B4C

Biochar for Competence Development for the Circular Carbon Economy

01.01.2024

Programm

Partnerschaften

Bildungsbereich

Berufsbildung

Projektnummer

2023-1-DE02-KA220-VET-000155337

Projektlaufzeit

2023-2026

Partnerorganisationen

F, D, LU, SW

Projektkoordinator

Blended Learning Institutions Cooperative Göttingen (blinc)

„Biokohle hat das Potenzial, CO₂ in erheblichem Ausmaß zu binden und fossile Kohle zu ersetzen. Das eröffnet attraktive Bildungsszenarien für konkrete Anwendungen im MINT-Bereich. Wir wollen das Berufsbildungspersonal qualifizieren, um derartige Ansätze zu erproben und europaweit einzuführen.“

Dr. Tim Scholze, Projektleiter blinc

Ziele

  • innovativer Beitrag zum Green Deal und zur Union of Skills (insbesondere STEM Education Strategic Plan)
  • Einführung neuer Berufsbildungsfelder im Rahmen eines Ansatzes der Kreislaufwirtschaft für Kohlenstoff (CCE), Konzentration auf Biokohleprodukte und Wertschöpfungsketten (B4C)

Zielgruppe

  • Schülerinnen und Schüler, die Berufsausbildungen in den Bereichen Landwirtschaft, Gartenbau (Partner DEULA und Astredhor) sowie Bauwesen (vertreten durch die FU und das IFSB/CDEC) absolvieren (Steigerung der Attraktivität von MINT-Fächern durch die Vermittlung physikalisch-chemischer, biologischer und wirtschaftlicher Grundlagen sowie konkrete Praxisprojekte).
  • Berufstätige (berufliche Weiterbildung), die in spezifischen Modulkursen zu Biochar-Spezialisten in ihrem jeweiligen Fachgebiet ausgebildet werden (Entwicklung und Realisierung von Weiterbildungskursen zur Validierung und den LearnTech-Teil in Zusammenarbeit mit blinc).
  • Lehrende und Ausbildende in Berufsbildungseinrichtungen sowie betriebliche Ausbilderinnen und Ausbilder, die darin geschult werden, Lernfelder für Biochar-Anwendungen auf Basis der DBCL-Methodik zu schaffen (einschließlich der Integration modernster und attraktiver Lerntechnologien).
  • Bürger/-innen sowie Mitarbeitende von Nichtregierungsorganisationen –  informelle Schulung, z.B. in Gärten, bei Hausbesitzern oder Dachverbänden (Etablierung eines gegenseitigen Wissenstransfers und Schaffung von Schnittstellen zwischen informeller und formaler Bildung, Einbeziehung bildungsbenachteiligter Gruppen – beispielsweise Geflüchtete oder neurodivergente Menschen)

Neben diesen direkten Zielgruppen werden im Rahmen des Projekts auch Bildungsverwaltungen, Schulen und Universitäten sowie nicht-pädagogische Akteure wie Partner der Kreislaufwirtschaft für Kohlenstoff und KMU durch regelmäßige Nachrichten und Konferenzen aktiv einbezogen.

Methoden

 

Das Projekt arbeitet mit designbasiertem kollaborativem Lernen (DBCL), einer speziellen Blended-Learning-Methodik, die folgende Aspekte kombiniert:

  • E-Learning als asynchrones Selbstlernen zur Aneignung relevanter Inhalte in Bezug auf Biokohle und die Kreislaufwirtschaft für Kohlenstoff
  • Kollaborative und konstruktive Design-Thinking-Workshops, die entweder in Präsenz oder online geplant und durchgeführt werden und zu konkreten Prototypen führen
  • Validierung der Kompetenzen zur Erkennung von Ideen und Chancen für eine Kreislaufwirtschaft im Bereich Kohlenstoff. Diese werden sowohl zu Beginn als auch am Ende des studentischen Lernprojekts bewertet und validiert
  • Zur Planung und Durchführung der Methodik wurden Trainer/-innen in kombinierten Moderationsworkshops ausgebildet.

Ökologischer Handabdruck

Das Projekt basiert auf der Entwicklung von Produkten der Kreislaufwirtschaft, die Biokohle als Kohlenstoffsenke enthalten. Schülerinnen und Schüler (und andere Lernende) entwickeln Produkte und Projekte zur Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks, beispielsweise durch den Ersatz von fossiler Kohle oder Torf und durch die Einbettung von Kohlenstoff in langlebige Anwendungen für Bodensubstrate oder Baumaterialien.

 

Transformationsrelevanz

Berufsschülerinnen und -schüler sowie Unternehmen, Landwirte und Bürger/-innen beteiligen sich an gemeinsamen Lernprojekten, um sich weiterzuentwickeln und zu einer nachhaltigeren Welt beizutragen. Sie entwickeln eine „Nachhaltigkeitskultur“, die zugleich das Motto der Lernfestivals und Workshops war, die 2022, 2023 und 2024 in Göttingen, Dublin und 2025 in Luxemburg stattfanden. Dabei werden neben technologischen Lösungen auch das Bewusstsein und die Werte für eine nachhaltige Entwicklung gefördert und partizipative Bürgerwissenschaftsprojekte wie beispielsweise Gemeinschaftsgärten oder urbanes Gärtnern unterstützt. Biokohle ist der ideale „Ausgangsstoff“, um interdisziplinäres Wissen und Fähigkeiten zu erwerben und aktiv, kooperativ und konstruktiv in gemeinsamen Entwicklungsprojekten mitzuwirken, die die Nachhaltigkeit verbessern.

Materialien

Das Projekt läuft noch bis April 2026. Nach ihrer Erprobungsphase werden die erarbeiteten Materialien auf der Website (https://b4c.threec.eu/support-hub/ verfügbar sein.

  • Learning Suite mit Kursen
  • Biochar Box (Koffer mit Hands-On Lernmaterialien)
  • Ausstellung (biochar product&service exhibition
  • Hintergrundmaterialien, z.B. Report der Bestandsaufnahme (Desk Research, Fragebögen, Interviews) und Kompetenzrahmen

 

Suchbegriffe

Biokohle, CO₂-Reduzierung, Wertschöpfung, Bildungsszenarien, Qualifizierung, Landwirtschaft, Gartenbau, Bauwesen, MINT, Kreislaufwirtschaft, Blended-Learning

 

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