[…] www.na-bibb.de Jahresbericht 2022/2023 Die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung 2 Die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) besteht seit dem Jahr 2000 und arbeitet im Auftrag und mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Sie ist Nationale Agentur für das EU-Bildungsprogramm Erasmus+ im Bereich der Berufsbildung und der Erwachsenenbildung in Deutschland. Darüber hinaus nimmt sie zahlreiche europabezogene und internationale Aufgaben im Bereich der Berufsbildung und Erwachsenenbildung wahr. Sie arbeitet eng mit der EU-Kommission sowie auf nationaler Ebene mit Ministerien, Bundesländern, Sozialpartnern, Verbänden, Kammern, Unternehmen, Hochschulen und Bildungs- einrichtungen zusammen. www.na-bibb.de www.erasmusplus.de Erasmus+ Berufsbildung und Erwachsenenbildung: Auslandsaufenthalte und Bildungskooperationen im europäischen Ausland. Nationales Europass Center: Kompetenzen mit dem Europass ver- ständlich darstellen – in ganz Europa. Beratungsservice für Auslands- aufenthalte in der Berufsbildung: Information und Beratung für Betriebe, berufliche Schulen und Kammern. Europäische Agenda Erwachsenenbildung: Nationale Koordinierungsstelle – europäische und nationale Themen vernetzen. EPALE: Nationale Koordinierungsstelle – ePlatform for Adult Learning in Europe. MeinAuslandspraktikum: Beratungsangebot für Auszubildende zu Auslandsaufenthalten. Deutschland AusbildungWeltweit: Weltweite Auslandsaufenthalte von Auszubildenden und Ausbildern/Ausbilderinnen. Ti te lm ot iv © s de co re t/ A do be St oc k. co m 3Jahresbericht 2022/2023 Inhalt Kapitel 1: NA beim BIBB Bilanz und Ausblick der Geschäftsleitung Erasmus+ kurz erklärt Foto der NA-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter Leistungen und Services Kapitel 2: Erasmus+ Erasmus+ in Zahlen Mobilität in der Berufsbildung Good Practice: Von Melle nach Europa und in die Welt Partnerschaften in der Berufsbildung Good Practice: Kreative Lösungen gegen den Fachkräftemangel Mobilität in der Erwachsenenbildung Good Practice: Inklusion – Wenn das Normale zum Besonderen wird Partnerschaften in der Erwachsenenbildung Good Practice: Erwachsenenbildung einmal anders erzählen Europäische Ziele – Vier Querschnittsthemen in Erasmus+ EuroApprentices Training and Cooperation Activities (TCA) Kapitel 3: Europäische und internationale Bildungszusammenarbeit NA-Projekte in Zahlen AusbildungWeltweit und Beratungsservice Nationales Europass Center Nationale Koordinierungsstelle EPALE Nationale Koordinierungsstelle Europäische Agenda für Erwachsenenbildung Kapitel 4: Anhang Einzelstatistiken Erasmus+ Ihr Kontakt in die NA beim BIBB Impressionen aus den Jahren 2022 und 2023 Impressum 04 05 07 08 10 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 45 46 47 4 NA beim BIBB+01 01_ NA beim BIBB Die NA beim BIBB nimmt neben ihrer Funktion als Nationale Agentur für das Programm Erasmus+ weitere europabezogene und interna- tionale Aufgaben im Bereich der Berufs- und Erwachsenen- bildung wahr. Sie kann dabei Synergieeffekte nutzen. © d yn am ic -w an g/ U ns pl as h. co m 5Jahresbericht 2022/2023 NA beim BIBB 01 Bilanz und Perspektiven Die Zeichen stehen auf Wachstum: Nachfrage und Budgets im europäischen Bildungsprogramm Erasmus+ steigen und die Corona-Pandemie ist überwunden. Die NA beim BIBB ist mit Erasmus+ und weiteren von ihr betreuten Programmen die zentrale Förderstelle für individuelle Bildungschancen und Or- ganisationsentwicklung durch internationalen Austausch in der Berufs- und Erwachsenenbildung. Dies ist die Kurzbilanz der Jahre 2022 und 2023. Mit dem vorliegenden Bericht im neuen Zwei- jahres-Format informieren wir Sie über wichtige Entwicklungen in der NA beim BIBB und veranschaulichen über Good-Practice-Bei- spiele die Arbeitsweise und Wirkung des Programms Erasmus+. Die Budgets in Erasmus+ sind in beiden Berichtsjahren im Ver- gleich zum jeweiligen Vorjahr um rund fünf Prozent gestiegen und die Nachfrage nach Auslandsaufenthalten und internatio- nalen Kooperationen wächst enorm. Dies belegt die Relevanz des Programms, das 2022 sein 35-jähriges Bestehen feierte. Die im Dezember 2022 veröffentlichte Exzellenzinitiative Berufliche Bildung der Bundesregierung gibt der NA beim BIBB und den in den Programmen aktiven Projektträgern starken Rückenwind. Sehr gut angenommen wurden auch die mit dem Start der neu- en Erasmus+-Programmgeneration im Jahr 2021 eingeführten Neuerungen. Auslandsaufenthalte mit Erasmus+ Für alle Mobilitätsaktivitäten im Programm Erasmus+ – übrigens ebenso im Programm AusbildungWeltweit – war das Jahr 2022 der Wendepunkt, an dem die Corona-bedingte Zurückhaltung überwunden wurde. 2023 stiegen dann alle Antragszahlen weiter; in vielen Fällen auf Höchstwerte, die deutlich über den Werten vor der Pandemie lagen. Auch die Nachfrage nach einer institutionellen Akkreditierung ist weiterhin hoch. Insgesamt sind im Jahr 2023 deutlich über 900 Bildungseinrichtungen aus der Berufs- und Erwachsenenbildung akkreditiert und damit in einem von Erasmus+ geförderten Prozess der Organisationsentwicklung, der ihnen auch einen dauerhaften Zugang zu Mobilitätsmitteln garantiert. So zeigen die beiden Beispiele guter Praxis zur Mo- bilitätsaktion in diesem Bericht auch beispielhaft auf, wie Aus- landsaufenthalte individuelle Bildungschancen eröffnen, darüber hinaus aber noch weitere Wirkungen entfalten. Die Projekte stärken nicht nur die internationale Öffnung der Bildungseinrich- tungen, sondern auch ihre weitere Organisationsentwicklung. Partnerschaften in Erasmus+ Die Erasmus+-Partnerschaften sind das zentrale europäische Instrument zur Zusammenarbeit der Berufsbildungs- und Erwachsenenbildungseinrichtungen. In den beiden zurücklie- genden Jahren lag ein inhaltlicher Schwerpunkt auf den The- men Inklusion und ökologische Nachhaltigkeit. Die Nachfrage im Bereich der Partnerschaften ist in beiden Berichtsjahren weiter gestiegen. Bis zum Jahr 2022 ist die Finanzierung dieser Projektformen vollständig auf Pauschalen umgestellt worden. Die NA beim BIBB hat umfangreiche Beratungs- und Unter- stützungsleistungen angeboten, damit die Antragsteller diese deutliche Vereinfachung für die Projektdurchführung bereits in der Phase der Antragstellung berücksichtigen. Mit dem Ab- klingen der Pandemie wurden von Seiten der Kommission die Mittel des Erasmus+-Programms wieder stärker für die Mobilität eingesetzt, so dass weniger Budget für die Partnerschaften zur Verfügung stand. Dies führte insgesamt zu niedrigeren Bewilli- gungsquoten. Diese Entwicklung macht deutlich, dass es auch zukünftig für eine Antragstellung wichtig ist, gut durchdachte Projektkonzepte mit einer hohen Wirksamkeit für die Bildungs- praxis einzureichen. Berthold Hübers leitet die Nationale Agentur Bildung für Europa © N A b ei m B IB B © N A b ei m B IB B / C hr is tia n M ey er Armin Reinartz (BMBF) und Klaus Fahle beim Anschneiden der Erasmus-Geburtstagstorte 6 NA beim BIBB01 Erasmus+-Prioritäten Im zweiten und dritten Jahr der laufenden Programmgenerati- on entfalten die vier Prioritäten eine immer stärkere Wirkung. Inklusion und Vielfalt, Umwelt und Bekämpfung des Klima- wandels, digitaler Wandel sowie Teilhabe am demokratischen Leben sind die vier Querschnittsthemen, zu denen die NA beim BIBB in besonderer Weise Unterstützung anbietet und die Pro- jekte und akkreditierten Einrichtungen in besonderer Weise arbeiten. Die NA beim BIBB fördert diese Themen insbesondere mit den sogenannten „Long-term Activities“ (LTA), also spe- ziellen langfristig ausgerichteten Vernetzungsangeboten. So stärkt das europäische Netzwerk der EuroApprentices die poli- tische Teilhabe von ehemaligen Teilnehmenden und ihr Engage- ment für europäische Werte. Mit dem LTA „Sustainability and Greening“ wird die Zusammenarbeit zwischen den Nationalen Agenturen in Europa im Bereich „Green Erasmus“ gefördert. Europass, EPALE und Agenda: Starke Tools für Bürger, Praktikerinnen und Stakeholder Zusätzlich zu Erasmus+ setzt die NA beim BIBB im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) noch drei weitere europäische Programme/Projekte um, die sich wechselseitig verstärken und auch gemeinsame Veranstal- tungen durchführen. Das in der NA beim BIBB angesiedelte Nationale Europass Center (NEC) hat im Berichtszeitraum die Europass-Datenbank noch nutzerfreundlicher und zudem barrierefrei gestaltet. Die Schulungsangebote richteten sich an Personen aus allen Bildungssektoren, wobei zeitweilig ein Schwerpunkt auf die akademische Bildung und die Kooperation mit Universitäten gelegt wurde, um die Nutzung der verschiedenen Europass-In- strumente noch weiter zu stärken. EPALE ist die größte Online-Community der Erwachsenen- und Weiterbildung in Europa. Als Nationale Koordinierungsstelle fördert und moderiert die NA beim BIBB die Kommunikati- on der Mitglieder in Deutschland. Darüber hinaus bietet die EPALE-Akademie attraktive und kostenlose Fortbildungen an und zeigt konkret auf, wie die Plattform für die europäische Projektarbeit genutzt werden kann. Die Nationale Koordinierungsstelle für die Agenda Erwachse- nenbildung stärkt die Bildung im Erwachsenenalter und hat in den Jahren 2022 und 2023 die Themen Bildungsberatung und „Skills for Life“ in den Mittelpunkt ihrer Arbeit gestellt. Hierzu wurden mit Partnern Veranstaltungen durchgeführt und Publi- kationen veröffentlicht, die die Perspektive von Politik, Wissen- schaft und Praxis zusammenbringen. AusbildungWeltweit und Beratungsservice Das Programm AusbildungWeltweit fördert aus Mitteln des BMBF weltweite Auslandsaufenthalte für Auszubildende und betriebliches Bildungspersonal. Für die Stärkung der interna- tionalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands ist berufliche Auslandserfahrung von besonderer Bedeutung, jedoch kann die Nachfrage von Erasmus+ allein nicht gedeckt werden. Seit 2017 gibt es daher das nationale Förderprogramm. Ausbil- dungWeltweit wird insbesondere von Unternehmen, aber auch von Schulen nachgefragt. Angedockt an das Programm ist der Beratungsservice für Auslandsaufenthalte in der Ausbildung, den das BMBF vor dem Hintergrund der Exzellenzinitiative Berufliche Bildung weiter gestärkt hat. Zusätzlich zum bereits bestehenden Webangebot www.MeinAuslandspraktikum.de für Auszu- bildende wurde 2023 das Serviceportal www.Auslandsbera- tung-Ausbildung.de für Ausbildungsverantwortliche lanciert. Interne Entwicklung Auch personell ist die NA beim BIBB weitergewachsen und hat inzwischen über 100 Mitarbeitende. Besonders sichtbar ist dies im Organigramm der NA beim BIBB, da es nun zwei Teams in der Erwachsenenbildung gibt. Ein Team setzt die Aktivitäten im Bereich der Lernmobilität in Erasmus+ und der Agenda um, das andere betreut die Erasmus+-Partnerschaften und koordiniert EPALE in Deutschland. Eine weitere bedeutende Veränderung: Klaus Fahle hat nach 23 Jahren die Leitung der NA abgegeben und ist in den Ruhestand gegangen. Seit Januar 2024 habe ich seine Nachfolge angetreten und bin nun Direktor der Natio- nalen Agentur beim BIBB. Viele kennen mich bereits, denn in den vergangenen 16 Jahren war ich Leiter des Teams „Mobilität und Internationalisierung der Berufsbildung“. Ich freue mich auf die neue Herausforderung und möchte ge- meinsam mit den Kolleginnen und Kollegen die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre fortführen und die NA beim BIBB fit für die Zukunft machen. Ausblick Das Jahr 2024 bringt einige wichtige Termine für die NA beim BIBB. So findet die Zwischenevaluation der Erasmus+-Programm- generation 2021-2027 statt. Das von der NA beim BIBB koor- dinierte Forschungsnetzwerk „Research-based Impact Analysis Adult Education“ wird erste Ergebnisse vorlegen und last but not least steht der Relaunch der NA-Website und die Freischaltung unserer Plattform für Projektträger an. Darüber sowie über eine Fortsetzung der hoffentlich weiterhin positiven Entwicklung bei den Antragszahlen sowie der Nutzung unserer Serviceangebote berichten wir dann ausführlich in zwei Jahren. © M ic he lle _H er m an n EuroApprentices aus Tschechien, Österreich und Deutschland auf einer Veranstaltung in Brüssel 7Jahresbericht 2022/2023 NA beim BIBB 01 Erasmus+ Erasmus+ ist das Bildungsprogramm der Europäischen Union. Es fördert Lernen und Zusammenarbeit in Europa in den Bereichen Bildung, Jugend und Sport. Ziel ist es, euro- päische Werte zu stärken, Europa inklusiver und grüner zu gestalten und auf eine digitale Zukunft vorzubereiten. Für die Programmgeneration 2021 - 2027 stehen mehr als 28 Milliarden Euro zur Verfügung. Das Programm gliedert sich in drei Leitaktionen. In der Leitaktion 1 fördert Erasmus+ in allen Bildungs- bereichen die Mobilität von Lernenden und Bildungs- personal. Dabei gibt es zwei Zugänge: die Akkreditierung und die Kurzzeitprojekte. Die Akkreditierung sichert eine dauerhafte Mitgliedschaft für die gesamte Programmgene- ration und bietet somit Planungssicherheit. Sie richtet sich an erfahrene Projektträger und ist eng mit der Internatio- nalisierung der Einrichtungen verknüpft. Neue und kleinere Einrichtungen können in begrenztem Umfang Einzelpro- jekte – die so genannten Kurzzeitprojekte – beantragen. In der Leitaktion 2 werden die thematische Zusammen- arbeit und der Erfahrungsaustausch im Rahmen der so genannten Partnerschaften für eine Zusammenarbeit unterschiedlichen Zuschnitts gefördert. Man unterscheidet zwei Formen: die Kooperationspartnerschaften und die kleineren Partnerschaften, wobei Letztere insbesondere neue Antragsteller ansprechen. Hier liegt der Fokus auf gegenseitigem Austausch und weniger auf Produkte oder vergleichbare Ergebnisse. In der Leitaktion 3 sind Maßnahmen zur politischen Un- terstützung und zur Qualitätsverbesserung des Programms angesiedelt. In Deutschland wird Erasmus+ von vier Nationalen Agen- turen umgesetzt. Die NA beim BIBB ist Nationale Agentur für Erasmus+ im Bereich der Berufs- und Erwachsenenbil- dung, die NA-DAAD im Bereich der Hochschulbildung, die NA-PAD für die schulische Bildung und die NA Jugend für Europa im Jugendbereich und für Sport. Gemeinsame Website der vier Nationalen Agenturen: www.erasmusplus.de © W eb si te e ra sm us pl us .d e *Referenzwert: Teilbudget für Bildung und Ausbildung in Höhe von 20,396 Mrd. Euro > Programmländer: 27 EU-Mitgliedstaaten (ohne UK), plus Island, Liechtenstein, Norwegen, Republik Nordmazedonien, Serbien, Türkei Berufsbildung Erwachsenenbildung 28 Mrd. € 1,18 Mrd. €4,39 Mrd. € Gesamtbudget Erasmus+ 2021-2027 Bei 33 Programmländern bedeutet dies eine Steigerung im Vergleich zum Vorgängerprogramm von rund f 90 % f 5,8 %*f 21,5 %* 2021 - 2027 8 Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NA beim BIBB NA beim BIBB01 9Jahresbericht 2022/2023 NA beim BIBB 01 Das Organigramm der NA beim BIBB finden Sie unter www.na-bibb.de/presse/ selbstdarstellung © N A b ei m B IB B / F ot os tu d io H eu pe l ( Fe br ua r 20 24 ) 10 Gut informiert mit Print Die NA beim BIBB hat ihr Angebot an Basisinformationen im Printformat vervollständigt. Flyer im neuen quadratischen Format stellen die Mobilitätsaktion und die Partnerschaften in der Berufs- und Erwachsenenbildung vor. Wo sinnvoll, wird dabei nach Zielgruppen unterschieden. So gibt es z.B. den Azubi-Flyer, der bei Jugendlichen für Auslandsaufenthalte wäh- rend der Ausbildung wirbt, zusätzlich in Leichter Sprache. Zwei weitere Publikationen unterstützen den Inklusionsanspruch von Erasmus+: Unter dem Titel „Zugang für alle“ hat die NA beim BIBB ein Factsheet und einen Leitfaden mit vielen Praxistipps veröffentlicht. Das Journal erscheint zweimal jährlich in einer Auflage von 6.000 Exemplaren unter einem wechselnden thematischen Schwerpunkt. Neben Osteuropa lag hier der Fokus auf den vier Querschnittsthemen von Erasmus+. Mit dem Heft Nr. 38 wurde auch das Poster „Wir sind Teil der Erasmus+ Community“ ver- breitet. www.na-bibb.de/publikationen Audiopräsenz ausgebaut Der NA-Podcast ist inzwischen fest etabliert. 2022 wurde eine dreiteilige Reihe zum Querschnittsthema Inklusion und Vielfalt unter der Headline „Zugang für alle“ produziert. Der Podcast „Next Steps“ wurde 2023 in der JVA Heinsberg aufgezeichnet. Das gleichnamige Erasmus+-Projekt unterstützt Inhaftierte bei der Wiedereingliederung. www.na-bibb.de/presse/podcasts Leistungen und Services Highlights aus der Öffentlichkeitsarbeit der Jahre 2022 und 2023 NA beim BIBB01 EUROPÄISCHE UNION Du möchtest auch dabei sein? www.na-bibb.de Infos zu Fördermöglichkeiten in der Berufs- und Erwachsenenbildung gibts hier. Gleich scannen und dabei sein! Wir sind Teil der Community! © T ur ka n Ra hi m li & ro yy im zy /A do be St oc k | D es ig n: b lu eb er ry -s ta rn be rg .d e Ein Vorteil für deine Berufs-Ausbildung Ins Ausland mit Erasmus+ EUROPÄISCHE UNION Leichte Sprache 11Jahresbericht 2022/2023 NA beim BIBB 01 © N A b ei m B IB B Film ab 2022 wurde die Max-Eyth-Schule in Dreieich in der Kategorie „berufliche Schulen“ mit dem European Innovative Teaching Award (EITA) ausgezeichnet. Anlass für die NA beim BIBB, die Schule und ihr Projekt „Die Brücke der Verständigung und Be- gegnung“ filmisch vorzustellen. Das aufwendigste Filmprojekt des Jahres 2023 trägt den Titel „Geschickt eingefädelt – Nach- haltige Auslandspraktika für angehende Maßschneiderinnen“ und wurde in Leipzig und Vicenza, Italien, gedreht. Geschickt eingefädelt | EITA Aktiv auf Instagram Mit circa 2.240 Followern zum Jahresende 2023 wächst der Instagram-Kanal der NA beim BIBB weiter. Hier gibt es nicht nur Tipps und Interessantes zu Auslandsaufenthalten. Azubis sind aufgefordert, sich mit ihren Erlebnissen einzubringen, z.B. bei einem Live-Interview. Die Instalives aus aller Welt sind jetzt auch als YouTube-Playlist zugänglich: https://www.youtube. com/playlist?list=PLu4cWaZ4xHkrp2bADvZk2NqIh9of48Hbq @MeinAuslandspraktikum Die Praxis hat das Wort Erfahrungsberichte vermitteln ein gutes Bild von der Vielfalt und den Erfolgen der Erasmus+-Projekte und so veröffentlicht die NA beim BIBB weiterhin regelmäßig neue Storys aus der Berufs- und Erwachsenenbildung unter der Rubrik „Aus der Praxis“. www.na-bibb.de/stories Neues Serviceportal Im Sommer 2023 ging in Ergänzung zum Azubiportal www.MeinAuslandspraktikum.de das neue Service-Portal für Betriebe, berufliche Schulen und Kammern online. Es bietet einen Überblick über die Chancen und Rahmenbedingungen von Auslands- aufenthalten in der Berufsbildung und beschreibt konkrete Planungsschritte für die Praxis. www.Auslandsberatung-Ausbildung.de Veranstaltungen Seit Corona organisiert die NA beim BIBB vermehrt virtuelle Veranstaltungen. Neben den klassischen Info- und Work- shop-Sessions setzt sie dabei auf das motivierende Format „Inspiration Days“. Diese laufen über eine Woche und werden kurz nach Erscheinen des jährlichen Erasmus+-Aufrufs termi- niert. 2023 wurde das Angebot von insgesamt 282 Personen genutzt. Als Präsenzveranstaltung findet die NA-Jahrestagung nun- mehr alle zwei Jahre statt. 2022 hatte die NA beim BIBB am 27. und 28. September nach Weimar eingeladen. Insgesamt 557 Personen nahmen an den Foren und Workshops teil. Teil der Veranstaltung war ein kurzer Festakt zu 35 Jahren Eras- mus+. Bereits zu Jahresbeginn hatten die deutschen Natio- nalen Agenturen aus Anlass des Jubiläums eine gemeinsame Straßenbahn-Werbeaktion gestartet. Die virtuelle Jahrestagung 2023 war mit 790 Teilnehmenden ebenfalls ein voller Erfolg. © N A b ei m B IB B © N A b ei m B IB B / F ot os tu d io H eu pe l 12 02_ Erasmus+ Erasmus+ ist das EU-Pro- gramm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport. Ein Großteil des Programms wird in den teilnehmenden Ländern ver- waltet. Die NA beim BIBB ist für die Umsetzung in der Berufs- und Erwachsenenbil- dung zuständig. Sie fördert Auslandsaufenthalte zu Lernzwecken und die euro- päische Zusammenarbeit. © J ul ia A m ar al /A do be St oc k. co m 13Jahresbericht 2022/2023 Erasmus+ 02Erasmus+ in Zahlen Berufsbildung Vor-Corona-Rekord bei Auslands- aufenthalten übertroffen Jahr Azubis | Bildungspersonal | Gesamt ... 2019 2022 2023 6.029 32.887 26.858 5.029 7.752 23.754 33.011 18.725 25.259 Bewilligte Auslandsaufenthalte BB = Berufsbildung, EB = Erwachsenenbildung Basis für Ranking: Bewilligte Anträge Top-2- Zielländer für Auslandsaufenthalte 2022/2023 Irland 22% Spanien 16% Erwachsenenbildung Berufs- & Erwachsenenbildung Kontinuierlicher Anstieg bei Auslandsaufenthalten Jahr Lernende | Personal | Gesamt 2021 2022 2023 961 1.155 194 1.001 2.151 1.380 2.770 379 619 2022 2023 Partnerschaften gut nachgefragt – Top-Priorität BB | Anpassung der Berufsbildung an den Bedarf des Arbeitsmarkts EB | Inklusion und Vielfalt BB | Beitrag zur Innovation in der Berufsbildung EB | Inklusion und Vielfalt Bewilligte Auslandsaufenthalte im Rahmen von Kurzzeitprojekten Bewilligte Auslandsaufenthalte 14 ie Mobilitätsförderung in der Berufsbildung (Leitaktion 1) ver- zeichnete in den Jahren 2022 und 2023 eine starke Nachfrage. Dies ist eine besonders erfreuliche Entwicklung angesichts der Tatsache, dass die Corona-Pandemie zuvor zu einem Einbruch der beantragten Auslandsaufenthalte geführt hatte. Wurden im Jahr 2021 insgesamt nur 10.271 Auslandsaufenthalte bean- tragt, waren es im Jahr 2022 mit 23.960 bereits mehr als dop- pelt so viele. Dieser positive Trend setzte sich auch 2023 fort. In insgesamt 731 Projekten wurden in Summe 41.585 Auslandsauf- enthalte beantragt. Gegenüber 2022 entspricht dies einer Steigerung von fast 74 Prozent. Mit 31.872 entfiel der Groß- teil der Auslandsaufenthalte auf die Ziel- gruppe der Lernenden, aber auch für das berufsbildende Personal ist die Anzahl der beantragten Mobilitäten mit 9.713 stark angestiegen. Das Thema der qualifizierenden Auslandsaufenthalte für Ler- nende und Personal hat sich somit als resilient bewiesen und steht in Berufsbildungseinrichtungen weiterhin auf der Agenda. Es ist klar geworden, dass das Engagement im Programm Erasmus+ trotz aller Herausforderungen für viele Institutionen eine Investition in die Zukunft bedeutet. Neben den individuellen Qualifizierungsmöglichkeiten bereichert es die Organisations- entwicklung sowie die Qualität von Unterricht und praktischer Ausbildung. Der hohe Zulauf in den Jahren 2022 und 2023 ist eine gute Nachricht für die Stärkung der Mobilität in der Berufs- bildung und ein Erfolg für das Programm Erasmus+. Er führte aber dazu, dass der Neuzugang von Einrichtungen, die sich ak- kreditieren lassen und damit Fördersicherheit über die gesamte Programmlaufzeit haben möchten, inzwischen begrenzt werden muss. Zugenommen hat in den letzten zwei Jahren auch die Nachfrage nach den Kurzzeitprojekten. Die Erasmus+-Prioritäten in den Projekten In den Jahren 2022 und 2023 zeigte sich erstmals, wie die geförderten Einrichtungen die horizontalen Prioritäten des Pro- gramms angenommen haben. Inzwischen steht fest, dass sich in allen vier Schwerpunktthemen viel bewegt hat. Mit Blick auf die Priorität der Nachhaltigkeit ist das Interesse an dem Thema „Green Travel“ angestiegen. Trägereinrichtungen beschäftigten sich zunehmend mit der Frage, wie nachhaltiger gereist oder ganze Projekte nachhaltiger gestaltet werden können. Um dem gerecht zu werden, hat die NA beim BIBB im Jahr 2022 eine Online-Sprechstunde zum Thema angeboten und im Jahr 2023 einen Film produziert mit dem Titel „Geschickt eingefädelt – Nachhaltige Auslandspraktika für angehende Maßschneide- rinnen“. Für die NA beim BIBB war es das erste Mal, dass ein Mobilitätsprojekt über alle Phasen hinweg – von der Vorberei- tung über die Durchführung bis zur Nachbereitung – filmisch begleitet wurde. Im Bereich Inklusion ging es verstärkt darum, den Trägern be- wusst zu machen, wie wichtig es für das Programm Erasmus+ ist, Auslandsaufenthalte für alle Personen zugänglich zu ma- chen. In der Beratung lag der Fokus darauf, welche spezifischen Unterstützungsinstrumente Erasmus+ bietet, damit Teilneh- mende mit geringeren Chancen den Schritt ins Ausland wagen. 2023 wurden in der Berufsbildung insgesamt 4.653 Auslands- aufenthalte für Personen mit geringeren Chancen bewilligt. Das sind 14 Prozent aller bewilligten Mobilitäten. Im Vorjahr waren es 13 Prozent. Zur Digitalisierung haben die geförderten Einrichtungen in den Jahren 2022 und 2023 auf sehr vielfältige Weise gearbeitet. Oft ging es darum, durch Auslandsaktivitäten des Berufsbil- dungspersonals dessen digitale Kompetenzen zu stärken, zum Beispiel für den Einsatz digitaler Tools im Unterricht. Ebenso spielte der Zuwachs an Fachkenntnissen für das Personal in den Projekten zunehmend eine Rolle, zum Beispiel bei dem Thema Industrie 4.0. Auch Lernende bearbeiteten beispiels- weise fachspezifische Aufgaben vor ihrem Auslandsaufenthalt zunehmend digital. Dieses Konzept der „blended mobility“, so hat es sich gezeigt, fördert den Erwerb digitaler Kompetenzen und stärkt zudem die fachliche Qualität der Lernaufenthalte im Ausland. Die Priorität „Teilhabe am demokratischen Leben, gemeinsame Werte und zivilgesellschaftliches Engagement“ hat in der Leitak- tion 1 Berufsbildung bereits 2022 an Bedeutung gewonnen, aber erst seit 2023 besteht für geförderte Einrichtungen die Verpflichtung, zivilgesellschaftliches Engagement, Demokra- tiebewusstsein und europäische Werte in ihren Projekten zu berücksichtigen. Dabei geht es z.B. um die Förderung des Verständnisses für die Europäische Union und ihre Instituti- onen bei den Teilnehmenden oder auch um die Stärkung von Medienkompetenz und kritischem Denken. Eine Möglichkeit für Erasmus+-erfahrene Lernende, die europäische Idee und euro- päische Werte zu verbreiten, ist die Bereitschaft, im Rahmen der EuroApprentices-Initiative als „Erasmus+-Botschafter/-innen in der Berufsbildung“ tätig zu werden. Diese hat in den letzten zwei Jahren stark zugenommen. Mobilität in der Berufsbildung Erfreulich starke Erholung der Antragszahlen nach Corona Erasmus+02 D 41.585 Auslandsaufenthalte in 731 Projekten wurden 2023 beantragt 15Jahresbericht 2022/2023 Eigentlich ist die Berufsbildende Schule des Landkreises Osnabrück im niedersächsischen Melle (BBS Melle) „eine ganz normale Schule“, wäre da nicht das Thema Internationalität, denn als Teil der Erasmus+-Commu- nity mischt sie aktiv in Europa und der Welt mit. So entsendet sie Azubis sowohl ins europäische Ausland als auch nach Ghana und in die USA. Sie ist regional, national und europäisch bestens vernetzt. „Mit dem Angebot wollen wir nicht nur die beruflichen Kompetenzen unserer Schü- ler/-innen stärken. Wir wollen diese auch gut auf das gesellschaftliche Leben wäh- rend und nach der Ausbildung vorbereiten“, sagt Stefanie Bölke, Leiterin des Europa- teams an der BBS Melle. Internationalisie- rung hat für sie einen hohen Stellenwert, zumal auch die Ausbildungsbetriebe der Region global agierten. Die Unternehmen bräuchten Nachwuchs, der internationale Erfahrung und interkulturelle Kompetenzen mitbringe. Genau dies könne während der Zeit im Ausland erworben werden. Seit 2022 ist die Schule im Rahmen von Erasmus+ akkreditiert, die Historie jedoch reicht sehr viel weiter zurück. Bölke be- schäftigt sich bereits seit 2010 damit, Lern- abschnitte im Ausland zu organisieren. „Wir haben schon vor der Akkreditierung Erfah- rungen mit Erasmus+ gemacht, wollten unsere Aktivitäten aber intensivieren und stärker als Instrument der Schulentwick- lung nutzen“, betont die 44-Jährige und unterstreicht: „Die Akkreditierung erleich- tert die Prozesse. Sie vergrößert die Gestal- tungsspielräume und ermöglicht es, unsere Schüler/-innen individueller zu fördern. Wer möchte, kann für drei Wochen oder länger ins Ausland gehen – sei es für ein Praktikum in einem Verbundunternehmen der lokalen Wirtschaft oder bei einem der Ausbildung entsprechenden Partnerbetrieb.“ Das berufliche Spektrum derer, die die Chance zum Lernaufenthalt im Ausland nutzen, ist groß. „Wir sind eine Bündel- schule mit rund 1.500 Schülerinnen und Schülern und einem sehr umfassenden Bildungsangebot“, betont Anja Stolte, stellvertretende Leiterin der BBS Melle. Als „Leuchttürme“ gelten dabei Fachbereiche wie Sozialpädagogik, Wirtschaft und Ver- waltung, zumal hier bereits sehr früh Aus- landspraktika durchgeführt wurden. Mehr und mehr nutzen jedoch auch Industrieun- ternehmen und Branchen wie die Holz-, Bau- oder Elektrotechnik die Möglichkeit. Die unterschiedlichen Bildungsbereiche sind auch im Europateam vertreten – eine Struktur, die den guten und reibungslosen Informationsfluss gewährleistet, denn, so Stefanie Bölke: „Die Vielfalt der Berufe an unserer Schule kann man nicht aus einer Perspektive bedienen.“ Das Ziel heißt Teilhabe Die Zahlen belegen den Erfolg des Ansatzes. Seit der Akkreditierung konnten bereits rund 40 Mobilitäten durchgeführt werden, deren Ergebnisse anschließend aufbereitet werden. „Unser Ziel ist es, mit den Angebo- ten möglichst viele Schüler/-innen teilhaben zu lassen“, unterstreicht Bölke, sei es durch regelmäßige Präsentationen, die aufzeigen, wie ein Auslandspraktikum mit Erasmus+ gelingen kann, oder durch Aktionen zum „Tag der Sprachen“ oder dem Europatag. Doch der Fokus der BBS Melle reicht weit über die Grenzen Europas hinaus. So konn- ten 2023 erstmals Tischler und Zimmerer nach Ghana und Kaufleute in die USA ent- sendet werden. Interessant dabei, dass der Kontakt zum Netzwerkpartner im nahege- legenen Münster bei einem Kontaktseminar der NA in Österreich entstand. Gemeinsam sollen künftig auch andere Berufe wie Fri- seur/-innen davon profitieren. Ein wichtiger Aspekt in diesem Kontext: Akkreditierte In- stitutionen können bis zu 20 Prozent ihres Erasmus+-Budgets für Aktivitäten ausge- ben, die über Europa hinausgehen. Anja Stolte ist überzeugt: „All diese Aspekte tragen dazu bei, unsere Schule systematisch zu internationalisieren und unser Leitbild mit Leben zu füllen. Das tun wir, indem wir Offenheit schaffen und für Vielfalt und To- leranz einstehen.“ Der ganzheitliche Ansatz spiegelt sich auch in den Curricula wider. Dazu noch einmal Stolte: „Wir wollen die Internationalisierung in allen Bereichen des Schullebens abbilden, sowohl im Unterricht als auch im Job-Shadowing der Lehrenden oder in Partnerschaften und Vor-Ort-Akti- onen wie den „Junior-Wahlen“ zur Euro- pawahl. Das ist ein wichtiger Teil unserer Strategie, der durch Erasmus+ und die Ak- kreditierung maßgeblich befördert wird.“ © B BS M el le Erasmus+ 02 Good Practice Von Melle nach Europa und in die Welt PROJEKTDATEN Projektnummer: 2023-1-DE02-KA121-VET-000134144 Projekttitel: Mobilität i. R. der Akkreditierung Projektlaufzeit: 01.06.2023 - 31.08.2024 Projektträger: BBS Melle Kontakt: Stefanie Bölke, stefanie.boelke@bbs-melle.net Projektwebsite: www.bbs-melle.de 16 ie Leitaktion 2 (Partnerschaften für Zusammenarbeit) ist in den Jahren 2022 und 2023 vollständig in der aktuellen Eras- mus+-Programmgeneration angekommen. Während 2021 die Kooperationspartnerschaften noch einen Sonderstatus hatten, bieten nun alle dezentralen Projektformen der Leitaktion 2 den Förderansatz der Pauschalisierung. Dies brachte – und bringt auch immer noch – viele Veränderungen. Durch die starke Aus- prägung der horizontalen Prioritäten gewinnt die Leitaktion 2 aber auch an Relevanz und die Arbeit an den wichtigen Quer- schnittsthemen Inklusion und Vielfalt, ökologische Nachhaltig- keit, digitale Lernmethoden sowie Teilhabe am demokratischen Leben hat in den letzten zwei Jahren zugenommen. Mit insgesamt 153 Anträgen verzeichneten die Kooperations- und kleineren Partnerschaften in der Berufsbildung im Jahr 2022 zwar einen marginalen Rückgang gegenüber 2021 (157 Anträ- ge), die Antragszahlen blieben aber weiterhin über dem Niveau des Vorgängerprogramms (2014-2020) mit durchschnittlich 132 Anträgen pro Jahr. Das liegt auch daran, dass die Leitaktion 2 im aktuellen Programm zwei Antragsrunden pro Jahr vorsieht. Da das Budget im Jahr 2022 aber nur noch circa 50 Prozent des Budgets von 2021 ausmachte, konnten von den beantragten 29,02 Millionen Euro nur 13,05 Millionen Euro bewilligt werden (Förder- quote 2022: 45 Prozent; Förderquote 2021: 72 Prozent). Das entspricht der Förderung von 36 Kooperationspartnerschaften und 46 kleineren Partnerschaften. Die am häufigsten gewählte erste horizontale Priorität war Digitalisierung (37 Anträge), gefolgt von ökologischer Nach- haltigkeit (29 Anträge). Bei den bildungsbereichsspezifischen Prioritäten stand die Anpassung der Berufsbildung an den Be- darf des Arbeitsmarktes (23 Anträge) an erster Stelle, aber auch die Priorität Innovationen in der Berufsbildung war noch sehr gefragt (20 Anträge). Die sinkende Budgetausstattung in der Leitaktion 2 in der Be- rufsbildung aus 2022 setzte sich 2023 fort. Diese Entwicklung ist besonders einschneidend, da es im Jahr 2023 einen sehr starken Anstieg der Antragszahlen gab: Insgesamt wurden 246 Anträge eingereicht. Diese umfassten ein beantragtes Budget von 48,25 Millionen Euro und stellten damit den 3,5-fachen Wert des ver- fügbaren Budgets für 2023 dar. Bei einer Förderquote von circa 27 Prozent konnten insgesamt 37 Kooperationspartnerschaften und 27 kleinere Partnerschaften gefördert werden. Durch Rück- flüsse von Erasmus+-Mitteln aus den Abrechnungen von abge- schlossenen Projekten konnte das Budget für 2023 letztendlich so aufgestockt werden, dass es im Vergleich zum Jahr 2022 recht konstant blieb (13,39 Millionen Euro). Ob diese Aufsto- ckung in Zukunft ebenfalls machbar ist, muss sich zeigen. Bei den gewählten horizontalen Prioritäten löste 2023 die Nachhaltigkeit (61 Anträge) die Digitalisierung als Top-Priorität ab (52 Anträge). Bei den bildungsbereichsspezifischen Prioritä- ten blieben die Anpassung der Berufsbildung an den Bedarf des Arbeitsmarktes (39 Anträge) und die Innovation in der Berufsbildung (33 Anträge) die Spitzenreiter bei den geför- derten Projekten. Der im Jahr 2023 als Teil der Priorität Inklusion und Vielfalt neu eingeführte Schwerpunkt zur Förderung von Bildungsaktivi- täten, die die Folgen des Krieges gegen die Ukraine auffangen sollen, wurde in der Berufsbildung noch nicht aufgegriffen. Dies ist aber auch im Jahr 2024 noch möglich. Nachhaltigkeit im Fokus der NA-Aktivitäten Im Juni 2023 fand ein TCA (Training and Cooperation Activity) zum Thema Nachhaltigkeit für Interessierte und Projektträger der Leitaktion 2 statt. Rund 60 Teilnehmende trafen sich in München zum Austausch zur ökologischen Nachhaltigkeit und zum Anbahnen neuer Projekte. Eine Abfrage sechs Monate nach dem TCA bestätigt den Erfolg der Veranstaltung: So haben 20 Prozent der Teilnehmenden bereits einen Projektantrag ge- stellt und weitere circa 30 Prozent stehen kurz davor. Nationales VET-Team – geballte Beratungskompetenz Das Nationale VET-Team gibt es bereits seit 2021 mit einem er- weiterten Aufgaben- und Beratungsportfolio. Aus dem ehemals fünfköpfigen ECVET-Team ist ein elfköpfiges VET-Team gewor- den, das Projektträger in Erasmus+ kostenlos zu Lernergebnis- orientierung, Europass, EQR/DQR, EQAVET, Microcredentials sowie zu den horizontalen Prioritäten des Programms berät. In den Jahren 2022 und 2023 sind zu den genannten Themen viele Workshop-Formate in Zusammenarbeit mit dem BIBB oder auch dem Nationalen Europass Center (NEC) entstanden, die Projektträgern die Anwendung von europäischen Instrumenten für Berufsbildung näherbringen sollen. Projekte können eine individuelle Beratung in Anspruch nehmen oder an vom Natio- nalen VET-Team organisierten Workshops teilnehmen: www.na-bibb.de/vet-team Partnerschaften in der Berufsbildung Steigendes Interesse bei sinkendem Budget D 246 Anträge für Koopera- tionen und kleinere Partnerschaften im Jahr 2023 Erasmus+02 17Jahresbericht 2022/2023 Welche Wirkung Kooperationen in der beruflichen Bildung entfalten können, zeigt das vom Institut Tech- nik und Bildung der Universität Bremen koordinierte Projekt „DIA-CVET“. Akteure aus Deutsch- land, Portugal und Rumänien ent- wickelten gemeinsam Kurse zur beruflichen Weiterbildung in der industriellen Schuhproduktion, um so dem Fachkräftemangel in diesem Be- reich zu begegnen. Ein Gespräch mit Projektkoordinator Andreas Saniter. Herr Saniter, was macht Ihr Institut und worum ging es in dem Projekt? Das Institut Technik und Bildung (ITB) wurde 1986 gegründet und zählt zu den größten unabhängigen Forschungseinrich- tungen zur beruflichen Bildung weltweit. Wir analysieren, gestalten und evaluieren das Wechselverhältnis von Arbeit, Technik und Bildung und bauen entsprechende Strukturen auf und aus. Im Projekt DIA- CVET ging es darum, das Berufsfeld der industriellen Schuhproduktion zu stärken. Unser Hebel war, den Zugang zu Weiter- bildungsmöglichkeiten zu erhöhen und die Bildungsprogramme inhaltlich anzupassen. Warum ist das wichtig? In Ländern wie Rumänien und Portugal, aus denen unsere Partner kamen, hat die berufliche Ausbildung einen ganz anderen Stellenwert als in Deutschland. Sie wird dort als zweite Wahl betrachtet – als ein Bildungsweg für diejenigen, die es nicht geschafft haben, einen Zugang zur hö- heren, universitären, Bildung zu erreichen. Hier positiv zu unterstützen, war ein we- sentlicher Aspekt des Projekts. Kannten Sie Ihre Partner bereits vorher? Ja, es gab ein Vorläuferprojekt, in dem es um die duale Berufsausbildung ging, in Deutschland also die industriellen Schuh- fertiger/-innen. Wir waren damals sehr stolz darauf, dass in Portugal und Rumä- nien Piloten mit Schul- und Bildungszen- tren durchgeführt wurden. DIA-CVET, das von 2020 bis 2023 realisiert wurde, baute auf dem Vorläuferprojekt auf. Wie sind Sie vorgegangen? Wir sind von den Prozessen der Arbeit ausgegangen und haben zehn Handlungs- felder der industriellen Schuhproduktion wie „Betriebliche Organisation“ oder „Ma- terialien der Schuhfertigung“ untersucht. Auf dieser Basis wurden umfassende Kurse auf europäischer Ebene entwickelt, pilotiert und implementiert – und zwar in Englisch, Deutsch, Rumänisch und Portu- giesisch. Dabei wollten wir kein einheit- liches europäisches Weiterbildungsprofil definieren, sondern den Voraussetzungen und Qualifikationsbedürfnissen in den jeweiligen Ländern gerecht werden. Das Ganze lief sehr dynamisch, da die meisten Partner bereits Erfahrung mit derartigen Projekten mitbrachten. Das hat aus meiner Sicht zu sehr guten Ergebnissen geführt. Reden wir von den Ergebnissen … Ein wesentlicher Aspekt war, dass wir Curricula modernisiert oder duale Wei- terbildungslehrgänge für industrielle Schuhfertiger/-innen im rumänischen und portugiesischen Berufsbildungssystem im- plementiert haben. In Portugal dienten die Ergebnisse zudem als Grundlage zur Neu- ordnung eines Berufes auf Meisterebene. Eine Besonderheit dort war, dass im Rah- men des Projekts erstmals ein Abschluss nach Level 5 des europäischen Qualifika- tionsrahmens erworben werden konnte. Hinzu kommt, dass wir die Transparenz bezüglich der Weiterbildungsinhalte für alle Beteiligten – ob Sozialpartner, Unter- nehmen oder Behörden – erhöht haben. Um die Anerkennung von Lernergebnissen und das Vertrauen in Berufsqualifikationen aus einem anderen Land zu verstetigen, wurde ein sektoraler Qualifikationsrahmen erarbeitet, der die Vergleichbarkeit der er- worbenen Kompetenzen ermöglicht. Und wie ist die Situation bei uns? Deutschland ist ein Land mit etablierten Weiterbildungsprogrammen, die Qua- lifikationen von Industrie- oder Hand- werksmeisterinnen und -meistern oder Technikerinnen und Technikern sind landesweit anerkannt. Doch obwohl sie ein gutes Image haben, konnten in den letzten Jahren die bundesweit einzigen In- dustriemeisterkurse für diesen Beruf nicht durchgeführt werden, da sich nicht genü- gend Teilnehmende fanden. Hier hoffen wir, dass das Projekt dazu beitragen kann, Berufsbild und Kurs wieder attraktiver und die Branche zukunftsfähig zu machen. Denn wenn in den nächsten Jahren keine entsprechenden Weiterbildungsangebote gemacht werden, dann schwindet auch die Kompetenz der Lehrpersonen, gerade angesichts von Megatrends wie Digitalisie- rung und Nachhaltigkeit. Good Practice Kreative Lösungen gegen den Fachkräftemangel Erasmus+ 02 © D IA -C V ET PROJEKTDATEN Projektnummer: 2020-1-DE02-KA202-007600 Offizieller Projekttitel: Developing Innovative and Attractive CVET programmes in industrial shoe production (DIA-CVET) Projektlaufzeit: 01.09.2020 - 31.08.2023 Projektträger: Universität Bremen - Institut Technik und Bildung (ITB) Kontakt: Andreas Saniter, asaniter@uni-bremen.de Projektwebsite: https://dia-cvet.eu/de/ 18 ach dem schwierigen Start der Leitaktion 1 in die neue Erasmus+- Programmgeneration steigen seit 2022 die Antragszahlen in der Mobilitätsförderung von Personal und Lernenden in der Erwachsenenbildung. Bedingt durch die Corona-Pandemie gab es zuvor sehr geringe Antragszahlen und wenig durchgeführte Aktivitäten. Dies ändert sich langsam aber stetig: In den Antragsrunden 2022 und 2023 konnten 22 Einrich- tungen erfolgreich akkreditiert werden, so dass inzwischen 63 Einrichtungen über eine Akkreditierung in der Erwachsenenbil- dung verfügen. 11 davon sind als ein Konsortium organisiert. Die Kurzzeitprojekte werden gut als erste, niedrig- schwellige Einstiegsmöglichkeit in die Erasmus+-Ak- tivitäten angenommen. 2022 und 2023 wurden zusammengerechnet 54 Kurzzeitprojekte bewilligt. Thematisch befassen sich diese Projekte hauptsächlich mit digitalen Fähigkeiten und Kompetenzen, neuen Lern- und Lehrmethoden und -ansätzen, der Weiterbil- dung von Bildungspersonal sowie der Entwicklung von Schlüsselkompetenzen. In allen aktiven Erasmus+-Projekten wurden 2022 und 2023 ins- gesamt ungefähr 3.300 Auslandsaufenthalte durchgeführt. Die meisten der Aktivitäten fanden in Italien, Österreich und Spani- en statt. Der Fokus lag hierbei deutlich auf Mobilitätsaktivitäten für das Personal von Erwachsenenbildungseinrichtungen. Die Aktivitätsart „Kurse und Schulungen“ wird hierbei am häu- figsten nachgefragt, gefolgt vom „Job-Shadowing“. Angebote für Lernende Insbesondere die Umsetzung von Auslandsaufenthalten für Lernende stellt sich als Herausforderung für die Einrichtungen dar: Die oftmals inklusiven Teilnehmenden, wie Menschen mit geringeren Chancen, benötigen mehr Vorbereitung und Beglei- tung. Viele sind noch nie ins Ausland gereist und lernen nun grundlegende Dinge: Wie orientiere ich mich am Flughafen, wie verhalte ich mich in einem Flugzeug? Wie gehe ich mit kultu- rellen Unterschieden um? Wie finde ich mich in einer fremden Stadt zurecht? Während im Rahmen von Projekten, die bis einschließlich 2022 beantragt wurden, ausschließlich Lernende mit geringeren Chancen entsandt werden konnten, wurde die Zielgruppe mit dem Aufruf 2023 geöffnet, so dass sich die Möglichkeit eines Auslandsaufenthalts seitdem an alle Lernenden in der Erwachse- nenbildung richtet. Um dem Schwerpunktthema Inklusion und Vielfalt des Erasmus+-Programms zu entsprechen, soll der Fokus weiterhin auf der Entsendung von Lernenden mit geringeren Chan- cen liegen. Auch wenn die Möglichkeit, Lernende zu Lernreisen ins Ausland zu entsenden, noch verhalten angenommen wird, haben 2022 und 2023 bereits erste Aktivitäten stattgefunden. Ein Beispiel ist die Volkshochschule Meppen, die 2022 und 2023 im Rahmen eines Kurzzeitprojektes zwei Lernendengruppen zu einer Partnereinrichtung ins lettische Tukums geschickt hat. Die Lernenden nahmen in der Volkshochschule an Bildungsangebo- ten im Bereich der nachholenden Schulabschlüsse teil. In Lett- land haben sie ein Lernprogramm absolviert, das sich aus einer Mischung aus körperlichen Aktivitäten und kleinen „Forschungs- aufträgen“ zusammensetzte. Diese „Forschungsaufträge“ be- standen aus kleinschrittigen Aufgaben in Form von Micro-Chal- lenges, die digital bearbeitet werden mussten. Ein ausführlicher Bericht über dieses Projekt findet sich unter: www.na-bibb.de/mutmacher/innen Maßnahmen der NA beim BIBB Um die Möglichkeiten von Lernmobilitäten in der Erwachsenen- bildung bekannter zu machen und mehr Antragsteller zu mo- tivieren, hat das zuständige NA-Team in den Jahren 2022 und 2023 neben den regulären Info-Veranstaltungen insgesamt 35 Veranstaltungen Dritter mit rund 1.150 Teilnehmenden genutzt und in bilateralen Gesprächen vor Ort und online mit Dach- und Landesverbänden der Erwachsenenbildung gezielt über die Pro- grammmöglichkeiten informiert und beraten. Als weiteres Unterstützungsangebot für Projektträger ist eine nationale Kofinanzierung für konsortialführende akkreditierte Einrichtungen in Planung. Damit bieten sich mit dem gestie- genen Budget 2024 gute Aussichten auf eine Förderung. Europaweite Zusammenarbeit in der Erwachsenenbil- dungsforschung Seit 2022 koordiniert die NA beim BIBB das transnationale For- schungsnetzwerk „Research-based Impact Analysis Adult Educa- tion (LTA RIA-AE)“ mit aktuell insgesamt 18 teilnehmenden Nationalen Agenturen (s. auch S. 25). Der erste Forschungs- schwerpunkt liegt auf einer Monitoring-Studie, die insbesonde- re die Wirkung von Erasmus+ auf Lernmobilitäten untersucht, die Ergebnisse werden 2024 vorliegen. Die Monitoring-Studie wird alle zwei Jahre wiederholt, um langfristig eine Datengrund- lage für die Erwachsenenbildung aufzubauen. Mobilität in der Erwachsenenbildung Steigende Antragszahlen – NA wirbt weiter für Teilnahme N 22 Einrichtungen in 2022 und 2023 erfolgreich akkre- ditiert Erasmus+02 19Jahresbericht 2022/2023 PROJEKTDATEN Projektnummer: 2021-1-DE02-KA121-ADU-000012246 Projekttitel: Mobilität i. R. der Akkreditierung Projektlaufzeit: 01.09.2021 - 31.08.2023 Projektträger: Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins e.V. Kontakt: Julia Francke, jf@vhs-sh.de Projektwebsite: www.vhs-sh.de Good Practice Inklusion: Wenn das Normale zum Besonderen wird Erasmus+ 02 © L an de sv er ba nd V H S SH Seit 2021 können auch Lernen- de in der Erwachsenenbildung an Erasmus+ teilnehmen. Richtete sich das Angebot zunächst an Menschen mit geringeren Chancen, so ermög- licht es seit 2023 allen erwachsenen Lernenden eine Auslandserfahrung. Als einer der ersten Projektträger führte der Landesverband der Volks- hochschulen Schleswig-Holsteins eine Lernreise ins schwedische Malmö durch. „Unsere Kolleginnen und Kollegen aus Husum und Kiel sind im Mai 2023 mit vier Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern aus dem Bereich Grundbildung für eine Woche nach Schweden gefahren“, be- richtet Julia Francke, Projektkoordinatorin Erasmus+ beim Landesverband. Für sie war das Angebot eine „tolle und sinnvolle Gelegenheit“, um eine Zielgruppe zu errei- chen, die aufgrund ihrer Lernbiografie und Lebenssituation ansonsten kaum Zugang zu derartigen Erfahrungen hätte. Das trage entscheidend dazu bei, das Selbstwertge- fühl dieser Menschen zu steigern. Die Gruppe, die sich auf den Weg nach Malmö machte, bestand aus acht Per- sonen: jeweils zwei Kursteilnehmenden und Begleitpersonen aus den beteiligten Einrichtungen. Neben dem Besuch der Kvarnby Folkhögskola – einer schwe- dischen Partnerschule, mit der der Verband schon länger zusammenarbeitet – um- fasste das Programm sowohl Begeg- nungen mit der Kultur des Gastlandes als auch Einblicke in das schwedische Sozial- system und die Landschaft der Erwachse- nenbildung. „Ohne die intensive Betreu- ung und einen starken Partner vor Ort hätten wir das niemals stemmen können“, sagt Francke, die ergänzt: „Die Teilneh- mer/-innen bringen in der Regel eine Lern- schwäche mit. Sie hatten zum Teil noch nie ihre Heimatstadt verlassen oder in einem Hotel übernachtet. Mit der Lernreise haben wir ihnen eine völlig neue Welt eröffnet. Sie haben zum ersten Mal in ihrem Leben echte Teilhabe erlebt.“ Wichtig dabei war es vor allem, die Gruppe intensiv auf die Reise vorzubereiten, auch um Ängste zu nehmen und Vertrauen aufzubauen, erinnert sich Francke: „Das begann mit der Frage, wo Schweden genau liegt und welche Sprache man dort spricht.“ Die Teil- nehmenden waren zuvor gezielt von den Kursleiterinnen und -leitern ausgewählt worden. Diese persönliche Ansprache sorgte für Bindung und emotionale Sicher- heit. Francke betont die integrierende Wir- kung der Maßnahme und erzählt: „Vieles, das in unserem eigenen Leben zur Norma- lität gehört, war für diese Menschen etwas ganz Besonderes. Es war beeindruckend zu sehen, wie sie in ihrer sozialen Rolle ge- wachsen sind.“ Lernreisen eröffnen neue Horizonte Mit dem Projekt hat der Landesverband Neuland betreten, da zuvor in der Regel Kursleitende oder pädagogische Fachkräfte der Volkshochschulen einen Auslandsauf- enthalt über Erasmus+ absolvierten. „Das sind Leute, die reiseerfahren sind und wissen, wie man sich im europäischen Ausland bewegt. Die kommen zurecht und buchen alles selbst. Das war bei unserer Gruppe absolut nicht so“, so Francke. Als Beispiel nennt sie die Frage der Lernver- einbarungen, da es bei Menschen in der Grundbildung um den Erwerb anderer Kompetenzen gehe als sonst. Gemeinsam mit der NA beim BIBB sei da- her eine individuelle Lernvereinbarung in einfacher Sprache entwickelt worden. Sie beschreibt, was die Teilnehmenden lernen möchten und welches Ergebnis erreicht werden soll. Für Francke „ein Thema, das wir so bis dato in der Erwachsenenbildung noch nicht kannten“ und das nicht selten eine Herausforderung darstellte. Das gelte auch für organisatorische Aspekte wie das Recht am eigenen Budget oder die Ab- stimmung mit entsprechenden Behörden und den Werkstätten, in denen die Teil- nehmer/-innen arbeiten. Julia Francke empfiehlt den Akteurinnen und Akteuren der Erwachsenenbildung, neugierig zu sein und die Chance zu nut- zen, die Erasmus+ den Lernenden biete. Sie strahlt geradezu, als sie abschließend konstatiert: „Wir sind am Ende so reich belohnt worden, dass ich eine solche Lern- reise immer wieder durchführen und auch anderen dazu raten würde. Wir unterstüt- zen damit zugleich unsere Philosophie, dass sich Institutionen nur im Kontext von europäischen Zusammenhängen weiter- entwickeln können. Unser Ziel ist es, allen Einrichtungen zu ermöglichen, sowohl ihr Personal als auch ihre Lernenden in diesem Sinne zu fördern. Am Beispiel der Schwe- den-Reise haben wir selbst gespürt, wieviel das bewirken kann.“ 20 as Programm Erasmus+ spielt eine herausragende Rolle in der Förderung des europäischen Austausches und des Lernens von- einander. Die Nationale Agentur unterstützt die Projektträger, in dem sie auf nationaler Ebene den direkten Austausch ermög- licht und so für die Umsetzung des Programms wichtige Impulse setzt. Die Jahrestagungen der Nationalen Agentur sowie die gemeinsame Fachkonferenz, organisiert von der Europäischen Agenda für Erwachsenenbildung, EPALE und den Teams Erasmus+ Erwachsenenbildung, waren hier zweifellos Höhe- punkte der letzten zwei Jahre. Diese Veranstaltungen dienten nicht nur als Plattform für den Austausch von Ideen und Erfah- rungen, sondern boten auch Einblicke in die neuesten Entwick- lungen und Herausforderungen im Bereich der Erwachsenenbil- dung und des Programms Erasmus+. Alle Veranstaltungen boten durch einen Mix aus Impulsvorträgen, Foren und praxisorientierten Work- shops die Möglichkeit, die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen im Kontext der Erwachsenen- bildung zu reflektieren. So trugen sie dazu bei, die Teilnehmenden nicht nur zu inspirieren, sondern auch praxisnahe Hinweise für eine erfolgreiche Projektreali- sierung zu vermitteln. Insgesamt unterstreichen diese Veranstaltungen die zentrale Bedeutung von Erasmus+ als Mo- tor für den internationalen und nationalen Austausch, die Wei- terentwicklung von Projekten und die Förderung von Innovation in der Erwachsenenbildung. Aktuelle Schwerpunkte: Inklusion, Professionalisierung und Projektunterstützung Die Themen Inklusion und die weitere Professionalisierung des Lehrpersonals stehen aktuell im Fokus der Projekte in der Leitak- tion 2. Ein verstärktes Engagement in diesen Bereichen zeugt von einem hohen und weiter wachsenden Bewusstsein für die Bedeutung von inklusiven Bildungsmöglichkeiten und einer fort- laufenden Verbesserung der Lehrkompetenzen. Diese Schwer- punkte werden auch in den kommenden Jahren maßgeblich die strategische Ausrichtung der Projekte prägen, ergänzt durch die Themen Nachhaltigkeit, Partizipation und Digitalisierung. Im Team der Erwachsenenbildung liegt der aktuelle Schwer- punkt auf der Betreuung einer hohen Anzahl von Projekten in Begleitung und Abrechnung. Intensive Informations- und Be- ratungsarbeit wird im Zusammenhang mit dem Lump-sum-För- derschema und den EU-Tools geleistet, deren Funktionalitäten kontinuierlich weiterentwickelt und stabilisiert werden. Die klare Ausrichtung liegt dabei auf der Bereitstellung umfassender Basisinformationen zur Antragstellung und Durchführung von Projekten. Hierzu gehören auch gezielte Informationsveranstal- tungen sowie Events zur praktischen Umsetzung von Partner- schaftsprojekten. Herausforderungen und Erfolge: Budgetentwicklung und Good Practice Die Jahre 2020 und 2021 waren von starken Pandemieeinflüs- sen geprägt, die erhebliche Auswirkungen auf die Budgetalloka- tion im Programm Erasmus+ hatten. Die Mittel flossen verstärkt in Partnerschaftsprojekte, was aufgrund der speziellen Heraus- forderungen dieser Jahre notwendig war. Die hohe Anzahl an Anträgen im Bereich Erwachsenenbildung gepaart mit hohen Budgets führte zu einer erhöhten Bewilligungsquote in diesen Jahren, wodurch viele Einrichtungen die Gelegenheit erhielten, die inspirierenden Aspekte des Programms und den Nutzen internationaler Zusammenarbeit zu erleben. Dies ermöglichte Bildungseinrichtungen auch, ihre Resilienz zu stärken und ihre internationalen Netzwerke zu erweitern. In den Jahren 2022 und 2023 reduzierte sich das zur Verfügung stehende Budget gemäß dem Plan der Europäischen Kommis- sion. Wurden 2021 noch knapp 32,5 Millionen Euro bewilligt, waren es 2022 und 2023 nur knapp 11,1 bzw. 9,3 Millionen Euro. Das Interesse am Programm sowie die Antragszahlen stiegen gleichzeitig weiter an, was zu einer deutlich geringeren Bewilligungsquote im Jahr 2023 führte von nur etwa 10 Pro- zent für Kooperationsprojekte und ungefähr 30 Prozent für die kleineren Partnerschaften. 2023 erhielten 19 Kooperationspro- jekte und 55 kleinere Partnerschaften eine Förderzusage. Dies unterstreicht die Notwendigkeit von konzeptionell ausgereiften Projektvorschlägen, die nicht nur in ihrer Konzeption überzeu- gen, sondern auch nachweislich eine positive Wirkung in der Bildungspraxis entfalten können, um in die Förderung zu gelan- gen. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 21 Projekte als Good-Prac- tice-Beispiele hervorgehoben, was die Qualität und den inno- vativen Charakter der geförderten Initiativen in der Leitaktion 2 Erwachsenenbildung belegt. Diese Projekte dienen nicht nur als Inspiration für zukünftige Vorhaben, sondern unterstreichen auch die nachhaltige Wirkung internationaler Zusammenarbeit in der Erwachsenenbildung. Eines dieser innovativen Projekte stellen wir Ihnen näher vor. Partnerschaften in der Erwachsenenbildung Hohe Qualität der Projekte – ausgereifte Anträge wichtig D 21 Projekte im Jahr 2023 als Good- Practice-Beispiele hervorgehoben Erasmus+02 21Jahresbericht 2022/2023 Das Projekt „StoryComp“ zeigt, wie Akteure der Erwachsenenbildung Storytelling in der Grundbildung und der politischen Bildung nutzen kön- nen. Realisiert wurde es in den Jahren 2020 bis 2022 von der Volkshoch- schule Leipzig (VHS Leipzig) mit Part- nern aus Deutschland und sechs an- deren europäischen Ländern. Christian Soyk von der VHS Leipzig und Katrin Echtermeyer von der gemeinnützigen Bildungsgesellschaft Wisamar, einem Partner des Projektes, zur Idee von StoryComp. Herr Soyk, worum geht es im Projekt StoryComp? Soyk: Unser Ziel war und ist es, Sto- rytelling als niedrigschwellige und wir- kungsvolle Lernmethode vorzustellen und zu etablieren. Dazu haben wir einen Blended-Learning-Ansatz mit Online- und Präsenzangeboten für die Grundbildung und die politische Bildung entwickelt. Wir haben uns länderübergreifend intensiv aus- getauscht, um das didaktische Rüstzeug zu erarbeiten und das Personal in unseren Einrichtungen zu schulen. Wie ist die Idee entstanden? Echtermeyer: Das Projekt haben wir ge- meinsam entwickelt und versucht, eine ur- alte Kommunikationsform der Menschheit, das Geschichtenerzählen, aufzugreifen und zu professionalisieren. StoryComp bildet einerseits die klassische Erwachsenenbil- dung ab, die Methode des Storytelling ist zugleich aber sehr innovativ und vor allem emotional. Wie meinen Sie das? Echtermeyer: Geschichten können sehr viel, zumal wir sie in uns tragen. In Sprach- kursen funktioniert das sowohl beim Rezi- pieren als auch beim Erzählen. Sie können Vokabeln und grammatikalische Aspekte vermitteln, aber auch über kulturelle Themen, Ängste, Befürchtungen, Unter- schiede und Probleme reden, gerade mit migrantischen Teilnehmenden. Soyk: Eine Schlüsselkompetenz in un- serem Bereich ist die Bildung zum bür- gerschaftlichen Engagement. Darauf zie- len unsere Angebote ab, wobei wir die Menschen da abholen wollen, wo sie sind. Dazu muss ich jedoch einen Raum schaf- fen, um die eigene Perspektive reflektieren und eine Story entwickeln zu können. Ein gutes Beispiel war es, die Erfahrungen aus der DDR-Zeit in Form einer Erzählung so aufzubereiten, dass auch junge Leute, die keine Zeitzeugen sind, dies teilen können. Was macht Storytelling besonders? Soyk: Wir wollen immer, dass Lernen auch Spaß macht, sehnen uns nach Kreativität und neuen Lernformen. All das kann Story- telling. Es bezieht die Teilnehmenden aktiv in die Verantwortung am Lernprozess ein. Das ist die große Stärke und in meinen Augen auch eine Verpflichtung, solche Ansätze als Lernkultur in der Erwachse- nenbildung zu etablieren. Das, was wir im Projekt erarbeitet haben, ließe sich dazu als eine Art Blaupause verwenden. Ihr Projekt wurde als Partnerschaft realisiert: Was haben Sie von Ihren Partnern lernen können? Echtermeyer: Unser Projekt startete mit- ten in der Corona-Zeit. Wir konnten uns also nur online treffen und ich fragte mich, wie das überhaupt gehen kann, zumal wir nicht alle Partner kannten. In dieser Situation haben unsere schwedischen Partner – die professionelle Storyteller sind – eine Geschichte erzählt und uns damit dermaßen abgeholt – das war un- glaublich! Wir haben also gleich zu Anfang erlebt, was möglich ist, und dann in einem dynamischen Prozess die Werkzeuge erar- beitet: vom Online-Kurs bis zu den Work- shop-Konzepten und anderen Materialien. Im September 2023 wurden Sie dafür mit dem Innovationspreis Weiterbil- dung des Freistaates Sachsen ausge- zeichnet. Wie war das? Soyk: Zunächst einmal total überra- schend, denn damit hatten wir nicht ge- rechnet. Durch den Preis hat das Projekt einen zusätzlichen Schub bekommen. Wir haben von vielen Seiten Resonanz und Glückwünsche erhalten. Das war eine rie- sige Anerkennung für alle Beteiligten. Wie wirkt das Projekt weiter? Soyk: Ich habe Storytelling als einen Weg erfahren, um miteinander ins Gespräch zu kommen und einander zuzuhören. Das ist gerade in der politischen Bildung wichtig. Großes Potenzial sehe ich in der Bildung für nachhaltige Entwicklung, aber auch im Dialog zu Demokratiebildung und Teilhabe. Ich glaube, dass wir damit auch Menschen erreichen können, die weniger Erfahrung mit Austausch, Gruppenarbeit und Kom- munikationsprozessen haben. Good Practice Erwachsenenbildung einmal anders erzählen Erasmus+ 02 © S to ry C om p PROJEKTDATEN Projektnummer: 2020-1-DE02-KA204-007574 Offizieller Projekttitel: StoryComp - Storytelling competences for adult educators in basic education and political education Projektlaufzeit: 01.11.2020 - 31.10.2022 Projektträger: Stadt Leipzig, Volkshochschule Kontakt: Christian Soyk, christian.soyk@leipzig.de Projektwebsite: https://storycomp.eu/de 22 ur Unterstützung wichtiger strategischer Ziele hat die EU-Kom- mission für die Programmgeneration 2021-2027 vier Quer- schnittsthemen bzw. Prioritäten festgelegt. Wie unterstützt die NA beim BIBB diese Themen? Die NA beim BIBB hat zu allen vier Themen Arbeitsgruppen (AGs) eingerichtet. Diese setzen sich teamübergreifend zusammen und berücksichtigen je nach Inte- ressenslage auch Europass, Agenda und EPALE. Darüber hinaus gibt es zu jeder Priorität auf der NA-Website eine eigene The- menseite, die wichtige Informationen bündelt und Good-Prac- tice-Beispiele präsentiert. Die Journalausgaben 34, 35, 36 und 38 haben auch jeweils eine Priorität in den Fokus genommen. Wie nehmen die Projektnehmer die Prioritäten an und was sind die Ergebnisse? Umwelt und Bekämpfung des Klimawandels Erasmus+ trägt aktiv zur grünen Transformation Europas bei: Ein breites Akteursspektrum befasst sich mit nachhaltigen Praktiken und Kompetenzen in der Bildung und erarbeitet Lösungsansät- ze, die Antworten auf ökologische Herausforderungen geben. Ein Beispiel dafür ist „Think Twice!“. Diese Kooperationspartner- schaft entwickelte mit einer Schatzkiste und einem Selbsttest zwei Tools, die dabei helfen, ökologische, soziale und digitale Prinzipien in den Managementprozess zu integrieren und so Pro- jekte nachhaltiger umzusetzen. 2022 und 2023 bewilligte die NA beim BIBB insgesamt 67 neue Partnerschaftsprojekte in der Berufs- und Erwachsenenbildung, die sich der horizontalen Priorität wid- men. Das sind gut 20 Prozent aller in diesem Zeitraum bewilligten Projekte, Tendenz steigend (2022: 21 Prozent; 2023: 25 Prozent). In der „praxis:ideensammlung“, die sich auf der Themenseite findet, fasst die NA regelmäßig die bisherigen Erkenntnisse und Herausforderungen zusammen und gibt so die Tipps von der Praxis an die Praxis weiter. Auslandsaufenthalte sind das Herzstück von Erasmus+ und Antworten auf die Frage, wie Emissionen bei Reisen möglichst gering gehalten oder vermieden werden können, eine Heraus- forderung. Neben virtuellen Alternativen, die sich besonders für Arbeitstreffen und beim Projektmanagement anbieten, unter- stützt Erasmus+ mit höheren Pauschalen und zusätzlichen Reise- tagen das Reisen mit emissionsärmeren Verkehrsmitteln (Green Travel). In den Antragsjahren 2022 und 2023 wurden bereits über 7.600 Mobilitäten in der Berufs- und Erwachsenenbildung mit Green Travel durchgeführt. Mobilitäten sind aber mehr als nur Reisen: Wie ein Auslandsaufenthalt drei junge Frauen für ökologische Fragestellungen in der Maßschneiderei sensibilisiert und zugleich einen Beitrag zu ihrer beruflichen wie persönlichen Entwicklung leistet, veranschaulicht der von der NA produzierte Film „Geschickt eingefädelt“. Die Nachhaltigkeit spielt nicht nur auf der Projektebene, son- dern auch in der NA beim BIBB selbst eine Rolle: So hat sie ihr Leitbild diesbezüglich geschärft und 2023 damit begonnen, die CO 2-Bilanz ihrer Mitarbeitenden bei Dienstreisen zu ermitteln und dabei einen erfreulichen Trend festgestellt: Rund 80 Prozent der Reisen fanden mit dem Zug statt. Inklusion und Vielfalt Inklusion und Vielfalt ist ein zentrales Querschnittsthema für alle Programmbereiche in Erasmus+. Chancengleichheit, Barriere- freiheit, Fairness und Vielfalt sollen in allen Programmaktionen gefördert werden, um eine breite Beteiligung von Menschen mit geringeren Chancen an der Gesellschaft, am Bildungssystem und an Erasmus+ sicherzustellen. Im Jahr 2023 wurden Auslandsaufenthalte für 4.653 Personen mit geringeren Chancen bewilligt (4.497 Lernende, 156 Bil- dungspersonal). Das sind 14 Prozent aller bewilligten Auslands- aufenthalte. Bei den Partnerschaften Erwachsenenbildung war Inklusion in den Jahren 2022 und 2023 die am häufigsten ge- wählte Priorität. Das Programm stellt für die Förderung von Menschen mit ge- ringen Chancen spezifische Instrumente bereit, die 2022 in einem Factsheet kompakt zusammengestellt wurden. Zudem wurde 2023 ein Leitfaden mit Tipps und Erfahrungsberichten zur Umsetzung von inklusiven Projekten veröffentlicht. In einer dreiteiligen Podcastserie wurden verschiedene inklusive Projekte im Bereich der Berufs- und Erwachsenenbildung vorgestellt. Die Nationale Agentur beim BIBB stellt auf ihrer Website inzwischen alle neuen Veröffentlichungen sowie Neuauflagen barrierefrei zur Verfügung, um auch Menschen mit Einschränkungen zu erreichen. Auch in Veranstaltungen der NA beim BIBB war Inklusion und Vielfalt ein wichtiges Thema. So diskutierten im Juni 2023 Träger der Berufs- und Erwachsenenbildung in einem offenen Fach- austausch gemeinsam darüber, wie Projekte inklusiv gestaltet werden können. Auf der NA-Jahrestagung im September 2022 wurde ein Fachforum zu Inklusion mit Kurzvorträgen und einer Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissen- schaft und Praxis angeboten. Die Inhalte der Tagung wurden von Dolmetscherinnen in Gebärdensprache übersetzt. Im Rahmen des National Events 2023 wurde das Thema ebenfalls behandelt und zwar im Forum „Monitoring für Mobilitätsprojekte in der Berufs- bildung“. Eine weitere Gelegenheit für Träger der Leitaktion 1 Europäische Ziele – Vier Querschnittsthemen in Erasmus+ Z Erasmus+02 23Jahresbericht 2022/2023 www.na-bibb.de/themen www.na-bibb.de/publikationen Bildung für Europa Journal der Nationalen Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung 37 Juli 2023 Mittel- und Osteuropa im Fokus 06 Europäische Werte 18 Friedensbildung mit ukrainischem Partner 24 Erasmus+- Jahresstatistik 2022 Erasmus+ 02 (Mobilität), ihre Fragen und Erfahrungen zum Thema Inklusion im Programm auszutauschen, bot im November 2023 die On- line-Sprechstunde zu Auslandsaufenthalten mit Erasmus+ in der Berufs- und Erwachsenenbildung. Digitaler Wandel Das Thema Digitalisierung umfasst als Priorität in Erasmus+ sehr vielfältige Aspekte, von der digitalen Transformation von Ein- richtungen über digitale Technologien im Lernkontext bis hin zu digitalen Kompetenzen von Lehrenden und Lernenden. Im Fokus der Arbeit der NA beim BIBB steht die Unterstützung der laufenden Projekte sowie die Beratung von potenziellen Projekten. Neben der Aufbereitung von Informationen bietet sie Vernetzungsmöglichkeiten für Projekte an: So wurde auf der NA-Jahrestagung im September 2022 ein Forum durchgeführt, bei dem in einem Vortrag Grenzen und Möglichkeiten von Di- gitalisierung aufgezeigt wurden, sich Projekte vorstellten und untereinander austauschen konnten. Im Rahmen der virtuellen Jahrestagung 2023 wurde ein Einblick in die nationale Initiative INVITE ermöglicht und die Vernetzung im jeweiligen Bildungs- bereich gefördert. Auf europäischer Ebene wird derzeit ein digitales Ressourcen-Zentrum (SALTO Digital Resource Centre) aufgebaut. Die Antrags- und Förderzahlen spiegeln wider, dass das Thema hoch im Kurs steht: Bei den geförderten Partnerschaftspro- jekten 2022 arbeitet die Hälfte der Partnerschaften in der Berufsbildung zu der Priorität "digitale Transformation", 2023 sind es 37 Prozent. In der Erwachsenenbildung liegt der Anteil der Projekte zu dieser Priorität 2022 bei 21 Prozent und 2023 bei 18 Prozent. In den Projekten werden verschiedene Facetten von Digitalisierung bearbeitet; dabei rückt auch das Thema künstliche Intelligenz und deren Auswirkungen auf die Bildung zunehmend in den Fokus. Im Bereich der Mobilität arbeiten Einrichtungen daran, die digitalen Kompetenzen des Bildungs- personals zu fördern, um Unterrichtsangebote oder ganze Ausbildungsinhalte zu digitalisieren. Außerdem geht es zuneh- mend darum, durch virtuelle Projektaufgaben, welche Lernende vor oder während ihres Auslandsaufenthaltes bearbeiten, die digitalen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern sowie Auszubildenden zu stärken. Teilhabe am demokratischen Leben, gemeinsame Werte und bürgerschaftliches Engagement Die hohe Bedeutung des Themas Teilhabe/europäische Werte als horizontale Programmpriorität spiegelt sich insbesondere im Bereich der Erwachsenenbildung in einer Vielzahl an Projekten wider. Dort wurden in der Leitaktion 2 (Partnerschaften) in den Jahren 2022 und 2023 insgesamt 46 Projekte zum Thema bewilligt, während das Thema in der Berufsbildung mit 16 Pro- jekten noch etwas weniger präsent ist. Seit 2023 hat das The- ma sowohl in den Partnerschaften als auch in den Mobilitäts- projekten eine steigende Relevanz in der Projektumsetzung: So besteht die Verpflichtung, zivilgesellschaftliches Engagement, Demokratiebewusstsein und europäische Werte durch geeig- nete Lernaktivitäten mit den Teilnehmenden zu berücksichtigen. Vier spannende Beispiele guter Projektpraxis wurden in der Ausgabe Nr. 38 des NA-Journals vorgestellt: Bei den Partner- schaften in der Erwachsenenbildung war dies ein Rahmenwerk zur Bekämpfung von Fake News auf lokaler Ebene und in der Berufsbildung ein Konzept zur Vermittlung demokratischer Gestaltungsmöglichkeiten im Berufsschulunterricht. In der Mo- bilitätsaktion wurde aus der Berufsbildung ein Projekt präsen- tiert, in dem Lehrkräfte im europäischen Ausland didaktische Methoden der Demokratiebildung erwarben, während im Pra- xisbeispiel aus der Erwachsenenbildung Lehrkräfte Kurzpraktika zu Methoden des partizipativen Lernens in mehreren Ländern durchführten. Die NA beim BIBB widmet sich diesem Thema ebenfalls im besonderen Maße mithilfe des internationalen Netzwerkes der EuroApprentices, die aus eigener Erfahrung vom Mehrwert eines Auslandsaufenthaltes berichten, europä- ische Werte vertreten und zivilgesellschaftliches Engagement beweisen. Ihrem hohen Stellenwert entsprechend räumte die NA beim BIBB dieser Priorität auf ihrer Jahrestagung im September 2022 ein eigenes Forum ein, das sich mit der Frage beschäftigte, wie gesellschaftliche Teilhabe von Lernenden und Lehrenden in der Berufs- und Erwachsenenbildung gestärkt werden könne. Auch EPALE widmete sich im Oktober 2023 in Kooperation mit dem Wochenschauverlag in einer Online-Konferenz zum Thema Fake News und Antisemitismus der Frage, was es für den kritischen Umgang mit Falschinformationen braucht. Die Journale zu den Querschnittsthemen zeigen auf, wie diese von den Projekten umgesetzt wurden. 24 uroApprentices sind Lernende in der Berufsbildung, die von ihren eigenen Auslandserfahrungen mit Erasmus+ u.a. in Be- rufsschulen, auf Social-Media-Kanälen und Ausbildungsmessen berichten. Sie sind zentraler Bestandteil einer europäischen Ini- tiative, der mittlerweile elf Länder angehören. Das europäische Netzwerk (www.euroapprentices.eu) wird von der NA beim BIBB koordiniert. Durch regelmäßige Netzwerktreffen entsteht so eine länderübergreifende Zusammenarbeit von Jugendlichen, die die europäischen Werte vertreten und zivilgesellschaftliches Engagement beweisen. Die Initiative setzt sich für die Sicht- barkeit von Auslandsaufenthalten in der Berufsbildung ein und zeigt, wie stark das Programm Erasmus+ europäische Identität und die Bereitschaft für Engagement und Teilhabe fördert. Die NA beim BIBB hat in den Jahren 2022 und 2023 insgesamt 28 neue Botschafterinnen und Botschafter ausgebildet, die nun das Netzwerk verstärken. Das Netzwerk ist bestens aufgestellt: Die aktuell 45 im Netzwerk aktiven EuroApprentices vertreten die unterschiedlichsten Berufe und Zielländer und sind über ganz Deutschland verteilt. Sie sind zwischen 18 und 30 Jahren alt und leben Inklusion und Vielfalt vor. Dies unterstreicht die EuroApprentice Cindy Klink, die selbst hörgeschädigt ist: „Als EuroApprentice kann ich den gesellschaftlichen Wandel hin zu mehr Inklusion und Vielfalt aktiv unterstützen. Ich bin über- zeugt, dass es möglich ist, eine Welt zu schaffen, in der jeder Mensch, unabhängig von seinen Unterschieden, die gleichen Chancen und den gleichen Respekt verdient.“ Netzwerktreffen in den Jahren 2022 und 2023 Um eine „Community“ von Erasmus+-Botschafterinnen und -Botschaftern europaweit als Vorreiter eines Alumninetzwerks aufzubauen und die EuroApprentices in ihren Kompetenzen und Fähigkeiten zu stärken, organisiert die NA beim BIBB jähr- lich Netzwerktreffen. In den Jahren 2022 und 2023 fanden die Treffen in Köln und Nürnberg statt. Während dieser Ver- anstaltungen wurden u.a. thematische Workshops angeboten z.B. zum Thema „Netzwerken“ und „Storytelling“, die die Eu- roApprentices in ihrer Rolle stärken. Gemeinsam ist ihnen eine Haltung und Motivation, die die EuroApprentice Svenja Nau- mann wie folgt beschreibt: „… dass wir in Europa unheimlich viel voneinander lernen können, wenn wir offen und interessiert sind. Ich bin nicht nur Deutsche, ich bin Europäerin“. Zu den Highlights gehören die europäischen Treffen, an denen die EuroApprentices jährlich teilnehmen können. Diese werden abwechselnd von den beteiligten Nationalen Agenturen durch- geführt. 2022 in Tschechien und 2023 in Portugal trafen sich jeweils mehr als 50 Botschafterinnen und Botschafter aus zehn Ländern. Den Spirit der Treffen beschreibt die EuroApprentice Leslie Elimbi: „Das Tolle dabei ist für mich, wie unterschiedlich die Leute sind, die dort zusammenkommen. Wir stammen alle aus sehr verschiedenen Berufen und Umfeldern – das ist ein spannender Mix.“ EuroApprentices-Aktivitäten national Nach der Corona-Pandemie hat das Netzwerk großen Einsatz gezeigt und viele Aktivitäten durchgeführt. So haben die Euro- Apprentices an verschiedenen Messen wie z.B. der ExpoLingua in Berlin, der Messe „Einstieg und Wege ins Ausland“ in Mün- chen, der Messe „EU4U“ in Bayreuth und der Messe für Werk- stätten für Menschen mit Behinderung in Nürnberg teilgenom- men. Sie haben Vorträge an verschiedenen Berufsschulen u.a. in Heidelberg, Berlin, Melle, München gehalten, andere Auszubil- dende motiviert und Fragen zu Auslandsaufenthalten in der Be- rufsbildung beantwortet. Außerdem haben EuroApprentices zu verschiedenen Veröffentlichungen zu Auslandsaufenthalten in der Berufsbildung, wie z.B. dem Journal Bildung für Europa mit dem Themenschwerpunkt Inklusion und dem Themenschwer- punkt Teilhabe, einem Podcast zu Inklusion sowie dem News- letter von „RausvonzuHaus.de“ beigetragen. Sie haben ferner ein Interview für abi.de, dem Bonner Generalanzeiger oder der Zeitschrift Bäckerwelt gegeben und von ihren von Erasmus+ ge- förderten Auslandsaufenthalten berichtet. EuroApprentices-Aktivitäten international International haben die EuroApprentices der Berufsbildung eine Stimme gegeben und ihre Zielgruppe auf verschiedenen Veran- staltungen vertreten, Workshops geleitet und auf dem Podium gesprochen. Sie waren am European Youth Event in Straßburg beteiligt und an Veranstaltungen in Danzig, Malmö, Neapel, Riga und Toulouse, um Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung zu be- werben und sich für europäische Werte zu engagieren. EuroApprentices können für Vorträge, Workshops und weitere Aktivitäten angefragt werden. EuroApprentices Engagement für Auslandsaufenthalte und europäische Werte E Erasmus+02 www.na-bibb.de/euroapprentices 25Jahresbericht 2022/2023 Ein Angebot für die Unterstützung der transnationalen Zusam- menarbeit bietet das Programm Erasmus+ über Training and Cooperation Activities (TCA). Diese Veranstaltungen, sei es in Form von Kontaktseminaren oder Workshops, bieten eine Platt- form zur Förderung der internationalen Vernetzung. Bei Kon- taktseminaren können Projektträger eine Vielzahl potenzieller Projektpartner aus anderen Ländern kennenlernen und gemein- sam Projektideen entwickeln. Die thematischen Veranstaltungen und Workshops dienen als ideale Vorbereitung für diejenigen, die Projektanträge stellen möchten, und fördern den Austausch von Ideen, bewährten Verfahren, Wissen und Fähigkeiten. Es wird eine große thematische Vielfalt angeboten. So werden nicht nur die vier horizontalen Prioritäten Inklusion, ökologische Nachhaltigkeit, Partizipation und demokratische Teilhabe sowie Digitalisierung in den Fokus genommen. Auch die verschie- denen Formate und Teilnahmemöglichkeiten am Programm, wie z.B. Akkreditierung, Bildung von Konsortien und kleinere Partnerschaften werden diskutiert. Passende TCAs für die Sek- toren Berufsbildung und Erwachsenenbildung werden von der NA beim BIBB regelmäßig auf der Website im Veranstaltungska- lender für europäische Erasmus+-Events und -Kontaktseminare (TCA) angekündigt, um den Projektträgern die Teilnahme zu ermöglichen. Austausch auf dem transnationalen Kontaktseminar in München Die Programmgeneration 2021-2027 ermöglicht ein zusätzliches innovatives Format im TCA-Bereich, die sogenannten Long-Term Activities (LTA). Dieses neue Format fokussiert auf eine langfris- tigere und damit auch strategischere Planung von TCA-Aktivi- täten. So kann ein breiter aufgestellter und nachhaltig ange- legter thematischer Ansatz verfolgt werden. Das Ziel der LTAs ist es, dass die Nationalen Agenturen in Übereinstimmung mit ihrer strategischen Schwerpunktsetzung zu spezifischen Themen und Prioritäten kooperieren. Die NA beim BIBB koordiniert seit dem Jahr 2022 drei LTAs: LTA „Research-based Impact Analysis Adult Education (RIA-AE)“: Ziel des transnationalen Forschungsnetzwerkes ist es, durch länderübergreifende Evaluationsstudien zu einem besseren Verständnis der Wirkung von internationa- len Kooperations- und Mobilitätsprojekten auf die organi- sationale, personale und systemische Ebene von Projektträ- gern der Erwachsenenbildung beizutragen. LTA „Sustainability and Greening“: Die Zusammenarbeit zwischen NAs zur Programmpriorität ‚Green Erasmus‘ fokus- siert Prinzipien, Herausforderungen und Lösungen für die Verankerung und Umsetzung ökologischer Nachhaltigkeit in der Gesellschaft sowie zur nachhaltigen Projekt- und Pro- grammgestaltung im Erasmus+-Programm. LTA „EuroApprentices“: Das EuroApprentices-Konzept leistet bereits seit 2017 einen aktiven Beitrag zur Partizipa- tion sich in Ausbildung befindender junger Menschen am internationalen Austausch und der Stärkung gemeinsamer europäischer Werte und Prinzipien und wird seit 2022 als LTA stärker strategisch ausgerichtet und weiterentwickelt (s. auch S. 24). Rückblick TCAs 2022/2023 Im Jahr 2022 standen in der NA beim BIBB primär strategische Aufgaben zur langfristigen transnationalen Ausrichtung von LTAs im Fokus, welche in Form von vorbereitenden Treffen und Konzepterarbeitungen mit den jeweils beteiligten NAs in allen drei LTAs umgesetzt wurden. Im Jahr 2023 hat die NA beim BIBB im Rahmen der LTA „Sus- tainability and Greening“ zwei transnationale Kontaktseminare zum Themenschwerpunkt Nachhaltigkeit durchgeführt. Vom 24. bis 26. Mai konnten 35 Teilnehmende aus der Erwachse- nenbildung in Hamburg und vom 14. bis zum 16. Juni rund 60 Teilnehmende aus dem Bereich der Berufsbildung in München mehr zu verschiedenen Aspekten rund um Nachhaltigkeit im Erasmus+-Programm lernen und eigene Projektideen mit pas- senden Partnern entwickeln. Die NA beim BIBB hat im Rahmen der LTA EuroApprentices 2022 und 2023 nationale Trainings und Netzwerktreffen organi- siert, um die zukünftigen Erasmus+-Botschafterinnen und -Bot- schafter auf ihr Engagement vorzubereiten. Training and Cooperation Activities (TCA) Förderung der internationalen Vernetzung Erasmus+ 02 © N A b ei m B IB B / a rg um , E in be rg er www.na-bibb.de/tca 26 03_ Europäische und internationale Bildungszusammen- arbeit Neben Erasmus+ sind in der NA beim BIBB weitere Pro- gramme bzw. Projekte ange- siedelt. Diese unterstützen die grenzüberschreitende Lernmobilität und Zusam- menarbeit im Bereich der Berufs- und Erwachsenenbil- dung. Das Portfolio umfasst Förderleistungen, Service- und Informations- sowie Plattform-Angebote. © c ha rle sd el uv io /U ns pl as h. co m 27Jahresbericht 2022/2023 USA 27% © B lu eb er ry Europäische und internationale Bildungszusammenarbeit 03 Registrierte EPALE-Nutzer/-innen Ausgestellte Europässe Mobilität Schriftliche und telefonische Beratungen zu Auslandsaufenthalten 4.480 NA-Projekte in Zahlen 22.608 2022 31.672 2023 971 2022 1.213 2023 Weltweite Lernaufenthalte wieder zunehmend Jahr Azubis | Bildungspersonal & Ausbilder/-innen Gesamt 2.215 Azubis 565 Bildungspersonal & Ausbilder/-innen 2017 67 63 2018 112 232 2019 148 462 2020 51 316 2021 52 172 2022 74 434 2023 61 536 Bewilligte Auslandsaufenthalte Anteil an allen bewilligten Auslandsaufenthalten / bewilligte Auslandsaufenthalte in absoluten Zahlen 2023 Deutschland 27,0% 9,8% 6,0% 5,6% 1. USA 2. China 3. Schweiz 4. Vereinigtes Königreich 5,1%5. Kanada Top-Zielländer AWW seit 2017 750 273 166 155 141 28 Europäische und internationale Bildungszusammenarbeit03 as Programm AusbildungWeltweit ist ein flexibel angelegtes Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für weltweite Auslandsaufenthalte von Aus- zubildenden und betrieblichen Ausbildungsverantwortlichen. Es ergänzt das europäische Bildungsprogramm Erasmus+. Kenn- zeichnend sind seine Wirtschaftsnähe und eine gute Zugäng- lichkeit für berufliche Schulen und KMU. Förderanträge können komfortabel über ein digitales Projektportal eingereicht werden. Exportorientierte Unternehmen verbessern durch die internatio- nale Qualifizierung angehender Fachkräfte die Voraussetzungen für Wirtschaftskooperationen. Auch kleinere Betriebe nutzen geförderte Auslandsaufenthalte, um Schlüsselkompetenzen und internationale Berufskompetenzen bereits in der Ausbildung zu stärken und nicht zuletzt, um ihr Ausbildungsplatzangebot at- traktiver zu machen. Nach dem Pandemieknick nahmen die Berufsbildungseinrich- tungen ihre internationalen Aktivitäten zügig auf, was zu einem dynamischen Wiederanstieg der Antrags- und Förderzahlen führte. In den drei Förderrunden des Jahres 2022 wurden über 500 Auslandsaufenthalte bewilligt. Im Jahr 2023 konnten in nur zwei Förderrunden mehr als 600 Stipendien zugesagt werden. Damit ist das vorpandemische Niveau wieder erreicht worden bei einer weiterhin positiven Wachstumsprognose. Das Ranking der Zielregionen wird von den USA, China, der Schweiz, Kanada, Großbritannien, Südafrika und Australien angeführt. In den Jahren 2022 und 2023 gewannen südame- rikanische und afrikanische Partnerländer an Bedeutung. Etwa 90 Prozent der geförderten Auszubildenden kommen aus einer dualen Berufsausbildung, wobei gewerblich-technische Berufe, kaufmännische Berufe, IT-Berufe, Berufe im Handwerk aber auch Gesundheitsberufe gut vertreten sind. AusbildungWeltweit trägt mit seinen Aktivitäten zu den bil- dungspolitischen Zielen der Exzellenzinitiative Berufliche Bildung des BMBF bei. Beratungsservice für Auslandsaufenthalte in der Ausbildung Im Rahmen seiner Exzellenzinitiative Berufliche Bildung bekräf- tigte das BMBF im Dezember 2022 das Ziel, noch mehr Auszu- bildende für einen Auslandsaufenthalt zu begeistern. Diesem Auftrag folgend hat der Beratungsservice für Auslandsaufent- halte in der Ausbildung in der NA beim BIBB sein Informations- und Beratungsangebot weiter ausgebaut. Für die Zielgruppe Auszubildende sowie Schülerinnen und Schüler berufsbildender Schulen war der Beratungsservice als MeinAuslandspraktikum bundesweit auf Ausbildungsmessen präsent, führte Instagram-Live-Interviews mit Auszubildenden und aktualisierte seine Print-Werbematerialien. Zu Beginn des Ausbildungsjahres 2023 startete auch das Ser- vice-Portal www.Auslandsberatung-Ausbildung.de für die Zielgruppe Ausbildungsverantwortliche in Betrieben, beruflichen Schulen und bei Kammern. Die „Möglichmacherinnen und Mög- lichmacher“ von Auslandsaufenthalten finden dort einen Über- blick über die Chancen, Rahmenbedingungen und konkrete Planungsschritte für die Praxis. Integriert auf beiden Service-Por- talen ist ein Stipendienfinder mit allen Förderprogrammen, die Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung finanzieren. Um die Vernetzung und den Austausch zwischen Fördereinrich- tungen im Bereich Auslandsmobilität in der Berufsbildung zu stärken, wurde im Jahr 2022 das Dialogforum zwischen Mobi- litätsprogrammen in der Berufsbildung initiiert. Das halbjährlich stattfindende Austauschformat stößt auf große Zustimmung und Teilnahmebereitschaft. Hier werden beispielsweise Kommu- nikations- und Beratungsaktivitäten abgestimmt sowie Veran- staltungsbeteiligungen geplant. So leistet die NA beim BIBB einen weiteren wichtigen Beitrag, um die zentralen Zielgruppen zur Realisierung von Auslandsaufent- halten in der Berufsbildung programmübergreifend aufzusuchen und zu beraten. Der Beratungsservice ist ein kostenfreies und neutrales Informationsangebot und wird vom BMBF gefördert. AusbildungWeltweit und Beratungsservice Vorpandemisches Niveau bei internationaler Mobilität erreicht D www.ausbildung-weltweit.de www.MeinAuslandspraktikum.de www.Auslandsberatung-Ausbildung.de Neues Serviceportal für Betriebe, berufliche Schulen und Kammern im Sommer 2023 gestartet. 29Jahresbericht 2022/2023 as Nationale Europass Center (NEC) hat sein Schulungsangebot in den Jahren 2022 und 2023 ausgebaut und sich dabei auf Multiplikatorinnen und Multiplikatoren konzentriert. Lehrkräfte sowie Berufsberater/-innen wurden in zahlreichen Online-Work- shops über Europass geschult und konnten in Praxisanteilen selbst ausprobieren, wie man zum Beispiel einen Lebenslauf erstellt oder bearbeitet. Im Europass-Portal selbst gab es einige Neuerungen, die vorab vom Nationalen Europass Center mitgetestet und anschließend über die eigene Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie über Workshops verbreitet wurden. Dazu gehörten im März 2023 die Einführung des Selbsttests für digitale Kompetenzen und im Juni 2023 das neue Tool zur Darstellung von Job- und Arbeitsmarkt- trends in den einzelnen EU-Ländern. Eine wichtige Aktualisie- rung war auch die Übersetzung des Europass-Portals auf Ukrai- nisch, die ab Juni 2022 online war. Damit sollte Flüchtlingen aus der Ukraine die Nutzung des Europass erleichtert werden. Angebote für Schulen und Hochschulen 2023 wurde die Zusammenarbeit mit Schulen intensiviert. Denn die Erfassung der eigenen Kompetenzen und das Schreiben des ersten eigenen Lebenslaufs sind zentrale Themen vor allem in der Sekundarstufe II. Zentraler Ankerpunkt für Europass in der schulischen Laufbahn ist das Thema der Berufsorientierung. Gleichzeitig ist die Nutzung von Europass an Schulen ein wich- tiger Baustein, wenn es um die strategische Internationalisie- rung von Bildungseinrichtungen geht. Hierzu nahm das NEC Kontakt zu Europaschulen auf, bot Fortbildungen für Lehrkräfte an und war unter anderem auf der Monitoringveranstaltung des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) im November 2023 und der Erasmus+-Jahrestagung in Frankfurt im Juli 2023 vertre- ten. Zudem präsentierte das NEC 2023 die Möglichkeiten von Europass im Magazin Berufsorientierung+. Auch Studierende und Mitarbeitende an Hochschulen sind eine wichtige Zielgruppe von Europass. Das NEC nahm an ausgewählten Veranstaltungen des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) teil wie z.B. der Jahrestagung im Ok- tober 2022. Zusätzlich bot es Online-Workshops an einzelnen Universitäten an. Auch über das Netzwerk der Career Services an deutschen Hochschulen informierte das NEC zu Nutzungs- möglichkeiten des Europass-Portals vor allem im Bereich Über- gang in den Beruf. Im Rahmen einer breiteren Kampagne unter Studierenden veröffentlichte das NEC 2023 Informationen über Europass im Hochschulmagazin Audimax und verteilte Postkar- ten in ausgewählten Unistädten. Die Aktivitäten des NEC zeigen, wie heterogen die Zielgruppen des NEC sind. Dies wurde auch im Bereich der Printmaterialien berücksichtigt. Um die jungen Menschen noch stärker für Euro- pass zu interessieren, hat das Nationale Europass Center 2023 zwei neue Postermotive speziell für die junge Zielgruppe zum Aushang an Schulen oder Berufsinformationszentren erstellt. Für Lehrkräfte und Bildungseinrichtungen gibt es seit 2022 zwei neue Infoblätter. Alle Materialien sind über die Infothek auf der Website des Nationalen Europass Centers bestellbar. Europass Mobilität: Optimierungen in der Datenbank Das Nationale Europass Center hat ferner intensiv daran gear- beitet, die eigene Datenbank Europass Mobilität noch nutzer- freundlicher zu machen. Im Jahr 2022 wurde die Datenbank barrierefrei umgestaltet. Auf vielfachen Wunsch gibt es seit 2023 außerdem zahlreiche Videotutorials zu den wichtigsten Funktionen. Ferner wurde die Verknüpfung mit dem neuen IT- Tool von Erasmus+, dem Beneficiary Module, programmiert, so dass die Schnittstelle auch weiterhin möglichst nutzerfreundlich ist. Im April 2023 trafen sich alle deutschen Ausgabestellen des Europass Mobilität in Bonn zum Austausch und zur fachlichen Diskussion über das Dokument, die Datenbank und gewünschte Optimierungen. Europass auf Messen und Fachtagungen Job- und Berufsorientierungsmessen sind eine gute Bühne für die Verbreitung von Europass und seinen einzelnen Komponen- ten. Hier soll besonders die Berufsinfomesse BIM in Offenburg im Mai 2023 hervorgehoben werden sowie die Messe EINSTIEG im November 2023. Auch die Teilnahme an der Jahrestagung der NA beim BIBB in Weimar im September 2022 war für das NEC selbstverständlich und die fachlichen Diskussionen mit den Projektträgern eine große Bereicherung. Nationales Europass Center Alle Zielgruppen von der Schule bis zur Hochschule im Blick Europäische und internationale Bildungszusammenarbeit 03 www.europass-info.de D Poster werben bei junger Zielgruppe für den Europass. 30 Europäische und internationale Bildungszusammenarbeit03 n den vergangenen zwei Jahren konnte EPALE, die größte On- line-Community der Erwachsenenbildung in Europa, eine beein- druckende Anzahl neuer Nutzerinnen und Nutzer gewinnen. Bis Ende 2023 profitierten bereits über 130.000 Akteure aus der Er- wachsenen- und Weiterbildung von den unschätzbaren Vorteilen dieser Plattform. Inhaltliche Vielfalt: Nationale Themenschwerpunkte Die Jahre 2022 und 2023 zeichneten sich durch eine facetten- reiche Themenvielfalt aus, insbesondere durch die quartalsweise wechselnden nationalen Themenschwerpunkte. 2022 wurde Nachhaltigkeit von EPALE Deutschland aus verschiedenen Blick- winkeln betrachtet, von Life Skills über Lebenslanges Lernen in Stadt und Land, Kompetenzen für die Stärkung des persön- lichen Wohlbefindens bis hin zu neuen Lehr- und Lernmetho- den. Das darauffolgende Jahr begann mit einem Rückblick und Ausblick, gefolgt von Themen wie Kunst als Teil des Lebenslan- gen Lernens, Selbstwirksamkeit und Kollektive Intelligenz. Einen Überblick über die nationalen Fokusthemen finden Sie auf der EPALE-Website. EPALE in Aktion: Veranstaltungen und Ressourcen Kits EPALE Deutschland organisierte passend zu den Fokusthe- men eine Reihe von Veranstaltungen, darunter kostenfreie EPALE-Akademien mit renommierten Referentinnen und Re- ferenten. Begleitet wurden diese durch die Veröffentlichung von insgesamt neun „EPALE Ressourcen Kits". Bei den online abrufbaren Kits handelt es sich um eine kuratierte Sammlung aktueller Beiträge zu den jeweiligen Fokusthemen. Ein Höhepunkt war EPALEs Beitrag zur re:publica 2022, dem Berliner Event für die digitale Gesellschaft in Europa. Unter dem Veranstaltungsmotto „any way the wind blows" konnten Teil- nehmende beim EPALE Makerspace eine eigene solarbetriebene Windmühle bauen. Der EPALE Lightening Talk „Adult Education – The Wind of Change" mit dem Künstler TeeKay erkundete das Thema Nachhaltigkeit in der europäischen Erwachsenenbildung. Auch bei der Fachkonferenz „Vom Wissen ins Tun: Wie kann Europäische Erwachsenenbildung Lernende zum nachhaltigen Handeln aktivieren?" in Bonn im September 2023 konnten Teilnehmende aktiv werden und ein persönliches Workbook gestalten. Zu beiden Veranstaltungen gibt es auf der EPALE- Seite jeweils einen Blog, mit beispielsweise einem Video zu den EPALE-Highlights bei der re:publica oder dem Workbook, das man sich als Vorlage runterladen und weiternutzen kann. Innovationen bei EPALE: Mobile App und Info-Matrix Die mobile EPALE-App erfuhr 2023 ein Update und bietet zahl- reiche Funktionen für unterwegs, darunter das Lesen von Blog- beiträgen, News und Ressourcen. Die App kann kostenfrei im Play Store oder App Store heruntergeladen werden und ist für iOS- und Android-Geräte verfügbar. Neu lanciert im Jahr 2023 wurde die Info-Matrix „So nutzen Sie EPALE für Ihr Projekt". Diese ist speziell für Projekte, beispiels- weise im Rahmen von Erasmus+, entwickelt worden und zeigt detailliert, wie EPALE erfolgreich zur Profilbildung, zum Informa- tionsaustausch und zur Vernetzung genutzt werden kann. https://epale.ec.europa.eu/de https://epale.ec.europa.eu/de/blog/epale-deutschland- ressourcen-kits https://epale.ec.europa.eu/de/resource-centre/content/ so-nutzen-sie-epale-fuer-ihr-projekt Nationale Koordinierungsstelle EPALE Konzept der Quartalsthemen hat sich bewährt I Deutschland 31Jahresbericht 2022/2023 ie Europäische Agenda Erwachsenenbildung ist ein Schlüsselele- ment der europäischen Bildungsstrategie und zielt drauf ab, die Bildung im Erwachsenenalter zu fördern und die Lernmöglich- keiten für alle Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Die Natio- nale Koordinierungsstelle in der NA beim BIBB gibt es seit 2012. Mit ihren Aktivitäten und Vorhaben bringt sie europäische bil- dungspolitische Anliegen und Schwerpunkte in den nationalen Diskurs ein. In den Jahren 2022 und 2023 wurde schwerpunktmäßig zu zwei Themen gearbeitet: Bildungsberatung im Rahmen der Ratsempfehlung „Wei- terbildungspfade: Neue Chancen für Erwachsene“ Förderung der Skills for Life: Unterstützung von Menschen beim Erwerb von Grundkenntnissen, vor allem bezogen auf lebensweltliche Kompetenzen (in den Bereichen Resilienz, di- gitale Grundbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung) Sieben eigene Veranstaltungen wurden von der Nationalen Koordinierungsstelle in Kooperation mit Verbänden der Erwach- senenbildung und/oder mit zuständigen Ministerien in Deutsch- land zu diesen Themen durchgeführt. Dabei wurden europä- ische Beispiele aus der Erwachsenenbildungspraxis vorgestellt, über Strukturen der Erwachsenenbildung in anderen europä- ischen Ländern informiert oder die Veranstaltung direkt europä- isch konzipiert. Mit 112 Teilnehmenden war die Fachkonferenz „Vom Wissen ins Tun: Wie kann Europäische Erwachsenenbil- dung zum nachhaltigen Handeln aktivieren?“ ein Highlight im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Für die Fachkonferenz ist u.a. ein Workbook für Bildungseinrich- tungen entstanden. Es zeigt, wie diese sich nachhaltiger auf- stellen können. Empfehlenswert ist auch die Aufzeichnung des Inputs „Barrieren beiseite räumen“ von Lea Dohm (Psychologists for future), der besonders die Bedeutung des gemeinsamen Handelns hervorhebt. Alle Informationen zur Veranstaltung fin- den sich auf der Website der Agenda Erwachsenenbildung. Neue Publikationen Zum zentralen Thema Life Skills hat die Nationale Koordinie- rungsstelle 2023 eine 28-seitige Publikation mit dem Titel Wissen erweitern – Potenziale entfalten herausgegeben. Darin hat sie sich dem Begriff der Life Skills auf nationaler Ebene aus politischer, wissenschaftlicher und praktischer Sicht genähert und die Relevanz der Lebenskompetenzen für Politik und Ge- sellschaft herausgestellt. Die Broschüre bietet einen vertieften Einblick, ob sich gelungenes Leben lehren und lernen lässt und wie Life Skills auf nationaler Ebene in der Grundbildung geför- dert werden. Abgerundet wird die nationale Perspektive durch europäische Best-Practice-Beispiele in den Bereichen politische, finanzielle und digitale Grundbildung sowie Nachhaltigkeit. Eine weitere wichtige Publikation zu dem Thema, an der die Nationale Koordinierungsstelle mitgearbeitet hat, ist das inter- aktive, europäische Flipbook Strengthening Life Skills in the EU. www.agenda-erwachsenenbildung.de Veranstaltungsdokumentationen: www.agenda-erwachsenenbildung.de/dokumentation Flipbook: www.agenda-erwachsenenbildung.de/issuu/Flipbook Broschüre Wissen erweitern – Potenziale entfalten: www.agenda-erwachsenenbildung.de/broschuere Europ. Agenda Erwachsenenbildung Nationale Koordinierungsstelle fokussiert auf zwei Themen Europäische und internationale Bildungszusammenarbeit 03 D Workbook und Pu- blikation zum Thema Life Skills können kostenfrei genutzt werden. 32 04_ Anhang In diesem Teil finden Sie diverse Statistiken zu Erasmus+, eine Übersicht mit wich- tigen Kontaktdaten und Impressionen aus den Jahren 2022 und 2023. © M on st er Z tu d io /A do be St oc k. co m 33Jahresbericht 2022/2023 Tabelle_01 Mobilität in der Berufsbildung 2023 Einzelstatistiken Erasmus+ 04 Kurzzeitprojekte im Rahmen einer Akkreditierung Gesamt Lernende: 1.486 Bildungspersonal: 548 Lernende: 1.452 Bildungspersonal: 522 Lernende: 30.386 Bildungspersonal: 9.165 Lernende: 23.807 Bildungspersonal: 7.230 Beantragung von Aktivitäten Lernende: 31.872 Bildungspersonal: 9.713 Lernende: 25.259 Bildungspersonal: 7.752 beantragt 98 633 731 beantragt 4,80 nicht möglich beantragt bewilligt bewilligt 93 626 719 bewilligt 4,50 71,60 76,10 gesamt 2.034 39.551 41.585 davon davon gesamt 1.974 31.037 33.011 Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2024 Zahl der Projekte Budget in Mio EURZahl der Teilnehmenden Tabelle_02 Akkreditierung von Einrichtungen der Berufsbildung 2020 bis 2023 Akkreditierungen beantragt bewilligte Akkreditierungen 2021 219 205 2020 405 377 2022 226 203 2023 157 100 Gesamt 1.007 885 Hinweis: Die Bewilligung erfolgt immer im Folgejahr, wird aber unter dem Antragsjahr abgebildet. Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2024 34 Tabelle_03 Entwicklung der Teilnehmendenzahlen für Lernende in der Berufsbildung 1995 bis 2023 Teilnehmende beantragt Teilnehmende gefördert 1995-2018, Teilnehmende bewilligt 2019-2023 Antragsjahr 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2.284 3.541 3.845 4.308 4.334 5.975 6.045 6.358 6.775 7.527 7.827 8.541 8.099 11.125 11.117 12.212 13.428 14.865 16.704 18.246 18.562 19.139 21.693 23.530 27.072 23.432 7.820 18.868 31.872 2.127 2.368 2.440 2.280 2.925 3.222 3.807 3.821 4.555 4.497 5.039 5.834 6.421 7.515 8.473 9.320 10.610 12.189 14.116 15.069 16.104 16.986 18.877 18.688 26.858 23.129 7.785 18.725 25.259 (1995 bis 2018) (2019 bis 2023) Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2024 Teilnehmende beantragt Teilnehmende gefördert bewilligt Einzelstatistiken Erasmus+04 35Jahresbericht 2022/2023 Tabelle_04 Entwicklung der Teilnehmendenzahlen gesamt (Lernende und Bildungspersonal) in der Berufsbildung 1995 bis 2023 Teilnehmende beantragt Teilnehmende gefördert 1995-2018, Teilnehmende bewilligt 2019-2023 Antragsjahr 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2.998 4.257 4.547 5.102 5.125 7.212 7.012 7.487 7.912 9.172 9.263 10.466 9.573 13.203 13.504 14.259 15.978 16.796 18.910 23.216 23.557 23.500 26.616 29.384 33.539 29.335 10.271 23.960 41.585 2.722 2.867 3.011 2.752 3.609 3.977 4.416 4.613 5.423 5.440 6.032 7.015 7.738 8.569 9.700 10.600 12.298 13.581 15.824 18.554 19.617 20.522 22.549 22.892 32.887 28.996 10.222 23.754 33.011 (1995 bis 2018) (2019 bis 2023) Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2024 Teilnehmende beantragt Teilnehmende gefördert bewilligt Einzelstatistiken Erasmus+ 04 36 Tabelle_05 Akkreditierung von Einrichtungen der Berufsbildung nach Bundesländern 2020 50 72 22 6 2 8 19 4 42 89 27 3 8 4 16 5 377 2021 20 51 8 5 5 4 12 1 28 34 12 3 7 1 10 4 205 2022 37 61 5 2 2 1 12 3 18 38 8 1 5 3 4 3 203 2023 24 25 1 3 2 3 6 1 9 14 5 0 3 0 1 3 100 gesamt 131 209 36 16 11 16 49 9 97 175 52 7 23 8 31 15 885 Anteil des Bundeslandes 15% 24% 4% 2% 1% 2% 6% 1% 11% 20% 6% 1% 3% 1% 4% 2% 100%* Baden-Württemberg Bayern Berlin Brandenburg Bremen Hamburg Hessen Mecklenburg-Vorpommern Niedersachsen Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Saarland Sachsen Sachsen-Anhalt Schleswig-Holstein Thüringen Gesamt Akkreditierte Einrichtungen *Differenz rundungsbedingt. Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2024 Einzelstatistiken Erasmus+04 37Jahresbericht 2022/2023 Tabelle_06 Mobilität in der Berufsbildung 2023 nach Bundesländern 94 150 26 9 8 10 35 7 73 121 35 5 17 5 22 9 626 21 11 3 5 1 2 14 2 13 12 2 0 2 3 1 1 93 2.970 5.009 1.579 325 305 566 1.179 52 2.781 5.398 1.181 105 681 185 1.227 264 23.807 638 1.725 627 65 115 202 398 60 838 1.293 506 70 280 89 274 50 7.230 3.608 6.734 2.206 390 420 768 1.577 112 3.619 6.691 1.687 175 961 274 1.501 314 31.037 406 260 60 97 30 21 297 55 267 247 50 0 35 90 29 30 1.974 769 1.767 662 116 135 206 463 70 908 1.322 506 70 292 93 293 80 7.752 3.245 5.227 1.604 371 315 583 1.411 97 2.978 5.616 1.231 105 704 271 1.237 264 25.259 4.014 6.994 2.266 487 450 789 1.874 167 3.886 6.938 1.737 175 996 364 1.530 344 33.011 155 115 27 15 9 19 51 11 87 200 38 10 31 16 32 16 833 19% 14% 3% 2% 1% 2% 6% 1% 11% 24% 5% 1% 4% 2% 4% 2% 100% 13% 21% 6% 1% 1% 2% 6% 0% 12% 22% 5% 0% 3% 1% 5% 1% 100% -6% 7% 3% 1% 0% 0% 0% -1% 1% -2% 0% -1% -1% -1% 1% -1% 0% 8,54 13,83 6,88 1,16 0,89 2,06 4,40 0,21 8,18 15,26 3,18 0,32 1,96 0,49 3,52 0,70 71,58 0,93 0,55 0,11 0,18 0,08 0,05 0,75 0,15 0,63 0,48 0,11 0 0,11 0,21 0,05 0,06 4,47*** 9,47 14,38 7,00 1,35 0,96 2,12 5,16 0,37 8,81 15,74 3,28 0,32 2,06 0,70 3,57 0,77 76,04*** 275 218 25 46 10 17 232 45 197 218 50 0 23 86 10 0 1.452 131 42 35 51 20 4 65 10 70 29 0 0 12 4 19 30 522 Baden-W. Bayern Berlin Brandenburg Bremen Hamburg Hessen Mecklenburg-V. Niedersachsen Nordrhein-W. Rheinland-P. Saarland Sachsen Sachsen-A. Schleswig-H. Thüringen Gesamt Lernende LernendePersonal PersonalGesamt Gesamt PersonalLernende Ges. TN Absolv. der BB Anteil des BL an Abs. BB in DE 2021* Anteil des BL an bew. Ler. in BB E+ 2023 Ü-/ Unterrep. nach Ler. in E+ Mob. I. R. der Akkred. in Mio €* Kurzzeit- projekte in Mio €* Gesamt in Mio €* Mitte- lanforde- rungen Kurzzeit- projekte 2021 in Tsd */** * gerundet ** https://www.statistischebibliothek.de/mir/receive/DEHeft_mods_00148946 *** Differenz rundungsbedingt Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufs- bildung, Stand: Februar 2024 I. R. der Akkreditierung TN Kurzzeitprojekte Gesamt Bewilligtes Budget TN: Teilnehmende Absolv./Abs.: Absolventen/Absolventinnen BB: Berufsbildung BL: Bundesland bew.: bewilligt Ler.: Lernende Ges.: Gesamt I. R.: Im Rahmen Akkred.: Akkreditierung *** ****** Einzelstatistiken Erasmus+ 04 38 Tabelle_07 Bewilligte Teilnehmende in der Berufsbildung nach Aktivitätstyp 2023 davon in nicht mit dem Programm assoziierte Länder 2.329 140 26 2.495 652 35 0 0 0 687 3.182 Aktivitätstyp Kurzzeitmobilitäten Langzeitmobilitäten Teilnahme an Berufswettbewerben Job-Shadowing Lehr- oder Schulungstätigkeit Kurse Eingeladene Experten/Expertinnen Aufnahme von Personal in Ausbildung Lernende Lernende gesamt Personal Personal gesamt Teilnehmende gesamt davon in Programmländer 20.485 660 167 21.312 3.513 197 2.532 234 67 6.543 27.855 davon im Rahmen der Akkreditierung 22.814 800 193 23.807 4.165 232 2.532 234 67 7.230 31.037 davon in Kurzzeitprojekten 1.405 23 24 1.452 278 41 198 5 0 522 1.974 Gesamt 24.219 823 217 25.259 4.443 273 2.730 239 67 7.752 33.011 Bewilligte Teilnehmende Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2024 Einzelstatistiken Erasmus+04 39Jahresbericht 2022/2023 Tabelle_08 Partnerschaften in der Berufsbildung 2021 bis 2023 Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2024 2021 157 117 40 114 85 29 36.550.000 € 34.510.000 € 2.040.000 € 26.366.381 € 24.866.381 € 1.500.000 € Anzahl der beantragten Partnerschaften insgesamt Anzahl der beantragten Kooperationspartnerschaften Anzahl der beantragten kleineren Partnerschaften Anzahl der geförderten Partnerschaften insgesamt Anzahl der geförderten Kooperationspartnerschaften Anzahl der geförderten kleineren Partnerschaften Budget beantragt in Euro insgesamt Budget beantragt in Euro für Kooperationspartnerschaften Budget beantragt in Euro für kleinere Partnerschaften Budget gefördert in Euro insgesamt Budget gefördert in Euro für Kooperationspartnerschaften Budget gefördert in Euro für kleinere Partnerschaften 2022 153 84 69 82 36 46 29.020.000 € 25.000.000 € 4.020.000 € 13.050.000 € 10.410.000 € 2.640.000 € 2023 246 145 101 64 37 27 48.250.000 € 42.370.000 € 5.880.000 € 13.390.000 € 11.800.000 € 1.590.000 € Einzelstatistiken Erasmus+ 04 40 Tabelle_09 Mobilität in der Erwachsenenbildung 2023 Kurzzeitprojekte im Rahmen einer Akkreditierung (Mittelanforderung) Gesamt Lernende: 183 Bildungspersonal: 712 Lernende: 112 Bildungspersonal: 479 Lernende: 683 Bildungspersonal: 1.887 Lernende: 507 Bildungspersonal: 1.672 Beantragung von Aktivitäten Lernende: 866 Bildungspersonal: 2.599 Lernende: 619 Bildungspersonal: 2.151 beantragt 47 33 80 beantragt 2,05 beantragt bewilligt bewilligt 32 33 65 bewilligt 1,34 4,55 5,89 gesamt 895 2.570 3.465 davon davon gesamt 591 2.179 2.770 Hinweis: Die Bewilligungen werden im Antragsjahr abgebildet. Zahl der Projekte Budget in Mio EURZahl der Teilnehmenden Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2024 nicht möglich Einzelstatistiken Erasmus+04 41Jahresbericht 2022/2023 Tabelle_10 Entwicklung der Mobilität in der Erwachsenenbildung 2021 bis 2023 Tabelle_11 Akkreditierung von Einrichtungen der Erwachsenenbildung 2020 bis 2023 Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung Stand: Februar 2024 Anzahl der Projekte beantragt Anzahl der Projekte bewilligt Anzahl der Teilnehmenden beantragt Anzahl der Teilnehmenden bewilligt Budget bewilligt in Mio. Euro 2021 51 37 1.405 1.155 3,05 2022 57 43 1.573 1.380 2,96 2023 80 65 3.465 2.770 5,89 Gesamt 188 145 6.443 5.305 11,9 beantragte Akkreditierungen bewilligte Akkreditierungen 2021 13 9 2020 52 32 2022 14 5 2023 36 17 Gesamt 115 63 Hinweis: Die Bewilligung erfolgt immer im Folgejahr, wird aber unter dem Antragsjahr abgebildet. Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2024 Einzelstatistiken Erasmus+ 04 42 Einzelstatistiken Erasmus+04 Tabelle_12 Bewilligte Teilnehmende in der Erwachsenenbildung nach Aktivitätstyp 2023 in Kurzzeitprojekten 16 96 0 275 173 21 10 0 591 Aktivitätstyp Gruppenmobiliät von erwachsenen Lernenden Individuelle Lernmobiliät von erwachsenen Lernenden (Kurzzeit) Individuelle Lernmobiliät von erwachsenen Lernenden (Langzeit) Kursbesuche Job-Shadowing Eingeladene Expertinnen und Experten Lehr- und Schulungstätigkeit Aufnahme von in Ausbildung befindlichen Lehrkräften und Pädagoginnen und Pädagogen Lernende Personal Teilnehmende gesamt im Rahmen der Akkreditierung 424 80 3 955 459 179 30 49 2.179 Bewilligte Teilnehmende Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2024 43Jahresbericht 2022/2023 Einzelstatistiken Erasmus+ 04 Tabelle_13 Akkreditierungen und Mobilitäten in der Erwachsenenbildung 2023 nach Bundesländern 0 5 2 0 2 0 2 0 0 4 0 0 1 1 0 0 17 4 15 4 4 2 2 3 0 7 12 0 0 3 2 2 3 63 6% 24% 6% 6% 3% 3% 5% 0% 11% 19% 0% 0% 5% 3% 3% 5% 100% 2 6 1 3 0 1 0 0 8 7 0 0 2 0 2 1 33 1 5 7 2 0 2 2 1 3 5 2 0 0 0 1 1 32 30 113 115 44 0 24 32 10 41 100 60 0 0 0 10 12 591 283 384 191 348 0 76 32 10 709 387 60 0 51 0 118 121 2.770 483.767 538.810 141.060 553.720 0 98.190 0 0 1.422.962 728.955 0 0 85.285 0 228.820 268.065 4.549.634 42.045 305.300 234.654 79.615 0 51.900 50.338 21.000 96.737 273.089 132.775 0 0 0 19.090 31.960 1.338.503 525.812 844.110 375.714 633.335 0 150.090 50.338 21.000 1.519.699 1.002.044 132.775 0 85.285 0 247.910 300.025 5.888.137 3 11 8 5 0 3 2 1 11 12 2 0 2 0 3 2 65 253 271 76 304 0 52 0 0 668 287 0 0 51 0 108 109 2.179 Baden-W. Bayern Berlin Brandenburg Bremen Hamburg Hessen Mecklenburg-V. Niedersachsen Nordrhein-W. Rheinland-P. Saarland Sachsen Sachsen-A. Schleswig-H. Thüringen Gesamt bewilligte Anträge bewilligte Teilnehmende bewilligtes Budget im Rahmen der Akkred. in EUR Kurzzeit- projekte in EUR Gesamt- förderung in EUR Anteil des BL an allen akkred. Einricht. Mittel- anford. akkred. Einricht. Kurzzeit- projekte Bewilligte Anträge gesamt Teilneh- mende Akkred. Teilneh- mende Kurzzeit- projekte Teilneh- mende gesamt Akkred. Einricht. 2023 Akkred. Einricht. ab 2020 * Differenz rundungsbedingt Legende: Akkred.: Akkreditierte/Akkreditierung Einricht.: Einrichtungen BL: Bundesland Mittelanford.: Mittelanforderung * Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2024 44 Einzelstatistiken Erasmus+04 Tabelle_14 Partnerschaften in der Erwachsenenbildung 2021 bis 2023 2021 217 131 86 175 103 72 40.545.132 35.775.132 4.770.000 32.464.225 27.874.225 4.590.000 2022 227 107 120 86 26 60 38.900.000 32.030.000 6.870.000 11.060.000 7.610.000 3.450.000 2023 393 179 214 74 19 55 63.620.000 51.170.000 12.450.000 9.310.000 6.100.000 3.210.000 Anzahl der beantragten Partnerschaften insgesamt Anzahl der beantragten Kooperationspartnerschaften Anzahl der beantragten kleineren Partnerschaften Anzahl der geförderten Partnerschaften insgesamt Anzahl der geförderten Kooperationspartnerschaften Anzahl der geförderten kleineren Partnerschaften Budget beantragt in Euro insgesamt Budget beantragt in Euro für Kooperationspartnerschaften Budget beantragt in Euro für kleinere Partnerschaften Budget gefördert in Euro insgesamt Budget gefördert in Euro für Kooperationspartnerschaften Budget gefördert in Euro für kleinere Partnerschaften Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2024 45Jahresbericht 2022/2023 Ihr Kontakt in die NA beim BIBB 04 Infodesk 0228/107-1608 na@bibb.de Mo, Di, Do: 09:30 Uhr bis 15:00 Uhr, Mi: 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr, Fr: 09:30 Uhr bis 13:00 Uhr Inhaltliche Fragen Erasmus+ Mobilität in der Berufsbildung 0228/107-1555 mobilitaet-berufsbildung@bibb.de Mo, Di, Do und Fr: 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr Inhaltliche Fragen Erasmus+ Partnerschaften für Zusammenarbeit in der Berufsbildung 0228/107-1500 partnerschaften-berufsbildung@bibb.de Di und Do: 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr Inhaltliche Fragen Erasmus+ Mobilität in der Erwachsenenbildung 0228/107-1001 mobilitaet-erwachsenenbildung@bibb.de Mo, Mi, Do und Fr: 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr Inhaltliche Fragen Erasmus+ Partnerschaften für Zusammenarbeit in der Erwachsenenbildung 0228/107-1300 partnerschaften-erwachsenenbildung@bibb.de Mo, Di, Do und Fr: 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr Formale, finanzielle und vertragliche Fragen und Anwendung der Erasmus+ IT-Tools Leitaktion 1 Mobilität: 0228/107-1600 Leitaktion 2 Partnerschaften für Zusammenarbeit: 0228/107-1700 helpna@bibb.de Mo, Mi, Do und Fr: 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr (beide Hotlines) Erasmus+ Presseanfragen 0228/107-1641 gabriele.schneider@bibb.de AusbildungWeltweit 0228/107-1611 ausbildung-weltweit@bibb.de Hotline MeinAuslandspraktikum 0228/107-1646 meinauslandspraktikum@bibb.de Mo, Di, Do: 09:30 Uhr bis 15:00 Uhr, Fr: 09:30 Uhr bis 13:00 Uhr Beratungsservice für Auslandsaufenthalte in der Ausbildung (Ausbilderportal) 0228/107-1566 auslandsberatung-ausbildung@bibb.de Mo, Di, Do: 09:30 Uhr bis 15:00 Uhr, Fr: 09:30 Uhr bis 13:00 Uhr Europass 0228/107-1200 europass@bibb.de Di, Do: 09:30 Uhr bis 14:00 Uhr; Fr: 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr Nationale Koordinierungsstelle Europäische Agenda für Erwachsenenbildung 0228/107-1681 Agenda-Erwachsenenbildung@bibb.de Nationale Koordinierungsstelle EPALE 0228/107-1938 epale@bibb.de Ihr Kontakt in die NA beim BIBB 46 © N A b ei m B IB B © N A b ei m B IB B © E PA LE D eu ts ch la nd © N A b ei m B IB B / C hr is tia n M ey er © N A b ei m B IB B © E ur op ap ar la m en t © N A b ei m B IB B / a rg um , E in be rg er Nach Corona wieder in Präsenz – Jahrestagung 2022 in WeimarEPALE-Lightning Talk auf der re:Publica 2022 Andrang beim Stand von MeinAuslandspraktikum auf der Messe „Einstieg Berlin 2023" Europass-Verleihung (Europe for you) im Europäischen Parlament 2022 Gruppenaktivität - TCA „Going Green in Erasmus+" 2023 in Hamburg Impressionen aus den Jahren 2022 und 202304 Hybride Konferenz der Agenda Erwachsenenbildung 2023 47Jahresbericht 2022/2023 © N A b ei m B IB B © N A b ei m B IB B Ein überzeugter Europäer geht in Ruhestand – Verabschiedung Klaus Fahle 2023 Impressum 04 Impressum Herausgeber: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) 53142 Bonn Tel.: 0228 107-1608 E-Mail: infodienst@bibb.de Internet: www.na-bibb.de @nabibb_de @EUEB_de @meinauslandspraktikum Verantwortlich: Berthold Hübers Redaktion: Dr. Gabriele Schneider, Sigrid Dreissus-Meurer Redaktionsassistenz: Diana Katsch Redaktionsschluss: 05.02.2024 Auflage: 450 Gestaltung: Blueberry – Agentur für Design & Markenkommunikation, www.go-blueberry.de Druck: Kastner AG Gedruckt auf Recyclingpapier Nautilus Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) (NA beim BIBB) Friedrich-Ebert-Allee 114-116 53113 Bonn Tel.:: +49 (0)228 107 1608 www.na-bibb.de @nabibb_de @EUEB_de @meinauslandspraktikum www.na-bibb.de …
[…] Die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung Jahresbericht 2024/2025 www.na-bibb.de http://www.na-bibb.de 2 3 - - - - Die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) besteht seit dem Jahr 2000 und arbeitet im Auftrag und mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Sie ist Nationale Agentur für das EU-Bildungsprogramm Erasmus+ im Bereich der Berufsbildung und der Erwachsenenbildung in Deutsch land. Darüber hinaus nimmt sie zahlreiche europabezogene und internationale Aufgaben im Bereich der Berufsbildung und Erwachsenenbildung wahr. Sie arbeitet eng mit der EU-Kommission sowie auf nationaler Ebene mit Ministerien, Bundesländern, Sozialpartnern, Verbänden, Kammern, Unternehmen, Hochschu len und Bildungseinrichtungen zusammen. www.na-bibb.de www.erasmusplus.de Erasmus+ Berufsbildung und Erwachsenenbildung: Auslandsaufenthalte und Bildungskooperationen im europäischen Ausland Europäische Agenda Erwachsenenbildung: Nationale Koordinierungsstelle – europäische und nationale Themen vernetzen Nationales Europass Center: Kompetenzen mit dem Europass ver ständlich darstellen – in ganz Europa Deutschland EPALE: Nationale Koordinierungsstelle – ePlatform for Adult Learning in Europe Beratungsservice für Auslands aufenthalte in der Ausbildung: Information und Beratung für Betriebe, berufliche Schulen und Kammern MeinAuslandspraktikum: Beratungsangebot für Auszubildende zu Auslandsaufenthalten AusbildungWeltweit: Weltweite Auslandsaufenthalte von Auszubildenden und Ausbildern/Ausbilderinnen Ti te lm ot iv © A /A do be St oc k. co m http://www.na-bibb.de http://www.erasmusplus.de 2 3Jahresbericht 2024/2025 Inhalt 04 Kapitel 1: NA beim BIBB 05 Bilanz und Perspektiven der Geschäftsleitung 07 Relaunch des Portals der NA beim BIBB 08 Foto der NA-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter 10 Leistungen und Services 12 Kapitel 2: Erasmus+ 13 Erasmus+ in Zahlen 14 Mobilität in der Berufsbildung 15 Good Practice: In Südtirol nachhaltigen Gartenbau hautnah erleben 16 Partnerschaften in der Berufsbildung 17 Good Practice: Inklusion von Menschen mit Behinderung in KMU 18 Mobilität in der Erwachsenenbildung 19 Good Practice: Austausch für Lesben- und Frauenarchive und -bibliotheken 20 Partnerschaften in der Erwachsenenbildung 21 Good Practice: Kunst als Brücke zur sozialen Integration 22 Querschnittsthemen in Erasmus+ - Erasmus+ partizipativ, inklusiv, ökologisch und digital 24 EuroApprentices 25 Training and Cooperation Activitities 26 Kapitel 3: Europäische und internationale Bildungszusammenarbeit 27 NA-Projekte in Zahlen 28 AusbildungWeltweit und Projekt „Stärkung der Auslandsmobilität“ 29 Nationales Europass Center 30 Nationale Koordinierungsstelle EPALE 31 Nationale Koordinierungsstelle Europäische Agenda für Erwachsenenbildung 32 Kapitel 4: Anhang 33 Einzelstatistiken Erasmus+ 44 Erasmus+ kurz erklärt 45 Ihr Kontakt in die NA beim BIBB 46 Impressionen aus den Jahren 2024 und 2025 47 Impressum 4 5 NA beim BIBBNA beim BIBB+01 01_ NA beim BIBB Die NA beim BIBB nimmt neben ihrer Funktion als Nationale Agentur für das Programm Erasmus+ weitere europabezogene und interna tionale Aufgaben im Bereich der Berufs- und Erwachsenen bildung wahr. Sie kann dabei Synergieeffekte nutzen. - - © N am pi x/ A do be St oc k. co m 4 5Jahresbericht 2024/2025 NA beim BIBB 01NA beim BIBB+ - - - - - - - - - - - - Berthold Hübers leitet die Nationale Agentur Bildung für Europa © N A b ei m B IB B Bilanz und Perspektiven Die Jahre 2024 und 2025 standen für die NA beim BIBB im Zeichen von Wachstum, Weiterentwicklung und strategischer Profilierung. Als Kompetenzzentrum für Lernmobilität und Kooperation in der Berufs- und Erwachsenenbildung mit eu ropäischer und weltweiter Ausrichtung verzeichnete die NA eine weiterhin steigende Nachfrage nach Projektfinanzierung und Beratung. Erasmus+ und die ergänzenden Programme eröffneten immer mehr Lernenden, Bildungspersonal und Einrichtungen neue Perspektiven. Zugleich prägten die Erasmus+-Programmprioritäten In klusion, Teilhabe, Nachhaltigkeit und digitaler Wandel die Arbeit der NA beim BIBB auf allen Ebenen. Es ging nicht nur um quantitative Zuwächse, sondern um die qualitative Weiterentwicklung von Angeboten, um chancengerechten Zugang und um die nachhaltige Verankerung internationaler Zusammenarbeit in den Organisationen. Die NA begleitete diesen Prozess mit Beratung, Monitoring, Vernetzung und strategischer Themenarbeit – und stärkte damit ihre Rolle als verlässliche Partnerin von Bildungspraxis und -politik. Lernmobilität mit Erasmus+ In der Berufsbildung setzte sich der deutliche Aufwärtstrend bei Mobilitätsprojekten 2024 und 2025 fort. Die Zahl der beantragten und bewilligten Auslandsaufenthalte erreichte neue Höchststände. Insbesondere die Akkreditierung erwies sich als Erfolgsgeschichte: Immer mehr Einrichtungen inte grieren Auslandsaufenthalte strategisch in ihr Profil und nut zen Erasmus+ als Instrument der Organisationsentwicklung. Eine Fachtagung im Herbst 2025 stellte die Entwicklungen der letzten Jahre programmübergreifend dar. Die steigende Beteiligung Lernender mit geringeren Chancen zeigt zudem, dass Inklusion zunehmend systematisch mitgedacht wird. Auch in der Erwachsenenbildung setzte sich die positive Ent wicklung fort. Nach anfänglich niedrigen Antragszahlen ist ein kontinuierlicher Anstieg zu verzeichnen; allein 2024 und 2025 wurden 125 neue Projekte bewilligt. Besonders dyna misch entwickelte sich die Lernmobilität, die sich innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelte. Die Kampagne „Wenn Austausch Türen öffnet“ trug dazu bei, neue Zielgruppen zu erreichen. Eine von der NA beim BIBB koordinierte euro päische Zusammenarbeit (RIA-AE) hat die Wirkung des Pro gramms in der Erwachsenenbildung insgesamt erfasst und im Jahr 2025 erste Ergebnisse veröffentlicht. Ergänzt wird die Mobilitätsarbeit durch das Engagement der EuroApprentices, die als Erasmus+-Botschafterinnen und -Botschafter anderen Auszubildenden Mut zu Auslandserfah rungen machen, europäische Werte sichtbar leben und Vor bild für bürgerschaftliches Engagement sind. Insgesamt zeigt sich: Erasmus+ Mobilität ist fest im Bildungsalltag verankert – mit wachsender Wirkung für Individuen und Organisationen und auch die Bildungssektoren. AusbildungWeltweit und Mobilitätsstärkung Das nationale Förderprogramm AusbildungWeltweit hat ein eigenständiges Profil entwickelt und ergänzte Erasmus+ weiterhin bedarfsgerecht. Seit Programmstart 2017 konnten über 4.200 Auslandsaufenthalte in mehr als 60 Ländern be willigt werden, allein 1.460 davon in den Jahren 2024 und 2025. Rund 60 Prozent der Anträge stammen von Unterneh men – ein Beleg für die hohe Praxisnähe und den Stellenwert internationaler Kompetenzentwicklung in der Wirtschaft. Berthold Hübers (NABIBB), Thomas Müller (BMBFSFJ) und Prof. Dr. Hu bert Ertl (BIBB) auf der Fachtagung Internationalisierung in Berlin (v.l.) - © a rg um G bR / H el le r 6 7 NA beim BIBBNA beim BIBB01 Parallel startete 2024 das Projekt „Stärkung der Auslands mobilität“. Ziel ist es, bestehende Unterstützungsstrukturen weiterzuentwickeln, neue Dienstleistungen zu prüfen und die Wissensbasis zur Lernmobilität auszubauen. Mit neuen Serviceportalen, Beratungsformaten und einer geplanten Mobilitätsstudie stärkt die NA beim BIBB ihre Rolle als Kom petenzzentrum. Die hohe Nachfrage aus Betrieben, Schulen und Kammern unterstreicht den Bedarf an praxisnaher Bera tung und strategischer Weiterentwicklung. - - - Partnerschaften in Erasmus+ Die Partnerschaftsprojekte blieben auch 2024 und 2025 stark nachgefragt. In der Berufsbildung bewegten sich die An tragszahlen trotz stagnierender Mittel auf hohem Niveau; die Qualität der eingereichten Projekte nahm weiter zu. Gleich zeitig führten begrenzte Budgets zu sinkenden Förderquoten, insbesondere bei Kooperationspartnerschaften. - - Auch in der Erwachsenenbildung überstieg die Nachfrage die verfügbaren Mittel deutlich. 2024 und 2025 wurden insge samt 710 Anträge eingereicht; der Wettbewerb erreicht da her ein sehr hohes Niveau. Die bewilligten Projekte zeichnen sich durch Innovationskraft, sektorale Relevanz und zuneh menden Fokus auf Wirkung aus. - - - Inhaltlich standen Themen wie Demokratiebildung, Inklusion, Digitalisierung – insbesondere Künstliche Intelligenz (KI) – sowie Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Die NA beim BIBB verstärkte ihre Beratung zur Wirkungsorientierung und ent wickelte Monitoring- und Austauschformate weiter. Partner schaften entwickeln die Berufs- und Erwachsenenbildung strukturell weiter – auch über Projektlaufzeiten hinaus. - - Erasmus+-Prioritäten Die vier horizontalen Prioritäten – demokratische Teilhabe, Inklusion und Vielfalt, ökologische Nachhaltigkeit sowie digi taler Wandel – prägten die Programmarbeit konsequent. Die Förderung demokratischer Kompetenzen und europäischer Werte ist ein zentrales Ziel des Programms Erasmus+ und der NA beim BIBB. Die Erwachsenenbildung hat mit der politischen Bildung eine lange Tradition in diesem Bereich, der durch die Priorität eine verstärkte europäische Ausrichtung erfährt. In der Berufsbildung regt die Priorität dazu an, eine spezifische Didaktik zu erproben und zeitgemäße handlungsorientierte Formate zu entwickeln. - Im Bereich Inklusion wurde 2024 eine praxisorientierte Strategie veröffentlicht und durch neue Formate wie Inklu sionsbotschafterinnen ergänzt. Die Zahl der Teilnehmenden mit geringeren Chancen stieg in Mobilitäts- wie in Partner schaftsprojekten. - - Green Erasmus gewann weiter an Bedeutung: 2024 erreichte der Anteil entsprechender Kooperationsprojekte einen Höchst stand; zudem nutzten rund 28 Prozent der Mobilitäten die Green-Travel-Förderung. Der digitale Wandel zeigte sich in steigenden Projektzahlen, insbesondere im Kontext von Künst licher Intelligenz. Die Prioritäten greifen zunehmend ineinan der und stärken die gesellschaftliche Relevanz von Erasmus+. - - - Europass, EPALE und Agenda 2025 war ein Jahr der Jubiläen: Unter anderem konnten 20 Jahre Europass und 10 Jahre EPALE gefeiert werden. Der Eu ropass hat sich von fünf Dokumenten zu einer digitalen Platt form mit Millionen Profilen entwickelt und wurde 2025 mit einer Fachtagung gewürdigt. - - EPALE baute seine Reichweite weiter aus; europaweit nutzten Ende 2025 über 170.000 registrierte Personen die Plattform. Nationale Themenschwerpunkte, Akademien, Ressourcen-Kits und multimediale Formate stärkten den fachlichen Austausch in der Erwachsenenbildung. Die Nationale Koordinierungsstelle Europäische Agenda Erwachsenenbildung setzte Impulse zu Future Skills, Green Transition und Digital Transition und vernetzte Akteure auf na tionaler wie europäischer Ebene. Gemeinsam bilden Europass, EPALE und Agenda ein starkes Service- und Informationsange bot für Transparenz, Vernetzung und Qualitätsentwicklung. - - Interne Entwicklung 2025 markierte zugleich das 25-jährige Bestehen der NA beim BIBB. Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 hat sich das Bud get der NA von 7,55 Millionen auf über 182 Millionen Euro erhöht; die Zahl der bewilligten Auslandsaufenthalte stieg von rund 4.100 auf über 66.000 jährlich. Dieser Aufgaben zuwachs spiegelt sich auch im personellen Wachstum wider: Heute setzen sich 115 Menschen mit Herzblut für Europa und Weltoffenheit ein. - - Mit dem neuen Projektauftrag zur Mobilitätsstärkung, dem Relaunch der Website www.na-bibb.de und dem Start einer neuen Erasmus+-Projektplattform wurden interne Prozesse modernisiert und das Serviceangebot ausgebaut. Hinzu kam 2025 der Wechsel des federführenden Ministeriums: Die NA beim BIBB ist seitdem dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) unterstellt. Die NA beim BIBB hat ihre Strukturen kontinuierlich weiterent wickelt und ist so der steigenden Nachfrage und den neuen strategischen Anforderungen entsprochen. - Ausblick Mit Blick auf die kommende Erasmus+-Programmgeneration 2028–2034 bringt sich die NA beim BIBB aktiv in den Prozess der Weiterentwicklung ein. Die Erfahrungen aus steigender Nachfrage, effizienter Programmumsetzung und intensiver Themenarbeit bilden eine solide Grundlage für die Zukunft. Ziel bleibt es, internationale Mobilität, Kooperationen und in ternationale Zusammenarbeit weiter zu stärken – wertebasiert, inklusiv, wirkungsorientiert und nachhaltig. - http://www.na-bibb.de 6 7Jahresbericht 2024/2025 NA beim BIBB 01NA beim BIBB Relaunch des Portals der NA beim BIBB Neuer Look, klare Struktur, bessere Orientierung Nach weitreichenden Analysen wurde die Portallandschaft der NA beim BIBB 2025 grundlegend überarbeitet. Im Mit telpunkt stand das Hauptportal www.na-bibb.de, das neu strukturiert, inhaltlich geschärft und gestalterisch moderni siert wurde. - - Als zentrales Informationsportal bündelt www.na-bibb.de alle relevanten Informationen zum EU-Programm Erasmus+ in der Berufs- und Erwachsenenbildung. Ziel des Relaunchs war es, die Inhalte übersichtlicher, verständlicher und stärker an den Bedürfnissen der unterschiedlichen Zielgruppen aus zurichten – von Neueinsteigenden bis zu erfahrenen Projekt trägern. Zudem bietet das Portal www.na-bibb.de Informati onen zur europäischen und nationalen Bildungspolitik. - - - Struktur entlang des Projektprozesses Die neue Seitenstruktur orientiert sich an den zentralen Fra gen der Nutzenden: Unter Informieren finden Interessierte Fördermöglichkeiten und Ziele des Programms. Der Bereich Beantragen führt Schritt für Schritt durch den Antragspro zess und unterstützt bei der Vorbereitung eines Projekts. Aus der Praxis stellt erfolgreiche Projekte vor, die die Vielfalt des Programms sichtbar machen, und zeigt Vernetzungs möglichkeiten auf. Im Bereich Service sind Beratungs- und Veranstaltungsangebote, Publikationen und digitale Tools gebündelt. - - - In Vorbereitung auf den Relaunch wurde die Website bereits 2024 entschlackt und zahlreiche Inhalte, die nur für beste hende Erasmus+-Vertragnehmerinnen und -nehmer gedacht sind, ausgegliedert. Beispiele dafür sind Berichtsformulare oder Tools für die Projektverwaltung. Diese Informationen finden sich seitdem auf der Erasmus+-Projektplattform. Hauptportal und Projektplattform greifen ineinander – von der ersten Information zur erfolgreichen Umsetzung. - Mehr Orientierung und Nutzerfreundlichkeit Im Zuge des Relaunchs wurden Inhalte überarbeitet und sprachlich vereinfacht. Ein ruhiges, modernes Design unter stützt die Orientierung und lenkt den Fokus auf relevante Inhalte für Antragstellende. Erste Rückmeldungen zeigen: Projektträgerinnen und Projektträger finden sich auf dem neuen Portal gut zurecht und finden den Antragsprozess klar. Der Relaunch trägt so dazu bei, den Zugang zu Erasmus+ weiter zu erleichtern. - Weitere Portale ebenfalls neu aufgestellt 2025 wurden auch die spezialisierten Portale überarbeitet: www.MeinAuslandspraktikum.de informiert Auszubil dende über Auslandsaufenthalte im Rahmen der Ausbildung. Die Website www.auslandsberatung-ausbildung.de bündelt Informationen für Beratende und Institutionen. Das Portal www.europass-info.de informiert über den kosten losen Service der Europäischen Union für Bewerbung und Jobsuche. Damit wurde die gesamte Portallandschaft weiter entwickelt und nutzerorientiert ausgerichtet. - - - Die Portallandschaft der NA beim BIBB: www.na-bibb.de www.na-bibb.de/projektplattform www.auslandsberatung-ausbildung.de www.meinauslandspraktikum.de www.na-bibb.de/agenda-erwachsenenbildung www.europass-info.de http://www.na-bibb.de http://www.na-bibb.de http://www.na-bibb.de http://www.MeinAuslandspraktikum.de http://www.auslandsberatung-ausbildung.de http://www.europass-info.de http://www.na-bibb.de http://www.na-bibb.de/projektplattform http://www.auslandsberatung-ausbildung.de http://www.meinauslandspraktikum.de http://www.na-bibb.de/agenda-erwachsenenbildung http://www.europass-info.de 8 9 Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NA beim BIBB NA beim BIBBNA beim BIBB01 8 9Jahresbericht 2024/2025 NA beim BIBB 01NA beim BIBB © N A b ei m B IB B / Fo to st ud io H eu pe l ( M är z 20 26 ) Das Organigramm der NA beim BIBB finden Sie unter www.na-bibb.de/ueber-uns http://www.na-bibb.de/ueber-uns 10 11 Leistungen und Services Highlights aus der Öffentlichkeitsarbeit der Jahre 2024 und 2025 Neu entwickelt wurde das Format der Factsheets. Diese präsentieren ein Thema auf zwei bis drei Seiten mit Fokus auf Zahlen, Daten und Fakten in übersichtlicher Form. www.na-bibb.de/publikationen Veröffentlichungen Je nach Nachfrage und Zweck stellt die NA beim BIBB ihre Pu blikationen als barrierefreie Download-PDF oder zusätzlich in gedruckter Form zur Verfügung. 2024 und 2025 wurden einzel ne Basisflyer aktualisiert und bedarfsgerecht gedruckt. Neu auf genommen in das Portfolio der quadratischen Flyer wurde eine Werbebroschüre über die EuroApprentices. Vom Nationalen Europass Center wurden Unterrichtsmaterialien erstellt. - - - Ebenfalls als Printexemplar erscheint das Journal – in der Regel zweimal jährlich in einer Auflage von 6.000 Exemplaren. Im Berichtszeitraum wurden die Schwerpunktthemen Internationa lisierung von Bildungseinrichtungen und Künstliche Intelligenz in europäischen Projekten gewählt. Eine Journalausgabe wid mete sich den vier Jubiläen, die die NA beim BIBB 2025 feiern konnte. - - Nur als Online-Publikationen steht die neue Inklusionsstrategie der NA beim BIBB zur Verfügung. Werbekampagne Erwachsenenbildung Um die Antragszahlen für Auslandsaufenthalte in der Erwachsenenbildung zu steigern, startete die NA beim BIBB 2024 eine langfristig angelegte Werbekampagne. Im Mittelpunkt stehen Stimmen aus der Praxis: Lernende, Bildungspersonal und Organisationen berichten in authen tischen Statements von ihren Erfahrungen und machen sichtbar, was Lernreisen mit Erasmus+ bewirken und wel che Chancen Auslandsaufenthalte eröffnen. - - Gebündelt werden die Inhalte auf einer zentralen Kampa gnenseite, auf der Postkarten und Poster bereitstehen und kurze Videostatements den Mehrwert internationaler Mo bilität vermitteln. Flankiert durch gezielte Medienarbeit mit Anzeigen, Advertorials und redaktionellen Beiträgen entfaltet die Kampagne ihre Wirkung direkt in der Community – die Antragszahlen steigen seit 2024 kontinuierlich. - - www.na-bibb.de/erasmus-perspektiven NA beim BIBBNA beim BIBB01 Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 ist die NA beim BIBB verantwortlich für die Durchführung europäischer Programme im Bereich der Erwachsenenbildung – angefangen von GRUNDTVIG bis Erasmus+. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Förderung von Auslandsaufenthalten und grenzüberschreitender Kooperation. 25 Jahre Erwachsenenbildung Eine Vision: Austausch und Kooperation in Europa stärken Budgetentwicklung der EU-Programme für Erwachsenenbildung gesamt Beantragte Kooperationsprojekte 2000 / 2001 2025 2000 2025 0,5 Mio. € 68 32 Mio. € 304 Wirkung: Auslandsaufenthalte stärken Men- schen, Kooperationen stärken Organisationen Teilnehmende (TN) an Auslandsaufent- halten der EU-Programme Personal Lernende 2000 2025* 2021 2025* * ohne 2. Antragsrunde 61 TN 194 TN 3.088 TN 1.791 TN „Der intensive Fokus auf das Projekt- thema hat zu einer verstärkten Wahr- nehmung und einem Haltungswandel bei unseren Kolleginnen und Kollegen geführt. Die Projektergebnisse werden nun dauerhaft in den verschiedenen Organisationen genutzt.“ Katrin Echtermeyer, Wisamar Bildungsgesellschaft gGmbH „Wir haben 2023 eine Lernreise mit Teilnehmenden aus der Grundbildung in Schweden organisiert. Noch heute merken wir, wie die Lernenden durch diese Erfahrung gewachsen sind und wie sie immer noch davon profitieren.“ Anke Wigger, Direktorin VHS Husum © B itt ed an ke sc hö n/ A do be St oc k | D es ig n: b lu eb er ry -s ta rn be rg .d e wENN austausch türen öffnet Infos zu Auslandsaufenthalten in der Erwachsenenbildung gibts hier. Gleich scannen und dabei sein! www.na-bibb.de/erasmus-perspektiven Erasmus+ schafft Perspektiven – auch in der Erwachsenenbildung ZUGANG FÜR ALLE> > Erasmus+-Inklusions- strategie der NA beim BIBB Umsetzung von Inklusion und Vielfalt 2021-2027 www.na-bibb.de http://www.na-bibb.de/publikationen http://www.na-bibb.de/erasmus-perspektiven 10 11Jahresbericht 2024/2025 NA beim BIBB 01NA beim BIBB Portallandschaft neu gestaltet Zentral für die Informationsverbreitung ist die Portalland schaft der NA beim BIBB. Das Hauptportal sowie das Azu bi- und das Ausbilder-Portal wurden im Rahmen eines Re launches 2025 modernisiert (s. S. 7). Bereits 2024 waren in Vorbereitung auf die schlankere und zielführendere Struktur einzelne Inhalte in die neu geschaffene Projektplattform aus gelagert worden. - - - - www.na-bibb.de Audiopräsenz fest etabliert „Talking Erasmus+“, der 2020 eingeführte Podcast der NA beim BIBB zu Bildung und Europa, wurde 2024 und 2025 mit insgesamt sieben Folgen fortgeführt. Die Bandbreite der Themen reichte von Demokratieförderung und Teilhabe bis zu einer Zwischenbilanz der laufenden Erasmus+-Programm generation. - https://open.spotify.com/show/ 5xFZTD087UqPafS0qu4sTF Film ab Auch auf YouTube ist die NA beim BIBB weiterhin präsent. Neu produziert wurden ein Video zu dem 2024 mit dem European Innovative Teaching Award (EITA) ausgezeichneten Berufsbildungsprojekt PEEC, eine dreiteilige Videoreihe „Gute Gründe für Auslandsaufenthalte in der Ausbildung“ sowie ein Film über das europäische EuroApprentices-Netzwerk. www.youtube.com/watch?v=tCSNtqj1UMc www.auslandsberatung-ausbildung.de/ gute-gruende-fuer-auslandsaufenthalte https://youtu.be/mNDvLjEQjBY Aktiv auf Instagram und LinkedIn Ende 2025 hatte der Instagram-Account der NA beim BIBB circa 2.330 Follower-/innen, mit durchschnittlich 13.000 Aufrufen pro Monat (Juni-Dez. 2025). Er richtet sich an eine junge Zielgruppe und thematisiert Auslandsaufenthalte in der Ausbildung. Seit Sommer 2024 bespielt die NA beim BIBB auch einen eigenen Account auf LinkedIn. Dieser bildet alle NA-relevanten Bereiche ab und hat ein beachtliches Wachstum hingelegt: Die 1.000er Follower-Marke rückt näher. @MeinAuslandspraktikum www.linkedin.com/company/nationale- agentur-bildung-für-europa Von der Praxis lernen Erfahrungsberichte vermitteln ein gutes Bild von der Vielfalt und den Erfolgen der Erasmus+-Projekte. Die NA beim BIBB veröffentlicht daher regelmäßig Storys aus der Berufs- und Erwachsenenbildung. www.na-bibb.de/aus-der-praxis/projekte Veranstaltungen Ein wichtiges Informations-, Beratungs- und Vernetzungs angebot sind die von der NA beim BIBB angebotenen Ver anstaltungen. Die Mehrheit findet seit Corona online statt und deckt sowohl klassische Infoveranstaltungen als auch Online-Fragestunden, Antragswerkstätten oder Inspiration Days ab. - - - - © ar gu m G bR / H el le r Als größte Präsenzveranstaltung richtet die NA beim BIBB alle zwei Jahre eine Jahrestagung aus: 2024 kamen 574 Teilnehmende vom 18. bis 19. September in Ludwigsburg zu sammen. 2025 gab es drei größere Präsenzveranstaltungen: Der Europass lud am 20. März anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums zu einer Tagung nach Bonn ein. Bei der interna tionalen Trainings- und Kooperationsveranstaltung „Green Erasmus – A contribution to Europe’s green transition?!“ vom 21. bis 23. Mai kamen 70 Personen nach Lüneburg und die Fachtagung „Internationalisierung beginnt in der Praxis“ am 18. November in Berlin besuchten rund 120 Teilnehmende aus Politik und Praxis. www.na-bibb.de/service/veranstaltungen/ veranstaltungsrueckblicke https://open.spotify.com/show/5xFZTD087UqPafS0qu4sTF http://www.auslandsberatung-ausbildung.de/gute-gruende-fuer-auslandsaufenthalte http://www.linkedin.com/company/nationale-agentur-bildung-für-europa http://www.na-bibb.de/service/veranstaltungen/veranstaltungsrueckblicke http://www.na-bibb.de http://www.youtube.com/watch?v=tCSNtqj1UMc https://youtu.be/mNDvLjEQjBY http://www.na-bibb.de/aus-der-praxis/projekte https://www.instagram.com/meinauslandspraktikum/ 12 13 Erasmus+ 02_ Erasmus+ Erasmus+ ist das EU-Pro gramm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport. Ein Großteil des Programms wird in den teilnehmenden Ländern ver waltet. Die NA beim BIBB ist für die Umsetzung in der Berufs- und Erwachsenenbil dung zuständig. Sie fördert Auslandsaufenthalte zu Lernzwecken und die euro päische Zusammenarbeit. - - - - © N D A BC RE A TI V IT Y /A do be St oc k. co m 12 13Jahresbericht 2024/2025 Erasmus+ 02Erasmus+ in Zahlen Berufsbildung Erstmals mehr als 60.000 Auslandsaufenthalte bewilligt Jahr Azubis | Bildungspersonal | Gesamt 2022 18.725 5.029 23.754 2023 25.259 7.752 33.011 2024 36.720 9.365 46.085 2025 48.149 11.902 60.051 Bundesländer mit Überrepräsentanz* bei Lernendenmobilität 2025 Schleswig- Holstein + 3% - - | | - - Berlin + 3% Nieder sachsen + 2% Rheinland- Pfalz + 1% Bayern + 6% * Definition s. Anhang, Tabelle 6 Erwachsenenbildung Starke Steigerung bei Auslands aufenthalten – insbesondere bei Lernenden Jahr Lernende Personal Gesamt 2022 379 1.001 1.380 2023 619 2.151 2.770 2024 883 2.731 3.614 2025 1.920 3.463 5.383 Bewilligte Auslandsaufenthalte Berufs- & Erwachsenenbildung Top-Prioritäten der Partnerschaften 2024 BB | Anpassung der beruflichen Aus und Weiterbildung an den Bedarf des Arbeitsmarkts EB | Inklusion und Vielfalt 2025 BB | Anpassung der beruflichen Aus und Weiterbildung an den Bedarf des Arbeitsmarkts EB | Inklusion und Vielfalt BB = Berufsbildung, EB = Erwachsenenbildung Basis für Ranking: Bewilligte Anträge 14 15 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Mobilität in der Berufsbildung Akkreditierung erfolgreich, neuer Rekord bei beantragten Auslandsaufenthalten Erasmus+Erasmus+02 S eit dem Start der laufenden Programmgeneration gibt es zwei Zugänge zur Mobilitätsförderung: die Kurzzeitprojekte für den Einstieg und die Akkreditierung als Standardzugang. Für den berufsbildenden Sektor waren die Jahre 2024 und 2025 mit Blick auf beide Fördermöglichkeiten von Erfolgen geprägt. So ist die Anzahl der beantragten und bewilligten Mobilitäten auf neue Rekordwerte gestiegen, was zum größ ten Teil am Engagement der akkreditierten Einrichtungen liegt. Sie bieten mit zunehmender Routine und Professiona lität Auslandsaufenthalte an. Erfreulich ist, dass sich die An zahl der Akkreditierungen weiter erhöht hat: von 985 im Jahr 2024 auf 1.089 im Jahr 2025. Insgesamt bedeutet dies eine Stärkung der internationalen Ausrichtung der Berufsbildung. 2024 wurden in insgesamt 870 Projekten 52.917 Auslands aufenthalte beantragt, was im Vergleich zum Wert von 2023 einen Anstieg von etwas mehr als 27 Prozent ausmacht. 50.447 der Mobilitäten wurden in 750 Projekten von akkre ditierten Einrichtungen beantragt, die restlichen im Rahmen von Kurzzeitprojekten. Bewilligt wurden insgesamt 46.085 Auslandsaufenthalte, davon 36.720 für Lernende und 9.365 für das Personal. 61.568 Auslandsaufenthalte in 2025 beantragt 2025 gab es eine weitere Steigerung, auch wenn sie mit 16 Prozent geringer ausfiel. In insgesamt 972 beantrag ten Projekten wurden in Summe 61.568 Auslandsaufenthalte beantragt. Davon entfielen 59.032 auf 845 Projekte, die von akkreditierten Einrichtungen eingereicht wurden, der Rest wurde im Rahmen von Kurzzeitprojekten beantragt. Erfreulich war die hohe Bewilligungsrate von über 95 Prozent im Antragsjahr 2025. In insgesamt 958 bewilligten Projekten wurden Auslandsaufenthalte für ins gesamt 48.149 Lernende und 11.902 Personen der Zielgruppe Bildungspersonal bewilligt. Diese quantitativen Steigerungen können nicht mehr mit einem Nachholeffekt nach der Corona-Pandemie erklärt wer den. Sie demonstrieren vielmehr, dass Auslandsaufenthalte für Lernende und Bildungspersonal für viele berufsbildende Einrichtungen ein wichtiger Bestandteil ihres Profils gewor den sind und die Akkreditierung attraktive Gestaltungsmög lichkeiten bietet. Dies lässt sich besonders für die Berufsschu len festhalten, die den größten Teil der insgesamt seit dem Jahr 2021 bewilligten 1.089 Akkreditierungen ausmachen. Die Akkreditierung zeigt Wirkung 2024 und 2025 waren die Jahre, in denen die NA beim BIBB erstmals auf die sogenannten Fortschrittsberichte akkredi tierter Einrichtungen zugreifen konnte. In diesen Berichten legen Einrichtungen dar, welche Ziele sie mit der Akkreditie rung als Organisation erreicht haben und wo sie in ihrer Ent wicklung stehen. Insgesamt wurden 301 Berichte evaluiert. Diese Evaluation brachte eine große Bandbreite an positiven Ergebnissen zutage, vor allem im Bereich der Erasmus+-Pro grammziele - Inklusion, digitaler Wandel, Nachhaltigkeit und Teilhabe. Es hat sich gezeigt, dass diese nicht nur stärker im Bewusstsein der Einrichtungen und ihrer handelnden Per sonen verankert sind, sondern die Verknüpfung dieser Ziele mit der Mobilitätsförderung auch zur jeweiligen Organisati onsentwicklung beitragen. Betrachtet man zum Beispiel den Bereich Inklusion, so fällt die Erhöhung der Anzahl der Lernenden mit besonderem Förderbedarf in Mobilitätsprojekten auf. Akkreditierte Ein richtungen beziehen diese Zielgruppe in ihre Projektpla nung stärker ein, was insgesamt zu mehr Bewusstsein und Sensibilität im Umgang mit jungen Menschen führt, die vor bestimmten Herausforderungen stehen. Ebenso zeigt sich, dass vor allem Schulen daran arbeiten, den digitalen Wandel proaktiv zu gestalten. Sie nutzten die Auslandsaufenthalte als Qualifizierungsinstrument, um beispielsweise die Kom petenzen des Lehrpersonals im Umgang mit digitalen Lern- und Lehrtools zu stärken und ganze Ausbildungsmodule im Bereich Industrie 4.0 zu entwickeln oder anzupassen. Von solchen Entwicklungen profitiert am Ende die gesamte Orga nisation. Besonders positiv, so zeigten es die evaluierten Berichte, wirkt sich die Akkreditierung auf die langfristige Integration von Auslandsaufenthalten in das Profil der jeweiligen Ein richtung aus. Viele haben dafür Strukturen und Ressourcen geschaffen, um qualitativ gute Mobilitäten umzusetzen, das Projektmanagement zu verbessern und sich in der Region als attraktiver Bildungsanbieter mit internationaler Ausrichtung zu etablieren. Besonders diese positive Entwicklung gilt nicht nur für akkreditierte Schulen, sondern unter anderem auch für Unternehmen und Kammern, die ebenfalls Teil der Er folgsgeschichte „Akkreditierung in Erasmus+“ sind. Auch sie arbeiten im Rahmen ihrer Akkreditierung strategisch an einer stärkeren internationalen Ausrichtung ihrer Organisation und sind bestrebt, die Anzahl an Auslandsaufenthalten zu festi gen oder auszubauen. 14 15Jahresbericht 2024/2025 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Erasmus+ 02Erasmus+ Good Practice In Südtirol nachhaltigen Gartenbau hautnah erleben © W ill y- Br an dt -S ch ul e Die Willy-Brandt-Schule – Be rufliche Schulen des Landkreises Kassel führt seit rund 20 Jahren eu ropäische Projekte durch und ent sendet Lernende wie Personal vor rangig nach Italien und Österreich. Seit 2021 ist die Schule akkreditiert und war auch Mitglied in einem Konsortium. Insgesamt hat sie be reits über 500 Auslandsaufenthalte ermöglicht. Dirk Peter, Lehrkraft und EU-Koordina tor, erklärt, warum es für die Schule so wichtig ist, Auslandsaufenthalte über Erasmus+ umzusetzen: „Die Schüle rinnen und Schüler fragen vom ersten Tag an danach, weil sie von den po sitiven Erfahrungen ihrer Mitauszubil denden gehört haben, und sie sind drei Jahre hoch motiviert im Unterricht mit dabei. Es ist ein Geben und Nehmen. Man sieht, wie die Schüler und Schüle rinnen wachsen und dankbar sind, dass sie ein Praktikum durchführen durften. Das rechtfertigt dann auch unsere an fallenden Überstunden!“ Erasmus+-Prioritäten fest im Blick Neben dem Lernerfolg und der Zufrie denheit der Teilnehmenden ist es für Peter und sein Team ebenso wichtig, die Prioritäten des Erasmus+-Pro gramms aktiv voranzutreiben. Insbeson dere die Nachhaltigkeit haben sie dabei im Blick, denn die Schule entsendet neben Lernenden und Personal aus der Tiermedizin vorrangig Teilnehmende aus dem Garten- und Landschaftsbau. Diese erhalten in Südtirol die Möglich keit, nachhaltige Gartenbauprojekte kennenzulernen und arbeiten daran mit, wenn Agri-Photovoltaik installiert, Tröpfchenbewässerung eingesetzt und nachhaltige Mittel zur Pflanzenstärkung getestet werden. Auch digitale Tools kommen im Prak tikum aktiv zum Einsatz, z. B. in der Pflanzenkundelehre, die durch spezielle Software unterstützt wird. Trainiert werden digitale Kompetenzen ebenso, wenn die Teilnehmenden zur Nachbe reitung ihres Auslandsaufenthalts einen Film drehen. Dies schlägt sozusagen gleich drei Fliegen mit einer Klappe: Neben dem Kompetenzzuwachs der Lernenden erhält die Schule mit den Filmen authentisches Werbematerial über den Auslandsaufenthalt und kann zudem Lernergebnisse sichern. Auch das Thema Inklusion kommt an der Willy-Brandt-Schule nicht zu kurz. So werden Lernende des Bildungsgangs Gartenbauhelfer/-in aktiv motiviert, Auslandsaufenthalte umzusetzen. Zu dem werden Teilnehmende konkret und bedarfsorientiert unterstützt, indem z. B. passende Begleitung und eine umfassende Vor- und Nachbereitung angeboten werden. Dass dies seit Jahren Erfolg hat, ist auch der langjäh rigen Partnerschaft mit der Fachschule Laimburg in Südtirol zu verdanken, die als Vorreiterin in Sachen Inklusion bedarfsgerechte Lernbedingungen vor Ort schafft und Lehrkräften bei Job- Shadowings inklusive Lehrkonzepte näherbringt. Solides Partnernetzwerk Generell kann die Kasseler Schule auf ihr Netzwerk bauen: Über Jahre hat sie sich hochwertige nationale wie inter nationale Partnerschaften mit Schulen und Betrieben aufgebaut, auf die sie jederzeit zurückgreifen kann. Lernende und Personal – es werden neben eige nen Lehrkräften auch Ausbilder/-innen aus der Region per Lernortkooperation entsendet – erhalten während des Aus landsaufenthaltes hochwertige, fach liche Einblicke und kehren voller neuer Erkenntnisse hochmotiviert zurück. Daher hat die Willy-Brandt-Schule auch keinerlei Probleme, Teilnehmende für die Zeit im Ausland bei ihren Betrieben freistellen zu lassen. Peter beschreibt die Netzwerkarbeit so: „Es gab vor Ort auch schon einige Absprachen zwi schen den deutschen und italienischen Betrieben über eine zukünftige Zusam menarbeit außerhalb unserer Projekte. Es ist ein Selbstläufer. Ich habe immer mehr Betriebe, die nach einer Zusam menarbeit fragen.“ Die vertrauensvolle Zusammenarbeit gehe bereits über die Entsendung von Teilnehmenden hinaus. So will die Wil ly-Brandt-Schule mit ihrem Partner in Tirol an den Prüfungsmodalitäten des Europäischen Referenzrahmens arbei ten, um zu einer einheitlichen Ausbil dungsqualität in Europa beizutragen. PROJEKTDATEN Projektnummer: 2024-1-DE02-KA121-VET-000202022 Projekttitel: Mobilitätsprojekt im Rahmen der Akkreditierung Projektlaufzeit: 01.06.2024 - 31.08.2025 Projektträger: Willy-Brandt-Schule Kontakt: Dirk Peter d.peter@wbs-kassel.com Projektwebsite: https://wbs-kassel.com/ mailto:d.peter@wbs-kassel.com https://wbs-kassel.com/ 16 17 - - - - - - - - - - - - - - - - - - Partnerschaften in der Berufsbildung Qualitativ hochwertige Projekte, stagnierende Programmmittel D Erasmus+Erasmus+02 ie Leitaktion 2 (Partnerschaften für Zusammenarbeit) kann sich auch in den Jahren 2024 und 2025 über ungebrochenes Interesse bei Antragstellern freuen. Während in den vorhe rigen Programmgenerationen die Antragszahlen oft zum Pro grammende zurückgingen, bleiben sie 2024 (242) und 2025 (211) weiterhin stabil trotz stagnierender Budgets und nur einer einzigen Antragsrunde im Jahr 2025. 2024 konnten 50 kleinere Partnerschaften und 29 Kooperationspartnerschaf ten gefördert werden, 2025 dann 44 kleinere Partnerschaf ten und 33 Kooperationspartnerschaften. Die Förderquoten haben sich bei den kleineren Partnerschaften etwas verbes sert (2024: 42 Prozent; 2025: 56 Prozent). Bei den Koopera tionspartnerschaften liegt die Förderquote in beiden Jahren im Schnitt unter 25 Prozent. Dabei ist vor allem erfreulich, dass die Qualität der eingereichten Anträge sowohl bei den kleineren als auch den Kooperationspartnerschaften immer besser wird. European Innovative Teaching Award 2024 für die Berufsbildung © a rg um G bR / H el le r Seit 2021 verleiht die Europäische Kommission den European Innovative Teaching Award, um herausragende Leistungen in der Lehrtätigkeit zu würdigen. Ausgezeichnet werden im Rahmen dieses Preises besonders gelungene Erasmus+-Projekte, die zum jewei ligen Jahresthema passen. 2024 lautete das Thema „Well-being at school“. Und hier ging der Preis an die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. für ihr Berufsbildungsprojekt „Peace Education in Early Childhood to prevent Bullying“ (Leitaktion 2). Ziel des Projekts ist es, Friedenserziehung als Weg zu mehr Gleichheit, Vielfalt und Inklusion zu nutzen und Gewalt sowie Mobbing in der frühkindlichen Bildung nachhaltig zu verhindern. Damit pädagogisches Per sonal diese Inhalte effektiv anwenden kann, erarbeitete das Projekt eine umfassende Materialsammlung, die sich direkt in der täglichen Arbeit anwenden und umsetzen lässt. Die anschließende Akkreditierung des im Rahmen des Projektes entwickelten Weiterbildungskurses sowie dessen Einsatz in der Weiterbildung von Erzieherinnen und Erziehern bzw. in der Friedenserziehung verstärkt die Wirksamkeit des Projekts. (www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/jahrestagung- der-na-beim-bibb-in-ludwigsburg-2024). Wirkungsvolle Projekte und synergetische Programmverknüpfungen Das Programm Erasmus+ und damit auch die Partnerschaften für Zusammenarbeit in der Berufsbildung werden an ihrer Wirkung im Feld gemessen. Die 2025 veröffentlichte Zwi schenevaluation des Programms Erasmus+ (www.na-bibb. de/aus-der-praxis/themen/die-zukunft-von-erasmus) hat verdeutlicht, dass Wirkung in allen Leitaktionen vorhan den ist, aber noch nicht systematisch erfasst wird. Daher hat die NA beim BIBB eine Umfrage gestartet, um Wirkungen und Synergien in der Leitaktion 2 sichtbar zu machen. Aus den 60 Rückmeldungen von Projektkoordinatoren konnten erste Schlüsse gezogen werden: 1. Ein Projekt ist dann wirksamer, wenn auch die be teiligten Projektakteure im Bildungssektor struk turell verankert und relevant sind. 2. Die bedeutendste Wirkung für die Koordinatoren und Partner ist die Internationalisierung ihrer Or ganisation und Belegschaft. 3. Synergien zu anderen EU-Förderprogrammen (z.B. Horizon) kommen vor, werden aber in der etablier ten Berichtsstruktur nicht strukturell erfasst. Parallel dazu hat die NA beim BIBB den europäischen Aus tausch gesucht und sich mit dem LTA IMPACT der nieder ländischen NA vernetzt. In diesem langfristig angelegten europäischen Austauschformat wurde ein Wirkungsmodel entwickelt, welches nun gezielt in die Antragsberatung und das Monitoring der Partnerschaftsprojekte einfließt. Zudem werden die Gutachtenden entsprechend geschult (Mehr Informationen: https://www.erasmusplus.nl/ en/impacttool-strategicpartnerships). Dieser Anspruch an wirkungsvolle und nachhaltige Projektergebnisse, die in der Praxis auch nach Projektende verwendet werden, wird der rote Faden sein, an dem sich die NA beim BIBB und auch ihre Projektträger in der verbleibenden Programmlaufzeit und darüber hinaus werden messen lassen müssen. Nationales VET-Team – von EQAVET bis zu KI und Lernergebnissen In den Jahren 2024 und 2025 konnte das Nationale VET- Team Workshop-Formate, Seminare und Podcasts zu den Themen EQAVET und Micro-Credentials zum bestehenden Portfolio hinzufügen. Besonders erfolgreich war der zweitei lige Workshop „Lernergebnisse mit Hilfe von KI formulieren“. Hier wurden sowohl Grundkenntnisse vermittelt als auch Übungen zur Erstellung von Lernergebnissen mit KI durchge führt. http://www.na-bibb.de/aus-der-praxis/themen/die-zukunft-von-erasmus http://www.na-bibb.de/aus-der-praxis/themen/die-zukunft-von-erasmus https://www.erasmusplus.nl/en/impacttool-strategicpartnerships https://www.erasmusplus.nl/en/impacttool-strategicpartnerships http://www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/jahrestagung-der-na-beim-bibb-in-ludwigsburg-2024 16 17Jahresbericht 2024/2025 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Good Practice Inklusion von Menschen mit Behinderung in KMU Erasmus+ 02Erasmus+ Inklusion ist ein Schwer punktthema von Erasmus+. Um Betriebe bei der Umsetzung von Inklusion zu unterstützen, hat die Akademie Klausenhof gGmbH ge meinsam mit sechs Partnern aus sechs europäischen Ländern sowie mit Menschen mit unterschied lichen motorischen und geistigen Behinderungen Lernmaterialien entwickelt. Derzeit lebt gelingende Inklusion in der Berufswelt insbesondere vom großen Engagement Einzelner. Gleich zeitig bestehen Vorbehalte gegenüber Menschen mit Behinderung und es herrscht Unwissenheit bezüglich einer erfolgreichen beruflichen Einbindung. Um die Teilhabe von Menschen mit Be hinderung im Lebensbereich Arbeit und Ausbildung gemäß der UN-Behinder tenrechtskonvention zu ermöglichen, befasst sich das Projektkonsortium „Be inclusive“ mit dem Thema Inklusion in der Arbeitsvermittlung. Der Schwer punkt liegt dabei auf der Inklusion von Menschen mit Behinderung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), da diese zumeist nicht über eigene Inklusi onsexpertise verfügen. © A ka de m ie K la us en ho f Lernmaterialien für Fachkräfte Kern des Projekts ist die Erstellung digitaler Lerntools, die sich einerseits an Fachkräfte richten, die Menschen mit Behinderung in Arbeit vermitteln, und andererseits an Personen, die in Firmen für die Inklusion von Men schen mit Behinderung zuständig sind. Das Ziel besteht darin, die inklusiven Kompetenzen und die Sensibilität von Personalverantwortlichen und des Managements zu verbessern. Dadurch sollen die Chancen von Menschen mit Behinderung steigen, einen passenden Job zu finden und zu behalten. Die Broschüre „Menschen mit Be hinderungen auf dem Arbeitsmarkt: Vermittlung, Inklusion und nachhal tige Beschäftigung in KMU“ soll als Hilfestellung zur Inklusionsumsetzung dienen. Sie umfasst gesetzliche Rah menbedingungen, Beispiele guter Praxis aus allen Partnerländern sowie überzeugende Argumente für die Be schäftigung von Menschen mit Behin derungen im ersten Arbeitsmarkt. Da rüber hinaus werden typische Hürden aufgezeigt und konkrete Lösungsan sätze präsentiert. Gleichzeitig bietet sie Menschen mit Behinderung selbst eine nützliche und hilfreiche Orientierung für den Weg ins Arbeitsleben. Die acht kurzen Lernvideos präsentie ren Lösungen für Betriebe und stärken die Selbstwirksamkeit von Menschen mit Behinderung, die in diesen reprä sentiert werden. Thematisch decken sie alle relevanten Phasen der Perso nalbeschaffung und des Onboardings sowie Aspekte des Arbeitsumfelds, der Führung, der Kompetenzentwicklung und der Vorteile von Beschäftigung und der Vorurteile ab. Dabei werden verschiedene Arten von Behinderungen berücksichtigt, sowohl motorische als auch geistige. Ergänzende Lernmaterialien für die be triebliche Praxis sind eine Checkliste für die Umsetzung von Inklusion in KMU, Factsheets zu unterschiedlichen Formen von Behinderung mit nationalen recht lichen Hinweisen und Besonderheiten, beispielsweise zu Fördermöglichkeiten. Ausbildungs- und Arbeitsvermittelnde können die Materialien im Vermitt lungsprozess selbst sowie zur Moti vation und Anleitung von Betrieben einsetzen. Dadurch werden diese dazu bewegt, bei der Besetzung neuer Stel len Menschen mit Behinderung zu be rücksichtigen und somit dem Fachkräf temangel entgegenzuwirken. Dank der gesteigerten Inklusionskompetenzen kann das Bildungspersonal Menschen mit Behinderung, die eine Maßnahme oder ein Training durchlaufen, besser auf dem Weg in den ersten Arbeits- markt unterstützen. Das Projekt zeigt deutlich, dass für eine inklusive Berufswelt eine inklusive Grundhaltung erforderlich ist und alle Beteiligten von inklusiven Arbeitsplät zen profitieren. Gleichzeitig ist eine gezielte Heranführung an das Thema Inklusion sowie das Aufzeigen des Po tenzials für die Fachkräftegewinnung erforderlich. Neben der Einbindung von Menschen mit Behinderung selbst wurde durch die Mitarbeit der ortsan sässigen Unternehmen ein verstärktes Bewusstsein für deren Verantwortung im Hinblick auf Inklusion in der regio nalen Wirtschaft erreicht. PROJEKTDATEN Projektnummer: 2023-1-DE02-KA220-VET-000156454 Projekttitel: Be inclusive! Wie Inklusion von Men schen mit Behinderung in KMUs funk tioniert - - Projektlaufzeit: 01.09.2023 – 31.08.2025 Projektträger: Akademie Klausenhof gGmbH Kontakt: projekte@akademie-klausenhof.de Projektwebsite: https://www.be-inclusive.net/ mailto:projekte@akademie-klausenhof.de https://www.be-inclusive.net/ 18 19 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Mobilität in der Erwachsenenbildung Antragsmöglichkeiten noch nicht vollständig ausgeschöpft F ür die Erwachsenenbildung waren 2024 und 2025 erfolg reiche Jahre. Nach zunächst sehr niedrigen Antragszahlen ist inzwischen ein kontinuierlicher Anstieg zu verzeichnen. In den Jahren 2024 und 2025 konnten insgesamt 125 neue Projekte bewilligt werden, darunter 49 Kurzzeitprojekte sowie 76 Mit telanforderungen akkreditierter Einrichtungen. 117% mehr bewilligte Lernenden mobilitäten in 2025 - Erasmus+Erasmus+02 Mit der Antragsrunde im Oktober 2025 wurden zwölf neue Einrichtungen in den Kreis der akkreditierten Organisationen aufgenommen. Damit wurden nun insgesamt 100 Organisa tionen der Erwachsenenbildung akkreditiert, davon sind 97 aktiv. Die 2024 von der NA beim BIBB gestartete Kampagne „Wenn Austausch Türen öffnet“ zur Bewerbung der Fördermög lichkeiten für die Erwachsenenbildung zeigt Wirkung. Ein sichtbarer Trend seit 2024 ist die steigende Zahl von Biblio theken, die mit Erasmus+ aktiv sind und den Mehrwert des europäischen Austauschs für sich als dritten Lernort entde cken. Beispiele hierfür sind die Zentral- und Landesbibliothek Berlin sowie die Städtischen Bibliotheken Dresden, die ihre standortübergreifenden Strukturen nutzen, um Mitarbeitende zu qualifizieren. Kursbesuche sind weiterhin das meistgenutzte Format für das Bildungspersonal, dicht gefolgt vom Job-Shadowing als pass genaue Fortbildungsmöglichkeit. Beliebteste Zielländer waren 2025 Österreich, Italien und Frankreich. Gleichzeitig nutzen Einrichtungen zunehmend die Möglichkeit, Expertinnen und Experten in die eigene Einrichtung einzuladen, um direkt vor Ort von deren Fachwissen zu profitieren. Inhaltlich gewinnt – wenig überraschend – das Thema „An wendung und Umgang mit Künstlicher Intelligenz“ im Bereich Digitalisierung weiter an Bedeutung. So entsendet beispiels weise die vhs Bingen (www.na-bibb.de/aktuelles/detail/ news/mit-ki-in-die-bildung-von-morgen) ihre Lehrkräfte zu Workshops nach Kroatien, in denen der Einsatz von KI im Unterricht und in der Verwaltung behandelt wird. Die Päda goginnen und Pädagogen erlernen dort unter anderem den effizienten Einsatz von Prompting und erproben KI-Anwen dungen in praktischen Übungen zur Erstellung von Lernmate rialien sowie zur Prozessoptimierung. Lernendenmobilität auf der Überholspur Auch die Lernendenmobilität hat sich in der Erwachsenen bildung sehr positiv entwickelt: Während 2023 noch Maß nahmen für 619 Lernende bewilligt wurden, waren es 2024 bereits 883 und 2025 sogar Aktivitäten für 1.920 Lernende – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Diese Steigerung ist besonders bedeutsam, da die Durchführung von Auslandsauf enthalten für Lernende für viele Einrichtungen noch Neuland und damit organisatorisch anspruchsvoll ist, insbesondere wenn inklusive Teilnehmende, etwa aus der Grundbildung, einbezogen werden. Herausforderungen bestehen vor allem in organisatorischen Fragen: Lernende müssen zur Teilnahme motiviert werden, die Vorbereitung der Teilnehmenden – häufig ihre erste Auslandsreise – ist zeitintensiv, und auch Alltagsverpflich tungen müssen für die Dauer der Lernreise organisiert werden. Gleichzeitig erfordert die Abstimmung mit der aufnehmenden Einrichtung und den Partnern vor Ort sowie die gemeinsame Festlegung von Zielen und Inhalten des Lernprogramms zusätzlichen Aufwand. Dieser lohnt sich jedoch, wie Julia Francke vom vhs-Landesverband Schles wig-Holstein (www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/ lernreise-in-der-grundbildung) betont: „Wir sind am Ende so reich belohnt worden, dass ich eine solche Lernreise immer wieder durchführen und auch anderen dazu raten würde. Wir unterstützen damit zugleich unsere Philosophie, dass sich Institutionen nur im europäischen Kontext weiterentwickeln können. Unser Ziel ist es, allen Einrichtungen zu ermöglichen, sowohl ihr Personal als auch ihre Lernenden in diesem Sinne zu fördern.“ Mehr inhaltliche Unterstützung von Projektträgern Um Projektträger bei einer erfolgreichen und qualitativ hoch wertigen Umsetzung zu unterstützen, hat die NA beim BIBB im Jahr 2025 erneut Monitoring-Veranstaltungen für akkre ditierte Einrichtungen in der Erwachsenenbildung angebo ten, erstmals wieder in Präsenz. Ziel war es, den fachlichen Austausch zwischen den Trägern zu stärken und Raum für inhaltliche Fragen zu schaffen, etwa zur Einbindung inklusiver Teilnehmender oder zur organisatorischen Weiterentwicklung. Das erfolgreiche Format wird auch 2026 fortgeführt. 2025 war auch ein Jubiläumsjahr für die Erwachsenenbildung: 1995 wurden im Programm Sokrates erste Schritte unter nommen, Lehrkräfte und europäische Lernpartnerschaften zu fördern. 2000 erhielt die Erwachsenenbildung mit GRUNDT VIG eine eigene Säule im EU-Förderportfolio. Und seit 2021 können Auslandsaufenthalte von Lernenden in Erasmus+ ge fördert werden – eine beachtliche Entwicklung. http://www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/mit-ki-in-die-bildung-von-morgen http://www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/mit-ki-in-die-bildung-von-morgen http://www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/lernreise-in-der-grundbildung http://www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/lernreise-in-der-grundbildung 18 19Jahresbericht 2024/2025 Good Practice Austausch für Lesben- und Frauenarchive und -bibliotheken Erasmus+ 02Erasmus+ © i.d .a . e. V. Im i.d.a.-Dachverband e.V. – informieren, dokumentie ren, archivieren – sind seit 1994 deutschsprachige Lesben- und Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen aus Deutschland, der Schweiz, Ös terreich, Luxemburg und Italien organisiert. Sein Hauptziel ist das Bewahren der Ergebnisse von Lesben- und Frauenbewegungen sowie der Frauen- und Geschlech terforschung. - - - Die i.d.a.-Einrichtungen sind Gedächtnis und lebendige Zentren feministischer Bewegungen. Sie sammeln, bewahren und verbreiten Wissen und Dokumente dieser Bewegungen, öffnen ihre Türen für Recherchen, Beratungen und Wei terbildung in Lesezirkeln, thematischen Gesprächsrunden und bieten Stadt rundgänge sowie internationale Vernet zungen an. - - - Im Zentrum des Kurzzeitprojekts „#Ge meinsamBewahrenWirZukunft“ des Dachverbandes stand der Austausch mit weiteren Bibliotheken und Archi ven. Ziel des Austausches war es, die Sichtbarkeit von Frauengeschichte und Frauenwissen zu stärken und sie als Teil des kulturellen Erbes zu bewahren und demokratiestärkend zu nutzen. - - Im Rahmen des Projekts wurden 14 Mitarbeitende aus deutschen i.d.a.-Ein richtungen zu Job-Shadowings in neun verschiedene Länder entsandt. Im Vordergrund des Austauschs stand der Einblick in die Arbeitsweise der aufneh menden Einrichtungen. Ein zentraler Erfolgsfaktor war die fachliche Passung – so besuchten Archivmitarbeitende Archive und Bibliothekarinnen Biblio theken. Der persönliche Austausch half dabei, Sprachkenntnisse zu aktivieren, förderte das Gemeinschaftsgefühl, er möglichte ein kollektives Mapping von guten Praktiken und schuf eine neue Dynamik für zukünftige gemeinsame Projekte. Die Teilnehmenden erhielten - - - - erste Impulse zur Qualifizierung der eigenen Facharbeit, wie zum Beispiel im Hinblick auf neue Bildungsformate, kollaborative Öffentlichkeitsarbeit oder den Einsatz digitaler Tools. Zentrale Bestandteile der Vorbereitung waren die individuell erstellten Lernvereinba rungen, in die alle Teilnehmenden ihre spezifischen Fachfragen einbrachten. - Weitergabe der Lernergebnisse gesichert Auch i.d.a.-Mitglieder, die nicht selbst an den Auslandsaufenthalten teil nehmen konnten, erhielten über eine interne Kommunikationsplattform Informationen der Teilnehmenden. Die Lernergebnisse fließen durch interne Workshops, Online-Meetings und den Good-Practice-Katalog kontinuierlich in die tägliche Arbeit der i.d.a.-Einrich tungen ein. Der anhaltende fachliche Austausch über die Plattform des Dach verbands bleibt zentral bei der Bewälti gung gemeinsamer Herausforderungen der Digitalisierung oder im Umgang mit antifeministischen Tendenzen. Von dieser Entwicklung profitieren auch die Zielgruppen der i.d.a.-Einrichtungen. - - - - Zweiter Teil des Projektes neben den Job-Shadowings war eine Projektwo che, zu der elf externe Expertinnen aus Europa eingeladen wurden. Sie brach ten ihre ausgewiesene Expertise in fe ministischer Erinnerungskultur, Frauen geschichte und Geschlechterforschung in einen Lehr- und Erfahrungsaustausch für Mitarbeitende der i.d.a.-Einrich tungen ein. Ziel war der Austausch über neue methodische Ansätze, die in die eigene Praxis übertragbar sind. - - - - - Als Synergieeffekt des produktiven Aus tausches gründete sich das europäische Netzwerk „ELENOR – Feminist Memory in Action“. Es entwickelte sich aus dem intensiven Miteinander und dem Be darf, feministische Gedächtnisein richtungen dauerhaft europäisch zu vernetzen. Die Akteurinnen verabschie deten ein gemeinsames Manifest, das zentrale Werte, Ziele und Perspektiven feministischer Gedächtnisarbeit im eu ropäischen Kontext formuliert. - - - - - Die angedachte Kooperation im Netz werk ELENOR geht deutlich über die Projektwoche hinaus: Bereits für 2026 sind weitere digitale Austauschformate zur Weiterbildung geplant. So konnte der i.d.a.-Dachverband mit dem Eras mus+-Projekt nicht nur einen Raum für unmittelbare Wissensweitergabe schaf fen, sondern auch den Grundstein für eine langfristige europäische Zusam menarbeit feministischer Informations einrichtungen legen. - - - - - PROJEKTDATEN Projektnummer: 2024-1-DE02-KA122-ADU-000208480 Projekttitel: #GemeinsamBewahrenWirZukunft Projektlaufzeit: 01.07.2024 - 31.08.2025 Projektträger: i.d.a.-Dachverband e.V. Kontakt: Dr. Karin Aleksander, karin.aleksander@digitales- deutsches-frauenarchiv.de Projektwebsite: https://ida-dachverband.de/ mailto:karin.aleksander@digitales-deutsches-frauenarchiv.de https://ida-dachverband.de/ 20 21 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Partnerschaften in der Erwachsenenbildung Hohe Qualität, wachsender Wettbewerb, Fokus auf Wirkung E rasmus+ ist und bleibt ein zentrales Instrument für Innovati on, Austausch und Qualitätsentwicklung in der Erwachsenen bildung. In den Jahren 2024 und 2025 zeigte sich dies deut licher denn je: Das Interesse am Programm war ungebrochen hoch, die Qualität der bewilligten Anträge insgesamt sehr stark – und der Wettbewerb um Fördermittel entsprechend intensiv. Hoher Andrang, begrenzte Mittel: Wettbewerb auf Spitzenniveau 710 Anträge für Part nerschaftsprojekte in der Erwachse nenbildung einge reicht - - - Erasmus+Erasmus+02 Insgesamt wurden 2024 und 2025 zusammen 710 Anträge für Partnerschaftsprojekte in der Erwachsenenbildung ein gereicht (2024: 406, 2025: 304). Davon entfielen 333 auf Kooperationspartnerschaften (2024: 171, 2025: 162) und 377 auf kleinere Partnerschaften (2024: 235, 2025: 142). Die Nachfrage in beiden Jahren überstieg die verfügbaren Mittel um das Fünf- bzw. Vierfache. Während 2024 noch zwei Antragsrunden durchgeführt wurden, stand 2025 – auch für die kleineren Partnerschaften – nur noch eine Runde zur Verfügung. Gleichzeitig konnten 2025 durch Mittelübertragungen aus ande ren Leitaktionen und Bildungsbereichen zusätzliche Fördermittel mobilisiert werden. Dies führte zu einer spürbaren Verbesserung der Bewilligungsquoten: 2025 wurden insgesamt 86 Partner schaften gefördert, was einer Bewilligungsquote von 28 Prozent entspricht. Besonders deutlich stieg die Quote bei den Koopera tionspartnerschaften und zwar auf 26 Prozent von 19 Prozent im Vorjahr. In den kommenden Jahren erwartet die NA beim BIBB jedoch keine weiteren Mittelübertragungen, so dass der Wettbe werb an Schärfe gewinnen wird. Inhaltlich zeichneten sich die Projekte der Jahre 2024/2025 durch eine klare Schwerpunktsetzung aus. Bei den horizontalen Prioritäten rückten neben Inklusion und Vielfalt insbesondere Teil habe und gemeinsame Werte stärker in den Fokus, während auf sektoraler Ebene weiterhin die Verbesserung der Kompetenzen von Lehrkräften sowie die Schaffung hochwertiger Lernangebote für alle Generationen dominierten. Unter der Priorität Digitaler Wandel gewannen insbesondere Projekte mit Blick auf Künstliche Intelligenz an Gewicht, während Umwelt- und Klimaschutz ein relevanter, wenn auch nachgeordneter Schwerpunkt blieb. Wirkung entscheidet: Warum gute Ideen allein nicht mehr reichen Die hohe Nachfrage ging mit einer insgesamt sehr hohen Antragsqualität einher. In beiden Projektkategorien waren Punktzahlen im Bereich „sehr gut“ notwendig, um überhaupt eine Förderchance zu haben. Gleichzeitig zeigten sich wieder kehrende Schwächen, insbesondere bei Kooperationspartner schaften. Defizite wurden vor allem in den Bereichen Relevanz und Wirkung sichtbar: Häufig fehlte eine klare Verankerung in der Erwachsenenbildung oder eine überzeugende Darstellung des konkreten Mehrwerts für den Sektor. Auch die Wirkungs logik vieler Projekte blieb unzureichend ausgearbeitet – Ziele wurden nicht konsequent vom gewünschten Ergebnis her gedacht, sondern von geplanten Aktivitäten aus beschrie ben. Die nachhaltige Nutzung von Projektergebnissen konnte dadurch oft nicht überzeugend dargestellt werden. Vor dem Hintergrund begrenzter finanzieller Mittel und globaler He rausforderungen wird gerade die Wirkung von Projekten in den kommenden Jahren noch stärker in den Fokus rücken. Ein sichtbares Zeichen für die Qualität der Arbeit in der Erwachse nenbildung waren die 36 als Good Practice ausgezeichneten Projekte im Jahr 2025. Projekte von hoher Qualität Besonders hervorzuheben sind zwei Partnerschaften, die mit dem European Innovative Teaching Award (EITA) ausgezeich net wurden (www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/ eita-award-2025-auszeichnung-fuer-innovative- projekte-in-europa). Die Europäische Kommission verleiht diesen Preis seit 2021 jährlich an herausragende Bildungs initiativen in verschiedenen Kategorien. Die Kooperations partnerschaft „SPACE – Seniors Perceive A Common Europe“ der Volkshochschule im Landkreis Cham überzeugte in der Kategorie Erwachsenenbildung mit ihrem Beitrag zur Demo kratie- und Europabildung im Alter. Die kleinere Partnerschaft „Political Education and Empowerment for Deaf Citizens“, koordiniert vom Netzwerk Gebärdensprache, Erwachsenen bildung und soziale Teilhabe e. V., erhielt den EITA in der Ka tegorie „European Language Label“ und eröffnet gehörlosen Menschen neue Zugänge zu politischer Bildung und gesell schaftlicher Teilhabe. Die Jahre 2024 und 2025 machen deutlich: Erasmus+ Erwach senenbildung steht für hohe Qualität, große Innovationskraft und wachsende Verantwortung. In einem zunehmend kom petitiven Umfeld sind klar begründete Bedarfe, eine stringente Wirkungslogik und nachhaltige Projektergebnisse entschei dender denn je. http://www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/eita-award-2025-auszeichnung-fuer-innovative-projekte-in-europa http://www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/eita-award-2025-auszeichnung-fuer-innovative-projekte-in-europa http://www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/eita-award-2025-auszeichnung-fuer-innovative-projekte-in-europa 20 21Jahresbericht 2024/2025 Good Practice Kunst als Brücke zur sozialen Integration Wenn es um die Arbeit mit marginalisierten Gruppen geht – ob Geflüchtete, Migrantinnen oder Mi granten, Menschen mit geringem Einkommen oder LGBTQ-Personen – sind die gängigen Methoden in der Erwachsenenbildung nur bedingt ge eignet. Genau hier setzt das Projekt „Unlocking Potential: A Toolbox for Social Integration“ der gemeinnüt zigen Berliner Organisation Wellbeing for Everyone an. Ergebnis ist ein An gebot, das die genannten Zielgruppen mit inklusiven, kultursensiblen und stärkenden Lernmethoden erreicht und motiviert. - - - - „Wir haben in der Praxis immer wieder festgestellt, dass es kreative und nied rigschwellige Ansätze braucht, die die Lebensrealität der Menschen berück sichtigen und ihr Zugehörigkeitsgefühl fördern“, sagt André Nouruzi-Pur, der Wellbeing for Everyone im Jahr 2023 g meinsam mit seiner Lebensgefährtin Ro xana Sillmen gegründet hat. Er ergänzt: „Der Bedarf an praktischen und anpas sungsfähigen Werkzeugen, die ohne therapeutische Ausbildung eingesetzt werden können, ist bei vielen Erwachse nenbildnern groß.“ - - e- - - - Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, eine entsprechende Toolbox bereit zustellen, wobei die Kunst als eine Art Brücke fungiert. Das liegt auch daran, dass Roxana Sillmen selbst Kunsttherapeu tin ist. „Die entscheidende Frage war, wie wir das Ganze methodisch aufbereiten, damit unsere Workshopleiterinnen und -leiter es auch verinnerlichen und einset zen können“, unterstreicht Nouruzi-Pur. Um die Frage zu beantworten, diskutier te, erprobte und verfeinerte man im Rah men einer kleineren Partnerschaft mit der spanischen Organisation Mojo de Caña kultursensible und wirksame Ansätze. Dies war für die noch junge Einrichtung ein optimaler Weg, der neben Austausch und Inspiration auch die Flexibilität bot, das eigene Vorgehen immer wieder an zupassen. - - - - - - Dabei wurden die während eines Tref fens in Spanien konzipierten Methoden von beiden Partnern in acht lokalen Pilotworkshops mit Akteurinnen und Akteuren aus der jeweiligen Community getestet. Die Erkenntnisse flossen in die weitere Arbeit ein. Ein zweites transnati onales Treffen in Berlin ermöglichte es, sie gemeinsam zu evaluieren und in ein digitales Handbuch für den Werkzeug kasten zu überführen. Dieses liegt in Eng lisch, Spanisch und Deutsch vor und kann über die Website von - - - - Wellbeing for Everyone (https://foreveryone.berlin/ eu-project/a-toolbox-for-social- integration/) abgerufen werden. Es umfasst 14 kreative und leicht anwend bare Methoden aus Kunst, Musik und Bewegung, die speziell auf die Arbeit mit marginalisierten Gruppen ausgerichtet sind. - - - - - - - - - Erasmus+ 02Erasmus+ © W el lb ei ng f or E ve ry on e gU G Intensiver Austausch mit nachhaltiger Wirkung Nouruzi-Pur schwärmt sowohl vom Ergeb nis als auch vom Verlauf der Partnerschaft: „Die Zusammenarbeit mit Mojo de Caña war unser erstes Erasmus+-Projekt. Mich beeindruckt, wie viel wir voneinander ge lernt haben, das ging manchmal weit über die Inhalte des Projekts hinaus. Gut für uns war auch, dass Mojo de Caña bereits Erfahrung mit Erasmus+ hatte. Ich kann wirklich allen nur ans Herz legen, das selbst einmal anzugehen.“ Die europäische Zusammenarbeit und die neuen Bildungsmethoden haben ei nen großen Beitrag zur Entwicklung der Organisation geleistet. Dazu noch einmal Nouruzi-Pur: „Das innovative Setup wird sehr gut angenommen und hat uns ei nen enormen Zulauf beschert. Wir sind innerhalb von 18 Monaten von Null auf über 100 Ehrenamtler/-innen gewachsen, wobei fast die Hälfte der Menschen, die ehrenamtlich bei uns tätig sind, zuvor an Workshops teilgenommen haben. Nicht wenige Teilnehmende möchten sich anschließend bei uns einbringen. Hinzu kommen aktuell insgesamt 15 Erwach senenbildnerinnen und -bildner, die die Kursangebote leiten.“ Für sie sind das Handbuch und der Werkzeugkasten zu einem Leitfaden geworden, denn sie stehen für die Art und Weise, wie Wellbeing for Everyone arbeitet und welche Werte dabei wichtig sind. Im nächsten Schritt soll nun ein Qualitätsmanagement etabliert werden, um sicherzustellen, dass die im Hand buch festgeschriebenen Werte in der Pra xis umgesetzt werden, zum Beispiel beim Onboarding neuer Mitarbeiter/-innen. Der Antrag für ein neues Erasmus+-Pro jekt ist bereits auf dem Weg. PROJEKTDATEN Projektnummer: 2023-2-DE02-KA210-ADU-000175565 Offizieller Projekttitel: Unlocking Potential: A Toolbox for Social Integration Projektlaufzeit: 01.02.2024 – 30.04.2025 Projektträger: Wellbeing for Everyone Kontakt: André Nouruzi-Pur: info@wellbeing4everyone.com Roxana Sillmen: r.sillmen@gmail.com Projektwebsite: https://foreveryone.berlin/ https://foreveryone.berlin/eu-project/a-toolbox-for-social-integration/ https://foreveryone.berlin/eu-project/a-toolbox-for-social-integration/ https://foreveryone.berlin/eu-project/a-toolbox-for-social-integration/ mailto:info@wellbeing4everyone.com mailto:r.sillmen@gmail.com https://foreveryone.berlin/ 22 23 Querschnittsthemen in Erasmus+ Erasmus+ partizipativ, inklusiv, ökologisch und digital V ier thematische Schwerpunkte durchziehen seit 2021 das Programm Erasmus+: Teilhabe am demokratischen Leben, Inklusion und Vielfalt, ökologische Nachhaltigkeit sowie digitaler Wandel. Als horizontale Prioritäten sind sie tief in der Programmstruktur verankert und sollen auf allen Ebenen und in allen Bildungsbereichen berücksichtigt werden. Au tomatisch passiert das nicht: Die strategische Themenarbeit wurde in den letzten Jahren gesamteuropäisch ausgebaut. Seit 2021 bestehen die europäische Strategie für Inklusion und Vielfalt und die darauf aufbauenden Inklusionsstrategien in den Programmländern. Für die Prioritäten Nachhaltigkeit und digitaler Wandel bieten seit Ende 2024 europäische Leit linien einen einheitlichen Arbeitsrahmen. All dies wird von themenspezialisierten SALTO Ressourcenzentren auf europä ischer Ebene zusammen mit Themenverantwortlichen in den Programmländern in die Praxis umgesetzt und weiterentwi ckelt. Welche Maßnahmen hat die NA beim BIBB dabei 2024 und 2025 umgesetzt? - - - - Demokratische Teilhabe und europäische Werte Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Entwicklungen ist die Programmpriorität „Teilhabe am demokratischen Leben, gemeinsame Werte und bürgerschaftliches Engagement“ von zunehmender Bedeutung. In allen Leitaktionen sind Projekte verpflichtet, dieses Querschnittsthema durch geeignete Lern aktivitäten zu berücksichtigen. Zugleich ist die Achtung der europäischen Werte – Achtung der Menschenwürde, Frei heit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit sowie die Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte von Minderheiten – eine grundlegende Fördervoraussetzung, de ren Einhaltung die NA beim BIBB bei Information, Beratung, Projektauswahl und Projektbegleitung systematisch aufgreift. In der thematisch ausgerichteten Leitaktion 2 adressierten knapp 20 Prozent der in den letzten beiden Jahren geför derten Projekte diese Priorität, wobei insbesondere in der Berufsbildung ein Anstieg gegenüber den Vorjahren auffällig ist. Mit dem Podcast „Den Erasmus-Virus, den gibt es!“ wur de im Frühjahr 2024 im Gespräch mit erfahrenen Projektträ gern beleuchtet, wie Erasmus+ zur Stärkung demokratischer Teilhabe beiträgt und demokratiefeindlichen Tendenzen durch Bildung, die Förderung von Auslandsaufenthalten und zivilgesellschaftlichem Engagement entgegenwirkt. Überdies beteiligte sich die NA Anfang 2025 an einem Forum der - - - - - - BIBB-Fachtagung „Demokratiebildung im Beruf – Eine Aufga be für alle Lernorte“, wo diskutiert wurde, wie Auslands aufenthalte in der Berufsbildung Demokratiekompetenzen stärken können. Im Herbst 2025 verlieh die NA beim BIBB den European Innovative Teaching Award unter dem Schwer punkt „Citizenship Education – Teilnahme am demokra tischen Leben, gemeinsame Werte und bürgerschaftliches Engagement“ an das durch die VHS im Landkreis Cham koordinierte Projekt „SPACE – Seniors Perceive A Common Europe“, das mit Seniorinnen und Senioren Aktivitäten zur Stärkung des gemeinsamen kulturellen Erbes und europä ischer Werte erarbeitet hat. Die NA beim BIBB koordiniert weiterhin das Netzwerk der EuroApprentices, die mit ihren persönlichen Auslandserfahrungen andere Auszubildende motivieren wollen und europäische Werte leben (s. S. 24). - - - - - Inklusion und Vielfalt Inklusion ist immer ein (Lern-)Prozess. Dies gilt auch für die strategische Arbeit der NA beim BIBB. Die Erfahrungen mit der Inklusionsstrategie seit 2021 wurden genutzt, um im Sommer 2024 eine angepasste, praxisorientiertere Strategie zu veröffentlichen. Mit Unterstützung des kroatischen SALTO Ressourcenzentrums für Inklusion und Vielfalt in Erasmus+ wurden konkrete Handlungsfelder identifiziert, die interes sierte und geförderte Einrichtungen sowie NA-Mitarbeitende im Umgang mit der Priorität stärken sollen. - So wurden 2024/2025 zwei Erasmus+-Inklusionsbotschaf terinnen aus der Berufs- und Erwachsenenbildungspraxis gewonnen und geschult. Über eigene praxisnahe Netzwerke sollen neue Einrichtungen mit Zugang zu Personen mit geringeren Chancen ermutigt werden, das vielfältige För der- und Bildungsangebot von Erasmus+ zu nutzen. Bereits aktive Organisationen wurden bei den Belegen entlastet: Seit 2025 steht eine einfachere Vorlage zum Nachweis der Inklusionspauschale für Einrichtungen zur Verfügung. Damit NA und Erasmus+-Projektträger weiterhin voneinander lernen und ihre jeweiligen Angebote verbessern können, wurde in verschiedenen Veranstaltungen wie den NA-Jahrestagungen oder einem Online-Mittagsgespräch zum Inklusionsnachweis informiert oder bei Workshops und Vernetzungstreffen der NA sowie von Dritten über die Förderpriorität berichtet und Austausch gefördert. Interessierte NA-Mitarbeitende konnten sich mit den Themen Vielfalt (dank Diversitätsteam im BIBB), Barrierefreiheit und Leichte Sprache auseinandersetzen. - - Die Zahl der bewilligten Teilnehmenden mit geringeren Chan cen bei Auslandsaufenthalten und die thematische Arbeit mit Inklusion und Vielfalt in den Partnerschaftsprojekten ist 2024 und 2025 sowohl in der Berufs- als auch in der Erwachse nenbildung gestiegen. - - Erasmus+Erasmus+02 22 23Jahresbericht 2024/2025 Erasmus+ 02Erasmus+ Green Erasmus Klimapolitische Herausforderungen stehen weltweit unter Druck. Dies zeigt sich auch in Erasmus+: Während der Anteil geförderter Kooperationspartnerschaften in der Berufs- und Erwachsenenbildung zur Priorität „Umwelt und Bekämpfung des Klimawandels“ in den Vorjahren anstieg und 2024 mit 30 Prozent einen Höchststand erreichte, sank er 2025 auf 26 Prozent. Zwei zentrale Maßnahmen wirken diesem Trend entgegen: Die Ende 2024 veröffentlichten Leitlinien „Strategie für ökologischen Wandel und nachhaltige Entwicklung“ der EU-Kommission geben konkrete Hinweise, wie Erasmus+ aktiv zur grünen Transformation Europas beitragen kann. Zu dem berät die NA beim BIBB Projektträger zur ökologischen Kompetenzentwicklung in der Bildung. Sie organisierte Workshops zur Nachhaltigkeit, ein Höhepunkt war die trans nationale TCA in Lüneburg (s. S. 25). Die Themenseite Green Erasmus auf der NA-Website veranschaulicht die Vielfalt mit Projektsteckbriefen in fünf Clustern, die von innovativer Nachhaltigkeitsvermittlung bis hin zur nachhaltigen Wirt schaft reichen. Auch stehen praxisnahe Materialien bereit wie „10 Gründe für Green Erasmus“, Filme oder FAQs zu Green Travel. Gut 25.000 Auslandsaufenthalte wurden in der Berufs- und Erwachsenenbildung 2024 und 2025 mit Green Travel durchgeführt und damit die finanziellen Anreize für nachhaltigeres Reisen in knapp 28 Prozent aller Mobilitäten genutzt. - - - Intern verfolgt die NA beim BIBB einen ökologischen Ansatz: Sie ist unter dem BIBB-Dach EMAS-zertifiziert, verzichtet auf europäischen Vernetzungstreffen auf Giveaways und erhebt die CO₂-Bilanz von Dienstreisen. Sie bietet Sensibilisie rungsmaßnahmen für Beschäftigte an, etwa das interaktive Klimapuzzle. Gemeinsam mit SALTO Green wurden zudem Indikatoren entwickelt, um Wirkungen auf Projekt- und Or ganisationsebene messbar zu machen und so den Transfer vom Wissen ins Handeln zu stärken. - - Digitaler Wandel Auf europäischer Ebene hat sich im Bereich Digitalisierung viel getan: Die europäischen Leitlinien geben Orientierung bei der Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie, so dass die NA beim BIBB derzeit an eigenen Leitlinien arbeitet. Das SALTO Digital Resource Centre hat sich etabliert und unter stützt die digitale Priorität in Erasmus+: Es trägt zur Vernet zung der Nationalen Agenturen bei und stellt Materialien für Projekte bereit – wie einen OnePager zum DigComp 3.0, der neuen Version des europäischen Kompetenzrahmens. - - Für die NA beim BIBB steht die Unterstützung der Antrag stellenden und Projekte im Fokus. Zur klareren Einordnung enthält die Themenseite zur digitalen Bildung ein Schaubild zu Dimensionen von Digitalisierung (digitale Kompetenzen von Lernenden und Bildungspersonal, digitale Tools und Technologien, digitale Transformation von Einrichtungen, Gesellschaftliche Auswirkungen von Digitalisierung) sowie Beispiele guter Praxis. Die laufenden Digitalisierungsprojekte wurden insbesondere durch eigene Foren bei den Jahresta gungen der NA beim BIBB und ein thematisches Monitoring in der Berufsbildung unterstützt, wo sich Projekte vorstellen und vernetzen konnten. - - Journal vom Dezember 2025 zum Teilthema Künstliche Intelligenz in der Querschnittspriorität digitaler Wandel. Frühere Hefte hatten je ein Querschnitts thema als Schwerpunkt. Die Antrags- und Förderzahlen von 2024 und 2025 bei den Partnerschaften zeigen, dass das Thema Digitalisierung nach wie vor hoch im Kurs steht. So wurde in der Erwachsenenbil dung etwa ein Viertel der Projekte zur Priorität digitaler Wan del beantragt und bewilligt; in der Berufsbildung lag die Zahl mit über einem Drittel sogar noch höher. Auch bei den Mobili tätsprojekten nahm die Zahl der Projekte zu digitalen Themen spürbar zu. Insbesondere Künstliche Intelligenz ist in den Pro jekten angekommen, entweder direkt als Thema oder indirekt in Form von Tools zur Durchführung. Das neueste Journal der NA beim BIBB zum Schwerpunkt KI vertieft dieses Thema. - - - - Vier Seiten einer Medaille Die horizontalen Prioritäten in Erasmus+ greifen mit de mokratischer Partizipation, Inklusion, ökologischem und digitalem Wandel vitale Gegenwartsthemen auf. Die EU-Kommission unterstreicht die Bedeutung der Themen in den Durchführungsleitlinien zur Inklusion, Nachhaltigkeit sowie Digitalisierung und arbeitet aktuell an Leitlinien für die demokratische Partizipation. Alle vier Themen sind gesell schaftspolitisch relevant und gleichzeitig kontrovers. Interna tionale Bildungsarbeit schafft Räume, um diese Kontroversen zu diskutieren und an gemeinsamen Lösungen zu arbeiten. Oft geschieht diese Arbeit nicht singulär für eine horizontale Priorität, sondern die Prioritäten greifen organisch ineinan der: Inklusive Ansätze zeigen zum Teil auf, dass nicht jeder Auslandsaufenthalt mit Green Travel machbar ist, partizipa tive Angebote erarbeiten Bildungsmaterialien für ökologische Fragestellungen und digitale Räume bieten emissionsärmere Begegnungen an. Diese Interaktion der horizontalen Prioritä ten gilt es in Zukunft stärker in den Fokus zu rücken. - - - - - - - www.na-bibb.de/aus-der-praxis/themen www.na-bibb.de/publikationen Leitfaden zu den horizontalen Prioritäten "Unlock the Power of Priorities" www.na-bibb.de/publikationen SALTO Ressourcenzentren: www.salto-youth.net/rc/participation/ https://saltoinclusion.eu/ https://saltogreen.eu/en/ https://www.oph.fi/en/european-salto-digital- resource-centre http://www.na-bibb.de/aus-der-praxis/themen http://www.na-bibb.de/publikationen http://www.na-bibb.de/publikationen http://www.salto-youth.net/rc/participation/ https://saltoinclusion.eu/ https://saltogreen.eu/en/ https://www.oph.fi/en/european-salto-digital-resource-centre 24 25 EuroApprentices Engagement für Auslandsaufenthalte und europäische Werte E uroApprentices berichten von ihren eigenen Auslandserfah rungen während der Ausbildung mit Erasmus+ u.a. durch Vorträge in Berufsschulen, auf Social-Media-Kanälen und in ihrem eigenen Podcast. Sie sind zentraler Bestandteil ei ner europäischen Initiative, der mittlerweile zwölf Länder und über 300 EuroApprentices europaweit angehören. Das europäische Netzwerk wird von der NA beim BIBB koor diniert (www.euroapprentices.eu). Durch regelmäßige Netzwerktreffen entsteht so eine länderübergreifende Zu sammenarbeit von ehemaligen Erasmus+-Stipendiatinnen und -Stipendiaten, die die europäischen Werte vertreten und zivilgesellschaftliches Engagement beweisen. Den Spirit der EuroApprentices zeigt ein Film, den die NA beim BIBB 2024 produziert hat (https://youtu.be/mNDvLjEQjBY9). - - - - Die NA beim BIBB hat in den letzten beiden Jahren 17 neue Botschafterinnen und Botschafter ausgebildet. Das nationale Netzwerk besteht aktuell aus 43 EuroApprentices, die sich auf 13 Bundesländer aufteilen und zwischen 20 und 37 Jah ren alt sind. - Netzwerktreffen in den Jahren 2024 und 2025 Um die EuroApprentices in ihren Kompetenzen und Fähig keiten zu stärken, organisieren die NA beim BIBB und die anderen beteiligten Nationalen Agenturen jährlich nationale und internationale Netzwerktreffen. In den Jahren 2024 und 2025 fanden die nationalen Treffen in Magdeburg und Hei delberg statt. Während dieser Veranstaltungen wurden die EuroApprentices zu den Themen „Die EU, das Europäische Parlament und warum demokratisches Engagement so wich tig ist“ und „Stimme und Sprechen“ geschult, haben gemein sam vor Ort Erasmus+ in der Berufsbildung sichtbar gemacht und die Zusammenarbeit untereinander gestärkt. - - - - „Bei den EuroApprentices mache ich mit, weil ich einerseits Europa und andererseits Auslandsaufenthalte in der Be rufsausbildung greifbar machen möchte. Denn Austausch ermöglicht neue Perspektiven, sowohl fachlich, sprachlich, sozial als auch persönlich, und stärkt diese Kompetenzen. Die nationalen Treffen sind dabei der Ort, an dem aus uns und unseren Einzelgeschichten ein starkes Netzwerk wird“, beschreibt der EuroApprentice Philip seine Motivation für das Ehrenamt und den Mehrwert der Netzwerktreffen. - Neben den nationalen Netzwerktreffen gehören die jähr- lichen europäischen Netzwerktreffen, die 2024 von Finnland und 2025 von Rumänien ausgerichtet wurden und an denen jeweils mehr als 60 Botschafterinnen und Botschafter aus zwölf Ländern teilnahmen, zu den Highlights. EuroApprentices-Aktivitäten national 2024 und 2025 haben die EuroApprentices deutschlandweit an verschiedenen Orten und auf verschiedenen Kanälen über ihre Auslandserfahrungen mit Erasmus+ in der Berufsbildung berichtet: bei Vorträgen an Berufsschulen, in Unternehmen oder anderen Organisationen, z.B. im Rahmen des Diskurs raums „Auslandsaufenthalte als Ort für Demokratiebildung“ auf dem BIBB-Kongress und bei den Europaforen des Euro päischen Jugendparlaments. Besonders hervorzuheben ist der eigene Podcast „Erasmus+ Stories - Auslandserfahrungen während der Ausbildung“, den die EuroApprentices im Ok tober 2024 lanciert haben und der inzwischen 15 Folgen umfasst. - - - EuroApprentices-Aktivitäten international International haben die EuroApprentices den Auslandsauf enthalten in der Berufsbildung eine Stimme gegeben und ihren Bildungssektor auf verschiedenen Veranstaltungen vertreten, Workshops geleitet und auf dem Podium gespro chen, z.B. bei der Veranstaltung „Meet the Champions of Excellence“ der Europäischen Kommission. Auch eine Podi umsdiskussion auf dem lokalen European Youth Event in Ber lin haben sie moderiert und ihr Netzwerk auf internationalen Seminaren des P.E.A.C.E.-Netzwerks in Lissabon, Rom, Sevilla und Wien vorgestellt. Zudem haben 2024 zehn EuroAppren tices am Erasmus Generation Meeting in Sevilla und 2025 am European Youth Event in Straßburg teilgenommen. - - - - - Neue Aktivität seit 2025 Vom 26. bis 28. Oktober 2025 fand das „In Pursuit of De mocracy“-Event in Brüssel statt. 28 EuroApprentices aus ganz Europa kamen zusammen, um ihr Wissen über die Europä ische Union zu vertiefen, über demokratische Prozesse und Institutionen zu diskutieren und sich kritisch mit Themen wie Desinformation und Medienkompetenz auseinanderzusetzen. Zukünftig können jährlich zwei bis drei EuroApprentices pro Land diese Möglichkeit nutzen. - - Erasmus+Erasmus+02 www.na-bibb.de/euroapprentices http://www.na-bibb.de/euroapprentices http://www.euroapprentices.eu https://youtu.be/mNDvLjEQjBY9 24 25Jahresbericht 2024/2025 Training and Cooperation Activities Förderung der internationalen Vernetzung, Stärkung der Prioritäten Die Training and Cooperation Activities (TCA) bieten Eras mus+-Projektträgern wertvolle Plattformen für die transnatio nale Zusammenarbeit. Während Kontaktseminare gezielt bei der Suche nach Projektpartnern und der Ideenfindung unterstützen, fördern thematische Workshops den Austausch von Best Prac tices und Wissen. Das Spektrum reicht von den vier EU-Prio ritäten bis hin zu praktischen Tipps für Akkreditierungen und Konsortien. - - - - Strategische und langfristige Kooperation: Die Long-Term Activities (LTA) In der Programmgeneration 2021-2027 ergänzen die Long- Term Activities (LTA) den Bereich der Training and Cooperation Activities. Dieses Format ermöglicht eine nachhaltigere und stra tegische Planung zu spezifischen Schwerpunktthemen. Die NA beim BIBB koordiniert seit 2022 drei zentrale LTAs: - LTA „Research-based Impact Analysis of Erasmus+ Adult Education Programmes (RIA-AE)“: Ein transnatio nales Forschungsnetzwerk, das die Wirkung von Mobilitäts und Kooperationsprojekten in der Erwachsenenbildung auf die organisationalen, personalen und systemischen Ebenen evaluiert. - - LTA „Sustainability and Greening“: Die Zusammenar beit zwischen NAs zur Programmpriorität „Green Erasmus“ bündelt Initiativen für die Umsetzung ökologischer Nach haltigkeit in der Projekt- und Programmgestaltung im Eras mus+-Programm und der Gesellschaft. - - - LTA „EuroApprentices“: Dieses Netzwerk stärkt die Par tizipation von Auszubildenden am europäischen Austausch und fördert gemeinsame Werte durch das Engagement ehe maliger Teilnehmender als Botschafter/-innen (s. S. 24). - - Strategische Zusammenarbeit und Wirkung (TCAs) Die Jahre 2024 und 2025 standen im Zeichen des intensiven europäischen Austauschs zu den Schwerpunktthemen Inklusion und Teilhabe, Nachhaltigkeit sowie der Wirkungsmessung des Programms Erasmus+. Durch TCAs sowie fundierte Begleitfor schung wurden zentrale Weichen für eine inklusivere und grü nere Zukunft der Bildung gestellt. - - Den Auftakt bildete die TCA „OPTIM AL 3: How to involve Learners in KA1 projects“, die vom 27. bis 29. Mai 2024 in Ber gisch Gladbach stattfand (www.na-bibb.de/aktuelles/detail/ - news/optim-al3-how-to-involve-learners-in-ka1-projects). 60 Teilnehmende aus 20 Ländern erarbeiteten gemeinsam Wege, um Lernenden in der Erwachsenenbildung – insbesonde re im Bereich der inklusiven Mobilität – den Zugang zu Aus landsaufenthalten zu erleichtern. Die Veranstaltung verdeutlich te, wie Erasmus+ Barrieren abbauen und Teilhabe fördern kann. - - - An die Schwerpunkte Inklusion und Partizipation schloss im Fol gejahr das Thema Nachhaltigkeit an. Vom 21. bis 23. Mai 2025 trafen sich 70 Akteure der Berufs- und Erwachsenenbildung in Lüneburg zur TCA „Green Erasmus – A contribution to Europe’s green transition?!“ - (www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/ tca-green-erasmus-a-contribution-to-europes-green- transition). Vertreterinnen und Vertreter aus 18 Ländern tauschten sich zur Priorität aus. Die Konferenz machte das en orme Potenzial von Erasmus+ als Motor für den grünen Wandel deutlich. Neben der strategischen Ausrichtung in den Leitakti onen 1 (Mobilität) und 2 (Partnerschaften) standen innovative Projektideen und die Frage im Zentrum, wie Bildung aktiv zur ökologischen Transformation Europas beitragen kann. - - Im Bereich der Programmforschung wurden 2024 die ersten Ergebnisse des Forschungsnetzwerks „Research-based Impact Analysis of Erasmus+ Adult Education Programmes (RIA-AE)“ veröffentlicht. Diese transnationale Studie kombiniert Doku mentenanalysen, Befragungen und Fallstudien, um die Effekte des Programms in der Erwachsenenbildung fundiert zu belegen. - Die Berichte untersuchen die Auswirkungen von Lernmobili täten und Kooperationen entlang der vier EU-Prioritäten: Inklu sion, Nachhaltigkeit, digitale Transformation und demokratische Teilhabe. Während die erste Erhebungsrunde (2023) bereits wertvolle Impulse für die Programmentwicklung lieferte, wer den Folgeerhebungen in den Jahren 2025 und 2027 weitere bedeutende Einsichten in die Wirkweise des Programms liefern. Zentrale Erkenntnisse des ersten transnationalen Berichts un terstreichen die Relevanz des Programms: So gaben 44 Prozent der befragten Einrichtungen an, dass die entsprechenden Ak tivitäten ohne die Förderung durch Erasmus+ nicht realisiert worden wären. Die hohe Zufriedenheit spiegelt sich zudem in der Zukunftsplanung wider: 89 Prozent der Institutionen be absichtigen eine erneute Antragstellung, während 94 Prozent bestätigten, dass die Teilnahme das Bewusstsein für den Mehr wert von internationalen Projekten innerhalb der Organisation nachhaltig gestärkt hat. - - - - - - - Erasmus+ 02Erasmus+ www.na-bibb.de/aus-der-praxis/vernetzungstreffen Nationale und transnationale Berichte des RIA-AE-Netzwerks: www.ria-ae.eu http://www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/optim-al3-how-to-involve-learners-in-ka1-projects http://www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/optim-al3-how-to-involve-learners-in-ka1-projects http://www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/tca-green-erasmus-a-contribution-to-europes-green-transition http://www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/tca-green-erasmus-a-contribution-to-europes-green-transition http://www.na-bibb.de/aktuelles/detail/news/tca-green-erasmus-a-contribution-to-europes-green-transition http://www.na-bibb.de/aus-der-praxis/vernetzungstreffen http://www.ria-ae.eu 26 27 03_ Europäische und internationale Bildungszusammen arbeit - Neben Erasmus+ sind in der NA beim BIBB weitere Pro gramme bzw. Projekte ange siedelt. Diese unterstützen die grenzüberschreitende Lernmobilität und Zusam menarbeit im Bereich der Berufs- und Erwachsenenbil dung. Das Portfolio umfasst Förderleistungen, Service- und Informations- sowie Plattform-Angebote. - - - - Europäische und internationale Bildungszusammenarbeit © V ER TE X S PA C E/ A do be St oc k. co m 26 27Jahresbericht 2024/2025 © B lu eb er ry Europäische und internationale Bildungszusammenarbeit 03NA-Projekte in Zahlen Wachstumstrend bei weltweiten Lernaufenthalten hält an Jahr Azubis | Bildungspersonal & Ausbilder/-innen 2018 232 112 2019 462 148 2020 316 51 2021 172 52 2022 434 74 2023 536 61 2024 639 75 2025 641 101 Bewilligte Auslandsaufenthalte Deutschland Auszubildendenaufenthalte nach Berufsbereich 2024 und 2025 Gewerblich 30,0% Kaufmännisch 22,0% Information, Kommunikation, Medien 11,6% Gesundheit, Pflege 11,0% Handwerk 7,0% Labor 5,3% Erziehung und Soziales 4,7% Land- und Forstwirtschaft 3,6% Gastronomie, Tourismus 2,3% Andere 2,5% Registrierte EPALE-Nutzer/-innen 2015 187 2025 5.898 Europass Mobilitätsnachweise (nat. Datenbank) 2024 56.876 2025 45.828 Durchgeführte Fachveranstaltungen in 2024/2025 5 Fachveranstaltungen 900 Teilnehmende aus DE und Europa Top-Zielländer AWW 2024/2025 1. USA 2. China 3. Vereinigtes Königreich 28 29 Europäische und internationale BildungszusammenarbeitEuropäische und internationale Bildungszusammenarbeit03 AusbildungWeltweit und Projekt „Stärkung der Auslandsmobilität“ Beratung, Vernetzung und weltweite Mobilität gestärkt D as Programm AusbildungWeltweit fördert weltweite Aus landsaufenthalte im Rahmen der Berufsausbildung und wird von der NA beim BIBB im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) umgesetzt. Das nationale Mobilitätsprogramm ergänzt das europäische Bildungsprogramm Erasmus+ bedarfsgerecht und flexibel. - AusbildungWeltweit zeichnet sich durch Wirtschaftsnähe und einen niedrigschwelligen Zugang ohne Akkreditierungs verfahren aus. Ein eigenes digitales Förderportal ermöglicht beruflichen Schulen, KMU und anderen Einrichtungen der Berufsbildung eine komfortable Antragstellung und die rechtssichere Bewirtschaftung der bereitgestellten Förder mittel. Die Nutzerfreundlichkeit wurde in den Jahren 2024 und 2025 weiter verbessert. Im Laufe des Jahres 2024 wurde ein interaktives Online-Beratungsformat entwickelt, welches interessierten Einrichtungen an jedem ersten Mittwoch eines Monats zur Verfügung steht. - - Seit der Pilotierung von AusbildungWeltweit im Jahr 2017 wurden mehr als 4.200 Auslandsaufenthalte in über 60 Ländern auf allen Kontinenten bewilligt (in den Jahren 2024/2025 insgesamt 1.460). Die USA, China, das Vereinig te Königreich, Kanada, die Schweiz, Südafrika, Australien, Mexiko, Tansania und Indien gehören zu den wichtigsten Zielregionen. Etwa 80 Prozent der geförderten Auszubil denden befinden sich in einer dualen Berufsausbildung. Ge werblich-technische Berufe, kaufmännische Bildungsgänge, IT-Berufe, Berufe im Handwerk, aber auch Gesundheits- und Erziehungsberufe sind deutlich beteiligt. Da bei Ausbildung Weltweit etwa 60 Prozent der Anträge von Unternehmen kommen, sind viele Projekte auf die Personalentwicklung bzw. den Erwerb internationaler Berufskompetenzen ausge richtet. - - - - - Neues Projekt „Stärkung der Auslandsmobilität“ Im Mai 2024 war der Auftakt für das dreijährige Projekt „Stärkung der Auslandsmobilität“, welches die NA beim BIBB im Auftrag des BMBFSFJ umsetzt. Die NA baut damit ihre Unterstützungsangebote zur Realisierung von Auslands aufenthalten in der Berufsbildung aus und erweitert ihre Wissensbasis zu nationalen und internationalen Rahmen - - bedingungen der Lernmobilität. Über die Mitwirkung in Arbeitskreisen und durch Moderation von Dialogformaten stärkt das Projekt Expertise, fachlichen Austausch, Zusam menarbeit zwischen Unterstützungsstrukturen und Informati onsverbreitung im Praxisfeld. - - Im Rahmen des Projektauftrags werden gemeinsam mit den Akteuren in der Berufsbildung mögliche neue Dienstleistun gen zur Stärkung der Ausbildungsmobilität hinsichtlich Machbarkeit und Anforderungen aus der Praxis untersucht und Umsetzungsempfehlungen abgeleitet. Betrachtet wurde bislang eine Beratungsdienstleistung zu rechtlich-administra tiven Fragen. - - Das Projekt beinhaltet zudem die Weiterentwicklung der In formations- und Vernetzungsangebote des „Beratungsservice für Auslandsaufenthalte in der Ausbildung“ der NA beim BIBB. So wurde im Januar 2024 die dreiteilige Videoreihe „Gute Gründe für Auslandsaufenthalte in der Ausbildung“ auf dem Serviceportal Auslandsberatung-Ausbildung.de für die Zielgruppe der Ausbildungsverantwortlichen veröffentlicht sowie im Rahmen einer Fokuswoche auf dem LinkedIn-Kanal des BIBB geteilt. Die Website www.MeinAuslandspraktikum.de für Auszubildende erhielt im Dezember 2025 einen neuen Look und inhaltliche Verbesserungen, ausgerichtet an den Bedarfen der Zielgruppe. Integriert auf beiden Service-Portalen ist der Stipendienfinder mit allen für Auslandsaufenthalte in der Be rufsbildung relevanten Förderprogrammen. - - Im Projektrahmen wird auch die neue Mobilitätsstudie „Aus landsaufenthalte in der Berufsausbildung 2026“ der NA beim BIBB umgesetzt, um aktuelle Zahlen zur Auslandsmobilität in der beruflichen Erstausbildung zu ermitteln. Ein weiteres An liegen ist es, vertiefte Einblicke in die Einflussfaktoren bei der Durchführung von Auslandsaufenthalten zu gewinnen, um Rahmenbedingungen von internationaler Mobilität weiter verbessern und die Ansprache der Zielgruppen passgenauer gestalten zu können. Gleichzeitig sollen damit die Grundla gen für eine evidenzbasierte Politikberatung verbessert wer den. Die Veröffentlichung ist für das Jahr 2027 vorgesehen. - - - - www.ausbildung-weltweit.de Für Azubis: www.MeinAuslandspraktikum.de Für Ausbildungsverantwortliche: www.Auslandsberatung-Ausbildung.de http://www.MeinAuslandspraktikum.de http://www.ausbildung-weltweit.de http://www.MeinAuslandspraktikum.de http://www.Auslandsberatung-Ausbildung.de https://Auslandsberatung-Ausbildung.de 28 29Jahresbericht 2024/2025 Nationales Europass Center 20 Jahre Europass – mehr als ein Transparenzinstrument E uropass hat sich von fünf standardisierten Dokumenten im Jahr 2005 zu einer Online-Plattform mit derzeit 9,6 Millionen Pro filen entwickelt und damit den Sprung in das digitale Zeitalter mühelos gemeistert. Das Europass-Portal bündelt inzwischen zahlreiche Funktionen, Services und Dokumente rund um das Thema Lernen und Arbeiten in Europa. Damit ist Europass ein wichtiger Baustein der aktuellen Europäischen Kompetenzagen da und trägt zu den Zielen der Europäischen Digitalen Dekade und dem Europäischen Bildungsraum bei. Auch im Kontext der Union der Kompetenzen und der angekündigten „Initiative zur Übertragbarkeit von Kompetenzen“ spielt Europass als Tool für mehr Transparenz und Vergleichbarkeit von Kompetenzen und Qualifikationen eine wichtige Rolle. Das Nationale Europass Center (NEC) begleitet die Weiterentwicklung von Europass in enger Kooperation mit der EU-Kommission und informiert und berät die deutsche Öffentlichkeit bei der Nutzung. - - 2024 und 2025 präsentierte das NEC den Europass und seine Tools auf insgesamt 30 Veranstaltungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und auf sechs Messen. Unter anderem informierte das NEC innerhalb der Erasmus+-Community zahl reiche Projektträger, die Erasmus+-Beratenden und das Natio nale VET-Team über Mehrwert und Weiterentwicklungen aller Bestandteile von Europass. Im Kontext grenzüberschreitender Arbeitsvermittlung schulte das NEC die (angehenden) EURES- Beraterinnen und -Berater in Deutschland und als allgemeine Multiplikatoren am Übergang Schule-Beruf auch Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen. - - Schulen im Fokus 2024 veröffentlichte das NEC Unterrichtsmaterialien zum Euro pass. Diese stellen die wichtigsten Funktionen des Europass-Por tals für die Bewerbung vor: Lebenslauf- und Anschreiben-Editor, den Test zur Selbsteinschätzung digitaler Kompetenzen und das Europass-Profil. Die Materialien sind modular aufgebaut und bieten Anknüpfungspunkte zu den Bildungsplänen in der Berufsorientierung, der Berufsfelderkundung, beim Bewer bungstraining, aber auch in den Fächern Deutsch und Rhetorik, Politik, Gesellschaftslehre sowie in den Fremdsprachen. Sie be stehen aus einer Handreichung für Lehrkräfte sowie aus Arbeits blättern und interaktiven Übungen. Weitere Materialien wie Videos und Leitfäden runden das Angebot des NEC ab. 2025 wurden die Arbeitsblätter und interaktiven Übungen zudem auf Englisch, Französisch und Spanisch übersetzt. - - - - - - - - - - Europäische und internationale Bildungszusammenarbeit 03 Jubiläumsbroschüre 20 Jahre Europass Modernisierung des Europass Mobilitätsnachweises Neben dem Europass-Portal gibt es weiterhin den Europass Mobilitätsnachweis als wichtiges Dokument zur Beschreibung von Lernerfahrungen aus dem Ausland. Im Jahr 2024 hat die EU-Kommission im Rahmen einer Projektgruppe, an der auch das Nationale Europass Center und die NA beim BIBB teilnah men, die Vorlage für dieses Dokument überarbeitet. Ziel der Re form war es vor allem, die Erasmus+ Lernvereinbarung und den Europass Mobilitätsnachweis stärker miteinander in Einklang zu bringen. Gleichzeitig sollte der Europass Mobilitätsnachweis kürzer und mit weniger Daten versehen werden, um attraktiver zu werden als Dokument im Bewerbungsprozess. Die neue Dokumentenvorlage bietet als „Masterdokument“ jetzt alle Felder sowohl für die Lernvereinbarung vor der Mo bilität als auch für die Dokumentation nach der Mobilität. Dies vereinfacht auch den Workflow im Projektzyklus. Gleichzeitig wurde ab 2024 die Erstellung beider Dokumente ins Beneficiary Module (europäische IT-Plattform für Erasmus+-Projektträger) integriert, was für Erasmus+-Projekte eine Erleichterung ist. Das Nationale Europass Center führt seine eigene nationale Datenbank zur Beantragung und Erstellung der Europass Mobi litätsnachweise trotzdem weiter, da die Datenbank derzeit noch viele praktische Funktionalitäten aufweist und zuverlässiger läuft als das Beneficiary Module. Zudem soll der Europass Mobilität auch weiterhin für Projekte außerhalb von Erasmus+ und für weltweite Auslandsaufenthalte zur Verfügung stehen. 20 Jahre Europass 2025 feierte Europass sein 20-jähriges Jubiläum. Das NEC würdigte dieses mit einer Fachtagung am 20.03.2025 in Bonn. Über 100 Teilnehmende kamen zusammen, um die Entwick lung, Erfolge und zukünftigen Herausforderungen von Europass zu reflektieren und zu diskutieren. Zudem erstellte das NEC eine Jubiläumsbroschüre mit Beispielen, Würdigungen und einem Überblick über die Historie von Europass. www.europass-info.de https://europass.europa.eu/de http://www.europass-info.de https://europass.europa.eu/de 30 31 Europäische und internationale BildungszusammenarbeitEuropäische und internationale Bildungszusammenarbeit03 Nationale Koordinierungsstelle EPALE Angebote und Materialien orientieren sich an Quartalsthemen I n den Jahren 2024 und 2025 baute EPALE seine Reichweite und Sichtbarkeit weiter aus. Bis Ende 2025 nutzten euro paweit über 170.000 registrierte Nutzerinnen und Nutzer aus der Erwachsenen- und Weiterbildung die Austausch-, Informations- und Vernetzungsangebote der Plattform. Sie ist damit zehn Jahre nach ihrer Einrichtung die größte Online-Community der Erwachsenenbildung in Europa. Die Nationale Koordinierungsstelle EPALE Deutschland setzte gezielte inhaltliche Schwerpunkte und unterstützte die Wei terentwicklung der Community durch thematische Beiträge und Veranstaltungen. - - Nationale Themenschwerpunkte EPALE Deutschland setzte auch 2024 und 2025 quartalswei se wechselnde Themenschwerpunkte. Im Jahr 2024 standen Zukunftskompetenzen für eine sich wandelnde Welt, politi sche Bildung und demokratische Teilhabe, Sport als Lernort sowie die nachhaltige Gestaltung von Organisationen im Fokus. Im Jahr 2025 rückten Bildungsangebote im Justizvoll zug, die Verbindung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Rahmen der Twin Transition, Fragen von Identität, Vielfalt und sozialem Zusammenhalt sowie die Qualität von Lehre und Lernen in der Erwachsenenbildung in den Mittelpunkt. - - - Ein besonderer Transfererfolg der EPALE-Themenwoche „Erwachsenenbildung im Justizvollzug“ war die Gründung eines Forschungsnetzwerks zur Bildung im Justizvollzug. Im Rahmen der Themenwoche fand eine Online-Podiumsdis kussion statt mit Expertinnen und Experten aus Praxis und Wissenschaft, die im Nachgang das Forschungsnetzwerk ins Leben riefen. Das Netzwerk fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit auf nationaler und europäischer Ebene, unterstützt den Austausch von Best-Practice-Beispielen und zielt auf die Entwicklung praxisrelevanter Empfehlungen auf Basis aktueller Forschung. Damit stärkt es die weitere fachli che Auseinandersetzung und systematische Vernetzung von Forschung und Praxis in diesem bislang wenig sichtbaren Bildungsbereich. - - Erasmus+-Projekte mit Bezug zur Bildung im Justizvollzug sind ausdrücklich eingeladen, sich in das Netzwerk einzubrin gen, ihre Erfahrungen zu teilen und an gemeinsamen euro päischen Veranstaltungen mitzuwirken. - - Passend zu den nationalen Fokusthemen führte EPALE Deutsch land sechs Akademien mit renommierten Referentinnen und Referenten, zwei nationale Themenwochen sowie die europä ischen Themenwochen „Innovative Lernorte in der Grundbil dung“ (2025) und „Erwachsenenbildung und nachhaltige Ent wicklung“ (2024) durch. Die Formate dienten dem fachlichen Austausch, der Vernetzung und der Vertiefung aktueller Ent wicklungsthemen der Erwachsenenbildung. Begleitend zu den Themenschwerpunkten wurden die „EPALE Ressourcen Kits“ veröffentlicht. Diese bündeln ausgewählte Beiträge, Materialien und Praxisbeispiele zu den jeweiligen Themenschwerpunkten und unterstützen den Transfer in die Praxis. - - - - - Multimediale Formate Das multimediale Angebot wurde 2024 und 2025 weiter ausgebaut. Mit dem Podcast „EPALE insights“ erschienen mehrere Staffeln zu zentralen Themen der Erwachsenen bildung, wie „Generation Z“, „Organisationsentwicklung“, „Werte und Identität“ sowie „Qualität in der Lehre“. Ergän zend wurden Videomagazine zu den Themenschwerpunkten veröffentlicht, darunter Future Skills und Demokratie, Lernort Sport, Twin Transition, Identität und Werte sowie Qualität in der Lehre. Die multimedialen Formate dienten der inhalt lichen Aufbereitung der Themenschwerpunkte für unter schiedliche Zielgruppen in der Erwachsenenbildung. - - - - EPALE-Botschafterinnen und -Botschafter Das Netzwerk der EPALE-Botschafterinnen und -Botschafter wurde weiter ausgebaut. Diese brachten praxisnahe Perspek tiven in die Plattform ein und unterstützten den fachlichen Austausch auf europäischer Ebene. 2025 wurden im Rahmen der Kampagne „Stimmen aus der Praxis“ die Botschafterin nen und Botschafter des Netzwerks vorgestellt. - - Ein Höhepunkt für vier ausgewählte Botschafter/-innen war die Teilnahme am Ambassador-Event in Athen im November 2025. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus ganz Europa haben sie dort die zukünftigen Entwicklungs linien der Erwachsenenbildung sowie Perspektiven für die Weiterentwicklung von EPALE bis 2035 diskutiert. - Deutschland https://epale.ec.europa.eu/de https://epale.ec.europa.eu/de/blog/epale- deutschland-fokusthemen-2026 https://shortlink.uk/1rFtA (Strafvollzug) https://epale.ec.europa.eu/de https://epale.ec.europa.eu/de/blog/epale-deutschland-fokusthemen-2026 https://shortlink.uk/1rFtA 30 31Jahresbericht 2024/2025 Europ. Agenda Erwachsenenbildung Förderung der Bildung im Erwachsenenalter durch europ. Zusammenarbeit D ie Nationale Koordinierungsstelle für die Europäische Agenda Erwachsenenbildung in Deutschland (NKS) ist seit 2012 Teil der NA beim BIBB. Ihre Aufgabe ist es, die Agenda für Erwachse nenbildung im Auftrag der EU-Kommission und des Bundesmi nisteriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) umzusetzen und die Erwachsenenbildung sowie die berufliche Weiterbildung in Deutschland und Europa zu fördern. - - Die NKS informiert über Inhalte und Ziele der Agenda und bringt europäische Anliegen in den nationalen Diskurs ein. Dies geschieht durch Kommunikation, Kooperation mit Akteuren, Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit. Auch das Zusam menbringen von Stakeholdern, Ministerien und Verbänden ge hört zu ihren Aufgaben. Ihre Arbeit ist in ein europäisches Netz werk der Nationalen Koordinierungsstellen eingebunden, das sich regelmäßig mit der EU-Kommission zu relevanten Themen der Erwachsenenbildung austauscht. - - - Future Skills: Strategie und Förderschwerpunkt Das Thema „Future Skills“ hat zunehmend an Bedeutung ge wonnen. Es umfasst Wissen, Fähigkeiten und Werthaltungen, die in einer digitalen und sich schnell wandelnden Welt für Beruf und Gesellschaft unverzichtbar sind. Dies ist ein zentraler Förderschwerpunkt der NKS. 2025 wurde dieses Thema auf zwei wichtigen Konferenzen thematisiert. Der 10. Deutsche Weiterbildungstag (DWT) in Berlin, mit Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, zeigte, dass Future Skills nicht nur Bildungseinrichtungen betreffen, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sind. Weiterbildung wird als Notwendigkeit angesehen – für Individuen, Institutionen und die Gesellschaft. Zudem war die NKS neben dem Deutschen Volkshochschulverband e.V. (dvv) Mitveranstalter der Konferenz „Future Skills“, um dieses Thema in die allgemeine Erwachse nenbildung einzubinden. Rund 430 Teilnehmende aus ganz Deutschland belegen das Interesse und den Handlungsdruck in der VHS-Gemeinschaft: Future Skills dürfen nicht nur einzelne Kursmodule sein. Sie müssen als Querschnittsthema strukturell verankert und als Teil der Organisations-, Kurs- und Angebots entwicklung etabliert werden. - - - Grüner und digitaler Wandel: Nachhaltigkeit stärker verankern, KI verstehen und gestalten Die NKS setzte sich auch für den Förderschwerpunkt „Green Transition“ ein. Im Februar 2025 fand in Bonn die Veranstaltung „Zukunftsorientiert weiterbilden“ statt, bei der es darum ging, wie berufliche Weiterbildung zur nachhaltigen Transformation beitragen kann. Im März 2025 folgte die Veranstaltung „Den Wandel gestalten“ in Bremen, bei der das Thema Nachhaltigkeit in Weiterbildungseinrichtungen behandelt wurde – von internen Veränderungsprozessen bis zum Spannungsfeld von Digitalisie rung und Nachhaltigkeit (Stichwort „Twin Transition“). - Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Digitalisierung und Anwen dung Künstlicher Intelligenz (KI). Im Juli 2024 organisierte die NKS gemeinsam mit dem Bayerischen Volkshochschulverband eine virtuelle Konferenz, bei der die Anwendung von KI in der Erwachsenenbildung diskutiert wurde. Ziel war es, einen fach lich fundierten und verantwortungsvollen Einsatz von KI in der Erwachsenenbildung zu finden, insbesondere mit Blick auf die besonderen Anforderungen der Grundbildung. - - Work-based Learning und innovative Lernumgebungen Erwachsene Lernende bringen vielfältige Lebensrealitäten mit, die durch klassische Bildungsangebote oft nicht abgedeckt wer den können. Deshalb gewinnt das Lernen am Arbeitsplatz und in innovativen Lernumgebungen an Bedeutung. Die NKS koordi niert ein europäisches Cluster „Innovative Learning Environ ments in Adult Education“ und besuchte innovative Lernorte in Slowenien und der Slowakei. Das Online-Magazin "Innovative learning environments" (www.na-bibb.de/publikationen) fasst die Ergebnisse zusammen und zeigt die Kreativität der Erwach senenbildung in der EU. Im November 2025 organisierte die NKS zudem in Göttingen eine Tagung, die sich mit der analogen und digitalen Gestaltung von Lernräumen in der Grundbildung befasste. - - - - Learning at the Workplace Für eine Delegation aus Expertinnen und Experten aus Europa hat die NKS einen Study Visit im BIBB organisiert zur Thematik arbeitsplatzbezogenes Lernen: Micro Credentials und duale Studiengänge standen auf dem Programm. Dieser Austausch verdeutlicht, wie wichtig es ist, Beispiele guter Praxis zu ver anschaulichen und die Vernetzung auf nationaler und europä ischer Ebene voranzutreiben. - - www.agenda-erwachsenenbildung.de Europäische und internationale Bildungszusammenarbeit 03 http://www.na-bibb.de/publikationen http://www.agenda-erwachsenenbildung.de 32 33 04_ Anhang In diesem Teil finden Sie diverse Statistiken zu Erasmus+, eine Darstellung des Pro gramms Erasmus+, Kontaktdaten sowie Impressionen aus den Jahren 2024 und 2025. - Einzelstatistiken Erasmus+ © a LL is ta r/ pe op le im ag es .c om 32 33Jahresbericht 2024/2025 Tabelle_01 Mobilität in der Berufsbildung 2025 Einzelstatistiken Erasmus+ 04 Zahl der Projekte Zahl der Teilnehmenden Budget in Mio EUR beantragt bewilligt beantragt bewilligt beantragt bewilligt gesamt davon gesamt davon Kurzzeitprojekte 127 122 2.536 Lernende: 1.907 Bildungspersonal: 629 2.432 Lernende: 1.813 Bildungspersonal: 619 5,55 5,27 im Rahmen einer Akkreditierung (Mittelanforderung) 845 836 59.032 Lernende: 47.459 Bildungspersonal: 11.573 57.619 Lernende: 46.336 Bildungspersonal: 11.283 Beantragung von Aktivitäten 126,80 Gesamt 972 958 61.568 Lernende: 49.366 Bildungspersonal: 12.202 60.051 Lernende: 48.149 Bildungspersonal: 11.902 nicht möglich 132,07 Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2026 Tabelle_02 Akkreditierung von Einrichtungen der Berufsbildung 2020 bis 2025 2020 2021 2022 2023 2024 2025 Gesamt Akkreditierungen beantragt 405 219 226 157 125 119 1.251 bewilligte Akkreditierungen 377 205 203 100 100 104 1.089 Hinweis: Die Bewilligung erfolgt immer im Folgejahr, wird aber unter dem Antragsjahr abgebildet. Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2026 34 35 Tabelle_03 Entwicklung der Teilnehmendenzahlen für Lernende in der Berufsbildung 1995 bis 2025 Einzelstatistiken Erasmus+Einzelstatistiken Erasmus+04 Teilnehmende beantragt Teilnehmende gefördert 1995-2018, Teilnehmende bewilligt 2019-2025 Antragsjahr Teilnehmende beantragt Teilnehmende gefördert (1995 bis 2018) bewilligt (2019 bis 2024) 1995 2.284 2.127 1996 3.541 2.368 1997 3.845 2.440 1998 4.308 2.280 1999 4.334 2.925 2000 5.975 3.222 2001 6.045 3.807 2002 6.358 3.821 2003 6.775 4.555 2004 7.527 4.497 2005 7.827 5.039 2006 8.541 5.834 2007 8.099 6.421 2008 11.125 7.515 2009 11.117 8.473 2010 12.212 9.320 2011 13.428 10.610 2012 14.865 12.189 2013 16.704 14.116 2014 18.246 15.069 2015 18.562 16.104 2016 19.139 16.986 2017 21.693 18.877 2018 23.530 18.688 2019 27.072 26.858 2020 23.432 23.129 2021 7.820 7.785 2022 18.868 18.725 2023 31.872 25.259 2024 42.135 36.720 2025 49.366 48.149 Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2026 34 35Jahresbericht 2024/2025 Tabelle_04 Entwicklung der Teilnehmendenzahlen gesamt (Lernende und Bildungspersonal) in der Berufsbildung 1995 bis 2025 Einzelstatistiken Erasmus+ 04 Teilnehmende beantragt Teilnehmende gefördert 1995-2018, Teilnehmende bewilligt 2019-2025 Antragsjahr Teilnehmende beantragt Teilnehmende gefördert (1995 bis 2018) bewilligt (2019 bis 2025) 1995 2.998 2.722 1996 4.257 2.867 1997 4.547 3.011 1998 5.102 2.752 1999 5.125 3.609 2000 7.212 3.977 2001 7.012 4.416 2002 7.487 4.613 2003 7.912 5.423 2004 9.172 5.440 2005 9.263 6.032 2006 10.466 7.015 2007 9.573 7.738 2008 13.203 8.569 2009 13.504 9.700 2010 14.259 10.600 2011 15.978 12.298 2012 16.796 13.581 2013 18.910 15.824 2014 23.216 18.554 2015 23.557 19.617 2016 23.500 20.522 2017 26.616 22.549 2018 29.384 22.892 2019 33.539 32.887 2020 29.335 28.996 2021 10.271 10.222 2022 23.960 23.754 2023 41.585 33.011 2024 52.917 46.085 2025 61.568 60.051 Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2026 36 37 Tabelle_05 Akkreditierung von Einrichtungen der Berufsbildung nach Bundesländern Einzelstatistiken Erasmus+Einzelstatistiken Erasmus+04 Akkreditierte Einrichtungen 2020 2021 2022 2023 2024 2025 gesamt Anteil des Bundeslandes Baden-W. 50 20 37 24 23 27 181 17% Bayern 72 51 61 25 25 35 269 25% Berlin 22 8 5 1 2 2 40 4% Brandenburg 6 5 2 3 2 2 20 2% Bremen 2 5 2 2 1 1 13 1% Hamburg 8 4 1 3 5 3 24 2% Hessen 19 12 12 6 4 6 59 5% Mecklenburg-V. 4 1 3 1 0 1 10 1% Niedersachsen 42 28 18 9 11 5 113 10% Nordrhein-W. 89 34 38 14 15 17 207 19% Rheinland-P. 27 12 8 5 4 4 60 6% Saarland 3 3 1 0 1 0 8 1% Sachsen 8 7 5 3 5 1 29 3% Sachsen-A. 4 1 3 0 0 0 8 1% Schleswig-H. 16 10 4 1 1 0 32 3% Thüringen 5 4 3 3 1 0 16 1% Gesamt 377 205 203 100 100 104 1.089 100%* *Differenz rundungsbedingt. Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2026 36 37Jahresbericht 2024/2025 Tabelle_06 Mobilität in der Berufsbildung 2025 nach Bundesländern Einzelstatistiken Erasmus+ 04 I. R. der Akkreditierung TN Kurzzeitprojekte Gesamt Bewilligtes Budget Mitte lanforde rungen Kurzzeit projekte Lernende Personal Gesamt Lernende Personal Gesamt Lernende Personal Ges. TN Absolv. der BB 2023 in Tsd */** Anteil des BL an Abs. BB in DE 2023* Anteil des BL an bew. Ler. in BB E+ 2025 Ü-/ Unterrep. nach Ler. in E+ Mob. I. R. der Akkred. in Mio €* Kurzzeit projekte in Mio €* Gesamt in Mio €* Baden-W. 133 35 6.071 1.176 7.247 323 251 574 6.394 1.427 7.821 168 18% 13% -5% 14,89 1,15 16,04 Bayern 203 17 9.305 2.553 11.858 286 67 353 9.591 2.620 12.211 134 14% 20% 6% 24,01 0,80 24,81 Berlin 32 2 3.029 887 3.916 8 27 35 3.037 914 3.951 29 3% 6% 3% 12,49 0,07 12,56 Brandenburg 14 1 869 146 1.015 21 0 21 890 146 1.036 17 2% 2% 0% 2,76 0,05 2,81 Bremen 11 1 480 210 690 30 0 30 510 210 720 9 1% 1% 0% 1,40 0,08 1,48 Hamburg 17 2 1.035 184 1.219 46 4 50 1.081 188 1.269 19 2% 2% 0% 2,96 0,11 3,07 Hessen 45 19 1.990 541 2.531 331 70 401 2.321 611 2.932 58 6% 5% -1% 5,86 0,96 6,82 Mecklenburg-V. 6 3 161 46 207 15 26 41 176 72 248 12 1% 0% -1% 0,43 0,07 0,50 Niedersachsen 94 10 5.468 1.366 6.834 149 56 205 5.617 1.422 7.039 97 10% 12% 2% 14,59 0,43 15,02 Nordrhein-W. 163 20 10.212 2.116 12.328 435 45 480 10.647 2.161 12.808 238 25% 22% -3% 27,66 1,03 28,69 Rheinland-P. 47 5 2.072 589 2.661 106 31 137 2.178 620 2.798 41 4% 5% 1% 4,89 0,30 5,19 Saarland 6 0 116 49 165 0 0 0 116 49 165 11 1% 0% -1% 0,39 0 0,39 Sachsen 19 2 1.296 409 1.705 13 12 25 1.309 421 1.730 36 4% 3% -1% 3,14 0,04 3,18 Sachsen-A. 6 1 267 80 347 5 0 5 272 80 352 18 2% 1% -1% 0,74 0,01 0,75 Schleswig-H. 26 2 3.290 729 4.019 33 6 39 3.323 735 4.058 33 4% 7% 3% 8,73 0,09 8,82 Thüringen 14 2 675 202 877 12 24 36 687 226 913 17 2% 1% -1% 1,88 0,07 1,95 Gesamt 836 122 46.336 11.283 57.619 1.813 619 2.432 48.149 11.902 60.051 937 100%*** 100% 0% *** 126,81*** 5,26*** 132,07*** -- - - * gerundet ** https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bildung-For schung-Kultur/Schulen/Publikationen/Downloads-Schulen/statistischer-bericht-in tegrierte-ausbildungsberichterstattung-5211201237005.xlsx?__blob=publication File&v=3 - - - *** Differenz rundungsbedingt - TN: Teilnehmende Absolv./Abs.: Absolventen/Absolventinnen BB: Berufsbildung BL: Bundesland bew.: bewilligt Ler.: Lernende Ges.: Gesamt I. R.: Im Rahmen Akkred.: Akkreditierung Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbil dung, Stand: Februar 2026 https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bildung-Forschung-Kultur/Schulen/Publikationen/Downloads-Schulen/statistischer-bericht-integrierte-ausbildungsberichterstattung-5211201237005.xlsx?__blob=publicationFile&v=3 38 39 Tabelle_07 Bewilligte Teilnehmende in der Berufsbildung nach Aktivitätstyp 2025 Einzelstatistiken Erasmus+Einzelstatistiken Erasmus+04 Bewilligte Teilnehmende Aktivitätstyp Gesamt davon in Kurzzeitprojekten davon im Rahmen der Akkreditierung davon in Programmländer davon in nicht mit dem Programm assoziierte Länder Lernende Kurzzeitmobilitäten 36.407 1.417 34.990 32.848 2.142 Langzeitmobilitäten 1.252 4 1.248 1.116 132 Gruppenmobilitäten 10.314 392 9.922 9.922 0 Teilnahme an Berufswettbewerben 176 0 176 157 19 Lernende gesamt 48.149 1.813 46.336 44.043 2.293 Personal Job-Shadowing 7.140 453 6.687 6.187 500 Lehr- oder Schulungstätigkeit 250 31 219 196 23 Kurse 4.172 122 4.050 4.050 0 Eingeladene Experten/Expertinnen 332 13 319 319 0 Aufnahme von Personal in Ausbildung 8 0 8 8 0 Personal gesamt 11.902 619 11.283 10.760 523 Teilnehmende gesamt 60.051 2.432 57.619 54.803 2.816 Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2026 38 39Jahresbericht 2024/2025 Tabelle_08 Partnerschaften in der Berufsbildung 2021 bis 2025 Einzelstatistiken Erasmus+ 04 2021 2022 2023 2024 2025 Anzahl der beantragten Partnerschaften insgesamt 157 153 246 242 211 Anzahl der beantragten Kooperationspartnerschaften 117 84 145 123 133 Anzahl der beantragten kleineren Partnerschaften 40 69 101 119 78 Anzahl der geförderten Partnerschaften insgesamt 114 82 64 80 78 Anzahl der geförderten Kooperationspartnerschaften 85 36 37 30 34 Anzahl der geförderten kleineren Partnerschaften 29 46 27 50 44 Budget beantragt in Euro insgesamt 36.550.000 29.020.000 48.250.000 44.350.000 45.160.000 Budget beantragt in Euro für Kooperationspartnerschaften 34.510.000 25.000.000 42.370.000 37.540.000 40.660.000 Budget beantragt in Euro für kleinere Partnerschaften 2.040.000 4.020.000 5.880.000 6.810.000 4.500.000 Budget gefördert in Euro insgesamt 26.366.381 13.050.000 13.390.000 12.180.000 13.450.000 Budget gefördert in Euro für Kooperationspartnerschaften 24.866.381 10.410.000 11.800.000 9.450.000 10.900.000 Budget gefördert in Euro für kleinere Partnerschaften 1.500.000 2.640.000 1.590.000 2.730.000 2.550.000 Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2026 40 41 Tabelle_09 Mobilität in der Erwachsenenbildung 2025 Einzelstatistiken Erasmus+Einzelstatistiken Erasmus+04 Zahl der Projekte Zahl der Teilnehmenden Budget in Mio EUR beantragt bewilligt beantragt bewilligt beantragt bewilligt gesamt davon gesamt davon Kurzzeitprojekte 101 49 1.840 Lernende: 553 Bildungspersonal: 1.287 950 Lernende: 249 Bildungspersonal: 701 4,12 2,11 im Rahmen einer Akkreditierung (Mittelanforderung) 77 76 4.651 Lernende: 1.823 Bildungspersonal: 2.828 4.433 Lernende: 1.671 Bildungspersonal: 2.762 Beantragung von Aktivitäten 9,37 Gesamt 178 125 6.491 Lernende: 2.376 Bildungspersonal: 4.115 5.383 Lernende: 1.920 Bildungspersonal: 3.463 nicht möglich 11,48 Hinweis: Die Bewilligungen werden im Antragsjahr abgebildet. Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2026 Tabelle_10 Entwicklung der Mobilität in der Erwachsenenbildung 2021 bis 2025 beantragte Akkreditierungen bewilligte Akkreditierungen Lernende Personal Teilnehmende gesamt 2021 2022 2023 2024 2025 Gesamt Anzahl der Projekte beantragt 51 57 80 146 178 512 Anzahl der Projekte bewilligt 37 43 65 109 125 379 Anzahl der Teilnehmenden beantragt 1.405 1.573 3.465 4.610 6.491 17.544 Anzahl der Teilnehmenden bewilligt 1.155 1.380 2.770 3.614 5.383 14.302 Budget bewilligt in Mio. Euro 3,05 2,96 5,89 7,59 11,48 30,97 Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung Stand: Februar 2026 40 41Jahresbericht 2024/2025 Tabelle_11 Akkreditierung von Einrichtungen der Erwachsenenbildung 2020 bis 2025 Einzelstatistiken Erasmus+ 04 2020 2021 2022 2023 2024 2025 Gesamt beantragte Akkreditierungen 53 13 14 36 39 42 197 bewilligte Akkreditierungen 32 9 5 17 25 12 100* * Davon 97 Akkreditierungen Stand Februar 2026 aktiv Hinweis: Die Bewilligung erfolgt immer im Folgejahr, wird aber unter dem Antragsjahr abgebildet. Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2026 Tabelle_12 Bewilligte Teilnehmende in der Erwachsenenbildung nach Aktivitätstyp 2025 Bewilligte Teilnehmende Aktivitätstyp im Rahmen der Akkreditierung in Kurzzeitprojekten Lernende Gruppenmobiliät von erwachsenen Lernenden 1.000 197 Individuelle Lernmobiliät von erwachsenen Lernenden (Kurzzeit) 641 52 Individuelle Lernmobiliät von erwachsenen Lernenden (Langzeit) 30 0 Personal Kursbesuche 1.404 238 Job-Shadowing 1.155 423 Eingeladene Expertinnen und Experten 156 21 Lehr- und Schulungstätigkeit 42 19 Aufnahme von in Ausbildung befindlichen Lehrkräften und Pädagoginnen und Pädagogen 5 0 Teilnehmende gesamt 4.433 950 Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2026 42 43 Einzelstatistiken Erasmus+Einzelstatistiken Erasmus+04 Tabelle_13 Akkreditierungen und Mobilitäten in der Erwachsenenbildung 2025 nach Bundesländern bewilligte Anträge bewilligte Teilnehmende bewilligtes Budget - -- - - - - - Akkred. Einricht. 2025 Akkred. Einricht. ab 2020 Anteil des BL an allen akkred. Einricht. Mittel anford. akkred. Einricht. Kurzzeit projekte Bewilligte Anträge gesamt Teilneh mende Akkred. Teilneh mende Kurzzeit projekte Teilneh mende gesamt im Rahmen der Akkred. in EUR Kurzzeit projekte in EUR Gesamt förderung in EUR Baden-W. 2 9 9% 7 6 13 906 113 1.019 1.991.183 241.307 2.232.490 Bayern 2 24 25% 20 5 25 925 134 1.059 1.891.076 271.606 2.162.682 Berlin 1 9 9% 8 5 13 349 79 428 678.660 218.524 897.184 Brandenburg 0 5 5% 4 3 7 386 45 431 553.910 97.434 651.344 Bremen 0 2 2% 2 2 4 25 56 81 55.815 116.851 172.666 Hamburg 0 1 1% 1 0 1 39 0 39 62.730 0 62.730 Hessen 0 4 4% 4 7 11 308 105 413 570.665 235.886 806.551 Mecklenburg-V. 0 1 1% 1 1 2 11 6 17 19.810 22.330 42.140 Niedersachsen 3 12 12% 7 3 10 402 57 459 948.140 137.173 1.085.313 Nordrhein-W. 2 15 16% 10 11 21 499 212 711 1.268.750 454.004 1.722.754 Rheinland-P. 2 3 3% 1 2 3 25 54 79 38.585 95.205 133.790 Saarland 0 0 0% 0 0 0 0 0 0 0 0 0 Sachsen 0 4 4% 4 0 4 283 0 283 584.935 0 584.935 Sachsen-A. 0 3 3% 3 1 4 99 25 124 206.600 56.190 262.790 Schleswig-H. 0 2 2% 1 2 3 37 44 81 95.675 102.349 198.024 Thüringen 0 3 3% 3 1 4 139 20 159 401.750 59.957 461.707 Gesamt 12 97* 100%** 76 49 125 4.433 950 5.383 9.368.284 2.108.816 11.477.100 * nur aktive Akkreditierungen, insgesamt bewilligt wurden 100 Akkreditierungen ** Differenz rundungsbedingt Legende: Akkred.: Akkreditierte/Akkreditierung Einricht.: Einrichtungen BL: Bundesland Mittelanford.: Mittelanforderung Die Bewilligungen werden im Antragsjahr abgebildet. Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2026 42 43Jahresbericht 2024/2025 Einzelstatistiken Erasmus+ 04 Tabelle_14 Partnerschaften in der Erwachsenenbildung 2021 bis 2025 2021 2022 2023 2024 2025 Anzahl der beantragten Partnerschaften insgesamt 217 227 393 406 304 Anzahl der beantragten Kooperationspartnerschaften 131 107 179 171 162 Anzahl der beantragten kleineren Partnerschaften 86 120 214 235 142 Anzahl der geförderten Partnerschaften insgesamt 174 86 73 76 86 Anzahl der geförderten Kooperationspartnerschaften 102 26 19 33 42 Anzahl der geförderten kleineren Partnerschaften 72 60 54 43 44 Budget beantragt in Euro insgesamt 40.545.132 38.900.000 64.080.000 61.660.000 52.680.000 Budget beantragt in Euro für Kooperationspartnerschaften 35.775.132 32.030.000 51.570.000 47.920.000 44.340.000 Budget beantragt in Euro für kleinere Partnerschaften 4.770.000 6.870.000 12.510.000 13.740.000 8.340.000 Budget gefördert in Euro insgesamt 31.689.787 11.060.000 9.250.000 11.700.000 14.780.000 Budget gefördert in Euro für Kooperationspartnerschaften 27.729.787 7.610.000 6.100.000 9.210.000 12.170.000 Budget gefördert in Euro für kleinere Partnerschaften 3.960.000 3.450.000 3.150.000 2.490.000 2.610.000 Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand: Februar 2026 44 45 KontaktErasmus+04 - - - - - - - - - - © W eb si te e ra sm us pl us .d e 2021 - 2027 Gesamtbudget Erasmus+ 2021-2027 28 Mrd. € Bei 33 Programmländern bedeutet dies eine Steigerung im Vergleich zum Vorgängerprogramm von rund 90 % Berufsbildung 4,39 Mrd. € 21,5 %* Erwachsenenbildung 1,18 Mrd. € 5,8 %* *Referenzwert: Teilbudget für Bildung und Ausbildung in Höhe von 20,396 Mrd. Euro > Programmländer: 27 EU-Mitgliedstaaten (ohne UK), plus Island, Liechtenstein, Norwegen, Republik Nordmazedonien, Serbien, Türkei Erasmus+ Erasmus+ ist das Bildungsprogramm der Europäischen Union. Es fördert Lernen und Zusammenarbeit in Europa in den Bereichen Bildung, Jugend und Sport. Ziel ist es, euro päische Werte zu stärken, Europa inklusiver und grüner zu gestalten und auf eine digitale Zukunft vorzubereiten. Für die Programmgeneration 2021 - 2027 stehen mehr als 28 Milliarden Euro zur Verfügung. Das Programm gliedert sich in drei Leitaktionen. In der Leitaktion 1 fördert Erasmus+ in allen Bildungsbe reichen die Mobilität von Lernenden und Bildungs personal. Dabei gibt es zwei Zugänge: die Akkreditierung und die Kurzzeitprojekte. Die Akkreditierung sichert eine dauerhafte Mitgliedschaft für die gesamte Programmgene ration und bietet somit Planungssicherheit. Sie richtet sich an erfahrene Projektträger und ist eng mit der Internatio nalisierung der Einrichtungen verknüpft. Neue und kleinere Einrichtungen können in begrenztem Umfang Einzelpro jekte – die so genannten Kurzzeitprojekte – beantragen. In der Leitaktion 2 werden die thematische Zusammen arbeit und der Erfahrungsaustausch im Rahmen der so genannten Partnerschaften für eine Zusammenarbeit unterschiedlichen Zuschnitts gefördert. Man unterscheidet zwei Formen: die Kooperationspartnerschaften und die kleineren Partnerschaften, wobei Letztere insbesondere neue Antragsteller ansprechen. Hier liegt der Fokus auf gegenseitigem Austausch und weniger auf Produkte oder vergleichbare Ergebnisse. In der Leitaktion 3 sind Maßnahmen zur politischen Un terstützung und zur Qualitätsverbesserung des Programms angesiedelt. In Deutschland wird Erasmus+ von vier Nationalen Agen turen umgesetzt. Die NA beim BIBB ist Nationale Agentur für Erasmus+ im Bereich der Berufs- und Erwachsenenbil dung, die NA-DAAD im Bereich der Hochschulbildung, die NA-PAD für die schulische Bildung und die NA Jugend für Europa im Jugendbereich und für Sport. Gemeinsame Website der vier Nationalen Agenturen: www.erasmusplus.de http://www.erasmusplus.de 44 45Jahresbericht 2024/2025 Kontakt 04 Ihr Kontakt in die NA beim BIBB Erwachsenenbildung Infodesk 0228/107-1608 na@bibb.de Mo, Di, Do: 09:30 Uhr bis 15:00 Uhr, Mi: 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr, Fr: 09:30 Uhr bis 13:00 Uhr Inhaltliche Fragen Erasmus+ Mobilität in der Berufsbildung 0228/107-1555 mobilitaet-berufsbildung@bibb.de Mo, Di, Do und Fr: 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr Inhaltliche Fragen Erasmus+ Partnerschaften für Zusammenarbeit in der Berufsbildung 0228/107-1500 partnerschaften-berufsbildung@bibb.de Di und Do: 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr Inhaltliche Fragen Erasmus+ Mobilität in der Erwachsenenbildung 0228/107-1001 mobilitaet-erwachsenenbildung@bibb.de Mo und Do: 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr Inhaltliche Fragen Erasmus+ Partnerschaften für Zusammenarbeit in der Erwachsenenbildung 0228/107-1300 partnerschaften-erwachsenenbildung@bibb.de Mo, Di, Do und Fr: 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr Formale, finanzielle und vertragliche Fragen und Anwendung der Erasmus+ IT-Tools Leitaktion 1 Mobilität: 0228/107-1600 Leitaktion 2 Partnerschaften für Zusammenarbeit: 0228/107-1700 helpna@bibb.de Mo und Do: 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr (beide Hotlines) Erasmus+ Presseanfragen 0228/107-1641 gabriele.schneider@bibb.de AusbildungWeltweit 0228/107-1611 ausbildung-weltweit@bibb.de Für Auszubildende: MeinAuslandspraktikum 0228/107-1646 meinauslandspraktikum@bibb.de Mo, Di: 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr, 14:00 bis 15:00 Uhr; Do, Fr: 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr Für Ausbildungsverantwortliche: Beratungsservice für Auslandsaufenthalte in der Ausbildung 0228/107-1566 auslandsberatung-ausbildung@bibb.de Mo, Di: 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr, 14:00 bis 15:00 Uhr; Do, Fr: 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr Europass 0228/107-1200 europass@bibb.de Mo: 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr; Di und Do: 09:00 Uhr bis 13:00 Uhr; Fr: 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr Nationale Koordinierungsstelle Europäische Agenda für Erwachsenenbildung 0228/107-1681 Agenda-Erwachsenenbildung@bibb.de Nationale Koordinierungsstelle EPALE 0228/107-1938 epale@bibb.de mailto:na@bibb.de mailto:mobilitaet-berufsbildung@bibb.de mailto:partnerschaften-berufsbildung@bibb.de mailto:mobilitaet-erwachsenenbildung@bibb.de mailto:partnerschaften-erwachsenenbildung@bibb.de mailto:helpna@bibb.de mailto:gabriele.schneider@bibb.de mailto:ausbildung-weltweit@bibb.de mailto:meinauslandspraktikum@bibb.de mailto:auslandsberatung-ausbildung@bibb.de mailto:europass@bibb.de mailto:Agenda-Erwachsenenbildung@bibb.de mailto:epale@bibb.de 46 47 Impressionen aus den Jahren 2022 und 2023 © N A b ei m B IB B © N A b ei m B IB B Kontaktseminar (TCA) Green Erasmus vom 21. bis 23.03.2025 in Lüneburg © J ör g H eu pe l Fast 600 Teilnehmende besuchten die NA-Jahres tagung im September 2024 in Ludwigsburg. © a rg um G bR / H el le r Infostand der Nationalen Koordinierungsstelle EPALE auf der NA-Jahrestagung vom 18. bis 19.09.2024 in Ludwigsburg © a rg um G bR / H el le r - Bundesweites EuroApprentices Treffen in Heidelberg 2025 © N A b ei m B IB B Impressum04 Austausch mit Teilnehmenden der Konferenz „Future Skills“ vom 26. bis 27.05.2025 in Jena © N A b ei m B IB B Peter Thiele (BMBF) und Franziska Bopp (NEC) schneiden die Europass- Jubiläumstorte an. 46 47Jahresbericht 2024/2025 © N A b ei m B IB B © N A b ei m B IB B Das Team Stärkung der Auslandsmobilität / AusbildungWeltweit informiert auf der NA-Jahrestagung. Impressum 04 © a rg um G bR / H el le r : : : : : : : : © J ör g H eu pe l Impressum Herausgeber Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) 53142 Bonn Tel.: 0228 107-1608 E-Mail: infodienst@bibb.de Internet: www.na-bibb.de Nationale Agentur Bildung für Europa @meinauslandspraktikum Verantwortlich Berthold Hübers Redaktion Dr. Gabriele Schneider, Sigrid Dreissus-Meurer Redaktionsassistenz Diana Katsch Redaktionsschluss 06.02.2026 Auflage 450 Gestaltung Blueberry – Agentur für Design & Markenkommunikation, www.go-blueberry.de Druck Druckerei Kriechbaumer Gedruckt auf Recyclingpapier Nautilus http://www.go-blueberry.de mailto:infodienst@bibb.de http://www.na-bibb.de https://www.instagram.com/meinauslandspraktikum/ https://de.linkedin.com/company/nationale-agentur-bildung-f%C3%BCr-europa Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) Friedrich-Ebert-Allee 114-116 53113 Bonn Tel.: +49 (0)228 107 1608 www.na-bibb.de www.na-bibb.de Nationale Agentur Bildung für Europa @meinauslandspraktikum https://de.linkedin.com/company/nationale-agentur-bildung-f%C3%BCr-europa https://www.instagram.com/meinauslandspraktikum/ Die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung · Jahresbericht 2024/2025 Inhalt 01_NA beim BIBB Bilanz und Perspektiven Lernmobilität mit Erasmus+ AusbildungWeltweit und Mobilitätsstärkung Partnerschaften in Erasmus+ Erasmus+-Prioritäten Europass, EPALE und Agenda Interne Entwicklung Ausblick Relaunch des Portals der NA beim BIBB Neuer Look, klare Struktur, bessere Orientierung Struktur entlang des Projektprozesses Mehr Orientierung und Nutzerfreundlichkeit Weitere Portale ebenfalls neu aufgestellt Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NA beim BIBB Leistungen und Services Highlights aus der Öffentlichkeitsarbeit der Jahre 2024 und 2025 Veröffentlichungen Werbekampagne Erwachsenenbildung Portallandschaft neu gestaltet Audiopräsenz fest etabliert Film ab Aktiv auf Instagram und LinkedIn Von der Praxis lernen Veranstaltungen 02_Erasmus+ Erasmus+ in Zahlen Berufsbildung Erwachsenenbildung Berufs- & Erwachsenenbildung Mobilität in der Berufsbildung Die Akkreditierung zeigt Wirkung Good Practice In Südtirol nachhaltigen Gartenbau hautnah erleben Erasmus+-Prioritäten fest im Blick Solides Partnernetzwerk Projektdaten Partnerschaften in der Berufsbildung European Innovative Teaching Award 2024 für die Berufsbildung Wirkungsvolle Projekte und synergetische Programmverknüpfungen Nationales VET-Team – von EQAVET bis zu KI und Lernergebnissen Good Practice Inklusion von Menschen mit Behinderung in KMU Lernmaterialien für Fachkräfte Projektdaten Mobilität in der Erwachsenenbildung Lernendenmobilität auf der Überholspur Mehr inhaltliche Unterstützung von Projektträgern Good Practice Austausch für Lesben- und Frauenarchive und -bibliotheken Weitergabe der Lernergebnisse gesichert Projektdaten Partnerschaften in der Erwachsenenbildung Hoher Andrang, begrenzte Mittel: Wettbewerb auf Spitzenniveau Wirkung entscheidet: Warum gute Ideen allein nicht mehr reichen Projekte von hoher Qualität Good Practice Kunst als Brücke zur sozialen Integration Intensiver Austausch mit nachhaltiger Wirkung Projektdaten Querschnittsthemen in Erasmus+ Demokratische Teilhabe und europäische Werte Inklusion und Vielfalt Green Erasmus Digitaler Wandel Vier Seiten einer Medaille Internet EuroApprentices Netzwerktreffen in den Jahren 2024 und 2025 EuroApprentices-Aktivitäten national EuroApprentices-Aktivitäten international Neue Aktivität seit 2025 Training and Cooperation Activities Strategische und langfristige Kooperation: Die Long-Term Activities (LTA) Strategische Zusammenarbeit und Wirkung (TCAs) 03_Europäische und internationale Bildungszusammenarbeit NA-Projekte in Zahlen Wachstumstrend bei weltweiten Lernaufenthalten hält an Auszubildendenaufenthalte nach Berufsbereich 2024 und 2025 Registrierte EPALE-Nutzer/-innen Europass Mobilitätsnachweise (nationale Datenbank) Durchgeführte Fachveranstaltungen in 2024/2025 Top-Zielländer AWW 2024/2025 AusbildungWeltweit und Projekt „Stärkung der Auslandsmobilität“ Neues Projekt „Stärkung der Auslandsmobilität“ Internet Nationales Europass Center Schulen im Fokus Modernisierung des Europass Mobilitätsnachweises 20 Jahre Europass Nationale Koordinierungsstelle EPALE Nationale Themenschwerpunkte Multimediale Formate EPALE-Botschafterinnen und -Botschafter Internet Europäische Agenda Erwachsenenbildung Future Skills: Strategie und Förderschwerpunkt Grüner und digitaler Wandel: Nachhaltigkeit stärker verankern, KI verstehen und gestalten Work-based Learning und innovative Lernumgebungen Learning at the Workplace 04_Anhang Tabelle_01: Mobilität in der Berufsbildung 2025 Tabelle_02: Akkreditierung von Einrichtungen der Berufsbildung 2020 bis 2025 Tabelle_03: Entwicklung der Teilnehmendenzahlen für Lernende in der Berufsbildung 1995 bis 2025 Tabelle_04: Entwicklung der Teilnehmendenzahlen gesamt (Lernende und Bildungspersonal) in der Berufsbildung 1995 bis 2025 Tabelle_05: Akkreditierung von Einrichtungen der Berufsbildung nach Bundesländern Tabelle_06: Mobilität in der Berufsbildung 2025 nach Bundesländern Tabelle_07: Bewilligte Teilnehmende in der Berufsbildung nach Aktivitätstyp 2025 Tabelle_08: Partnerschaften in der Berufsbildung 2021 bis 2025 Tabelle_09: Mobilität in der Erwachsenenbildung 2025 Tabelle_10: Entwicklung der Mobilität in der Erwachsenenbildung 2021 bis 2025 Tabelle_11: Akkreditierung von Einrichtungen der Erwachsenenbildung 2020 bis 2025 Tabelle_12: Bewilligte Teilnehmende in der Erwachsenenbildung nach Aktivitätstyp 2025 Tabelle_13: Akkreditierungen und Mobilitäten in der Erwachsenenbildung 2025 nach Bundesländern Tabelle_14: Partnerschaften in der Erwachsenenbildung 2021 bis 2025 2021 – 2027 Gesamtbudget Erasmus+ 2021-2027 Berufsbildung Erwachsenenbildung Erasmus+ Ihr Kontakt in die NA beim BIBB Infodesk Inhaltliche Fragen Erasmus+ Mobilität in der Berufsbildung Inhaltliche Fragen Erasmus+ Partnerschaften für Zusammenarbeit in der Berufsbildung Inhaltliche Fragen Erasmus+ Mobilität in der Erwachsenenbildung Inhaltliche Fragen Erasmus+ Partnerschaften für Zusammenarbeit in der Erwachsenenbildung Formale, finanzielle und vertragliche Fragen und Anwendung der Erasmus+ IT-Tools Erasmus+ Presseanfragen AusbildungWeltweit Für Auszubildende: MeinAuslandspraktikum Für Ausbildungsverantwortliche: Beratungsservice für Auslandsaufenthalte in der Ausbildung Europass Nationale Koordinierungsstelle Europäische Agenda für Erwachsenenbildung Nationale Koordinierungsstelle EPALE Impressionen aus den Jahren 2022 und 2023 Impressum Herausgeber Verantwortlich Redaktion Redaktionsassistenz Redaktionsschluss Auflage Gestaltung Druck …
[…] Nachhaltigkeit in Weiterbildungseinrichtungen verankern! Der Fachtag hat am 27. März 2025 gemeinsam mit dem Referat für Weiterbildung der Senatorin für Kinder und Bildung Bremen in Bremen stattgefunden Die Veranstaltung für Mitarbeitende der Weiterbildung nahm Nachhaltigkeit umfassend in den Blick – von Fragen interner Veränderungsprozesse über Ansätze zur Kommunikation eines nachhaltigen Handelns nach außen bis hin zum Spannungsfeld von Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Auf der Grundlage von neuen Erkenntnissen aus der Wissenschaft, in verschiedenen Workshops und mit Input verschiedener (europäischer) Projekte wurde die Frage erörtert, wie konkrete Wege aussehen können, um Nachhaltigkeit in der eigenen Einrichtung zu verankern. Die Veranstaltung wurde organisiert von der Nationalen Koordinierungsstelle der Europäischen Agenda für Erwachsenenbildung gemeinsam mit dem Referat für Weiterbildung der Senatorin für Kinder und Bildung Bremen. Neue Erkenntnisse zum Whole Institution Approach (WIA) in der Erwachsenenbildung Die Tagung startete mit einem spannenden Impulsbeitrag von Dr. Antje Brock (Freie Universität Berlin, Institut Futur) zum Thema : „Neue Erkenntnisse zum Whole Institution Approach in der Erwachsenenbildung: Was zeichnet eine nachhaltige Weiterbildungseinrichtung aus?" Prinzipiell, so Brock, könne der WIA in jeder Einrichtung angewendet werden. Es sei erwiesen, dass dort, wo Nachhaltigkeit ganzheitlich und im Sinne des Ansatzes umgesetzt werde, sowohl die Lehrenden als auch die Lernenden deutlich motivierter seien. Der Einsatz für Nachhaltigkeit zahle auf das Wohlergehen und die Motivation aller Beteiligten ein. Ratsam sei, zielgruppenorientiert vorzugehen, wobei es oftmals gar nicht so sehr darum gehe, was man tue, sondern darum, wie man es tue. Offenheit und Anerkennung sowie Kommunikation und gute Vorbilder seien von elementarer Bedeutung für den Prozess. Gesamtbericht zum Fachtag Zum Bericht Fachtag in Bremen © Copyrighthinweis öffnen Europäische Agenda Erwachsenenbildung X Copyrighthinweis schließen Im Anschluss wurden in drei parallelen Workshops Strategien für die eigene Einrichtung erarbeitet: Workshop 1: „Motiviert im Change Prozess - mit Beschäftigten den Wandel gemeinsam angehen“ Dagmar Müller, Leiterin des Programmbereichs Gesellschaft - Nachhaltigkeit - Digitales; vhs Berlin Mitte Wie können Sie den Veränderungsprozess in Ihrer Organisation erfolgreich gestalten? Präsentation Workshop 1 Workshop 2: „Nachhaltig attraktiv sein: Kommunikationsstrategien für Bildungseinrichtungen“ Dr. Johanna Köster-Lange, ecolo - Agentur für Ökologie und Kommunikation Ein Workshop für Bildungseinrichtungen, um deren Nachhaltigkeitsprofil zu schärfen und dieses effizient zu kommunizieren. Präsentation Workshop 2 Workshop 3: „Den Wandel komplex und differenziert denken! - Das Spannungsfeld von Digitalisierung und Nachhaltigkeit“ Dr. Florian Hofmann, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) GmbH, gemeinnützig Digitalisierung steht für Zukunft, aber steht sie auch zwangsläufig für Nachhaltigkeit? Dieser Workshop beleuchtete die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung im Kontext der Nachhaltigkeitsziele. Präsentation Workshop 3 © Copyrighthinweis öffnen Europäische Agenda Erwachsenenbildung X Copyrighthinweis schließen © Copyrighthinweis öffnen Europäische Agenda Erwachsenenbildung X Copyrighthinweis schließen © Copyrighthinweis öffnen Europäische Agenda Erwachsenenbildung X Copyrighthinweis schließen © Copyrighthinweis öffnen Europäische Agenda Erwachsenenbildung X Copyrighthinweis schließen © Copyrighthinweis öffnen Europäische Agenda Erwachsenenbildung X Copyrighthinweis schließen © Copyrighthinweis öffnen Europäische Agenda Erwachsenenbildung X Copyrighthinweis schließen © Copyrighthinweis öffnen Europäische Agenda Erwachsenenbildung X Copyrighthinweis schließen © Copyrighthinweis öffnen Europäische Agenda Erwachsenenbildung X Copyrighthinweis schließen © Copyrighthinweis öffnen Europäische Agenda Erwachsenenbildung X Copyrighthinweis schließen © Copyrighthinweis öffnen Europäische Agenda Erwachsenenbildung X Copyrighthinweis schließen Workbook Um die Eindrücke der Fachtagung zu sammeln und zu ordnen wurde ein Mini-Workbook erstellt. Das Workbook basiert auf dem so genannten Whole Insitution Approach (WIA). Das Konzept wurde bereits für Einrichtungen der Erwachsenenbildung angepasst - unter anderem mit dem "SustainabALE" - Guidebook des Instituts für Internationale Zusammenarbeit des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (DVV International). Ein Expert*innenteam des Projektes "Internationale BNE Allianzen" hat vier zentrale Handlungsfelder (Bildungsprogramm, Management, Lehr- und Arbeitsumgebung und Netzwerke) entwickelt. Diese sollen Einrichtungen der Erwachsenenbildung dabei unterstützen, Nachhaltigkeit praktisch umzusetzen. Hier können Sie sich ein Workbook runterladen: Zum Workbook Programm Hier finden Sie das Programm zur Veranstaltung: Zum Programm …
[…] Nachhaltig innovativ vermitteln Die hier vorgestellten Projekte beweisen auf bemerkenswerte Art und Weise Innovationskraft. Neue Zielgruppen wurden erreicht und für einen nachhaltigeren Lebensstil motiviert. Zudem wurden kreative Ressourcen aktiviert, um grüne Lerninhalte spielerisch und attraktiv zu verpacken. Insbesondere im Agrarsektor konnten neue und wirtschaftlich erfolgreiche Zweige erschlossen und dabei Akteurinnen und Akteure über Länder sowie Stadt-/Landgrenzen vernetzt werden. Ganz nebenbei unterstützen die Projekte einen ganzheitlichen, partizipativen und transformativen Lernprozess. …