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CIT4VET

Interkulturelle Tools für die Berufsbildung

[…] Für die Praxis entwickelt, Interkulturalität lernen und lehren Interkulturelle Kompetenzen in der heutigen Realität sind eine wichtige Schlüsselkompetenz, gerade vor dem Hintergrund der steigenden Zuwanderung, dem immer enger vernetzten Europa und der zunehmend globalisierten Welt. Dennoch findet die Herausbildung von interkulturellen Kompetenzen in der beruflichen Bildung meist nur am Rande statt. , Die Strategische Partnerschaft „CIT4VET“ hat einen offenen Onlinekatalog interkultureller Instrumente entwickelt, der sich an Lehrende in Berufsschulen richtet. Diese können damit zum einen ihr eigenes Wissen zu diesem Thema ausbauen. Zum anderen erhalten sie praktisch anwendbare Hinweise, wie interkulturelle Fragestellungen in den Unterricht eingebaut werden können. , Der offene Onlinekatalog beinhaltet drei Teile: 1. eine Datenbank mit interkulturellen Werkzeugen, die im Rahmen früherer Initiativen und Projekte als OER entwickelt wurden Link zur Datenbank 2. ein eLearning-Kurs mit fünf Modulen für Lehrende zu interkulturellen Themen Link zum eLearning-Kurs 3. ein Leitfaden für die Entwicklung von Simulationen für interkulturelles Training Link zum Leitfaden , Darüber hinaus liefert ein Praxishandbuch für die Anwendung von interkulturellen Inhalten in der beruflichen Aus- und Weiterbildung weitere Informationen. Es besteht aus drei Teilen: Teil A enthält Erläuterungen zu den Datenbanken, Kategorien und Tools, die im Onlinekatalog enthalten sind, sowie ausführliche Hinweise zur Nutzung. Download (PDF) Im Mittelpunkt von Teil B steht der Umgang mit kultureller Vielfalt in Trainingseinheiten. Er enthält Tipps zur Nutzung der Simulationen im interkulturellen Training und konzentriert sich auf die praktische Anwendung. Download (PDF) Teil C beinhaltet ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen. Download (PDF) Alle erstellten Module und Materialien sind in den Sprachen Deutsch, Englisch, Polnisch, Italienisch, Bulgarisch und Niederländisch verfügbar und wurden als OER veröffentlicht. , Die Projektergebnisse zeichnen sich dadurch aus, dass sie an zwei Stellen ansetzen: Zum einen steht die Vermittlung von interkulturellem Wissen und Kompetenzen an Lehrende an Berufsschulen im Mittelpunkt. Und gleichzeitig befähigt sie diese und gibt ihnen Tools an die Hand, das erworbene Wissen bei der Durchführung von Unterrichtseinheiten anzuwenden und damit Schülerinnen und Schüler auf interkulturelle Fragen und Problemstellungen vorzubereiten. …

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Bildung zu Natur- und Klimaschutz

Angebote für benachteiligte Menschen

[…] Lernen von Partnern in besonderen klimatischen Gebieten, Schlüssel für Erfolge Das Diakonische Werk Bremen nutzte Erasmus+, um seine Trainer/-innen für gezielte Angebote der Erwachsenenbildung im Bereich Natur- und Klimaschutz auszubilden. Durch die Auslandsfortbildungen profitierte des gesamte Diakonie-Netzwerk in Bremen von einer erheblichen Erweiterung der Kompetenzen in diesem Bereich. Die Natur- und Klimaschutzbildung eignet sich besonders für anregende Lernfelder für benachteiligte Gruppen. Sie werden als Zielgruppe solcher Angebote oft vernachlässigt. Die Schwerpunktsetzung dieses Projektes sollte dem entgegenwirken. , In den Partnerländern ist aufgrund von Umweltbedingungen und Klimawandelauswirkungen eine besondere Dringlichkeit des Themas gegeben, die zu Innovationen auch in der Erwachsenenbildung geführt hat. Als Wohlfahrtsverband ist das Diakonische Werk Bremen noch kein weithin anerkannter Anbieter für Naturschutzbildung. Dieses Projekt trägt dazu bei, seine Kompetenzen und auch die Reichweite seiner Arbeit gezielt auszuweiten. Es ist auch ein Signal an die Mitarbeiter/-innen, das Thema in ihre pädagogische Arbeit einzubeziehen. , Das Bildungspersonal und seine Kompetenzen sind der Schlüssel für Erfolge. Die Fortbildungen beinhalten jeweils die Teilnahme an einem konkreten Natur- und Klimaschutzprojekt mit benachteiligten Zielgruppen, wie zum Beispiel eine Müllsammelaktion im Naturschutzgebiet in Nordmazedonien, thematische Seminare mit Bildungspersonal des Anbieters und Begegnung mit Naturschutzprojekten vor Ort. Die Teilnehmenden entwickeln dabei ein erhöhtes Verständnis dafür, wie benachteiligte Zielgruppen an Lernprojekten beteiligt werden und gewinnen Hintergrundwissen zu den europäisch-globalen Bedingungen und Wechselwirkungen von Gefährdung natürlicher Lebensgrundlagen und Klimawandel. „Es ist möglich, auch unter einfachsten Voraussetzungen und Bedingungen die beiden genannten Anliegen in der praktischen wie in der Erwachsenenbildungsarbeit zu verknüpfen“, erklärt der Projektleiter. Angeregt durch dieses Erasmus+-Mobilitätsprojekt werden im Anschluss eigene Bildungsprojekte durchgeführt und neue Kooperationen zu Naturschutzorganisationen angebahnt. So entsteht gewachsene Anerkennung von Innovation und Engagement aufgrund europäischer Zusammenarbeit. …

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SaveOurPlanet

Trainings für Menschen mit Behinderung zur Durchführung und Förderung von Umweltschutzmaßnahmen

[…] „Save our planet“ ist inklusiv. Neben dem wichtigen Ziel der Verbreitung der „grünen Botschaft“ fokussiert das Projekt darauf, Menschen mit Bewegungseinschränkungen in den Vordergrund zu bringen und sie zu empowern. Denn aufgrund ihrer Beeinträchtigung sind sie durch Klimakatastrophen besonders gefährdet. Alle Multiplikatoren und Multiplikatorinnen sind Menschen mit Bewegungseinschränkungen. , Die zentrale Idee des Projekts ist es, alle Menschen dazu zu bewegen, mehr über die Umwelt, Gewohnheiten und Lebensstil nachzudenken und neue, umweltfreundlichere Lebens-, Denk- und Handlungsweisen in Betracht zu ziehen. Das Bewusstsein für Themen wie Klimawandel, globale Erwärmung und Entwaldung und deren Einfluss auf das Leben soll geschärft werden. , Darüber hinaus rückt das Projekt das Thema Inklusion ins Rampenlicht, indem es Menschen mit Bewegungseinschränkungen befähigt, Expertinnen und Experten für dieses Thema zu werden, und ihnen Inhalte und digitale Plattformen zur Verfügung stellt, um zu lernen, Ideen auszutauschen und das Thema zu verbreiten. Die Motivation für das Projekt ist die Notwendigkeit Respekt, Akzeptanz und Verständnis für die Vielfalt auf der Erde zu unterstreichen und einen digitalen Raum zu schaffen, in dem sich Menschen treffen und über bewährte Verfahren diskutieren können, um ein gemeinsames Ziel und eine grüne Zukunft für die nächsten Generationen zu erreichen. …

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Internationalisierungs-strategie aus Bremen

Skandinavische Ideen für die Berufsbildung

[…] Verantwortungsbewusstsein der berufsbildenden Akteure in Bremen, Europäische Ideen für das Bildungspersonal, Hospitation zur Sicherung gemeinsamer Ziele, Qualitativer Anfang für die Akkreditierung Wie eine strategische Ausrichtung unterschiedlicher Akteure gelingen kann, zeigt uns das Landesinstitut für Schule in Bremen. Die Berufsbildende Schulen, das zuständige Referat im Bremer Senat sowie weitere Partner der beruflichen Bildung haben gemeinsam eine Erklärung zur Weiterentwicklung der Berufsbildung im Land Bremen bis 2035 unterzeichnet. , Die gemeinsame Erklärung betrachtet verschiedene Aspekte der beruflichen Bildung, besonders herausgearbeitet wurde dabei der Begriff der Verantwortung. Dabei ging es sowohl um die Lehrverantwortung der Lehrkräfte gegenüber ihren Schülerinnen und Schülern, als auch um deren Eigenverantwortung in der Erarbeitung fachspezifischer Inhalte. Als gemeinsame Ziele wurden dabei zwei Formulierungen getroffen. Zum einen sollen junge Menschen neben ihrer Allgemeinbildung dazu angeregt werden, eine eigene berufliche und soziale Handlungsfähigkeit zu entwickeln. Zum anderen soll durch die gute Ausbildung junger Menschen die Basis für eine stabile und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in Bremen geschaffen werden. Im Einvernehmen mit diesen Zielen wurde dann ein gemeinsames Verständnis des gewünschten Lernprozesses gebildet. Auch der Lernprozess basiert auf der Selbstbestimmung der Schülerinnen und Schüler, ihre eigenen Kompetenzen erkennen und weiterentwickeln zu können. Umgesetzt wird dies beispielsweise durch das freie Angebot der Lernzeit und des Lernortes sowie durch flexible Methoden, die je nach Lernerfolg gewählt werden können. Die Rolle des Bildungspersonals wurde so von der reinen Wissensvermittlung hin zur Moderation der Lernprozesse verändert. , Um die beteiligten Lehrkräfte auf ihre veränderte Rolle vorzubereiten und den Prozess verständlich zu machen, wurden verschiedene Schritte eingeleitet. Einer davon ist das Erasmus+-Projekt „Umkehr der Verantwortung – Ganzheitliche Unterrichts- und Schulorganisation im Kontext beruflicher Lernfelder in der digitalisierten Welt“. Mithilfe der europäischen Fördermittel sind 14 Lehrer und Lehrerinnen nach Dänemark und weitere 16 Lehrkräfte nach Finnland gereist. Der Lehraufenthalt dauerte in beiden Fällen 6 Tage und wurde durch ein vorstrukturiertes Programm gestaltet. Die Teilnehmenden konnten durch die Aufenthalte erfolgreich Entwicklungspotentiale für die eigene Umsetzung der gefassten Erklärung ausmachen. Es wurden Ideen für die Steuerungs- und Leitungsprozesse sowie für Methoden im Unterricht der berufsbildenden Schulen gefunden. Durch den Vergleich der Arbeitsweisen auf europäischer Ebene, wurde auch die eigene professionelle Haltung reflektiert, die natürlich eine unmittelbare Wirkung auf den Unterricht und die Lernenden hat. , Alle besichtigten als erste Aktivität die aufnehmenden Einrichtungen. Denn so wurde der Einfluss innovativer Raumkonzepte auf Eigenständigkeit und Lernverhalten der Schülerinnen und Schüler dargestellt. Die deutschen Lehrkräfte beeindruckte besonders der Einklang von räumlichen und pädagogischen Konzepten in Dänemark. Hier gibt es offene und flexible Möglichkeiten zur Schaffung eigener individueller Lernorten. Aus dieser Beobachtung wurde die Forderung gemeinsamer Arbeitsräume mit ausreichenden Arbeitsplätzen für die Bremer Berufskollegs bestätigt. Auch das Thema Digitalisierung ist in Skandinavien allgegenwärtig. Hier wurde der Wissenstransfer über Lernplattformen und die Einbindung verschiedenster Medien in alle Lernprozesse stark verinnerlicht. Dies ermöglicht eine gute Vorbereitung der Lernenden auf den digitalen Arbeitsmarkt. Die Bremer Lehrkräfte haben während ihrer Hospitation Lernsituationen aus verschiedenen Perspektiven beobachtet und analysiert. Beeindruckend war die Haltung der skandinavischen Lehrenden gegenüber ihren Schülerinnen und Schülern: „I give options, no solutions“. Dieses Credo fördert die Eigenverantwortung und schafft eine räumlich-zeitlichen Entzerrung des Lernprozesses durch die Akzeptanz der individuellen Rahmenbedingungen des Lernens. , Der intensive Austausch aller Lehrkräfte über die Ausbildungsprinzipien in einer sich schnell verändernden Arbeitswelt war für alle Seiten sehr gewinnbringend. Auch das Thema Bewertungs- und Kompetenzfeststellung wurden ausführlich diskutiert. Die Hospitation in Finnland brachte bspw. neue Erkenntnisse über die finnische Bildungsreform, die individuelle Lernwege nach der Anerkennung von formell und informell erworbenen Kompetenzen fördert und auf diese Weise verkürzte Ausbildungszeiten ermöglicht. Zudem haben die Vorträge und Diskussionsrunden mit Lehrkräften, Schulleitungen und Koordinatoren verschiedener Fachbereiche die Bedeutung einer gemeinsamen Vision und Haltung manifestiert. Wer gemeinsam eine Sprache spricht und an einem Strang zieht, kommt zu besseren Ergebnissen. Ein starker Schritt für die gemeinsame Weiterentwicklung der Berufsbildung in Bremen, dem noch viele weitere Schritte folgen können. …

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Mit Unternehmenskontakten zu mehr europäischem Austausch

Auszubildende gewinnen durch Niederlassungsaustausch neue Erfahrungen

[…] Unternehmenskontakte nutzen und Erfahrungen sammeln, Individuell abgestimmte Auslandsaufenthalte Um ihre Auszubildenden ideal auf eine Tätigkeit in der immer internationaler werdenden Logistik und Speditionsbranche vorzubereiten, durften elf Lernende der Nagel-Group individuell abgestimmte Auslandspraktika in ausländischen Niederlassungen des Unternehmens durchführen. , Das Logistikunternehmen Nagel-Group aus Westfalen ist ein großer, international agierender Betrieb mit Standorten in 13 europäischen Ländern, der in acht gewerblichen und kaufmännischen Berufen rund 560 Auszubildende in Deutschland ausbildet. Elf Auszubildende zu Kaufleuten für Spedition- und Logistikdienstleistung erhielten zwischen 2019 und 2021 die Chance, von der Internationalität ihres Ausbildungsbetriebs zu profitieren, indem sie ein Praktikum in einer der ausländischen Niederlassungen des Unternehmens absolvierten. Dort konnten sie genau auf ihre Ausbildung abgestimmte und fachlich passende Inhalte erlernen und zugleich die wertvolle Erfahrung eines Auslandsaufenthaltes machen. Neben der persönlichen und auch sprachlichen Weiterentwicklung der Auszubildenden ist dieses Vorgehen auch für das Unternehmen selbst ein großer Gewinn. Denn auf diese Weise wird die Zusammenarbeit zwischen den Niederlassungen gestärkt und einzelnen Standorte profitieren von der Guten Praxis anderer Standorte. Also eine echte Win-Win-Situation! , „Es braucht Lust auf Neues und natürlich den Mut, sein gewohntes Umfeld zu verlassen – und das haben viele junge Menschen, die bei uns eine Ausbildung machen“ , sagt Ulrich Mihatsch, zentraler Ausbildungsleiter bei der Nagel-Group. „Rund 40 Auszubildende nehmen jährlich an unserem Projekt Niederlassungsaustausch teil. Zuletzt waren unsere Möglichkeiten und das Angebot aufgrund der Pandemie eingeschränkt. Das Interesse an dem Programm ist aber nach wie vor sehr groß. Und das freut uns sehr – denn das Projekt trägt dazu bei, dass die Nagel-Group enger zusammenrückt, es erweitert den persönlichen Horizont der Teilnehmer und schafft bleibende, schöne Erfahrungen.“ „ Das, was ich auf jeden Fall mitnehme, ist ein bisschen mehr Selbstbewusstsein, auch bezüglich der englischen Sprache. Ich habe nun gar keine Angst mehr zu sprechen. Die Leute waren genauso nervös wie ich, da es auch für sie eine Fremdsprache war. Es hat mir Sicherheit gegeben, dass ich nicht alleine dieses Gefühl habe. Ich würde es jederzeit wiederholen ." Selina, Auszubildende der Nagel-Group , Für qualitativ hochwertige Aufenthalte werden vorab zusammen mit dem deutschen Ausbildungspersonal die fachlichen und persönlichen Schwerpunkte der Lernenden individuell erfragt und schriftlich in einer Lernvereinbarung festgehalten. Im Anschluss werden mit den Ausbilderinnen und Ausbilder der aufnehmenden Einrichtungen die praktischen Umsetzungsschritte besprochen und in Checklisten aufgenommen. Genauso lief es zum Beispiel auch für Mareike, Selina und Felix. Alle drei Auszubildenden durften für etwa drei Wochen ein Praktikum in einer ausländischen Niederlassung absolvieren. Mareike verbrachte die Zeit in Malmö in Schweden, Selina war in Gdansk in Polen und Felix erlebte sein Praktikum in Sankt Florian in Österreich. Sie wurden dort mit neuen Situationen und anderen Arbeitsprozessen konfrontiert und haben nebenbei die Kommunikation in einer anderen Sprache erlernt. Ein toller Zugewinn für alle drei. Das Fazit fiel dementsprechend gut aus. , „ Die Zeit in der Niederlassung war sehr interessant. Vor allem die Einblicke in Abläufe und Prozesse einer im Vergleich deutlich kleineren Niederlassung waren sehr spannend. " Felix, Auszubildender in der Nagel-Group Auch nach dem erfolgten Auslandspraktikum bleibt das Thema „Niederlassungsaustausch“ (so werden die Auslandspraktika unternehmensintern genannt) stets präsent. Neben gemeinsamen, anschließenden Feedbackgesprächen ist auch das Verfassen eines Berichts für die Auszubildenden obligatorisch. Denn diese Erfahrungsberichte werden unternehmensintern veröffentlicht und so allen Mitarbeitenden zur Verfügung gestellt. Auszubildende niedrigerer Jahrgänge erhalten direkte Informationen über Auslandsaufenthalte aus der Ich-Perspektive und kommen so auf den Geschmack, selbst später im Ausland zu arbeiten. „ Ich habe nur positive Erfahrungen gemacht und kann allen den Niederlassungsaustausch nach Malmö weiterempfehlen. Wer die Möglichkeit hat, sollte sie auch nutzen. Ich habe diese Herausforderung gemeistert und viel für mein weiteres Leben gelernt, nicht nur, dass ich alleine etwas schaffen kann, sondern vor allem auch, dass man innerhalb der Firma und im Kreis der schwedischen Kollegen aufgenommen und unterstützt wird. " Mareike, Auszubildende in der Nagel-Group …

[…] Wichtige Links, Weitere Informationen, Mein Auslandspraktikum, Youtube Kanal , Instagram Kanal , Portal MeinAuslandspraktikum Das neue Service-Portal MeinAuslandspraktikum.de der Nationalen Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung ( NA beim BIBB ) bündelt alle Angebote zum Thema „Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung“. Es bietet zudem mit einer Datenbank einen Überblick und Zugang zu Fördermöglichkeiten sowie eine Praktikumsplatzsuche für Stipendien, die durch das europäische Bildungsprogramm Erasmus+ gefördert werden. Auszubildende erhalten wichtige Tipps und Hilfestellungen zur Planung des eigenen Auslands­aufenthaltes – von „Versicherungen und Sicherheit“, über Fragen der Unterbringung bis zu den notwendigen Sprachkenntnissen – und können sich persönlich beraten lassen. , Mit dem neuen Service-Angebot leistet die NA beim BIBB einen zentralen Beitrag zu dem von Politik und Wirtschaft ausgegebenen Ziel, die Zahl der Auszubildenden mit Auslands­erfahrungen in den kommenden Jahren weiter zu steigern. So hat die im Jahr 2018 vom Deutschen Bundestag eingesetzte Enquete-Kommission „Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt“ kürzlich vorgeschlagen, bis zum Jahr 2030 die Quote von Auszubildenden mit Auslandspraxis auf 20 Prozent zu erhöhen. Vom Abschlussjahrgang 2019 absolvierten mehr als sieben Prozent aller Auszubildenden einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland. „Ziel des neuen Angebots von MeinAuslandspraktikum ist es, junge Menschen unabhängig, kostenfrei und umfassend über alle Möglichkeiten zum Thema Auslandsaufenthalte in der Berufsausbildung zu informieren und zu beraten“, erläutert BIBB -Präsident Friedrich Hubert Esser . „Das neue Portal bietet unter anderem einen Überblick über die großen Förderprogramme Erasmus+ der Europäischen Union und AusbildungWeltweit des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, und es gibt eine Orientierung, was bei einem Auslandsaufenthalt während der Berufsausbildung zu beachten ist.“ Auf www.meinauslandspraktikum.de finden Jugendliche und junge Erwachsene ab sofort alle Informationen aus einer Hand und können aktuelle Nachrichten über Instagram und YouTube verfolgen. Die neue Plattform führt auch Inhalte zusammen, die bisher unter www.go-ibs.de und www.machmehrausdeinerausbildung.de zu finden waren. Hintergrund Die Nationale Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) setzt die Förderprogramme Erasmus+ Berufsbildung und Erasmus+ Erwachsenenbildung der Europäischen Union, europäische Initiativen und Projekte sowie das Förderprogramm AusbildungWeltweit des Bundesministeriums für Bildung und Forschung um. Zudem informiert und berät sie zur Internationalisierung der Berufsausbildung und hat mit MeinAuslandspraktikum ein gebündeltes Informations- und Beratungsangebot für Jugendliche und junge Erwachsene ins Leben gerufen. Die NA beim BIBB arbeitet eng mit Ministerien, Bundesländern, Sozialpartnern, Verbänden, Kammern, Unternehmen, Hochschulen und Bildungseinrichtungen zusammen. Auf internationaler Ebene kooperiert sie mit der Europäischen Kommission und den Nationalen Agenturen in Europa. Weitere Informationen unter www.na-bibb.de sowie unter www.meinauslandspraktikum.de Instagram: @meinauslandspraktikum YouTube: www.youtube.de/meinauslandspraktikum Kontakt Dr. Gabriele Schneider, E-Mail: gabriele.schneider@bibb.de , Fon: 0228 / 107-1641 Bei Abdruck Belegexemplar erbeten. , unter www.na-bibb.de unter www.meinauslandspraktikum.de auf Instagram @meinauslandspraktikum auf You tube , Folgen Sie dem You-Tube Kanal von MeinAuslandspraktikum , Folgen MeinAuslandspraktikum auf Instagram …

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Gesundheitsberatung in Europa

Europäisches Netzwerk für Prostitution, Gesundheit und Information

[…] Vergleich der Systeme und der Lehrangebote, Austausch mit Österreich, Erfolgreiche Mobilitätsmaßnahme für Bildungspersonal Ein Fokus der Arbeit des Gesundheitsamtes Frankfurt liegt darauf, die Lebensbedingungen marginalisierter Menschen durch Beratung zu verbessern. Dazu gehören auch in der Prostitution Tätige aus anderen EU-Staaten, die durch die Freizügigkeitsregelung Zugang zum Arbeitsmarkt in Frankfurt haben. Das Erasmus+-Projekt ENPHI des Gesundheitsamtes Frankfurt widmete sich mit seinen Partnern der Fragestellung, wie diese Menschen erreicht werden können, um ihre wirtschaftliche, soziale und vor allem auch gesundheitliche Situation zu verbessern. , Beim Erstkontakt mit den Sexarbeitenden im Gesundheitsamt ist es wichtig, passgenau Informationen zu Beratungsangeboten der bestehenden Hilfesysteme zu vermitteln. Da es sich bei den Sexarbeitenden um eine oft sehr mobile Gruppe handelt, die häufig aus verschiedenen (ost-)europäischen Ländern kommt und in verschiedenen Ländern arbeitet, ist es sinnvoll, sich mit den sozialen und rechtlichen Rahmenbedingungen in anderen EU -Ländern auszukennen. , Im Rahmen des Projekts besuchten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Frankfurt europäische Partnerländer mit verschiedenen rechtlichen Rahmenbedingungen. Bei jeder Reise fanden Treffen mit Projektpartnern statt, zum Beispiel mit Akteurinnen und Akteuren des öffentlichen Gesundheitsdienstes, medizinischer Einrichtungen mit Schwerpunkt HIV/STI und niedrigschwelliger Gesundheitsversorgung, Vertreterinnen und Vertretern von Frauenorganisationen und Beratungsstellen. Dabei erfolgte ein Austausch zum Versorgungsangebot für die Zielgruppe und ein Abgleich der jeweiligen Rahmenbedingungen. Zudem stärkten die teilnehmenden Mitarbeitenden ihre interkulturelle Kompetenz und lernten vor Ort die jeweiligen Gesundheitssysteme und landesspezifischen Beratungssysteme kennen. Dadurch wurde der Blick auf die Lebensbedingungen der Zielgruppe möglich gemacht. Das Wissen um die Gegebenheiten in den Herkunftsländern, aber auch der Austausch mit Ländern, wo vergleichbare Rahmenbedingungen wie in Deutschland vorliegen, trugen dazu bei, die Zielgruppe besser ansprechen und beraten zu können. Somit kann auch deren Bereitschaft, sich auf die Beratungs- und Bildungsangebote einzulassen, erhöht werden. , Im Projekt fanden Reisen nach Wien und Graz in Österreich statt, wo, wie in Deutschland, legal in der Prostitution gearbeitet werden kann. Unter anderem lernten Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamtes Frankfurt den Gesundheitsdienst der Stadt Wien kennen, wo sich Menschen, die beabsichtigen, in der Prostitution tätig zu sein, anmelden müssen und die verpflichtenden Untersuchungen auf sexuell übertragbare Krankheiten und HIV durchgeführt werden. Außerdem wurden auch Anlaufstellen für die ambulante und stationäre medizinische Versorgung für Menschen ohne Krankenversicherung aufgesucht. In der Marienambulanz lernten die Teilnehmenden den Einsatz des Triaphon-Telefondolmetscherdienstes kennen, den man gerne in den eigenen humanitären Sprechstunden nutzen möchte. Beim Besuch des Vereins Frauenservice Graz lernten die Teilnehmenden die dortigen Beratungsstrukturen und deren Schwerpunkte kennen, wie zum Beispiel Beratung zur Gesundheit allgemein, zu sexuell übertragbaren Krankheiten und Safer Sex, Arbeits- und Berufsfragen sowie Rechtsberatung zu Aufenthalt, Arbeit oder Scheidung und Sozialberatung, die Themen wie Versicherung, Steuern, Schulden und Gewalt abdeckt. Die Beratungen finden in den Räumlichkeiten des Frauenservice Graz, aber auch im Rahmen von Streetwork statt, um die Frauen auch niedrigschwellig erreichen zu können. Sowohl in Graz als auch in Frankfurt wird bei der Beratung großen Wert auf gesundheitliche und psychosoziale Aufklärung gelegt. , „Neben vielen neuen Eindrücken, beruflichen Kontakten und Anregungen, die noch verarbeitet werden müssen, erscheint „der Einsatz des Triaphon-Telefondolmetscherdienstes, den wir bei der Marienambulanz in Wien kennengelernt haben, sehr wünschenswert, um ihn in unseren Humanitären Sprechstunden einzusetzen“, resümierte Projektkoordinatorin Alexandra Sarah Lang diese erfolgreiche Mobilität für Bildungspersonal im Bereich Erwachsenenbildung. …

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Als Erzieherin in Wien

Das geht im berufspraktischen Jahr mit Erasmus+

[…] Europäische Kontakte bilden die Basis , Praktische Kompetenzen erwerben , Komfortzone verlassen und neue Erfahrungen machen, Persönliche Fähigkeiten entwickeln und Wissen erweitern Ausbildung über europäische Grenzen hinweg ist auch für Erzieherinnen und Erzieher sowie für Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger möglich. Katharina Alektorov ist eine von ihnen. Sie hat mit uns über ihre Erfahrungen gesprochen. Katharina Alektorov ist etwas mulmig zumute: Sie soll einen kleinen Jungen aus einem Kindergarten abholen, der kurzfristig in einem Krisenzentrum für Kinder und Jugendliche in Wien untergebracht wurde. Es ist Katharinas zweiter Arbeitstag an ihrem neuen Ausbildungsplatz im Krisenzentrum. Dort werden Kinder, die in ihren Familien nicht mehr sicher sind, übergangsweise für sechs Wochen aufgenommen, bis eine Lösung für sie gefunden wird. Katharina ist selbst erst seit wenigen Tagen in Wien. In Diez, der Stadt an der Lahn in Deutschland, in der Katharina sonst lebt, gibt es weder U- noch Straßenbahnen. Wird sie sich zurechtfinden im Verkehrsnetz der Großstadt, um ein verunsichertes Kind sicher in das Krisenzentrum zurück zu begleiten? Aber alles geht gut. „Ich war positiv überrascht, wie unkompliziert der öffentliche Verkehr in dieser Riesenstadt funktioniert“, so Katharina. Auch der Kontakt zu dem Jungen gelingt ihr, so dass er vertrauensvoll mit zurück in das Krisenzentrum kommt. Insgesamt sechs Monate ihres berufspraktischen Jahres in der Ausbildung zur Erzieherin hat die 23-jährige Katharina von August 2019 bis Januar 2020 in Wien absolviert. Einen Teil der Ausbildung im Ausland zu machen, ist bislang eher ungewöhnlich für Erzieherinnen und Erzieher. Dass es Katharina möglich war, verdankt sie dem Erasmus+-Projekt der Adolf-Reichwein-Schule Limburg ( ARS ), einer Beruflichen Schule, an der sie ihre Ausbildung gemacht hat. Sechs Auszubildende zur Erzieherin/zum Erzieher oder zur Heilerziehungspflegerin/zum Heilerziehungspfleger hat die ARS zwischen 2018 und 2020 dabei unterstützt, die Hälfte ihres berufspraktischen Jahres im europäischen Ausland zu machen. , Seit 2006 pflegt die Schule Kontakte zu Austausch-Partnern in ganz Europa, unterstützt von Erasmus+, berichtet Thomas Höltken, Lehrer im Fachbereich Sozialwesen an der Adolf-Reichwein-Schule. Zusammen mit seinem Kollegen Dirk Spilling ist er seit 2014 für die Organisation der Auslandsaufenthalte der angehenden Erzieherinnen und Erzieher sowie der Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger verantwortlich. Bislang gab es Kooperationen mit Schulen in über zehn unterschiedlichen Ländern von England und Schweden über Rumänien bis zu Österreich. Machen die Auszubildenden während ihrer Schulzeit ein Auslandspraktikum, so bleiben sie in der Regel fünf Wochen, im berufspraktischen Jahr fördert Erasmus+ sogar einen sechsmonatigen Aufenthalt. Insgesamt haben 40 Auszubildende zwischen 2018 und 2020 diese Möglichkeiten genutzt. , „In die Schule oder den Kindergarten bringen, kochen, Hausaufgaben erledigen, Hygiene – die Kinder im Krisenzentrum habe ich im gesamten Alltag begleitet“, erklärt Katharina. „Hinzu kamen Krisengespräche im Team“, berichtet sie, „mir wurden von Anfang an viele Aufgaben und Verantwortung übertragen, dafür bin ich dankbar“, unterstreicht Katharina. Insgesamt bietet das Krisenzentrum Lebensraum für acht Kinder zwischen drei und fünfzehn Jahren, „jedoch gab es auch Tage, an denen wir bis zu zwölf Kinder und Jugendliche im Krisenzentrum hatten“, berichtet Katharina. Dass sie als vollwertiges Mitglied des jungen Teams eingesetzt wurde, war einer der Vorteile davon, dass sie insgesamt ein halbes Jahr in der Einrichtung gearbeitet hat – ausreichend Zeit, sich in Abläufe und Strukturen einzufinden. „Einiges hatte ich natürlich in der Schule gelernt über Erziehungshilfen, vieles habe ich aber auch intuitiv gemacht.“ , „Rauskommen – für manche ist es das erste Mal –, verschiedene Dinge alleine regeln müssen“, löse bei vielen Auszubildenden „einen Persönlichkeitsschub aus, der den Geist öffnet“, so Höltken. Katharina kann das bestätigen: „Raus aus der Komfortzone, das war spannend – bis dahin hatte ich bei meinen Eltern gelebt.“ In Wien lebt sie nacheinander in zwei verschiedenen WG s, erkundet die Stadt in ihrer Freizeit mit ihren Mitbewohnerinnen per Bus und Bahn. „Ich habe viel gelernt, auch einmal spontan etwas umzuplanen.“ Katharina, deren Familie russische Wurzeln hat, war zudem begeistert, wie viele verschiedene Menschen aus verschiedenen Ländern in Wien leben. , Die Kontakte der Schule ins Ausland waren einer der Gründe für Katharina, sich für die Ausbildung an der ARS und nicht an einer anderen Schule zu entscheiden. Auch Thomas Höltken ist sich sicher, dass die Auslandspraktika die Ausbildung an der ARS attraktiv machen. Die Auszubildenden würden durch den Vergleich positiv angeregt, ihren Beruf und ihr Wissen zu reflektieren, so Höltken. „In Schweden zum Beispiel gibt es viele Parallelen zu kindlicher Früherziehung in Deutschland, in England aber ruft die eine oder andere pädagogische Aktion vielleicht Fragezeichen hervor,“ so Höltken. Zudem erfahren die Auszubildenden zum Beispiel, dass die Tätigkeit, die der eines Erziehers oder einer Erzieherin in Deutschland nahekommt, in England ein Studienberuf ist. Auch Sprachkompetenzen würden trainiert, insbesondere bei einem Austausch in englischsprachige Länder. All dies sei auch von Vorteil für künftige Bewerbungen. Ein Auslandsaufenthalt signalisiere potentiellen Arbeitgebenden „ich kann das, ich traue mir etwas zu.“ Nicht zuletzt sind die europäischen Kontakte auch für Höltken und seinem Team wichtig: „Der Austausch ist nicht nur zwischenmenschlich ein großer Gewinn!“ Das zweite Halbjahr ihrer berufspraktischen Ausbildung hat Katharina in einer Dorf- Kita in Flacht an der Aar gemacht. Dort ist sie jetzt auch als Erzieherin angestellt, die Arbeit macht ihr Spaß. Aber noch einmal im Ausland zu arbeiten, um Neues kennenzulernen – das kann sie sich auch für die Zukunft sehr gut vorstellen …

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Hessen im Aufbruch

Das Konsortium rund um die Oskar-von-Miller-Schule hat große Erasmus-Pläne

[…] Interview mit Dieter Holstein, Interesse geweckt? Erfahren Sie mehr über das Projekt Zu einer besonderen Auftaktveranstaltung hat die Oskar-von-Miller-Schule im Mai 2020 in den Walter-Lübcke-Saal des Regierungspräsidiums Kassel eingeladen. Neben der Berufsschule mit technischem Schwerpunkt sind neun weitere regionale Berufsschulen, ein örtliches Ausbildungsunternehmen sowie die regionalen Kammern vor Ort. Der Tag widmet sich einem spannenden Thema: Erasmus+. , Die Oskar-von-Miller-Schule hat im Erasmus+-Programm einen Akkreditierungsantrag als koordinierende Schule für ein Konsortium gestellt. Das bedeutet, die Schule möchte nicht nur für ihre eigenen Auszubildenden Erasmus-Aktivitäten umzusetzen, sondern sie arbeitet mit vielen anderen Schulen und Partnern zusammen. So können sie geförderte Auslandsaufenthalte für die gesamte Region ermöglichen – ein hoher organisatorischer und bürokratischer Aufwand. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Erasmus-Akkreditierung als Konsortium war erfolgreich. Gleich in den ersten Jahren konnte das Konsortium europäische Fördermittel in Höhe von etwa 800.000 Euro für Auslandsaufenthalte von Auszubildenden und Lehrkräften aus der Region sichern. Im Interview mit dem Abteilungsleiter Fort- und Weiterbildung der Oskar-von-Miller-Schule Dieter Holstein wird klar, warum die Schule keine Mühen für ihr Erasmus-Konsortium scheut. , Wieso haben Sie sich für ein Konsortium entschieden? „Grundsätzlich wollen wir als Bildungseinrichtung die europäischen Dimensionen des Lehrens und Lernens stärken. Dies ist aus unserer Sicht notwendig, da sich durch die andauernde Globalisierung und die Digitalisierung die Arbeitswelt und die Gesellschaft in einem stetigen Wandel befinden. Heutige und zukünftige Berufstätige müssen sich an diesen Wandel durch lebensbegleitendes Lernen anpassen und dazu entsprechende Strategien und Kompetenzen entwickeln. Gleichzeitig zeigt die angespannte internationale Lage die dringende Notwendigkeit von persönlichen Kontakten in das europäische Ausland auf. Im Zuge unserer langjährigen Tätigkeit in den Mobilitätsprogrammen der EU sind wir organisatorisch und hinsichtlich der Akzeptanz der Auslandsaufenthalte der Lernenden bei den Ausbildungsbetrieben an unsere Grenzen gestoßen. Um uns weiter zu professionalisieren und auch eine höhere Akzeptanz zu erreichen, haben wir in 2020 die Akkreditierung im neuen Erasmus+ als Konsortium beantragt." , Welchen Mehrwert haben die beteiligten Einrichtungen dadurch? „Wir können sehr vielen Auszubildenden und Lehrkräften Aufenthalte im europäischen Ausland ermöglichen, da unsere Konsortialmitglieder sehr vielseitig sind. Alle Ebenen der Berufsbildung und nahezu alle Berufsfelder sind in unserem Konsortium abgedeckt. Erasmus+ unerfahrenen Einrichtungen können wir entsprechende Hilfestellungen zum Aufbau einer internen Erasmus+-Struktur geben. Auch den entsendenden Einrichtungen aus dem Ausland werden umfangreiche Kontaktmöglichkeiten zur Vermittlung von Praktikumsstellen bereitgestellt. Im Konsortium werden die bisherigen Erfahrungen der Mitglieder gebündelt und so auch neue internationale Partner in das neue Netzwerk eingebracht. In der Oskar-von-Miller-Schule war es uns aufgrund unserer Rechtsform (rechtlich selbstständige berufliche Schule und rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts) möglich eine Stelle zur Koordination und Administration der Erasmus+-Tätigkeiten des Konsortiums zu besetzen. Die Finanzierung dieser Stelle erfolgt dann über die Organisationspauschalen aller Mobilitäten. Mit der Besetzung der Stelle haben wir einen wichtigen Schritt in Richtung einer weiteren Professionalisierung erreicht." , Was sind die gemeinsamen Pläne und Ziele des Konsortiums? „Wir wollen als Konsortium weiter Auslandsaufenthalte für Lernende und auch für Lehrkräfte sowie Ausbilder und Ausbilderinnen ermöglichen. Dabei wollen wir die Teilnehmendenzahlen stetig steigern, aber auch eine gleichbleibend hohe Qualität gewährleisten. Dabei ist es wichtig, dass alle Konsortialmitglieder an einem Strang ziehen und wir uns nachhaltig vernetzen. So können wir eine regionale Erasmus+-Struktur aufbauen. Wenn das alles gelingt, wird auch die Akzeptanz für Auslandsaufenthalte bei allen Ausbildungsakteuren in der Region steigen." …

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Hand in Hand mit den Partnerstädten

Internationalisierung der Erwachsenenbildung

[…] Große Nachfrage nach „German Week“, Ein innovativer Ansatz Volkshochschulen und Internationalisierung – wie passt das zusammen? Diese Frage stellte sich auch Silke Pfaller, als sie im Herbst 2017 die Leitung der Volkshochschule Ravensburg e.V. ( VHS Ravensburg) übernahm. Es war der Start für das Projekt TwinLearning, mit dem sie ihren Dozentinnen und Dozenten Mobilitätserfahrungen im europäischen Ausland ermöglicht. Realisiert wird dies in enger Zusammenarbeit mit Partnerstädten aus Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien. Es verdeutlicht zugleich den strategischen Nutzen von Erasmus+-Mobilitäten in der Erwachsenenbildung. , Volkshochschulen und Internationalisierung – wie passt das zusammen? Diese Frage stellte sich auch Silke Pfaller, als sie im Herbst 2017 die Leitung der Volkshochschule Ravensburg e.V. ( VHS Ravensburg) übernahm. Es war der Start für das Projekt TwinLearning, mit dem sie ihren Dozentinnen und Dozenten Mobilitätserfahrungen im europäischen Ausland ermöglicht. Realisiert wird dies in enger Zusammenarbeit mit Partnerstädten aus Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien. Es verdeutlicht zugleich den strategischen Nutzen von Erasmus+-Mobilitäten in der Erwachsenenbildung. , Am Projekt teilnehmen können vor allem die in der Regel freien Dozentinnen und Dozenten der VHS. Sie boten in Wales eine „German Week“ mit Schnupperkursen in Deutsch, Polnisch und Mandarin sowie Angeboten rund um Gesundheit, Entspannung und interkulturelle Kommunikation an. Speziell für die lokale Art Society wurde zudem ein Hundertwasser-Kunstworkshop durchgeführt. Mit den insgesamt 36 Veranstaltungen konnten fast 900 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von 11 bis 94 Jahren erreicht werden – eine Nachfrage, mit der zuvor niemand gerechnet hatte. Für Pfaller bot das Projekt zudem Gelegenheit, selbst Kurse zu besuchen, in denen ihre Dozentinnen und Dozenten unterrichteten. „Jetzt kann ich Lehrmethoden und Sprachkenntnisse, aber auch die Reaktion auf unerwartete Situationen sehr viel besser einschätzen“, bilanziert sie. Dies sei eine wichtige Hilfe, um die Entwicklung und den weiteren Bedarf der Kursleiter besser einschätzen zu können. Hannah Hüttche war eine der Dozentinnen, die in Wales mit dabei waren. Die gebürtige Polin unterrichtet seit rund 25 Jahren Deutsch als Fremdsprache. 2006 kam sie nach Deutschland, wo sie sowohl Integrationskurse als auch Prüfungsvorbereitungen für Studentinnen und Studenten betreut. Bei der Teilnahme an TwinLearning ging es ihr vor allem um die eigene Sprachkompetenz und das Kennenlernen eines anderen Schulsystems. Der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen fand dabei gleich auf zwei Ebenen statt: zum einen mit den walisischen Lehrerinnen und Lehrern, zum anderen aber auch innerhalb der eigenen Gruppe. „Die Woche war auch eine Art Teambuilding und eine große Motivation für alle, die dabei waren“, betont die 50-Jährige, und ergänzt: „Ich bin jetzt seit zehn Jahren an der VHS in Ravensburg und kenne auch andere Volkshochschulen. So etwas wie TwinLearning gab es bislang nicht. Während der Zeit in Wales sind wir als Gruppe zusammengewachsen und haben immer wieder auch bei den anderen hospitiert.“ Sie habe viele neue Trainingsmethoden entdeckt und selbst sowohl Kinder als auch Erwachsene unterrichtet. Als besonders beeindruckend empfand sie das Interesse und die Offenheit, mit denen die walisischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihre Kurse kamen. Das habe ihr Mut gemacht, neue Methoden auszuprobieren, zum Beispiel in der Gruppenarbeit oder im Sprachunterricht. , Im Ergebnis war die „German Week“ ein voller Erfolg, den Silke Pfaller gerne in den anderen Partnerstädten wiederholen möchte. Eine „settimana tedesca“ in Rivoli und eine „semaine allemande“ in Montelimar“ waren bereits geplant, als im Frühjahr 2020 die Corona-Pandemie ausbrach. So mussten die Termine verschoben und die Laufzeit des Projektes bis Juni 2021 verlängert werden. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben, denn vom TwinLearning-Ansatz ist Pfaller nach wie vor überzeugt: „Das, was wir machen, bespielt eine neue Ebene in der Erwachsenenbildung. Die Idee, gemeinsam mit Partnerstädten entsprechende Angebote zu entwickeln, bezog sich in der Vergangenheit ausschließlich auf Kultur. Mit TwinLearning sind wir nun in den Bereich des Lernens vorgedrungen und können Erasmus+-Mobilitäten strategisch zum Dialog und Wissenstransfer nutzen“, unterstreicht Pfaller. Ihr Wunsch ist es, die Idee perspektivisch auch auf andere Zielgruppen und Themenbereiche auszudehnen. Denkbar seien beispielsweise eine Bürgerreise nach Rivoli, die inhaltlich bereits vorbereitet war und eigentlich Ostern 2020 stattfinden sollte, sowie Schneider-, Sport- oder Tanzkurse. Immer steht dabei die Kombination aus Kultur und Lernen im Fokus. Geographisch jedenfalls sei man mit den aktuellen Partnerstädten dazu bestens aufgestellt. …

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