übergang Schule-Beruf auch Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen. - - Schulen im Fokus 2024 veröffentlichte das NEC Unterrichtsmaterialien zum Euro pass. Diese stellen die wichtigsten Funktionen des Europass-Por tals für die Bewerbung vor: Lebenslauf- und Anschreiben-Editor, den Test zur Selbsteinschätzung digitaler Kompetenzen und das Europass-Profil. Die Materialien sind modular aufgebaut und bieten Anknüpfungspunkte zu den Bildungsplänen in der Berufsorientierung, der Berufsfelderkundung, beim Bewer bungstraining, aber auch in den Fächern Deutsch und Rhetorik, Politik, Gesellschaftslehre sowie in den Fremdsprachen. Sie be stehen aus einer Handreichung für Lehrkräfte sowie aus Arbeits blättern und interaktiven Übungen. Weitere Materialien wie Videos und Leitfäden runden das Angebot des NEC ab. 2025 wurden die Arbeitsblätter und interaktiven Übungen zudem auf Englisch, Französisch und Spanisch übersetzt. - - - - - - - - - - Europäische und internationale Bildungszusammenarbeit 03 Jubiläumsbroschüre 20 Jahre Europass Modernisierung des Europass Mobilitätsnachweises Neben dem Europass-Portal gibt es weiterhin den Europass Mobilitätsnachweis als wichtiges Dokument zur Beschreibung von Lernerfahrungen aus dem Ausland. Im Jahr 2024 hat die EU-Kommission im Rahmen einer Projektgruppe, an der auch das Nationale Europass Center und die NA beim BIBB teilnah men, die Vorlage für dieses Dokument überarbeitet. Ziel der Re form war es vor allem, die Erasmus+ Lernvereinbarung und den Europass Mobilitätsnachweis stärker miteinander in Einklang zu bringen. Gleichzeitig sollte der Europass Mobilitätsnachweis kürzer und mit weniger Daten versehen werden, um attraktiver zu werden als Dokument im Bewerbungsprozess. Die neue Dokumentenvorlage bietet als „Masterdokument“ jetzt alle Felder sowohl für die Lernvereinbarung vor der Mo bilität als auch für die Dokumentation nach der Mobilität. Dies vereinfacht auch den Workflow im Projektzyklus. Gleichzeitig wurde ab 2024 die Erstellung beider Dokumente ins Beneficiary Module (europäische IT-Plattform für Erasmus+-Projektträger) integriert, was für Erasmus+-Projekte eine Erleichterung ist. Das Nationale Europass Center führt seine eigene nationale Datenbank zur Beantragung und Erstellung der Europass Mobi litätsnachweise trotzdem weiter, da die Datenbank derzeit noch viele praktische Funktionalitäten aufweist und zuverlässiger läuft als das Beneficiary Module. Zudem soll der Europass Mobilität auch weiterhin für Projekte außerhalb von Erasmus+ und für weltweite Auslandsaufenthalte zur Verfügung stehen. 20 Jahre Europass 2025 feierte Europass sein 20-jähriges Jubiläum. Das NEC würdigte dieses mit einer Fachtagung am 20.03.2025 in Bonn. Über 100 Teilnehmende kamen zusammen, um die Entwick lung, Erfolge und zukünftigen Herausforderungen von Europass zu reflektieren und zu diskutieren. Zudem erstellte das NEC eine Jubiläumsbroschüre mit Beispielen, Würdigungen und einem Überblick über die Historie von Europass. www.europass-info.de https://europass.europa.eu/de http://www.europass-info.de https://europass.europa.eu/de 30 31 Europäische und internationale BildungszusammenarbeitEuropäische und internationale Bildungszusammenarbeit03 Nationale Koordinierungsstelle EPALE Angebote und Materialien orientieren sich an Quartalsthemen I n den Jahren 2024 und 2025 baute EPALE seine Reichweite und Sichtbarkeit weiter aus. Bis Ende 2025 nutzten euro paweit über 170.000 registrierte Nutzerinnen und Nutzer aus der Erwachsenen- und Weiterbildung die Austausch-, Informations- und Vernetzungsangebote der Plattform. Sie ist damit zehn Jahre nach ihrer Einrichtung die größte Online-Community der Erwachsenenbildung in Europa. Die Nationale Koordinierungsstelle EPALE Deutschland setzte gezielte inhaltliche Schwerpunkte und unterstützte die Wei terentwicklung der Community durch thematische Beiträge und Veranstaltungen. - - Nationale Themenschwerpunkte EPALE Deutschland setzte auch 2024 und 2025 quartalswei se wechselnde Themenschwerpunkte. Im Jahr 2024 standen Zukunftskompetenzen für eine sich wandelnde Welt, politi sche Bildung und demokratische Teilhabe, Sport als Lernort sowie die nachhaltige Gestaltung von Organisationen im Fokus. Im Jahr 2025 rückten Bildungsangebote im Justizvoll zug, die Verbindung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Rahmen der Twin Transition, Fragen von Identität, Vielfalt und sozialem Zusammenhalt sowie die Qualität von Lehre und Lernen in der Erwachsenenbildung in den Mittelpunkt. - - - Ein besonderer Transfererfolg der EPALE-Themenwoche „Erwachsenenbildung im Justizvollzug“ war die Gründung eines Forschungsnetzwerks zur Bildung im Justizvollzug. Im Rahmen der Themenwoche fand eine Online-Podiumsdis kussion statt mit Expertinnen und Experten aus Praxis und Wissenschaft, die im Nachgang das Forschungsnetzwerk ins Leben riefen. Das Netzwerk fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit auf nationaler und europäischer Ebene, unterstützt den Austausch von Best-Practice-Beispielen und zielt auf die Entwicklung praxisrelevanter Empfehlungen auf Basis aktueller Forschung. Damit stärkt es die weitere fachli che Auseinandersetzung und systematische Vernetzung von Forschung und Praxis in diesem bislang wenig sichtbaren Bildungsbereich. - - Erasmus+-Projekte mit Bezug zur Bildung im Justizvollzug sind ausdrücklich eingeladen, sich in das Netzwerk einzubrin gen, ihre Erfahrungen zu teilen und an gemeinsamen euro päischen Veranstaltungen mitzuwirken. - - Passend zu den nationalen Fokusthemen führte EPALE Deutsch land sechs Akademien mit renommierten Referentinnen und Referenten, zwei nationale Themenwochen sowie die europä ischen Themenwochen „Innovative Lernorte in der Grundbil dung“ (2025) und „Erwachsenenbildung und nachhaltige Ent wicklung“ (2024) durch. Die Formate dienten dem fachlichen Austausch, der Vernetzung und der Vertiefung aktueller Ent wicklungsthemen der Erwachsenenbildung. Begleitend zu den Themenschwerpunkten wurden die „EPALE Ressourcen Kits“ veröffentlicht. Diese bündeln ausgewählte Beiträge, Materialien und Praxisbeispiele zu den jeweiligen Themenschwerpunkten und unterstützen den Transfer in die Praxis. - - - - - Multimediale Formate Das multimediale Angebot wurde 2024 und 2025 weiter ausgebaut. Mit dem Podcast „EPALE insights“ erschienen mehrere Staffeln zu zentralen Themen der Erwachsenen bildung, wie „Generation Z“, „Organisationsentwicklung“, „Werte und Identität“ sowie „Qualität in der Lehre“. Ergän zend wurden Videomagazine zu den Themenschwerpunkten veröffentlicht, darunter Future Skills und Demokratie, Lernort Sport, Twin Transition, Identität und Werte sowie Qualität in der Lehre. Die multimedialen Formate dienten der inhalt lichen Aufbereitung der Themenschwerpunkte für unter schiedliche Zielgruppen in der Erwachsenenbildung. - - - - EPALE-Botschafterinnen und -Botschafter Das Netzwerk der EPALE-Botschafterinnen und -Botschafter wurde weiter ausgebaut. Diese brachten praxisnahe Perspek tiven in die Plattform ein und unterstützten den fachlichen Austausch auf europäischer Ebene. 2025 wurden im Rahmen der Kampagne „Stimmen aus der Praxis“ die Botschafterin nen und Botschafter des Netzwerks vorgestellt. - - Ein Höhepunkt für vier ausgewählte Botschafter/-innen war die Teilnahme am Ambassador-Event in Athen im November 2025. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus ganz Europa haben sie dort die zukünftigen Entwicklungs linien der Erwachsenenbildung sowie Perspektiven für die Weiterentwicklung von EPALE bis 2035 diskutiert. - Deutschland https://epale.ec.europa.eu/de https://epale.ec.europa.eu/de/blog/epale- deutschland-fokusthemen-2026 https://shortlink.uk/1rFtA (Strafvollzug) https://epale.ec.europa.eu/de https://epale.ec.europa.eu/de/blog/epale-deutschland-fokusthemen-2026 https://shortlink.uk/1rFtA 30 31Jahresbericht 2024/2025 Europ. Agenda Erwachsenenbildung Förderung der Bildung im Erwachsenenalter durch europ. Zusammenarbeit D ie Nationale Koordinierungsstelle für die Europäische Agenda Erwachsenenbildung in Deutschland (NKS) ist seit 2012 Teil der NA beim BIBB. Ihre Aufgabe ist es, die Agenda für Erwachse nenbildung im Auftrag der EU-Kommission und des Bundesmi nisteriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) umzusetzen und die Erwachsenenbildung sowie die berufliche Weiterbildung in Deutschland und Europa zu fördern. - - Die NKS informiert über Inhalte und Ziele der Agenda und bringt europäische Anliegen in den nationalen Diskurs ein. Dies geschieht durch Kommunikation, Kooperation mit Akteuren, Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit. Auch das Zusam menbringen von Stakeholdern, Ministerien und Verbänden ge hört zu ihren Aufgaben. Ihre Arbeit ist in ein europäisches Netz werk der Nationalen Koordinierungsstellen eingebunden, das sich regelmäßig mit der EU-Kommission zu relevanten Themen der Erwachsenenbildung austauscht. - - - Future Skills: Strategie und Förderschwerpunkt Das Thema „Future Skills“ hat zunehmend an Bedeutung ge wonnen. Es umfasst Wissen, Fähigkeiten und Werthaltungen, die in einer digitalen und sich schnell wandelnden Welt für Beruf und Gesellschaft unverzichtbar sind. Dies ist ein zentraler Förderschwerpunkt der NKS. 2025 wurde dieses Thema auf zwei wichtigen Konferenzen thematisiert. Der 10. Deutsche Weiterbildungstag (DWT) in Berlin, mit Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, zeigte, dass Future Skills nicht nur Bildungseinrichtungen betreffen, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sind. Weiterbildung wird als Notwendigkeit angesehen – für Individuen, Institutionen und die Gesellschaft. Zudem war die NKS neben dem Deutschen Volkshochschulverband e.V. (dvv) Mitveranstalter der Konferenz „Future Skills“, um dieses Thema in die allgemeine Erwachse nenbildung einzubinden. Rund 430 Teilnehmende aus ganz Deutschland belegen das Interesse und den Handlungsdruck in der VHS-Gemeinschaft: Future Skills dürfen nicht nur einzelne Kursmodule sein. Sie müssen als Querschnittsthema strukturell verankert und als Teil der Organisations-, Kurs- und Angebots entwicklung etabliert werden. - - - Grüner und digitaler Wandel: Nachhaltigkeit stärker verankern, KI verstehen und gestalten Die NKS setzte sich auch für den Förderschwerpunkt „Green Transition“ ein. Im Februar 2025 fand in Bonn die Veranstaltung „Zukunftsorientiert weiterbilden“ statt, bei der es darum ging, wie berufliche Weiterbildung zur nachhaltigen Transformation beitragen kann. Im März 2025 folgte die Veranstaltung „Den Wandel gestalten“ in Bremen, bei der das Thema Nachhaltigkeit in Weiterbildungseinrichtungen behandelt wurde – von internen Veränderungsprozessen bis zum Spannungsfeld von Digitalisie rung und Nachhaltigkeit (Stichwort „Twin Transition“). - Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Digitalisierung und Anwen dung Künstlicher Intelligenz (KI). Im Juli 2024 organisierte die NKS gemeinsam mit dem Bayerischen Volkshochschulverband eine virtuelle Konferenz, bei der die Anwendung von KI in der Erwachsenenbildung diskutiert wurde. Ziel war es, einen fach lich fundierten und verantwortungsvollen Einsatz von KI in der Erwachsenenbildung zu finden, insbesondere mit Blick auf die besonderen Anforderungen der Grundbildung. - - Work-based Learning und innovative Lernumgebungen Erwachsene Lernende bringen vielfältige Lebensrealitäten mit, die durch klassische Bildungsangebote oft nicht abgedeckt wer den können. Deshalb gewinnt das Lernen am Arbeitsplatz und in innovativen Lernumgebungen an Bedeutung. Die NKS koordi niert ein europäisches Cluster „Innovative Learning Environ ments in Adult Education“ und besuchte innovative Lernorte in Slowenien und der Slowakei. Das Online-Magazin "Innovative learning environments" (www.na-bibb.de/publikationen) fasst die Ergebnisse zusammen und zeigt die Kreativität der Erwach senenbildung in der EU. Im November 2025 organisierte die NKS zudem in Göttingen eine Tagung, die sich mit der analogen und digitalen Gestaltung von Lernräumen in der Grundbildung befasste. - - - - Learning at the Workplace Für eine Delegation aus Expertinnen und Experten aus Europa hat die NKS einen Study Visit im BIBB organisiert zur Thematik arbeitsplatzbezogenes Lernen: Micro Credentials und duale Studiengänge standen auf dem Programm. Dieser Austausch verdeutlicht, wie wichtig es ist, Beispiele guter Praxis zu ver anschaulichen und die Vernetzung auf nationaler und europä ischer Ebene voranzutreiben. - - www.agenda-erwachsenenbildung.de Europäische und internationale Bildungszusammenarbeit 03 http://www.na-bibb.de/publikationen http://www.agenda-erwachsenenbildung.de 32 33 04_ Anhang In diesem Teil finden Sie diverse Statistiken zu Erasmus+, eine Darstellung des Pro gramms Erasmus+, Kontaktdaten sowie Impressionen aus den Jahren 2024 und 2025. - Einzelstatistiken Erasmus+ © a LL is ta r/ pe op le im ag es .c om 32 33Jahresbericht 2024/2025 Tabelle_01 Mobilität in der Berufsbildung 2025 Einzelstatistiken Erasmus+ 04 Zahl der Projekte Zahl der Teilnehmenden Budget in Mio EUR beantragt bewilligt beantragt bewilligt beantragt bewilligt gesamt davon gesamt davon Kurzzeitprojekte 127 122 2.536 Lernende: 1.907 Bildungspersonal: 629 2.432 Lernende: 1.813 Bildungspersonal: 619 5,55 5,27 im Rahmen einer Akkreditierung (Mittelanforderung) 845 836 59.032 Lernende: 47.459 Bildungspersonal: 11.573 57.619 Lernende: 46.336 Bildungspersonal: 11.283 Beantragung von Aktivitäten 126,80 Gesamt 972 958 61.568 Lernende: 49.366 Bildungspersonal: 12.202 60.051 Lernende: 48.149 Bildungspersonal: 11.902 nicht möglich 132,07 Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2026 Tabelle_02 Akkreditierung von Einrichtungen der Berufsbildung 2020 bis 2025 2020 2021 2022 2023 2024 2025 Gesamt Akkreditierungen beantragt 405 219 226 157 125 119 1.251 bewilligte Akkreditierungen 377 205 203 100 100 104 1.089 Hinweis: Die Bewilligung erfolgt immer im Folgejahr, wird aber unter dem Antragsjahr abgebildet. Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2026 34 35 Tabelle_03 Entwicklung der Teilnehmendenzahlen für Lernende in der Berufsbildung 1995 bis 2025 Einzelstatistiken Erasmus+Einzelstatistiken Erasmus+04 Teilnehmende beantragt Teilnehmende gefördert 1995-2018, Teilnehmende bewilligt 2019-2025 Antragsjahr Teilnehmende beantragt Teilnehmende gefördert (1995 bis 2018) bewilligt (2019 bis 2024) 1995 2.284 2.127 1996 3.541 2.368 1997 3.845 2.440 1998 4.308 2.280 1999 4.334 2.925 2000 5.975 3.222 2001 6.045 3.807 2002 6.358 3.821 2003 6.775 4.555 2004 7.527 4.497 2005 7.827 5.039 2006 8.541 5.834 2007 8.099 6.421 2008 11.125 7.515 2009 11.117 8.473 2010 12.212 9.320 2011 13.428 10.610 2012 14.865 12.189 2013 16.704 14.116 2014 18.246 15.069 2015 18.562 16.104 2016 19.139 16.986 2017 21.693 18.877 2018 23.530 18.688 2019 27.072 26.858 2020 23.432 23.129 2021 7.820 7.785 2022 18.868 18.725 2023 31.872 25.259 2024 42.135 36.720 2025 49.366 48.149 Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2026 34 35Jahresbericht 2024/2025 Tabelle_04 Entwicklung der Teilnehmendenzahlen gesamt (Lernende und Bildungspersonal) in der Berufsbildung 1995 bis 2025 Einzelstatistiken Erasmus+ 04 Teilnehmende beantragt Teilnehmende gefördert 1995-2018, Teilnehmende bewilligt 2019-2025 Antragsjahr Teilnehmende beantragt Teilnehmende gefördert (1995 bis 2018) bewilligt (2019 bis 2025) 1995 2.998 2.722 1996 4.257 2.867 1997 4.547 3.011 1998 5.102 2.752 1999 5.125 3.609 2000 7.212 3.977 2001 7.012 4.416 2002 7.487 4.613 2003 7.912 5.423 2004 9.172 5.440 2005 9.263 6.032 2006 10.466 7.015 2007 9.573 7.738 2008 13.203 8.569 2009 13.504 9.700 2010 14.259 10.600 2011 15.978 12.298 2012 16.796 13.581 2013 18.910 15.824 2014 23.216 18.554 2015 23.557 19.617 2016 23.500 20.522 2017 26.616 22.549 2018 29.384 22.892 2019 33.539 32.887 2020 29.335 28.996 2021 10.271 10.222 2022 23.960 23.754 2023 41.585 33.011 2024 52.917 46.085 2025 61.568 60.051 Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2026 36 37 Tabelle_05 Akkreditierung von Einrichtungen der Berufsbildung nach Bundesländern Einzelstatistiken Erasmus+Einzelstatistiken Erasmus+04 Akkreditierte Einrichtungen 2020 2021 2022 2023 2024 2025 gesamt Anteil des Bundeslandes Baden-W. 50 20 37 24 23 27 181 17% Bayern 72 51 61 25 25 35 269 25% Berlin 22 8 5 1 2 2 40 4% Brandenburg 6 5 2 3 2 2 20 2% Bremen 2 5 2 2 1 1 13 1% Hamburg 8 4 1 3 5 3 24 2% Hessen 19 12 12 6 4 6 59 5% Mecklenburg-V. 4 1 3 1 0 1 10 1% Niedersachsen 42 28 18 9 11 5 113 10% Nordrhein-W. 89 34 38 14 15 17 207 19% Rheinland-P. 27 12 8 5 4 4 60 6% Saarland 3 3 1 0 1 0 8 1% Sachsen 8 7 5 3 5 1 29 3% Sachsen-A. 4 1 3 0 0 0 8 1% Schleswig-H. 16 10 4 1 1 0 32 3% Thüringen 5 4 3 3 1 0 16 1% Gesamt 377 205 203 100 100 104 1.089 100%* *Differenz rundungsbedingt. Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2026 36 37Jahresbericht 2024/2025 Tabelle_06 Mobilität in der Berufsbildung 2025 nach Bundesländern Einzelstatistiken Erasmus+ 04 I. R. der Akkreditierung TN Kurzzeitprojekte Gesamt Bewilligtes Budget Mitte lanforde rungen Kurzzeit projekte Lernende Personal Gesamt Lernende Personal Gesamt Lernende Personal Ges. TN Absolv. der BB 2023 in Tsd */** Anteil des BL an Abs. BB in DE 2023* Anteil des BL an bew. Ler. in BB E+ 2025 Ü-/ Unterrep. nach Ler. in E+ Mob. I. R. der Akkred. in Mio €* Kurzzeit projekte in Mio €* Gesamt in Mio €* Baden-W. 133 35 6.071 1.176 7.247 323 251 574 6.394 1.427 7.821 168 18% 13% -5% 14,89 1,15 16,04 Bayern 203 17 9.305 2.553 11.858 286 67 353 9.591 2.620 12.211 134 14% 20% 6% 24,01 0,80 24,81 Berlin 32 2 3.029 887 3.916 8 27 35 3.037 914 3.951 29 3% 6% 3% 12,49 0,07 12,56 Brandenburg 14 1 869 146 1.015 21 0 21 890 146 1.036 17 2% 2% 0% 2,76 0,05 2,81 Bremen 11 1 480 210 690 30 0 30 510 210 720 9 1% 1% 0% 1,40 0,08 1,48 Hamburg 17 2 1.035 184 1.219 46 4 50 1.081 188 1.269 19 2% 2% 0% 2,96 0,11 3,07 Hessen 45 19 1.990 541 2.531 331 70 401 2.321 611 2.932 58 6% 5% -1% 5,86 0,96 6,82 Mecklenburg-V. 6 3 161 46 207 15 26 41 176 72 248 12 1% 0% -1% 0,43 0,07 0,50 Niedersachsen 94 10 5.468 1.366 6.834 149 56 205 5.617 1.422 7.039 97 10% 12% 2% 14,59 0,43 15,02 Nordrhein-W. 163 20 10.212 2.116 12.328 435 45 480 10.647 2.161 12.808 238 25% 22% -3% 27,66 1,03 28,69 Rheinland-P. 47 5 2.072 589 2.661 106 31 137 2.178 620 2.798 41 4% 5% 1% 4,89 0,30 5,19 Saarland 6 0 116 49 165 0 0 0 116 49 165 11 1% 0% -1% 0,39 0 0,39 Sachsen 19 2 1.296 409 1.705 13 12 25 1.309 421 1.730 36 4% 3% -1% 3,14 0,04 3,18 Sachsen-A. 6 1 267 80 347 5 0 5 272 80 352 18 2% 1% -1% 0,74 0,01 0,75 Schleswig-H. 26 2 3.290 729 4.019 33 6 39 3.323 735 4.058 33 4% 7% 3% 8,73 0,09 8,82 Thüringen 14 2 675 202 877 12 24 36 687 226 913 17 2% 1% -1% 1,88 0,07 1,95 Gesamt 836 122 46.336 11.283 57.619 1.813 619 2.432 48.149 11.902 60.051 937 100%*** 100% 0% *** 126,81*** 5,26*** 132,07*** -- - - * gerundet ** https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bildung-For schung-Kultur/Schulen/Publikationen/Downloads-Schulen/statistischer-bericht-in tegrierte-ausbildungsberichterstattung-5211201237005.xlsx?__blob=publication File&v=3 - - - *** Differenz rundungsbedingt - TN: Teilnehmende Absolv./Abs.: Absolventen/Absolventinnen BB: Berufsbildung BL: Bundesland bew.: bewilligt Ler.: Lernende Ges.: Gesamt I. R.: Im Rahmen Akkred.: Akkreditierung Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbil dung, Stand: Februar 2026 https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bildung-Forschung-Kultur/Schulen/Publikationen/Downloads-Schulen/statistischer-bericht-integrierte-ausbildungsberichterstattung-5211201237005.xlsx?__blob=publicationFile&v=3 38 39 Tabelle_07 Bewilligte Teilnehmende in der Berufsbildung nach Aktivitätstyp 2025 Einzelstatistiken Erasmus+Einzelstatistiken Erasmus+04 Bewilligte Teilnehmende Aktivitätstyp Gesamt davon in Kurzzeitprojekten davon im Rahmen der Akkreditierung davon in Programmländer davon in nicht mit dem Programm assoziierte Länder Lernende Kurzzeitmobilitäten 36.407 1.417 34.990 32.848 2.142 Langzeitmobilitäten 1.252 4 1.248 1.116 132 Gruppenmobilitäten 10.314 392 9.922 9.922 0 Teilnahme an Berufswettbewerben 176 0 176 157 19 Lernende gesamt 48.149 1.813 46.336 44.043 2.293 Personal Job-Shadowing 7.140 453 6.687 6.187 500 Lehr- oder Schulungstätigkeit 250 31 219 196 23 Kurse 4.172 122 4.050 4.050 0 Eingeladene Experten/Expertinnen 332 13 319 319 0 Aufnahme von Personal in Ausbildung 8 0 8 8 0 Personal gesamt 11.902 619 11.283 10.760 523 Teilnehmende gesamt 60.051 2.432 57.619 54.803 2.816 Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2026 38 39Jahresbericht 2024/2025 Tabelle_08 Partnerschaften in der Berufsbildung 2021 bis 2025 Einzelstatistiken Erasmus+ 04 2021 2022 2023 2024 2025 Anzahl der beantragten Partnerschaften insgesamt 157 153 246 242 211 Anzahl der beantragten Kooperationspartnerschaften 117 84 145 123 133 Anzahl der beantragten kleineren Partnerschaften 40 69 101 119 78 Anzahl der geförderten Partnerschaften insgesamt 114 82 64 80 78 Anzahl der geförderten Kooperationspartnerschaften 85 36 37 30 34 Anzahl der geförderten kleineren Partnerschaften 29 46 27 50 44 Budget beantragt in Euro insgesamt 36.550.000 29.020.000 48.250.000 44.350.000 45.160.000 Budget beantragt in Euro für Kooperationspartnerschaften 34.510.000 25.000.000 42.370.000 37.540.000 40.660.000 Budget beantragt in Euro für kleinere Partnerschaften 2.040.000 4.020.000 5.880.000 6.810.000 4.500.000 Budget gefördert in Euro insgesamt 26.366.381 13.050.000 13.390.000 12.180.000 13.450.000 Budget gefördert in Euro für Kooperationspartnerschaften 24.866.381 10.410.000 11.800.000 9.450.000 10.900.000 Budget gefördert in Euro für kleinere Partnerschaften 1.500.000 2.640.000 1.590.000 2.730.000 2.550.000 Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2026 40 41 Tabelle_09 Mobilität in der Erwachsenenbildung 2025 Einzelstatistiken Erasmus+Einzelstatistiken Erasmus+04 Zahl der Projekte Zahl der Teilnehmenden Budget in Mio EUR beantragt bewilligt beantragt bewilligt beantragt bewilligt gesamt davon gesamt davon Kurzzeitprojekte 101 49 1.840 Lernende: 553 Bildungspersonal: 1.287 950 Lernende: 249 Bildungspersonal: 701 4,12 2,11 im Rahmen einer Akkreditierung (Mittelanforderung) 77 76 4.651 Lernende: 1.823 Bildungspersonal: 2.828 4.433 Lernende: 1.671 Bildungspersonal: 2.762 Beantragung von Aktivitäten 9,37 Gesamt 178 125 6.491 Lernende: 2.376 Bildungspersonal: 4.115 5.383 Lernende: 1.920 Bildungspersonal: 3.463 nicht möglich 11,48 Hinweis: Die Bewilligungen werden im Antragsjahr abgebildet. Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2026 Tabelle_10 Entwicklung der Mobilität in der Erwachsenenbildung 2021 bis 2025 beantragte Akkreditierungen bewilligte Akkreditierungen Lernende Personal Teilnehmende gesamt 2021 2022 2023 2024 2025 Gesamt Anzahl der Projekte beantragt 51 57 80 146 178 512 Anzahl der Projekte bewilligt 37 43 65 109 125 379 Anzahl der Teilnehmenden beantragt 1.405 1.573 3.465 4.610 6.491 17.544 Anzahl der Teilnehmenden bewilligt 1.155 1.380 2.770 3.614 5.383 14.302 Budget bewilligt in Mio. Euro 3,05 2,96 5,89 7,59 11,48 30,97 Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung Stand: Februar 2026 40 41Jahresbericht 2024/2025 Tabelle_11 Akkreditierung von Einrichtungen der Erwachsenenbildung 2020 bis 2025 Einzelstatistiken Erasmus+ 04 2020 2021 2022 2023 2024 2025 Gesamt beantragte Akkreditierungen 53 13 14 36 39 42 197 bewilligte Akkreditierungen 32 9 5 17 25 12 100* * Davon 97 Akkreditierungen Stand Februar 2026 aktiv Hinweis: Die Bewilligung erfolgt immer im Folgejahr, wird aber unter dem Antragsjahr abgebildet. Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2026 Tabelle_12 Bewilligte Teilnehmende in der Erwachsenenbildung nach Aktivitätstyp 2025 Bewilligte Teilnehmende Aktivitätstyp im Rahmen der Akkreditierung in Kurzzeitprojekten Lernende Gruppenmobiliät von erwachsenen Lernenden 1.000 197 Individuelle Lernmobiliät von erwachsenen Lernenden (Kurzzeit) 641 52 Individuelle Lernmobiliät von erwachsenen Lernenden (Langzeit) 30 0 Personal Kursbesuche 1.404 238 Job-Shadowing 1.155 423 Eingeladene Expertinnen und Experten 156 21 Lehr- und Schulungstätigkeit 42 19 Aufnahme von in Ausbildung befindlichen Lehrkräften und Pädagoginnen und Pädagogen 5 0 Teilnehmende gesamt 4.433 950 Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2026 42 43 Einzelstatistiken Erasmus+Einzelstatistiken Erasmus+04 Tabelle_13 Akkreditierungen und Mobilitäten in der Erwachsenenbildung 2025 nach Bundesländern bewilligte Anträge bewilligte Teilnehmende bewilligtes Budget - -- - - - - - Akkred. Einricht. 2025 Akkred. Einricht. ab 2020 Anteil des BL an allen akkred. Einricht. Mittel anford. akkred. Einricht. Kurzzeit projekte Bewilligte Anträge gesamt Teilneh mende Akkred. Teilneh mende Kurzzeit projekte Teilneh mende gesamt im Rahmen der Akkred. in EUR Kurzzeit projekte in EUR Gesamt förderung in EUR Baden-W. 2 9 9% 7 6 13 906 113 1.019 1.991.183 241.307 2.232.490 Bayern 2 24 25% 20 5 25 925 134 1.059 1.891.076 271.606 2.162.682 Berlin 1 9 9% 8 5 13 349 79 428 678.660 218.524 897.184 Brandenburg 0 5 5% 4 3 7 386 45 431 553.910 97.434 651.344 Bremen 0 2 2% 2 2 4 25 56 81 55.815 116.851 172.666 Hamburg 0 1 1% 1 0 1 39 0 39 62.730 0 62.730 Hessen 0 4 4% 4 7 11 308 105 413 570.665 235.886 806.551 Mecklenburg-V. 0 1 1% 1 1 2 11 6 17 19.810 22.330 42.140 Niedersachsen 3 12 12% 7 3 10 402 57 459 948.140 137.173 1.085.313 Nordrhein-W. 2 15 16% 10 11 21 499 212 711 1.268.750 454.004 1.722.754 Rheinland-P. 2 3 3% 1 2 3 25 54 79 38.585 95.205 133.790 Saarland 0 0 0% 0 0 0 0 0 0 0 0 0 Sachsen 0 4 4% 4 0 4 283 0 283 584.935 0 584.935 Sachsen-A. 0 3 3% 3 1 4 99 25 124 206.600 56.190 262.790 Schleswig-H. 0 2 2% 1 2 3 37 44 81 95.675 102.349 198.024 Thüringen 0 3 3% 3 1 4 139 20 159 401.750 59.957 461.707 Gesamt 12 97* 100%** 76 49 125 4.433 950 5.383 9.368.284 2.108.816 11.477.100 * nur aktive Akkreditierungen, insgesamt bewilligt wurden 100 Akkreditierungen ** Differenz rundungsbedingt Legende: Akkred.: Akkreditierte/Akkreditierung Einricht.: Einrichtungen BL: Bundesland Mittelanford.: Mittelanforderung Die Bewilligungen werden im Antragsjahr abgebildet. Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2026 42 43Jahresbericht 2024/2025 Einzelstatistiken Erasmus+ 04 Tabelle_14 Partnerschaften in der Erwachsenenbildung 2021 bis 2025 2021 2022 2023 2024 2025 Anzahl der beantragten Partnerschaften insgesamt 217 227 393 406 304 Anzahl der beantragten Kooperationspartnerschaften 131 107 179 171 162 Anzahl der beantragten kleineren Partnerschaften 86 120 214 235 142 Anzahl der geförderten Partnerschaften insgesamt 174 86 73 76 86 Anzahl der geförderten Kooperationspartnerschaften 102 26 19 33 42 Anzahl der geförderten kleineren Partnerschaften 72 60 54 43 44 Budget beantragt in Euro insgesamt 40.545.132 38.900.000 64.080.000 61.660.000 52.680.000 Budget beantragt in Euro für Kooperationspartnerschaften 35.775.132 32.030.000 51.570.000 47.920.000 44.340.000 Budget beantragt in Euro für kleinere Partnerschaften 4.770.000 6.870.000 12.510.000 13.740.000 8.340.000 Budget gefördert in Euro insgesamt 31.689.787 11.060.000 9.250.000 11.700.000 14.780.000 Budget gefördert in Euro für Kooperationspartnerschaften 27.729.787 7.610.000 6.100.000 9.210.000 12.170.000 Budget gefördert in Euro für kleinere Partnerschaften 3.960.000 3.450.000 3.150.000 2.490.000 2.610.000 Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2026 44 45 KontaktErasmus+04 - - - - - - - - - - © W eb si te e ra sm us pl us .d e 2021 - 2027 Gesamtbudget Erasmus+ 2021-2027 28 Mrd. € Bei 33 Programmländern bedeutet dies eine Steigerung im Vergleich zum Vorgängerprogramm von rund 90 % Berufsbildung 4,39 Mrd. € 21,5 %* Erwachsenenbildung 1,18 Mrd. € 5,8 %* *Referenzwert: Teilbudget für Bildung und Ausbildung in Höhe von 20,396 Mrd. Euro > Programmländer: 27 EU-Mitgliedstaaten (ohne UK), plus Island, Liechtenstein, Norwegen, Republik Nordmazedonien, Serbien, Türkei Erasmus+ Erasmus+ ist das Bildungsprogramm der Europäischen Union. Es fördert Lernen und Zusammenarbeit in Europa in den Bereichen Bildung, Jugend und Sport. Ziel ist es, euro päische Werte zu stärken, Europa inklusiver und grüner zu gestalten und auf eine digitale Zukunft vorzubereiten. Für die Programmgeneration 2021 - 2027 stehen mehr als 28 Milliarden Euro zur Verfügung. Das Programm gliedert sich in drei Leitaktionen. In der Leitaktion 1 fördert Erasmus+ in allen Bildungsbe reichen die Mobilität von Lernenden und Bildungs personal. Dabei gibt es zwei Zugänge: die Akkreditierung und die Kurzzeitprojekte. Die Akkreditierung sichert eine dauerhafte Mitgliedschaft für die gesamte Programmgene ration und bietet somit Planungssicherheit. Sie richtet sich an erfahrene Projektträger und ist eng mit der Internatio nalisierung der Einrichtungen verknüpft. Neue und kleinere Einrichtungen können in begrenztem Umfang Einzelpro jekte – die so genannten Kurzzeitprojekte – beantragen. In der Leitaktion 2 werden die thematische Zusammen arbeit und der Erfahrungsaustausch im Rahmen der so genannten Partnerschaften für eine Zusammenarbeit unterschiedlichen Zuschnitts gefördert. Man unterscheidet zwei Formen: die Kooperationspartnerschaften und die kleineren Partnerschaften, wobei Letztere insbesondere neue Antragsteller ansprechen. Hier liegt der Fokus auf gegenseitigem Austausch und weniger auf Produkte oder vergleichbare Ergebnisse. In der Leitaktion 3 sind Maßnahmen zur politischen Un terstützung und zur Qualitätsverbesserung des Programms angesiedelt. In Deutschland wird Erasmus+ von vier Nationalen Agen turen umgesetzt. Die NA beim BIBB ist Nationale Agentur für Erasmus+ im Bereich der Berufs- und Erwachsenenbil dung, die NA-DAAD im Bereich der Hochschulbildung, die NA-PAD für die schulische Bildung und die NA Jugend für Europa im Jugendbereich und für Sport. Gemeinsame Website der vier Nationalen Agenturen: www.erasmusplus.de http://www.erasmusplus.de 44 45Jahresbericht 2024/2025 Kontakt 04 Ihr Kontakt in die NA beim BIBB Erwachsenenbildung Infodesk 0228/107-1608 na@bibb.de Mo, Di, Do: 09:30 Uhr bis 15:00 Uhr, Mi: 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr, Fr: 09:30 Uhr bis 13:00 Uhr Inhaltliche Fragen Erasmus+ Mobilität in der Berufsbildung 0228/107-1555 mobilitaet-berufsbildung@bibb.de Mo, Di, Do und Fr: 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr Inhaltliche Fragen Erasmus+ Partnerschaften für Zusammenarbeit in der Berufsbildung 0228/107-1500 partnerschaften-berufsbildung@bibb.de Di und Do: 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr Inhaltliche Fragen Erasmus+ Mobilität in der Erwachsenenbildung 0228/107-1001 mobilitaet-erwachsenenbildung@bibb.de Mo und Do: 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr Inhaltliche Fragen Erasmus+ Partnerschaften für Zusammenarbeit in der Erwachsenenbildung 0228/107-1300 partnerschaften-erwachsenenbildung@bibb.de Mo, Di, Do und Fr: 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr Formale, finanzielle und vertragliche Fragen und Anwendung der Erasmus+ IT-Tools Leitaktion 1 Mobilität: 0228/107-1600 Leitaktion 2 Partnerschaften für Zusammenarbeit: 0228/107-1700 helpna@bibb.de Mo und Do: 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr (beide Hotlines) Erasmus+ Presseanfragen 0228/107-1641 gabriele.schneider@bibb.de AusbildungWeltweit 0228/107-1611 ausbildung-weltweit@bibb.de Für Auszubildende: MeinAuslandspraktikum 0228/107-1646 meinauslandspraktikum@bibb.de Mo, Di: 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr, 14:00 bis 15:00 Uhr; Do, Fr: 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr Für Ausbildungsverantwortliche: Beratungsservice für Auslandsaufenthalte in der Ausbildung 0228/107-1566 auslandsberatung-ausbildung@bibb.de Mo, Di: 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr, 14:00 bis 15:00 Uhr; Do, Fr: 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr Europass 0228/107-1200 europass@bibb.de Mo: 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr; Di und Do: 09:00 Uhr bis 13:00 Uhr; Fr: 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr Nationale Koordinierungsstelle Europäische Agenda für Erwachsenenbildung 0228/107-1681 Agenda-Erwachsenenbildung@bibb.de Nationale Koordinierungsstelle EPALE 0228/107-1938 epale@bibb.de mailto:na@bibb.de mailto:mobilitaet-berufsbildung@bibb.de mailto:partnerschaften-berufsbildung@bibb.de mailto:mobilitaet-erwachsenenbildung@bibb.de mailto:partnerschaften-erwachsenenbildung@bibb.de mailto:helpna@bibb.de mailto:gabriele.schneider@bibb.de mailto:ausbildung-weltweit@bibb.de mailto:meinauslandspraktikum@bibb.de mailto:auslandsberatung-ausbildung@bibb.de mailto:europass@bibb.de mailto:Agenda-Erwachsenenbildung@bibb.de mailto:epale@bibb.de 46 47 Impressionen aus den Jahren 2022 und 2023 © N A b ei m B IB B © N A b ei m B IB B Kontaktseminar (TCA) Green Erasmus vom 21. bis 23.03.2025 in Lüneburg © J ör g H eu pe l Fast 600 Teilnehmende besuchten die NA-Jahres tagung im September 2024 in Ludwigsburg. © a rg um G bR / H el le r Infostand der Nationalen Koordinierungsstelle EPALE auf der NA-Jahrestagung vom 18. bis 19.09.2024 in Ludwigsburg © a rg um G bR / H el le r - Bundesweites EuroApprentices Treffen in Heidelberg 2025 © N A b ei m B IB B Impressum04 Austausch mit Teilnehmenden der Konferenz „Future Skills“ vom 26. bis 27.05.2025 in Jena © N A b ei m B IB B Peter Thiele (BMBF) und Franziska Bopp (NEC) schneiden die Europass- Jubiläumstorte an. 46 47Jahresbericht 2024/2025 © N A b ei m B IB B © N A b ei m B IB B Das Team Stärkung der Auslandsmobilität / AusbildungWeltweit informiert auf der NA-Jahrestagung. Impressum 04 © a rg um G bR / H el le r : : : : : : : : © J ör g H eu pe l Impressum Herausgeber Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) 53142 Bonn Tel.: 0228 107-1608 E-Mail: infodienst@bibb.de Internet: www.na-bibb.de Nationale Agentur Bildung für Europa @meinauslandspraktikum Verantwortlich Berthold Hübers Redaktion Dr. Gabriele Schneider, Sigrid Dreissus-Meurer Redaktionsassistenz Diana Katsch Redaktionsschluss 06.02.2026 Auflage 450 Gestaltung Blueberry – Agentur für Design & Markenkommunikation, www.go-blueberry.de Druck Druckerei Kriechbaumer Gedruckt auf Recyclingpapier Nautilus http://www.go-blueberry.de mailto:infodienst@bibb.de http://www.na-bibb.de https://www.instagram.com/meinauslandspraktikum/ https://de.linkedin.com/company/nationale-agentur-bildung-f%C3%BCr-europa Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) Friedrich-Ebert-Allee 114-116 53113 Bonn Tel.: +49 (0)228 107 1608 www.na-bibb.de www.na-bibb.de Nationale Agentur Bildung für Europa @meinauslandspraktikum https://de.linkedin.com/company/nationale-agentur-bildung-f%C3%BCr-europa https://www.instagram.com/meinauslandspraktikum/ Die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung · Jahresbericht 2024/2025 Inhalt 01_NA beim BIBB Bilanz und Perspektiven Lernmobilität mit Erasmus+ AusbildungWeltweit und Mobilitätsstärkung Partnerschaften in Erasmus+ Erasmus+-Prioritäten Europass, EPALE und Agenda Interne Entwicklung Ausblick Relaunch des Portals der NA beim BIBB Neuer Look, klare Struktur, bessere Orientierung Struktur entlang des Projektprozesses Mehr Orientierung und Nutzerfreundlichkeit Weitere Portale ebenfalls neu aufgestellt Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NA beim BIBB Leistungen und Services Highlights aus der Öffentlichkeitsarbeit der Jahre 2024 und 2025 Veröffentlichungen Werbekampagne Erwachsenenbildung Portallandschaft neu gestaltet Audiopräsenz fest etabliert Film ab Aktiv auf Instagram und LinkedIn Von der Praxis lernen Veranstaltungen 02_Erasmus+ Erasmus+ in Zahlen Berufsbildung Erwachsenenbildung Berufs- & Erwachsenenbildung Mobilität in der Berufsbildung Die Akkreditierung zeigt Wirkung Good Practice In Südtirol nachhaltigen Gartenbau hautnah erleben Erasmus+-Prioritäten fest im Blick Solides Partnernetzwerk Projektdaten Partnerschaften in der Berufsbildung European Innovative Teaching Award 2024 für die Berufsbildung Wirkungsvolle Projekte und synergetische Programmverknüpfungen Nationales VET-Team – von EQAVET bis zu KI und Lernergebnissen Good Practice Inklusion von Menschen mit Behinderung in KMU Lernmaterialien für Fachkräfte Projektdaten Mobilität in der Erwachsenenbildung Lernendenmobilität auf der Überholspur Mehr inhaltliche Unterstützung von Projektträgern Good Practice Austausch für Lesben- und Frauenarchive und -bibliotheken Weitergabe der Lernergebnisse gesichert Projektdaten Partnerschaften in der Erwachsenenbildung Hoher Andrang, begrenzte Mittel: Wettbewerb auf Spitzenniveau Wirkung entscheidet: Warum gute Ideen allein nicht mehr reichen Projekte von hoher Qualität Good Practice Kunst als Brücke zur sozialen Integration Intensiver Austausch mit nachhaltiger Wirkung Projektdaten Querschnittsthemen in Erasmus+ Demokratische Teilhabe und europäische Werte Inklusion und Vielfalt Green Erasmus Digitaler Wandel Vier Seiten einer Medaille Internet EuroApprentices Netzwerktreffen in den Jahren 2024 und 2025 EuroApprentices-Aktivitäten national EuroApprentices-Aktivitäten international Neue Aktivität seit 2025 Training and Cooperation Activities Strategische und langfristige Kooperation: Die Long-Term Activities (LTA) Strategische Zusammenarbeit und Wirkung (TCAs) 03_Europäische und internationale Bildungszusammenarbeit NA-Projekte in Zahlen Wachstumstrend bei weltweiten Lernaufenthalten hält an Auszubildendenaufenthalte nach Berufsbereich 2024 und 2025 Registrierte EPALE-Nutzer/-innen Europass Mobilitätsnachweise (nationale Datenbank) Durchgeführte Fachveranstaltungen in 2024/2025 Top-Zielländer AWW 2024/2025 AusbildungWeltweit und Projekt „Stärkung der Auslandsmobilität“ Neues Projekt „Stärkung der Auslandsmobilität“ Internet Nationales Europass Center Schulen im Fokus Modernisierung des Europass Mobilitätsnachweises 20 Jahre Europass Nationale Koordinierungsstelle EPALE Nationale Themenschwerpunkte Multimediale Formate EPALE-Botschafterinnen und -Botschafter Internet Europäische Agenda Erwachsenenbildung Future Skills: Strategie und Förderschwerpunkt Grüner und digitaler Wandel: Nachhaltigkeit stärker verankern, KI verstehen und gestalten Work-based Learning und innovative Lernumgebungen Learning at the Workplace 04_Anhang Tabelle_01: Mobilität in der Berufsbildung 2025 Tabelle_02: Akkreditierung von Einrichtungen der Berufsbildung 2020 bis 2025 Tabelle_03: Entwicklung der Teilnehmendenzahlen für Lernende in der Berufsbildung 1995 bis 2025 Tabelle_04: Entwicklung der Teilnehmendenzahlen gesamt (Lernende und Bildungspersonal) in der Berufsbildung 1995 bis 2025 Tabelle_05: Akkreditierung von Einrichtungen der Berufsbildung nach Bundesländern Tabelle_06: Mobilität in der Berufsbildung 2025 nach Bundesländern Tabelle_07: Bewilligte Teilnehmende in der Berufsbildung nach Aktivitätstyp 2025 Tabelle_08: Partnerschaften in der Berufsbildung 2021 bis 2025 Tabelle_09: Mobilität in der Erwachsenenbildung 2025 Tabelle_10: Entwicklung der Mobilität in der Erwachsenenbildung 2021 bis 2025 Tabelle_11: Akkreditierung von Einrichtungen der Erwachsenenbildung 2020 bis 2025 Tabelle_12: Bewilligte Teilnehmende in der Erwachsenenbildung nach Aktivitätstyp 2025 Tabelle_13: Akkreditierungen und Mobilitäten in der Erwachsenenbildung 2025 nach Bundesländern Tabelle_14: Partnerschaften in der Erwachsenenbildung 2021 bis 2025 2021 – 2027 Gesamtbudget Erasmus+ 2021-2027 Berufsbildung Erwachsenenbildung Erasmus+ Ihr Kontakt in die NA beim BIBB Infodesk Inhaltliche Fragen Erasmus+ Mobilität in der Berufsbildung Inhaltliche Fragen Erasmus+ Partnerschaften für Zusammenarbeit in der Berufsbildung Inhaltliche Fragen Erasmus+ Mobilität in der Erwachsenenbildung Inhaltliche Fragen Erasmus+ Partnerschaften für Zusammenarbeit in der Erwachsenenbildung Formale, finanzielle und vertragliche Fragen und Anwendung der Erasmus+ IT-Tools Erasmus+ Presseanfragen AusbildungWeltweit Für Auszubildende: MeinAuslandspraktikum Für Ausbildungsverantwortliche: Beratungsservice für Auslandsaufenthalte in der Ausbildung Europass Nationale Koordinierungsstelle Europäische Agenda für Erwachsenenbildung Nationale Koordinierungsstelle EPALE Impressionen aus den Jahren 2022 und 2023 Impressum Herausgeber Verantwortlich Redaktion Redaktionsassistenz Redaktionsschluss Auflage Gestaltung Druck …
[…] Nachhaltige Projekte organisieren, Ideen über Landesgrenzen hinweg austauschen, Haben wir Ihr Interesse geweckt? Gemeinsam auf dem Land nachhaltige Projekte starten, reparieren lernen und digitale Fähigkeiten ausbauen: Die EcoClubs schaffen eine Gemeinschaft, in der europaweit Ideen ausgetauscht werden und Inspiration keine Ländergrenzen kennt. , Als die Designerin Anke Lichtmann im französischen Manzat eine Dokumentation über ein Repair-Café drehte, kam ihr die Idee für die EcoClubs. „Mich beeindruckte der Community-Gedanke, dass sich Menschen – insbesondere auf dem Land – treffen, um sich gegenseitig bei der Reparatur von Alltagsgegenständen zu helfen“, berichtet sie. Sie nahm den Gedanken mit nach Deutschland – und knüpfte engeren Kontakt zu den beiden Partnern des französischen Repair-Cafés: den Makerspaces FabLab Cuenca aus Spanien und Buinho aus Portugal. , Die Idee, alte Dinge zu reparieren statt wegzuwerfen, entwickelte sich schnell weiter zu Clubs, die Nachhaltigkeit und einen grenzüberschreitenden Ideenaustausch fördern. Inspiriert auch von den EcoClubs an griechischen und indischen Schulen. So organisierte Saliko Studio, das Designstudio, das Anke Lichtmann mit ihrem Partner Stephan Spieske im niederbayerischen Bodenkirchen führt, solche EcoClubs in Kooperation mit FabLab Cuenca und Buinho in allen drei Ländern. Dafür bewarben sich die Projektträger erfolgreich um eine zweijährige Förderung nach Erasmus+. , Die Communitys vor Ort profitierten von der Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg: Sie nutzten Synergien bei der Ausarbeitung der Angebote, bei der Erstellung und Nutzung von Materialien wie Anleitungen und bei der Umsetzung von Werbemaßnahmen. Angeboten wurden neben Repair-Cafés beispielsweise Pflanz- und Kleidertauschaktionen, Gärtner- und KI-Workshops, Textilreparatur oder Hoffeste. Eines der ersten großen Projekte war eine Pflanzaktion an verschiedenen Orten in Nieder- und Oberbayern, bei der die Teilnehmenden unter anderem Bäume, Sonnenblumen, Kräuter und verschiedene Gemüsesorten eingepflanzt haben. Dabei zeigte sich schnell, was die EcoClubs auch ausmacht: die Verbindung von Nachhaltigkeit und Technik. Die Teilnehmenden lernten etwa, wie ihnen Künstliche Intelligenz beim Gärtnern helfen kann. „Wir haben ChatGPT gefragt, wie tief man bestimmte Samen einpflanzen muss. Das wusste ich selbst nicht“, erzählt Anke Lichtmann. , Ziel der EcoClubs ist es, gemeinsam zu lernen, nachhaltig zu leben und die Community im ländlichen Raum zu organisieren und zu vernetzen. Die Teilnehmenden haben Spaß daran, sich gegenseitig etwas beizubringen und auf Gleichgesinnte zu treffen. Die Clubs sind offen für alle. „Tatsächlich sind die Teilnehmer aber hauptsächlich ältere Personen, vor allem Frauen, die in ihrer Freizeit etwas tun möchten und dazulernen wollen“, erklärt Anke Lichtmann. „Aber auch Eltern kommen, um ihren Kindern spielerisch Nachhaltigkeit zu vermitteln.“ Während des Projekts standen die drei Projektpartner aus Spanien, Portugal und Deutschland in regem Austausch zu ihren Angeboten und Erfahrungen. Für die Teilnehmenden war spürbar, dass sie nicht nur lokal lernten und handelten, sondern auch Teil einer länderübergreifenden Initiative waren. , Von einem persönlichen Besuch beim FabLab Cuenca in Spanien brachte Anke Lichtmann die Idee für ein Projekt mit, das die deutsche Community auch bald umsetzen möchte: den Bau von Vogel- und Fledermaushäuern. „Experten von Makerspaces haben den EcoClubs dort erklärt, wie man mit Lasercuttern Verzierungen in die Vogelhäuser schneidet“, berichtet Anke Lichtmann, „so wird Technik ganz einfach und zugänglich.“ Wie das Projekt bei den deutschen EcoClubs aussehen wird, ist noch nicht klar, die Teilnehmenden planen es aber schon mit viel Enthusiasmus. Obwohl das Erasmus+-Projekt inzwischen abgeschlossen ist, stehen die drei Projektträger nach wie vor im Austausch. Über die Kooperation mit einem Sozialcafé und mithilfe begeisterter Organisatorinnen und Organisatoren finden an drei Standorten in Bayern weiterhin regelmäßig Events statt, bei denen EcoClub-Aktivitäten angeboten werden. „Meine Vision ist ein Europa, in dem es in jeder Stadt und jedem Bezirk einen EcoClub gibt“, sagt Anke Lichtmann. Mit ihrem Engagement hat sie diese Vision ein entscheidendes Stück vorangetrieben. , Link zur Veröffentlichung auf der Erasmus+ Project Results Platform …
[…] Selbstwirksamkeit statt Technikfokus, Gemeinsam entwickeln, testen und weiterdenken, Nachhaltige Wirkung und Transfer in den Schulalltag, Haben wir Ihr Interesse geweckt? Digitale Kompetenzen von Lehrkräften an Berufsschulen stärken und neue Lernkulturen schaffen , Wie kann Schule in einer zunehmend digitalisierten Welt Schritt halten? Das von Erasmus+ geförderte Projekt „PLAN – Pädagogik und Lernen in agilen Netzwerken“ zeigt: Der Schlüssel liegt nicht allein in neuen Technologien. Entscheidend sind eine positive Lernatmosphäre und die Stärkung von Selbstwirksamkeit. , Unter dem Leitthema „Design Thinking an Schulen als Lernorte – Entwicklung von digitalen Lernprodukten für schülerorientierten und individualisierten Unterricht“ arbeiteten Lehrkräfte von fünf europäischen Berufsschulen gemeinsam zwei Jahre lang an neuen Ansätzen. Den Anstoß hatte ein erfolgreich abgeschlossenes Vorgängerprojekt gegeben. Dort hatten sich Lehrkräfte in Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt beschäftigt. „Schon damals war klar geworden: Klassische Lehrmethoden und Schulbücher reichen nicht mehr aus. Es braucht neue Wege des Lernens und Zusammenarbeitens – agil, vernetzt und praxisnah“, berichtet Projektleiterin Michaela Köser-Segschneider. , Genau an diesem Punkt setzte PLAN an, eine Initiative des Berufskollegs des Rhein-Sieg-Kreises in Siegburg (Deutschland), des I.I.S.S. Marco Polo in Bari (Italien), des Lycée professionnel Sainte-Ursule in Caen (Frankreich), des IES El Lago in Madrid (Spanien) und des Klara Gymnasiums in Linköping (Schweden). Ziel war es, Lehrkräfte zu ermutigen, sich aktiv mit der digitalen Transformation auseinanderzusetzen und eigene Ideen zu entwickeln. Im Fokus stand nicht die Technik, sondern die Frage, wie Lehrkräfte und Lernende gemeinsam Kompetenzen für die Zukunft aufbauen können. , Der Austausch zwischen den Lehrkräften fand digital und in Form von Präsenztreffen an allen beteiligten Schulen statt. In Teams erarbeiteten sie auf Basis agiler Methoden wie Design Thinking und Scrum-Prototypen für digitale Lernprodukte – von Podcasts über Erklärvideos bis hin zu digitalen Escape Rooms und Virtual-Reality-Anwendungen –, die ein praxisnahes Lernen ermöglichen. Die Teams entwickelten die Ideen Schritt für Schritt weiter, testeten ihre Ergebnisse und verbesserten diese kontinuierlich. „Die Atmosphäre im Projekt war besonders, der Austausch offen und wertschätzend. Diese Kultur ermöglichte es uns, Neues auszuprobieren und Unsicherheiten zuzulassen,“ schwärmt Michaela Köser-Segschneider. Schülerinnen und Schüler spielten eine zentrale Rolle im Prozess. Sie probierten die Lernprodukte aus und gaben Rückmeldung aus ihrer eigenen Perspektive. Dieses Vorgehen machte die Produkte passgenauer. Gleichzeitig veränderte es die Zusammenarbeit: Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler erlebten sich als gleichberechtigte Partner. , Die Ergebnisse des Projekts sind vielfältig. Neben konkreten Materialien und Anleitungen entstanden vor allem neue Kompetenzen. Lehrkräfte berichten von mehr Selbstvertrauen im Umgang mit digitalen Tools. Sie gehen offener an neue Methoden heran und gestalten Veränderungen aktiver mit. Gleichzeitig formte sich ein starkes Netzwerk, das den Austausch über das Projekt hinaus fortführt. Auch in den Schulen selbst wirkt PLAN weiter. Neue Unterrichtsformate, internationale Schülerprojekte, die ein länderübergreifendes Arbeiten an gemeinsamen Aufgaben ermöglichen, und schulinterne Fortbildungen sind direkte Ergebnisse. Zusätzlich entstanden Strukturen, um die Erkenntnisse langfristig in die Schulentwicklung einzubinden. Über Mikro-Zertfikate werden die Inhalte weiteren Lehrkräften zugänglich gemacht. „Der europäische Austausch, ermöglicht durch Erasmus+, bereicherte unsere Arbeit deutlich. Eine zentrale Erkenntnis war, dass eine starke Teamkultur entscheidend ist. Eine Atmosphäre, in der Fehler als Lernchance gelten, in der Teams Herausforderungen gemeinsam lösen und Verantwortung teilen, bildet die Grundlage für nachhaltigen Erfolg“, resümiert Michaela Köser-Segschneider. , Link zur Veröffentlichung auf der Erasmus+ Project Results Platform …
[…] Umfrage: Wie finden Sie Praktikumseinrichtungen im Ausland? Wie finden berufsbildende Einrichtungen geeignete Praktikums- und Partnereinrichtungen im Ausland? Welche Wege der Kontaktaufnahme funktionieren – und wo wird es schwierig? Teilen Sie Ihre Erfahrungen in unserer aktuellen Umfrage und helfen Sie uns damit, unsere Unterstützungsangebote gezielt weiterzuentwickeln. Zur Umfrage auf auslandsberatung-ausbildung.de …