[…] Die Zukunft von Erasmus+ Die aktuelle Programmgeneration von Erasmus+ endet 2027. Die Vorbereitungen für das Nachfolgeprogramm haben schon begonnen. Was hat sich bewährt? Was sollte aus deutscher Sicht weiterentwickelt werden? Welche Vorschläge hat die EU -Kommission unterbreitet? Wie läuft der Prozess dazu ab – und was ist gerade der aktuelle Stand? Der Weg zu Erasmus+ 2028 bis 2034 Viele Akteure sind an den Vorbereitungen des neuen Programms beteiligt. Der Haushalt von 2028 bis 2034 und des Programms werden als EU -Verordnungen im Rahmen des „Ordentlichen Gesetzgebungsverfahren“ der Europäischen Union verabschiedet. Im Sommer 2025 hat die Kommission einen Vorschlag für den gesamten EU -Finanzrahmen und einen Vorschlag für Erasmus+ vorgelegt. Ab der zweiten Jahreshälfte werden diese beiden Verordnungen verhandelt und voraussichtlich 2027 verabschiedet. Dies ist ein komplexer demokratischer Prozess, an dem sich alle beteiligen können. Mehr anzeigen Weniger anzeigen Der Erasmus+-Nutzerbereit der NA beim BIBB hat bereits im April 2024 eine Stellungnahme zum Nachfolgeprogramm erarbeitet. Projektträger in Erasmus+ können ihre EU -Parlamentarierinnen und -Parlamentarier über ihr Engagement im Programm und die Bedeutung von Erasmus+ für ihre Arbeit informieren. Viele Abgeordnete freuen sich über konkrete Rückmeldungen, die sie in ihre Arbeit im Parlament einbringen und damit auch Entscheidungsprozesse beeinflussen können. Das EU -Parlament, der Europäische Rat und die EU -Kommission streben an, diesen Prozess bis Ende 2027 abzuschließen, damit die neue Programmgeneration Erasmus+ 2028 bis 2034 pünktlich an den Start gehen kann. © Copyrighthinweis öffnen AdobeStock | rustamark X Copyrighthinweis schließen Nationale Zwischenevaluation von Erasmus+ Der „Nationale Bericht zur Halbzeitevaluation der Erasmus+-Programmgeneration 2021-2027“ ist verpflichtender Bestandteil der Erasmus+-Verordnung. Diese Zwischenevaluation dient dem Bundesbildungsministerium dazu, festzustellen, ob die Programmziele sowie die angestrebten Wirkungen erreicht wurden. Das Ergebnis zeigt: Erasmus+ ist sehr erfolgreich und der Wunsch nach Kontinuität hoch. Positiv bewertet wurden u.a.: die Steigerung der Lernmobilität, die Fortführung der Akkreditierung, die Stärkung europäischer Kooperationen, die Wirkung des Programms im Kontext der Prioritäten (Inklusion und Vielfalt, Nachhaltigkeit, Digitaler Wandel, Teilhabe), die überwiegend dezentrale Verwaltung des Programms und die ausgeweitete Pauschalierung. Nationale Kernforderungen an die Europäische Kommission © Copyrighthinweis öffnen AdobeStock | MP_Studio X Copyrighthinweis schließen Die Evaluation macht auch deutlich, wo noch Verbesserungsbedarf besteht. Die Erkenntnisse daraus flossen direkt in das deutsche Positionspapier zur nächsten Generation von Erasmus+ ein. Darin haben die Bundesministerien der EU -Kommission gemeinsam mit der Kultusministerkonferenz wichtige Forderungen und Impulse für die Weiterentwicklung des Programms übermittelt. Allgemeine Forderungen Erasmus+ als bürgernahes Programm stärken: Seine bewährte Struktur – mit klaren Bildungssektoren, Leitaktionen und übergreifenden Prioritäten – sollte erhalten bleiben. Ausbau der Lernmobilität als stärkste Leitaktion des Programms. Dezentrale Kooperationspartnerschaften erhalten – ihre Wirkung kann durch gezielte Verbreitung besonders erfolgreicher Projekte weiter gestärkt werden. Mehr Inklusion und Bürgernähe: Anstrengungen, das Programm inklusiver und bürgernäher zu machen, weiter steigern. Dezentralisierung der Aktion Jean Monnet , um Bildungseinrichtungen den Zugang zu erleichtern. Verbesserte IT-Infrastruktur zur optimalen Umsetzung des Programms schaffen. Abbau administrativer Hürden: Die Akkreditierung weiter ausbauen, Antragsverfahren für Schulen KMU vereinfachen und damit Zugänge zum Programm erleichtern. Forderungen für die Berufsbildung Stärkung der Berufsbildung in Europa: Die Berufsbildung leistet einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit Europas. Ihre Rolle sollte weiter gestärkt werden. Internationale Lernmobilität beibehalten: Auch künftig sollte Lernmobilität in Drittstaaten möglich bleiben. Europäische Vernetzungsplattform für die Berufsbildung: Analog zu Plattformen wie EPALE ( für die Erwachsenenbildung) und eTwinning (für die Schulbildung) braucht es eine eigene europäische Austauschplattform für die Berufsbildung. Sie soll Fachkräfte dabei unterstützen, sich über Ländergrenzen hinweg zu vernetzen, innovative Ansätze zu teilen und leichter Kooperationspartner zu finden. Stärkere Verbreitung von Projektergebnissen Ausbau der Synergien von Europass und Erasmus+ Forderungen für die Erwachsenenbildung Stärkung der Erwachsenenbildung in Europa: Angesichts tiefgreifender Veränderungen in Gesellschaft und Arbeitswelt übernimmt die Erwachsenenbildung eine zentrale gesellschaftliche Rolle. Um dieser Bedeutung gerecht zu werden, sollte ihr Anteil am Gesamtbudget auch in Zukunft stabil bleiben. Inklusion: Lernende und Lehrende sollten gleichermaßen gefördert werden. Synergie und Austausch mit anderen EU -Förderprogrammen wie dem ESF Plus und der Initiative der Europäischen Kommission „Aim, Learn, Master, Achieve“ ( ALMA ). Förderlogik anpassen: Die Besonderheiten der Erwachsenenbildung sollten bei der Programmausgestaltung stärker berücksichtigt werden – zum Beispiel durch den gezielten Einsatz von Pauschalen Erasmus+ stärken: Mehr Mittel für das Programm Die Bedeutung des Programms ist groß: Erasmus+ wächst seit 2021 erheblich. Will man das Programm in seinem 2027 erreichten Umfang in den Jahren 2028 bis 2034 fortführen, so braucht es ein Budget von rund 46 Mrd. Euro (+ 60 Prozent). Gleichzeitig nehmen auch die aktuellen finanziellen Herausforderungen zu – sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene: Verteidigung, Wettbewerbsfähigkeit, Klimaschutz und Bildung sind nur einige Stichworte. Eine Diskussion über künftige Budgets muss daher sowohl den Bedarf als auch die finanziellen und politischen Rahmenbedingungen der Europäischen Union berücksichtigen. Doch klar ist auch: Wollen wir den Erfolg des Programms nicht nur beibehalten, sondern noch steigern, benötigen wir ein wesentlich größeres Budget. Um Erasmus+ quantitativ und qualitativ stärken zu können, schätzen wir, dass dafür mindestens eine Verdopplung des bisherigen Budgets von 28 auf 56 Milliarden Euro erforderlich ist. Um die in der Ratsempfehlung „Europa in Bewegung“ – Lernmobilitiät für alle (Europäischer Rat, 13. Mai 2024) gesetzten Ziele für Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung erreichen zu können, bräuchte es sogar mehr als eine Verdreifachung . Nationale Impulse für die Weiterentwicklung des Programms © Copyrighthinweis öffnen AdobeStock | peopleimages X Copyrighthinweis schließen Zwischenevaluation der Europäischen Kommission Im Juli 2025 hat die EU -Kommission ihre Zwischenevaluation des Programms vorgelegt. Sie speist sich aus den 33 nationalen Evaluationen und eigenen Auswertungen der EU -Kommission. Zur Zwischenevaluation Das Programm hat: im Zeitraum 2021 bis 2023 1,6 Mio. Personen gefördert, trotz erheblicher Einschränkungen durch die Pandemie. signifikante Lernerfolge für Teilnehmende ermöglicht, auch für Personen mit geringeren Startchancen. nachhaltige Effekte für die Entwicklung von Bildungseinrichtungen ermöglicht. signifikante Beiträge auf der systemischen Ebene und zur Ausgestaltung des Europäischen Bildungsraums geleistet. Die Vorschläge der Europäischen Kommission zu Budget, Zielen und Programmstruktur Die Europäische Kommission hat im Juli 2025 von ihrem Vorschlagsrecht Gebrauch gemacht und zwei zentrale Dokument vorgelegt: Vorschlag für Erasmus+ 2028 bis 2034: Budget – Mehrjähriger Finanzrahmen Das Budget des Erasmus+-Programms für den Zeitraum 2028 bis 2034 soll nach den Vorstellungen der EU -Kommission 40,8 Milliarden Euro betragen. Dies entspricht rund 2 Prozent des gesamten EU -Haushalts , der in diesem Zeitraum nahezu 2 Billionen Euro umfassen soll. Das aktuelle Programm verfügt über ein Budget von 26,4 Milliarden Euro, sodass die EU -Kommission von einem Budgetzuwachs um 50 Prozent spricht. Diese geplante Budgetsteigerung kann zunächst als Anerkennung der Bedeutung und Wirksamkeit des Programms verstanden werden – für die individuellen Bildungschancen, die Wettbewerbsfähigkeit Europas sowie die Stärkung der Werte der Europäischen Union. Bei der Bewertung des Vorschlags sind jedoch drei Aspekte besonders zu berücksichtigen: Haushaltsverhandlungen auf EU -Ebene Deutschland und weitere Mitgliedstaaten haben bereits angekündigt, dem Entwurf des Gesamtbudgets für den EU -Haushalt in seiner derzeitigen Höhe nicht zuzustimmen. Sie halten ihn für zu umfangreich. Eine Kürzung des Erasmus+-Budgets im weiteren Verlauf der Verhandlungen ist daher möglich. Relativer Anteil des Programms am EU -Haushalt Der Anteil von Erasmus+ am EU -Gesamthaushalt beträgt derzeit rund 2,5 Prozent. Im neuen Finanzrahmen würde dieser Anteil trotz absoluter Steigerung auf etwa 2 Prozent sinken. Tatsächlicher Finanzbedarf Nach Berechnungen der NA beim BIBB würde das vorgeschlagene Budget nicht ausreichen, um die im Jahr 2027 finanzierten Aktivitäten des Programms im Zeitraum 2028 bis 2034 auf gleichem Niveau fortzuführen. Ursache hierfür sind zum einen die Inflation der Jahre 2021 bis 2024, die sich auf nahezu 20 Prozent belief, sowie das starke Wachstum des Programms in der laufenden Generation. Um allein den Status quo zu sichern, ist somit bereits ein erhebliches finanzielles Wachstum notwendig. Um darüber hinaus eine quantitative und qualitative Weiterentwicklung des Programms zu ermöglichen – wie sie auch in den Initiativen „Europa in Bewegung – Lernmobilität für alle“ und „Union der Kompetenzen“ formuliert ist – bedarf es eines Erasmus+-Budgets, das über den aktuellen Vorschlag hinausgeht. Dieses Ziel sollte in den nun beginnenden Verhandlungen zum Mehrjährigen Finanzrahmen ( MFR ) konsequent verfolgt werden. Zum Vorschlag Vorschlag für Erasmus+ 2028 bis 2034: Ziele, Struktur und Perspektiven Die Verordnung zum Erasmus+-Programm legt die grundlegenden Ziele und Strukturen fest. Zum Vorschlag Ziele des Programms Im Mittelpunkt des Vorschlags der EU -Kommission steht weiterhin die Lernmobilität . Inklusion bleibt ein zentrales Anliegen. Gleichzeitig gewinnen die Förderung von Wettbewerbsfähigkeit , Kompetenzerwerb sowie die politische und gesellschaftliche Teilhabe weiter an Bedeutung. Programmstruktur bleibt Die grundlegende Programmarchitektur bleibt im Wesentlichen erhalten. Die sechs Sektoren – Berufsbildung, Hochschulbildung, Erwachsenenbildung, Jugend und Sport – bleiben bestehen. Der bislang eigenständige Europäische Solidaritätskorps wird in das Erasmus+-Programm integriert. Leitaktionen werden zu Säulen Die bekannten Leitaktionen werden im Kommissionsvorschlag künftig als „Säulen“ bezeichnet. Die bisherigen Leitaktionen 2 und 3 sollen zu einer neuen Säule 2 zusammengeführt werden. Bedeutung von Kooperationsprojekten Kooperationsprojekte, wie sie von den Nationalen Agenturen gefördert werden, bleiben Teil des Programms. Unklar ist, ob ihr Stellenwert im Vergleich zu Mobilitätsmaßnahmen oder zentralen Projekten auf EU -Ebene im gleichen Maße wächst. Dabei sind diese Projekte essenziell, um praxisnahe Impulse für die Weiterentwicklung des Europäischen Bildungsraums zu liefern. Es wird wichtig sein, diesen Aspekt in die weiteren Verhandlungen einzubringen. Zielgruppen bleiben Alle Zielgruppen, die im aktuellen Erasmus+-Programm förderfähig sind, sollen laut Vorschlag auch in der neuen Programmgeneration unterstützt werden. Der Standpunkt des Rates zum Vorschlag der EU -Kommission für Erasmus 2028-2024 Der Rat hat im Mai 2026 seinen Standpunt zum Vorschlag der EU -Kommission veröffentlicht, dies ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Nachfolgeprogramm. Bewährtes erhalten, keine Position zum Budget Mit der Vorlage des Standpunktes haben die 27 Mitgliedsstaaten sich inhaltlich positioniert für die voraussichtlich Anfang 2027 beginnenden Verhandlungen mit dem EU -Parlament und der EU -Kommission. Der Rat stimmt dem Vorschlag der EU -Kommission zu die Grundstruktur des Programms Erasmus+ zu erhalten. Vor allem Mobilität aber auch Kooperation sollen die Schwerpunkte des Programms bleiben. Darüber hinaus positioniert sich der Rat vor allem zur Governance des Programms, um die gewichtige Rolle der Mitgliedsstaaten in der Steuerung des Programms zu erhalten. Der Rat der Bildungsministerinnen und Bildungsminister hat sich nicht zum Programmbudget geäußert, da dies an anderer Stelle verhandelt wird. Deutschland hat bereits gefordert, dass das EU -Gesamtbudget gekürzt wird. Zur Pressemitteilung Standpunkt des Rates Weiterführende Informationen Zwischenevaluation Nationale Zwischenevaluation des Programms Erasmus+ Kernforderungen der Bundesministerien und der Kultusministerkonferenz Kristin Hess (Referentin Erasmus+ im BMBF ): „Nationaler Bericht zur Halbzeit evaluation von Erasmus+ – Wichtige Erfolge, Raum für Verbesserungen“. In: In: Journal Bildung für Europa, Nr. 40 – Das Jahr der Jubiläen, Seite 16 f. Zwischenevaluation der Europäischen Kommission Stellungnahmen zu Erasmus+ Mario Draghi: The future of European competitiveness. Report. 9. September 2024. Enrico Letta: Much more than a market: Speed, security, solidarity. April 2024. Erklärung von Ursula von der Leyen, Kandidatin für eine zweite Amtszeit 2024-2029, bei der Plenartagung des Europäischen Parlaments am 18. Juli 2024. Ursula von der Leyen, Kandidatin für das Amt der Präsidentin der Europäischen Kommission: Europa hat die Wahl: Politische Leitlinien für die nächste Europäische Kommission 2024−2029.Straßburg, 18. Juli 2024. Stellungnahme des Nutzerbeirats der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim BIBB zur Programmgeneration Erasmus+ 2028-2034 Informationen zum EU -Gesetzgebungsverfahren Grafik zum Ordentlichen Gesetzgebungsverfahren Berthold Hübers (Leiter der NA beim BIBB ): „Erasmus+ 2028-2034: Die nächsten Schritte: Ausblick auf den Weg zum Nachfolgeprogramm“. In: Journal Bildung für Europa, Nr. 40 – Das Jahr der Jubiläen, Seite 17 f. Dokument zur Arbeitsweise der Europäischen Union Veröffentlichungen der Europäischen Kommission, des Rats und des Parlaments Dokumente zu den Vorschlägen der Europäischen Kommission Vorschlag für den Mehrjährigen Finanzrahmen 2028-2034 (Korrigendum): COMMUNICATION FROM THE COMMISSION TO THE EUROPEAN PARLIAMENT, THE EUROPEAN COUNCIL, THE COUNCIL, THE EUROPEAN ECONOMIC AND SOCIAL COMMITTEE AND THE COMMITTEE OF THE REGIONS A dynamic EU Budget for the priorities of the future - The Multiannual Financial Framework 2028-2034 COM/2025/570 final/2 MITTEILUNG DER KOMMISSION AN DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT, DEN EUROPÄISCHEN RAT, DEN RAT, DEN EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTS- UND SOZIALAUSSCHUSS UND DEN AUSSCHUSS DER REGIONEN Ein dynamischer EU-Haushalt für die Prioritäten der Zukunft – der Mehrjährige Finanzrahmen 2028-2034 Vorschlag zur Verordnung von Erasmus+: Proposal for a REGULATION OF THE EUROPEAN PARLIAMENT AND OF THE COUNCIL establishing the Erasmus+ programme for the period 2028-2034, and repealing Regulations (EU) 2021/817 and (EU) 2021/888 Veröffentlichungen des Europäischen Parlaments Europäisches Parlament: European Parliament: Implementation of the Erasmus+ programme 2021-2027 . Resolution of 16. January 2024 (Oktober 2024) Europäisches Parlament: Standpunkt des Europäischen Parlaments zum Vorschlag der EU-Kommission (voraussichtlicher Erscheinungstermin: offen) Benötigen Sie weitere Informationen? Kontakt aufnehmen Wir helfen Ihnen weiter Für Presseanfragen wenden Sie sich bitte an: Dr. Gabriele Schneider E-Mail: Gabriele.Schneider(at)bibb.de Telefon: 0228 107 1641 …
[…] Sie sind im Bereich Erwachsenenbildung Berufsbildung Erwachsenenbildung 1 2 3 4 5 6 Projekt planen In diesem Schritt legen Sie die Grundlagen für Ihren Antrag: Sie entwickeln Zielsetzungen, planen Ihre Mobilitätsmaßnahmen und überlegen sich eine Aufgabenverteilung. Was wird im Antrag abgefragt? Der Antrag auf ein Kurzzeitprojekt fragt danach, was Sie mit Auslandsaufenthalten Ihres Personals und Ihrer Lernenden erreichen wollen. Für eine erfolgreiche Antragstellung sollten Sie Ihre Projektidee (z. B. die Anzahl an Teilnehmenden und die Aktivitätsarten) bereits hinreichend konkretisiert haben. Beantworten Sie sich im Vorfeld folgende Fragen: Mit welchen Herausforderungen ist Ihre Einrichtung derzeit konfrontiert? Welchen konkreten Bedarf zur Veränderung oder Modernisierung der Bildungsangebote gibt es in Ihrer Einrichtung? Welche Teilnehmenden wollen Sie in das Projekt involvieren? Welche Ziele möchten Sie durch die Aktivitäten erreichen? Welche Aktivitätsarten eignen sich dafür, diese Ziele zu erreichen? Wie können Auslandsfortbildungen des Personals und Auslandsaufenthalte Ihrer Lernenden dazu beitragen, Veränderungsprozesse in Ihrer Einrichtung zu unterstützen? Warum wollen Sie die Bedarfe auf europäischer Ebene angehen? In welchen Ländern finden Sie die Expertise, die Sie benötigen? Welche Partnereinrichtungen sind geeignet? Wie lange sollen die Aufenthalte dauern? Welchen Nutzen ziehen Sie aus den Mobilitätsaktivitäten? Wie evaluieren Sie die Aktivitäten und integrieren die Ergebnisse in die tägliche Arbeit Ihrer Einrichtung? Wie soll das Kurzzeitprojekt Ihre Einrichtung zum Wohle aller Lernenden verbessern? Machen Sie sich mit den Rahmenbedingungen des Erasmus+-Programms vertraut und planen Sie die Eckpunkte Ihres Projekts so konkret wie möglich. Dafür sollten Sie ausreichend Vorlaufzeit einplanen. Hinweise zur Aktivitätsart „Kurse und Schulungen“ Bei der Auswahl der Kurse und Schulungen sind die für das Erasmus+-Programm definierten Qualitätsstandards für Kurse zu beachten. Ein Kurs ist nur förderfähig, wenn er eine klare transnationale Komponente umfasst. Höchstens drei Personen derselben entsendenden Organisation können Finanzmittel für die gemeinsame Teilnahme an demselben Kurs erhalten. Jede Person kann nur an einem Kurs pro Projekt teilnehmen. Die passive Teilnahme an einer Konferenz ist nicht förderfähig. Worauf sollten Sie bei der Planung achten? Planen Sie realistisch: Berücksichtigen Sie Ihre Ressourcen, Erfahrungen und Ambitionen. Formulieren Sie konkrete Ziele. Orientieren Sie sich an den Bedürfnissen Ihrer Einrichtung. Beziehen Sie Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Bereichen mit ein , auch Ihre Leitung sollte unterstützend mitwirken . Nutzen Sie unser Beratungsangebot bei Fragen. Mobilitätsrechner und Fördersätze Mithilfe des Mobilitätsrechners können Sie vor der Antragstellung die Förderzuschüsse Ihres Mobilitätsprojektes für Lernende und Personal kalkulieren. Zum Mobilitätsrechner Die Fördersumme der Teilnehmenden errechnet sich anhand festgelegter Fördersätze. Eine Übersicht darüber kann der nachfolgenden Fördersätzetabelle entnommen werden: Zu den Fördersätzen Skizzenberatung Wenn Ihre Einrichtung in der Erwachsenenbildung einen Antrag für ein Kurzzeitprojekt einreichen möchte, können Sie sich auf der Grundlage einer Skizze beraten lassen. Wir beraten Sie telefonisch anhand einer Skizze, die Sie vorab bei uns einreichen. In dem Beratungsgespräch gehen wir auf Ihre Ideen ein und geben Ihnen Anregungen für die Planung Ihrer Maßnahme oder Ihres Projekts. Die Skizzenberatung für die aktuelle Antragsrunde ist abgeschlossen. Über unseren Newsletter werden Sie informiert, sobald zu einer unserer nächsten Antragsrunden wieder eine Skizzenberatung angeboten wird. EU -Grundlagendokumente Mobilität Die Dokumente werden in jeder Antragsrunde neu zur Verfügung gestellt. Nutzen Sie bitte stets die Unterlagen der aktuellen Antragsrunde. Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen 2026 (PDF) Programmleitfaden 2026 – deutsch (PDF) Programmleitfaden 2026 – englisch (PDF) Erasmus-Qualitätsstandards in den Bereichen Erwachsenenbildung, Berufsbildung und Schulbildung (PDF) Zurück Zum nächsten Schritt Partner finden In diesem Schritt finden Sie Unterstützung für die Partnersuche im Ausland. Finden Sie Partnereinrichtungen Sie möchten im Rahmen eines Erasmus+-Kurzzeitprojektes Mobilitätsaktivitäten durchführen und suchen dafür noch nach passenden aufnehmenden Einrichtungen? Die folgenden Plattformen und Angebote sind wichtige Anlaufstellen: Gut zu wissen! Die aufnehmenden Einrichtungen müssen bei Antrag auf ein Erasmus+-Kurzzeitprojekt noch nicht feststehen und werden im Antragsformular nicht abgefragt. Beginnen Sie trotzdem schon frühzeitig mit der Suche nach geeigneten Partnern. Erasmus+ Project Results Platform Auf dieser Plattform der europäischen Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur ( EACEA – Education, Audiovisual and Culture Executive Agency) werden Informationen zu allen bewilligten Projekten veröffentlicht. Hier können Sie nach Projekten, Projektergebnissen, Einrichtungen, Themen und Kontaktdaten aus Erasmus+ suchen. Zur Plattform Europäische Vernetzungstreffen (TCAs) Hierbei handelt es sich um Veranstaltungen, Seminare oder Workshops, die dazu dienen, die transnationale Zusammenarbeit zu fördern. Die Nationalen Agenturen für Erasmus+ organisieren regelmäßig länderübergreifende Veranstaltungen, die sich an alle Zielgruppen des Erasmus+-Programms richten. An diesen Veranstaltungen nehmen Einrichtungen aus verschiedenen Ländern teil, um für ihre Aktivitäten in Erasmus+ neue Partner zu finden. Termine finden Sie im Veranstaltungskalender. Zum Kalender EPALE Auf EPALE (Elektronische Plattform für Erwachsenenbildung in Europa) finden Sie in den Bereichen Veranstaltungen und Kursangebote europaweite Kurse. Im Bereich Projektpartnersuche können ein Gesuche nach Partnereinrichtungen einstellen. Zur Plattform Online Partner Finding Events Die Nationalen Agenturen für Erasmus+ bieten von Zeit zu Zeit für den Bereich Erwachsenenbildung Online Partner Finding Events im Stil eines Speed Datings an. Während der Veranstaltungen werden die Teilnehmenden in verschiedene virtuelle Gruppenräume aufgeteilt, so dass sie die Möglichkeit haben, andere ähnliche Einrichtungen aus ganz Europa kennenzulernen. Termine finden Sie in unserem Veranstaltungskalender. Zum Kalender Zurück Zum nächsten Schritt Einrichtung registrieren Für Einrichtungen, die sich am Programm Erasmus+ beteiligen, werden die Stammdaten in dem sogenannten Organisationsregistrierungssystem ( ORS ) verwaltet. Personen, die EU -Tools nutzen, benötigen einen EU -Login für den Zugang. Was ist ein EU -Login? Der Zugang zu allen im Programm verwendeten Online-Portalen, wie beispielsweise dem Organisationsregistrierungssystem, ist geschützt. Für den Zugriff benötigen Sie einen EU -Login. Dieser Benutzerzugang besteht aus Ihrer E-Mail-Adresse und einem Passwort. Ein EU -Login ist personenbezogen. Die Registrierung müssen Sie nur einmalig vornehmen! Sie gilt dann dauerhaft für alle Tools im Programm. EU-Login erstellen Registrierung und Stammdatenverwaltung Um einen Antrag zu stellen, muss Ihre Einrichtung im Organisationsregistrierungssystem ( ORS ) der Europäischen Kommission registriert sein. Dort werden alle Stammdaten der am Programm Erasmus+ beteiligten Einrichtungen verwaltet. Zur Registrierung benötigen Sie Ihren EU -Login. Nach der Registrierung erhalten Sie für Ihre Einrichtung automatisch eine Organisations-Identifizierungsnummer, kurz OID . Das ist eine neunstellige Kennnummer, die mit dem Buchstaben E beginnt. Sie benötigen diese OID bei jeder Antragstellung. Eine Einrichtung darf nur eine OID haben, sie gilt dauerhaft . Auch für zukünftige Anträge, egal in welchem Bildungsbereich, nutzen Sie diese OID . Bei Bedarf müssen Sie Angaben zu Ihrer Einrichtung aktualisieren. Sie möchten Ihre Einrichtung registrieren? Dann klicken Sie unten auf den Link zum Organisationsregistrierungssystem. Falls Sie Unterstützung beim Registrieren brauchen, hilft Ihnen unsere Anleitung zum Erstellen einer OID (siehe untere Dokumentenbox). Hinweis: Von der Eingabe bis zum Erhalt der OID kann es bis zu 72 Stunden dauern. Zur Registrierung Sie haben bereits eine OID oder Sie sind nicht sicher, ob Sie schon eine haben? In beiden Fällen hilft Ihnen das ORS weiter. Wenn Sie schon eine OID haben, prüfen Sie, ob die Angaben zu Ihrer Einrichtung und die hinterlegten Dokumente noch aktuell sind. Zur Erinnerung: Jede Einrichtung darf nur eine OID haben. Zum ORS EU -Login und Registrierung im Organisationsregistrierungssystem ( ORS ) Anleitung zur Registrierung im ORS (PDF) Folgende Dokumente müssen Sie im Organisationsregistrierungssystem ( ORS ) hochladen bzw. auf Aktualität prüfen: Formblatt Rechtsträger für private Einrichtungen (PDF) Formblatt Rechtsträger für öffentliche Einrichtungen (PDF) Formblatt Finanzangaben (PDF) Nachweis zur Rechtsfähigkeit Ihrer Einrichtung ( z. B. Auszug aus dem Handels- oder Vereinsregister, Schreiben der übergeordneten Behörde oder Auszug aus dem Schulverzeichnis, Gewerbeanmeldung oder ein Eintrag im Handelsregister etc. ) Benötigen Sie weitere Hilfe? Kontakt Schreiben Sie uns eine Mail oder rufen Sie uns an. Team „Finanzielle und vertragliche Projektbegleitung“ E-Mail: helpna@bibb.de Tel .: 0228 107 1600 Hotline Montags & donnerstags von 09:30 bis 12:00 Uhr Zurück Zum nächsten Schritt Antrag ausfüllen und einreichen In diesem Schritt wird Ihnen erläutert, wo Sie den Antrag auf ein Kurzzeitprojekt finden und welche Informationen Sie in diesem zur Verfügung stellen müssen. Antragsfrist Die Antragsfrist ist der 01. Oktober 2026 um 12 Uhr mittags (Brüsseler Zeit). Einrichtungen können pro Auswahlrunde nur einen Antrag pro Bildungsbereich stellen. Ihren Antrag stellen Sie direkt im EU -Antragsportal. Sie können die Fragen gern auf Deutsch beantworten. Wählen Sie im Portal das richtige Formular aus: KA122- ADU : Dies ist das Kürzel für ein Kurzzeitprojekt im Bereich Erwachsenenbildung. Antrag stellen Zum EU-Antragsportal Bevor Sie beginnen... Kalkulieren Sie einen zeitlichen Puffer ein. Erfahrungsgemäß sind die Server am Tag der Antragsfrist stark belastet . Halten Sie Ihren EU -Login bereit. Sie benötigen ihn zum Anlegen und Bearbeiten des Antrags. Der Antrag kann jederzeit gespeichert und später weiterbearbeitet werden. Nach der Übermittlung sind keine Änderungen mehr möglich . Exportieren Sie den Antrag als PDF für Ihre Unterlagen. Aufnehmende und unterstützende Einrichtungen im Kurzzeitprojekt Ihre Mobilitätsaktivitäten führen Sie zusammen mit Partnereinrichtungen durch – den sogenannten aufnehmenden Einrichtungen (receiving organisations). Diese nehmen Ihre Teilnehmenden für den Zeitraum ihrer Entsendung bei sich auf, dort findet also der Lernaufenthalt statt. Mit dieser Einrichtung besprechen Sie vorab auch die Rahmenbedingungen und Lernziele der Entsendung und halten diese schriftlich im Rahmen einer Lernvereinbarung fest. Es wird empfohlen, für aufnehmende Einrichtungen ebenfalls eine OID zu beantragen, weil dies den weiteren Prozess vereinfacht. Eine Zusammenarbeit im Rahmen Ihres Projekts ist aber auch für aufnehmende Einrichtungen ohne OID möglich. Es können auch weitere Einrichtungen an den Mobilitätsaktivitäten beteiligt werden. Möchten Sie Dienstleistungen von Einrichtungen nutzen, ist dies ebenfalls möglich – diese Einrichtungen werden unterstützende Einrichtungen genannt (supporting organisations). Bitte beachten Sie, dass für unterstützende Einrichtungen eine OID vorliegen muss und Sie diese im Projektantrag bereits angeben müssen. Bitte beachten Sie auch die lediglich unterstützende Funktion dieser Einrichtungen , was bedeutet, dass diese keine Aufgaben einer aufnehmenden Einrichtung übernehmen dürfen ( z. B. das Unterzeichnen der Lernvereinbarung). Alle Informationen zur Zusammenarbeit mit unterstützenden Einrichtungen finden Sie im Erasmus+-Leitfaden für die Zusammenarbeit mit unterstützenden Organisationen . Das wird im Antrag abgefragt: Ein kurzer Überblick Im Antrag auf ein Kurzzeitprojekt wird vor allem danach gefragt, welche Teilnehmenden welche Art von Lernerfahrung machen sollen, welche Einrichtungen daran beteiligt sind und wie die Phasen vor, während und nach den Lernaufenthalten aus organisatorischer und inhaltlicher Sicht ausgestaltet werden. Um Sie bei der inhaltlichen Ausarbeitung Ihres Antrags zu unterstützen, erläutern wir Ihnen im Folgenden kurz die wesentlichen Punkte, die im Antrag abgefragt werden: Antragstellende Einrichtung und Hintergrund Geben Sie die Eckdaten Ihrer Einrichtung sowie der Ansprechpersonen ein und stellen Sie Ihre Einrichtung vor: Wer sind Sie, welche Bildungsangebote machen Sie, wer sind Ihre Lernenden? Arbeiten Sie in mehreren Bildungsbereichen, achten Sie darauf, sich im Antrag klar auf die Erwachsenenbildung zu konzentrieren. Projektziele Beschreiben Sie, vor welchen Herausforderungen Ihre Einrichtung steht und welchen Bedarf es bei Lernenden und Personal gibt. Daraus sind ein bis fünf messbare und prüfbare Ziele zu entwickeln. Wichtig ist, dass das geplante Mobilitätsprojekt zu den Zielen der Leitaktion 1 passt. Aktivitäten und Budget Beantragen Sie alle relevanten Kostenarten für jeden Aktivitätstyp und „Mobility Flow“ (Aktivität am gleichen Zielort, mit gleicher Dauer und gleichem Arrangement). Unter „Beschreibung“ wird der Inhalt der Lernaufenthalte, die erwarteten Lernergebnisse, die Evaluation der Ergebnisse und das Profil der Teilnehmenden dargestellt. Die gewählten Aktivitäten geben Aufschluss über die Verbindung von den Bedarfen Ihrer Einrichtung und Ihren Teilnehmenden und den zu erreichenden Zielen. Lernmobilität Die Leitaktion 1 ermöglicht Einzel- und Gruppenmobilität. Ob eine Einzel- oder eine Gruppenmobilität durchgeführt werden soll, richtet sich nicht nach den Reise- und Unterbringungsmodalitäten, sondern nach den Bedarfen der Lernenden und danach, ob ein gemeinsames oder individuelles Lernprogramm für die Lernenden formuliert wird. Sprachliche Unterstützung Unter bestimmten Bedingungen können finanzielle Mittel für die sprachliche Vorbereitung ( z. B. für Sprachlernmaterial oder einen Sprachkurs) der Teilnehmenden beantragt werden. In den meisten Fällen soll jedoch die Lernplattform der Europäischen Kommission Online Language Support ( OLS ) genutzt werden. Sie verfügt über Sprachtests und -kurse und über diverse interaktive Funktionen wie Karteikarten oder Chatformen. Entfernungsrechner Um den zu erwartenden Zuschuss im Bereich der Reisekosten besser bestimmen zu können, steht Ihnen der Entfernungsrechner der Europäischen Kommission zur Verfügung. Qualitätsstandards Mit dem Antrag verpflichten Sie sich, die Erasmus-Qualitätsstandards einzuhalten. Sie tragen die Verantwortung für Qualität und Umsetzung aller Aktivitäten. Den Qualitätsstandards müssen Sie im Antrag zustimmen. Nachbereitung Schildern Sie, was Sie vorhaben, um nach Abschluss der Auslandsaufenthalte die Ergebnisse in das Tagesgeschäft Ihrer Einrichtung einzubetten. Wer außer der eigenen Einrichtung und den Mitarbeiter/-innen soll von den Ergebnissen profitieren? Im Programm Erasmus+ wird Wert daraufgelegt, die Wirkung der Projekte angemessen zu verbreiten. Dies sollten Sie von Anfang an mitdenken. EU -Werte Bestätigen Sie, dass Ihre Einrichtung die EU -Werte anerkennt: Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte – einschließlich der Rechte von Minderheiten. Projektzusammenfassung Fassen Sie Ihr Vorhaben in deutscher und englischer Sprache so zusammen, dass Außenstehende schnell erfassen können, worum es in Ihrem Projekt geht. Betrachten Sie Ihre Zusammenfassung wie eine Werbung für Ihr Vorhaben. Die englische Übersetzung kann von der Europäischen Kommission veröffentlicht werden. Ehrenwörtliche Erklärung Diese Erklärung muss von einer zeichnungsberechtigten Person unterschrieben und zusammen mit dem Antrag hochgeladen werden. Bitte achten Sie darauf, dass Sie für eine gültige Unterschrift auf den Dokumenten nur eine qualifizierte elektronische Signatur ( QES) oder eine handschriftliche Signatur verwenden. EU -Grundlagendokumente Mobilität Die Dokumente werden in jeder Antragsrunde neu zur Verfügung gestellt. Nutzen Sie bitte stets die Unterlagen der aktuellen Antragsrunde. Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen 2026 (PDF) Programmleitfaden 2026 – deutsch (PDF) Programmleitfaden 2026 – englisch (PDF) Erasmus-Qualitätsstandards in den Bereichen Erwachsenenbildung, Berufsbildung und Schulbildung (PDF) Nützliche Ergänzungen zur Antragstellung eines Kurzzeitprojekts in der Erwachsenenbildung Hinweise zur Antragstellung von Kurzzeitprojekten (PDF) Kommentiertes Antragsformular (PDF) Handbuch: Mobilität erwachsener Lernender (PDF) Benötigen Sie weitere Hilfe? Kontakt Schreiben Sie eine Mail oder rufen Sie uns an Das Team „Erwachsenenbildung: Erasmus+ Lernmobilität | Europäische Agenda für Erwachsenenbildung“ hilft Ihnen gerne weiter. Mail: mobilitaet-erwachsenenbildung(at)bibb(dot)de Tel : 0228 107 - 1001 Mo | Do : 09:30 – 12:00 Uhr Zurück Zum nächsten Schritt Begutachtung Ihres Antrags In diesem Schritt erfahren Sie, wie Ihr Antrag bewertet wird, welche Kriterien wichtig sind und wann Sie mit einer Entscheidung rechnen können. Formale und inhaltliche Prüfung Nachdem Sie Ihren Antrag eingereicht haben, beginnt das 2-stufige Prüfverfahren. Hier entscheidet sich, ob Ihr Antrag die Förderkriterien erfüllt. Damit Sie wissen, worauf es ankommt, erklären wir die wichtigsten Schritte der Bewertung. 1. Formale Prüfung Zuerst wird geprüft, ob Ihr Antrag vollständig ist und alle formalen Anforderungen erfüllt. 2. Inhaltliche Bewertung Danach beurteilen geschulte Gutachter/-innen Ihren Antrag anhand von drei unterschiedlich gewichteten Bewertungskriterien: Relevanz des Antrags: 20 Punkte Qualität der Projektkonzeption: 50 Punkte Qualität der Nachbereitungsaktionen: 30 Punkte Für jeden dieser Bereiche muss mindestens die Hälfte der möglichen Punkte erreicht werden. Insgesamt müssen Sie mindestens 6 0 von 100 Punkten erzielen, um eine Förderung zu erhalten. Weitere Prüfungen Im Zuge der Bewertungsphase werden noch weitere Prüfschritte durchgeführt. Dazu gehören insbesondere Plagiatsprüfungen und bei Anträgen über 60.000 Euro die Prüfung der finanziellen Bonität der antragsstellenden Einrichtung. Hierbei werden Sie ggf. schriftlich zu einer Stellungnahme aufgefordert. Antragsteller, die mehrere Anträge einreichen, werden von der NA beim BIBB aufgefordert, ihre Eignung zur Durchführung dieser Vorhaben zu belegen. Diese Prüfung der sogenannten „operationalen Kapazität“ betrachtet die Einrichtung als Ganzes auf der operationalen Durchführungsebene. Dabei wird die Anzahl aller Anträge zu einer Antragsfrist bei der NA beim BIBB in der Leitaktion 1 zugrunde gelegt. Die Prüfung ist dabei auf die Einrichtung als Ganzes gerichtet und hat deren „operative Leistungsfähigkeit“ im Fokus. Diese Prüfschritte sind im Programmleitfaden in Abschnitt C beschrieben. Im Zuge dessen kann die NA beim BIBB mit Nachfragen auf Sie zukommen. Förderentscheidung Die Prüfung und die Bewertung des Antrags dauern ungefähr 3 Monate. Die NA beim BIBB trifft die Förderentscheidung auf der Basis der formalen und inhaltlichen Prüfung, des zur Verfügung stehenden Budgets und einer Rangliste der bewerteten Anträge. Sie erhalten von der NA beim BIBB eine Information über die Förderentscheidung. Diese beinhaltet entweder eine Zusage, eine Absage oder die Information über einen Platz auf der Warteliste. Dieser Information ist auch die Bewertung der Gutachter/-innen beigefügt. Bei einer positiven Entscheidung erhalten Sie einen Vertrag („Finanzhilfevereinbarung"). Das Projekt kann im Anschluss starten. Beschwerde Jede Förderentscheidung der NA beim BIBB enthält eine Rechtsbehelfserklärung, nach welcher das Vorgehen für einen Widerspruch geregelt ist. Gegen den Förderbescheid kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch bei dem Bundesinstitut für Berufsbildung (Nationale Agentur Bildung für Europa), Friedrich-Ebert-Allee 114-116, 53113 Bonn, eingelegt werden. Ihr Widerspruch erfolgt schriftlich ( per Post oder in elektronischer Form) und sollte, zur Erleichterung der Bearbeitung, ausführliche und plausible Begründungen enthalten. Richtlinien der Begutachtung für Kurzzeitprojekte Leitfaden für Gutachter und Gutachterinnen: Erasmus+ Guide for Experts on Quality Assessment – auf Englisch (PDF) Zurück Zum nächsten Schritt Projekt durchführen In diesem Schritt erfahren Sie, wie es nach Bewilligung Ihres Kurzzeitprojekts weitergeht: Wie setzen Sie Ihre Aktivitäten um und erstatten Bericht zu Ihrem Projekt? Der Ablauf im Überblick 1 Vertrag erhalten Nachdem Sie die Förderzusage erhalten haben, schließen Sie mit der NA beim BIBB eine Finanzhilfevereinbarung (Vertrag) ab. Formal ist das Projekt bewilligt, wenn die Finanzhilfevereinbarung ( Grant Agreement ) von der umsetzenden Einrichtung des Projektes und der NA beim BIBB unterzeichnet ist. Die umsetzende Einrichtung erhält in der Regel eine Vorauszahlung des bewilligten Zuschusses von 80 % der Gesamtfördersumme. Nach Abschluss des Projekts wird die Restsumme ausgezahlt. 2 Aktivitäten durchführen Während der Durchführung und für die Erstellung von Berichten ist die Nutzung eines Tools der Europäischen Kommission verpflichtend, es heißt Beneficiary Module . Im Zeitraum Ihres Kurzzeitprojektes führen Sie im Rahmen des bewilligten Budgets Mobilitätsaktivitäten durch. Änderungen im Projekt können von Ihnen zum Teil ohne Absprache umgesetzt werden, zum Teil bedarf es Absprachen oder Genehmigungen durch die NA beim BIBB . Bei der Durchführung aller geförderten Aktivitäten müssen die Erasmus-Qualitätsstandards eingehalten werden. 3 Berichterstattung Nach Ablauf Ihres Kurzzeitprojekts erstellen Sie im Beneficiary Module einen Abschlussbericht. Der Bericht enthält Informationen über den Aufenthalt der Teilnehmenden, die Finanzen und die inhaltliche Umsetzung. Die NA beim BIBB prüft diesen Bericht finanziell und inhaltlich. Erasmus+-Projektplattform der NA beim BIBB Träger mit einem bereits bewilligten Kurzzeitprojekt finden weiterführende Informationen zur Durchführung des Projekts gebündelt auf der Erasmmus+-Projektplattform der NA beim BIBB . Zur Projektplattform Zurück Zum nächsten Schritt …
[…] Programm, Registrierung, 22.09.2026: 10:00 - 11:00 Uhr, 22.09.2026: 14:00 - 15:30 Uhr, 23.09.2026: 14:00 - 15:30 Uhr, 24.09.2026: 10:00 - 11:30 Uhr, Kontakt Freuen Sie sich auf aktuelle Einblicke rund um Erasmus+, spannende Fachbeiträge sowie inspirierende Praxisimpulse für Ihre Arbeit mit Erasmus+ und weiteren Förderprogrammen für Auslandsaufenthalte. Das Programm beginnt am 22.09.2026 um 10:00 Uhr mit einem gemeinsamen Auftakt im Plenum. Anschließend haben Sie die Wahl aus einem breiten Angebot an Themensessions und Fachimpulsen. , Mit Klick auf den nachfolgenden Button gelangen Sie zur Registrierungsseite. Nach erfolgreicher Registrierung erhalten Sie eine Anmeldebestätigung. Zur Registrierung Registrierungsschluss ist der 15.09.2026 Auftakt der Online-Jahrestagung 2026 - Eröffnung: Berthold Hübers, NA beim BIBB Freuen Sie sich auf Neuigkeiten und Informationen aus der NA beim BIBB, u.a. Videogrußbotschaft Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familien, Senioren, Frauen und Jugend (angefragt) Aktuelle Entwicklungen in Erasmus+ Neues zum Forschungsnetzwerk RIA-AE (Research-based Impact Analysis of Erasmus+ Adult Education Programmes) Verleihung European Innovative Teaching Award Ausblick , 1: Erasmus+ für alle: Erfahrungsberichte und Ergebnisse inklusiver Projekte - Themensession zur Priorität Inklusion und Vielfalt Auslandsaufenthalte eröffnen neue Perspektiven und stärken die persönliche sowie berufliche Entwicklung aller Beteiligten. In Erasmus+ wird Inklusion dort gestärkt, wo Vielfalt mitgedacht wird: internationale Lernerfahrungen sollten allen zugänglich gemacht werden, die teilnehmen wollen. Viele Einrichtungen zeigen bereits erfolgreich, wie inklusive Mobilität in Erasmus+ gelingen kann: mit kreativen Lösungen, guter Planung und dem Mut, neue Wege zu gehen. Eine erfahrene Einrichtung berichtet aus der Praxis, welche positiven Wirkungen Auslandsaufenthalte bei den Beteiligten und der Organisation entfalten und warum sich der zusätzliche Einsatz lohnt. Auch in Partnerschafts- und Kooperationsprojekten mit dem Schwerpunkt Inklusion und Vielfalt entstehen inspirierende Ansätze und praxistaugliche Materialien für die Berufs- und Erwachsenenbildung. Lernen Sie ein konkretes Projektergebnis kennen und nehmen Sie Ideen und Impulse für Ihre eigene Arbeit mit. Zielgruppe: Alle Projektträger der Berufs- und Erwachsenenbildung Moderation: Melanie Roth, NA beim BIBB , 6: Projektmanagement von A bis Z (Berufsbildung) - Fachimpuls Mobilität in der Berufsbildung (Runde 1 von 2) In diesem Angebot des Teams „Mobilität und Internationalisierung der Berufsbildung“ steht das Management von Mobilitätsprojekten im Mittelpunkt. Ein effizientes Projektmanagement ist eine zentrale Voraussetzung für qualitative Auslandsaufenthalte. Zugleich unterstützt es deren langfristige und strategische Verankerung auf Einrichtungsebene. Der Fachimpuls beleuchtet ausgewählte zentrale Elemente des Projektmanagements, darunter das Teilnehmendenmanagement sowie die Gestaltung hochwertiger Inhalte für Auslandsaufenthalte. Anhand praxisnaher Beispiele erhalten die Teilnehmenden Impulse und Anregungen für das eigene Projektmanagement. Darüber hinaus wird es Raum für Fragen geben. Hinweis: Der Fachimpuls wird an Tag 2 und 3 inhaltsgleich wiederholt! Bitte nur einmal auswählen. Zielgruppe: Projektträger der Berufsbildung in der Leitaktion 1 (Mobilität) Moderation: Ulrike Schröder und Anna Wendt, NA beim BIBB , - Melden Sie sich gerne unter: NA-Veranstaltungen@bibb.de oder telefonisch unter: 0228 107 1608. , 12: Projektmanagement von A bis Z (Berufsbildung) - Fachimpuls Mobilität in der Berufsbildung (Runde 2 von 2) In diesem Angebot des Teams „Mobilität und Internationalisierung der Berufsbildung“ steht das Management von Mobilitätsprojekten im Mittelpunkt. Ein effizientes Projektmanagement ist eine zentrale Voraussetzung für qualitative Auslandsaufenthalte. Zugleich unterstützt es deren langfristige und strategische Verankerung auf Einrichtungsebene. Der Fachimpuls beleuchtet ausgewählte zentrale Elemente des Projektmanagements, darunter das Teilnehmendenmanagement sowie die Gestaltung hochwertiger Inhalte für Auslandsaufenthalte. Anhand praxisnaher Beispiele erhalten die Teilnehmenden Impulse und Anregungen für das eigene Projektmanagement. Darüber hinaus wird es Raum für Fragen geben. Hinweis: Der Fachimpuls wird an Tag 2 und 3 inhaltsgleich wiederholt! Bitte nur einmal auswählen. Zielgruppe: Projektträger der Berufsbildung in der Leitaktion 1 (Mobilität) Moderation: Anna Wendt und Kristin Wilkens, NA beim BIBB , 2: Digitalisierung aus der Praxis für die Praxis - Themensession zur Priorität Digitaler Wandel Die europäische Priorität digitaler Wandel beinhaltet viele Facetten und Dimensionen für Erasmus+-Projekte. In diesem Online-Forum erhalten Sie Einblicke in innovative Projekte aus der Berufs- und Erwachsenenbildung. Projektträger aus den Leitaktionen 1 und 2 stellen ihre digitalen Lösungen und Projektergebnisse vor und zeigen praxisnah deren Einsatzmöglichkeiten. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Wirkungen auf die jeweiligen Zielgruppen und die Einrichtungen selbst. Sammeln Sie so Impulse, die Sie für Ihre eigene Praxis und für künftige Projekte nutzen können. Zielgruppe: Alle Projektträger der Berufs- und Erwachsenenbildung Moderation: Inga van den Thillart, Michael Marquart und Dr. Torsten Dunkel, NA beim BIBB , 7: Globale Lernerfahrungen mit AusbildungWeltweit - Fachimpuls Stärkung der Auslandsmobilität weltweit Was macht weltweite Lernmobilität so wertvoll und zugleich herausfordernd? Mit dem BMBFSFJ-Programm AusbildungWeltweit können Auszubildende und betriebliche Ausbildungsverantwortliche ihre internationalen Berufskompetenzen gezielt in Weltregionen wie Kanada, Südafrika oder Indien erweitern. Gleichzeitig werden internationale Berufsschul- oder Wirtschaftskooperationen vertieft. Wir geben Einblick in die flexiblen Förderbedingungen und gehen auf Unterschiede sowie die Komplementarität zu Erasmus+ ein. Anschließend beleuchten wir erfolgreiche Ansätze und Erfahrungen weltweiter Lernmobilität in der Berufsbildung. Ein Erfahrungsbericht aus der Praxis bietet Impulse für eigene Projektideen mit AusbildungWeltweit. Zielgruppe: Alle interessierten Projektträger in der Berufsbildung Moderation: Julia Gabriel, Stefan Metzdorf, NA beim BIBB , 13: ProTandem und Erasmus+ im Zusammenspiel: Berufliche Mobilität nach Frankreich erfolgreich gestalten - Fachimpuls ProTandem ProTandem ist ein binational finanziertes, komplementäres Förderprogramm zu Erasmus+, das einen niedrigschwelligen Einstieg in Mobilität durch Gruppenaustausche ermöglicht – ohne notwendige Sprachkenntnisse und mit einer unkomplizierten Finanzierung für Austausche mit Frankreich. Wir geben Einblicke in Fördermöglichkeiten, beantworten praktische Fragen zur Umsetzung und unterstützen mit unserer Partnerbörse gezielt bei der Partnersuche. Ergänzend bieten wir Erfahrungsberichte von Projektpartnern sowie Best-Practice-Beispiele von Einrichtungen, die ProTandem- und Erasmus+-Projekte erfolgreich umgesetzt und sinnvoll miteinander kombiniert haben. So zeigen wir praxisnah auf, wie sich beide Programme gewinnbringend verzahnen lassen. Hinweis: Dieser Fachimpuls endet gegen 11:00 Uhr. Zielgruppe: Interessierte aus der Berufsbildung Moderation: Anika Jurisch, Deutsche Delegierte, Leitung ProTandem und/oder Charlotte Schneiders, Projektleiterin Austausche und neue Kooperationen , 3: Europäische Werte stärken – durch Inhalte und Projektpraxis - Themensession zur Priorität Teilhabe am demokratischen Leben Wir beleuchten, wie Erasmus+-Projekte europäische Werte konkret stärken können. Im Fokus stehen zum einen Projekte, die die Würde des Menschen, Freiheit, Demokratie, Gleichstellung, Rechtsstaatlichkeit oder Menschenrechte explizit zum Thema machen. Zum anderen zeigen Praxisbeispiele aus der Berufs- und Erwachsenenbildung, wie europäische Werte auch im Projektalltag gelebt werden – etwa durch inklusive Zusammenarbeit, partizipative Methoden oder interkulturellen Austausch. Das Seminar bietet Impulse für die eigene Projektgestaltung und den Transfer in die Praxis. Zielgruppe: Alle Projektträger der Berufs- und Erwachsenenbildung Moderation: Torsten Schneider und Kristin Wilkens, NA beim BIBB , 8: „Hilfe Abschlussbericht!“: Tipps und Tricks für Ihre Projektabrechnung - Fachimpuls zu den Endberichten in der Leitaktion 1 (Runde 2 von 3) Wollten Sie schon immer einmal wissen, wie genau die NA Ihre Eintragungen im Beneficiary Module prüft, damit Sie künftig alles richtig machen? Wir verraten es Ihnen! Und haben Sie sich schon immer mal gefragt, was wohl dieser oder jener Knopf bewirken könnte, sich aber nie getraut zu drücken? Wir teilen unsere Lieblingstricks mit Ihnen und schützen Sie vor dem falschen Klick! Wie wäre es zusätzlich mit einem kleinen Reminder zu allen Neuerungen aus den jüngsten Antragsrunden und zu Force majeure? Kein Problem! Zum Schluss runden wir alles mit unseren Erfahrungen aus aktuellen Fällen ab und teilen diese mit Ihnen! Unser Motto lautet diesmal: Aus unserer Praxis für Ihre Praxis! Hinweis: Der Fachimpuls wird an allen 3 Veranstaltungstagen inhaltsgleich wiederholt! Bitte nur einmal auswählen. Zielgruppe: Alle Projektträger der Berufs- und Erwachsenenbildung der Leitaktion 1 (Mobilität) Moderation: Marta Lommatzsch-Vilalta und Dominik Derdinger, NA beim BIBB , 14: „Hilfe Abschlussbericht!“: Tipps und Tricks für Ihre Projektabrechnung - Fachimpuls zu den Endberichten in der Leitaktion 1 (Runde 3 von 3) Wollten Sie schon immer einmal wissen, wie genau die NA Ihre Eintragungen im Beneficiary Module prüft, damit Sie künftig alles richtig machen? Wir verraten es Ihnen! Haben Sie sich daneben schon immer mal gefragt, was wohl dieser oder jener Knopf bewirken könnte, sich aber nie getraut zu drücken? Wir teilen unsere Lieblingstricks mit Ihnen und schützen Sie vor dem falschen Klick! Und haben Sie sich schon immer mal gefragt, was wohl dieser oder jener Knopf bewirken könnte, sich aber nie getraut zu drücken? Wir teilen unsere Lieblingstricks mit Ihnen und schützen Sie vor dem falschen Klick! Unser Motto lautet diesmal: Aus unserer Praxis für Ihre Praxis! Hinweis: Der Fachimpuls wird an allen 3 Veranstaltungstagen inhaltsgleich wiederholt! Bitte nur einmal auswählen. Zielgruppe: Alle Projektträger der Berufs- und Erwachsenenbildung der Leitaktion 1 (Mobilität) Moderation: Marta Lommatzsch-Vilalta und Dominik Derdinger, NA beim BIBB , 4: Gute Gründe für Green Erasmus - Themensession zur Priorität Umwelt und Bekämpfung des Klimawandels Ökologische Nachhaltigkeit reicht von Green Travel, grüne Kompetenzen, über Kreislaufwirtschaft bis hin zu innovativen Ansätzen für eine nachhaltige Landwirtschaft. Der Workshop gibt Einblicke in inspirierende Erasmus+-Projektansätze und zentrale Kompetenzfelder des GreenComp-Rahmens. Neben Chancen beleuchten wir auch Herausforderungen in einem gesellschaftspolitisch anspruchsvollen Umfeld. Im Fokus steht die Frage, wie wir diesen Herausforderungen mit den Möglichkeiten von Erasmus+ begegnen können – praxisnah, im gemeinsamen Austausch und offenen Diskurs. Zielgruppe: Alle Projektträger der Berufs- und Erwachsenenbildung Moderation: Satiye Sarigöz, NA beim BIBB , 15: Entdecken Sie EPALE: Sichtbarkeit und Austausch für Erasmus+-Projekte - Fachimpuls zu EPALE (Elektronische Plattform für Erwachsenenbildung in Europa) Ein kompakter Einstieg in die Möglichkeiten von EPALE, der e-Plattform für Erwachsenenbildung in Europa: Wir zeigen, wie Erasmus+-Projekte die Plattform nutzen können, um Inhalte sichtbar zu machen, Ergebnisse zu verbreiten und sich europaweit zu vernetzen. Im Anschluss ist Raum für Ihre Fragen. Zielgruppe: Projektträger der Erwachsenenbildung in den Leitaktionen 1 (Mobilität) und 2 (Partnerschaften) Moderation: Natalia Lohmeyer, Marlene Röder, Vanessa Santos, NA beim BIBB , 9: Wirkungsvolle Projekte in der Leitaktion 2 der Berufsbildung umsetzen - Monitoring Innovation und Kooperation in der Berufsbildung Was bleibt, wenn eine Partnerschaft für Zusammenarbeit endet? Was erwartet die Europäische Kommission eigentlich, wenn sie von „Impact“ spricht? Wirkung entsteht nicht automatisch durch gute Ergebnisse. Sie entsteht, wenn ein Projekt von Anfang an zielgruppenorientiert, anschlussfähig und mit messbaren Indikatoren konzipiert wird. In dieser Session werden Interessierte mit auf den Weg von der ersten Projektidee bis zur Nutzung der Ergebnisse genommen und erhalten Anregungen für ein strukturiertes Vorgehen. Zielgruppe: Projektträger der Berufsbildung in der Leitaktion 2 (Partnerschaften) Moderation: Frederik Hugo, NA beim BIBB , 5: „Hilfe Abschlussbericht!“: Tipps und Tricks für Ihre Projektabrechnung - Fachimpuls zu den Endberichten in der Leitaktion 1 (Runde 1 von 3) Wollten Sie schon immer einmal wissen, wie genau die NA Ihre Eintragungen im Beneficiary Module prüft, damit Sie künftig alles richtig machen? Wir verraten es Ihnen! Und haben Sie sich schon immer mal gefragt, was wohl dieser oder jener Knopf bewirken könnte, sich aber nie getraut zu drücken? Wir teilen unsere Lieblingstricks mit Ihnen und schützen Sie vor dem falschen Klick! Wie wäre es zusätzlich mit einem kleinen Reminder zu allen Neuerungen aus den jüngsten Antragsrunden und zu Force majeure? Kein Problem! Zum Schluss runden wir alles mit unseren Erfahrungen aus aktuellen Fällen ab und teilen diese mit Ihnen! Unser Motto lautet diesmal: Aus unserer Praxis für Ihre Praxis! Hinweis: Der Fachimpuls wird an allen 3 Veranstaltungstagen inhaltsgleich wiederholt! Bitte nur einmal auswählen. Zielgruppe: Alle Projektträger der Berufs- und Erwachsenenbildung der Leitaktion 1 (Mobilität) Moderation: Marta Lommatzsch-Vilalta und Dominik Derdinger, NA beim BIBB , 10: Von Job-Shadowing bis Lernreise: Qualität und Förderbedingungen im Blick - Fachimpuls Erwachsenenbildung: Erasmus+ Lernmobilität Die Möglichkeiten der Leitaktion 1 in der Erwachsenenbildung sind vielfältig - von Job-Shadowings über Kurse bis hin zu Lernendenmobilität. Doch welche Aktivitätsart eignet sich für welches Vorhaben am besten? Welche Rahmenbedingungen gibt Erasmus+ vor? Was sollte bei der Auswahl der Partnereinrichtung beachtet werden? Und wie stellt man die Qualität der Aktivitäten sicher? Ziel des Workshops ist durch einen aktiven Erfahrungsaustausch, Antworten auf diese Fragen zu finden, den Teilnehmenden eine Orientierung bei der Planung von Mobilitätsaktivitäten in der Erwachsenenbildung zu geben und zentrale Qualitätskriterien zu definieren. Zielgruppe: Projektträger der Erwachsenenbildung in der Leitaktion 1 (Mobilität) Moderation: Tanja Möller, NA beim BIBB , 16: Europass – mehr als ein Mobilitätsnachweis - Fachimpuls zu EUROPASS In diesem Workshop stellen wir Ihnen aktuelle Entwicklungen im Europass-Portal und Neuigkeiten zur Erstellung des Europass-Mobilitätsnachweises vor. Gemeinsam erkunden wir, wie Europass die Sichtbarkeit von Lernergebnissen stärkt, die Qualität von Mobilitätsprojekten erhöht und die individuelle Kompetenzentwicklung unterstützt. Denn Europass bietet eine ganze Reihe von Tools rund um die Themen Mobilität und Berufseinstieg in Europa und ermöglicht es durch seine standardisierten Vorlagen, Strukturen zu schaffen und Prozesse zu vereinfachen. Zielgruppe: Projektträger aller Leitaktionen, die den Europass noch nicht kennen oder nur über Grundkenntnisse verfügen. Moderation: Franziska Bopp, Stefanie Mai, NA beim BIBB , 11: Output, Outcome & Co. – wie gelingt eine gezielte Auswertung in Projekten der Leitaktion 2? - Fachimpuls Erwachsenenbildung: Erasmus+ Kooperationsprojekte Was versteht man eigentlich unter Begriffen wie „Output“ und „Outcome“? Und wie kann man feststellen und messen, dass man tatsächlich erreicht hat, was man erreichen wollte? Ausgehend von einer Einführung in das Impacttool der niederländischen Nationalen Agentur (Vortrag in englischer Sprache), möchten wir Begrifflichkeiten klären und die Systematik des Tools exemplarisch ausprobieren. In Kleingruppen arbeiten Sie mit einem fiktiven Beispiel und diskutieren über Outputs, Outcomes, Möglichkeiten der Evaluation und Indikatoren zur Wirkungsmessung. Die Teilnehmendenzahl ist auf maximal 40 Personen aus der Leitaktion 2 der Erwachsenenbildung begrenzt. Zielgruppe: Projektträger der Erwachsenenbildung in der Leitaktion 2 (Partnerschaften) Moderation: Michael Marquart, NA beim BIBB , 17: Ihr Start in ein erfolgreiches Projekt – Kick-off für kleinere Partnerschaften in der Berufsbildung - Bitte beachten Sie die abweichende Uhrzeit: 10:00 - 12:30 Uhr! Kick-off der Leitaktion 210 In diesem Workshop erhalten Sie die wichtigsten Informationen für einen guten Start Ihrer kleineren Partnerschaft in der Berufsbildung (Leitaktion 2) in der Antragsrunde 2026 – kurz und knapp. Es werden die vertraglichen und finanziellen Rahmenbedingungen besprochen, wesentliche Aspekte der Durchführung behandelt und die wichtigen Tools vorgestellt, mit denen Sie während der Umsetzung arbeiten werden. Auch das Thema Verbreitung wird diskutiert. Darüber hinaus bietet der Workshop die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich auszutauschen, damit Sie Ihr Projekt erfolgreich starten können. Zielgruppe: ausschließlich neue Projektträger der Antragsrunde 2026 in der Berufsbildung, Leitaktion 2 (Partnerschaften) Moderation: Ellen Hahne, Satiye Sarigöz, NA beim BIBB , 18: Ihr Start in ein erfolgreiches Projekt – Kick-off für Kooperationspartnerschaften in der Berufsbildung - Bitte beachten Sie die abweichende Uhrzeit: 10:00 - 12:30 Uhr! Kick-off der Leitaktion 220 Als neu geförderte Kooperationspartnerschaft (KA220) der Antragsrunde 2026 in der Berufsbildung erhalten Sie wichtige Informationen zu einer gelungenen Projektdurchführung und haben die Möglichkeit zur Vernetzung mit anderen Projekten. Wir freuen uns sehr, Sie und Ihre Projekte näher kennenzulernen und vor allem auf eine lebhafte Veranstaltung mit Ihnen. Zielgruppe: ausschließlich neue Projektträger der Antragsrunde 2026 in der Berufsbildung, Leitaktion 2 (Partnerschaften) Moderation: Dr. Torsten Dunkel, Frederik Hugo, NA beim BIBB …
[…] Impressionen Anja Braune-Unz ist gelernte Keramikerin und hat mit Erasmus+ einen dreimonatigen Aufenthalt in Japan erlebt. Vor Ort durfte sie die traditionelle Bizen-Keramikherstellung hautnah miterleben und nutzte die Gelegenheit, um Land und Leute kennenzulernen. Dabei lernte sie eine ganz neue Seite ihres Berufs kennen und hat Erfahrungen mitgenommen, die sie fachlich wie persönlich sehr bereichert haben. Im Interview erzählt sie, wie es für sie war, in einem Land zu leben und zu arbeiten, dessen Sprache sie nicht spricht und dessen Kultur sie nur vom Hörensagen kannte. Anja, du warst 2025 drei Monate mit Erasmus+ in Japan. Als Töpfergesellin im ersten Jahr nach Ausbildungsabschluss hast du dort die japanische Keramikherstellung hautnah miterleben dürfen. Wie war das für dich – auch im Vergleich zu deiner Arbeit in Deutschland? Es war eine in jeder Hinsicht bereichernde und außergewöhnliche Erfahrung. Die traditionelle Keramik und deren weit zurückreichende Geschichte ist etwas ganz Besonderes in Japan. Ein Unterschied zu der Arbeit in Deutschland ist für mich definitiv die Demut und der Umgang mit dem Material und seine Gewinnung. Während man in Deutschland in aller Regel fertiges Material einkauft, habe ich in Japan beim Abbau des Tons mitgewirkt, welchen wir dann zu Keramik weiterverarbeitet haben. Dieses Vorgehen steigert auf jeden Fall die Wertschätzung vor dem Material, da man es vor der Verarbeitung mit den eigenen Händen aus der Erde gestochen, mit dem Holzhammer zerkleinert, gemahlen und letztlich angemischt hat. Ebenfalls ganz anders war dann auch das Brennen der Keramik im mit Holz betriebenen, traditionellen Anagama-Ofen. Dieser war 20 Meter lang und wurde von Herrn Matsui, meinem Lehrmeister und Gastvater vor Ort, selbst erbaut. Allein das Bestücken und Hochheizen dieses riesigen Ofens auf 1.000 Grad Celsius bedarf eines mehrtägigen, strengen Vorgehens. Bis die Keramikstücke dann tatsächlich fertiggebrannt sind, vergehen insgesamt zwei Wochen und man muss das Feuer durchgängig überwachen und weiter füttern. Auch dabei lernt man viel Geduld und Hingabe für den Prozess, aber auch die Flammenführung ist ein zentrales Thema ebenso wie das Wissen darüber, welche Stücke man wann und wo im Ofen platzieren muss, um verschiedene Brenneffekte zu erzielen. Insgesamt war die Arbeit sehr viel körperlicher als in Deutschland, wo ich die meiste Zeit an der Drehscheibe verbringe. In Japan hingegen haben wir viel mehr mit der Plattentechnik gearbeitet – einer Methode, bei der der Ton durch eine Walze zu dünnen Platten gepresst und anschließend geformt wird. , Gab es trotz dieser vielen Unterschiede auch Gemeinsamkeiten, die du mit Blick auf deine alltägliche Arbeit in Deutschland feststellen konntest? Ganz klar die Liebe zur Keramik! Herr Matsui und ich haben uns sofort verstanden. Bereits am ersten Tag habe ich sofort mit angepackt und Herr Matsui und ich haben den gesamten Tag zusammengearbeitet, ohne wirklich miteinander zu sprechen. Da hat man einfach gespürt, was der nächste Schritt ist und welche Unterstützung er gerade gebrauchen könnte. Das war so eine harmonische, gut funktionierende Zusammenarbeit, obwohl man sich überhaupt nicht kannte, weil einfach die Leidenschaft auf beiden Seiten da war. Das klingt nach einer sehr erfüllenden, aber auch sehr anstrengenden Arbeit. Wie wird das Keramik-Handwerk in Japan gesellschaftlich wahrgenommen? Spürt man dort, dass die harte Arbeit wertgeschätzt wird? Ja, auf jeden Fall! Mein Lehrmeister Herr Matsui präsentiert seine Werke regelmäßig auf Ausstellungen und ich hatte ganz zu Beginn meines dreimonatigen Aufenthalts die Möglichkeit, eine seiner gut besuchten Ausstellungen in Tokyo zu unterstützen. Für den Aufbau, der sowieso schon sehr umfangreich war, hatte Herr Matsui extra eine Ikebana-Meisterin beauftragt, die Keramik-Stücke in absoluter Kleinstarbeit und sehr ästhetisch mit Blumen zu dekorieren. Auch die Art, wie die Stücke angeliefert wurden – nämlich in extra angefertigten Holzschachteln – zeigte mir die extrem hohe Wertschätzung und Hingabe, die Herr Matsui für sein eigenes Handwerk verspürt. Auch die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung zeigten große Begeisterung, Achtung und Respekt beim Betrachten und Erwerben der Stücke, sowie bei den vielen Gesprächen, die sich dabei ergaben. Während ich in Deutschland oft in Gespräche über Preise von handwerklicher und künstlerisch hergestellter Keramik verwickelt werde, so ist das in Japan absolut kein Thema. Der Wert der Keramik, die in Handarbeit entsteht und jedes Stück einzigartig macht, wird nicht infrage gestellt. , Du warst zum Zeitpunkt deines Auslandsaufenthaltes bereits Gesellin und hattest deine Abschlussprüfung gerade hinter dich gebracht. Das heißt, du hast einen Ausbildungsabschluss, theoretisches Wissen und praktische Arbeitserfahrung mitgebracht, als du nach Japan gegangen bist. Hast du dich damit gut vorbereitet gefühlt auf die Arbeit vor Ort, die ja – wie wir gerade gehört haben – doch recht anders war als du es aus Deutschland kanntest? Ja, ich habe mich gut vorbereitet gefühlt und war bereit, Neues zu lernen. Aber in Japan ist das Handwerk der Keramikherstellung hochgeschätzt und hat einen ganz anderen Stand als in Europa. Die Ausbildungsdauer beträgt in Japan ca. sieben Jahre und der ausbildende Meister entscheidet, wann ein Lehrling soweit ist, Keramik selbst herstellen zu dürfen. Lange Traditionen und die speziellen Brenntechniken sind bis heute noch oftmals große Geheimnisse und werden nur bedingt weitergegeben. Sich einfach mal so über die Schulter schauen zu lassen, ist keine wirkliche Option. Wenn man also zu einem „nur” dreimonatigen Praktikum kommen möchte – und dann noch als Ausländerin, Frau und mit einer nur zweijährigen Ausbildung –, dann ist es nicht leicht, jemanden zu finden, der sich darauf einlassen möchte. Mit meinem Grundwissen über die Herstellung der Keramik habe ich mich durchaus genügend vorbereitet gefühlt. Aber meine zwei Jahre Ausbildung scheinen im Vergleich zu der Ausbildungszeit in Japan sehr kurz. Man wird wahrscheinlich nicht als ausgebildete Keramikerin wahrgenommen, eher als Schülerin. Jedes Land hat ja seine ganz eigene Kultur mit gesellschaftlichen Normen und Regeln. So gelten manche Dinge in Japan als gesellschaftlich verpönt, die in Deutschland akzeptiert sind und andersherum. Wie war es für dich persönlich, drei Monate in Japan zu leben und zu arbeiten? Insgesamt ist es mir tatsächlich leicht gefallen loszuziehen. Japan ist ein Land, in dem man sich immer willkommen fühlt. Ich hatte vor Ort das Gefühl, ich wäre schon einmal dort gewesen, obwohl das nicht stimmt. Aus meiner Erfahrung sind die Menschen sehr zugewandt und machen es einem einfach leicht, es ist eine sehr hilfsbereite und dankbare Gesellschaft. Zudem war ich früher mal in der humanitären Hilfe tätig und bin es daher gewohnt, mich in fremde Kulturen einzuleben. Eine ehemalige Kollegin aus dieser Zeit ist Japanerin und war zufällig zur gleichen Zeit auch in Japan, gerade mal eine Stadt weiter. Sie hat mich quasi als ortskundige Dolmetscherin unterstützt und mir viele besondere Orte gezeigt. Aber auch meine Gastfamilie hat mich toll mitgenommen, um mir die Kultur näher zu bringen, z. B. durch gemeinsame Mahlzeiten und Ausflüge. Auch die traditionelle Herstellung von Kimonos in Handarbeit sowie die japanische Teezeremonie durfte ich kennenlernen, was sehr beeindruckend war. So konnte ich viel mehr Eindrücke gewinnen als wäre ich eine einfache Touristin gewesen. Der Alltag in einem anderen Land stellt einen natürlich durchaus vor Herausforderungen, wie zum Beispiel der Gang in den Supermarkt. Dort wurden alle Artikel nur auf japanisch ausgestellt, sodass ich mich mit einer Übersetzer-App anfangs mühsam durch den Supermarkt gearbeitet und nur Lebensmittel gekauft habe, die ich zweifelsfrei identifizieren konnte. Aber auch hier hat mich meine japanische Kollegin unterstützt und ist mit mir gemeinsam einkaufen gegangen, das hat mir sehr geholfen. Neben den Supermärkten fand ich aber besonders die kleinen, familiengeführten Läden faszinierend, die traditionelle, handgemachte Produkte wie Kalligrafiepinsel verkauft haben. , Das klingt nach tollen Erfahrungen! Gab es neben all den tollen Momenten auch Situationen, in denen du überfordert warst oder befürchtet hast, gegen die gesellschaftlichen Verhaltensregeln verstoßen zu haben? Wenn ja, wie bist du damit umgegangen? Es gab mit Sicherheit viele Momente, in denen ich mich „danebenbenommen“ habe. Aber die Menschen sind in Japan einfach zu freundlich, um es einem zu sagen. Ab und zu konnte ich anhand der Reaktionen der Mitmenschen erkennen, dass ich mich gerade nicht adäquat verhalten habe, aber gesagt hat mir das niemand. Letztlich hat dieser respektvolle Umgang mit mir dazu geführt, dass ich mich nach und nach entspannt habe. Die Freundlichkeit meiner Mitmenschen und das Wissen darüber, dass sie es mir nicht übelnehmen, wenn ich etwas falsch mache, haben den Druck rausgenommen. Japan war aber das erste Land, in das ich gereist bin, bei dem ich im Vorfeld wirklich Angst hatte, etwas falsch zu machen. Daher war es mir auch wichtig, mich gut vorzubereiten. So bin ich bereits im Vorfeld meines Aufenthalts mit meiner Gastfamilie ausführlich in Kontakt getreten. In dem Zuge bat ich meine Gastmutter darum, mir bitte mitzuteilen, wenn ich in ein Fettnäpfchen getreten bin, damit ich daraus lernen kann und niemanden verletze. Aber auch eine umfangreiche Recherche im Vorfeld hat dazu beigetragen, dass ich mich sicherer gefühlt habe. Ich habe zum Beispiel Videos geschaut, in denen die „Do’s & Dont’s“ über das Leben in Japan zusammengefasst waren. Dazu zählt unter anderem die gesellschaftliche Norm, dass in Japan auf offener Straße nicht gegessen wird, beispielsweise während des Sightseeings. Hilfreich war auch dabei wieder meine japanische Kollegin, deren Rat ich gerade zu Beginn meines Aufenthalts schnell per Handy einholen konnte, wenn ich mir unsicher war. Trotz deiner umfassenden Vorbereitung und deiner Kontakte nach Japan: Hattest du Ängste oder Sorgen vor deiner Reise? Wenn ja, wie bist du damit umgegangen? Ich war zum Glück recht entspannt. Ich habe mich sehr über die Möglichkeit gefreut und wusste, dass ich durch die Erasmus+-Förderung finanziell sehr gut abgesichert bin. Ich habe mir bewusst gemacht, dass ich nicht dabei bin, mein gesamtes Leben nach Japan zu verlagern, sondern nur für eine begrenzte Zeit dort sein werde. Auch die Erkenntnis, dass ich die Reise völlig freiwillig mache und ich durchaus die Möglichkeit habe, die Rahmenbedingungen vor Ort mitzubestimmen und im äußersten Notfall frühzeitig wieder nach Hause kommen zu können, haben mir viel Sicherheit gegeben. Ein wenig Sorge hatte ich vor der Verständigung. Ich hatte im Vorfeld die wichtigsten Floskeln auf Japanisch per Sprachlern-App eingeübt, richtige Sprachkenntnisse brachte ich aber nicht mit. Das hat mich verunsichert, weil ich nicht respektlos gegenüber den Einheimischen wirken wollte. Aber vor Ort hat das alles zum Glück gut funktioniert und meine Nachbarin begrüße mich jeden Morgen sogar auf Englisch mithilfe ihrer Übersetzungs-App. Das wusste ich sehr zu schätzen. , Was möchtest du Menschen mitgeben, die auch die Chance haben, während oder nach der Ausbildung ins Ausland zu gehen, sich aber nicht trauen und sich von ihren Ängsten ausgebremst fühlen? Ich finde die Vorstellung wirklich schade, dass jemand sich wegen Sorgen und Ängsten die Chance entgehen lässt, einen Auslandsaufenthalt zu absolvieren. Ein bisschen Bauchkribbeln gehört einfach dazu – das hatte ich auch, obwohl ich zuvor schon längere Zeit im Ausland verbringen durfte. So eine Möglichkeit kriegt man später nie wieder geboten, man sollte sie wirklich ergreifen. Die Erfahrungen, die ich vor Ort gemacht habe, kann mir niemand mehr nehmen. Ich habe nicht nur beruflich dazugelernt. Ich habe auch das Gefühl – und das signalisieren mir auch meine neu gewonnenen japanischen Freundinnen und Freunde, mit denen ich noch regelmäßigen Kontakt pflege –, dass ich ein zweites Zuhause dazugewonnen habe. Wenn ich ab September die Meisterschule besuche, habe ich vor, ein weiteres Auslandspraktikum zu machen. Wenn das nur halb so schön wird wie das Praktikum in Japan, bin ich einfach froh. Ich bin absolut begeistert und würde es jederzeit wieder machen – gerade auch einen solch langen Aufenthalt. Zu sehen, dass nun andere Gesell/-innen eine ähnliche Reise antreten wie ich, freut mich wirklich sehr. Das Interview führte Nicole von dem Bach (NA beim BIBB). , Gut zu wissen: Mit der „internationalen Dimension” ermöglicht das europäische Förderprogramm Erasmus+ in einem geringen Umfang auch außereuropäische Lernaufenthalte in der Berufsbildung. Daneben bietet das BMBFSFJ-Förderprogramm AusbildungWeltweit finanzielle Unterstützung für weltweite und praxisorientierte Auslandsaufenthalte während der Berufsausbildung. Zu den Förderinformationen: Erasmus+ AusbildungWeltweit …
[…] Internationale Zusammenarbeit, Gemeinsam nachhaltig agieren, Haben wir Ihr Interesse geweckt? Die Kooperationspartnerschaft „GreenVET Pathway“ unterstützt Berufsschulen dabei, Nachhaltigkeit zu vermitteln. Ziel ist es, dass die Auszubildenden grüne Kompetenzen und höhere Nachhaltigkeitsstandards in die Unternehmen bringen. , Insgesamt sieben europäische Organisationen haben sich für das Projekt zusammengeschlossen. „Unsere Idee war, dass Nachhaltigkeit nicht nur auf dem Lehrplan steht, sondern erlebt wird,“ erzählt Silke Becker von der Wisamar Bildungsgesellschaft in Leipzig. Hierfür schufen die Partner eine Online-Sammlung: Sie besteht aus einem Framework, das eine kompakte erste Einführung in die Konzepte, die an der Schnittstelle zwischen Berufsbildung und Nachhaltigkeit liegen, gibt. Bestandteil der Sammlung ist auch eine Datenbank mit Quellen, Ideen und Maßnahmen. Außerdem entwickelten sie den „Online-Pfad“, der einen einfachen Einstieg in die Thematik ermöglicht und einen umfangreichen Katalog von schulischen Nachhaltigkeitsmaßnahmen aus ganz Europa beinhaltet. , Die Datenbank, die für alle offen ist und stetig wächst, umfasst alles von Filmen, Podcasts, Lehrmaterialien und Projektideen bis zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Webseiten als Quellen. Im Sinne der europäischen Zusammenarbeit teilen die Projektpartner ihr Wissen, ihre Ideen und ihre Erfolgsgeschichten, aber auch Nutzerinnen und Nutzer können Links zu wertvollen Ressourcen oder sogar selbst entwickelte Unterrichtsmaterialien beisteuern. , Dank eines Katalogs an Praxismaßnahmen, die schon erfolgreich sind und strategischer Arbeitsblätter, die den Einstieg in die Praxis vereinfachen, hat jede Schule die Gelegenheit, selbst nachhaltige Projekte durchzuführen und in den Alltag zu integrieren: „Wir wollten zeigen, dass der Einstieg in nachhaltige Projekte niederschwellig sein kann“, sagt Silke Becker. , Die erste Zusammenarbeit im Rahmen von GreenVET Pathway fand zwischen der Wisamar Bildungsgesellschaft und Omnia Educational Partnerships (OEP) aus dem finnischen Espoo statt. Omnia ist einer der größten Bildungsanbieter Finnlands im Bereich berufliche Bildung, Erwachsenenbildung und weiterer Bildungsangebote. Omnia Education Partnerships (OEP) baut auf dieser Expertise auf und bringt sie in internationale Bildungs- und Entwicklungsprojekte ein. OEP hatte bereits Erfahrung in der Fortbildung von beruflichem Lehrpersonal in Nachhaltigkeitsthemen und begrüßte die Möglichkeit, dies in ein europäisches Format zu übertragen. Über die Zusammenarbeit mit Erasmus+ kamen dann noch Bildungsinstitute aus Zypern, Slowenien, Lettland, Griechenland und Italien dazu. „Es war ein Riesengewinn mit so vielen Schulen in verschiedenen Ländern zusammenzuarbeiten“, erzählt Silke Becker. Alle Institutionen halfen bei der Erstellung des Frameworks und der Sammlung von Methoden und Quellen. , Die aufgezeigten Projekte beinhalten einfache Maßnahmen, wie das Ersetzen von alten Glühbirnen mit energieeffizienten LEDs oder komplexere Ansätze. „Wichtig ist vor allem, dass die Lernenden involviert sind, nicht nur die Schulleitung und die Lehrkräfte. Aber auch die Haustechnik oder das Kantinenpersonal kann sich einbringen“ erklärt Silke Becker. Die Schulen der GreenVET Community of Practice setzten unterschiedliche Maßnahmen um, die Nachhaltigkeit im Schulalltag konkret erfahrbar machten. Einige führten curriculare Innovationen ein, etwa Module zur nachhaltigen Landwirtschaft, die ökologische Themen direkt in die berufliche Ausbildung integrierten. Andere entwickelten praktische Nachhaltigkeitsprojekte, an denen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte gemeinsam in konkreten Aktivitäten arbeiteten – von ressourcenschonenden Initiativen bis hin zu schulischen Umweltprojekten. In mehreren Fällen wurden infrastrukturelle Veränderungen umgesetzt, beispielsweise die Installation von Trinkwasserspendern zur Reduktion von Einwegplastikflaschen. Viele Schulen richteten zudem gemeinsame Tausch- und Ressourcennutzungsbereiche innerhalb des Schulgebäudes ein, in denen Bücher, Kleidung und Haushaltsgegenstände geteilt oder wiederverwendet werden konnten. Die GreenVET Datenbank und der Online-Pfad werden weiter gefüllt und stehen allen Interessierten, die ihre Schule oder ihr Unternehmen nachhaltiger gestalten wollen, kostenlos zur Verfügung. , GreenVET Online Pfad: https://www.green-vet.eu/content/de/path.php GreenVET Framework: https://www.green-vet.eu/content/de/framework.php GreenVET Datenbank: https://www.green-vet.eu/content/de/database.php GreenVET Community of Practice: https://www.green-vet.eu/content/project.php …
[…] Begegnung und Beteiligung vor Ort, Mehr Wissen, mehr Beteiligung, neue Verbindungen, Haben wir Ihr Interesse geweckt? In vielen ländlichen Regionen Europas fehlt es an Möglichkeiten, sich über europäische Themen auszutauschen oder aktiv an demokratischen Prozessen teilzunehmen. Das Erasmus+-Projekt „Unser Land Europa“ setzte genau hier an: Es brachte Menschen aus ländlichen Regionen zusammen, um über europäische Werte, Teilhabe und die Zukunft Europas ins Gespräch zu kommen. Ziel war es, Europa greifbarer zu machen und Bürgerinnen und Bürger zur Mitwirkung zu ermutigen. , Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass viele Menschen zwar Interesse an europäischen Themen haben, sich jedoch oft uninformiert fühlen oder nicht ausreichend eingebunden sind. Besonders in ländlichen Regionen fehlen leicht zugängliche Bildungs- und Austauschformate. Das Projekt reagierte darauf mit Angeboten zu Demokratie, Vielfalt und europäischer Identität, die speziell auf die Lebensrealität der Menschen vor Ort zugeschnitten sind , Realisiert wurde das Projekt von Partnerorganisationen aus Deutschland, Bulgarien und Spanien unter der Koordination von BIDA e.V. Kultur und Bildung. Gemeinsam entwickelten sie Formate, die Begegnung und Austausch ermöglichten. In Workshops, öffentlichen Diskussionen und internationalen Online-Seminaren setzten sich Teilnehmende mit europäischen Themen, wie beispielsweise die Geschichte, die Werte und die Errungenschaften der EU , auseinander. Mobile Angebote sorgten dafür, dass auch kleinere und abgelegene Orte erreicht wurden. Zentral war die aktive Beteiligung der Ziel gruppe: Die Teilnehmenden brachten ihre Erfahrungen und Sichtweisen ein und gestalteten die Diskussionen mit. Diedialogorientierten Formate stärkten die Einbindung von Menschen, die sonst selten an Bildungsangeboten teilnehmen, und förderten den Austausch über Generationen und Länder hinweg. Ein zentrales Ergebnis ist das „UnsEU Citizens’ Paper", das die Perspektiven und Empfehlungen der beteiligten Bürgerinnen und Bürger bündelt und an europäische Entscheidungsträgerinnen und -träger weitergegeben wurde. Zudem entstand ein Netzwerk von Organisationen und Engagierten, das den Austausch über europäische Themen langfristig fortführt. , Das Projekt zeigt Wirkung: Teilnehmende entwickelten ein besseres Verständnis für europäische Politik. Viele gewannen mehr Vertrauen in europäische Institutionen und eine höhere Bereitschaft zur demokratischen Beteiligung. Gleichzeitig entstanden neue Verbindungen zwischen Menschen aus verschiedenen Regionen Europas, die den interkulturellen Dialog fördern. Auch in den beteiligten Regionen wurde europäische Teilhabe sichtbarer: Diskussionen über Europa fanden häufiger im Alltag statt und Bürgerinnen und Bürger brachten sich aktiver in gesellschaftliche Debatten ein. Die dabei entstandenen Strukturen und Netzwerke wirken über das Projekt hinaus weiter und stärken die Einbindung ländlicher Räume in europäische Diskurse. …
[…] Werte mit Erlebnissen verbinden , Haben wir Ihr Interesse geweckt? Vor dem Hintergrund von Polykrisen auf vielen Ebenen der Gesellschaft zielt das Projekt „Interkulturelle Friedensbildung an Berufsbildenden Schulen“ darauf ab, Lernenden Strategien bereitzustellen, um ihre Ideen von Frieden in einem interkulturellen Kontext zu verankern und weiterzuentwickeln. , Im Vorfeld des Projekts identifizierten die zwei Projektpartner, die Handelslehranstalten (HLA) Lohne und die französische Schule „CaenSup St. Ursule“, eine gemeinsame Herausforderung: eine zunehmende gesellschaftliche Polarisierung und Notwendigkeit, junge Erwachsene für demokratische Werte zu sensibilisieren. Da viele Lernende über wenig internationale Erfahrung verfügen, war die zentrale Motivation, interkulturelle Friedensbildung fest in beiden Schulen zu verankern, um eine nachhaltige Wirkung zu ermöglichen. Ein besonderes Anliegen war dabei die Verknüpfung von Frieden mit dem Klimawandel, um die Bedeutung globaler Kooperation für die Bewältigung ökologischer Krisen aufzuzeigen. , In der Umsetzung wurde dabei auf vielfältige partizipative und handlungsorientierte Ansätze gesetzt: Workshops zu interkultureller Kommunikation und Mediation führten die Lernenden in Techniken wie das „aktive Zuhören“ und die Konfliktanalyse ein. In deutsch-französischen Tandems arbeiteten sie an kreativen Projektergebnissen wie den „Peace Chairs“ (einem Upcycling-Projekt) und Graffiti-Kunstwerken zu friedensrelevanten Themen. Darüber hinaus produzierten die Lernenden in medienpädagogischen Workshops authentische Video-Statements zu Themen wie Gleichberechtigung, Diskriminierung und Mobbing. Durch die spielerische Auseinandersetzung setzten sich die Teilnehmenden individuell mit Werten wie Freiheit und Respekt aus einander und entwickelten so eine Haltung zu europäischen Grundwerten. Digitale Austauschformate wie die Plattform Edumaps zur Dokumentation sowie ein projektbezogener Instagram-Kanal ergänzten die transnationale Zusammenarbeit. , Die teilnehmenden Lernenden im Alter von 17 bis 18 Jahren befanden sich in einer entscheidenden Phase der persönlichen We tebildung. Besonders hervorzuheben war die Auseinandersetzung der Lernenden mit der Gedenkkultur zum „D-Day“ in der Normandie. Durch den Perspektivwechsel lernten sie, kulturelle Unterschiede nicht nur zu bewerten, sondern auch zu verste hen und entwickelten sich dabei zu engagierten „Botschafter:innen des Friedens“, die Verantwortung für die europäische Gemeinschaft übernehmen wollen. Die Begeisterung für Europa wurde zudem durch den direkten Einblick in die politische Praxis geweckt. So konnten Treffen mit regionalen Politikerinnen und Politikern sowie einer Europaabgeordneten den Teilnehmenden europäische Bürgerschaft als gelebte Verantwortung im politischen Alltag veranschaulichen. Durch diese Praxisangebote verbesserten die Teilnehmenden nachweislich ihre Fremdsprachenkenntnisse sowie ihre sozialen Kompetenzen, insbesondere Empathie- und Dialogfähigkeit in internationalen Kontexten. Die neu entstandenen Workshopkonzepte und Materialien zur Friedensbildung wer den nun dauerhaft in den regulären Unterricht integriert und von beiden Schulen gleichermaßen genutzt. Potenziell sind die se Materialien auch für andere Bildungsbereiche anwendbar. …
[…] Demokratie zum Anfassen, Durch Entsendungen Europa erleben, Erasmus+ als Türöffner, Haben wir Ihr Interesse geweckt? Das Berufskolleg Simmerath/Stolberg der StädteRegion Aachen setzt seit vielen Jahren europäische Projekte um, seit 2021 mit eigener Akkreditierung. Sowohl im Rahmen der circa 100 Entsendungen pro Jahr als auch in der regulären Schularbeit spielen Europa und die gemeinsamen europäischen Werte eine prägende Rolle. , Als Europaschule habe Europa im Schulalltag natürlich einen hohen Stellenwert, erläutern Nicole Kupka, Helen Schaffrath und Yvonne Buchenthal, Lehrerinnen und EU-Koordinato rinnen am Berufskolleg. Mittlerweile kommt Europa in der didaktischen Jahresplanung jedes Unterrichtsfachs vor. Europäische Werte sind stets ein Teil davon und werden konkret im Unterricht behandelt. So diskutieren Schülerinnen und Schüler u.a. im Rahmen des Politikunterrichts über Meinungsfreiheit und Demokratie und entwickeln gemeinsam Plakate, die seither im Schulgebäude aushängen. Darüber hinaus werden schulweit Aktionen organisiert, um für die Schülerinnen und Schüler europäische Werte erlebbar zu machen. Im Kontext der Europawahlen wurden lokale Politiker und Politikerinnen aller Parteien zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. In Kooperation mit EUROPE DIRECT Aachen fanden Demokratie-Workshops statt und Wahlen wurden mithilfe des interaktiven Theaters „TakTik“ simuliert. , Zur Vorbereitung auf Entsendungen fokussiert sich das Berufskolleg darauf, Ängste abzubauen. „Sprache ist das Werkzeug für Offenheit! Wir bieten als Teil der Vorbereitung Sprachkurse an, z. B. in Spanisch und Türkisch“, erklärt Nicole Kupka. Offenheit heiße auch, Unterschiede zwischen den Ländern als solche anzunehmen und das Positive daraus für sich mitzunehmen. „Durch unsere interkulturelle Vorbereitung merken viele Schülerinnen und Schüler, wie gewinnbringend und schön es sein kann, sich mit anderen Kulturen zu befassen. Oft kommt dann die Erkenntnis, dass etwas nicht automatisch schlecht ist, nur weil es anders als zu Hause gehandhabt wird“, ergänzt ihre Kollegin, Helene Schaffrath, und fügt hinzu: „Durch die Auslandserfahrung lernt man die europäischen Werte viel mehr zu schätzen und man sieht, dass die Länder durchaus unterschiedlich mit diesen Werten umgehen. Innerhalb Europas gibt es Gemeinsamkeiten, aber eben auch Unterschiede, die man erst so richtig versteht, wenn man sie erlebt hat. , Das Programm macht den entscheidenden Unterschied, wenn es darum geht, europäische Werte nicht nur theoretisch zu vermitteln, sondern praktisch erlebbar zu machen – und das für alle: „Das Besondere am Erasmus+-Programm ist auf jeden Fall die Möglichkeit, dass alle teilhaben können – unabhängig von schulischer Leistung oder finanzieller Situation. An unserer Schule gibt es viele Schülerinnen und Schüler, die ohne Erasmus+ nicht in der Lage wären, an Auslandsaufenthalten teilzunehmen. So haben sie die Möglichkeit, interkulturelle Erfahrungen zu sammeln, Kontakte zu knüpfen und sich weiterzuentwickeln“, resümieren die Lehrerinnen. …