[…] Was erwartet Euch in Polen?, Bewerbung Liebe EuroApprentices, in 2026 findet wieder ein Internationales EuroApprentices Treffen statt, bei dem EuroApprentices aus 12 Länder zusammenkommen, sich austauschen und weiterbilden – dieses Mal in der Region Danzig in Polen! Hiermit möchten wir Euch herzlich einladen, Euch zu bewerben. Das Treffen findet vom 10.-14. Juni 2026 statt. , Ihr trefft andere EuroApprentices aus 12 Ländern und tauscht Euch aus! Ihr nehmt an spannenden Workshops und Teambuilding-Aktivitäten teil! Ihr habt die Möglichkeit, von anderen EuroApprentices zu lernen und Eure Ideen in das Netzwerk einzubringen! Ihr lernt im Rahmen von Ausflügen Land und Leute kennen! Ihr plant gemeinsame EuroApprentice-Aktivitäten und setzt vor Ort bereits welche um! …und habt hoffentlich ganz viel Spaß und verbringt eine gute Zeit! , Die Verpflegungs-, Reise- und Übernachtungskosten werden übernommen. Bitte beachtet, dass Eure Teilnahme über die volle Veranstaltungslänge vorgesehen ist. Eine spätere An- oder frühere Abreise ist nicht möglich. Obligatorisch ist neben der Teilnahme am gesamten Programm auch die Teilnahme am Online Preparation Meeting am 20. Mai 2026 von 18.00 – 19.30 Uhr. Da wir nur über eine begrenzte Anzahl an Plätzen für deutsche EuroApprentices verfügen, müsst ihr euch für die Teilnahme an diesem Event bewerben. Füllt dafür bitte das Bewerbungsformular unten aus. Achtet dabei bitte vor allem darauf, uns eure Motivation zur Teilnahme zu beschreiben und welche EuroApprentices-Aktivitäten ihr bereits durchgeführt habt. Diese Angaben sind für uns wichtige Kriterien zur Vergabe der Plätze. Dabei ist zu betonen, dass die Plätze für das International Meeting vorrangig an EuroApprentices gehen, die noch an keinem Internationalen Treffen teilgenommen haben sowie an die besonders Aktiven unter euch. Aber: Es lohnt immer sich zu bewerben! Wir freuen uns auf Eure Bewerbungen! Herzliche Grüße Kristin und Henrike , Zur Bewerbung Bewerbungsfrist ist der 20.04.2026 - 0228 107 2913 /1683 E-Mail: euroapprentices@bibb.de …
[…] Text und Bild, Weitere Informationen Der „European Innovative Teaching Award” wird dieses Jahr an Erasmus+-Projekte vergeben, die Grundkompetenzen in den Bereichen Lesen und Schreiben, Mathematik, Naturwissenschaften, Digitalisierung und Staatsbürgerschaft verbessern und Menschen helfen, sich in der Komplexität der heutigen Welt zurechtzufinden. , Die Europäische Kommission vergibt seit 2021 jährlich den „European Innovative Teaching Award“ (EITA). Ausgezeichnet werden exzellente pädagogische Arbeit und gute Unterrichtspraktiken in abgeschlossenen Erasmus+-Projekten, die zum Jahresthema der Auszeichnung „Basic Skills“ passen. Dieses Thema unterstützt den „Aktionsplan für Grundkompetenzen“, der im März 2025 als Teil der Strategie „Union of Skills“ der Europäischen Kommission verabschiedet wurde. Der Preis wird in den vier Kategorien „vorschulische Bildung“, „Grundschule“, „Sekundarschule“ und „berufliche Schule“ vergeben sowie zusätzlich das „European Language Label“. Förderung von Grundkompetenzen ist Thema des Jahres Der EITA-Preis 2026 zeichnet Erasmus+-Projekte aus, die darauf abzielen, Leistungen in einer oder mehreren der folgenden fünf Schlüsselkompetenzen zu verbessern: Lesen und Schreiben: Verstehen, Anwenden, Bewerten und Reflektieren in Wort und Schrift unter Verwendung visueller, akustischer und digitaler Materialien in verschiedenen Fachbereichen und Kontexten Mathematik: Mathematisches Denken; Formulieren, Anwenden und Interpretieren mathematischer Konzepte zur Lösung realer Probleme und zum Treffen fundierter, datengestützter Urteile/Entscheidungen Naturwissenschaften: Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Themen und Ideen als reflektierendes Individuum (wissenschaftliche Erklärung von Phänomenen, Bewertung und Konzeption wissenschaftlicher Untersuchungen, Interpretation von Daten) Digitale Kompetenz: selbstbewusster, kritischer und verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Technologien zum Lernen, Arbeiten und zur Teilhabe an der Gesellschaft (Informationskompetenz, Kommunikation, Medienkompetenz, Erstellung digitaler Inhalte, Online-Sicherheit, digitales Wohlbefinden) Staatsbürgerkunde: sich verantwortungsbewusst verhalten und uneingeschränkt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, gestützt auf ein Verständnis sozialer, wirtschaftlicher, rechtlicher und politischer Strukturen (staatsbürgerliche und demokratische Konzepte, Institutionen und Prozesse: z. B. Demokratie, Medienkompetenz, Krisenvorsorge, Respekt gegenüber anderen, Meinungsfreiheit) Diese fünf Grundkompetenzen helfen den Menschen dabei, kritisch zu denken, sich in ihren Gemeinschaften zu engagieren, gesund zu bleiben, sich an einen sich rasch wandelnden Arbeitsmarkt anzupassen und sich in der Komplexität der heutigen Welt zurechtzufinden, einschließlich digitaler Werkzeuge und künstlicher Intelligenz (KI). In einer Zeit zunehmender Desinformation und Polarisierung gewinnen diese Kompetenzen mehr denn je an Bedeutung. Sie fördern eine informierte und aktive Bürgerschaft und sind entscheidend für den Aufbau widerstandsfähiger, inklusiver Gesellschaften. Auswahlverfahren in der Berufsbildung Für die Nominierung des European Innovative Teaching Award durch die NA beim BIBB kommen ausschließlich abgeschlossene Erasmus+-Projekte in der Leitaktion 1 in Frage, die von deutschen Einrichtungen in der beruflichen Bildung koordiniert wurden. Für 2026 werden alle bis Ende des Jahres 2025 abgeschlossenen Projekte in den Bereichen Schul- und Berufsbildung berücksichtigt, die im Abschlussbericht herausragend bewertet wurden und dem vorgegebenen Jahresthema entsprechen. Eine Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der NA beim BIBB, schlägt auf Grundlage einer Short-List Projekte für die Nominierung der EU-Kommission vor. Die Bekanntgabe der Preisträger durch die Europäische Kommission erfolgt Anfang September. , Informationen zum Europäischen Bildungsraum: European Education Area (europa.eu) Informationen zum Aktionsplan für Grundkompetenzen Informationen zum European Innovative Teaching Award (europa.eu) …
[…] Interkulturelles Interesse und die Faszination Europa, Demokratie ist ein europäisches Thema, Auslandsaufenthalte erweitern Horizonte Wer das zur Johannes-Diakonie Mosbach gehörende Berufsbildungswerk (BBW) Mosbach-Heidelberg besucht, hört an vielen Stellen das Wort „Europa“ – sei es im Unterricht, in den Lehrwerkstätten oder in den Geschichten der Auszubildenden, die während der Zeit am BBW oft zum ersten Mal in ihrem Leben Auslandserfahrung sammeln. Möglich wird dies über Erasmus+, doch die Idee der Schule reicht noch weiter, gilt sie doch als ein gutes Beispiel dafür, wie Demokratiebildung, europäische Werte und inklusive Berufsbildung sinnvoll miteinander verknüpft werden können. , „Unser Ziel ist es, junge Menschen – häufig mit Förderbedarf oder Lernbeeinträchtigungen – zu befähigen, ihre Zukunft selbstbewusst, solidarisch und aktiv mitzugestalten“, sagt Thorsten Ringwald, Leiter der Berufsschule am Berufsbildungswerk. Dies geschieht über einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem die Lernenden nicht nur berufliche Kompetenzen erwerben, sondern auch einüben, demokratisch zu handeln, sich als Teil Europas zu verstehen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Dass Demokratiebildung heute ein zentraler Bestandteil des pädagogischen Selbstverständnisses des BBW ist, hat viel mit Thorsten Ringwald zu tun. Er kam 2017 an die Schule und führte gemeinsam mit Nils Fischer, Technischer Oberlehrer am BBW, das Erasmus+-Programm ein. Seither haben die Auszubildenden die Möglichkeit, über berufspraktische Auslandsaufenthalte in Betrieben und vergleichbaren Einrichtungen im europäischen Ausland unterschiedliche Arbeitsfelder kennenzulernen und ihre fachlichen Kompetenzen zu erweitern. Dabei erleben sie neue Arbeitskulturen, andere Länder und den europäischen Austausch ganz unmittelbar – eine Erfahrung, die nachhaltig wirkt. , Thorsten Ringwald betont: „Nils Fischer und mich verband von Anfang an das interkulturelle Interesse und die Faszination Europa.“ Was als internationales Bildungsprojekt begann, entwickelte sich Schritt für Schitt zu einem umfassenden Gesamtkonzept weiter. Nachdem er 2023 zum Schulleiter ernannt worden war, führte Ringwald eine Vielzahl praxisnaher Angebote ein, die vor allem auf Beteiligung setzen. Realisiert werden diese sowohl im Unterricht als auch in Form von Projekten, deren Teilnahme freiwillig ist. Auf diese Art und Weise erleben die Jugendlichen, dass ihre Stimme gehört wird und Beteiligung grundsätzlich möglich ist, zum Beispiel bei Juniorwahlen oder Diskussionsrunden zu gesellschaftlichen Themen. Andere Formate sind die Teilnahme an Gedenkveranstaltungen zur NS-Zeit, Rundgänge zu Orten jüdischen Lebens in Mosbach oder werteorientierte Projekte wie ein Coming-out-Day und Workshops zu Mobbing, Respekt und Selbstwirksamkeit. Schnell wurde sichtbar, dass viele Jugendliche bislang kaum Berührung mit politischen oder gesellschaftlichen Themen hatten. „Die Jugendlichen, die zu uns kommen, sind anfangs noch sehr unselbstständig und haben wenig Lebenserfahrung“, unterstreicht Ringwald. Das und die Beeinflussung durch soziale Medien mache sie anfällig für rechtspopulistische Inhalte. Deutlich wurde das unter anderem, als vor einigen Jahren Hakenkreuzschmierereien und rechtsradikale Symbole an der Schule auftauchten. Für Ringwald ein Wendepunkt. Ihm ist es wichtig, dass die jungen Erwachsenen am Ende erkennen: „Demokratie hat vielleicht Ecken und Kanten, aber sie ist eindeutig die bessere Staatsform als ein autoritäres Regime.“ , Nils Fischer ist heute für die Koordination des Erasmus+-Programms am BBW Mosbach-Heidelberg verantwortlich. Er glaubt, dass die Demokratiebildung und die internationale Zusammenarbeit sehr gut harmonieren, weil beide auf denselben Grundideen beruhen: Teilhabe, Offenheit, Respekt und die Erfahrung, dass Vielfalt eine Stärke ist. Gerade in einer Europaschule wie der BBW werde Demokratie als etwas verstanden, das im europäischen Miteinander gelebt werden kann. Gerade deshalb sehe er in Erasmus+ weit mehr als ein Förderprogramm für Auslandsaufenthalte. Für ihn ist es zugleich ein Instrument der Persönlichkeitsentwicklung. Konkret zeige sich das in den Auslandsaufenthalten der Auszubildenden. „Vor Ort erleben die Jugendlichen, dass sie Teil eines größeren europäischen Zusammenhangs sind“, so Fischer. Gerade diese Erfahrung stärke das Bewusstsein: Ich gehöre dazu, ich kann mich einbringen, ich kann mitgestalten. „Einige der Auszubildenden waren zuvor noch nie im Hotel. Sie waren noch nie geflogen oder sind generell noch nicht im Ausland gewesen“, bekräftigt Fischer. Vor diesem Hintergrund eröffne die Zeit des Auslandsaufenthaltes den Jugendlichen zum Teil völlig neue Welten. , Das haben auch Jasmin Hoffmann und Lukas Wäsch erlebt. Sie absolvieren am BBW eine Ausbildung zur Gärtnerin bzw. zum Gärtner und waren im März 2026 gemeinsam mit neun anderen Auszubildenden auf einer biologisch geführten Farm in der Nähe von Sevilla in Südspanien. Dort legten sie unter anderem Bewässerungsgräben an, brachten Saatgut aus und halfen bei der Ernte. Besonders wertvoll war, dass die Lernenden ihre bereits vorhandenen fachlichen Kompetenzen direkt im Arbeitsalltag einbringen und erweitern konnten. Lukas Wäsch bringt es wie folgt auf den Punkt: „Ich habe Dinge kennengelernt, die ich in Deutschland niemals kennenlernen würde. Wir mussten die Erde direkt vom Boden entnehmen, damit wir aussäen konnten. Auch das Wasser kam nicht einfach aus der Leitung – wir haben es aus dem Boden geholt“. Jasmin Hoffmann wäre am liebsten gleich in Spanien geblieben. Sie berichtet: „Es war eine tolle Erfahrung. Wir sind einfach rausgegangen, um das zu holen, das wir selbst bearbeitet hatten, und es dann mittags oder abends zu essen. Auch mit den spanischen Landarbeiterinnen und -arbeitern haben wir uns gut verstanden.“ Insgesamt gehen jedes Jahr rund zehn Prozent der etwa 260 Auszubildenden des BBW mit Erasmus+ ins Ausland. Die Ziele reichen von Spanien und Italien über Finnland und Estland bis nach Österreich. Die Programme sind bewusst inklusiv gestaltet. So helfen beispielsweise Begleitpersonen bei Unsicherheiten oder sprachlichen Hürden vor Ort. Auch die Vor- und Nachbereitung spielen eine große Rolle, denn es ist wichtig, dass die Teilnehmenden gut vorbereitet ins Ausland gehen. Dabei geht es sowohl um Reisepläne und Arbeitszeiten als auch um Erwartungen, Ängste und kulturelle Aspekte. Während der Aufenthalte gibt es tägliche Reflexionsrunden. Last but not least werden die gemachten Erfahrungen nach der Rückkehr gemeinsam ausgewertet. Dass diese weit über das Fachliche hinausgehen, wird am Beispiel von Julian Ehrlich klar. Der angehende Landwirt wurde nach Italien entsendet und sah während der Zeit dort zum ersten Mail in seinem Leben das Meer. Ein für ihn unvergesslicher Augenblick. „Gerade für junge Menschen mit Förderbedarf ist ein solches Angebot enorm wichtig“, weiß Nils Fischer, der ergänzt: „Es macht einen Unterschied, ob man hier in der Lehrwerkstatt ist oder vor Ort bei der Ernte hilft. Die Jugendlichen merken dort: Ihre Arbeit wird ernst genommen. Das ist sehr motivierend und stärkt sie für ihren weiteren Weg.“ Thorsten Ringwald ist froh über all diese Entwicklungen, die auch nach außen hin nicht unbemerkt bleiben. 2025 erhielt das Berufsbildungswerk einen Arbeitgeberpreis für sein Engagement, auch immer mehr andere Einrichtungen signalisieren Interesse an dem, was Ringwald und sein Team auf den Weg gebracht haben. Sie haben erkannt: Demokratiebildung beginnt mit dem Moment, in dem junge Menschen erleben, dass die Welt größer ist als ihr bisheriger Alltag – und dass auch sie selbst darin einen Platz haben. …
[…] In Duisburg hat der Austausch eine Geschichte , Erasmus+ ermöglicht Mehrwert, Internationalisierung fördert die Schulentwicklung Wie erfolgreiche Internationalisierung in der Berufsbildung aussehen kann, zeigt das Beispiel des Friedrich-Albert-Lange-Berufskollegs (FALBK) in Duisburg. Hier kommt seit 2021 die Deutsch-Französische Zusatzqualifikation (DFZQ PRO) zum Einsatz, die die Entwicklung und Durchführung binationaler berufs- oder bildungsgangbezogener Lernsituationen vorsieht, um die Zusammenarbeit zwischen deutschen und französischen Schulpartnern zu stärken. Integraler Bestandteil ist dabei die konkrete Projektarbeit im Nachbarland, die über Erasmus+ realisiert wird. , „Wir nutzen DFZQ PRO sowohl strategisch als auch zum Erwerb von Sprach-, Fach- und Auslandskompetenz“, sagt Egbert Meiritz, Schulleiter FALBK. Er sieht die Zusatzqualifikation als Ergänzung zur regulären Ausbildung, die die Schülerinnen und Schüler auf den europäischen Arbeitsmarkt vorbereitet. In Duisburg erfolgt dies im Bildungsgang Gießereitechnik, wo DFZQ PRO heute fest verankert ist und mittels bi-nationaler Lernsituationen gelebt wird. Am Ende der Ausbildung gibt es neben der Zusatzqualifikation auch die Zertifizierung der “Internationalen Beruflichen Mobilität”. Mit der Entwicklung der DFZQ PRO hat das Land Nordrhein-Westfalen den Auftrag des im Januar 2019 unterzeichneten Vertrags über die „Deutsch-Französische Zusammenarbeit und Integration“ umgesetzt und das neue Instrumentarium an ausgewählten Berufskollegs etabliert. Ziele des Vertrags sind der Ausbau von Mobilitätsprogrammen in der Schul- und Berufsbildung sowie die Förderung des gegenseitigen Spracherwerbs. Er steht damit in der Tradition des Élysée-Vertrag aus dem Jahr 1963, der die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich langfristig stärken sollte. , Für das Duisburger Berufskolleg ist das Thema Internationalisierung nicht neu. Hier arbeitet man bereits seit vielen Jahren mit Programmen wie Erasmus+, der Austausch mit französischen Schulen wird bereits seit 2014 gepflegt. „Als das NRW-Ministerium uns eingeladen hat, uns an DFZQ PRO zu beteiligen, haben wir deshalb sofort zugesagt“, bekräftigt Meiritz, und ergänzt: „Da wir Französisch bereits als zweite Fremdsprache an unserer Schule eingeführt hatten, konnten wir die Zusatzqualifikation gut in unsere bestehenden Bildungsgänge integrieren. Dazu wird im dritten Ausbildungsjahr das Fach Fremdsprachliche Kommunikation komplett auf Französisch umgestellt.“ Sonja Stahlberg unterrichtet Französisch am FALBK. Sie war im März 2026 mit einer Gruppe von zwölf Auszubildenden und zwei Lehrenden aus dem Technikbereich zum vierten Mal für eine Woche zum Lernaufenthalt in Frankreich, erstmals an der neuen Partnerschule, dem Lycée Hector Guimard in Lyon. Der Wechsel war notwendig geworden, weil es für die Schülerinnen und Schülern der alten Partnerschule immer schwieriger geworden war, zum Gegenbesuch nach Duisburg zu kommen. Um die Zusatzqualifikation attestieren zu können, ist dieser Rückaustausch jedoch notwendig. Durch den Partnerwechsel konnte das Problem gelöst werden. Von ihrem Besuch in Lyon ist Stahlberg heute noch begeistert. Das liegt auch daran, dass die neue Partnerschule über Werkstätten verfügt, in denen Verfahren eingesetzt werden, die in der regulären Ausbildung der Lernenden weniger im Fokus stehen. Ein Beispiel ist der Kokillenguss, bei dem im Gegensatz zum Handformen mit Sand eine sogenannte Dauerform aus Metall hergestellt wird. „Die Methode hat in Frankreich einen ganz anderen Stellenwert als in Deutschland“, betont Stahlberg. „Das ist für unsere Schülerinnen und Schüler sehr interessant.“ In den konkreten Lernsituationen – der praktischen Projektarbeit – entwickeln sie gemeinsam mit den französischen Auszubildenden ein Produkt. Dazu Sonja Stahlberg: „Wir versuchen, etwas zu finden, das man im Alltag nutzen kann, zum Beispiel einen Flaschenöffner oder Einkaufschips. Zugleich sollte jedoch ein Designaspekt erfüllt werden, zum Beispiel, indem sich die deutsch-französische Freundschaft oder der europäische Gedanken widerspiegeln. Insgesamt bildet die Lernsituation den kompletten Vorgang von der Planung über die Ausgestaltung und Prüfung bis zum Abguss und zur Nachbearbeitung des Produkts ab. Das bringt eine intensive Zusammenarbeit mit sich, bei der die Schülerinnen und Schüler Kompetenzen erwerben, die sie so bei uns nicht erwerben könnten.“ , Ein zentraler Erfolgsfaktor für das Gelingen von DFZQ PRO ist die Förderung der Auslandsaufenthalte über Erasmus+. Sie erleichtert die Organisation des regelmäßigen Austauschs und schafft Planungssicherheit. Egbert Meiritz ist sich sicher: „Ohne diese Unterstützung würde das Ganze nicht funktionieren“. Seit 2021 ist das FALBK in Erasmus+ akkreditiert, es setzt auf eine institutionelle Verankerung der Mobilitäten, die sowohl für die Lernenden als auch für die Lehrenden einen Mehrwert mit sich bringen. „Die Gießereiindustrie ist ein relativ enges Geschäft, es gibt zudem nur noch wenige Schulen, die eine Ausbildung anbieten. In diesem Markt ist es nicht einfach, dauerhaft Jobs zu bekommen, noch dazu in einer Region, die jahrelang Deindustrialisierung erlebt hat und eine hohe Jugendarbeitslosigkeit aufweist.“, berichtet Meiritz, der selbst aus Recklinghausen stammt und weiß, wovon er spricht. Deshalb sei es besonders wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler über nationale Grenzen hinausdenken. Durch die Zusatzqualifikation erweitern sie ihre Kompetenzen und verbessern ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt – auch international. Sie stellen fest, dass das, was sie im Rahmen ihrer Ausbildung gelernt haben, an vielen verschiedenen Orten einsetzbar ist. Einige von ihnen seien zwar anfangs unsicher, vor allem, wenn sie noch nie im Ausland waren. Nach dem Austausch aber berichteten nahezu alle, dass sie enorm davon profitiert hätten. Das gilt im Übrigen auch für die Lehrkräfte, denen der fachliche Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen in Frankreich Einblicke in andere Ausbildungssysteme und Arbeitsweisen eröffnet. Sonja Stahlberg glaubt: „Das erweitert den Horizont und funktioniert ähnlich wie ein Job Shadowing. Aus der gemeinsamen Arbeit entstehen neue Ideen für Unterricht und Projektarbeit. Man reflektiert die eigenen Methoden und entwickelt sie weiter. Und nicht zuletzt ist es auch persönlich bereichernd: Der Austausch, die gemeinsamen Erfahrungen und das Arbeiten in internationalen Teams wirken sehr motivierend.“ , Auch wenn die Internationalisierung am FALBK bereits eine lange Geschichte aufweist, betrachtet Egbert Meiritz die Deutsch-Französische Zusatzqualifikation als einen wichtigen strategischen Baustein: „Die DFZQ PRO ist nicht nur ein Zusatzangebot, sondern Teil unserer Schulentwicklung. Sie trägt dazu bei, unsere Schule international auszurichten, unser Profil zu schärfen und die Qualität der beruflichen Bildung weiterzuentwickeln. Gleichzeitig stärkt sie unsere bestehenden Partnerschaften und eröffnet neue Möglichkeiten.“ Alexandra Donike, Schulfachliche Dezernentin in der Schulaufsicht für die Berufskollegs und Leiterin der EU-Geschäftsstelle bei der Bezirksregierung Düsseldorf, unterstreicht dies, indem sie betont: „DFZQ PRO wird seitens des Landes NRW nicht zuletzt deshalb intensiv eingesetzt, weil sie einen wichtigen Beitrag zur strategischen Schulentwicklung leistet. Das Ganze zahlt auf die Zertifizierung der Berufskollegs für ihre Aktivitäten zur internationalen Zusammenarbeit in der europäischen Berufsbildung ein. Für diese können sich Schulen jährlich bei den Bezirksregierungen bewerben, indem sie strategische Aktivitäten und Mobilitäten nachweisen. Die EU-Geschäftsstellen der Bezirksregierungen informieren und beraten die Berufskollegs zum Zertifizierungsverfahren.“ …
[…] Meeresbiologie zugänglich machen, Zur Projektseite in der Erasmus+-Plattform , Vom Lernmodul zur eigenständigen Datenerhebung , Zu den E-Learning-Kursen , Beteiligung möglich machen , Zum Handbuch , Haben wir Ihr Interesse geweckt? Bildung für nachhaltige Entwicklung im Bereich der Erwachsenenbildung steht üblicherweise vor zwei Herausforderungen: Wie sensibilisieren wir langfristig für das Thema nachhaltige Entwicklung? Wie entwickeln wir kreative Lernformate, die der Alltagsrealität erwachsener Lernenden gerecht werden und tatsächlich zum Handeln motivieren? Das Erasmus +-Projekt „In to the deep“ bringt beides zusammen: Es motiviert mit Lerneinheiten über die Tiefsee dazu, sich an Bürgerwissenschaft zu beteiligen und trägt so zum Schutz unserer empfindlichen Ökosysteme bei - und das von Zuhause am eigenen Laptop. , Der Ozean ist für viele ein faszinierendes Feld, aber nur für Wenige direkt zugänglich. Sechs Institutionen aus Griechenland, Spanien und Deutschland haben durch das Erasmus+ kofinanzierte Projekt gemeinsam daran gearbeitet und vier Online-Lernmodule in vier Sprachen entwickelt. Die Lerneinheiten beziehen sich auf vier verschiedene Meereshabitate und bereiten die Lernenden auf die Beteiligung an echter meeresbiologischer Forschung vor. Davon profitieren nicht nur die Teilnehmenden, sondern auch die Wissenschaft: Es werden sowohl für die Forschung relevante Daten gesammelt und gleichzeitig wird das Bewusstsein für den Klimaschutz über die Wissenschaft hinaus verbreitet. , In den E-Learning-Kursen wird anhand vier verschiedener Meeresregionen die Bedeutung und Funktionsweise des spezifischen Ökosystems sowie der Einfluss des Menschen auf dieses erklärt. Ein Beispiel ist die Dämmerlichtzone in der Ägäis in Griechenland, in der sich die ältesten, komplexesten und produktivsten Meeresökosysteme befinden. Außerdem werden in den Online-Kursen Forschungsmethoden und Tools erklärt, die bereits zur Erschließung der Meeresflora und Fauna entwickelt wurden. Im nordwestlichen Mittelmeer werden durch eine Kamera am Meeresgrund, die OBSEA Beobachtungsplattform, regelmäßig Bilder und Umweltdaten aufgenommen, um Veränderungen der Fischpopulationen zu erfassen. Diese großen Mengen an Bilddaten müssen alle analysiert werden! , Am Ende eines jeden E-Learning-Kurses steht daher der Zugang zum Programm „BIIGLE.party.“ ein Tool mit dem die Meeresbilder annotiert - das heißt analysiert werden können. Das mittlerweile international angewandte Tool wurde von der Universität Bielefeld entwickelt, um Unterwasserbilder und -videos für die Biodiversitätsforschung und die Umweltüberwachung zu analysieren. Nach einer Einführung in das Annotieren von Meeresbildern können die Lernenden selbst mit ihrem Beitrag an der Erfassung der Meeresräume beginnen. Gamification trägt dazu bei, den eigenen Score an analysierten sowie korrekt erfassten Meeresbildern zu "knacken". , Die Lernenden wurde über verschiedene Kanäle erreicht, so konnten circa 500 Teilnehmende über Social-Media für das Vorhaben begeistert werden, die vorher noch nicht in Verbindung mit den Partnereinrichtungen aus dem Bereich der Meeresforschung standen. Formate der Verbreitung des Projekts waren über Instagram z.B. vier Live-Interviews mit den beteiligten Wissenschaftler/innen unter dem Titel “Meet the Scientist“ oder Quiz-Formate zu verschiedenen Aktionstagen wie dem World Ocean Day oder den Erasmus+-Tagen. Außerdem wurde das Projekt neben den Social-Media Aktionen durch Online-Webinare für ein internationales Publikum wie auch durch lokale Veranstaltungen vorgestellt und verbreitet. , Das Projekt zeigt, wie durch die Partnerschaft verschiedener europäischer Institutionen Erwachsenenbildung und Bürgerwissenschaft sinnvoll verknüpft werden können und dadurch gleichzeitig das Wissen über und die Sensibilisierung für Klimaschutz gestärkt werden. Hier entsteht echte Teilhabe und Handlungsfähigkeit auf Bürgerebene! Damit die Idee auch in Zukunft von Meereswissenschaftlerinnen und Meereswissenschaftlern gemeinsam mit Lernenden umgesetzt werden kann, haben die Projektverantwortlichen ihre Erfahrung in einem Handbook festgehalten. Außerdem wurden die Lehrmaterialien über die Erwachsenenbildung hinaus auch für den Schulunterricht angepasst. Hier geht es zum Folgeprojekt im Schulbereich „Deep Discovery“ , Link zur offiziellen Projektseite …
[…] Text und Bild, Weitere Informationen Junge Menschen in Deutschland sind grundsätzlich sehr offen für Auslandsaufenthalte – gleichzeitig zeigen sich im europäischen Vergleich spezifische Hürden und Unterschiede. Das zeigt die Deutschland-Auswertung des Eurodesk Youth Information Survey 2025 mit über 7.000 Befragten europaweit, darunter rund 1.800 aus Deutschland. , Großes Interesse an Auslandserfahrungen Die Ergebnisse zeigen, dass junge Menschen in Deutschland großes Interesse an Auslandsaufenthalten haben. Besonders häufig werden Reisen, Praktika, Arbeit oder Studium im Ausland genannt. Der Auslandsaufenthalt soll am besten zwischen drei und sechs Monaten dauern und physisch stattfinden. Unterschiedliche Bewertung von Vorteilen Im europäischen Vergleich zeigt sich, dass junge Menschen in Deutschland zwar den Bildungswert eines Auslandsaufenthalts hoch einschätzen, gleichzeitig jedoch weniger Vorteile für ihr persönliches und berufliches Leben sehen als Jugendliche in anderen Ländern. Starker Einfluss der Familie Ein auffälliges Ergebnis ist die Bedeutung der Familie: 38 Prozent der deutschen Jugendlichen, die einen Auslandsaufenthalt gemacht haben, geben an, sich bei Informationen und Unterstützung im Bewerbungsprozess auf ihre Familie zu verlassen. Dieser Wert liegt deutlich über dem internationalen Durchschnitt. Besondere Hürden in Deutschland Auch bei den Hinderungsgründen zeigen sich Unterschiede. Klimasorgen werden von 41 Prozent der Befragten in Deutschland genannt und damit deutlich häufiger als im europäischen Durchschnitt. Zudem ist die Angst, durch einen Auslandsaufenthalt Chancen im Heimatland zu verpassen, mit 49 Prozent besonders ausgeprägt. Ein weiterer Aspekt betrifft den Bildungsweg: 43 Prozent derjenigen, die keinen Auslandsaufenthalt gemacht haben, sorgen sich um eine mögliche Verlängerung ihres Studiums. Gleichzeitig berichten 19 Prozent der Befragten mit Auslandserfahrung, dass sich ihr Studium tatsächlich verlängert hat. Implikationen für die Jugendinformation Die Ergebnisse zeigen, dass Informations- und Beratungsangebote in Deutschland stärker auf die konkreten Bedenken junger Menschen eingehen sollten. Dazu zählen insbesondere Klimasorgen, die Angst, durch einen Auslandsaufenthalt Chancen zu verpassen, sowie Unsicherheiten im Hinblick auf mögliche Auswirkungen auf den Bildungsweg. Außerdem spielt die Familie eine wichtige Rolle bei der Informationssuche und Entscheidungsfindung. Vor diesem Hintergrund sollten Informationsangebote sich auch an diese Zielgruppe wenden. Einordnung der Ergebnisse Die dargestellten Ergebnisse basieren auf der Deutschland-Auswertung des Eurodesk Youth Information Survey 2025. Die zugrunde liegende Online-Befragung wurde zwischen Oktober und November 2024 in 36 europäischen Ländern durchgeführt. Ergänzend zur europaweiten Analyse wurden spezifische Vergleiche zwischen deutschen und internationalen Jugendlichen vorgenommen. Quelle: Pressemitteilung von Eurodesk Deutschland | 18. Mai 2026 , Eurodesk Deutschland hat den Youth Info Survey für Deutschland im europäischen Vergleich veröffentlicht. Dieser ist auf Englisch im Bestellservice verfügbar . Eurodesk ist ein europäisches Jugendinformationsnetzwerk mit Koordinierungsstellen in 36 Ländern. Die Beratung zu Auslandsaufenthalten ist persönlich, kostenlos und neutral. Eurodesk Deutschland wird durch das EU-Programm Erasmus+ sowie durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) im Rahmen des KJP gefördert und ist ein Projekt von IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. …
[…] Teaser, Bild, Text Im Jahr 2025 wurden mehr als 60.000 Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung gefördert, davon absolvierten über 48.000 junge Menschen ihre Ausbildung teilweise im europäischen Ausland. Mehr Neuigkeiten verrät unser aktueller Jahresbericht – etwa wie das Ausbildungspersonal im Ausland aktiv war und welchen Zuwachs die Erwachsenenbildung bei den Lernaufenthalten verzeichnet. , Das EU-Programm Erasmus+ hat in Deutschland weiterhin großen Zuspruch: Im Jahr 2025 wurden mehr als 60.000 Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung gefördert, davon profitierten über 48.000 Auszubildende. Seit Einführung der europäischen Mobilitätsförderung in der Berufsbildung konnten noch nie so viele junge Menschen Teile ihrer Ausbildung im europäischen Ausland absolvieren. Zu den beliebtesten Zielländern zählen Spanien, Irland und Italien. All dies zeigt der neue Jahresbericht der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) . Auch das Ausbildungspersonal nutzt die Chancen zunehmend: Mit rund 12.000 Auslandsaktivitäten erweitern Ausbilderinnen und Ausbilder ihre Fachkenntnisse in Europa und bauen internationale Netzwerke aus. In ihrer Rolle als Ermöglicher tragen sie maßgeblich dazu bei, Auslandsaufenthalte in Ausbildungskonzepte zu integrieren. Insgesamt standen in Deutschland im Jahr 2025 rund 132 Millionen Euro für Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung zur Verfügung. „Auslandsaufenthalte sind inzwischen fest in der beruflichen Ausbildung etabliert. Immer mehr berufliche Schulen und Ausbildungsbetriebe erkennen den Mehrwert dieser Angebote. Sie steigern nicht nur die Attraktivität ihres Ausbildungsangebotes, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung“, kommentiert BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser die aktuellen Entwicklungen. Im bundesweiten Vergleich sind Bayern, Berlin und Schleswig-Holstein besonders aktiv, wenn es um europäische Mobilität in der Berufsbildung geht. Dort qualifizieren sich – gemessen an der Gesamtzahl der Absolventinnen und Absolventen – bis zu sechs Prozent mehr Auszubildende allein über Erasmus+ für den internationalen Arbeitsmarkt. Auch in der Erwachsenenbildung gewinnen Lernaufenthalte in Europa weiter an Bedeutung: Im Jahr 2025 standen hierfür fast 11,5 Millionen Euro für knapp 5.400 Auslandsaktivitäten bereit. Besonders Menschen mit geringeren Chancen (zum Beispiel aufgrund von niedrigen Grundbildungskompetenzen) profitieren von diesen Angeboten. Die NA beim BIBB als Kompetenzzentrum Seit über 25 Jahren fördert die NA beim BIBB als eine von vier Nationalen Erasmus+-Agenturen in Deutschland Bildungsangebote in Europa; sie arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). In dieser Zeit hat sie sich zu einem zentralen Kompetenzzentrum für Auslandsaufenthalte und europäische Kooperation in der beruflichen Bildung entwickelt. Um auch über Europa hinaus Mobilität zu ermöglichen, gibt es seit 2017 das Programm AusbildungWeltweit. Es ergänzt die Angebote von Erasmus+ und wird ebenfalls von der NA beim BIBB im Auftrag des BMBFSFJ umgesetzt. Neben ihrem Schwerpunkt in der beruflichen Bildung ist die Nationale Agentur auch zentrale Ansprechpartnerin für die europäische Förderung und Vernetzung der Erwachsenenbildung in Deutschland. Detaillierte Informationen zu den Schwerpunktthemen und Statistiken im Programm Erasmus+ sowie zu weiteren europäischen und internationalen Aktivitäten bietet der NA-Jahresbericht 2024/2025 . Kontakt Berthold Hübers, Huebers@bibb.de Bei Abdruck Belegexemplar erbeten. Quelle: Pressemitteilung des Bundesinsituts für Berufsbildung, 14/2026 | Bonn, 21.05.2026 , …
[…] Lassen Sie Europa glänzen! Während der Erasmus-Tage, die vom 12. bis 17. Oktober 2026 stattfinden, sind alle Beteiligten am Erasmus+-Programm eingeladen, eine Veranstaltung zu organisieren, vor Ort und/oder digital. Diese Veranstaltungen können in verschiedenen Formen stattfinden, wie z. B. Seminare zum Austausch bewährter Praktiken, Fotoausstellungen zur Veranschaulichung von Mobilitätserfahrungen, Konferenzen zur Förderung interkultureller Möglichkeiten oder Social-Media-Challenges, um einfach Engagement und Kreativität zu fördern. In diesem Jahr steht die 10. Ausgabe der ErasmusDays unter dem Motto „Lernen und Wachsen: Fähigkeiten für morgen“ , im Einklang mit der Union of Skills-Initiative. In einer Zeit, in der Europa durch grüne und digitale Transformationen tiefgreifende Veränderungen durchläuft, sind Fähigkeiten mehr denn je der Motor für Innovation, Widerstandsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Unter der Leitung der Europäischen Kommission zielt die Union of Skills darauf ab, die Qualität von Bildung, Ausbildung und Lebenslanges Lernen durch Investitionen in das, was am wichtigsten ist: Menschen. Im Zentrum dieser Dynamik erweitert das Erasmus+-Programm Horizonte und ermöglicht es jedem, sein Potenzial in einem internationalen Umfeld zu entfalten. Die 10. Ausgabe der ErasmusDays wird eine Gelegenheit sein, die Wirkung von Erasmus+ zu feiern und zu zeigen, wie es zum Aufbau von Wissen und Talenten für die Zukunft beiträgt. Sie haben ein Erasmus+-Projekt in der Berufsbildung oder Erwachsenenbildung laufen oder bereits abgeschlossen? Dann machen Sie mit bei den ErasmusDays! Alles ist denkbar, lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und überlegen Sie, welche Aktion am besten zu Ihrer Einrichtung und zu Ihren Erasmus-Skills passt. Jetzt anmelden auf erasmusdays.eu …
[…] Nachhaltige Projekte organisieren, Ideen über Landesgrenzen hinweg austauschen, Haben wir Ihr Interesse geweckt? Gemeinsam auf dem Land nachhaltige Projekte starten, reparieren lernen und digitale Fähigkeiten ausbauen: Die EcoClubs schaffen eine Gemeinschaft, in der europaweit Ideen ausgetauscht werden und Inspiration keine Ländergrenzen kennt. , Als die Designerin Anke Lichtmann im französischen Manzat eine Dokumentation über ein Repair-Café drehte, kam ihr die Idee für die EcoClubs. „Mich beeindruckte der Community-Gedanke, dass sich Menschen – insbesondere auf dem Land – treffen, um sich gegenseitig bei der Reparatur von Alltagsgegenständen zu helfen“, berichtet sie. Sie nahm den Gedanken mit nach Deutschland – und knüpfte engeren Kontakt zu den beiden Partnern des französischen Repair-Cafés: den Makerspaces FabLab Cuenca aus Spanien und Buinho aus Portugal. , Die Idee, alte Dinge zu reparieren statt wegzuwerfen, entwickelte sich schnell weiter zu Clubs, die Nachhaltigkeit und einen grenzüberschreitenden Ideenaustausch fördern. Inspiriert auch von den EcoClubs an griechischen und indischen Schulen. So organisierte Saliko Studio, das Designstudio, das Anke Lichtmann mit ihrem Partner Stephan Spieske im niederbayerischen Bodenkirchen führt, solche EcoClubs in Kooperation mit FabLab Cuenca und Buinho in allen drei Ländern. Dafür bewarben sich die Projektträger erfolgreich um eine zweijährige Förderung nach Erasmus+. , Die Communitys vor Ort profitierten von der Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg: Sie nutzten Synergien bei der Ausarbeitung der Angebote, bei der Erstellung und Nutzung von Materialien wie Anleitungen und bei der Umsetzung von Werbemaßnahmen. Angeboten wurden neben Repair-Cafés beispielsweise Pflanz- und Kleidertauschaktionen, Gärtner- und KI-Workshops, Textilreparatur oder Hoffeste. Eines der ersten großen Projekte war eine Pflanzaktion an verschiedenen Orten in Nieder- und Oberbayern, bei der die Teilnehmenden unter anderem Bäume, Sonnenblumen, Kräuter und verschiedene Gemüsesorten eingepflanzt haben. Dabei zeigte sich schnell, was die EcoClubs auch ausmacht: die Verbindung von Nachhaltigkeit und Technik. Die Teilnehmenden lernten etwa, wie ihnen Künstliche Intelligenz beim Gärtnern helfen kann. „Wir haben ChatGPT gefragt, wie tief man bestimmte Samen einpflanzen muss. Das wusste ich selbst nicht“, erzählt Anke Lichtmann. , Ziel der EcoClubs ist es, gemeinsam zu lernen, nachhaltig zu leben und die Community im ländlichen Raum zu organisieren und zu vernetzen. Die Teilnehmenden haben Spaß daran, sich gegenseitig etwas beizubringen und auf Gleichgesinnte zu treffen. Die Clubs sind offen für alle. „Tatsächlich sind die Teilnehmer aber hauptsächlich ältere Personen, vor allem Frauen, die in ihrer Freizeit etwas tun möchten und dazulernen wollen“, erklärt Anke Lichtmann. „Aber auch Eltern kommen, um ihren Kindern spielerisch Nachhaltigkeit zu vermitteln.“ Während des Projekts standen die drei Projektpartner aus Spanien, Portugal und Deutschland in regem Austausch zu ihren Angeboten und Erfahrungen. Für die Teilnehmenden war spürbar, dass sie nicht nur lokal lernten und handelten, sondern auch Teil einer länderübergreifenden Initiative waren. , Von einem persönlichen Besuch beim FabLab Cuenca in Spanien brachte Anke Lichtmann die Idee für ein Projekt mit, das die deutsche Community auch bald umsetzen möchte: den Bau von Vogel- und Fledermaushäuern. „Experten von Makerspaces haben den EcoClubs dort erklärt, wie man mit Lasercuttern Verzierungen in die Vogelhäuser schneidet“, berichtet Anke Lichtmann, „so wird Technik ganz einfach und zugänglich.“ Wie das Projekt bei den deutschen EcoClubs aussehen wird, ist noch nicht klar, die Teilnehmenden planen es aber schon mit viel Enthusiasmus. Obwohl das Erasmus+-Projekt inzwischen abgeschlossen ist, stehen die drei Projektträger nach wie vor im Austausch. Über die Kooperation mit einem Sozialcafé und mithilfe begeisterter Organisatorinnen und Organisatoren finden an drei Standorten in Bayern weiterhin regelmäßig Events statt, bei denen EcoClub-Aktivitäten angeboten werden. „Meine Vision ist ein Europa, in dem es in jeder Stadt und jedem Bezirk einen EcoClub gibt“, sagt Anke Lichtmann. Mit ihrem Engagement hat sie diese Vision ein entscheidendes Stück vorangetrieben. , Link zur Veröffentlichung auf der Erasmus+ Project Results Platform …
[…] Selbstwirksamkeit statt Technikfokus, Gemeinsam entwickeln, testen und weiterdenken, Nachhaltige Wirkung und Transfer in den Schulalltag, Haben wir Ihr Interesse geweckt? Digitale Kompetenzen von Lehrkräften an Berufsschulen stärken und neue Lernkulturen schaffen , Wie kann Schule in einer zunehmend digitalisierten Welt Schritt halten? Das von Erasmus+ geförderte Projekt „PLAN – Pädagogik und Lernen in agilen Netzwerken“ zeigt: Der Schlüssel liegt nicht allein in neuen Technologien. Entscheidend sind eine positive Lernatmosphäre und die Stärkung von Selbstwirksamkeit. , Unter dem Leitthema „Design Thinking an Schulen als Lernorte – Entwicklung von digitalen Lernprodukten für schülerorientierten und individualisierten Unterricht“ arbeiteten Lehrkräfte von fünf europäischen Berufsschulen gemeinsam zwei Jahre lang an neuen Ansätzen. Den Anstoß hatte ein erfolgreich abgeschlossenes Vorgängerprojekt gegeben. Dort hatten sich Lehrkräfte in Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt beschäftigt. „Schon damals war klar geworden: Klassische Lehrmethoden und Schulbücher reichen nicht mehr aus. Es braucht neue Wege des Lernens und Zusammenarbeitens – agil, vernetzt und praxisnah“, berichtet Projektleiterin Michaela Köser-Segschneider. , Genau an diesem Punkt setzte PLAN an, eine Initiative des Berufskollegs des Rhein-Sieg-Kreises in Siegburg (Deutschland), des I.I.S.S. Marco Polo in Bari (Italien), des Lycée professionnel Sainte-Ursule in Caen (Frankreich), des IES El Lago in Madrid (Spanien) und des Klara Gymnasiums in Linköping (Schweden). Ziel war es, Lehrkräfte zu ermutigen, sich aktiv mit der digitalen Transformation auseinanderzusetzen und eigene Ideen zu entwickeln. Im Fokus stand nicht die Technik, sondern die Frage, wie Lehrkräfte und Lernende gemeinsam Kompetenzen für die Zukunft aufbauen können. , Der Austausch zwischen den Lehrkräften fand digital und in Form von Präsenztreffen an allen beteiligten Schulen statt. In Teams erarbeiteten sie auf Basis agiler Methoden wie Design Thinking und Scrum-Prototypen für digitale Lernprodukte – von Podcasts über Erklärvideos bis hin zu digitalen Escape Rooms und Virtual-Reality-Anwendungen –, die ein praxisnahes Lernen ermöglichen. Die Teams entwickelten die Ideen Schritt für Schritt weiter, testeten ihre Ergebnisse und verbesserten diese kontinuierlich. „Die Atmosphäre im Projekt war besonders, der Austausch offen und wertschätzend. Diese Kultur ermöglichte es uns, Neues auszuprobieren und Unsicherheiten zuzulassen,“ schwärmt Michaela Köser-Segschneider. Schülerinnen und Schüler spielten eine zentrale Rolle im Prozess. Sie probierten die Lernprodukte aus und gaben Rückmeldung aus ihrer eigenen Perspektive. Dieses Vorgehen machte die Produkte passgenauer. Gleichzeitig veränderte es die Zusammenarbeit: Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler erlebten sich als gleichberechtigte Partner. , Die Ergebnisse des Projekts sind vielfältig. Neben konkreten Materialien und Anleitungen entstanden vor allem neue Kompetenzen. Lehrkräfte berichten von mehr Selbstvertrauen im Umgang mit digitalen Tools. Sie gehen offener an neue Methoden heran und gestalten Veränderungen aktiver mit. Gleichzeitig formte sich ein starkes Netzwerk, das den Austausch über das Projekt hinaus fortführt. Auch in den Schulen selbst wirkt PLAN weiter. Neue Unterrichtsformate, internationale Schülerprojekte, die ein länderübergreifendes Arbeiten an gemeinsamen Aufgaben ermöglichen, und schulinterne Fortbildungen sind direkte Ergebnisse. Zusätzlich entstanden Strukturen, um die Erkenntnisse langfristig in die Schulentwicklung einzubinden. Über Mikro-Zertfikate werden die Inhalte weiteren Lehrkräften zugänglich gemacht. „Der europäische Austausch, ermöglicht durch Erasmus+, bereicherte unsere Arbeit deutlich. Eine zentrale Erkenntnis war, dass eine starke Teamkultur entscheidend ist. Eine Atmosphäre, in der Fehler als Lernchance gelten, in der Teams Herausforderungen gemeinsam lösen und Verantwortung teilen, bildet die Grundlage für nachhaltigen Erfolg“, resümiert Michaela Köser-Segschneider. , Link zur Veröffentlichung auf der Erasmus+ Project Results Platform …