[…] Seite 1 von 1 Stand: 17.07.2026 Informationsblatt zur Arbeitsbeziehung in der Erwachsenenbildung Personal, das von einer geförderten Einrichtung über Erasmus+ in der Erwachsenenbildung zu Auslandsaufenthalten entsandt wird, muss eine Arbeitsbeziehung zu der entsendenden Einrichtung haben. Diese kann bei Bedarf beispielsweise über einen Arbeitsvertrag oder Honorarvertrag nachgewiesen werden, oder anhand einer Aufgabenbeschreibung, die den Beitrag des oder der Teilnehmenden zu den Kernaufgaben der entsendenden Einrichtung erläutert. Generell gilt, dass Personal, das im Ausland arbeitet, nicht an Aktivitäten in dem Land teilnehmen kann, in dem es tätig ist. Darüber hinaus können Dachverbände (z.B. Landesverbände) im Rahmen ihres Erasmus+- Projekts Personal aus ihren Mitgliedseinrichtungen zu Auslandsaufenthalten entsenden. Dies ist möglich, wenn eine Arbeitsbeziehung zwischen dem Dachverband und dem Personal seiner Mitgliedseinrichtungen besteht. Voraussetzung hierfür ist, dass die Einrichtung, bei der das Personal beschäftigt ist, dem entsendenden Dachverband als Mitglied angehört. Bedingung ist eine formalisierte Mitgliederstruktur auf Einrichtungsebene. Hinweise: 1. Mitgliedschaften von Einzelpersonen (natürlichen Personen) begründen keine Arbeitsbeziehung. 2. Lose Netzwerke, Projektpartnerschaften oder Zusammenschlüsse ohne formalisierte Verbands- oder Mitgliederstruktur begründen ebenfalls keine Arbeitsbeziehung. Die formale Verbands- und Mitgliederstruktur ist bei Antragstellung zu dokumentieren. Die Nationale Agentur beim BIBB (NA beim BIBB) behält sich vor, die Arbeitsbeziehung und Mitgliederstruktur im Rahmen von Stichproben zu prüfen. Der entsendende Dachverband trägt die volle Verantwortung für die Durchführung, Qualitätssicherung und ordnungsgemäße Umsetzung der Mobilitätsaktivitäten. Soll Personal in Erasmus+-Projekte eingebunden werden, das zur entsendenden Einrichtung keine der aufgeführten Arbeitsbeziehungen haben, ist eine Entsendung nur im Rahmen einer Konsortialakkreditierung zulässig. Informationsblatt zur Arbeitsbeziehung in der Erwachsenenbildung …
[…] Seite 1 von 1 Stand: 17.07.2026 Informationsblatt zur Arbeitsbeziehung in der Erwachsenenbildung Personal, das von einer geförderten Einrichtung über Erasmus+ in der Erwachsenenbildung zu Auslandsaufenthalten entsandt wird, muss eine Arbeitsbeziehung zu der entsendenden Einrichtung haben. Diese kann bei Bedarf beispielsweise über einen Arbeitsvertrag oder Honorarvertrag nachgewiesen werden, oder anhand einer Aufgabenbeschreibung, die den Beitrag des oder der Teilnehmenden zu den Kernaufgaben der entsendenden Einrichtung erläutert. Generell gilt, dass Personal, das im Ausland arbeitet, nicht an Aktivitäten in dem Land teilnehmen kann, in dem es tätig ist. Darüber hinaus können Dachverbände (z.B. Landesverbände) im Rahmen ihres Erasmus+- Projekts Personal aus ihren Mitgliedseinrichtungen zu Auslandsaufenthalten entsenden. Dies ist möglich, wenn eine Arbeitsbeziehung zwischen dem Dachverband und dem Personal seiner Mitgliedseinrichtungen besteht. Voraussetzung hierfür ist, dass die Einrichtung, bei der das Personal beschäftigt ist, dem entsendenden Dachverband als Mitglied angehört. Bedingung ist eine formalisierte Mitgliederstruktur auf Einrichtungsebene. Hinweise: 1. Mitgliedschaften von Einzelpersonen (natürlichen Personen) begründen keine Arbeitsbeziehung. 2. Lose Netzwerke, Projektpartnerschaften oder Zusammenschlüsse ohne formalisierte Verbands- oder Mitgliederstruktur begründen ebenfalls keine Arbeitsbeziehung. Die formale Verbands- und Mitgliederstruktur ist bei Antragstellung zu dokumentieren. Die Nationale Agentur beim BIBB (NA beim BIBB) behält sich vor, die Arbeitsbeziehung und Mitgliederstruktur im Rahmen von Stichproben zu prüfen. Der entsendende Dachverband trägt die volle Verantwortung für die Durchführung, Qualitätssicherung und ordnungsgemäße Umsetzung der Mobilitätsaktivitäten. Soll Personal in Erasmus+-Projekte eingebunden werden, das zur entsendenden Einrichtung keine der aufgeführten Arbeitsbeziehungen haben, ist eine Entsendung nur im Rahmen einer Konsortialakkreditierung zulässig. Informationsblatt zur Arbeitsbeziehung in der Erwachsenenbildung …
[…] Bildung für Europa 41 Dez. 2025 Journal der Nationalen Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung KI in europäischen Projekten angekommen 14 SALTO Digital Resource Centre 16 KI: Zahlen und Fakten 24 Programmvorschlag Erasmus+ 2 3Impressum Herausgeber: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) 53142 Bonn Tel.: 0228 107-1608 E-Mail: infodienst@bibb.de Internet: www.na-bibb.de LinkedIn: Nationale Agentur Bildung für Europa Verantwortlich: Berthold Hübers Redaktion: Dr. Gabriele Schneider, Sigrid Dreissus-Meurer Redaktionsassistenz: Diana Katsch Redaktionsschluss: 06.10.2025 Bestellungen: Kostenlos über www.na-bibb.de/service/publikationen Erscheinungsweise: Halbjährlich Auflage: 6.000 Gestaltung: Blueberry – Agentur für Design & Markenkommunikation, www.go-blueberry.de Druck: Druckerei Kriechbaumer Gedruckt auf Recyclingpapier Nautilus SuperWhite FSC-, EU Ecolabel zertifiziert Bildnachweis Titel & Inhaltsver zeichnis (S.5): - Kazi/AdobeStock (S. 1); deagreez & ImageFlow/AdobeStock; Projekt VHS Bingen, Projekt AI in ADU, VHS Cham (S. 5). Für unverbindlich eingesandte Manu skripte, Bildmaterial und andere Unter lagen wird keine Haftung übernommen. Artikel, die namentlich gekennzeich net sind, geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder. Nachdruck mit Quellenangabe gestattet. Belegexemplare erbeten. - - - ISSN 1616-5837 - 2 - - Die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) besteht seit dem Jahr 2000 und arbeitet im Auftrag und mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Sie ist Nationale Agentur für das EU-Bildungsprogramm Erasmus+ im Bereich der Berufsbildung und der Erwachsenenbildung in Deutschland. Darüber hinaus nimmt sie zahlreiche europabezogene und internationale Aufgaben im Bereich der Berufsbildung und Erwachsenenbildung wahr. Sie arbeitet eng mit der EU-Kommission sowie auf nationaler Ebene mit Ministerien, Bundesländern, Sozialpartnern, Verbänden, Kammern, Unternehmen, Hochschulen und Bildungs einrichtungen zusammen. www.na-bibb.de www.erasmusplus.de Erasmus+ Berufsbildung und Erwachsenenbildung: Auslandsaufenthalte und Bildungskooperationen im europäischen Ausland. Europäische Agenda Erwachsenenbildung: Nationale Koordinierungsstelle – europäische und nationale Themen vernetzen. Nationales Europass Center: Kompetenzen mit dem Europass ver ständlich darstellen – in ganz Europa. Deutschland EPALE: Nationale Koordinierungsstelle – ePlatform for Adult Learning in Europe. Beratungsservice für Auslands aufenthalte in der Berufsbildung: Information und Beratung für Betriebe, berufliche Schulen und Kammern. MeinAuslandspraktikum: Beratungsangebot für Auszubildende zu Auslandsaufenthalten. AusbildungWeltweit: Weltweite Auslandsaufenthalte von Auszubildenden und Ausbildern/Ausbilderinnen. Hinweis an unsere Abonnentinnen/Abonnenten: Unsere Datenschutzhinweise finden Sie unter: www.na-bibb.de/datenschutz Abbestellungen oder Adressänderungen an: infodienst@bibb.de http://www.na-bibb.de/service/publikationen http://www.go-blueberry.de http://www.na-bibb.de www.erasmusplus.de mailto:infodienst@bibb.de http://www.na-bibb.de http://www.na-bibb.de/datenschutz mailto:infodienst@bibb.de 2 3 Bildung für Europa | Dezember 2025 Editorial Liebe Leserinnen, liebe Leser, die digitale Transformation macht in Europa keine Pause und Künst liche Intelligenz (KI) hat sich als treibende Kraft in vielen Bereichen etabliert. In dieser Ausgabe widmen wir uns einem Thema, das nicht nur Zukunftsperspektiven aufzeigt, sondern auch bereits heu te in zahlreichen Erasmus+-Projekten eine zentrale Rolle spielt: KI. - - Mit der rasanten Entwicklung von KI-Tools und -Anwendungen erleben wir eine wesentliche Veränderung der Lern- und Lehrpro zesse. Vom Sprachtraining über digitale Lernassistenten bis hin zu innovativen Anwendungen in der Berufs- und Erwachsenenbil dung – KI verändert die Art und Weise, wie wir lernen, lehren und arbeiten. In den Good-Practice-Beispielen, die wir Ihnen in dieser Ausgabe vorstellen, können Sie einen lebendigen Eindruck davon gewinnen, wie europäische Bildungsprojekte KI gezielt einsetzen, um neue Lernmethoden zu erproben und die Digitalisierung sinn voll zu gestalten. - - - Besonders spannend in der Berufsbildung ist beispielsweise die Nutzung von KI im Erasmus+-Projekt „Career Intelligence“, das einen Lernassistenten entwickelt hat, der Jugendlichen bei der Berufsorientierung unterstützt und ihre Karriereplanung indivi duell fördert. Für den Bereich der Erwachsenenbildung zeigt die Volkshochschule Bingen in einem spannenden Praxisbeispiel, wie KI gezielt zur Entwicklung von Unterrichtsmaterialien und zur Opti mierung von Lernprozessen eingesetzt werden kann. - - Gleichzeitig möchten wir Sie in dieser Ausgabe auf den Programm vorschlag für Erasmus+ 2028-2034 aufmerksam machen. Die po sitive Botschaft: Der politische Prozess zur Gestaltung des Nach folgeprogramms ist auf einem guten Weg und der Vorschlag der EU-Kommission sieht vor, dass die Mittel von 26 auf 41 Milliarden Euro steigen sollen – trotz der auch in Europa angespannten Haus - - - - haltslage. Dennoch: Angesichts der ambitionierten Ziele und mit Blick auf den Finanzierungsumfang, den wir 2027 erreicht haben werden, muss man feststellen, dass das vorgeschlagene Budget nicht ausreichen wird, um die festgelegten Ziele im Bildungsbe reich vollständig zu erreichen und weiter zu wachsen. Das ist ein Thema, das uns alle betrifft, und wir laden Sie ein, mehr über die geplanten Änderungen zu erfahren und sich aktiv an der Diskussi on zu beteiligen. - - Europa lebt von der Vielfalt der Ideen und von der Zusammen arbeit über Grenzen hinweg. Die Projekte, die in dieser Ausgabe vorgestellt werden, zeigen, wie KI als Motor für Innovation in der europäischen Bildung wirkt. Lassen Sie sich von den praxisnahen Beispielen inspirieren und entdecken Sie, wie KI dazu beiträgt, das Lernen von morgen zu gestalten. - Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen und einen spannenden Einblick in die Entwicklungen, die die Zukunft der Bildung prägen werden. Mit einem herzlichen Gruß aus Bonn Berthold Hübers Leiter der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim BIBB © N A b ei m B IB B 4 5 Inhalt Nr. 41 | Künstliche Intelligenz 06 Lernen, Lehren, Künstliche Intelligenz Neue Chancen durch Erasmus+ 09 Kompetenzmodell AIComp Künstliche Intelligenz erfolgreich in Beruf und Alltag nutzen 10 Der neue Rechtsrahmen für Künstliche Intelligenz Auswirkungen der KI-Verordnung auf den Bildungsbereich 13 Good Practice: Erasmus+ meets KI in Essen Impulse für Ausbildung in Informatik, Elektronik und Robotik 14 Europäisches SALTO Digital Resource Centre Auftrag: Förderung der digitalen Bildung europaweit 16 Infografik: Künstliche Intelligenz Ausgewählte Facts zur Stimmung in der Gesellschaft 18 Good Practice: Mit KI in die Bildung von morgen Volkshochschule profitiert von Austausch 19 Good Practice: Career Intelligence Entwicklung eines KI-basierten Lernassistenten für die berufliche Bildung 20 Good Practice: KI in der Erwachsenenbildung Einsatzpotenziale mit Fokus auf Sprachenlernen 21 KI in der Grundbildung Gespräch mit einem Dozenten beim Bayerischen Volkshochschulverband Erasmus+ 22 Erasmus+-Antragsrunde 2025 Rekordergebnisse bei Auslandsaufenthalten, Partnerschaften etwa auf Vorjahresniveau 24 Programmvorschlag Erasmus+ 2028-2034 Starkes Programm mit knappem Budget 26 European Innovative Teaching Award 2025 Zwei deutsche Projekte aus der Erwachsenenbildung ausgezeichnet 28 Erasmus+ vernetzt Europa Wie Teilnehmende von TCAs profitieren 30 Infosplitter 32 Antragsfristen 4 5 Bildung für Europa | Dezember 2025 - 06 Lernen, Lehren, KI 10 Europäische KI-Verordnung 18 VHS profitiert von KI 20 Sprachenlernen mit KI 26 European Teaching Award 2025 „Der European Teaching Award 2025 ver deutlicht, dass europäische Projekte nicht nur Konzepte hervorbringen, sondern konkrete Veränderungen im Leben von Menschen. “ 6 7Künstliche Intelligenz © I m ag eF lo w /A do be St oc k Lernen, Lehren, Künstliche Intelligenz Neue Chancen durch Erasmus+ 6 7 Bildung für Europa | Dezember 2025 S eit der Veröffentlichung von ChatGPT Ende 2022 hat das Thema Künstliche Intelligenz (KI) weltweit an Fahrt aufge nommen. Inzwischen gibt es unzählige Tools, deren Vielfalt und ständige Wei terentwicklung es schwer machen, ei nen Überblick zu behalten. - - - Darüber hinaus wurde mit dem Inkrafttreten der EU-Verordnung über Künstliche Intelli genz (AI Act) im Sommer 2024 erstmals ein europäischer Rahmen geschaffen, der für mehr Systematik sorgt. Das Programm Eras mus+ bietet in diesem Zusammenhang ein besonderes Experimentierfeld, um das The ma KI in seinen verschiedenen Facetten auf zugreifen und KI-Tools in unterschiedlichen Kontexten der Berufs- und Erwachsenenbil dung zu erproben. - - - - - KI in der Berufsbildung Die europäische Berufsbildung muss ange sichts der hochdynamischen Entwicklungen besonders im Bereich der generativen KI sowohl aus technologischer als auch didak tischer und ethischer Perspektive Kompe tenzen entwickeln. - - - Partnerschaften für Zusammenarbeit Unter den Partnerschaftsprojekten, die im Rahmen der Priorität „Digitaler Wandel“ in Erasmus+ gefördert werden, sind ab 2020 nur singulär und dann ab 2023 zunehmend KI-Themen. Die Projekte untersuchen, wie Künstliche Intelligenz Branchen bzw. Berufs bilder beeinflusst und welche Anpassungen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung erforderlich sind, um mit den rasanten Ent wicklungen Schritt zu halten. - - Die Projekte können strukturiert werden nach Grundlagenwissensvermittlung, Kom petenzentwicklung, Chatbots sowie KI in ausgewählten Branchen, z.B. Landwirt - - schaft/Ernährung, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Mechanik/Industrie 4.0, Tou rismus/Gastgewerbe, Multimediasektor und Kreativwirtschaft. Dazu werden Trainings und Tools entwickelt, wie spezifische Prompt-Ka taloge und die flexible Integration von KI-Modellen in Lernplattformen. Lehr- und Lerninhalte für den Einsatz von KI und Ava taren in der praktischen beruflichen Bildung für die Bereiche der Chemie, Biologie, IT und der Mechatronik werden erarbeitet, um den digitalen Transformationsprozess zu unter stützen. Ergänzend wird für EU-Vorschriften sensibilisiert, um etwa ein besseres Ver ständnis der KI-Verordnung, einschließlich Risikoklassifizierung, Compliance, Transpa renz, Data Governance und die Gewährlei stung ethischer KI-Praktiken zu schaffen. - - - - - - - Chatbots unterstützen Jugendliche bei der Berufswahl und Einarbeitung. Neue Perspek tiven für das Mentoring von Jugendlichen entstanden in einer Kooperationspartner schaft mittels KI-gestützter Lernassistenten. Ein im Jahr 2025 gestartetes neues Projekt modernisiert die Einarbeitung internationa ler Auszubildender durch eine KI-gestützte, spielerische Plattform, die Inklusion, interkul turelle Kompetenz und berufliche Einsatzbe reitschaft fördert. Der assistierte Einsatz von KI und Avataren als Bildungstechnologie hat das Potenzial, Ausbilderinnen und Ausbilder bei repetitiven Aufgaben zu entlasten sowie Auszubildende individueller zu unterstützen. - - - - - Ein anderes Projekt kombiniert die nachhal tigkeitsbezogenen Verantwortungsbereiche von Organisationen mit KI und entwickelt zur Implementierung der ESG-Kriterien (Um welt, Soziales und Unternehmensführung) der Vereinten Nationen ein auf einer KI-ba sierten E-Learning-Plattform beruhendes zertifiziertes Weiterbildungsangebot auf Niveau 5 des Europäischen Qualifikations rahmens. - - - - Eine aktuelle Kooperationspartnerschaft hat zum Ziel, die Stärkung der Ernährungs kompetenz und Ernährungserziehung in der beruflichen Bildung mit Schwerpunkt auf verarbeitete Lebensmittel und nachhaltigem Konsum durch die Entwicklung einer KI-ge stützten App zur Ernährungsüberwachung mit Gesundheitssimulation zu fördern. - - Schließlich entwickeln einige Projekte grundlegende KI-Kompetenzen für prak tische Bedarfe in KMU, um deren Innovati onsfähigkeit zu sichern. - - Mobilitätsprojekte Künstliche Intelligenz verändert zunehmend die internationale Zusammenarbeit in der Berufsbildung – auch im Rahmen von Eras mus+-Mobilitätsprojekten. Während Aus landsaufenthalte in der Vergangenheit vor allem dazu dienten, interkulturelle Kompe tenzen und Sprachkenntnisse zu vertiefen, gewinnen heute technologische Erfah rungen an Bedeutung. Besonders in wirt schaftsstarken Regionen mit ausgeprägtem Mittelstand nutzen Berufsschulen und Aus bildungsbetriebe Erasmus+, um Auszubil denden aus technischen Bildungsgängen den Zugang zu neuen und anderen Techno logien zu eröffnen. - - - - - - - - Ein prägnantes Beispiel ist der Umgang mit spezialisierter KI-Software: Viele Betriebe er möglichen ihren Auszubildenden einen Aus landsaufenthalt mit Erasmus+, damit sie im Gastland mit Anwendungen arbeiten kön nen, die ihnen im Entsendeland nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Dabei geht es nicht nur um den praktischen Kompetenzerwerb, sondern auch um den Innovationsvorsprung, den internationale Mobilität ermöglicht. In einigen Bildungs gängen wird der Praxisaufenthalt gezielt mit konkreten Zusatzqualifikationen kombiniert, wie etwa bei Auszubildenden in der Elektro nik für Informations- und Systemtechnik, die zusätzlich die Qualifikation „Digitale Vernet zung und Programmierung“ erwerben. Eras mus+ Mobilität wird somit zu einem stra tegischen Baustein, um Fachkräfte auf die digitalen Anforderungen des Arbeitsmarktes vorzubereiten. - - - - - - - - Doch nicht nur für die Auszubildenden, son dern auch für die Lehrenden wächst die Be deutung von KI rasant. Immer stärker nach gefragt sind Inhalte, die den Einsatz digitaler Werkzeuge in der Pädagogik thematisieren. So verzeichnen Kurse wie „Integrating AI into language teaching and learning“ eine hohe Nachfrage. Die Vermittlung von Medi enkompetenzen hat gerade, aber nicht nur, in technischen Ausbildungsberufen einen hohen Stellenwert. - - - - Darüber hinaus trägt KI dazu bei, Teilha be zu ermöglichen und Bildung inklusiver zu gestalten. Digitale Tools erleichtern den Zugang für Lernende mit Sprachbarrieren oder mit besonderen Unterstützungsbedar fen. Automatische Übersetzungen, adaptive Lernsysteme oder individualisierte Hilfestel lungen machen es möglich, Bildungspro zesse stärker an den Fähigkeiten und Be - - - - - Künstliche Intelligenz 8 9 dürfnissen einzelner Schülerinnen und Schüler auszurichten. KI in der Erwachsenenbildung Partnerschaften für Zusammenarbeit In den Partnerschaftsprojekten der Erwach senenbildung tauchte das Thema KI zum ersten Mal 2020 explizit in einem Projekt auf, das sich mit diesem damals ganz neuen Thema auseinandersetzte und einen modu laren Grundlagenkurs für Lehrende und Ler nende entwickelte. In den darauffolgenden Antragsjahren 2021 und 2022 war KI als ei genes Projektthema kaum und eher indirekt vorhanden. - - - - Erst im Antragsjahr 2023, kurz nach dem weltweiten Bekanntwerden von generativen KI-Modellen, zeigte sich das Thema dann in den Projekten als ein erstes Herantasten: So ging es in einer Kooperationspartnerschaft um personalisierte und flexible Lernwege durch den Einsatz von KI-Technologien insbesondere im Sprachenlernen; in einer kleineren Partnerschaft stand die Reflexion über KI und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt im Mit telpunkt. Seit dem Antragsjahr 2024 hat sich das Bild vollständig gewandelt und KI ist klar in der Projektarbeit angekommen: Sowohl in den kleineren Partnerschaften als auch in den Kooperationspartnerschaf ten wird KI auf verschiedene Kontexte und Zielgruppen angewendet. Nun reichen die - - Themen von der Begleitung von Eltern in der Medienbildung, über die Anwendung von KI im Sprachenlernen für Migrantinnen und Migranten bis hin zu Lernsettings für das Empowering von Frauen, dem Einsatz von KI für Kunst- und Kulturschaffende so wie der Stärkung von Cyber-Resilienz. 2025 stehen dabei insbesondere die Verknüpfung von KI und Inklusion von verschiedenen Ziel gruppen sowie Aspekte der Cyber-Sicherheit und eines kritisch-bewussten Umgangs mit KI im Fokus. - - Neben diesen explizit bearbeiteten KI-The men gibt es noch zahlreiche Projekte zu an deren Themen, bei denen der Einsatz von KI-Tools eine wichtige Rolle spielt – das Aus maß davon lässt sich allerdings nur schwer feststellen. - - - Mobilitätsprojekte In den Mobilitätsprojekten der Erwachse nenbildung zeigt sich ein ganz ähnliches Bild: Vor 2023 gab es immer wieder Projekte im Themenbereich Digitalisierung, aber ex plizit zu Künstlicher Intelligenz finden sich vor allem ab dem Antragsjahr 2024 mehrere Projekte. Im Fokus steht hier beispielsweise das Erproben, wie KI-Tools auf administra tive Workflows, auf die Steigerung von or ganisatorischer Effizienz und inklusiven As pekten sowie auf die Modernisierung von Lehrmethoden und die Personalisierung von Lernen angewendet werden können. Dabei spielen auch Überlegungen zur Förderung des kritischen Denkens sowie ein verant wortungsvoller und ethisch angemessener Umgang mit KI eine große Rolle. - - - - - - Fazit und Ausblick Insgesamt bleibt festzuhalten, dass sich Erasmus+ einerseits sehr gut dazu eignet, ein Experimentierfeld für Themen zu bie ten, eine vielseitige Plattform zum Erproben innovativer Bildungsansätze. Andererseits können im Rahmen europäischer Koope rationen gezielte Weiterbildungsangebote entwickelt und Teile der Ausbildung als Zu satzqualifikationen im Bereich Künstliche In telligenz vermittelt werden. - - - - Die NA beim BIBB unterstützt Antragsteller und Projekte dabei insbesondere durch die Themenseite zur digitalen Bildung, auf der neben einer Orientierung an verschiedenen Dimensionen von Digitalisierung auch Bei spiele guter Praxis zu finden sind. - Wichtig bleibt bei alledem, eine vernünf tige und sinnvolle Balance zu wahren: KI eröffnet nahezu unbegrenzte Chancen für die Projekte, doch ein bewusster Einsatz muss den Wert menschlicher Kreativität, kri tischen Denkens und die transnationale Zu sammenarbeit menschlicher Akteure in den Mittelpunkt stellen – genau das prägt ihren eigentlichen europäischen Mehrwert. - - - www.na-bibb.de/digitale-bildung DR. TORSTEN DUNKEL Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Team „Innovation und Kooperation in der Berufsbildung, Europass“ in der NA beim BIBB dunkel@bibb.de MICHAEL MARQUART Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Team „Erwachsenenbildung: Erasmus+ Kooperationsprojekte, EPALE“ in der NA beim BIBB marquart@bibb.de INGA VAN DEN THILLART Mitarbeiterin im Projektmonitoring Team „Mobilität und Internationalisie rung der Berufsbildung“ in der NA beim BIBB - thillart@bibb.de Künstliche Intelligenz © N A b ei m B IB B http://www.na-bibb.de/digitale-bildung mailto:marquart@bibb.de mailto:dunkel@bibb.de mailto:thillart@bibb.de 8 9 Bildung für Europa | Dezember 2025 - - - - - - - - - - Kompetenzmodell AIComp Künstliche Intelligenz erfolgreich in Beruf und Alltag nutzen D er Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) gibt der digitalen Transformation weiter Auftrieb und stellt die Men schen in ihrer Lebens- und Arbeitswelt vor immer neue Herausforderungen. Welche Kompetenzen müssen sie haben, um fit für eine durch schnellen Wandel geprägte Zukunft zu sein? Ein Ergebnis der Forschung zu den sogenannten Future Skills ist das Kompetenzmodell AIComp (Artifi cial Intelligence Competences). Es wurde als Teil der Projekte KI-Campus und KI-Campus Hub Baden-Württemberg von NextEduca tion erarbeitet und basiert auf einer empi rischen Studie mit über 1.600 Berufstätigen in Baden-Württemberg aus dem Jahr 2023. Diese wurden zu Kompetenzen befragt, die für die effektive Nutzung von KI erforderlich sind. AIComp zeigt Bedingungen für erfolg reiches berufliches und privates Handeln auf und liefert somit gleichzeitig wichtige Hin weise zu potenziellen Bildungsmaßnahmen. Nachstehend bilden wir die zwölf Kompe tenzfelder ab, die im Rahmen der Studie identifiziert wurden. Das Modell selbst be schreibt für jedes Kompetenzfeld exempla risch Wissen, Fähigkeiten und Werteeinstel lungen. Die umfassende Dokumentation des Forschungsprojektes und seiner Ergebnisse mitsamt dem AIComp-Modell finden Sie unter https://next-education.org/de/ projekte/ai-comp/ Grafik „Zwölf Kompetenzfelder im AIComp-Modell“ von NextEducation unter CC BY-NC-ND, https://next-education.org/downloads/AIComp_Part_2_Kompetenzmodell_final.pdf, S. 26 Künstliche Intelligenz https://next-education.org/de/projekte/ai-comp/ https://next-education.org/de/projekte/ai-comp/ https://next-education.org/downloads/AIComp_Part_2_Kompetenzmodell_final.pdf 10 11 © d ea gr ee z/ A do be St oc k - Der neue Rechtsrahmen für Künstliche Intelligenz Auswirkungen der KI-Verordnung auf den Bildungsbereich I m Juli 2024 wurde die EU-Verordnung über Künstliche Intelligenz verabschiedet. Sie ist das weltweit erste umfassende Regel werk für die Entwicklung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Besonders strenge Vorgaben gelten für KI-Systeme, die in sensiblen Bereichen zum Einsatz kommen. Dazu zählt auch die allgemeine und berufliche Bildung. Sollen KI-Systeme künftig in Lehr- und Lernprozesse integriert werden, müssen eine Vielzahl rechtlicher, technischer und organisatorischer Anforderungen umgesetzt werden. 10 11 Bildung für Europa | Dezember 2025 Entwicklerinnen und Entwickler von KI-An wendungen sowie Bildungseinrichtungen sollten sich daher frühzeitig mit den neuen Vorgaben vertraut machen. - Schlüsselelemente des neuen Rechtsrahmens Die KI-Verordnung schafft EU-weit einheit liche Regeln für den Umgang mit Künst licher Intelligenz. KI soll sicher und ver trauenswürdig sein sowie im Einklang mit europäischen Werten und Grundrechten entwickelt und verwendet werden. Die Ver ordnung basiert auf einem risikobasierten Ansatz. Dieser stellt sicher, dass nicht alle KI-Systeme gleichermaßen reguliert wer den, sondern dass sich Art und Umfang der Vorgaben am jeweiligen Risiko orientieren. Besonders schädliche oder missbräuchliche Praktiken sind gänzlich verboten. Hierzu gehören etwa Systeme zur Verhaltensmani pulation oder zur Bewertung von Personen anhand sozialer Merkmale (Social Scoring). - - - - - - Weniger offensichtlich, aber ebenso verbo ten ist der Einsatz von KI-Systemen, die in Bildungseinrichtungen zur Ableitung emo tionaler Zustände genutzt werden, etwa durch die Analyse von Mimik, Stimme oder Körpersprache. Auch wenn der Einsatz sol cher Systeme technisch möglich und in eini gen Fällen pädagogisch geboten erscheinen mag, ist Vorsicht geboten. Bildungsein richtungen, Träger und Anbieter digitaler Lernsysteme sollten daher KI-gestützten Emotionserkennungssystemen besondere Zurückhaltung üben und im Zweifel darauf verzichten. - - - - - Hochrisikofälle in der allgemeinen und beruflichen Bildung Der Kern der KI-Verordnung liegt in der Re gulierung sogenannter Hochrisiko-KI-Sys teme. Diese sind nicht verboten, werden jedoch mit einem erhöhten Gefährdungs potenzial in Verbindung gebracht. Sie dür fen daher nur in Verkehr gebracht oder eingesetzt werden, wenn strenge Anforde rungen an Qualität, Sicherheit und Transpa renz erfüllt werden. - - - - - - Als hochriskant gelten unter anderem KI-Anwendungen, wenn sie in besonders grundrechtssensiblen Bereichen wie der Justiz oder im Beschäftigungskontext ein gesetzt werden. Erfasst sind jedoch auch - KI-Systeme im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung. Konkret betrifft dies Anwendungen, die über den Zugang zu Bildungseinrichtungen entscheiden, Lernergebnisse bewerten, Kompetenzen feststellen oder zur Prüfungsüberwachung eingesetzt werden. Der Gesetzgeber sieht in diesen Fällen ein besonders hohes Risi ko, da fehlerhafte, unausgewogene oder intransparente KI-Entscheidungen Bildungs biografien beeinträchtigen und die weite ren Berufs- und Lebenswege der betrof fenen Personen nachhaltig beeinträchtigen können, etwa indem sie den Zugang zu be stimmten Ausbildungs- oder Karrierewegen ungerechtfertigt erschweren oder zukünf tige Leistungsbewertungen verzerren. - - - - - - Aus diesem Grund gelten hohe Anforde rungen an die Entwicklung, den Betrieb und die laufende Kontrolle von Hochrisi ko-KI-Systemen. Anbieter solcher Systeme, also Unternehmen oder Institutionen, die eine KI entwickeln oder unter eigenem Namen in Verkehr bringen, müssen unter anderem ein Risikomanagementsystem einführen, die Qualität von Trainings- und Testdaten sicherstellen, eine technische Dokumentation und Gebrauchsanleitung bereitstellen sowie ein Konformitätsbewer tungsverfahren durchlaufen. Auch Betreiber von Hochrisiko-KI-Systemen, etwa Berufs schulen, Kammern oder Weiterbildungs träger, haben eigenständige Pflichten. Sie müssen sicherstellen, dass das System nur im vorgesehenen Rahmen genutzt wird, qualifiziertes Personal die Aufsicht über nimmt und die Nutzung überwacht wird. Treten Probleme oder Vorfälle auf, sind die se zu dokumentieren und zu melden. - - - - - - - Da mit der Einstufung als Hochrisi ko-KI-System weitreichende Anforderungen und Pflichten verbunden sind, sieht die KI-Verordnung in bestimmten Fällen eine Ausnahme vor. Nach Art. 6 Abs. 3 KI-VO entfällt die Hochrisikoeinstufung, wenn von dem System kein erhebliches Risiko für die betroffenen Personen ausgeht. Diese Aus nahme greift insbesondere dann, wenn die KI keine eigenständigen Entscheidungen trifft, sondern lediglich unterstützend wirkt, etwa bei der Datenvorverarbeitung oder der Vorbereitung menschlicher Bewer tungen. Je geringer der Einfluss der KI auf die zutreffende Entscheidung und je stärker die Kontrolle durch den Menschen, desto - - - eher kann die Ausnahme Anwendung fin den. Die Ausnahmeregelung trägt damit dem risikobasierten Ansatz der Verordnung Rechnung und stellt sicher, dass nur solche Systeme als hochriskant eingestuft werden, die tatsächlich ein relevantes Risiko für Bil dungschancen und Teilhabe begründen. - - Horizontale Pflichten: Transparenz und KI-Kompetenzen Neben den besonderen Vorschriften für Hochrisiko-KI-Systeme enthält die KI-Ver ordnung auch grundlegende Pflichten, die für alle KI-Anwendungen gelten. Sie sollen Transparenz, Nachvollziehbarkeit und ei nen verantwortungsvollen Umgang mit KI gewährleisten, unabhängig von der Risiko klassifizierung des Systems. - - - Eine zentrale Anforderung betrifft die Trans parenz gegenüber Nutzenden. Sie sollen er kennen können, ob sie mit einem KI-System interagieren oder ob Inhalte künstlich er zeugt wurden. Dies gilt insbesondere für Anwendungen, die unmittelbar mit Men schen interagieren, etwa als Chatbot oder Lernassistent. Geht aus dem Kontext nicht ohne Weiteres hervor, dass es sich um ein KI-System handelt, müssen Nutzende über den KI-Einsatz informiert werden. Gleiches gilt, wenn eine KI zur Emotionserkennung oder biometrischen Kategorisierung einge setzt wird. Auch in diesen Fällen ist ein kla rer Hinweis erforderlich. - - - - - - Neben diesen Transparenzvorgaben wurde als weitere horizontale Pflicht die Sicher stellung von KI-Kompetenz eingeführt, um einen sachgerechten und verantwortungs vollen Einsatz von KI-Systemen zu gewähr leisten. Wer KI-Systeme entwickelt, betreibt oder einsetzt, muss sicherstellen, dass die beteiligten Personen über angemessene Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen. Er forderlich sind kontextspezifische Kompe tenzen, um Funktionsweise, Grenzen und Risiken des jeweiligen Systems nachvoll ziehen und einschätzen zu können. Sollen KI-Systeme im Bildungsbereich eingesetzt werden, ist daher sicherzustellen, dass alle beteiligten Personen (etwa Lehr-, Fach- oder IT-Personal) die Funktionsweise der Systeme verstehen, deren Ergebnisse einordnen und mögliche Fehlfunktionen erkennen können. - - - - - - Künstliche Intelligenz 12 13 Ausblick Die KI-Verordnung bildet künftig den zentra len Bezugsrahmen für die Entwicklung und den Einsatz von KI in der Europäischen Union. Aufgrund ihres breiten Anwendungsbereichs erfordert ihre Umsetzung in vielen Bereichen neue Routinen und Verantwortlichkeiten. Da bei dürfen die neuen Vorgaben nicht isoliert betrachtet werden, sondern müssen mit be stehenden Regelungsbereichen, insbesondere dem Datenschutzrecht, in Einklang gebracht werden. Gerade im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung wird deutlich, dass der Einsatz von KI zunehmend nicht nur tech nische und pädagogische, sondern auch recht liche Fragen aufwirft. Einige Vorgaben, wie das Verbot bestimmter Systeme und die Sicher stellung von KI-Kompetenz, gelten bereits seit dem 2. Februar 2025. Ab dem 2. August 2026 treten zudem die Anforderungen für Hochri siko-KI-Systeme in Kraft, die insbesondere für Anwendungen zur Bewertung von Lernergeb - - - - - - - - nissen, zur Kompetenzfeststellung oder zur Prüfungsüberwachung von Bedeutung sind. Der verbleibende Zeitraum sollte genutzt wer den, um rechtzeitig geeignete Strukturen und Kompetenzen aufzubauen, Zuständigkeiten zu definieren und Verfahren zu entwickeln, die ei nen sicheren und rechtskonformen Einsatz von KI-Systemen ermöglichen. - - https://eur-lex.europa.eu/legal-content/ DE/TXT/HTML/?uri=OJ:L_202401689 KI-Grundlagenschulung zum AI-Act für das Ausbildungs-und Prüfungspersonal: https://leando.de - Der risikobasierte Ansatz in der KI-Verordnung Künstliche Intelligenz Inakzeptables Risiko z.B. Social Scoring, Manipulation von Personen Verbote KI-Systeme mit einem inakzeptablen Risiko, die im Wi derspruch zu den Werten der EU und den Grundrechten stehen, z.B. Emotionserkennungssysteme in Bildungs einrichtungen. - - Für alle KI-Systeme: KI-Kompetenz Für bestimmte KI-Systeme: Transparenz Hohes Risiko z.B. Sicherheitsrelevante Komponenten von Produkten, Kritische Infrastrukturen, Bildung, Beschäftigung, Justiz Erlaubt unter strengen Auflagen KI-Systeme, die als Produkt oder Produktbestandteil sicherheitsreguliert sind oder die in einem besonders sensiblen Bereich eingesetzt werden sollen. Diese Hochrisiko-KI-Systeme unterliegen verbindlichen Anforderungen und müssen besonders sicher und vertrauenswürdig sein. Hochrisiko-KI in der beruflichen Bildung • Zugang, Zulassung und Zuweisung zu Bildungsreinrichtungen • Bewertung von Lernergebnissen • Bewertung des angemessenen Bildungsniveaus • Überwachung während Prüfungen Kein oder minimales Risiko z.B. Spamfilter, Videospiele Erlaubt ohne Einschränkungen KI-Systeme mit minimalem oder keinem Risiko unterliegen keinen regu latorischen Vorgaben durch die KI-Verordnung. - SEBASTIAN STRAUB Rechtsanwalt und seit 2018 wissenschaftlicher Berater bei der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH mit Schwer punkt Technologie- und Datenrecht. © p riv at https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=OJ:L_202401689 https://leando.de 12 13 Bildung für Europa | Dezember 2025 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Good Practice: Erasmus+ meets KI in Essen Impulse für Ausbildung in Informatik, Elektronik und Robotik © F EH Am Heinrich-Nixdorf-Berufskolleg (HNBK) in Essen zeigt sich, wie Auslandsaufenthalte im Rahmen von Erasmus+ die Ausbildung in In formatik, Elektronik und Robotik bereichern. Immer mehr Inhalte greifen direkt auf Anwen dungen von Künstlicher Intelligenz (KI) zu und machen sie für Lernende praxisnah erfahrbar. Frankreich-Projekt: KI in autonomen Systemen Besonders eindrücklich ist das Traineepro gramm mit dem Lycée Louis Armand in Frankreich. Hier entwickelten binationale Teams autonome Rover, also ferngesteuerte Fahrzeuge, sowie 3- und 4-Achsen-Roboter arme mit Kameras und Greifsystemen. Neben KI-basierten Steuerungselementen spielten auch Algorithmen, Vernetzung und Kreativität eine Rolle. Diese Praxisphasen führten dazu, dass Lernende ohne Programmier- oder Kon struktionskenntnisse bereits nach kurzer Zeit eigenständig komplexe Aufgaben im inter nationalen Kontext lösen konnten. Hürden in Sprache und Kommunikation wurden Schritt für Schritt abgebaut. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den französischen Partnern erwies sich als entscheidender Erfolgsfaktor. Während das HNBK seine Expertise in Elektronik und Pro grammierung einbringt, hat das französische Lycée Stärken in Konstruktion, Design und Ro botik. Gegenseitiges Lernen und ein offener Austausch über neue Ideen und Technologien ließen so Projekte wie den Rover stetig wach sen. Aus den EU-Erfahrungen entstand sogar eine neue Lernumgebung, die nun in beide Schulsysteme einfließt. Intelligente Häuser in Norwegen Auch in Norwegen konnten Auszubildende ihr Wissen praktisch vertiefen. Gemeinsam mit norwegischen Lernenden entwickelten sie ein Smart-Home-Modell mit Solartechnik, Sensoren, Zugangskontrolle und Vernetzung durch das Internet (Internet of Things, IOT). Besonders wertvoll waren die gemeinsame Installation und Anpassung des IOT-Brokers zur Überwachung und Steuerung des Hauses, bei der die Teams eigenständig Probleme ana lysierten und Lösungen erarbeiteten. Durch die Präsentation ihrer Ergebnisse auf Englisch wuchsen die Jugendlichen in ihrer Selbststän digkeit – fachlich wie sprachlich. Mehrfache Besuche norwegischer Schüle rinnen und Schüler sowie von Lehrkräften am HNBK führten darüber hinaus zu ge meinsamen Projekten im Bereich Robotik, Cyber Security und Europäischer Installati onsbus (KNX). Ergänzt wurde dies durch Job- Shadowings, bei denen Lehrkräfte neue Me thoden und Ansätze kennenlernten. Erasmus+ als Motor der Schulent wicklung Seit der Erasmus+-Akkreditierung ist Interna tionalität am HNBK selbstverständlich. Aus landsaufenthalte in Frankreich, Norwegen, Irland und Spanien gehören zum Schulalltag, genauso wie die Aufnahme internationaler Lernender, die an Projekten teilnehmen oder Kurse besuchen. Das EU-Team ist deutlich ge wachsen, die Projektergebnisse fließen direkt in den Unterricht ein – von neuen Methoden und Lehrmaterialien bis zu Projekten, die so wohl für die Auszubildenden in der dualen Berufsausbildung als auch für das Berufliche Gymnasium und die Höhere Berufsfachschule Anwendung finden. KI wird am Heinrich-Nix dorf-Berufskolleg nicht theoretisch im Klas senzimmer behandelt, sondern konsequent handlungsorientiert umgesetzt. PROJEKTINFO Projekttitel: Mit dem HNBK unterwegs in Europa Projektnummer: 2023-1-DE02-KA121-VET-000118936 Laufzeit: 01.06.2023 - 31.05.2025 Beteiligte Länder: FR, NO Koordinator: OStR Dr. Jörg Dixkens Kontakt: j.dixkens@hnbk.de Website: https://hnbk.de/index.php/europa/ Künstliche Intelligenz mailto:j.dixkens@hnbk.de https://hnbk.de/index.php/europa/ 14 15 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Europäisches SALTO Digital Resource Centre Auftrag: Förderung der digitalen Bildung europaweit Künstliche Intelligenz S ALTO Digital unterstützt die digitale Transformation von Bildung und Ju gendarbeit europaweit, indem es eine breite Palette an praxisnahen Mate rialien, Werkzeugen, Berichten und Publikationen bereitstellt, die auf un terschiedliche Zielgruppen wie Natio nale Agenturen, politische Entschei dungsträgerinnen und -träger sowie Erasmus+-Projektträger zugeschnitten sind. Es stellt zudem Beispiele guter Praxis aus den Programmen Erasmus+ und Europäisches Solidaritätskorps vor, die digitale Dimensionen umsetzen. Digitale Transformation Projekte, die im Rahmen von Erasmus+ und dem Europäischen Solidaritätskorps (ESK) ge fördert werden, können eine wichtige Rolle bei der Entwicklung individueller und institutionel ler digitaler Bereitschaft sowie von Kapazitäten und Kompetenzen spielen. Sie können somit dazu beitragen, allen Menschen die gleichen Chancen auf ein erfolgreiches Leben, Arbeit und aktive Bürgerschaft zu bieten. Die besondere Bedeutung der digitalen Trans formation in Bildung und Ausbildung liegt dar in, dass sie systemische Veränderungsprozesse anstößt. Der gezielte Einsatz digitaler Techno logien, Künstlicher Intelligenz (KI) und ande rer neuer Technologien kann neue Lern- und Kommunikationsmöglichkeiten eröffnen, den Zugang zu Informationen verbessern und mo derne pädagogische Ansätze fördern, um die Qualität von Lehre und Lernen in formalen wie auch nicht-formalen Kontexten zu steigern. Europäisches SALTO Digital Resource Centre Das SALTO Digital Resource Centre unterstützt die Umsetzung der digitalen Transformation als übergreifende Priorität in den Programmen Erasmus+ und Europäisches Solidaritätskorps. Das Zentrum fungiert als Drehscheibe zwischen Politik und Praxis mit dem Ziel, die Qualität der digitalen Bildung und Jugendarbeit kontinuier lich zu steigern. SALTO Digital arbeitet in den Bereichen Schulbildung, berufliche Aus- und Weiterbildung, Hochschulbildung, Erwachse nenbildung und Jugend und kooperiert eng mit 54 Nationalen Agenturen in 33 Ländern. Zu den Schwerpunkten von SALTO Digital zäh len der Aufbau eines starken digitalen Ökosys tems für Bildung, Ausbildung und Jugendar beit, die Förderung digitaler Kompetenzen, die Unterstützung digitaler und virtueller Zusam menarbeit sowie der virtuelle Austausch inner halb der EU-Programme. SALTO Digital trägt zur Umsetzung der digitalen Querschnittsprio rität bei und konzentriert sich unter anderem auf digitale Kompetenzen, Künstliche Intelli genz (KI), MINKT (Mathematik, Informatik, Na turwissenschaften, Kunst und Technik) sowie die Digitalisierung von Schulen und Bildungs einrichtungen durch europäische Initiativen. Werkzeuge, Materialien und Rah menwerke zur Unterstützung der digitalen Transformation Europäische Rahmenwerke, wie DigComp, DigCompEdu und DigCompOrg zusammen mit dem Digital Education Action Plan, können als Leitfäden für die Identifizierung von Bedar fen, Zielen und Aktivitäten bei der Projektge staltung dienen. Diese Rahmenwerke schaffen einen gemeinsamen europäischen Bezugsrah men, der es ermöglicht, institutionelle Initiati ven in einen breiteren politischen und strategi schen Kontext einzubetten. Sie bieten zudem strukturierte Instrumente zur Unterstützung von Aktivitäten im Bereich Kapazitätsaufbau digitaler Kompetenzen und institutioneller Selbstevaluierung, beispielsweise durch den Einsatz von SELFIE-Tools. Darüber hinaus för dern die Rahmenwerke die Reflexion über Projektaktivitäten und bieten Mechanismen 14 15 Bildung für Europa | Dezember 2025 zur Bewertung ihrer Wirkung auf die digitale Transformation in Bildungs- und Ausbildungs einrichtungen. - Um die digitale Transformation in Bildung, Ausbildung und Jugendarbeit voranzubringen, fördert SALTO Digital EU-Initiativen und entwi ckelt sowie verbreitet eine Vielzahl praxisnaher Ressourcen zu Themen wie MINKT, KI, Desin formation, digitales Wohlbefinden und digitale Kompetenz – und bringt bestehende Inhalte an einem leicht zugänglichen Ort zusammen. Die nachstehend genannten Formate stehen auf der Website von SALTO Digital zur Verfügung. - - > Themenkarten Themenkarten verdichten komplexe digitale Themen zu prägnanten und ansprechenden Zusammenfassungen und behandeln Bereiche wie Künstliche Intelligenz, digitale Pädagogik, MINKT, Computational Thinking und die Twin Transition (grüne und digitale Transformation). Sie sind darauf ausgelegt, Lehrkräfte, Ausbil dende und Projektverantwortliche dabei zu unterstützen, ein klares Verständnis neuer digi taler Konzepte zu entwickeln und diese in der Praxis anzuwenden. - - SALTO Digital Theme Card: Artificial Intelligence (AI) > One-Pager One-Pager oder einseitige Publikationen bieten klare und umsetzbare Handlungs empfehlungen zu zentralen digitalen The men. Dazu gehören gute Praktiken in der digitalen Transformation, das SELFIE-Tool, Strategien zur Bekämpfung von Desinfor mation und zur Förderung digitaler Kompe tenz, das DigComp-Rahmenwerk, der Digital Education Action Plan und der Europäische Digital Education Hub. Diese Ressourcen bie ten praktische Einblicke, wie europäische Rah menwerke und Strategien in institutionelle und projektbasierte Aktivitäten integriert werden können. - - - - - - SALTO Digital Onepager: How to make use of DigComp in your projects > Beispiele guter Praxis Die Sammlung von Beispielen guter Praxis prä sentiert herausragende Fälle digitaler Transfor mation aus Erasmus+- und ESK-Projekten. Die se Beispiele verdeutlichen innovative Ansätze und wirksame Umsetzungen und bieten Lehr kräften sowie Ausbildenden praktische Model le und Inspiration für die Weiterentwicklung der digitalen Transformation in ihren eigenen Initiativen. - - - - - Inspiring Good Practices on Implementing the Digital priority in Erasmus+.... > Werkzeuge und Lernressourcen SALTO Digital stellt eine Vielzahl von Lernres sourcen bereit, die darauf abzielen, digitale Kompetenzen und Wissen in allen Bereichen zu stärken. So unterstützt beispielsweise das Online-Modul zu digitalen Kompetenzen Lehrkräfte und Projektverantwortliche dabei, die Qualität und Wirkung von Erasmus+- und ESK-Projekten zu steigern. Darüber hinaus wer den KI-bezogene Lerninhalte angeboten, um kritische Reflexion und einen informierten Dia log über die Rolle der Künstlichen Intelligenz in der Bildung anzuregen. - - - Die genannten Materialien und weitere nützli che Ressourcen zur digitalen Transformation in der Bildung finden Sie unter: - https://saltodigital.eu PASI SILANDER leitet das European SALTO Digital Resource Centre, das bei der finnischen Nationalen Agentur angesiedelt ist. Künstliche Intelligenz © p riv at https://saltodigital.eu 16 17 Künstliche Intelligenz Ausgewählte Facts zur Stimmung in der Gesellschaft - D er D21-Digital-Index ist eine Studie der Initiative D21, die von Kantar durchgeführt und vom Bundesministeri um für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert wird. Seit 2013 bietet der D21-Digital-Index ein jährliches Lage bild zur Digitalisierung der Gesellschaft in Deutschland. Einer der Schwerpunkte der Publikation 2024/2025 war das Thema „Künstliche Intelligenz“. Wir präsen tieren hier eine Auswahl von Infografiken aus diesem Studienbereich und eine kurze Einordnung der NA beim BIBB. Den kompletten D21-Digital-Index 2024/25 finden Sie unter: - - - https://initiatived21.de/publikationen/d21-digital- index/2024-25 Zunehmende Akzeptanz KI-Anwendungen erfreuen sich zunehmender Akzeptanz. Eine Mehrheit sieht Vorteile, wie z.B. die Abnahme monoto ner Tätigkeiten. Dabei kommt KI sowohl im Alltag als auch in der Arbeitswelt zum Einsatz. Unterschiede in der Akzeptanz und Anwendungshäufigkeit gibt es nach Bildungsniveau und Tätigkeit. Spitzenreiter bei der Nutzung sind Schüler/ -innen, also die jüngere Generation, die in einem digitalen Umfeld heranwächst. Aber auch Menschen mit Bürojob nutzen KI-Anwendungen regelmäßig (mindestens einmal pro Monat). Es fällt auf, dass KI vorwiegend als Suchmaschine genutzt wird. Die Fähigkeit, KI-generierte Inhalte kritisch zu hinterfragen, ist angesichts dieser Tatsache von zentraler Bedeutung. - - - KI als Bedrohung oder Erleichterung Wahrnehmung von KI als Bedro hung oder Erleichterung nach Tätigkeiten Das könnte Sie auch interessieren https://job-futuromat.iab.de/ Auf dieser Seite des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsfor schung können Sie testen, wie digitale Technologien Ihren Job verändern. Sie können u.a. gezielt nach Berufsfeldern suchen. https://welten.ki.nrw Das Tool der Kompetenzplattform Künstliche Intelligenz NRW zeigt, wo und in welcher Form Künstliche Intelligenz in den Umgebungen „Unternehmen“, „Zuhause“ und „Kranken haus“ zum Einsatz kommen kann. https://initiatived21.de/publikationen/d21-digital-index/2024-25 https://job-futuromat.iab.de/ https://welten.ki.nrw 16 17 Bildung für Europa | Dezember 2025 KI-Nutzung: Motivation und Hürden Nutzung von KI-Anwendungen nach Häufigkeit Nutzung von KI-Anwendungen nach Häufigkeit in verschiedenen Gruppen Top-Anwendungsfälle von KI Wo steht Deutschland im europäischen Vergleich? Gefragt wurde, welche von drei möglichen modernen Technologien Unternehmen – wenn überhaupt – bis heute eingeführt hätten. In Deutschland gaben 15 Prozent der Befragten an, Künstliche Intelligenz, z.B. maschinelles Lernen oder große Sprachmodelle (Large Language Models) einge führt zu haben. EU-weit waren es 14 Prozent. - https://europa.eu/eurobarometer/surveys/detail/3359 https://europa.eu/eurobarometer/surveys/detail/3359 18 19 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Good Practice: Mit KI in die Bildung von morgen Volkshochschule profitiert von Austausch © P ro je kt fo to Die Volkshochschule und Musikschu le Bingen am Rhein e.V. (vhs Bingen), gegründet 1946, ist mit jährlich über 79.000 Unterrichtseinheiten die dritt größte Erwachsenenbildungseinrich tung in Rheinland-Pfalz. Mit Lernenden aus 99 Ländern und internationalem Personal ist die vhs Bingen eine inter national ausgerichtete Institution. Im Rahmen des Erasmus+-Projekts „Zukunfts orientierte Weiterbildung - vhs Bingen 2030. Mobilität und Netzwerk im europäischen Raum“ führte die vhs gezielt Aktivitäten zum Thema Künstliche Intelligenz durch. Sieben Mitarbeitende der vhs nahmen an Kursen und Schulungen in Rijeka, Kroatien, teil, die sich auf den Einsatz von KI im Unterricht und in der Verwaltung konzentrierten. Diese Workshops führten in verschiedene KI-An wendungen ein. Die Teilnehmenden erlernten den effizienten Einsatz von Prompting und erprobten die Anwendungen in praktischen Übungen zur Erstellung von Lernmaterialien und zur Prozessoptimierung. Auch ethische Fragen und der Datenschutz im Umgang mit KI wurden diskutiert. Neues KI-Wissen zur Unterrichtsge staltung genutzt Zurück in der vhs Bingen wird das erworbene Wissen über KI-Tools intensiv zur Erstellung von Unterrichtsmaterialien, zur Förderung der Interaktion zwischen den Lernenden und zur Zeitersparnis in der Unterrichtsvorbereitung eingesetzt. Auch das Projekt „Lernraum 2.0“ der vhs Bin gen profitiert von den Erasmus+-Mobilitätsak tivitäten. Der „Lernraum 2.0“ ist ein kosten loses, offenes Angebot, das allen Menschen aus Herkunftsländern außerhalb der EU offen steht, die neben dem Besuch eines Deutsch kurses weitere individuelle Unterstützung beim Deutschlernen suchen. Eine Dozentin, die bei der Erasmus+-Aktivität in Rijeka dabei war, unterstützt jetzt andere Mitarbeitende des Lernraums bei der Arbeit mit KI. KI wird hier sowohl zur Arbeitserleichterung als auch bei der Arbeit mit den Lernenden eingesetzt. Der „Lernraum 2.0“ zeigt anschaulich, dass Erasmus+ zu einer internen Kapazitätsent wicklung der Volkshochschule beiträgt. Gesamte Einrichtung öffnet sich gegenüber KI Doch nicht nur der Unterricht, sondern auch die Verwaltung der vhs Bingen profitiert von Erasmus+. So widmet sich ein Erasmus+-Teil nehmer in seiner Masterarbeit dem Thema KI und begleitet andere Verwaltungsmitarbei tende, die KI in ihre Arbeit integrieren möch ten. Die Volkshochschule plant im Sinne der europäischen KI-Verordnung zudem KI-Schu lungen für Verwaltungspersonal und Lehrkräf te, um den verantwortungsvollen Umgang mit KI zu gewährleisten und die Medienkom petenz zu stärken. Auch das Kursangebot der vhs hat sich verän dert. Inzwischen wird ein KI-Kurs für Lernende angeboten. Eine Reihe in Leichter Sprache für Anfänger/-innen wird zurzeit geplant. Die vhs Bingen ist sich bewusst: Die Fähigkeit, digitale Tools und KI effektiv zu nutzen, ist entscheidend, um flexible Bildungsangebote zu schaffen, innovative Lernumgebungen zur Förderung sozialer Inklusion zu gestalten und langfristige europäische Kooperationen auf zubauen. PROJEKTINFO Projekttitel: Zukunftsorientierte Weiterbildung - vhs Bingen 2030. Mobilität und Netzwerk im europäischen Raum Projektnummer: 2023-1-DE02-KA122-ADU-000140516 Laufzeit: 01.06.2023 – 30.11.2024 Beteiligte Länder: HR, ES, IT Koordinator: Maria José Lafuente López-Seiter Kontakt: seiter@vhs-bingen.de Website: https://www.vhs-bingen.de/ Künstliche Intelligenz mailto:seiter@vhs-bingen.de https://www.vhs-bingen.de/ 18 19 Bildung für Europa | Dezember 2025 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Good Practice: Career Intelligence Entwicklung eines KI-basierten Lernassistenten für die berufliche Bildung Künstliche Intelligenz © P ro je kt fo to Welche Unterstützung bei der Berufs orientierung gibt es? KI, wie virtuelle Lernassistenten und intel ligente Empfehlungssysteme können dabei helfen, individuelle Stärken sichtbar zu ma chen sowie Entscheidungsprozesse zu för dern. Das Erasmus+-Projekt „Career Intelli gence“ setzt genau hier an. Ziel des Projekts war die Entwicklung eines neuen Lernkon zepts, das etablierte Best-Practice-Projekte mit KI-gestützten Innovationen verbindet. Von der Idee zur Praxis: Weiterent wicklung der digitalen Lernplattform Dabei ging es im Kern um die Weiterent wicklung der in sieben EU-Ländern erprobten digitalen Lernplattform „Karriere 4.0“. Die se wurde durch vier KI-gestützte Module (Empfehlungs-, Qualitätssicherungs-, Unter stützungs- und Prozessoptimierungsmodul) erweitert. Die Nutzung der Plattform lässt sich am besten als eine persönliche Entwicklungs reise verstehen: Die Jugendlichen stehen zu nächst vor der Frage, wohin die Reise gehen soll. Anschließend planen sie, wie sie ihr Ziel erreichen können. Zuletzt geht es um die Um setzung. Auf ihrer Reise werden die Jugend lichen nicht alleine gelassen. Ein besonders wertvolles Projektergebnis ist der virtuelle Lern assistent „Botty“, der ihnen als Ko-Mentor zur Seite steht. Ausgestattet mit interaktiven, jugendgerechten Dialogen in sechs Sprachen, der Erstellung eines persönlichen Entwick lungsplans und der Formulierung individueller SMART-Ziele gibt „Botty“ folgende personali sierte Lernempfehlungen: (1) Unterstützung der Gestaltung indivi dueller Lernprojekte durch die Empfeh lung passender Lern-Sprints; (2) Entdecken von Beschäftigungstrends durch 13 Videos, Dialoge und ein Assess ment, um persönliche Top- und Flop-Me gatrends zu identifizieren. Parallel dazu wurden sieben Selbstlernmodule (einschließlich Lernvideos) für das Mentoring entwickelt, die Themen wie Chatsbots, Big Data, KI-Akzeptanz, reflexive Handlungskom petenz, Entrepreneurship, Cybersicherheit, berufliche Bildung im Kontext der Digitalisie rung abdecken. Die Mentorinnen und Men toren sind beispielsweise qualifizierte Fach- und Führungskräfte, Wirtschaftssenioren und/ oder Experten, die die Jugendlichen beratend unterstützen. Stakeholder unterstützen den Ansatz Das Feedback zur Weiterentwicklung der Lernplattform fällt positiv aus. So betont bei spielsweise Galina Mihneva, Hauptgeschäfts führerin der Industrie- und Handelskammer in Gabrovo (Bulgarien): „Junge Menschen brauchen heute mehr als nur Informationen, sie brauchen Orientierung. Career Intelligence bietet genau das: eine Plattform, die interak tiv, persönlich und praxisnah begleitet.“ Das Projekt zeigt, wie KI sinnvoll eingesetzt werden kann, um Lernprozesse zu individua lisieren und Jugendliche auf dem Weg in die Berufswelt zu unterstützen. „Career Intelli gence“ trägt dazu bei, die Zukunftsfähigkeit der beruflichen Bildung zu sichern und Ju gendliche im digitalen Zeitalter zu stärken – ein Baustein für eine moderne, vernetzte und chancengerechte Bildungslandschaft in Europa. PROJEKTINFO Projekttitel: Career Intelligence Projektnummer: 2021-2-DE02-KA220-VET-000050347 Laufzeit: 2022 – 2024 Beteiligte Länder: DE, HU, BG, EL, FI Koordinator: Ruhr-Universität Bochum, Institut für Arbeitswissenschaft Kontakt: Prof. Dr. Martin Kröll martin.kroell@ruhr-uni-bochum.de Website: https://career-intelligence.eu/ E+PRP: https://erasmus-plus.ec.europa.eu/ projects/search/details/2021-2-DE02- KA220-VET-000050347 https://erasmus-plus.ec.europa.eu/projects/search/details/2021-2-DE02-KA220-VET-000050347 mailto:martin.kroell@ruhr-uni-bochum.de https://career-intelligence.eu/ 20 21 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Good Practice: KI in der Erwachsenenbildung Einsatzpotenziale mit Fokus auf Sprachenlernen © P ro je kt fo to Künstliche Intelligenz (KI) spielt im Bildungsbereich eine immer größere Rolle. Sie eröffnet neue Chancen für fle xible und individuelle Lernprozesse. Vor diesem Hintergrund wurde das Eras mus+-Projekt „Artificial Intelligence in Adult Education and Self-Learning“ (AI in ADU) ins Leben gerufen. „AI in ADU“ bringt Partnereinrichtungen aus sechs Ländern zusammen, um die Potenziale von KI in der Erwachsenenbildung – mit be sonderem Fokus auf Sprachenlernen – zu un tersuchen. Ziel der Kooperationspartnerschaft ist es, die Bedürfnisse von Lehrenden und Ler nenden besser zu verstehen und praxisnahe Materialien zu entwickeln, die zeigen, wie KI-gestützte Lösungen sinnvoll ausgewählt und eingesetzt werden können. Projektergebnisse zeigen: KI kann Lernen bereichern Bereits in der ersten Projektphase konnten wichtige Erkenntnisse gewonnen werden: Eine umfangreiche Literaturrecherche be leuchtete Chancen, Herausforderungen und Beispiele guter Praxis rund um den Einsatz von KI in der Erwachsenenbildung. Darauf folgte eine Online-Umfrage unter Erwachsenenbild nerinnen und -bildnern sowie Selbstlernenden aus sechs Ländern. Die Teilnehmenden be richteten, wie sie KI-Tools nutzen – etwa zur Recherche, Inhaltserstellung oder für Sprach übungen. Viele sehen klare Vorteile: höhere Produktivität, bessere Lernergebnisse und individuellere Lernwege. Gleichzeitig wurden auch kritische Aspekte genannt, darunter Bedenken zu Datenschutz, ethischen Fragen und einem übermäßigen Technologieeinsatz. Zusätzlich führten die Partner Fokusgrup pen-Interviews durch. Die Ergebnisse zeigen: KI kann Lernen bereichern, wenn sie bewusst eingesetzt wird. Besonders wichtig sind dabei digitale Kompetenzen, kritisches Denken und eine ausgewogene Kombination aus klas sischen Methoden und neuen Technologien. Darüber hinaus analysierte das Projektteam KI-Lernplattformen und zeichnete Podcasts mit Expertinnen und Experten auf. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse entstanden praxisorientierte Leitfäden für Lehrkräfte und Selbstlernende. Ergänzend wurden interaktive Inhalte entwickelt, die dabei helfen, KI-ge stütztes Lernen im Alltag gezielt auszuprobie ren. Die Pilotphase dieser Materialien ist für November 2025 geplant. Wirkung und Ausblick Die bisherigen Ergebnisse unterstreichen: KI hat Potenzial für die Erwachsenenbildung – vor allem für das selbstgesteuerte Sprachen lernen. Sie kann Motivation, Lernfortschritt und Selbstorganisation stärken. Gleichzeitig ist ein reflektierter Einsatz entscheidend, der ethische Fragen, Datenschutz und pädago gische Anforderungen berücksichtigt. Inso fern trägt „AI in ADU“ dazu bei, die digitale Transformation in der Erwachsenenbildung aktiv mitzugestalten. Mit praxisnahen Leitfä den und interaktiven Materialien bietet das Projekt Orientierung für Lehrende und Ler nende – und zeigt, wie KI verantwortungsvoll, inklusiv und gewinnbringend in Bildungspro zesse integriert werden kann. PROJEKTINFO Projekttitel: Artificial Intelligence in Adult Education and Self-Learning: Providing personalized and adaptive learning experiences with emphasis on language learning Projektnummer: 2023-1-DE02-KA220-ADU-000155302 Laufzeit: 12/2023 – 05/2026 Beteiligte Länder: CY, CZ, IT, PL, TR Koordinator: Johannes Gutenberg-Universität Mainz Kontakt: ai-erasmusplus@zww.uni-mainz.de Website: https://aiineducation.eu/ E+PRP: https://erasmus-plus.ec.europa.eu/ projects/search/details/2023-1-DE02- KA220-ADU-000155302 Künstliche Intelligenz https://erasmus-plus.ec.europa.eu/projects/search/details/2023-1-DE02-KA220-ADU-000155302 mailto:ai-erasmusplus@zww.uni-mainz.de https://aiineducation.eu/ 20 21 Bildung für Europa | Dezember 2025 KI in der Grundbildung Ein Gespräch mit einem Dozenten beim Bayerischen Volkshochschulverband W ie kann Erwachsenenbildung gestaltet wer den, dass Lernende aktiv am ökologischen und digitalen Wandel teilhaben? Die Natio nale Koordinierungsstelle der Europäischen Agenda Erwachsenenbildung (NKS Agenda Erwachsenenbildung) setzt seit 2024 u.a. ei nen Fokus auf Künstliche Intelligenz (KI). Sie kooperiert dazu eng mit dem Bayerischen Volkshochschulverband e.V. (bvv), der um fangreiche Erfahrung zum Thema einbringt. Bei einer gemeinsamen virtuellen Konferenz im Juli 2024 wurden rechtliche, ethische und praktische Aspekte des KI-Einsatzes in der Erwachsenenbildung beleuchtet. Chan cen und Herausforderungen – insbesondere für die Grundbildung – standen im Fokus. Vorgestellt wurden verschiedene Projekte, darunter der digitale Baukasten für Grund bildungsangebote. Dieser richtet sich an Lehrende und Lernende in der Grundbil dung (Alpha+) und will Letztere gleichzeitig zur digitalen Teilhabe befähigen. - - - - - - - Die Agenda hat Sascha Dowidat, Dozent für Alphabetisierung, Grundbildung und Künst liche Intelligenz beim bvv, befragt: - Wie hat sich der KI-Einsatz in der Grund bildung seit unserer gemeinsamen Kon ferenz im Juli 2024 entwickelt? - - Das Thema und die Tools haben sich rasant weiterentwickelt. Ging es vor zwölf Mo naten hauptsächlich noch um LLMs (Large Language Models) wie ChatGPT und Text erstellung, sprechen wir heute über KI-ge stützte Tutoring-Systeme, KI als interaktiven Gesprächspartner sowie kreative Audio-, Bild- und Video-Erstellung. Diese Themen wandern natürlich in die Praxis. Allerdings warne ich immer vor der sogenannten Tool ification: Es braucht nicht immer ein neues, tolles Tool, sondern in erster Linie eine gute - - - - Methodik und Didaktik, die durch KI sinnvoll ergänzt werden sollte, um einer immer he terogeneren Teilnehmerschaft passgenauen Unterricht zu ermöglichen. Arbeitsblätter lassen sich heute nicht mehr einfach nur skalieren, sondern mit Agenten interaktiv gestalten und mit Hinweisen in verschie denen Sprachen versehen. Bilder dienen zur besseren Visualisierung schwieriger Themen, und gemeinsam mit Teilnehmenden erstellte Songs bringen Bildung auf schwungvolle Weise ins Ohr. Ein echter Mehrwert! - - Welche Tools haben sich in der Grund bildungspraxis durchgesetzt? - Im Bereich der LLMs liefern sich ChatGPT und Googles Gemini ein enges Rennen. Vor allem im Bereich der Bild- und Videoerstel lung hat Gemini aktuell klar die Nase vorn. Doch auch für den Bildungsbereich liefern beide Modelle dank interner „Study-Modes“ mittlerweile gute Möglichkeiten für Teilneh mende, ohne dass KI sofort die Lösung vor gibt. Fobizz und das dazugehörige To-Teach. ai sowie auch Teachino bieten insbesondere Lehrenden einen guten Einstieg in das The ma KI. - - - - Wie gelingt es, alle Akteure mitzuneh men – und welche Rolle spielt der di gitale Baukasten für Grundbildungsan gebote? - - - Die Bedarfe der einzelnen Gruppen sind sehr unterschiedlich, bedingen sich aber gegen seitig. In der Verwaltung spielen rechtliche Bedingungen eine wichtige Rolle, für Leh rende sind es konkrete Anwendungsfälle von KI, und Lernende beschäftigen sich mit Zugangsbarrieren, etwa wenn das passende Endgerät oder das nötige Datenvolumen fehlt. Ein regelmäßiger Austausch zwischen allen Beteiligten ist deshalb zwingend not wendig. Bei der Anwendung des Digitalen Baukastens wird beispielsweise immer wie der deutlich, dass Lehrende mit dem neuen Werkzeug, das ihnen zur Verfügung steht, anfangs wenig anzufangen wissen. Dafür braucht es konkrete Schulungsangebote, - - - - die aufzeigen, wie man KI als Lerncoach ein setzt oder in wenigen Minuten individuelle Hörverständnis-Aufgaben erstellt. - Welche nächsten Schritte plant der bvv und wie wird dabei Erasmus+ genutzt? Der bvv nutzt Erasmus+-Seminare zum Thema KI, um Lehrkräften und Planungs personal den Anschluss an die rasanten Weiterentwicklungen zu ermöglichen. Da rüber hinaus empfängt der bvv regelmäßig Kolleginnen und Kollegen aus anderen eu ropäischen Ländern und nutzt die Gelegen heit, insbesondere KI im Kontext der entwi ckelten Fortbildungen im Programm des bvv für den Transfer bekannt zu machen. - - - - - KI in der Erwachsenenbildung bleibt auch wei terhin ein zentrales Thema der Europäischen Agenda Erwachsenenbildung. - Agenda Erwachsenenbildung: www.na-bibb.de/agenda- erwachsenenbildung SASCHA DOWIDAT Dozent für Alphabetisierung, Grundbildung und Künstliche In telligenz beim Bayerischen Volkhochschulverband e.V. - Künstliche Intelligenz © p riv at http://www.na-bibb.de/agenda-erwachsenenbildung 22 23 Erasmus+ - - - - - - - - © J ak ob Lu nd /A do be St oc k Erasmus+-Antragsrunde 2025 Rekordergebnisse bei Auslandsaufenthalten, Partnerschaften etwa auf Vorjahresniveau D ieser Beitrag gibt den Informations stand vom 31.10.2025 wieder. Die Förderentscheidungen für die zwei te Antragsrunde in der Leitaktion 1 (Mobilität) Erwachsenenbildung und für die Akkreditierung (beide mit An tragsfrist 01.10.2025) lagen zu die sem Zeitpunkt noch nicht vor. Berufsbildung Mobilität 2025 war mit 972 Projektanträgen, davon 845 im Rahmen einer Akkreditierung, die Nachfra ge nach Fördermitteln für die Mobilität in der Berufsbildung (Leitaktion 1) ungebrochen. Dies belegt auch die Zahl der beantragten Teilneh menden, die mit über 61.000 Personen 15 Prozent höher lag als im bis dahin stärksten Antragsjahr 2024. Auch die Kurzzeitprojekte stellen mit 127 Anträgen einen neuen Rekord auf, was unter anderem darauf zurückzuführen ist, dass die Anzahl der Neuakkreditierungen im Jahr 2024 auf 100 begrenzt war und einige Einrichtungen ihre Pläne auf ein Kurzzeitprojekt umstellen mussten. Bewilligt wurden letzt lich mehr als 60.000 Teilnehmende (48.149 Lernende, 11.902 Bildungspersonal) in 122 Kurzzeit- und 836 akkreditierten Projekten und damit 30 Prozent mehr Personen als im Vorjahr. Insgesamt beläuft sich die Bewilligungssumme in der Leitaktion 1 für die Berufsbildung auf 132 Millionen Euro. Nach wie vor ist die beliebteste Aktivitätsart bei den Lernenden die Kurzzeitmobilität mit 36.407 bewilligten Teilnehmenden (76 Prozent aller bewilligten Aktivitäten für Lernende). Beim Personal sind weiterhin das Job-Shadowing (60 Prozent der bewilligten Personal-Aktivitäten) und die Teilnahme an Kursen und Schulungen (35 Prozent der bewilligten Personal-Aktivitä 22 23 Bildung für Europa | Dezember 2025 Erasmus+ ten) mit zusammen 11.312 bewilligten Teilneh menden am gefragtesten. Die im Vorjahr neu hinzugekommene Aktivitätsart der Gruppen mobilität für Lernende erfreut sich ebenfalls weiterhin steigender Nachfrage. Während die bewilligten Teilnehmenden dieser Aktivitätsart 2024 noch einen Anteil von 14 Prozent an allen bewilligten Lernenden-Aktivitäten hatte, wurde 2025 bereits ein Anteil von 21 Prozent erreicht. - - Berufsbildung Partnerschaften In der Leitaktion 2 (Partnerschaften für Zu sammenarbeit) wurden 2025 insgesamt 211 Projektanträge im Bereich der Berufsbildung eingereicht. Diese verteilen sich auf 133 Koope rationspartnerschaften und 78 kleinere Partner schaften, wobei ein Gesamtbudget von 45,16 Millionen Euro beantragt wurde. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Anträge leicht ge sunken. Dies ist möglicherweise auf die Umstel lung auf eine Antragsrunde pro Jahr zurückzu führen, während es in den Jahren zuvor jeweils zwei Antragsrunden gab. - - - - - - Angesichts des begrenzten Budgets konnten schließlich 78 Projekte mit einem Gesamtför dervolumen von 13,45 Millionen Euro bewilligt werden. Diese setzen sich aus 34 Koopera tionspartnerschaften und 44 kleineren Partner schaften zusammen, an denen insgesamt über 300 Organisationen aus ganz Europa beteiligt sind. Die bewilligten Fördersummen verteilen sich auf 16 Projekte mit jeweils 400.000 Euro, 18 Projekte mit 250.000 Euro, 41 Projekte mit 60.000 Euro und drei Projekte mit 30.000 Euro. Wie auch in den vergangenen Jahren wur den die Förderbeträge von 30.000 Euro und 120.000 Euro nur selten beantragt. - - - - Inhaltlich liegen die Schwerpunkte der Projekte unverändert auf den gleichen Themen wie im Vorjahr. Die beiden am häufigsten gewählten Prioritäten sind „Anpassung der beruflichen Aus- und Weiterbildung an den Bedarf des Ar beitsmarkts“ und „Beitrag zur Innovation in der Berufsbildung“. Danach folgen die horizontalen Prioritäten „Bewältigung des digitalen Wandels durch Aufbau von digitaler Bereitschaft, Wider standsfähigkeit und Kapazität“ sowie „Umwelt und Bekämpfung des Klimawandels“. - - Die Förderquote liegt insgesamt bei rund 37 Prozent, was bedeutet, dass etwa ein Drittel der eingereichten Anträge erfolgreich waren. Dabei variiert die Quote je nach Partnerschaftstyp: Bei den Kooperationspartnerschaften beträgt sie etwa 25 Prozent, während bei den kleineren Partnerschaften rund 56 Prozent der Anträge bewilligt wurden. Erwachsenenbildung Mobilität In der Leitaktion 1 (Mobilität) der Erwachsenen bildung konnte in der ersten Antragsrunde 2025 bereits ein neuer Rekord erzielt werden: Zum ers ten Mal wurden 100 Projekte bewilligt. 76 dieser Projekte kommen von akkreditierten Einrichtun gen, 24 sind Kurzzeitprojekte. Von den 24 Ein richtungen, die Ende 2024 neu akkreditiert wur den, haben alle direkt Mittel für ein erstes Projekt beantragt und sind aktiv geworden. - - - - - Bereits ohne die zweite Antragsrunde über steigt die Anzahl der geförderten Personen die Zahlen des Vorjahres bei Weitem: Es konnten bislang insgesamt 4.879 Auslandsaufenthal te bewilligt werden – im Jahr davor waren es 3.100. Von den geförderten Personen entfallen 3.088 Auslandsaufenthalte auf das Personal von Erwachsenenbildungseinrichtungen. Die beliebtesten Aktivitäten für Personal bleiben weiterhin Kurse und Schulungen (1.520 Perso nen), dicht gefolgt von Job-Shadowings (1.346 Personen). Besonders erfreulich ist der starke Anstieg bei den Lernendenmobilitäten: Bereits ohne die zweite Antragsrunde konnten 1.791 Lernende gefördert werden – das sind über 1.000 Personen mehr als im Jahr zuvor. Davon entfallen 1.068 Lernende auf Gruppenmobili täten, 693 auf Kurzzeitmobilitäten und 30 auf Langzeitmobilitäten. - - - - Der positive Trend bei den Auslands aufenthalten in der Erwachsenenbil dung setzt sich also weiterhin fort. Die Antragsfrist der zweiten Antrags runde endete am 1. Oktober 2025. Erstmals wurde 2025 die Hälfte der verfügbaren Mittel im Bereich Erwach senenbildung beantragt. Dies ist eine erfreuliche Feststellung. Andererseits bedeutet dies aber auch, dass das För derpotenzial noch nicht ausgeschöpft ist. Es bleibt spannend, welche Höhen die Erwachsenenbildung im weiteren Verlauf noch erreichen wird. - - - - - Erwachsenenbildung Partnerschaften Die nachfolgende Zusammenfassung gibt den Stand nach dem Auswahlausschuss Anfang September 2025 wieder, da sich in der Ver tragsschließungsphase noch Veränderungen ergeben können. - In den Partnerschaften der Erwachsenenbil dung gingen zur Antragsrunde im März insge samt 304 Anträge ein, die sich auf die beiden Aktionstypen folgendermaßen verteilen: 162 Anträge bei den Kooperationspartnerschaften und 142 Anträge bei den kleineren Partner schaften. Damit blieb die Zahl der Kooperati onspartnerschaften im Vergleich zum Vorjahr auf einem hohen Niveau weitgehend konstant. Bei den kleineren Partnerschaften stieg die Zahl zwar in dieser Antragsrunde nochmals an und erreichte eine neue Rekordmarke; aber da durch, dass ab 2025 die zweite Antragsrunde nicht mehr durchgeführt wird, fiel die Gesamt zahl im Vergleich zum Vorjahr geringer aus. - - - - - - Ähnlich wie im Vorjahr musste aufgrund der zahlreichen Anträge der Bewertungszeitraum verlängert werden, so dass die Förderentschei dung erst Ende August getroffen werden konn te. Mit dem zur Verfügung stehenden Budget konnten 44 kleinere Partnerschaften mit einem Budget von 2,6 Millionen Euro bewilligt wer den, so dass sich hier eine Förderquote von circa 30 Prozent ergibt. Bei den Kooperations partnerschaften wurde das ursprünglich zur Verfügung stehende Budget durch Restmittel aus anderen Förderaktionen fast verdoppelt, so dass 42 Projekte mit einem Volumen von 12,2 Millionen Euro bewilligt wurden. Das entspricht einer Förderquote von circa 25 Prozent und ist sehr erfreulich, da mit dem ursprünglichen Bud get nur die Hälfte der Projekte hätte bewilligt werden können. - - - - - Auffällig in dieser Antragsrunde war, dass mehr als ein Drittel der bewilligten Einrichtungen kei ne ausreichende finanzielle Leistungsfähigkeit nachweisen konnte. So müssen diese Projekte mit einer verringerten Vorauszahlung zurecht kommen, was für eine vollständige Umsetzung des jeweiligen Projekts herausfordernd sein kann. - - Inhaltlich wurde, ähnlich wie im Vorjahr, bei den bewilligten Projekten am häufigsten die Priorität „Inklusion und Vielfalt“ vor „Verbesse rung der Kompetenzen von Bildungspersonal“ und „Gemeinsame Werte“ in den Fokus ge nommen. - - Die Bewilligungslisten können auf der NA-Website eingesehen werden. 24 25 Programmvorschlag Erasmus+ 2028-2034 Starkes Programm mit knappem Budget - - - - - - - - - - - - - - - - Erasmus+ © C ag ka n/ A do be St oc k N och bevor sich Brüssel in die Sommer pause verabschiedete, präsentierte die Europäische Kommission zwei zentrale Dokumente für die Zukunft von Eras mus+: den Entwurf für den EU-Haushalt 2028-2034 und den neuen Programm vorschlag. Ob das Glas nun halb voll oder halb leer ist, ist eine Frage der Betrachtung. In knapper Form kann man festhalten, dass es ein aus gewogener Programmvorschlag ist, für den aber nicht das erforderliche Budget zur Verfü gung steht, um die damit verbundenen Ziele zu erreichen. Das vorgeschlagene Budget Die Kommissionspräsidentin, Ursula von der Leyen, hat einen Mittelfristigen Finanzrahmen 2028-2034 von rund zwei Billiarden Euro vor geschlagen. Das sind rund 60 Prozent mehr als im aktuellen siebenjährigen Haushalt. Be gründet wird dies mit den besonderen geo politischen und wirtschaftlichen Herausfor derungen. Einige Mitgliedstaaten, darunter auch Deutschland, haben die Gesamtsum me bereits in Frage gestellt. Bei allen Über legungen zur Verteilung des Geldes muss derzeit also berücksichtigt werden, dass die vorgeschlagenen Einzelbudgets nicht sicher sind. In den jetzt begonnenen Verhand lungen wird noch umgeschichtet und ver mutlich auch gekürzt werden. Das für Erasmus+ vorgeschlagene Budget beläuft sich auf 40,8 Milliarden Euro. Die EU-Kommission nennt das bezogen auf die laufende Programmgeneration eine Steige rung von 50 Prozent. Arithmetisch ist das nicht falsch, da das aktuelle Budget 26,4 Milliarden Euro beträgt. Der wissenschaft liche Dienst des EU-Parlaments errechnet jedoch ein Plus von lediglich rund 30 Pro zent. Er kommt zu diesem Ergebnis, da er 24 25 Bildung für Europa | Dezember 2025 berücksichtigt, dass die Inflation in den letzten Jahren erheblich war und zudem das bisher eigenständige „Europäische So lidaritätskorps“ in das Programm integriert werden soll. Eine weitere Beobachtung lässt aufmerken. Der Anteil des Programms Eras mus+ am laufenden Haushalt der EU beträgt rund 2,5 Prozent. Dieser Anteil wird aber den Vorschlägen nach zukünftig sinken. Der Ge samthaushalt soll viel stärker wachsen als das Budget des neuen Programms. Damit würde der Anteil des Erasmus+-Programms am Ge samthaushalt auf rund 2 Prozent sinken. Das ist angesichts der politisch häufig betonten Bedeutung von Bildung und des Programms überraschend. - - - - In der aktuellen Laufzeit des Erasmus+-Pro gramms (2021-2027) stehen rund doppelt so viele Mittel zur Verfügung wie in der Pro grammgeneration zuvor. Angesichts der po litischen Lage war zu erwarten, dass sich ein solches Wachstum nicht fortsetzen wird. Das starke Wachstum des laufenden Programms wird nun aber zur Herausforderung. Standen 2021 europaweit rund drei Milliarden Euro für Erasmus+ zur Verfügung, so werden es 2027 voraussichtlich rund sechs Milliarden Euro sein. Viele sehen darin die Messlatte für die Zukunft – das neue Programm ab 2028 sollte mindestens dieses Niveau halten. Die ses Wunschziel ist aber nach gemeinsamen Berechnungen vom Deutschen Akademi schen Austauschdienst (DAAD) und der Na tionalen Agentur beim BIBB nicht erreicht. Hierfür müssten knapp 44 Milliarden Euro zur Verfügung stehen, es fehlen folglich der zeit drei Milliarden Euro. - - - - - - - Das vorgeschlagene Programm Wer den Programmvorschlag liest, ist zu nächst möglicherweise verwundert, wie wenig Konkretes drinsteht. Die Verordnung des Programms ist ein Gesetzestext, der nur das Notwendige regelt, wichtige Fragen der Umsetzung werden in nachgelagerten Doku menten festgelegt, wie beispielsweise in den jährlichen Programmleitfäden. - - Positiv ist festzuhalten, dass die bewährte grundsätzliche Architektur des Programms fortgeführt und modernisiert werden soll. Die bisherigen Leitaktionen werden nun Säulen genannt und davon soll es dann nur noch zwei geben. Die erste Säule für Lernmobilität und die zweite für Kapazitätsaufbau („capacity building“). Bezogen auf die Bildungsbereiche finden sich in beiden Säulen alle von den Na tionalen Agenturen umgesetzten Aktivitäten wieder, die derzeit in den drei Leitaktionen - gefördert werden. Es geht also nichts verloren. Dabei gibt es eine erfreuliche Entwicklung für die Sektoren Berufsbildung, Erwachse nenbildung und allgemeine Schulbildung. Die bisher zentral in Brüssel verwalteten Jean Monnet-Mittel sollen zukünftig im Rahmen der Mobilitätsprojekte beantragt werden können. Die Mittel werden bereitgestellt, um spezifische Aktivitäten zu finanzieren, die das Lernen über die Europäische Union fördern. Das wäre eine deutliche Vereinfachung, mit der das Wissen über die EU und die Iden tifikation mit den Werten der EU besonders unterstützt würde. - - Vier Aspekte des Programmvorschlags müs sen kritisch bewertet werden. Zum einen fehlen Regelungen, wie das Budget auf die Bereiche des Programms aufgeteilt werden wird. Für das Vertrauen der teilnehmenden Einrichtungen ist es aber wichtig, eine Plan barkeit zu haben, wie sich die finanzielle Ausstattung „ihres“ Sektors in den sieben Jahren des Programms entwickeln wird. Ein zweiter kritischer Punkt ist die veränderte De finition der Erwachsenenbildung. Sie ist im Vorschlag aufgeweicht und lässt sich kaum von der beruflichen Weiterbildung abgren zen. Diese wäre damit im Ergebnis in beiden Bildungssektoren antragsberechtigt. Für ein Förderprogramm ist es aber essentiell, dass eindeutig geregelt ist, wer die Zielgruppen der Programmbereiche sind. Des Weiteren fehlt weiterhin die Ankündigung, „EPALE für die Berufsbildung“ einzuführen. Eine Online-Plattform für die Vernetzung und den Austausch gibt es seit langem für die Er wachsenenbildung und auch für allgemein bildende Schulen, nicht aber für die Berufs ausbildung. Zudem ist festzuhalten, dass die Formulierung zur IT-Struktur des Programms irritiert. Der Start des laufenden Programms war von massiven IT-Schwierigkeiten ge prägt, die bis weit in das laufende Programm hineinreichen und zum Teil immer noch fort bestehen. In dieser Situation wäre es selbst für einen Gesetzestext angemessen, nicht nur aufzuführen, dass eine IT-Struktur zur Verfügung gestellt wird, sondern dass die se ergänzt wird mit Kriterien wie integrierte Architektur, pünktlicher Bereitstellung, sta biler Performance und nutzerfreundlichem Zugang. - - - - - - - - - - - Was nicht in den Dokumenten steht Wie das neue Erasmus+-Programm ab 2028 aussehen wird, ist damit nur in Grundzügen zu erkennen. Auch zentrale Aspekte wie die Horizontalen Prioritäten oder die Akkreditie rung findet man in den Vorschlägen nicht. - Sie stehen aber auch nicht in der Verordnung des laufenden Programms, daher kann auch in diesen Punkten von Kontinuität ausgegan gen werden. Auf der Themenseite „Zukunft von Erasmus+“ der NA-Website ist der Pro zess beschrieben, in dem nun das neue Pro gramm zwischen Europäischer Kommission, Parlament und Rat verhandelt wird. Auch die zentralen Dokumente des Prozesses sind dort veröffentlicht. - - - Abschließend lässt sich festhalten: Der Pro grammvorschlag für die Erasmus+ Generati on 2028-2034 ist inhaltlich auf einem guten Weg. Das derzeit vorgesehene Budget wird jedoch bei Weitem nicht ausreichen, um die ambitionierten politischen Ziele umzusetzen, die die Mitgliedstaaten beispielsweise in der Ratsschlussfolgerung „Europa in Bewegung“ auf Vorschlag der EU-Kommission beschlos sen haben. - - - Weiterführende und jeweils aktuelle Infos zur Programmgeneration 2028-2034 Erasmus+ www.na-bibb.de/erasmus2028 Ratsschlussfolgerung „Europa in Bewegung“ https://data.consilium.europa.eu/doc/ document/ST-9804-2024-INIT/de/pdf Berthold Hübers Leiter der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim BIBB © N A b ei m B IB B https://data.consilium.europa.eu/doc/document/ST-9804-2024-INIT/de/pdf http://www.na-bibb.de/erasmus2028 26 27Erasmus+ - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - European Innovative Teaching Award 2025 Zwei deutsche Projekte aus der Erwachsenen bildung ausgezeichnet - E uropa lebt davon, dass Menschen sich begegnen, voneinander lernen und ge meinsam gestalten. Damit das gelingt, braucht es Bildungsprojekte, die Brücken schlagen – über Ländergrenzen hinweg, aber auch zwischen Generationen, Le benswelten und Sprachen. Der European Innovative Teaching Award (EITA) macht genau solche Initiativen sichtbar. Der EITA will Mut machen, Neues auszu probieren. Die Europäische Kommission zeichnet seit 2021 in mehreren Katego rien – in 2025 erstmalig in der Kategorie Erwachsenenbildung – Projekte aus, die kreative Lösungen für aktuelle Herausfor derungen finden. Ergänzend dazu wurde 2025 ebenfalls das bisher eigenständige European Language Label (ELL) in den EITA integriert. Es wird an Projekte vergeben, die innovative Wege zur Sprachförderung gehen. Dabei geht es nicht nur um klassische Fremdsprachen, sondern auch um sprachliche Teilhabe. Sprache öffnet Türen zu Bildung, Mitbe stimmung und Partizipation am gesell schaftlichen Leben. Die diesjährige Ausgabe des EITA steht unter dem Thema „Citizenship education – participation in democratic life, common values and civic engagement“. Im Mittel punkt steht damit die Frage, wie Bildung Bürgerinnen und Bürger zu aktiver Mitge staltung befähigt und demokratische Teil habe erfahrbar macht. Aus Deutschland werden in diesem Jahr zwei Projekte ausge zeichnet, die dieses Thema auf sehr unter schiedliche Weise, aber jeweils mit hoher Strahlkraft aufgreifen: das Projekt „SPACE – Seniors Perceive A Common Europe“, das den EITA in der Kategorie Erwachse nenbildung erhielt und das Projekt „Politi cal Education and Empowerment for Deaf Citizens“, das mit dem European Language Label (ELL) geehrt wurde. Ein ganzheitliches Konzept für die Zukunft Ausstellung "Europa durch die Augen von Senioren" im Projekt "SPACE" © V H S C ha m Kategorie Adult Education: Senioren entdecken Europa neu Ältere Erwachsene sind im europäischen Bildungsprogramm bislang selten im Fo kus. Das Projekt „SPACE – Seniors Perceive A Common Europe“, koordiniert von der Volkshochschule im Landkreis Cham, hat genau das verändert. Über 150 Seniorinnen und Senioren aus fünf europäischen Län dern nahmen teil. Ziel war es, ältere Men schen nicht als passive Lernende, sondern als aktive Gestalterinnen und Gestalter von Bildungsprozessen zu verstehen. Gemein sam mit Pädagoginnen und Pädagogen entwickelten sie neue Lernformate, die an ihren Lebenswelten anknüpfen und die Lust auf Europa machen. Das Projekt griff dabei auf den LifeComp zurück, das EU-Kompetenzmodell für Le benskompetenzen. In Workshops und Begegnungen setzten sich die Teilneh menden mit Themen wie europäische Iden tität, Nachhaltigkeit und kulturellem Erbe auseinander. Sie erstellten digitale Aus stellungen, dokumentierten ihre Geschich ten und entwickelten sogenannte „Digital Trails“, die eigene Biografien mit europä ischer Zeitgeschichte verbinden. Besonders eindrücklich war ein Besuch an der ehema ligen innerdeutschen Grenze, wo Geschich te nicht abstrakt vermittelt, sondern in per sönlicher Begegnung erfahrbar wurde. Die Wirkung war spürbar: Viele Teilneh mende gaben an, ihr Bild von Europa habe sich gewandelt. Aus Skepsis wurde Neugier, aus Distanz Verbundenheit. Das Projekt hat nicht nur Kompetenzen im digitalen und interkulturellen Bereich gestärkt, sondern auch ein neues Gefühl von Zugehörigkeit vermittelt. Eine Teilnehmerin fasste es so zusammen: „Wir sind stolz auf das, was wir geschaffen haben – und nutzen es weiter, auch nach Ende des Projekts.“ 26 27 Bildung für Europa | Dezember 2025 Erasmus+ - Bemerkenswert ist auch die Rolle der Lehr kräfte: Sie entwickelten Materialien nicht allein, sondern gemeinsam mit den Teilneh menden. Dieses Lernen auf Augenhöhe wirkte motivierend und zeigte, dass Inno vation auch darin besteht, vertraute Rollen zu hinterfragen. Die Ergebnisse sind nach haltig: Die digitale Plattform und über 100 regionale Ausstellungen bleiben auch nach Projektende verfügbar, werden weiter ge nutzt und inspirieren andere Bildungsein richtungen. - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Kick-off-Veranstaltung des Projekts "Political Education and Empowerment for Deaf Citizens" © N ET G ES T e. V. Kategorie European Language Label: Politische Bildung in Gebärdensprache Das Projekt „Political Education and Empo werment for Deaf Citizens“, getragen vom Netzwerk Gebärdensprache, Erwachse nenbildung und soziale Teilhabe e.V. (NET GEST), richtet den Fokus auf eine andere Gruppe: gehörlose Erwachsene. Ihr Zugang zu Bildung und politischer Information ist häufig von Barrieren geprägt. Klassische Angebote werden, wenn überhaupt, „zu gänglich gemacht“, indem Dolmetschende hinzugezogen werden – die Inhalte gehen aber nicht selten an der Lebensrealität vor bei. Das Projekt von NETGEST setzte hier an und veränderte die Perspektive: Politische Bildung wurde direkt in den jeweiligen nati onalen Gebärdensprachen der fünf Partner entwickelt, gestaltet und vermittelt – von gehörlosen Expertinnen und Experten für ihre Community. Rudi Sailer, Vorsitzender des Netzwerkes der Gehörlosen-Stadt verbände e.V. © N ET G ES T e. V. Das Besondere daran ist die vollständige sprachliche Barrierefreiheit. Statt Inhalte nachträglich zu übersetzen, entstanden Lernmaterialien unmittelbar in Gebärden sprache. Die Inhalte sind praxisnah: Videos greifen aktuelle politische und gesellschaft liche Themen auf, erklären sie in Gebärden sprache und stellen Bezüge zum Alltag der Community her. Ergänzend entwickelte das Projekt ein Fachvokabular in Gebärdenspra che, das politische Begriffe und Zusammen hänge erschließt, die zuvor sprachlich nicht verfügbar waren. Messenger-Dienste und Online-Plattformen dienten als Lernorte, die für Gehörlose leicht zugänglich sind. So wird politische Bildung nicht nur vermit telt, sondern in der Sprache der Community verankert. Das ist Empowerment im besten Sinne: Gehörlose Erwachsene gewinnen Zugang zu Debatten, können mitreden und eigene Standpunkte entwickeln. Auch im Hinblick auf das Jahresthema des EITA ist der Beitrag unübersehbar: Das Projekt er öffnet neue Räume demokratischer Teilha be und macht sichtbar, dass eine inklusive Gesellschaft nur dann gelingt, wenn alle Menschen mitsprechen können. Die Wirkung war unmittelbar. Viele Teilneh mende berichteten, dass sie zum ersten Mal politische Inhalte in einer Form erhielten, die für sie verständlich, relevant und inspi rierend war. Durch die digitale Verbreitung wurde zudem eine enorme Reichweite er zielt – weit über die direkte Projektgruppe hinaus. Damit setzt das Projekt Maßstäbe für inklusive Erwachsenenbildung und be weist, dass sprachliche Vielfalt nicht als Hürde, sondern als Ressource begriffen werden kann. Bildung stärkt Europa – auf vielfältige Weise Die beiden deutschen Preisträger des EITA 2025 machen deutlich, was europäische Bildungsarbeit bewirken kann. Sie öffnen Räume für Menschen, die bisher kaum im Fokus standen: ältere Erwachsene und ge hörlose Bürgerinnen und Bürger. Beide Pro jekte zeigen, wie wichtig es ist, Barrieren abzubauen, Menschen ernst zu nehmen und Bildung als gemeinsamen Gestaltungs raum zu verstehen. Europa wird hier nicht abstrakt verhandelt, sondern konkret erlebt. Ob digitale Ausstel lungen von Seniorinnen und Senioren oder politische Bildungs-Videos in Gebärden sprache: Beide Projekte machen sichtbar, dass Europa eine Sache von allen ist. Der European Innovative Teaching Award 2025 verdeutlicht, dass europäische Pro jekte nicht nur Konzepte hervorbringen, sondern konkrete Veränderungen im Leben von Menschen. Und genau darin liegt ihre eigentliche Kraft. www.vhs-cham.de www.net-gest.de DR. CHRISTINE BERTRAM Leiterin des Teams „Erwachse nenbildung: Erasmus+ Koopera tionsprojekte, EPALE“ in der NA beim BIBB bertram@bibb.de © N A b ei m B IB B http://www.vhs-cham.de http://www.net-gest.de mailto:bertram@bibb.de 28 29 Erasmus+ vernetzt Europa Wie Teilnehmende von TCAs profitieren Workshop des TCA "Green Erasmus" in Lüneburg, Mai 2025 Plenum TCA "Green Erasmus" in Lüneburg, Mai 2025 © F ot os tu d io H eu pe l Gruppenarbeit auf dem interna tionalen EuroApprentices-Treffen in Bukarest - -Teilnehmende des bundeswei ten EuroApprentices-Treffen in Heidelberg Teilnehmende in Bukarest mit Motto-Shirt der EuroApprentices © N A b ei m B IB B 28 29 Bildung für Europa | Dezember 2025 Z wischen Juni 2024 und Juni 2025 ha ben 97 Teilnehmende aus Deutschland an externen Trainings- und Koopera tionsaktivitäten (TCAs) im Rahmen von Erasmus+ teilgenommen. Finan ziert durch Erasmus+-Programmmittel reisten sie nach Italien, Frankreich, Spanien und viele weitere Länder mit dem Ziel, neue Impulse, Kontakte und Projektideen für die europäische Bil dungszusammenarbeit zu gewinnen. - - - - Die NA beim BIBB hat die Feedbackbögen der Teilnehmenden systematisch ausge wertet, um einen besseren Einblick zum Mehrwert der Veranstaltungen zu erhalten. Die Bilanz fällt eindeutig aus: 96 Prozent der Befragten bewerten ihre Teilnahme als hilfreich und nützlich. Vor allem der per sönliche Austausch überzeugte. „Persön licher Kontakt ist durch nichts zu ersetzen – deshalb sind diese Seminare so wertvoll“, bringt es eine Rückmeldung auf den Punkt. Knapp 90 Prozent der Teilnehmenden knüpften neue Kontakte, mehr als die Hälf te konnte durch die Veranstaltung konkrete Partner für künftige Projekte gewinnen. - - - - Fast ein Viertel der TCA-Teilnehmenden kam aus Nordrhein-Westfalen, jeweils gut 16 Prozent aus Baden-Württemberg und Bayern; die übrigen Bundesländer waren deutlich schwächer vertreten. Sektoral do minierte die Berufsbildung mit rund zwei Dritteln, während die Erwachsenenbildung ein Drittel ausmachte. Die Teilnehmenden brachten überwiegend bereits Erasmus+-Er fahrung mit. - - Inhaltlich standen besonders die Prioritäten Inklusion und Vielfalt sowie Partizipation am demokratischen Leben im Mittelpunkt. Auch Themen wie Nachhaltigkeit, Digitali sierung oder Gesundheitsförderung spiel ten eine wichtige Rolle. Deutlich wird: Die thematische Bandbreite der TCAs reicht von Kontaktseminaren für Mobilitätsprojekte über Workshops zur Gestaltung innovativer Lehrkonzepte bis hin zu europäischer Wer tebildung von Auszubildenden. - - - Besonders positiv hervorgehoben wurden praxisnahe Workshops, intensive Networ king-Formate und inspirierende Vorträge. Viele Teilnehmende sprechen von gewinn bringenden Erfahrungen, neuen Perspek tiven und nachhaltigen Impulsen für ihre Arbeit. - - - Als Fazit kann festgehalten werden: TCAs erweisen sich als Motor für internationale Bildungskooperationen. Sie erweitern das Fachwissen, fördern den Dialog zwischen Organisationen und schaffen konkrete Grundlagen für neue Erasmus+-Projekte. Oder, wie es ein Teilnehmender formulierte: „Das Networking war hier so stark wie bei wenigen anderen Erasmus+-Events.“ Vernetzung und Weiterbildung von Erasmus+-Botschafterinnen und -Botschaftern europaweit Neben den oben beschriebenen einzelnen Trainings- und Kooperationsaktivitäten gibt es auch Langfristige Trainings- und Koope rationsaktivitäten, sogenannte LTAs (Long term activities), die aus verschiedenen Trai nings- und Kooperationsaktivitäten (TCAs) bestehen und durch eine langfristige und strategische Zusammenarbeit von Natio nalen Agenturen gesteuert werden. - - - - Im Rahmen der Long-Term Activity (LTA) „EuroApprentices – Erasmus+ Botschaf ter/-innen in der Berufsbildung“ wurde zwischen 2022 und 2024 ein europaweites Netzwerk aufgebaut, das von der NA beim BIBB koordiniert wird und die Programm priorität Teilhabe am demokratischen Le ben adressiert. - - - Im Rahmen der LTA wurden über 300 jun ge Menschen aus elf europäischen Ländern für ihre Rolle als Erasmus+-Botschafte rinnen und -Botschafter (EuroApprentices) in der Berufsbildung geschult, die sich nun als EuroApprentices engagieren. Sie sind ehemalige Erasmus+-Teilnehmende in - - der beruflichen Bildung, die ihre Auslands erfahrungen weitergeben und andere Aus zubildende für Lernaufenthalte im Ausland begeistern. Sie berichten an Schulen, auf Messen, in Podcasts sowie über Social Me dia von ihren persönlichen Erfahrungen und sie klären auf über die Chancen, die ein von Erasmus+ geförderter Auslandsauf enthalt bietet. Kurzum: Die EuroAppren tices begegnen anderen Auszubildenden auf Augenhöhe und beantworten Fragen. Insgesamt fanden von 2022 bis 2024 in den beteiligten Ländern über 32 natio nale Trainings und Netzwerktreffen sowie acht internationale Veranstaltungen statt. Die Trainings boten praxisnahe Weiterbil dungen zu Themen wie Storytelling, Prä sentationstechniken, europäische Werte, Nachhaltigkeit, Social Media oder Medi enkompetenz. Sowohl bei den nationalen als auch bei den internationalen Trainings- und Netzwerktreffen standen nicht nur die Vermittlung von Wissen, sondern auch Teamarbeit, Netzwerken und die Stärkung europäischer Identität im Mittelpunkt. „Der Austausch mit anderen EuroApprentices ist sehr motivierend und gibt viel Inspiration für neue Aktivitäten“, so die Rückmeldung einer Teilnehmerin. - - - - - - - - - Weitere Informationen und einen Film über das europäische EuroApprentices-Netzwerk finden Sie unter - Erasmus+ www.euroapprentices.eu www.na-bibb.de/ vernetzungstreffen KRISTIN WILKENS Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Team „Mobilität und Internationali sierung der Berufsbildung“ in der NA beim BIBB wilkens@bibb.de JANINA MEYER TCA-Beauftragte der NA beim BIBB meyer@bibb.de © N A b ei m B IB B & p riv at http://www.na-bibb.de/vernetzungstreffen http://www.euroapprentices.eu mailto:meyer@bibb.de mailto:wilkens@bibb.de 30 31 Infosplitter - - - - - Infosplitter Neue Publikationsreihe Um in knapper und übersichtlicher Form über wichtige Entwicklungen oder Themen zu informieren, hat die NA beim BIBB das Format „Factsheet“ ent wickelt. Den Auftakt in diesem Jahr machen Factsheets zum 25-jährigen Jubiläum der NA beim BIBB, zu 25 Jahre Erwachsenenbildung und 10 Jahre EPALE. Die NA beim BIBB hat sich über die Jahre zum Kompetenzzentrum für Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung und zur zentralen Ansprechpartne- rin für die europäische Förderung und Vernetzung der Erwachsenenbildung in Deutschland entwickelt. 2008 2007 2000 2010 2012 2013 2015 2017 2024 2025 NA beim BIBB | Fakten zum 25-jährigen Jubiläum | 2000 - 2025 Die Nationale Agentur „Bildung für Europa“ beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als Dachorganisation für die Verwaltung europäischer Programme in der Berufsbildung eingerichtet. Sie ist zudem zuständig für Sokrates-Grundtvig, dem EU-Förderprogramm in der Erwachsenenbildung. Mit dem Start des Programms für lebenslanges Lernen (PLL) kommt es zu einer Verwaltungsstrukturänderung, die im Kern bis heute gilt: Die Zuständigkeiten für das europäische Bildungsprogramm gliedern sich seitdem nach Bildungsbereichen. Die NA beim BIBB wird alleinige Durchführungsorganisation für die Berufs- und Erwachsenenbildung in Deutschland. Das Nationale Europass Center wird in der NA beim BIBB angesiedelt. Europass als Instrument für Transparenz von Quali- fikationen ermöglicht mit seinem Mobilitätsnachweis die europaweit vergleichbare Dokumentation von Lernerfahrungen im Ausland. Das EU-Studienbesuchsprogramm fördert den Erfahrungsaustausch zwischen Entscheidungsträgern und Verantwortlichen in der Berufsbildung auf europäischer Ebene. Die NA beim BIBB konzipiert und organisiert die Incoming-Besuche (bis 2014). Das BMBF siedelt 2010 die Nationale Koordinierungsstelle ECVET in der NA beim BIBB an (bis 2015). ECVET ist das Europäische Kreditpunktesystem in der beruflichen Bildung und soll die Lernmobilität in Europa unterstützen. Die Nationale Koordinierungsstelle Europäische Agenda für Erwachsenenbildung (NKS Agenda) nimmt im Auftrag der EU-Kommission und des BMBF ihre Arbeit auf. Ihre Kernaufgabe ist es, über die Ziele und Inhalte der Agenda zu infor- mieren und zu einer Vernetzung von europäischen und nationalen Prozessen beizutragen. Die NA beim BIBB wird vom BMBF mit der Durchführung des Deutsch-Israelischen Programms zur Zusammenarbeit in der Berufsbildung betraut (bis 2020). Das Programm fördert u.a. den Austausch von Auszubildenden sowie Study Tours für Fachkräfte. Die Informations- und Beratungsstelle für Auslandsaufenthalte in der beruflichen Bildung (IBS) wird in der NA beim BIBB angesiedelt. Ab 2021 wird die Informations- und Beratungsarbeit in den Beratungsservice für Auslandsauf- enthalte überführt und mit neuen Informationsangeboten ausgebaut. Zur europaweiten Vernetzung der Fachkräfte der Erwachsenenbildung und zum Wissensaustausch richtet die EU-Kommis- sion die elektronische Plattform EPALE ein. Die Nationale Koordinierungsstelle wird in der NA beim BIBB angesiedelt. Um internationale Berufskompetenzen durch außereuropäische Auslandsaufenthalte während der Ausbildung zu fördern, startet das BMBF das nationale Förderprogamm AusbildungWeltweit. Mit dem Projektauftrag „Stärkung der Auslandsmobilität“ beauftragt das BMBF die NA beim BIBB weitere Dienstleistun- gen und Unterstützungsmöglichkeiten zur Förderung von Auslandsaufenthalten zu eruieren und Umsetzungsempfehlungen abzuleiten. Die NA beim BIBB ist nicht nur Nationale Agentur für das EU-Bildungsprogramm Erasmus+ in der Berufs- und Erwachse- nenbildung, sondern verantwortet aus beiden Bildungsbereichen weitere europäische und internationale Projekte. Sie ist geschätzte Partnerin der Bildungspolitik sowie der Bildungspraxis. - Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 ist die NA beim BIBB verantwortlich für die Durchführung europäischer Programme im Bereich der Erwachsenenbildung – angefangen von GRUNDTVIG bis Erasmus+. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Förderung von Auslandsaufenthalten und grenzüberschreitender Kooperation. 25 Jahre Erwachsenenbildung Eine Vision: Austausch und Kooperation in Europa stärken Budgetentwicklung der EU-Programme für Erwachsenenbildung gesamt Beantragte Kooperationsprojekte 2000 / 2001 2025 2000 2025 0,5 Mio. € 68 32 Mio. € 304 Wirkung: Auslandsaufenthalte stärken Men- schen, Kooperationen stärken Organisationen „Wir haben 2023 eine Lernreise mit Teilnehmenden aus der Grundbildung in Schweden organisiert. Noch heute merken wir, wie die Lernenden durch diese Erfahrung gewachsen sind und wie sie immer noch davon profitieren.“ Anke Wigger, Direktorin VHS Husum „Der intensive Fokus auf das Projektthema hat zu einer ver- stärkten Wahrnehmung und einem Haltungswandel bei unseren Kolleginnen und Kollegen geführt. Die Projektergebnisse werden nun dauerhaft in den verschiedenen Organisationen genutzt.“ Katrin Echtermeyer, Wisamar Bildungsgesellschaft gGmbH Teilnehmende (TN) an Auslandsaufent- halten der EU-Programme Personal Lernende 2000 2024* 2021 2024* * Antragsjahr 2025 noch nicht abgeschlossen 61 TN 194 TN 3.088 TN 1.792 TN EPALE wurde 2015 ins Leben gerufen und ist virtueller Treffpunkt für alle, die beruflich mit Erwachsenen- und Weiterbildung zu tun haben: > Lehrkräfte > Projektmitarbeitende > Entscheidungsträger/-innen EPALE | Fakten zum 10-jährigen Jubiläum | 2015 - 2025 EPALE wird im Rahmen des Programms Erasmus+ von der EU-Kommission finanziert. Europaweit arbeiten 37 nationale Koordinierungsstellen zur Unterstützung und Stärkung der Community. EPALE Deutschland ist bei der NA beim BIBB angesiedelt und arbeitet sehr eng mit dem ebenfalls dort verantworteten Programm Erasmus+ Erwachsenenbildung und der Europäischen Agenda für Erwachsenenbildung zusammen. EPALE ist heute Europas größte mehrsprachige offene Online-Community für Erwachsenenbildung und Weiterbildung. EPALE Geteilte Inhalte EPALE gesamt EPALE DEEntwicklung Mitgliederzahl: Mai 2015 Juni 2025 4.484 187 150.615 5.649 Januar bis Juni 2025 > 400 Beiträge bündelt Wissen und Know-how der Erwachsenenbildungs-Community; bietet die Möglichkeit der Vernetzung; erlaubt Mitgliedern, ihre Arbeit sichtbar zu machen; bietet die Möglichkeit, die Erwachsenen- bildung in Europa mitzugestalten. Deutschland Deutschland https://epale.ec.europa.eu/de 5TOP im europäischen Ranking z.B. Blogbeiträge, Veranstaltungshinweise, Fachressourcen www.na-bibb.de/ factsheets -© N A b ei m B IB B Neue Zuständigkeit Ist Ihnen das geänderte Förderlogo auf unserer Website und unseren neuen Publi kationen aufgefallen? Seit dem 1. Novem ber 2025 liegt die Zuständigkeit für die NA beim BIBB beim Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Jahrestagung 2025 Die diesjährige Jahrestagung der NA beim BIBB fand online statt und stand unter dem Motto der Erasmus Days „Live our values, inspire our future“. Am 24. und 25. September 2025 kamen insgesamt über 1.000 Akteurinnen und Akteure der Erasmus+-Community zum virtuellen Aus tausch zusammen. Die Dokumentation mit den Präsentationen finden Sie auf unserer Website: www.na-bibb.de/ veranstaltungsrueckblicke Neue Podcastfolgen Seit 2022 veröffentlicht die NA beim BIBB mehrmals im Jahr einen Podcast zu The men aus ihrem Verantwortungsbereich. So entstand z.B. im Mai 2025 ein Beitrag zur Erinnerungskultur mit der Shoah-Über lebenden Henriette Kretz. Hören Sie im mer die aktuellen Folgen unter https://open.spotify.com/ show/5xFZTD087UqPafS 0qu4sTF?si=TFSo0iFPTkS wy2fA8Yg8vA https://open.spotify.com/show/5xFZTD087UqPafS0qu4sTF?si=TFSo0iFPTkSwy2fA8Yg8vA http://www.na-bibb.de/factsheets http://www.na-bibb.de/veranstaltungsrueckblicke 30 31 Bildung für Europa | Dezember 2025 - - - - - - - - - - - - - - Infosplitter - - - Podcast der EuroApprentices Kennen Sie bereits den Podcast „Eras mus+-Stories – Auslandsaufenthalte während der Ausbildung“, den unsere EuroApprentices in Eigenregie erstellen? Jeden Monat gibt es eine neue Folge, in der die EuroApprentices anderen Azubis zeigen, warum ein Auslandsaufenthalt während der Ausbildung nicht nur eine coole Erfahrung, sondern auch ein echter Karriere-Booster ist. Unbedingt reinhören! Den Podcast findet man z.B. auf Spotify, Podcast.de und Audible. Gutachter/-innen gesucht Für gutachterliche Tätigkeiten im Programm Erasmus+ sucht die NA beim BIBB laufend externe Gutachter/-innen. www.na-bibb.de/gutachterinnen- gesucht Neue Klima-Puzzle-Anleiterinnen Eine Mitarbeiterin der NA beim BIBB und eine VET-Expertin haben in diesem Jahr er folgreich die Schulung zu Anleiterinnen für das Klima Puzzle (Climate Fresk) absolviert. Damit haben wir die Nachhaltigkeitskom petenzen in der NA beim BIBB und für die europäischen Programme um einen weiteren Baustein gestärkt. Videobotschaften Erwachsenenbil dung Welche Erfahrungen haben Erwachse nenbildner/-innen mit Auslandsaufenthal ten gemacht? Im Rahmen der Kampagne “Wenn Austausch Türen öffnet“ haben wir erfahrene Projektnehmer befragt. www.na-bibb.de/wenn-austausch -tueren-oeffnet Inklusion in Erasmus+: NA zeigt hilfreiche Tools Am 30. Januar 2026 führt die NA beim BIBB im Rahmen einer On line-Mittagspause durch einige Hilfsinstrumente des SALTO Ressour cenzentrums für Inklusion und Viel falt in Erasmus+. Die Tools werden europaweit zur Verfügung gestellt, um Projektträger bei der Organisation von inklusiven Erasmus+-Projekten zu unterstützen. Details zur Anmeldung finden Sie unter: www.na-bibb.de/veranstaltungen Deutschland Neues Ressourcen-Kit online In einer globalisierten Welt braucht es Bil dungsräume, die Austausch fördern, Vorur teile abbauen und Zusammenhalt stärken. Das neue EPALE Ressourcen-Kit „Identität und Werte in der Erwachsenenbildung“ zeigt in Blogbeiträgen, Praxisbeispielen und Methoden, welche Werte Erwachsenen bildung prägen – und wie Sie die eigene Bildungsarbeit reflektieren und weiterent wickeln können. Alle Inhalte stehen kosten frei auf EPALE bereit: https://epale.ec.europa.eu/de/blog/ epale-deutschland-ressourcen-kits Stimmen aus der Praxis Zehn EPALE-Botschafter/-innen geben persönliche Einblicke in ihre Arbeit und sprechen über „Identität und Werte in der Erwachsenenbildung“. Die Porträts zeigen, wie vielfältig Engagement auf Europas größter Plattform für Erwach senenbildung sein kann. Mehr über die einzelnen Botschafter/-innen erfah ren Sie per Klick auf die Namen: https://epale.ec.europa.eu/ de/blog/epale-botschafter-stellen- sich-vor Literaturtipp KI Sie erkennen das Potenzial von KI, haben aber gleichzeitig Vorbehalte, weil sie Risiken sehen? Dann sollten Sie sich die kostenlose Publikation „Ethische Leitlinien für Lehr kräfte und die Nutzung von KI und Daten für Lehr- und Lernzwecke“ herunterladen. https://op.europa.eu/de/publication-detail/-/publication/d81a0d54- 5348-11ed-92ed-01aa75ed71a1 Der Frage, wie sich Arbeitsinhalte und berufliche Tätigkeiten sowie Bildungsprozesse durch KI verändern, geht u.a. die BWP-Ausgabe 4/2025 „Innovationen durch KI“ des BIBB nach. www.bwp-zeitschrift.de/4-2025 http://www.na-bibb.de/wenn-austausch-tueren-oeffnet http://www.na-bibb.de/veranstaltungen https://epale.ec.europa.eu/de/blog/epale-botschafter-stellen-sich-vor https://www.na-bibb.de/gutachterinnen-gesucht https://epale.ec.europa.eu/de/blog/epale-deutschland-ressourcen-kits https://op.europa.eu/de/publication-detail/-/publication/d81a0d54-5348-11ed-92ed-01aa75ed71a1 http://www.bwp-zeitschrift.de/4-2025 Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) Friedrich-Ebert-Allee 114-116 53113 Bonn Tel.: 0228 107-1608 LinkedIn: www.linkedin.com/ company/nationale-agentur- bildung-für-europa www.na-bibb.de Aktuelle Ausschreibungstermine in Erasmus+ Programm Antragsfrist Wo muss der Antrag eingereicht werden? Weitere Informationen Erasmus+ Leitaktion 1 Mobilität von Einzelpersonen > in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung sowie Erwach senenbildung und Hochschulbil dung - - 19.02.2026, 12:00 Uhr jeweilige NA jeweilige NA > nur im Bereich Sport (Personal) 12.02.2026, 12:00 Uhr NA Jugend NA Jugend > nur im Bereich Jugend 12.02.2026 01.10.2026 jeweils 12:00 Uhr NA Jugend NA Jugend - Erasmus-Akkreditierungen > in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung sowie Erwach senenbildung und Jugend - 29.09.2026, 12:00 Uhr jeweilige NA jeweilige NA Leitaktion 2 Kooperationspartnerschaften > in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung sowie Jugend, mit Ausnahme der von europäischen NGOs eingereichten Partnerschaften 05.03.2026, 12:00 Uhr jeweilige NA jeweilige NA > im Bereich Sport 05.03.2026, 17:00 Uhr EACEA EACEA Kleinere Partnerschaften > in den Bereichen Schulbildung, berufliche Aus- und Weiterbil dung, Erwachsenenbildung und Jugend 05.03.2026, 12:00 Uhr jeweilige NA jeweilige NA > im Bereich Sport 05.03.2026, 17:00 Uhr EACEA EACEA Zentren der beruflichen Exzellenz 03.09.2026, 17:00 Uhr EACEA EACEA Innovationsallianzen 10.03.2026, 17:00 Uhr EACEA EACEA Kapazitätsaufbau im Bereich be rufliche Aus- und Weiterbildung 26.03.2026, 17:00 Uhr EACEA EACEA Wichtige Internet-Adressen: Gemeinsame Website der Nationalen Agenturen in Deutschland: www.erasmusplus.de EU-Kommission, Allgemeine und berufliche Bildung: https://education.ec.europa.eu/de EACEA: www.eacea.ec.europa.eu/index_de AusbildungWeltweit: nächste Antragsfrist am 24.02.2026 für Aufenthalte zwischen Juni 2026 und Mai 2027 Die Angaben basieren auf dem aktuellen Informationsstand (12.11.2025). Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere Antragsfristen finden Sie im Aufruf EAC/A12/2025. - http://www.linkedin.com/company/nationale-agentur-bildung-für-europa http://www.linkedin.com/company/nationale-agentur-bildung-für-europa http://www.na-bibb.de http://www.erasmusplus.de http://www.eacea.ec.europa.eu/index_de https://education.ec.europa.eu/de Bildung für Europa 41 · Dezember 2025 Impressum Herausgeber Verantwortlich Redaktion Redaktionsassistenz Redaktionsschluss Bestellungen Erscheinungsweise Auflage Gestaltung Druck Bildnachweis Titel & Inhaltsverzeichnis Hinweis an unsere Abonnentinnen/Abonnenten Editorial Inhalt Künstliche Intelligenz Lernen, Lehren, Künstliche Intelligenz KI in der Berufsbildung Partnerschaften für Zusammenarbeit Mobilitätsprojekte KI in der Erwachsenenbildung Partnerschaften für Zusammenarbeit Mobilitätsprojekte Fazit und Ausblick Kompetenzmodell AIComp Künstliche Intelligenz erfolgreich in Beruf und Alltag nutzen Der neue Rechtsrahmen für Künstliche Intelligenz Auswirkungen der KI-Verordnung auf den Bildungsbereich Schlüsselelemente des neuen Rechtsrahmens Hochrisikofälle in der allgemeinen und beruflichen Bildung Horizontale Pflichten: Transparenz und KI-Kompetenzen Ausblick Der risikobasierte Ansatz in der KI-Verordnung Good Practice: Erasmus+ meets KI in Essen Impulse für Ausbildung in Informatik, Elektronik und Robotik Frankreich-Projekt: KI in autonomen Systemen Intelligente Häuser in Norwegen Erasmus+ als Motor der Schulentwicklung Projektinfo Europäisches SALTO Digital Resource Centre Auftrag: Förderung der digitalen Bildung europaweit Digitale Transformation Europäisches SALTO Digital Resource Centre Werkzeuge, Materialien und Rahmenwerke zur Unterstützung der digitalen Transformation > Themenkarten > One-Pager > Beispiele guter Praxis > Werkzeuge und Lernressourcen Ausgewählte Facts zur Stimmung in der Gesellschaft Zunehmende Akzeptanz KI als Bedrohung oder Erleichterung Wahrnehmung von KI als Bedrohung oder Erleichterung nach Tätigkeiten Das könnte Sie auch interessieren KI-Nutzung: Motivation und Hürden Nutzung von KI-Anwendungen nach Häufigkeit Nutzung von KI-Anwendungen nach Häufigkeit in verschiedenen Gruppen Top-Anwendungsfälle von KI Wo steht Deutschland im europäischen Vergleich? Good Practice Mit KI in die Bildung von morgen Neues KI-Wissen zur Unterrichtsgestaltung genutzt Gesamte Einrichtung öffnet sich gegenüber KI Projektinfo Career Intelligence Welche Unterstützung bei der Berufsorientierung gibt es? Von der Idee zur Praxis: Weiterentwicklung der digitalen Lernplattform Stakeholder unterstützen den Ansatz Projektinfo KI in der Erwachsenenbildung Projektergebnisse zeigen: KI kann Lernen bereichern Wirkung und Ausblick Projektinfo KI in der Grundbildung Wie hat sich der KI-Einsatz in der Grundbildung seit unserer gemeinsamen Konferenz im Juli 2024 entwickelt? Welche Tools haben sich in der Grundbildungspraxis durchgesetzt? Wie gelingt es, alle Akteure mitzunehmen – und welche Rolle spielt der digitale Baukasten für Grundbildungsangebote? Welche nächsten Schritte plant der bvv und wie wird dabei Erasmus+ genutzt? Erasmus+ Erasmus+-Antragsrunde 2025 Berufsbildung Mobilität Berufsbildung Partnerschaften Erwachsenenbildung Mobilität Erwachsenenbildung Partnerschaften Programmvorschlag Erasmus+ 2028-2034 Das vorgeschlagene Budget Das vorgeschlagene Programm Was nicht in den Dokumenten steht European Innovative Teaching Award 2025 Zwei deutsche Projekte aus der Erwachsenenbildung ausgezeichnet Kategorie Adult Education: Senioren entdecken Europa neu Kategorie : Politische Bildung in Gebärdensprache: Politische Bildung in Gebärdensprache Bildung stärkt Europa – auf vielfältige Weise Erasmus+ vernetzt Europa Wie Teilnehmende von TCAs profitieren Vernetzung und Weiterbildung von Erasmus+-Botschafterinnen und -Botschaftern europaweit Infosplitter Neue Publikationsreihe Neue Zuständigkeit Jahrestagung 2025 Neue Podcastfolgen Podcast der EuroApprentices Gutachter/-innen gesucht Neue Klima-Puzzle-Anleiterinnen Videobotschaften Erwachsenenbildung Inklusion in Erasmus+: NA zeigt hilfreiche Tools EPALE Deutschland Neues Ressourcen-Kit online Stimmen aus der Praxis Literaturtipp KI Aktuelle Ausschreibungstermine in Erasmus+ …
[…] Künstliche Intelligenz (KI) ist inzwischen Teil unserer Arbeits- und Alltagswelt und verändert das Lernen und Lehren. Welche Kompetenzen sind in einer von KI geprägten Welt besonders wichtig? Wird KI eher als Bedrohung oder Erleichterung gesehen und wie findet sich das Thema in europäischen Projekten? Erasmus+ bietet ein weites Experimentierfeld und sowohl in der Berufs- als auch der Erwachsenenbildung gibt es hierzu erfolgreiche Projekte. Zudem beinhaltet das Journal eine erste Einordnung des Vorschlags für das Erasmus+-Programm der Jahre 2028-2034. …
[…] Die Europass-Unterrichtsmaterialien stellen die wichtigsten Funktionen des Europass-Portals für die Bewerbung vor. Die insgesamt 5 Arbeitsblätter gibt es auch auf Englisch: „My CV with Europass“, „My cover letter with Europass“, „My digital skills with Europass“, „My Europass profile“, „My application with Europass“. Zur Bearbeitung werden digitale Endgeräte benötigt. Sie sind modular aufgebaut und bieten Anknüpfungspunkte zu den Bildungsplänen in der Berufsorientierung, der Berufsfelderkundung, beim Bewerbungstraining, aber auch in den Fächern Deutsch und Rhetorik, Politik, Gesellschaftslehre und in den Fremdsprachen. …