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[…] Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema für Wirtschaftsschülerinnen und -schüler, Wie könnte ein zukünftiger Job in einer „Green City“ aussehen?, Ökologische Ansätze in Kunsthandwerk und Kultur entdecken, Nachhaltigkeit ist der Sabel Wirtschaftsschule auch beim Thema Europa wichtig, Interesse geweckt? Erfahren Sie mehr über das Projekt „I imagine my job in the Green Deal Europe“ – unter diesem Motto besuchten vier Schülerinnen der Münchner Sabel Wirtschaftsschule eine Erasmus+-Partnerschule in Alfortville, Paris. Für ihre Reise mit dem thematischen Schwerpunkt Nachhaltigkeit nutzten sie die ErasmusDays. „Wie wollen Sie denn erreichen, dass weniger Plastik genutzt wird?“ , kritisch hakt die Journalistin bei der jungen Umweltexpertin nach. Jetzt kommt es auf eine überzeugende Antwort an, weiß diese. Denn das Interview wird gefilmt und soll andere motivieren, mehr Plastik einzusparen. Noch sind es nur Rollen, die Angelina, Anna, Elina und Aura in einem Workshop der Pariser Klima-Akademie spielen, aber Nachhaltigkeit und Umweltschutz könnten für die Schülerinnen der Sabel Wirtschaftsschule auch in zukünftigen Berufen wichtig werden. „Ich habe richtig viel dazu gelernt und eine andere Denkweise über dieses Thema bekommen“ , lobt Angelina den Workshop in ihrem Reisebericht. , Die Idee, die ErasmusDays 2024 für eine Reise mit dem thematischen Schwerpunkt Nachhaltigkeit zu nutzen, hatte Mariya Pachevska, Erasmus+-Projektkoordinatorin der Sabel Wirtschaftsschule. „Wie gestalten wir Wirtschaft, ohne die Natur zu zerstören?“ , sei eine Frage, die auch für die Schülerinnen und Schüler immer wichtiger werde, so Mariya Pachevska. „Nachhaltigkeit ist mit Zukunft verbunden“ , ergänzt sie. Schon jetzt werde das Fach „Mensch, Umwelt und Technik“ in den Jahrgangsstufen 5 bis 8 unterrichtet, ab nächstem Jahr käme Umweltökonomie als Vertiefung hinzu. Gemeinsam mit ihrer französischen Kollegin Marianne Masson, Lehrerin und Ökobeauftragte der Partnerschule im Pariser Vorort Alfortville, stellte Pachevska ein Programm zusammen, das die Schnittstellen von Nachhaltigkeit und Wirtschaft für Schülerinnen und Schüler beider Schulen konkret erlebbar werden ließ. und Schulleitungen. , Mit diesem Thema im Kopf lassen sich Städte neu entdecken: Anhand einer Führung durch die berufliche Gesamtschule in Alfortville erklären die französischen Schülerinnen und Schüler, welche berufspraktischen Fähigkeiten man für eine ökologische Transformation im Bauwesen braucht, etwa bei Klima- und Elektrotechnik. Die Jugendlichen beider Schulen besichtigen ein Plattenbau-Viertel in Alfortville, das durch ein ökologisch geplantes Wohnviertel ersetzt werden soll. Wie etwa Tageslicht und Sonnenwärme optimal ausgenutzt werden können, erläutert eine Ökoingenieurin das Architekturkonzept im Rathaus. Die Schülerinnen aus Deutschland haben sich bereits in der Vorbereitung der Reise intensiv mit dem Thema „Green City“, nachhaltige Stadtplanung, am Beispiel von München beschäftigt. Ihre Ergebnisse stellen sie in der Schule in Alfortville mit einer Präsentation vor – auf Englisch. Das Zero-Waste-Konzept und die vielen Parks der Stadt heben sie besonders hervor. Die Aussicht vom Eifelturm auf grüne Inseln inmitten des Häusermeers am nächsten Tag ist für die Jugendlichen gleichzeitig ein Blick auf grüne Stadtentwicklung und nachhaltige Verkehrsplanung. Thematisiert wird auch, welche Jobs in diesen Bereichen entstehen. Die Schülerinnen besuchen zusammen mit der französischen Klasse dazu auch eine Ausstellung im Pariser Rathaus. „Es ging um soziale Aspekte, Natur und wie Paris sich im Großen und Ganzen verändert hat; das war sehr spannend“ , schreibt Aura in ihrem Abschlussbericht. , Nachhaltigkeit zum Anfassen gibt es in einem Workshop, in dem die Schülerinnen und Schüler selbst Papier aus Altpapier schöpfen und Dekorationen für die Feste am Jahresende, Halloween und Weihnachten, herstellen. Und sogar das Kulturprogramm hat einen Bezug zur Ökologie. Die Schülerinnen und Schüler besuchen gemeinsam mit der französischen Klasse die Philharmonie in Paris, wo sie einer pädagogisch begleiteten Aufführung der „Symphonie des Waldes“ von Komponistin Rita Strohl lauschen. Anschließend reflektieren sie anhand eines Fragebogens, wie die Künstlerin Geräusche und Klänge in der Natur in Musik übersetzt hat. Und mit „Jonny Apple“, einem Apfelbaum, den die Münchner Schülerinnen mit den französischen Gastgebenden gemeinsam im Schulgarten gepflanzt haben, bleibt ein lebendiges und nachhaltiges Zeichen der ErasmusDays 2024 in Alfortville zurück. , Finanziert wurde die Reise mit Mitteln aus dem Programm Erasmus+. Seit 2021 ist die Sabel Wirtschaftsschule München im Programm Erasmus+ akkreditiert. „Das bringt uns Flexibilität, wie wir die Mittel einsetzen“ , erklärt Mariya Pachevska. „Wir bauen dabei auf zwei Säulen: Berufsbezogene Praktika für Schülerinnen und Schüler, für das Fachpersonal Hospitationen bei europäischen Partnern. Und seit 2024 sind auch kleinere Projekte, wie etwa die Parisreise, möglich.“ Für Schulleitung und Geschäftsführung der Sabel Wirtschaftsschule sei das Thema Europa sehr wichtig, erklärt sie. So hätte Schulleiter Heinz Rösner die Einrichtung ihrer Stelle als Erasmus+-Projektkoordinatorin sehr unterstützt. Auch die Reise nach Paris hat er begleitet. Die Schule hat auf Initiative Pachevskas außerdem ein Fach „Projekt: Europa kennenlernen“ eingerichtet, das klassenweise in der 7. und/oder 8. Klasse stattfindet. Themen sind neben der jeweiligen Erasmus+-Projektvorbereitung oder Planung von Auslandsaufenthalten beispielsweise die Geschichte Europas oder die Europawahlen. Aber auch Feiern anlässlich des Europatages oder der ErasmusDays werden im Projektunterricht vorbereitet. „Jeder an der Schule weiß, was Erasmus ist“ , freut sich Pachevska. Für die Jugendlichen bietet Erasmus+ nicht nur die Möglichkeit mit der Teilnahme an einem Lernaufenthalt im Ausland den begehrten Europass zu erhalten, der für zukünftige Arbeitgebenden interessant ist. Für eine Schule mit vielen Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist das Thema Europa auch eine Chance, sich mit ihren Erfahrungen einzubringen, etwa mit Berichten über das Leben in den Herkunftsländern ihrer Familien. Für 2025 plant Mariya Pachevska mit Schülerinnen und Schülern einen Besuch in Brüssel, um die wirtschaftlichen Aspekte europäischer Politikplanung zu erkunden. Zukunft und Beruf bleibt so ein wichtiges Thema für zukünftige Erasmus+-Projekte an der Sabel Wirtschaftsschule. Wir von der NA beim BIBB würden uns sehr freuen, wenn dieser Besuch auf die ErasmusDays fallen würde!! …

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Berufsbildung mit Erasmus+ an der Lore-Lorentz-Schule

Praxisnah, digital und international

[…] Internationale Erfahrung ist Qualifikation für Beruf und Leben, Internationale Praktika und Austausch sind auf Bildungsgänge zugeschnitten , In der Praxis anwenden, was man in der Schule lernt, Gezielt berufliche Qualifikationen erwerben und nebenbei den Horizont erweitern, Digitale Medien unterstützen Schülerinnen und Schüler vor, während und nach dem Praktikum, Gute Vorbereitung macht fit für die Rolle im direkten Kontakt Ob Wintercamp in Norwegen, Forschung am CERN oder Business-Englisch in Dublin: Schülerinnen und Schüler der Lore-Lorentz-Schule in Düsseldorf sammeln mit Erasmus+ berufspraktische Erfahrungen , die eng an ihre jeweiligen Bildungsgänge angebunden sind. Dabei fördert die Schule digitale Kompetenzen und bereitet so gezielt auf die heutige Arbeitswelt vor. , In den Bergen um Harstad im Norden Norwegens herrscht im April 2025 noch tiefer Winter. Simon Wittig, 19 Jahre, tritt den hohen Schnee mit seinen Skiern platt, denn gleich wollen er und seine norwegischen Begleiter/innen hier ein Zelt aufbauen. Cathy Maria Leidolf, 18 Jahre, steht im Juni 2025 in einem Labor bei Genf und gibt Daten in eine Excel-Tabelle ein. Um sie herum erstreckt sich das Gelände von CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung. November 2025, Nokwanda Jila betritt ein altes Backsteingebäude in Dublin, Irland. Sie ist auf dem Weg zu ihrem Englisch-Kurs in einer Sprachenschule im Herzen der Stadt. Was Simon, Cathy Maria und Nokwanda gemeinsam haben? Sie alle sind Schüler/innen der Lore-Lorentz-Schule in Düsseldorf und haben mit Erasmus+ berufliche Erfahrungen gesammelt. , „Wir wollen als Berufskolleg und Berufliches Gymnasium unsere jungen Leute für ihren Beruf und ihr Leben ausbilden“, erklärt Walburga Grabsch-Rössler, Bereichsleitung Europa und Erasmus+. Seitdem die Schule 2020 eine Erasmus+ Akkreditierung erworben hat, hat sie ihr Programm von zwei Bildungsgängen auf acht ausgeweitet. Durch berufliche Auslandsaufenthalte, so ein Leitgedanke der Schule, werden Schüler/innen gezielt auf eine Zukunft in europäischen Arbeits- und Lebenswelten vorbereitet. Dabei spielt der Erwerb digitaler Kompetenzen eine ebenso zentrale Rolle wie die Fokussierung auf berufspraktische Fähigkeiten. Aber, so betont Grabsch-Rössler, „es geht nicht darum, nur irgendetwas Internationales oder Digitales zu machen, es muss immer etwas sein, das mit den Schüler/innen zu tun hat.“ Deshalb haben sie und ihre Kolleg/innen unterschiedliche Konzepte für die im Lehrplan vorgesehenen Berufspraktika entwickelt. , „Ich könnte jetzt eine Gruppe zum Skilanglauf anleiten“, berichtet etwa Simon, der neben dem Abitur auch einen Abschluss als Freizeitsportleiter erwerben wird, von seinen Erfahrungen im Austausch nach Norwegen. Simon hat zudem trainiert, GPS als digitales Werkzeug zur Orientierung im Gelände einzusetzen, als es bei einer Skilanglauf-Tour galt, als erstes Team von Schüler/innen beider Länder den vereinbarten Endpunkt zu erreichen. Besonders beeindruckt war Simon aber „vom Wildcampen im Winter, davon, ein Zelt im Schnee aufzubauen, Feuer zu machen, gemeinsam dort zu kochen.“ Der Austausch zwischen der berufsbildenden Schule in Norwegen und der Lore-Lorentz-Schule sei, passend zum Berufsbild von Freizeitsportleiter/innen, auf „Kooperation und Wettkampf“ ausgelegt, erklärt Grabsch-Rössler. Weil auch Selbstständigkeit ein wichtiges Lernziel ist, haben die Schüler/innen beider Seiten die jeweiligen Aktivitäten des Austauschs selbst vorbereitet. , „In meinem Praktikum am CERN habe ich unter anderem Temperatursensoren angeschlossen und digital ausgelesen, zudem habe ich eine Halterung für eine technische Komponente entworfen und am 3D-Drucker ausgedruckt.“, erzählt Cathy Maria, angehende Abiturientin und zukünftige physikalisch-technische Assistentin. „Die Arbeit am CERN war mega-toll, ich habe mich sehr willkommen gefühlt“, ergänzt sie. Mit technischen Messinstrumenten umzugehen, hatte Cathy Maria an der Lore-Lorentz-Schule bereits gelernt, ebenso wie man digitale Messprotokolle führt und Daten mittels Graphen darstellt. Dass sie diese Kenntnisse als Teil eines Teams an einer der weltweit wichtigsten Forschungseinrichtungen für Grundlagen-Physik einsetzen konnte, hat sie begeistert. „Beeindruckt hat mich auch, in einem Team mit Wissenschaftler/innen aus allen Ecken der Welt, mit den verschiedensten kulturellen Hintergründen, zu arbeiten“, so Cathy Maria. Verständigt hätte sie sich auf Deutsch und Englisch, berichtet sie. , „Eigentlich bin ich eine schüchterne Person“, erzählt Nokwanda, „aber durch den Aufenthalt in Dublin bin ich offener geworden.“ Nokwanda wird mit ihrer Fachhochschulreife einen Abschluss im Bereich International Business & Languages als kaufmännische Assistentin erlangen. An der Horner School of English in Dublin hat sie einen drei-wöchigen Sprachkurs in Business-English gemacht und mit einem Zertifikat des C1-Levels abgeschlossen. „Obwohl der Unterricht von 9:30 bis 17:00 Uhr ging, war es nicht anstrengend, weil man nur ein Fach hat und sich darauf konzentrieren kann“, berichtet Nokwanda. In Dublin wohnt sie bei einer Gastfamilie und nutzt ihre Freizeit, um allein die Stadt zu entdecken. , Im Sinne einer „Blended Mobility“ hat die Lore-Lorentz-Schule digitale Werkzeuge unabhängig von fachspezifischen Anwendungen für jede Phase der Mobilität etabliert. „Mittwochs hatte ich immer einen Teams-Call mit meiner Lehrerin, Frau Boegen, und freitags habe ich ihr einen kleinen E-Mail-Bericht zur Woche geschickt“, erzählt Nokwanda. Cathy Maria hat per E-Mail Kontakt zum CERN aufgenommen und ein Bewerbungsgespräch über Teams geführt, ebenso wie Vorbereitungsgespräche mit ihrem dortigen Betreuer. Simon hat Absprachen mit seinem norwegischen Austauschpartner per Snapchat getroffen. Nach den gegenseitigen Besuchen haben sich alle norwegisch-deutschen Schüler/innen per Teams getroffen und die Erfahrungen ausgewertet. , Digitale Kommunikationswerkzeuge gehören zur Arbeitsrealität vieler Betriebe, sagen Walburga Grabsch-Rössler und Nokwandas Lehrerin und Bildungsgangleiterin Marie Boegen. Trotzdem bleibt der persönliche Kontakt wichtig. „Wenn ich die Möglichkeit habe, besuche ich die Schülerinnen und Schüler vor Ort – das legt oft den Grundstein für weitere Kooperationen“, betont Boegen. Entsprechend praktisch werden auch die Jugendlichen auf ihre Auslandserfahrung vorbereitet: Sie setzen sich mit Dresscodes und beruflicher Etikette auseinander, üben den Umgang mit stressigen Situationen und reflektieren Rollenunterschiede im Arbeitsalltag. Ein Ausreiseseminar ergänzt die Vorbereitung. Die Lernziele werden verbindlich festgelegt. Im Bildungsgang von Nokwanda ist für die Vorbereitung sogar eine wöchentliche Schulstunde vorgesehen. Und auch für Nachwuchs ist gesorgt: Simon, Cathy Maria und Nokwanda müssen bzw. mussten ihre Erfahrungen dem nachfolgenden Jahrgang vorstellen - in einer klassischen PowerPoint-Präsentation. …

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Als Erzieherin in Wien

Das geht im berufspraktischen Jahr mit Erasmus+

[…] Europäische Kontakte bilden die Basis , Praktische Kompetenzen erwerben , Komfortzone verlassen und neue Erfahrungen machen, Persönliche Fähigkeiten entwickeln und Wissen erweitern Ausbildung über europäische Grenzen hinweg ist auch für Erzieherinnen und Erzieher sowie für Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger möglich. Katharina Alektorov ist eine von ihnen. Sie hat mit uns über ihre Erfahrungen gesprochen. Katharina Alektorov ist etwas mulmig zumute: Sie soll einen kleinen Jungen aus einem Kindergarten abholen, der kurzfristig in einem Krisenzentrum für Kinder und Jugendliche in Wien untergebracht wurde. Es ist Katharinas zweiter Arbeitstag an ihrem neuen Ausbildungsplatz im Krisenzentrum. Dort werden Kinder, die in ihren Familien nicht mehr sicher sind, übergangsweise für sechs Wochen aufgenommen, bis eine Lösung für sie gefunden wird. Katharina ist selbst erst seit wenigen Tagen in Wien. In Diez, der Stadt an der Lahn in Deutschland, in der Katharina sonst lebt, gibt es weder U- noch Straßenbahnen. Wird sie sich zurechtfinden im Verkehrsnetz der Großstadt, um ein verunsichertes Kind sicher in das Krisenzentrum zurück zu begleiten? Aber alles geht gut. „Ich war positiv überrascht, wie unkompliziert der öffentliche Verkehr in dieser Riesenstadt funktioniert“, so Katharina. Auch der Kontakt zu dem Jungen gelingt ihr, so dass er vertrauensvoll mit zurück in das Krisenzentrum kommt. Insgesamt sechs Monate ihres berufspraktischen Jahres in der Ausbildung zur Erzieherin hat die 23-jährige Katharina von August 2019 bis Januar 2020 in Wien absolviert. Einen Teil der Ausbildung im Ausland zu machen, ist bislang eher ungewöhnlich für Erzieherinnen und Erzieher. Dass es Katharina möglich war, verdankt sie dem Erasmus+-Projekt der Adolf-Reichwein-Schule Limburg ( ARS ), einer Beruflichen Schule, an der sie ihre Ausbildung gemacht hat. Sechs Auszubildende zur Erzieherin/zum Erzieher oder zur Heilerziehungspflegerin/zum Heilerziehungspfleger hat die ARS zwischen 2018 und 2020 dabei unterstützt, die Hälfte ihres berufspraktischen Jahres im europäischen Ausland zu machen. , Seit 2006 pflegt die Schule Kontakte zu Austausch-Partnern in ganz Europa, unterstützt von Erasmus+, berichtet Thomas Höltken, Lehrer im Fachbereich Sozialwesen an der Adolf-Reichwein-Schule. Zusammen mit seinem Kollegen Dirk Spilling ist er seit 2014 für die Organisation der Auslandsaufenthalte der angehenden Erzieherinnen und Erzieher sowie der Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger verantwortlich. Bislang gab es Kooperationen mit Schulen in über zehn unterschiedlichen Ländern von England und Schweden über Rumänien bis zu Österreich. Machen die Auszubildenden während ihrer Schulzeit ein Auslandspraktikum, so bleiben sie in der Regel fünf Wochen, im berufspraktischen Jahr fördert Erasmus+ sogar einen sechsmonatigen Aufenthalt. Insgesamt haben 40 Auszubildende zwischen 2018 und 2020 diese Möglichkeiten genutzt. , „In die Schule oder den Kindergarten bringen, kochen, Hausaufgaben erledigen, Hygiene – die Kinder im Krisenzentrum habe ich im gesamten Alltag begleitet“, erklärt Katharina. „Hinzu kamen Krisengespräche im Team“, berichtet sie, „mir wurden von Anfang an viele Aufgaben und Verantwortung übertragen, dafür bin ich dankbar“, unterstreicht Katharina. Insgesamt bietet das Krisenzentrum Lebensraum für acht Kinder zwischen drei und fünfzehn Jahren, „jedoch gab es auch Tage, an denen wir bis zu zwölf Kinder und Jugendliche im Krisenzentrum hatten“, berichtet Katharina. Dass sie als vollwertiges Mitglied des jungen Teams eingesetzt wurde, war einer der Vorteile davon, dass sie insgesamt ein halbes Jahr in der Einrichtung gearbeitet hat – ausreichend Zeit, sich in Abläufe und Strukturen einzufinden. „Einiges hatte ich natürlich in der Schule gelernt über Erziehungshilfen, vieles habe ich aber auch intuitiv gemacht.“ , „Rauskommen – für manche ist es das erste Mal –, verschiedene Dinge alleine regeln müssen“, löse bei vielen Auszubildenden „einen Persönlichkeitsschub aus, der den Geist öffnet“, so Höltken. Katharina kann das bestätigen: „Raus aus der Komfortzone, das war spannend – bis dahin hatte ich bei meinen Eltern gelebt.“ In Wien lebt sie nacheinander in zwei verschiedenen WG s, erkundet die Stadt in ihrer Freizeit mit ihren Mitbewohnerinnen per Bus und Bahn. „Ich habe viel gelernt, auch einmal spontan etwas umzuplanen.“ Katharina, deren Familie russische Wurzeln hat, war zudem begeistert, wie viele verschiedene Menschen aus verschiedenen Ländern in Wien leben. , Die Kontakte der Schule ins Ausland waren einer der Gründe für Katharina, sich für die Ausbildung an der ARS und nicht an einer anderen Schule zu entscheiden. Auch Thomas Höltken ist sich sicher, dass die Auslandspraktika die Ausbildung an der ARS attraktiv machen. Die Auszubildenden würden durch den Vergleich positiv angeregt, ihren Beruf und ihr Wissen zu reflektieren, so Höltken. „In Schweden zum Beispiel gibt es viele Parallelen zu kindlicher Früherziehung in Deutschland, in England aber ruft die eine oder andere pädagogische Aktion vielleicht Fragezeichen hervor,“ so Höltken. Zudem erfahren die Auszubildenden zum Beispiel, dass die Tätigkeit, die der eines Erziehers oder einer Erzieherin in Deutschland nahekommt, in England ein Studienberuf ist. Auch Sprachkompetenzen würden trainiert, insbesondere bei einem Austausch in englischsprachige Länder. All dies sei auch von Vorteil für künftige Bewerbungen. Ein Auslandsaufenthalt signalisiere potentiellen Arbeitgebenden „ich kann das, ich traue mir etwas zu.“ Nicht zuletzt sind die europäischen Kontakte auch für Höltken und seinem Team wichtig: „Der Austausch ist nicht nur zwischenmenschlich ein großer Gewinn!“ Das zweite Halbjahr ihrer berufspraktischen Ausbildung hat Katharina in einer Dorf- Kita in Flacht an der Aar gemacht. Dort ist sie jetzt auch als Erzieherin angestellt, die Arbeit macht ihr Spaß. Aber noch einmal im Ausland zu arbeiten, um Neues kennenzulernen – das kann sie sich auch für die Zukunft sehr gut vorstellen …

Publikation

Von der Lernvereinbarung zum Europass Mobilität

Unterrichtsmaterialien für Bildungspersonal zur kooperativen Gestaltung transnationaler Mobilität

[…] Lernende in wesentliche Schritte ihres transnationalen Mobilitätsprojektes aktiv einzubeziehen, hat sich bewährt. Die Unterrichtsmaterialien „Von der Lernvereinbarung zum Europass Mobilität“ richten sich an Bildungspersonal in beruflichen Bildungseinrichtungen und bieten Unterstützung bei der Planung und der Durchführung von Lerneinheiten, mit denen Auszubildende bereits im Vorfeld ihres Auslandsaufenthaltes in die Lage versetzt werden, Lernergebnisse zu ermitteln, zu formulieren und zu dokumentieren. …

[…] Dieses Handbuch soll Erwachsenenbildungsanbietern dabei helfen, erfolgreiche Erasmus+-Lernaktivitäten für Erwachsene im Ausland zu planen, zu organisieren und durchzuführen. …

[…] Übersetzt aus dem Englischen von Praktische Empfehlungen zur Ausrichtung Ihrer internationalen Projekte an den Prioritäten der Programme Erasmus+ und Europäisches Solidaritätskorps Prioritäten setzen, Potentiale ausschöpfen OeaD Sind Sie bereit, das Potenzial der Programme Erasmus+ und Europäisches Solidaritätskorps voll auszuschöpfen? Möchten Sie lernen, wie Sie die horizontalen Prioritäten der Programme besser in Ihre Tätigkeit integrieren können? Die folgenden Ausführungen sollen Ihnen zeigen, wie Sie die vier horizontalen Prioritäten auf Ihre Projektidee anwenden können – unabhängig davon, in welchem Bereich Sie tätig sind. Jedes Projekt ist einzigartig und orientiert sich an den spezifischen Bedürfnissen der Teilnehmenden und der beteiligten Organisationen. Die Art und Weise, wie die Prioritäten umgesetzt werden, ist von Projekt zu Projekt verschieden. Auch die Strukturierung der hier bereitgestellten Informationen variiert je nach Priorität – entdecken Sie, was für Sie am besten passt! Erasmus+ ist das EU-Programm, das die allgemeine und berufliche Bildung, die Jugend und den Sport in Europa (und darüber hinaus) durch Mobilitäts- und Kooperationsmöglichkeiten unterstützt. Das Europäische Solidaritätskorps unterstützt junge Menschen dabei, sich durch Freiwilligenarbeit und Solidaritätsaktionen für das Gemeinwohl zu engagieren. Beide Programme fördern Inklusion und Vielfalt, Umwelt- und Klimaschutz, digitalen Wandel und demokratische Teilhabe. Doch was bedeuten diese Prioritäten konkret für Ihr Projekt – und warum sind sie wichtig? Textredaktion: Susie Nicodemie Grafische Gestaltung: www.wearestardust.be Wir danken den SALTO Resource Centres, den nationalen Agenturen und den Projektträgerinnen und Projektträgern, die uns bei der Erstellung und Erprobung des Handouts unterstützt haben. MEHR DAZU: Übersetzung aus dem Englischen: OeAD-GmbH — Agentur für Bildung und Internationalisierung, Ebendorferstraße 7, 1010 Wien LINKTR.EE/ UNLOCK_PRIORITIES https://linktr.ee/unlock_priorities https://linktr.ee/unlock_priorities INKLUSION & VIELFALT In Erasmus+ und dem Europäischen Solidaritätskorps soll sichergestellt werden, dass alle Menschen – unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen – Zugang zu den angebotenen Möglichkeiten erhalten. Hierfür bieten beide Programme verschiedene Hilfestellungen und Ressourcen an, um bestehende Hürden für eine Teilnahme zu verringern und zu überwinden. Bei diesen Hürden kann es sich um gesundheitliche Probleme, soziale oder kulturelle Herausforderungen, wirtschaftliche oder geografische Barrieren, Bildungsnachteile, Diskriminierung oder jegliche andere Form von Einschränkungen handeln. Europäische Projekte sollen inklusiv und zugänglich sein und Vielfalt in all ihren Formen einbinden. Sie sollen Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen ansprechen und diese Diversität als wertvolle Lernchance anerkennen. Ein gleichberechtigtes und respektvolles Umfeld sollte in allen Projekten aktiv gefördert werden. . TEILHABE AM DEMOKRATISCHEN LEBEN, GEMEINSAME WERTE UND BÜRGERSCHAFTLICHES ENGAGEMENT Die Mitwirkung an demokratischen Prozessen ist entscheidend für das Wachstum und die Entwicklung der Gesellschaften in Europa und darüber hinaus. Dazu gehört es, die erforderlichen Kompetenzen zu fördern und vielfältige Wege zu schaffen, um die Bedürfnisse der Menschen wahrzunehmen und einzubeziehen. Die EU- Programme unterstützen dabei, Hindernisse abzubauen und aktives Engagement sowie Teilhabe zu erleichtern. Europäische Projekte sollen alle Menschen, die sich engagieren möchten, dabei unterstützen, ihr Recht auf Mitbestimmung wahrzunehmen und die notwendigen Kompetenzen für eine aktive Bürgerschaft zu entwickeln. Dabei sollten partizipative Methoden zum Einsatz kommen, die zur aktiven Beteiligung motivieren. Außerdem ist es wichtig, Projekte gemeinsam mit unterschiedlichen Beteiligten zu planen und umzusetzen. NACHHALTIGKEIT UND KLIMAWANDEL Umwelt- und Klimabelastungen betreffen uns alle. Daher ist es wichtig, dass Menschen die ökologischen Herausforderungen verstehen und sowohl ihr Wissen als auch ihre Bereitschaft stärken, aktiv zu einer nachhaltigeren Zukunft beizutragen. Die Förderung von Lernprozessen und Maßnahmen für den grünen Wandel (sowohl im formellen als auch im informellen Bereich) ist eine Priorität der Programme Erasmus+ und Europäisches Solidaritätskorps. Aktivitäten in europäischen Projekten sollten ressourcenschonend und umweltbewusst umgesetzt werden. Dabei gilt es, nachhaltiges und verantwortungsvolles Handeln sowohl bei den Teilnehmenden als auch bei den beteiligten Organisationen zu unterstützen und zu stärken. DIGITALER WANDEL Der fortschreitende digitale Wandel beeinflusst unsere Gesellschaften und Volkswirtschaften kontinuierlich. Er eröffnet neue Möglichkeiten des Lernens, der Ausbildung, der Arbeit, der aktiven gesellschaftlichen Teilhabe, der Unterhaltung und der Kommunikation. Digitale Fertigkeiten und Kompetenzen sind dabei zentrale Bausteine für soziale Inklusion, aktive Bürgerschaft, Beschäftigungsfähigkeit, Produktivität, Sicherheit und Wachstum. Die beiden Programme tragen zu inklusiveren und geeinten, umweltfreundlicheren und digital fitten Gesellschaften bei. Europas Innovationskraft sowie die Entwicklung digitaler Kompetenzen und Fähigkeiten in zukunftsweisenden Bereichen wie Klimaschutz, saubere Energie, künstliche Intelligenz, Robotik und Big-Data-Analyse sind entscheidend für ein nachhaltiges Wachstum und den Zusammenhalt Europas in der Zukunft. . .3 WIE WÜRDEN SIE DIESE PRIORITÄTEN IN IHREM PROJEKT MITEINANDER VERBINDEN? PRIORITÄTEN ÜBERSCHNEIDEN SICH Obwohl es sich um vier unterschiedliche Prioritäten handelt, überschneiden sie sich häufig in erheblichem Maße. Ein wesentlicher Beitrag zur Inklusion besteht beispielsweise darin, sicherzustellen, dass Menschen aus unterrepräsentierten Gruppen aktiv an Entscheidungsfindungen teilnehmen können. Gleichzeitig kann der gezielte Einsatz digitaler Werkzeuge Projekte verbessern, indem sie ökologisch nachhaltiger, inklusiver und partizipativer gestaltet werden. Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen bringen ihre Stimme und Fähigkeiten vielfältig ein, indem sie verschiedene Formen der Partizipation nutzen (etwa durch ihr Engagement in Projekten), um Nachhaltigkeit und Inklusion voranzubringen. Es ist entscheidend, diese Verbindungen zwischen den Prioritäten zu erkennen und gezielt zu nutzen. Durch die Berücksichtigung mehrerer Prioritäten innerhalb einer Initiative können umfassendere und wirkungsvollere Projekte entstehen. . .4 Verknüpfung der Prioritäten mit Ihrem Projekt LASSEN SIE SICH VON DEN FOLGENDEN PROJEKTBEISPIELEN INSPIRIEREN! Diese Projekte aus verschiedenen Bereichen und Organisationen sind bestrebt, unterschiedliche Prioritäten zu verbinden. Wo erkennen Sie in den Beispielen welche Priorität? Was können Sie daraus lernen? Was würden Sie anders machen? NACHHALTIGE ENTSCHEIDUNGEN – EIN PROJEKT FÜR GRUNDSCHULKINDER Im Rahmen dieses Projekts lernten Grundschulkinder, wie sie im Alltag umweltfreundliche Entscheidungen treffen können. Auch Kinder aus sozial und wirtschaftlich benachteiligten Lebensverhältnissen waren beteiligt. Sie lernten die Bedeutung von Nachhaltigkeit kennen, erfuhren, wer Einfluss auf umweltbezogene Entscheidungen hat, und diskutierten darüber, welche Veränderungen sie selbst – sowohl zu Hause als auch im Klassenzimmer – umsetzen könnten. Ein besonderes Highlight des Projekts war die Nutzung einer Virtual-Reality-Umgebung (VR), in der die Kinder ein interaktives Spiel zum Thema Recycling und nachhaltiges Handeln erkundeten. JUGENDPROJEKT ZU SOCIAL MEDIA UND GESELLSCHAFTLICHEM ENGAGEMENT Eine Gruppe junger Menschen realisierte ein internationales Projekt mit dem Ziel, sich intensiver mit sozialen Medien auseinanderzusetzen und die dabei gewonnenen Erkenntnisse zu teilen. Im Verlauf des Projekts beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den Umweltauswirkungen der von ihnen genutzten digitalen Werkzeuge. Eine besondere Herausforderung nahmen sie mutig an: einen ganzen Tag lang vollständig auf soziale Medien zu verzichten. Während sie ihr eigenes Nutzungsverhalten reflektierten, wie sie soziale Medien bewusster und sinnvoller einsetzen könnten, nahmen sie Kontakt zu Influencer/innen mit Behinderungen auf. Gemeinsam diskutierten sie die bedeutende Rolle, die soziale Medien für gesellschaftliches Engagement spielen – sei es beim Austausch mit politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern, beim Aufbau von Gemeinschaften oder beim Verbreiten wesentlicher Informationen. PROJEKT DEMOKRATIE UND DIGITALE PARTIZIPATION Eine vielfältige Gruppe erwachsener Lernender – mit und ohne Lernschwierigkeiten – kam im Rahmen eines Projekts zusammen, das sich mit dem Thema Demokratie beschäftigte. Die Teilnehmenden lernten verschiedene Wege kennen, sich aktiv an Entscheidungsprozessen zu beteiligen, und setzten sich dabei auch mit vorhandenen diskriminierenden Barrieren auseinander. Das gesamte Projekt war partizipativ gestaltet: Die Gruppe war kontinuierlich in Entscheidungsprozesse eingebunden. Zudem wurden umweltfreundliche Praktiken erprobt – etwa die Anreise mit dem Zug oder die bewusste Wahl veganer Verpflegung. Zum Abschluss traten die Teilnehmenden in den Dialog mit lokalen und nationalen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern, um sich für inklusivere Strukturen in Bereichen wie Bürgerhaushalt, Wahlen und öffentliche politische Debatten einzusetzen. INITIATIVE FÜR INKLUSIVE HOCHSCHULEN Mehrere Hochschulen kooperierten im Rahmen einer Partnerschaft mit gemeinnützigen Organisationen, um ihre Arbeit mit der LGBTQIA+-Community gezielt zu verbessern. Gemeinsam identifizierten sie bestehende Hürden für Studierende und Mitarbeitende. Das Projekt förderte ein tieferes Verständnis für die spezifischen Bedürfnisse der Community und unterstützte die Entwicklung inklusiverer und besser zugänglicher Strukturen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Optimierung digitaler Lernumgebungen – etwa durch die Einführung barrierefreier Software und geeigneter Online-Lernwerkzeuge. Zusätzlich umfasste das Projekt auch gezielte Lobbyarbeit, um Veränderungen auf institutioneller und nationaler Ebene anzustoßen und so eine inklusivere Studienerfahrung für alle zu ermöglichen. . .5 Verknüpfung der Prioritäten mit Ihrem Projekt WAS KÖNNEN SIE AUS DIESEN PROJEKTBEISPIELEN LERNEN? WIE WÜRDEN SIE IHRE ERKENTNISSE UMSETZEN? Wenden Sie sich an Ihre nationale Agentur oder Ihr nationales Erasmus+ Büro. Diese können Sie nicht nur bei der Entwicklung und Umsetzung Ihres Projekts unterstützen, sondern auch Schulungen anbieten oder empfehlen. So können Sie Ihr Wissen erweitern und sich mit anderen austauschen, die an ähnlichen Themen und Zielen arbeiten. Ferner stellen die SALTO Resource Centres Informationen, Schulungen, Tools und Unterstützung für Ihre Projekte zur Verfügung. UMWELTPROJEKT FÜR BERUFSSCHÜLER/INNEN Berufsschüler/innen aus zwei verschiedenen Ländern beschäftigten sich im Rahmen ihres Projekts mit lokalen Umweltproblemen und wie man diese lösen kann. Gemeinsam entwickelten sie eine App, mit der Umweltschäden nicht nur erfasst, sondern direkt an zuständige Behörden gemeldet werden können. Innerhalb der Gemeinden entwickelte sich die App auch zu einem wichtigen Tool, mit dem Freiwillige für die Behebung von Umweltproblemen mobilisiert werden konnten. Während der Projektarbeit lernten die Schüler/innen nicht nur von- und miteinander, sondern auch von Expertinnen und Experten zu den Themen Umweltschutz, digitale Werkzeugentwicklung und kommunale Entscheidungsprozesse. SPORT FÜR PARTIZIPATIVES LERNEN NUTZEN Sportorganisationen brachten Gruppen junger Frauen mit Migrationshintergrund zusammen, um ihre Kompetenzen als Trainerinnen im Mädchenfußball zu stärken. Der Fußballsport diente dabei als Ausgangspunkt für Gespräche über gesellschaftliche Teilhabe – insbesondere über die Rolle der Frau in der Gesellschaft. Außerdem sammelten die Teilnehmerinnen Spenden, um das Umfeld des Sportplatzes durch die Pflanzung von Bäumen und Sträuchern aufzuwerten, und machten mit lokalen sowie sozialen Medien auf ihre Initiative aufmerksam. Durch den Sport und weitere gemeinschaftliche Aktivitäten gewannen die jungen Frauen (viele von ihnen aus sozioökonomisch benachteiligten Verhältnissen) an Selbstvertrauen und wurden ermutigt, sich aktiv in ihre Gemeinschaft einzubringen. Das Projekt zeigte eindrucksvoll, wie Sport junge Frauen dabei unterstützen kann, sich selbst besser kennenzulernen, ihr Umfeld bewusst wahrzunehmen und positive Veränderungen in ihrer Gemeinschaft anzustoßen. PROBIEREN SIE ES AUS! MEHR DAZU: . .6 LINKTR.EE/ UNLOCK_PRIORITIES https://linktr.ee/unlock_priorities https://linktr.ee/unlock_priorities Wie können Sie (mehr) Inklusion und Vielfalt in Ihr Projekt bringen? UM MEHR MENSCHEN MIT GERINGEREN CHANCEN IN IHR PROJEKT EINZUBEZIEHEN: Arbeiten Sie mit Projektpartnern zusammen, die gezielt mit Menschen mit geringeren Chancen arbeiten (z. B. Sonderschulen, soziale Dienste, Inklusionsorganisationen...). Stellen Sie sicher, dass auch Ihre Projektpartner aktiv Menschen mit geringeren Chancen erreichen und einbinden. Prüfen Sie Ihre Vorgehensweise und Veranstaltungsorte auf Hindernisse, die (unbeabsichtigt) Personen ausschließen könnten. Zeigen Sie in Ihrem Förderantrag, dass sie DIE ZIELGRUPPEN (mit geringeren Chancen), mit denen Sie arbeiten möchten, genau KENNEN. Legen Sie dar, welche Motivation, Kompetenzen und Erfahrungen Sie im Umgang mit diesen Gruppen mitbringen. Beschreiben Sie die spezifischen Bedürfnisse der Zielgruppen, beispielsweise: die notwendige Unterstützung, damit alle gleichberechtigt teilnehmen können (z. B. Begleitpersonen, Trainer/innen, Gebärdensprachdolmetscher/innen...); zusätzliche finanzielle Mittel für besondere Bedürfnisse oder für vorbereitende Besuche (um z. B. einen Ort für Ihre Aktivitäten vorab zu besichtigen); eine gezielte Vorbereitung, inklusive Methoden und Nachbereitung, die auf die spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Erasmus+ und das Europäische Solidaritätskorps fördern Chancengerechtigkeit und Fairness, indem sichergestellt wird, dass die Teilnahme für alle offen und zugänglich ist – unabhängig von den individuellen Herausforderungen, denen Menschen begegnen. Personen, die mit Hindernissen konfrontiert sind, haben oft weniger Chancen zur Teilhabe als andere. Durch gezielte Unterstützung und passende Ressourcen können Sie Ihr Projekt für Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen öffnen. Sehen Sie sich diese Empfehlungen an, um Ihre Projekte inklusiver zu gestalten! UM MEHR INKLUSION UND VIELFALT IN IHRE PROJEKTE ZU BRINGEN: Beziehen Sie Menschen mit geringeren Chancen aktiv in alle Phasen Ihres Projekts ein (zu jedem Thema) = inklusives Projekt. Greifen Sie Themen rund um Inklusion und Vielfalt auf = Projekt über Inklusion. Oder beides: Binden Sie Menschen mit geringeren Chancen in ein Projekt ein, das sich mit Inklusion und Vielfalt beschäftigt. . .7 Wie können Sie (mehr) Inklusion und Vielfalt in Ihr Projekt bringen? Erstellen Sie im Vorfeld eine Liste mit Notfallkontakten, die während einer Auslandsaktivität kontaktiert werden können. Analysieren Sie die Lernbedürfnisse der Teilnehmenden, definieren Sie die Aktivitäten im Projekt entsprechend und bieten Sie bei Bedarf verschiedene Möglichkeiten zur Teilnahme an. Fördern Sie die aktive Teilnahme am Projekt. Antizipieren Sie Herausforderungen bei der Projektdurchführung so weit wie möglich (Risikobewertung). Richten Sie die Aktivitäten (z. B. Methoden, Dauer, Räumlichkeiten) auf die Bedürfnisse, Interessen und Fähigkeiten Ihrer Teilnehmenden aus. VOR DER AKTIVITÄT Gestalten Sie Ihre Informationen und Vorgehensweise zielgruppengerecht, ansprechend und gut zugänglich. Verwenden Sie Kommunikationskanäle, eine Sprache und visuelle Elemente, die Ihre Zielgruppe nutzt, versteht und mit denen sie sich identifizieren kann. Weisen Sie in Ihrem Informationsmaterial ausdrücklich darauf hin, dass Sie eine Beteiligung von Menschen mit geringeren Chancen willkommen heißen (und welche Unterstützung Sie anbieten können), um die Teilnahme verschiedener Zielgruppen zu fördern. Achten Sie darauf, dass Ihre Teilnahme- und Auswahlkriterien nicht ausschließend sind (z. B. „Nur die Besten können teilnehmen“) – achten Sie auf vielfältige Profile. Lernen Sie die Bedürfnisse und Herausforderungen Ihrer Teilnehmenden kennen (statt sie einfach anzunehmen) und gestalten Sie Ihre Vorbereitungen und die Verwaltung (Dokumente, Plattformen) so, dass sie für alle geeignet sind. Bieten Sie bei Bedarf individuelle Unterstützung an. Im Folgenden finden Sie einige Ideen, um mehr Inklusion und Vielfalt in Ihre Aktivitäten zu bringen. TIPPS FÜR PROJEKTE . .8 NACH DER AKTIVITÄT Nutzen Sie die Vielfalt der Gruppe als eine positive Quelle des Lernens. Bieten Sie maßgeschneiderte Unterstützung sowohl während des Arbeitsprogramms als auch außerhalb (Freizeit, Unterkunft...) an. Sorgen Sie dafür, dass es für alle Teilnehmenden eine „Vertrauensperson“ gibt, die im Bedarfsfall jederzeit erreichbar ist. WÄHREND DER AKTIVITÄT Stellen Sie sicher, dass Veranstaltungsort und Unterkunft für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, sensorischen und kognitiven Beeinträchtigungen, psychischen Bedürfnissen sowie für unterschiedliche Geschlechter, Ernährungsweisen, kulturelle und soziale Gepflogenheiten etc. geeignet sind. Schaffen Sie einen sicheren Lernraum, indem Sie die Methoden und das Programm an die Lernbedürfnisse anpassen oder verschiedene Möglichkeiten zur Teilnahme anbieten. Unterstützen Sie die Teilnehmenden (auf Basis ihrer Lernerfahrungen) die nächsten Schritte zu planen. Sammeln (und berücksichtigen) Sie Feedback von Teilnehmenden mit geringeren Chancen, um Ihre nächste Aktivität noch inklusiver zu gestalten! Unterstützen Sie die Teilnehmenden dabei, die Aktivitäten zu reflektieren und dokumentieren Sie ihre Lernerfahrungen (z. B. Europass- Mobilitätsnachweis, Youthpass, Learning Agreement Complement...). Beziehen Sie alle Teilnehmenden entsprechend ihren Interessen und Fähigkeiten in Verbreitungsaktivitäten ein. Planen Sie ausreichend Pausen ein und stellen Sie einen ruhigen Raum zur Verfügung, um die Erfahrung zu reflektieren. Achten Sie darauf, dass die Lernmaterialien ansprechend und zugänglich sind (z. B. für blinde und sehbehinderte Menschen, für Menschen mit sensorischen und kognitiven Beeinträchtigungen, für Menschen mit Lernschwierigkeiten...). Wie können Sie (mehr) Inklusion und Vielfalt in Ihr Projekt bringen? MEHR DAZU : . .9 Behalten Sie die finanziellen Belastungen für die Teilnehmenden im Rahmen Ihrer Projektaktivitäten als auch in der Freizeit im Blick. LINKTR.EE/ UNLOCK_PRIORITIES https://linktr.ee/unlock_priorities https://linktr.ee/unlock_priorities Wie können Sie Ihr Projekt umweltfreundlicher gestalten? WAS BEDEUTET GRÜNES REISEN? Die Programme unterstützen “grünes” Reisen. Leider kann umweltfreundliches Reisen manchmal teurer sein oder mehr Zeit in Anspruch nehmen. Es gibt jedoch zusätzliche Fördermittel, um diese Mehrkosten auszugleichen. Weitere Informationen dazu finden Sie in den Programmleitfäden zu den Programmen Erasmus+ und Europäisches Solidaritätskorps. Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen sind zentrale Prioritäten der EU – heute und in Zukunft. Nachhaltigkeit sollte ein fester Bestandteil des gesamten Bildungs- und Ausbildungsbereichs sein. Dies betrifft Lehrpläne, die berufliche Weiterbildung von Lehrkräften sowie Gebäude, Infrastruktur und Abläufe. Erasmus+ und das Europäische Solidaritätskorps fördern: Bildung für nachhaltige Entwicklung, einschließlich der Vermittlung von Wissen, Kompetenzen und Fähigkeiten, die Teilnehmende benötigen, um nachhaltiges Handeln in ihrem Alltag zu integrieren; Verhaltensänderungen, um den CO₂-Fußabdruck europäischer Projekte zu reduzieren – zum Beispiel durch die Förderung von emissionsarmen Reisemöglichkeiten und umweltfreundliches Projektmanagement; die Erweiterung von Wissen und Kompetenzen in Bereichen, die mit dem ökologischen Wandel zusammenhängen. . .10 GRÜN REISEN - SO GEHT’S: https://erasmus-plus.ec.europa.eu/erasmus-programme-guide https://youth.europa.eu/solidarity/organisations/reference-documents-resources_en TIPPS FÜR PROJEKTE Führen Sie eine Abfallanalyse durch und beginnen Sie, Müll zu vermeiden, zu reduzieren und zu recyceln. Bieten Sie standardmäßig vegane/vegetarische Verpflegung mit regionalen und saisonalen Zutaten an. Verwenden Sie wiederverwendbares Besteck und ermutigen Sie die Teilnehmenden, ihre eigenen Wasserflaschen mitzubringen. Wählen Sie Orte, die gut mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Helfen Sie Ihren Teilnehmenden bei der Buchung von Zugtickets, organisieren Sie Fahrgemeinschaften, stellen Sie Fahrradstellplätze zur Verfügung... Lassen Sie die Teilnehmenden selbst wählen, was sie an Goodies, Snacks oder Erfrischungen tatsächlich brauchen, anstatt für jede Person pauschal ein Kontingent bereitzustellen – so reduzieren Sie unnötigen Abfall. Messen Sie Ihren CO2- Fußabdruck während des Projekts für alle relevanten Bereiche (Reisen, Veranstaltungen, Beschaffung...). Wo eine Reduktion nicht möglich ist, kompensieren Sie. Teilen Sie Ihre umweltfreundlichen Maßnahmen, um andere zu inspirieren und neue Maßstäbe zu setzen. Ermutigen Sie Ihre Teilnehmenden, nachhaltige Gewohnheiten zu übernehmen. PRAKTISCHE SCHRITTE ZUR VERRINGERUNG DES CO2-FUßABDRUCKS IHRES PROJEKTS: Welchen Bedarf hat Ihre Zielgruppe in diesem Bereich? Welche grünen Kompetenzen sind bereits vorhanden, und was fehlt noch? Wie können Sie die Projektverantwortlichen in Umweltfragen schulen? Wie können Sie Entscheidungen auf der Grundlage von Fakten und Daten treffen? Überlegen Sie bei der Planung Ihrer Aktivitäten (Treffen, Veranstaltungen, Workshops...), ob Sie sich persönlich treffen müssen oder nicht. Können diese Aktivitäten auch online stattfinden? Wie können Sie den Energie- und Ressourcenverbrauch der Teilnehmenden, des Projekts und der beteiligten Organisationen senken? Könnten Sie auf Flyer oder Goodies verzichten? Gibt es nachhaltige Alternativen? Welchen langfristigen Einfluss haben Ihre Aktivitäten? Was hat Bestand und was nicht? Sprechen Sie mit Ihren Projektpartnerinnen und Projektpartnern über deren Umweltbilanz und gute Praxisbeispiele (z. B. bei der Auswahl von Veranstaltungsorten, Restaurants, Druckereien oder Moderator/innen...). Wie können Sie Ihr Projekt umweltfreundlicher gestalten? MEHR DAZU: . .11 Welche Expertinnen und Experten und Umweltakteurinnen und Umweltakteure können Sie einbinden? Welche Indikatoren können Sie nutzen, um die Wirkung Ihres Projekts zu messen und sie in Ihrem Abschlussbericht darzustellen? Wie können Sie eine langfristige Verhaltensänderung bei Ihren Teilnehmenden fördern? LINKTR.EE/ UNLOCK_PRIORITIES https://linktr.ee/unlock_priorities https://linktr.ee/unlock_priorities EIN PROJEKT KANN SICH ZUM BEISPIEL MIT FOLGENDEN THEMEN BEFASSEN: Entwicklung digitaler Kompetenzen – von grundlegenden bis zu fortgeschrittenen Fähigkeiten1 Stärkung eines digitalen Bildungsökosystems2 Digitale Inhalte für allgemeine und berufliche Bildung sowie Jugend Künstliche Intelligenz in allgemeiner und beruflicher Bildung sowie Jugendarbeit Digitale Bereitschaft und Kapazität von Einrichtungen, Entwicklung digitaler Transformationspläne oder digitaler Strategien innerhalb von Bildungseinrichtungen Digitale Inklusion und Abbau digitaler Ungleichheiten STEAM-Ansatz (Science, Technology, Engineering, Arts, Mathematics) Virtuelle und hybride Mobilität, virtuelles Lernen und virtuelle Zusammenarbeit Jedes andere Thema im Einklang mit dem Digital Education Action Plan (2021–2027)3 Projekte im Rahmen von Erasmus+ und dem Europäischen Solidaritätskorps leisten einen wichtigen Beitrag zur Stärkung digitaler Kompetenzen und Kapazitäten – sowohl bei Einzelpersonen als auch bei Institutionen. Sie schaffen damit gleiche Chancen für alle, im Leben erfolgreich zu sein, eine Beschäftigung zu finden und sich als engagierte Bürger/innen einzubringen. Der digitale Wandel ist besonders wichtig in der allgemeinen und beruflichen Bildung, der Jugendarbeit und dem Sport, da er als systemischer Veränderungsprozess verstanden wird, bei dem Technologie gezielt eingesetzt wird, um neue Prozesse und Methoden zu ermöglichen. Ziel ist es, die Qualität und Teilhabe in der allgemeinen und beruflichen Bildung sowie der Jugendarbeit zu verbessern. Der gezielte Einsatz digitaler Technologien, künstlicher Intelligenz und weiterer innovativer Lösungen kann neue Möglichkeiten für Lernen und Kommunikation schaffen, den Zugang zu Informationen verbessern, moderne pädagogische Ansätze ermöglichen und somit die Qualität von Lehren und Lernen in formalen wie auch non-formalen Lernumgebungen steigern. Wie kann ein Projekt mit Fokus auf die digitale Priorität umgesetzt werden? 12 1 Council Recommendation on improving the provision of digital skills and competences in education and training 2 Council recommendation on Key enabling factors for successful digital education and training 3 Digital Education Action Plan (2021-2027) . . Digitale Pädagogik https://data.consilium.europa.eu/doc/document/ST-15740-2023-INIT/en/pdf https://data.consilium.europa.eu/doc/document/ST-15741-2023-INIT/en/pdf https://education.ec.europa.eu/focus-topics/digital-education/plan Wie kann ein Projekt mit Fokus auf die digitale Priorität umgesetzt werden? FRAGEN ZUM NACHDENKEN Wie werden digitale pädagogische Ansätze und Methoden eingesetzt, um vertieftes Lernen zu fördern? Wie trägt das Projekt zur Verbesserung digitaler Fertigkeiten und Kompetenzen im Kontext der digitalen Transformation bei? Wie stärkt das Projekt ein leistungsstarkes digitales Bildungsökosystem? Wie wird digitale Technologie gezielt und sinnvoll eingesetzt, um neue Prozesse und Methoden zu ermöglichen? Wie kann die digitale Transformation mit den übrigen Programmprioritäten des Projekts sinnvoll verknüpft werden? DIGITALE PÄDAGOGIK DIGITALE KOMPETENZEN DIGITALES BILDUNGSÖKOSYSTEM DIGITALE TRANSFORMATION SYNERGIEN MIT ANDEREN PRIORITÄTEN 4 2 3 1 5 . .13 NUTZEN SIE GEEIGNETE TOOLS UND KONZEPTE, UM DIE UMSETZUNG DER DIGITALEN PRIORITÄT IN IHREM PROJEKT ZU UNTERSTÜTZEN Neben dem Digital Education Action Plan können Sie Referenzrahmen wie DigComp, DigCompEdu und DigCompOrg verwenden, um bei der Projektplanung Bedürfnisse, Ziele und Aktivitäten zu identifizieren. Sie bieten einen gemeinsamen Bezugsrahmen, um Ihr Projekt in einem breiteren europäischen Kontext einzuordnen. Solche Tools und Referenzrahmen unterstützen Ihre Projektaktivitäten gezielt – etwa beim Aufbau digitaler Kompetenzen und bei der Selbsteinschätzung (z. B. mit den SELFIE-Tools). Darüber hinaus helfen sie dabei, die Projektarbeit zu reflektieren und ihre Wirkung systematisch zu bewerten. One-Pager von SALTO Digital bieten Leitlinien und konkrete Anregungen, wie die entsprechenden Referenzrahmen und Werkzeuge in Projekten eingesetzt werden können. Ergänzend dazu bieten Themenkarten kompakte Einführungen in verschiedene digitale Themen (wie KI und STEAM) und erleichtern es insbesondere neuen Projekten, sich mit der digitalen Priorität auseinanderzusetzen. One-Pager und weitere hilfreiche Ressourcen für Ihr Projekt finden Sie unter: saltodigital.eu Wie kann ein Projekt mit Fokus auf die digitale Priorität umgesetzt werden? . .14 https://www.oph.fi/en/european-salto-digital-resource-centre WAS FÄLLT IHNEN EIN, WENN SIE AN DEMOKRATISCHE TEILHABE DENKEN? Partizipation bedeutet, dass Menschen das Recht, die Mittel, den Raum, die Gelegenheit sowie gegebenenfalls die Unterstützung haben, um frei ihre Meinung zu äußern, sich einzubringen und Entscheidungen, die sie betreffen, mitzugestalten – also aktiv am demokratischen und gesellschaftlichen Leben unserer Gemeinschaften teilzunehmen. Beteiligung kann viele Formen annehmen. Wählen zu gehen oder für ein politisches Amt zu kandidieren sind vielleicht die ersten Dinge, die einem in den Sinn kommen – doch demokratische Teilhabe geht weit darüber hinaus. Man kann sich zum Beispiel in und mit gewählten oder repräsentativen Gremien engagieren, wie etwa in Schüler/innen- oder Studierendenvertretungen, Jugendräten, Bürgerversammlungen, politischen Parteien oder Gewerkschaften. Auch das Unterzeichnen oder Initiieren von Petitionen, der Einsatz für Veränderungen mit Freundinnen und Freunden oder mit Unterstützung einer Organisation, das Verfassen von Verbesserungsvorschlägen an die lokale Gemeinde oder das Teilnehmen an Protesten zählen dazu. Zudem können Menschen sich ehrenamtlich engagieren, spenden, Beiträge in sozialen Medien teilen, sich an Entscheidungsträger/innen wenden, Produkte aus ethischen Gründen boykottieren und vieles mehr. Es geht darum, die eigenen Bedürfnisse und Ansichten zum Ausdruck zu bringen, gehört zu werden und dadurch Prozesse und Ergebnisse im eigenen Umfeld zu beeinflussen. Wie können Erasmus+ und das Europäische Solidaritätskorps Sie dabei unterstützen? Wie können Sie mehr und bessere Partizipation in Ihrem Projekt erreichen? . .15 FOKUS AUF PARTIZIPATION Partizipation kann sowohl das Thema Ihres Projekts sein (Sie diskutieren über Partizipation) als auch ein Prozess in Ihrem Projekt (Sie wenden Beteiligungsprinzipien an). PROZESSE UND ENTSCHEIDUNGSFINDUNG Bieten Sie den Teilnehmenden genügend relevante Informationen, damit sie Entscheidungen treffen können? In welcher Form werden die Informationen zur Verfügung gestellt? Wie schaffen Sie einen sicheren Raum, in dem Teilnehmende Fragen zu ihrer Beteiligung stellen können? Wie beziehen Sie die Menschen, die von Ihrem Projekt betroffen sind, aktiv in Entscheidungen ein – vor, während und nach dem Projekt? BEACHTEN SIE BEIM VERFASSEN IHRES FÖRDERANTRAGS, BEI DER UMSETZUNG UND BEI DER REFLEXION IHRES PROJEKTS FOLGENDES: THEMA Was könnte ein wichtiges Thema für die Menschen sein, die Sie in Ihr Projekt einbinden möchten? Wie können Sie das herausfinden? (z. B. anhand von früheren Aktivitäten, Umfragen, Befragung von Teamkolleginnen und Teamkollegen und Zielgruppen mit verschiedenen Methoden...) Auch wenn Ihr Projekt einen anderen Schwerpunkt hat – wie könnten Sie Partizipation aus der Perspektive Ihres Themas angehen? (z. B. Wahlen, Proteste, Gemeinschaftsaktionen zu den von Ihnen gewählten Themen, Dialog mit Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern) Welche Aspekte der demokratischen Teilhabe könnten Teil Ihres Projekts sein? Worauf möchten Sie sich konzentrieren? (z. B. ein Projekt zu Wahlen, ehrenamtliches Engagement in der lokalen Gemeinschaft, Erfahrungsaustausch über die Arbeit von Schüler/innenvertretungen / Jugendräten / akademischen Gremien, die Bedeutung von Protesten, von Lernenden geleitete Bildungsaktivitäten...) TIPPS FÜR PROJEKTE Wie können Sie mehr und bessere Partizipation in Ihrem Projekt erreichen? . .16 Wie verteilen Sie die Verantwortlichkeiten während des Projekts? Wie kann jede/r Teilnehmende einen Beitrag leisten? Welche Rollen gibt es? Wie könnten Sie die Teilnehmenden in alle Arten von Entscheidungsprozessen im Projekt einbeziehen? (z. B. bei praktischen Fragen, Methodenwahl, Themen, Öffentlichkeitsarbeit, Einbeziehung von Expertinnen und Experten, Kommunikation...) Wie stellen Sie sicher, dass die Meinung aller Beteiligten während des gesamten Projekts und der Aktivitäten gehört wird? Welche Methoden, sowohl online als auch offline, könnten Sie dafür nutzen? WIRKUNG UND NÄCHSTE SCHRITTE Wie könnten Sie gemeinsam mit den Teilnehmenden die Ergebnisse und den Ablauf des Projekts bewerten? Wie könnte Ihr Projekt etwas in der lokalen Gemeinschaft oder in der breiteren Gesellschaft verändern? Mit wem könnten Sie dafür zusammenarbeiten? (Lokale, nationale, internationale Entscheidungsträger/innen, Jugendarbeiter/innen, Schulleiter/innen, Universitätsrektorinnen und Universitätsrektoren...) Wie stellen Sie sicher, dass die am Projekt beteiligten Personen wissen, wo und wie ihre Meinungen und Bedürfnisse berücksichtigt werden oder weitere Prozesse beeinflussen? (Erklären Sie auch, ob und warum einige ihrer Ideen möglicherweise nicht umgesetzt werden.) Wie könnten Sie über die Projektergebnisse und die Bedürfnisse der Teilnehmenden an unterschiedliche Entscheidungsträger/innen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene kommunizieren? Wie bewerten Sie gemeinsam mit allen Teilnehmenden die Wirkung und den Lerneffekt des Projekts? Wie übertragen Sie das Gelernte über die Projektlaufzeit hinaus auf den Alltag? Wie verändert die Teilnahme am Projekt das Wissen und die Einstellung der Teilnehmenden hinsichtlich ihrer Möglichkeiten, Veränderungen zu bewirken? Wie könnten Sie diesen Effekt weiterentwickeln? Wie können Sie mehr und bessere Partizipation in Ihrem Projekt erreichen? . .17 MEHR DAZU: LINKTR.EE/ UNLOCK_PRIORITIES https://linktr.ee/unlock_priorities https://linktr.ee/unlock_priorities Sind Sie bereit, MEHR DAZU: Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen der Autorin oder des Autors bzw. der Autorinnen oder Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die Europäische Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) können dafür verantwortlich gemacht werden. das Potenzial auszuschöpfen? der Prioritäten LINKTR.EE/ UNLOCK_PRIORITIES https://linktr.ee/unlock_priorities https://linktr.ee/unlock_priorities …

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