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Arbeit mit Familien mit Suchtproblemen

Qualifizierung macht den Unterschied

[…] Erfahrungen weiterdenken, Weitere Nutzung der Projektergebnisse, Interesse geweckt? Die Situation von Familien mit Suchtproblemen ist herausfordernd. Die Familien sehen sich mit sozialen Barrieren konfrontiert, und insbesondere deren Kinder sind gefährdet, selbst psychische Gesundheitsprobleme oder eine Suchtkrankheit zu entwickeln. Das spiegelt sich auch in der Betreuung dieser Familien wider. Eine umfassende Weiterbildung der Mitarbeitenden der einschlägigen Hilfesysteme ist daher erforderlich, um den Familien die bestmögliche Unterstützung zu bieten. , Da Sucht die ganze Familie betrifft, arbeiten mehrere Hilfesysteme mit diesen Familien, wie beispielsweise die Jugend- und Suchthilfe genauso wie die Schule und das Gesundheitswesen. Hier setzt das Projekt der kleineren Partnerschaft „Working with families with addiction issues - Qualification makes the difference!“ an. Es entwickelte – zusammen mit betroffenen Familien – ein Curriculum für alle Organisationen, die Weiterbildung für Fachkräfte im Bereich der Sozialen Arbeit anbieten. Von diesem Curriculum können nicht nur Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, sondern auch Psychologinnen und Psychologen, Erzieherinnen und Erzieher, Pflegekräfte und Mitarbeitende in Jobcentern profitieren. Das Konsortium unter der Koordination des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe hat das Projekt gemeinsam mit acht Partnereinrichtungen aus Belgien, Griechenland, Finnland, Italien, Lettland, Portugal, Spanien und Tschechien umgesetzt. Neben dem Kommunalverband umfasst das Konsortium eine Stiftung, ein wissenschaftliches Institut, ein kleines und mittelständisches Unternehmen, zwei Nichtregierungsorganisationen und je eine lokale, regionale und nationale öffentliche Einrichtung. , Diesem Projekt ging ein Vorgängerprojekt mit dem Titel „make the difference“ (welches das Konsortium in Rahmen des CERV-Programms Citizens, Equality, Rights and Values programme overview - European Commission, durchgeführt hat) voraus. Dabei zeigten sich Lücken, die sie mit dem aktuellen Erasmus+ Projekt schließen wollten. Der Fokus des Vorgängerprojektes lag auf der verstärkten Kooperation zwischen den Betreuenden von Suchtkranken und der Jugendfürsorge. In diesem Projekt soll darauf aufbauend ein Curriculum unter Einbezug von betroffenen Familien erstellt werden. Das Curriculum dient der Unterstützung von Fachkräften aus unterschiedlichen Bereichen des Sozial- und Beratungssystems und möchte dadurch die Arbeit mit den suchtbelasteten Familien verändern und verbessern. Darüber hinaus soll die Fachlichkeit der Hilfeeinrichtungen erhöht und die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Einrichtungen intensiviert werden. Das Material kann von Lehrkräften zur Schulung von Fachkräften und Mitarbeitenden von Hilfseinrichtungen, vor allem im Gesundheits-, Schul-, Sozial- und Kinderschutzsektor, verwendet werden. Für die Entwicklung und als Grundlage des Curriculums wurden die Erfahrungen und Bedürfnisse von betroffenen Familien aus den beteiligten neun EU-Staaten mithilfe von Interviews erhoben, um ein möglichst vielschichtiges Bild zu generieren und Beispiele darzustellen. Dabei wurden Interviews mit Fachkräften, die mit den betroffenen Familien in ihrer täglichen Arbeit zu tun haben, ebenso einbezogen wie Erfahrungen von betroffenen Familien selbst. , Es wurden sieben Module entwickelt. Jedes Modul ist in sich abgeschlossen und kann daher auch einzeln genutzt und gelehrt werden. Es wird jedoch empfohlen, die Module der Reihe nach zu absolvieren. Die ersten beiden Module „Sucht in der Familie“ und „Verstehen von Sucht“ bilden zusammen den Bereich Kenntnis und Hintergrund. Die darauffolgenden Module „Kommunikation mit Familien mit Suchtproblemen“, „Elternfokussierte Unterstützung“ und „Unterstützung von Kindern“ spiegeln den Schwerpunkt Kompetenzen und praktischer Ansatz wider. Diese werden ergänzt durch die Module „Integrierte Ansätze und Vernetzung“ sowie „Selbstfürsorge und Burnout-Prävention für Fachkräfte“. Im Vorfeld der Module werden vier verschiedene Szenarien bzw. betroffene Familien mit ihren jeweiligen Herausforderungen vorgestellt, anhand derer die Modulinhalte erarbeitet werden. Die Module umfassen jeweils einen Überblick über die Lernziele und die Inhalte, sodann den eigentlichen Inhalt, eine Anleitung für die Lehrkraft und ergänzende Materialien. Am Ende des Curriculums finden sich Hinweise der Projektgruppe zur langfristigen Verankerung der Lerninhalte. Ein Teilnehmender der Abschlusskonferenz hat die Ergebnisse des Projektes für „[s]eine Arbeit mit jungen Menschen [als] wirklich hilfreich“ eingeschätzt. Durch die im Curriculum verlinkte projektbegleitende Online-Umfrage zur Nutzung des Curriculums sammelt das Konsortium durchgehend Rückmeldungen von Nutzenden und entwickelt das Material weiter. , Die Partnerschaft stellt einen Querschnitt aus Nord-, Mittel- und Südeuropa dar und hat in diesen Ländern die erstellten Projektergebnisse bereits durch umfangreiche Verbreitungsmaßnahmen bekannt gemacht. Die Partnereinrichtungen planen den Einsatz des Curriculums für die zukünftige Nutzung in den Aus- und Fortbildungen von Suchtberatenden und für die Schulung von Kinderschutzdiensten. Die Inhalte des Curriculums können dabei flexibel genutzt und bei Bedarf für Schulungen oder spezifische Kontexte, wie beispielsweise für den Justizvollzug, den Kinderschutz oder die Ausbildung von Lehrenden, übersetzt und implementiert werden. In Belgien dienen die Inhalte des Curriculums als flexible Grundlage für die bedarfsgerechte Fortbildung von Fachkräften und Organisationen, u.a. im Justizvollzug. In Finnland wurde das Curriculum in Trainings mit Kinderschutzdiensten integriert. Auch in Italien, Tschechien und Lettland werden Teile des Curriculums in der Ausbildung für Lehrende und Sozialarbeitende genutzt. Portugal arbeitet an einer landesweiten Verbreitung in Kooperation mit Fachstellen und Ministerien. Sowohl die beteiligten Organisationen als auch andere Organisationen und Institutionen bzw. Bildungsanbieter profitieren von dem entwickelten Curriculum. Das Konsortium plant für die Weiterentwicklung der erstellten Inhalte einen weiterführenden Antrag. , Weitere Projektinformationen in der E+PRP-Datenbank Das Projekt wurde im September 2025 in Berlin beim Deutschen Suchtkongress und auf der European Society for Prevention Research präsentiert …

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Die Chancen von Erasmus+ aufzeigen

Wie die EuroApprentices sich in Ost- und Mitteldeutschland für Erasmus+ und demokratische Werte einsetzen

[…] Informieren und inspirieren, Werteorientierung wird immer wichtiger, Interesse geweckt? Vom 13. bis zum 17. Oktober 2025 finden die ErasmusDays statt, die Erasmus+ und den europäischen Austausch sichtbar machen wollen. Das Motto lautet in diesem Jahr „Live our values, inspire our future“. Es steht sinnbildlich für die Arbeit der EuroApprentices, die als ehrenamtliche Botschafterinnen und Botschafter über das Programm informieren und Motivationsarbeit leisten, beispielsweise in Berufsschulen und Ausbildungszentren sowie auf Messen und Social Media. Anlässlich der ErasmusDays haben wir einmal einen Blick auf ihr Engagement in den ost- und mitteldeutschen Bundesländern geworfen. , Lena Lesanovsky ist seit 2024 bei den EuroApprentices aktiv. Die 23-Jährige aus Selmsdorf in Mecklenburg-Vorpommern hat eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement absolviert, während der sie 2024 für einige Wochen im irischen Dublin war. Sie sagt, dass „der Sprung ins kalte Wasser sehr viel für mein Selbstbewusstsein getan hat“. Noch im gleichen Jahr bewarb sie sich bei den EuroApprentices und wurde angenommen, im Februar 2025 erwarb sie zudem die Zusatzqualifikation zur Europakauffrau. Sie ist eine von fünf EuroApprentices in Ost- und Mitteldeutschland. Mit ihrem Engagement hat sie sich zum Ziel gesetzt, auf die Möglichkeiten des Programms Erasmus+ aufmerksam zu machen und einen Beitrag zur Stärkung europäischer Werte in ihrer Region zu leisten. Die Erfahrungen, die sie im Rahmen von Erasmus+ gemacht hat, gibt sie gerne weiter, um auch andere vom Nutzen des Programms zu überzeugen und ihnen die häufig vorhandene „Angst vor dem Neuen“ zu nehmen. Dazu Lesanovsky: „Ich bin eher eine Exotin, wenn ich von meinen Erfahrungen im Ausland und bei den EuroApprentices erzähle, doch ich möchte einfach etwas bewegen, weil mein Herz immer noch sehr in meiner Heimatregion verwurzelt ist.“ Dabei will sie vor allem Kommunikationsbrücken bauen, um jungen Menschen die Möglichkeiten näherzubringen, die Erasmus+ bietet. Dazu wird sie sich in Kürze mit einigen Berufsschulen in Rostock, Schwerin und Wismar zusammensetzen und ihnen ihre Idee vermitteln. Sie ist überzeugt: „Wir brauchen gute Beispiele, damit die Leute sehen, was alles geht. Je mehr Schulen, Unternehmen und auch Auszubildende diese Chance nutzen, desto mehr können wir auch mit unserer Arbeit als EuroApprentices bewirken. Denn am Ende ist es meist die persönliche Erfahrung, die Denkweisen und Einstellungen prägt.“ Energie für ihre Arbeit zieht Lena Lesanovsky aus den Treffen mit anderen EuroApprentices. So nahm sie im Juni 2025 erstmals am European Youth Event in Straßburg teil, zu dem alle zwei Jahre um die 10.000 junge Leute aus ganz Europa zusammenkommen. „Bei solchen Treffen spürt man, dass man nicht alleine ist. Da sind viele Gleichgesinnte, mit denen man sich austauscht und vernetzt. Das hat mir schon noch einmal einen Kick gegeben“, bringt sie ihre Begeisterung auf den Punkt. , Anna Roßband teilt diese Begeisterung. Neben dem Engagement vor Ort und den regelmäßigen Treffen mit anderen Erasmus-Botschafterinnen und -Botschaftern kümmert sie sich auch um den Social Media-Auftritt und die Podcastreihe der EuroApprentices. Sie ist 26 Jahre alt und arbeitet als Sozialversicherungsfachangestellte in Dresden. Ihre Ausbildung beendete sie im Jahr 2021, seinerzeit blieb ihr jedoch der Auslandsaufenthalt auf der zu Frankreich zählenden Überseeinsel La Reunion aufgrund der COVID 19-Pandemie verwehrt. Dank des Einsatzes ihres Berufsschullehrers konnte sie diesen ein Jahr später nachholen und Einblicke in eine faszinierende Welt gewinnen. Kurz danach begann sie ihr Engagement bei den EuroApprentices. „Ich habe in den Gesprächen in meiner Region gemerkt, dass viele Auszubildende gar nichts von der Möglichkeit wissen, einen Auslandsaufenthalt zu machen“, berichtet Roßband, die mittlerweile selbst Ausbilderin ist und vor allem informieren und inspirieren will. Ein zentraler Aspekt sei es dabei, Hemmnisse abzubauen, zum Beispiel Ängste vor der unbekannten Umgebung oder dem Auf-sich-selbst-gestellt-Sein im Ausland. Grundsätzlich wünscht Anna Roßband sich mehr Aufmerksamkeit und Offenheit für das europäische Thema. Sie betont: „Die europäischen Prinzipien sind Werte, von denen jeder profitiert, ob Freiheit, Menschenwürde oder Demokratie. Vielleicht sind wir uns dessen im Alltag gar nicht immer so bewusst. Ich finde, dass wir dankbar sein sollten, in der EU leben zu dürfen. Wir sollten uns darüber klar sein, wie cool Europa ist und immer wieder deutlich machen, wie bereichernd europäische Werte und der Austausch mit anderen sind.“ , Martin Schmidt glaubt, dass es in den letzten sieben Jahren in Erasmus+ viel Bewegung und positive Entwicklungen gab. Dennoch hält er es für wichtig, die Idee des Programms vor allem in den Berufsschulen in allen Regionen Deutschlands stärker zu etablieren. Er selbst geht häufig zu Diskussionsrunden in die Schulen, sowohl in Eigeninitiative als auch in Zusammenarbeit mit Mobilitätsberaterinnen und -beratern. Als optimal würde er es empfinden, wenn auch die Betriebe Erasmus+ intensiver bei ihren Auszubildenden bewerben würden, zumal letztlich ja alle Beteiligten von der Wirkung des Programms profitierten. Wie Lena Lesanovsky und Anna Roßband ist er überzeugt, dass es eine Vielzahl guter Ansätze gibt, um Erasmus+ in Ost- und Mitteldeutschland weiter zu stärken. Dazu brauche es jedoch insgesamt mehr Projekte. Seine Arbeit bei den EuroApprentices hat sich mit den Jahren verändert. Er bekräftigt: „Ich halte das Engagement gerade in der heutigen Zeit für wichtig, weil ich denke, dass wir als EuroApprentices unseren Beitrag zur demokratischen Teilhabe leisten können, indem wir versuchen, Werte wie Offenheit und Dialogbereitschaft zu vermitteln und damit anderen Mut für die Zukunft zu machen. Das ist etwas, das wir gerade im Kontext der ErasmusDays besonders betonen sollten.“ , Bundesweit gibt es insgesamt 45 Erasmus+-Botschafterinnen und Botschafter. Mehr zu den EuroApprentices erfahren Sie auf der Website https://www.na-bibb.de/erasmus-berufsbildung/mobilitaet/euroapprentices . Infos zu den ErasmusDays gibt es hier: https://www.erasmusdays.eu …

Veranstaltung

Online-Jahrestagung 2025: Live our values, inspire our future

Unter dem Motto „Live our values, inspire our future“ fand vom 24. bis 25. September 2025 unsere virtuelle Jahrestagung statt.

[…] Videogrußbotschaft Prien, Präsentationen der Key Speaker, Foren zu den Erasmus+-Prioritäten (24.09.2025), Informationsangebote und Workshops (25.09.2025) Am 24. und 25. September 2025 kamen insgesamt über 1.000 Akteurinnen und Akteure der Erasmus+-Community zur Jahrestagung der Nationalen Agentur Bildung für Europa ( NA beim BIBB ) virtuell zusammen. Unter dem Motto der Erasmus-Days „Live our values, inspire our future“ bot die diesjährige Online-Ausgabe der Jahrestagung Raum für gemeinsame Perspektiven. Zum Auftakt begrüßte Bundesbildungsministerin Karin Prien die Teilnehmenden in einer Videobotschaft. Sie hob die Bedeutung von Auslandsaufenthalten und europäischen Kooperationen in der Vergangenheit und in Zukunft vor und dankte allen Engagierten aus den Programmen Erasmus+, AusbildungWeltweit und ProTandem. Anschließend gab Berthold Hübers, Direktor der NA beim BIBB , Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Bildungspolitik und Erasmus+-Förderung. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Nationalen Agentur blickte Klaus Fahle, ehemaliger Direktor der NA , im Interview mit Moderatorin Julia Lubjuhn auf ein Vierteljahrhundert Arbeit mit europäischen Förderprogrammen zurück. Auch der Blick in die Zukunft kam nicht zu kurz: Michael Teutsch, Direktor m.d.W.d.G.b. für Jugend, Bildung und Erasmus+ bei der Europäischen Kommission stellte die Grundsätze, Ziele und Struktur der neuen Programmgeneration Erasmus+ 2028 bis 2034 vor. Unter der Leitfrage „Quo vadis Erasmus+?“ ordnete Berthold Hübers abschließend diese neuen Erkenntnisse für die interessierten Projektträger aus der Perspektive der NA beim BIBB ein. Nach dem gemeinsamen Auftakt im Plenum konnten die Teilnehmenden aus zwei Informations- und einem Austauschangebot zu den horizontalen Erasmus+-Prioritäten wählen. Am zweiten Tag drehte sich alles um die praxisnahe Umsetzung des Programms in den Projekten. Insgesamt 13 Angebote informierten zu den verschiedenen Leitaktionen, vielfältigen Fördermöglichkeiten und frischen Ideen zur Projektumsetzung. Die Präsentationen aus den einzelnen Programmpunkten sowie das Tagungsprogramm stellen wir Ihnen auf dieser Seite zur Verfügung. Tagungsprogramm herunterladen (PDF) , Bildungspolitische und programmspezifische Entwicklungen Präsentation herunterladen (PDF) Berthold Hübers | NA beim BIBB Erasmus+ 2028-2034: der Vorschlag der EU -Kommission Präsentation herunterladen (PDF) Michael Teutsch | Europäische Kommission Quo vadis Erasmus+? Einordnung aus der Perspektive der NA beim BIBB Präsentation herunterladen (PDF) Berthold Hübers | NA beim BIBB , Forum 1 | Austauschangebot zur Priorität Inklusion und Vielfalt: Inklusive Gestaltung von Auslandsaufenthalten und Projekten im Alltag: Praxisbeispiel und Austauschgruppen Präsentation herunterladen (PDF) Forum 2 | Informationsangebot zur Priorität Digitaler Wandel: Digitalisierung im Einsatz: Projektträger stellen sich vor Präsentation herunterladen (PDF) Mentimeter Ergebnisse herunterladen (PDF) Projektpräsentation „ Career Intelligence“ herunterladen (PDF) Projektpräsentation „DigitalScouts“ herunterladen (PDF) Projektpräsentation Lore-Lorentz-Schule herunterladen (PDF) Forum 3 | Informationsangebot zur Priorität Teilhabe am demokratischen Leben: Demokratische Teilhabe, gemeinsame Werte und bürgerschaftliches Engagement – wie Projekte demokratische Kompetenzen stärken können Präsentation herunterladen (PDF) , Finanzielle & administrative Hilfestellung zu Abschlussberichten | Berufs- und Erwachsenenbildung, Leitkation 1 Präsentation herunterladen (PDF) Präsentation zu weiterführenden Informationen herunterladen (PDF) Mobilitätsprojekte in der Berufsbildung: Projektmanagement von A-Z | Berufsbildung, Leitaktion 1 Präsentation herunterladen (PDF) Projektmanagement mit horizontalen Aspekten – wie Sie nachhaltig, inklusiv, partizipativ und digital in europäischen Projekten arbeiten | Berufsbildung, Leitaktion 2 Präsentation herunterladen (PDF) Lernaufenthalte mit dem Bundesprogramm AusbildungWeltweit umsetzen: Austausch zu Fördermöglichkeiten und Projektideen | Berufsbildung Präsentation herunterladen (PDF) Praxisbeispiel Argentinien herunteralden (PDF) Praxisbeispiel China herunterladen (PDF) Europäische Werte praxisnah vermitteln | Erwachsenenbildung P räsentation herunterladen (PDF) Pinboard „Europäische Werte praxisnah vermitteln | MIKA-Do ansehen Rückwärts geplant: Wirkungsorientierte Projektkonzeption | Erwachsenenbildung, Leitaktion 2 Präsentation herunterladen (PDF) Europass – mehr als ein Mobilitätsnachweis Präsentation - Teil 1 herunterladen (PDF) Präsentation - Teil 2 herunterladen (PDF) Gegenüberstellung Datenbank Nationales Europass Center / Beneficiary Modul (BM) (PDF) EPALE Mitmach-Werkstatt: So nutzen Sie EPALE für Ihr Projekt! | Erwachsenenbildung Präsentation herunterladen (PDF) DEFR Mit ProTandem nach Frankreich: Berufliche Mobilität: Impulse, Ideen, Initiativen | Berufsbildung Präsentation herunterladen (PDF) …

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Europa hat ein Gesicht bekommen

Das Erasmus+-Projekt „SPACE“ wurde mit dem European Innovative Teaching Award (EITA) ausgezeichnet

[…] Gemeinsam in die Partnerländer, Nachhaltige Wirkung durch Materialien Mit dem European Innovative Teaching Award (EITA) würdigt die Europäische Kommission seit 2021 herausragende Unterrichtspraktiken, die im Rahmen von Erasmus+-Projekten entwickelt wurden. Der Award greift jedes Jahr ein aktuelles bildungspolitisches Thema auf, 2025 stehen Demokratiebildung und bürgerschaftliches Engagement im Fokus. Dabei verlieh die Nationale Agentur Bildung für Europa den Preis in Deutschland in der Kategorie Erwachsenenbildung. Der Gewinner wurde am 15. September bekanntgegeben, es ist das Projekt „SPACE“ der Volkshochschule im Landkreis Cham e.V. . , „SPACE“ steht für „Seniors Perceive A Common Europe“, was die Idee des Projektes sehr gut beschreibt. Es geht darum, älteren Lernenden europäische Werte zu vermitteln und sie zu aktiven europäischen Bürgerinnen und Bürgern zu machen. Im Rahmen der Kooperationspartnerschaft entwickelten und realisierten Einrichtungen aus Deutschland, Bulgarien, Italien, Schweden und Spanien im Zeitraum von Dezember 2022 bis November 2024 ein Konzept, das vor allem die Traditionen und das kulturelle Erbe der jeweiligen Länder und Regionen in den Fokus nahm. Die VHS Cham koordinierte das Projekt, hier wurden Mitmachveranstaltungen durchgeführt, die sowohl Lernmöglichkeiten boten als auch die Chance, selbst etwas zu erarbeiten. Je nach Thema gab es unterschiedliche Lernumgebungen: von Computerarbeit in den Räumen der VHS bis zum traditionellen Lebkuchenbacken und Kräuterbuschen Binden, bei dem verschiedene Kräuter gesammelt und mit einem stabilen Naturfaden um eine Königskerze oder Rose gebunden werden. „Viele dieser Traditionen sind zwar noch lebendig, werden aber nicht mehr so stark wahrgenommen und praktiziert. Ich glaube, dass wir bei den Teilnehmenden etwas aufgeweckt haben“, erzählt Johanna Jankowski, die seit 2017 im Team Internationale Projekte der VHS Cham arbeitet und für das Projekt verantwortlich zeichnete. Sie ergänzt: „Wir sind auf die Menschen zugegangen mit einem Angebot, das sie in ihrer eigenen Geschichte abholt. Das war in dieser Form neu. Das Besondere aber war, dass die Ergebnisse der Arbeit anschließend im Rahmen des Austauschs in den Partnerländern vorgestellt wurden. Dabei ging es um Fragen wie: Haben die anderen Länder ähnliche Traditionen oder Rezepte? Wo sind Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede gibt es?“. , So erhielten jeweils zwei Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, an den Treffen im europäischen Ausland zu partizipieren. Ein Angebot, das anfangs Berührungsängste hervorrief, zumal die Präsentation vor Ort in Englisch erfolgen sollte. Von Kursbaustein zu Kursbaustein jedoch wurden die Seniorinnen und Senioren immer offener. Dazu noch einmal Johanna Jankowski: „Sie haben gemeinsam geübt, und nachdem das erste komische Gefühl überwunden war, sind sie richtig daran gewachsen. Das war wie eine Art Domino-Effekt. Als die ersten Leute zurückkamen und von ihren Erfahrungen erzählten, spürte man die Begeisterung. Und das machte auch die anderen immer neugieriger.“ Jankowski erinnert sich, dass es anfangs fast immer so war, dass die Gruppen beim Abendessen national zusammensaßen. Schon am zweiten Abend aber änderte sich dies, weil die Teilnehmenden spürten, wie spannend es sein kann, neue Leute und andere Kulturen kennenzulernen. Für sie war das „eine sehr schöne Form der Annäherung.“ Das bestätigen auch die Seniorinnen und Senioren selbst. So unterstreicht Anna Hauer, die am Austausch in Schweden teilnahm: „Es freut mich, dass ich über das Projekt Menschen aus anderen europäischen Ländern begegnen durfte. Besonders spannend war es, ihre Gewohnheiten, Speisen und Bräuche sowie ihre Kultur und Traditionen kennenzulernen.“ Ingeborg Tragl war sogar zweimal mit dabei, in Spanien und in Italien. Die 74-jährife sagt: „Ich habe gemerkt, wie toll Europa ist und wie wichtig es ist, europäische Werte zu leben. Der Austausch war für beide Seiten sehr bereichernd.“ Gerade beim Dialog mit Bulgarien überwog bei einigen Teilnehmenden zunächst die Skepsis. Zu fremd schien die dortige Realität. Heute pflegt man einen regelmäßigen Austausch mit den bulgarischen Seniorinnen und Senioren. Rosina Mühlbauer, die mit dem Projekt nach Sofia reiste, bekräftigt: „Ich habe schon viele europäische Länder bereist. Bulgarien hatte ich nie auf dem Schirm. Durch „SPACE“ konnte ich einen Eindruck vom Land und seinen Bewohnern gewinnen. Mein Bild von Bulgarien hat sich dadurch wirklich zum Positiven verändert.“ Auf diese Art und Weise ist Europa für die Teilnehmenden der VHS Cham greifbarer geworden. Allgemeine Bilder und Klischees wurden durch konkrete Erlebnisse ersetzt, Europa hat ein Gesicht bekommen. Gerade in ländlich geprägten Regionen trägt eine solche Form der Teilhabe dazu bei, die Bedeutung von europäischen Werten, Demokratie und kultureller Vielfalt zu stärken. Das zeigt das Projekt „SPACE“ sehr eindrucksvoll. Fast alle Beteiligten äußerten den Wunsch, „so etwas gerne noch einmal zu machen“. , Johanna Jankowski freut dies. Sie verweist zugleich darauf, dass es von Anfang an auch ein zweites Projektziel gab: das erarbeitete Wissen auch anderen zugänglich zu machen, und zwar so breit wie möglich. Erwachsenenbildner, die vom Angebot der VHS Cham fasziniert sind und selbst etwas ähnliches „auf die Beine stellen“ möchten, finden unter https://thespaceproject.eu ausführliche Materialien: vom Handbuch, in dem innovative Lernkonzepte, bewährte Verfahren und Umsetzungsideen dargestellt werden, bis zur digitalen Plattform. Hier können sie auch die Exponate, die die Seniorinnen und Senioren im Rahmen des Projekts erarbeitet und präsentiert haben, ansehen. …

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Internationalisierungsstrategie in NRW

EU-Geschäftsstellen unterstützen berufsbildende Schulen bei der 10-Prozent-Strategie

[…] Strategie zur Förderung von Auslandsaufenthalten in der Berufsbildung, Zertifizierungsangebot für berufsbildende Schulen in NRW, Umsetzung in den Regierungsbezirken, Weiteres Engagement der EU-Geschäftsstellen Die Möglichkeiten, als Auszubildende Lernaufenthalte im Ausland zu absolvieren, werden immer vielfältiger. Das Wissen darüber verbreitet sich eher langsam. Das Land Nordrhein-Westfalen hat daher 2017 eine Strategie entwickelt, um das Thema Internationalisierung in der Berufsbildung bekannter zu machen. , 2013 wurde vom Deutschen Bundestag für ganz Deutschland ein Ziel definiert, das alle Beteiligten bestärken soll, kontinuierlich den Anteil der Auszubildenden mit Auslandserfahrungen zu steigern. Demnach sollten zunächst bis 2020 mindestens zehn Prozent der Auszubildenden in ihrer Ausbildung Auslandserfahrungen sammeln können. Zwei Jahre später entwickelte die Bezirksregierung Köln ein Zertifizierungsangebot mit dem Leitziel „strategisch – beruflich – mobil“ für berufsbildende Schulen. Ziel war es, im Raum Köln die Internationalisierung der Berufsbildung voranzutreiben und zu fördern. Im April 2017 gelang auf Landesebene ein weiterer wichtiger Schritt, um diesem Ziel näher zu kommen. Das Ministerium für Schule und Weiterbildung unterzeichnete den Runderlass zur Übernahme des 10-Prozent-Ziels. So beschloss Nordrhein-Westfalen, die internationale Zusammenarbeit in der europäischen Berufsbildung gesondert zu fördern. Es wurde in Zusammenarbeit des Ministeriums für Schule und Weiterbildung und der fünf Bezirksregierungen ein Zertifizierungsangebot für international ausgerichtete Berufskollegs in NRW geschaffen. , Die Zertifizierung erfolgt auf zwei Ebenen: Zum einen können Schülerinnen und Schüler die Zusatzqualifikation "Internationale berufliche Mobilität" erlangen. Die Qualifikation bindet internationale Aktivitäten in die didaktische Planung ein und bringt das Thema „Auslandsaufenthalt“ direkt in den Unterricht. Es handelt sich dabei um mindestens 40 Unterrichtsstunden sowie die Anforderung eines betrieblichen Auslandspraktikums oder eines beruflichen Projekts im Ausland. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich so nicht nur theoretisch mit dem Thema, sondern können auch ganz praktisch Grenzen überschreiten und andere Länder kennenlernen. Zum anderen werden die berufsbildenden Schulen auch als Einrichtung gefordert und gefördert. Sie erhalten das Zertifikat, wenn sie eine gelungene Dokumentation ihrer strategischen Internationalisierung vorweisen und außerdem eine Quote von zehn Prozent der Schülerinnen und Schüler mit der Zusatzqualifikation "Internationale berufliche Mobilität" auszeichnen konnten. , Die EU-Geschäftsstellen passen ihre Aktivitäten an die jeweiligen Bedarfe ihrer Regierungsbezirke an. Die meisten verfolgen zunächst eine Informationskampagne. Diese sieht vor, die Berufskollegs zunächst an das Thema Internationalisierung in der Berufsausbildung heranzuführen. Zu diesem Zweck haben z. B. die EU-Geschäftsstellen der Bezirksregierungen Düsseldorf und Arnsberg Fortbildungsreihen konzipiert. Im Rahmen der Fortbildungsreihe „Düsseldorfer Seminare zu Erasmus+ Auslandsmobilitäten“ wird eine dreiteilige Fortbildung für alle interessierten Lehrkräfte angeboten. Themen sind hier vorrangig die Planung und Durchführung von Mobilitätsprojekten in der Berufsbildung, dazu besteht Gelegenheit zur Arbeit am eigenen Fördermittelantrag. Die Fortbildung „go international“ der EU-Geschäftsstelle in Arnsberg ermöglicht Lehrerinnen und Lehrern eine strategische Herangehensweise. Im ersten Jahr der zweijährigen Qualifizierung geht es um die Förderung der Internationalisierung durch die Entwicklung schulspezifischer Strategien an den Berufskollegs. Der Fokus im zweiten Jahr liegt dann auf der Etablierung und Leitung eines EU-Teams, sowie Methoden des Projektmanagements und damit einhergehend der weiteren Schulentwicklung. Zudem wurde gemeinsam ein Qualitätsrahmen und Leitfaden zur Durchführung von Lernaufenthalten und Praktika im Ausland entwickelt. Dieser soll der Qualitätssicherung dienen, indem er Elemente einer systematischen und strukturierten Durchführung beschreibt. Dies wird beispielsweise mit Hinweisen zur inhaltlichen Ausgestaltung der Lernaufenthalte und dem dazugehörigen Kommunikationsprozess mit internationalen Partnern erreicht. Das Dokument ist unter diesem Link abrufbar. , Ein zentraler Schritt war für die EU-Geschäftsstellen in Arnsberg, Düsseldorf, Köln und Münster die Beantragung der Mobilitätscharta und später der Akkreditierung im Programm Erasmus+. Hierdurch wurde ein nahtloser Übergang von der einen in die nächste Programmgeneration möglich, bei der die inhaltliche und finanzielle Planungssicherheit durchgängig gewährleistet blieben. Akkreditiert als Koordinatorinnen eines Erasmus+ Konsortiums wurde es für die Geschäftsstellen einfacher, strategisch und umfassend an der Internationalisierung der beruflichen Schulen des jeweiligen Regierungsbezirks zu arbeiten. Auf diesem Weg eröffnet sich für viele Berufsschülerinnen und Berufsschüler ein Zugang zu Auslandsaufenthalten. Zudem werden Aufenthalte für das Berufsbildungspersonal der Konsortialmitglieder angeboten, sodass auch Lehrkräfte von der zunehmenden Internationalisierung in die Berufsbildung profitieren können. Nicht zuletzt betreiben alle EU-Geschäftsstellen eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit sowie eine aktive Netzwerkarbeit zur Verbreitung des Themas. Zudem werden fortwährend Initiativen und Projektschwerpunkte gesetzt, um den allgegenwärtigen Herausforderungen der Berufsbildung aktiv entgegenzuwirken, wie beispielsweise verpflichtende Reisen per Green Travel als aktiver Beitrag zum Klimaschutz (Münster) oder das aktive Werben für Mobilitäten von Teilnehmende aus Handwerksberufen zur Förderung der Internationalisierung in diesem Bereich (Arnsberg). Alle diese Maßnahmen helfen dabei, Auszubildende den Traum vom Auslandsaufenthalt zu ermöglichen und das Thema in den Köpfen der Menschen zu verankern und sind damit ein großer Erfolg! , Links zum Thema Internationalisierung der Berufsausbildung in NRW: Internationalisierung der Berufsbildung in NRW Zertifizierung von Berufskollegs für ihre Aktivitäten zur "Internationalen Zusammenarbeit in der europäischen Berufsbildung" Qualitätsrahmen und Leitfaden für Berufskollegs zur Durchführung von Lernaufenthalten und Praktika im Ausland Kontaktinformationen der EU-Geschäftsstellen der Bezirksregierungen: Bezirksregierung Arnsberg Bezirksregierung Detmold Bezirksregierung Düsseldorf Bezirksregierung Köln Bezirksregierung Münster …

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Demokratie erleben an der Volkshochschule

Erasmus+-Projektpartner entwickeln Workshops zur sozialen und politischen Teilhabe für Zugewanderte

[…] Gehör verschaffen, Selbsthilfe fördern, Eigeninitiative schulen, Zugehörigkeit erleben Mitreden, mitwirken, mitgestalten: Der Volkshochschulverband Baden-Württemberg und das Support Group Network ( SGN ) in Schweden haben sich in der ERASMUS+-Partnerschaft „Your voice matters“ über verschiedene Bildungsangebote zur politischen und sozialen Teilhabe von Zugewanderten ausgetauscht. Aus der Zusammenarbeit entstanden drei Workshop-Konzepte, die im Rahmen eines Austauschs an der VHS Stuttgart direkt praktisch erprobt wurden. , „Du schaffst das Abitur doch sowieso nicht“, mit diesen Worten beginnt die junge Frau mit Migrationshintergrund ihre Geschichte, „mit dem kulturellen Hintergrund.“ Die Gruppe, vor der sie im Storytelling-Workshop steht, hört ihr gebannt zu. Das habe ein Lehrer zu ihr gesagt, fährt die Erzählerin fort. Empörtes Raunen klingt aus der Gruppe der Zuhörer/innen, die Aufmerksamkeit ist der jungen Frau sicher. Und dann erzählt sie, wie sie aus Frustration und Wut über die diskriminierenden Vorurteile des Lehrers den Antrieb entwickelte, ihr Abitur zu machen – und es geschafft hat. „Challenge – Choice – Outcome“ oder auch „Herausforderung – Entscheidung – Ergebnis“, dieses erzählerische Muster in drei Schritten haben die Teilnehmenden des Austausches an der VHS in Stuttgart als Mittel kennengelernt, ihre Anliegen und Themen so zu vermitteln, dass sie die Adressat/innen auch erreichen. , „Wie können sich Zugewanderte für ihre Anliegen einsetzen?“ Dieses Thema habe, so berichtet Andrea Bernert-Bürkle, Leiterin der EU -Projekte im Volkshochschulverband Baden-Württemberg, eine lange Geschichte im Verband, ebenso wie der Kontakt zum Projektpartner SGN . So besuchte Bernert-Bürkle bereits 2017 zusammen mit Akteur/innen der Stuttgarter Stadt- und Bildungspolitik bei einem Erasmus+-Austausch in der Region Västra Götaland in Schweden ein großes Erstaufnahmecamp in einer ehemaligen Kaserne. „Da hatte eine Gruppe von Geflüchteten innerhalb von acht Wochen tolle Bildungsangebote im Camp auf die Beine gestellt, von Sprachen lernen bis hin zum Schwimmunterricht, auch Kurse für Kinder gab es, im Grunde ein ganzes Volkshochschulprogramm“, erinnert sich Bernert-Bürkle. „Wie dachten sofort, das brauchen wir in Stuttgart auch und haben die Organisatoren des Angebots eingeladen“, berichtet Bernert-Bürkle. Deren Botschaft sei gewesen: Geflüchtete bräuchten weniger Hilfe von außen, sondern gute Rahmenbedingungen zur Selbsthilfe. Aus der Weiterentwicklung dieser Strategie erwuchs unter anderem das Erasmus+ Partnerschaftsprojekt „Your voice matters“. Der Projektpartner SGN wiederum wurde von eben den Akteur/innen gegründet, die auch das Bildungsprogramm im Flüchtlingscamp in Schweden auf die Beine gestellt hatten. „Die Grundidee ist, die Verantwortung für Integration selbst in die Hand zu nehmen“, bekräftigt Mosab Tato, der aus Syrien nach Deutschland gekommen ist. Tato ist Geschäftsführer des Support Group Network ( SGN ) in Stuttgart/Deutschland. Mit Gleichgesinnten, die wie er schnell die deutsche Sprache gelernt, eine Ausbildung und/oder Arbeit gefunden hatten, hatte auch er Unterstützung für andere Geflüchtete in Stuttgart organisiert. Nach Besuchen und Workshops in Schweden schloss sich die Stuttgarter Gruppe dem SGN an. , „Im Projekt haben wir uns zunächst jeweils vor Ort angesehen, was sich in dem Bereich politische Bildung für Zugewanderte entwickelt“, so Bernert-Bürkle. „Die drei Themen ‚Communication und Campaigning‘, ‚Storytelling‘, ‚Europäische Politik‘ haben wir aufgegriffen“, erklärt sie, „und dafür Workshop-Konzepte entwickelt und pilotiert.“ Im Piloten wurden die Konzepte mit Lernenden aus Stuttgart und Schweden erprobt. Teilnehmende aus Ulm und anderen Städten in Baden-Württemberg sollen folgen. „Wie kann ich als Rollstuhlfahrerin barrierefrei mit der U-Bahn fahren?“ „Ich will, dass mehr für den Klimaschutz gemacht wird.“ Mit solchen konkreten persönlichen oder politischen Anliegen, berichtet Tato, arbeiteten die Teilnehmenden im Workshop „Communication und Campaigning“. Dabei übten sie, ihre Ziele überzeugend zu formulieren und herauszufinden, welche Personen oder Gruppen wichtig sind, um Veränderungen anzustoßen. „In den Modulen zur europäischen Politik waren viele überrascht, wie viele Beteiligungsmöglichkeiten es für junge Menschen in Europa tatsächlich gibt“, erinnert Tato. Der Workshop bereitete auf einen anschließenden Ausflug zum Europäischen Parlament nach Straßburg vor und stellte Instrumente der Beteiligung vor, etwa „Have your say“, ein Portal, in dem jede/r seine Meinung zu EU -Gesetzes-Initiativen einbringen kann. Insgesamt sei es ihnen wichtig gewesen, die Workshops möglichst aktivierend zu konzipieren, so Tato, mit „Energizern“ und Rollenspielen, „dass es auch viel Spaß macht!“ In einer „Assembly“, einer simulierten Stadtratssitzung als Rollenspiel hätten die Teilnehmenden zum Beispiel über den Umgang mit Grundrechten während der Coronazeit diskutiert, erzählt er. , Ziel sei es auch gewesen, erklärt Bernert-Bürkle, die „Your voice matters“-Workshops in einem zweiten Schritt für zukünftige Mobilitäten von VHS -Lernenden nutzen zu können. Die Volkshochschulen beim Projektpartner in Schweden unterschieden sich von deutschen Volkshochschulen dahingehend, dass sie eher Jahreskurse anböten, etwa für Schulabschlüsse, so Bernert-Bürkle. Deshalb nehme man bei der Umsetzung in Baden-Württemberg auch die VHS -Teilnehmenden in den Blick, die Hauptschulabschlüsse nachholen würden. Aufgrund der Unterschiede bei Inhalten und Kurszeiten – in Deutschland finden viele Angebote abends statt – müsse man für Volkshochschul-Lernende sinnvolle Formate entwickeln, „mit denen wir die Menschen ins Ausland schicken können.“ Die bisherigen Teilnehmenden seien begeistert gewesen, berichten Bernert-Bürkle und Tato übereinstimmend. Eine wichtige Erfahrung für die Teilnehmenden sei auch gewesen, zu sehen, dass sie in den einzelnen europäischen Ländern ähnliche Erfahrungen machten. „Wer zu uns kommt und sieht, die Menschen hier haben dieselben Probleme, fühlt sich nicht so allein“, so Tato. Und weil innerhalb des Projektes Trainer/innen ausgebildet wurden, werden in Zukunft zehn junge Erwachsene mit Migrationshintergrund, fünf in Schweden, fünf in Baden-Württemberg, durch „Your Voice Matters“-Workshops führen. …

News

Studien zur Wirkung von Erasmus+

Die NA beim BIBB hat zahlreiche Studien und Analysen zum Thema Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung in Auftrag gegeben oder selbst durchgeführt. Hier finden Sie einen Überblick.

[…] Auch dies könnte Sie interessieren: Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 hat die NA beim BIBB umfassende Expertise im Bereich der Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung sowie zu den Auswirkungen des europäischen Bildungsprogramms Erasmus+ (inklusive seiner Vorgängerprogramme) in der Berufs- und Erwachsenenbildung entwickelt. Im Laufe der Jahre wurden zahlreiche Studien und Analysen in Auftrag gegeben oder selbst durchgeführt, um tiefere Einblicke in diese Themen zu gewinnen. , Die Ergebnisse dieser Untersuchungen können Sie in den folgenden Publikationen nachlesen: Verdeckte Mobilität in der beruflichen Bildung (2010) Mobilität – Kompetenzzuwachs für Benachteiligte (2012) Studie zur Nutzung und Nachhaltigkeit von Innovationstransferprojekten im Programm für lebenlanges Lernen (2015) Studie zur Nutzung und Nachhaltigkeit von Innovationstransferprojekten im Programm für lebensanges Lernen II (2012) Auslandsaufenthalte in der Berufsausbildung 2017 (2018) Institutionelle Wirkung von Mobilitätsprojekten für die Berufsbildung (2018) Mobil in Europa mit Erasmus+ (2019) Wirkungen der Strategischen Partnerschaften in Deutschland (2020) Nationale Wirkungsstudie des Forschungsnetzwerks RIA-AE in der Erwachsenenbildung (2024) , Erasmus+: Wie geht es weiter ab 2028? Während das aktuelle Erasmus+-Programm noch in vollem Gange ist, laufen bereits die Vorbereitungen für die neue Programmgeneration. Was hat sich bewährt? Was sollte aus deutscher Sicht weiterentwickelt werden? Wie läuft der Prozess dazu ab und was ist gerade der aktuelle Stand? Auf unserer Infoseite „Über Erasmus+“ halten wir Sie auf dem Laufenden. Infoseite zu Zukunft von Erasmus+ ansehen …

News

Leitlinien zur Inklusion von Teilnehmenden mit geringeren Chancen veröffentlicht

Wie können wir das Förderprogramm Erasmus+ für Benachteiligte öffnen?

[…] Hier geht es zu den Leitlinien der Kommission Sie möchten zukünftig Teilnehmende mit geringeren Chancen in Ihre Erasmus+ Projekte einbinden? Oder arbeiten Sie bereits mit dieser Zielgruppe zusammen und fragen sich, wie Sie diese rund um ihre Auslandsaufenthalte besser unterstützen können? Das SALTO-Ressourcenzentrum Inklusion und Vielfalt hat hierzu hilfreiche Leitlinien mit dem Titel „Outreach recipes: Inclusion and Diversity in Erasmus+“ herausgebracht, die Sie bei der Umsetzung unterstützen. …

News

Europäische Kommission stellt Vorschlag für Erasmus+ ab 2028 vor

Die Europäischen Kommission unterstreicht mit geplantem Budget die hohe Bedeutung von Erasmus+.

[…] Die Zukunft von Erasmus+ Am 17. Juli 2025 hat die Europäische Kommission ihren Vorschlag für die neue Generation des Erasmus+-Programms für den Zeitraum 2028 bis 2034 vorgestellt. Mit einem geplanten Budget von 40,8 Milliarden Euro – das entspricht einem Zuwachs von 50 Prozent gegenüber dem laufenden Programm – unterstreicht die Kommission die hohe Bedeutung von Erasmus+ für Bildung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Wettbewerbsfähigkeit Europas. Das entspricht rund 2 Prozent des gesamten EU -Haushalts von knapp 2 Billionen Euro. Die Struktur des Programms bleibt im Wesentlichen erhalten: Die sechs Bildungssektoren – Berufsbildung, Hochschulbildung, Erwachsenenbildung, Schulbildung, Jugend und Sport – bleiben bestehen. Auch die bekannten Leitaktionen werden fortgeführt, heißen nun aber „Säulen“. Die bisherigen Leitaktionen 2 und 3 sollen zu einer neuen Säule 2 zusammengefasst werden. Neu ist, dass das Europäische Solidaritätskorps in Erasmus+ integriert werden soll. Die Kommission setzt weiterhin klare inhaltliche Schwerpunkte: Lernmobilität, Inklusion, Kompetenzerwerb sowie politische und gesellschaftliche Teilhabe bleiben zentrale Ziele. Auch sollen alle Zielgruppen, die im laufenden Programm förderfähig sind, in der neuen Programmgeneration unterstützt werden. Kooperationsprojekte – insbesondere auf nationaler Ebene durch die Nationalen Agenturen gefördert – bleiben fester Bestandteil, dürfen jedoch nicht zugunsten zentraler EU -Projekte an Relevanz verlieren. Sie sind essenziell für praxisnahe Impulse zur Weiterentwicklung des Europäischen Bildungsraums. Ob das neue Budget ausreicht, ist fraglich. Die Nationale Agentur beim BIBB schätzt, dass der tatsächliche Finanzbedarf viel höher ist. Allein für den Erhalt des aktuellen Förderniveaus bräuchte es mehr Mittel – u. a. wegen der Inflation 2021–2024 (20 Prozent) und dem starken Wachstum der aktuellen Programmgeneration. Allerdings haben Deutschland und andere Mitgliedstaaten bereits Widerstand gegen die Höhe des Gesamt- EU -Haushalts angekündigt – Kürzungen sind also möglich. In den anstehenden Verhandlungen zum Mehrjährigen Finanzrahmen ( MFR ) sollte daher konsequent für ein gestärktes Erasmus+ eingetreten werden – quantitativ wie qualitativ. , Während das aktuelle Erasmus+-Programm noch in vollem Gange ist, laufen bereits die Vorbereitungen für die neue Programmgeneration. Was hat sich bewährt? Was sollte aus deutscher Sicht weiterentwickelt werden? Wie läuft der Prozess dazu ab und was ist gerade der aktuelle Stand? Hier erfahren Sie mehr zur Zukunft von Erasmus+ …

Story

Imagebildung mit Erasmus+

Was europäische Projekte in der Volkshochschule Chemnitz bewirken

[…] Klein angefangen, Profil- und imagebildend auch nach außen, Stadt Chemnitz rückt ins Blickfeld internationaler Gäste, „Man lernt immer viel voneinander.“, Auch ein Vergleich mit anderen europäischen Erwachsenenbildnerinnen und -bildnern ist möglich Als eine der ersten Gruppen von Lernenden innerhalb eines Austausches im Programm Erasmus+ reisten finnische Teilnehmende nach Chemnitz, um die Stadt kennen zu lernen, dort an verschiedenen Kursen der VHS teilzunehmen und sich mit den Menschen vor Ort auszutauschen. Welchen Effekt hatte der Lernaufenthalt auf die Lernenden – und auf die gastgebende Volkshochschule? , Goldgelb bruzzeln die Quarkkeulchen in der heißen Pfanne mit Öl, ein Duft von Zimt liegt in der Luft. Im Kochstudio der Volkshochschule Chemnitz stehen Teilnehmende des Kochkurses „Regionale Küche“ und freuen sich auf die sächsische Süßspeise aus Kartoffeln, Mehl, Quark, Eiern und Rosinen. „Das kennen wir in Finnland so nicht“, sagt einer der Köche, der gemeinsam mit anderen Lernerinnen und Lernern aus Sastamala in der Nähe von Tampere nach Chemnitz gekommen ist. Als eine der ersten Lernendengruppen innerhalb eines Erasmus+-Austausches konnten die finnischen Teilnehmenden nach Chemnitz reisen, um dort die Stadt kennenzulernen, an verschiedenen VHS -Kursen teilzunehmen und sich mit Chemnitzerinnen und Chemnitzern auszutauschen. , Neu ist für die VHS Chemnitz der Austausch von Lernendengruppen nicht, aber der von freiberuflichen Lehrkräften und festangestelltem VHS -Personal. „Schon seit 2014 führen wir Erasmus+-Projekte durch“, sagt Manuela Dörrer, Fachbereichsleiterin Fremdsprachen an der VHS und zugleich Erasmus+-Koordinatorin: zunächst mit freiberuflichen Kursleitenden, dann mit festangestellten Lehrkräften und Fachbereichsleitungen, später mit Beschäftigten aus dem Service und der Verwaltung. „Solch ein weiterbildender Austausch ist ein zusätzlicher Benefit, der uns als VHS attraktiver macht“, so Dörrer. Auf diese Weise konnte über die Jahre ein Austausch mit Erwachsenenbildungseinrichtungen aus vierzehn verschiedenen Ländern stattfinden. Neben den unmittelbar bereichernden Lerneffekten wie Erfahrungszuwachs und Know-How-Erweiterung für alle VHS -internen Beteiligten hat der Erasmus+-Austausch noch einen ganz anderen Mehrwert gebracht. , Die VHS Chemnitz ist eine kommunale Volkshochschule. „Mit unseren Aktivitäten erweitern wir das Portfolio der Stadtverwaltung Chemnitz um ein weiteres europäisches Förderprogramm“, sagt Manuela Dörrer. Zudem flankieren die Austauschmöglichkeiten in Erasmus+ die europäischen Städtepartnerschaften von Chemnitz. Als Zielorte werden bewusst Chemnitzer Partnerstädte ausgewählt, wie zum Beispiel Tampere in Finnland. Der Aufbau der Kontakte mit der dortigen Volkshochschule und der Fachaustausch in beiden Richtungen tragen aktiv zur Belebung der Städtepartnerschaft bei. Ein positives „Standing“ in der Erwachsenenbildung in Sachsen haben die Erasmus+-Projekte ebenfalls bewirkt. „Aufgrund des Projekts über Erasmus+ wurden wir vom Sächsischen Volkshochschulverband angefragt, den Besuch einer litauischen Delegation aktiv mitzugestalten“, sagt Dörrer. So konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der VHS Chemnitz vor Ort Einblick in ihre Einrichtung geben und einen Fachaustausch mit verschiedenen Funktionsbereichen ermöglichen. Thematisch standen dabei die Themen Nachhaltigkeit, Inklusion und die Organisation des Bildungssystems im Ländervergleich im Fokus. , Bei den Besuchen aus dem finnischen Sastamala kamen neben Kursleitenden und pädagogischem Personal auch Kursteilnehmende nach Chemnitz. „Zusätzlich zum Austausch auf Arbeitsebene konnten unsere eigenen Kursteilnehmenden mit den europäischen Gästen innerhalb von gemeinsamen Kursen und Treffen in Kontakt treten“, so Dörrer. Dass Menschen miteinander ins Gespräch kommen, stelle eine wertvolle Besonderheit des EU -Förderprogramms dar, ergänzt sie. , Wenn man sich mit europäischen Partnereinrichtungen treffe, suche man zunächst nach Gemeinsamkeiten und Schnittmengen, erzählt Manuela Dörrer weiter. Und man stelle dann häufig fest, wie viele es davon gibt, etwa im Hinblick auf das Selbstverständnis und die Aufgabe als Erwachsenenbildnerinnen und -bildner. „Von unserer finnischen Partner- VHS konnten wir zudem noch viel über die Organisation von Lernenden-Reisen lernen, die wir ab Herbst 2025 selbst anbieten möchten. Zum Beispiel, dass die Gruppe besser zusammenwächst und die Neugier auf die Reise steigt, wenn sich die Teilnehmenden schon vorher in einem Vorbereitungskurs kennenlernen“, so Dörrer. Daneben sind es auch pädagogische Ideen, die zu neuen Herangehensweisen inspirieren. Die ländliche VHS Sastamala beispielsweise veranstaltet Yoga - und andere Bewegungskurse schon länger hybrid. Auf diese Weise lassen sich zusätzliche Kursteilnehmende erreichen und auch räumlich weiter entfernt wohnende Teilnehmende können mitmachen“, so Dörrer. Ein anderes Beispiel ist die Nutzung von Künstlicher Intelligenz und digitalen Werkzeugen für die Unterrichtsvorbereitung und -durchführung. „Wir haben interessiert aufgenommen, wie sich der Fremdsprachenunterricht mit solchen Tools spielerischer und lebendiger gestalten lässt. Zugleich können Teilnehmende damit ihren eigenen Lernstand schnell eigenständig überprüfen. Die neuen Werkzeuge setzen Pädagoginnen und Pädagogen der VHS Chemnitz jetzt im Unterricht ein. , „Wir sind schon länger international ausgerichtet“, sagt Fachbereichsleiterin Manuela Dörrer. Erasmus+ habe besonders die professionelle Ebene erweitert und neben Good-Practice-Beispielen und einem europaweiten Netzwerk auch die Möglichkeit gebracht, sich im internationalen Austausch zu vergleichen. Dörrer hat dabei festgestellt: „Für uns ist es gut, wenn wir im Austausch mit anderen Partnereinrichtungen schauen können, wo wir stehen. Dies stellt eine positive Gelegenheit dar, die eigene Arbeit zu spiegeln“. Erasmus+ ist deshalb in der VHS Chemnitz nicht mehr wegzudenken. …

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