[…] Impressum Adresse Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung Friedrich-Ebert-Allee 114-116 53113 Bonn Fon: 0228 107 1608 Mail: na[at]bibb(dot)de Mo | Di | Do : 09:30 bis 15:00 Uhr Mi : 9:30 bis 12:00 Uhr Fr : 9:30 bis 13 Uhr In dringenden Notfällen können Sie uns auch außerhalb der Hotline-Zeiten kontaktieren. Wir melden uns innerhalb von 48 Stunden bei Ihnen. Postadresse Nationale Agentur beim BIBB Postfach 201264 53142 Bonn Herausgeber/-in Gesetzlicher Vertreter Bundesinstitut für Berufsbildung ( BIBB ) gesetzlich vertreten durch die Präsidentin Dr. Sandra Garbade Friedrich-Ebert-Allee 114-116 53113 Bonn Telefon: 0228 / 107 - 0 Fax: 0228 / 107 - 2977 Internet: www.bibb.de E-Mail: zentrale(at)bibb.de USt-IdNr. des BIBB : DE205571125 Inhaltlich Verantwortliche (Adresse siehe gesetzlicher Vertreter) Berthold Hübers Dr. Gabriele Schneider Tel : 0228/1071608 E-Mail: na-internetredaktion@bibb.de Realisierung Technische Entwicklung DieMedialen GmbH Webdesign Ressourcenmangel GmbH Web-Hosting bringe Informationstechnik GmbH Wichtige Hinweise Die Nationale Agentur beim BIBB ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden. Die NA beim BIBB hat diese Internet-Seiten und die darauf befindlichen Links nach bestem Wissen erstellt und ist stets darum bemüht, die Richtigkeit und Aktualität sicherzustellen. Jedoch sind alle Angaben und Links nur zur allgemeinen Information bestimmt und stellen keine geschäftliche, rechtliche oder sonstige Beratungsdienstleistung dar. Sie erfolgen daher ohne Gewähr und unter Ausschluss jeglicher Haftung. Die Europäische Kommission ist für die Inhalte dieser Website nicht verantwortlich. Die von der NA beim BIBB in ihrem Internetangebot veröffentlichten Rechtsgrundlagen sind sorgfältig zusammengestellt, erheben aber keinen Anspruch auf Aktualität, sachliche Korrektheit oder Vollständigkeit; eine entsprechende Gewähr wird nicht übernommen. Die Wiedergabe mit Quellenangabe ist vorbehaltlich anderslautender Bestimmungen gestattet. …
[…] Klein angefangen, Profil- und imagebildend auch nach außen, Stadt Chemnitz rückt ins Blickfeld internationaler Gäste, „Man lernt immer viel voneinander.“, Auch ein Vergleich mit anderen europäischen Erwachsenenbildnerinnen und -bildnern ist möglich Als eine der ersten Gruppen von Lernenden innerhalb eines Austausches im Programm Erasmus+ reisten finnische Teilnehmende nach Chemnitz, um die Stadt kennen zu lernen, dort an verschiedenen Kursen der VHS teilzunehmen und sich mit den Menschen vor Ort auszutauschen. Welchen Effekt hatte der Lernaufenthalt auf die Lernenden – und auf die gastgebende Volkshochschule? , Goldgelb bruzzeln die Quarkkeulchen in der heißen Pfanne mit Öl, ein Duft von Zimt liegt in der Luft. Im Kochstudio der Volkshochschule Chemnitz stehen Teilnehmende des Kochkurses „Regionale Küche“ und freuen sich auf die sächsische Süßspeise aus Kartoffeln, Mehl, Quark, Eiern und Rosinen. „Das kennen wir in Finnland so nicht“, sagt einer der Köche, der gemeinsam mit anderen Lernerinnen und Lernern aus Sastamala in der Nähe von Tampere nach Chemnitz gekommen ist. Als eine der ersten Lernendengruppen innerhalb eines Erasmus+-Austausches konnten die finnischen Teilnehmenden nach Chemnitz reisen, um dort die Stadt kennenzulernen, an verschiedenen VHS -Kursen teilzunehmen und sich mit Chemnitzerinnen und Chemnitzern auszutauschen. , Neu ist für die VHS Chemnitz der Austausch von Lernendengruppen nicht, aber der von freiberuflichen Lehrkräften und festangestelltem VHS -Personal. „Schon seit 2014 führen wir Erasmus+-Projekte durch“, sagt Manuela Dörrer, Fachbereichsleiterin Fremdsprachen an der VHS und zugleich Erasmus+-Koordinatorin: zunächst mit freiberuflichen Kursleitenden, dann mit festangestellten Lehrkräften und Fachbereichsleitungen, später mit Beschäftigten aus dem Service und der Verwaltung. „Solch ein weiterbildender Austausch ist ein zusätzlicher Benefit, der uns als VHS attraktiver macht“, so Dörrer. Auf diese Weise konnte über die Jahre ein Austausch mit Erwachsenenbildungseinrichtungen aus vierzehn verschiedenen Ländern stattfinden. Neben den unmittelbar bereichernden Lerneffekten wie Erfahrungszuwachs und Know-How-Erweiterung für alle VHS -internen Beteiligten hat der Erasmus+-Austausch noch einen ganz anderen Mehrwert gebracht. , Die VHS Chemnitz ist eine kommunale Volkshochschule. „Mit unseren Aktivitäten erweitern wir das Portfolio der Stadtverwaltung Chemnitz um ein weiteres europäisches Förderprogramm“, sagt Manuela Dörrer. Zudem flankieren die Austauschmöglichkeiten in Erasmus+ die europäischen Städtepartnerschaften von Chemnitz. Als Zielorte werden bewusst Chemnitzer Partnerstädte ausgewählt, wie zum Beispiel Tampere in Finnland. Der Aufbau der Kontakte mit der dortigen Volkshochschule und der Fachaustausch in beiden Richtungen tragen aktiv zur Belebung der Städtepartnerschaft bei. Ein positives „Standing“ in der Erwachsenenbildung in Sachsen haben die Erasmus+-Projekte ebenfalls bewirkt. „Aufgrund des Projekts über Erasmus+ wurden wir vom Sächsischen Volkshochschulverband angefragt, den Besuch einer litauischen Delegation aktiv mitzugestalten“, sagt Dörrer. So konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der VHS Chemnitz vor Ort Einblick in ihre Einrichtung geben und einen Fachaustausch mit verschiedenen Funktionsbereichen ermöglichen. Thematisch standen dabei die Themen Nachhaltigkeit, Inklusion und die Organisation des Bildungssystems im Ländervergleich im Fokus. , Bei den Besuchen aus dem finnischen Sastamala kamen neben Kursleitenden und pädagogischem Personal auch Kursteilnehmende nach Chemnitz. „Zusätzlich zum Austausch auf Arbeitsebene konnten unsere eigenen Kursteilnehmenden mit den europäischen Gästen innerhalb von gemeinsamen Kursen und Treffen in Kontakt treten“, so Dörrer. Dass Menschen miteinander ins Gespräch kommen, stelle eine wertvolle Besonderheit des EU -Förderprogramms dar, ergänzt sie. , Wenn man sich mit europäischen Partnereinrichtungen treffe, suche man zunächst nach Gemeinsamkeiten und Schnittmengen, erzählt Manuela Dörrer weiter. Und man stelle dann häufig fest, wie viele es davon gibt, etwa im Hinblick auf das Selbstverständnis und die Aufgabe als Erwachsenenbildnerinnen und -bildner. „Von unserer finnischen Partner- VHS konnten wir zudem noch viel über die Organisation von Lernenden-Reisen lernen, die wir ab Herbst 2025 selbst anbieten möchten. Zum Beispiel, dass die Gruppe besser zusammenwächst und die Neugier auf die Reise steigt, wenn sich die Teilnehmenden schon vorher in einem Vorbereitungskurs kennenlernen“, so Dörrer. Daneben sind es auch pädagogische Ideen, die zu neuen Herangehensweisen inspirieren. Die ländliche VHS Sastamala beispielsweise veranstaltet Yoga - und andere Bewegungskurse schon länger hybrid. Auf diese Weise lassen sich zusätzliche Kursteilnehmende erreichen und auch räumlich weiter entfernt wohnende Teilnehmende können mitmachen“, so Dörrer. Ein anderes Beispiel ist die Nutzung von Künstlicher Intelligenz und digitalen Werkzeugen für die Unterrichtsvorbereitung und -durchführung. „Wir haben interessiert aufgenommen, wie sich der Fremdsprachenunterricht mit solchen Tools spielerischer und lebendiger gestalten lässt. Zugleich können Teilnehmende damit ihren eigenen Lernstand schnell eigenständig überprüfen. Die neuen Werkzeuge setzen Pädagoginnen und Pädagogen der VHS Chemnitz jetzt im Unterricht ein. , „Wir sind schon länger international ausgerichtet“, sagt Fachbereichsleiterin Manuela Dörrer. Erasmus+ habe besonders die professionelle Ebene erweitert und neben Good-Practice-Beispielen und einem europaweiten Netzwerk auch die Möglichkeit gebracht, sich im internationalen Austausch zu vergleichen. Dörrer hat dabei festgestellt: „Für uns ist es gut, wenn wir im Austausch mit anderen Partnereinrichtungen schauen können, wo wir stehen. Dies stellt eine positive Gelegenheit dar, die eigene Arbeit zu spiegeln“. Erasmus+ ist deshalb in der VHS Chemnitz nicht mehr wegzudenken. …
[…] O-Ton, Ziele, Zielgruppe, Methoden, Ökologischer Handabdruck , Transformationsrelevanz, Materialien, Suchbegriffe, Haben wir Ihr Interesse geweckt? „Der Bedarf nach ‚grünen‘ Inhalten in der Berufsausbildung wächst. Zugleich ist es unverzichtbar, Lehrmethoden auch zu digitalisieren. Videoteach schließt die bestehenden Lücken und zeigt dabei: Es macht Spaß, grüne Lerninhalte kreativ zu verpacken.” Thomas Blum, Geschäftsführer RegioVision Schwerin , Strategien für den Erwerb und Aufbau „grüner“ Kompetenzen im Holz-, Holzbau- und Möbelsektor entwickeln – insbesondere mit Blick Öko-Labels und -Zertifizierungen Schulungsmodule zu Industry 4.0 bereitstellen – z.B. zu Automatisierung und Digitalisierung entlang der Lieferkette oder zu Modellen zur Simulation der (klimatischen) Waldentwicklung , Lehrende und Ausbilder/-innen in Forst- und holzverarbeitenden Berufen Trainingsinstitute für Holz- und Forstzertifizierungen Nachhaltigkeitsauditorinnen und -auditoren, Manager/-innen für Sustainability und Marketing, Einkäufer/-innen sowie andere Expertinnen und Experten aus Forstwirtschaft und Möbelindustrie Indirekt: Auszubildende und Professionals in der Forst -und holzverarbeitenden Industrie , Bedarfsanalyse, Digitale Leitfäden, e-Learning Plattform, Testing und Pilotierung, Fach- und Netzwerkkonferenzen Zertifizierungssysteme wie das Forest Stewardship Council (FSC) oder die EU Timber Regulation (EUTR) Smarte Tools entlang der Holz-Lieferketten, z.B. digitale Entscheidungshilfen, elektronische Maschinensteuerung, maschinelles Sehen, digitales Nacherntemanagement Simulationsmodelle, z.B. virtueller Wald als digitale Kopie von realen Waldgebieten , Die Kursabsolventinnen und -absolventen sind auf zweifache Art und Weise Akteure des Wandels. Zum einen begleiten sie Unternehmen bei der Qualifizierung und Auditierung für Öko-Zertifikate und -Labels. Zum anderen sensibilisieren sie Unternehmen für den Nutzen derartiger Prozesse. , Die Zielgruppen werden auf Fragestellungen der branchenspezifischen Transformation vorbereitet – inbesondere bezüglich Digitalisierung und Automatisierung. , Nachhaltige und digitale Praktiken in der Holzindustrie VET-Curricula e-Trainingsmodule Coaching Tool Projekt e-Newsletter , Intrust, KIT, Holz, Holzbau, Möbel, Öko-Label, Öko-Zertifizierung, Audit, FSC, EUTR, Industry 4.0, digital, Automatisierung, Entscheidungshilfen, Maschinensteuerung, maschinelles Sehen, Nacherntemanagement, post harvest management, Simulation, virtueller Wald, VET, Curricula, Coaching, e-Learning, Training , https://erasmus-plus.ec.europa.eu/projects/search/details/2021-1-DE02-KA220-VET-000034723 Projektvideo www.youtube.com/watch?v=jg37WyRzCi4&t=12s Projektpräsentation https://intrust-project.eu/wp-content/uploads/2022/12/01-Intrust-Project_Presentation.pdf …
[…] Interview mit Dieter Holstein, Interesse geweckt? Erfahren Sie mehr über das Projekt Zu einer besonderen Auftaktveranstaltung hat die Oskar-von-Miller-Schule im Mai 2020 in den Walter-Lübcke-Saal des Regierungspräsidiums Kassel eingeladen. Neben der Berufsschule mit technischem Schwerpunkt sind neun weitere regionale Berufsschulen, ein örtliches Ausbildungsunternehmen sowie die regionalen Kammern vor Ort. Der Tag widmet sich einem spannenden Thema: Erasmus+. , Die Oskar-von-Miller-Schule hat im Erasmus+-Programm einen Akkreditierungsantrag als koordinierende Schule für ein Konsortium gestellt. Das bedeutet, die Schule möchte nicht nur für ihre eigenen Auszubildenden Erasmus-Aktivitäten umzusetzen, sondern sie arbeitet mit vielen anderen Schulen und Partnern zusammen. So können sie geförderte Auslandsaufenthalte für die gesamte Region ermöglichen – ein hoher organisatorischer und bürokratischer Aufwand. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Erasmus-Akkreditierung als Konsortium war erfolgreich. Gleich in den ersten Jahren konnte das Konsortium europäische Fördermittel in Höhe von etwa 800.000 Euro für Auslandsaufenthalte von Auszubildenden und Lehrkräften aus der Region sichern. Im Interview mit dem Abteilungsleiter Fort- und Weiterbildung der Oskar-von-Miller-Schule Dieter Holstein wird klar, warum die Schule keine Mühen für ihr Erasmus-Konsortium scheut. , Wieso haben Sie sich für ein Konsortium entschieden? „Grundsätzlich wollen wir als Bildungseinrichtung die europäischen Dimensionen des Lehrens und Lernens stärken. Dies ist aus unserer Sicht notwendig, da sich durch die andauernde Globalisierung und die Digitalisierung die Arbeitswelt und die Gesellschaft in einem stetigen Wandel befinden. Heutige und zukünftige Berufstätige müssen sich an diesen Wandel durch lebensbegleitendes Lernen anpassen und dazu entsprechende Strategien und Kompetenzen entwickeln. Gleichzeitig zeigt die angespannte internationale Lage die dringende Notwendigkeit von persönlichen Kontakten in das europäische Ausland auf. Im Zuge unserer langjährigen Tätigkeit in den Mobilitätsprogrammen der EU sind wir organisatorisch und hinsichtlich der Akzeptanz der Auslandsaufenthalte der Lernenden bei den Ausbildungsbetrieben an unsere Grenzen gestoßen. Um uns weiter zu professionalisieren und auch eine höhere Akzeptanz zu erreichen, haben wir in 2020 die Akkreditierung im neuen Erasmus+ als Konsortium beantragt." , Welchen Mehrwert haben die beteiligten Einrichtungen dadurch? „Wir können sehr vielen Auszubildenden und Lehrkräften Aufenthalte im europäischen Ausland ermöglichen, da unsere Konsortialmitglieder sehr vielseitig sind. Alle Ebenen der Berufsbildung und nahezu alle Berufsfelder sind in unserem Konsortium abgedeckt. Erasmus+ unerfahrenen Einrichtungen können wir entsprechende Hilfestellungen zum Aufbau einer internen Erasmus+-Struktur geben. Auch den entsendenden Einrichtungen aus dem Ausland werden umfangreiche Kontaktmöglichkeiten zur Vermittlung von Praktikumsstellen bereitgestellt. Im Konsortium werden die bisherigen Erfahrungen der Mitglieder gebündelt und so auch neue internationale Partner in das neue Netzwerk eingebracht. In der Oskar-von-Miller-Schule war es uns aufgrund unserer Rechtsform (rechtlich selbstständige berufliche Schule und rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts) möglich eine Stelle zur Koordination und Administration der Erasmus+-Tätigkeiten des Konsortiums zu besetzen. Die Finanzierung dieser Stelle erfolgt dann über die Organisationspauschalen aller Mobilitäten. Mit der Besetzung der Stelle haben wir einen wichtigen Schritt in Richtung einer weiteren Professionalisierung erreicht." , Was sind die gemeinsamen Pläne und Ziele des Konsortiums? „Wir wollen als Konsortium weiter Auslandsaufenthalte für Lernende und auch für Lehrkräfte sowie Ausbilder und Ausbilderinnen ermöglichen. Dabei wollen wir die Teilnehmendenzahlen stetig steigern, aber auch eine gleichbleibend hohe Qualität gewährleisten. Dabei ist es wichtig, dass alle Konsortialmitglieder an einem Strang ziehen und wir uns nachhaltig vernetzen. So können wir eine regionale Erasmus+-Struktur aufbauen. Wenn das alles gelingt, wird auch die Akzeptanz für Auslandsaufenthalte bei allen Ausbildungsakteuren in der Region steigen." …
[…] Trainingscurriculum für Fachleute und Peers, Empfehlungen zur Integration von Peers in das Gesundheitssystem und zur Ergänzung der Arbeit des Fachpersonals, Ergänzende Materialien, Nutzung und Ausbau der Peer-Unterstützung Immer mehr Menschen leiden unter psychischen Gesundheitsproblemen, auch der Missbrauch von Suchtmitteln hat in Europa zugenommen. Gleichzeitig werden Inklusion, eine Stärkung der Rechte von Patientinnen und Patienten sowie der Zivilgesellschaft politisch gefordert. Dies hat auch Auswirkungen auf die Aus- und Weiterbildung im Gesundheitsbereich der europäischen Länder, die den gestiegenen Anforderungen gerecht werden müssen. Um die wachsende Nachfrage nach Unterstützung im Bereich der psychischen Gesundheit zu decken, greift die Partnerschaft „HelpEx“ auf das Konzept der Peer-Beratung zurück, bei der ehemalige Patientinnen und Patienten die Fachkräfte im Gesundheitsbereich unterstützen. Dafür hat die Partnerschaft einen Ausbildungsplan und Schulungsmaterialien entwickelt. , Bei diesem Konzept werden die Erfahrungen von ehemaligen Patientinnen und Patienten – im Projekt Peers genannt – für den Heilungsprozess von aktuell Betroffenen genutzt, eine Win-Win-Situation für beide Seiten: Das Fachpersonal in den Rehabilitations- und Genesungsdiensten erfährt Unterstützung, und auch die ehemaligen Patientinnen und Patienten profitieren. Die „Peers“ bringen jeweils ihre eigene Geschichte mit, sie haben ihre psychischen Probleme überwunden und waren selbst Patienten bzw. Patientinnen in einer der an der Partnerschaft beteiligten Einrichtung. Die Partnerschaft mit acht teilnehmenden Einrichtungen aus sechs europäischen Ländern unter der Koordination des Deutschen Caritasverbandes Landesverband Bayern e.V. hat sich der Integration von Peers über drei Jahre gewidmet und das Projekt „HelpEx: Europäische Qualifizierung von Ex-Patienten im helfenden Prozess der Rehabilitation und Genesung“ umgesetzt. Die Partner aus Deutschland, Frankreich, Italien, Malta, Polen und Tschechien sind Dienstleistungs- und Bildungsanbieter im Bereich der psychischen Gesundheit. Sie bieten ambulant und/oder stationär Rehabilitations- und Genesungsdienste für Menschen mit psychischen Schwierigkeiten und/oder gravierenden Missbrauchsproblemen sowie Bildungsangebote in diesen Bereichen an. Im Projektzeitraum wurden Trainingsmaterialien für die Peer-Beratung – sowohl für das Fachpersonal als auch für die Peers selbst – für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen und/oder erheblichen Abhängigkeitsproblemen entwickelt, erprobt und evaluiert. , Schwerpunkt des Projektes war die Erstellung eines Curriculums zur Qualifizierung sowohl der Fachleute als auch der Peers zur bestmöglichen und erfolgreichen (Zusammen-)Arbeit mit den Peers. Dieses bietet ein sich gegenseitig ergänzendes Set von insgesamt sechs Trainingsmodulen. Für jedes Trainingsmodul gibt es jeweils eine Version für die Gruppe der Mitarbeitenden in sozialen Organisationen, die Hilfe für Menschen mit psychischen Problemen und/oder Suchtproblemen anbieten und jeweils eine Version für die Peers. Dabei enthält es neben den spezifischen Versionen für die Fachleute und für die Peers auch gemeinsame Einheiten für beide Parteien. Das Trainingsmodul wird als Open Educational Ressource ( OER ) veröffentlicht. Ein Modul umfasst sechs bis zwölf Stunden, die von eigenen Fachleuten oder externen Trainern und Trainerinnen angeleitet werden können. Das Curriculum besteht aus sechs Modulen: On-boarding Den Rahmen kennenlernen Wertschätzende Kommunikation Konfliktlösung Herausforderungen und Krisen managen Psychische Erkrankungen und Grundlagen des Helfens Zwischen den einzelnen Modulen finden sich Übersichten zur Reflexion, Verweise auf die HelpEx-Webseite mit ergänzendem Online-Material, zu Peeransätzen in unterschiedlichen Settings, zu Grundlagen zum gesetzlichen Rahmen und Bedingungen bzw. Empfehlungen aus dem Projekt sowie zu Modellen zur Verbindung der Peer-Qualifikation mit der beruflichen und akademischen Bildung. Das Curriculum ist in den sechs europäischen Sprachen der Partnerländer verfügbar. , Darüber hinaus wurde - aufbauend auf einer länderspezifischen Analyse – eine Empfehlung zur Integration von Peers in das Gesundheitssystem erstellt, um die Zusammenarbeit von Fachleuten und Peers zu einem Standard in den Gesundheits- und Sozialeinrichtungen zu machen. Diese zeigt auf, wie und wo die Peers bedarfsgerecht eingesetzt werden und sich selbst (weiter-)entwickeln können. Darüber hinaus wird dargestellt, wie ihre erfahrungsbasierte Qualifikation anerkannt werden kann. Auch die Empfehlungen sind in den sechs europäischen Sprachen der Partnerländer verfügbar. , Die Projektinhalte sind als E-Learning auf einer eigens erstellten Projektwebseite zugänglich, auf welcher ebenso Arbeitsblätter und Übungen zur Verfügung gestellt werden. Ein Video gibt Einblicke in ein HelpEx-Training in Malta. Ein Bericht über eine Peer-Beratung verdeutlicht die Möglichkeiten eines (präventiven) Peer-Einsatzes, der an der berufsbildenden Partnerschule Robert-Kümmert-Akademie erprobt wurde. , Das im Rahmen des Projektes entwickelte Curriculum ermöglicht es dem Fachpersonal, den Rehabilitations- und Genesungsprozess von psychisch kranken oder drogenabhängigen Patienten und Patientinnen zu unterstützen. Es kann von jeder im Gesundheitsbereich tätigen Organisation auf ihre eigenen Bedürfnisse angepasst und die erstellten Module somit bedarfsgerecht eingesetzt und genutzt werden. Mithilfe der im Projekt entwickelten Materialien kann der Auf- und Ausbau der Integration von Peers vorgenommen werden. Dadurch kann die transnationale Qualifizierung von Ex-Patienten und -Patientinnen im helfenden Prozess der Rehabilitation und Genesung kontinuierlich umgesetzt und integriert werden. …