[…] Inspiration Day 1 – (11. Dezember 2023), Inspiration Day 2 – (12. Dezember 2023) , Inspiration Day 3 - (13. Dezember 2023), Inspiration Day 4 – (14. Dezember 2023), Inspiration Day 5 – (15. Dezember 2023) Einen Überblick über das europäische Bildungsprogramm Erasmus+ und seine Fördermöglichkeiten in der Berufsbildung und Erwachsenenbildung konnten sich Interessierte im Rahmen der Inspiration Days verschaffen. Vom 11. bis 15. Dezember 2023 stellte die Nationale Agentur beim BIBB täglich die Fördermöglichkeiten in den verschiedenen Bildungsbereichen und den Leitaktionen vor. , Auftaktveranstaltung In der einführenden Veranstaltung stellte Klaus Fahle, Leiter der Nationalen Agentur beim BIBB, einen kompakten Überblick über die neuen Entwicklungen im Erasmus+-Programm vor. Präsentation (PDF) herunterladen Zum Video-Mitschnitt (Weiterleitung zum YouTube-Kanal der Nationalen Agentur) , Berufliche Auslandsaufenthalte ermöglichen Die einstündige Infosession zur Mobilität in der Berufsbildung mit Erasmus+ gab einen Einblick in die Rahmenbedingungen für Auslandsaufenthalte während der Ausbildung. Anschließend wurde ein Kurzzeitprojekt der Berufsbildung sowie eine akkreditierte Einrichtung vorgestellt. Neben Tipps rund um die Antragsstellung wurde auch über konkrete Aktivitäten und Zielgruppen berichtet. Die Informationen zur Leitaktion Mobilität in der Berufsbildung sind insbesondere für Berufsschulen, Ausbildungsunternehmen sowie Kammern und andere berufsbildende Einrichtungen interessant. Präsentation (PDF) herunterladen Zum Video-Mitschnitt (Weiterleitung zum YouTube-Kanal der Nationalen Agentur) , Nutzen Sie das Potenzial europäischer Projekte in der Beruflichen Bildung Am dritten Inspiration Day zum Thema Partnerschaften für Zusammenarbeit in der Berufsbildung in Erasmus+ wurden Informationen sowie nützliche Hinweise zur Antragstellung und Rahmenbedingungen der Förderung gegeben. Dabei wurde unter anderem der Aufruf 2024 in den Blick genommen und seine verschiedenen Fördermöglichkeiten in der Leitaktion 2 vorgestellt, mit denen die Attraktivität und Wirkung der europäischen Berufsbildung weiter gestärkt werden kann. Um einen Eindruck aus der Projektpraxis zu vermitteln, teilten aktuell geförderte Projektträger ihre Erfahrungen mit der Antragstellung und der Projektdurchführung. Präsentation (PDF) herunterladen Zum Video-Mitschnitt (Weiterleitung zum YouTube-Kanal der Nationalen Agentur) , Erasmus+ Erwachsenenbildung: Europäische Kooperationsprojekte durchführen und nutzen In dieser Infosession bekamen die Teilnehmenden einen Einblick, wie sie europäische Zusammenarbeit mit Hilfe von Erasmus+ umsetzen können. Nach grundlegenden Informationen zu Erasmus+ und den beiden Förderaktionen „Kleinere Partnerschaften“ und „Kooperationspartnerschaften“ wurde ein erfahrener Projektträger interviewt. Er berichtete aus erster Hand, welche Impulse die Arbeit in europäischen Projekten geben kann und was man für eine Antragstellung berücksichtigen sollte. Präsentation (PDF) herunterladen Zum Video-Mitschnitt (Weiterleitung zum YouTube-Kanal der Nationalen Agentur) , Erasmus+ Erwachsenenbildung: Auslandsaufenthalte für Personal und Lernende in der Erwachsenenbildung möglich machen Am fünften Tag der Inspiration Days bot sich die Möglichkeit, mehr über Erasmus+-Auslandsaufenthalte in der Erwachsenenbildung zu erfahren. Nach einer kurzen Einführung in die Förderaktion „Mobilität für Lernende und Personal in der Erwachsenenbildung“ inspirierte eine erfahrene Projektträgerin die Teilnehmenden mit einem Beispiel aus der Praxis. Sie erhielten Anregungen, wie die vielfältigen Möglichkeiten von Erasmus+ eingesetzt werden können, um die Erwachsenenbildung in ihren Einrichtungen voranzubringen. Präsentation (PDF) herunterladen Zum Video-Mitschnitt (Weiterleitung zum YouTube-Kanal der Nationalen Agentur) …
[…] Haben wir Ihr Interesse geweckt? Auch wenn es bereits eine Vielzahl guter Ansätze zur Reintegration von straffällig gewordenen Jugendlichen gibt, ist die Rückfallquote nach wie vor hoch. Diesen Teufelskreis will das Projekt NEXT STEPS durchbrechen und dabei zugleich einen arbeitsmarktrelevanten Beitrag leisten. Die noch bis zum Herbst 2023 laufende Partnerschaft knüpft an das Projekt STEPS an, dessen Ziel es war, über Sportangebote die Fähigkeiten jugendlicher Inhaftierter in der Justizvollzugsanstalt Heinsberg ( JVA Heinsberg) zu stärken. Zum Textskript , Hier geht es zu unseren Themenseiten …
[…] Die konkreten Bedürfnisse der Zielgruppe im Blick, Auf die berufliche Praxis zugeschnitten, Weitere Nutzung der Projektergebnisse, Interesse geweckt? In der Europäischen Union leben mehr als 80 Millionen Menschen mit Behinderungen - viele von ihnen sehen sich im Alltag mit Herausforderungen konfrontiert, die ihre Unabhängigkeit und Lebensqualität einschränken. Smart-Home-Technologien bieten ein enormes Potenzial, Barrieren für ein möglichst selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu überwinden und die Selbstbestimmung zu stärken. Doch vielen Betroffenen, ihren Angehörigen und den sie beratenden Fachkräften fehlt häufig das Wissen über die Möglichkeiten, die diese Technologien bieten, sowie über deren praktische Anwendung und Anpassung an individuelle Bedürfnisse. , Genau hier setzt das Erasmus+-Projekt SWEET HOME an: Zwischen Februar 2022 und Juli 2024 erarbeitete ein Konsortium aus sechs Partnern aus fünf europäischen Ländern (Deutschland, Spanien, Italien, Belgien und Griechenland) praxisorientierte Ansätze, um die Anforderungen und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen zu analysieren und beratende Fachkräfte, Angehörige und Betroffene über geeignete Smart-Home-Lösungen zu schulen. , Im Rahmen von SWEET HOME wurde zunächst eine detaillierte Analyse der spezifischen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen durchgeführt, um später gezielt geeignete Smart-Home-Technologien für die Weiterbildungscurricula auszuwählen. Dafür wurden die Barrieren im Alltag von Menschen aus sieben verschiedenen Behinderungsgruppen untersucht: Down-Syndrom, Sehbehinderung und Blindheit, Hörbehinderung und Taubheit, Muskeldystrophie, Alzheimer-Krankheit, Mukoviszidose und Nierenerkrankung. Zehn zentrale Handlungsfelder im häuslichen Umfeld wurden betrachtet, in denen Smart-Home-Technologien besonders wertvolle Unterstützung leisten können: Gesundheitsversorgung und -überwachung, Körperpflege, Wohnkomfort, häusliche Sicherheit, Unterhaltung, Reinigung, Mobilität im Haushalt, Energiesparen, soziale Teilhabe und E-Learning. , Das SWEET HOME-Projekt bietet mehrere Ergebnisse, die direkt in der beruflichen Praxis eingesetzt werden können: Leitfäden: Sieben umfassende Leitfäden enthalten detaillierte Informationen über die Bedürfnisse und Herausforderungen der verschiedenen Behinderungsarten und zeigen mögliche Lösungen auf. Link zu den Leitfäden Trainingskurse: In den Kursen erhalten Sie praxisorientiertes Wissen zu Smart-Home-Technologien – vom Überblick über die Möglichkeiten bis hin zu Installation, Konfiguration und Anwendung. Die Kuse gibt es in den folgenden Sprachen: Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch, Französisch und Griechisch. Sie befinden sich auf einer Online-Plattform, die kostenlosen Zugang zu allen Kursinhalten bietet. Kurs 1: Einführung in Smart-Home-Technologien Kurs 2: Installation von Smart-Home-Technologien Kurs 3: Nutzung von Smart-Home-Technologien Link zur Lernplattform , Durch praxisorientierte Schulungen und Materialien erhalten Fachkräfte nicht nur wertvolles Wissen, sondern auch konkrete Handlungskompetenzen, um passende technologische Lösungen für ihre Klientel zu identifizieren, sie bei der Installation zu unterstützen und die Anwendung der Smart-Home-Technologien in deren Alltag zu begleiten. , Weitere Projektinformationen in der E+PRP-Datenbank …
[…] Dokumentation der virtuellen Jahrestagung der NA beim BIBB vom 27. September 2023, Grußwort, Programm, Präsentationen, Workshops Tagungsprogramm (PDF) herunterladen , Bildungspolitische und programmspezifische Entwicklungen Klaus Fahle, Leiter der Nationalen Agentur Präsentation (PDF) herunterladen Spotlight: Neues von Europass: Franziska Bopp, Nationale Agentur Präsentation (PDF) herunterladen Spotlight: EPALE – Die Unterstützungsplattform für erfolgreiche Projektarbeit Dr. Christine Bertram, Nationale Agentur Präsentation (PDF) herunterladen Inspiration: Inklusion erfolgreich umsetzen Christiane Bodammer, Berufsbildende Schulen Osterholz-Scharmbeck Präsentation (PDF) herunterladen Inspiration: Think Twice! – Schritt für Schritt zum ökologisch nachhaltigen Projektmanagement Dino Aufschlager, Wisamar Bildungsgesellschaft gGmbH, Leipzig Präsentation (PDF) herunterladen , Finanzielle Aspekte von Endberichten in der Leitaktion 1 Präsentation (PDF) herunterladen Monitoring: Digitales Lernen im Fokus – aktuelle Entwicklungen, digitale Kompetenzen und Vernetzung Präsentation (PDF) herunterladen BIBB Invite (PDF) herunterladen Mentimeter Digital Skills (PDF) herunterladen Mentimeter Projekte (PDF) herunterladen Monitoring: Akkreditierungen in der Erwachsenenbildung – Aktueller Stand und Umsetzungsmöglichkeiten Präsentation (PDF) herunterladen Mentimeter Ergebnisse (PDF) herunterladen Erfolgreich inklusive Projekte umsetzen. Monitoring für Mobilitätsprojekte in der Berufsbildung Präsentation (PDF) herunterladen Erfolgreich in kleinere Partnerschaften starten Präsentation (PDF) herunterladen Erfolgreich in Kooperationspartnerschaften starten Präsentation (PDF) herunterladen …
[…] Eigene Stärken erkennen, Zusammenarbeit auf Augenhöhe, Digitales Lernen mit Micro Challenges, Micro Challenge Besuch der Deutschen Botschaft, Stolz auf die Ergebnisse, Lernende in ein Projekt einbeziehen – ein Rückblick, Interesse geweckt? Tukums ist eine Kleinstadt in Lettland, etwa 60 km westlich von Riga gelegen. Hier fand die Volkshochschule Meppen in dem Verein Asni 3139 eine passende Partnereinrichtung, die sich wie die Volkshochschule in der Erwachsenenbildung engagiert, unter anderem PC Kurse auf dem Land anbietet und sich darüber hinaus der Vermittlung lettischer traditioneller Handwerkskunst widmet. „Wichtig war uns bei der Wahl der aufnehmenden Einrichtung, dass wir mit unseren Teilnehmenden ähnliche Bedingungen vorfinden wie hier im Emsland, weil die meisten unserer Teilnehmenden noch nie gereist sind“, berichtet Radka Lemmen, die mit „Mutmacher*innen für Europa“ ihr erstes Erasmus+ Projekt durchgeführt hat. Ziel dieses Projekts war es, benachteiligten jungen Erwachsenen zu ermöglichen, digitale Kompetenzen zu erwerben und zu erproben. , Die jungen Erwachsenen lernen im Zentrum für Jugendberufshilfe der VHS , wo sie ihren Schulabschluss nachholen. Das Interesse, nach Lettland zu reisen war so groß, dass sogar eine Auswahl stattfinden musste. Die zwanzig Teilnehmenden wurden von Anfang an in das Projekt und die damit verbundenen Organisationsschritte einbezogen. „Die Workshops zur Projektumsetzung, zur Projektplanung haben wir in den Stundenplan der Teilnehmenden integriert. Sie waren ein Teil der Fächer Deutsch, Wirtschaft oder Mathe“, erklärt Radka Lemmen. So sind den Teilnehmenden keine Unterrichtsstunden weggefallen, sondern sie wurden projektbezogen weiter genutzt. Ein Nebeneffekt dabei war, dass auch die verschiedensten Alltagskompetenzen gestärkt wurden. Diese reichten von der Anreise (Besorgung der Tickets, Pünktlichkeit, Verpflegung) über die Verwaltung des eigenen Geldes bis hin zur Verständigung in einem nicht-deutschsprachigen Land. , Bevor die beiden Gruppen nach Lettland aufbrachen, besuchten die Projektverantwortlichen die Gasteinrichtung und konnten sich persönlich vor Ort über die Arbeitsweise und die Gegebenheiten informieren. Im Gegenzug besuchten auch zwei Vertreterinnen des lettischen Vereins als Expertinnen die Volkshochschule in Meppen. Der intensive Austausch und die gegenseitigen Besuche trugen dazu bei, dass die Einrichtungen viele Gemeinsamkeiten entdeckten und sich auf Augenhöhe begegnen konnten. Entscheidend war diese Begegnung auch für das Aufstellen des Programms für den Aufenthalt der jungen Erwachsenen in Tukums. Die beiden Kollegen, die als Betreuer mitgefahren sind, wissen, wie wichtig ein strukturierter, aber nicht zu überfordernder Tagesablauf für diese Zielgruppe ist. Für jeden Tag gab es eine Mischung aus körperlichen Aktivitäten, verbunden mit kleinen Forschungsaufträgen, die manchmal auch einen unterhaltsamen Charakter hatten. Einer davon war es herauszufinden, ob Tukums eine Burg hat. Ein anderer schickte die Gruppe zu einem Besuch in einen Kräutergarten. Das anschließende Sammeln der Kräuter nach dem Geruch führte zu viel Austausch untereinander. , Während des Aufenthaltes in Tukums haben die Teilnehmenden mit Hilfe von mobilen Endgeräten Blogbeiträge verfasst, ein digitales Portfolio erstellt und auch kleinere Videos aufgenommen, die als Instagram oder Facebook Beiträge online gestellt werden konnten. Um dies umzusetzen bekamen sie kleinschrittige Aufgaben in Form von Micro Challenges, die sie digital bearbeiten konnten. Micro Challenges oder als Mikrolernen bekannt sind Aufgaben im Häppchen-Format. , Vor dem Besuch der deutschen Botschaft in Riga arbeiteten die Teilnehmenden in Paaren oder in Kleingruppen. Sie erkundeten mit dem Tablet digital den kürzesten und günstigsten Reiseweg dorthin. Dabei mussten sie mit Übersetzer-Programmen arbeiten, um die Buchungs-App anzuwenden. Sie sammelten Fragen zur Arbeit des Botschafters, überlegten sich Fragen zum Land aus der Sicht eines interessierten Publikums wie die Gleichaltrigen oder Eltern und skizzierten rückblickend einen Blog-Beitrag oder simulierten eine einfache Pressekonferenz. Es ging darum, dass im gemeinsamen Tun ein Ganzes entsteht und jeder mit seinem aktuellen Wissenstand und Können zum Gelingen beiträgt. Wichtig war, dass das Lernen an der Lebenswelt der Teilnehmenden ausgerichtet ist. , Zurück in der Heimat erwartete die erste Gruppe ein ganz besonderes Highlight: Die erzielten Ergebnisse flossen in eine eigene Ausstellung zur Reise mit dem Namen „Blickwinkel 45 – Erfahrungsschätze aus unterschiedlichen Lebensräumen“ ein, die am 30.11.2022 feierlich eröffnet wurde. Bis Ende August 2023 konnte die Dokumentation der Reise in Form von Fotos, Interviews und Ausschnitten aus den Blogbeiträgen der Teilnehmenden besichtigt werden. Diese wurden auf Leinwänden angebracht und im gesamten Hauptgebäude der VHS Meppen aufgehängt – eine Leistung, auf die die Teilnehmenden sichtlich stolz sind. Über die Dokumentation der Lettland-Reise im Rahmen des Projektes „Mutmacher*innen für Europa“ hinaus haben sich auch die Meppener Künstlerin Janet Große und Ziedonis Stutins, Mitarbeiterin und Mitarbeiter der VHS Meppen, mit persönlichen Bild-Beiträgen an der Ausstellung beteiligt. , „Die Umsetzung des ersten Kurzzeitprojektes betrachten wir als vollen Erfolg“, sagt Radka Lemmen. Die zwei Betreuungspersonen kannten die Teilnehmenden aus dem täglichen Kontakt. „Es war uns wichtig, eine weibliche und eine männliche Person als Betreuende zu gewinnen, damit sich die Teilnehmenden vertrauensvoll an die gewählte Person wenden können“, erläutert Radka Lemmen. Wir haben erlebt, dass es eines Bewusstseins für die Problemlagen der Teilnehmenden bedarf. Das macht das Reisen mit benachteiligten Personen besonders, aber nicht aufwendiger als mit einer Großfamilie. Die genaue Kenntnis der Teilnehmenden und deren Bedürfnisse erleichtert die gemeinsame Planung und Umsetzung. Die Betreuenden berichteten, dass das Englische der Teilnehmenden sich von Tag zu Tag verbesserte. Dadurch wurden sie immer selbstständiger, offener und freudiger. Das trug positiv zum Selbstvertrauen bei. Bei der Ausstellungseröffnung waren auch Familienmitglieder und Freunde anwesend, denen die Teilnehmenden stolz Kommentare zu den Fotos und veröffentlichten Blogbeiträgen abgaben. Das erarbeitete und während der beiden Lernaufenthalte ausprobierte Empowerment-Konzept nutzt die VHS bereits auch in anderen Projekten. Es lässt sich kaum aufzählen, woran man den Erfolg der Lernmobilität messen kann. Am eindrucksvollsten kommentierte es eine Lehrkraft am ersten Unterrichtstag nach der Rückkehr: glückliche, ausgeglichene junge Menschen, die selbstbewusst und auch kritisch mit anderen Gleichaltrigen über die gemachten Erfahrungen sprachen. , Lesen Sie sich den EPALE Blogbeitrag zum Projekt durch. …
[…] In fünf Missionen zu einem nachhaltigeren Verhalten, Handbuch für Pädagoginnen und Pädagogen, Interesse geweckt? Erfahren Sie mehr über das Projekt Das Projekt „GoBeEco“ fördert einen ganzheitlichen und transformativen Bildungsprozess für Nachhaltigkeitsthemen wie Klimaschutz und Biodiversität. Dafür werden Lerninhalte, Lernergebnisse, Pädagogik und eine digitale Lernumgebung auf interaktive Weise integriert, um forschendes, handlungsorientiertes und transformatives Lernen zu ermöglichen. , Lernende jeden Alters sollten in die Lage versetzt werden, sich selbst und die Gesellschaft, in der sie leben, zu verändern. Durch den Einsatz partizipativer Methoden werden kritisches Denken, Zusammenarbeit und Führung, Teamarbeit und andere Fähigkeiten entwickelt. Viele Menschen verstehen die Notwendigkeit von Veränderungen und sind bereit, zu handeln. Doch wie kann dieses Verständnis in ein langfristiges und nachhaltiges Handeln münden? Damit wirklich eine langfristige Verbesserung eintritt, darf es nicht bei einmaligen Aktionen bleiben, sondern es müssen Gewohnheiten und Lebensstile proökologisch verändert werden. , Hier setzt das ERASMUS+-Projekt GoBeEco ein: Mit einer LernApp und einer Handreichung sollen erwachsene Lernende sowie Pädagoginnen und Pädagogen dabei unterstützt werden, durch die Veränderung individueller Gewohnheiten und Lebensstile nachhaltiger zu handeln. „Wissenschaft ist ein Garant für gemeinsame Weiterentwicklung und ein Nährboden für Innovationen. Es gibt Projekte wie GoBeEco, die eines der wichtigsten Themen - Nachhaltigkeit - sichtbar und erlebbar machen. Den Ansatz, Nachhaltigkeit auf spielerische Art und Weise in den Alltag zu bringen, finde ich hervorragend." (Prof. Dr. Volker Wittberg, FHM Prorektor Forschung & Entwicklung und Wissenschaftlicher Leiter des EU -Projekts) , Die Strategische Partnerschaft im Bereich der Erwachsenenbildung wurde von fünf Projektpartnern aus Polen, Portugal und Deutschland unter der Koordination der Fachhochschule des Mittelstandes in Bielefeld umgesetzt. Sie entwickelte eine App, mit der das nachhaltige Verhalten im Sinne des lebenslangen Lernens gefördert werden sollte. Die App stellt der Nutzerin oder dem Nutzer regelmäßig Aufgaben mit Tipps und Hinweisen zu verschiedensten Themen vor, die er oder sie lösen soll. In fünf Missionen verdient man Punkte sowie Auszeichnungen und hinterfragt so spielerisch die eigenen Gewohnheiten. Die Missionen lauten: Mission 1: Eigenverantwortung im öffentlichen Raum Mission 2: Mein Haus - Meine Regeln Mission 3: Bewusst einkaufen Mission 4: Verhalten am Arbeitsplatz Mission 5: Der grüne Weg Wer alle fünf Missionen abgeschlossen hat, kann die Spezialmission freischalten und weitere Herausforderungen meistern. Die App kann nicht nur individuell genutzt werden, sondern durch Pädagoginnen und Pädagogen auch im Unterricht in der Erwachsenenbildung eingesetzt werden. , Außerdem wurde im Projekt ein Handbuch erarbeitet, das Pädagoginnen und Pädagogen bei der Gestaltung und Durchführung von proökologischen Schulungen, Workshops oder anderen Bildungsveranstaltungen unterstützt. Der Fokus liegt dabei auf der Gestaltung und Entwicklung von handlungsorientierten Kursen. Die Lernenden sollen selbst handeln und Erfahrungen machen und stehen damit im Mittelpunkt des Lernprozesses. Ein zentrales Element bildet dabei die Arbeit mit digitalen Ressourcen, insbesondere der Gamification. Wenn die Methoden und Werkzeuge aus der Sicht der pädagogischen Praxis betrachtet werden, sind diese wichtige Elemente, um den Lehr-Lern-Prozess passgenau zu gestalten. Besonderes Augenmerk wird auf die Anfangssituationen gelegt, die motivieren und einladen sollen. …
[…] Trainingscurriculum für Fachleute und Peers, Empfehlungen zur Integration von Peers in das Gesundheitssystem und zur Ergänzung der Arbeit des Fachpersonals, Ergänzende Materialien, Nutzung und Ausbau der Peer-Unterstützung Immer mehr Menschen leiden unter psychischen Gesundheitsproblemen, auch der Missbrauch von Suchtmitteln hat in Europa zugenommen. Gleichzeitig werden Inklusion, eine Stärkung der Rechte von Patientinnen und Patienten sowie der Zivilgesellschaft politisch gefordert. Dies hat auch Auswirkungen auf die Aus- und Weiterbildung im Gesundheitsbereich der europäischen Länder, die den gestiegenen Anforderungen gerecht werden müssen. Um die wachsende Nachfrage nach Unterstützung im Bereich der psychischen Gesundheit zu decken, greift die Partnerschaft „HelpEx“ auf das Konzept der Peer-Beratung zurück, bei der ehemalige Patientinnen und Patienten die Fachkräfte im Gesundheitsbereich unterstützen. Dafür hat die Partnerschaft einen Ausbildungsplan und Schulungsmaterialien entwickelt. , Bei diesem Konzept werden die Erfahrungen von ehemaligen Patientinnen und Patienten – im Projekt Peers genannt – für den Heilungsprozess von aktuell Betroffenen genutzt, eine Win-Win-Situation für beide Seiten: Das Fachpersonal in den Rehabilitations- und Genesungsdiensten erfährt Unterstützung, und auch die ehemaligen Patientinnen und Patienten profitieren. Die „Peers“ bringen jeweils ihre eigene Geschichte mit, sie haben ihre psychischen Probleme überwunden und waren selbst Patienten bzw. Patientinnen in einer der an der Partnerschaft beteiligten Einrichtung. Die Partnerschaft mit acht teilnehmenden Einrichtungen aus sechs europäischen Ländern unter der Koordination des Deutschen Caritasverbandes Landesverband Bayern e.V. hat sich der Integration von Peers über drei Jahre gewidmet und das Projekt „HelpEx: Europäische Qualifizierung von Ex-Patienten im helfenden Prozess der Rehabilitation und Genesung“ umgesetzt. Die Partner aus Deutschland, Frankreich, Italien, Malta, Polen und Tschechien sind Dienstleistungs- und Bildungsanbieter im Bereich der psychischen Gesundheit. Sie bieten ambulant und/oder stationär Rehabilitations- und Genesungsdienste für Menschen mit psychischen Schwierigkeiten und/oder gravierenden Missbrauchsproblemen sowie Bildungsangebote in diesen Bereichen an. Im Projektzeitraum wurden Trainingsmaterialien für die Peer-Beratung – sowohl für das Fachpersonal als auch für die Peers selbst – für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen und/oder erheblichen Abhängigkeitsproblemen entwickelt, erprobt und evaluiert. , Schwerpunkt des Projektes war die Erstellung eines Curriculums zur Qualifizierung sowohl der Fachleute als auch der Peers zur bestmöglichen und erfolgreichen (Zusammen-)Arbeit mit den Peers. Dieses bietet ein sich gegenseitig ergänzendes Set von insgesamt sechs Trainingsmodulen. Für jedes Trainingsmodul gibt es jeweils eine Version für die Gruppe der Mitarbeitenden in sozialen Organisationen, die Hilfe für Menschen mit psychischen Problemen und/oder Suchtproblemen anbieten und jeweils eine Version für die Peers. Dabei enthält es neben den spezifischen Versionen für die Fachleute und für die Peers auch gemeinsame Einheiten für beide Parteien. Das Trainingsmodul wird als Open Educational Ressource ( OER ) veröffentlicht. Ein Modul umfasst sechs bis zwölf Stunden, die von eigenen Fachleuten oder externen Trainern und Trainerinnen angeleitet werden können. Das Curriculum besteht aus sechs Modulen: On-boarding Den Rahmen kennenlernen Wertschätzende Kommunikation Konfliktlösung Herausforderungen und Krisen managen Psychische Erkrankungen und Grundlagen des Helfens Zwischen den einzelnen Modulen finden sich Übersichten zur Reflexion, Verweise auf die HelpEx-Webseite mit ergänzendem Online-Material, zu Peeransätzen in unterschiedlichen Settings, zu Grundlagen zum gesetzlichen Rahmen und Bedingungen bzw. Empfehlungen aus dem Projekt sowie zu Modellen zur Verbindung der Peer-Qualifikation mit der beruflichen und akademischen Bildung. Das Curriculum ist in den sechs europäischen Sprachen der Partnerländer verfügbar. , Darüber hinaus wurde - aufbauend auf einer länderspezifischen Analyse – eine Empfehlung zur Integration von Peers in das Gesundheitssystem erstellt, um die Zusammenarbeit von Fachleuten und Peers zu einem Standard in den Gesundheits- und Sozialeinrichtungen zu machen. Diese zeigt auf, wie und wo die Peers bedarfsgerecht eingesetzt werden und sich selbst (weiter-)entwickeln können. Darüber hinaus wird dargestellt, wie ihre erfahrungsbasierte Qualifikation anerkannt werden kann. Auch die Empfehlungen sind in den sechs europäischen Sprachen der Partnerländer verfügbar. , Die Projektinhalte sind als E-Learning auf einer eigens erstellten Projektwebseite zugänglich, auf welcher ebenso Arbeitsblätter und Übungen zur Verfügung gestellt werden. Ein Video gibt Einblicke in ein HelpEx-Training in Malta. Ein Bericht über eine Peer-Beratung verdeutlicht die Möglichkeiten eines (präventiven) Peer-Einsatzes, der an der berufsbildenden Partnerschule Robert-Kümmert-Akademie erprobt wurde. , Das im Rahmen des Projektes entwickelte Curriculum ermöglicht es dem Fachpersonal, den Rehabilitations- und Genesungsprozess von psychisch kranken oder drogenabhängigen Patienten und Patientinnen zu unterstützen. Es kann von jeder im Gesundheitsbereich tätigen Organisation auf ihre eigenen Bedürfnisse angepasst und die erstellten Module somit bedarfsgerecht eingesetzt und genutzt werden. Mithilfe der im Projekt entwickelten Materialien kann der Auf- und Ausbau der Integration von Peers vorgenommen werden. Dadurch kann die transnationale Qualifizierung von Ex-Patienten und -Patientinnen im helfenden Prozess der Rehabilitation und Genesung kontinuierlich umgesetzt und integriert werden. …
[…] Digitalisierung in der praktischen Berufsausbildung, Handlungsszenarien für unterschiedliche Bildungssysteme, Stakeholder unterstützen den Ansatz, Interesse geweckt? Erfahren Sie mehr über das Projekt Aktuelle Herausforderungen für die Bauwirtschaft drücken sich in Slogans wie „Digitales Bauen” und “Baustelle 4.0” aus. Baufachkräfte müssen nun mit digitalen Technologien und Anwendungen umgehen können – von digitaler Kommunikation über das Handling mobiler Endgeräte bis hin zur Robotik am Bau. Hier setzt das Partnerschaftsprojekt Digital Construction for Europe (DigiCon) an. , Die Bedeutung des Digitalen und zugleich klimaneutralen Bauens – auch beim Sanieren in Gebäuden und Quartieren – wächst ständig. Zukunftsweisende, tragfähige und umsetzbare Digitalisierungsstrategien sind für die Unternehmen der Bauwirtschaft elementar, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und zu sichern. Aufbauend auf den Ergebnissen der Partnerschaft „ Fit for BIM“ hat das die BGZ Berliner Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit dazu veranlasst, die Kooperationspartnerschaft „DigiCon“ zu initiieren. Ziel des Projekts ist es, die Ausgestaltung der Digitalisierung in der Berufsbildung voranzubringen – am Beispiel der Bauberufe und die Kooperation mit Wirtschaft und Forschung zu stärken. Zielgruppen sind Auszubildende, Lehrkräfte und Ausbildungspersonal sowie Akteure und Akteurinnen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung. DigiCon wird von sechs Partnern aus drei EU -Mitgliedsstaaten unter Federführung der BGZ umgesetzt. Berufseinrichtungen und Hochschulen aus Deutschland, Polen und Belgien sind gemeinsam angetreten, um die digitalen Kompetenzen Auszubildender zu verbessern, die Digitalisierung der Bildungseinrichtungen voranzutreiben und die Kooperation mit Wirtschaft und Forschung zu stärken. Dabei werden sie durch Unternehmen, Verbände des Bausektors sowie Kammern und Innungen unterstützt. Die Partnerschaft geht u.a. folgender Fragen nach: Welche einzelnen Arbeitsprozessabschnitte können in der Ausbildung digital vermittelt werden und wie? Wo macht es Sinn? Welche Unterprozesse gehören zu diesen Prozessen und an welcher Stelle können diese durch digitale Werkzeuge unterstützt werden? Reicht die Digitalisierung als Hoffnungsträger der Innovationsexzellenz der Berufsbildung aus, um die Fachkräfte zu sichern? Was muss zudem beachtet werden? Für die Ausarbeitung zukunftsträchtiger Angebote wurden dafür in Kooperation mit Baufirmen genaue Status Quo Analysen in den einzelnen Partnerländern durchgeführt, um zu verdeutlichen, wie weit digitale Elemente bereits in der Wirtschaft und insbesondere in der beruflichen Bildung umgesetzt wurden. , Eine Herausforderung war, den bisherigen unterschiedlich ausgeprägten Erfahrungen hinsichtlich des Digitalisierungsfortschritts und der Nutzung von digitalen Tools in didaktischer Arbeit in den Partnerländern mit unterschiedlichen Bildungssystemen zu begegnen und die Modernisierungspotenziale sichtbar zu machen. Dafür wurden die Ausbildungsumgebungen je Partnerland und die typischen Szenarien entlang der Handlungsprozesse auf der Baustelle identifiziert und für die Weiterentwicklung drei exemplarische Handlungsszenarien festgelegt. Herstellung einer Mauerwerkswand Herstellung eines Stahlbetonbalkens/Stahlbetonträgers Herstellung eines Dachstuhls Für diese Handlungsszenarien wurden die jeweiligen Prozessschritte nach der Business Process Model Notation (BPMN) dokumentiert, um landesspezifische Besonderheiten besser erfassen zu können. Hierbei wurde auf eine Trennung von Prozess, Daten und Tools geachtet, damit der Einfluss der Digitalisierung besser deutlich gemacht werden kann. Dies geschieht exemplarisch für folgende Berufe: Zimmerer/-in, Maurer/-in, Beton- und Stahlbetonbauer/-in, Hochbaufacharbeiter/-in und Bautechniker/-in. Dafür wurde eine einheitliche Darstellung grafisch aufbereitet. Auf der Basis dieser Handlungsszenarien entstehen im Projekt Lernszenarien mit Anwendungsanleitungen. Die Partner zeigen konkrete Umsetzungsschritte auf, wie eine sinnvolle, machbare und nachhaltige Gestaltung der Digitalisierung in unterschiedlichen Ausbildungssystemen (schulisch, dual und eine Kombination aus beidem) realisiert werden kann. Im Rahmen des Projektes werden die Prozessbeschreibungen, Lernmaterialien und Tools auf der Lernplattform Moodle der HTW Berlin zur Verfügung gestellt. Die übertragbaren Anwendungen ( z. B. Augmented Reality) und Tools ( z. B. digitale Bauakte) zum digitalen Bauen für die Berufsschulen, können zugleich von ausbildenden Betrieben genutzt werden. Die DigiCon-Partner haben in die Projektarbeit neben den Bauexperten auch zuständige Behörden und Regulierungsstellen eingebunden. So kann die Partnerschaft mit Blick auf den „digitalen Wandel“ weitere innovative, übertragbare Handlungskonzepte für die erfolgreiche und Integration von Digitalisierung in der beruflichen Aus- und Weiterbildung anbieten, wie z.B. einen Leitfaden zum Capacity Building für Berufsbildungseinrichtungen und modellhafte Digitalisierungsstrategien. , „Durch digitale Lernbausteine und innovative Bildungskonzepte werden Baufachkräfte befähigt, sich den Herausforderungen des digitalen und nachhaltigen Bauens zu stellen“. Dr. Robert Momberg, Hauptgeschäftsführer Bauindustrieverband Ost e. V. Mit den DigiCon-Ergebnissen stehen den Betrieben neue moderne Strategiekonzepte zur Verfügung, die sie dabei unterstützen, flexibel auf technologische Neuerungen zu reagieren und ihre Ausbildungspraxis aufzunehmen. Die Nachhaltigkeit der übertragbaren Ergebnisse stärken der reale Bezug zu den Arbeitsprozessen auf der Baustelle 4.0 und die aufgebauten Netzwerkkooperationen. DigiCon trägt damit auch zur Exzellenz in der Berufsbildung bei. …
[…] Umfangreiche Materialien zu KI entwickelt, Interesse geweckt? Erfahren Sie mehr über das Projekt Das Thema „Künstliche Intelligenz“ (KI) zieht immer mehr in die Fachdiskussionen über zukünftige Arbeitsformen ein. Gleichzeitig ist das Thema aber häufig mit gewissen Vorbehalten oder gar Ängsten verbunden und hat noch nicht die breite Öffentlichkeit erreicht, sondern wird eher den Fachleuten überlassen. Auch in der Erwachsenenbildung spielt der Einsatz KI-gestützter Lernformen derzeit eine deutlich untergeordnete Rolle. Auf der anderen Seite gehen viele Menschen im täglichen Leben unbewusst, aber ganz selbstverständlich mit Systemen und Tools um, die auf künstlicher Intelligenz beruhen. Beispiele sind Chatbots oder auch Sprachassistenten wie Alexa oder Siri. An dieser diffusen Gemengelage setzte die Strategische Partnerschaft „KI Curriculum – Künstliche Intelligenz in der Erwachsenenbildung“ an und griff dieses innovative Thema auf. Die fünf Partnereinrichtungen aus vier europäischen Ländern setzten sich zum Ziel, einen niedrigschwelligen Grundlagenkurs zum Thema KI zu entwickeln, an dem jede und jeder ohne Vorkenntnisse teilnehmen kann. Zudem mussten auch erst einmal die Trainerinnen und Trainer in den beteiligten Einrichtungen zu diesem Thema geschult werden. , So entwickelten die Partner auf der einen Seite zwölf thematische Briefings, die sich aus fünf Grundlagenmodulen und sieben weiterführenden Modulen zusammensetzen. Diese führen anschaulich in den Themenkomplex ein und zeigen die Anwendungsmöglichkeiten von KI in verschiedenen Bereichen auf – beispielsweise im Finanz- und Gesundheitsbereich. Auf der anderen Seite entstanden Trainings- und Begleitmaterialien für Lehrende in Form von einem Schritt-für-Schritt-Leitfaden zur Durchführung von Online- und Offline-Veranstaltungen, einem ausführlichen Handbuch und einem Toolkit. Abgerundet wird das Ergebnisportfolio des Projektes durch ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen sowie durch Audio-Snippets, die basierend auf Interviews mit Expertinnen und Experten weitere Informationen zu Themenfeldern und Anwendungsbereichen von KI geben. Um die Trainerinnen und Trainer bestmöglich auf ihre Aufgaben vorzubereiten, wurden in jedem der beteiligten Länder Train-the-trainer-Workshops durchgeführt. Zudem organisierten die Projektpartner Verbreitungsveranstaltungen, damit Einrichtungen für das noch neue Thema sensibilisiert und weitere interessierte Trainerinnen und Trainer gewonnen werden. So sind durch das Projekt frei zugängliche Produkte entstanden, die nun von anderen Personen und Einrichtungen verwendet werden können, um auf dieser Basis eigene Trainings zu entwickeln. Außerdem können alle Interessierten ihr Wissen zum Thema KI erweitern und Vorurteile abbauen – auch ganz ohne Vorkenntnisse. …
[…] Das Jahr 2020 - ungekannte Einschränkungen, Gute Idee - virtuelle Austauschmöglichkeiten, Virtual EU-Cycling - ein innovative Projekt, Neue Chancen - Digitalisierung in der Schule, Interesse geweckt? Erfahren Sie mehr über das Projekt Die Carl Benz-Schule Gaggenau hat in einer schwierigen Zeit Ideenreichtum bewiesen und mittels digitaler Wege den Kontakt zu europäischen Partnerschulen bewahrt. Hier bekommen Sie einen Einblick in die innovativen Projekte. , Das Jahr 2020 hat für unsere Gesellschaft viele Einschnitte und Entbehrungen gebracht. Insbesondere die Mobilität wurde stark eingeschränkt. Viele geplante Auslandsaufenthalte mussten abgesagt werden, darunter selbstverständlich auch viele Auslandspraktika für Auszubildende. Die Carl-Benz-Schule ist eine berufliche Schule mit den Schwerpunkten Metalltechnik, KFZ-Technik und Mechatronik. Sie sitzt in Gaggenau im badem-württembergischen Murgtal. Die Einrichtung mit Mobilitätscharta und langjähriger Erfahrung mit Erasmus+ wollte ihren Schülerinnen und Schülern auch 2020 wieder zwölf Plätze für Auslandspraktika in Spanien oder Finnland ermöglichen. Doch aufgrund der Corona-Pandemie mussten sowohl die eigenen Aufenthalte in Spanien gecancelt, als auch die erwarteten Incoming-Besuche aus Finnland abgesagt werden. , Die Schule hat sich kurzerhand neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit geschaffen. Mit den etablierten Partnerschulen in Finnland konnten neues Projekte ins Leben gerufen werden. Zunächst wurde ein virtuelle Austauschmöglichkeit für die Auszubildenden aus Deutschland und Finnland geschaffen. Als erste Idee sollte Mobilität im Kleinen betrieben werden. Die Auszubildenden unterstützten sich gegenseitig beim Aufbau von akkubetriebenen Modellautos. Geplant und konstruiert wurde das Ganze in vielen Online-Meetings. Als Ergebnis der Kooperation schafften die Auszubildenden einen realen Berührungspunkt. Die Modellautos konnten mittels eines Raspberry, einer bekannten Hardware für Bastler, per Internet im Partnerland gesteuert werden. , Eine weitere Idee der Schule wurde das Projekt "Virtual EU-Cycling". Auch hier ging es darum, Kontaktpunkte für die Auszubildenden zu schaffen, ohne dabei das Land zu verlassen. Das Idee hinter "Virtual EU-Cycling" beinhaltet zwei Schwerpunkte. Zunächst ist die Konstruktion einer Vorrichtung vonnöten, die es ermöglicht mit einem Fahrrad auf der Stelle zu fahren. Hierzu dürfen die Auszubildenden in internationalen Teams (mittels Online-Meetings) die Fahrradvorrichtung gemeinsam planen und fertigen. Die Montage- und Schweißarbeiten finden in der Berufsschule statt. Geplant wurde zudem die Vorrichtung mit einem technischen System zu verknüpfen, welches auch Steigungen auf der Strecke simuliert. In einem zweiten Prozess soll den Nutzerinnen und Nutzern des Fahrrad eine interessante Ablenkung für die Anstrengung geboten werden. Die Idee ist so simpel wie logisch, vor einem Fernseher oder einem Tablet soll man virtuell Strecken im Partnerland fahren können. Auch wenn die Auszubildenden nicht wirklich dorthin reisen können, so können sie so doch das Land näher kennen lernen. Spannend wurde daher der Prozess der Datenerhebung. Damit der Simulator möglichst realistisch ist, fahren die Schülerinnen und Schüler der Partnerschule mit dem Fahrrad und einer Kamera Teilstrecken in der Heimat ab. Manchmal radeln sie sogar einen paar Umwege, um bestimmte Sehenswürdigkeiten auf der Strecke zu zeigen. Im Anschluss werden die so entstandenen GPS-Daten mit dem Videomaterial verknüpft. Sobald die Fahrrad-Vorrichtung gefertigt ist, treffen sich alle Teilnehmenden zur gemeinsamen "virtuellen" Fahrt durch ihre Länder. Ein solch innovatives und kreatives Endprodukt wird selbstverständlich auch in der Schule platziert, so dass weitere Schülerinnen und Schüler eine Fahrradtour durch das Partnerland machen können. So wird der Erasmus+ Gedanke trotz Corona bedingter Einschränkungen an der Schule sichtbar gemacht und verbreitet. , „Das Zusammenwachsen und das gemeinsame Verständnis für Arbeitsprozesse und Produktionsqualität sowie auch das kulturelle und sprachliche Verständnis sind uns hier ein wichtiges Anliegen. Wir wollen aus diesem Grund sicherstellen, dass wir gemeinsam mit unseren Projektpartnern auch in diesen schwierigen Zeiten in Kontakt bleiben und den Austausch, wenn auch digital weiter betreiben und durch solcherart innovative Ansätze auch fördern können. Ich freue mich daher sehr, dass unsere Kollegen diese Projektidee so engagiert und innovativ gestalten konnten.“ Dr. Falk Hartmann, Schulleiter der Carl-Benz-Schule Gaggenau , Mit diesen Projekten reagiert die Carl-Benz-Schule auch auf ihre neuen Bildungspläne, die Elemente der Digitalisierung in mehreren Lernfeldern hervorheben. Es findet ein gelungener Austausch über digitale Kommunikationstools statt und zeitgleich entstehen innovative Projekte, die digitale Ideen voranbringen. Die bisherigen guten Erfolge zeigen, dass das Thema Digitalisierung in berufsbildenden Schulen tolle Chancen bringt und das Potential hat, neue Motivation und Einsatz in Schul- und Lehrerschaft zu wecken. Das ganz nebenbei ein vertiefter Kontakt zu den Partnerschulen in anderen Ländern und das Erleben von grenzüberschreitenden Zusammenarbeit für die Schülerinnen und Schüler ermöglicht wird, macht diese Projekte zu Lichtblicken in schwierigen Zeiten. …