Aus der Praxis
Teilhabe

Demokratie fördern mit internationalen Projekten

Durch Auslandserfahrungen Verantwortung und Zusammenhalt stärken

01.01.2025

Programm

Mobilität

Bildungsbereich

Berufsbildung

Projektnummer

2020-1-DE02-KA120-VET-000007909

Projektlaufzeit

01.06.2022 – 31.05.2024

Thema

Teilhabe

Kontakt

EU-Geschäftsstelle Wirtschaft und Berufsbildung der Bezirksregierung Arnsberg

Mit der Initiative „Demokratie fördern in internationalen Projekten“ (DiP) unterstützt die EU-Geschäftsstelle Wirtschaft und Berufsbildung Arnsberg Berufskollegs in ihrem Regierungsbezirk bei der Umsetzung internationaler Projekte zu Erinnerungskultur und Demokratieförderung. „Berufskollegs sind ideale Orte, um jungen Menschen demokratische Werte, Toleranz und Weltoffenheit näherzubringen. Diese Werte sollten in allen Fächern verankert sein“, betont Ludger Dieckmann, schulfachlicher Dezernent in Arnsberg.

Er verweist darauf, dass es zum Bildungs- und Erziehungsauftrag der Berufskollegs gehöre, diese Werte in das beruflich-ethische Handeln der Auszubildenden zu integrieren. Um nachhaltige Wirkung zu erzielen, sei es essenziell, die Themen systematisch in die Schulentwicklung einzubinden.

Ein zentraler Bestandteil der Initiative ist neben der Plattform „NRW connect extern“, die zahlreiche Ressourcen wie Unterrichtsmaterialien bereithält, die internationale Qualifizierung von Lehrkräften und Schulleitungen.

Qualifizierung „Gedenkstättenpädagogik“

An der vierteiligen Fortbildung „Gedenkstättenpädagogik“ nahmen 26 Lehrkräfte teil, um methodisches Wissen für internationale Projekte zur Demokratieförderung in der beruflichen Bildung zu erwerben. In den ersten beiden Modulen reflektierten sie die Erinnerungskultur an ihren Schulen, entwickelten Projektideen und erarbeiteten Konzepte zur Integration des Themas in den Unterricht.

Das dritte Modul führte sie in die Internationale Begegnungsstätte in Oświęcim, Polen, wo sie eine Woche lang am Job-Shadowing teilnahmen. Der Besuch des Konzentrationslagers Auschwitz sowie der Austausch mit polnischen Lehrkräften boten ihnen tiefgehende Einblicke in die pädagogische Vermittlung historischer Themen. Sie lernten Methoden kennen, um Schüler/-innen bei der Verarbeitung der Eindrücke zu begleiten und diese Erfahrungen in den Unterricht zu übertragen.

Im vierten Modul werteten die Teilnehmenden ihre Erkenntnisse fachlich aus und setzten erste Meilensteine für die Umsetzung eigener Projekte an ihren Schulen.

Fortbildung für Schulleitungen

Parallel dazu erhielten Schulleitungen eine spezialisierte Fortbildung in Kooperation mit dem Institut für Demokratiepädagogik in Eupen, Belgien. Sie erarbeiteten Strategien, um das Thema Demokratiebildung im Schulprogramm zu verankern, und lernten bewährte internationale Ansätze kennen, um Schülerinnen und Schüler gezielt an das Thema heranzuführen.

Mit frischen Impulsen und neuen Kompetenzen starteten die Berufskollegs im Regierungsbezirk Arnsberg in das Schuljahr 2023/2024. Das DiP-Team blickt gespannt darauf, welche innovativen Projekte zur Demokratieförderung in den kommenden Monaten entstehen.

Interesse geweckt? Erfahren Sie mehr über das Projekt

Zur Projektwebseite

Scroll to top