[…] Materialien für Lehrende und Lernende, Interesse geweckt? Seit einigen Jahren nehmen antidemokratische Tendenzen, unter anderem durch das Erstarken von nationalpopulistischen Parteien, in europäischen Staaten zu. Um dem entgegen zu wirken, hat es sich das EU-Projekt „#GetInvolved“ zum Ziel gesetzt, ins besondere bei jungen Menschen im Berufsbildungssystem das demokratische Bewusstsein zu stärken. Dabei sollen vor allem demokratische Gestaltungsmöglichkeiten aufgezeigt werden, welche sich nicht nur auf die klassischen institutionalisierten Formen beschränken. , Zu Beginn ging die Strategische Partnerschaft unter der Koordination der QBS Gewerkstatt der Frage nach, wo dem Bereich „Teilhabe am demokratischen Leben, gemeinsame Werte und zivilgesellschaftliches Engagement“ im Berufsbildungssystem Raum gegeben wird. Dabei hat das Projektteam, bestehend aus fünf Partnern in vier EU-Ländern, festgestellt, dass dieses Thema in der alltäglichen Praxis stark vernachlässigt wird. Im Projekt wird die se Problematik aufgegriffen, indem die Sensibilisierung für Diskriminierung geschärft werden soll und Methoden bereitgestellt werden, um die Erfahrung von Teilhabe entsprechend dem Konzept der Inclusive Citizenship zu er möglichen. Hierbei ist die Wertschätzung für die Perspektive der Teilnehmenden ein zentrales Element. Die Materialien richten sich da bei nicht nur an Berufsbildungseinrichtungen, sondern auch explizit an Betriebe. , Die erstellten Materialien bieten auf verschiedenen Ebenen Methoden und Anregungen, um das Projektziel zu erreichen. In einem Train-the-Trainer-Workshop werden dem Bildungspersonal Methoden vermittelt, die sich einerseits der Sensibilisierung für Diskriminierung und Macht sowie andererseits der aktiven Teilhabe widmen. Diesen Workshop können Bildungseinrichtungen und Betriebe selbstständig mit Hilfe der Materialien organisieren oder bei den Projektpartnern eine Durchführung anfragen. Das Angebot besteht auch nach Projektende fort. Zur Förderung des Engagements von jungen Menschen wurde ebenfalls ein Handbuch für Schülerwettbewerbe entwickelt, das von Lehrenden wie Lernenden gleichermaßen genutzt werden kann. Darüber hinaus unterstützt ein Self-Monitoring-Tool die Vermittlung einer demokratischen Haltung in der Berufsbildung, indem unter anderem Diskriminierungspotenziale und Machtstrukturen in Organisationen aufgezeigt werden. Zusätzlich wurde ein Konzept für eine mögliche Zertifizierung von Organisationen nach demokratischen Kompetenzen und Strukturen entwickelt. Eine Herausforderung in der Projektarbeit war es, die unterschiedlichen landesspezifischen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen und entsprechend bei der Produktentwicklung umzusetzen. „Im Umgang mit dem Thema Teilhabe ist die Bereitschaft zu Selbstreflexion und zum Perspektivwechsel von großer Bedeutung“, betont Andrea Wisotzki, die Projektkoordinatorin. , Weitere Projektinformationen in der E+PRP-Datenbank …
[…] Aufbau kommunaler Bürgermedien, Interesse geweckt? Erfahren Sie mehr über das Projekt Fake News, die absichtliche Verbreitung von Falschmeldungen, stellen zunehmend eine Bedrohung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie dar. Weltweit nutzen populistische und radikale Gruppen unterschiedlicher politischer Richtungen Falschmeldungen ganz bewusst, um Gemeinschaften zu spalten und somit Anknüpfungspunkte zur Durchsetzung ihrer politischen Agenda zu finden. Die Strategische Partnerschaft „Wires Crossed – Developing Community Media to Mitigate the Impact of Fake News“ hat sich diesem Problem gestellt. Die insgesamt sieben Partner aus sieben Ländern entwickelten ein Rahmenwerk, um auf lokaler Ebene Fake News durch die Verbreitung echter und faktenbasierter Nachrichten zu bekämpfen. Koordiniert wurde das EU-Projekt von Jugend- & Kulturprojekt e.V. aus Dresden. , In den Heimatstädten der beteiligten Einrichtungen wurden Menschen zu lokalen Expertinnen und Experten qualifiziert und kommunale Bürgermedien aufgebaut, die mit eigenen Inhalten Falschmeldungen entgegentreten. Zudem wurden Lehr- und Lernmaterialien entwickelt, mit denen sich der Aufbau solcher Bürgermedien unterstützen lässt und über die die dazu not wendigen Kompetenzen vermittelt werden können. Alle Materialien stehen online auf der Projektwebseite frei zur Verfügung, so dass sie auch in anderen Städten genutzt werden können. Myrto-Helena Pertsinidi, die Koordinatorin des Projektes, empfiehlt für den Aufbau von Bürgermedien, die Situation vor Ort zunächst zu analysieren und die Materialien dann auf die jeweiligen Bedürfnisse anzupassen. , „Aus unserer Erfahrung ist es für eine erfolgreiche Umsetzung besonders entscheidend, sowohl bei der Qualifizierung der Expertinnen und Experten als auch bei der Verbreitung von Nachrichten eine möglichst einfache Sprache zu nutzen, da so deutlich mehr Menschen erreicht werden können. Zudem ist es wichtig, genau die Medien zu nutzen, über die auch Falschmeldungen ihre Zielgruppen erreichen“, so ihre Empfehlung. Für Pertsinidi ist das Thema Fake News weiterhin von Belang. Sie sieht auch in Zukunft große Herausforderungen, beispielsweise gehe es darum, attraktive Wege zu finden, mit denen sich gerade die Zielgruppen er reichen lassen, die besonders vulnerabel für Falschmeldungen sind. Jugend- & Kul turprojekt e.V. untersucht derzeit Möglichkeiten des Einsatzes spielbasierter Lernmaterialien mit dem Ziel, an "Wires Crossed" azuknüpfen und junge Menschen, aber auch Seniorinnen und Senioren zu erreichen. …
[…] Hallo Finn, im April hast du an der Ratssimulation „ConSIMium“ in Brüssel teilgenommen, kannst du kurz erklären, was das genau ist?, Wie bist du dazu gekommen am ConSIMium teilzunehmen? Was hat dich motiviert?, Wie hast du es erlebt, mit 160 jungen Leuten aus 27-Ländern der EU zusammenzuarbeiten? Was hast du gelernt über die Entscheidungsprozesse auf EU-Ebene?, Sicherlich war es auch herausfordernd, die Interessen verschiedenster Akteure und Länder zusammen zu bringen, oder?, Wie war es in einer Delegation aus Studierenden und Auszubildenden zusammenzuarbeiten? Warum ist es wichtig, dass junge Menschen aus der Berufsbildung an solchen Beteiligungsformaten teilnehmen?, Was nimmst du mit zum Thema „Europa und demokratische Teilhabe“ auch im Kontext der anstehenden Europawahl?, Wie hat deine Erfahrung dein Engagement als EuroApprentice beeinflusst?, Was war dein persönliches Highlight an den Tagen in Brüssel?, Interesse geweckt? Finn Marvin Holtmann hatte die Möglichkeit, gemeinsam mit einer deutschen Delegation von Studierenden und Auszubildenden an der EU-Ratssimulation „A Council Simulation Experience (ConSIMium)“ in Brüssel teilzunehmen. Der ausgebildete Biologisch-Technische-Assistent ist als EuroApprentice aktiv. In unserem Interview berichtet der Erasmus+-Botschafter von seiner Erfahrung und was er in den beiden Tagen in Brüssel über die Europäische Union und ihre Entscheidungsmechanismen gelernt hat. , Die Ratssimulation ist die Möglichkeit, zu erfahren, wie es im Europäischen Rat von statten geht, also wie unter Kompromissfindung zwischen den Staaten Gesetze entstehen. Nur abgekapselt von der Öffentlichkeit und für uns junge Menschen angepasst. Ziel der Veranstaltung war es, uns zu zeigen wie das Ganze abläuft, was vielleicht vielen Bürgerinnen und Bürgern nicht klar ist, sodass wir die Entscheidungsfindungsprozesse hinter den Kulissen so realitätsnah wie möglich erleben durften. Dabei waren wir in den echten Räumlichkeiten des Europäischen Rates mit allem, was dazu gehört: Es gab Pressekonferenzen, und wir durften in den Räumen sein, wo sonst Ministerinnen und Minister und Botschafterinnen und Botschafter sitzen, wie man es manchmal im Fernsehen sehen kann. , Wir als EuroApprentices wurden über die Veranstaltung und die Möglichkeit informiert, über den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) teilzunehmen. Da ich beim Europäischen Jugendevent in Straßburg (EYE) bereits die Möglichkeit hatte, das Europäische Parlament zu besuchen, dachte ich, wäre es auch nochmal interessant, die Institution des Europäischen Rates kennenzulernen. Dann habe ich mich beim DAAD beworben und das Glück gehabt, auch mitfahren zu dürfen. Ich finde es spannend zu erfahren, wie die doch recht komplexen Prozesse in der EU ablaufen und es interessiert mich, diese dann auch anderen näher zu bringen. , Es ist wirklich sehr komplex. Das meiste bespricht man zunächst in seiner eigenen Delegation. Also worauf man achten muss in den Sitzungen, um die Position der Delegation einheitlich zu vertreten. Und dann ist man in seinem Bereich und seiner Rolle unterwegs. Ich war zum Beispiel nationaler Experte für Cybersicherheit und habe mich dann mit den nationalen Experten der anderen 27 Länder besprochen. Bei 27 Ländern geht jeder Gesetzesentwurf durch mehrere Sitzungen und bei jeder können wieder neue Punkte angebracht werden. Aber es ist schön zu sehen, wie man zusammen agieren kann und, dass das System niemanden benachteiligt, egal wie groß oder klein das Land ist. Ich finde es gut, dass jede Nation in der EU Mitsprache hat. , Ja, es ist sehr herausfordernd, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Man hat im Vorgang der Sitzungen schon die Möglichkeit sich mit den anderen Ländern auszutauschen. Also, dass man zum Beispiel schonmal mit dem nationalen Experten der Niederlande spricht, sodass es dann in der Sitzung leichter ist, zusammen zu finden. Man muss also ganz genau schauen, wo findet sich die größte Gruppe und passt man dazu? , Dies war das erste ConSIMium , zudem neben Studierenden auch Auszubildende eingeladen waren, daher waren die Auszubildenden im Verhältnis eher unterrepräsentiert. Ich finde es aber wichtig, dass auch die Menschen aus der Berufsbildung die Chance bekommen, eine solche Erfahrung zu machen. Die Mischung aus Theorie und Praxis stellt für mich einfach das Gesamtbild dar, daher ist es wünschenswert, dass in Zukunft mehr Auszubildende am ConSIMium teilnehmen. , Europa als solches ist sehr verschieden und sehr bunt gemischt, aber es ist schön zu sehen, wie gut es funktioniert – wenn man möchte. Und es muss auch funktionieren, denn jeder für sich ist eines, aber gemeinsam Lösungen zu finden und als Gesamtheit aufzutreten, ist viel wert und hat mehr Gewicht – nicht nur in Europa, sondern auch international. Und besonders jetzt ist es wichtiger denn je, dass man auf gesellschaftliche Anliegen gemeinschaftlich reagiert. , Ich habe gemerkt, dass es immer noch viel internationaler Arbeit bedarf, denn jedes Land tickt anders. Es gibt so viele Verschiedenheiten in Europa, dass es für mich als EuroApprentice umso wichtiger erscheint, zusammenzuarbeiten und von anderen Ländern zu lernen. Und auch Verständnis zu entwickeln für die Denkweise in anderen Ländern. In dem Kontext ist meine Arbeit sehr sinnvoll, um mehr Kontakte und Austausch international zu ermöglichen. , Wie gut die Bahn in Brüssel funktioniert! (lacht) Vor Ort sein zu dürfen und Einblick zu bekommen in etwas, wo man sonst keinen Zugang hat, und eben der Austausch mit anderen Menschen aus verschiedensten Ländern. Durch unsere Betreuerin hatten wir außerdem die Möglichkeit eine persönliche Führung durch Brüssel zu bekommen, durch die Stadt und ihre EU-Institutionen. …
[…] Lernreisen eröffnen neue Horizonte, Interesse geweckt? Seit 2021 können auch Lernende in der Erwachsenenbildung an Erasmus+ teilnehmen. Richtete sich das Angebot zunächst an Menschen mit geringeren Chancen, so ermöglicht es seit 2023 allen erwachsenen Lernenden eine Auslandserfahrung. Als einer der ersten Projektträger führte der Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins eine Lernreise ins schwedische Malmö durch. , „Unsere Kolleginnen und Kollegen aus Husum und Kiel sind im Mai 2023 mit vier Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern aus dem Bereich Grundbildung für eine Woche nach Schweden gefahren“, berichtet Julia Francke, Projektkoordinatorin Erasmus+ beim Landesverband. Für sie war das Angebot eine „tolle und sinnvolle Gelegenheit“, um eine Zielgruppe zu erreichen, die aufgrund ihrer Lernbiografie und Lebenssituation ansonsten kaum Zugang zu derartigen Erfahrungen hätte. Das trage entscheidend dazu bei, das Selbstwertgefühl dieser Menschen zu steigern Die Gruppe, die sich auf den Weg nach Malmö machte, bestand aus acht Personen: jeweils zwei Kursteilnehmenden und Begleitpersonen aus den beteiligten Einrichtungen. Neben dem Besuch der Kvarnby Folkhögskola – einer schwedischen Partnerschule, mit der der Verband schon länger zusammenarbeitet – umfasste das Programm sowohl Begegnungen mit der Kultur des Gastlandes als auch Einblicke in das schwedische Sozialsystem und die Landschaft der Erwachsenenbildung. „Ohne die intensive Betreuung und einen starken Partner vor Ort hätten wir das niemals stemmen können“, sagt Francke, die ergänzt: „Die Teilnehmer/-innen bringen in der Regel eine Lernschwäche mit. Sie hatten zum Teil noch nie ihre Heimatstadt verlassen oder in einem Hotel übernachtet. Mit der Lernreise haben wir ihnen eine völlig neue Welt eröffnet. Sie haben zum ersten Mal in ihrem Leben echte Teilhabe erlebt.“ Wichtig dabei war es vor allem, die Gruppe intensiv auf die Reise vorzubereiten, auch um Ängste zu nehmen und Vertrauen aufzubauen, erinnert sich Francke: „Das begann mit der Frage, wo Schweden genau liegt und welche Sprache man dort spricht.“ Die Teilnehmenden waren zuvor gezielt von den Kursleiterinnen und -leitern ausgewählt worden. Diese persönliche Ansprache sorgte für Bindung und emotionale Sicherheit. Francke betont die integrierende Wirkung der Maßnahme und erzählt: „Vieles, das in unserem eigenen Leben zur Normalität gehört, war für diese Menschen etwas ganz Besonderes. Es war beeindruckend zu sehen, wie sie in ihrer sozialen Rolle gewachsen sind. , Mit dem Projekt hat der Landesverband Neuland betreten, da zuvor in der Regel Kursleitende oder pädagogische Fachkräfte der Volkshochschulen einen Auslandsaufenthalt über Erasmus+ absolvierten. „Das sind Leute, die reiseerfahren sind und wissen, wie man sich im europäischen Ausland bewegt. Die kommen zurecht und buchen alles selbst. Das war bei unserer Gruppe absolut nicht so“, so Francke. Als Beispiel nennt sie die Frage der Lernvereinbarungen, da es bei Menschen in der Grundbildung um den Erwerb anderer Kompetenzen gehe als sonst. Gemeinsam mit der NA beim BIBB sei daher eine individuelle Lernvereinbarung in einfacher Sprache entwickelt worden. Sie beschreibt, was die Teilnehmenden lernen möchten und welches Ergebnis erreicht werden soll. Für Francke „ein Thema, das wir so bis dato in der Erwachsenenbildung noch nicht kannten“ und das nicht selten eine Herausforderung darstellte. Das gelte auch für organisatorische Aspekte wie das Recht am eigenen Budget oder die Abstimmung mit entsprechenden Behörden und den Werkstätten, in denen die Teilnehmer/-innen arbeiten. Julia Francke empfiehlt den Akteurinnen und Akteuren der Erwachsenenbildung, neugierig zu sein und die Chance zu nutzen, die Erasmus+ den Lernenden biete. Sie strahlt geradezu, als sie abschließend konstatiert: „Wir sind am Ende so reich belohnt worden, dass ich eine solche Lernreise immer wieder durchführen und auch anderen dazu raten würde. Wir unterstützen damit zugleich unsere Philosophie, dass sich Institutionen nur im Kontext von europäischen Zusammenhängen weiterentwickeln können. Unser Ziel ist es, allen Einrichtungen zu ermöglichen, sowohl ihr Personal als auch ihre Lernenden in diesem Sinne zu fördern. Am Beispiel der Schweden-Reise haben wir selbst gespürt, wieviel das bewirken kann.“ , Lesen Sie das Lerntagebuch der Teilnehmenden. …
[…] Wichtige Links, Weitere Informationen, Mein Auslandspraktikum, Youtube Kanal , Instagram Kanal , Portal MeinAuslandspraktikum Das neue Service-Portal MeinAuslandspraktikum.de der Nationalen Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung ( NA beim BIBB ) bündelt alle Angebote zum Thema „Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung“. Es bietet zudem mit einer Datenbank einen Überblick und Zugang zu Fördermöglichkeiten sowie eine Praktikumsplatzsuche für Stipendien, die durch das europäische Bildungsprogramm Erasmus+ gefördert werden. Auszubildende erhalten wichtige Tipps und Hilfestellungen zur Planung des eigenen Auslandsaufenthaltes – von „Versicherungen und Sicherheit“, über Fragen der Unterbringung bis zu den notwendigen Sprachkenntnissen – und können sich persönlich beraten lassen. , Mit dem neuen Service-Angebot leistet die NA beim BIBB einen zentralen Beitrag zu dem von Politik und Wirtschaft ausgegebenen Ziel, die Zahl der Auszubildenden mit Auslandserfahrungen in den kommenden Jahren weiter zu steigern. So hat die im Jahr 2018 vom Deutschen Bundestag eingesetzte Enquete-Kommission „Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt“ kürzlich vorgeschlagen, bis zum Jahr 2030 die Quote von Auszubildenden mit Auslandspraxis auf 20 Prozent zu erhöhen. Vom Abschlussjahrgang 2019 absolvierten mehr als sieben Prozent aller Auszubildenden einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland. „Ziel des neuen Angebots von MeinAuslandspraktikum ist es, junge Menschen unabhängig, kostenfrei und umfassend über alle Möglichkeiten zum Thema Auslandsaufenthalte in der Berufsausbildung zu informieren und zu beraten“, erläutert BIBB -Präsident Friedrich Hubert Esser . „Das neue Portal bietet unter anderem einen Überblick über die großen Förderprogramme Erasmus+ der Europäischen Union und AusbildungWeltweit des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, und es gibt eine Orientierung, was bei einem Auslandsaufenthalt während der Berufsausbildung zu beachten ist.“ Auf www.meinauslandspraktikum.de finden Jugendliche und junge Erwachsene ab sofort alle Informationen aus einer Hand und können aktuelle Nachrichten über Instagram und YouTube verfolgen. Die neue Plattform führt auch Inhalte zusammen, die bisher unter www.go-ibs.de und www.machmehrausdeinerausbildung.de zu finden waren. Hintergrund Die Nationale Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) setzt die Förderprogramme Erasmus+ Berufsbildung und Erasmus+ Erwachsenenbildung der Europäischen Union, europäische Initiativen und Projekte sowie das Förderprogramm AusbildungWeltweit des Bundesministeriums für Bildung und Forschung um. Zudem informiert und berät sie zur Internationalisierung der Berufsausbildung und hat mit MeinAuslandspraktikum ein gebündeltes Informations- und Beratungsangebot für Jugendliche und junge Erwachsene ins Leben gerufen. Die NA beim BIBB arbeitet eng mit Ministerien, Bundesländern, Sozialpartnern, Verbänden, Kammern, Unternehmen, Hochschulen und Bildungseinrichtungen zusammen. Auf internationaler Ebene kooperiert sie mit der Europäischen Kommission und den Nationalen Agenturen in Europa. Weitere Informationen unter www.na-bibb.de sowie unter www.meinauslandspraktikum.de Instagram: @meinauslandspraktikum YouTube: www.youtube.de/meinauslandspraktikum Kontakt Dr. Gabriele Schneider, E-Mail: gabriele.schneider@bibb.de , Fon: 0228 / 107-1641 Bei Abdruck Belegexemplar erbeten. , unter www.na-bibb.de unter www.meinauslandspraktikum.de auf Instagram @meinauslandspraktikum auf You tube , Folgen Sie dem You-Tube Kanal von MeinAuslandspraktikum , Folgen MeinAuslandspraktikum auf Instagram …
[…] Bildergalerie, Weitere Informationen, Projektansätze und Konzepte aus dem Open Space Vom 14. bis 16. Juni 2023 fand in München die Transnational Cooperation Activity „Green Erasmus: Pathways to sustainable projects and institutions” statt. Das Thema: Wie können Einrichtungen und Projekte in der beruflichen Aus- und Weiterbildung nachhaltiger gestalten werden? 60 Teilnehmende (darunter sowohl erfahrene Projektträger, als auch Erasmus+-Neulinge aus dem Bereich der Leitaktion 2) aus 14 Programmländern besuchten die Veranstaltung. In den drei Tagen erhielten sie Inputs zu Green Erasmus innerhalb von Kooperationspartnerschaften und entwickelten nachhaltige Projektansätze. Zudem konnten sie Ideen und Anregungen mitnehmen, wie sie ihre Einrichtungen und Projekte in der beruflichen Aus- und Weiterbildung nachhaltiger gestalten könnten. Im Vordergrund stand dabei die Vernetzung untereinander, auch mit Blick auf zukünftige Partnerschaften in der Leitaktion 2. Die Veranstaltung begann mit einem interaktiven Warm-up angeleitet von Maike Tünkers von Uniqueorn . Tünkers ist Erwachsenenbildnerin und hilft Einzelpersonen und Unternehmen, sich und ihr Vorgehen zu reflektieren und langfristig nachhaltiger aufzustellen. Sie ließ die Teilnehmenden mit Hilfe von aufgemalten Kontinenten und Luftballons die Bevölkerungsverteilung und den Co 2 -Ausstoß der verschiedenen Kontinente bildlich darstellen. Dies förderte die erste Kontaktaufnahme zwischen den Teilnehmenden, schließlich mussten sie die begrenzten Ballons so auf die Gruppe aufteilen, dass alle am Ende zufrieden waren. So stimmten sich die Teilnehmenden thematisch auf die folgenden Tage ein. Im anschließenden Sustainability Slam gaben Expertinnen Einblicke in vier verschiedene Nachhaltigkeitsthemen. Ähnlich dem Vorbild des Poetry Slams votierte das Publikum per Applaus am Ende für das Thema, das aus seiner Sicht am wichtigsten war. Es gewann das Thema „Sustainable Finances“ vorgetragen von Claudia Müller vom Female Finance Forum . Das Forum bietet ein breites Angebot zur finanziellen Bildung für Individuen, besonders für Frauen auf dem Weg in die finanzielle Unabhängigkeit. Der Fokus des Vortrages lag auf nachhaltigen Geldanlagen und wie man mit individuellen Anlagen und Investitions- und Konsumentscheidungen nachhaltiges Wirtschaften beeinflussen kann. Auch alle anderen Vorträge erhielten einen großen Zuspruch: Marina Peralta Olano von der Lilium eAircraft GmbH zog das Publikum mit der Aussage in ihren Bann, dass die ersten elektrischen Kleinflugzeuge bereits in den nächsten Jahren starten sollen. Bis 2030 sollen ganze 3,500 Lilium Jets zur Verfügung stehen. Besonders mit Blick auf den Mobilitätscharakter vieler Erasmus+-Projekte hatte die Information für die Teilnehmenden und ihre möglichen zukünftigen Projekte einen großen Mehrwert. Maike Tünkers reimte zu den 17 Zielen der globalen Nachhaltigkeitsagenda der Vereinten Nationen mit besonderem Fokus auf die Bildung für Nachhaltige Entwicklung – und überraschte am Ende mit dem Hinweis, dass ihr Gedicht von einer Künstlichen Intelligenz gedichtet wurde. Satiye Sarigöz von der Nationalen Agentur beim BIBB schloss mit Anlehnung an die Kultfigur aus Kindertagen Biene Maja den Slam ab. Ihr Beitrag widmete sich GreenComp, dem europäischen Referenzrahmen für „Nachhaltige Kompetenzen“. , GreenComp besteht aus den vier Kompetenzfeldern „Verankerung von Nachhaltigkeitswerten“, „Komplexität der Nachhaltigkeit erkennen“, „Visionen für eine nachhaltige Zukunft“ und „Handeln für Nachhaltigkeit“. Jedem Feld sind jeweils drei Kompetenzen zugeordnet. GreenComp lädt alle Bildungsanbietende dazu ein, diese Kompetenzen in ihren Projekten zu berücksichtigen und durch geeignete Maßnahmen auszubauen und zu fördern. , Nach dem intensiven Austausch ging es für die gesamte Gruppe mit dem Bus zum Botanischen Garten in München-Nymphenburg . In Kleingruppen und mit professioneller Führung erkundeten die Teilnehmenden verschiedene Bereiche des Gartens. Der Abend endete bei einem veganen Essen im Bodhi, Bayerns erstem veganen Wirtshaus, bei dem die Teilnehmenden auch weitere Kontakte knüpften und ihre Gespräche vertieften. Am zweiten Tag ging es konkret um die Findung von möglichen Partnern und die Erarbeitung von ersten Projektideen . Den Austausch eröffnete die Moderatorin der Veranstaltung, Julia Lubjuhn von der Nationalen Agentur beim BIBB mit einer Einordnung der horizontalen Programmpriorität „Umwelt und Bekämpfung des Klimawandels“ und führte die Teilnehmenden in das offene und partizipative Austauschformat Open Space ein. Im Anschluss schlugen die Teilnehmenden konkrete Projektideen zur Nachhaltigkeit vor und setzten sich mit Interessierten zusammen, um die Ideen weiter auszubauen und mögliche Partnerschaften auszuloten. In vier Durchgängen, die sich über den Tag verteilten, bildeten sich immer wieder neue Konstellationen und Projektideen. In den ersten beiden Runden wurden die Teilnehmenden beim Austausch von insgesamt acht Projektansätzen mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit unterstützt. Die Bandbereite dieser Projekte zeigt das vielfältige Potenzial auf, die Erasmus+ zur Umsetzung der horizontalen Priorität bietet und reicht von einem Workshop-Konzept zur Vor- und Nachbereitung der Teilnehmenden nicht nur in Mobilitätsmaßnahmen, einem nachhaltigen Projektmanagement mit Selbsttest und einer Projektschatztruhe zum „Stöbern“ über mehrere Ansätze zur Förderung von grünen Kompetenzen in unterschiedlichen Berufsfeldern (Landwirtschaft, Maßschneiderei, Koch/Köchin, Elektronik, Mechatronik) bis hin zu verschiedenen Zielgruppen (Unternehmen) und Produkten (Oliven). Der Abend wurde mit einem Green Barbecue abgerundet. Am letzten Tag ging es mit dem Bus zur Haderner Bio-Brauerei . Neben einer Führung durch das neue Brauereigebäude stellte Angeles C. Casulli von der Italian Chamber of Commerce München-Stuttgart Camera di Commercio Italo-Tedesca das Erasmus+-Projekt „Training in the Production of Organic and Craft Beer (TAPROOM)“ vor (2020-1-MT01-KA202-074218: Training in the Production and Marketing of Organic and Craft Beer ). Im Rahmen des Projektes, das von einem maltesischen Träger koordiniert wurde und bei dem die italienische Handelskammer eines der Kooperationspartner war, wurde in dieser Brauerei eine Feldstudie durchgeführt. Bei einer traditionellen bayerischen Brotzeit wurden ein letztes Mal Kontakte geknüpft und Ideen vertieft. Mit dem Bustransfer zum Münchener Hauptbahnhof endete die dreitägige Veranstaltung. , Die Nationale Agentur bedankt sich für das Interesse und freut sich auf viele spannende Projekte im Nachgang und als Ergebnis der Veranstaltung. Auf SALTO finden Sie eine Dokumentation auf Englisch. , Workshopkonzept CorEdu 2022-1-DE02-KA220-VET-000090163: ClimateFarming (Holistic Resource Management for Climate Resilience of Farming) 2021-1-DE02-KA220-VET-000030009: Production and marketing of Organic Olives and Olive oil: EcoOlives 2021-1-DE02-KA210-VET-000034595: Tailor-made. Contemporary. Innovative – the professional training of fashion designers and bespoke tailors (M.Z.Z) 2020-1-DE02-KA202-007429: Greening the EntreComp Framework to Reconcile Economic Development and Environmental Security (Green-4-Future) 2020-1-DE02-KA202-007458: Think twice! - Ecological sustainability in project management Think Twice! - Ökologische Nachhaltigkeit im Projektmanagement (na-bibb.de) 2020-1-DE02-KA202-007660: Upgrading the Agricultural Sector with Skills in Regenerative Agriculture 2020-1-DE02-KA202-007629: PermaVET – Permaculture in Vocational Education and Training …
[…] Videogrußbotschaft Prien, Präsentationen der Key Speaker, Foren zu den Erasmus+-Prioritäten (24.09.2025), Informationsangebote und Workshops (25.09.2025) Am 24. und 25. September 2025 kamen insgesamt über 1.000 Akteurinnen und Akteure der Erasmus+-Community zur Jahrestagung der Nationalen Agentur Bildung für Europa ( NA beim BIBB ) virtuell zusammen. Unter dem Motto der Erasmus-Days „Live our values, inspire our future“ bot die diesjährige Online-Ausgabe der Jahrestagung Raum für gemeinsame Perspektiven. Zum Auftakt begrüßte Bundesbildungsministerin Karin Prien die Teilnehmenden in einer Videobotschaft. Sie hob die Bedeutung von Auslandsaufenthalten und europäischen Kooperationen in der Vergangenheit und in Zukunft vor und dankte allen Engagierten aus den Programmen Erasmus+, AusbildungWeltweit und ProTandem. Anschließend gab Berthold Hübers, Direktor der NA beim BIBB , Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Bildungspolitik und Erasmus+-Förderung. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Nationalen Agentur blickte Klaus Fahle, ehemaliger Direktor der NA , im Interview mit Moderatorin Julia Lubjuhn auf ein Vierteljahrhundert Arbeit mit europäischen Förderprogrammen zurück. Auch der Blick in die Zukunft kam nicht zu kurz: Michael Teutsch, Direktor m.d.W.d.G.b. für Jugend, Bildung und Erasmus+ bei der Europäischen Kommission stellte die Grundsätze, Ziele und Struktur der neuen Programmgeneration Erasmus+ 2028 bis 2034 vor. Unter der Leitfrage „Quo vadis Erasmus+?“ ordnete Berthold Hübers abschließend diese neuen Erkenntnisse für die interessierten Projektträger aus der Perspektive der NA beim BIBB ein. Nach dem gemeinsamen Auftakt im Plenum konnten die Teilnehmenden aus zwei Informations- und einem Austauschangebot zu den horizontalen Erasmus+-Prioritäten wählen. Am zweiten Tag drehte sich alles um die praxisnahe Umsetzung des Programms in den Projekten. Insgesamt 13 Angebote informierten zu den verschiedenen Leitaktionen, vielfältigen Fördermöglichkeiten und frischen Ideen zur Projektumsetzung. Die Präsentationen aus den einzelnen Programmpunkten sowie das Tagungsprogramm stellen wir Ihnen auf dieser Seite zur Verfügung. Tagungsprogramm herunterladen (PDF) , Bildungspolitische und programmspezifische Entwicklungen Präsentation herunterladen (PDF) Berthold Hübers | NA beim BIBB Erasmus+ 2028-2034: der Vorschlag der EU -Kommission Präsentation herunterladen (PDF) Michael Teutsch | Europäische Kommission Quo vadis Erasmus+? Einordnung aus der Perspektive der NA beim BIBB Präsentation herunterladen (PDF) Berthold Hübers | NA beim BIBB , Forum 1 | Austauschangebot zur Priorität Inklusion und Vielfalt: Inklusive Gestaltung von Auslandsaufenthalten und Projekten im Alltag: Praxisbeispiel und Austauschgruppen Präsentation herunterladen (PDF) Forum 2 | Informationsangebot zur Priorität Digitaler Wandel: Digitalisierung im Einsatz: Projektträger stellen sich vor Präsentation herunterladen (PDF) Mentimeter Ergebnisse herunterladen (PDF) Projektpräsentation „ Career Intelligence“ herunterladen (PDF) Projektpräsentation „DigitalScouts“ herunterladen (PDF) Projektpräsentation Lore-Lorentz-Schule herunterladen (PDF) Forum 3 | Informationsangebot zur Priorität Teilhabe am demokratischen Leben: Demokratische Teilhabe, gemeinsame Werte und bürgerschaftliches Engagement – wie Projekte demokratische Kompetenzen stärken können Präsentation herunterladen (PDF) , Finanzielle & administrative Hilfestellung zu Abschlussberichten | Berufs- und Erwachsenenbildung, Leitkation 1 Präsentation herunterladen (PDF) Präsentation zu weiterführenden Informationen herunterladen (PDF) Mobilitätsprojekte in der Berufsbildung: Projektmanagement von A-Z | Berufsbildung, Leitaktion 1 Präsentation herunterladen (PDF) Projektmanagement mit horizontalen Aspekten – wie Sie nachhaltig, inklusiv, partizipativ und digital in europäischen Projekten arbeiten | Berufsbildung, Leitaktion 2 Präsentation herunterladen (PDF) Lernaufenthalte mit dem Bundesprogramm AusbildungWeltweit umsetzen: Austausch zu Fördermöglichkeiten und Projektideen | Berufsbildung Präsentation herunterladen (PDF) Praxisbeispiel Argentinien herunteralden (PDF) Praxisbeispiel China herunterladen (PDF) Europäische Werte praxisnah vermitteln | Erwachsenenbildung P räsentation herunterladen (PDF) Pinboard „Europäische Werte praxisnah vermitteln | MIKA-Do ansehen Rückwärts geplant: Wirkungsorientierte Projektkonzeption | Erwachsenenbildung, Leitaktion 2 Präsentation herunterladen (PDF) Europass – mehr als ein Mobilitätsnachweis Präsentation - Teil 1 herunterladen (PDF) Präsentation - Teil 2 herunterladen (PDF) Gegenüberstellung Datenbank Nationales Europass Center / Beneficiary Modul (BM) (PDF) EPALE Mitmach-Werkstatt: So nutzen Sie EPALE für Ihr Projekt! | Erwachsenenbildung Präsentation herunterladen (PDF) DEFR Mit ProTandem nach Frankreich: Berufliche Mobilität: Impulse, Ideen, Initiativen | Berufsbildung Präsentation herunterladen (PDF) …
[…] Podcast mit Henriette Kretz Im Mai 2025 jährt sich zum achtzigsten Mal das Ende des Zweiten Weltkriegs und damit auch der Tag der Befreiung von der Shoah, einem der schlimmsten Gräuel des letzten Jahrhunderts. Aus diesem Anlass befasst sich die aktuelle Ausgabe der Podcastreihe „Talking Erasmus+“ mit dem Thema Erinnerungskultur. Die 90-jährige Henriette Kretz erzählt, wie sie als Jüdin die Shoah überlebt hat und wie es ist, wenn sie heute in Schulen geht, um die junge Generation für Menschlichkeit und den Wert der Demokratie zu sensibilisieren. Erinnerung sei kein schönes Accessoire, das sich anstecken lasse wie eine Brosche. Das historische Nachdenken und Erinnern sei vielmehr eine Arbeit, die Zeit, Ruhe und auch Menschen brauche, mit denen man sich gemeinsam darauf einlassen kann. Diese Worte der Autorin und Publizistin Carolin Emcke beschreiben sehr gut, warum das Thema gerade heute wichtig ist. Das bekräftigt auch Berthold Hübers, Direktor der Nationalen Agentur Bildung für Europa im Bundesinstitut für Berufsbildung, die zuständig ist für die Umsetzung des Programms Erasmus+ in den Bereichen Berufsbildung und Erwachsenenbildung. Er betont: „Teilhabe, aktive Bürgerschaft und Werteorientierung haben in den letzten Jahren in Erasmus+ enorm an Bedeutung gewonnen. Das Programm bietet in einmaliger Weise die Möglichkeit, Europa zu erfahren und sich als Bürgerin oder Bürger Europas zu fühlen.“ Erasmus+ habe sehr früh konkrete Bildungsangebote entwickelt, die sich mit europäischen Werten beschäftigen, sei es mit Teilhabe am demokratischen Leben oder mit Themen wie Hate Speech und Fake News. Dies erfolge auch vor dem Hintergrund, dass gerade soziale und interkulturelle Kompetenzen helfen, den eigenen Blick zu öffnen und Horizonte zu erweitern. In diesem Sinne trage das Programm dazu bei, die Demokratie in Europa zu stärken. Das Wissen um unsere eigene Geschichte könne verhindern, dass ein Greuel wie die Shoah noch einmal geschehe. Daher leiste das Gespräch mit Henriette Kretz neben der Erinnerungsarbeit auch einen bedeutenden Impuls zur Gestaltung der Zukunft. , Im Podcast erzählt die 90-jährige Henriette Kretz,wie sie als Jüdin die Shoa überlebte und wie es ist, wenn sie heute in Schulen geht, um junge Menschen für den Wert der Demokratie zu sensibilisieren. Zum Podcast „Und in den Schulen begannen wir zu sprechen...“ …
[…] 2025 konnten wir von der Nationalen Agentur Bildung für Europa drei Jubiläen begehen: Wir selber wurden 2000 gegründet ebenso wie die europäische Erwachsenenbildung. Die Online-Community EPALE blickt auf ein zehnjähriges Bestehen zurück. Zu jedem einzelnen Jubiläum haben wir ein Factsheet erstellt, das Zahlen und Fakten auf einen Blick präsentiert. Zum Factsheet "NA beim BIBB" Zum Factsheet "Europäische Erwachsenenbildung" Zum Factsheet "EPALE" …
[…] Feierliche Verleihung und Ehrung der Anwesenden, Feierliche Verleihung und Ehrung der Anwesenden, Volkshochschule im Landkreis Cham: SPACE – Senioren entdecken ein gemeinsames Europa, Volkshochschule im Landkreis Cham: SPACE – Senioren entdecken ein gemeinsames Europa, Netzwerk Gebärdensprache Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe: Politische Bildung für gehörlose Bürgerinnen und Bürger, Netzwerk Gebärdensprache Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe: Politische Bildung für gehörlose Bürgerinnen und Bürger Der EITA würdigt innovative Lehr- und Lernansätze im Rahmen von Erasmus+ und zeigt, wie Bildung in Europa konkret und greifbar wird. In diesem Jahr 2025 stand der Preis unter dem Thema „Citizenship Education – Teilnahme am demokratischen Leben, gemeinsame Werte und bürgerschaftliches Engagement“ . Das Projekt der Volkshochschule im Landkreis Cham , SPACE – Seniors Perceive A Common Europe , wurde in der Kategorie Erwachsenenbildung ausgezeichnet und zeigte, wie lebenslanges Lernen und europäische Identität gefördert werden können. Das zweite ausgezeichnete Projekt wurde vom Netzwerk Gebärdensprache, Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe e.V. koordiniert. Es trug den Titel Political Education and Empowerment for Deaf Citizens und erhielt den European Language Label ( ELL ) , der eine spezielle Auszeichnung innerhalb des EITA darstellt. Dieses Projekt eröffnete gehörlosen Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu politischer Bildung und förderte ihre Teilhabe an der Gesellschaft. Beide Projekte zeichnen sich durch ihre innovative Herangehensweise aus und tragen maßgeblich zur Förderung von Inklusion und europäischen Werten bei. Die Volkshochschule im Landkreis Cham mit ihrem SPACE-Projekt hat gezeigt, wie intergenerationaler Austausch und die Förderung des europäischen Bewusstseins in der Seniorenbildung gelingen können. Das Netzwerk Gebärdensprache, Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe hat mit seinem Projekt zur politischen Bildung für gehörlose Menschen einen neuen Standard gesetzt, der nicht nur für Deutschland, sondern auch für Europa wegweisend ist. , Der EITA würdigt innovative Lehr- und Lernansätze im Rahmen von Erasmus+ und zeigt, wie Bildung in Europa konkret und greifbar wird. In diesem Jahr 2025 stand der Preis unter dem Thema „Citizenship Education – Teilnahme am demokratischen Leben, gemeinsame Werte und bürgerschaftliches Engagement“ . Das Projekt der Volkshochschule im Landkreis Cham , SPACE – Seniors Perceive A Common Europe , wurde in der Kategorie Erwachsenenbildung ausgezeichnet und zeigte, wie lebenslanges Lernen und europäische Identität gefördert werden können. Das zweite ausgezeichnete Projekt wurde vom Netzwerk Gebärdensprache, Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe e.V. koordiniert. Es trug den Titel Political Education and Empowerment for Deaf Citizens und erhielt den European Language Label ( ELL ) , der eine spezielle Auszeichnung innerhalb des EITA darstellt. Dieses Projekt eröffnete gehörlosen Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu politischer Bildung und förderte ihre Teilhabe an der Gesellschaft. Beide Projekte zeichnen sich durch ihre innovative Herangehensweise aus und tragen maßgeblich zur Förderung von Inklusion und europäischen Werten bei. Die Volkshochschule im Landkreis Cham mit ihrem SPACE-Projekt hat gezeigt, wie intergenerationaler Austausch und die Förderung des europäischen Bewusstseins in der Seniorenbildung gelingen können. Das Netzwerk Gebärdensprache, Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe hat mit seinem Projekt zur politischen Bildung für gehörlose Menschen einen neuen Standard gesetzt, der nicht nur für Deutschland, sondern auch für Europa wegweisend ist. , Neben den Vertreterinnen und Vertretern der ausgezeichneten Projekte nahmen auch zahlreiche Ehrengäste an der Preisverleihung teil. Darunter waren Zweiter Bürgermeister Walter Dendorfer , der das Engagement der Seniorinnen und Senioren lobte und die Bedeutung der VHS Cham für die Stadt Cham hervorhob, sowie Karl Holmeier, ehemaliger Bundestagsabgeordneter und Kreisvorsitzender der Senioren-Union , der das starke Bildungssignal des Landkreises Cham an Europa betonte. Torsten Schneider von der Nationalen Agentur überreichte die Urkunden im Rahmen der Preisverleihung und betonte die herausragende Bedeutung der ausgezeichneten Projekte für die europäische Bildungslandschaft sowie ihre positiven Auswirkungen auf das europäische Bewusstsein und die demokratische Teilhabe. , Neben den Vertreterinnen und Vertretern der ausgezeichneten Projekte nahmen auch zahlreiche Ehrengäste an der Preisverleihung teil. Darunter waren Zweiter Bürgermeister Walter Dendorfer , der das Engagement der Seniorinnen und Senioren lobte und die Bedeutung der VHS Cham für die Stadt Cham hervorhob, sowie Karl Holmeier, ehemaliger Bundestagsabgeordneter und Kreisvorsitzender der Senioren-Union , der das starke Bildungssignal des Landkreises Cham an Europa betonte. Torsten Schneider von der Nationalen Agentur überreichte die Urkunden im Rahmen der Preisverleihung und betonte die herausragende Bedeutung der ausgezeichneten Projekte für die europäische Bildungslandschaft sowie ihre positiven Auswirkungen auf das europäische Bewusstsein und die demokratische Teilhabe. , Das Projekt SPACE (Seniors Perceive A Common Europe) der Volkshochschule im Landkreis Cham hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine oft übersehene Zielgruppe in europäischen Bildungsprogrammen zu fördern: Seniorinnen und Senioren. In vielen europäischen Programmen werden ältere Menschen häufig nicht ausreichend berücksichtigt, obwohl sie genauso wie jüngere Generationen ein Interesse an europäischen Themen und der Förderung von Demokratie und Teilhabe haben. Im Rahmen des Projekts lernten Seniorinnen und Senioren aus fünf europäischen Ländern – Deutschland, Bulgarien, Italien, Schweden und Spanien – in interaktiven Kursen zu Themen wie Gesundheit, Umweltverhalten, Ernährung und selbstbestimmtem Konsum. Das Ziel war es, nicht nur praktische Fähigkeiten zu vermitteln, sondern auch das europäische Bewusstsein und die demokratische Teilhabe zu stärken. Dabei hatten die Teilnehmenden nicht nur die Gelegenheit, neue Kompetenzen zu erlernen, sondern konnten auch ihre eigenen Erfahrungen und Traditionen mit anderen teilen. Beispielsweise gaben Seniorinnen und Senioren aus Deutschland die Tradition des Kräuterbuschbindens an ihre Altersgenossinnen und Altersgenossen in anderen Ländern weiter und tauschten sich über verschiedene kulturelle Praktiken aus. Ein zentraler Bestandteil des Projekts war die Schaffung einer digitalen Plattform mit mehr als 100 kulturellen Exponaten aus den beteiligten Ländern. Diese Plattform bleibt auch nach Projektende zugänglich und stellt eine wertvolle Sammlung von Wissen und Erfahrungen dar. Das Projekt SPACE hat gezeigt, wie Bildung auch im höheren Alter neue Perspektiven eröffnen kann und wie wichtig es ist, allen Generationen die Möglichkeit zu geben, sich als aktive europäische Bürgerinnen und Bürger zu engagieren. Den Preis nahm Martina Bachmeier aus dem Team Internationales Projekte der VHS stellvertretend für die Projektkoordinatorin Johanna Jankowski entgegen . Mehr über das Projekt SPACE erfahren , Das Projekt SPACE (Seniors Perceive A Common Europe) der Volkshochschule im Landkreis Cham hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine oft übersehene Zielgruppe in europäischen Bildungsprogrammen zu fördern: Seniorinnen und Senioren. In vielen europäischen Programmen werden ältere Menschen häufig nicht ausreichend berücksichtigt, obwohl sie genauso wie jüngere Generationen ein Interesse an europäischen Themen und der Förderung von Demokratie und Teilhabe haben. Im Rahmen des Projekts lernten Seniorinnen und Senioren aus fünf europäischen Ländern – Deutschland, Bulgarien, Italien, Schweden und Spanien – in interaktiven Kursen zu Themen wie Gesundheit, Umweltverhalten, Ernährung und selbstbestimmtem Konsum. Das Ziel war es, nicht nur praktische Fähigkeiten zu vermitteln, sondern auch das europäische Bewusstsein und die demokratische Teilhabe zu stärken. Dabei hatten die Teilnehmenden nicht nur die Gelegenheit, neue Kompetenzen zu erlernen, sondern konnten auch ihre eigenen Erfahrungen und Traditionen mit anderen teilen. Beispielsweise gaben Seniorinnen und Senioren aus Deutschland die Tradition des Kräuterbuschbindens an ihre Altersgenossinnen und Altersgenossen in anderen Ländern weiter und tauschten sich über verschiedene kulturelle Praktiken aus. Ein zentraler Bestandteil des Projekts war die Schaffung einer digitalen Plattform mit mehr als 100 kulturellen Exponaten aus den beteiligten Ländern. Diese Plattform bleibt auch nach Projektende zugänglich und stellt eine wertvolle Sammlung von Wissen und Erfahrungen dar. Das Projekt SPACE hat gezeigt, wie Bildung auch im höheren Alter neue Perspektiven eröffnen kann und wie wichtig es ist, allen Generationen die Möglichkeit zu geben, sich als aktive europäische Bürgerinnen und Bürger zu engagieren. Den Preis nahm Martina Bachmeier aus dem Team Internationales Projekte der VHS stellvertretend für die Projektkoordinatorin Johanna Jankowski entgegen . Mehr über das Projekt SPACE erfahren , Das zweite ausgezeichnete Projekt, Political Education and Empowerment for Deaf Citizens , wurde vom Netzwerk Gebärdensprache, Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe umgesetzt und erhielt das European Language Label ( ELL ). Das Projekt zielte darauf ab, gehörlosen Menschen den Zugang zu politischer Bildung zu ermöglichen und ihre aktive Teilhabe an der Gesellschaft zu fördern. Durch die Entwicklung innovativer Materialien in Gebärdensprache und barrierefreie Formate wurde ein Raum geschaffen, in dem gehörlose Bürgerinnen und Bürger nicht nur Wissen erwerben konnten, sondern auch ihre Stimme erheben und ihre Rechte wahrnehmen konnten. Das Projekt setzte auf die Partizipation der Teilnehmenden und ermöglichte es ihnen, politische Begriffe erstmals in Gebärdensprache zu entwickeln, um so ihre politische und gesellschaftliche Teilhabe weiter zu stärken. Die Wirkung des Projekts ging weit über die einzelnen Teilnehmenden hinaus. Es schuf einen Raum für Empowerment und zeigte, wie wichtig es ist, dass auch Menschen mit Beeinträchtigungen, insbesondere Gehörlose, Zugang zu politischer Bildung erhalten. Es förderte das Selbstbewusstsein und das Gefühl der Zugehörigkeit zur Gesellschaft und trug dazu bei, Barrieren zwischen der gehörlosen Gemeinschaft und dem Rest der Gesellschaft abzubauen. Den Preis nahm Rudolf Sailer, 1. Vorsitzender des Vereins, für das Netzwerk Gebärdensprache, Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe entgegen. Mehr über das Projekt Political Education and Empowerment for Deaf Citizens erfahren , Das zweite ausgezeichnete Projekt, Political Education and Empowerment for Deaf Citizens , wurde vom Netzwerk Gebärdensprache, Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe umgesetzt und erhielt das European Language Label ( ELL ). Das Projekt zielte darauf ab, gehörlosen Menschen den Zugang zu politischer Bildung zu ermöglichen und ihre aktive Teilhabe an der Gesellschaft zu fördern. Durch die Entwicklung innovativer Materialien in Gebärdensprache und barrierefreie Formate wurde ein Raum geschaffen, in dem gehörlose Bürgerinnen und Bürger nicht nur Wissen erwerben konnten, sondern auch ihre Stimme erheben und ihre Rechte wahrnehmen konnten. Das Projekt setzte auf die Partizipation der Teilnehmenden und ermöglichte es ihnen, politische Begriffe erstmals in Gebärdensprache zu entwickeln, um so ihre politische und gesellschaftliche Teilhabe weiter zu stärken. Die Wirkung des Projekts ging weit über die einzelnen Teilnehmenden hinaus. Es schuf einen Raum für Empowerment und zeigte, wie wichtig es ist, dass auch Menschen mit Beeinträchtigungen, insbesondere Gehörlose, Zugang zu politischer Bildung erhalten. Es förderte das Selbstbewusstsein und das Gefühl der Zugehörigkeit zur Gesellschaft und trug dazu bei, Barrieren zwischen der gehörlosen Gemeinschaft und dem Rest der Gesellschaft abzubauen. Den Preis nahm Rudolf Sailer, 1. Vorsitzender des Vereins, für das Netzwerk Gebärdensprache, Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe entgegen. Mehr über das Projekt Political Education and Empowerment for Deaf Citizens erfahren …