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Be inclusive!

Wie Inklusion von Menschen mit Behinderung in KMUs funktioniert

[…] Digitale Lernangebote für Fachkräfte und Unternehmen, Orientierung und Praxiswissen in einer Broschüre, Lernvideos mit Einblicken aus der Praxis, Praktische Hilfen für den Unternehmensalltag, Unterstützung für Arbeitsvermittlung und Betriebe, Mehr Bewusstsein für eine inklusive Arbeitswelt, Haben wir Ihr Interesse geweckt? Inklusion gehört zu den zentralen Schwerpunktthemen von Erasmus+ – auch in den Partnerschaften für Zusammenarbeit im Bereich der Berufsbildung. Um Betriebe bei der Umsetzung von Inklusion zu unterstützen, hat die Akademie Klausenhof gGmbH gemeinsam mit sechs Partnerorganisationen aus sechs europäischen Ländern praxisnahe Lernmaterialien entwickelt. An deren Entstehung waren auch Menschen mit unterschiedlichen motorischen und geistigen Behinderungen aktiv beteiligt. , In der Arbeitswelt hängt gelingende Inklusion noch immer häufig vom Engagement einzelner Personen ab. Oft fehlt es an Wissen darüber, wie die berufliche Einbindung von Menschen mit Behinderung erfolgreich gestaltet werden kann. Gleichzeitig bestehen in vielen Unternehmen weiterhin Vorbehalte und Unsicherheiten. Genau hier setzt das Partnerschaftsprojekt „Be inclusive“ an. Es greift diese Herausforderungen auf und widmet sich der Frage, wie Inklusion in der Arbeitsvermittlung gestärkt werden kann. Im Fokus stehen kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die häufig nicht über eigene Expertise im Bereich Inklusion verfügen und deshalb gezielte Unterstützung benötigen. Ziel des Projekts ist es, die Teilhabe von Menschen mit Behinderung an Arbeit und Ausbildung im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention nachhaltig zu fördern. , Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung digitaler Lerntools. Sie richten sich an Fachkräfte, die Menschen mit Behinderung in Arbeit und Ausbildung vermitteln, sowie an Personen in Unternehmen, die Verantwortung für Inklusion tragen. Die Materialien sollen die inklusiven Kompetenzen von Personalverantwortlichen und Führungskräften stärken und gleichzeitig ihre Sensibilität für das Thema erhöhen. Auf diese Weise verbessern sich die Chancen von Menschen mit Behinderung, einen passenden Arbeitsplatz zu finden und langfristig zu behalten. , Die Broschüre „Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt: Vermittlung, Inklusion und nachhaltige Beschäftigung in KMU“ bietet eine praktische Hilfestellung für Fachkräfte, Unternehmen und Betroffene. Sie informiert über gesetzliche Rahmenbedingungen und stellt Beispiele guter Praxis aus allen Partnerländern vor. Darüber hinaus liefert die Broschüre überzeugende Argumente für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt. Sie zeigt typische Hürden auf und präsentiert konkrete Lösungsansätze für deren Überwindung. Auch Menschen mit Behinderung profitieren von den Inhalten: Die Broschüre bietet ihnen eine hilfreiche Orientierung auf dem Weg in das Berufsleben. Die Broschüre ist in sechs Sprachen erschienen (englisch, deutsch, griechisch, italienisch, slowenisch, lettisch). Zum Download der Broschüre , Ergänzend zur Broschüre wurden acht kurze Lernvideos entwickelt. Sie vermitteln praxisnahe Lösungsansätze für Betriebe und stärken zugleich die Selbstwirksamkeit von Menschen mit Behinderung, die in den Videos selbst zu Wort kommen. Die Inhalte decken alle wichtigen Phasen der Personalgewinnung und des Onboardings ab. Darüber hinaus behandeln sie Themen wie Arbeitsumfeld, Führung und Kompetenzentwicklung. Auch die Vorteile inklusiver Beschäftigung sowie bestehende Vorurteile werden aufgegriffen und reflektiert. Die Videos berücksichtigen unterschiedliche Formen von Behinderungen, darunter sowohl motorische als auch geistige Beeinträchtigungen. Hier geht's zu den Videos , Für die betriebliche Praxis stehen weitere Materialien zur Verfügung. Dazu gehören eine Checkliste zur Umsetzung von Inklusion in KMU sowie Factsheets zu verschiedenen Formen von Behinderung. Ergänzt werden diese durch Informationen zu nationalen rechtlichen Rahmenbedingungen und länderspezifischen Besonderheiten, etwa zu Fördermöglichkeiten und Unterstützungsangeboten. Checkliste und Factsheets finden sich hier , Fachkräfte in der Ausbildungs- und Arbeitsvermittlung können die Materialien unmittelbar im Vermittlungsprozess einsetzen. Darüber hinaus eignen sie sich, um Betriebe zu informieren, zu sensibilisieren und bei der Umsetzung von Inklusion zu begleiten. So werden Unternehmen ermutigt, Menschen mit Behinderung bei der Besetzung neuer Stellen stärker einzubeziehen und bislang ungenutzte Potenziale zu erschließen. Gleichzeitig können sie einen Beitrag zur Bewältigung des Fachkräftemangels leisten. Die Materialien stärken zudem die Inklusionskompetenzen des Bildungspersonals. Dadurch werden Fachkräfte in die Lage versetzt, Menschen mit Behinderung noch gezielter auf ihrem Weg in den ersten Arbeitsmarkt zu begleiten. Dies gilt insbesondere für Personen, die an Qualifizierungsmaßnahmen oder Trainings teilnehmen und den Einstieg ins Berufsleben anstreben. , Menschen mit Behinderung waren aktiv an der Entwicklung und Umsetzung des Projekts beteiligt. Gleichzeitig engagierten sich ortsansässige Unternehmen in verschiedenen Projektaktivitäten. Dadurch konnte das Bewusstsein für die Verantwortung der regionalen Wirtschaft im Bereich Inklusion gestärkt und nachhaltig verankert werden. , Das Projekt zeigt zugleich, dass alle Beteiligten von inklusiven Arbeitsplätzen profitieren können. Darüber hinaus wird sichtbar, wie wichtig eine gezielte Sensibilisierung und Heranführung an das Thema Inklusion ist, um bestehende Barrieren abzubauen und nachhaltige Veränderungen anzustoßen. , Zum Projekt in der Erasmus+ Projektergebnisplattform …

Veranstaltung

Needs Analysis for Quality KA1 Project Design in Adult Education

Sie möchten die Bedarfe Ihrer Erwachsenenbildungseinrichtung und Ihrer Zielgruppen systematisch erfassen und daraus überzeugende Auslandsaufenthalte in der Leitaktion 1 entwickeln? Vom 4. bis 7. November 2026 vermittelt diese Präsenzveranstaltung in Thessaloniki, Griechenland praxisnahe Methoden, mit denen Bedarfsanalyse, Projektziele, Mobilitätsaktivitäten, erwartete Ergebnisse und Wirkung schlüssig miteinander verknüpft werden können. Bewerbungsfrist ist der 20.09.2026.

[…] Ziele des Kontaktseminars, Zielgruppe, Auf einen Blick, Bewerbung, Hinweis zu den Kosten, Kontakt Sie möchten die Bedarfe Ihrer Erwachsenenbildungseinrichtung und Ihrer Zielgruppen systematisch erfassen und daraus überzeugende Auslandsaufenthalte in der Leitaktion 1 entwickeln? Vom 4. bis 7. November 2026 vermittelt diese Training and Cooperation Activity in Thessaloniki, Griechenland praxisnahe Methoden, mit denen Bedarfsanalyse, Projektziele, Mobilitätsaktivitäten, erwartete Ergebnisse und Wirkung schlüssig miteinander verknüpft werden können. , Entwicklung von Wissen und praktischen Kompetenzen im Umgang mit Methoden und Instrumenten der Bedarfsanalyse in der Erwachsenenbildung. Stärkung der Fähigkeit der Teilnehmenden, die Bedarfe ihrer Organisationen und Zielgruppen systematisch zu ermitteln, zu dokumentieren und zu priorisieren und diese als Grundlage für die Konzeption hochwertiger KA1-Projekte zu nutzen. Verbesserung der Fähigkeit, klare, realistische und evidenzbasierte Projektziele zu formulieren, die unmittelbar aus den Ergebnissen der Bedarfsanalyse abgeleitet werden. Steigerung der Qualität, Relevanz, Inklusivität und erwarteten Wirkung von Erasmus+-Anträgen im Bereich der Erwachsenenbildung. Stärkung der Fähigkeit von Organisationen, hochwertige Mobilitätsaktivitäten für erwachsene Lernende mit geringen Grundkompetenzen sowie für weitere Gruppen mit Teilnahmehindernissen zu konzipieren und umzusetzen – im Einklang mit den Prioritäten der Europäischen Kommission und der Initiative „Union of Skills“. Befähigung insbesondere von Organisationen mit geringer Erasmus+-Erfahrung oder bislang begrenzter Beteiligung, die Möglichkeiten des Programms gezielt und wirkungsvoll zu nutzen. Förderung der transnationalen Zusammenarbeit, Vernetzung und des Austauschs von Good Practices zwischen Organisationen der Erwachsenenbildung. , Projektträger, die im Bereich der Erwachsenenbildung tätig sind und an der Leitaktion 1 des Erasmus+-Programms teilnehmen oder teilnehmen möchten. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Neueinsteiger als auch weniger erfahrene Projektträger, die die Qualität ihrer Erasmus+-Projekte durch eine systematische Bedarfsanalyse verbessern möchten Besonders zur Teilnahme ermutigt werden Projektträger, die mit erwachsenen Lernenden mit geringen Grundkompetenzen oder mit anderen Gruppen arbeiten, die mit Hindernissen bei der Teilnahme am Lernen konfrontiert sind, im Einklang mit den Prioritäten der Europäischen Kommission und der Initiative „Union of Skills“. Vorrang erhalten Organisationen: die im Bereich der formalen Erwachsenenbildung tätig sind die nicht akkreditiert sind , Beginn: 04.11.2026, Uhrzeit wird noch bekannt gegeben Ende: 07.11.2026, Uhrzeit wird noch bekannt gegeben Ort: Thessaloniki, Präsenz Bitte planen Sie Ihre Reise so, dass Sie von Beginn bis zum Ende der Veranstaltung anwesend sein werden. Die TCA findet auf Englisch statt. Die Teilnehmenden sollten über gute Englischkenntnisse verfügen. , Die Bewerbung zur Teilnahme erfolgt über die SALTO -Plattform. Ein entsprechender SALTO -Account ist erforderlich. Zur Bewerbung Bewerbungsfrist: 20.09.2026 , Die Kosten der Veranstaltung (Übernachtung, Verpflegung, Seminargebühren) werden für Sie von der ausrichtenden Nationalen Agentur übernommen. Die NA beim BIBB bezuschusst Ihre Reisekosten. , Weitere Informationen zur Teilnahme an TCA-Veranstaltungen finden Sie auf unserer Übersichtsseite . - Bei Fragen zur Veranstaltung wenden Sie sich bitte an Geormary Fragkoulopoulou: gfragou@iky.gr Bei Fragen zur Abrechnung wenden Sie sich bitte an: NA-TCA@bibb.de . …

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Verleihung des European Innovative Teaching Awards 2026

Auszeichnung erfolgreicher Projekte, die innovative Unterrichtspraktiken in der Berufsbildung umsetzen

[…] Text und Bild, Weitere Informationen Der „European Innovative Teaching Award” wird dieses Jahr an Erasmus+-Projekte vergeben, die Grundkompetenzen in den Bereichen Lesen und Schreiben, Mathematik, Naturwissenschaften, Digitalisierung und Staatsbürgerschaft verbessern und Menschen helfen, sich in der Komplexität der heutigen Welt zurechtzufinden. , Die Europäische Kommission vergibt seit 2021 jährlich den „European Innovative Teaching Award“ (EITA). Ausgezeichnet werden exzellente pädagogische Arbeit und gute Unterrichtspraktiken in abgeschlossenen Erasmus+-Projekten, die zum Jahresthema der Auszeichnung „Basic Skills“ passen. Dieses Thema unterstützt den „Aktionsplan für Grundkompetenzen“, der im März 2025 als Teil der Strategie „Union of Skills“ der Europäischen Kommission verabschiedet wurde. Der Preis wird in den vier Kategorien „vorschulische Bildung“, „Grundschule“, „Sekundarschule“ und „berufliche Schule“ vergeben sowie zusätzlich das „European Language Label“. Förderung von Grundkompetenzen ist Thema des Jahres Der EITA-Preis 2026 zeichnet Erasmus+-Projekte aus, die darauf abzielen, Leistungen in einer oder mehreren der folgenden fünf Schlüsselkompetenzen zu verbessern: Lesen und Schreiben: Verstehen, Anwenden, Bewerten und Reflektieren in Wort und Schrift unter Verwendung visueller, akustischer und digitaler Materialien in verschiedenen Fachbereichen und Kontexten Mathematik: Mathematisches Denken; Formulieren, Anwenden und Interpretieren mathematischer Konzepte zur Lösung realer Probleme und zum Treffen fundierter, datengestützter Urteile/Entscheidungen Naturwissenschaften: Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Themen und Ideen als reflektierendes Individuum (wissenschaftliche Erklärung von Phänomenen, Bewertung und Konzeption wissenschaftlicher Untersuchungen, Interpretation von Daten) Digitale Kompetenz: selbstbewusster, kritischer und verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Technologien zum Lernen, Arbeiten und zur Teilhabe an der Gesellschaft (Informationskompetenz, Kommunikation, Medienkompetenz, Erstellung digitaler Inhalte, Online-Sicherheit, digitales Wohlbefinden) Staatsbürgerkunde: sich verantwortungsbewusst verhalten und uneingeschränkt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, gestützt auf ein Verständnis sozialer, wirtschaftlicher, rechtlicher und politischer Strukturen (staatsbürgerliche und demokratische Konzepte, Institutionen und Prozesse: z. B. Demokratie, Medienkompetenz, Krisenvorsorge, Respekt gegenüber anderen, Meinungsfreiheit) Diese fünf Grundkompetenzen helfen den Menschen dabei, kritisch zu denken, sich in ihren Gemeinschaften zu engagieren, gesund zu bleiben, sich an einen sich rasch wandelnden Arbeitsmarkt anzupassen und sich in der Komplexität der heutigen Welt zurechtzufinden, einschließlich digitaler Werkzeuge und künstlicher Intelligenz (KI). In einer Zeit zunehmender Desinformation und Polarisierung gewinnen diese Kompetenzen mehr denn je an Bedeutung. Sie fördern eine informierte und aktive Bürgerschaft und sind entscheidend für den Aufbau widerstandsfähiger, inklusiver Gesellschaften. Auswahlverfahren in der Berufsbildung Für die Nominierung des European Innovative Teaching Award durch die NA beim BIBB kommen ausschließlich abgeschlossene Erasmus+-Projekte in der Leitaktion 1 in Frage, die von deutschen Einrichtungen in der beruflichen Bildung koordiniert wurden. Für 2026 werden alle bis Ende des Jahres 2025 abgeschlossenen Projekte in den Bereichen Schul- und Berufsbildung berücksichtigt, die im Abschlussbericht herausragend bewertet wurden und dem vorgegebenen Jahresthema entsprechen. Eine Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der NA beim BIBB, schlägt auf Grundlage einer Short-List Projekte für die Nominierung der EU-Kommission vor. Die Bekanntgabe der Preisträger durch die Europäische Kommission erfolgt Anfang September. , Informationen zum Europäischen Bildungsraum: European Education Area (europa.eu) Informationen zum Aktionsplan für Grundkompetenzen Informationen zum European Innovative Teaching Award (europa.eu) …

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Internationalisierung auf französisch

An einem Duisburger Berufskolleg können Auszubildende im Rahmen der Ausbildung im Fach Gießereimechanik eine deutsch-französische Zusatzqualifikation erwerben

[…] In Duisburg hat der Austausch eine Geschichte , Erasmus+ ermöglicht Mehrwert, Internationalisierung fördert die Schulentwicklung Wie erfolgreiche Internationalisierung in der Berufsbildung aussehen kann, zeigt das Beispiel des Friedrich-Albert-Lange-Berufskollegs (FALBK) in Duisburg. Hier kommt seit 2021 die Deutsch-Französische Zusatzqualifikation (DFZQ PRO) zum Einsatz, die die Entwicklung und Durchführung binationaler berufs- oder bildungsgangbezogener Lernsituationen vorsieht, um die Zusammenarbeit zwischen deutschen und französischen Schulpartnern zu stärken. Integraler Bestandteil ist dabei die konkrete Projektarbeit im Nachbarland, die über Erasmus+ realisiert wird. , „Wir nutzen DFZQ PRO sowohl strategisch als auch zum Erwerb von Sprach-, Fach- und Auslandskompetenz“, sagt Egbert Meiritz, Schulleiter FALBK. Er sieht die Zusatzqualifikation als Ergänzung zur regulären Ausbildung, die die Schülerinnen und Schüler auf den europäischen Arbeitsmarkt vorbereitet. In Duisburg erfolgt dies im Bildungsgang Gießereitechnik, wo DFZQ PRO heute fest verankert ist und mittels bi-nationaler Lernsituationen gelebt wird. Am Ende der Ausbildung gibt es neben der Zusatzqualifikation auch die Zertifizierung der “Internationalen Beruflichen Mobilität”. Mit der Entwicklung der DFZQ PRO hat das Land Nordrhein-Westfalen den Auftrag des im Januar 2019 unterzeichneten Vertrags über die „Deutsch-Französische Zusammenarbeit und Integration“ umgesetzt und das neue Instrumentarium an ausgewählten Berufskollegs etabliert. Ziele des Vertrags sind der Ausbau von Mobilitätsprogrammen in der Schul- und Berufsbildung sowie die Förderung des gegenseitigen Spracherwerbs. Er steht damit in der Tradition des Élysée-Vertrag aus dem Jahr 1963, der die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich langfristig stärken sollte. , Für das Duisburger Berufskolleg ist das Thema Internationalisierung nicht neu. Hier arbeitet man bereits seit vielen Jahren mit Programmen wie Erasmus+, der Austausch mit französischen Schulen wird bereits seit 2014 gepflegt. „Als das NRW-Ministerium uns eingeladen hat, uns an DFZQ PRO zu beteiligen, haben wir deshalb sofort zugesagt“, bekräftigt Meiritz, und ergänzt: „Da wir Französisch bereits als zweite Fremdsprache an unserer Schule eingeführt hatten, konnten wir die Zusatzqualifikation gut in unsere bestehenden Bildungsgänge integrieren. Dazu wird im dritten Ausbildungsjahr das Fach Fremdsprachliche Kommunikation komplett auf Französisch umgestellt.“ Sonja Stahlberg unterrichtet Französisch am FALBK. Sie war im März 2026 mit einer Gruppe von zwölf Auszubildenden und zwei Lehrenden aus dem Technikbereich zum vierten Mal für eine Woche zum Lernaufenthalt in Frankreich, erstmals an der neuen Partnerschule, dem Lycée Hector Guimard in Lyon. Der Wechsel war notwendig geworden, weil es für die Schülerinnen und Schülern der alten Partnerschule immer schwieriger geworden war, zum Gegenbesuch nach Duisburg zu kommen. Um die Zusatzqualifikation attestieren zu können, ist dieser Rückaustausch jedoch notwendig. Durch den Partnerwechsel konnte das Problem gelöst werden. Von ihrem Besuch in Lyon ist Stahlberg heute noch begeistert. Das liegt auch daran, dass die neue Partnerschule über Werkstätten verfügt, in denen Verfahren eingesetzt werden, die in der regulären Ausbildung der Lernenden weniger im Fokus stehen. Ein Beispiel ist der Kokillenguss, bei dem im Gegensatz zum Handformen mit Sand eine sogenannte Dauerform aus Metall hergestellt wird. „Die Methode hat in Frankreich einen ganz anderen Stellenwert als in Deutschland“, betont Stahlberg. „Das ist für unsere Schülerinnen und Schüler sehr interessant.“ In den konkreten Lernsituationen – der praktischen Projektarbeit – entwickeln sie gemeinsam mit den französischen Auszubildenden ein Produkt. Dazu Sonja Stahlberg: „Wir versuchen, etwas zu finden, das man im Alltag nutzen kann, zum Beispiel einen Flaschenöffner oder Einkaufschips. Zugleich sollte jedoch ein Designaspekt erfüllt werden, zum Beispiel, indem sich die deutsch-französische Freundschaft oder der europäische Gedanken widerspiegeln. Insgesamt bildet die Lernsituation den kompletten Vorgang von der Planung über die Ausgestaltung und Prüfung bis zum Abguss und zur Nachbearbeitung des Produkts ab. Das bringt eine intensive Zusammenarbeit mit sich, bei der die Schülerinnen und Schüler Kompetenzen erwerben, die sie so bei uns nicht erwerben könnten.“ , Ein zentraler Erfolgsfaktor für das Gelingen von DFZQ PRO ist die Förderung der Auslandsaufenthalte über Erasmus+. Sie erleichtert die Organisation des regelmäßigen Austauschs und schafft Planungssicherheit. Egbert Meiritz ist sich sicher: „Ohne diese Unterstützung würde das Ganze nicht funktionieren“. Seit 2021 ist das FALBK in Erasmus+ akkreditiert, es setzt auf eine institutionelle Verankerung der Mobilitäten, die sowohl für die Lernenden als auch für die Lehrenden einen Mehrwert mit sich bringen. „Die Gießereiindustrie ist ein relativ enges Geschäft, es gibt zudem nur noch wenige Schulen, die eine Ausbildung anbieten. In diesem Markt ist es nicht einfach, dauerhaft Jobs zu bekommen, noch dazu in einer Region, die jahrelang Deindustrialisierung erlebt hat und eine hohe Jugendarbeitslosigkeit aufweist.“, berichtet Meiritz, der selbst aus Recklinghausen stammt und weiß, wovon er spricht. Deshalb sei es besonders wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler über nationale Grenzen hinausdenken. Durch die Zusatzqualifikation erweitern sie ihre Kompetenzen und verbessern ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt – auch international. Sie stellen fest, dass das, was sie im Rahmen ihrer Ausbildung gelernt haben, an vielen verschiedenen Orten einsetzbar ist. Einige von ihnen seien zwar anfangs unsicher, vor allem, wenn sie noch nie im Ausland waren. Nach dem Austausch aber berichteten nahezu alle, dass sie enorm davon profitiert hätten. Das gilt im Übrigen auch für die Lehrkräfte, denen der fachliche Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen in Frankreich Einblicke in andere Ausbildungssysteme und Arbeitsweisen eröffnet. Sonja Stahlberg glaubt: „Das erweitert den Horizont und funktioniert ähnlich wie ein Job Shadowing. Aus der gemeinsamen Arbeit entstehen neue Ideen für Unterricht und Projektarbeit. Man reflektiert die eigenen Methoden und entwickelt sie weiter. Und nicht zuletzt ist es auch persönlich bereichernd: Der Austausch, die gemeinsamen Erfahrungen und das Arbeiten in internationalen Teams wirken sehr motivierend.“ , Auch wenn die Internationalisierung am FALBK bereits eine lange Geschichte aufweist, betrachtet Egbert Meiritz die Deutsch-Französische Zusatzqualifikation als einen wichtigen strategischen Baustein: „Die DFZQ PRO ist nicht nur ein Zusatzangebot, sondern Teil unserer Schulentwicklung. Sie trägt dazu bei, unsere Schule international auszurichten, unser Profil zu schärfen und die Qualität der beruflichen Bildung weiterzuentwickeln. Gleichzeitig stärkt sie unsere bestehenden Partnerschaften und eröffnet neue Möglichkeiten.“ Alexandra Donike, Schulfachliche Dezernentin in der Schulaufsicht für die Berufskollegs und Leiterin der EU-Geschäftsstelle bei der Bezirksregierung Düsseldorf, unterstreicht dies, indem sie betont: „DFZQ PRO wird seitens des Landes NRW nicht zuletzt deshalb intensiv eingesetzt, weil sie einen wichtigen Beitrag zur strategischen Schulentwicklung leistet. Das Ganze zahlt auf die Zertifizierung der Berufskollegs für ihre Aktivitäten zur internationalen Zusammenarbeit in der europäischen Berufsbildung ein. Für diese können sich Schulen jährlich bei den Bezirksregierungen bewerben, indem sie strategische Aktivitäten und Mobilitäten nachweisen. Die EU-Geschäftsstellen der Bezirksregierungen informieren und beraten die Berufskollegs zum Zertifizierungsverfahren.“ …

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Wo Demokratie und Europa gelebt werden

Ein Berufsbildungswerk in Baden-Württemberg verbindet Ausbildung und individuelle Förderung – es setzt dabei auf Demokratiebildung und europäische Werte

[…] Interkulturelles Interesse und die Faszination Europa, Demokratie ist ein europäisches Thema, Auslandsaufenthalte erweitern Horizonte Wer das zur Johannes-Diakonie Mosbach gehörende Berufsbildungswerk (BBW) Mosbach-Heidelberg besucht, hört an vielen Stellen das Wort „Europa“ – sei es im Unterricht, in den Lehrwerkstätten oder in den Geschichten der Auszubildenden, die während der Zeit am BBW oft zum ersten Mal in ihrem Leben Auslandserfahrung sammeln. Möglich wird dies über Erasmus+, doch die Idee der Schule reicht noch weiter, gilt sie doch als ein gutes Beispiel dafür, wie Demokratiebildung, europäische Werte und inklusive Berufsbildung sinnvoll miteinander verknüpft werden können. , „Unser Ziel ist es, junge Menschen – häufig mit Förderbedarf oder Lernbeeinträchtigungen – zu befähigen, ihre Zukunft selbstbewusst, solidarisch und aktiv mitzugestalten“, sagt Thorsten Ringwald, Leiter der Berufsschule am Berufsbildungswerk. Dies geschieht über einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem die Lernenden nicht nur berufliche Kompetenzen erwerben, sondern auch einüben, demokratisch zu handeln, sich als Teil Europas zu verstehen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Dass Demokratiebildung heute ein zentraler Bestandteil des pädagogischen Selbstverständnisses des BBW ist, hat viel mit Thorsten Ringwald zu tun. Er kam 2017 an die Schule und führte gemeinsam mit Nils Fischer, Technischer Oberlehrer am BBW, das Erasmus+-Programm ein. Seither haben die Auszubildenden die Möglichkeit, über berufspraktische Auslandsaufenthalte in Betrieben und vergleichbaren Einrichtungen im europäischen Ausland unterschiedliche Arbeitsfelder kennenzulernen und ihre fachlichen Kompetenzen zu erweitern. Dabei erleben sie neue Arbeitskulturen, andere Länder und den europäischen Austausch ganz unmittelbar – eine Erfahrung, die nachhaltig wirkt. , Thorsten Ringwald betont: „Nils Fischer und mich verband von Anfang an das interkulturelle Interesse und die Faszination Europa.“ Was als internationales Bildungsprojekt begann, entwickelte sich Schritt für Schitt zu einem umfassenden Gesamtkonzept weiter. Nachdem er 2023 zum Schulleiter ernannt worden war, führte Ringwald eine Vielzahl praxisnaher Angebote ein, die vor allem auf Beteiligung setzen. Realisiert werden diese sowohl im Unterricht als auch in Form von Projekten, deren Teilnahme freiwillig ist. Auf diese Art und Weise erleben die Jugendlichen, dass ihre Stimme gehört wird und Beteiligung grundsätzlich möglich ist, zum Beispiel bei Juniorwahlen oder Diskussionsrunden zu gesellschaftlichen Themen. Andere Formate sind die Teilnahme an Gedenkveranstaltungen zur NS-Zeit, Rundgänge zu Orten jüdischen Lebens in Mosbach oder werteorientierte Projekte wie ein Coming-out-Day und Workshops zu Mobbing, Respekt und Selbstwirksamkeit. Schnell wurde sichtbar, dass viele Jugendliche bislang kaum Berührung mit politischen oder gesellschaftlichen Themen hatten. „Die Jugendlichen, die zu uns kommen, sind anfangs noch sehr unselbstständig und haben wenig Lebenserfahrung“, unterstreicht Ringwald. Das und die Beeinflussung durch soziale Medien mache sie anfällig für rechtspopulistische Inhalte. Deutlich wurde das unter anderem, als vor einigen Jahren Hakenkreuzschmierereien und rechtsradikale Symbole an der Schule auftauchten. Für Ringwald ein Wendepunkt. Ihm ist es wichtig, dass die jungen Erwachsenen am Ende erkennen: „Demokratie hat vielleicht Ecken und Kanten, aber sie ist eindeutig die bessere Staatsform als ein autoritäres Regime.“ , Nils Fischer ist heute für die Koordination des Erasmus+-Programms am BBW Mosbach-Heidelberg verantwortlich. Er glaubt, dass die Demokratiebildung und die internationale Zusammenarbeit sehr gut harmonieren, weil beide auf denselben Grundideen beruhen: Teilhabe, Offenheit, Respekt und die Erfahrung, dass Vielfalt eine Stärke ist. Gerade in einer Europaschule wie der BBW werde Demokratie als etwas verstanden, das im europäischen Miteinander gelebt werden kann. Gerade deshalb sehe er in Erasmus+ weit mehr als ein Förderprogramm für Auslandsaufenthalte. Für ihn ist es zugleich ein Instrument der Persönlichkeitsentwicklung. Konkret zeige sich das in den Auslandsaufenthalten der Auszubildenden. „Vor Ort erleben die Jugendlichen, dass sie Teil eines größeren europäischen Zusammenhangs sind“, so Fischer. Gerade diese Erfahrung stärke das Bewusstsein: Ich gehöre dazu, ich kann mich einbringen, ich kann mitgestalten. „Einige der Auszubildenden waren zuvor noch nie im Hotel. Sie waren noch nie geflogen oder sind generell noch nicht im Ausland gewesen“, bekräftigt Fischer. Vor diesem Hintergrund eröffne die Zeit des Auslandsaufenthaltes den Jugendlichen zum Teil völlig neue Welten. , Das haben auch Jasmin Hoffmann und Lukas Wäsch erlebt. Sie absolvieren am BBW eine Ausbildung zur Gärtnerin bzw. zum Gärtner und waren im März 2026 gemeinsam mit neun anderen Auszubildenden auf einer biologisch geführten Farm in der Nähe von Sevilla in Südspanien. Dort legten sie unter anderem Bewässerungsgräben an, brachten Saatgut aus und halfen bei der Ernte. Besonders wertvoll war, dass die Lernenden ihre bereits vorhandenen fachlichen Kompetenzen direkt im Arbeitsalltag einbringen und erweitern konnten. Lukas Wäsch bringt es wie folgt auf den Punkt: „Ich habe Dinge kennengelernt, die ich in Deutschland niemals kennenlernen würde. Wir mussten die Erde direkt vom Boden entnehmen, damit wir aussäen konnten. Auch das Wasser kam nicht einfach aus der Leitung – wir haben es aus dem Boden geholt“. Jasmin Hoffmann wäre am liebsten gleich in Spanien geblieben. Sie berichtet: „Es war eine tolle Erfahrung. Wir sind einfach rausgegangen, um das zu holen, das wir selbst bearbeitet hatten, und es dann mittags oder abends zu essen. Auch mit den spanischen Landarbeiterinnen und -arbeitern haben wir uns gut verstanden.“ Insgesamt gehen jedes Jahr rund zehn Prozent der etwa 260 Auszubildenden des BBW mit Erasmus+ ins Ausland. Die Ziele reichen von Spanien und Italien über Finnland und Estland bis nach Österreich. Die Programme sind bewusst inklusiv gestaltet. So helfen beispielsweise Begleitpersonen bei Unsicherheiten oder sprachlichen Hürden vor Ort. Auch die Vor- und Nachbereitung spielen eine große Rolle, denn es ist wichtig, dass die Teilnehmenden gut vorbereitet ins Ausland gehen. Dabei geht es sowohl um Reisepläne und Arbeitszeiten als auch um Erwartungen, Ängste und kulturelle Aspekte. Während der Aufenthalte gibt es tägliche Reflexionsrunden. Last but not least werden die gemachten Erfahrungen nach der Rückkehr gemeinsam ausgewertet. Dass diese weit über das Fachliche hinausgehen, wird am Beispiel von Julian Ehrlich klar. Der angehende Landwirt wurde nach Italien entsendet und sah während der Zeit dort zum ersten Mail in seinem Leben das Meer. Ein für ihn unvergesslicher Augenblick. „Gerade für junge Menschen mit Förderbedarf ist ein solches Angebot enorm wichtig“, weiß Nils Fischer, der ergänzt: „Es macht einen Unterschied, ob man hier in der Lehrwerkstatt ist oder vor Ort bei der Ernte hilft. Die Jugendlichen merken dort: Ihre Arbeit wird ernst genommen. Das ist sehr motivierend und stärkt sie für ihren weiteren Weg.“ Thorsten Ringwald ist froh über all diese Entwicklungen, die auch nach außen hin nicht unbemerkt bleiben. 2025 erhielt das Berufsbildungswerk einen Arbeitgeberpreis für sein Engagement, auch immer mehr andere Einrichtungen signalisieren Interesse an dem, was Ringwald und sein Team auf den Weg gebracht haben. Sie haben erkannt: Demokratiebildung beginnt mit dem Moment, in dem junge Menschen erleben, dass die Welt größer ist als ihr bisheriger Alltag – und dass auch sie selbst darin einen Platz haben. …

Daten & Fakten

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Daten & Fakten

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In to the deep

Vom E-Learning-Kurs zur eigenen Meeresforschung

[…] Meeresbiologie zugänglich machen, Zur Projektseite in der Erasmus+-Plattform , Vom Lernmodul zur eigenständigen Datenerhebung , Zu den E-Learning-Kursen , Beteiligung möglich machen , Zum Handbuch , Haben wir Ihr Interesse geweckt? Bildung für nachhaltige Entwicklung im Bereich der Erwachsenenbildung steht üblicherweise vor zwei Herausforderungen: Wie sensibilisieren wir langfristig für das Thema nachhaltige Entwicklung? Wie entwickeln wir kreative Lernformate, die der Alltagsrealität erwachsener Lernenden gerecht werden und tatsächlich zum Handeln motivieren? Das Erasmus +-Projekt „In to the deep“ bringt beides zusammen: Es motiviert mit Lerneinheiten über die Tiefsee dazu, sich an Bürgerwissenschaft zu beteiligen und trägt so zum Schutz unserer empfindlichen Ökosysteme bei - und das von Zuhause am eigenen Laptop. , Der Ozean ist für viele ein faszinierendes Feld, aber nur für Wenige direkt zugänglich. Sechs Institutionen aus Griechenland, Spanien und Deutschland haben durch das Erasmus+ kofinanzierte Projekt gemeinsam daran gearbeitet und vier Online-Lernmodule in vier Sprachen entwickelt. Die Lerneinheiten beziehen sich auf vier verschiedene Meereshabitate und bereiten die Lernenden auf die Beteiligung an echter meeresbiologischer Forschung vor. Davon profitieren nicht nur die Teilnehmenden, sondern auch die Wissenschaft: Es werden sowohl für die Forschung relevante Daten gesammelt und gleichzeitig wird das Bewusstsein für den Klimaschutz über die Wissenschaft hinaus verbreitet. , In den E-Learning-Kursen wird anhand vier verschiedener Meeresregionen die Bedeutung und Funktionsweise des spezifischen Ökosystems sowie der Einfluss des Menschen auf dieses erklärt. Ein Beispiel ist die Dämmerlichtzone in der Ägäis in Griechenland, in der sich die ältesten, komplexesten und produktivsten Meeresökosysteme befinden. Außerdem werden in den Online-Kursen Forschungsmethoden und Tools erklärt, die bereits zur Erschließung der Meeresflora und Fauna entwickelt wurden. Im nordwestlichen Mittelmeer werden durch eine Kamera am Meeresgrund, die OBSEA Beobachtungsplattform, regelmäßig Bilder und Umweltdaten aufgenommen, um Veränderungen der Fischpopulationen zu erfassen. Diese großen Mengen an Bilddaten müssen alle analysiert werden! , Am Ende eines jeden E-Learning-Kurses steht daher der Zugang zum Programm „BIIGLE.party.“ ein Tool mit dem die Meeresbilder annotiert - das heißt analysiert werden können. Das mittlerweile international angewandte Tool wurde von der Universität Bielefeld entwickelt, um Unterwasserbilder und -videos für die Biodiversitätsforschung und die Umweltüberwachung zu analysieren. Nach einer Einführung in das Annotieren von Meeresbildern können die Lernenden selbst mit ihrem Beitrag an der Erfassung der Meeresräume beginnen. Gamification trägt dazu bei, den eigenen Score an analysierten sowie korrekt erfassten Meeresbildern zu "knacken". , Die Lernenden wurde über verschiedene Kanäle erreicht, so konnten circa 500 Teilnehmende über Social-Media für das Vorhaben begeistert werden, die vorher noch nicht in Verbindung mit den Partnereinrichtungen aus dem Bereich der Meeresforschung standen. Formate der Verbreitung des Projekts waren über Instagram z.B. vier Live-Interviews mit den beteiligten Wissenschaftler/innen unter dem Titel “Meet the Scientist“ oder Quiz-Formate zu verschiedenen Aktionstagen wie dem World Ocean Day oder den Erasmus+-Tagen. Außerdem wurde das Projekt neben den Social-Media Aktionen durch Online-Webinare für ein internationales Publikum wie auch durch lokale Veranstaltungen vorgestellt und verbreitet. , Das Projekt zeigt, wie durch die Partnerschaft verschiedener europäischer Institutionen Erwachsenenbildung und Bürgerwissenschaft sinnvoll verknüpft werden können und dadurch gleichzeitig das Wissen über und die Sensibilisierung für Klimaschutz gestärkt werden. Hier entsteht echte Teilhabe und Handlungsfähigkeit auf Bürgerebene! Damit die Idee auch in Zukunft von Meereswissenschaftlerinnen und Meereswissenschaftlern gemeinsam mit Lernenden umgesetzt werden kann, haben die Projektverantwortlichen ihre Erfahrung in einem Handbook festgehalten. Außerdem wurden die Lehrmaterialien über die Erwachsenenbildung hinaus auch für den Schulunterricht angepasst. Hier geht es zum Folgeprojekt im Schulbereich „Deep Discovery“ , Link zur offiziellen Projektseite …

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Auslandsaufenthalte: Hohe Motivation – aber besondere Hürden für junge Menschen in Deutschland

Deutschland-Auswertung des Eurodesk Youth Information Survey 2025

[…] Text und Bild, Weitere Informationen Junge Menschen in Deutschland sind grundsätzlich sehr offen für Auslandsaufenthalte – gleichzeitig zeigen sich im europäischen Vergleich spezifische Hürden und Unterschiede. Das zeigt die Deutschland-Auswertung des Eurodesk Youth Information Survey 2025 mit über 7.000 Befragten europaweit, darunter rund 1.800 aus Deutschland. , Großes Interesse an Auslandserfahrungen Die Ergebnisse zeigen, dass junge Menschen in Deutschland großes Interesse an Auslandsaufenthalten haben. Besonders häufig werden Reisen, Praktika, Arbeit oder Studium im Ausland genannt. Der Auslandsaufenthalt soll am besten zwischen drei und sechs Monaten dauern und physisch stattfinden. Unterschiedliche Bewertung von Vorteilen Im europäischen Vergleich zeigt sich, dass junge Menschen in Deutschland zwar den Bildungswert eines Auslandsaufenthalts hoch einschätzen, gleichzeitig jedoch weniger Vorteile für ihr persönliches und berufliches Leben sehen als Jugendliche in anderen Ländern. Starker Einfluss der Familie Ein auffälliges Ergebnis ist die Bedeutung der Familie: 38 Prozent der deutschen Jugendlichen, die einen Auslandsaufenthalt gemacht haben, geben an, sich bei Informationen und Unterstützung im Bewerbungsprozess auf ihre Familie zu verlassen. Dieser Wert liegt deutlich über dem internationalen Durchschnitt. Besondere Hürden in Deutschland Auch bei den Hinderungsgründen zeigen sich Unterschiede. Klimasorgen werden von 41 Prozent der Befragten in Deutschland genannt und damit deutlich häufiger als im europäischen Durchschnitt. Zudem ist die Angst, durch einen Auslandsaufenthalt Chancen im Heimatland zu verpassen, mit 49 Prozent besonders ausgeprägt. Ein weiterer Aspekt betrifft den Bildungsweg: 43 Prozent derjenigen, die keinen Auslandsaufenthalt gemacht haben, sorgen sich um eine mögliche Verlängerung ihres Studiums. Gleichzeitig berichten 19 Prozent der Befragten mit Auslandserfahrung, dass sich ihr Studium tatsächlich verlängert hat. Implikationen für die Jugendinformation Die Ergebnisse zeigen, dass Informations- und Beratungsangebote in Deutschland stärker auf die konkreten Bedenken junger Menschen eingehen sollten. Dazu zählen insbesondere Klimasorgen, die Angst, durch einen Auslandsaufenthalt Chancen zu verpassen, sowie Unsicherheiten im Hinblick auf mögliche Auswirkungen auf den Bildungsweg. Außerdem spielt die Familie eine wichtige Rolle bei der Informationssuche und Entscheidungsfindung. Vor diesem Hintergrund sollten Informationsangebote sich auch an diese Zielgruppe wenden. Einordnung der Ergebnisse Die dargestellten Ergebnisse basieren auf der Deutschland-Auswertung des Eurodesk Youth Information Survey 2025. Die zugrunde liegende Online-Befragung wurde zwischen Oktober und November 2024 in 36 europäischen Ländern durchgeführt. Ergänzend zur europaweiten Analyse wurden spezifische Vergleiche zwischen deutschen und internationalen Jugendlichen vorgenommen. Quelle: Pressemitteilung von Eurodesk Deutschland | 18. Mai 2026 , Eurodesk Deutschland hat den Youth Info Survey für Deutschland im europäischen Vergleich veröffentlicht. Dieser ist auf Englisch im Bestellservice verfügbar . Eurodesk ist ein europäisches Jugendinformationsnetzwerk mit Koordinierungsstellen in 36 Ländern. Die Beratung zu Auslandsaufenthalten ist persönlich, kostenlos und neutral. Eurodesk Deutschland wird durch das EU-Programm Erasmus+ sowie durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) im Rahmen des KJP gefördert und ist ein Projekt von IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. …

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