[…] Gezielte Vorbereitung ist Teil des nachhaltigen Konzepts, Maßschneiderei versus Fast Fashion, Das Praktikum in Vicenza, Die Wirkung von Erasmus+, Abschlussworkshop in Leipzig, Fazit, Interesse geweckt? Erfahren Sie mehr über das Projekt Die gemeinnützige Unternehmensgesellschaft CorEdu setzt sich für faire, inspirierende und wirkungsvolle Berufsbildung ein, die Horizonte erweitert, Talente fördert und einen Austausch über Ländergrenzen hinweg ermöglicht. Wie dieser Austausch zwischen zwei europäischen Ländern nachhaltiger und ganzheitlich gestaltet werden kann, erzählen wir anhand der Geschichte, die die drei angehenden Maßschneiderinnen Kyra Schneider, Lisanne Hehl und Julia Ertelt in diesem Jahr erlebt haben. Alle drei absolvieren ihre Ausbildung zur Maßschneiderin kombiniert mit einem Modedesign-Studium in Leipzig und haben 2023 im Rahmen dieser Ausbildung drei Monate in Vicenza, Italien, verbracht. Und wir durften sie auf dieser Reise filmisch begleiten! , Persönlich kennengelernt haben wir Eszter Csepe-Bannert, die Geschäftsführerin von CorEdu im Februar 2023, als wir nach Leipzig gereist sind, um den Vorbereitungsworkshop zu den Auslandspraktika zu filmen. In diesem Workshop ging es ihr und Kerstin Specht, die als Ingenieurin für Bekleidungstechnik die Werkstatt bei CorEdu leitet, darum, das Vorwissen der drei Auszubildenden zum Thema Nachhaltigkeit einzuschätzen und sie für den Aufenthalt in Vicenza zu sensibilisieren. Es war verblüffend für uns zu sehen, auf welchem Niveau die drei jungen Frauen über ökologische, ökonomische und soziale Fragestellungen diskutierten. Etwa über Slow Fashion verglichen mit Fast Fashion, Produktionsketten, weltweite Ziele der Vereinten Nationen für eine nachhaltigere Zukunft und vieles mehr tauschten sie sich angeregt aus. Wussten Sie, dass das Leder für unsere Schuhe nicht von den Tieren, die wir für die Nahrung schlachten, stammt? Wir wussten es nicht…. Für uns wurde bereits bei diesem ersten Treffen klar, wie wichtig ein solcher Vorbereitungsworkshop ist, wenn man individuelle Ziele mit den europäischen Zielen des Erasmus+-Programms verknüpfen möchte. , Immer wieder fiel auch die Aussage, dass Maßschneiderei an sich natürlich sehr nachhaltig ist, weil Stoffe zum Teil mehrfach verwendet, ressourcensparend zugeschnitten und vor Ort produziert werden. In Deutschland sind diese Maßschneidereien als Ausbildungsbetriebe sehr rar geworden, weshalb im deutschen Bildungssystem zwischen Theorie und Praxis unterschieden wird. In Italien hingegen suchen sich die Auszubildenden direkt nach der Schule eine Maßschneiderei, in der sie fest angestellt werden und das Handwerk aus erster Hand von A bis Z erlernen. Die Auszubildenden werden als Zugewinn gesehen, um das Handwerk zukunftsfähig zu machen und weiterzugeben. Also, worauf warten? Auf nach Vicenza! , Im Juni 2023 konnten wir gemeinsam mit Eszter Csepe-Bannert und Kerstin Specht die drei Auszubildenden in Italien besuchen, wo sie zu dem Zeitpunkt schon seit mehreren Wochen gemeinsam wohnten und in unterschiedlichen Maßschneiderateliers ihr Praktikum absolvierten. Vermittelt hatte ihnen dieses Praktikum Marta Peruzzo und ihre Kolleginnen und Kollegen von EuroCultura, die seit über 25 Jahren Auslandsaufenthalte mit Erasmus+ durchführen und langjähriger Partner von CorEdu sind. Die drei jungen Leipzigerinnen arbeiteten in sehr unterschiedlichen Arbeitsumfeldern, von kleinen Werkstätten in einer Eins-zu-Eins-Situation mit den Maßschneiderinnen bis hin zu kleinen Betrieben mit mehreren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Ihre Aufgaben konzentrierten sich auf echte Handarbeit und waren sehr mannigfaltig: Stoff zuschneiden, Nähte schließen, Heften, Änderungen vornehmen bis hin zum Pailletten annähen. Das Wiederverwenden von Stoffen, das Schneidern von Einzelstücken nach Maß, die Feinheiten des Handwerks – alle diese Fähigkeiten waren Neuland für Kyra, Lisanne und Julia. Alle drei berichten, dass sie ihre Fingerfertigkeiten verbessern konnten und einen anderen Blick für ihr Handwerk entwickelt haben. Zudem kannten sie aus Deutschland diese Ausbildungssituation vor Ort in einer Werkstatt nicht, da es hier kaum noch Maßschneidereien gibt, weshalb die Ausbildung an der Berufsschule erfolgt. In Italien konnten sie erleben, wieviel Wertschätzung ihre Rolle in der Werkstatt erfuhr und wie wichtig Maßschneiderei für einen nachhaltigen Umgang mit Bekleidung ist. , Auch für uns war selten so offensichtlich, auf wie vielen Ebenen Erasmus+ ein großartiges Bildungsprogramm ist. Neben den neu erlernten beruflichen Skills haben die Leipzigerinnen Italienisch gelernt, kulinarische Erfahrungen gemacht und die historischen Städte Verona, Venedig und Vicenza erobert. Besonders aber haben die Augen der drei geleuchtet, wenn sie uns von Herausforderungen berichtet haben, die das Verlassen der Heimat für mehrere Monate mit sich bringt. Beispielsweise die Wohnungssuche gestaltete sich extrem schwierig, aber gerade das Bewältigen solcher Hindernisse, das Nicht-Aufgeben, das Weitermachen trotz Rückschlägen hat die drei Frauen wachsen lassen. Wenn ein junger Mensch sich nach dem Auslandsaufenthalt vorstellen kann, diesen zu wiederholen, selbst eine Maßschneiderei zu leiten oder als Chefin ihren Angestellten unbedingt Kaffeepausen zu verordnen wie es die italienische Chefin getan hat, dann ist die Wirkung wohl unbestritten. , Auch beim Abschlussworkshop im Anschluss an das Praktikum in Leipzig waren diese Eindrücke noch sehr lebendig. Hatten die drei jungen Frauen beim Vorbereitungsworkshop mit theoretischem Wissen über nachhaltige Stoffe, Materialien und Verarbeitungsarten geglänzt – inzwischen hatten sie gelernt, wie nachhaltig der Beruf der Maßschneiderin ist. Mit Stoffen sorgfältig umgehen, abgelegte Kleidung wieder verwerten, Ressourcen nicht verschwenden – diese Prinzipien haben sich bei ihnen eingebrannt. Auch wenn die Tätigkeiten vielleicht zum Teil eintönig oder anstrengend waren, wie stundenlang Pailletten annähen, so wissen sie doch, wofür sie es getan haben, wenn das einzigartige Haute-Couture-Kleid dann in Rom auf dem Catwalk vorgeführt wird und über 1000 Pailletten im Licht funkeln. , Zusätzlich zum Workshop steht auch die sorgfältige Nachbereitung der Auslandsaufenthalte für den allumfassenden Aspekt der Nachhaltigkeit, nachzulesen in dem Interview , das Eszter Csepe-Bannert mit Kerstin Specht über die Sicht einer Ausbilderin auf das Praktikum geführt hat. Zusätzlicher Wissenstransfer erfolgt durch ein schriftliches Konzept gemäß EQAVET , der Europäischen Qualitätssicherung in der beruflichen Aus- und Weiterbildung, welches die einzelnen Schritte des Projekts verdeutlicht, Erfolge darstellt und zum nachahmen aufruft. Eszter Csepe-Bannert und allen Mitwirkenden an diesem vorbildlichen Projekt gilt unser herzlicher Dank! …
[…] Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema für Wirtschaftsschülerinnen und -schüler, Wie könnte ein zukünftiger Job in einer „Green City“ aussehen?, Ökologische Ansätze in Kunsthandwerk und Kultur entdecken, Nachhaltigkeit ist der Sabel Wirtschaftsschule auch beim Thema Europa wichtig, Interesse geweckt? Erfahren Sie mehr über das Projekt „I imagine my job in the Green Deal Europe“ – unter diesem Motto besuchten vier Schülerinnen der Münchner Sabel Wirtschaftsschule eine Erasmus+-Partnerschule in Alfortville, Paris. Für ihre Reise mit dem thematischen Schwerpunkt Nachhaltigkeit nutzten sie die ErasmusDays. „Wie wollen Sie denn erreichen, dass weniger Plastik genutzt wird?“ , kritisch hakt die Journalistin bei der jungen Umweltexpertin nach. Jetzt kommt es auf eine überzeugende Antwort an, weiß diese. Denn das Interview wird gefilmt und soll andere motivieren, mehr Plastik einzusparen. Noch sind es nur Rollen, die Angelina, Anna, Elina und Aura in einem Workshop der Pariser Klima-Akademie spielen, aber Nachhaltigkeit und Umweltschutz könnten für die Schülerinnen der Sabel Wirtschaftsschule auch in zukünftigen Berufen wichtig werden. „Ich habe richtig viel dazu gelernt und eine andere Denkweise über dieses Thema bekommen“ , lobt Angelina den Workshop in ihrem Reisebericht. , Die Idee, die ErasmusDays 2024 für eine Reise mit dem thematischen Schwerpunkt Nachhaltigkeit zu nutzen, hatte Mariya Pachevska, Erasmus+-Projektkoordinatorin der Sabel Wirtschaftsschule. „Wie gestalten wir Wirtschaft, ohne die Natur zu zerstören?“ , sei eine Frage, die auch für die Schülerinnen und Schüler immer wichtiger werde, so Mariya Pachevska. „Nachhaltigkeit ist mit Zukunft verbunden“ , ergänzt sie. Schon jetzt werde das Fach „Mensch, Umwelt und Technik“ in den Jahrgangsstufen 5 bis 8 unterrichtet, ab nächstem Jahr käme Umweltökonomie als Vertiefung hinzu. Gemeinsam mit ihrer französischen Kollegin Marianne Masson, Lehrerin und Ökobeauftragte der Partnerschule im Pariser Vorort Alfortville, stellte Pachevska ein Programm zusammen, das die Schnittstellen von Nachhaltigkeit und Wirtschaft für Schülerinnen und Schüler beider Schulen konkret erlebbar werden ließ. und Schulleitungen. , Mit diesem Thema im Kopf lassen sich Städte neu entdecken: Anhand einer Führung durch die berufliche Gesamtschule in Alfortville erklären die französischen Schülerinnen und Schüler, welche berufspraktischen Fähigkeiten man für eine ökologische Transformation im Bauwesen braucht, etwa bei Klima- und Elektrotechnik. Die Jugendlichen beider Schulen besichtigen ein Plattenbau-Viertel in Alfortville, das durch ein ökologisch geplantes Wohnviertel ersetzt werden soll. Wie etwa Tageslicht und Sonnenwärme optimal ausgenutzt werden können, erläutert eine Ökoingenieurin das Architekturkonzept im Rathaus. Die Schülerinnen aus Deutschland haben sich bereits in der Vorbereitung der Reise intensiv mit dem Thema „Green City“, nachhaltige Stadtplanung, am Beispiel von München beschäftigt. Ihre Ergebnisse stellen sie in der Schule in Alfortville mit einer Präsentation vor – auf Englisch. Das Zero-Waste-Konzept und die vielen Parks der Stadt heben sie besonders hervor. Die Aussicht vom Eifelturm auf grüne Inseln inmitten des Häusermeers am nächsten Tag ist für die Jugendlichen gleichzeitig ein Blick auf grüne Stadtentwicklung und nachhaltige Verkehrsplanung. Thematisiert wird auch, welche Jobs in diesen Bereichen entstehen. Die Schülerinnen besuchen zusammen mit der französischen Klasse dazu auch eine Ausstellung im Pariser Rathaus. „Es ging um soziale Aspekte, Natur und wie Paris sich im Großen und Ganzen verändert hat; das war sehr spannend“ , schreibt Aura in ihrem Abschlussbericht. , Nachhaltigkeit zum Anfassen gibt es in einem Workshop, in dem die Schülerinnen und Schüler selbst Papier aus Altpapier schöpfen und Dekorationen für die Feste am Jahresende, Halloween und Weihnachten, herstellen. Und sogar das Kulturprogramm hat einen Bezug zur Ökologie. Die Schülerinnen und Schüler besuchen gemeinsam mit der französischen Klasse die Philharmonie in Paris, wo sie einer pädagogisch begleiteten Aufführung der „Symphonie des Waldes“ von Komponistin Rita Strohl lauschen. Anschließend reflektieren sie anhand eines Fragebogens, wie die Künstlerin Geräusche und Klänge in der Natur in Musik übersetzt hat. Und mit „Jonny Apple“, einem Apfelbaum, den die Münchner Schülerinnen mit den französischen Gastgebenden gemeinsam im Schulgarten gepflanzt haben, bleibt ein lebendiges und nachhaltiges Zeichen der ErasmusDays 2024 in Alfortville zurück. , Finanziert wurde die Reise mit Mitteln aus dem Programm Erasmus+. Seit 2021 ist die Sabel Wirtschaftsschule München im Programm Erasmus+ akkreditiert. „Das bringt uns Flexibilität, wie wir die Mittel einsetzen“ , erklärt Mariya Pachevska. „Wir bauen dabei auf zwei Säulen: Berufsbezogene Praktika für Schülerinnen und Schüler, für das Fachpersonal Hospitationen bei europäischen Partnern. Und seit 2024 sind auch kleinere Projekte, wie etwa die Parisreise, möglich.“ Für Schulleitung und Geschäftsführung der Sabel Wirtschaftsschule sei das Thema Europa sehr wichtig, erklärt sie. So hätte Schulleiter Heinz Rösner die Einrichtung ihrer Stelle als Erasmus+-Projektkoordinatorin sehr unterstützt. Auch die Reise nach Paris hat er begleitet. Die Schule hat auf Initiative Pachevskas außerdem ein Fach „Projekt: Europa kennenlernen“ eingerichtet, das klassenweise in der 7. und/oder 8. Klasse stattfindet. Themen sind neben der jeweiligen Erasmus+-Projektvorbereitung oder Planung von Auslandsaufenthalten beispielsweise die Geschichte Europas oder die Europawahlen. Aber auch Feiern anlässlich des Europatages oder der ErasmusDays werden im Projektunterricht vorbereitet. „Jeder an der Schule weiß, was Erasmus ist“ , freut sich Pachevska. Für die Jugendlichen bietet Erasmus+ nicht nur die Möglichkeit mit der Teilnahme an einem Lernaufenthalt im Ausland den begehrten Europass zu erhalten, der für zukünftige Arbeitgebenden interessant ist. Für eine Schule mit vielen Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist das Thema Europa auch eine Chance, sich mit ihren Erfahrungen einzubringen, etwa mit Berichten über das Leben in den Herkunftsländern ihrer Familien. Für 2025 plant Mariya Pachevska mit Schülerinnen und Schülern einen Besuch in Brüssel, um die wirtschaftlichen Aspekte europäischer Politikplanung zu erkunden. Zukunft und Beruf bleibt so ein wichtiges Thema für zukünftige Erasmus+-Projekte an der Sabel Wirtschaftsschule. Wir von der NA beim BIBB würden uns sehr freuen, wenn dieser Besuch auf die ErasmusDays fallen würde!! …
[…] Haben wir Ihr Interesse geweckt? Wo stehen wir heute? Und vor allem: Wohin geht die Reise bis zur nächsten Programmgeneration ab 2028? Wir diskutieren die drängenden Fragen rund um die Zukunft des Programms wie: Welche Ziele und Kernforderungen stehen im Raum ab 2028? Wie wird Erasmus+ den Herausforderungen von Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Inklusion und Teilhabe gerecht? Welche Vision verfolgen wir für das Bildungsprogramm von morgen? Zum Textskript , Hier geht es zu unseren Themenseiten …
[…] Text, Würdigung der Preisträgerinnen und Preisträger, Weitere Informationen Der European Innovative Teaching Award ( EITA ) würdigt jedes Jahr heraussragende Unterrichtspraktiken, die im Rahmen von Erasmus+-Projekten entwickelt wurden. In diesem Jahr nimmt der Award das Thema Demokratiebildung und bürgerschaftliches Engagement in den Fokus. Mit dem European Innovative Teaching Award ( EITA ) 2025 zeichnet die Europäische Kommission dieses Jahr Projekte zum Thema „Citizenship education – participation in democratic life, common values and civic engagement“ aus. Ziel ist es, demokratische Teilhabe zu fördern, europäische Werte zu vermitteln und zivilgesellschaftliches Handeln sichtbar zu machen. Der Award greift jedes Jahr ein aktuelles bildungspolitisches Thema der Europäischen Union auf. Seit seiner Einführung im Jahr 2021 wurden bereits fast 400 Projekte in ganz Europa ausgezeichnet. Frühere Schwerpunkte waren unter anderem „Distance and blended Learning“ (2021), „Learning together, promoting creativity and sustainability“ (2022), „Education and innovation“ (2023) und „Well-being at school“ (2024). Neues Auswahlverfahren in Deutschland Für die EITA -Nominierung 2025 wendet die Nationale Agentur beim BIBB in diesem Jahr erstmals das Verfahren der Direktauswahl (Direct Selection) an und verleiht den Preis ausschließlich in der Kategorie Erwachsenenbildung . Berücksichtigt werden abgeschlossene Erasmus+-Projekte der Leitaktion 2 (Partnerschaften für Zusammenarbeit), die von einer deutschen Einrichtung im Bereich Erwachsenenbildung koordiniert wurden, deren Abschlussberichte als Projektbeispiele guter Praxis ausgewählt wurden und die thematisch zum Jahresthema passen. Die Auswahl erfolgt durch die Nationale Agentur beim BIBB . Die offizielle Bekanntgabe der durch die EU -Kommission ausgezeichneten Projekte erfolgt am 15. September 2025 . , Die Europäische Kommission plant eine feierliche Preisverleihung mit Networking-Event im November 2025 in Brüssel. Zusätzlich würdigt die Nationale Agentur beim BIBB das ausgezeichnete Projekt im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit und auf nationaler Ebene. , Informationen zum Europäischen Bildungsraum Informationen zum European Innovative Teaching Award …
[…] Einführung, Vielfältige Projektbeispiele im Fokus, Abschluss mit Perspektiven, Fazit , Bilderslider Die internationale TCA (TCA) „Green Erasmus – A contribution to Europe’s green transition?!“ richtete sich an Akteure der Berufsbildung und Erwachsenenbildung in beiden Leitaktionen. Mit 70 Teilnehmenden aus 18 Ländern – darunter Belgien, Zypern, Tschechien, Dänemark, Estland, Finnland, Deutschland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, die Niederlande, Portugal, die Slowakei, Spanien, Schweden und die Türkei – war die TCA geprägt von europäischer Vielfalt und gelebtem Austausch. Nach der Ankunft am 21. Mai und einem gemeinsamen Mittagessen startete die Veranstaltung mit einer interaktiven Begrüßung und einer „Green Rallye“, einem Warm-up zur thematischen Einstimmung auf das Thema Nachhaltigkeit. Der inhaltliche Auftakt wurde durch einen Input zum Thema „Nachhaltigkeit im Erasmus+-Programm“ gestaltet – gefolgt von der Vorstellung eines Praxisbeispiels: Das Adolf-Kolping-Berufskolleg aus Kerpen-Horrem, das bereits erfolgreiche Ansätze zur Integration von Nachhaltigkeit in die Mobilitätsplanung und die Einrichtung insgesamt zeigt. Anschließend erhielten die Teilnehmenden bei einer geführten Tour durch die Hansestadt Lüneburg interessante Einblicke in die historische Entwicklung, kulturellen Besonderheiten und landschaftlichen Gegebenheiten der Region. , Der zweite Veranstaltungstag stand ganz im Zeichen des Lernens aus der Praxis. In vier thematisch gegliederten Stationen präsentierten ausgewählte Projekte ihre innovativen Ansätze zur Umsetzung von ökologischer Nachhaltigkeit. Durch das Format einer interaktiven Reise durch verschiedene Themenräume konnten die Teilnehmenden vielfältige Impulse und Inspirationen für ihre eigene Praxis gewinnen: Nachhaltigkeit kommunizieren Die Volkshochschulverband Baden-Württemberg sowie die Werner-von-Siemens-Schule Wetzlar stellten Kommunikationsstrategien vor, die Nachhaltigkeit sichtbar und nachvollziehbar machen. Dabei ging es unter anderem um Beiträge zum sogenannten „Ökologischen Handabdruck“ – etwa durch die Planung und den Bau eigener Recycling-Systeme. Klimaschutz neu denken und umsetzen Die Staatliche Berufsschule Mindelheim und die belgische Organisation Happonomy VZW zeigten, wie Lernende und Mitarbeitende in transnationalen Projekten zu aktiven Gestaltern und Gestalterinnen von Klimaschutz werden. Dabei standen die Umsetzung konkreter Maßnahmen wie Energieeffizienz oder nachhaltige Mobilität sowie die Initiierung lokaler Nachhaltigkeitsimpulse – sogenannte „Sparks“: Informelle Meet-ups, transformatives Lernen in Workshops und Aufbau von internationalen als auch regionalen Netzwerken - im Fokus. Ökologische und soziale Transformation fördern Die Leipziger Initiative „heldenküche“ und die Blended Learning Institutions Cooperative (B4C) aus Göttingen zeigten, wie ökologische und soziale Nachhaltigkeitsaspekte kombiniert werden können: Die Leipziger Initiative „heldenküche“ entwickelt 12 nachhaltige Kinderrezepte, basierend auf Forschung und regionalen Best-Practices. Die Rezepte werden als Menü-Karten, Kochvideos und Kochbuch veröffentlicht und in Online-Events vorgestellt, um Auszubildende, Eltern und Köche für gesunde Ernährung zu sensibilisieren.Das Projekt B4C qualifiziert Ausbilder und Fachkräfte im Bereich Biochar und Circular Carbon Economy, fördert kollaboratives Lernen und baut eine nachhaltige „Nachhaltigkeitskultur“ mit Bürgern und NGOs auf. Neue ökologische Lernumgebungen gestalten Die Organisation Interchange Non-Profit gUG und das Adam-Josef-Cüppers-Berufskolleg präsentierten Beispiele für innovative Lernumgebungen für den Schwerpunkt ökologische Nachhaltigkeit. Das Adam-Josef-Cüppers-Berufskolleg aus Ratingen fördert Digitalisierung und Kompetenzen zu nachhaltiger Wassernutzung durch Blended Learning, internationale Kooperationen sowie Aktionstage wie Rheinsäuberungen. Die Schule ist als Europäische Blaue Schule zertifiziert und stärkt so nachhaltiges Wassermanagement und bürgerschaftliches Engagement. Die Bremer Organisation Interchange Non-Profit gUG vermittelt mit dem „Into The Deep“-Projekt Erwachsenen Wissen über marine Ökosysteme und Meeresforschung, fördert Vertrauen in die Klimawissenschaft und bindet die Öffentlichkeit aktiv über Citizen Science und Live-Formate ein. , Im Anschluss an die Projektpräsentationen beschäftigten sich die Teilnehmenden in Kleingruppen durch das Tool „VERDIR – A SALTO Green Game“ mit Herausforderungen und Möglichkeiten bei der nachhaltigen Projektplanung im Projektzyklus. Dabei stand der Austausch zu hilfreichen Ressourcen und Materialien im Mittelpunkt. Am Nachmittag führte eine Exkursion ins Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue bei Bleckede. Die dort erlebbare Biodiversität und der Austausch mit Expert*innen vor Ort boten eine eindrucksvolle Brücke zwischen Theorie und Praxis. , Am dritten Tag der Veranstaltung stand die Perspektivenentwicklung im Mittelpunkt. In einem Wrap-up wurden zentrale Erkenntnisse zusammengetragen – etwa die Notwendigkeit, Nachhaltigkeit konsequent als Querschnittsthema zu denken und Synergien mit den anderen horizontalen Prioritäten Inklusion, Digitalisierung und Teilhabe zu schaffen. Im anschließenden „Open Space“ konnten die Teilnehmenden eigene Themen einbringen, sich vernetzen und neue Partnerschaften anbahnen. , Die Veranstaltung „Green Erasmus“ machte deutlich, welches Potenzial in Erasmus+ liegt, wenn es um die Förderung von Nachhaltigkeit, ökologischer Verantwortung und zukunftsfähiger Bildung geht. Die Veranstaltung war geprägt von einem offenen und inspirierenden Austausch, innovativen Projektideen und dem gemeinsamen Willen, Erasmus+ aktiv als Motor für den grünen Wandel Europas zu gestalten. Präsentation Green Erasmus+ herunterladen …
[…] Zitat, Über Eurodesk Die neue Eurodesk-Umfrage 2025 zeigt: Auslandsaufenthalte wie Jugendbegegnungen oder Freiwilligendienste sind gefragt, aber nicht für alle leicht zugänglich. Die Ergebnisse liefern spannende Einblicke in Chancen und Hürden von Auslandsaufenthalten – und wichtige Erkenntnisse für die Jugendinformationsarbeit. Die Ergebnisse der Umfrage machen deutlich: Junge Menschen schätzen Auslandserfahrungen als wesentlichen Beitrag zu ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung. Gleichzeitig zeigen sie, dass bestimmte Gruppen – insbesondere junge Menschen aus wirtschaftlich benachteiligten Verhältnissen und Angehörige von Minderheiten – mit erheblichen Hindernissen konfrontiert sind. Dazu gehören finanzielle und administrative Hürden, Schwierigkeiten im Ausland neue Freundschaften zu schließen und mangelnde Sprachkenntnisse. Informationszugang gezielter gestalten Die Umfrage unterstreicht, wie wichtig es ist, jungen Menschen dort Informationen bereitzustellen, wo sie sich tatsächlich aufhalten – in Schulen, in lokalen Gemeinschaften und auch online. Digitale Plattformen bieten die Chance, inklusivere und leichter zugängliche Informationsstrategien zu entwickeln, die auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Jugendgruppen und unterschiedlicher Lebensrealitäten eingehen. , Klare Empfehlungen: Jetzt ist Handeln gefragt Die Umfrage zeigt deutlich: Damit mehr junge Menschen von internationalen Erfahrungen profitieren, braucht es gezieltere Informationen und bessere Unterstützung. Besonders unterrepräsentierte Gruppen müssen passgenauer angesprochen werden – etwa durch altersgerechte Inhalte auf Social Media, Angebote direkt in Schulen oder konkrete Hilfe bei Bewerbungen. Auch Ängste und Sicherheitsbedenken, zum Beispiel von Jugendlichen, die sich als non-binär identifizieren, sollten ernst genommen werden. , Eurodesk Deutschland hat die Umfrageergebnisse in einem KI -gestützten Podcastst aufbereitet. Der Podcast dauert 7:39 Minuten und ist auf Deutsch. Zum Eurodesk-Podcast Zur Eurodesk-Umfrage , Eurodesk ist ein europäisches Jugendinformationsnetzwerk mit Koordinierungsstellen in 36 Ländern. Die Beratung zu Auslandsaufenthalten ist persönlich, kostenlos und neutral. Eurodesk Deutschland wird durch das Programm Erasmus+ sowie durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und ist ein Projekt von IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. . , Quelle: Pressemitteilung eurodesk vom 14.05.2025 …
[…] Zitat Das europäische Bildungsprogramm Erasmus+ ist mit dem renommierten European Integration Award ausgezeichnet worden. Der Preis wird jährlich vom Cercle d’Economia, einer unabhängigen Bürgervereinigung und einflussreichen Denkfabrik mit Sitz in Barcelona, vergeben. Er würdigt herausragende Beiträge zur europäischen Einigung und Zusammenarbeit. Die feierliche Preisverleihung fand am 7. Mai in Barcelona statt. Roxana Mînzatu , Vizepräsidentin der Europäischen Kommission und zuständig für soziale Rechte, hochwertige Arbeitsplätze und Vorsorge, nahm die Auszeichnung im Namen der Kommission entgegen. In ihrer Rede hob sie hervor, dass Erasmus+ ein Symbol für das Europa sei, das wir aufbauen wollen: offen, geeint, selbstbewusst in seinen Werten – ein Europa, das in seine Zukunft investiert. Sie bekräftigte die wichtige Rolle des Programms bei der Förderung von Integration, bürgerschaftlichem Engagement und einer gemeinsamen europäischen Identität. Zugleich rief sie dazu auf, Erasmus+ noch inklusiver und wirkungsvoller zu gestalten – als festen Bestandteil europäischer Bildungspolitik.Mit Blick auf die Zukunft formulierte sie eine klare Vision: , Mit dieser Auszeichnung reiht sich Erasmus+ in eine bedeutende Tradition ein: 2022 ging der Preis an EU -Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. 2021 wurde er Mario Draghi für seine Rolle als Präsident der Europäischen Zentralbank und für seine Verdienste um die europäische Einigung verliehen. Das alles zeichnet Erasmus+ aus Langjähriger Beitrag zur europäischen Einheit: Seit dem Start im Jahr 1987 hat Erasmus+ Grenzen durch Bildung und kulturellen Austausch überwunden und so zu einem stärker vernetzten und kohärenteren Europa beigetragen. Umfassender, inklusiver Einfluss: Mit über 16 Millionen Teilnehmenden hat das Programm weit über die Hochschulbildung hinaus gewirkt, indem es die Bereiche Jugend, Sport, Berufsausbildung und Erwachsenenbildung einbezogen hat und sich zu einer wirklich inklusiven europäischen Initiative entwickelt hat. Förderung von EU -Werten: Erasmus+ stärkt aktive Bürgerschaft, kritisches Denken, Medienkompetenz und demokratische Engagement. Stärkung der Handlungskompetenz durch Qualifizierung: Das Programm stattet Menschen in allen Lebensphasen mit Kompetenzen für die persönliche, akademische und berufliche Weiterentwicklung aus und trägt zur nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit Europas bei. 82 Prozent der Teilnehmer/innen sind der Meinung, dass sie ihre Schlüsselkompetenzen verbessert haben (Quelle: Erasmus+ annual report 2023 – Seite 43). Symbol der transformierenden Kraft der EU : Erasmus+ ist zum Symbol für die Fähigkeit der EU geworden, Leben zu verbessern, Solidarität zu fördern und das Prinzip der Einheit in Vielfalt zu verkörpern. Quelle: Europäische Kommission – Meldung vom 7. Mai 2025 , Der Cercle d’Economia und der European Integration Award Der Cercle d’Economia ist eine unabhängige Bürgervereinigung mit Thinktank-Charakter mit Sitz in Barcelona. Seit Jahrzehnten bringt er führende Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammen, um zentrale Fragen der wirtschaftlichen Entwicklung, der Demokratie und der europäischen Integration zu diskutieren. Als Ausdruck seines Engagements für ein starkes Europa vergibt der Cercle regelmäßig den European Integration Award . Mit dieser Auszeichnung werden Persönlichkeiten oder Institutionen geehrt, die sich in besonderer Weise um die europäische Einigung und Zusammenarbeit verdient gemacht haben. Weitere Informationen zum Cercle d'Economia …
[…] Durchführungsleitlinien, Das könnte Sie auch interessieren: Die neu erschienen Durchführungsleitlinien der Europäischen Kommission zur Strategie für ökologischen Wandel und nachhaltige Entwicklung zeigen, wie Erasmus+ und das Europäische Solidaritätskorps aktiv zum grünen Übergang beitragen. Sie inspirieren Teilnehmende, Projektträger und Partner dazu, Nachhaltigkeit praktisch umzusetzen – mit Leitlinien, Toolkits und Schulungen für eine nachhaltige Zukunft in Europa. Der Leitfaden bietet einen Überblick über bestehende und bereits umgesetzte Aktivitäten im Rahmen von Erasmus+ und dem Europäischen Solidaritätskorps. Ziel der Strategie ist es, Teilnehmende, Begünstigte, Projektkoordinatoren und -partner, Durchführungsstellen sowie weitere Akteurinnen und Akteure aktiv in den ökologischen Wandel einzubeziehen, sie zu inspirieren und zu motivieren. Die Strategie bildet die Grundlage für die Entwicklung konkreter Leitlinien, Toolkits, Schulungen und weiterer operativer Maßnahmen und Ressourcen durch die Durchführungsstellen und das Ressourcenzentrum „ SALTO Green.“ , Strategie für den ökologischen Wandel und die nachhaltige Entwicklung der Programme Erasmus+ und Europäisches Solidaritätskorps , Green Erasmus Unsere Themenseite „Green Erasmus“ informiert Sie über europäische und nationale Initiativen für ökologische Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Dabei stehen die Potentiale und Möglichkeiten im Rahmen des Erasmus+-Programms im Vordergrund. Zur Themenseite Green Erasmus …
[…] Informiert. Vernetzt. Gestärkt, Programm, Präsentationen, Neuerungen zu Stärkung der Auslandsmobilität und AusbildungWeltweit, Zukunftswerkstatt, Ausblick auf das Erasmus+-Programm 2028, Dank Rund 60 Erasmus+ Beraterinnen und Berater von Schulbehörden, Kammern, EU -Service-Agenturen und Bildungsträgern aus ganz Deutschland tauschten am 19. und 20. Mai 2025 sich zu aktuellen Themen rund um Auslandsaufenthalte während der Ausbildung aus. Im Fokus der Veranstaltung stand der Dreiklang: Informiert. Vernetzt. Gestärkt. Neben vielen Hintergrundinformationen für die wichtige Verbreitungsarbeit der Beraterinnen und Beratern, wurden auch gemeinsame Ziele und Zukunftsvisionen formuliert. , Das Programm zum Netzwerktreffen können Sie hier herunterladen. , Nach der Eröffnung durch Friederike Wiethölter, Leiterin des Teams Mobilität und Internationalisierung der Berufsbildung, gab es Redebeiträge zu den Neuerungen in der Leitaktion 1 der Berufsbildung, dem Europass, zur Stärkung der Auslandsmobilität und AusbildungWeltweit. Am zweiten Tag konnten die Beraterinnen und Berater sich in einer Zukunftswerkstatt eine eigene Vision des Netzwerks erarbeiten. Zu Gast waren auch die Förderprogramme ProTandem , nrw.exchange , das deutsch-afrikanische Jugendwerk sowie das deutsch-französische Jugendwerk . , Neuigkeiten zur Erasmus+ Leitaktion 1 und zum Europass Anna Wendt | anna.wendt[at]bibb(dot)de Präsentation „Erasmus+ Mobilität Programmänderungen 2025“ (PDF) herunterladen Isabel Götte | Goette[at]bibb(dot)de Präsentation „Neues vom Europass“ (PDF) herunterladen , Stefan Metzdorf | metzdorf[at]bibb(dot)de Präsentation zu den Neuerungen zu „AusbildungWeltweit“ (PDF) herunterladen Theresa Mayerhöffer | mayerhoeffer[at]bibb(dot)de Präsentation „Neuerungen vom NA-Projekt Mobilitätsstärkung (PDF) herunterladen , Die Erasmus+ Beraterinnen und Berater konnten in Gruppen über ihre Vision des zukünftigen Beraternetzwerks sprechen. Die Anleitung zur Werkstatt sowie die Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie hier (PDF). , Zum Ende der Veranstaltung fand noch ein Ausblick auf die Weiterarbeit im Netzwerks und auf die Entwicklungen im zukünftigen Erasmus+-Programm statt. Präsentation „Ausblick auf Erasmus + 2028-2034“ (PDF) herunterladen , Wir danken allen Teilnehmenden für den gewinnbringenden Austausch und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit. …
[…] Podcast mit Henriette Kretz Im Mai 2025 jährt sich zum achtzigsten Mal das Ende des Zweiten Weltkriegs und damit auch der Tag der Befreiung von der Shoah, einem der schlimmsten Gräuel des letzten Jahrhunderts. Aus diesem Anlass befasst sich die aktuelle Ausgabe der Podcastreihe „Talking Erasmus+“ mit dem Thema Erinnerungskultur. Die 90-jährige Henriette Kretz erzählt, wie sie als Jüdin die Shoah überlebt hat und wie es ist, wenn sie heute in Schulen geht, um die junge Generation für Menschlichkeit und den Wert der Demokratie zu sensibilisieren. Erinnerung sei kein schönes Accessoire, das sich anstecken lasse wie eine Brosche. Das historische Nachdenken und Erinnern sei vielmehr eine Arbeit, die Zeit, Ruhe und auch Menschen brauche, mit denen man sich gemeinsam darauf einlassen kann. Diese Worte der Autorin und Publizistin Carolin Emcke beschreiben sehr gut, warum das Thema gerade heute wichtig ist. Das bekräftigt auch Berthold Hübers, Direktor der Nationalen Agentur Bildung für Europa im Bundesinstitut für Berufsbildung, die zuständig ist für die Umsetzung des Programms Erasmus+ in den Bereichen Berufsbildung und Erwachsenenbildung. Er betont: „Teilhabe, aktive Bürgerschaft und Werteorientierung haben in den letzten Jahren in Erasmus+ enorm an Bedeutung gewonnen. Das Programm bietet in einmaliger Weise die Möglichkeit, Europa zu erfahren und sich als Bürgerin oder Bürger Europas zu fühlen.“ Erasmus+ habe sehr früh konkrete Bildungsangebote entwickelt, die sich mit europäischen Werten beschäftigen, sei es mit Teilhabe am demokratischen Leben oder mit Themen wie Hate Speech und Fake News. Dies erfolge auch vor dem Hintergrund, dass gerade soziale und interkulturelle Kompetenzen helfen, den eigenen Blick zu öffnen und Horizonte zu erweitern. In diesem Sinne trage das Programm dazu bei, die Demokratie in Europa zu stärken. Das Wissen um unsere eigene Geschichte könne verhindern, dass ein Greuel wie die Shoah noch einmal geschehe. Daher leiste das Gespräch mit Henriette Kretz neben der Erinnerungsarbeit auch einen bedeutenden Impuls zur Gestaltung der Zukunft. , Im Podcast erzählt die 90-jährige Henriette Kretz,wie sie als Jüdin die Shoa überlebte und wie es ist, wenn sie heute in Schulen geht, um junge Menschen für den Wert der Demokratie zu sensibilisieren. Zum Podcast „Und in den Schulen begannen wir zu sprechen...“ …