[…] Europäische Perspektiven: kritisch, kreativ, kompetent Impulse für Demokratie und KI in der Erwachsenenbildung Die Online-Fachveranstaltung fand am 30. Juni und 1. Juli 2026 in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Volkshochschulverband e.V. und dem Thüringer Volkshochschulverband statt Thematische Einführung Demokratiebildung und Kompetenz im Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) sind eng miteinander verknüpft. Daher sollten die Akteurinnen und Akteure der Erwachsenenbildung im Blick haben, wie KI die Bedingungen demokratischer Meinungsbildung verändert und wie Erwachsenenbildung und Weiterbildung Menschen stärken können, mit diesen Entwicklungen umzugehen. Zugleich spielt die Frage, wie Demokratiebildung digitale und KI-geprägte Informationsräume stärker einbeziehen kann und welche Kompetenzen es dazu braucht, eine wichtige Rolle. Antworten lieferte die zweitägige Online-Konferenz „Europäische Perspektiven: kritisch, kreativ, kompetent – Impulse für Demokratie und KI in der Erwachsenenbildung“ am 30. Juni und 1. Juli 2026. Veranstaltet wurde sie von der Nationalen Koordinierungsstelle (NKS) Europäische Agenda für Erwachsenenbildung in der Nationalen Agentur Bildung für Europa ( NA beim BIBB ), dem Bayerischen Volkshochschulverband e.V. (bvv) und dem Thüringer Volkshochschulverband e.V. Rund 200 Akteurinnen und Akteure aus ganz Deutschland nutzten die Gelegenheit, durch spannende Impulsvorträge und Workshoprunden Anregungen für die eigene Arbeit zu gewinnen. Während am ersten Tag das Thema Demokratie und Teilhabe im Fokus der Veranstaltung stand, wurden an Tag 2 die Entwicklung neuer Lernräume mit KI und die Kompetenzen erörtert, die Erwachsenenbilder/-innen benötigen, um digital kompetent und demokratisch handlungsfähig zu bleiben. Stets wurde dabei auch die europäische Perspektive einbezogen. © Copyrighthinweis öffnen NAbeimBIBB X Copyrighthinweis schließen Themen im Überblick 1. Einordnung 2. Wehrhafte Demokratie braucht Strategien gegen Gefährdungen 3. Literacy als demokratische Grundlage 4. Erasmus+-Lernreise als Praxisbeispiel 5. Chancen und Möglichkeiten einer demokratischen KI in Organisationen 6. Erkenntnisse aus den Workshops 7. Europa als gemeinsamer Resonanzraum 8. Die Erwachsenenbildung – ein Ort, an dem Orientierung entsteht - Schlussfolgerungen und nächste Schritte 9. Materialien und weiterführende Links 1. Einordnung Wie aktuell das Thema für die Praxis der Erwachsenenbildung ist, bekräftige Dr. Regine Sgodda, Geschäftsführender Vorstand des bvv, in ihrem Grußwort. Sie unterstrich: „Künstliche Intelligenz hat in bemerkenswerter Geschwindigkeit Eingang in zentrale Bereiche unseres Alltags gefunden. Gleichzeitig beobachten wir eine Bedrohung der liberalen Demokratie, die Infragestellung von demokratisch stärkenden Bildungsangeboten sowie eine Gefährdung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und unserer eigenen Urteilskraft. Das wird häufig im Kontext von KI-generierten Inhalten relevant.“ An dieser Stelle brachte sie auch die europäische Dimension ins Spiel. Sie tat dies am Beispiel der Entwicklung des EU -AI-Aktes. Ein im europäischen Austausch entstandenes Regelwerk, das definiere, wie künstliche Intelligenz verantwortungsvoll gestaltet werden könne. 2. Wehrhafte Demokratie braucht Strategien gegen Gefährdung © Copyrighthinweis öffnen Universität Hamburg X Copyrighthinweis schließen Das in den Jahren 2024/25 realisierte Citizen Science-Projekt „Wehrhafte Demokratie im Bildungswesen“ erfasst erstmals, wie Erwachsenenbildungseinrichtungen von auf Menschenfeindlichkeit und Rassismus fußendem Populismus betroffen sind und wie sie auf diese Gefährdungen reagieren können. Realisiert wurde es von Professor Dr. Anke Grotlüschen, Professorin für Lebenslanges Lernen an der Universität Hamburg, gemeinsam mit Kooperationspartnerinnen und -partnern aus dem Bereich der Volkshochschulen. Es verbindet wissenschaftliche Perspektiven mit praktischen Erfahrungen. Ziel ist es, die Handlungsfähigkeit der Erwachsenenbildung zu sichern und wirkungsvolle Reaktionsformen zu identifizieren und der Praxis zur Verfügung zu stellen. Dazu wurde mit Unterstützung des Deutschen Volkshochschul-Verbands eine bundesweite Onlinebefragung durchgeführt, um Fallberichte von Diskriminierung und Diskreditierung, politischer Einschüchterung und rechtspopulistischer Einflussnahme zu sammeln und zu dokumentieren. Grotlüschen stellte die Ergebnisse des Projekts vor und verband dies mit der Frage, wie es gelingen kann, Brandmauern gegen den Schutz vor der extremen Rechten im Bildungswesen aufzubauen und zu stärken. Für sie sei die Erwachsenenbildung diesbezüglich ein „Vorreiter“, weil sie flexibler als andere Bildungsbereiche agieren und sich deshalb schneller modernisieren könne. Grotlüschen beschrieb Beispiele für Gefährdungslagen und verband dies mit der Entwicklung geeigneter Gegenstrategien auf der bildungspolitischen und der institutionellen Ebene sowie im konkreten Unterrichtsgeschehen. Inhaltlich erstreckt sich das Spektrum der Gegenstrategien – die anschließend in sogenannten Reflexionssessions diskutiert wurden – von gesetzlichen Regulatorien, Aufklärungsarbeit und Publikationen zur wehrhaften Demokratie über Bündnisse und klare Leitbilder bis zu Strategien für den pädagogischen Alltag. Dies können beispielsweise Präventions- und Fortbildungsmaßnahmen sein. „Die politische Bildung ist nicht neutral. Es ist die demokratische Pflicht von Lehrkräften, Demokratie- und Menschenfeindlichkeit sowie Geschichtsrevisionismus zurückzuweisen. Erwachsenenbildungseinrichtungen sind Orte, an denen demokratische Grundwerte geschützt werden müssen.“ Prof. Dr. Anke Grotlüschen Dabei reichten Positionspapiere allein nicht aus. Entscheidend sei es, die Menschen vor Ort zu stärken und Lehrkräfte in entsprechenden Situationen zu schützen. Dazu Grotlüschen: „Wir müssen vom Reden ins Handeln kommen.“ Das bedeute beispielsweise, dass die Politik und die Leitung der Einrichtungen klar Position beziehen und sich hinter die Werte von Demokratie und gesellschaftlichem Miteinander stellen. Ihr Wunsch, so Grotlüschen, sei es, dass ein Ruck durch die Formate gehe", auch hinsichtlich der Frage, „wie wir mit den Menschen wieder besser ins Gespräch kommen können“. Greife dies nicht, seien im Umgang mit schwierigen Teilnehmenden und Mitarbeitenden auch disziplinarische Maßnehmen denkbar. Eine umfangreiche Liste geeigneter Gegenstrategien enthalte das Buch „Keine Macht der Ohnmacht – Wie wir Krisen bewältigen und uns gegen Faschismus wehren“ von Matthias Quendt (2026). 3. Literacy als demokratische Grundlage © Copyrighthinweis öffnen Universal Reading Foundation X Copyrighthinweis schließen Wie wichtig das Thema Lese- und Schreibkompetenz (Literacy) für gelebte Demokratie und Teilhabe ist, zeigte der Vortrag von Maria Deskur, Präsidentin der European Reading Foundation in Polen und eine starke Stimme zur Bedeutung von Literacy in der europäischen Bildungsarbeit. Sie sagte: „Lesen ist nicht nur eine individuelle Fähigkeit, sondern die Grundlage allen Lernens und Voraussetzung für ein zukunftsfähiges und demokratisches Leben – sowohl auf individueller als auch auf gesellschaftlicher Ebene.“ Besorgniserregend sind in diesem Kontext die Ergebnisse der 2023 veröffentlichten Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU). Demnach lesen Schülerinnen und Schüler in Deutschland in der vierten Klasse heute deutlich schlechter als noch vor Jahren. Ein Viertel der Kinder erreicht beim Lesen nicht den international festgelegten Mindeststandard, der für das weitere erfolgreiche Lernen nötig wäre. Lesen Sie die IGLU-Studie zur Lesekompetenz von Grundschülern auf der Webseite des Deutschen Schulportals. „Nicht-Lesen ist nicht nur schlecht für uns, sondern auch gefährlich im Hinblick darauf, wie wir die Zukunft Europas und unserer Länder sehen“, warnte Deskur und verwies auf das 2023 von Neurowissenschaflern entwickelte Ljubljana-Manifest zur Bedeutung fortgeschrittener Lesekompetenzen. Erfahren Sie mehr zum Ljubjana-Manifest auf dieser Webseite . Dieses fordert Politik und Gesellschaft auf, Lesen auf höherem Niveau zu stärken, um analytisches Denken und demokratische Werte zu sichern. Deskur wörtlich: „Darin heißt es, dass wir eine gewisse Kompetenz entwickeln müssen, um die Kontrolle zu behalten – also nicht zu Subjekten zu werden, die von der KI gesteuert werden, sondern auf der Seite derjenigen zu bleiben, die ihr Leben und ihre Zukunft selbst gestalten können“. Professor Dr. Anke Grotlüschen hob in der anschließenden Diskussion hervor, wie relevant das Thema Literacy für die Stabilität von Demokratien sei. So mache die Level-One-Studie (LEO-Studie) der Universität Hamburg deutlich, dass Menschen mit geringen Literacy-Fähigkeiten zunehmend Schwierigkeiten mit kritischem Denken und Hinterfragen hätten. Lesen Sie dazu, wie die Leo Level-One Studie den Grad der Literalität der deutsch sprechenden Bevölkerung untersucht. 4. Erasmus+-Lernreise als Praxisbeispiel – ein Beispiel © Copyrighthinweis öffnen Thüringer Volkshochschulverband e.V. X Copyrighthinweis schließen Erasmus+ Lernreise an den Wolfgangsee Ein gutes Praxisbeispiel für gelebte Teilhabe in Sachen Literacy lieferte Fabian Walpuski vom Thüringer Volkshochschulverband e.V. , der von einer Erasmus+ Mobilität von Lernenden zum Thema KI in der Alphabetisierung berichtete. Dabei wurden Literacy und KI dergestalt miteinander verknüpft, dass die Teilnehmenden kreative Anwendungsformen künstlicher Intelligenz kennenlernten, sich gleichzeitig aber mit Risiken, und der Gefahr von Manipulationen und Täuschungen auseinandersetzten. „Eine wichtige Erkenntnis war, dass auch Lernende mit Grundbildungsbedarf KI nutzen, wenn sie die Möglichkeit erhalten, es selbst auszuprobieren und man es gut begleitet“, weiß Walpuski. „Wir haben geschaut, wo das Thema den Menschen begegnet und versucht, die Möglichkeiten der KI über praxisnahe Aufgaben zu vermitteln. Unser Bestreben war es, die Voraussetzungen für eine kompetente Nutzung zu schaffen.“ Das Format der Lernreise erwies sich dazu als äußerst geeignet. Das bestätigte Maik Stadermann vom Lerner-Rat Thüringen, der als Lernender an der Reise partizipierte. Er hob hervor, dass ein solcher Auslandsaufenthalt immer auch das eigene Selbstvertrauen stärke, weil viele der Teilnehmenden sich alleine nicht zutrauen würden, ins Ausland zu reisen. Eine derartige Erfahrung als Gruppe zu machen, habe laut Walpuski sehr zum Gelingen der Maßnahme beigetragen, zumal die Kombination aus KI und Literacy eindrucksvoll sichtbar gemacht habe, was in der Praxis möglich sei. Lernreisen seien ein gutes Beispiel, wenn es um die Vorteile von Erasmus+ in der Erwachsenenbildung gehe (Siehe dazu weiter unten). 5. Chancen und Möglichkeiten einer demokratischen KI in Organisationen © Copyrighthinweis öffnen Zentrum für Digitalen Fortschritt D64 X Copyrighthinweis schließen Folie 8 Leitprinzipien des Code of Conduct KI Tag 2 der Veranstaltung stand ganz im Zeichen der Künstlichen Intelligenz. Dabei ging es in insgesamt zehn Workshops um die Frage, wie mit KI neue Lernräume kreativ, praxisnah und teilhabeorientiert gestaltet werden können und welche Kompetenzen dazu notwendig sind. Was müssen Erwachsenenbildnerinnen und -bildner über KI wissen, um entsprechend agieren zu können und welche Tools und Materialien gibt es bereits? Der Code of Conduct – eine gemeinsame Selbstverpflichtung Zuvor stellte Monika Ilves, Vorständin beim Zentrum für Digitalen Fortschritt D64, den Code of Conduct vor, eine Art Verhaltenskodex für eine demokratische Nutzung von KI. Mehr zum Hintergrund des Code of Conducts erfahren Sie auf dieser Webseite . Sie konstatierte, dass künstliche Intelligenz zwar viel genutzt werde, es aber kaum Kriterien für die Art und Weise gebe, wie dies erfolgt. Auch wenn die KI längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen sei, dürfe sie nicht den großen Technologieunternehmen überlassen werden. Ihre Gestaltung sei vielmehr eine zivilgesellschaftliche Aufgabe. Ilves wörtlich: „Wir begreifen die digitale Transformation als große Chance, das Miteinander unserer modernen Gesellschaft zu verbessern. Die soziale, ökologische, technologische und politische Entwicklung wollen wir konstruktiv, kritisch und kreativ mitgestalten.“ Der Code of Conduct (CoC) fungiert dabei als gemeinsame Selbstverpflichtung für den Umgang mit KI. Mehr als 220 Organisationen aus der deutschen Zivilgesellschaft (Stand 2026) haben ihn bereits unterzeichnet. Seine Bedeutung manifestiert sich in acht Leitprinzipien: von der Menschenzentrierung über eine diskriminierungskritische Haltung bis zu Teilhabe, Partizipation und Transparenz im Einsatz der KI. Tenor bei alledem: Wie kann die KI im Sinne der eigenen Organisation und Wertmaßstäbe sinnvoll genutzt und gestaltet werden? Wie können Einrichtungen beginnen? Ilves empfahl den Akteurinnen und Akteuren, den Code of Conduct iterativ und in kleinen Schritten anzugehen und dazu Prozesse in der eigenen Institution zu hinterfragen. Es sei wichtig, die KI als ein Werkzeug zu betrachten, dessen Einsatz nicht per se zu Verbesserungen führen müsse. Anhand eines Wertekompass ermögliche der Code of Conduct es, selbst zu definieren, wie und wo der KI-Einsatz im jeweiligen Umfeld etabliert werden könne. Dabei gelte: „Kompetenz sollte immer vor KI-Einsatz stehen. Man muss eine gewisse Expertise erlernen sowie Haltung und kritisches Denken mitbringen, um KI sinnvoll einsetzen zu können. Die entscheidende Frage ist nicht, wann ich KI einsetze, sondern wie.“ Sinnvoll könne es beispielsweise sein, einzelne Arbeitspakete im Rahmen der Kursvorbereitung an die KI zu delegieren. In jedem Falle sei es ratsam, die Thematik im Vorfeld zu durchdringen und selbst eigene Lösungsansätze zu entwickeln. Das impliziere, dass die Annahmen der KI kritisch geprüft und eingeordnet werden können. In Workshops zu verschiedenen Themen konnten die Einsatzmöglichkeiten von KI und die Frage der Demokratiebildung in der KI-Ära detailliert betrachtet werden: 6. Neue Lernräume mit KI gestalten – die Workshops Lehren und Lernen mit KI So ging es beispielsweise um den KI-Einsatz zur Automatisierung von Lernbausteinen in der vhs.cloud, maßgeschneiderte KI-Helfer für die Lehrpraxis oder personalisierte Lernwege mit KI. Betrachtet man die KI-Helfer für die Lehrpraxis, so sollte vorab genau definiert werden, in welchen Bereichen ein KI-Einsatz zielführend ist. Hierbei sollte nicht nur auf einen Anbieter gesetzt werden, um die Antworten abgleichen und systematische Fehler oder Diskriminierungen in den Ergebnissen (BIAS) erkennen zu können. Im Workshop zu den personalisierten Lernwegen lag der Fokus derweil auf dem Erstellen von KI-Chats mit Übungsszenarien für die Lernenden – einem sehr praxisrelevanten Thema für Lehrkräfte. Diese sollten eine Schritt-für-Schritt Einführung in die Art der Nutzung und eine Nachbesprechung der Übungen im Unterricht vornehmen, vor allem hinsichtlich des exakten Promptens. Mithilfe von KI ließen sich einfache interaktive Übungen erstellen, die im Unterricht oder als Hausaufgabe genutzt werden können. Apropos Unterricht: Wussten Sie, dass Sie mit Hilfe von KI-Tools auch selbst Lehrmaterialien erstellen können? So bietet zum Beispiel NotebookLM ein Designstudio mit verschiedenen Darstellungsformaten, die sich für die Erarbeitung von Lerninhalten eignen. Mit Claude Cowork hingegen kann die KI direkt auf eigene Ordner gelenkt werden, um daraus Materialien zu erstellen. KI-Kompetenz und Organisationsentwicklung Spannend war auch die Frage nach der KI-Literacy aus medienpädagogischer Sicht. Hier könnte der Code of Conduct als niederschwelliger Einstieg in den Aufbau von Kompetenzen in der eigenen Organisation dienen. Wichtig ist ein strategisches und strukturiertes Vorgehen, der Kompetenzaufbau sollte immer damit verbunden sein, die Akteurinnen und Akteure zu befähigen, reflektieren, kritisch einordnen und Gefahren erkennen zu können. Politische Bildung in digitalen Räumen Eher emotionale Einstiegsmöglichkeiten bietet das interaktive Hörspiel „Unter Verdacht“ zu dem Sie auf dieser Webseite detailiertere Informationen finden. Das Angebot richtet sich an all diejenigen, die an digitalen Räumen interessiert sind, bislang aber noch wenig Zugang zu politischen Bildungsräumen haben. Es zielt darauf ab, die digitale Welt als politischen Raum zu begreifen und die Urteilskompetenz und Kritikfähigkeit der Nutzerinnen und Nutzer zu stärken. Um Letzteres ging es auch im Workshop zu „ Manosphere “, einem losen und vorwiegend antifeministischen Netzwerk, das vor allem Internetforen und Blogs nutzt, um Themen wie Selbstoptimierung und hegemoniale Männlichkeit zu verbreiten. In der Diskussion wurden Strategien und Empfehlungen für den Umgang mit diesem Thema in der pädagogischen Praxis ausgetauscht. Europäische Projekte und Regulierung Gleich dreimal spielte Europa eine wesentliche Rolle in den Workshops, zum Beispiel hinsichtlich der To dos für eine Einführung des EU AI Aktes in der Erwachsenenbildung. Die neuen Regelungen haben die Verantwortung für KI-Kompetenz so verlagert, dass Mitgliedstaaten und Institutionen diese Einführung unterstützen und fördern können. „Sie selbst sind diejenigen, die die demokratische Kompetenz aufbauen“, betonte Veerle Ponnet, Bildungsexpertin und Kursdirektorin der Europass Teacher Academy in Belgien. Im Kontext der Erasmus+-geförderten Partnerschaft „Demokratiebildung in der ‚KI-Ära‘: Zwischen Manipulation und Mündigkeit“, erarbeiteten Organisationen aus Deutschland, Österreich und Belgien gemeinsam Lernmaterialien zur kompetenten KI-Nutzung. Die praxisnahen Inhalte dienen der Stärkung der politischen Urteilskompetenz und dem Aufbau einer Critical AI Literacy als wichtige Zielkompetenz fächerübergreifender politischer Bildung. Sie sind über die Website des Projekts abrufbar . Ein ethischer und rechtlicher Leitfaden zum Einsatz von KI in der Bildung bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Projekts „Empowering Educational Leaders with AI Strategies“, dessen Ergebnisse über diese Webseite abrufbar sind. Träger des ebenfalls Erasmus+-geförderten Projekts ist ein internationales Konsortium mit Organisationen aus neun europäischen Ländern, deren Expertise in den Leitfaden einfloss. Dieser ist mit Beispielen hinterlegt und immer auch ein Leitfaden zur Selbsteinschätzung. Zudem wurde der EU AI-Act grafisch aufgearbeitet. 7. Europa als gemeinsamer Resonanzraum Die Diskussionen der Impulsvorträge und Workshops machten deutlich, dass die wichtigsten Fragen zu den besprochenen Themen nicht nur im nationalen Kontext diskutiert werden. Die europäische Perspektive macht Erfahrungen, Praxisbeispiele und Lösungsansätze sichtbar – sowohl in Partnerschaftsprojekten als auch in Erasmus+ Mobilitäten von Lernenden oder dem Bildungspersonal. Das zeigen die Ergebnisse der Erasmus+-Lernreise aus Thüringen und die Workshops zum Thema KI an Tag 2 der Veranstaltung. Welche Möglichkeiten Erasmus+ den Akteurinnen und Akteuren der Erwachsenenbildung bietet, verdeutlichte Tanja Möller von der NA beim BIBB . Sie verwies darauf, dass neben der Lernenden auch Mitarbeitende aus Erwachsenenbildungseinrichtungen an dem Programm teilnehmen und sich in durch Job-Shadowings oder vergleichbare Formate im Ausland qualifizieren können. Erasmus+ eröffne sowohl Räume für echte Teilhabe als für den Kompetenzaufbau und die Erweiterung der eigenen Horizonte. In vielen Organisationen sei dies zu einem wichtigen Baustein der Personal- und Organisationsentwicklung geworden. Wie die Einrichtungen das Programm konkret nutzen können, stellte Möller anhand verschiedener Beispiele dar. Informationen zu den Vorteilen von Erasmus+ in der Erwachsenenbildung liefert auch die Kampagne „Wenn Austausch Türen öffnet“, nachzulesen auf der Serviceseite der NA beim BIBB. Dr. Marc Jäger vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus veranschaulichte am Beispiel Bayern, wie Erasmus+ auf Landesebene gedacht und realisiert werden kann. Er gab zugleich einen Ausblick auf die Herausforderungen, vor denen die Europäische Erwachsenenbildung in den nächsten Jahren stehen wird. Jäger im Wortlaut: „Dass Erasmus+ auf Landesebene ein großer Erfolg ist, zeigt sich daran, dass immer mehr Einrichtungen die Angebote nutzen und von den Vorteilen des Programms profitieren. Das hat eine starke Community geschaffen, die seit vielen Jahren dafür kämpft, Themen der Erwachsenenbildung in Europa voranzubringen.“ Dr. Marc Jäger Der große Verdienst des Programms sei es, dass es über verschiedene Ebenen hinweg als europäisches Projekt funktioniere und sowohl in die Strukturen der Trägerinnen und Träger als auch in viele Themen hineinwirke, selbst wenn diese nicht unbedingt das Wort Europa im Munde führten. Mit der Akkreditierung sei zudem eine Möglichkeit geschaffen worden, nachhaltig zu arbeiten. Dazu Jäger: „Ziel sollte es immer sein, die Zeitschienen, auf denen Förderprogramme aufgestellt werden, so zu gestalten, dass die Akteurinnen und Akteure langfristig planen und Projekte ansetzen können, die nicht nur auf das jeweilige Haushaltsjahr begrenzt sind.“ Betrachte man all dies, so sei die Erwachsenenbildung in Europa angekommen. Sie habe ihren Platz neben großen „Tankern“ wie Hochschule und Schule gefunden und sei auch für die Zukunft gut gerüstet. Dennoch, so Jäger, werde auch die Erwachsenenbildung in den nächsten Jahren um ihre Anteile an Fördermitteln kämpfen müssen. Deshalb sei es wichtig, dass die Akteurinnen und Akteure zusammenstehen und ihre Interessen gemeinsam vertreten. Eine der Stärken der Erwachsenenbildung liege darin , in einer Welt, in der sich Berufsbilder täglich ändern, die Bildung der Menschen über die gesamte Lebensdauer zu unterstützen. Dass sie dabei auch zu gesellschaftlichen Entwicklungen beitragen könne, solle immer ein Stück weit mitgedacht werden. Zentrale Ziele der Agenda © Copyrighthinweis öffnen NAbeimBIBB X Copyrighthinweis schließen Das ist auch ein wichtiges Anliegen der Europäischen Agenda Erwachsenenbildung , die als politischer Orientierungsrahmen der Europäischen Union die wichtigsten Themen bündelt und die Bedeutung der Erwachsenenbildung auf europäischer Ebene sichtbar macht. So sollen die Qualität der Angebote weiterentwickelt und der Zugang zu Lernmöglichkeiten für Erwachsene verbessert werden. Simone Kaufhold, Koordinatorin in der NKS Europäische Agenda Erwachsenenbildung, machte deutlich, was die Erwachsenenbildung für gesellschaftliche Teilhabe, Chancengerechtigkeit und lebenslanges Lernen leisten könne. Dabei wirke die Arbeit der NKS europaweit und im Zusammenspiel mit dem Erasmus+ Programm , der Erwachsenenbildungsplattform EPALE und dem EU -Verbundprojekt RIA zur wissenschaftlichen Wirkungsanalyse von Erasmus+ in der Erwachsenenbildung (Research-based impact Analysis of Erasmus+ Adult Education Programms). 8. Die Erwachsenenbildung – ein Ort, an dem Orientierung entsteht: Schlussfolgerungen und nächste Schritte Die Erwachsenenbildung kann – auf nationaler wie auf europäischer Ebene – für die im Rahmen der Veranstaltung diskutierten Themen und Herausforderungen Räume schaffen. Sie ist mehr als eine Begleiterin gesellschaftlicher Veränderung – sie ist ein Ort, an dem Orientierung entsteht – kritisch, kreativ und kompetent. Dass die Veranstaltung dazu zahlreiche Ideen lieferte, wurde in der Schlussrunde deutlich. Auf die Frage nach dem nächsten Schritt, den die Teilnehmenden gehen möchten, überwogen die Vorhaben, Lernbausteine und Lernwege mit KI zu entwickeln, Fortbildungsangebote wahrzunehmen und die Ideen des Code of Conduct auf die eigene Einrichtung zu übertragen. Zugleich standen die Stärkung der Lese- und Schreibfähigkeit und die Nutzung europäischer Perspektiven via Erasmus+ im Fokus. Bezüglich des Beitrags der Erwachsenenbildung zu einer „Wehrhaften Demokratie“ wurde vor allem der Wunsch nach Vernetzung und dem Austausch von Erfahrungen genannt. Einigkeit bestand darin , starke Bündnisse gegen aktuelle und künftige Gefährdungslagen etablieren zu wollen. 9. Materialien und weiterführende Links Die Materialien und vollständigen Präsentationen zu der Veranstaltung finden sich auf der Taskcard . Hier finden Sie das vollständige Veranstaltungsprogramm . …
[…] Als Azubi ab ins Ausland mit Erasmus+ Ein echter Gewinn für deine Ausbildung +Das P lu s fü r dein e Ausbild u n g! 02 Was ist Erasmus+? Das Plus für deine Ausbildung! Erasmus+ ist ein Programm der Europäischen Union (EU). Es fördert Lernen und Zusammenarbeiten in Europa. Internationale Kompetenzen werden in der Arbeitswelt immer wichtiger. Warum sollte man deshalb nicht schon in der Ausbildung Berufserfahrungen im Ausland machen? Wie gut, dass Erasmus+ mehrwöchige Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung fördert. Du bist Azubi? Dann ab ins Ausland und + sammle neue berufliche Kenntnisse und Fähigkeiten. + erlebe neue Arbeitsweisen und Techniken in einem anderen Land. + schließe internationale Freundschaften und knüpfe berufliche Kontakte. + verbessere deine Sprachkenntnisse und lerne Fachbegriffe aus deinem Berufsfeld. + werde selbständiger, gewinne Selbstvertrauen – und neue Berufsaussichten. 03 Wie geht das und wer bezahlt? Dein Weg ins Ausland + Du kannst dich nicht direkt für ein Erasmus+-Stipendium bewerben. Bildungseinrichtun gen und Organisationen beantragen eine Erasmus+-Förderung. Frage in deinem Betrieb oder deiner Berufsschule nach, ob sie ein Auslandspraktikum anbieten möchten. - Überzeugende Informationen für deine Ausbildungseinrichtung findest du auf Seite 09. + Wenn dein Ausbildungsbetrieb oder deine Berufsschule nicht am Programm Erasmus+ teilnimmt, bewirb dich um einen Pool-Platz. Diese werden von Einrichtungen angeboten, die einen Pool an Praktikumsplätzen im Ausland zur Verfügung stehen haben. Mehr Infos und eine Auflistung findest du unter www.meinauslandspraktikum.de/ stipendienfinder Sammle außerhalb der EU berufliche Erfahrung, z.B. mit dem Förderprogramm www.ausbildung-weltweit.de Wenn du etwas in deinem Beruf – z.B. in UK, den USA, China oder Südafrika – lernen willst, beraten wir dich gerne unter 0228 / 107 1611. 04 http://www.meinauslandspraktikum.de/stipendienfinder http://www.ausbildung-weltweit.de Wie geht das und wer bezahlt? Infos zur Finanzierung + Das Erasmus+-Stipendium beinhaltet Aufent halts- und Fahrtkosten. Die Höhe deines Stipen diums hängt davon ab, in welches europäische Land du reist und wie lange du dortbleibst. Eras mus+ übernimmt einen Großteil der Kosten, deckt allerdings nicht immer alle Ausgaben ab. - - - Gut zu wissen: Während deines Auslandsaufenthalts wirst du von deinem Ausbildungsbetrieb weiterbezahlt. 05 Was musst du beachten? So läuft’s rund + Im Auslandspraktikum kannst du in einem ausländischen Unternehmen arbeiten. Auch Aufenthalte an einer Berufsschule sind möglich. + Plane deinen Aufenthalt gemeinsam mit deiner Berufsschule und deinem Ausbildungs betrieb. Stimme Zeitpunkt und Dauer des Aufenthalts sowie die Tätigkeiten, die du aus üben möchtest, mit ihnen ab. - - + Denk an den kostenlosen Europass Mobili tätsnachweis. Dieser hält fest, was du im Ausland gelernt hast. Mehr dazu unter - www.europass-info.de + Kläre alle Versicherungs fragen: Für dein Auslands praktikum benötigst du einen Versicherungsschutz, der min destens eine Kranken- und eine Haftpflichtversicherung umfasst. - - - Gut zu wissen: Ein Auslandspraktikum ist kein Urlaub. Solltest du für deinen Aus landsaufenthalt Urlaub beantragen, könnte dies den Unfallschutz im Falle eines Arbeitsunfalles aufheben. - 06 http://www.europass-info.de Was musst du beachten? 08 > > Hier ist ein Infoflyer, der deinen Chef oder deine Chefin überzeugen wird, dass ein Auslandspraktikum mit Erasmus+ dich und deine Firma weiterbringt! Gleich rausnehmen und weitergeben... 09 > Falls hier kein Infoflyer für Ausbildungs- und Führungskräfte klebt, bitte downloaden unter: www.na-bibb.de/service/infothek/publikationen http://www.na-bibb.de/service/infothek/publikationen Und danach? Teile deine Erfahrungen + Ein Auslandspraktikum ist ein aufregender Lebensabschnitt, bei dem du viel er fährst: Wie arbeitet man in deinem Beruf in anderen Ländern? Welche Techniken gibt es woanders? Welche tollen Menschen triffst du? Und: Wie bist du selbst in einem anderen Land? Halte deine Erfahrungen fest, noch während du weg bist: Mach Fotos, dreh ein Videotagebuch, schreibe einen Blog, ganz egal. Du kannst mit deinen Geschichten auch anderen Mut machen, die Welt zu erkunden: - + Zeige deinem Chef oder deiner Chefin, deinen Kolleginnen und Kollegen, was du gelernt hast: Halte eine Präsentation, einen Vortrag oder erzähle einfach von deinen Erfahrungen. + Schicke uns eine Mail mit deinen Erlebnissen und Fotos, wir verbreiten sie gerne auf www.meinauslandspraktikum.de. + Poste schöne Situationen und Bilder auf Instagram, gerne mit Verlinkung @meinauslandspraktikum und Hashtag #auslandspraktikum. + Werde EuroApprentice: Um auch andere Azubis zu diesem Schritt zu ermutigen, kannst du dich als EuroApprentice bewerben! Das sind unsere Botschafterinnen und Botschafter für Auslandspraktika. Mehr Infos unter www.na-bibb.de/euroapprentices > > Hier aufklappen! 07 http://www.meinauslandspraktikum.de http://www.na-bibb.de/euroapprentices Wir sind die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung – kurz: NA beim BIBB. Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) sind wir für die Umsetzung des europäischen Programms Erasmus+ in der Berufsbildung zuständig. Eines unserer wichtigsten Ziele ist dabei, mehr Auszubildenden Auslandserfahrungen zu ermöglichen. Du hast Lust bekommen, ins Ausland zu gehen? Mehr Informationen findest du unter: : : : , : www.meinauslandspraktikum.de @meinauslandspraktikum www.youtube.de/meinauslandspraktikum Impressum Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) 53142 Bonn Fon: +49 (0)228 / 107 1608 www.na-bibb.de Verantwortlich Berthold Hübers Stand März 2026 (aktualisierte Auflage) Gestaltung Blueberry, Agentur für Design & Markenkommunikation www.go-blueberry.de Bildquellen Composings: pikselstock & aerogondo2/Shutterstock. com (S.1), Robert Kneschke/AdobeStock.com (S.2), Kzenon/AdobeStock.com (S.5), Wayhome Studio/ AdobeStock.com (S.6) http://www.meinauslandspraktikum.de http://www.youtube.de/meinauslandspraktikum http://www.na-bibb.de http://www.go-blueberry.de https://www.instagram.com/meinauslandspraktikum/ Als Azubi ab ins Ausland mit Erasmus+: Ein echter Gewinn für deine Ausbildung Was ist Erasmus+? Du bist Azubi? Wie geht dasund wer bezahlt? Dein Weg ins Ausland Infos zur Finanzierung Gut zu wissen Was musst du beachten? So läuft’s rund Gut zu wissen Und danach? Impressum Verantwortlich Stand Gestaltung Bildquellen …
[…] © NA beim BIBB, Stand 11.11.2025 Seite 1 von 6 Fördersätze für Einheitskosten 2026 Leitaktion 1 – Mobilität in der Erwachsenenbildung für Lernende und Bildungspersonal für akkreditierte Einrichtungen KA121-ADU und Kurzzeitprojekte KA122-ADU Individuelle Unterstützung pro Tag und Zielland in EURO Lernende Bildungspersonal/ Begleitperson Gruppen-, Kurz- und Langzeitmobilität (LM-GRP- ADULT + LM-SHORT-ADULT + LM-LONG-ADULT) Job shadowing (SM-JOB-SHDW), Aktivitäten zu Lehr- und Schulungszwecken (SM-TAA), Kurse und Schulungen (SM-COUR-TRAIN) und eingeladene Experten (OA-INV-EXP) Zielland Tage 1-14 Tage 15-365 Tage 1-14 Tage 15-365 Austria, Belgium, France, Denmark, Finland, Germany, Iceland, Ireland, Italy, Liechtenstein, Luxembourg, Netherlands, Norway, Sweden 127 89 191 134 Cyprus, Czechia, Estonia, Greece, Latvia, Malta, Portugal, Slovakia, Slovenia, Spain, 110 77 169 118 Bulgaria, Croatia, Hungary, Lithuania, Poland, Romania, Serbia, North Macedonia, Turkiye, 93 65 148 104 © NA beim BIBB, Stand 11.11.2025 Seite 2 von 6 Aufenthaltskosten der Teilnehmenden und Begleitpersonen während der Aktivität. Bei Bedarf sind Aufenthaltskosten für die Reisezeit vor und nach der Aktivität förderfähig, wobei für Teilnehmende und Begleitpersonen, die den Reisekostenzuschuss für nicht umweltfreundliches Reisen erhalten, höchstens zwei Reisetage und für diejenigen, die den Zuschuss für umweltfreundliches Reisen erhalten, höchstens sechs Reisetage vorgesehen sind. Finanzierungsmechanismus: Zuschuss zu den Einheitskosten. Zuweisungsregel: nach der Anzahl der Personen, der Aufenthaltsdauer und dem Aufnahmeland. Förderfähige Kosten Distanz Standardreise „Green Travel“ Reisekosten Zuschuss zu den Kosten, die den Teilnehmern und Begleitpersonen für die Reise von ihrem Herkunftsort zum Ort der jeweiligen Aktivität und zurück entstehen. Generell gilt die Regel, dass der Teilnehmende bei einer Strecke von weniger als 500 km mit emissionsarmen Verkehrsmitteln reisen wird. Bei einer Strecke von über 500 km werden die Teilnehmer nachdrücklich dazu aufgefordert, eine Kombination verschiedener Verkehrsmittel zu nutzen, um ihre Reise nachhaltiger zu gestalten. Finanzierungsmechanismus: Zuschuss zu den Einheitskosten Zuweisungsregel: nach der Entfernung und Anzahl der Teilnehmenden und Begleitpersonen Der Antragsteller muss die einfache Entfernung (Luftlinie) zwischen dem Herkunftsort und dem Ort der Aktivität mithilfe des Entfernungsrechners der Europäischen Kommission angeben Entfernungen zwischen 10 und 99 km: 28 EUR/TN 56 EUR/TN Entfernungen zwischen 100 und 499 km: 211 EUR/TN 285 EUR/TN Entfernungen zwischen 500 und 1999 km: 309 EUR/TN 417 EUR/TN Entfernungen zwischen 2000 und 2999 km: 395 EUR/TN 535 EUR/TN Entfernungen zwischen 3000 und 3999 km: 580 EUR/TN 785 EUR/TN Entfernungen zwischen 4000 und 7999 km: 1.188 EUR/TN 1.188 EUR/TN Entfernungen von 8000 km und mehr: 1.735 EUR/TN 1.735 EUR/TN © NA beim BIBB, Stand 11.11.2025 Seite 3 von 6 Organisatorische Unterstützung Unmittelbar mit der Durchführung des Projekts zusammenhängende Kosten, die nicht unter andere Kostenkategorien fallen. Beispiele hierfür sind: (pädagogische, interkulturelle und sonstige) Vorbereitung, Mentoring, Überwachung und Unterstützung der Teilnehmenden während der Mobilität, Dienste, Werkzeuge und Ausrüstung, die für die Projektdurchführung benötigt werden, virtuelle Komponenten in gemischten Aktivitäten, Anerkennung von Lernergebnissen, Austausch von Ergebnissen und Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Finanzierung durch die Europäische Union. Die organisatorische Unterstützung deckt die Kosten ab, die sowohl der entsendenden als auch der aufnehmenden Organisation entstehen (außer im Fall der Personalmobilität zum Zweck von Kursen und Schulungen). Die Aufteilung der erhaltenen Finanzhilfe wird zwischen den beiden Organisationen vereinbart. Finanzierungsmechanismus: Zuschuss zu den Einheitskosten. Zuweisungsregel: nach der Anzahl der Teilnehmenden. Begleitpersonen sind keine Teilnehmende an den Mobilitätsaktivitäten und für sie werden keine Mittel für Organisatorische Unterstützung berechnet. 350 EUR; 200 EUR ab 100 Teilnehmern an derselben Art von Aktivität - pro Teilnehmer an einer Kurzzeit-Mobilität von erwachsenen Lernenden - pro Teilnehmer an Personalmobilität zum Zweck von Job Shadowing oder einer Lehr- oder Schulungstätigkeit 500 EUR - pro Teilnehmenden an langfristiger Lernmobilität von erwachsenen Lernenden 100 EUR - pro Teilnehmer an Personalmobilität zum Zweck von Kursen und Schulungen - pro eingeladenen Experten - pro aufgenommene Lehrkraft oder pädagogische Fachkraft in Ausbildung 125 EUR - pro Lernenden im Rahmen der Gruppenmobilität Vorbereitende Besuche Reise- und Aufenthaltskosten für die Teilnahme an einem vorbereitenden Besuch. Finanzierungsmechanismus: Zuschuss zu den Einheitskosten. Zuweisungsregel: nach der Anzahl der Teilnehmenden 680 EUR pro Teilnehmer, Kursgebühren Kosten zur Deckung der Anmeldegebühren für das Format der Personalmobilität „Kurse und Schulungen“. Finanzierungsmechanismus: Zuschuss zu den Einheitskosten. 80 EUR pro Teilnehmer und Tag © NA beim BIBB, Stand 11.11.2025 Seite 4 von 6 Zuweisungsregel: nach der Dauer des Kurses. Inklusionsunterstützung Inklusionsunterstützung für Organisationen: Kosten in Verbindung mit der Organisation von Mobilitätsaktivitäten für Teilnehmende mit geringeren Chancen. Finanzierungsmechanismus: Zuschuss zu den Einheitskosten. Zuweisungsregel: nach der Anzahl der Teilnehmenden mit geringeren Chancen. ********************************************************** Inklusionsunterstützung für Teilnehmer: Zusätzliche Kosten, die unmittelbar mit Aufwendungen für Teilnehmende mit geringeren Chancen und ihre Begleitpersonen verbunden sind (einschließlich gerechtfertigter Aufenthalts- und Reisekosten, sofern für diese Teilnehmer keine Finanzhilfe in den Kategorien „Reisekosten“ und „individuelle Unterstützung“ beantragt wird). Inklusionsunterstützung kann auch Personal mit geringeren Chancen gewährt werden, dass die Rolle von Begleitpersonen übernimmt oder an einem vorbereitenden Besuch teilnimmt. Finanzierungsmechanismus: tatsächliche Kosten. Zuweisungsregel: Der Antrag muss vom Antragsteller begründet und von der nationalen Agentur genehmigt werden. 125 EUR pro TN nach Anzahl der TN ******************************************** Bis zu 100% der förderfähigen Kosten Außergewöhnliche Kosten Kosten für die Bereitstellung von Finanzsicherheiten, falls die nationale Agentur dies anfordert. Hohe Reisekosten der Teilnehmenden und ihrer Begleitpersonen, die aufgrund geografischer Abgelegenheit oder anderer Einschränkungen nicht mit dem regulären Zuschuss für „Reisekosten“ unterstützt werden können. Im Falle einer Bewilligung ersetzen die außergewöhnlichen Kosten für Finanzsicherheiten: 80 % der förderfähigen Kosten Hohe Reisekosten: 80 % der förderfähigen Kosten © NA beim BIBB, Stand 11.11.2025 Seite 5 von 6 Kosten für teure Reisen die Reisekostenunterstützung auf der Grundlage der Einheitskosten. Gebühren und sonstige Kosten in Verbindung mit der Erteilung von Visa und Aufenthaltsgenehmigungen sowie Kosten für Impfungen oder ärztliche Bescheinigungen. Finanzierungsmechanismus: tatsächliche Kosten Zuweisungsregel: Der Antrag muss vom Antragsteller begründet und von der nationalen Agentur genehmigt werden. Teure Reisen liegen dann vor, wenn die Reisekostenunterstützung auf der Grundlage der Einheitskosten weniger als 70 % der Reisekosten der Teilnehmenden abdeckt. Gebühren und sonstige Kosten in Verbindung mit der Erteilung von Visa und Aufenthaltsgenehmigungen sowie Kosten für Impfungen oder ärztliche Bescheinigungen: 100 % der förderfähigen Kosten Sprachliche Unterstützung Kosten für die Bereitstellung von Sprachlernmaterial und Schulungen für Teilnehmer, die ihre Kenntnis der Sprache verbessern müssen, in der sie während der Aktivität studieren oder Schulungen erhalten. Sprachliche Unterstützung ist für Teilnehmende an folgenden Arten von Aktivitäten förderfähig: Job Shadowing/Hospitationen, Lehr- und Schulungstätigkeit, pädagogische Fachkraft in Ausbildung, kurzfristige Lernmobilität von erwachsenen Lernenden und langfristige Lernmobilität von erwachsenen Lernenden. Die Unterstützung ist nur dann zu zahlen, wenn der Teilnehmende die Online-Sprachunterstützung nicht in Anspruch nehmen kann, weil die gewünschte Sprache oder das gewünschte Niveau nicht verfügbar ist oder weil für Teilnehmende mit geringeren Chancen besondere Hindernisse bestehen. Die oben genannten Bedingungen gelten nicht für 150 EUR pro Teilnehmenden. Darüber hinaus: 150 EUR an verstärkter Sprachförderung zur Unterstützung pro Teilnehmer bei langfristiger Lernmobilität von erwachsenen Lernenden. © NA beim BIBB, Stand 11.11.2025 Seite 6 von 6 die verstärkte Unterstützung für Teilnehmende an der langfristigen Lernmobilität von erwachsenen Lernenden. Finanzierungsmechanismus: Zuschuss zu den Einheitskosten. Zuweisungsregel: nach der Anzahl der Teilnehmenden. Beispiel: 10 Teilnehmende (Bildungspersonal) absolvieren eine Job-Shadowing von 14 Tagen in Athen/Griechenland. Wohnort der TN ist Hamburg Aufenthaltskosten `+ Fahrtkosten `+ Organisatorische Vorbereitung `= Förderung insgesamt 14 Tage x 169 € x 10 TN = 23.660 € 2025 km= 395 x 10 TN=3.950 € 350 x 10 TN= 3.500 € 31.110,00 € AM_Uebersicht_Foerdersätze KA121_KA122 ADU_20251111.docx …
[…] Bewerbung Bei der europäischen Veranstaltung „In Pursuit of Democracy: A Path to European Belonging“ beschäftigen sich EuroApprentices mit demokratischen Prozessen innerhalb der Europäischen Union, aktiver Bürgerschaft sowie den Auswirkungen von Desinformation und Fake News auf demokratische Gesellschaften. , Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die demokratischen Prozesse innerhalb der Europäischen Union, die Bedeutung aktiver Bürgerschaft sowie der Umgang mit Desinformation und Fake News. Geplant ist unter anderem der Besuch des Europäische Parlament und die Diskussion mit einer Europaabgeordneten. Darüber hinaus erwartet Euch ein interaktiver Workshops und viele Möglichkeiten zum Austausch mit EuroApprentices aus verschiedenen europäischen Ländern. , Die gewonnenen Kenntnisse und Erfahrungen sollen die Teilnehmenden dabei unterstützen, ihre Rolle als EuroApprentices weiterzuentwickeln und junge Menschen für demokratische Teilhabe, Europa und Erasmus+ zu begeistern. Die Veranstaltung findet vom 25. bis 27. Oktober 2026 in Leuven statt. Die Arbeitssprache ist Englisch. , Wir freuen uns auf Deine Bewerbung: Zur Bewerbung Bewerbungsfrist ist der 23.08.2026 , Wir wenden uns an Dich, wenn die Anmeldefrist abgelaufen ist und wir eine Auswahl getroffen haben. Für Deine Rückfragen stehen wir natürlich gerne zur Verfügung. Viele Grüße Kristin Wilkens, Henrike Klinger und Lyudmila Weber 0228 107 2913 /1683 E-Mail: euroapprentices@bibb.de …
[…] Seite 1 von 1 Stand: 17.07.2026 Informationsblatt zur Arbeitsbeziehung in der Erwachsenenbildung Personal, das von einer geförderten Einrichtung über Erasmus+ in der Erwachsenenbildung zu Auslandsaufenthalten entsandt wird, muss eine Arbeitsbeziehung zu der entsendenden Einrichtung haben. Diese kann bei Bedarf beispielsweise über einen Arbeitsvertrag oder Honorarvertrag nachgewiesen werden, oder anhand einer Aufgabenbeschreibung, die den Beitrag des oder der Teilnehmenden zu den Kernaufgaben der entsendenden Einrichtung erläutert. Generell gilt, dass Personal, das im Ausland arbeitet, nicht an Aktivitäten in dem Land teilnehmen kann, in dem es tätig ist. Darüber hinaus können Dachverbände (z.B. Landesverbände) im Rahmen ihres Erasmus+- Projekts Personal aus ihren Mitgliedseinrichtungen zu Auslandsaufenthalten entsenden. Dies ist möglich, wenn eine Arbeitsbeziehung zwischen dem Dachverband und dem Personal seiner Mitgliedseinrichtungen besteht. Voraussetzung hierfür ist, dass die Einrichtung, bei der das Personal beschäftigt ist, dem entsendenden Dachverband als Mitglied angehört. Bedingung ist eine formalisierte Mitgliederstruktur auf Einrichtungsebene. Hinweise: 1. Mitgliedschaften von Einzelpersonen (natürlichen Personen) begründen keine Arbeitsbeziehung. 2. Lose Netzwerke, Projektpartnerschaften oder Zusammenschlüsse ohne formalisierte Verbands- oder Mitgliederstruktur begründen ebenfalls keine Arbeitsbeziehung. Die formale Verbands- und Mitgliederstruktur ist bei Antragstellung zu dokumentieren. Die Nationale Agentur beim BIBB (NA beim BIBB) behält sich vor, die Arbeitsbeziehung und Mitgliederstruktur im Rahmen von Stichproben zu prüfen. Der entsendende Dachverband trägt die volle Verantwortung für die Durchführung, Qualitätssicherung und ordnungsgemäße Umsetzung der Mobilitätsaktivitäten. Soll Personal in Erasmus+-Projekte eingebunden werden, das zur entsendenden Einrichtung keine der aufgeführten Arbeitsbeziehungen haben, ist eine Entsendung nur im Rahmen einer Konsortialakkreditierung zulässig. Informationsblatt zur Arbeitsbeziehung in der Erwachsenenbildung …
[…] Seite 1 von 1 Stand: 17.07.2026 Informationsblatt zur Arbeitsbeziehung in der Erwachsenenbildung Personal, das von einer geförderten Einrichtung über Erasmus+ in der Erwachsenenbildung zu Auslandsaufenthalten entsandt wird, muss eine Arbeitsbeziehung zu der entsendenden Einrichtung haben. Diese kann bei Bedarf beispielsweise über einen Arbeitsvertrag oder Honorarvertrag nachgewiesen werden, oder anhand einer Aufgabenbeschreibung, die den Beitrag des oder der Teilnehmenden zu den Kernaufgaben der entsendenden Einrichtung erläutert. Generell gilt, dass Personal, das im Ausland arbeitet, nicht an Aktivitäten in dem Land teilnehmen kann, in dem es tätig ist. Darüber hinaus können Dachverbände (z.B. Landesverbände) im Rahmen ihres Erasmus+- Projekts Personal aus ihren Mitgliedseinrichtungen zu Auslandsaufenthalten entsenden. Dies ist möglich, wenn eine Arbeitsbeziehung zwischen dem Dachverband und dem Personal seiner Mitgliedseinrichtungen besteht. Voraussetzung hierfür ist, dass die Einrichtung, bei der das Personal beschäftigt ist, dem entsendenden Dachverband als Mitglied angehört. Bedingung ist eine formalisierte Mitgliederstruktur auf Einrichtungsebene. Hinweise: 1. Mitgliedschaften von Einzelpersonen (natürlichen Personen) begründen keine Arbeitsbeziehung. 2. Lose Netzwerke, Projektpartnerschaften oder Zusammenschlüsse ohne formalisierte Verbands- oder Mitgliederstruktur begründen ebenfalls keine Arbeitsbeziehung. Die formale Verbands- und Mitgliederstruktur ist bei Antragstellung zu dokumentieren. Die Nationale Agentur beim BIBB (NA beim BIBB) behält sich vor, die Arbeitsbeziehung und Mitgliederstruktur im Rahmen von Stichproben zu prüfen. Der entsendende Dachverband trägt die volle Verantwortung für die Durchführung, Qualitätssicherung und ordnungsgemäße Umsetzung der Mobilitätsaktivitäten. Soll Personal in Erasmus+-Projekte eingebunden werden, das zur entsendenden Einrichtung keine der aufgeführten Arbeitsbeziehungen haben, ist eine Entsendung nur im Rahmen einer Konsortialakkreditierung zulässig. Informationsblatt zur Arbeitsbeziehung in der Erwachsenenbildung …
[…] Politische Bildung: kontrovers, demokratisch, handlungssicher Orientierung im Umgang mit Fragen politischer Neutralität in europäischen Bildungsprojekten Montag, 28.09.2025, 13:30 – 15:30 Uhr Online (Webex) …
[…] Vorträge, Austausch, Zielgruppe, Kosten und Voraussetzung, Anmeldung, Kontakt In der zweiten Veranstaltung der gemeinsamen Online-Veranstaltungsreihe der deutschen Nationalen Agenturen zur Erasmus+ Priorität „Teilhabe am demokratischen Leben“ beschäftigen wir uns mit einem ebenso aktuellen wie kontroversen Thema: Gibt es Neutralität in der politischen Bildung? In der Praxis stellt sich immer wieder die Frage, wie eine Orientierung an demokratischen Grundwerten gelingen kann und wie Bildungsakteure offene und kontroverse Räume gestalten können. , Die Veranstaltung findet passend zum dritten EPALE-Quartalsthema „Politik und Erwachsenenbildung – Verantwortung, Haltung, Handlungsspielräume“ statt. , „Ist politische Bildung neutral?“ Frau Dr.in Helle Becker (Geschäftsführerin von Transfer für Bildung e. V. und Leiterin von Expertise & Kommunikation für Bildung) bietet Antworten auf diese Frage und thematisiert, wie politische Bildung offene, kontroverse und zugleich verantwortungsvolle Räume gestalten kann. Sie ordnet in ihrem Vortrag verbreitete Argumente und Behauptungen ein und zeigt, welche rechtlichen und politischen Orientierungsrahmen tatsächlich bestehen. Dabei geht es unter anderem um verfassungsrechtliche Grundlagen, unterstützende Positionierungen von Verbänden, kollegiale Zusammenschlüsse sowie die Bedeutung des Beutelsbacher Konsenses. Ergänzend wird Helle Becker eine europäische Perspektive eröffnen und darauf eingehen, wie sich Vorstellungen von politischer Bildung, Wertebezügen und staatlicher Verantwortung in der europäischen Zusammenarbeit bemerkbar machen. Ziel des Vortrags ist es, Orientierung zu geben, Handlungssicherheit zu stärken und Bildungseinrichtungen zu einer klaren demokratischen Haltung zu ermutigen. Frau Perdita Wingerter (Gemeinsam leben & lernen in Europa e. V.) zeigt anhand ihrer Erfahrungen aus zahlreichen lokalen und europäischen Projekten, wie Demokratie und europäische Werte nicht nur vermittelt, sondern aktiv erlebt werden können. Ob durch ehrenamtliches Engagement, Bürgerinitiativen, internationale Begegnungsprojekte oder lokale Mitmachaktionen – nachhaltiges Lernen entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen und ihre Gesellschaft selbst mitgestalten. In ihrem Beitrag gibt sie praxisnahe Einblicke, wie Bildungsarbeit Beteiligung fördert, Selbstwirksamkeit stärkt und Menschen ermutigt, sich aktiv für ein demokratisches Miteinander einzusetzen. Ein weiterer Schwerpunkt sind Argumentationstrainings, die Teilnehmende befähigen, demokratiefeindlichen Aussagen nicht sprachlos gegenüberzustehen, sondern respektvoll, souverän und überzeugend Haltung zu zeigen. Denn eine lebendige Demokratie entsteht nicht allein durch Wissen, sondern dadurch, dass Menschen sich einbringen, unterschiedliche Perspektiven respektieren und gemeinsame Werte im Alltag leben – unabhängig von ihren Erfahrungen, Hintergründen oder gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. , In Breakout-Sessions reflektieren die Teilnehmenden eigene Erfahrungen und tauschen sich darüber aus, wie Offenheit für unterschiedliche Perspektiven und eine klare Orientierung an demokratischen Grundwerten in internationalen Projekten und Mobilitäten zusammengedacht werden können. , Die Veranstaltung richtet sich an Bildungsakteure aus Schule, Hochschule, Berufsbildung, Erwachsenenbildung und Jugendbereich. , Die Veranstaltung wird von EPALE finanziert. Daher ist die Teilnahme kostenfrei. Voraussetzung zur Teilnahme ist lediglich ein EPALE-Konto (siehe Klickanleitung ). Falls Sie sich angemeldet haben, aber am 28.09. doch nicht teilnehmen werden, bitten wir um eine kurze Absage an epale@bibb.de . , Zur Registrierung Anmeldeschluss ist der 25.09.2026 - Max Frost Telefon: 0228 107 1075 E-Mail: epale@bibb.de …