[…] www.na-bibb.de Jahresbericht 2022/2023 Die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung 2 Die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) besteht seit dem Jahr 2000 und arbeitet im Auftrag und mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Sie ist Nationale Agentur für das EU-Bildungsprogramm Erasmus+ im Bereich der Berufsbildung und der Erwachsenenbildung in Deutschland. Darüber hinaus nimmt sie zahlreiche europabezogene und internationale Aufgaben im Bereich der Berufsbildung und Erwachsenenbildung wahr. Sie arbeitet eng mit der EU-Kommission sowie auf nationaler Ebene mit Ministerien, Bundesländern, Sozialpartnern, Verbänden, Kammern, Unternehmen, Hochschulen und Bildungs- einrichtungen zusammen. www.na-bibb.de www.erasmusplus.de Erasmus+ Berufsbildung und Erwachsenenbildung: Auslandsaufenthalte und Bildungskooperationen im europäischen Ausland. Nationales Europass Center: Kompetenzen mit dem Europass ver- ständlich darstellen – in ganz Europa. Beratungsservice für Auslands- aufenthalte in der Berufsbildung: Information und Beratung für Betriebe, berufliche Schulen und Kammern. Europäische Agenda Erwachsenenbildung: Nationale Koordinierungsstelle – europäische und nationale Themen vernetzen. EPALE: Nationale Koordinierungsstelle – ePlatform for Adult Learning in Europe. MeinAuslandspraktikum: Beratungsangebot für Auszubildende zu Auslandsaufenthalten. Deutschland AusbildungWeltweit: Weltweite Auslandsaufenthalte von Auszubildenden und Ausbildern/Ausbilderinnen. Ti te lm ot iv © s de co re t/ A do be St oc k. co m 3Jahresbericht 2022/2023 Inhalt Kapitel 1: NA beim BIBB Bilanz und Ausblick der Geschäftsleitung Erasmus+ kurz erklärt Foto der NA-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter Leistungen und Services Kapitel 2: Erasmus+ Erasmus+ in Zahlen Mobilität in der Berufsbildung Good Practice: Von Melle nach Europa und in die Welt Partnerschaften in der Berufsbildung Good Practice: Kreative Lösungen gegen den Fachkräftemangel Mobilität in der Erwachsenenbildung Good Practice: Inklusion – Wenn das Normale zum Besonderen wird Partnerschaften in der Erwachsenenbildung Good Practice: Erwachsenenbildung einmal anders erzählen Europäische Ziele – Vier Querschnittsthemen in Erasmus+ EuroApprentices Training and Cooperation Activities (TCA) Kapitel 3: Europäische und internationale Bildungszusammenarbeit NA-Projekte in Zahlen AusbildungWeltweit und Beratungsservice Nationales Europass Center Nationale Koordinierungsstelle EPALE Nationale Koordinierungsstelle Europäische Agenda für Erwachsenenbildung Kapitel 4: Anhang Einzelstatistiken Erasmus+ Ihr Kontakt in die NA beim BIBB Impressionen aus den Jahren 2022 und 2023 Impressum 04 05 07 08 10 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 45 46 47 4 NA beim BIBB+01 01_ NA beim BIBB Die NA beim BIBB nimmt neben ihrer Funktion als Nationale Agentur für das Programm Erasmus+ weitere europabezogene und interna- tionale Aufgaben im Bereich der Berufs- und Erwachsenen- bildung wahr. Sie kann dabei Synergieeffekte nutzen. © d yn am ic -w an g/ U ns pl as h. co m 5Jahresbericht 2022/2023 NA beim BIBB 01 Bilanz und Perspektiven Die Zeichen stehen auf Wachstum: Nachfrage und Budgets im europäischen Bildungsprogramm Erasmus+ steigen und die Corona-Pandemie ist überwunden. Die NA beim BIBB ist mit Erasmus+ und weiteren von ihr betreuten Programmen die zentrale Förderstelle für individuelle Bildungschancen und Or- ganisationsentwicklung durch internationalen Austausch in der Berufs- und Erwachsenenbildung. Dies ist die Kurzbilanz der Jahre 2022 und 2023. Mit dem vorliegenden Bericht im neuen Zwei- jahres-Format informieren wir Sie über wichtige Entwicklungen in der NA beim BIBB und veranschaulichen über Good-Practice-Bei- spiele die Arbeitsweise und Wirkung des Programms Erasmus+. Die Budgets in Erasmus+ sind in beiden Berichtsjahren im Ver- gleich zum jeweiligen Vorjahr um rund fünf Prozent gestiegen und die Nachfrage nach Auslandsaufenthalten und internatio- nalen Kooperationen wächst enorm. Dies belegt die Relevanz des Programms, das 2022 sein 35-jähriges Bestehen feierte. Die im Dezember 2022 veröffentlichte Exzellenzinitiative Berufliche Bildung der Bundesregierung gibt der NA beim BIBB und den in den Programmen aktiven Projektträgern starken Rückenwind. Sehr gut angenommen wurden auch die mit dem Start der neu- en Erasmus+-Programmgeneration im Jahr 2021 eingeführten Neuerungen. Auslandsaufenthalte mit Erasmus+ Für alle Mobilitätsaktivitäten im Programm Erasmus+ – übrigens ebenso im Programm AusbildungWeltweit – war das Jahr 2022 der Wendepunkt, an dem die Corona-bedingte Zurückhaltung überwunden wurde. 2023 stiegen dann alle Antragszahlen weiter; in vielen Fällen auf Höchstwerte, die deutlich über den Werten vor der Pandemie lagen. Auch die Nachfrage nach einer institutionellen Akkreditierung ist weiterhin hoch. Insgesamt sind im Jahr 2023 deutlich über 900 Bildungseinrichtungen aus der Berufs- und Erwachsenenbildung akkreditiert und damit in einem von Erasmus+ geförderten Prozess der Organisationsentwicklung, der ihnen auch einen dauerhaften Zugang zu Mobilitätsmitteln garantiert. So zeigen die beiden Beispiele guter Praxis zur Mo- bilitätsaktion in diesem Bericht auch beispielhaft auf, wie Aus- landsaufenthalte individuelle Bildungschancen eröffnen, darüber hinaus aber noch weitere Wirkungen entfalten. Die Projekte stärken nicht nur die internationale Öffnung der Bildungseinrich- tungen, sondern auch ihre weitere Organisationsentwicklung. Partnerschaften in Erasmus+ Die Erasmus+-Partnerschaften sind das zentrale europäische Instrument zur Zusammenarbeit der Berufsbildungs- und Erwachsenenbildungseinrichtungen. In den beiden zurücklie- genden Jahren lag ein inhaltlicher Schwerpunkt auf den The- men Inklusion und ökologische Nachhaltigkeit. Die Nachfrage im Bereich der Partnerschaften ist in beiden Berichtsjahren weiter gestiegen. Bis zum Jahr 2022 ist die Finanzierung dieser Projektformen vollständig auf Pauschalen umgestellt worden. Die NA beim BIBB hat umfangreiche Beratungs- und Unter- stützungsleistungen angeboten, damit die Antragsteller diese deutliche Vereinfachung für die Projektdurchführung bereits in der Phase der Antragstellung berücksichtigen. Mit dem Ab- klingen der Pandemie wurden von Seiten der Kommission die Mittel des Erasmus+-Programms wieder stärker für die Mobilität eingesetzt, so dass weniger Budget für die Partnerschaften zur Verfügung stand. Dies führte insgesamt zu niedrigeren Bewilli- gungsquoten. Diese Entwicklung macht deutlich, dass es auch zukünftig für eine Antragstellung wichtig ist, gut durchdachte Projektkonzepte mit einer hohen Wirksamkeit für die Bildungs- praxis einzureichen. Berthold Hübers leitet die Nationale Agentur Bildung für Europa © N A b ei m B IB B © N A b ei m B IB B / C hr is tia n M ey er Armin Reinartz (BMBF) und Klaus Fahle beim Anschneiden der Erasmus-Geburtstagstorte 6 NA beim BIBB01 Erasmus+-Prioritäten Im zweiten und dritten Jahr der laufenden Programmgenerati- on entfalten die vier Prioritäten eine immer stärkere Wirkung. Inklusion und Vielfalt, Umwelt und Bekämpfung des Klima- wandels, digitaler Wandel sowie Teilhabe am demokratischen Leben sind die vier Querschnittsthemen, zu denen die NA beim BIBB in besonderer Weise Unterstützung anbietet und die Pro- jekte und akkreditierten Einrichtungen in besonderer Weise arbeiten. Die NA beim BIBB fördert diese Themen insbesondere mit den sogenannten „Long-term Activities“ (LTA), also spe- ziellen langfristig ausgerichteten Vernetzungsangeboten. So stärkt das europäische Netzwerk der EuroApprentices die poli- tische Teilhabe von ehemaligen Teilnehmenden und ihr Engage- ment für europäische Werte. Mit dem LTA „Sustainability and Greening“ wird die Zusammenarbeit zwischen den Nationalen Agenturen in Europa im Bereich „Green Erasmus“ gefördert. Europass, EPALE und Agenda: Starke Tools für Bürger, Praktikerinnen und Stakeholder Zusätzlich zu Erasmus+ setzt die NA beim BIBB im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) noch drei weitere europäische Programme/Projekte um, die sich wechselseitig verstärken und auch gemeinsame Veranstal- tungen durchführen. Das in der NA beim BIBB angesiedelte Nationale Europass Center (NEC) hat im Berichtszeitraum die Europass-Datenbank noch nutzerfreundlicher und zudem barrierefrei gestaltet. Die Schulungsangebote richteten sich an Personen aus allen Bildungssektoren, wobei zeitweilig ein Schwerpunkt auf die akademische Bildung und die Kooperation mit Universitäten gelegt wurde, um die Nutzung der verschiedenen Europass-In- strumente noch weiter zu stärken. EPALE ist die größte Online-Community der Erwachsenen- und Weiterbildung in Europa. Als Nationale Koordinierungsstelle fördert und moderiert die NA beim BIBB die Kommunikati- on der Mitglieder in Deutschland. Darüber hinaus bietet die EPALE-Akademie attraktive und kostenlose Fortbildungen an und zeigt konkret auf, wie die Plattform für die europäische Projektarbeit genutzt werden kann. Die Nationale Koordinierungsstelle für die Agenda Erwachse- nenbildung stärkt die Bildung im Erwachsenenalter und hat in den Jahren 2022 und 2023 die Themen Bildungsberatung und „Skills for Life“ in den Mittelpunkt ihrer Arbeit gestellt. Hierzu wurden mit Partnern Veranstaltungen durchgeführt und Publi- kationen veröffentlicht, die die Perspektive von Politik, Wissen- schaft und Praxis zusammenbringen. AusbildungWeltweit und Beratungsservice Das Programm AusbildungWeltweit fördert aus Mitteln des BMBF weltweite Auslandsaufenthalte für Auszubildende und betriebliches Bildungspersonal. Für die Stärkung der interna- tionalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands ist berufliche Auslandserfahrung von besonderer Bedeutung, jedoch kann die Nachfrage von Erasmus+ allein nicht gedeckt werden. Seit 2017 gibt es daher das nationale Förderprogramm. Ausbil- dungWeltweit wird insbesondere von Unternehmen, aber auch von Schulen nachgefragt. Angedockt an das Programm ist der Beratungsservice für Auslandsaufenthalte in der Ausbildung, den das BMBF vor dem Hintergrund der Exzellenzinitiative Berufliche Bildung weiter gestärkt hat. Zusätzlich zum bereits bestehenden Webangebot www.MeinAuslandspraktikum.de für Auszu- bildende wurde 2023 das Serviceportal www.Auslandsbera- tung-Ausbildung.de für Ausbildungsverantwortliche lanciert. Interne Entwicklung Auch personell ist die NA beim BIBB weitergewachsen und hat inzwischen über 100 Mitarbeitende. Besonders sichtbar ist dies im Organigramm der NA beim BIBB, da es nun zwei Teams in der Erwachsenenbildung gibt. Ein Team setzt die Aktivitäten im Bereich der Lernmobilität in Erasmus+ und der Agenda um, das andere betreut die Erasmus+-Partnerschaften und koordiniert EPALE in Deutschland. Eine weitere bedeutende Veränderung: Klaus Fahle hat nach 23 Jahren die Leitung der NA abgegeben und ist in den Ruhestand gegangen. Seit Januar 2024 habe ich seine Nachfolge angetreten und bin nun Direktor der Natio- nalen Agentur beim BIBB. Viele kennen mich bereits, denn in den vergangenen 16 Jahren war ich Leiter des Teams „Mobilität und Internationalisierung der Berufsbildung“. Ich freue mich auf die neue Herausforderung und möchte ge- meinsam mit den Kolleginnen und Kollegen die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre fortführen und die NA beim BIBB fit für die Zukunft machen. Ausblick Das Jahr 2024 bringt einige wichtige Termine für die NA beim BIBB. So findet die Zwischenevaluation der Erasmus+-Programm- generation 2021-2027 statt. Das von der NA beim BIBB koor- dinierte Forschungsnetzwerk „Research-based Impact Analysis Adult Education“ wird erste Ergebnisse vorlegen und last but not least steht der Relaunch der NA-Website und die Freischaltung unserer Plattform für Projektträger an. Darüber sowie über eine Fortsetzung der hoffentlich weiterhin positiven Entwicklung bei den Antragszahlen sowie der Nutzung unserer Serviceangebote berichten wir dann ausführlich in zwei Jahren. © M ic he lle _H er m an n EuroApprentices aus Tschechien, Österreich und Deutschland auf einer Veranstaltung in Brüssel 7Jahresbericht 2022/2023 NA beim BIBB 01 Erasmus+ Erasmus+ ist das Bildungsprogramm der Europäischen Union. Es fördert Lernen und Zusammenarbeit in Europa in den Bereichen Bildung, Jugend und Sport. Ziel ist es, euro- päische Werte zu stärken, Europa inklusiver und grüner zu gestalten und auf eine digitale Zukunft vorzubereiten. Für die Programmgeneration 2021 - 2027 stehen mehr als 28 Milliarden Euro zur Verfügung. Das Programm gliedert sich in drei Leitaktionen. In der Leitaktion 1 fördert Erasmus+ in allen Bildungs- bereichen die Mobilität von Lernenden und Bildungs- personal. Dabei gibt es zwei Zugänge: die Akkreditierung und die Kurzzeitprojekte. Die Akkreditierung sichert eine dauerhafte Mitgliedschaft für die gesamte Programmgene- ration und bietet somit Planungssicherheit. Sie richtet sich an erfahrene Projektträger und ist eng mit der Internatio- nalisierung der Einrichtungen verknüpft. Neue und kleinere Einrichtungen können in begrenztem Umfang Einzelpro- jekte – die so genannten Kurzzeitprojekte – beantragen. In der Leitaktion 2 werden die thematische Zusammen- arbeit und der Erfahrungsaustausch im Rahmen der so genannten Partnerschaften für eine Zusammenarbeit unterschiedlichen Zuschnitts gefördert. Man unterscheidet zwei Formen: die Kooperationspartnerschaften und die kleineren Partnerschaften, wobei Letztere insbesondere neue Antragsteller ansprechen. Hier liegt der Fokus auf gegenseitigem Austausch und weniger auf Produkte oder vergleichbare Ergebnisse. In der Leitaktion 3 sind Maßnahmen zur politischen Un- terstützung und zur Qualitätsverbesserung des Programms angesiedelt. In Deutschland wird Erasmus+ von vier Nationalen Agen- turen umgesetzt. Die NA beim BIBB ist Nationale Agentur für Erasmus+ im Bereich der Berufs- und Erwachsenenbil- dung, die NA-DAAD im Bereich der Hochschulbildung, die NA-PAD für die schulische Bildung und die NA Jugend für Europa im Jugendbereich und für Sport. Gemeinsame Website der vier Nationalen Agenturen: www.erasmusplus.de © W eb si te e ra sm us pl us .d e *Referenzwert: Teilbudget für Bildung und Ausbildung in Höhe von 20,396 Mrd. Euro > Programmländer: 27 EU-Mitgliedstaaten (ohne UK), plus Island, Liechtenstein, Norwegen, Republik Nordmazedonien, Serbien, Türkei Berufsbildung Erwachsenenbildung 28 Mrd. € 1,18 Mrd. €4,39 Mrd. € Gesamtbudget Erasmus+ 2021-2027 Bei 33 Programmländern bedeutet dies eine Steigerung im Vergleich zum Vorgängerprogramm von rund f 90 % f 5,8 %*f 21,5 %* 2021 - 2027 8 Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NA beim BIBB NA beim BIBB01 9Jahresbericht 2022/2023 NA beim BIBB 01 Das Organigramm der NA beim BIBB finden Sie unter www.na-bibb.de/presse/ selbstdarstellung © N A b ei m B IB B / F ot os tu d io H eu pe l ( Fe br ua r 20 24 ) 10 Gut informiert mit Print Die NA beim BIBB hat ihr Angebot an Basisinformationen im Printformat vervollständigt. Flyer im neuen quadratischen Format stellen die Mobilitätsaktion und die Partnerschaften in der Berufs- und Erwachsenenbildung vor. Wo sinnvoll, wird dabei nach Zielgruppen unterschieden. So gibt es z.B. den Azubi-Flyer, der bei Jugendlichen für Auslandsaufenthalte wäh- rend der Ausbildung wirbt, zusätzlich in Leichter Sprache. Zwei weitere Publikationen unterstützen den Inklusionsanspruch von Erasmus+: Unter dem Titel „Zugang für alle“ hat die NA beim BIBB ein Factsheet und einen Leitfaden mit vielen Praxistipps veröffentlicht. Das Journal erscheint zweimal jährlich in einer Auflage von 6.000 Exemplaren unter einem wechselnden thematischen Schwerpunkt. Neben Osteuropa lag hier der Fokus auf den vier Querschnittsthemen von Erasmus+. Mit dem Heft Nr. 38 wurde auch das Poster „Wir sind Teil der Erasmus+ Community“ ver- breitet. www.na-bibb.de/publikationen Audiopräsenz ausgebaut Der NA-Podcast ist inzwischen fest etabliert. 2022 wurde eine dreiteilige Reihe zum Querschnittsthema Inklusion und Vielfalt unter der Headline „Zugang für alle“ produziert. Der Podcast „Next Steps“ wurde 2023 in der JVA Heinsberg aufgezeichnet. Das gleichnamige Erasmus+-Projekt unterstützt Inhaftierte bei der Wiedereingliederung. www.na-bibb.de/presse/podcasts Leistungen und Services Highlights aus der Öffentlichkeitsarbeit der Jahre 2022 und 2023 NA beim BIBB01 EUROPÄISCHE UNION Du möchtest auch dabei sein? www.na-bibb.de Infos zu Fördermöglichkeiten in der Berufs- und Erwachsenenbildung gibts hier. Gleich scannen und dabei sein! Wir sind Teil der Community! © T ur ka n Ra hi m li & ro yy im zy /A do be St oc k | D es ig n: b lu eb er ry -s ta rn be rg .d e Ein Vorteil für deine Berufs-Ausbildung Ins Ausland mit Erasmus+ EUROPÄISCHE UNION Leichte Sprache 11Jahresbericht 2022/2023 NA beim BIBB 01 © N A b ei m B IB B Film ab 2022 wurde die Max-Eyth-Schule in Dreieich in der Kategorie „berufliche Schulen“ mit dem European Innovative Teaching Award (EITA) ausgezeichnet. Anlass für die NA beim BIBB, die Schule und ihr Projekt „Die Brücke der Verständigung und Be- gegnung“ filmisch vorzustellen. Das aufwendigste Filmprojekt des Jahres 2023 trägt den Titel „Geschickt eingefädelt – Nach- haltige Auslandspraktika für angehende Maßschneiderinnen“ und wurde in Leipzig und Vicenza, Italien, gedreht. Geschickt eingefädelt | EITA Aktiv auf Instagram Mit circa 2.240 Followern zum Jahresende 2023 wächst der Instagram-Kanal der NA beim BIBB weiter. Hier gibt es nicht nur Tipps und Interessantes zu Auslandsaufenthalten. Azubis sind aufgefordert, sich mit ihren Erlebnissen einzubringen, z.B. bei einem Live-Interview. Die Instalives aus aller Welt sind jetzt auch als YouTube-Playlist zugänglich: https://www.youtube. com/playlist?list=PLu4cWaZ4xHkrp2bADvZk2NqIh9of48Hbq @MeinAuslandspraktikum Die Praxis hat das Wort Erfahrungsberichte vermitteln ein gutes Bild von der Vielfalt und den Erfolgen der Erasmus+-Projekte und so veröffentlicht die NA beim BIBB weiterhin regelmäßig neue Storys aus der Berufs- und Erwachsenenbildung unter der Rubrik „Aus der Praxis“. www.na-bibb.de/stories Neues Serviceportal Im Sommer 2023 ging in Ergänzung zum Azubiportal www.MeinAuslandspraktikum.de das neue Service-Portal für Betriebe, berufliche Schulen und Kammern online. Es bietet einen Überblick über die Chancen und Rahmenbedingungen von Auslands- aufenthalten in der Berufsbildung und beschreibt konkrete Planungsschritte für die Praxis. www.Auslandsberatung-Ausbildung.de Veranstaltungen Seit Corona organisiert die NA beim BIBB vermehrt virtuelle Veranstaltungen. Neben den klassischen Info- und Work- shop-Sessions setzt sie dabei auf das motivierende Format „Inspiration Days“. Diese laufen über eine Woche und werden kurz nach Erscheinen des jährlichen Erasmus+-Aufrufs termi- niert. 2023 wurde das Angebot von insgesamt 282 Personen genutzt. Als Präsenzveranstaltung findet die NA-Jahrestagung nun- mehr alle zwei Jahre statt. 2022 hatte die NA beim BIBB am 27. und 28. September nach Weimar eingeladen. Insgesamt 557 Personen nahmen an den Foren und Workshops teil. Teil der Veranstaltung war ein kurzer Festakt zu 35 Jahren Eras- mus+. Bereits zu Jahresbeginn hatten die deutschen Natio- nalen Agenturen aus Anlass des Jubiläums eine gemeinsame Straßenbahn-Werbeaktion gestartet. Die virtuelle Jahrestagung 2023 war mit 790 Teilnehmenden ebenfalls ein voller Erfolg. © N A b ei m B IB B © N A b ei m B IB B / F ot os tu d io H eu pe l 12 02_ Erasmus+ Erasmus+ ist das EU-Pro- gramm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport. Ein Großteil des Programms wird in den teilnehmenden Ländern ver- waltet. Die NA beim BIBB ist für die Umsetzung in der Berufs- und Erwachsenenbil- dung zuständig. Sie fördert Auslandsaufenthalte zu Lernzwecken und die euro- päische Zusammenarbeit. © J ul ia A m ar al /A do be St oc k. co m 13Jahresbericht 2022/2023 Erasmus+ 02Erasmus+ in Zahlen Berufsbildung Vor-Corona-Rekord bei Auslands- aufenthalten übertroffen Jahr Azubis | Bildungspersonal | Gesamt ... 2019 2022 2023 6.029 32.887 26.858 5.029 7.752 23.754 33.011 18.725 25.259 Bewilligte Auslandsaufenthalte BB = Berufsbildung, EB = Erwachsenenbildung Basis für Ranking: Bewilligte Anträge Top-2- Zielländer für Auslandsaufenthalte 2022/2023 Irland 22% Spanien 16% Erwachsenenbildung Berufs- & Erwachsenenbildung Kontinuierlicher Anstieg bei Auslandsaufenthalten Jahr Lernende | Personal | Gesamt 2021 2022 2023 961 1.155 194 1.001 2.151 1.380 2.770 379 619 2022 2023 Partnerschaften gut nachgefragt – Top-Priorität BB | Anpassung der Berufsbildung an den Bedarf des Arbeitsmarkts EB | Inklusion und Vielfalt BB | Beitrag zur Innovation in der Berufsbildung EB | Inklusion und Vielfalt Bewilligte Auslandsaufenthalte im Rahmen von Kurzzeitprojekten Bewilligte Auslandsaufenthalte 14 ie Mobilitätsförderung in der Berufsbildung (Leitaktion 1) ver- zeichnete in den Jahren 2022 und 2023 eine starke Nachfrage. Dies ist eine besonders erfreuliche Entwicklung angesichts der Tatsache, dass die Corona-Pandemie zuvor zu einem Einbruch der beantragten Auslandsaufenthalte geführt hatte. Wurden im Jahr 2021 insgesamt nur 10.271 Auslandsaufenthalte bean- tragt, waren es im Jahr 2022 mit 23.960 bereits mehr als dop- pelt so viele. Dieser positive Trend setzte sich auch 2023 fort. In insgesamt 731 Projekten wurden in Summe 41.585 Auslandsauf- enthalte beantragt. Gegenüber 2022 entspricht dies einer Steigerung von fast 74 Prozent. Mit 31.872 entfiel der Groß- teil der Auslandsaufenthalte auf die Ziel- gruppe der Lernenden, aber auch für das berufsbildende Personal ist die Anzahl der beantragten Mobilitäten mit 9.713 stark angestiegen. Das Thema der qualifizierenden Auslandsaufenthalte für Ler- nende und Personal hat sich somit als resilient bewiesen und steht in Berufsbildungseinrichtungen weiterhin auf der Agenda. Es ist klar geworden, dass das Engagement im Programm Erasmus+ trotz aller Herausforderungen für viele Institutionen eine Investition in die Zukunft bedeutet. Neben den individuellen Qualifizierungsmöglichkeiten bereichert es die Organisations- entwicklung sowie die Qualität von Unterricht und praktischer Ausbildung. Der hohe Zulauf in den Jahren 2022 und 2023 ist eine gute Nachricht für die Stärkung der Mobilität in der Berufs- bildung und ein Erfolg für das Programm Erasmus+. Er führte aber dazu, dass der Neuzugang von Einrichtungen, die sich ak- kreditieren lassen und damit Fördersicherheit über die gesamte Programmlaufzeit haben möchten, inzwischen begrenzt werden muss. Zugenommen hat in den letzten zwei Jahren auch die Nachfrage nach den Kurzzeitprojekten. Die Erasmus+-Prioritäten in den Projekten In den Jahren 2022 und 2023 zeigte sich erstmals, wie die geförderten Einrichtungen die horizontalen Prioritäten des Pro- gramms angenommen haben. Inzwischen steht fest, dass sich in allen vier Schwerpunktthemen viel bewegt hat. Mit Blick auf die Priorität der Nachhaltigkeit ist das Interesse an dem Thema „Green Travel“ angestiegen. Trägereinrichtungen beschäftigten sich zunehmend mit der Frage, wie nachhaltiger gereist oder ganze Projekte nachhaltiger gestaltet werden können. Um dem gerecht zu werden, hat die NA beim BIBB im Jahr 2022 eine Online-Sprechstunde zum Thema angeboten und im Jahr 2023 einen Film produziert mit dem Titel „Geschickt eingefädelt – Nachhaltige Auslandspraktika für angehende Maßschneide- rinnen“. Für die NA beim BIBB war es das erste Mal, dass ein Mobilitätsprojekt über alle Phasen hinweg – von der Vorberei- tung über die Durchführung bis zur Nachbereitung – filmisch begleitet wurde. Im Bereich Inklusion ging es verstärkt darum, den Trägern be- wusst zu machen, wie wichtig es für das Programm Erasmus+ ist, Auslandsaufenthalte für alle Personen zugänglich zu ma- chen. In der Beratung lag der Fokus darauf, welche spezifischen Unterstützungsinstrumente Erasmus+ bietet, damit Teilneh- mende mit geringeren Chancen den Schritt ins Ausland wagen. 2023 wurden in der Berufsbildung insgesamt 4.653 Auslands- aufenthalte für Personen mit geringeren Chancen bewilligt. Das sind 14 Prozent aller bewilligten Mobilitäten. Im Vorjahr waren es 13 Prozent. Zur Digitalisierung haben die geförderten Einrichtungen in den Jahren 2022 und 2023 auf sehr vielfältige Weise gearbeitet. Oft ging es darum, durch Auslandsaktivitäten des Berufsbil- dungspersonals dessen digitale Kompetenzen zu stärken, zum Beispiel für den Einsatz digitaler Tools im Unterricht. Ebenso spielte der Zuwachs an Fachkenntnissen für das Personal in den Projekten zunehmend eine Rolle, zum Beispiel bei dem Thema Industrie 4.0. Auch Lernende bearbeiteten beispiels- weise fachspezifische Aufgaben vor ihrem Auslandsaufenthalt zunehmend digital. Dieses Konzept der „blended mobility“, so hat es sich gezeigt, fördert den Erwerb digitaler Kompetenzen und stärkt zudem die fachliche Qualität der Lernaufenthalte im Ausland. Die Priorität „Teilhabe am demokratischen Leben, gemeinsame Werte und zivilgesellschaftliches Engagement“ hat in der Leitak- tion 1 Berufsbildung bereits 2022 an Bedeutung gewonnen, aber erst seit 2023 besteht für geförderte Einrichtungen die Verpflichtung, zivilgesellschaftliches Engagement, Demokra- tiebewusstsein und europäische Werte in ihren Projekten zu berücksichtigen. Dabei geht es z.B. um die Förderung des Verständnisses für die Europäische Union und ihre Instituti- onen bei den Teilnehmenden oder auch um die Stärkung von Medienkompetenz und kritischem Denken. Eine Möglichkeit für Erasmus+-erfahrene Lernende, die europäische Idee und euro- päische Werte zu verbreiten, ist die Bereitschaft, im Rahmen der EuroApprentices-Initiative als „Erasmus+-Botschafter/-innen in der Berufsbildung“ tätig zu werden. Diese hat in den letzten zwei Jahren stark zugenommen. Mobilität in der Berufsbildung Erfreulich starke Erholung der Antragszahlen nach Corona Erasmus+02 D 41.585 Auslandsaufenthalte in 731 Projekten wurden 2023 beantragt 15Jahresbericht 2022/2023 Eigentlich ist die Berufsbildende Schule des Landkreises Osnabrück im niedersächsischen Melle (BBS Melle) „eine ganz normale Schule“, wäre da nicht das Thema Internationalität, denn als Teil der Erasmus+-Commu- nity mischt sie aktiv in Europa und der Welt mit. So entsendet sie Azubis sowohl ins europäische Ausland als auch nach Ghana und in die USA. Sie ist regional, national und europäisch bestens vernetzt. „Mit dem Angebot wollen wir nicht nur die beruflichen Kompetenzen unserer Schü- ler/-innen stärken. Wir wollen diese auch gut auf das gesellschaftliche Leben wäh- rend und nach der Ausbildung vorbereiten“, sagt Stefanie Bölke, Leiterin des Europa- teams an der BBS Melle. Internationalisie- rung hat für sie einen hohen Stellenwert, zumal auch die Ausbildungsbetriebe der Region global agierten. Die Unternehmen bräuchten Nachwuchs, der internationale Erfahrung und interkulturelle Kompetenzen mitbringe. Genau dies könne während der Zeit im Ausland erworben werden. Seit 2022 ist die Schule im Rahmen von Erasmus+ akkreditiert, die Historie jedoch reicht sehr viel weiter zurück. Bölke be- schäftigt sich bereits seit 2010 damit, Lern- abschnitte im Ausland zu organisieren. „Wir haben schon vor der Akkreditierung Erfah- rungen mit Erasmus+ gemacht, wollten unsere Aktivitäten aber intensivieren und stärker als Instrument der Schulentwick- lung nutzen“, betont die 44-Jährige und unterstreicht: „Die Akkreditierung erleich- tert die Prozesse. Sie vergrößert die Gestal- tungsspielräume und ermöglicht es, unsere Schüler/-innen individueller zu fördern. Wer möchte, kann für drei Wochen oder länger ins Ausland gehen – sei es für ein Praktikum in einem Verbundunternehmen der lokalen Wirtschaft oder bei einem der Ausbildung entsprechenden Partnerbetrieb.“ Das berufliche Spektrum derer, die die Chance zum Lernaufenthalt im Ausland nutzen, ist groß. „Wir sind eine Bündel- schule mit rund 1.500 Schülerinnen und Schülern und einem sehr umfassenden Bildungsangebot“, betont Anja Stolte, stellvertretende Leiterin der BBS Melle. Als „Leuchttürme“ gelten dabei Fachbereiche wie Sozialpädagogik, Wirtschaft und Ver- waltung, zumal hier bereits sehr früh Aus- landspraktika durchgeführt wurden. Mehr und mehr nutzen jedoch auch Industrieun- ternehmen und Branchen wie die Holz-, Bau- oder Elektrotechnik die Möglichkeit. Die unterschiedlichen Bildungsbereiche sind auch im Europateam vertreten – eine Struktur, die den guten und reibungslosen Informationsfluss gewährleistet, denn, so Stefanie Bölke: „Die Vielfalt der Berufe an unserer Schule kann man nicht aus einer Perspektive bedienen.“ Das Ziel heißt Teilhabe Die Zahlen belegen den Erfolg des Ansatzes. Seit der Akkreditierung konnten bereits rund 40 Mobilitäten durchgeführt werden, deren Ergebnisse anschließend aufbereitet werden. „Unser Ziel ist es, mit den Angebo- ten möglichst viele Schüler/-innen teilhaben zu lassen“, unterstreicht Bölke, sei es durch regelmäßige Präsentationen, die aufzeigen, wie ein Auslandspraktikum mit Erasmus+ gelingen kann, oder durch Aktionen zum „Tag der Sprachen“ oder dem Europatag. Doch der Fokus der BBS Melle reicht weit über die Grenzen Europas hinaus. So konn- ten 2023 erstmals Tischler und Zimmerer nach Ghana und Kaufleute in die USA ent- sendet werden. Interessant dabei, dass der Kontakt zum Netzwerkpartner im nahege- legenen Münster bei einem Kontaktseminar der NA in Österreich entstand. Gemeinsam sollen künftig auch andere Berufe wie Fri- seur/-innen davon profitieren. Ein wichtiger Aspekt in diesem Kontext: Akkreditierte In- stitutionen können bis zu 20 Prozent ihres Erasmus+-Budgets für Aktivitäten ausge- ben, die über Europa hinausgehen. Anja Stolte ist überzeugt: „All diese Aspekte tragen dazu bei, unsere Schule systematisch zu internationalisieren und unser Leitbild mit Leben zu füllen. Das tun wir, indem wir Offenheit schaffen und für Vielfalt und To- leranz einstehen.“ Der ganzheitliche Ansatz spiegelt sich auch in den Curricula wider. Dazu noch einmal Stolte: „Wir wollen die Internationalisierung in allen Bereichen des Schullebens abbilden, sowohl im Unterricht als auch im Job-Shadowing der Lehrenden oder in Partnerschaften und Vor-Ort-Akti- onen wie den „Junior-Wahlen“ zur Euro- pawahl. Das ist ein wichtiger Teil unserer Strategie, der durch Erasmus+ und die Ak- kreditierung maßgeblich befördert wird.“ © B BS M el le Erasmus+ 02 Good Practice Von Melle nach Europa und in die Welt PROJEKTDATEN Projektnummer: 2023-1-DE02-KA121-VET-000134144 Projekttitel: Mobilität i. R. der Akkreditierung Projektlaufzeit: 01.06.2023 - 31.08.2024 Projektträger: BBS Melle Kontakt: Stefanie Bölke, stefanie.boelke@bbs-melle.net Projektwebsite: www.bbs-melle.de 16 ie Leitaktion 2 (Partnerschaften für Zusammenarbeit) ist in den Jahren 2022 und 2023 vollständig in der aktuellen Eras- mus+-Programmgeneration angekommen. Während 2021 die Kooperationspartnerschaften noch einen Sonderstatus hatten, bieten nun alle dezentralen Projektformen der Leitaktion 2 den Förderansatz der Pauschalisierung. Dies brachte – und bringt auch immer noch – viele Veränderungen. Durch die starke Aus- prägung der horizontalen Prioritäten gewinnt die Leitaktion 2 aber auch an Relevanz und die Arbeit an den wichtigen Quer- schnittsthemen Inklusion und Vielfalt, ökologische Nachhaltig- keit, digitale Lernmethoden sowie Teilhabe am demokratischen Leben hat in den letzten zwei Jahren zugenommen. Mit insgesamt 153 Anträgen verzeichneten die Kooperations- und kleineren Partnerschaften in der Berufsbildung im Jahr 2022 zwar einen marginalen Rückgang gegenüber 2021 (157 Anträ- ge), die Antragszahlen blieben aber weiterhin über dem Niveau des Vorgängerprogramms (2014-2020) mit durchschnittlich 132 Anträgen pro Jahr. Das liegt auch daran, dass die Leitaktion 2 im aktuellen Programm zwei Antragsrunden pro Jahr vorsieht. Da das Budget im Jahr 2022 aber nur noch circa 50 Prozent des Budgets von 2021 ausmachte, konnten von den beantragten 29,02 Millionen Euro nur 13,05 Millionen Euro bewilligt werden (Förder- quote 2022: 45 Prozent; Förderquote 2021: 72 Prozent). Das entspricht der Förderung von 36 Kooperationspartnerschaften und 46 kleineren Partnerschaften. Die am häufigsten gewählte erste horizontale Priorität war Digitalisierung (37 Anträge), gefolgt von ökologischer Nach- haltigkeit (29 Anträge). Bei den bildungsbereichsspezifischen Prioritäten stand die Anpassung der Berufsbildung an den Be- darf des Arbeitsmarktes (23 Anträge) an erster Stelle, aber auch die Priorität Innovationen in der Berufsbildung war noch sehr gefragt (20 Anträge). Die sinkende Budgetausstattung in der Leitaktion 2 in der Be- rufsbildung aus 2022 setzte sich 2023 fort. Diese Entwicklung ist besonders einschneidend, da es im Jahr 2023 einen sehr starken Anstieg der Antragszahlen gab: Insgesamt wurden 246 Anträge eingereicht. Diese umfassten ein beantragtes Budget von 48,25 Millionen Euro und stellten damit den 3,5-fachen Wert des ver- fügbaren Budgets für 2023 dar. Bei einer Förderquote von circa 27 Prozent konnten insgesamt 37 Kooperationspartnerschaften und 27 kleinere Partnerschaften gefördert werden. Durch Rück- flüsse von Erasmus+-Mitteln aus den Abrechnungen von abge- schlossenen Projekten konnte das Budget für 2023 letztendlich so aufgestockt werden, dass es im Vergleich zum Jahr 2022 recht konstant blieb (13,39 Millionen Euro). Ob diese Aufsto- ckung in Zukunft ebenfalls machbar ist, muss sich zeigen. Bei den gewählten horizontalen Prioritäten löste 2023 die Nachhaltigkeit (61 Anträge) die Digitalisierung als Top-Priorität ab (52 Anträge). Bei den bildungsbereichsspezifischen Prioritä- ten blieben die Anpassung der Berufsbildung an den Bedarf des Arbeitsmarktes (39 Anträge) und die Innovation in der Berufsbildung (33 Anträge) die Spitzenreiter bei den geför- derten Projekten. Der im Jahr 2023 als Teil der Priorität Inklusion und Vielfalt neu eingeführte Schwerpunkt zur Förderung von Bildungsaktivi- täten, die die Folgen des Krieges gegen die Ukraine auffangen sollen, wurde in der Berufsbildung noch nicht aufgegriffen. Dies ist aber auch im Jahr 2024 noch möglich. Nachhaltigkeit im Fokus der NA-Aktivitäten Im Juni 2023 fand ein TCA (Training and Cooperation Activity) zum Thema Nachhaltigkeit für Interessierte und Projektträger der Leitaktion 2 statt. Rund 60 Teilnehmende trafen sich in München zum Austausch zur ökologischen Nachhaltigkeit und zum Anbahnen neuer Projekte. Eine Abfrage sechs Monate nach dem TCA bestätigt den Erfolg der Veranstaltung: So haben 20 Prozent der Teilnehmenden bereits einen Projektantrag ge- stellt und weitere circa 30 Prozent stehen kurz davor. Nationales VET-Team – geballte Beratungskompetenz Das Nationale VET-Team gibt es bereits seit 2021 mit einem er- weiterten Aufgaben- und Beratungsportfolio. Aus dem ehemals fünfköpfigen ECVET-Team ist ein elfköpfiges VET-Team gewor- den, das Projektträger in Erasmus+ kostenlos zu Lernergebnis- orientierung, Europass, EQR/DQR, EQAVET, Microcredentials sowie zu den horizontalen Prioritäten des Programms berät. In den Jahren 2022 und 2023 sind zu den genannten Themen viele Workshop-Formate in Zusammenarbeit mit dem BIBB oder auch dem Nationalen Europass Center (NEC) entstanden, die Projektträgern die Anwendung von europäischen Instrumenten für Berufsbildung näherbringen sollen. Projekte können eine individuelle Beratung in Anspruch nehmen oder an vom Natio- nalen VET-Team organisierten Workshops teilnehmen: www.na-bibb.de/vet-team Partnerschaften in der Berufsbildung Steigendes Interesse bei sinkendem Budget D 246 Anträge für Koopera- tionen und kleinere Partnerschaften im Jahr 2023 Erasmus+02 17Jahresbericht 2022/2023 Welche Wirkung Kooperationen in der beruflichen Bildung entfalten können, zeigt das vom Institut Tech- nik und Bildung der Universität Bremen koordinierte Projekt „DIA-CVET“. Akteure aus Deutsch- land, Portugal und Rumänien ent- wickelten gemeinsam Kurse zur beruflichen Weiterbildung in der industriellen Schuhproduktion, um so dem Fachkräftemangel in diesem Be- reich zu begegnen. Ein Gespräch mit Projektkoordinator Andreas Saniter. Herr Saniter, was macht Ihr Institut und worum ging es in dem Projekt? Das Institut Technik und Bildung (ITB) wurde 1986 gegründet und zählt zu den größten unabhängigen Forschungseinrich- tungen zur beruflichen Bildung weltweit. Wir analysieren, gestalten und evaluieren das Wechselverhältnis von Arbeit, Technik und Bildung und bauen entsprechende Strukturen auf und aus. Im Projekt DIA- CVET ging es darum, das Berufsfeld der industriellen Schuhproduktion zu stärken. Unser Hebel war, den Zugang zu Weiter- bildungsmöglichkeiten zu erhöhen und die Bildungsprogramme inhaltlich anzupassen. Warum ist das wichtig? In Ländern wie Rumänien und Portugal, aus denen unsere Partner kamen, hat die berufliche Ausbildung einen ganz anderen Stellenwert als in Deutschland. Sie wird dort als zweite Wahl betrachtet – als ein Bildungsweg für diejenigen, die es nicht geschafft haben, einen Zugang zur hö- heren, universitären, Bildung zu erreichen. Hier positiv zu unterstützen, war ein we- sentlicher Aspekt des Projekts. Kannten Sie Ihre Partner bereits vorher? Ja, es gab ein Vorläuferprojekt, in dem es um die duale Berufsausbildung ging, in Deutschland also die industriellen Schuh- fertiger/-innen. Wir waren damals sehr stolz darauf, dass in Portugal und Rumä- nien Piloten mit Schul- und Bildungszen- tren durchgeführt wurden. DIA-CVET, das von 2020 bis 2023 realisiert wurde, baute auf dem Vorläuferprojekt auf. Wie sind Sie vorgegangen? Wir sind von den Prozessen der Arbeit ausgegangen und haben zehn Handlungs- felder der industriellen Schuhproduktion wie „Betriebliche Organisation“ oder „Ma- terialien der Schuhfertigung“ untersucht. Auf dieser Basis wurden umfassende Kurse auf europäischer Ebene entwickelt, pilotiert und implementiert – und zwar in Englisch, Deutsch, Rumänisch und Portu- giesisch. Dabei wollten wir kein einheit- liches europäisches Weiterbildungsprofil definieren, sondern den Voraussetzungen und Qualifikationsbedürfnissen in den jeweiligen Ländern gerecht werden. Das Ganze lief sehr dynamisch, da die meisten Partner bereits Erfahrung mit derartigen Projekten mitbrachten. Das hat aus meiner Sicht zu sehr guten Ergebnissen geführt. Reden wir von den Ergebnissen … Ein wesentlicher Aspekt war, dass wir Curricula modernisiert oder duale Wei- terbildungslehrgänge für industrielle Schuhfertiger/-innen im rumänischen und portugiesischen Berufsbildungssystem im- plementiert haben. In Portugal dienten die Ergebnisse zudem als Grundlage zur Neu- ordnung eines Berufes auf Meisterebene. Eine Besonderheit dort war, dass im Rah- men des Projekts erstmals ein Abschluss nach Level 5 des europäischen Qualifika- tionsrahmens erworben werden konnte. Hinzu kommt, dass wir die Transparenz bezüglich der Weiterbildungsinhalte für alle Beteiligten – ob Sozialpartner, Unter- nehmen oder Behörden – erhöht haben. Um die Anerkennung von Lernergebnissen und das Vertrauen in Berufsqualifikationen aus einem anderen Land zu verstetigen, wurde ein sektoraler Qualifikationsrahmen erarbeitet, der die Vergleichbarkeit der er- worbenen Kompetenzen ermöglicht. Und wie ist die Situation bei uns? Deutschland ist ein Land mit etablierten Weiterbildungsprogrammen, die Qua- lifikationen von Industrie- oder Hand- werksmeisterinnen und -meistern oder Technikerinnen und Technikern sind landesweit anerkannt. Doch obwohl sie ein gutes Image haben, konnten in den letzten Jahren die bundesweit einzigen In- dustriemeisterkurse für diesen Beruf nicht durchgeführt werden, da sich nicht genü- gend Teilnehmende fanden. Hier hoffen wir, dass das Projekt dazu beitragen kann, Berufsbild und Kurs wieder attraktiver und die Branche zukunftsfähig zu machen. Denn wenn in den nächsten Jahren keine entsprechenden Weiterbildungsangebote gemacht werden, dann schwindet auch die Kompetenz der Lehrpersonen, gerade angesichts von Megatrends wie Digitalisie- rung und Nachhaltigkeit. Good Practice Kreative Lösungen gegen den Fachkräftemangel Erasmus+ 02 © D IA -C V ET PROJEKTDATEN Projektnummer: 2020-1-DE02-KA202-007600 Offizieller Projekttitel: Developing Innovative and Attractive CVET programmes in industrial shoe production (DIA-CVET) Projektlaufzeit: 01.09.2020 - 31.08.2023 Projektträger: Universität Bremen - Institut Technik und Bildung (ITB) Kontakt: Andreas Saniter, asaniter@uni-bremen.de Projektwebsite: https://dia-cvet.eu/de/ 18 ach dem schwierigen Start der Leitaktion 1 in die neue Erasmus+- Programmgeneration steigen seit 2022 die Antragszahlen in der Mobilitätsförderung von Personal und Lernenden in der Erwachsenenbildung. Bedingt durch die Corona-Pandemie gab es zuvor sehr geringe Antragszahlen und wenig durchgeführte Aktivitäten. Dies ändert sich langsam aber stetig: In den Antragsrunden 2022 und 2023 konnten 22 Einrich- tungen erfolgreich akkreditiert werden, so dass inzwischen 63 Einrichtungen über eine Akkreditierung in der Erwachsenenbil- dung verfügen. 11 davon sind als ein Konsortium organisiert. Die Kurzzeitprojekte werden gut als erste, niedrig- schwellige Einstiegsmöglichkeit in die Erasmus+-Ak- tivitäten angenommen. 2022 und 2023 wurden zusammengerechnet 54 Kurzzeitprojekte bewilligt. Thematisch befassen sich diese Projekte hauptsächlich mit digitalen Fähigkeiten und Kompetenzen, neuen Lern- und Lehrmethoden und -ansätzen, der Weiterbil- dung von Bildungspersonal sowie der Entwicklung von Schlüsselkompetenzen. In allen aktiven Erasmus+-Projekten wurden 2022 und 2023 ins- gesamt ungefähr 3.300 Auslandsaufenthalte durchgeführt. Die meisten der Aktivitäten fanden in Italien, Österreich und Spani- en statt. Der Fokus lag hierbei deutlich auf Mobilitätsaktivitäten für das Personal von Erwachsenenbildungseinrichtungen. Die Aktivitätsart „Kurse und Schulungen“ wird hierbei am häu- figsten nachgefragt, gefolgt vom „Job-Shadowing“. Angebote für Lernende Insbesondere die Umsetzung von Auslandsaufenthalten für Lernende stellt sich als Herausforderung für die Einrichtungen dar: Die oftmals inklusiven Teilnehmenden, wie Menschen mit geringeren Chancen, benötigen mehr Vorbereitung und Beglei- tung. Viele sind noch nie ins Ausland gereist und lernen nun grundlegende Dinge: Wie orientiere ich mich am Flughafen, wie verhalte ich mich in einem Flugzeug? Wie gehe ich mit kultu- rellen Unterschieden um? Wie finde ich mich in einer fremden Stadt zurecht? Während im Rahmen von Projekten, die bis einschließlich 2022 beantragt wurden, ausschließlich Lernende mit geringeren Chancen entsandt werden konnten, wurde die Zielgruppe mit dem Aufruf 2023 geöffnet, so dass sich die Möglichkeit eines Auslandsaufenthalts seitdem an alle Lernenden in der Erwachse- nenbildung richtet. Um dem Schwerpunktthema Inklusion und Vielfalt des Erasmus+-Programms zu entsprechen, soll der Fokus weiterhin auf der Entsendung von Lernenden mit geringeren Chan- cen liegen. Auch wenn die Möglichkeit, Lernende zu Lernreisen ins Ausland zu entsenden, noch verhalten angenommen wird, haben 2022 und 2023 bereits erste Aktivitäten stattgefunden. Ein Beispiel ist die Volkshochschule Meppen, die 2022 und 2023 im Rahmen eines Kurzzeitprojektes zwei Lernendengruppen zu einer Partnereinrichtung ins lettische Tukums geschickt hat. Die Lernenden nahmen in der Volkshochschule an Bildungsangebo- ten im Bereich der nachholenden Schulabschlüsse teil. In Lett- land haben sie ein Lernprogramm absolviert, das sich aus einer Mischung aus körperlichen Aktivitäten und kleinen „Forschungs- aufträgen“ zusammensetzte. Diese „Forschungsaufträge“ be- standen aus kleinschrittigen Aufgaben in Form von Micro-Chal- lenges, die digital bearbeitet werden mussten. Ein ausführlicher Bericht über dieses Projekt findet sich unter: www.na-bibb.de/mutmacher/innen Maßnahmen der NA beim BIBB Um die Möglichkeiten von Lernmobilitäten in der Erwachsenen- bildung bekannter zu machen und mehr Antragsteller zu mo- tivieren, hat das zuständige NA-Team in den Jahren 2022 und 2023 neben den regulären Info-Veranstaltungen insgesamt 35 Veranstaltungen Dritter mit rund 1.150 Teilnehmenden genutzt und in bilateralen Gesprächen vor Ort und online mit Dach- und Landesverbänden der Erwachsenenbildung gezielt über die Pro- grammmöglichkeiten informiert und beraten. Als weiteres Unterstützungsangebot für Projektträger ist eine nationale Kofinanzierung für konsortialführende akkreditierte Einrichtungen in Planung. Damit bieten sich mit dem gestie- genen Budget 2024 gute Aussichten auf eine Förderung. Europaweite Zusammenarbeit in der Erwachsenenbil- dungsforschung Seit 2022 koordiniert die NA beim BIBB das transnationale For- schungsnetzwerk „Research-based Impact Analysis Adult Educa- tion (LTA RIA-AE)“ mit aktuell insgesamt 18 teilnehmenden Nationalen Agenturen (s. auch S. 25). Der erste Forschungs- schwerpunkt liegt auf einer Monitoring-Studie, die insbesonde- re die Wirkung von Erasmus+ auf Lernmobilitäten untersucht, die Ergebnisse werden 2024 vorliegen. Die Monitoring-Studie wird alle zwei Jahre wiederholt, um langfristig eine Datengrund- lage für die Erwachsenenbildung aufzubauen. Mobilität in der Erwachsenenbildung Steigende Antragszahlen – NA wirbt weiter für Teilnahme N 22 Einrichtungen in 2022 und 2023 erfolgreich akkre- ditiert Erasmus+02 19Jahresbericht 2022/2023 PROJEKTDATEN Projektnummer: 2021-1-DE02-KA121-ADU-000012246 Projekttitel: Mobilität i. R. der Akkreditierung Projektlaufzeit: 01.09.2021 - 31.08.2023 Projektträger: Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins e.V. Kontakt: Julia Francke, jf@vhs-sh.de Projektwebsite: www.vhs-sh.de Good Practice Inklusion: Wenn das Normale zum Besonderen wird Erasmus+ 02 © L an de sv er ba nd V H S SH Seit 2021 können auch Lernen- de in der Erwachsenenbildung an Erasmus+ teilnehmen. Richtete sich das Angebot zunächst an Menschen mit geringeren Chancen, so ermög- licht es seit 2023 allen erwachsenen Lernenden eine Auslandserfahrung. Als einer der ersten Projektträger führte der Landesverband der Volks- hochschulen Schleswig-Holsteins eine Lernreise ins schwedische Malmö durch. „Unsere Kolleginnen und Kollegen aus Husum und Kiel sind im Mai 2023 mit vier Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern aus dem Bereich Grundbildung für eine Woche nach Schweden gefahren“, be- richtet Julia Francke, Projektkoordinatorin Erasmus+ beim Landesverband. Für sie war das Angebot eine „tolle und sinnvolle Gelegenheit“, um eine Zielgruppe zu errei- chen, die aufgrund ihrer Lernbiografie und Lebenssituation ansonsten kaum Zugang zu derartigen Erfahrungen hätte. Das trage entscheidend dazu bei, das Selbstwertge- fühl dieser Menschen zu steigern. Die Gruppe, die sich auf den Weg nach Malmö machte, bestand aus acht Per- sonen: jeweils zwei Kursteilnehmenden und Begleitpersonen aus den beteiligten Einrichtungen. Neben dem Besuch der Kvarnby Folkhögskola – einer schwe- dischen Partnerschule, mit der der Verband schon länger zusammenarbeitet – um- fasste das Programm sowohl Begeg- nungen mit der Kultur des Gastlandes als auch Einblicke in das schwedische Sozial- system und die Landschaft der Erwachse- nenbildung. „Ohne die intensive Betreu- ung und einen starken Partner vor Ort hätten wir das niemals stemmen können“, sagt Francke, die ergänzt: „Die Teilneh- mer/-innen bringen in der Regel eine Lern- schwäche mit. Sie hatten zum Teil noch nie ihre Heimatstadt verlassen oder in einem Hotel übernachtet. Mit der Lernreise haben wir ihnen eine völlig neue Welt eröffnet. Sie haben zum ersten Mal in ihrem Leben echte Teilhabe erlebt.“ Wichtig dabei war es vor allem, die Gruppe intensiv auf die Reise vorzubereiten, auch um Ängste zu nehmen und Vertrauen aufzubauen, erinnert sich Francke: „Das begann mit der Frage, wo Schweden genau liegt und welche Sprache man dort spricht.“ Die Teil- nehmenden waren zuvor gezielt von den Kursleiterinnen und -leitern ausgewählt worden. Diese persönliche Ansprache sorgte für Bindung und emotionale Sicher- heit. Francke betont die integrierende Wir- kung der Maßnahme und erzählt: „Vieles, das in unserem eigenen Leben zur Norma- lität gehört, war für diese Menschen etwas ganz Besonderes. Es war beeindruckend zu sehen, wie sie in ihrer sozialen Rolle ge- wachsen sind.“ Lernreisen eröffnen neue Horizonte Mit dem Projekt hat der Landesverband Neuland betreten, da zuvor in der Regel Kursleitende oder pädagogische Fachkräfte der Volkshochschulen einen Auslandsauf- enthalt über Erasmus+ absolvierten. „Das sind Leute, die reiseerfahren sind und wissen, wie man sich im europäischen Ausland bewegt. Die kommen zurecht und buchen alles selbst. Das war bei unserer Gruppe absolut nicht so“, so Francke. Als Beispiel nennt sie die Frage der Lernver- einbarungen, da es bei Menschen in der Grundbildung um den Erwerb anderer Kompetenzen gehe als sonst. Gemeinsam mit der NA beim BIBB sei da- her eine individuelle Lernvereinbarung in einfacher Sprache entwickelt worden. Sie beschreibt, was die Teilnehmenden lernen möchten und welches Ergebnis erreicht werden soll. Für Francke „ein Thema, das wir so bis dato in der Erwachsenenbildung noch nicht kannten“ und das nicht selten eine Herausforderung darstellte. Das gelte auch für organisatorische Aspekte wie das Recht am eigenen Budget oder die Ab- stimmung mit entsprechenden Behörden und den Werkstätten, in denen die Teil- nehmer/-innen arbeiten. Julia Francke empfiehlt den Akteurinnen und Akteuren der Erwachsenenbildung, neugierig zu sein und die Chance zu nut- zen, die Erasmus+ den Lernenden biete. Sie strahlt geradezu, als sie abschließend konstatiert: „Wir sind am Ende so reich belohnt worden, dass ich eine solche Lern- reise immer wieder durchführen und auch anderen dazu raten würde. Wir unterstüt- zen damit zugleich unsere Philosophie, dass sich Institutionen nur im Kontext von europäischen Zusammenhängen weiter- entwickeln können. Unser Ziel ist es, allen Einrichtungen zu ermöglichen, sowohl ihr Personal als auch ihre Lernenden in diesem Sinne zu fördern. Am Beispiel der Schwe- den-Reise haben wir selbst gespürt, wieviel das bewirken kann.“ 20 as Programm Erasmus+ spielt eine herausragende Rolle in der Förderung des europäischen Austausches und des Lernens von- einander. Die Nationale Agentur unterstützt die Projektträger, in dem sie auf nationaler Ebene den direkten Austausch ermög- licht und so für die Umsetzung des Programms wichtige Impulse setzt. Die Jahrestagungen der Nationalen Agentur sowie die gemeinsame Fachkonferenz, organisiert von der Europäischen Agenda für Erwachsenenbildung, EPALE und den Teams Erasmus+ Erwachsenenbildung, waren hier zweifellos Höhe- punkte der letzten zwei Jahre. Diese Veranstaltungen dienten nicht nur als Plattform für den Austausch von Ideen und Erfah- rungen, sondern boten auch Einblicke in die neuesten Entwick- lungen und Herausforderungen im Bereich der Erwachsenenbil- dung und des Programms Erasmus+. Alle Veranstaltungen boten durch einen Mix aus Impulsvorträgen, Foren und praxisorientierten Work- shops die Möglichkeit, die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen im Kontext der Erwachsenen- bildung zu reflektieren. So trugen sie dazu bei, die Teilnehmenden nicht nur zu inspirieren, sondern auch praxisnahe Hinweise für eine erfolgreiche Projektreali- sierung zu vermitteln. Insgesamt unterstreichen diese Veranstaltungen die zentrale Bedeutung von Erasmus+ als Mo- tor für den internationalen und nationalen Austausch, die Wei- terentwicklung von Projekten und die Förderung von Innovation in der Erwachsenenbildung. Aktuelle Schwerpunkte: Inklusion, Professionalisierung und Projektunterstützung Die Themen Inklusion und die weitere Professionalisierung des Lehrpersonals stehen aktuell im Fokus der Projekte in der Leitak- tion 2. Ein verstärktes Engagement in diesen Bereichen zeugt von einem hohen und weiter wachsenden Bewusstsein für die Bedeutung von inklusiven Bildungsmöglichkeiten und einer fort- laufenden Verbesserung der Lehrkompetenzen. Diese Schwer- punkte werden auch in den kommenden Jahren maßgeblich die strategische Ausrichtung der Projekte prägen, ergänzt durch die Themen Nachhaltigkeit, Partizipation und Digitalisierung. Im Team der Erwachsenenbildung liegt der aktuelle Schwer- punkt auf der Betreuung einer hohen Anzahl von Projekten in Begleitung und Abrechnung. Intensive Informations- und Be- ratungsarbeit wird im Zusammenhang mit dem Lump-sum-För- derschema und den EU-Tools geleistet, deren Funktionalitäten kontinuierlich weiterentwickelt und stabilisiert werden. Die klare Ausrichtung liegt dabei auf der Bereitstellung umfassender Basisinformationen zur Antragstellung und Durchführung von Projekten. Hierzu gehören auch gezielte Informationsveranstal- tungen sowie Events zur praktischen Umsetzung von Partner- schaftsprojekten. Herausforderungen und Erfolge: Budgetentwicklung und Good Practice Die Jahre 2020 und 2021 waren von starken Pandemieeinflüs- sen geprägt, die erhebliche Auswirkungen auf die Budgetalloka- tion im Programm Erasmus+ hatten. Die Mittel flossen verstärkt in Partnerschaftsprojekte, was aufgrund der speziellen Heraus- forderungen dieser Jahre notwendig war. Die hohe Anzahl an Anträgen im Bereich Erwachsenenbildung gepaart mit hohen Budgets führte zu einer erhöhten Bewilligungsquote in diesen Jahren, wodurch viele Einrichtungen die Gelegenheit erhielten, die inspirierenden Aspekte des Programms und den Nutzen internationaler Zusammenarbeit zu erleben. Dies ermöglichte Bildungseinrichtungen auch, ihre Resilienz zu stärken und ihre internationalen Netzwerke zu erweitern. In den Jahren 2022 und 2023 reduzierte sich das zur Verfügung stehende Budget gemäß dem Plan der Europäischen Kommis- sion. Wurden 2021 noch knapp 32,5 Millionen Euro bewilligt, waren es 2022 und 2023 nur knapp 11,1 bzw. 9,3 Millionen Euro. Das Interesse am Programm sowie die Antragszahlen stiegen gleichzeitig weiter an, was zu einer deutlich geringeren Bewilligungsquote im Jahr 2023 führte von nur etwa 10 Pro- zent für Kooperationsprojekte und ungefähr 30 Prozent für die kleineren Partnerschaften. 2023 erhielten 19 Kooperationspro- jekte und 55 kleinere Partnerschaften eine Förderzusage. Dies unterstreicht die Notwendigkeit von konzeptionell ausgereiften Projektvorschlägen, die nicht nur in ihrer Konzeption überzeu- gen, sondern auch nachweislich eine positive Wirkung in der Bildungspraxis entfalten können, um in die Förderung zu gelan- gen. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 21 Projekte als Good-Prac- tice-Beispiele hervorgehoben, was die Qualität und den inno- vativen Charakter der geförderten Initiativen in der Leitaktion 2 Erwachsenenbildung belegt. Diese Projekte dienen nicht nur als Inspiration für zukünftige Vorhaben, sondern unterstreichen auch die nachhaltige Wirkung internationaler Zusammenarbeit in der Erwachsenenbildung. Eines dieser innovativen Projekte stellen wir Ihnen näher vor. Partnerschaften in der Erwachsenenbildung Hohe Qualität der Projekte – ausgereifte Anträge wichtig D 21 Projekte im Jahr 2023 als Good- Practice-Beispiele hervorgehoben Erasmus+02 21Jahresbericht 2022/2023 Das Projekt „StoryComp“ zeigt, wie Akteure der Erwachsenenbildung Storytelling in der Grundbildung und der politischen Bildung nutzen kön- nen. Realisiert wurde es in den Jahren 2020 bis 2022 von der Volkshoch- schule Leipzig (VHS Leipzig) mit Part- nern aus Deutschland und sechs an- deren europäischen Ländern. Christian Soyk von der VHS Leipzig und Katrin Echtermeyer von der gemeinnützigen Bildungsgesellschaft Wisamar, einem Partner des Projektes, zur Idee von StoryComp. Herr Soyk, worum geht es im Projekt StoryComp? Soyk: Unser Ziel war und ist es, Sto- rytelling als niedrigschwellige und wir- kungsvolle Lernmethode vorzustellen und zu etablieren. Dazu haben wir einen Blended-Learning-Ansatz mit Online- und Präsenzangeboten für die Grundbildung und die politische Bildung entwickelt. Wir haben uns länderübergreifend intensiv aus- getauscht, um das didaktische Rüstzeug zu erarbeiten und das Personal in unseren Einrichtungen zu schulen. Wie ist die Idee entstanden? Echtermeyer: Das Projekt haben wir ge- meinsam entwickelt und versucht, eine ur- alte Kommunikationsform der Menschheit, das Geschichtenerzählen, aufzugreifen und zu professionalisieren. StoryComp bildet einerseits die klassische Erwachsenenbil- dung ab, die Methode des Storytelling ist zugleich aber sehr innovativ und vor allem emotional. Wie meinen Sie das? Echtermeyer: Geschichten können sehr viel, zumal wir sie in uns tragen. In Sprach- kursen funktioniert das sowohl beim Rezi- pieren als auch beim Erzählen. Sie können Vokabeln und grammatikalische Aspekte vermitteln, aber auch über kulturelle Themen, Ängste, Befürchtungen, Unter- schiede und Probleme reden, gerade mit migrantischen Teilnehmenden. Soyk: Eine Schlüsselkompetenz in un- serem Bereich ist die Bildung zum bür- gerschaftlichen Engagement. Darauf zie- len unsere Angebote ab, wobei wir die Menschen da abholen wollen, wo sie sind. Dazu muss ich jedoch einen Raum schaf- fen, um die eigene Perspektive reflektieren und eine Story entwickeln zu können. Ein gutes Beispiel war es, die Erfahrungen aus der DDR-Zeit in Form einer Erzählung so aufzubereiten, dass auch junge Leute, die keine Zeitzeugen sind, dies teilen können. Was macht Storytelling besonders? Soyk: Wir wollen immer, dass Lernen auch Spaß macht, sehnen uns nach Kreativität und neuen Lernformen. All das kann Story- telling. Es bezieht die Teilnehmenden aktiv in die Verantwortung am Lernprozess ein. Das ist die große Stärke und in meinen Augen auch eine Verpflichtung, solche Ansätze als Lernkultur in der Erwachse- nenbildung zu etablieren. Das, was wir im Projekt erarbeitet haben, ließe sich dazu als eine Art Blaupause verwenden. Ihr Projekt wurde als Partnerschaft realisiert: Was haben Sie von Ihren Partnern lernen können? Echtermeyer: Unser Projekt startete mit- ten in der Corona-Zeit. Wir konnten uns also nur online treffen und ich fragte mich, wie das überhaupt gehen kann, zumal wir nicht alle Partner kannten. In dieser Situation haben unsere schwedischen Partner – die professionelle Storyteller sind – eine Geschichte erzählt und uns damit dermaßen abgeholt – das war un- glaublich! Wir haben also gleich zu Anfang erlebt, was möglich ist, und dann in einem dynamischen Prozess die Werkzeuge erar- beitet: vom Online-Kurs bis zu den Work- shop-Konzepten und anderen Materialien. Im September 2023 wurden Sie dafür mit dem Innovationspreis Weiterbil- dung des Freistaates Sachsen ausge- zeichnet. Wie war das? Soyk: Zunächst einmal total überra- schend, denn damit hatten wir nicht ge- rechnet. Durch den Preis hat das Projekt einen zusätzlichen Schub bekommen. Wir haben von vielen Seiten Resonanz und Glückwünsche erhalten. Das war eine rie- sige Anerkennung für alle Beteiligten. Wie wirkt das Projekt weiter? Soyk: Ich habe Storytelling als einen Weg erfahren, um miteinander ins Gespräch zu kommen und einander zuzuhören. Das ist gerade in der politischen Bildung wichtig. Großes Potenzial sehe ich in der Bildung für nachhaltige Entwicklung, aber auch im Dialog zu Demokratiebildung und Teilhabe. Ich glaube, dass wir damit auch Menschen erreichen können, die weniger Erfahrung mit Austausch, Gruppenarbeit und Kom- munikationsprozessen haben. Good Practice Erwachsenenbildung einmal anders erzählen Erasmus+ 02 © S to ry C om p PROJEKTDATEN Projektnummer: 2020-1-DE02-KA204-007574 Offizieller Projekttitel: StoryComp - Storytelling competences for adult educators in basic education and political education Projektlaufzeit: 01.11.2020 - 31.10.2022 Projektträger: Stadt Leipzig, Volkshochschule Kontakt: Christian Soyk, christian.soyk@leipzig.de Projektwebsite: https://storycomp.eu/de 22 ur Unterstützung wichtiger strategischer Ziele hat die EU-Kom- mission für die Programmgeneration 2021-2027 vier Quer- schnittsthemen bzw. Prioritäten festgelegt. Wie unterstützt die NA beim BIBB diese Themen? Die NA beim BIBB hat zu allen vier Themen Arbeitsgruppen (AGs) eingerichtet. Diese setzen sich teamübergreifend zusammen und berücksichtigen je nach Inte- ressenslage auch Europass, Agenda und EPALE. Darüber hinaus gibt es zu jeder Priorität auf der NA-Website eine eigene The- menseite, die wichtige Informationen bündelt und Good-Prac- tice-Beispiele präsentiert. Die Journalausgaben 34, 35, 36 und 38 haben auch jeweils eine Priorität in den Fokus genommen. Wie nehmen die Projektnehmer die Prioritäten an und was sind die Ergebnisse? Umwelt und Bekämpfung des Klimawandels Erasmus+ trägt aktiv zur grünen Transformation Europas bei: Ein breites Akteursspektrum befasst sich mit nachhaltigen Praktiken und Kompetenzen in der Bildung und erarbeitet Lösungsansät- ze, die Antworten auf ökologische Herausforderungen geben. Ein Beispiel dafür ist „Think Twice!“. Diese Kooperationspartner- schaft entwickelte mit einer Schatzkiste und einem Selbsttest zwei Tools, die dabei helfen, ökologische, soziale und digitale Prinzipien in den Managementprozess zu integrieren und so Pro- jekte nachhaltiger umzusetzen. 2022 und 2023 bewilligte die NA beim BIBB insgesamt 67 neue Partnerschaftsprojekte in der Berufs- und Erwachsenenbildung, die sich der horizontalen Priorität wid- men. Das sind gut 20 Prozent aller in diesem Zeitraum bewilligten Projekte, Tendenz steigend (2022: 21 Prozent; 2023: 25 Prozent). In der „praxis:ideensammlung“, die sich auf der Themenseite findet, fasst die NA regelmäßig die bisherigen Erkenntnisse und Herausforderungen zusammen und gibt so die Tipps von der Praxis an die Praxis weiter. Auslandsaufenthalte sind das Herzstück von Erasmus+ und Antworten auf die Frage, wie Emissionen bei Reisen möglichst gering gehalten oder vermieden werden können, eine Heraus- forderung. Neben virtuellen Alternativen, die sich besonders für Arbeitstreffen und beim Projektmanagement anbieten, unter- stützt Erasmus+ mit höheren Pauschalen und zusätzlichen Reise- tagen das Reisen mit emissionsärmeren Verkehrsmitteln (Green Travel). In den Antragsjahren 2022 und 2023 wurden bereits über 7.600 Mobilitäten in der Berufs- und Erwachsenenbildung mit Green Travel durchgeführt. Mobilitäten sind aber mehr als nur Reisen: Wie ein Auslandsaufenthalt drei junge Frauen für ökologische Fragestellungen in der Maßschneiderei sensibilisiert und zugleich einen Beitrag zu ihrer beruflichen wie persönlichen Entwicklung leistet, veranschaulicht der von der NA produzierte Film „Geschickt eingefädelt“. Die Nachhaltigkeit spielt nicht nur auf der Projektebene, son- dern auch in der NA beim BIBB selbst eine Rolle: So hat sie ihr Leitbild diesbezüglich geschärft und 2023 damit begonnen, die CO 2-Bilanz ihrer Mitarbeitenden bei Dienstreisen zu ermitteln und dabei einen erfreulichen Trend festgestellt: Rund 80 Prozent der Reisen fanden mit dem Zug statt. Inklusion und Vielfalt Inklusion und Vielfalt ist ein zentrales Querschnittsthema für alle Programmbereiche in Erasmus+. Chancengleichheit, Barriere- freiheit, Fairness und Vielfalt sollen in allen Programmaktionen gefördert werden, um eine breite Beteiligung von Menschen mit geringeren Chancen an der Gesellschaft, am Bildungssystem und an Erasmus+ sicherzustellen. Im Jahr 2023 wurden Auslandsaufenthalte für 4.653 Personen mit geringeren Chancen bewilligt (4.497 Lernende, 156 Bil- dungspersonal). Das sind 14 Prozent aller bewilligten Auslands- aufenthalte. Bei den Partnerschaften Erwachsenenbildung war Inklusion in den Jahren 2022 und 2023 die am häufigsten ge- wählte Priorität. Das Programm stellt für die Förderung von Menschen mit ge- ringen Chancen spezifische Instrumente bereit, die 2022 in einem Factsheet kompakt zusammengestellt wurden. Zudem wurde 2023 ein Leitfaden mit Tipps und Erfahrungsberichten zur Umsetzung von inklusiven Projekten veröffentlicht. In einer dreiteiligen Podcastserie wurden verschiedene inklusive Projekte im Bereich der Berufs- und Erwachsenenbildung vorgestellt. Die Nationale Agentur beim BIBB stellt auf ihrer Website inzwischen alle neuen Veröffentlichungen sowie Neuauflagen barrierefrei zur Verfügung, um auch Menschen mit Einschränkungen zu erreichen. Auch in Veranstaltungen der NA beim BIBB war Inklusion und Vielfalt ein wichtiges Thema. So diskutierten im Juni 2023 Träger der Berufs- und Erwachsenenbildung in einem offenen Fach- austausch gemeinsam darüber, wie Projekte inklusiv gestaltet werden können. Auf der NA-Jahrestagung im September 2022 wurde ein Fachforum zu Inklusion mit Kurzvorträgen und einer Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissen- schaft und Praxis angeboten. Die Inhalte der Tagung wurden von Dolmetscherinnen in Gebärdensprache übersetzt. Im Rahmen des National Events 2023 wurde das Thema ebenfalls behandelt und zwar im Forum „Monitoring für Mobilitätsprojekte in der Berufs- bildung“. Eine weitere Gelegenheit für Träger der Leitaktion 1 Europäische Ziele – Vier Querschnittsthemen in Erasmus+ Z Erasmus+02 23Jahresbericht 2022/2023 www.na-bibb.de/themen www.na-bibb.de/publikationen Bildung für Europa Journal der Nationalen Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung 37 Juli 2023 Mittel- und Osteuropa im Fokus 06 Europäische Werte 18 Friedensbildung mit ukrainischem Partner 24 Erasmus+- Jahresstatistik 2022 Erasmus+ 02 (Mobilität), ihre Fragen und Erfahrungen zum Thema Inklusion im Programm auszutauschen, bot im November 2023 die On- line-Sprechstunde zu Auslandsaufenthalten mit Erasmus+ in der Berufs- und Erwachsenenbildung. Digitaler Wandel Das Thema Digitalisierung umfasst als Priorität in Erasmus+ sehr vielfältige Aspekte, von der digitalen Transformation von Ein- richtungen über digitale Technologien im Lernkontext bis hin zu digitalen Kompetenzen von Lehrenden und Lernenden. Im Fokus der Arbeit der NA beim BIBB steht die Unterstützung der laufenden Projekte sowie die Beratung von potenziellen Projekten. Neben der Aufbereitung von Informationen bietet sie Vernetzungsmöglichkeiten für Projekte an: So wurde auf der NA-Jahrestagung im September 2022 ein Forum durchgeführt, bei dem in einem Vortrag Grenzen und Möglichkeiten von Di- gitalisierung aufgezeigt wurden, sich Projekte vorstellten und untereinander austauschen konnten. Im Rahmen der virtuellen Jahrestagung 2023 wurde ein Einblick in die nationale Initiative INVITE ermöglicht und die Vernetzung im jeweiligen Bildungs- bereich gefördert. Auf europäischer Ebene wird derzeit ein digitales Ressourcen-Zentrum (SALTO Digital Resource Centre) aufgebaut. Die Antrags- und Förderzahlen spiegeln wider, dass das Thema hoch im Kurs steht: Bei den geförderten Partnerschaftspro- jekten 2022 arbeitet die Hälfte der Partnerschaften in der Berufsbildung zu der Priorität "digitale Transformation", 2023 sind es 37 Prozent. In der Erwachsenenbildung liegt der Anteil der Projekte zu dieser Priorität 2022 bei 21 Prozent und 2023 bei 18 Prozent. In den Projekten werden verschiedene Facetten von Digitalisierung bearbeitet; dabei rückt auch das Thema künstliche Intelligenz und deren Auswirkungen auf die Bildung zunehmend in den Fokus. Im Bereich der Mobilität arbeiten Einrichtungen daran, die digitalen Kompetenzen des Bildungs- personals zu fördern, um Unterrichtsangebote oder ganze Ausbildungsinhalte zu digitalisieren. Außerdem geht es zuneh- mend darum, durch virtuelle Projektaufgaben, welche Lernende vor oder während ihres Auslandsaufenthaltes bearbeiten, die digitalen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern sowie Auszubildenden zu stärken. Teilhabe am demokratischen Leben, gemeinsame Werte und bürgerschaftliches Engagement Die hohe Bedeutung des Themas Teilhabe/europäische Werte als horizontale Programmpriorität spiegelt sich insbesondere im Bereich der Erwachsenenbildung in einer Vielzahl an Projekten wider. Dort wurden in der Leitaktion 2 (Partnerschaften) in den Jahren 2022 und 2023 insgesamt 46 Projekte zum Thema bewilligt, während das Thema in der Berufsbildung mit 16 Pro- jekten noch etwas weniger präsent ist. Seit 2023 hat das The- ma sowohl in den Partnerschaften als auch in den Mobilitäts- projekten eine steigende Relevanz in der Projektumsetzung: So besteht die Verpflichtung, zivilgesellschaftliches Engagement, Demokratiebewusstsein und europäische Werte durch geeig- nete Lernaktivitäten mit den Teilnehmenden zu berücksichtigen. Vier spannende Beispiele guter Projektpraxis wurden in der Ausgabe Nr. 38 des NA-Journals vorgestellt: Bei den Partner- schaften in der Erwachsenenbildung war dies ein Rahmenwerk zur Bekämpfung von Fake News auf lokaler Ebene und in der Berufsbildung ein Konzept zur Vermittlung demokratischer Gestaltungsmöglichkeiten im Berufsschulunterricht. In der Mo- bilitätsaktion wurde aus der Berufsbildung ein Projekt präsen- tiert, in dem Lehrkräfte im europäischen Ausland didaktische Methoden der Demokratiebildung erwarben, während im Pra- xisbeispiel aus der Erwachsenenbildung Lehrkräfte Kurzpraktika zu Methoden des partizipativen Lernens in mehreren Ländern durchführten. Die NA beim BIBB widmet sich diesem Thema ebenfalls im besonderen Maße mithilfe des internationalen Netzwerkes der EuroApprentices, die aus eigener Erfahrung vom Mehrwert eines Auslandsaufenthaltes berichten, europä- ische Werte vertreten und zivilgesellschaftliches Engagement beweisen. Ihrem hohen Stellenwert entsprechend räumte die NA beim BIBB dieser Priorität auf ihrer Jahrestagung im September 2022 ein eigenes Forum ein, das sich mit der Frage beschäftigte, wie gesellschaftliche Teilhabe von Lernenden und Lehrenden in der Berufs- und Erwachsenenbildung gestärkt werden könne. Auch EPALE widmete sich im Oktober 2023 in Kooperation mit dem Wochenschauverlag in einer Online-Konferenz zum Thema Fake News und Antisemitismus der Frage, was es für den kritischen Umgang mit Falschinformationen braucht. Die Journale zu den Querschnittsthemen zeigen auf, wie diese von den Projekten umgesetzt wurden. 24 uroApprentices sind Lernende in der Berufsbildung, die von ihren eigenen Auslandserfahrungen mit Erasmus+ u.a. in Be- rufsschulen, auf Social-Media-Kanälen und Ausbildungsmessen berichten. Sie sind zentraler Bestandteil einer europäischen Ini- tiative, der mittlerweile elf Länder angehören. Das europäische Netzwerk (www.euroapprentices.eu) wird von der NA beim BIBB koordiniert. Durch regelmäßige Netzwerktreffen entsteht so eine länderübergreifende Zusammenarbeit von Jugendlichen, die die europäischen Werte vertreten und zivilgesellschaftliches Engagement beweisen. Die Initiative setzt sich für die Sicht- barkeit von Auslandsaufenthalten in der Berufsbildung ein und zeigt, wie stark das Programm Erasmus+ europäische Identität und die Bereitschaft für Engagement und Teilhabe fördert. Die NA beim BIBB hat in den Jahren 2022 und 2023 insgesamt 28 neue Botschafterinnen und Botschafter ausgebildet, die nun das Netzwerk verstärken. Das Netzwerk ist bestens aufgestellt: Die aktuell 45 im Netzwerk aktiven EuroApprentices vertreten die unterschiedlichsten Berufe und Zielländer und sind über ganz Deutschland verteilt. Sie sind zwischen 18 und 30 Jahren alt und leben Inklusion und Vielfalt vor. Dies unterstreicht die EuroApprentice Cindy Klink, die selbst hörgeschädigt ist: „Als EuroApprentice kann ich den gesellschaftlichen Wandel hin zu mehr Inklusion und Vielfalt aktiv unterstützen. Ich bin über- zeugt, dass es möglich ist, eine Welt zu schaffen, in der jeder Mensch, unabhängig von seinen Unterschieden, die gleichen Chancen und den gleichen Respekt verdient.“ Netzwerktreffen in den Jahren 2022 und 2023 Um eine „Community“ von Erasmus+-Botschafterinnen und -Botschaftern europaweit als Vorreiter eines Alumninetzwerks aufzubauen und die EuroApprentices in ihren Kompetenzen und Fähigkeiten zu stärken, organisiert die NA beim BIBB jähr- lich Netzwerktreffen. In den Jahren 2022 und 2023 fanden die Treffen in Köln und Nürnberg statt. Während dieser Ver- anstaltungen wurden u.a. thematische Workshops angeboten z.B. zum Thema „Netzwerken“ und „Storytelling“, die die Eu- roApprentices in ihrer Rolle stärken. Gemeinsam ist ihnen eine Haltung und Motivation, die die EuroApprentice Svenja Nau- mann wie folgt beschreibt: „… dass wir in Europa unheimlich viel voneinander lernen können, wenn wir offen und interessiert sind. Ich bin nicht nur Deutsche, ich bin Europäerin“. Zu den Highlights gehören die europäischen Treffen, an denen die EuroApprentices jährlich teilnehmen können. Diese werden abwechselnd von den beteiligten Nationalen Agenturen durch- geführt. 2022 in Tschechien und 2023 in Portugal trafen sich jeweils mehr als 50 Botschafterinnen und Botschafter aus zehn Ländern. Den Spirit der Treffen beschreibt die EuroApprentice Leslie Elimbi: „Das Tolle dabei ist für mich, wie unterschiedlich die Leute sind, die dort zusammenkommen. Wir stammen alle aus sehr verschiedenen Berufen und Umfeldern – das ist ein spannender Mix.“ EuroApprentices-Aktivitäten national Nach der Corona-Pandemie hat das Netzwerk großen Einsatz gezeigt und viele Aktivitäten durchgeführt. So haben die Euro- Apprentices an verschiedenen Messen wie z.B. der ExpoLingua in Berlin, der Messe „Einstieg und Wege ins Ausland“ in Mün- chen, der Messe „EU4U“ in Bayreuth und der Messe für Werk- stätten für Menschen mit Behinderung in Nürnberg teilgenom- men. Sie haben Vorträge an verschiedenen Berufsschulen u.a. in Heidelberg, Berlin, Melle, München gehalten, andere Auszubil- dende motiviert und Fragen zu Auslandsaufenthalten in der Be- rufsbildung beantwortet. Außerdem haben EuroApprentices zu verschiedenen Veröffentlichungen zu Auslandsaufenthalten in der Berufsbildung, wie z.B. dem Journal Bildung für Europa mit dem Themenschwerpunkt Inklusion und dem Themenschwer- punkt Teilhabe, einem Podcast zu Inklusion sowie dem News- letter von „RausvonzuHaus.de“ beigetragen. Sie haben ferner ein Interview für abi.de, dem Bonner Generalanzeiger oder der Zeitschrift Bäckerwelt gegeben und von ihren von Erasmus+ ge- förderten Auslandsaufenthalten berichtet. EuroApprentices-Aktivitäten international International haben die EuroApprentices der Berufsbildung eine Stimme gegeben und ihre Zielgruppe auf verschiedenen Veran- staltungen vertreten, Workshops geleitet und auf dem Podium gesprochen. Sie waren am European Youth Event in Straßburg beteiligt und an Veranstaltungen in Danzig, Malmö, Neapel, Riga und Toulouse, um Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung zu be- werben und sich für europäische Werte zu engagieren. EuroApprentices können für Vorträge, Workshops und weitere Aktivitäten angefragt werden. EuroApprentices Engagement für Auslandsaufenthalte und europäische Werte E Erasmus+02 www.na-bibb.de/euroapprentices 25Jahresbericht 2022/2023 Ein Angebot für die Unterstützung der transnationalen Zusam- menarbeit bietet das Programm Erasmus+ über Training and Cooperation Activities (TCA). Diese Veranstaltungen, sei es in Form von Kontaktseminaren oder Workshops, bieten eine Platt- form zur Förderung der internationalen Vernetzung. Bei Kon- taktseminaren können Projektträger eine Vielzahl potenzieller Projektpartner aus anderen Ländern kennenlernen und gemein- sam Projektideen entwickeln. Die thematischen Veranstaltungen und Workshops dienen als ideale Vorbereitung für diejenigen, die Projektanträge stellen möchten, und fördern den Austausch von Ideen, bewährten Verfahren, Wissen und Fähigkeiten. Es wird eine große thematische Vielfalt angeboten. So werden nicht nur die vier horizontalen Prioritäten Inklusion, ökologische Nachhaltigkeit, Partizipation und demokratische Teilhabe sowie Digitalisierung in den Fokus genommen. Auch die verschie- denen Formate und Teilnahmemöglichkeiten am Programm, wie z.B. Akkreditierung, Bildung von Konsortien und kleinere Partnerschaften werden diskutiert. Passende TCAs für die Sek- toren Berufsbildung und Erwachsenenbildung werden von der NA beim BIBB regelmäßig auf der Website im Veranstaltungska- lender für europäische Erasmus+-Events und -Kontaktseminare (TCA) angekündigt, um den Projektträgern die Teilnahme zu ermöglichen. Austausch auf dem transnationalen Kontaktseminar in München Die Programmgeneration 2021-2027 ermöglicht ein zusätzliches innovatives Format im TCA-Bereich, die sogenannten Long-Term Activities (LTA). Dieses neue Format fokussiert auf eine langfris- tigere und damit auch strategischere Planung von TCA-Aktivi- täten. So kann ein breiter aufgestellter und nachhaltig ange- legter thematischer Ansatz verfolgt werden. Das Ziel der LTAs ist es, dass die Nationalen Agenturen in Übereinstimmung mit ihrer strategischen Schwerpunktsetzung zu spezifischen Themen und Prioritäten kooperieren. Die NA beim BIBB koordiniert seit dem Jahr 2022 drei LTAs: LTA „Research-based Impact Analysis Adult Education (RIA-AE)“: Ziel des transnationalen Forschungsnetzwerkes ist es, durch länderübergreifende Evaluationsstudien zu einem besseren Verständnis der Wirkung von internationa- len Kooperations- und Mobilitätsprojekten auf die organi- sationale, personale und systemische Ebene von Projektträ- gern der Erwachsenenbildung beizutragen. LTA „Sustainability and Greening“: Die Zusammenarbeit zwischen NAs zur Programmpriorität ‚Green Erasmus‘ fokus- siert Prinzipien, Herausforderungen und Lösungen für die Verankerung und Umsetzung ökologischer Nachhaltigkeit in der Gesellschaft sowie zur nachhaltigen Projekt- und Pro- grammgestaltung im Erasmus+-Programm. LTA „EuroApprentices“: Das EuroApprentices-Konzept leistet bereits seit 2017 einen aktiven Beitrag zur Partizipa- tion sich in Ausbildung befindender junger Menschen am internationalen Austausch und der Stärkung gemeinsamer europäischer Werte und Prinzipien und wird seit 2022 als LTA stärker strategisch ausgerichtet und weiterentwickelt (s. auch S. 24). Rückblick TCAs 2022/2023 Im Jahr 2022 standen in der NA beim BIBB primär strategische Aufgaben zur langfristigen transnationalen Ausrichtung von LTAs im Fokus, welche in Form von vorbereitenden Treffen und Konzepterarbeitungen mit den jeweils beteiligten NAs in allen drei LTAs umgesetzt wurden. Im Jahr 2023 hat die NA beim BIBB im Rahmen der LTA „Sus- tainability and Greening“ zwei transnationale Kontaktseminare zum Themenschwerpunkt Nachhaltigkeit durchgeführt. Vom 24. bis 26. Mai konnten 35 Teilnehmende aus der Erwachse- nenbildung in Hamburg und vom 14. bis zum 16. Juni rund 60 Teilnehmende aus dem Bereich der Berufsbildung in München mehr zu verschiedenen Aspekten rund um Nachhaltigkeit im Erasmus+-Programm lernen und eigene Projektideen mit pas- senden Partnern entwickeln. Die NA beim BIBB hat im Rahmen der LTA EuroApprentices 2022 und 2023 nationale Trainings und Netzwerktreffen organi- siert, um die zukünftigen Erasmus+-Botschafterinnen und -Bot- schafter auf ihr Engagement vorzubereiten. Training and Cooperation Activities (TCA) Förderung der internationalen Vernetzung Erasmus+ 02 © N A b ei m B IB B / a rg um , E in be rg er www.na-bibb.de/tca 26 03_ Europäische und internationale Bildungszusammen- arbeit Neben Erasmus+ sind in der NA beim BIBB weitere Pro- gramme bzw. Projekte ange- siedelt. Diese unterstützen die grenzüberschreitende Lernmobilität und Zusam- menarbeit im Bereich der Berufs- und Erwachsenenbil- dung. Das Portfolio umfasst Förderleistungen, Service- und Informations- sowie Plattform-Angebote. © c ha rle sd el uv io /U ns pl as h. co m 27Jahresbericht 2022/2023 USA 27% © B lu eb er ry Europäische und internationale Bildungszusammenarbeit 03 Registrierte EPALE-Nutzer/-innen Ausgestellte Europässe Mobilität Schriftliche und telefonische Beratungen zu Auslandsaufenthalten 4.480 NA-Projekte in Zahlen 22.608 2022 31.672 2023 971 2022 1.213 2023 Weltweite Lernaufenthalte wieder zunehmend Jahr Azubis | Bildungspersonal & Ausbilder/-innen Gesamt 2.215 Azubis 565 Bildungspersonal & Ausbilder/-innen 2017 67 63 2018 112 232 2019 148 462 2020 51 316 2021 52 172 2022 74 434 2023 61 536 Bewilligte Auslandsaufenthalte Anteil an allen bewilligten Auslandsaufenthalten / bewilligte Auslandsaufenthalte in absoluten Zahlen 2023 Deutschland 27,0% 9,8% 6,0% 5,6% 1. USA 2. China 3. Schweiz 4. Vereinigtes Königreich 5,1%5. Kanada Top-Zielländer AWW seit 2017 750 273 166 155 141 28 Europäische und internationale Bildungszusammenarbeit03 as Programm AusbildungWeltweit ist ein flexibel angelegtes Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für weltweite Auslandsaufenthalte von Aus- zubildenden und betrieblichen Ausbildungsverantwortlichen. Es ergänzt das europäische Bildungsprogramm Erasmus+. Kenn- zeichnend sind seine Wirtschaftsnähe und eine gute Zugäng- lichkeit für berufliche Schulen und KMU. Förderanträge können komfortabel über ein digitales Projektportal eingereicht werden. Exportorientierte Unternehmen verbessern durch die internatio- nale Qualifizierung angehender Fachkräfte die Voraussetzungen für Wirtschaftskooperationen. Auch kleinere Betriebe nutzen geförderte Auslandsaufenthalte, um Schlüsselkompetenzen und internationale Berufskompetenzen bereits in der Ausbildung zu stärken und nicht zuletzt, um ihr Ausbildungsplatzangebot at- traktiver zu machen. Nach dem Pandemieknick nahmen die Berufsbildungseinrich- tungen ihre internationalen Aktivitäten zügig auf, was zu einem dynamischen Wiederanstieg der Antrags- und Förderzahlen führte. In den drei Förderrunden des Jahres 2022 wurden über 500 Auslandsaufenthalte bewilligt. Im Jahr 2023 konnten in nur zwei Förderrunden mehr als 600 Stipendien zugesagt werden. Damit ist das vorpandemische Niveau wieder erreicht worden bei einer weiterhin positiven Wachstumsprognose. Das Ranking der Zielregionen wird von den USA, China, der Schweiz, Kanada, Großbritannien, Südafrika und Australien angeführt. In den Jahren 2022 und 2023 gewannen südame- rikanische und afrikanische Partnerländer an Bedeutung. Etwa 90 Prozent der geförderten Auszubildenden kommen aus einer dualen Berufsausbildung, wobei gewerblich-technische Berufe, kaufmännische Berufe, IT-Berufe, Berufe im Handwerk aber auch Gesundheitsberufe gut vertreten sind. AusbildungWeltweit trägt mit seinen Aktivitäten zu den bil- dungspolitischen Zielen der Exzellenzinitiative Berufliche Bildung des BMBF bei. Beratungsservice für Auslandsaufenthalte in der Ausbildung Im Rahmen seiner Exzellenzinitiative Berufliche Bildung bekräf- tigte das BMBF im Dezember 2022 das Ziel, noch mehr Auszu- bildende für einen Auslandsaufenthalt zu begeistern. Diesem Auftrag folgend hat der Beratungsservice für Auslandsaufent- halte in der Ausbildung in der NA beim BIBB sein Informations- und Beratungsangebot weiter ausgebaut. Für die Zielgruppe Auszubildende sowie Schülerinnen und Schüler berufsbildender Schulen war der Beratungsservice als MeinAuslandspraktikum bundesweit auf Ausbildungsmessen präsent, führte Instagram-Live-Interviews mit Auszubildenden und aktualisierte seine Print-Werbematerialien. Zu Beginn des Ausbildungsjahres 2023 startete auch das Ser- vice-Portal www.Auslandsberatung-Ausbildung.de für die Zielgruppe Ausbildungsverantwortliche in Betrieben, beruflichen Schulen und bei Kammern. Die „Möglichmacherinnen und Mög- lichmacher“ von Auslandsaufenthalten finden dort einen Über- blick über die Chancen, Rahmenbedingungen und konkrete Planungsschritte für die Praxis. Integriert auf beiden Service-Por- talen ist ein Stipendienfinder mit allen Förderprogrammen, die Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung finanzieren. Um die Vernetzung und den Austausch zwischen Fördereinrich- tungen im Bereich Auslandsmobilität in der Berufsbildung zu stärken, wurde im Jahr 2022 das Dialogforum zwischen Mobi- litätsprogrammen in der Berufsbildung initiiert. Das halbjährlich stattfindende Austauschformat stößt auf große Zustimmung und Teilnahmebereitschaft. Hier werden beispielsweise Kommu- nikations- und Beratungsaktivitäten abgestimmt sowie Veran- staltungsbeteiligungen geplant. So leistet die NA beim BIBB einen weiteren wichtigen Beitrag, um die zentralen Zielgruppen zur Realisierung von Auslandsaufent- halten in der Berufsbildung programmübergreifend aufzusuchen und zu beraten. Der Beratungsservice ist ein kostenfreies und neutrales Informationsangebot und wird vom BMBF gefördert. AusbildungWeltweit und Beratungsservice Vorpandemisches Niveau bei internationaler Mobilität erreicht D www.ausbildung-weltweit.de www.MeinAuslandspraktikum.de www.Auslandsberatung-Ausbildung.de Neues Serviceportal für Betriebe, berufliche Schulen und Kammern im Sommer 2023 gestartet. 29Jahresbericht 2022/2023 as Nationale Europass Center (NEC) hat sein Schulungsangebot in den Jahren 2022 und 2023 ausgebaut und sich dabei auf Multiplikatorinnen und Multiplikatoren konzentriert. Lehrkräfte sowie Berufsberater/-innen wurden in zahlreichen Online-Work- shops über Europass geschult und konnten in Praxisanteilen selbst ausprobieren, wie man zum Beispiel einen Lebenslauf erstellt oder bearbeitet. Im Europass-Portal selbst gab es einige Neuerungen, die vorab vom Nationalen Europass Center mitgetestet und anschließend über die eigene Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie über Workshops verbreitet wurden. Dazu gehörten im März 2023 die Einführung des Selbsttests für digitale Kompetenzen und im Juni 2023 das neue Tool zur Darstellung von Job- und Arbeitsmarkt- trends in den einzelnen EU-Ländern. Eine wichtige Aktualisie- rung war auch die Übersetzung des Europass-Portals auf Ukrai- nisch, die ab Juni 2022 online war. Damit sollte Flüchtlingen aus der Ukraine die Nutzung des Europass erleichtert werden. Angebote für Schulen und Hochschulen 2023 wurde die Zusammenarbeit mit Schulen intensiviert. Denn die Erfassung der eigenen Kompetenzen und das Schreiben des ersten eigenen Lebenslaufs sind zentrale Themen vor allem in der Sekundarstufe II. Zentraler Ankerpunkt für Europass in der schulischen Laufbahn ist das Thema der Berufsorientierung. Gleichzeitig ist die Nutzung von Europass an Schulen ein wich- tiger Baustein, wenn es um die strategische Internationalisie- rung von Bildungseinrichtungen geht. Hierzu nahm das NEC Kontakt zu Europaschulen auf, bot Fortbildungen für Lehrkräfte an und war unter anderem auf der Monitoringveranstaltung des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) im November 2023 und der Erasmus+-Jahrestagung in Frankfurt im Juli 2023 vertre- ten. Zudem präsentierte das NEC 2023 die Möglichkeiten von Europass im Magazin Berufsorientierung+. Auch Studierende und Mitarbeitende an Hochschulen sind eine wichtige Zielgruppe von Europass. Das NEC nahm an ausgewählten Veranstaltungen des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) teil wie z.B. der Jahrestagung im Ok- tober 2022. Zusätzlich bot es Online-Workshops an einzelnen Universitäten an. Auch über das Netzwerk der Career Services an deutschen Hochschulen informierte das NEC zu Nutzungs- möglichkeiten des Europass-Portals vor allem im Bereich Über- gang in den Beruf. Im Rahmen einer breiteren Kampagne unter Studierenden veröffentlichte das NEC 2023 Informationen über Europass im Hochschulmagazin Audimax und verteilte Postkar- ten in ausgewählten Unistädten. Die Aktivitäten des NEC zeigen, wie heterogen die Zielgruppen des NEC sind. Dies wurde auch im Bereich der Printmaterialien berücksichtigt. Um die jungen Menschen noch stärker für Euro- pass zu interessieren, hat das Nationale Europass Center 2023 zwei neue Postermotive speziell für die junge Zielgruppe zum Aushang an Schulen oder Berufsinformationszentren erstellt. Für Lehrkräfte und Bildungseinrichtungen gibt es seit 2022 zwei neue Infoblätter. Alle Materialien sind über die Infothek auf der Website des Nationalen Europass Centers bestellbar. Europass Mobilität: Optimierungen in der Datenbank Das Nationale Europass Center hat ferner intensiv daran gear- beitet, die eigene Datenbank Europass Mobilität noch nutzer- freundlicher zu machen. Im Jahr 2022 wurde die Datenbank barrierefrei umgestaltet. Auf vielfachen Wunsch gibt es seit 2023 außerdem zahlreiche Videotutorials zu den wichtigsten Funktionen. Ferner wurde die Verknüpfung mit dem neuen IT- Tool von Erasmus+, dem Beneficiary Module, programmiert, so dass die Schnittstelle auch weiterhin möglichst nutzerfreundlich ist. Im April 2023 trafen sich alle deutschen Ausgabestellen des Europass Mobilität in Bonn zum Austausch und zur fachlichen Diskussion über das Dokument, die Datenbank und gewünschte Optimierungen. Europass auf Messen und Fachtagungen Job- und Berufsorientierungsmessen sind eine gute Bühne für die Verbreitung von Europass und seinen einzelnen Komponen- ten. Hier soll besonders die Berufsinfomesse BIM in Offenburg im Mai 2023 hervorgehoben werden sowie die Messe EINSTIEG im November 2023. Auch die Teilnahme an der Jahrestagung der NA beim BIBB in Weimar im September 2022 war für das NEC selbstverständlich und die fachlichen Diskussionen mit den Projektträgern eine große Bereicherung. Nationales Europass Center Alle Zielgruppen von der Schule bis zur Hochschule im Blick Europäische und internationale Bildungszusammenarbeit 03 www.europass-info.de D Poster werben bei junger Zielgruppe für den Europass. 30 Europäische und internationale Bildungszusammenarbeit03 n den vergangenen zwei Jahren konnte EPALE, die größte On- line-Community der Erwachsenenbildung in Europa, eine beein- druckende Anzahl neuer Nutzerinnen und Nutzer gewinnen. Bis Ende 2023 profitierten bereits über 130.000 Akteure aus der Er- wachsenen- und Weiterbildung von den unschätzbaren Vorteilen dieser Plattform. Inhaltliche Vielfalt: Nationale Themenschwerpunkte Die Jahre 2022 und 2023 zeichneten sich durch eine facetten- reiche Themenvielfalt aus, insbesondere durch die quartalsweise wechselnden nationalen Themenschwerpunkte. 2022 wurde Nachhaltigkeit von EPALE Deutschland aus verschiedenen Blick- winkeln betrachtet, von Life Skills über Lebenslanges Lernen in Stadt und Land, Kompetenzen für die Stärkung des persön- lichen Wohlbefindens bis hin zu neuen Lehr- und Lernmetho- den. Das darauffolgende Jahr begann mit einem Rückblick und Ausblick, gefolgt von Themen wie Kunst als Teil des Lebenslan- gen Lernens, Selbstwirksamkeit und Kollektive Intelligenz. Einen Überblick über die nationalen Fokusthemen finden Sie auf der EPALE-Website. EPALE in Aktion: Veranstaltungen und Ressourcen Kits EPALE Deutschland organisierte passend zu den Fokusthe- men eine Reihe von Veranstaltungen, darunter kostenfreie EPALE-Akademien mit renommierten Referentinnen und Re- ferenten. Begleitet wurden diese durch die Veröffentlichung von insgesamt neun „EPALE Ressourcen Kits". Bei den online abrufbaren Kits handelt es sich um eine kuratierte Sammlung aktueller Beiträge zu den jeweiligen Fokusthemen. Ein Höhepunkt war EPALEs Beitrag zur re:publica 2022, dem Berliner Event für die digitale Gesellschaft in Europa. Unter dem Veranstaltungsmotto „any way the wind blows" konnten Teil- nehmende beim EPALE Makerspace eine eigene solarbetriebene Windmühle bauen. Der EPALE Lightening Talk „Adult Education – The Wind of Change" mit dem Künstler TeeKay erkundete das Thema Nachhaltigkeit in der europäischen Erwachsenenbildung. Auch bei der Fachkonferenz „Vom Wissen ins Tun: Wie kann Europäische Erwachsenenbildung Lernende zum nachhaltigen Handeln aktivieren?" in Bonn im September 2023 konnten Teilnehmende aktiv werden und ein persönliches Workbook gestalten. Zu beiden Veranstaltungen gibt es auf der EPALE- Seite jeweils einen Blog, mit beispielsweise einem Video zu den EPALE-Highlights bei der re:publica oder dem Workbook, das man sich als Vorlage runterladen und weiternutzen kann. Innovationen bei EPALE: Mobile App und Info-Matrix Die mobile EPALE-App erfuhr 2023 ein Update und bietet zahl- reiche Funktionen für unterwegs, darunter das Lesen von Blog- beiträgen, News und Ressourcen. Die App kann kostenfrei im Play Store oder App Store heruntergeladen werden und ist für iOS- und Android-Geräte verfügbar. Neu lanciert im Jahr 2023 wurde die Info-Matrix „So nutzen Sie EPALE für Ihr Projekt". Diese ist speziell für Projekte, beispiels- weise im Rahmen von Erasmus+, entwickelt worden und zeigt detailliert, wie EPALE erfolgreich zur Profilbildung, zum Informa- tionsaustausch und zur Vernetzung genutzt werden kann. https://epale.ec.europa.eu/de https://epale.ec.europa.eu/de/blog/epale-deutschland- ressourcen-kits https://epale.ec.europa.eu/de/resource-centre/content/ so-nutzen-sie-epale-fuer-ihr-projekt Nationale Koordinierungsstelle EPALE Konzept der Quartalsthemen hat sich bewährt I Deutschland 31Jahresbericht 2022/2023 ie Europäische Agenda Erwachsenenbildung ist ein Schlüsselele- ment der europäischen Bildungsstrategie und zielt drauf ab, die Bildung im Erwachsenenalter zu fördern und die Lernmöglich- keiten für alle Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Die Natio- nale Koordinierungsstelle in der NA beim BIBB gibt es seit 2012. Mit ihren Aktivitäten und Vorhaben bringt sie europäische bil- dungspolitische Anliegen und Schwerpunkte in den nationalen Diskurs ein. In den Jahren 2022 und 2023 wurde schwerpunktmäßig zu zwei Themen gearbeitet: Bildungsberatung im Rahmen der Ratsempfehlung „Wei- terbildungspfade: Neue Chancen für Erwachsene“ Förderung der Skills for Life: Unterstützung von Menschen beim Erwerb von Grundkenntnissen, vor allem bezogen auf lebensweltliche Kompetenzen (in den Bereichen Resilienz, di- gitale Grundbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung) Sieben eigene Veranstaltungen wurden von der Nationalen Koordinierungsstelle in Kooperation mit Verbänden der Erwach- senenbildung und/oder mit zuständigen Ministerien in Deutsch- land zu diesen Themen durchgeführt. Dabei wurden europä- ische Beispiele aus der Erwachsenenbildungspraxis vorgestellt, über Strukturen der Erwachsenenbildung in anderen europä- ischen Ländern informiert oder die Veranstaltung direkt europä- isch konzipiert. Mit 112 Teilnehmenden war die Fachkonferenz „Vom Wissen ins Tun: Wie kann Europäische Erwachsenenbil- dung zum nachhaltigen Handeln aktivieren?“ ein Highlight im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Für die Fachkonferenz ist u.a. ein Workbook für Bildungseinrich- tungen entstanden. Es zeigt, wie diese sich nachhaltiger auf- stellen können. Empfehlenswert ist auch die Aufzeichnung des Inputs „Barrieren beiseite räumen“ von Lea Dohm (Psychologists for future), der besonders die Bedeutung des gemeinsamen Handelns hervorhebt. Alle Informationen zur Veranstaltung fin- den sich auf der Website der Agenda Erwachsenenbildung. Neue Publikationen Zum zentralen Thema Life Skills hat die Nationale Koordinie- rungsstelle 2023 eine 28-seitige Publikation mit dem Titel Wissen erweitern – Potenziale entfalten herausgegeben. Darin hat sie sich dem Begriff der Life Skills auf nationaler Ebene aus politischer, wissenschaftlicher und praktischer Sicht genähert und die Relevanz der Lebenskompetenzen für Politik und Ge- sellschaft herausgestellt. Die Broschüre bietet einen vertieften Einblick, ob sich gelungenes Leben lehren und lernen lässt und wie Life Skills auf nationaler Ebene in der Grundbildung geför- dert werden. Abgerundet wird die nationale Perspektive durch europäische Best-Practice-Beispiele in den Bereichen politische, finanzielle und digitale Grundbildung sowie Nachhaltigkeit. Eine weitere wichtige Publikation zu dem Thema, an der die Nationale Koordinierungsstelle mitgearbeitet hat, ist das inter- aktive, europäische Flipbook Strengthening Life Skills in the EU. www.agenda-erwachsenenbildung.de Veranstaltungsdokumentationen: www.agenda-erwachsenenbildung.de/dokumentation Flipbook: www.agenda-erwachsenenbildung.de/issuu/Flipbook Broschüre Wissen erweitern – Potenziale entfalten: www.agenda-erwachsenenbildung.de/broschuere Europ. Agenda Erwachsenenbildung Nationale Koordinierungsstelle fokussiert auf zwei Themen Europäische und internationale Bildungszusammenarbeit 03 D Workbook und Pu- blikation zum Thema Life Skills können kostenfrei genutzt werden. 32 04_ Anhang In diesem Teil finden Sie diverse Statistiken zu Erasmus+, eine Übersicht mit wich- tigen Kontaktdaten und Impressionen aus den Jahren 2022 und 2023. © M on st er Z tu d io /A do be St oc k. co m 33Jahresbericht 2022/2023 Tabelle_01 Mobilität in der Berufsbildung 2023 Einzelstatistiken Erasmus+ 04 Kurzzeitprojekte im Rahmen einer Akkreditierung Gesamt Lernende: 1.486 Bildungspersonal: 548 Lernende: 1.452 Bildungspersonal: 522 Lernende: 30.386 Bildungspersonal: 9.165 Lernende: 23.807 Bildungspersonal: 7.230 Beantragung von Aktivitäten Lernende: 31.872 Bildungspersonal: 9.713 Lernende: 25.259 Bildungspersonal: 7.752 beantragt 98 633 731 beantragt 4,80 nicht möglich beantragt bewilligt bewilligt 93 626 719 bewilligt 4,50 71,60 76,10 gesamt 2.034 39.551 41.585 davon davon gesamt 1.974 31.037 33.011 Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2024 Zahl der Projekte Budget in Mio EURZahl der Teilnehmenden Tabelle_02 Akkreditierung von Einrichtungen der Berufsbildung 2020 bis 2023 Akkreditierungen beantragt bewilligte Akkreditierungen 2021 219 205 2020 405 377 2022 226 203 2023 157 100 Gesamt 1.007 885 Hinweis: Die Bewilligung erfolgt immer im Folgejahr, wird aber unter dem Antragsjahr abgebildet. Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2024 34 Tabelle_03 Entwicklung der Teilnehmendenzahlen für Lernende in der Berufsbildung 1995 bis 2023 Teilnehmende beantragt Teilnehmende gefördert 1995-2018, Teilnehmende bewilligt 2019-2023 Antragsjahr 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2.284 3.541 3.845 4.308 4.334 5.975 6.045 6.358 6.775 7.527 7.827 8.541 8.099 11.125 11.117 12.212 13.428 14.865 16.704 18.246 18.562 19.139 21.693 23.530 27.072 23.432 7.820 18.868 31.872 2.127 2.368 2.440 2.280 2.925 3.222 3.807 3.821 4.555 4.497 5.039 5.834 6.421 7.515 8.473 9.320 10.610 12.189 14.116 15.069 16.104 16.986 18.877 18.688 26.858 23.129 7.785 18.725 25.259 (1995 bis 2018) (2019 bis 2023) Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2024 Teilnehmende beantragt Teilnehmende gefördert bewilligt Einzelstatistiken Erasmus+04 35Jahresbericht 2022/2023 Tabelle_04 Entwicklung der Teilnehmendenzahlen gesamt (Lernende und Bildungspersonal) in der Berufsbildung 1995 bis 2023 Teilnehmende beantragt Teilnehmende gefördert 1995-2018, Teilnehmende bewilligt 2019-2023 Antragsjahr 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2.998 4.257 4.547 5.102 5.125 7.212 7.012 7.487 7.912 9.172 9.263 10.466 9.573 13.203 13.504 14.259 15.978 16.796 18.910 23.216 23.557 23.500 26.616 29.384 33.539 29.335 10.271 23.960 41.585 2.722 2.867 3.011 2.752 3.609 3.977 4.416 4.613 5.423 5.440 6.032 7.015 7.738 8.569 9.700 10.600 12.298 13.581 15.824 18.554 19.617 20.522 22.549 22.892 32.887 28.996 10.222 23.754 33.011 (1995 bis 2018) (2019 bis 2023) Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2024 Teilnehmende beantragt Teilnehmende gefördert bewilligt Einzelstatistiken Erasmus+ 04 36 Tabelle_05 Akkreditierung von Einrichtungen der Berufsbildung nach Bundesländern 2020 50 72 22 6 2 8 19 4 42 89 27 3 8 4 16 5 377 2021 20 51 8 5 5 4 12 1 28 34 12 3 7 1 10 4 205 2022 37 61 5 2 2 1 12 3 18 38 8 1 5 3 4 3 203 2023 24 25 1 3 2 3 6 1 9 14 5 0 3 0 1 3 100 gesamt 131 209 36 16 11 16 49 9 97 175 52 7 23 8 31 15 885 Anteil des Bundeslandes 15% 24% 4% 2% 1% 2% 6% 1% 11% 20% 6% 1% 3% 1% 4% 2% 100%* Baden-Württemberg Bayern Berlin Brandenburg Bremen Hamburg Hessen Mecklenburg-Vorpommern Niedersachsen Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Saarland Sachsen Sachsen-Anhalt Schleswig-Holstein Thüringen Gesamt Akkreditierte Einrichtungen *Differenz rundungsbedingt. Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2024 Einzelstatistiken Erasmus+04 37Jahresbericht 2022/2023 Tabelle_06 Mobilität in der Berufsbildung 2023 nach Bundesländern 94 150 26 9 8 10 35 7 73 121 35 5 17 5 22 9 626 21 11 3 5 1 2 14 2 13 12 2 0 2 3 1 1 93 2.970 5.009 1.579 325 305 566 1.179 52 2.781 5.398 1.181 105 681 185 1.227 264 23.807 638 1.725 627 65 115 202 398 60 838 1.293 506 70 280 89 274 50 7.230 3.608 6.734 2.206 390 420 768 1.577 112 3.619 6.691 1.687 175 961 274 1.501 314 31.037 406 260 60 97 30 21 297 55 267 247 50 0 35 90 29 30 1.974 769 1.767 662 116 135 206 463 70 908 1.322 506 70 292 93 293 80 7.752 3.245 5.227 1.604 371 315 583 1.411 97 2.978 5.616 1.231 105 704 271 1.237 264 25.259 4.014 6.994 2.266 487 450 789 1.874 167 3.886 6.938 1.737 175 996 364 1.530 344 33.011 155 115 27 15 9 19 51 11 87 200 38 10 31 16 32 16 833 19% 14% 3% 2% 1% 2% 6% 1% 11% 24% 5% 1% 4% 2% 4% 2% 100% 13% 21% 6% 1% 1% 2% 6% 0% 12% 22% 5% 0% 3% 1% 5% 1% 100% -6% 7% 3% 1% 0% 0% 0% -1% 1% -2% 0% -1% -1% -1% 1% -1% 0% 8,54 13,83 6,88 1,16 0,89 2,06 4,40 0,21 8,18 15,26 3,18 0,32 1,96 0,49 3,52 0,70 71,58 0,93 0,55 0,11 0,18 0,08 0,05 0,75 0,15 0,63 0,48 0,11 0 0,11 0,21 0,05 0,06 4,47*** 9,47 14,38 7,00 1,35 0,96 2,12 5,16 0,37 8,81 15,74 3,28 0,32 2,06 0,70 3,57 0,77 76,04*** 275 218 25 46 10 17 232 45 197 218 50 0 23 86 10 0 1.452 131 42 35 51 20 4 65 10 70 29 0 0 12 4 19 30 522 Baden-W. Bayern Berlin Brandenburg Bremen Hamburg Hessen Mecklenburg-V. Niedersachsen Nordrhein-W. Rheinland-P. Saarland Sachsen Sachsen-A. Schleswig-H. Thüringen Gesamt Lernende LernendePersonal PersonalGesamt Gesamt PersonalLernende Ges. TN Absolv. der BB Anteil des BL an Abs. BB in DE 2021* Anteil des BL an bew. Ler. in BB E+ 2023 Ü-/ Unterrep. nach Ler. in E+ Mob. I. R. der Akkred. in Mio €* Kurzzeit- projekte in Mio €* Gesamt in Mio €* Mitte- lanforde- rungen Kurzzeit- projekte 2021 in Tsd */** * gerundet ** https://www.statistischebibliothek.de/mir/receive/DEHeft_mods_00148946 *** Differenz rundungsbedingt Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufs- bildung, Stand: Februar 2024 I. R. der Akkreditierung TN Kurzzeitprojekte Gesamt Bewilligtes Budget TN: Teilnehmende Absolv./Abs.: Absolventen/Absolventinnen BB: Berufsbildung BL: Bundesland bew.: bewilligt Ler.: Lernende Ges.: Gesamt I. R.: Im Rahmen Akkred.: Akkreditierung *** ****** Einzelstatistiken Erasmus+ 04 38 Tabelle_07 Bewilligte Teilnehmende in der Berufsbildung nach Aktivitätstyp 2023 davon in nicht mit dem Programm assoziierte Länder 2.329 140 26 2.495 652 35 0 0 0 687 3.182 Aktivitätstyp Kurzzeitmobilitäten Langzeitmobilitäten Teilnahme an Berufswettbewerben Job-Shadowing Lehr- oder Schulungstätigkeit Kurse Eingeladene Experten/Expertinnen Aufnahme von Personal in Ausbildung Lernende Lernende gesamt Personal Personal gesamt Teilnehmende gesamt davon in Programmländer 20.485 660 167 21.312 3.513 197 2.532 234 67 6.543 27.855 davon im Rahmen der Akkreditierung 22.814 800 193 23.807 4.165 232 2.532 234 67 7.230 31.037 davon in Kurzzeitprojekten 1.405 23 24 1.452 278 41 198 5 0 522 1.974 Gesamt 24.219 823 217 25.259 4.443 273 2.730 239 67 7.752 33.011 Bewilligte Teilnehmende Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2024 Einzelstatistiken Erasmus+04 39Jahresbericht 2022/2023 Tabelle_08 Partnerschaften in der Berufsbildung 2021 bis 2023 Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2024 2021 157 117 40 114 85 29 36.550.000 € 34.510.000 € 2.040.000 € 26.366.381 € 24.866.381 € 1.500.000 € Anzahl der beantragten Partnerschaften insgesamt Anzahl der beantragten Kooperationspartnerschaften Anzahl der beantragten kleineren Partnerschaften Anzahl der geförderten Partnerschaften insgesamt Anzahl der geförderten Kooperationspartnerschaften Anzahl der geförderten kleineren Partnerschaften Budget beantragt in Euro insgesamt Budget beantragt in Euro für Kooperationspartnerschaften Budget beantragt in Euro für kleinere Partnerschaften Budget gefördert in Euro insgesamt Budget gefördert in Euro für Kooperationspartnerschaften Budget gefördert in Euro für kleinere Partnerschaften 2022 153 84 69 82 36 46 29.020.000 € 25.000.000 € 4.020.000 € 13.050.000 € 10.410.000 € 2.640.000 € 2023 246 145 101 64 37 27 48.250.000 € 42.370.000 € 5.880.000 € 13.390.000 € 11.800.000 € 1.590.000 € Einzelstatistiken Erasmus+ 04 40 Tabelle_09 Mobilität in der Erwachsenenbildung 2023 Kurzzeitprojekte im Rahmen einer Akkreditierung (Mittelanforderung) Gesamt Lernende: 183 Bildungspersonal: 712 Lernende: 112 Bildungspersonal: 479 Lernende: 683 Bildungspersonal: 1.887 Lernende: 507 Bildungspersonal: 1.672 Beantragung von Aktivitäten Lernende: 866 Bildungspersonal: 2.599 Lernende: 619 Bildungspersonal: 2.151 beantragt 47 33 80 beantragt 2,05 beantragt bewilligt bewilligt 32 33 65 bewilligt 1,34 4,55 5,89 gesamt 895 2.570 3.465 davon davon gesamt 591 2.179 2.770 Hinweis: Die Bewilligungen werden im Antragsjahr abgebildet. Zahl der Projekte Budget in Mio EURZahl der Teilnehmenden Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2024 nicht möglich Einzelstatistiken Erasmus+04 41Jahresbericht 2022/2023 Tabelle_10 Entwicklung der Mobilität in der Erwachsenenbildung 2021 bis 2023 Tabelle_11 Akkreditierung von Einrichtungen der Erwachsenenbildung 2020 bis 2023 Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung Stand: Februar 2024 Anzahl der Projekte beantragt Anzahl der Projekte bewilligt Anzahl der Teilnehmenden beantragt Anzahl der Teilnehmenden bewilligt Budget bewilligt in Mio. Euro 2021 51 37 1.405 1.155 3,05 2022 57 43 1.573 1.380 2,96 2023 80 65 3.465 2.770 5,89 Gesamt 188 145 6.443 5.305 11,9 beantragte Akkreditierungen bewilligte Akkreditierungen 2021 13 9 2020 52 32 2022 14 5 2023 36 17 Gesamt 115 63 Hinweis: Die Bewilligung erfolgt immer im Folgejahr, wird aber unter dem Antragsjahr abgebildet. Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2024 Einzelstatistiken Erasmus+ 04 42 Einzelstatistiken Erasmus+04 Tabelle_12 Bewilligte Teilnehmende in der Erwachsenenbildung nach Aktivitätstyp 2023 in Kurzzeitprojekten 16 96 0 275 173 21 10 0 591 Aktivitätstyp Gruppenmobiliät von erwachsenen Lernenden Individuelle Lernmobiliät von erwachsenen Lernenden (Kurzzeit) Individuelle Lernmobiliät von erwachsenen Lernenden (Langzeit) Kursbesuche Job-Shadowing Eingeladene Expertinnen und Experten Lehr- und Schulungstätigkeit Aufnahme von in Ausbildung befindlichen Lehrkräften und Pädagoginnen und Pädagogen Lernende Personal Teilnehmende gesamt im Rahmen der Akkreditierung 424 80 3 955 459 179 30 49 2.179 Bewilligte Teilnehmende Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2024 43Jahresbericht 2022/2023 Einzelstatistiken Erasmus+ 04 Tabelle_13 Akkreditierungen und Mobilitäten in der Erwachsenenbildung 2023 nach Bundesländern 0 5 2 0 2 0 2 0 0 4 0 0 1 1 0 0 17 4 15 4 4 2 2 3 0 7 12 0 0 3 2 2 3 63 6% 24% 6% 6% 3% 3% 5% 0% 11% 19% 0% 0% 5% 3% 3% 5% 100% 2 6 1 3 0 1 0 0 8 7 0 0 2 0 2 1 33 1 5 7 2 0 2 2 1 3 5 2 0 0 0 1 1 32 30 113 115 44 0 24 32 10 41 100 60 0 0 0 10 12 591 283 384 191 348 0 76 32 10 709 387 60 0 51 0 118 121 2.770 483.767 538.810 141.060 553.720 0 98.190 0 0 1.422.962 728.955 0 0 85.285 0 228.820 268.065 4.549.634 42.045 305.300 234.654 79.615 0 51.900 50.338 21.000 96.737 273.089 132.775 0 0 0 19.090 31.960 1.338.503 525.812 844.110 375.714 633.335 0 150.090 50.338 21.000 1.519.699 1.002.044 132.775 0 85.285 0 247.910 300.025 5.888.137 3 11 8 5 0 3 2 1 11 12 2 0 2 0 3 2 65 253 271 76 304 0 52 0 0 668 287 0 0 51 0 108 109 2.179 Baden-W. Bayern Berlin Brandenburg Bremen Hamburg Hessen Mecklenburg-V. Niedersachsen Nordrhein-W. Rheinland-P. Saarland Sachsen Sachsen-A. Schleswig-H. Thüringen Gesamt bewilligte Anträge bewilligte Teilnehmende bewilligtes Budget im Rahmen der Akkred. in EUR Kurzzeit- projekte in EUR Gesamt- förderung in EUR Anteil des BL an allen akkred. Einricht. Mittel- anford. akkred. Einricht. Kurzzeit- projekte Bewilligte Anträge gesamt Teilneh- mende Akkred. Teilneh- mende Kurzzeit- projekte Teilneh- mende gesamt Akkred. Einricht. 2023 Akkred. Einricht. ab 2020 * Differenz rundungsbedingt Legende: Akkred.: Akkreditierte/Akkreditierung Einricht.: Einrichtungen BL: Bundesland Mittelanford.: Mittelanforderung * Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2024 44 Einzelstatistiken Erasmus+04 Tabelle_14 Partnerschaften in der Erwachsenenbildung 2021 bis 2023 2021 217 131 86 175 103 72 40.545.132 35.775.132 4.770.000 32.464.225 27.874.225 4.590.000 2022 227 107 120 86 26 60 38.900.000 32.030.000 6.870.000 11.060.000 7.610.000 3.450.000 2023 393 179 214 74 19 55 63.620.000 51.170.000 12.450.000 9.310.000 6.100.000 3.210.000 Anzahl der beantragten Partnerschaften insgesamt Anzahl der beantragten Kooperationspartnerschaften Anzahl der beantragten kleineren Partnerschaften Anzahl der geförderten Partnerschaften insgesamt Anzahl der geförderten Kooperationspartnerschaften Anzahl der geförderten kleineren Partnerschaften Budget beantragt in Euro insgesamt Budget beantragt in Euro für Kooperationspartnerschaften Budget beantragt in Euro für kleinere Partnerschaften Budget gefördert in Euro insgesamt Budget gefördert in Euro für Kooperationspartnerschaften Budget gefördert in Euro für kleinere Partnerschaften Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2024 45Jahresbericht 2022/2023 Ihr Kontakt in die NA beim BIBB 04 Infodesk 0228/107-1608 na@bibb.de Mo, Di, Do: 09:30 Uhr bis 15:00 Uhr, Mi: 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr, Fr: 09:30 Uhr bis 13:00 Uhr Inhaltliche Fragen Erasmus+ Mobilität in der Berufsbildung 0228/107-1555 mobilitaet-berufsbildung@bibb.de Mo, Di, Do und Fr: 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr Inhaltliche Fragen Erasmus+ Partnerschaften für Zusammenarbeit in der Berufsbildung 0228/107-1500 partnerschaften-berufsbildung@bibb.de Di und Do: 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr Inhaltliche Fragen Erasmus+ Mobilität in der Erwachsenenbildung 0228/107-1001 mobilitaet-erwachsenenbildung@bibb.de Mo, Mi, Do und Fr: 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr Inhaltliche Fragen Erasmus+ Partnerschaften für Zusammenarbeit in der Erwachsenenbildung 0228/107-1300 partnerschaften-erwachsenenbildung@bibb.de Mo, Di, Do und Fr: 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr Formale, finanzielle und vertragliche Fragen und Anwendung der Erasmus+ IT-Tools Leitaktion 1 Mobilität: 0228/107-1600 Leitaktion 2 Partnerschaften für Zusammenarbeit: 0228/107-1700 helpna@bibb.de Mo, Mi, Do und Fr: 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr (beide Hotlines) Erasmus+ Presseanfragen 0228/107-1641 gabriele.schneider@bibb.de AusbildungWeltweit 0228/107-1611 ausbildung-weltweit@bibb.de Hotline MeinAuslandspraktikum 0228/107-1646 meinauslandspraktikum@bibb.de Mo, Di, Do: 09:30 Uhr bis 15:00 Uhr, Fr: 09:30 Uhr bis 13:00 Uhr Beratungsservice für Auslandsaufenthalte in der Ausbildung (Ausbilderportal) 0228/107-1566 auslandsberatung-ausbildung@bibb.de Mo, Di, Do: 09:30 Uhr bis 15:00 Uhr, Fr: 09:30 Uhr bis 13:00 Uhr Europass 0228/107-1200 europass@bibb.de Di, Do: 09:30 Uhr bis 14:00 Uhr; Fr: 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr Nationale Koordinierungsstelle Europäische Agenda für Erwachsenenbildung 0228/107-1681 Agenda-Erwachsenenbildung@bibb.de Nationale Koordinierungsstelle EPALE 0228/107-1938 epale@bibb.de Ihr Kontakt in die NA beim BIBB 46 © N A b ei m B IB B © N A b ei m B IB B © E PA LE D eu ts ch la nd © N A b ei m B IB B / C hr is tia n M ey er © N A b ei m B IB B © E ur op ap ar la m en t © N A b ei m B IB B / a rg um , E in be rg er Nach Corona wieder in Präsenz – Jahrestagung 2022 in WeimarEPALE-Lightning Talk auf der re:Publica 2022 Andrang beim Stand von MeinAuslandspraktikum auf der Messe „Einstieg Berlin 2023" Europass-Verleihung (Europe for you) im Europäischen Parlament 2022 Gruppenaktivität - TCA „Going Green in Erasmus+" 2023 in Hamburg Impressionen aus den Jahren 2022 und 202304 Hybride Konferenz der Agenda Erwachsenenbildung 2023 47Jahresbericht 2022/2023 © N A b ei m B IB B © N A b ei m B IB B Ein überzeugter Europäer geht in Ruhestand – Verabschiedung Klaus Fahle 2023 Impressum 04 Impressum Herausgeber: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) 53142 Bonn Tel.: 0228 107-1608 E-Mail: infodienst@bibb.de Internet: www.na-bibb.de @nabibb_de @EUEB_de @meinauslandspraktikum Verantwortlich: Berthold Hübers Redaktion: Dr. Gabriele Schneider, Sigrid Dreissus-Meurer Redaktionsassistenz: Diana Katsch Redaktionsschluss: 05.02.2024 Auflage: 450 Gestaltung: Blueberry – Agentur für Design & Markenkommunikation, www.go-blueberry.de Druck: Kastner AG Gedruckt auf Recyclingpapier Nautilus Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) (NA beim BIBB) Friedrich-Ebert-Allee 114-116 53113 Bonn Tel.:: +49 (0)228 107 1608 www.na-bibb.de @nabibb_de @EUEB_de @meinauslandspraktikum www.na-bibb.de …