[…] Internationale Erfahrung ist Qualifikation für Beruf und Leben, Internationale Praktika und Austausch sind auf Bildungsgänge zugeschnitten , In der Praxis anwenden, was man in der Schule lernt, Gezielt berufliche Qualifikationen erwerben und nebenbei den Horizont erweitern, Digitale Medien unterstützen Schülerinnen und Schüler vor, während und nach dem Praktikum, Gute Vorbereitung macht fit für die Rolle im direkten Kontakt Ob Wintercamp in Norwegen, Forschung am CERN oder Business-Englisch in Dublin: Schülerinnen und Schüler der Lore-Lorentz-Schule in Düsseldorf sammeln mit Erasmus+ berufspraktische Erfahrungen , die eng an ihre jeweiligen Bildungsgänge angebunden sind. Dabei fördert die Schule digitale Kompetenzen und bereitet so gezielt auf die heutige Arbeitswelt vor. , In den Bergen um Harstad im Norden Norwegens herrscht im April 2025 noch tiefer Winter. Simon Wittig, 19 Jahre, tritt den hohen Schnee mit seinen Skiern platt, denn gleich wollen er und seine norwegischen Begleiter/innen hier ein Zelt aufbauen. Cathy Maria Leidolf, 18 Jahre, steht im Juni 2025 in einem Labor bei Genf und gibt Daten in eine Excel-Tabelle ein. Um sie herum erstreckt sich das Gelände von CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung. November 2025, Nokwanda Jila betritt ein altes Backsteingebäude in Dublin, Irland. Sie ist auf dem Weg zu ihrem Englisch-Kurs in einer Sprachenschule im Herzen der Stadt. Was Simon, Cathy Maria und Nokwanda gemeinsam haben? Sie alle sind Schüler/innen der Lore-Lorentz-Schule in Düsseldorf und haben mit Erasmus+ berufliche Erfahrungen gesammelt. , „Wir wollen als Berufskolleg und Berufliches Gymnasium unsere jungen Leute für ihren Beruf und ihr Leben ausbilden“, erklärt Walburga Grabsch-Rössler, Bereichsleitung Europa und Erasmus+. Seitdem die Schule 2020 eine Erasmus+ Akkreditierung erworben hat, hat sie ihr Programm von zwei Bildungsgängen auf acht ausgeweitet. Durch berufliche Auslandsaufenthalte, so ein Leitgedanke der Schule, werden Schüler/innen gezielt auf eine Zukunft in europäischen Arbeits- und Lebenswelten vorbereitet. Dabei spielt der Erwerb digitaler Kompetenzen eine ebenso zentrale Rolle wie die Fokussierung auf berufspraktische Fähigkeiten. Aber, so betont Grabsch-Rössler, „es geht nicht darum, nur irgendetwas Internationales oder Digitales zu machen, es muss immer etwas sein, das mit den Schüler/innen zu tun hat.“ Deshalb haben sie und ihre Kolleg/innen unterschiedliche Konzepte für die im Lehrplan vorgesehenen Berufspraktika entwickelt. , „Ich könnte jetzt eine Gruppe zum Skilanglauf anleiten“, berichtet etwa Simon, der neben dem Abitur auch einen Abschluss als Freizeitsportleiter erwerben wird, von seinen Erfahrungen im Austausch nach Norwegen. Simon hat zudem trainiert, GPS als digitales Werkzeug zur Orientierung im Gelände einzusetzen, als es bei einer Skilanglauf-Tour galt, als erstes Team von Schüler/innen beider Länder den vereinbarten Endpunkt zu erreichen. Besonders beeindruckt war Simon aber „vom Wildcampen im Winter, davon, ein Zelt im Schnee aufzubauen, Feuer zu machen, gemeinsam dort zu kochen.“ Der Austausch zwischen der berufsbildenden Schule in Norwegen und der Lore-Lorentz-Schule sei, passend zum Berufsbild von Freizeitsportleiter/innen, auf „Kooperation und Wettkampf“ ausgelegt, erklärt Grabsch-Rössler. Weil auch Selbstständigkeit ein wichtiges Lernziel ist, haben die Schüler/innen beider Seiten die jeweiligen Aktivitäten des Austauschs selbst vorbereitet. , „In meinem Praktikum am CERN habe ich unter anderem Temperatursensoren angeschlossen und digital ausgelesen, zudem habe ich eine Halterung für eine technische Komponente entworfen und am 3D-Drucker ausgedruckt.“, erzählt Cathy Maria, angehende Abiturientin und zukünftige physikalisch-technische Assistentin. „Die Arbeit am CERN war mega-toll, ich habe mich sehr willkommen gefühlt“, ergänzt sie. Mit technischen Messinstrumenten umzugehen, hatte Cathy Maria an der Lore-Lorentz-Schule bereits gelernt, ebenso wie man digitale Messprotokolle führt und Daten mittels Graphen darstellt. Dass sie diese Kenntnisse als Teil eines Teams an einer der weltweit wichtigsten Forschungseinrichtungen für Grundlagen-Physik einsetzen konnte, hat sie begeistert. „Beeindruckt hat mich auch, in einem Team mit Wissenschaftler/innen aus allen Ecken der Welt, mit den verschiedensten kulturellen Hintergründen, zu arbeiten“, so Cathy Maria. Verständigt hätte sie sich auf Deutsch und Englisch, berichtet sie. , „Eigentlich bin ich eine schüchterne Person“, erzählt Nokwanda, „aber durch den Aufenthalt in Dublin bin ich offener geworden.“ Nokwanda wird mit ihrer Fachhochschulreife einen Abschluss im Bereich International Business & Languages als kaufmännische Assistentin erlangen. An der Horner School of English in Dublin hat sie einen drei-wöchigen Sprachkurs in Business-English gemacht und mit einem Zertifikat des C1-Levels abgeschlossen. „Obwohl der Unterricht von 9:30 bis 17:00 Uhr ging, war es nicht anstrengend, weil man nur ein Fach hat und sich darauf konzentrieren kann“, berichtet Nokwanda. In Dublin wohnt sie bei einer Gastfamilie und nutzt ihre Freizeit, um allein die Stadt zu entdecken. , Im Sinne einer „Blended Mobility“ hat die Lore-Lorentz-Schule digitale Werkzeuge unabhängig von fachspezifischen Anwendungen für jede Phase der Mobilität etabliert. „Mittwochs hatte ich immer einen Teams-Call mit meiner Lehrerin, Frau Boegen, und freitags habe ich ihr einen kleinen E-Mail-Bericht zur Woche geschickt“, erzählt Nokwanda. Cathy Maria hat per E-Mail Kontakt zum CERN aufgenommen und ein Bewerbungsgespräch über Teams geführt, ebenso wie Vorbereitungsgespräche mit ihrem dortigen Betreuer. Simon hat Absprachen mit seinem norwegischen Austauschpartner per Snapchat getroffen. Nach den gegenseitigen Besuchen haben sich alle norwegisch-deutschen Schüler/innen per Teams getroffen und die Erfahrungen ausgewertet. , Digitale Kommunikationswerkzeuge gehören zur Arbeitsrealität vieler Betriebe, sagen Walburga Grabsch-Rössler und Nokwandas Lehrerin und Bildungsgangleiterin Marie Boegen. Trotzdem bleibt der persönliche Kontakt wichtig. „Wenn ich die Möglichkeit habe, besuche ich die Schülerinnen und Schüler vor Ort – das legt oft den Grundstein für weitere Kooperationen“, betont Boegen. Entsprechend praktisch werden auch die Jugendlichen auf ihre Auslandserfahrung vorbereitet: Sie setzen sich mit Dresscodes und beruflicher Etikette auseinander, üben den Umgang mit stressigen Situationen und reflektieren Rollenunterschiede im Arbeitsalltag. Ein Ausreiseseminar ergänzt die Vorbereitung. Die Lernziele werden verbindlich festgelegt. Im Bildungsgang von Nokwanda ist für die Vorbereitung sogar eine wöchentliche Schulstunde vorgesehen. Und auch für Nachwuchs ist gesorgt: Simon, Cathy Maria und Nokwanda müssen bzw. mussten ihre Erfahrungen dem nachfolgenden Jahrgang vorstellen - in einer klassischen PowerPoint-Präsentation. …
[…] Neues KI-Wissen zur Unterrichtsgestaltung genutzt, Gesamte Einrichtung öffnet sich gegenüber KI Die Volkshochschule und Musikschule Bingen am Rhein e.V. (vhs Bingen), gegründet 1946, ist mit jährlich über 79.000 Unterrichtseinheiten die drittgrößte Erwachsenenbildungseinrichtung in Rheinland-Pfalz. Mit Lernenden aus 99 Ländern und internationalem Personal ist die vhs Bingen eine international ausgerichtete Institution. , Im Rahmen des Erasmus+-Projekts „Zukunfts orientierte Weiterbildung - vhs Bingen 2030. Mobilität und Netzwerk im europäischen Raum“ führte die vhs gezielt Aktivitäten zum Thema Künstliche Intelligenz durch. Sieben Mitarbeitende der vhs nahmen an Kursen und Schulungen in Rijeka, Kroatien, teil, die sich auf den Einsatz von KI im Unterricht und in der Verwaltung konzentrierten. Diese Workshops führten in verschiedene KI-Anwendungen ein. Die Teilnehmenden erlernten den effizienten Einsatz von Prompting und erprobten die Anwendungen in praktischen Übungen zur Erstellung von Lernmaterialien und zur Prozessoptimierung. Auch ethische Fragen und der Datenschutz im Umgang mit KI wurden diskutiert. , Zurück in der vhs Bingen wird das erworbene Wissen über KI-Tools intensiv zur Erstellung von Unterrichtsmaterialien, zur Förderung der Interaktion zwischen den Lernenden und zur Zeitersparnis in der Unterrichtsvorbereitung eingesetzt. Auch das Projekt „Lernraum 2.0“ der vhs Bin gen profitiert von den Erasmus+-Mobilitätsaktivitäten. Der „Lernraum 2.0“ ist ein kosten loses, offenes Angebot, das allen Menschen aus Herkunftsländern außerhalb der EU offen steht, die neben dem Besuch eines Deutschkurses weitere individuelle Unterstützung beim Deutschlernen suchen. Eine Dozentin, die bei der Erasmus+-Aktivität in Rijeka dabei war, unterstützt jetzt andere Mitarbeitende des Lernraums bei der Arbeit mit KI. KI wird hier sowohl zur Arbeitserleichterung als auch bei der Arbeit mit den Lernenden eingesetzt. Der „Lernraum 2.0“ zeigt anschaulich, dass Erasmus+ zu einer internen Kapazitätsentwicklung der Volkshochschule beiträgt. , Doch nicht nur der Unterricht, sondern auch die Verwaltung der vhs Bingen profitiert von Erasmus+. So widmet sich ein Erasmus+-Teilnehmer in seiner Masterarbeit dem Thema KI und begleitet andere Verwaltungsmitarbeitende, die KI in ihre Arbeit integrieren möchten. Die Volkshochschule plant im Sinne der europäischen KI-Verordnung zudem KI-Schulungen für Verwaltungspersonal und Lehrkräfte, um den verantwortungsvollen Umgang mit KI zu gewährleisten und die Medienkompetenz zu stärken. Auch das Kursangebot der vhs hat sich verändert. Inzwischen wird ein KI-Kurs für Lernende angeboten. Eine Reihe in Leichter Sprache für Anfängerinnen und Anfänger wird zurzeit geplant. Die vhs Bingen ist sich bewusst: Die Fähigkeit, digitale Tools und KI effektiv zu nutzen, ist entscheidend, um flexible Bildungsangebote zu schaffen, innovative Lernumgebungen zur Förderung sozialer Inklusion zu gestalten und langfristige europäische Kooperationen auf zubauen. …
[…] Frankreich-Projekt: KI in autonomen Systemen, Intelligente Häuser in Norwegen, Erasmus+ als Motor der Schulentwicklung, Haben wir Ihr Interesse geweckt? Am Heinz-Nixdorf-Berufskolleg (HNBK) in Essen zeigt sich, wie Auslandsaufenthalte im Rahmen von Erasmus+ die Ausbildung in Informatik, Elektronik und Robotik bereichern. Immer mehr Inhalte greifen direkt auf Anwendungen von Künstlicher Intelligenz (KI) zu und machen sie für Lernende praxisnah erfahrbar. , Besonders eindrücklich ist das Traineeprogramm mit dem Lycée Louis Armand in Frankreich. Hier entwickelten binationale Teams autonome Rover, also ferngesteuerte Fahrzeuge, sowie 3- und 4-Achsen-Roboterarme mit Kameras und Greifsystemen. Neben KI-basierten Steuerungselementen spielten auch Algorithmen, Vernetzung und Kreativität eine Rolle. Diese Praxisphasen führten dazu, dass Lernende ohne Programmier- oder Konstruktionskenntnisse bereits nach kurzer Zeit eigenständig komplexe Aufgaben im internationalen Kontext lösen konnten. Hürden in Sprache und Kommunikation wurden Schritt für Schritt abgebaut. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den französischen Partnern erwies sich als entscheidender Erfolgsfaktor. Während das HNBK seine Expertise in Elektronik und Pro grammierung einbringt, hat das französische Lycée Stärken in Konstruktion, Design und Robotik. Gegenseitiges Lernen und ein offener Austausch über neue Ideen und Technologien ließen so Projekte wie den Rover stetig wachsen. Aus den EU-Erfahrungen entstand sogar eine neue Lernumgebung, die nun in beide Schulsysteme einfließt. , Auch in Norwegen konnten Auszubildende ihr Wissen praktisch vertiefen. Gemeinsam mit norwegischen Lernenden entwickelten sie ein Smart-Home-Modell mit Solartechnik, Sensoren, Zugangskontrolle und Vernetzung durch das Internet (Internet of Things, IOT). Besonders wertvoll waren die gemeinsame Installation und Anpassung des IOT-Brokers zur Überwachung und Steuerung des Hauses, bei der die Teams eigenständig Probleme analysierten und Lösungen erarbeiteten. Durch die Präsentation ihrer Ergebnisse auf Englisch wuchsen die Jugendlichen in ihrer Selbstständigkeit – fachlich wie sprachlich. Mehrfache Besuche norwegischer Schülerinnen und Schüler sowie von Lehrkräften am HNBK führten darüber hinaus zu ge meinsamen Projekten im Bereich Robotik, Cyber Security und Europäischer Installationsbus (KNX). Ergänzt wurde dies durch Job-Shadowings, bei denen Lehrkräfte neue Methoden und Ansätze kennenlernten. , Seit der Erasmus+-Akkreditierung ist Internationalität am HNBK selbstverständlich. Auslandsaufenthalte in Frankreich, Norwegen, Irland und Spanien gehören zum Schulalltag, genauso wie die Aufnahme internationaler Lernender, die an Projekten teilnehmen oder Kurse besuchen. Das EU-Team ist deutlich ge wachsen, die Projektergebnisse fließen direkt in den Unterricht ein – von neuen Methoden und Lehrmaterialien bis zu Projekten, die sowohl für die Auszubildenden in der dualen Berufsausbildung als auch für das Berufliche Gymnasium und die Höhere Berufsfachschule Anwendung finden. KI wird am Heinz-Nixdorf-Berufskolleg nicht theoretisch im Klassenzimmer behandelt, sondern konsequent handlungsorientiert umgesetzt. …
[…] Projektergebnisse zeigen: KI kann Lernen bereichern, Wirkung und Ausblick, Haben wir Ihr Interesse geweckt? Künstliche Intelligenz (KI) spielt im Bildungsbereich eine immer größere Rolle. Sie eröffnet neue Chancen für flexible und individuelle Lernprozesse. Vor diesem Hintergrund wurde das Erasmus+-Projekt „Artificial Intelligence in Adult Education and Self-Learning“ (AI in ADU) ins Leben gerufen. , „AI in ADU“ bringt Partnereinrichtungen aus sechs Ländern zusammen, um die Potenziale von KI in der Erwachsenenbildung – mit besonderem Fokus auf Sprachenlernen – zu untersuchen. Ziel der Kooperationspartnerschaft ist es, die Bedürfnisse von Lehrenden und Lernenden besser zu verstehen und praxisnahe Materialien zu entwickeln, die zeigen, wie KI-gestützte Lösungen sinnvoll ausgewählt und eingesetzt werden können. , Bereits in der ersten Projektphase konnten wichtige Erkenntnisse gewonnen werden: Eine umfangreiche Literaturrecherche be leuchtete Chancen, Herausforderungen und Beispiele guter Praxis rund um den Einsatz von KI in der Erwachsenenbildung. Darauf folgte eine Online-Umfrage unter Erwachsenenbildnerinnen und -bildnern sowie Selbstlernenden aus sechs Ländern. Die Teilnehmenden be richteten, wie sie KI-Tools nutzen – etwa zur Recherche, Inhaltserstellung oder für Sprachübungen. Viele sehen klare Vorteile: höhere Produktivität, bessere Lernergebnisse und individuellere Lernwege. Gleichzeitig wurden auch kritische Aspekte genannt, darunter Bedenken zu Datenschutz, ethischen Fragen und einem übermäßigen Technologieeinsatz. Zusätzlich führten die Partner Fokusgruppen-Interviews durch. Die Ergebnisse zeigen: KI kann Lernen bereichern, wenn sie bewusst eingesetzt wird. Besonders wichtig sind dabei digitale Kompetenzen, kritisches Denken und eine ausgewogene Kombination aus klassischen Methoden und neuen Technologien. Darüber hinaus analysierte das Projektteam KI-Lernplattformen und zeichnete Podcasts mit Expertinnen und Experten auf. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse entstanden praxisorientierte Leitfäden für Lehrkräfte und Selbstlernende. Ergänzend wurden interaktive Inhalte entwickelt, die dabei helfen, KI-gestütztes Lernen im Alltag gezielt auszuprobieren. Die Pilotphase dieser Materialien ist für November 2025 geplant. , Die bisherigen Ergebnisse unterstreichen: KI hat Potenzial für die Erwachsenenbildung – vor allem für das selbstgesteuerte Sprachen lernen. Sie kann Motivation, Lernfortschritt und Selbstorganisation stärken. Gleichzeitig ist ein reflektierter Einsatz entscheidend, der ethische Fragen, Datenschutz und pädagogische Anforderungen berücksichtigt. Insofern trägt „AI in ADU“ dazu bei, die digitale Transformation in der Erwachsenenbildung aktiv mitzugestalten. Mit praxisnahen Leitfäden und interaktiven Materialien bietet das Projekt Orientierung für Lehrende und Lernende – und zeigt, wie KI verantwortungsvoll, inklusiv und gewinnbringend in Bildungsprozesse integriert werden kann. , Darstellung auf der Project-Results-Plattform …
[…] 2025 konnten wir von der Nationalen Agentur Bildung für Europa drei Jubiläen begehen: Wir selber wurden 2000 gegründet ebenso wie die europäische Erwachsenenbildung. Die Online-Community EPALE blickt auf ein zehnjähriges Bestehen zurück. Zu jedem einzelnen Jubiläum haben wir ein Factsheet erstellt, das Zahlen und Fakten auf einen Blick präsentiert. Zum Factsheet "NA beim BIBB" Zum Factsheet "Europäische Erwachsenenbildung" Zum Factsheet "EPALE" …
[…] Feierliche Verleihung und Ehrung der Anwesenden, Feierliche Verleihung und Ehrung der Anwesenden, Volkshochschule im Landkreis Cham: SPACE – Senioren entdecken ein gemeinsames Europa, Volkshochschule im Landkreis Cham: SPACE – Senioren entdecken ein gemeinsames Europa, Netzwerk Gebärdensprache Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe: Politische Bildung für gehörlose Bürgerinnen und Bürger, Netzwerk Gebärdensprache Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe: Politische Bildung für gehörlose Bürgerinnen und Bürger Der EITA würdigt innovative Lehr- und Lernansätze im Rahmen von Erasmus+ und zeigt, wie Bildung in Europa konkret und greifbar wird. In diesem Jahr 2025 stand der Preis unter dem Thema „Citizenship Education – Teilnahme am demokratischen Leben, gemeinsame Werte und bürgerschaftliches Engagement“ . Das Projekt der Volkshochschule im Landkreis Cham , SPACE – Seniors Perceive A Common Europe , wurde in der Kategorie Erwachsenenbildung ausgezeichnet und zeigte, wie lebenslanges Lernen und europäische Identität gefördert werden können. Das zweite ausgezeichnete Projekt wurde vom Netzwerk Gebärdensprache, Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe e.V. koordiniert. Es trug den Titel Political Education and Empowerment for Deaf Citizens und erhielt den European Language Label ( ELL ) , der eine spezielle Auszeichnung innerhalb des EITA darstellt. Dieses Projekt eröffnete gehörlosen Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu politischer Bildung und förderte ihre Teilhabe an der Gesellschaft. Beide Projekte zeichnen sich durch ihre innovative Herangehensweise aus und tragen maßgeblich zur Förderung von Inklusion und europäischen Werten bei. Die Volkshochschule im Landkreis Cham mit ihrem SPACE-Projekt hat gezeigt, wie intergenerationaler Austausch und die Förderung des europäischen Bewusstseins in der Seniorenbildung gelingen können. Das Netzwerk Gebärdensprache, Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe hat mit seinem Projekt zur politischen Bildung für gehörlose Menschen einen neuen Standard gesetzt, der nicht nur für Deutschland, sondern auch für Europa wegweisend ist. , Der EITA würdigt innovative Lehr- und Lernansätze im Rahmen von Erasmus+ und zeigt, wie Bildung in Europa konkret und greifbar wird. In diesem Jahr 2025 stand der Preis unter dem Thema „Citizenship Education – Teilnahme am demokratischen Leben, gemeinsame Werte und bürgerschaftliches Engagement“ . Das Projekt der Volkshochschule im Landkreis Cham , SPACE – Seniors Perceive A Common Europe , wurde in der Kategorie Erwachsenenbildung ausgezeichnet und zeigte, wie lebenslanges Lernen und europäische Identität gefördert werden können. Das zweite ausgezeichnete Projekt wurde vom Netzwerk Gebärdensprache, Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe e.V. koordiniert. Es trug den Titel Political Education and Empowerment for Deaf Citizens und erhielt den European Language Label ( ELL ) , der eine spezielle Auszeichnung innerhalb des EITA darstellt. Dieses Projekt eröffnete gehörlosen Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu politischer Bildung und förderte ihre Teilhabe an der Gesellschaft. Beide Projekte zeichnen sich durch ihre innovative Herangehensweise aus und tragen maßgeblich zur Förderung von Inklusion und europäischen Werten bei. Die Volkshochschule im Landkreis Cham mit ihrem SPACE-Projekt hat gezeigt, wie intergenerationaler Austausch und die Förderung des europäischen Bewusstseins in der Seniorenbildung gelingen können. Das Netzwerk Gebärdensprache, Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe hat mit seinem Projekt zur politischen Bildung für gehörlose Menschen einen neuen Standard gesetzt, der nicht nur für Deutschland, sondern auch für Europa wegweisend ist. , Neben den Vertreterinnen und Vertretern der ausgezeichneten Projekte nahmen auch zahlreiche Ehrengäste an der Preisverleihung teil. Darunter waren Zweiter Bürgermeister Walter Dendorfer , der das Engagement der Seniorinnen und Senioren lobte und die Bedeutung der VHS Cham für die Stadt Cham hervorhob, sowie Karl Holmeier, ehemaliger Bundestagsabgeordneter und Kreisvorsitzender der Senioren-Union , der das starke Bildungssignal des Landkreises Cham an Europa betonte. Torsten Schneider von der Nationalen Agentur überreichte die Urkunden im Rahmen der Preisverleihung und betonte die herausragende Bedeutung der ausgezeichneten Projekte für die europäische Bildungslandschaft sowie ihre positiven Auswirkungen auf das europäische Bewusstsein und die demokratische Teilhabe. , Neben den Vertreterinnen und Vertretern der ausgezeichneten Projekte nahmen auch zahlreiche Ehrengäste an der Preisverleihung teil. Darunter waren Zweiter Bürgermeister Walter Dendorfer , der das Engagement der Seniorinnen und Senioren lobte und die Bedeutung der VHS Cham für die Stadt Cham hervorhob, sowie Karl Holmeier, ehemaliger Bundestagsabgeordneter und Kreisvorsitzender der Senioren-Union , der das starke Bildungssignal des Landkreises Cham an Europa betonte. Torsten Schneider von der Nationalen Agentur überreichte die Urkunden im Rahmen der Preisverleihung und betonte die herausragende Bedeutung der ausgezeichneten Projekte für die europäische Bildungslandschaft sowie ihre positiven Auswirkungen auf das europäische Bewusstsein und die demokratische Teilhabe. , Das Projekt SPACE (Seniors Perceive A Common Europe) der Volkshochschule im Landkreis Cham hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine oft übersehene Zielgruppe in europäischen Bildungsprogrammen zu fördern: Seniorinnen und Senioren. In vielen europäischen Programmen werden ältere Menschen häufig nicht ausreichend berücksichtigt, obwohl sie genauso wie jüngere Generationen ein Interesse an europäischen Themen und der Förderung von Demokratie und Teilhabe haben. Im Rahmen des Projekts lernten Seniorinnen und Senioren aus fünf europäischen Ländern – Deutschland, Bulgarien, Italien, Schweden und Spanien – in interaktiven Kursen zu Themen wie Gesundheit, Umweltverhalten, Ernährung und selbstbestimmtem Konsum. Das Ziel war es, nicht nur praktische Fähigkeiten zu vermitteln, sondern auch das europäische Bewusstsein und die demokratische Teilhabe zu stärken. Dabei hatten die Teilnehmenden nicht nur die Gelegenheit, neue Kompetenzen zu erlernen, sondern konnten auch ihre eigenen Erfahrungen und Traditionen mit anderen teilen. Beispielsweise gaben Seniorinnen und Senioren aus Deutschland die Tradition des Kräuterbuschbindens an ihre Altersgenossinnen und Altersgenossen in anderen Ländern weiter und tauschten sich über verschiedene kulturelle Praktiken aus. Ein zentraler Bestandteil des Projekts war die Schaffung einer digitalen Plattform mit mehr als 100 kulturellen Exponaten aus den beteiligten Ländern. Diese Plattform bleibt auch nach Projektende zugänglich und stellt eine wertvolle Sammlung von Wissen und Erfahrungen dar. Das Projekt SPACE hat gezeigt, wie Bildung auch im höheren Alter neue Perspektiven eröffnen kann und wie wichtig es ist, allen Generationen die Möglichkeit zu geben, sich als aktive europäische Bürgerinnen und Bürger zu engagieren. Den Preis nahm Martina Bachmeier aus dem Team Internationales Projekte der VHS stellvertretend für die Projektkoordinatorin Johanna Jankowski entgegen . Mehr über das Projekt SPACE erfahren , Das Projekt SPACE (Seniors Perceive A Common Europe) der Volkshochschule im Landkreis Cham hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine oft übersehene Zielgruppe in europäischen Bildungsprogrammen zu fördern: Seniorinnen und Senioren. In vielen europäischen Programmen werden ältere Menschen häufig nicht ausreichend berücksichtigt, obwohl sie genauso wie jüngere Generationen ein Interesse an europäischen Themen und der Förderung von Demokratie und Teilhabe haben. Im Rahmen des Projekts lernten Seniorinnen und Senioren aus fünf europäischen Ländern – Deutschland, Bulgarien, Italien, Schweden und Spanien – in interaktiven Kursen zu Themen wie Gesundheit, Umweltverhalten, Ernährung und selbstbestimmtem Konsum. Das Ziel war es, nicht nur praktische Fähigkeiten zu vermitteln, sondern auch das europäische Bewusstsein und die demokratische Teilhabe zu stärken. Dabei hatten die Teilnehmenden nicht nur die Gelegenheit, neue Kompetenzen zu erlernen, sondern konnten auch ihre eigenen Erfahrungen und Traditionen mit anderen teilen. Beispielsweise gaben Seniorinnen und Senioren aus Deutschland die Tradition des Kräuterbuschbindens an ihre Altersgenossinnen und Altersgenossen in anderen Ländern weiter und tauschten sich über verschiedene kulturelle Praktiken aus. Ein zentraler Bestandteil des Projekts war die Schaffung einer digitalen Plattform mit mehr als 100 kulturellen Exponaten aus den beteiligten Ländern. Diese Plattform bleibt auch nach Projektende zugänglich und stellt eine wertvolle Sammlung von Wissen und Erfahrungen dar. Das Projekt SPACE hat gezeigt, wie Bildung auch im höheren Alter neue Perspektiven eröffnen kann und wie wichtig es ist, allen Generationen die Möglichkeit zu geben, sich als aktive europäische Bürgerinnen und Bürger zu engagieren. Den Preis nahm Martina Bachmeier aus dem Team Internationales Projekte der VHS stellvertretend für die Projektkoordinatorin Johanna Jankowski entgegen . Mehr über das Projekt SPACE erfahren , Das zweite ausgezeichnete Projekt, Political Education and Empowerment for Deaf Citizens , wurde vom Netzwerk Gebärdensprache, Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe umgesetzt und erhielt das European Language Label ( ELL ). Das Projekt zielte darauf ab, gehörlosen Menschen den Zugang zu politischer Bildung zu ermöglichen und ihre aktive Teilhabe an der Gesellschaft zu fördern. Durch die Entwicklung innovativer Materialien in Gebärdensprache und barrierefreie Formate wurde ein Raum geschaffen, in dem gehörlose Bürgerinnen und Bürger nicht nur Wissen erwerben konnten, sondern auch ihre Stimme erheben und ihre Rechte wahrnehmen konnten. Das Projekt setzte auf die Partizipation der Teilnehmenden und ermöglichte es ihnen, politische Begriffe erstmals in Gebärdensprache zu entwickeln, um so ihre politische und gesellschaftliche Teilhabe weiter zu stärken. Die Wirkung des Projekts ging weit über die einzelnen Teilnehmenden hinaus. Es schuf einen Raum für Empowerment und zeigte, wie wichtig es ist, dass auch Menschen mit Beeinträchtigungen, insbesondere Gehörlose, Zugang zu politischer Bildung erhalten. Es förderte das Selbstbewusstsein und das Gefühl der Zugehörigkeit zur Gesellschaft und trug dazu bei, Barrieren zwischen der gehörlosen Gemeinschaft und dem Rest der Gesellschaft abzubauen. Den Preis nahm Rudolf Sailer, 1. Vorsitzender des Vereins, für das Netzwerk Gebärdensprache, Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe entgegen. Mehr über das Projekt Political Education and Empowerment for Deaf Citizens erfahren , Das zweite ausgezeichnete Projekt, Political Education and Empowerment for Deaf Citizens , wurde vom Netzwerk Gebärdensprache, Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe umgesetzt und erhielt das European Language Label ( ELL ). Das Projekt zielte darauf ab, gehörlosen Menschen den Zugang zu politischer Bildung zu ermöglichen und ihre aktive Teilhabe an der Gesellschaft zu fördern. Durch die Entwicklung innovativer Materialien in Gebärdensprache und barrierefreie Formate wurde ein Raum geschaffen, in dem gehörlose Bürgerinnen und Bürger nicht nur Wissen erwerben konnten, sondern auch ihre Stimme erheben und ihre Rechte wahrnehmen konnten. Das Projekt setzte auf die Partizipation der Teilnehmenden und ermöglichte es ihnen, politische Begriffe erstmals in Gebärdensprache zu entwickeln, um so ihre politische und gesellschaftliche Teilhabe weiter zu stärken. Die Wirkung des Projekts ging weit über die einzelnen Teilnehmenden hinaus. Es schuf einen Raum für Empowerment und zeigte, wie wichtig es ist, dass auch Menschen mit Beeinträchtigungen, insbesondere Gehörlose, Zugang zu politischer Bildung erhalten. Es förderte das Selbstbewusstsein und das Gefühl der Zugehörigkeit zur Gesellschaft und trug dazu bei, Barrieren zwischen der gehörlosen Gemeinschaft und dem Rest der Gesellschaft abzubauen. Den Preis nahm Rudolf Sailer, 1. Vorsitzender des Vereins, für das Netzwerk Gebärdensprache, Erwachsenenbildung und soziale Teilhabe entgegen. Mehr über das Projekt Political Education and Empowerment for Deaf Citizens erfahren …
[…] Einführung, Inspiration Day 1 – 25. November 2024, Inspiration Day 2 – 26. November 2024, Inspiration Day 3 – 27. November 2024 , Inspiration Day 4 – 28. November 2024, Inspiration Day 5 – 29. November 2024 , Abbinder Vom 25. bis 29. November 2024 stellte die Nationale Agentur beim BIBB täglich die Fördermöglichkeiten in der Berufs- und Erwachsenenbildung und den verschiedenen Leitaktionen vor. Die Veranstaltungsreihe richtet sich insbesondere an Interessierte, die neu bei Erasmus+ sind, und findet jährlich statt. Sie haben die Inspiration Days 2024 verpasst oder möchten noch einmal eine Information nachschauen? Im Folgenden finden Sie die Videoaufzeichnungen und dazugehörigen Präsentationen. , Auftaktveranstaltung Berthold Hübers, Leiter der Nationalen Agentur beim BIBB , stellte in unserer Einführungsveranstaltung die Schwerpunkte sowie neuesten Entwicklungen im Erasmus+-Programm vor und lud ein, die kommenden Tage zu nutzen, um mit den Kolleginnen und Kollegen der NA beim BIBB in direkten Kontakt zu treten. Präsentation herunterladen (PDF) | Berthold Hübers Video-Mitschnitt ansehen (Weiterleitung zum YouTube-Kanal der Nationalen Agentur) , Berufsbildung, Leitaktion 1: Berufliche Auslandsaufenthalte ermöglichen Erasmus+ bietet Einrichtungen in der Berufsbildung viele Möglichkeiten. Einen ersten Überblick über die Chancen und Zugänge zum Erasmus+-Programm 2025 bot der zweite Tag der Inspiration Days. Präsentation herunterladen (PDF) | Anna Wendt Video-Mitschnitt ansehen (Weiterleitung zum YouTube-Kanal der Nationalen Agentur) , Erwachsenenbildung, Leitaktion 1: Wenn Austausch Türen öffnet Nach einer kurzen Einführung in die Förderaktion „Mobilität für Lernende und Personal in der Erwachsenenbildung“ wurden Eindrücke aus der Praxis geteilt. Lernen Sie die vielfältigen Möglichkeiten dieses Programms kennen! Nutzen Sie Erasmus+ und bringen Sie die Erwachsenenbildung in Ihrer Einrichtung weiter. Präsentation herunterladen (PDF) | Anke Dreesbach / Karina Kau Video-Mitschnitt ansehen (Weiterleitung zum YouTube-Kanal der Nationalen Agentur) , Berufsbildung, Leitaktion 2: Das Potenzial europäischer Projekte in der Berufsbildung nutzen Alles Wissenswerte zu Erasmus+-geförderten Projekten in der beruflichen Bildung sowie die Neuerungen des Aufrufs 2025 wurden in dieser Veranstaltung vorgestellt. Ein aktiver Erasmus+-Projektträger gab seinen Eindruck in die Projektpraxis wider und teilte wichtige Erfahrungen mit der Antragstellung und Projektdurchführung. Nutzen Sie die vielfältigen Möglichkeiten des Programms, um die Attraktivität und Wirkung der europäischen Berufsbildung weiter zu stärken. Präsentation herunterladen (PDF) | Ellen Hahne/Frederik Hugo Video-Mitschnitt ansehen (Weiterleitung zum YouTube-Kanal der Nationalen Agentur) , Erwachsenenbildung, Leitaktion 2: Möglichkeiten europäischer Kooperationsprojekte entdecken Erasmus+ Kooperationsprojekte fördern die thematische Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen in Europa für ihre Bildungsaktivitäten. Hier finden Sie Orientierung zu den Möglichkeiten und Rahmenbedingungen europäischer Kooperationsprojekte in der Erwachsenenbildung. Präsentation herunterla den (PDF) | Michael Marquart/ Susanne Timmermann Video-Mitschnitt ansehen (Weiterleitung zum YouTube-Kanal der Nationalen Agentur) , Wir hoffen, dass Sie einen Überblick über die vielfältigen Fördermöglichkeiten in Erasmus+ sowie Inspirationen für eine erfolgreiche Antragsstellung gewinnen konnten. Für Fragen zum Programm stehen wir Ihnen weiterhin gerne zur Verfügung. Sie finden die Kontaktdaten der einzelnen Bereiche am Ende der jeweiligen Präsentation. Oder nehmen Sie telefonisch oder per E-Mail Kontakt mit unserer Hotline auf. Hier geht es zu unserem Kontaktformular . …
[…] Auftaktveranstaltung , Berufsbildung international gestalten und Kompetenzen stärken: Welche Möglichkeiten bietet das Programm Erasmus+?, Global Lernen von Anfang an – mit dem Bundesförderprogramm AusbildungWeltweit, Wenn Austausch Türen öffnet: Erasmus+-Auslandsaufenthalte in der Erwachsenenbildung, Mit ProTandem nach Frankreich: Berufliche Mobilität: Impulse, Ideen, Initiativen, Das Potenzial europäischer Projekte in der Berufsbildung nutzen: Erasmus+-Partnerschaften für Zusammenarbeit in der Berufsbildung, Erasmus+ Partnerschaften für Zusammenarbeit in der Erwachsenenbildung: Europäische Zusammenarbeit konkret erleben Vom 24. bis 28.11.2025 stellte die Nationale Agentur beim BIBB in dieser Online-Veranstaltungsreihe die vielfältigen Möglichkeiten von Erasmus+ in der Berufs- und Erwachsenenbildung vor. Neben den Grundsätzen der Förderung von Erasmus+ konnten sich die Teilnehmenden ebenfalls über die Programme AusbildungWeltweit und ProTandem informieren und sich von lebendigen Praxisbeispielen erfolgreicher Projektumsetzung inspirieren lassen. Sie haben die Inspiration Days verpasst oder möchten noch einmal eine Information nachschauen? Im Folgenden finden Sie die Videoaufzeichnungen und dazugehörigen Präsentationen: , Inspiration Day 1 – 24. November 2025 Berthold Hübers, Leiter der Nationalen Agentur beim BIBB, stellte in unserer Einführungsveranstaltung die Grundsätze, Schwerpunkte und Fördermöglichkeiten des Erasmus+-Programms vor und lud ein, die kommenden Tage zu nutzen, um mit den Kolleginnen und Kollegen der NA beim BIBB in direkten Kontakt zu treten. Zur Präsentation Zum Video-Mitschnitt (Weiterleitung zum YouTube-Kanal der Nationalen Agentur) , Inspiration Day 2 – 25. November 2025 – Berufsbildung, Leitaktion 1 Das Programm Erasmus+ ermöglicht Auslandsaufenthalte für Auszubildende und Bildungspersonal - ob ein Praktikum in einem Betrieb in Spanien oder eine Hospitation an einer Berufsschule in Estland. Mit Erasmus+ Berufsbildung können sich Azubis und Lehrkräfte vielfältig weiterbilden. Gleichzeitig profitieren die Bildungseinrichtungen als Ganzes. Zur Präsentation Zum Video-Mitschnitt (Weiterleitung zum YouTube-Kanal der Nationalen Agentur) , Inspiration Day 2 – 25. November 2025 – Berufsbildung AusbildungWeltweit ist ein flexibles Förderangebot des BMBFSFJ für Lernaufenthalte von Auszubildenden und betrieblichen Ausbildungsverantwortlichen. Die praxisorientierte Qualifizierung findet in Weltregionen wie den USA , Südafrika oder Indien statt. Die beteiligten Unternehmen und beruflichen Schulen stärken damit auch eigene Kapazitäten für die internationale Zusammenarbeit. Zur Präsentation Zur Präsentation des Praxisbeispiels Zum Video-Mitschnitt (Weiterleitung zum YouTube-Kanal der Nationalen Agentur) , Inspiration Day 3 – 26. November 2025 – Erwachsenenbildung, Leitaktion 1 Auslandsaufenthalte in der Erwachsenenbildung mit Erasmus+ ermöglichen es, europaweit Ressourcen und Ideen zu nutzen. Ob eine Hospitation in einer Bildungseinrichtung in Finnland, eine Fortbildung in Irland oder einem Lernaufenthalt in Rumänien – mit Erasmus+ können sich Mitarbeitende und Lernende in der Erwachsenenbildung in ganz Europa weiterbilden. Zur Präsentation Zum Video-Mitschnitt (Weiterleitung zum YouTube-Kanal der Nationalen Agentur) , Inspiration Day 3 – 26. November 2025 – Berufsbildung ProTandem ist ein binational finanziertes, komplementäres Förderprogramm zu Erasmus+, das einen niedrigschwelligen Einstieg in Mobilität (Gruppenaustausche) ermöglicht – ohne notwendige Sprachkenntnisse und mit einfacher Finanzierung für Austausche mit Frankreich. Wir geben Einblick in Fördermöglichkeiten, beantworten praktische Fragen zur Umsetzung und bieten mit unserer Partnerbörse gezielte Unterstützung bei der Partnersuche. Zur Präsentation Zum Video-Mitschnitt (Weiterleitung zum YouTube-Kanal der Nationalen Agentur) , Inspiration Day 4 – 27. November 2025 – Berufsbildung, Leitaktion 2 Das Potenzial europäischer Projekte in der Berufsbildung nutzen: Erasmus+-Partnerschaften für Zusammenarbeit in der Berufsbildung Partnerschaften für Zusammenarbeit bieten vielfältige Möglichkeiten, sich mit Berufsbildungsthemen auseinanderzusetzen und im europäischen Austausch gemeinsam Materialien zu entwickeln. Wir zeigen Ihnen, wie: Lassen Sie sich von einem erfahrenen Projektträger inspirieren und erfahren Sie, wie Sie durch die Kooperationsprojekte die europäische Berufsbildung mitgestalten können. Zur Präsentation Zum Video-Mitschnitt (Weiterleitung zum YouTube-Kanal der Nationalen Agentur) , Inspiration Day 5 – 28. November 2025 – Erwachsenenbildung, Leitaktion 2 Erasmus+ Partnerschaften für Zusammenarbeit in der Erwachsenenbildung: Europäische Zusammenarbeit konkret erleben Europäische Kooperationsprojekte eröffnen neue Perspektiven für Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Lassen Sie sich inspirieren – von einem konkreten Praxisbeispiel und den Erfahrungen eines erfolgreichen Projektträgers. Hierfür steht uns Felix Hawran vom Kulturring in Berlin e. V. zur Verfügung. Überdies erhalten Sie aktuelle Informationen zu Fördermöglichkeiten und Rahmenbedingungen im Erasmus+-Programm. Zur Präsentation Zum Video-Mitschnitt (Weiterleitung zum YouTube-Kanal der Nationalen Agentur) , Wir hoffen, dass Sie einen Überblick über die vielfältigen Fördermöglichkeiten in Erasmus+ sowie Inspirationen für eine erfolgreiche Antragsstellung gewinnen konnten. Für Fragen zum Programm stehen wir Ihnen weiterhin gerne zur Verfügung. Sie finden die Kontaktdaten der einzelnen Bereiche am Ende der jeweiligen Präsentation. Oder nehmen Sie telefonisch oder per E-Mail Kontakt mit unserer Hotline auf. Die Daten finden Sie hier . …
[…] Frau Freiberger, Sie haben an der internationalen Vernetzungsveranstaltung in Brügge teilgenommen. Worum ging es und wie hat die Veranstaltung Ihnen gefallen?, Was hat Sie motiviert, sich zur Veranstaltung anzumelden? Was haben Sie sich von der Teilnahme erhofft?, Sie sind Lehrkraft und sind neben dem Unterrichten auch als Ansprechpartnerin für Inklusion an Ihrer Schule tätig. Welche Maßnahmen haben Sie an Ihrer Schule implementiert, um Ihre Erasmus+-Projekte möglichst inklusiv zu gestalten?, Die Veranstaltung thematisierte die Erasmus+-Priorität Inklusion und Vielfalt und wie dazugehörige Maßnahmen in Erasmus+-Projekten effektiv umgesetzt werden können. Welche Erkenntnisse haben Sie für Ihre tägliche Arbeit an Ihrer Schule mitgenommen?, Sie haben schon einiges an Erfahrung im Bereich Inklusion in der Berufsbildung. Gab es während der Veranstaltung dennoch Überraschendes oder echte Aha-Momente, die Ihnen in Erinnerung geblieben sind?, Ausgehend von den neuen Erkenntnissen, die Sie durch die Veranstaltungsteilnahme gewinnen konnten, welche weiteren Ziele haben Sie sich mit Blick auf Inklusion und Vielfalt im Rahmen Ihrer Erasmus+-Projekte für die Zukunft gesetzt?, Das Thema Inklusion und Vielfalt ist eine von vier Prioritäten des Erasmus+-Programms. Sie möchten mehr erfahren? Vom 17. bis 20. November 2025 fand in Brügge, Belgien, die internationale Vernetzungsveranstaltung „Embrace Inclusion & Diversity in your Erasmus+ projects – E+ Inclusion support measures“ statt. TCA-Veranstaltungen bieten Projektträgern Möglichkeiten, sich über Ländergrenzen hinweg zu vernetzen und themenbezogen neue Impulse für ihre Arbeit mit dem Förderprogramm Erasmus+ zu bekommen. Als Teil der LTA Inclusion and Diversity adressierte dieses Event in Brügge u. a. Projektträger der Berufsbildung, die sich in ihrer Förderpraxis bereits mit der Erasmus+-Priorität Inklusion und Vielfalt beschäftigen und sich zu möglichen Maßnahmen austauschen möchten, um mit ihren europäischen Projekten aktiv zu dieser Priorität beizutragen. Sabine Freiberger vom Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Freising hat die Veranstaltung besucht und berichtet von ihrer Teilnahme. „ Denn es gibt immer für alles irgendeine Lösung, man muss nur kreativ sein “ Sabine Freiberger, Veranstaltungsteilnehmerin , Bei der Veranstaltung, die Teil einer ganzen Veranstaltungsreihe ist, lag das Hauptaugenmerk auf den Maßnahmen zur Inklusionsunterstützung im Erasmus+-Programm. Das Inspirierende daran war für mich – übrigens wie eigentlich bei allen Netzwerkveranstaltungen rund um das Thema Erasmus+ –, dass man mit so vielen Menschen zusammenkommt, Ideen austauscht und danach motiviert zurückkehrt. Man möchte am liebsten alles Neue, was man mitgenommen hat, direkt an der eigenen Schule umsetzen. , Ich habe bisher noch nie an einer TCA-Veranstaltung teilgenommen, daher habe ich mich sehr gefreut, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, diese zu besuchen. Generell ist Inklusion für mich ein absolutes Herzensthema und dieses dann noch im Kontext von Erasmus+-Projekten zu betrachten, bündelt genau das, was meine Aufgaben an unserer Schule neben dem Unterrichten sind. Die thematische Ausrichtung war also genau die richtige für mich, was dann letztlich auch meine Motivation war, mich für die Veranstaltung zu bewerben. Erhofft hatte ich mir, dass ich neues Wissen dazugewinnen und unser Netzwerk national wie international erweitern kann. Das hat definitiv geklappt, was mich sehr freut. , Zentral ist für uns, dass die Erasmus+-Projekte an unserer Schule in allen Klassen beworben werden – egal, ob Berufsintegrationsklassen, Klassen zur Berufsvorbereitung oder Fachklassen, die eine duale Berufsausbildung absolvieren. Wir führen Gespräche mit Interessierten und deren Klassenleitungen und beziehen bei Minderjährigen ggf. auch die Eltern mit ein. Diese frühzeitigen und offenen Gespräche ermöglichen uns herauszufinden, welche Art von Unterstützung die Teilnehmenden benötigen, damit eine Mobilität stattfinden kann. So konnten wir beispielsweise einen Teilnehmer mit Autismus konkret unterstützen, indem wir seine morgendlichen Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln von der Gastfamilie zum Praktikumsbetrieb durch Taxifahrten ersetzt haben. Dadurch war es ihm möglich, eine Reizüberflutung zu umgehen und stressfrei am Praktikumsplatz anzukommen. Außerdem konnte für ihn in der Gastfamilie ein Einzelzimmer organisiert werden, um sich zurückziehen und die Erlebnisse des Tages besser verarbeiten zu können. Auf diese Weise wurde eine sehr erfolgreiche Umsetzung des Praktikums möglich. Der Teilnehmer dankte uns für die Unterstützung, was uns sehr berührt hat. Er habe zum ersten Mal in seinem Leben ein richtiges Gefühl für Gemeinschaft gespürt und zeigte sich im Nachgang viel offener, worüber wir uns für ihn sehr freuen. Zudem entsenden wir unsere Teilnehmenden aktuell immer in der Gruppe mit Begleitung. Dieses Vorgehen ermöglicht es uns, auf die individuellen Bedarfe der Teilnehmenden ideal eingehen zu können und ein erfolgreiches Absolvieren der Auslandsaufenthalte sicherzustellen. , Insgesamt würde ich sagen, dass ich als Ansprechpartnerin für Inklusion an meiner Schule schon viel Vorwissen mitgebracht habe und nicht nur ich, sondern unser gesamtes Erasmus-Team an der Schule durch den bisherigen Besuch von Fortbildungen zum Thema Erasmus+ über die Unterstützungsmöglichkeiten bereits sehr gut Bescheid wusste. Dennoch konnte ich im Rahmen dieser Veranstaltung neue Erkenntnisse dazugewinnen, die uns bei unserer Arbeit helfen werden. So planen wir, in Zukunft auch Lernende einzeln zu entsenden. Hierzu habe ich in Brügge gelernt, dass man Teilnehmende mit geringeren Chancen auch zu einem Vorbereitenden Besuch mitnehmen kann, um so eine ideale Ausgangslage für den geplanten Aufenthalt zu schaffen. Das war eine tolle neue Erkenntnis für uns, die uns dazu ermutigt, wirklich jeder und jedem die Teilnahme an einer Mobilität zu ermöglichen, da alles irgendwie immer organisierbar ist. , Ein ganz besonderer Moment war für mich der Besuch einer Schule in Brügge, die ausschließlich Schüler/-innen mit Autismus unterrichtet. Die Schule war ideal auf die Bedarfe der Lernenden ausgerichtet mit zahlreichen Rückzugsorten und einem sehr hohen Betreuungsschlüssel. Die Lernenden werden dort sehr empathisch begleitet, was laut Lehrkräften dazu führt, dass sie im Laufe der Schulzeit enorme Fortschritte machen und über sich selbst hinauswachsen. Das war sehr beeindruckend zu hören. Besonders berührend war in diesem Zusammenhang der Bericht eines Schülers, der von seiner Mobilität nach Finnland erzählte und wie er sich dadurch weiterentwickeln konnte. Insgesamt also einfach tolle Eindrücke, die ich an meine Schule mitnehme und versuche, für unsere Weiterentwicklung zu nutzen. , Während des Aufenthaltes ist mir bewusst geworden, dass wir an der Auswahl unserer Zielländer noch arbeiten können. Aktuell entsenden wir nach Irland und nach Malta, weil Englisch dort Amtssprache ist. Das notwendige Sprachniveau können aber nicht alle Interessierten nachweisen, zudem haben viele Schülerinnen und Schüler trotz vorhandener Sprachkenntnisse Zweifel, ob sie in einem Land zurechtkommen, in dem eine andere Sprache als Deutsch gesprochen wird. Daher haben wir uns vorgenommen, nach Partnereinrichtungen in deutschsprachigen Ländern zu suchen, um damit einen weiteren, niedrigschwelligen Zugang für alle Interessierten zum Auslandspraktikum zu schaffen. In Brügge haben wir ein gemeinsames Padlet gestaltet, um uns auszutauschen und auch im Nachgang miteinander in Kontakt bleiben zu können. Das möchte ich sehr gerne nutzen und den Austausch langfristig aufrechterhalten. Ich kann mir gut vorstellen, dass dadurch Möglichkeiten zum Job Shadowing für unsere Lehrkräfte oder unser Verwaltungspersonal an den Einrichtungen der anderen Veranstaltungsteilnehmenden entstehen. Wie sich in Brügge klar gezeigt hat, arbeiten wir alle mit einem Fokus auf Inklusion und wir als Schule erhoffen uns daher auch in Zukunft einen tollen Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen aus anderen Ländern. Darüber hinaus hat mich die Teilnahme dazu ermutigt, an unserer Vorgehensweise noch stärker festzuhalten, wirklich allen ein Auslandspraktikum zu ermöglichen. Mir ist es wichtig, dass wir uns das weiterhin zutrauen. Denn es gibt immer für alles irgendeine Lösung, man muss nur kreativ sein, die Bedingungen abklären und dann funktioniert das schon! …
[…] KeyVisual, Vorträge und Präsentationen, Initiativen und Maßnahmen für eine internationale und attraktive Berufsbildung in Deutschland, Entwicklungen, Meilensteine und Erfolge in den Programmen AusbildungWeltweit und Erasmus+, Die Bedeutung von Internationalität und Mobilität für die Berufsbildung – was sagt die Forschung?, Ausbilden, Vernetzen, Entwickeln - Förderprogramme in der Praxis I: Auszubildendenmobilität im Unternehmen mit AusbildungWeltweit, Ausbilden, Vernetzen, Entwickeln – Förderprogramme in der Praxis II: Erasmus+ Akkreditierung an einer Berufsschule, Ausbilden, Vernetzen, Entwickeln – Förderprogramme in der Praxis III: Erasmus+ Partnerschaften in der Berufsbildung, ProTandem – Wirkungen des deutsch-französischen Austauschs, Ermöglichen, Steuern, Wertschätzen – Internationalisierung in der Berufsbildung auf Landesebene fördern I: Saarland, Ermöglichen, Steuern, Wertschätzen – Internationalisierung in der Berufsbildung auf Landesebene fördern II: Nordrhein-Westfalen, Förderung mit Wirkung. Blick auf die Internationalisierung der beruflichen Bildung heute und morgen Rund 120 Teilnehmende aus Politik und Praxis kamen in Berlin zusammen und erhielten einen vielfältigen Einblick in Umsetzung und Wirkung der Förderprogramme in der Berufsbildung. Neben Inputs zu Maßnahmen und Erfolgen einer internationalen Berufsbildung in Deutschland und zu Erkenntnissen aus der Forschungslandschaft wurden Beispiele aus der Praxis der Förderprogramme AusbildungWeltweit , Erasmus+ und ProTandem präsentiert. Eine Podiumsdiskussion zu Status Quo und Entwicklungspotentialen sowie der Blick auf die Internationalisierung in der Berufsbildung auf Landesebene rundeten die Tagung ab. Das Programm finden Sie hier . , Initiativen und Maßnahmen für eine internationale und attraktive Berufsbildung in Deutschland Jürgen Müller ging auf den Neuzuschnitt des zuständigen Bundesministeriums ein und betonte, dass die Bildungspolitik nun von der frühkindlichen Bildung bis hin zur beruflichen Weiterbildung "aus einem Guss" gestaltet werden könne. Unter dem Dreiklang „Bessere Bildung/Starke Familien/Resiliente Demokratie" betone die Tagung zurecht, dass eine stärkere Internationalisierung der Berufsbildung zu einem starken, innovativen und gerechten Deutschland beitragen könne. Dazu zählten laut Jürgen Müller zum einen gesellschaftliche Effekte wie die Förderung des deutschen Wirtschaftsstandortes durch das Anwerben ausländischer Fachkräfte und das Gewinnen neuer Kompetenzen. Zum anderen erhöhten sich auf individueller Ebene die Chancen auf Teilhabe am Bildungssystem und eine Zunahme individueller Kompetenzen der Teilnehmenden könne durch Auslandsaufenthalte gezielt unterstützt werden. Daher appellierte er an alle verantwortlichen Akteure der Berufsbildung, sich gemeinsam für eine weitere internationale Ausrichtung einzusetzen. Es sei am Ministerium in der Rolle des Bundes, der Länder, der Sozialpartner und der Bildungseinrichtungen, die Chancen zu ergreifen, die die Förderprogramme bieten, um die deutsche Berufsbildung international und attraktiv zu gestalten. , Entwicklungen, Meilensteine und Erfolge in den Programmen AusbildungWeltweit und Erasmus+ Berthold Hübers stellte in seinem Vortrag die besondere Wirkung von AusbildungWeltweit und Erasmus+ auf die Internationalisierung der Berufsbildung in Deutschland dar. Die Programme ermöglichten über die Jahre sowohl eine qualitative Steigerung von Mobilitäten und Kooperationsprojekten als auch eine Ausweitung der Zugänglichkeit der Förderung sowie qualitative Verbesserungen. Die inzwischen fast 1.000 Erasmus+-Akkreditierungen in der Berufsbildung tragen zur weiteren Internationalisierung von Einrichtungen bei. Diese Entwicklungen gingen ebenso mit wichtigen Veränderungen auf systemischer Ebene der Berufsbildung einher. Berthold Hübers zeigte auf, dass die NA beim BIBB nicht nur mit der Administration der beiden Programme einen entscheidenden Beitrag zur zunehmenden Internationalisierung der Berufsbildung leistet. Sie übernimmt darüber hinaus auch weitere Aufgaben wie eine vielfältige Beratungs-, Informations- und Vernetzungsarbeit oder die Verbreitung von Expertise. Diese übergeordnete Unterstützungsarbeit, die Verstetigung und Weiterentwicklung der Förderprogramme sowie verschiedene strukturelle Veränderungen zahlten erheblich auf die Erfüllung der europäischen Ziele zur Internationalisierung in der Berufsbildung ein. Zur Präsentation „Entwicklungen, Meilensteine und Erfolge in den Programmen AusbildungWeltweit und Erasmus+“ , Die Bedeutung von Internationalität und Mobilität für die Berufsbildung – was sagt die Forschung? In seinem Vortrag gab Prof. Dr. Hubert Ertl einen Einblick in den Forschungsstand zur Internationalität und Mobilität in der Berufsbildung. Bisherige Studienergebnisse zeigten, dass Auslandsmobilität ein großes Potenzial besitze, persönliche, fachliche und überfachliche Kompetenzen von Auszubildenden zu fördern. Auslandsmobilität stelle ein wichtiges Vehikel dar, gerade solche überfachlichen Kompetenzen (z. B. „Selbstmanagement-Kompetenz“) zu stärken, die von Fachkräften zunehmend gefordert werden. Aufgrund dieser Bedeutung solle der Lernort Ausland vom wünschenswerten Einzelfall zur systemischen Option werden. Prof. Dr. Hubert Ertl wies gleichzeitig darauf hin, dass es vor allem im Vergleich zur hochschulischen Forschung an aktuellen und tiefgreifenden Evidenzen zur Wirkung von Auslandsmobilität in der Berufsbildung fehle. Wünschenswert sei daher eine verstärkte Forschung zu diesem Themenkomplex, u. a. zu den Wirkmechanismen von der individuellen hin zur organisationalen und systematischen Ebene. Dies beinhalte ebenso die Weiterentwicklung der konzeptionellen und methodischen Grundlagen für die Messung erworbener Kompetenzen. Zur Präsentation „Die Bedeutung von Internationalität und Mobilität für die Berufsbildung – was sagt die Forschung?“ , Ausbilden, Vernetzen, Entwickeln - Förderprogramme in der Praxis I: Auszubildendenmobilität im Unternehmen mit AusbildungWeltweit Mit dem ersten Praxisbeispiel von Verena Diergardt wurde eine weltweite Perspektive geöffnet. Sie erläuterte in ihrem Vortrag, wie EPI-USE mit AusbildungWeltweit bereits bestehende Formen der Auslandsaufenthalte weiterentwickelt, verstetigt und für alle Auszubildenden geöffnet hat. Vierwöchige Auslandsaufenthalte am Hauptsitz des Unternehmens in Südafrika seien damit nun fester Bestandteil der Ausbildung. Die Auszubildenden lernten während des Aufenthalts die Software des Unternehmens, die Arbeitsprozesse sowie das lokale Team kennen. Sie besichtigten zudem die vom Unternehmen unterstützte NGO „ERP“, die sich für soziale Projekte und Artenschutz einsetze. „Was ich dort gelernt habe, passt in keinen Lehrplan!“, zitierte Frau Diergardt einen Auszubildenden. Die Aufenthalte seien zur Entwicklung überfachlicher Kompetenzen, wie etwa der Problemlösefähigkeit, sowie für die Erweiterung fachlicher und interkultureller Kompetenzen essenziell. Zudem könne hierdurch eine gezielte Qualifizierung der angehenden Fachkräfte und ein verbessertes Employer Branding erwirkt werden. Zur Präsentation „Ausbilden, Vernetzen, Entwickeln - Förderprogramme in der Praxis I: Auszubildendenmobilität im Unternehmen mit AusbildungWeltweit“ , Ausbilden, Vernetzen, Entwickeln – Förderprogramme in der Praxis II: Erasmus+ Akkreditierung an einer Berufsschule Im Zwiegespräch mit der Moderatorin beschrieb Günter Willmann die Verstetigung der Internationalisierung in der Region Osnabrück, die in diesem Umfang nur durch die EU-Programme möglich gewesen sei. Ausgehend vom Leonardo da Vinci-Mobilitätszertifikat im Jahr 2011 sei durch strategisches Vorgehen und ausgeprägtes Netzwerken der BBS Brinkstraße erreicht worden, ein Mobilitäts-Netzwerk aller beruflichen Schulen in Osnabrück zu gründen und kürzlich die Finanzierung einer regionalen Erasmus+-Beratungsstelle auf kommunaler Ebene zu sichern. Immer mehr Ausbildungsbetriebe würden Auslandsaufenthalte in ihre Ausbildung integrieren, sodass die BBS Brinkstraße bei einem Anteil von dualen Auszubildenden von 88 % an allen Schüler/-innen derzeit eine Mobilitätsquote von 12 % aufweisen könne. Günter Willmanns Wunsch sei es, dass auch kleinere Berufsbildungseinrichtungen mit der Internationalisierung beginnen und das Programm Erasmus+ nutzen - seine Empfehlung sei, dass sie sich von Beginn an mit anderen Einrichtungen zusammenschließen und Ideen, Ressourcen und Expertise bündeln. Zur Präsentation „Ausbilden, Vernetzen, Entwickeln – Förderprogramme in der Praxis II: Erasmus+ Akkreditierung an einer Berufsschule“ , Ausbilden, Vernetzen, Entwickeln – Förderprogramme in der Praxis III: Erasmus+ Partnerschaften in der Berufsbildung Heike Kraack-Tichy stellte heraus, dass die Internationalisierung in der Praxis beginnt, und zeigte anhand konkreter Beispiele die Möglichkeiten auf, die Partnerschaften für Zusammenarbeit – eine Förderoption der Leitaktion 2 im Programm Erasmus+ – für die eigene Organisationsentwicklung bieten. Die emcra GmbH sei seit über 15 Jahren in europäischen Projekten aktiv und habe gemeinsam mit verschiedenen Konsortien grenzüberschreitende Lösungen im Bereich der Berufsbildung entwickelt. Durch die Projektzusammenarbeit könnten die entwickelten Projektergebnisse ebenso wie darüber hinausgehende Materialien ehemaliger Partner genutzt, Netzwerke erweitert und neue Kontakte für internationale Wirtschaftsbeziehungen aufgebaut werden. Das Unternehmen für Fort- und Weiterbildung generiere durch die transnationale Zusammenarbeit neues Wissen und steigere dadurch seine eigene Attraktivität als Arbeitgeber. Zur Präsentation „Ausbilden, Vernetzen, Entwickeln – Förderprogramme in der Praxis III: Erasmus+ Partnerschaften in der Berufsbildung“ , ProTandem – Wirkungen des deutsch-französischen Austauschs Anika Jurisch stellte ProTandem vor – ein binationales Austauschprogramm, das von den deutschen und französischen Bildungsministerien getragen wird. Es ermöglicht niederschwellige Gruppenaustausche von Auszubildenden, die einen Hin- und Rückaustausch von in der Regel drei Wochen mit einem sprachlichen und betrieblichen Teil umfassen. Die maßgebliche Wirkung des Programms liege in der deutsch-französischen Freundschaft, die seit Jahrzehnten Motor für Frieden, Verständigung und Zusammenarbeit ist. Genau hier setze ProTandem an: Seit 45 Jahren verankere das Programm Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung an den Stellen, an denen sie noch nicht selbstverständlich seien. Dadurch würden fachliche und soziale Kompetenzen gefördert, Institutionen geöffnet und langfristige Schulpartnerschaften geschaffen. Außerdem schaffe es Vertrauen zwischen den beiden teilnehmenden Ländern und mache Europa im Alltag erlebbar. Zur Präsentation „ProTandem – Wirkungen des deutsch-französischen Austauschs“ , Ermöglichen, Steuern, Wertschätzen – Internationalisierung in der Berufsbildung auf Landesebene fördern I: Saarland Das Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlands ist das einzige Landesministerium in Deutschland, das über eine Erasmus+ Akkreditierung für die Berufsbildung verfügt. Sabrina Himbert stellte dar, wie das Ministerium die Erasmus+-Aktivitäten aller staatlichen Berufsschulen unterstützt und sie gleichzeitig mit seinen Internationalisierungszielen verknüpft. Dank der zusätzlichen europäischen Mittel könne durch eine gezielte Themensetzung die Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften politisch gesteuert und die Internationalisierung der Berufsschulen vorangetrieben werden. Die Nutzung von Erfahrungen aus anderen Ländern (z. B. Finnland im Bereich KI im Unterricht) steigere die Qualität des Unterrichts. Wichtigster Kooperationspartner in Erasmus+ und anderen Programmen sei jedoch nach wie vor das Nachbarland Frankreich, welches das Saarland „im Herzen“ habe. Zur Präsentation „Ermöglichen, Steuern, Wertschätzen – Internationalisierung in der Berufsbildung auf Landesebene fördern I: Saarland“ , Ermöglichen, Steuern, Wertschätzen – Internationalisierung in der Berufsbildung auf Landesebene fördern II: Nordrhein-Westfalen In Nordrhein-Westfalen unterstützen die fünf bei den Bezirksregierungen angesiedelten EU-Geschäftsstellen die Landesregierung bei der Umsetzung ihrer politischen Ziele im Bereich der internationalen Mobilität. Alle organisieren sowohl Auslandsaufenthalte als auch Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte und Schulleitungen. Seit 2017 würdigt das Land Teilnehmende von Mobilitätsprojekten sowie besonders aktive Berufsschulen im Rahmen seiner „10 %-Strategie“ durch die Vergabe von Landeszertifikaten. Anhand eines deutsch-französischen Sachkundenachweises aus dem KFZ-Bereich berichtete Alexandra Donike, wie entlang von Lernsituationen binationale Zusatzqualifikationen entwickelt werden, die von beiden Ländern formal anerkannt seien. Alexandra Donike sehe in den „Binationalen Zusatzqualifikationen in der Beruflichen Bildung ( BZBB )“ ein zentrales Element, um mehr Ausbildungsbetriebe für die Mobilität zu gewinnen. Im anschließenden Trilog der Landesvertreterinnen mit der Moderatorin merkte Alexandra Donike an, dass ihr am Modell des Saarlandes gut gefalle, wie eng der Austausch mit den Berufsschulen sei – dies aber aufgrund der Größe NRWs im selben Maße nur schwer übertragbar sei. Sabrina Himbert aus dem Saarland finde hingegen die NRW-Zusatzqualifikationen bereichernd und sehe in deren Implementierung eine tolle Option für das Saarland. Zur Präsentation „Ermöglichen, Steuern, Wertschätzen – Internationalisierung in der Berufsbildung auf Landesebene fördern II: Nordrhein-Westfalen“ , Zum Abschluss der Fachtagung bat die Moderatorin die Podiumsteilnehmenden auf die Bühne. Unter ihnen herrschte Einigkeit darüber, wie wichtig Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung seien und genauso selbstverständlich sein sollten wie im Rahmen eines Studiums. Sie stellten ein sehr starkes Attraktivitätsargument in der Berufsbildung dar. Sofern Betriebe und Schulen Erfahrungen mit Auslandsaufenthalten und Internationalisierung gemacht hätten, würden sie daran festhalten. Größeren Unternehmen fiele die Umsetzung dieser Mobilität jedoch leichter als kleineren Unternehmen, vor allem solchen mit geringem globalen Bezug. Ralf Becker wies darauf hin, dass die Mobilität außerdem ein wesentlicher Teil der Demokratiebildung, Teilhabe und Allgemeinbildung sowie ein wichtiges Zeichen in Richtung Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung sei. Es wurde festgehalten, dass in Deutschland in Bezug auf die Internationalisierung in der beruflichen Bildung viel erreicht wurde. In Hinblick auf das Erreichen des europäischen Benchmarks von 12 % Mobilitätsbeteiligung bis 2030 sowie dem Erreichen von mehr Chancengleichheit zwischen den einzelnen Auszubildenden sei jedoch eine strukturelle Verankerung des Themas in den Einrichtungen notwendig. Als größter Hebel hierfür würde die personelle Ausstattung von Schulen und Kammern gesehen. Ohne diese Ressourcen hinge die Internationalisierung vom starken Engagement einzelner Lehrkräfte oder Kammervertreter/-innen ab. …